NYC – Film: „Kubo and the Two Strings“

Ich war am 19.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Kubo and the Two Strings“ (dt. Filmtitel: „Kubo – Der tapfere Samurai“, dt. Kinostart: 27.10.16) 102 min animation
dir. Travis Knight cast: Art Parkinson, Charlize Theron, Ralph Fiennes, Rooney Mara, Matthew McConaughey, George Takei

 

 

Die Geschichte spielt im Japan vor unserer Zeit. Der kleine Kubo (Art Parkinson) lebt mit seiner Mutter in einer Höhle am Meer. Tagsüber geht er ins Dorf und unterhält die Bevölkerung mit seinen fantasievollen Geschichten. Seine Mutter (Charlize Theron) hat ihm immer eingetrichtert, dass er vor Anbruch der Dunkelheit zurück sein soll. Eines Tages bleibt er zu lange draußen und begegnet prompt zwei Geistern. Bei den beiden Geistern handelt es sich um seine beiden Tanten (Rooney Mara), vor denen hat ihn seine Mutter immer eindringlich gewarnt. Für Kubo beginnt ein gefährliches Abenteuer…

 
A- (Wertung von A bis F) Nach Coraline, ParaNorman und The Boxtrolls ist „Kubo and the Two Strings“ erst der vierte Film des Stop-Motion-Animationsstudios LAIKA. Es ist der erste Spielfilm bei dem der Vorstand und Präsident von LAIKA, Travis Knight, Regie führt. Travis Knight ist der Sohn von Phil Knight, Gründer des Sportartikel-Herstellers Nike.

Ich musste selbst noch mal nachschauen, aber den ersten Trailer von „Kubo“ habe ich vor dem Kinofilm Zootopia gesehen. Ich mochte die Figuren nicht und wollte mir den Film auch gar nicht anschauen. Jetzt – ein halbes Jahr später – bin ich ziemlich begeistert von dem Streifen. Zweifelsfrei ist es der technisch perfekteste der vier LAIKA-Filme und er erzählt eine originelle und originale Geschichte.

Die Animation in „Kubo and the Two Strings“ ist eine Kombination aus Stop-Motion-Technik und CGI. Am Anfang standen aber immer die handgefertigten Puppen und die, mit viel Liebe zum Detail gebauten Sets. Immer wenn das im Film durchscheint, sind mir vor Rührung die Tränen gekommen. Wer gibt sich den heute, mit all den technischen Möglichkeiten, noch so viel Mühe?

 
Erzählt wird die Story des einäugigen, japanischen Jungen Kubo, einem Geschichtenerzähler. Seitdem sein Vater verstorben ist, kümmert er sich rührend um seine kranke Mutter. Eines Tages beschwört er zwei Geister aus seiner Vergangenheit und muss aus dem Dorf flüchten. Er wird Götter und Monster bekämpfen und bekommt dabei Hilfe von zwei Gefährten, Monkey und Beetle.

„Kubo and the Two Strings“ ist ein ideenreiches Abenteuer, das einen in eine ganz andere Welt führt. Vielleicht sind es ein paar Feinheiten, die man an der Story noch hätte verbessern können, ansonsten habe ich an dem Film wenig auszusetzen. Kubo ist natürlich der Held, meine Lieblingsfigur ist jedoch Monkey. Mich störte, dass Beetle von Matthew McConaughey gesprochen wird. Mir ist die Stimme und Sprache des texanischen Schauspielers so vertraut, dass ich diese überall heraushöre und mich das hier aus dem Film brachte. Mit Hollywoodstars kann man natürlich prima Werbung machen, ich könnte aber oftmals gut darauf verzichten, dass bekannte Schauspieler die Sprechrollen in den Animationsfilmen übernehmen. „Kubo and the Two Strings“ ist ein Film mit japanischen Figuren, der ausschließlich in Japan spielt und wird in den U.S. A. zu Recht dafür kritisiert, dass er vorwiegend von weißen Schauspielern synchronisiert wird.

 
Nach wie vor bin ich PIXAR-Fan, aber LAIKA macht auch einzigartige Filme und darüberhinaus plant dieses Animationsstudio keine Fortsetzungen zu ihren Filmen, daher schlägt mein Herz mittlerweile mehr für LAIKA.

Aus Zeitgründen habe ich „Kubo and the Two Strings“ in der 2D-Fassung gesehen, werde ihn mir aber noch mal in der ganz sicher lohnenswerten 3D-Version anschauen.

Den Film habe ich in einem Kinocenter in New York gesehen. Es ist offiziell der erste Film für den ich 16 USD für eine Kinokarte gezahlt habe. In Manhattan gibt es (mit Ausnahmen einiger weniger Programmkinos) keine Vergünstigungen für Vormittagsvorstellungen, o.ä. Es ist unglaublich, wie sich die Ticketpreise in den letzten Jahren entwickelt haben.

 
„Kubo and the Two Strings“ ist im Gespräch für eine Oscar-Nominierung als bester Animationsfilm.

Trailer zu sehen:

 

 

 

 

Das Making-of:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Monster Calls„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Sigourney Weaver und Felicity Jones. Liam Neeson verleiht dem Monster seine wunderbare Stimme
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Sing„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Musical-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: interessiert mich nicht

Trailer v. Film: „Trolls„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: bunter Musical-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Eagle Huntress„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Storks“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Monster Trucks„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fantasy-Kinderfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Queen of Katwe
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Biopic mit David Oyelowo und Lupita Nyong´o
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

IMG_5130

 

Boston – Film: „Florence Foster Jenkins“

Ich war am 13.08.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Florence Foster Jenkins“ (dt. Kinostart: 24.11.16) 110 min comedy, drama, biopic
dir. Stephen Frears cast: Meryl Streep, Hugh Grant, Simon Helberg, Rebecca Ferguson

 
New York, 1944. Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) ist eine sehr wohlhabende Dame der Gesellschaft. Sie liebt klassische Musik und das Singen – leider ist ihr selbst nicht bewusst, dass sie eine grauenhafte Stimme hat und kaum einen Ton trifft. Ihr loyaler Lebensgefährte und Manager, St. Clair Bayfield (Hugh Grant) unterstützt ihre Leidenschaft und setzt alles daran, dass sie nicht erfährt, wie die Umwelt ihren Gesang wahrnimmt. Madame Florence gibt hin und wieder private Konzerte. Jetzt hat sie sich aber in den Kopf gesetzt, ein Konzert in der Carnegie Hall zu geben, auch ihr Klavierbegleiter Cosmé McMoon (Simon Helberg) ist davon alles andere als begeistert.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Florence Foster Jenkins“ erzählt eine wahre Geschichte und ist der neue Film des englischen Regisseurs Stephen Frears („Dangerous Liaisons“, „High Fidelity“, „The Queen“, Philomena.

„Florence Foster Jenkins“ ist eine unterhaltsame Tragikomödie und ein sehenswertes Biopic über die wohl schlechteste Opernsängerin aller Zeiten.

Leonardo DiCaprio ist dafür bekannt, dass er entweder mit den besten oder wenigstens den gerade angesagtesten Regisseuren arbeitet. Meryl Streep sucht ihre Projekte etwas entspannter aus, ihr ist die Rolle wichtig, der Filmemacher ist da zweitrangig. In ihrer langen Karriere hat sie zwar schon mit sämtlichen Regie-Größen gearbeitet, wenn man sich aber ihre Filmografie anschaut, tauchen auch viele nicht so berühmten Namen auf. Bei „Florence Foster Jenkins“ arbeitet sie nun das erste Mal für Stephen Frears. Für den englischen Filmemacher war Meryl Streep die erste, aber auch einzige Wahl für die Besetzung der Hauptrolle. Im letzten Jahr gab es den französischen Film „Marguerite“ mit Catherine Frot in einer Rolle, die vage auf Florence Foster Jenkins basiert. Ich habe diesen Film noch nicht gesehen, muss aber sagen, dass Meryl Streep perfekt besetzt ist. Aus vielen Filmen (u.a. „A Prairie Home Companion“, „Mamma Mia!“, Ricki and the Flash, Into the Woods) weiß man, dass die Amerikanerin eine sehr gute Gesangstimme hat. Es gehört schon einiges dazu, richtig falsch zu singen und eine mörderisch schlechte Stimme zu haben. Während der Dreharbeiten wurden die Musikeinlagen alle live performt. Meryl Streep beeindruckt als exzentrische, aber auch sympathische Millionenerbin. Derzeit gilt es als sehr wahrscheinlich, dass sie für diese Performance ihre 20. Oscar-Nominierung erhält – und ganz ehrlich, sie wurde schon für wesentlich weniger nominiert.

Ich musste nachschauen, aber Hugh Grant ist tatsächlich 12 Jahre jünger als Meryl Streep. In „Florence Foster Jenkins“ sieht er aber älter aus als seine Filmpartnerin – vielleicht ist es aber auch nur ein Beweis dafür, wie alters- und zeitlos La Streep ist. Schauspielerisch hat er mir hier gut gefallen.

Simon Helberg ist wohl allgemein durch die Sitcom„The Big Bang Theory“ bekannt. Den Erfolg dieser Serie kann ich mir partout nicht erklären. Ich habe probiert in eine Folge reinzuschauen, aber länger als 5 Minuten habe ich die Charaktere nicht ertragen. Jedenfalls habe ich Simon Helberg hier für mich entdeckt. Seine Mimik, wenn er Meryls Gesang hört ist unbezahlbar und steht stellvertretend für das, was der Zuschauer denkt.

Florence Foster Jenkins“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep), Bester Nebendarsteller (Hugh Grant, Simon Helberg)

„Florence Foster Jenkins“ wurde erstmalig auf dem Belfast Film Festival 2016 gezeigt. Der Film wurde bereits seit dem 6.5.16 in den britischen Kinos gezeigt. Seit dem 12.8.16 ist er in den amerikanischen Kinos zu sehen. In Deutschland wird der Film ab dem 24.11.16 zu sehen sein.

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Denial„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über den Holocaust-Leugner David Irving. Mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson und Timothy Spall
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Edge of Seventeen„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Woody Harrelson, Kyra Sedgwick und Hailee Steinfeld (die ich ich nicht erkannt habe)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Bridget Jones´s Baby„
Bewertung des Trailers: D (neuer Trailer)
Kommentar: Die schlimmste aller RomComs
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Inferno„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Mal wieder eine Dan-Brown-Verfilmung mit Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Rules Don´t Apply„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Warren Beattys neuer Film mit ihm als Howard Hughes, Annette Bening, Alden Ehrenreich und Lily Collins
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Sully„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Clint Eastwoods neuer Film mit Tom Hanks als Hudson-River-Held Chesley Sullenberger. Bei dem Trailer bekomme ich schon Gänsehaut
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jack Reacher: Never Go Back„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ein weiterer Actioner mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

amerikanischer Aufsteller von "Florence Foster Jenkins"
amerikanischer Aufsteller von „Florence Foster Jenkins“

 

Boston – Film: „Hell or High Water“

Ich war am 13.08.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Hell or High Water“ 102 min drama, thriller, western
dir. David Mackenzie cast: Jeff Bridges, Chris Pine, Ben Foster, Gil Birminingham

 

 

West Texas, Toby (Chris Pine) und Tanner (Ben Foster) sind Brüder. Das Geld war immer schon knapp. Kürzlich ist ihre Mutter verstorben und die beiden können die Raten für die Farm nicht mehr bezahlen. Sie beginnen, Filialen einer Bank zu überfallen und auszurauben. Der Texas Ranger Marcus Hamilton (Jeff Bridges) geht demnächst in Rente. Jetzt erfährt er von den Banküberfällen und heftet sich mit seinem Partner Alberto (Gil Birmingham) an die Fersen der Bankräuber.

 
B+ (Wertung von A bis F) „Hell or High Water“ ist der neue Film des schottischen Filmemachers David Mackenzie („Hallam Foe“, „Perfect Sense“, Starred Up)

Bis ich mich mit dem Kinoprogramm von Boston auseinandergesetzt habe, habe ich tatsächlich noch nichts von dem Film gehört. Ein Film, der sich für mich interessant anhört und bei 98% Rotten Tomatoes steht, will aber unbedingt von mir geguckt werden. Blöde nur, wenn man aufgrund der Lobeshymnen mit einer zu großen Erwartung in den Film geht. Ich habe nicht weniger als ein Meisterwerk wie No Country For Old Men erwartet. Das ist „Hell or High Water“ natürlich nicht, dafür aber ein wirklich feiner Indie.

„Hell or High Water“ ist ein moderner Western, aber vordergründig eine Charakterstudie. Der Film nimmt sich viel Zeit für seine Charaktere, wobei eines der Charaktere dabei tatsächlich auch Texas bzw. sein eigenbrötlerisches Völkchen ist. Man spürt förmlich die Weite des Landes und die Perspektivlosigkeit in den kleinen Käffern. Natürlich ist es aber auch Tobys und Tanners Geschichte, die nicht wissen, wie sie die Familienfarm vor der Zwangsvollstreckung bewahren können, Filialen ihrer Hausbank überfallen, um damit vielleicht ihre Schulden zu begleichen. Der mit einer nuscheligen Hingabe von Jeff Bridges gespielte Texas Ranger hat seinen letzten Fall zu lösen und geht die Sache ganz entspannt an, er hat eh die Zeit und die nimmt er sich auch, um regelmäßig seinen Partner zu foppen.

Am Ende des Films glaubt man, Toby, Tanner und den Ranger zu kennen. Für mich gibt es zwei herausragende Szenen in dem Film, zum einen die finale Dialogszene und zum anderen bietet der Film die originellste Kellnerinnen-Szene, die ich je gesehen habe.

Ben Foster (Pandorum, The Messenger, Kill Your Darlings) zählt für mich schon lange zu den besten Schauspielern, von dem stupsnasigen Chris Pine erwarte ich grundsätzlich wenig, so gut wie hier, habe ich ihn definitiv noch nicht gesehen. Jeff Bridges ist Jeff Bridges und damit sowieso schon mal anbetungswürdig. Hätte er den Oscar nicht bereits für einen anderen Indie gewonnen, hierfür hätte er ihn verdient.

