L. A. Film: „Toy Story 4“

Ich war am 24.07.19 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Toy Story 4“ (dt. Filmtitel: „A Toy Story – Alles gehört auf kein Kommando“, dt. Kinostart: 15.08.19)  100 min  animation, sequel 

dir. Josh Cooley  voices: Tom Hanks, Tim Allen, Annie Potts, Tony Hale, Keegan-Michael Key, Jordan Peele, Christina Hendricks, Keanu Reeves, Joan Cusack, Bonnie Hunt, Carl Reiner, Betty White, Carol Burnett, Laurie Metcalf, Patricia Arquette, Bill Hader, Timothy Dalton, Steve Purcell, June Squibb, John Morris

 

Nachdem Andy (John Morris) zu alt für sein Spielzeug wurde, hatte er Woody (Tom Hanks), Buzz Lightyear (Tim Allen) und all die anderen an die kleine Bonnie (Madeleine McGraw) weitergegeben. Die Spielsachen haben daraufhin versucht, einen festen Platz in Bonnies Leben einzunehmen. Als die Kleine nun in die Vorschule kommt, darf sie keines ihrer Spielzeuge mitnehmen. Aus einem Plastik-Göffel bastelt Bonnie daraufhin ein neues Spielzeug: Forky (Tony Hale). Forky ist fortan DAS neue Lieblingsspielzeug des Kindes. Woody sieht sich daher verpflichtet, auf Forky aufzupassen, schließlich möchte er nicht, das seine Bonnie unglücklich ist… 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Toy Story 4“ ist der vierte Teil der „Toy Story“-Reihe. Die Geschichte schließt direkt an die von Toy Story 3 an. Regie führt der amerikanische Storyboard Artist, Regisseur und Drehbuchautor Josh Cooley. „Toy Story 4“ ist sein Spielfilmdebüt. 

Der erste Film der Reihe, „Toy Story“, war der weltweit erste, komplett am Computer erstellte Animationsspielfilm. Es war auch der erste Film der Pixar-Studios und in den Vereinigten Staaten der erfolgreichste Film des Jahres 1995. Das liegt nun fast 25 Jahre zurück und es ist beeindruckend, wie weit die Computertechnik mittlerweile fortgeschritten ist. Mit dem vierten Teil hat man manchmal den Eindruck, man würde eine Realverfilmung anschauen, in der Woody und all die bekannten Figuren irgendwie integriert wurden. Aus technischer Sicht waren Pixar-Filme aber schon immer extraklasse.

Wir wissen es schon lange, auch Spielzeug hat eine Seele, deren größter Wunsch es ist, ein Platz im Leben eines Kindes zu erlangen. Die Spielzeughelden sehen ihre Lebensaufgabe darin, alles dafür zu tun, um ein Kind glücklich zu machen. Entsprechend wenig selbstbestimmt ist ihr Leben. Wenn man sich diese Prämisse vor Augen hält, ist dieser Film am Ende auch nicht wirklich logisch. 

„Toy Story 4“ ist ein Roadmovie. Bonnie macht mit ihren Eltern und ihrem (gesamten) Spielzeug einen Ausflug. Ihr neues Lieblingsspielzeug Forky hat aber eine Identitätskrise und dann büchst er irgendwann aus und muss wieder zurück zu seinem Kind gebracht werden. Daraus ergibt sich ein unterhaltsamer, manchmal lustiger, in wenigen Momenten sogar auch gruseliger Film. Am besten haben mir die Sequenzen in dem Antiquitätenladen und die Geschichte um Gabby Gabby gefallen. Am witzigsten – na klar – die schrägen Pläne des Schießbuden-Plüschspielzeugs Ducky und Bunny (gesprochen von dem Komiker-Duo Key & Peele, bzw. Keegan-Michael Key und Jordan Peele).

Überraschenderweise wird vor „Toy Story 4“ kein Kurzfilm gezeigt. Dafür sollte man den kompletten Abspann sitzen bleiben, um noch die vier (plus eine Mini-Szene am Ende) Zusatzszenen mitzubekommen.  

Der erste „Toy Story“-Film war seinerzeit für drei Oscars (Bestes Originaldrehbuch, Bester Originalsong und Beste Filmmusik) nominiert. Eine eigene Kategorie für Animationsfilme gab es bei den Oscars erst ab dem Jahr 2001 („Shrek“ war der erste Film, der mit diesem Oscar ausgezeichnet wurde). Gewonnen hatte der erste Film der Toy Story-Reihe im Jahr 1996 einen Spezialoscar für den ersten computeranimierten Spielfilm. Der letzte Teil der Toy Story-Reihe, Toy Story 3, wurde für 5 Oscars nominiert (incl. Bester Film und Beste adaptiertes Drehbuch), gewonnen hat dieser – für mich beste Teil der Reihe – zwei Oscars (Bester Animationsfilm und Bester Originalsong). 

