TV – Serie: „The End of the F***ing World“


Ich habe mir folgende Netflix-Serie angeschaut:

 

„The End of the F***ing World“ (seit dem 5.1.18 weltweit auf Netflix zu sehen) 8 x approx. 20 min drama, comedy, adaptation
dir. Jonathan Entwistle, Lucy Tcherniak cast: Alex Lawther, Jessica Barden, Gemma Whelan, Wunmi Mosaku, Steve Oram, Christine Bottolomley

 

James (Alex Lawther) ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Er ist sich ziemlich sicher, ein Psychopath zu sein. Er tötet Tiere und seit einiger Zeit hat er das Bedürfnis, einen Menschen töten wollen. Da kommt ihm seine gleichaltrige Mitschülerin Alyssa (Jessica Barden) gerade recht. Ganz offensichtlich hat sie einen Knall. Alyssa ist wohl das, was man einen rebellischen, unangepassten Teenager nennt. Selten lässt sie eine Gelegenheit aus, andere Leute vor den Kopf zu stossen. James und Alyssa nähern sich an. Er heuchelt ihr vor, sich in sie verliebt zu haben, irgendwann wird sich schon die Gelegenheit ergeben, Alyssa zu töten…

 

A (Wertung von A bis F) „The End of the F***ing World“ basiert auf Charles S. Forsmans gleichnamigen Graphic Novel.

Wenn das Film- bzw. Serienjahr mit so einer wunderbaren Serie anfängt, bin ich sehr zuversichtlich für den weiteren Verlauf.

„The End of the F***ing World“ könnte von den Coen Bros. stammen, wenn die Briten wären und etwas über Teenager in der südenglischen Provinz geschrieben und inszeniert hätten. Die Serie hat diesen bitterbösen, schwarzen Humor, brillante, schimpfwortreiche Dialoge und Protagonisten, die mit sich und der Situation, in die sie geraten sind, überfordert sind. Außerdem habe ich lange nicht so ein interessantes Polizisten-Team gesehen und die Musikauswahl ist auch klasse. Kurzum mit dieser Kurz-Serie hatte ich eine fantastische Zeit.

Bevor die Amerikaner auf die Idee kommen, ein Remake dieser exzellenten TV-Serie zu produzieren, empfehle ich, einfach mal bei Netflix in das Original reinzuschauen. Keine Episode dauert länger als 22 Minuten und nach acht Episoden hat man quasi nicht mehr Zeit als mit einem Spielfilm mit Überlänge verbracht. Unbedingt empfehle ich – auch hier – die Originalfassung (notfalls mit Untertiteln) – zu gucken. Es gibt so viele Momente, in denen ich einfach lauthals loslachen musste und daher habe ich mir die Serie mittlerweile natürlich auch bereits schon ein zweites Mal angeschaut.

Meine Lieblingsepisode: eigentlich alle. Trotzdem hebe ich die sechste mit der „Keep on running“-Sequenz und der Tankstellen-Szene hervor.

 

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

James ist 17 Jahre alt. Seit sich seine Mutter das Leben genommen hat, lebt er mit seinem Vater zusammen. Er hält sich selbst für einen Psychopathen, er tötet Tiere und denkt, es wäre an der Zeit, einen Menschen töten. – James wird von dem englischen Schauspieler Alex Lawther gespielt. Der 22-Jährige hat bereits in einigen Filmen mitgespielt (u.a. The Imitation Game, „Freak Show“ und „Goodbye Christopher Robin“).

Alyssa ist 17 Jahre alt, ihr Vater hat die Familie früh verlassen, seither lebt sie bei ihrer Mutter. Die hat erneut geheiratet, kürzlich hat das Paar Zwillinge bekommen. Alyssas Stiefvater ist ein Widerling, sie vermisst ihren richtigen Vater, den sie seit fast zehn Jahren nicht mehr gesehen hat. Sie ist sehr schlagfertig, aber wahrscheinlich auch bipolar. Alyssa wird von der englischen Schauspielerin Jessica Barden gespielt. Die 25-Jährige hat bereits in den TV-Serien „Coronation Street“ und „Penny Dreadful“ mitgewirkt und auch in einigen Kinofilmen („Tamara Drewe“, Hanna, Far from the Madding Crowd und The Lobster) mitgespielt.

DC Teri Darego ermittelt mit DC Noon zusammen in einem Mordfall, bald finden sie eine Verbindung zu James und Alyssa. Gespielt wird die Polizistin von der nigerianisch-britischen Schauspielerin Wunmi Mosaku. Sie hat ein großartiges Gesicht und ich liebe ihren Charakter. Sie hat in einigen britischen TV-Serien (u.a. „Black Mirror“) mitgespielt, aber auch in Stephen Frears Philomena. Vermutlich wird man von ihr noch einiges sehen, einen britischen Oscar (BAFTA) hat sie bereits für ihre Performance in dem Film „Damilola, Our Loved Boy“ gewonnen.

DC Eunice Noon ermittelt mit DC Darego zusammen in einem Mordfall, bald finden sie eine Verbindung zu James und Alyssa. Gespielt wird die Polizistin von der englischen Theater-, TV-Schauspielerin Gemma Whelan. Den meisten wird sie durch die HBO-Serie „Game of Thrones“ bekannt sein. Sei hat aber auch in ein paar Kinofilmen (u.a. „The Wolfman“) mitgewirkt.

Die erste Episode von „The End of the F***ing World“ wurde am erstmalig am 24.10.17 auf Channel 4 in England ausgestrahlt, der Rest der Serie war anschließend über Channel 4s VOD-Platform zu sehen. Die Serie steht seit dem 5.1.18 auf Netflix weltweit zur Verfügung.

Eigentlich ist die Geschichte von James und Alyssa nach der ersten Staffel zu Ende erzählt. Es gibt aber wohl Überlegungen die Serie fortzusetzen.

 

Trailer zu sehen:

 

 

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5 Gedanken zu “TV – Serie: „The End of the F***ing World“

  1. Gucke die Serie seit Donnerstag, die ersten zwei Folgen haben mir sehr gefallen. Die Konsequenz, mit der die Protagonisten ausgearbeitet sind. Der tiefschwarze Humor, wird wohl die Serie werden, die ich als erstes zu Ende schaue. Auch wegen der kurzen Laufzeiten, die für mich als ultralangsame Serienguckerin dankbar sind.

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  2. Oh ich mag die Serie! Mit der ersten Folge habe ich mich etwas schwer getan, aber glücklicherweise gleich weitergemacht. Und ich sage doch die ganze Zeit: Alex Lawther ist so großartig, Jessica Barden natürlich auch. Als ich Barden das erste Mal sah (Tamara Drewe) war ich total geflasht. Was eine Quasselstrippe :))
    Ich hoffe, die Macher belassen es dabei, denn die Geschichte ist erzählt und man kann einfach nix besser machen.

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    • In der ersten Folge hatte ich noch minimale Bedenken, dass die das mit den Tier-Tötungen ausbreiten, aber haben sie ja dankenswerterweise nicht.

      Alex Lawther habe ich zwar schon in „The Imitation Game“ gesehen, aufgefallen ist er mir aber hier erstmals. Er ist richtig klasse, mit seiner schmächtigen Figur wirkt er auch wie 17. Jessica Barden gefiel mir auch sehr gut, so wirklich bekannt vor kam sie mir aber nicht.

      Ja, die sollten es bei dieser Mini-Staffel belassen (werden sie aber wohl nicht) und auch kein amerikanisches Remake drehen (auch das können wahrscheinlich nicht lassen).

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