 
„Hell or High Water“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 12.08.16 in 32 amerikanischen Kinos gestartet.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Girl on the Train„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller, der so gut sein kann wie Finchers Gone Girl, aber eben auch total daneben
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Magnificent Seven„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer und besserer Trailer)
Kommentar: Mittlerweile habe ich etwas mehr Vertrauen in den Film, schließlich eröffnet er auch das Filmfestival in Toronto dieses Jahr
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Actionthriller mit Ben Affleck, J.K. Simmons, John Lithgow, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Keeping Up with the Joneses„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Actionkomödie mit Jon Hamm, Isla Fisher und Zach Galifianakis (der so viel abgenommen hat, dass man ihn kaum erkennt)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Mechanic: Resurrection„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Fortsetzung von „The Mechanic“ mit Jason Statham
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Hacksaw Ridge„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Mel Gibsons neuer Film – ein Kriegsfilm mit Andrew Garfield (mit einem seltsamen Akzent), Vince Vaughn und Sam Worthington
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ein Mel Gibson-Film? Nein

IMG_5132

NYC – Film: „Equity“

Ich war am 08.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Equity“ 100 min drama, thriller
dir. Meera Menon cast: Anna Gunn, Sarah Megan Thomas, Alysia Reiner, James Purefoy, Sophie Von Haselberg, Samuel Roukin, Craig Bierko

 

 

Naomi Bishop (Anna Gunn) ist eine erfahrene Investmentbankerin in New York. In der weltweit größten Investmentbank nimmt sie bereits eine der führenden Positionen ein. Sie verspricht sich jedoch seit einiger Zeit eine weitere Beförderung. Mit ihrer Ressortleiterin Erin (Sarah Megan Thomas) versucht sie jetzt, einen Deal mit dem jungen Social-Media-Unternehmen Cachét an Land zu ziehen…

 
B- (Wertung von A bis F) „Equity“ ist erst der zweite Spielfilm der amerikanischen Filmemacherin Meera Menon („Farah Goes Bang).

„Equity“ ist ein solider Film, aber von einem Finanzthriller mit drei zentralen weiblichen Charakteren habe ich mir doch irgendwie noch mehr versprochen. Auch wenn mir die Frauencharaktere etwas zu plump eingeführt wurden, ist jede Frau auf ihre Art ausgeschlafen und komplex. Die von Anna Gunn („Breaking Bad“) gespielte Naomi ist die typisch ehrgeizige Karrierefrau, die ihr Privatleben völlig zurückstellt, die von Alysia Reiners beeindruckend dargestellte Samantha, die Naomi noch vom College kennt, arbeitet für die Bundesstaatsanwaltschaft und schafft es, trotz des zeitraubenden Jobs, ihrem privatem Glück ausreichend Raum zu geben. Die dritte im Bunde ist die junge aufstrebende Investmentbankerin Erin (die durchaus von der, von mir so verabscheuten Anna Kendrick hätte dargestellt werden können – hier aber von Sarah Megan Thomas gespielt wird) ist auf der einen Seite ehrgeizig und strebt eine Beförderung an, auf der anderen Seite will sie mit ihrem Mann vielleicht eine Familie gründen.

Frauen in Führungspositionen, die sich in einer, von Männern dominierten Finanzwelt durchsetzen müssen, haben das Potenzial, eine interessante Geschichte zu erzählen. Es gibt immer noch viel zu wenig Frauen in der obersten Führungsebene (insbesondere im Haifischbecken der Hochfinanz), „Equity“ ist ein Porträt über Frauen in diesen Positionen. Der Film zeigt auch, dass an das weibliche Geschlecht immer noch ganz andere Erwartungen gestellt werden als an Männer in einer ähnlichen Position. „Equity“ ist ein Film von Frauen (geschrieben, inszeniert und produziert) über Frauen, die nicht nur schmückendes Beiwerk sind.

In einer kleinen Nebenrolle ist Sophie Von Haselberg zu sehen, sie ist die Tochter von Schauspielerin/Sängerin Bette Middler.

 
„Equity“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Mia Madre„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Italienischer Film mit John Turturro. Habe ich letztes Jahr auf dem New York Film Festival gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen.

 
Trailer v. Film: „Morris From America„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: deutsch-amerikanischer Film mit Craig Robinson.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…mal gucken

 

Trailer v. Film: „Denial„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über den Holocaust-Leugner David Irving. Mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson und Timothy Spall
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Come What May„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: französischer Zweiter-Weltkriegsfilm mit August Diehl
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

 

Trailer v. Film: „A Man Called Ove„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: schwedische Tragikomödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

NYC – Film: „Café Society“

Ich war am 08.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Café Society“ (dt. Kinostart: 10.11.16) 96 min drama, comedy
dir. Woody Allen cast: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Steve Carell, Blake Lively, Parker Posey, Corey Stoll, Jeannie Berlin, Ken Stott

 

 

Bobby (Jesse Eisenberg) ist in New York aufgewachsen. In den 1930er Jahren versucht er, in Los Angeles sein Glück zu finden. Vielleicht könnte ihm dabei Onkel Phil (Steve Carell), der vielbeschäftigte und erfolgreiche Hollywood-Agent, behilflich sein. Bobby verliebt sich bald in die Sekretärin seines Onkels, Vonnie (Kristen Stewart). Leider hat die aber einen Freund…

 
B- (Wertung von A bis F) „Café Society“ ist Woody Allens neuer Film. Es ist sein 47. Film und nicht nur der teuerste, den der New Yorker Filmemacher je inszeniert hat, sondern erstmals hat er auch mit digitalen Kameras gedreht.

In den besseren Woody-Allen-Filmen der neueren Zeit („Match Point“, Midnight in Paris und Blue Jasmine) bekommt man Woody Allen selbst dankenswerterweise nicht zu sehen. In „Café Society“ spielt er zwar auch nicht mit, lässt es sich jedoch nicht nehmen, als Erzähler zu fungieren. Ich hätte gerne auch auf diesen unnötigen Part verzichtet.

Überhaupt hätte ich mir gewünscht, „Cafe Society“ wäre eine Charakterstudie über den neurotischen New Yorker Bobby, der sich in der Fremde (noch dazu im glitzernden Hollywood der 1930er Jahre) zurechtfinden muss. Dass dies funktioniert hätte, sieht man zu Beginn des Films. Leider erzählt Woody Allen später eine völlig andere, in New York angesiedelte Geschichte. Die Ausflüge in die Unterwelt hätten auch aus einem ganz anderen Film sein können und die Geschichte im Ganzen wirkt zu konstruiert und aufgepumpt.

Die Szenen des älteren, jüdischen Ehepaars, Bobbys Eltern (gespielt von Jeannie Berlin und Ken Stott), sind hinreissend und hätten so auch aus einem Coen-Bros.-Film stammen können. Amüsant fand ich die Kurzauftritte von Bobbys permanentrauchenden Gangsterbruder Ben (gespielt von Corey Stoll, den ich mit voller Haarpracht tatsächlich nicht erkannte). Der Form halber sei erwähnt, dass Bruce Willis für die Rolle des Onkel Phil besetzt war. Während der Dreharbeiten war Woody Allen jedoch so unzufrieden mit der Arbeit des Schauspielers, dass er ihn kurzerhand durch Steve Carell ersetzte. Steve Carell ist ein Glücksgriff für den Film. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, dass Woody Allen ihm die Rolle auf den Leib geschrieben hat. Letztlich ist es den beiden o.g. Schauspielern, Steve Carell und dem stets wunderbaren Jesse Eisenberg zu verdanken, dass mich der Film nicht noch mehr gelangweilt hat.

„Café Society“ ist nach Adventureland und „American Ultra“ bereits der dritte Film, bei dem Jesse Eisenberg und Kristen Stewart gemeinsam vor der Kamera stehen.

„Café Society“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes.

Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Morris From America„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: deutsch-amerikanischer Film mit Craig Robinson.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…mal gucken

Trailer v. Film: „Come What May„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: französischer Zweiter-Weltkriegsfilm mit August Diehl
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Mia Madre„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Italienischer Film mit John Turturro. Habe ich letztes Jahr auf dem New York Film Festival gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen.

Trailer v. Film: „Denial„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über den Holocaust-Leugner David Irving. Mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson und Timothy Spall
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Man Called Ove„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: schwedische Tragikomödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

TV – Film/Serie: „O.J.: Made in America“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender ABC/ESPN-Doku-Serie angeschaut:

 
„O.J.: Made in America“ 5 x approx. 90 min (464 min) documentary
dir. Ezra Edelman cast: O.J. Simpson

 

 

Diese Dokumentation widmet sich der komplexe Persönlichkeit des ehemaligen Football-Stars O.J. Simpson. Sie gibt aber auch einen Einblick in die Rassenkonflikte mit denen sich die U.S.A., aber insbesondere Los Angeles seit vielen Jahren auseinandersetzen muss.

 
A- (Wertung von A bis F) „O.J.: Made in America“ war in den U.S.A. dieses Jahr das TV-Event. Irgendwie ist das Jahr 2016 das O.J.-Simpson-Jahr. Die TV-Serie The People v. O. J. Simpson: American Crime Story ist zweifelsfrei eine der besten amerikanischen Miniserien des Jahres 2016 und wurde kürzlich – nicht sonderlich überraschend – für rekordverdächtige 22 Emmys nominiert. „O.J.: Made in America“ ist nun eine knapp achtstündige Dokumentation, die sowohl im amerikanischen Kino als auch im amerikanischen TV gezeigt wurde und sich damit für die Emmys UND die Oscars im nächsten Jahr bewirbt.

Orenthal James Simpson gilt bis heute als einer der besten U.S.-amerikanischen Sportler. Als Afro-Amerikaner hätte er sich für die Rechte der schwarzen Bevölkerung einsetzen können, das hat er jedoch stets abgelehnt. Eines seiner berühmtesten Zitate ist: „I´m not black – I´m O.J“. Vor allen Dingen wollte er immer von der privilegierten „weißen“ Gesellschaft respektiert werden. Dies ist dem Ausnahmesportler auch gelungen – die Schwarzen haben ihn natürlich trotzdem verehrt. O.J. Simpson ist einer der wenigen afroamerikanischen Helden, der es sogar geschafft hat, dass seine Hautfarbe nie relevant, quasi unsichtbar war. Er hat mit seiner weißen Ehefrau (Nicole Simpson) in einer, vorwiegend von wohlhabenden, weißen Amerikanern bevölkerten Gegend von Los Angeles (Brentwood) gelebt. Irgendwann kamen seine Gewalttätigkeiten gegenüber seiner Ehefrau ans Tageslicht. Als „The Juice“ hat er jedoch eine Sonderbehandlung der L.A.P.D. genossen. Die zahlreichen Notrufe seiner Ehefrau wurden nie richtig ernst genommen. Am 12.06.1994 wurden Nicole Simpson und Ron Goldman brutal ermordet. Es gab eindeutige Beweise für O.J. Simpsons Schuld. Es kam zu einem Gerichtsprozess, der über acht Monate dauerte und live im amerikanischen TV übertragen wurde. O.J. konnte sich die teuersten Anwälte leisten und die kamen schließlich auf die smarte Idee, Rassismus in den Vordergrund des Strafprozesses zu stellen und so von den Mordvorwürfen und den hieb- und stichfesten Indizien abzulenken. Der Ex-Footballer wurde schließlich freigesprochen. O.J. Simpsons Freispruch war – vereinfacht gesagt – nur der Tatsache geschuldet, dass er schwarz ist. Letztlich haben seine Staranwälte O.J.s Hautfarbe genutzt, um vorzuführen, dass Afro-Amerikaner von der Polizei und der Justiz stets vorverurteilt und benachteiligt werden. Nach dem Urteil und seiner Freilassung dachte O.J. er könnte nun so weiterleben wie zuvor, nur galt der Star gemeinhin als schuldig und die privilegierte „weiße Gesellschaft“ wollte jetzt nichts mehr mit ihm zutun haben. Dazu kam, dass er kurze Zeit später in dem Zivilprozess für die Tötung von Nicole Simpson und Ron Goldman zur Verantwortung gezogen und zur Zahlung von 33 Millionen Dollar an die Angehörigen verurteilt wurde. O.J. Simpson, der der afro-amerikanischen Gemeinschaft immer den Rücken gekehrt hatte, suchte – nachdem er von der weißen Gesellschaft abgelehnt wurde – nun deren Anerkennung – und wurde aufgenommen. Einige Jahre später (im Jahr 2007) ist O.J. Simpson mit einigen Bekannten in ein Hotelzimmer in Las Vegas eingedrungen und hat zwei Fanartikel-Händler auf die Rückgabe seiner persönlichen Erinnerungsstücke aus seiner Sportlerzeit gedrängt. Er wurde verhaftet und angeklagt. Für dieses Delikt wurde er wegen bewaffneten Raubüberfall, versuchter Körperverletzung und Geiselnahme angeklagt und verurteilt. Seit nunmehr acht Jahren sitzt er im Gefängnis. Er verbüsst eine 33-jährige Gefängnisstrafe, die nichts mit dem, ihm im Jahr 1994 vorgeworfenen Doppelmord zutun hat. Das verhängte Strafmass gilt gemeinhin als härter als üblich und man wird das Gefühl nicht los, als ob das die späte Rache der Justiz für den Freispruch in dem Doppelmord-Prozess ist.

Die Dokumentation beginnt mit O.J. Simpsons Worten: „As a kid growing up in the ghetto, one of the thing I wanted most was not money, it was fame“. Sie endet mit seinen Worten: „Please remember me as the Juice. Please remember me as a good guy. Please.“

Auch wenn sich O.J. Simpson in diesem Dokuformat nicht selbst zu irgendwelchen Vorwürfen äußert, habe ich die Dokumentation als ihm gegenüber sehr fair empfunden. Ezra Edelmann erzählt in chronologischer Reihenfolge die Lebensgeschichte von O.J. Simpson, er widmet sich intensiv seiner Sportlerkarriere und versucht in knapp acht Stunden dem Phänomen O.J. Simpson auf die Spur zu kommen. Zwischendurch habe ich durchaus Sympathie und auch mal Mitgefühl mit dem Ex-NFL-Star empfunden. Er hat aber zweifelsfrei auch eine dunkle Seite. Der Regisseur dokumentiert O.J.s Wut, seine Eifersucht und seine Prügelattacken. In meinen Augen ist er ein Narzisst und Soziopath. Ich habe nie daran gezweifelt, dass er seine Ex-Frau und Ron Goldman brutal ermordet hat, dafür gab es seinerzeit einfach erdrückende Beweise. Mit diesem Film kann sich aber jeder selbst ein Bild von ihm und den Tatvorwürfen machen. Die Dokumentation gibt aber auch Raum für die, mit Rassenkonflikten gespickte Geschichte der U.S.A. und insbesondere der Bevölkerung von Los Angeles. Durch die TV-Serie „The People v. O.J. Simpson: American Crime Story“ habe ich verstanden, wie es zu dem unfassbaren Freispruch des Doppelmörders gekommen ist, mit „O.J.: Made in America“ wurde mir klar, dass unter den gegebenen Umständen tatsächlich nichts anderes als ein Freispruch möglich war.