„Toy Story 4“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. eine in der Kategorie Bester Animationsfilm 

„Toy Story 4“ ist am 21.06.19 in 4,575 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „A Toy Story – Alles gehört auf kein Kommando“ am 15.08.19 ins Kino kommen. 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Angry Birds Movie 2„

Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)

Kommentar: Animationsfilm und Fortsetzung

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Dora and the Lost City of God„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Abenteuerfilm für Kinder 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Addams Family„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: neuer Animationsfilm, der auf den gleichnamigen Comics basiert

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: jooaa 


Trailer v. Film: „Frozen 2„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Eine Fortsetzung zu Frozen hätte die Welt natürlich nicht gebraucht, aber Olaf ist wieder dabei, also werde ich ihn wahrscheinlich gucken.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%


Trailer v. Film: „Trolls World Tour„

Bewertung des Trailers: D 

Kommentar: noch weniger als „Frozen 2“ braucht es diese Trolls-Filme. Grau-en-haft 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Onward„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Tja, irgendwie kann ich damit gar nichts anfangen, aber es ist ein neuer Pixar und die wissen eigentlich was sie tun

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

Boston – Film: „The Post“

Ich war am 08.01.18 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Post“ (dt. Filmtitel: „Die Verlegerin“, dt. Kinostart: 22.02.18) 115 min drama, biopic
dir. Steven Spielberg cast: Meryl Streep, Tom Hanks, Sarah Paulson, Bob Odenkirk, Tracy Letts, Bradley Whitford, Bruce Greenwood, Matthew Rhys, Alison Brie, Jesse Piemons, Michael Stuhlbarg

 

Nach dem Tod ihres Ehemannes, und ohne groß Erfahrung im Zeitungsgeschäft, musste Katherine Graham (Meryl Streep) die Washington Post übernehmen. Im Jahr 1971 ist sie jetzt bereits seit einigen Jahren die Verlagschefin der Zeitung. Ihr Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) versucht sie eines Tages davon überzeugen, brisante Unterlagen eines hochrangigen Mitglieds des amerikanischen Verteidigungsministeriums zu publizieren. Die sogenannten Pentagon Papers decken einen riesigen Vertuschungsskandal des Weißen Hauses auf. Die geheimen Dokumente belegen, dass vier U.S.-Präsidenten die amerikanische Öffentlichkeit hinsichtlich des Vietnamkrieges bewusst getäuscht haben. Das Konkurrenzblatt, die New York Times, begann bereits, Auszüge des Materials zu drucken, woraufhin der amtierende U.S.-Präsident Nixon eine Einstweiligen Verfügung gegen weitere Veröffentlichungen bewirkte. Sollte die Post jetzt die Pentagon Papers publizieren, könnte es das Ende der Zeitung bedeuten…

 

B- (Wertung von A bis F) „The Post“ basiert auf wahren Begebenheiten. Die Veröffentlichung der Pentagon Papers zählt neben der Watergate-Affäre zu den größten Politskandalen der Vereinigten Staaten. Dies ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Steven Spielberg („Jaws“, „Jurassic Park“, „Schindler´s List“, Lincoln). Nach „Saving Private Ryan“, „Catch Me If You Can“, „The Terminal“ und Bridge of Spies arbeitet der Regisseur bereits das fünfte Mal mit dem Schauspieler Tom Hanks zusammen.

„The Post“ ist ein passabler Film, noch mehr ist es für mich aber Steven Spielbergs etwas verzweifelter Versuch einen wirklich relevanten Film über den Journalismus und noch wichtiger die Pressefreiheit zu inszenieren. Ungefähr zwei Drittel des Films geht es eigentlich nur darum, ob die Washington Post die Pentagon Papiere druckt oder nicht. Ich empfand das sehr zäh und auch auf Dauer langweilig. Steven Spielberg liess es sich natürlich auch nicht nehmen, am Ende des Films den Watergate-Skandal anzudeuten. Ein Skandal, der nach der Affäre um die Pentagon Papers aufgedeckt wurde und weltweit sicherlich für mehr Aufsehen gesorgt hat. Die Watergate-Affäre wurde durch die Enthüllungsjournalisten der Washington Post (Bob Woodward und Carl Bernstein) ans Licht gebracht. Zurück zu Spielbergs Film über die Pentagon Papiere: Ich mag immer mindestens etwas an den Filmen des amerikanischen Filmemachers, hier mochte ich besonders die gesamte Sequenz in der Druckerei. Das Beste des Films ist jedoch Meryl Streep. Zu Recht wurde die dreifache Oscar-Preisträgerin für diese Performance für ihren 21. Academy Award nominiert, auch wenn man vielleicht darüber diskutieren könnte, ob das jetzt eine Haupt- oder Nebenrolle ist.

„The Post“ und Paul Thomas Andersons Phantom Thread waren zusammen mit Ridley Scotts Film All the Money in the World die letzten Filme, die – in der Oscar-Saison 2017/2018 gezeigt wurden. Auf dem Papier sah „The Post“ noch am Anfang der Oscar-Saison 2017/2018 so aus, als wäre es ein sicherer Favoriten-Film bei den 90th Academy Awards. Am 23.01.18 wurde der Film jedoch nur für zwei Oscars (Bester Film und Beste Hauptdarstellerin – Meryl Streep) nominiert.

Der großartige Michael Stuhlbarg hat dieses Jahr in drei oscarnominierten Filmen (The Shape of Water  und vor allen Dingen – unvergessen in der einen Szene in Call Me by Your Name) mitgespielt. In „The Post“ spielt er den Chefredakteur der New York Times.