 
In dieser Dokumentation werden unzählige Original-Filmaufnahmen aus der Zeit, Videoaufzeichnungen aus dem Gericht, Tagebucheinträge, private und offizielle Fotos gezeigt und der Filmemacher lässt in 72 Interviews Angehörige, Journalisten, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner und Weggefährten von O.J. Simpson, aber auch Anwälte, die Staatsanwältin Marcia Clarke, Mark Fuhrman und andere Polizisten, die in den Fall involviert waren, zu Wort kommen. „O.J.: Made in America“ gibt sehr viel Hintergrundwissen über den „Trial of the Century“. Auch erklären Geschworene, warum sie seinerzeit für den Freispruch stimmten und wie sie das heute sehen.

O.J. Simpson ist eine faszinierende Persönlichkeit und der Fall bleibt einzigartig. Anhand dieser Doku wird einem aber auch klar, dass sich in Sachen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Schwarzen in letzten 20 Jahren wenig geändert hat.

„O.J. : Made in America“ ist eine exzellente Dokumentation. Ich empfehle jedoch zuerst „The People v. O.J.Simpson: American Crime Story“ zu gucken.

 
„O.J.: Made in America“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt. Die erste Episode dieses Fünfteilers wurde am 11.06.16 auf dem amerikanischen Sender ABC ausgestrahlt. Die restlichen vier Teile waren dann vom 14.-18.06.16 ausschließlich auf dem amerikanischen Sportsender ESPN zu sehen. „O.J.: Made in America“ konnte bei den diesjährigen Emmy-Awards nicht mit einer Nominierung berücksichtigt werden, dafür hätte die Doku in der Zeit vom 1.6.15 – 31.5.16 ausgestrahlt werden müssen. Eine Emmy-Award-Nominierung im Jahr 2017 ist sehr wahrscheinlich. Für das Jahr 2016 hat diese beeindruckende Dokumentation aber sehr gute Chancen auf einen noch viel größeren Preis, den Academy Award. Um sich für die Academy Awards zu qualifizieren, wurde diese 464-minütige Dokumentation extra zuerst im Mai 2016 in Kinos in New York und in L.A. County gezeigt. Nach den AMPAS-Regeln muss eine Dokumentation außerdem eine Filmkritik (eine Fernsehkritik ist nicht ausreichend) von der New York Times oder der L.A. Times erhalten. Es wäre die erste TV-Serie, die einen Oscar-erhalten würde.

„O.J.: Made in America“ ist im Gespräch für eine Oscar-Nominierung als bester Dokumentarfilm.

 
Trailer zu sehen:

 

Berlin – Film: „Toni Erdmann“

Ich war am 19.07.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Toni Erdmann“ (dt. Kinostart war der 14.07.16) 162 min drama, comedy
dir. Maren Ade cast: Sandra Hüller, Peter Simonischek, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Ingrid Bisu, Lucy Russell, Hadewych Minis

 
Ines (Sandra Hüller) ist beruflich erfolgreich. Derzeit arbeitet sie als Unternehmensberaterin in Bukarest. Eines Tages bekommt sie überraschend Besuch von ihrem Vater Toni (Peter Simonischek). Er ist ein seltsamer Kauz und wird sie schon bald mit seinem Humor in Verlegenheit bringen wird.

 

 

A- (Wertung von A bis F) „Toni Erdmann“ war der Lieblingsfilm der Kritiker und des Publikums auf dem diesjährigen Cannes Filmfestival.

Ich hatte Anfangsschwierigkeiten mit dem Film. Menschen, die andauernd Witze erzählen oder – wie die Filmfigur Toni – sich ein falsches Grusel-Gebiss ein- und eine grausige Perücke aufsetzen, um dann Lacher zu provozieren, finde ich anstrengend. Entsprechend hatte ich mit Toni meine Probleme. Ich kann mich erinnern, dass ich mich während des Films irgendwann fragte, was die Amis (und nicht nur die) an diesem Film so lieben. Über weite Strecken hatte ich eher eine B-Bewertung im Kopf. In die Lage der Tochter konnte ich mich jedoch recht schnell versetzen. Bei einer kurzen und doch so vielsagende Szene in einem Club liefen mir dann erstmals die Tränen, es sollte nicht das letzte Mal bleiben. Ich konnte mich in der Figur der Tochter so wiederfinden, wie man sich als Tochter wiederfindet, wenn man so anders als seine Eltern tickt, vermeintlich in einer anderen Welt lebt, seine Eltern aber natürlich trotzdem liebt. „Toni Erdmann“ ist eine Tragikomödie, aber auch eine unglaublich gut beobachtete Charakterstudie. Die ganze, lebensnahe Schönheit des Film ist nur über die komplette Laufzeit des Films zu erfassen.

Die deutsche Autorin/Filmemacherin Maren Ade hat einen sehr konsequenten Film gedreht. Ihr Drehbuch geht in unvorhersehbare Richtungen. Bei manchen Szenen habe ich mich sehr unwohl gefühlt und ganz sicher hätten die meisten Filmemacher bestimmte Szenen irgendwann abgeblendet, nicht so Frau Ade. Sie lässt die Fremdschäm-Momente einfach laufen, lässt den Zuschauer mitleiden. Ich kenne keinen Filmemacher, der diese Geburtstagsparty-Szene so durchgezogen hätte. Sicherlich hätte man den Film kürzen können, im Nachhinein bin ich mit dem Endresultat aber glücklich.

Sandra Hüller, eine deutsche Schauspielerin, die mir bislang nicht bekannt war, gibt hier nicht weniger als eine Oscar-Performance. Dafür bedarf es meistens nur einer richtig überragenden Szene. Sandra Hüller liefert hier mindestens vier solcher Szenen. Sie spielt von innen heraus, kann – ohne ihre Mimik groß einzubringen – mit ihrem Gesicht ihre Gedanken auf den Zuschauer übertragen. Das können die wenigsten großen Schauspieler. Manchmal sind es kurze Momente (wie die Szene zum Schluss), die so echt daherkommen, dass mir sofort die Tränen in die Augen schossen. Grandios natürlich die „Whitney-Schnuck“-Szene. Manchmal hat mich ihre Performance an Charlotte Ramplings in 45 Years erinnert.

„Toni Erdmann“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Dort wurde der Film mit dem internationalen Kritikerpreis, dem FIPRESCI-Prize ausgezeichnet. Sony Pictures Classics hat den Film für den amerikanischen Markt gekauft. Ein U.S.-amerikanischer Kinostart ist derzeit für den 25.12.16 anvisiert. Damit startet „Toni Erdmann“ inmitten der Oscar-Saison. Es ist im Moment jedoch noch nicht entschieden, ob der Film für Deutschland überhaupt ins Rennen für die Nominierung eines Academy Award als bester fremdsprachiger Film geht.

Update: Am 25.08.16 hat die Auslandsvertretung des Deutschen Films bekanntgegeben, dass „Toni Erdmann“ für Deutschland ins Rennen um den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film geht.

Die Oscar-Academy hat Maren Ade dieses Jahr übrigens eingeladen, Mitglied von AMPAS zu werden. Sie wurde in die elitäre Regie-Branche gewählt.

 
„Toni Erdmann“ ist ein deutscher Film, sehr viele Dialoge werden jedoch in Englisch gehalten.

Trailer zu sehen:

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

 

 

Trailer v. Film: „24 Wochen„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Deutscher Film mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „El Olivo – Der Olivenbaum„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: spanischer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Julieta„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: der neue Almodóvar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bestimmt

Trailer v. Film: „Frühstück bei Monsieur Henri„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: französischer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

IMG_5103
deutsches Filmplakat
IMG_5104
Ich war mal wieder beeindruckt, dass man in Deutschland „Überlänge“-Zuschlag zahlen muss.

 

L. A. – Film: „Free State of Jones“

Ich war am 05.07.16 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Free State of Jones“ 139 min drama
dir. Gary Ross cast: Matthew McConaughey, Gugu Mbatha-Raw, Keri Russell, Mahershala Ali

 

 

Oktober 1862 in Jones County, Mississippi. Mitten im Bürgerkrieg entzieht sich Newton Knight (Matthew McConaughey) seinen militärischen Verpflichtungen. Der fahnenflüchtige Soldat muss sich fortan vor den konföderierten Truppen verstecken, trennt sich seiner Frau Serena (Keri Russell) und dem gemeinsamen Sohn und sucht Zuflucht bei einigen entflohenen Sklaven irgendwo in den Sümpfen. Schließlich desertieren immer mehr Männer und finden sich zusammen. Sie formieren eine eigene Armee und setzen sich gegen wohlhabende Plantagenbesitzer und Steuereintreiber zur Wehr…

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Free State of Jones“ beruht auf wahren Ereignissen, die sich zwischen den Jahren 1862 und 1876 in Jones County, Mississippi zugetragen haben. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Gary Ross („Pleasantville“, „Seabiscuit“, The Hunger Games).

In so vielen Einstellungen spürt man, dass Gary Ross einen anspruchsvollen Film über ein wichtiges Thema präsentieren will. Dafür hätte er jedoch ein anderes Drehbuch verfilmen müssen.

 

Zugegebenermassen erzählt der Film mal eine etwas andere Story über den amerikanischen Bürgerkrieg. Von Newton Knight, dem einfachen Farmer, dem Soldaten der konföderierten Truppen, dem Deserteur, der später mit einigen Gleichgesinnten und entflohenen Sklaven gegen die Staatsmacht rebelliert, hatte ich noch nie etwas gehört. Leider vertraut Gary Ross nicht alleine auf Newton Knights Geschichte, mehrmals unterbricht er die eigentliche Story und erzählt eine andere, die 85 Jahre später spielt. So wie Newton Knights Charakter in diesem Film dargestellt wird, wirft seine Figur Fragen auf. Warum beispielsweise verlässt er die, ihm so wichtige Familie und kommt später nie auf die Idee, nach ihr zu suchen? „Free State of Jones“ ist kein Biopic, Newton Knights Familiengeschichte war wohl eine leicht abgewandelte. Ich hatte den Eindruck hier die Hollywood-Version von Newton Knights Leben zu sehen, gewünscht hätte ich mir eine solide Biografie-Verfilmung.

 
Matthew McConaughey hat in den letzten Jahren alles daran gesetzt, als Schauspieler ernst genommen zu werden. Letztlich hat er in Bernie, Mud, Magic Mike, Dallas Buyers Club und True Detective auch gezeigt, dass er schauspielern kann. Für „Dallas Buyers Club“ hätte er zwar nicht wirklich den Oscar verdient (dieser Oscar gehört eindeutig Leo für „The Wolf of Wall Street“), aber gut, er hat ihn nun mal. Jetzt sollte er sich mal langsam entspannen, in diesem Film gibt er aber auch wieder ALLES. Mich langweilt er mittlerweile, schauspielerisch besser hat mir in diesem Film Mahershala Ali, der den entflohenen Sklaven Moses spielt, gefallen. Auch gut ist Gugu Mbatha-Raw (Concussion).

 
Trailer zu sehen:

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films – schlimm
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jason Bourne„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Der fünfte Film der Bourne-Reihe (für mich der vierte, weil ich den letzten nicht gesehen habe und da auch Matt Damon nicht mitgespielt hat)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Magnificent Seven„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Antoine Fuquas Remake des gleichnamigen Westerns – War das nötig? Von der Besetzung interessiert mich eigentlich nur Peter Sarsgaard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Warum muss Ben Affleck immer wieder als Schauspieler arbeiten, wo ihm das Regiefach doch so viel mehr liegt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmh…ja

Trailer v. Film: „The Birth of a Nation„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Nach dem OSCARS-SO-WHITE-Protest während der diesjährigen Oscar-Saison, kann man davon ausgehen, dass im nächsten Jahr nicht-weiße Schauspieler und ein Film mit einem afroamerikanischen Thema den Oscar gewinnen werden. Aussichtsreichste Kandidaten derzeit: „The Birth of a Nation“ und „Fences“…dann wird wohl auch Viola Davis endlich ihren Oscar bekommen..
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Loving„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Joel Edgerton, Ruth Negga und natürlich Michael Shannon. Ein weiterer Oscar-Film, sollte Ruth Negga als beste Nebendarstellerin „kandidieren“, hat sie den Oscar wohl schon in der Tasche. „Loving“ interessiert mich wesentlich mehr als „The Birth of a Nation“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bad Moms„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Christina Applegate, Mila Kunis und Kristen Bell
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

IMG_4913

 

L.A. – Film: „Swiss Army Man“

Ich war am 05.07.16 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Swiss Army Man“ (dt. Kinostart: 13.10.16) 95 min drama, comedy
dir. Daniel Scheinert, Daniel Kwan cast: Paul Dano, Daniel Radcliffe, Mary Elizabeth Winstead

 
Hank (Paul Dano) ist auf einer einsamen Insel gestrandet und will sich gerade das Leben nehmen, als er einen angeschwemmten Leichnam (Daniel Radcliffe) entdeckt…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Swiss Army Man“ ist das Langfilmdebüt der „Daniels“ (Daniel Scheinert und Daniel Kwan). Bislang hat das Regie-Duo vorwiegend Musikvideos inszeniert.

Voraussichtlich können die wenigsten Zuschauer mit diesem Film etwas anfangen. Sogar auf dem Sundance Film Festival haben einige Zuschauer die Vorstellung vorzeitig verlassen. Man wird es wohl nicht verhindern können, dass „Swiss Army Man“ in der Kurzbeschreibung als „Furzender-Leichnam-Film“ bezeichnet wird. Es lohnt sich aber, etwas hinter die Kulisse zu blicken. Man wird eine originelle und einmalige Geschichte über Liebe, Einsamkeit und das Anderssein entdecken.

Sicherlich musste auch ich in diese abgedrehte Geschichte erst mal reinwachsen. Die Szene in dem nachgebauten Bus hat mein Herz sofort berührt, einige Szenen haben mir richtig gut gefallen, es gab aber auch ein paar, die mich irritiert und rätselnd zurückgelassen haben. Mittlerweile sind einige Tage vergangen, meine Theorie zu Hank und Manny hat sich festgesetzt. Jeder wird aber seine eigene zu den Charakteren und der Geschichte haben, man muss sich nur auf den Film einlassen (wollen). „Swiss Army Man“ ist sicherlich albern, absurd, manchmal abstossend, aber tiefgründiger als man zunächst vermutet.