„The Post“ ist am 22.12.17 in neun amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 12.01.18 läuft der Film landesweit in 2819 Kinos in den U.S.A. Unter dem Filmtitel „Die Verlegerin“ soll der Film am 22.02.18 in die deutschen Kinos kommen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

da ich sehr spät aus Molly´s Game kam, habe ich nur noch folgenden Trailer mitbekommen:

Trailer v. Film: „Red Sparrow„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow – zumindest vom Trailer her. Spionagethriller mit Jennifer Lawrence, Joel Edgerton, Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: „Sully“

Ich war am 26.09.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Sully“ (dt. Kinostart: 1.12.16) 96 min drama, adaptation, biopic
dir. Clint Eastwood cast: Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney, Anna Gunn, Ann Cusack, Autumn Reeser

 
15. Januar 2009, US Airways Flug 1549 von NYC nach Charlotte. Kurz nach dem Start kam es zu einem mehrfachen Vogelschlag. Beide Triebwerke des Airbus 320 sind daraufhin ausgefallen. Flugkapitän Chelsey „Sully“ Sullenberger (Tom Hanks) und sein Copilot Jeff Skiles (Aaron Eckhart) mussten innerhalb weniger Sekunden entscheiden und notwasserten schließlich kurz darauf auf dem Hudson River. Während Sully nach der erfolgreichen Rettung von 155 Menschen in den U.S.A. und weltweit als Held gefeiert wird, muss er und sein Copilot sich vor der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde NTSB dafür rechtfertigen, warum sie nicht einfach einen Flughafen in der Nähe angeflogen sind…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Sully“ basiert auf der Autobiografie von Chesley Sullenbergers „Highest Duty: My Search for What Really Matters“. Sie beschreiben die Vorgänge des US Airways Fluges 1549 und die anschließenden Untersuchungen des National Transportation Safety Board (NTSB). Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Clint Eastwood („Unforgiven“, „Midnight of the Garden of Good and Evil“, „Mystic River“, Changeling, Gran Torino, American Sniper).

Clint Eastwood ist mittlerweile 86 Jahre alt, mag politisch verwirrt sein, aber er schafft ee immer noch imposante Heldengeschichten zu inszenieren. Wahrscheinlich kennt jeder die Miracle-on-the-Hudson-Story, kaum einer wird aber davon wissen, wie sich die Cockpit-Crew direkt im Anschluss an die spektakuläre Notwasserung vor einer amerikanischen Behörde erklären musste. Die gesamte Anhörung vor den Sicherheitsexperten, vor allen Dingen die Piloten, die den Flug im Simulator nachstellten und dann Sullys Aussage, die alles widerlegte fand ich am beeindruckendsten.

 
Bei Filmen über die Fliegerei neige ich natürlich dazu, besserwisserisch rumzumaulen. Im Endeffekt zählt natürlich das Resultat und das ist, dass allen 155 Insassen an Bord das Leben gerettet wurde – wie sie es geschafft haben, ist zweitrangig. Dennoch konnte ich die im Film dargestellte Reaktion der Kabinencrew nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich folgen die Crews der US Airways anderen Richtlinien und trainieren andere Standards. Warum haben sie aber direkt nach dem Aufprall so zögerlich reagiert? Warum haben sie nicht sofort (mit dem Megafon) Kommandos an die Passagiere gegeben und evakuiert? Und warum wurden die Passagiere nicht aufgefordert ihre Schwimmweste mitzunehmen und vor allen Dingen – wenn sie das Flugzeug verlassen – auch aufzublasen? Die Original-Fotos von dem Flugzeug zeigen tatsächlich, dass sehr viele Passagiere keine Schwimmweste trugen. Auch habe ich nicht verstanden warum Cpt. Sully sich so spät erst wieder angeschnallt hat. Aber, ist ja gut gegangen…

 
Tom Hanks ist natürlich perfekt in der Rolle, wahrscheinlich würde der Film ohne ihn gar nicht funktionieren. Letztlich fand ich seine Performance in Captain Phillips aber oscarreifer und dafür wurde er unverständlicherweise nicht nominiert. Auch Anna Gunn hat mir gut gefallen.

 
Im Abspann ist in zwei Filmbeiträgen noch der reale Chelsey „Sully“ Sullenberger zu sehen.

 
„Sully“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Bester Regisseur, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks), Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

 
„Sully“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 6.9.16 in den amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film ab dem 1.12.16 zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

 

 

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „The Girl on the Train„
Bewertung des Trailers: F
Kommentar: Dieser Trailer ist ein unfassbarer Spoiler-Trailer. Bei mind. 80% RT gucke ich den Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

 

Trailer v. Film: „Keeping Up with the Joneses„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Jon Hamm, Isla Fisher und Zach Galifianakis (der so viel abgenommen hat, dass man ihn kaum erkennt)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Hillsong: Let Hope Rise„
Bewertung des Trailers: unbewertbar
Kommentar: unerträglich, sorry
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher gucke ich einen Bridget Jones-Film