 
In den ersten, vielleicht zehn Minuten des Films habe ich mir überlegt, was sich Paul Dano wohl beim Lesen des Drehbuchs gedacht hat. Später habe ich mir ein Interview angehört, in dem er gesagt hat, dass er für den Film zugesagt hat, als er diese „Jet-Ski-Szene“ zu Beginn des Films gelesen hat. Er fand das so abgedreht und hätte jeden Schauspieler um diese Szene beneidet. Seit gut zehn Jahren (und dem Film „Little Miss Sunshine“) bin ich Fan von Paul Dano. Nach diesem Film hatte ich das dringende Bedürfnis, mir auf Netflix „There Will Be Blood“ noch einmal anzuschauen. Paul Dano hat seinerzeit tatsächlich schon auf einer Augenhöhe mit Daniel Day Lewis gespielt. Mit 12 Years a Slave, Love & MercyYouth und jetzt „Swiss Army Man“ bin ich überzeugt, dass er ALLES spielen kann.

Daniel Radcliffe macht seine Sache überraschend gut. Gut, ausdruckslos kann er, aber diese Rolle erfordert Mut und den scheint er zu haben. Mary Elizabeth Winstead (10 Cloverfield Lane) hätte in diesem Film durch quasi jede andere Schauspielerin ersetzt werden können.

 
Der amerikanische Regisseur Shane Caruth (Upstream Color) ist während der Dreharbeiten am Set aufgekreuzt und da die beiden Filmemacher noch keine Besetzung für den Leichenbeschauer hatten, hat Shane Caruth kurzerhand die Rolle übernommen.

„Swiss Army Man“ ist ein Film meines amerikanischen Lieblingsverleihers A24. Seit dem Jahr 2013 verwöhnt A24 den amerikanische Indie-Filmliebhaber mit einigen Perlen. Die folgenden Filme fand ich mindestens sehenswert: „The Spectacular Now“, „Enemy“, „Under the Skin“, „Locke“, „The Rover“, „A Most Violent Year“, „While We´re Young“, „Ex Machina“, „Mojave“, „Slow West“, „Amy“, „The End of the Tour“, „Mississippi Grind“, „The Lobster“, „Room“, „The Witch“, „De Palma“ und nun auch „Swiss Army Man“.

Der Soundtrack von „Swiss Army Man“ wurde von zwei Mitgliedern der amerikanischen Indie-Band Manchester Orchestra komponiert. Ich glaube, ich werde mir diese Filmmusik zulegen.

 
„Swiss Army Man“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt. Auf diesem Filmfestival wurden die Regisseure für diesen Film mit dem Directing Award: Dramatic ausgezeichnet. Der Film wurde am 24.06.16 in drei amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 01.07.16 war „Swiss Army Man“ dann landesweit in den U.S.A. zu sehen. Der deutsche Kinostart ist der 13.10.16.

 
Trailer zu sehen:

Ich mag die Website:

http://swissarmyman.com

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Florence Foster Jenkins„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Stephen Frears neuer Film. Biopic mit Meryl Streep – Haben wir da die 20. Oscar-Nominierung von Meryl?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Equity„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Frauen und Wall Street – spricht mich sofort an. Mit Anna Gunn von „Breaking Bad“
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bridget Jones´s Baby„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Wer – um Himmels Willen – guckt freiwillig so einen Mist?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie…mals

Trailer v. Film: „Lights Out„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer, glaube ich)
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 70% Rotten Tomatoes

Trailer v. Film: „Absolutely Fabulous: The Movie„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich war nie Fan von „Ab Fab“, aber der Trailer sieht irgendwie erfrischend aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

Trailer v. Film: „Free Fire„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ben Wheatleys neuer Film mit Brie Larson, Sharlto Copley, Cillian Murphy, Sam Riley
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

Trailer v. Film: „American Honey„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Roadmovie mit Shia LaBeouf
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

 

 

San Francisco – Film: „Tickled“

Ich war am 27.06.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Tickled“ 93 min documentary
dir. David Farrier, Dylan Reeve cast: David Farrier, Dylan Reeve

 

 

Der neuseeländische Reporter David Farrier ist immer auf der Suche nach bizarren Stories und stösst im Internet auf einen höchst seltsamen Kitzel-Wettbewerb. Es gibt zahlreiche Videos dieses „Sports“. Als er die amerikanische Produzentin Jane O´Brien Media kontaktiert und um ein Interview bittet, erhält er eine überraschend aggressive Email. Es bleibt auch nicht bei der einen Hassmail, bald bekommt David Farrier Drohungen. Den Journalisten macht das aber nur noch viel neugieriger…

 

 

C+ (Wertung von A bis F) Diese Dokumentation wird derzeit sehr gehypt. Ich musste mich natürlich davon überzeugen, ob der Film wirklich so sehenswert ist. Das Thema ist sicherlich sehr schräg, da gibt es junge, athletische und gut aussehende Männer, die sich von anderen attraktiven Männern fesseln und kitzeln lassen. Das Ganze soll keinerlei sexuellen Bezug haben – nee, ist klar. Es gibt schon wirklich seltsame Fetische. Jedem sei seiner gegönnt, solange sie damit keinem anderen Menschen bzw. keinem Tier schaden. SPOILER – ANFANG Hier geht es aber Drohungen und Erpressung und einem äußerst unangenehmen, regelrecht kranken und gefährlichen Menschen. Dieser Mensch (und mir war relativ schnell klar, welchem Geschlecht dieser angehören muss) schwimmt scheinbar im Geld und verhält sich so, als ob er sich dadurch alles erlauben kann. SPOILER – ENDE.

 
Vielleicht hätte mir der Film besser gefallen, wenn er professioneller inszeniert worden wäre. Mich nervte vor allen Dingen die Wackelkamera, viele Szenen wiederholen sich, ich fand einiges vorhersehbar und irgendwann langweilig. Gegen Ende der Dokumentation führt der Reporter ein Telefonat – das ist in meinen Augen die beste Szene.

 
„Tickled“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Don´t Think Twice„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Our Little Sister„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: japanischer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Wiener-Dog„
Bewertung des Trailers: B*
Kommentar: Todd Solondz´neuer Film mit Greta Gerwig, Tracy Letts, Ellen Burstyn, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Absolutely Fabulous: The Movie„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich war nie Fan von „Ab Fab“, aber der Trailer ist wirklich gut.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

 
Trailer v. Film: „Eat That Question: Frank Zappa in His Own Words„
Bewertung des Trailers: B*
Kommentar: Dokumentation über den Musiker
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Berlin – Film: „The BFG“

Ich war am 09.06.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The BFG“ (dt. Filmtitel: „BFG: Big Friendly Giant“, dt. Kinostart: 21.07.16) 115 min fantasy, adaptation
dir. Steven Spielberg cast: Mark Rylance, Ruby Barnhill, Penelope Wilton, Rebecca Hall, Jermaine Clement, Rafe Spall, Bill Hader

 
Das zehnjährige Londoner Waisenkind Sophie (Ruby Barnhill) wird eines Nachts von einem Riesen (Mark Rylance) entführt. Er schleppt sie in sein Land, das Land der Riesen. Der BFG ist zwar nicht der Hellste, etwas ungehobelt und spricht seltsam, dafür hat er aber ein großes Herz. Er fängt sogar Träume, mischt sie und verteilt die schönen dann an Kinder. Sophie braucht also keine Angst vor dem Big Friendly Giant zu haben, aber in dem Riesenland gibt es noch andere, viel größere und menschenfressende Riesen…

 
B (Wertung von A bis F) „The BFG“ basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Roald Dahl („Charlie and the Chocolate Factory“, „Fantastic Mr. Fox“). Dies ist der neue Film von Steven Spielberg und der erste Film, den der amerikanische Filmemacher für das Disney-Studio drehte.

„The BFG“ ist einer dieser Filme von dem ich nicht sonderlich viel erwartet habe, der mich aber mitgerissen hat und mir dann doch als gelungener Kinofilm in Erinnerung bleibt. Es ist ein einfallsreiches, charmantes Fantasieabenteuer für die ganze Familie. Aufgrund einiger gruseliger Szenen ist er jedoch eher für etwas größere Kinder zu empfehlen. Steven Spielberg schafft es, eine glaubwürdige Märchenwelt zu inszenieren. Bei mir hat es einen Moment gedauert, bis ich in diese Welt eintauchen konnte, aber spätestens als sich Sophie in der Höhle des BFG befindet, war ich in der Geschichte gefangen. Es ist eine Erzählung über die außergewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter, besonders rührend fand ich die Traumfänger-Traumverteiler-Geschichte. Auch wenn der Film zwischendurch ein paar kleinere Längen aufweist, sorgen die Szenen im Buckingham Palace später dann aber für einige Erheiterung.

 
Mark Rylance (Bridge of Spies) war nach Daniel Day Lewis (Lincoln) erst der zweite Schauspieler, der durch seine Performance in einem Spielberg-Film einen Oscar gewonnen. „The BFG“ ist nun die zweite Zusammenarbeit des Hollywood-Regisseurs mit dem britischen Charakterschauspieler. Hier gibt Rylance eine Motion-Capture- Performance und wenn mir etwas von dem Film mir immer noch ganz präsent ist, dann ist es diese. Mark Rylance hat so ein ausdrucksvolles Gesicht, mit seinen warmen Augen kann er einem das Herz öffnen. Mir gefiel aber auch besonders die originelle Fantasiesprache der Riesen.

 
„The BFG“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 1.7.16 in den U.S.A. gestartet. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. Ab dem 21.07.16 ist der Film in den deutschen Kinos zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

 
und noch ein Trailer:

 

 

der kanadische Kino-Aufsteller
der kanadische Kino-Aufsteller

 

San Francisco – Film: „The Shallows“

Ich war am 26.06.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The Shallows“ (dt. Filmtitel: „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“, dt. Kinostart: 25.08.16) 87 min thriller, horror
dir. Jaume Collet-Serra cast: Blake Lively, Oscar Jaenada, Lozano Corzo, Jose Manual, Brett Cullen

 

 

Die amerikanische Medizinstudentin Nancy (Blake Lively) hat sich nach dem Tod ihrer Mutter eine Auszeit genommen und reist nach Mexiko. Von einem Fremden (Óscar Jaenada) lässt sie sich an einem geheimen, verlassenen Strand absetzen. In der Bucht surft sie mit zwei Einheimischen. Leider schwimmt dort auch ein riesiger Weißer Hai…

 
B+ (Wertung von A bis F) „The Shallows“ ist der neue Film des katalanischen Filmemachers Jaume Collet-Serra (Orphan, Unknown, Non-Stop, Run All Night).

„The Shallows“ ist ein überraschend gut gemachter, kommerzieller Thriller/Horrorstreifen. Wie in dem Genre üblich ist nicht alles realistisch, sehr wahrscheinlich würde sich ein Hai nicht – wie hier dargestellt – verhalten. Am Anfang nervten mich die Einblendungen der Textnachrichten und bzw. des Facetime-Anrufes, die Zeit-Einblendungen bzw. die Gezeitenberechnung fand ich später auch nicht immer nötig, aber das ist schon alles, was ich an dem Film zu kritisieren habe. Mit dem ersten Hai-Angriff bis zum Ende weiß „The Shallows“, zu fesseln.

Der Film ist sehr ästhetisch fotografiert. Normalerweise finde ich solche Monster-Tiere (-Filme) dämlich und kann mich entsprechend nicht ausreichend entspannen, um in die Geschichte richtig hereinzukommen. Hier nicht, der Hai ist beeindruckend gut animiert und man kann sich durchaus in Nancys Lage versetzen. Auch spielt Blake Lively ihre Figur sehr glaubhaft. Das hat mir alles schon ganz gut gefallen, auch wenn die ganze Angelegenheit ziemlich blutig ist und ich bei einigen Szenen partout nicht hingucken konnte.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bad Moms„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Christina Applegate, Mila Kunis und Kristen Bell
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Rogue One: A Star Wars Story„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film aus dem Star-Wars-Universum mit Felicity Jones, Ben Mendelsohn, Forest Whitaker und Mads Mikkelsen. Den Sinn verstehe ich nicht, außer dass man bei Lucasfilm und Disney alle Möglichkeiten ausschöpft, richtig viel Geld mit dem Namen „Star Wars“ zu machen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Morgan„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Horror. Regiedebüt von Luke Scott (Sohn von Ridley) mit Kate Mara, Toby Jones und Boyd Holbrook
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Nerve„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller mit Emma Roberts und Dave Franco
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Quija: Origin of Evil
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: 2. Teil des Horrorfilms. Der erste war wohl gar nicht gut.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Magnificent Seven„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Antoine Fuquas Remake des gleichnamigen Westerns – War das nötig? Von der Besetzung interessiert mich eigentlich nur Peter Sarsgaard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

San Francisco – Film: „Popstar: Never Stop Never Stopping“

Ich war am 26.06.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Popstar: Never Stop Never Stopping“ 86 min comedy
dir. Akiva Schaffer, Jorma Taccone cast: Andy Samberg, Akiva Schaffer, Jorma Taccone, Sarah Silverman, Imogen Poots, Joan Cusack, Maya Rudolph, Bill Hader, Emma Stone

 
Conner (Andy Samberg) hat als Teenie mit seinen beiden besten Freunden Owen (Jorma Taccone) und Lawrence (Akiva Schaffer) die Band The Style Boyz gegründet. Sie waren ziemlich erfolgreich bis Conner die Gelegenheit bekam, als Solokünstler durchzustarten. Als Pop-Rapper Conner4Real wurde er quasi über Nacht weltberühmt. Jetzt erscheint bald sein zweites Soloalbum und die Tournee steht vor der Tür. Leider bekommt Conner4Real für sein neues Album keine guten Kritiken….

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Popstar: Stop Never Stopping“ ist eine Parodie auf die amerikanische Musik- und Entertainment-Industrie. Diese Mockumentrary basiert vage auf der Musikdokumentation „Justin Bieber: Never Say Never“. Jorma Taccone führte bereits bei der Actionkomödie „MacGruber“ Regie.

Die drei Mitglieder der Comedy-Band The Lonely Island (Andy Samberg, Akiva Schaffer and Jorma Taccone) haben das Drehbuch zu diesem Film gemeinsam geschrieben und spielen die The Style Boyz. Alle drei Humortalente haben jahrelang für die Comedy-Show Saturday Night Live gearbeitet. „Popstar: Never Stop Never Stopping“ ist einer dieser Filme, den man den Spass, den alle Beteiligten bei den Dreharbeiten hatten, ansehen kann. Das Trio hat dazu gleich viele ehemalige Saturday Night Live-Kollegen (Joan Cusack, Jimmy Fallon, Will Forte, Bill Hader, Maya Rudolph, Sarah Silverman, Tim Meadows, etc.) eingeladen.

Andy Samberg (I Love You, ManCeleste and Jesse Forever, Brooklyn Nine-NIne) spielt den egozentrischen Popstar, den der frühe Ruhm zu Kopf gestiegen ist und der komplett die Bodenhaftung verloren hat. Die Ähnlichkeiten zu dem kanadischen Teenie-Idol Justin Bieber sind auf den Punkt. Der Film hat mir zwar nicht geholfen, das Phänomen Justin Bieber zu verstehen, aber es ist brüllend komisch, wie sich darüber lustig gemacht wird.

Wer schon mal die amerikanische Paparazzi-Sendung TMZ gesehen hat, wird sich bei der hier gezeigten Parodie bestens amüsieren können. Die The Lonely-Island-Songs sind eine brillante Satire auf diese Art von Musik. Die Melodien gehen einen nicht mehr so einfach aus dem Kopf und die Texte nehmen die Songtexte der Pop-Rapper wunderbar auf die Schippe. Mir haben am Besten „Equal Rights“ und „Finest Girl“ gefallen. Man muss diesen Film nicht zwingend im Kino gesehen, dafür sollte man ihn aber im Original sehen.

Mich hat es ziemlich beeindruckt, wie viele Musiker und Entertainer bei diesem Film mitwirken. Ob Ringo Star, Mariah Carey, Pharell Williams, Pink, Usher, 50 Cent, Snoop Dogg, etc – alle geben ihren Senf zu Conner4Real ab. Die Cameos von Justin Timberlake, Seal, Joan Cusack und Bill Hader sind großartig.

 
Diese Mockumentary ist nicht tiefgründig, dafür aber kreativ, smart und ununterbrochen witzig – eigentlich habe ich den gesamten Film über entweder vor mich hin gegrinst oder lauthals losgelacht. Bei der Szene in der Limousine habe ich vor lauter Lachen sogar einen Gesichtskrampf bekommen.

Während des Abspanns gibt es noch eine weitere TMZ-Parodie.

An der amerikanischen Kinokasse ist „Popstar: Stop Never Stopping“ leider völlig gefloppt. In einer gerechten Welt dürfte dieser Film aber den Golden Globe als Beste Komödie/Musical gewinnen und derzeit ist es unvorstellbar, dass ein anderer Schauspieler als Andy Samberg als Bester Schauspieler in einer Komödie/Musical ausgezeichnet wird. Für den einen oder anderen Song wäre auch eine Oscar-Nominierung als Best Original Song verdient und möglich.

 
Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Star Trek Beyond„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dritter Teil der Reboot-Reihe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Space Between Us„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Sci-Fi-Teenager-Romanze
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Kevin Hart: What Now?„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Stand-Up-Comedy-Film mit Kevin Hart
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „War Dogs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit Jonah Hill und Miles Teller
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Purge: Election Year„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Bereits der dritte Teil der Reihe – es wird Zeit, dass ich die anderen beiden Teile sehe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Sausage Party„
Bewertung des Red-Band-Trailers: B
Kommentar: Animationsfilm, sieht interessant aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Mike & Dave Need Wedding Dates„
Bewertung des Red-Band-Trailers: C+
Kommentar: Komödie. Zac Efron würde mich schon davon abhalten, den Film zu gucken, aber dann auch noch mit Anna Kendrick…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie…mals

 

TV – Serie: „The Night Manager“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender BBC-One-Mini-Serie angeschaut:

 
„The Night Manager“ (ab 29.08.16 im ZDF zu sehen) 6 x 60 min thriller, drama, adaptation
dir. Susanne Bier cast: Tom Hiddleston, Hugh Laurie, Olivia Colman, Tom Hollander, Elizabeth Debicki

 
Kairo im Januar 2011. Der ehemalige britische Soldat Jonathan Pine (Tom Hiddleston) arbeitet als Nachtportier in einem Luxushotel. Er kommt mit einem weiblichen Hotelgast, Sophie Alekan (Aure Atika), ins Gespräch. Sie ist die Geliebte von Freddie Hamid (David Avery), Sohn einer einflussreichen ägyptischen Familie. Sophie bittet Jonathan brisante Unterlagen zu kopieren, aufzubewahren und – falls ihr etwas zustösst – an die britische Botschaft zu übergeben. Jonathan erkennt, dass die Papiere einen geheimen Waffendeal dokumentieren und leitet sie an die britische Botschaft weiter. Die Unterlagen landen schließlich bei der britischen Geheimagentin Angela Burr (Olivia Colman). Seit Jahren versucht sie, Richard Roper (Hugh Laurie) zu überführen und in den Unterlagen erkennt sie belastendes Material über den gefährlichen Waffenhändler. Es scheint jedoch einen Maulwurf in der britischen Regierung zu geben, die Ereignisse überschlagen sich und es gibt einen Todesfall…

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „The Night Manager“ basiert auf John Le Carré gleichnamigen Roman.
Bei dieser Mini-Serie führt die dänische Filmemacherin Susanne Bier (Things We Lost In the FireSerena) Regie. Für „In a Better World wurde sie mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Dies ist kein Mehrteiler, den man unbedingt gesehen haben muss. Wirklich nicht, die Geschichte strotzt vor Logikfehlern, die Figurenzeichnung ist zu oberflächlich und auch sind die Charaktere teilweise unglaubwürdig. Die Besetzung selbiger ist auch nicht durchweg gelungen. Außerdem beweist die Filmemacherin, zumindest in diesem Projekt, kein Gespür für Atmosphäre. Die Dinner- und Partyszenen sind natürlich gestellt, wirken aber leider auch so. Nach ca. 10 Minuten der zweiten Episode war ich geneigt, „The Night Manager“ ganz aufzugeben. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits zutiefst darüber verärgert, was mir hier für ein Blödsinn verkauft wird. Dann gibt es jedoch noch mal eine Rückblende und die Geschichte nimmt langsam seinen (besseren) Lauf.

Unglaubwürdig fand ich die Hauptfigur Jonathan Pine. Vielleicht habe ich in meinem Leben zu viel in solchen Hotels genächtigt, aber er verhält sich nicht wie ein Nachtportier. Auch habe ich ihm die Liebesgeschichte zu dieser Sophie nicht abgenommen, demzufolge konnte ich den Rachegedanken auch nicht nachvollziehen. Pine bzw. später Birch verhält sich in vielen Bereichen so smart, aber sein Verhalten gegenüber, insbesondere später einer Dame ist dumm. Viel zu offensichtlich schmachtet er seine Angebetete an. Noch eindeutiger wären nur Liebesbekundungen, die er auf eine Plakatwand gemalt hätte. Unter den gegebenen Umständen ist das sehr unrealistisch. Für mich war das Liebes-Gedöns zwar nett fürs Auge, aber hätte in der Ausführlichkeit nicht behandelt werden müssen. Dann natürlich Richard Roper – hätte man hier keine bessere Besetzung finden können? Vielleicht hat Hugh Laurie auch einfach zu lange den genialen Diagnose-Spezialisten in „House“ gespielt. Ich habe ihm den reichen, gefährlichen Waffenhändler jedenfalls nicht wirklich abgenommen.
„The Night Manager“ ist aber dafür ein sechsstündiges Bewerbungsvideo für die Besetzung des neuen James Bond.

Tom Hiddleston (Thor“, Midnight in Paris, War Horse, „Only Lovers Left Alive“, Muppets Most WantedCrimson PeakHigh-Rise) beweist mit diesem Mehrteiler, dass er der perfekte neue James-Bond-Darsteller wäre.

 
Er ist schon länger in der engeren Auswahl. Mit dem Film„High-Rise“ und diesem Sechsteiler verstehe ich nun auch, warum. Er hat alles was der Agent 007 braucht: Er ist Engländer, hat Stil, Charme, Klasse, er wirkt weltmännisch und er hat den Coolness-Faktor. Außerdem kann er kann sich ausgezogen genauso sehen lassen wie in einem Maßanzug (bzw. Smoking). Seit „The Night Manager“ nehmen ich ihm auch erstmalig den Frauenverführer ab, auch glaube ich ihm, dass er sich prügeln kann und will. Er ist mit 1,88 m größer als die meisten Schauspieler und hat eine Leinwand-Präsenz. In der letzten Folge des Sechsteilers bestellt er sich sogar einen Wodka Martini. Was braucht er noch, um zu überzeugen? Wenn ich mir alle anderen Schauspieler anschaue, die zur Wahl stehen (Tom Hardy, Idris Elba, Damien Lewis, Michael Fassbender, Jamie Bell, Henry Cavill, Aidan Turner, James Norton), muss die Wahl auf ihn fallen. Er selbst hat bereits in einem Interview erwähnt, dass er Interesse daran hat, James Bond zu spielen. Für die Filmproduzentin Barbara Broccoli ist es also Zeit, den siebenten James Bond-Darsteller zu benennen.

 

Wie bereits in A Most Wanted Man und Tinker Tailor Soldier Spy hat der Schriftsteller John Le Carré auch hier einen Cameo-Auftritt. (Hier in der Restaurant-Szene, in der sich Corky daneben benimmt)

 
Die wichtigsten Charaktere im einzelnen:

Jonathan Pine/ Andrew Birch – hat in der britischen Armee gedient und arbeitet als Nachtportier in einem Luxushotel in Kairo und der Schweiz. Von der britischen Geheimagentin Angela Burr (gespielt von Olivia Colman) wird er rekrutiert. Seit Jahren ist sie bereits dem Waffenhändler Richard Roper (gespielt von Hugh Laurie) auf den Fersen. Sie versucht Pine nun, ihn in Ropers inneren Zirkel einzuschleusen. Jonathan Pine/Andrew Birch wird von dem englischen Theater-, TV- und Filmschauspieler Tom Hiddleston gespielt. International wurde er durch seine Rolle in dem Marvel-Film „Thor“ bekannt. Ich habe ihn in einigen Kinofilmen gesehen, richtig aufgefallen ist er mir aber zugegebenermassen erstmalig in „High Rise“. Seit diesem Mehrteiler bin ich Fan von ihm.

 
Angela Burr – ist Agentin bei einer neugegründeten britischen Geheimdienst-Abteilung. Früher war sie bei dem MI6. Sie ist seit 20 Jahren verheiratet und ist gerade mit ihrem ersten Kind hochschwanger. Seit Jahren versucht sie den Waffenhändler Richard Roper (gespielt von Hugh Laurie) zur Strecke zu bringen. Sie rekrutiert Jonathan Pine (Tom Hiddleston). Er soll ihr dabei behilflich sein, Roper zu überführen. In John le Carrés Roman ist diese Figur männlich. Gespielt wird Angela Burr von der wunderbaren englischen Schauspielerin Olivia Colman. Mir ist sie das erste Mal in einem meiner Lieblingsfilme Tyrannosaur aufgefallen. Mit diesem Film hatte sie ihren internationalen Durchbruch und wurde für ihre Performance auch ausgezeichnet. Sie hat  in The Iron Lady und Hyde Park on Hudson gespielt und ist großartig neben David Tennant in bislang zwei Staffeln von „Broadchurch“ (1. Staffel und  2. Staffel)

 

 

Richard Roper ist ein britischer Multimillionär und Waffenhändler. Gespielt wird Richard Roper von dem englischen Schauspieler Hugh Laurie. Bekannt geworden ist er zweifelsfrei durch die Serie „House“. Vielleicht hat er zu lange und zu überzeugend diesen zynischen amerikanischen Mediziner gespielt, jedenfalls hatte ich Probleme ihm, hier den britischen Multimillionär und gefährlichsten Mann der Welt abzunehmen.

 

 

Major Corkoran, genannt „Corky“ ist die rechte Hand von Richard Roper (gespielt von Hugh Laurie). Corky misstraut Jonathan Pine, kann ihn nicht leiden. Neben Jonathan Pine wirkt Corky als wäre er nur 1,40 m groß. Corky wird von dem englischen Schauspieler Tom Hollander gespielt. Er hat in vielen britischen und amerikanischen Kinofilmen mitgespielt (u.a. in „Gosford Park“, „Pride and Prejudice“, Hanna, Mission: Impossible – Rogue Nation)

 

 

Jed ist die Geliebte von Richard Roper (gespielt von Hugh Laurie). Gespielt wird Jed von der australischen Schauspielerin Elizabeth Debicki. Sie hat bereit ins „The Great Gatsby“, „Macbeth“ und Everest mitgespielt. Mir war sie bislang noch nicht aufgefallen und das, obwohl sie durch ihre Größe eigentlich auffallen müsste. Sie wirkt in diesem Mehrteiler größer als Tom Hiddleston und der ist mit 1,88 m nicht klein. Letztlich hat mir das keine Ruhe gelassen und ich habe recherchiert, dass sie ist tatsächlich 1,90 m groß. Angetan war ich besonders von den hübschen Kleidern, die sie in „The Night Manager“ trägt.

 
„The Night Manager“ ist im Gespräch für einige Emmy-Nominierungen, u.a.: Outstanding Limited Series, Lead Actor (Tom Hiddleston) in a Limited Series or Movie, Best Supporting Actor (Hugh Laurie) in a Limited Series or Movie, Best Supporting Actress (Olivia Colman) in a Limited Series or Movie. Update: „The Night“ Manager“ wurde für 12 Emmys nominiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Miniserie oder auch nur einer der Schauspieler die geringste Chance gegen The People v. O. J. Simpson: American Crime Story haben.
„The Night Manager“ wurde erstmalig v. 21.02.16-27.03.16 auf BBC One ausgestrahlt. In den U.S.A. wurde die Mini-Serie v. 19.04.16-24.05.16 auf AMC gezeigt. In Deutschland kann man „The Night Manager“ seit dem 27.03.16 auf AMAZON PRIME sehen. Ich habe mir sagen lassen, dass die britische sich etwas von der amerikanischen Version unterscheidet. Ich habe die amerikanische Fassung gesehen, in der Nacktheit nur angedeutet wird.