Trailer v. Film: „Deepwater Horizon„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Peter Bergs neuer Film über die gleichnamige Katastrophe mit Mark Wahlberg.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

amerikanischer Aufsteller von "Sully"
amerikanischer Aufsteller von „Sully“

Berlin – Film: „A Hologram for the King“

Ich war am 2.3.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„A Hologram for the King“ (dt. Filmtitel: „Ein Hologramm für den König“, dt. Kinostart: 28.04.16) 98 min drama, comedy, adaptation
dir. Tom Tykwer cast: Tom Hanks, Ben Whishaw, Tom Skerrit, Alexander Black, Sarita Choudbury, Sidse Babett Knudsen

 
Der Geschäftsmann Alan Clay (Tom Hanks) ist geschieden und in Geldnöten. Jetzt reist er nach Saudi-Arabien, um eine innovative Hologramm-Kommunikationstechnologie an niemanden geringeren als den König Abdullah zu verkaufen. Der König lässt aber auf sich warten. Er bestellt sich einen Fahrer (Alexander Black) und lässt die kulturellen Eindrücke auf sich wirken…

 
B (Wertung von A bis F) „A Hologram for the King“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dave Eggers. Es ist der neue Film des deutschen Regisseurs Tom Tykwer („Lola rennt“, „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“, „The International“, Cloud Atlas)

Wenn ein Filmemacher einen Film wie „Lola rennt“ inszeniert, dann zeigt es, dass er sein Handwerk versteht. In der amerikanischen Indie-Filmwelt wird „Run Lola Run“ immer wieder lobend erwähnt. Lt. Boxoffice Mojo ist nach „Das Boot“ und „Das Leben der Anderen“ Tom Tykwers Film bis heute der dritterfolgreichste deutsche Film an der amerikanischen Kinokasse. Irgendwann wurde natürlich Hollywood auf den deutschen Regisseur aufmerksam und er hat den Thriller „The International“ mit Clive Owen und Naomi Watts gedreht, amerikanische Kritiker waren nur so mittelbegeistert. Im Jahr 2012 hat er sich dann mit den Wachowskis zusammengetan und David Mitchells Roman „Cloud Atlas“ verfilmt. Ich habe diesen Film als grauenhaft in Erinnerung. Es geht sogar so weit, dass jedes Mal, wenn irgendwie das Thema auf „Cloud Atlas“ kommt, ich instinktiv die Augen verdrehe – da ist es doch hilfreich, dass ich dieses Filmtagebuch schreibe und lesen konnte, dass mir Tom Tykwers Episoden tatsächlich am besten gefallen habe.

Vielleicht weil ich „Cloud Atlas“ mit „Strapaze“ assoziiere (und vorher nicht gelesen hatte, dass mir Tom Tykwers Episoden durchaus gefielen), bin ich mit sehr geringen Erwartungen in „A Hologram for the King“ gegangen. Ich habe Dave Eggers Roman nicht gelesen und habe die Inhaltsangabe auch nur überflogen. Als ich mir den Film angeschaut habe, war nicht mal ein Trailer veröffentlicht.

Nun hatte ich berufsbedingt schon mal – na ich sag mal – das Vergnügen selbst in dem Land gewesen zu sein und bin mit den Sitten und Gebräuchen vertraut, entsprechend verwirrt hat mich das Bild, das hier von Saudi-Arabien gezeigt wird. Ohne die Romanvorlage zu kennen, versuchte ich viele, für mich absurde Szenen (unverschleierte, ohne Abaya herumlaufende Frauen, Ärztinnen, die männliche Patienten behandeln, wilde Parties, etc) einzuordnen. Hat Alan Clay (gespielt von Tom Hanks), weil er sowieso in einer Krise steckt und Alkohol (!!!) trinkt, sich hier vieles nur eingebildet oder ist der Film als Satire angelegt? Auch wenn mich das innerlich unnötig viel beschäftigt hat, hat mir der Film gefallen. Er ist recht kurzweilig und besonders die Szenen mit Tom Hanks Charakter und seinem Fahrer (gespielt von ‚Alexander Black) sind witzig.

„A Hologram for the King“ ist ein, auf seltsame Weise solider Film.

 
„A Hologram for the King“ feiert am 20.04.16 seine Weltpremiere auf dem Tribeca Film Festival. Am 22.04.16 wird er in die amerikanischen Kinos gebracht. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. Der Film startet am Donnerstag, den 28.04.16 in den deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 

NYC – Film: „Bridge of Spies“

Ich war am 28.10.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Bridge of Spies“ (dt. Filmtitel: „Bridge of Spies – Der Unterhändler“, dt. Kinostart: 26.11.15) 141 min min drama
dir. Steven Spielberg cast: Tom Hanks, Mark Rylance, Amy Ryan, Alan Alda, Sebastian Koch

Brooklyn, New York im Jahr 1957. James B. Donovan (Tom Hanks) ist Anwalt und soll die Verteidigung des Sowjetspions Rudolf Abel (Mark Rylance) übernehmen. Ihm ist bewusst, dass er dafür von der amerikanischen Gesellschaft angefeindet werden würde, vielleicht bringt er dadurch sogar seine Familie in Gefahr. Er entscheidet sich aber dennoch, das Mandat zu übernehmen. Der Sowjetagent soll zum Tode zu verurteilt werden, James B. Donovan hält es jedoch für eine bessere Idee, ihn in Zeiten des Kalten Krieges zu einer Gefängnisstrafe zu verurteilen, um ihn dann vielleicht eines Tages zum Gefangenenaustausch zu nutzen.

B- (Wertung von A bis F) „Bridge of Spies“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert.

„Bridge of Spies“ ist nach „Saving Private Ryan“, „Catch Me If You Can“ und „Terminal“ die vierte Zusammenarbeit von Steven Spielberg und Tom Hanks. Es ist ein solider, typischer Steven Spielberg-Film. Alles was man an seinen Filmen mag oder nicht mag, wird man in diesem Film wiederfinden. Visuell ist es ein toller Film. Wie bei jedem Spielberg-Film seit dem Jahr 1993 stand auch hier wieder Janusz Kaminski hinter der Kamera und sorgt einmal mehr für eine elegante Bildsprache. Auch wenn es irgendwie immer etwas Altmodisches hat, Steven Spielberg und Janusz Kaminski erschaffen immer „großes Kino“.

„Bridge of Spies“ ist durchaus sehenswert. Ich mochte den ersten Akt, der in New York spielt und die Szenen auf  der Glienicker Brücke. Den zweiten Akt des Film fand ich sehr zäh. Das Taktieren der beiden Supermächte ist jedoch glaubhaft darstellt.

Die Coen Bros. haben das Drehbuch überarbeitet und bringen etwas von ihrer Leichtigkeit und ihrem Humor in den Film. Das überträgt sich gerade auf Mark Rylance Charakter.

Ich würde ja gerne mal wissen, wo sich Mark Rylance so lange vor mir versteckt hielt. Gut, dieser englische Bühnenschauspieler war in der Vergangenheit selten in Kinofilmen zu sehen, aber dass sein Talent bislang quasi komplett meiner Aufmerksamkeit entgangen ist, ist eine Wissenslücke, die seinesgleichen sucht. Zugegebenermassen ist er mir kürzlich in „The Gunman“ aufgefallen. Da kam er mir komischerweise sehr vertraut vor, aber ich dachte, es wäre einer dieser Schauspieler, die ich bereits zig Mal in Nebenrollen gesehen habe und dessen Namen ich mir nicht merken kann. Weit gefehlt, seiner mageren Filmografie zufolge kann ich ihn bislang noch in kaum einem Kinofilm gesehen haben. Was für ein Verlust für die Filmwelt. Ich hoffe, dass sich das jetzt ändert, denn ich habe einen neuen Lieblingsschauspieler. So einen wie ihn gibt es nur ganz selten. Tom Hanks hat eine starke Leinwandpräsenz, er ist ein Filmstar, aber zugleich in meinen Augen auch ein sehr guter Schauspieler (wobei ich finde, dass seine Vielseitigkeit Grenzen hat). Wenn der zweimaliger Oscar-Gewinner aber in „Bridge of Spies“ neben Mark Rylance spielt, sah ich mich außerstande, meine Augen von diesem ausdrucksstarken, spitzbübischen Gesicht des Engländers zu lassen. Die besten Szenen in „Bridge of Spies“ sind die, in denen Mark Rylance spielt. Ich habe buchstäblich in jeder seiner Szenen eine Bild-Umrahmung mit vielen kleinen, goldenen Oscar-Statuen vor Augen gehabt..

Der fünfmalige Oscar-Gewinner John Williams komponiert seit 30 Jahren die Filmmusik für Spielbergs Filme. Da John Williams dieses Jahr an „Star Wars Episode VII: The Force Awakens“ gearbeitet hat, stand er für Steven Spielberg erstmalig nicht zur Verfügung. Den Score von „Bridge of Spies“ hat Thomas Newman komponiert. Thomas Newmans Score ist zurückhaltender als der, den man von John Williams gewohnt ist.

„Bridge of Spies“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks), Bester Nebendarsteller (Mark Rylance), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„Bridge of Spiels“ hat 6 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Bester Nebendarsteller Mark Rylance, Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Bester Ton, Beste Filmmusik) erhalten.

Update: „Bridge of Spies“ hat einen Oscar (Mark Rylance als Bester Nebendarsteller) gewonnen. 

„Bridge of Spies“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2015 gezeigt.

Trailer zu sehen:

Der liebenswürdige Mark Rylance im Jahr 2011 in einem Interview als er seinen zweiten Tony-Award (von drei) gewonnen hat:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Jungle Book“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Realverfilmung des Disney-Klassikers mit Bill Murray, Ben Kingsley, Idris Elba, Scarlett Johansson, etc. Sind die Schuhe nicht etwas zu groß für Regisseur Jon Favreau?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Secret in Their Eyes“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Remake des gleichnamigen argentinischen Films. Dieser Thriller ist mit Nicole Kidman, Chiwetel Ejiofor und Julia Roberts besetzt. Ein mit einer schwarzhaarige Perücke verändertes Äußeres macht aus Julia Roberts nicht auf einmal eine gute Schauspielerin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Finest Hours“
Bewertung des Trailers: D+ (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Katastrophenfilm mit Chris Pine
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: pfff

L.A. – Film: "Saving Mr. Banks"

Ich war am 21.12.13 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Saving Mr. Banks“ (dt. Kinostart: 06.03.14) 120 min drama, comedy, musical, biopic
dir. John Lee Hancock cast: Emma Thompson, Tom Hanks, Colin Farrell, Paul Giamatti, Jason Schwartzman, Bradley Whitford, B. J. Nowak