Trailer zu sehen:

 

 
Vorspann zu sehen:

 

IMG_4741

NYC – Film: „Finding Dory – 3D“

Ich war am 17.06.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Finding Dory – 3D“ (dt. Filmtitel: „Findet Dorie“, dt. Kinostart: 29.09.16) 103 min animation, sequel
dir. Andrew Stanton voices: Ellen DeGeneres, Albert Brooks, Hayden Rolence, Ed O´Neill, Kaitlin Olson, Ty Burrell, Diane Keaton, Eugene Levy, Idris Elba, Dominic West, Bill Hader, Willem Dafoe, Allison Janney, Sigourney Weaver

 
Die Paletten-Doktorfisch-Dame Dory (Ellen DeGeneres) lebt mittlerweile mit ihrem Clownfisch-Kumpel Marlin (Albert Brooks) und seinem Sohn Nemo (Hayden Rolence) zusammen. Sie leidet unter Amnesie. Als Kind hat sie irgendwann ihre Eltern verloren. Sie erinnert sich sporadisch an einzelne Episoden ihrer schönen Kindheit. Schließlich begibt sich die vergessliche Dory auf die Suche nach ihren Eltern und gerät dabei schon bald in Gefahr…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Finding Dory“ ist die Fortsetzung, bzw. das Spin-off zu Pixars Film „Finding Nemo“ aus dem Jahr 2003. Die Ereignisse in „Finding Dory“ finden jedoch bereits ein Jahr später statt. Es ist der neue Film von Andrew Stanton („A Bug´s Life“, „Finding Nemo“, Wall-E).

Grundsätzlich bin ich kein Fan von Fortsetzungen. Bei Animationsfilmen verhält es sich ganz unterschiedlich. Kung Fu Panda mochte ich nicht, Kung Fu Panda 2 gefiel mir da schon wesentlich besser. Despicable Me und Despicable Me 2  fand ich beide super, den Spin-off Minions hätte man sich aber sparen können. Da mein Herz an so vielen Pixar-Filmen hängt, bricht es fast, wenn mir wieder mal zu Ohren kommt, dass ein Pixar-Klassiker (wie aktuell „The Incredibles“) ein Sequel bekommt. Dabei sind die Pixar-Fortsetzungen nicht grundsätzlich Ramsch. Toy Story 3 ist beispielsweise – in meinen Augen – ein Meisterwerk und damit besser als der Originalfilm, hingegen war die Fortsetzungen zu Monsters, Inc.: Monsters University nicht nötig. Ein sowieso nicht guter Film wie „Cars“ braucht logischerweise keinen weiteren Film.

Auch wenn ich „Finding Nemo“ ewig nicht gesehen habe, ist es für mich rückblickend einer der besseren Pixar-Filme. Nach einer Fortsetzung habe ich mich auch hier nicht gesehnt, „Finding Dory“ zählt aber zu den gelungeneren Fortsetzungen. Während Dory in „Finding Nemo“ nur ein liebenswerter Nebencharakter war, wird nun hier ihre Geschichte erzählt. Sie ist auf der Suche nach ihren Eltern und landet schon bald in so einem Meeres-Institut mit Publikumsverkehr (inklusive „Streichel-Wasserbecken“ für Kinder). Dorys Kumpel Marlin (und die Zuschauer) machen sich große Sorgen um sie und damit sind bald alle in ein aufregendes Abenteuer involviert.

Dorys Geschichte ist spannend und sehr witzig. In Rückblenden ist Klein-Dory zu sehen – wie drollig ist die denn? Außerdem wurden einige neue Charaktere eingeführt, beispielsweise der siebenarmige Oktopus Hank (von Ed O´Neill gesprochen), die beiden Seelöwen Fluke und Rudder (von Idris Elba und Dominic West gesprochen) und der von den beiden gemobbte, leicht autistische Seelöwe Gerald. Ins Herz geschlossen habe ich aber auch den Vogel Becky (spricht nicht, ist aber äußerst putzig). Das Anderssein ist bei diesem Pixar-Film durchaus ein Thema. Etwas irritierend fand ich, wie Dorys Mitmenschenmeeresbewohner mit ihrem Handicap umgehen. Im besten Fall ignorieren sie die vergessliche Dory, oftmals zeigen sie sich aber auch von ihr genervt.

Zwischendurch hat „Finding Dory“ ein paar kleinere Längen, gegen Ende kommt dann aber noch die „What a Wonderful World“-Sequenz und die hat mir am Besten gefallen.

Die Animationen sind – wie man es von PIXAR gewohnt ist – klasse und die 3D-Fassung kann ich auch empfehlen. PIXAR kann 3D, daran gibt es keinen Zweifel.

Zu erwähnen bleibt, dass man den Abspann abwarten sollte, im Anschluss an den Abspann gibt es noch eine kleine Szene zu sehen.

 
„Finding Dory“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: bester Animationsfilm und beste Filmmusik (Thomas Newman). Sias Interpretation von Nat King Coles „Unforgettable“ kann nicht für den Oscar nominiert werden, da es kein Originalsong ist.

 

 

Trailer zu sehen:

 

 

Vorfilm

„Piper – 3D“ 6 min animation
dir. Alan Barillaro

Das Strandläufer-Küken ist ziemlich hungrig. Langsam muss es aber lernen, wie man sich selbst auf die Suche nach Nahrung begibt. Gar nicht so einfach…

A (Wertung von A bis F) „Piper“ ist wahrscheinlich einer der besten Pixar-Kurzfilme. Allein wie der Sand und das Wasser animiert wurden, ist erstklassig. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, dass ein anderer animierter Kurzfilm den Oscar gewinnen könnte.

Teaser zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

keiner

Da das Regal in Brooklyn aus technischen Gründen, „Finding Dory“ erst 20 Minuten später starten konnte, mussten wir wenigstens keine Trailer mehr anschauen.

 

NYC – Film: „De Palma“

Ich war am 16.06.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„De Palma“ 107 min documentary
dir. Noah Baumbach, Jake Paltrow cast: Brian De Palma

 

 

„De Palma“ ist ein Porträt über einen der einflussreichsten amerikanischen Filmemacher.

 
A- (Wertung von A bis F) Der New Yorker Filmemacher Noah Baumbach (Margot at the Wedding, Frances Ha, NYC While We´re Young) und der Regisseur (und Bruder von Gwyneth) Jake Paltrow haben sich im Jahr 2010 eine Woche lang mit dem Regisseur Brian De Palma („Carrie“, „Dressed to Kill“, „Scarface“, „The Untouchables“, „Casualties of War“, „Carlito´s Way“) zusammengesetzt und ihm nur dabei zugehört, wie er über sein Leben, insbesondere sein berufliches Leben berichtet. Herausgekommen ist eine absolut sehenswerte Dokumentation über einen sehr sympathischen Filmemacher und Filmfan.

„De Palma“ beginnt mit einem Filmausschnitt von „Vertigo“ und im Verlauf der Doku erzählt Brian De Palma über seine künstlerischen Einflüsse (Hitchcock, Truffaut, Chabrol, Godard) und seine Wegbegleiter Bobby, Marty, Francis, George und Steven (De Niro, Scorsese, Ford Coppola, Lucas und Spielberg). Der Filmemacher informiert den gespannten Zuschauer aber auch über seine Inspiration für bestimmten Szenen und warum er beispielsweise den Split-Screen als Stilmittel wählte. Begleitet von perfekt ausgesuchten, eindrucksvollen Filmausschnitten gibt er zahlreiche Anekdoten zum Besten und berichtet darüber, wie die Projekte entstanden sind und warum die einen oder anderen Dreharbeiten so schwierig waren. Brian De Palma liebt seine Filme, er gibt aber auch ehrlicherweise Fehler, Enttäuschungen und Misserfolge zu. Die ganze Zeit hing ich an seinen Lippen und hätte ihm noch ewig zuhören können. Die meisten Filme heutzutage sind zu lang, dieser war für meinen Geschmack viel zu kurz.

Durch diese Dokumentation ist mir bewusst geworden, dass ich einige De Palma-Filme („Sisters“, „Obesession“,„Blow Out“, „Body Double“, etc.) unbedingt nachholen muss, und auch habe ich große Lust bekommen, weiter oben aufgeführte – in meinen Augen (nahezu) perfekte – Filme, dringend mal wieder anzuschauen.

 
„De Palma“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 10.06.16 in drei amerikanischen Kinos gestartet. Derzeit läuft der Film in 19 Kinos in den U.S.A. Bislang ist noch kein deutscher Kinostart bekannt.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Our Little Sister„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: japanischer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Wiener-Dog„
Bewertung des Trailers: B*
Kommentar: Todd Solondz´neuer Film mit Greta Gerwig, Tracy Letts, Ellen Burstyn, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Innocents„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: französisches Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Café Society„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Woody Allens neuer Film mit Steve Carell, Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Neon Demon“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Nicolas Winding Refns neuer Film mit Elle Fanning
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hunt for the Wilderpeople„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Taika Waititis neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca Film Festival gesehen

amerikanisches Filmplakat
amerikanisches Filmplakat

 

Toronto – Film: „The Wailing“

Ich war am 12.06.16 in Toronto und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The Wailing“ (Originaltitel: Goksong)  156 min  thriller, horror
dir. Na Hong-jin cast: Kwak Do-won, Jun Kunimura, Hwang Jung-min, Chun Woo-hee, Kim Hwan-hee

 
Der Dorf-Polizist (Kwak Do-won) wird zu dem Ort eines Verbrechens gerufen. Eine Frau und ein Kind sind brutal ermordet worden – ist der Ehemann und Vater der Mörder? In den nächsten Tagen ereignen sich noch weitere Gewaltverbrechen. Seitdem dieser Japaner (Jun Kunimura) in der Nähe des koreanischen Kaffs aufgetaucht ist, kommt es immer häufiger zu seltsamen Vorfällen…

 

 

A- (Wertung von A bis F) „The Wailing“ ist der neue Film des südkoreanischen Filmemachers Na Hong-jin („The Chaser“, „The Yellow Sea“)

Ich bin immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Filmen – mit „The Wailing“ bin ich mal wieder fündig geworden. Der Film ist 156 Minuten lang, aber zu keiner Zeit langweilig. Ich war von Anfang bis Ende fasziniert von diesem intensiven Film.

Der Regisseur hat seinen Film sehr atmosphärisch inszeniert. Er schafft es, einen in diese fremde Welt, dieses verregnete, schmutzige Kaff in den südkoreanischen Wäldern zu versetzen. Der etwas einfältig wirkende Dorf-Polizist (gespielt von Kwak Do-won) führt einen durch das undurchsichtige Geschehen. Schon bald ist er mehr als nur der Ermittler.

Ich weiß es immer sehr zu schätzen, wenn Filmemacher die Zuschauer für klug genug halten und die Handlung und die Charaktere nicht haarklein beschreiben. Na Hong-jin gibt keine Erklärungen, er lässt den Zuschauer bis zum Ende des Films (und darüber hinaus) rätseln, was man hier eigentlich für eine Story erzählt bekommt. Ist es eine Serienmörder-, oder Teufel-, oder Zombie-, oder Geister- oder Exorzisten-Geschichte? „The Wailing“ ist eine eigenwillige Genre-Mischung oder doch nicht? Es ist schon eine Erzählkunst, wenn man am Ende immer noch grübelt und die Geschichte unterschiedlich interpretieren kann. Das Ganze ist spannungsgeladen und hochgradig gruselig. Bei einigen Szenen hatte ich eine Gänsehaut, die bis in die Zehenspitzen reichte. Es gibt ein paar krasse Szenen in dem Film, einige davon werden dankenswerterweise abgeblendet. Auf beunruhigende Weise gibt es aber auch einiges zu lachen.

Auch schauspielerisch ist der Film herausragend. Besonders mochte ich Jun Kunimura („Kill Bill: Vol.1 & Vol 2“, Audition), der den japanischen Fischer spielt.

 
Meine Lieblingsszene spielt gegen Ende des Films. Da ich natürlich nicht verraten kann, worum es in der Szene geht, möchte ich nur auf die Szene in der Höhle hinweisen. Ich bin jetzt noch hingerissen, wie toll diese Szene fotografiert ist. Jeder, der den Film gesehen hat, wird wissen um welche Szene es sich handelt. Wenn ich daran denke, geht wieder ein Schauer durch meinen kompletten Körper.

Ich habe den Film in der koreanischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gesehen. (und kann an dieser Stelle – mal wieder – nur empfehlen, Filme immer in der Originalsprache zu gucken)

„The Wailing“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Seit dem 20.05.16 ist der Film in einigen Kinos in Nordamerika zu sehen. Bislang ist noch kein Termin für den deutschen Kinostart geplant.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rogue One: A Star Wars Story„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film aus dem Star-Wars-Universum mit Felicity Jones, Ben Mendelsohn, Forest Whitaker und Mads Mikkelsen. Den Sinn verstehe ich nicht, außer dass man bei Lucasfilm und Disney alle Möglichkeiten ausschöpft, richtig viel Geld mit dem Namen „Star Wars“ zu machen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jason Bourne„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der fünfte Film der Bourne-Reihe (für mich der vierte, weil ich den letzten nicht gesehen habe und da auch Matt Damon nicht mitgespielt hat)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Warum muss Ben Affleck immer wieder als Schauspieler arbeiten, wo ihm das Regiefach doch so viel mehr liegt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

IMG_4910

San Francisco – Film: „A Bigger Splash“

Ich war am 31.05.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„A Bigger Splash“ (dt. Kinostart war der 5.5.16) 125 min drama, thriller
dir. Luca Guadagnino cast: Tilda Swinton, Matthias Schoenaerts, Ralph Fiennes, Dakota Johnson

 
Marianne Lane (Tilda Swinton) ist ein berühmter Rockstar. Um ihre Stimme nach einer Operation zu schonen, spricht sie derzeit nicht. Mit ihrem Freund Paul (Matthias Schoenaerts) urlaubt sie auf einer italienischen Insel. Bald ist es aber mit der Ruhe vorbei, ihr Ex-Freund Harry (Ralph Fiennes) kündigt sich an. Überraschenderweise hat er eine junge Frau (Dakota Johnson) im Schlepptau. Dabei handelt es sich um seine Tochter Penelope. Schon bald kommt es zu Spannungen.

 
C- (Wertung von A bis F) „A Bigger Splash“ basiert vage auf dem französischen Film „La Piscine“ („The Swimming Pool“) aus dem Jahr 1969.

Dieser Film hat mich richtig verärgert. Blödsinnige Nahaufnahmen, allgemein komische Kameraeinstellungen, eine seltsam gewählte Musik, unpassende Schnitte, eine komplette Fehlbesetzung und dann wird auch noch – überflüssigerweise – die europäische Migranten-Krise thematisiert. Wahrscheinlich hätte ich den Film noch schlechter bewertet, wenn hier nicht drei Top-Schauspiel-Talente (Tilda Swinton, Ralph Fiennes und Matthias Schoenaerts) mitspielen würden und – wie immer – schlichtweg großartig sind.