London 1961. Die „Mary-Poppins“-Autorin P.L. Travers (Emma Thompson) hat kein Interesse daran, weiter Bücher zu schreiben. Ihr Agent macht ihr aber klar, dass ihre Ersparnisse langsam zur Neige gehen und sie vielleicht ihr Haus verlieren könnte. Seit über zwanzig Jahren versucht Walt Disney (Tom Hanks) sie zu überreden, ihm die Filmrechte an ihrem berühmten Roman „Mary Poppins“ zu verkaufen. Mrs. Travers willigt schließlich ein nach Kalifornien zu fliegen, um mit dem Autor Don DaGradi (Bradley Whitford) und den beiden Komponisten Robert (B.J. Novak) und Richard Sherman (Jason Schwartzman) an dem Drehbuch zu arbeiten. Wenn alles zu ihrer Zufriedenheit ausfällt, würde sie die Rechte verkaufen. Das wird kein einfaches Projekt, für alle Beteiligten. Mrs Travers bedeuten die einzelnen Figuren in ihrem Roman nämlich sehr viel…

B- (Wertung von A bis F) „Saving Mr. Banks“ erzählt die Geschichte über den kreativen Prozess und die Entstehungsgeschichte zu der Walt-Disney-Verfilmung von „Mary Poppins“. In meiner zweiten Oscar-Prognose (vom 12.12.13) habe ich noch hervorgehoben, wie perfekt dieser Film für die Oscars ist. Dennoch wurde er (mit Ausnahme der Hauptdarstellerin Emma Thompson) von der mächtigen Schauspielgewerkschaft und der Auslandspresse bei den SAG- oder Golden Globe Nominierungen komplett übergangen. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass bei diesem Thema und den Schauspielern auch nur irgendetwas schief gehen konnte. Dafür musste ich mir tatsächlich erst den Film anschauen. Bei „Saving Mr. Banks“ führt John Lee Hancock Regie. Das alleine hätte mich eigentlich schon aufhorchen lassen müssen, hat er doch bereits den für mich kaum zu ertragenden The Blind Side inszeniert.

„Saving Mr. Banks“ ist selbstverständlich nicht so schlecht wie „The Blind Side“. Vermutlich wäre es sogar ein richtig guter und unterhaltsamer Film geworden, wenn er sich hauptsächlich auf das Zusammentreffen von P.L. Travers und dem Filmproduzenten Walt Disney und die unterschiedlichen Vorstellungen der Disney Kreativen und der Autorin, wie die Romanverfilmung auszusehen hat, konzentriert hätte.

Die kulturellen Welten, die aufeinandertreffen, wenn eine englische Lady (die P.L. Travers vorgibt zu sein) erstmalig auf die Amerikaner von der Westküste trifft, sorgen für einige Situationskomik. Die Eigenart der Amerikaner alle Mitmenschen – auch gegen deren Willen – bei ihrem Vornamen zu nennen, zieht sich als Gag praktisch durch den gesamten Film. Bei den Amerikanern dreht sich immer alles irgendwie ums Essen, dauernd und ständig müssen sie irgendetwas futtern. Das sorgt nicht nur bei P.L Travers für Unverständnis, mich verblüfft das noch heutzutage. Ich werde wohl auch nie nachvollziehen können, dass die Amerikaner nicht gerne zu Fuß unterwegs sind. (Warum sollte man auch laufen, wenn man doch viel bequemer auch kürzeste Entfernungen mit dem Auto zurücklegen kann).

Auch wenn „Saving Mr. Banks“ im Ganzen zu lang ist, hat er doch tolle und rührende Momente.. Leider wird man andauernd und permanent aus der Geschichte gerissen. Der Film hat unzählige Rückblenden. Einige der Erinnerungen aus P.L. Travers Kindheit sind notwendig, um zu verstehen, wie wichtig der Autorin die Charaktere in ihrem berühmten Roman sind. Zu dieser Erzähltechnik hätte man am Besten am Anfang des Films greifen sollen, in einer vielleicht größeren Rückblende hätte man P.L. Travers´ Kindheit in Australien und die Beziehung zu ihrem Vater beleuchten können. Später im Film hätte man dann vielleicht noch ein oder zwei signifikante Szenen aus der Vergangenheit reinbringen können. In „Saving Mr. Banks“ wird aber andauernd zurückgeblickt, das ist nicht gut gelöst und hat den Fluss der eigentlichen Handlung erheblich gestört.

Emma Thompson ist – wie erwartet – großartig als P. L. Travers. Die zweimalige Oscar-Gewinnerin (sie hat einen Oscar als beste Hauptdarstellerin für den Film „Howards End“ und einen für das beste adaptierte Drehbuch für „Sense and Sensibility“ gewonnen) kann zu Recht damit rechnen, dass sie im kommenden Jahr für diese Rolle mit einer Oscar-Nominierung bedacht wird.

Besonders gefallen hat mir die ganze Premieren-Sequenz. Auch ist die Ausstattung sehr authentisch, eigentlich gefällt mir vieles im Film. Paul Giamatti ist gut, Colin Farrell ist hervorragend. Den beiden Komponisten-Brüder (gespielt von Jason Schwartzman und B.J. Novak) und dem Drehbuchautor (von Bradley Whitford dargestellt) habe ich gerne zugeschaut und Tom Hanks überzeugt als Walt Disney.

„Saving Mr. Banks“ wurde von dem Disney-Konzern produziert. Entsprechend wird die Entstehungsgeschichte zu dem „Mary Poppins“-Film aus der Disney-Perspektive erzählt. Disney hat die Geschichte frech geschönt, man könnte aber auch sagen, die in „Saving Mr. Banks“ erzählte Geschichte ist zum größten Teil frei erfunden. In John Lee Hancocks Film mag die Romanautorin letztlich die Disney-Verfilmung, in der Realität hat sie den Film gehasst. Auch wird hier der Kettenraucher Walt Disney selbstverständlich nie beim Rauchen gezeigt, lediglich hustet er viel und drückt mal eine Zigarette aus. Wenn man den Hintergrund nicht kennt (und man kein Problem mit den nervigen Rückblenden hat), könnte einem der Film richtig gut gefallen. Definitiv ist der Film eine gute Werbung für den Film „Mary Poppins“. Wie praktisch, dass der Disney-Konzern zum amerikanischen Kinostart von „Saving Mr. Banks“ auch gleich die Blu-ray von „Mary Poppins“ herausgebracht hat.

Während meines Kinobesuchs kam bei mir beinahe zwangsläufig der Wunsch nach einem Biopic über Walt Disney auf. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Tom Hanks erneut Walt Disney portraitiert, nur dieses Biopic sollte unter keinen Umständen von der Disney Company produziert werden.

Die Academy-Mitglieder sind gerade dabei, ihre Wahlzettel für die Oscar-Nominierungen auszufüllen. Bis zum 8.1.14 haben sie Zeit, ihre Stimme abzugeben. Vor 2 1/2 Wochen war ich, wie gesagt, noch sicher, dass „Saving Mr. Banks“ als Bester Film gesetzt ist und der Film sogar Chancen auf den Oscar-Gewinn als Bester Film hat. Erst nachdem ich den Film gesehen habe, bin ich dahingehend verunsichert. Auf der anderen Seite habe ich gehört, dass er in den offiziellen Academy-Vorführungen gut ankommt. Die Mitglieder der Academy scheinen den Film sehr zu mögen. Wenn sie bis zum 8.1. nicht herausfinden, dass alles erfunden ist, werden sie ihn meines Erachtens nominieren.

In meiner Vorstellung gab es zum Schluss des Films Applaus vom Publikum.

„Saving Mr. Banks“ wurde erstmalig auf dem London Film Festival 2013 gezeigt.

„Saving Mr. Banks“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Emma Thompson), Bester Nebendarsteller (Tom Hanks), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Beste Filmmusik (ist bereits qualifiziert)

Die amerikanische Kinotrailer:

Die Website:

http://movies.disney.com/saving-mr-banks/

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Gimme Shelter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Vanessa Hudgens. Eigentlich würde ich den Film nicht gucken weil ich die Hauptdarstellerin nicht mag, aber der Trailer sieht vielversprechend aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Labor Day“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Kate Winslet und Josh Brolin. Galt mal als Oscar-Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Non-Stop“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Actionfilm mit Liam Neeson und Julianne Moore. Filme, die in einem Flugzeug spielen muss ich gucken – früher oder später.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Schlimm.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Million Dollar Arm“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: biografischer Baseball-Film mit Jon Hamm und Lake Bell.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Son of God“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Bibel-Film. Warum habe ich das Gefühl, dass Mel Gibson seine Finger im Spiel hat?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals

Trailer v. Film: „Muppets Most Wanted“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Muppets-Film mit dem großartigen Ricky Gervais
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

D.C. – Film: "Captain Phillips"

Ich war am 11.10.13 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„Captain Phillips“ (dt. Kinostart: 14.11.13) 134 min drama, thriller, action, biopic, adaptation
dir. Paul Greengrass cast: Tom Hanks, Barkhad Abdi, Catherine Keener, Max Martini

Richard Phillips (Tom Hanks) ist Kapitän des amerikanischen Frachtschiffs Maersk Alabama. Im Jahr 2009 schippert er mit seiner Besatzung von Salala im Oman nach Mombasa in Kenia. Am zweiten Tag auf See erhält Captain Phillips eine Warnung. Vor somalischen Piraten sollen sie sich in Acht nehmen. Er trifft nötige Sicherheitsvorkehrungen. Schon bereits am nächsten Morgen nähert sich ein kleines Boot schwer bewaffneter Somalier. Der 20-köpfigen Crew gelingt es, sie abzuschütteln. Aber sie werden sich wieder nähern, denn sie haben nichts zu verlieren…

B+ (Wertung von A bis F) „Captain Phillips“ basiert auf einer wahren Geschichte. Der Film stützt sich auf Richard Phillips und Stephen Taltys Buch „A Captain´s Duty: Somali Pirates, Navy SEALs, and Dangerous Days at Sea“.