Ursprünglich war Margot Robbie (The Wolf of Wall StreetThe Big Short) für die Rolle der Penelope geplant, musste aber aufgrund einer Überschneidung mit anderen Filmprojekten aussteigen. Gut, kann passieren. Aber wie kommt man auf die Idee, sie mit der gewöhnlichen Dakota Johnson („50 Shades of Grey“) zu ersetzen? Wie soll man denn glauben, dass sich ein Typ wie Paul (gespielt von Matthias Schoenaerts), der mit Marianne (gespielt von Tilda Swinton) zusammen ist, sich auch nur ansatzweise von ihr angezogen fühlt? Das ist doch ganz großer Murks.  Ansonsten gibt es viel nackte Haut zu sehen.

„A Bigger Splash“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2015 gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Birth of a Nation„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: …and the Oscar goes to… Gut, nach der sinnbefreiten OSCARS-SO-WHITE-Diskussion in der diesjährigen Oscar-Saison, kann man davon ausgehen, dass im nächsten Jahr nicht-weiße Schauspieler und ein Film mit einem afroamerikanischen Thema den Oscar gewinnen werden. „The Birth of a Nation“ ist im Moment der aussichtsreichste Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Swiss Army Man„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe so abgedrehte Indies, da nehme ich sogar Daniel Radcliffe in Kauf. Dafür spielt auch Paul Dano und Mary Elizabeth Winstead mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Tulip Fever„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kostümdrama mit Judi Dench, Alicia Vikander, Dane DeHaan und Christoph Waltz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain Fantastic„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Viggo Mortensen, Ann Dowd und Frank Langella
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films – sieht aus, als ob Michael Bay dahinterstecken würde…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Absolutely Fabulous: The Movie„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich war nie Fan von „Ab Fab“, aber der Trailer sieht irgendwie erfrischend aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

 

TV – Serie: „The People v. O. J. Simpson: American Crime Story“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender FX-Serie angeschaut:

 
„The People v. O.J. Simpson: American Crime Story“ 10 x 55 min drama, biopic, adaptation
dir. Ryan Murphy, Anthony Hemingway, John Singleton, cast: Cuba Gooding Jr., Sarah Paulson, Nathan Lane, David Schwimmer, John Travolta, Rob Morrow, Courtney B. Vance, Sterling K. Brown, Selma Blair, Evan Handler, Cheryl Ladd, Connie Britton, Bruce Greenwood, Kenneth Choi, Billy Magnussen

Nachdem vier Polizisten von einem kalifornischen Gericht freigesprochen wurden, kam es im Jahr 1992 zu Massenunruhen in Los Angeles. Den Polizisten wurde vorgeworfen, den Afroamerikaner Rodney King aus rassistischer Motivation misshandelt zu haben.

Zwei Jahre später. Brentwood, Los Angeles. In den frühen Morgenstunden des 12.Juni 1994 werden die Leichen von zwei Menschen gefunden. Bei den Toten handelt es sich um Nicole Brown Simpson und Ron Goldman. Der ehemalige American-Football-Spieler, Werbe- und Filmstar O.J. „the Juice“ Simpson (Cuba Gooding Jr.) gerät schnell in Verdacht, seine Ex-Frau und ihren Freund getötet zu haben. Das Medieninteresse ist riesengroß. O.J. engagiert den Star-Anwalt Robert Shapiro (John Travolta). Der ehemalige Profisportlers soll zu  einem vereinbarten Zeitpunkt im Polizeirevier in L.A. erscheinen. Die Ermittler warten jedoch vergeblich. Der Mordverdächtige ist auf der Flucht…

B+ (Wertung von A bis F) „The People v. O.J. Simpson: American Crime Story“ basiert auf Jeffrey Toobins Buch „The Run of His Life: The People v. O. J. Simpson“. Die Mini-Serie hält sich an wahre Begebenheiten. Die „American Crime Story“ ist eine Anthologie-Serie, ein Spin-Off von American Horror Story. Die erste Staffel (aus dem Jahr 2016) behandelt den O.J. Simpson-Fall. Für die Serienschöpfer Scott Alexander und Larry Karaszewski ist es die erste TV-Serie – die beiden Autoren haben zuvor bereits die Vorlagen zu einigen biografischen Dramen („Ed Wood“, „The People vs. Larry Flynt“, „Man on the Moon“) verfasst. Wie bereits „American Horror Story“ wird auch „American Crime Story“ von Ryan Murphy produziert. Ryan Murphy hat auch bei einigen Episoden Regie geführt.

Eigentlich wollte ich keinen Film oder gar eine TV-Serie mehr über den O.J.-Fall sehen. Ich habe mich seinerzeit zu sehr über den Ausgang des Prozesses geärgert und dachte auch, es wäre alles gesagt. Nun gilt diese Mini-Serie aber derzeit als mit das Beste, was aktuell das amerikanische Fernsehen in dieser Rubrik bietet und „The People v. O.J. Simpson“ wird jetzt bereits schon als großer Abräumer bei den nächsten Fernseh-Oscars (Emmy Awards) gehandelt – da konnte ich dann natürlich doch nicht widerstehen.

Diese abgeschlossene Geschichte der „American Crime Story“ trifft den Zeitgeist. Im positiven Sinne sind  True-Crime-Formate schon länger angesagt. Im letzten Jahr war es noch The Jinx, die „Serial“-Podcast und natürlich die Netflix-Doku-Serie „Making a Murderer“. Leider hatte ich im Dezember keine Zeit über diese Dokumentation zu schreiben, dieser Fall ist aber so unfassbar und ich empfehle dringend, „Making a Murderer“ zu sehen. Im negativen Sinne sind die Ereignisse, wenn man sich die Polizeigewalt gegenüber Schwarzen und die daraus resultierenden  Unruhen unter der afroamerikanischen Bevölkerung anschaut, leider immer noch aktuell.
Generell ist es immer schwierig, eine Geschichte, deren Ausgang jeder kennt in einen faszinierenden und spannenden Film zu verwandeln. Das ist schon bei Spielfilmen oder einer Dokumentation schwer, als Serie war es für mich – insbesondere in diesem Fall – noch unvorstellbarer.

Noch wie heute kann ich mich an die Bilder erinnern, wie O.J. flüchtig mit seinem weißen Bronco, von einigen Polizeiwagen und zig Hubschraubern verfolgt über den Highway brauste. Diese Bilder wurden damals live im Fernsehen übertragen, in den U.S.A. sogar in allen Programmen. Diesen sensationellen Prozess habe ich ebenfalls noch direkt vor Augen. Es war der Prozess des (letzten) Jahrhunderts – über mehr als acht Monate wurde dieser ebenfalls im TV übertragen. Es gab diese wasserdichte Beweise, die für O.J.s Schuld sprachen und dann diese Sache mit den blutgetränkten Handschuhen. Dieser gesamte Prozess war eine Farce und wurde von einigen Skandalen begleitet und war nachher auch nur noch ein Prozess, bei dem es nicht mehr wirklich darum ging, ob O.J. Simpson schuldig oder unschuldig ist, sondern nur noch darum, dass ein afroamerikanischer Prominenter vor Gericht steht. Es kam wie es kommen musste, der – bis heute – unfassbare Freispruch.

So tragisch die ganze Geschichte ist – Hollywood hätte sie nicht besser erfinden können. Zunächst die schweren Ausschreitungen in L.A. Aufgrund des Freispruchs der Polizisten, die einen Afroamerikaner misshandelt haben, gab es seinerzeit bürgerkriegsähnliche Zustände in Los Angeles. Dann bietet dieser Fall so viel: Eifersucht, Drogen, ein brutaler Doppelmord, ein attraktiver Ex-Footballspieler, Werbestar und Schauspieler und sowas wie ein (afroamerikanischer) Nationalheld, der verdächtigt wird, seine hübsche junge (weiße) Ex-Frau und ihren (weißen) Freund getötet zu haben. Zunächst kooperiert O.J. mit der Polizei, dann aber seine spektakuläre Flucht auf dem Highway, verfolgt von der Polizei und – klar – den Medien. Dann dieser monatelange Strafprozess mit O.J.s Staranwälten, die selbst das Rampenlicht suchten, der Staatsanwaltschaft, den Geschworen (die man auch nicht besser hätte erfinden können), wasserdichte Beweise, aber inkompetente und/oder korrupte und/oder rassistische Polizisten, die an dem Fall arbeiteten. Wenn man sich durch diese TV-Serie noch mal in diese Zeit zurückversetzen lässt, die Anwälte mit ihrer cleveren Strategie betrachtet, diese Geschworenen anschaut und dann das leider schlechte Schlussplädoyer der Staatsanwältin (warum ist sie nicht noch mal auf die eindeutigen Beweise eingegangen?) hört, konnte dieser Prozess nur in einem Freispruch enden.

 
Ich hätte es vorher nicht für möglich gehalten, aber eine Serie ist für den O.J. Fall tatsächlich das beste Format. Ich fand alle zehn Teile durchweg unterhaltsam und habe auch einige neue Informationen erhalten. Wie beispielsweise die „passenden“ Geschworenen ausgewählt wurden und wie es der Jury über die Monate des Prozesses erging und wie sie beeinflusst wurden. Ich fand es faszinierend, O.J.s Staranwälten und Alphatieren Robert Shapiro und Johnny Cochran bei ihrem Machtkampf zuzuschauen. Auch wusste ich nicht, dass O.J.s bester Freund und einer seiner Anwälte Robert Kardashian der Ex-Mann und Vater dieses Reality-TV-Gesindels, ist.

Die Medienlandschaft vor knapp 20 Jahren war auch eine komplett andere als heute. Das Internet (in der heutigen Form) existierte noch nicht, an soziale Medien war auch noch nicht zu denken und auch steckte das amerikanische Gerichtsfernsehen in den Kinderschuhen, es war neu, dass der Nachrichtensender CNN mit einer Rund-um-die-Uhr-Berichterstattung auf Sendung ging und auch standen die ganzen  Late-Night-Shows (Jay Leno, David Letterman) noch am Anfang. Für die Medien war der O.J.-Fall ein gefundenes Fressen, über mehrere Monate war O.J. Simpson quasi Top-Thema.

Mein Lieblingscharakter der Serie ist die Staatsanwältin – logisch. In ihre Gemütsverfassung konnte ich mich hundertprozentig reinversetzen. Immer wenn sie mal wieder fassungslos war, glaubte auch ich, meinen Augen oder Ohren nicht trauen zu können. Außerdem mag ich ihren Humor. Sarah Paulson ist überzeugend in dieser Rolle und wird voraussichtlich auch den Emmy für ihre Performance erhalten. Schauspielerisch hat mir Courtney B. Vance auch sehr gut gefallen. Er spielt den Staranwalt Johnny Cochran spielt. Er ist aber sicherlich kein Sympathieträger.

Meine Lieblingsfolge ist die 8. („A Jury in Jail“)

Meine Empfehlung: Unbedingt in der Originalfassung gucken.

Mein Kritikpunkt: Ich hätte mir einen anderen Schauspieler als O.J. Simpson gewünscht. O.J. war seinerzeit athletisch, charismatisch und gutaussehend – Cuba Gooding Jr. ist das alles nicht, ziemlich schnell ist mir der Schauspieler Anthony Mackie (The Hurt LockerThe Night Before) als Idealbesetzung in den Sinn gekommen. Mit John Travolta verhält es sich auch immer schwierig, er versucht sein Bestes, aber er bleibt immer irgendwie John Travolta. Auch ähnelt sein bewegungsloses Gesicht mittlerweile irgendwie dem von Arnold Schwarzenegger.

Im Strafprozess, im Jahr 1995, wurde O.J. Simpson schließlich vom Vorwurf des Doppelmordes freigesprochen.

Zwei Jahre später, im Jahr 1997, verurteilte ein Zivilgericht den früheren American-Football-Star dazu, den Angehörigen der Getöteten 33, 5 Millionen Dollar zu zahlen.

Im Jahr 2010 wurde O.J. Simpson wegen eines ganz anderen Deliktes (bewaffneter Raubüberfall und Geiselnahme) zu mind 9 und max. 33 Jahren Haft verurteilt. Er befindet sich derzeit in einem Gefängnis in Nevada.

 
Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

O.J. „the Juice“ Simpson ist Afroamerikaner, ehemaliger American-Football-Spieler, Werbegesicht. Er hat auch in einigen Hollywood-Produktionen (z.B „The Nacked Gun“) als Schauspieler mitgewirkt. Weltweit wurde er durch den spektakulären Strafprozess (People of the State of California v. Orenthal James Simpson) berühmt. Er stand vor Gericht, weil er unter Verdacht stand, seine Ex-Frau Nicole Brown Simpson und ihren Freund Ron Goldman brutal umgebracht zu haben. Gespielt wird O. J. Simpson von dem amerikanischen Schauspieler und Oscar-Gewinner Cuba Gooding Jr.. Er hat in zahlreichen Filmen („A Few God Men“, „Outbreak“, „As Good as It Gets“, Lee Daniels´The Butler, Selma) mitgespielt. Den Oscar hat er für seine Rolle in Cameron Crowes „Jerry Maguire gewonnen. Wie bereits weiter oben erwähnt, hat Cuba Gooding Jr. keinerlei Ähnlichkeit mit O.J. Simpson.

Marcia Clarke ist Staatsanwältin. Sie ist alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern und lebt in Scheidung. Marcia Clarke ist Chefin der Anklage im Strafprozess gegen O.J. Simpson. Gespielt wird Marcia Clarke von der amerikanischen Schauspielerin Sarah Paulson. Sie hat in zahlreichen TV-Serien (z.B. „Jack & Jill“, „Studio 60 on the Sunset Strip“ und in vier Staffeln von „American Horror Story“) mitgespielt, sie war aber auch schon in einigen anspruchsvollen Filmen (z.B. Mud, 12 Years a Slave und Carol) zu sehen. Marcia Clarke ist meine Lieblingsfigur der TV-Serie.

Robert Shapiro ist ein geltungssüchtiger Staranwalt. Vor dem O.J.-Fall hat er schon einige Prominente (z.B. den Sohn von Marlon Brando) verteidigt. Er wurde von O.J. als erstes engagiert und leitete zunächst das Team der Verteidigung (von den Medien das Dream Team genannt). Gespielt wird Robert Shapiro von dem amerikanischen Schauspieler John Travolta. Berühmt wurde der Schauspieler im Jahr 1977 durch seine Rolle in „Saturday Night Fever“. Für diese Performance hat er eine Oscar-Nominierung erhalten. Nachdem er Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahre nur noch mit entsetzlichen Filmen von sich reden machte, verhalf ihm Quentin Tarantino im Jahr 1994 schließlich zu einem Comeback. Seine Performance in „Pulp Fiction“ brachte ihm eine weitere Oscar-Nominierung ein. Mir ist der Amerikaner in Erinnerung für einige hervorragende Filme („Face/Off“, „She´s So Lovely“), aber auch einige filmische Katastrophen („Battelfield Earth“, „Domestic Disturbance“).