Bevor ich ins Kino gegangen bin, habe ich im amerikanischen Frühstücksfernsehen noch den richtigen Kapitän Richard Phillips im Interview gesehen. Er wurde u.a. gefragt, wie glaubhaft er seine Erlebnisse im Film geschildert fand. Er hat daraufhin geantwortet, dass der Film sehr realistisch ist, so weit es halt möglich ist, die Ereignisse von fünf Tagen in einem Zwei-Stunden-Film wiederzugeben. Auch hat er erzählt, dass derzeit noch ein Verfahren läuft. Einige Besatzungsmitglieder haben die Reederei verklagt, weil sie trotz bekannter Bedrohung durch die Piraten, zu nahe an der somalischen Küste fahren und dadurch ein zu großes Risiko eingehen mussten.

Der Regisseur Paul Greengrass hat bereits mit seinem Film „United 93“ gezeigt, wie man historische Ereignisse, bei denen man den Ausgang kennt, in einen sehr intensiven, hochspannenden Film verpacken und auf die Leinwand bringen kann. Auch „Captain Phillips“ ist ein fesselndes Psycho-Drama, bei dem man sich in die Situation und/oder in die Charaktere reinversetzen kann. Der Regisseur hat eine Atmosphäre ständiger Anspannung geschaffen. Bei den Szenen im Rettungsboot habe förmlich die Enge gespürt und mir wurde durch das inszenierte Geschaukel auf dem Meer, auch übel. (Paul Greengrass´mit Vorliebe eingesetzte Handkamera ist hier sehr effektiv.) Die Gefahr, die von ungebildeten, nicht sonderlich cleveren, dafür aber schwer bewaffneten Kriminellen, die nichts zu verlieren haben, ausgeht, fand ich jederzeit greifbar.

„Captain Phillips“ ist ein Geisel- und Erpressungsdrama, das auch einen kleinen Einblick in das System, dass sich hinter der somalischen Piraterie verbirgt, gibt. Für meinen Geschmack zwar nicht ausführlich genug, aber der Film zeigt auch die andere Seite, wie die Somalier unter Druck stehen. Ich fand die Machtverhältnisse beeindruckend dargestellt. Am Anfang sieht man das riesige Containerschiff das gegenüber der kleinen Nussschale mit vier bewaffneten somalischen Piraten scheinbar chancenlos ist. Später, als das amerikanische Militär eingeschaltet ist, verschieben sich wie von selbst die Machtverhältnisse.

Tom Hanks trägt den Film, es ist eindeutig seine beste Performance seit zig Jahren. Nach so vielen schlechten oder einfach nicht guten Filmen („The Da Vinci Code“,“ Charlie Wilson´s War“, „Angels & Demons“, „Larry Crowne“, Extremely Loud & Incredibly Close, Cloud Atlas) mit denen er einen über die letzten Jahre gequält hat, war er dem Zuschauer aber auch einiges schuldig. Es ist beinahe zwanzig Jahre her, dass Tom Hanks erst für seine Rolle in „Philadelphia“ und dann gleich im darauffolgenden Jahr für „Forrest Gump“ einen Oscar gewonnen hat. In einer gerechten Welt muss man sich eine Oscar-Nominierung durch eine herausragende Performance verdienen. Man muss den Schauspieler hinter der Figur vergessen können. Tom Hanks gibt hier eine durchgehend überzeugende Vorstellung und krönt das ganze zum Schluss auch noch mit einer sogenannten „Oscar-Szene“.

Einer der Geiselnehmer, Muse (gespielt von Barkhad Abdi), ist für seine Rolle auch für eine Oscar-Nominierung im Gespräch. Er stand noch nie vor der Kamera, das ist seine erste Rolle. Er konnte mich ebenso überzeugen, auch hier würde ich eine Oscar-Nominierung als gerechtfertigt ansehen – der sieht aber auch gruselig aus. Catherine Keener war auch mal für eine Oscar-Nominierung im Gespräch, das ist aber völlig absurd, dafür hätte sie eine größere Rolle im Film spielen müssen. Gut gefallen hat mir Max Martini, der hier den souveränen Commander der Navy SEALs spielt.

Mir war „Captain Phillips“ vielleicht etwas zu lang.

Ich muss mal wieder die dringende Empfehlung geben, den Film im Original zu sehen. Mir ist aufgefallen, dass gerade Angst und Panik schwer in eine andere Sprache zu transportieren sind. Auch könnten die somalischen Piraten in einer Synchro schnell lächerlich rüberkommen. Die Bedrohung der Somalier kommt auch gerade durch ihre Sprache zum Ausdruck.

„Captain Phillips“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks), Bester Nebendarsteller (Barkhad Abdi), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik

„Captain Phillips“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Homefront“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jason Stratham und James Franco
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Nebraska“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Oscar-Film. Um so öfter ich den Trailer sehe, um so besser gefällt er mir.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Saving Mr. Banks“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über die Autorin von Mary Poppins mit Emma Thompson und Tom Hanks. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana. Der erste Trailer war schlimm, der ist schon wesentlich besser, vielleicht doch ein Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David O. Russells neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Ich glaube, ich bin in Christian Bale verknallt. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Monuments Men“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: George Clooneys neuer Film, Zweite Weltkriegsfilm mit George Clooney, Matt Damon, Cate Blanchett, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Book Thief“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Romanverfilmung mit Geoffrey Rush und Emily Watson. Zweite Welkriegsdrama und damit praktisch auch automatisch Oscar-Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%