 
Johnnie Cochran ist ein afroamerikanischen Staranwalt, ebenso wie Robert Shapiro hat er ein übersteigerten Geltungsbedürfnis. Vor dem O.J.-Fall hat er bereits einige Prominente (z.B. Michael Jackson) vertreten. Nachdem es eine Änderung der Strategie gab, wurde Johnny Cochrane in O.J. Simpsons Verteidigungsteam (von den Medien das Dream Team genannt) geladen. Von ihm stammte seinerzeit der Ausspruch „If it doesn´t fit, you must acquit“. Gemeint war der, mit dem Blut eines der Opfers und O.J.s getränkte Handschuh, den O.J. Simpson vor Gericht anprobieren sollte und wenn er ihm nicht passte – so Cochran – sollte O.J. freigesprochen werden. Gespielt wird Johnnie Cochran von dem amerikanischen Schauspieler Courtney B. Vance. Er hatte viele Auftritte in verschiedenen TV-Serien. Größere und wiederkehrende Rollen hatte er in den Serien „Law & Order: Criminal Intent“, „ER“, „FlashForward“ und „Revenge“. Er hat aber auch in ein paar Kinofilmen („Final Destination 5“, „Terminator Genisys“) mitgewirkt. Courtney B. Vance ist mit der amerikanischen Schauspielerin Angela Bassett verheiratet.

Robert Kardashian ist O.J.s loyaler Freund und Rechtsbeistand. Er gehört zu seinem Verteidigungsteam (von den Medien das Dream Team genannt). Mit seiner ersten Frau Kris Kardashian hat er vier Kinder (Kourtney, Kim, Khloé und Rob). Gespielt wird Robert Kardashian von dem amerikanischen Schauspieler David Schwimmer. Den meisten ist er wahrscheinlich durch seine Rolle in der TV-Serie „Friends“ in Erinnerung. Er hat aber auch als Synchronsprecher für die „Madagascar“-Animationsfilme gearbeitet und in einigen Kinofilmen (u.a. The Iceman) als Schauspieler mitgewirkt. Für mich ist Bob Kardashian, neben der Staatsanwältin Marcia Clarke, ein weiterer Sympathieträger. Er ist zwar O.J.s Freund, er zweifelte aber schon bald an seiner Unschuld. Im realen Leben ist der Anwalt bereits im Jahr 2003 verstorben, so musste er wenigstens nicht mehr miterleben, wie seine ruhmsüchtigen Ex-Frau Kris und die gemeinsamen vier Kinder mit aller Gewalt in die Öffentlichkeit drängten.

Christopher Darden ist ein afroamerikanischer Staatsanwalt. In dem O.J.-Fall arbeitet er mit Marcia Clarke (gespielt von Sarah Paulson) zusammen. Die drei wichtigsten Rollen in dieser Mini-Serie spielen Marcia Clarke, Johnny Cochran und eben Christopher Darden. Gespielt wird Christopher Darden von dem amerikanischen Schauspieler Sterling K. Brown. Er hat in einigen TV-Serien („Supernatural“, „Army Wives“, „Person of Interest“) mitgespielt, aber auch in einigen Kinofilmen (z.B. „Righteous Kill, Our Idiot Brother)

F. Lee Bailey ist Anwalt und in O.J.s Verteidigungsteam (von den Medien das Dream Team genannt). F. Lee Bailey wird von dem amerikanischen Theater- und Kinoschauspieler Nathan Lane gespielt. Vielen ist er durch seine Rolle neben Robin Williams in „The Birdcage“ bekannt. Außerdem hat er in den TV-Serien „Modern Family“ und „The Good Wife“ mitgespielt. Einen Namen hat sich Nathan Lane insbesondere am Theater gemacht. Ich habe ihn selbst sogar schon auf dem Broadway in „The Producers“ gesehen. Für diese Rolle hat er den Tony-Award gewonnen.

Alan Dershowitz ist Anwalt und in O.J.s Verteidigungsteam (von den Medien das Dream Team genannt). Alan Dershowitz wird von dem amerikanischen Schauspieler Evan Handler gespielt. Bekannt wurde er durch seine Rolle als Charlottes Ehemann in „Sex and the City“. Außerdem hat er den Freund und Agenten von David Duchovnys Charakter in Californication gespielt.

Lance Ito ist der Richter im Simpson-Fall. Gespielt wird er von dem amerikanischen Schauspieler Kenneth Choi. Er hat in zahlreichen TV-Serien (u.a. „House“, „24“, „Sons of Anarchy“) mitgespielt und war auch bereits in einigen Kinofilmen (Captain America: The First Avenger, The Wolf of Wall Street) zu sehen.

Kato Kaelin ist ein Freund von O.J. Simpson und Nicole Simpson. Er lebt in dem Gästehaus auf O.J. s Grundstück. Kato war und ist Gelegenheitsschauspieler. Kato wird von dem amerikanischen Schauspieler Billy Magnussen gespielt. Er hat in einigen Kinofilmen (u.a. Bridge of Spies, The Big Short und The Meddler) mitgespielt.

The People v. O.J. Simpson: American Crime Story wurde erstmalig v. 2.2.15 – 5.4.16 auf dem amerikanischen FX-Sender ausgestrahlt.

 
Die erste Staffel dieser TV-Serie gilt derzeit als Favorit für den Primetime Emmy Award 2016 in der Kategorie (Outstanding Limited Series). Die zweite Staffel wird gerade entwickelt, dabei soll es sich um Geschichten rundum Hurrikan Katrina handeln.

The People of v. O.J. Simpson ist für zahlreiche Emmy-Nominierungen im Gespräch: Beste Miniserie, Bester Schauspieler TV-Movie/Miniserie Courtney B. Vance, Beste Schauspielerin TV-Movie/ Miniserie Sarah Paulson, Bester Nebendarsteller Sterling K. Brown, John Travolta, David Schwimmer, Nathan Lane

Teaser zu sehen:

First Look zu sehen:

 

Plakat von "The People v. O.J. Simpson" in New Yorker U-Bahn
Plakat von „The People v. O.J. Simpson“ in New Yorker U-Bahn
Werbung für "The People v. O.J. Simpson" auf einem Bus in New York
Werbung für „The People v. O.J. Simpson“ auf einem Bus in New York

 

Chicago – Film: „The Nice Guys“

Ich war am 26.05.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 
„The Nice Guys“ (dt. Kinostart: 02.06.16) 116 min action, comedy
dir. Shane Black  cast: Russell Crowe, Ryan Gosling, Matt Bomer, Kim Basinger, Angourie Rice

 

 

Los Angeles im Jahr 1977. Holland March (Ryan Gosling) ist alleinerziehender Vater einer 13-jährigen Tochter (Angourie Rice). Als Privatdetektiv arbeitet er im Moment an einem Fall und kommt dabei dem raubeinigen Jackson Healy (Russell Crowe) in die Quere. Das erste Aufeinandertreffen läuft etwas unglücklich – zumindest für March, aber bald begeben sich die Beiden gemeinsam auf die Suche nach einer gewissen Amelia…

 

 

C- (Wertung von A bis F) „The Nice Guys“ ist nach „Kiss Kiss Bang Bang“ und „Iron Man 3“ erst die dritte Regiearbeit von Shane Black. Als Drehbuchschreiber hat sich der Filmemacher aber bereits erstmalig in den 1980er Jahren mit der Actionkomödie „Lethal Weapon“ einen Namen machen können.

Auch wenn es sehr lange her ist, dass ich „Kiss Kiss Bang Bang“ gesehen habe, bleibt mir dieser Film bis heute als eine der besten Actionkomödien in Erinnerung.

 
Die Anfangsszene von „The Nice Guys“ (in der ein kleiner Junge, ein Männermagazin, ein spektakulärer Autocrash und ein nackter Pornostar eine Rolle spielen) ist pseudo-lustig und irgendwie ist es der gesamte Film.

Dieser Film ist auf so vielen Ebenen nicht gelungen. Das Drehbuch ist missglückt, die ganze Erzählung ist wirr, die Geschichte läuft dadurch alles andere als geschmeidig und der ganze Film fühlt sich unfertig an. Außerdem ist „The Nice Guys“ viel zu lang und ermüdend, es gibt auffällige Anschlussfehler, die meisten Gags laufen ins Leere (die besten sind tatsächlich im Red-Band-Trailer zu sehen) und die zahlreichen Gewaltszenen dienen nur der flüchtigen Belustigung. Die Besetzung der beiden Hauptdarsteller mag für ein paar Szenen irgendwie originell sein, für einen 2-Stunden-Film sind die Beiden aber keine gute Paarung. Sowohl Russell Crowe als auch Ryan Gosling sind Neulinge für diese Art des komödiantischen Spiels, vielleicht hätten sie lieber bei dem bleiben sollen, was sie schauspielerisch beherrschen. Die Charaktere, die beide verkörpern, fand ich weder glaubhaft noch sympathisch. Insbesondere Ryan Gosling konnte ich den schusselig-liebenswerten Loser nicht abnehmen. Schon bald habe ich mir Robert Downey Jr. gewünscht, der einen sofort als Idealbesetzung für diese Rollenbeschreibung in den Sinn kommt.

 

 
Kim Basinger und Russell Crowe stehen hier das erste Mal seit „L.A. Confidential“ wieder gemeinsam vor der Kamera. Ich fand es erschreckend, wie sich die beiden Schauspieler optisch in den letzten 19 Jahren entwickelt haben. Kim Basinger hat eine betonierte Mimik und der erst 52-jährige Australier ist komplett aus der Form geraten. Ansonsten spielt die australische Schauspielerin Angourie Rice ganz gut, stiehlt den beiden Protagonisten sogar die eine oder andere Szene, aber auch ihre Filmfigur nervte mich irgendwann.

 
Zum Schluss machte es den Anschein, dass es eine Fortsetzung zu diesem Film geben könnte – bitte nicht!

 

 

Der Red Band-Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Doctor Strange„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Marvel-M…naja sieht eigentlich ganz cool aus. Außerdem spielen Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Michael Stuhlbarg, Mads Mikkelsen, etc. mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Free State of Jones„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Bürgerkriegs-Action-Drama mit Matthew McConaughey – ich glaube seine Zeit ist wieder vorbei.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn ich Langeweile habe…

Trailer v. Film: „Jason Bourne„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der fünfte Film der Bourne-Reihe (für mich der vierte, weil ich den letzten nicht gesehen habe und da auch Matt Damon nicht mitgespielt hat)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Magnificent Seven„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Antoine Fuquas Remake des gleichnamigen Westerns – War das nötig? Von der Besetzung interessiert mich eigentlich nur Peter Sarsgaard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „War Dogs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit Jonah Hill und Miles Teller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Warum muss Ben Affleck immer wieder als Schauspieler arbeiten, wo ihm das Regiefach doch so viel mehr liegt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Mike & Dave Need Wedding Dates„
Bewertung des Red-Band-Trailers: C+
Kommentar: Komödie. Zac Efron würde mich schon davon abhalten, den Film zu gucken, aber dann auch noch mit Anna Kendrick…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie…mals

 

Netflix – Film: „Hush“

Folgenden Film habe ich mir über Netflix (U.S.) angeschaut:

„Hush“ (unter dem dt. Filmtitel: „Still“ auch bei Netflix Deutschland zu sehen) 81 min thriller, horror
dir. Mike Flanagan cast: Kate Siegel, John Gallagher, Jr., Samantha Sloyan, Michael Trucco

 

 

Maddie (Kate Siegel) ist mit dreizehn Jahren an Meningitis erkrankt, seither ist sie taubstumm. Mittlerweile ist sie erwachsen, schreibt Bücher und lebt – seit sie von ihrem Freund getrennt ist – zurückgezogen in einem Haus in den Wäldern. Mit ihren Nachbarn Sarah (Samantha Sloyan) und John (Michael Trucco) ist sie befreundet, ansonsten geniesst sie die Einsamkeit. Bald muss sie jedoch Bekanntschaft mit einem maskierten Killer machen…

 

 

B (Wertung von A bis F) „Hush“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Mike Flanagan („Oculus“). Seine Ehefrau, Kate Siegel, spielt die Hauptrolle in dem Film.

 
„Hush“ ist ein Psychothriller/Horrorfilm für Zwischendurch. Der Film wird jetzt nicht die Welt verändern, aber er ist unterhaltsam, sehr spannend und recht blutig – ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel. Als ich bei Netflix rumstöberte, wollte ich eigentlich nur wissen, was sich hinter dem Filmtitel verbirgt. Die Inhaltsangabe wollte ich lesen, habe jedoch aus Versehen auf Play geklickt und war schon mitten im Geschehen. Die Protagonistin, die Atmosphäre und der Sound haben mich direkt in den Bann gezogen. Natürlich ist nicht alles logisch, dafür ist „Hush“ aber ein Psychothriller, der ohne viel Dialoge bis zum Schluss zu fesseln weiß.

 
„Hush“ feierte seine Weltpremiere bei South by Southwest 2016. Seit dem 7.4.2016 ist der Film über Netflix (weltweit) zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

NYC – Film: „Green Room“

Ich war am 28.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Green Room“ (dt. Kinostart: 02.06.16) 94 min thriller
dir. Jeremy Saulnier  cast: Anton Yelchin, Imogen Poots, Alia Shawkat, Joe Cole, Patrick Stewart, Macon Blair

Die Punk-Rock-Band The Ain´t Rights ist am Ende ihrer Tournee. Der Radiomoderator Tad (David W. Thompson) verschafft der Band noch einen Auftritt in einem Club irgendwo außerhalb von Portland. Der Club liegt sehr abgelegen und das Publikum besteht vorwiegend aus Neonazis. Nach dem Gig wollen sie möglichst schnell wieder verschwinden. Pat (Anton Yelchin) wird jedoch im Backstage-Bereich Zeuge eines Tatortes. Die gesamte Band wird daraufhin festgehalten …angeblich bis die Polizei eintrifft.

C- Wertung von A bis F) „Green Room“ ist der dritte Spielfilm des amerikanischen Autors und Regisseurs Jeremy Saulnier.

Da sein letzter Film Blue Ruin einer meiner Top Ten-Filme aus dem Jahr 2014 war, hatte ich an seinen direkten Folgefilm eine extrem große Erwartung.

Jetzt ist es beinahe vier Wochen her und das Einzige, an das ich mich bei „Green Room“ noch erinnere, ist die schmuddlig-düstere Bildsprache und ein quälend langweiliges Filmerlebnis. Von Anfang an hat mich keiner der Charaktere interessiert, jeder ist irgendwie austauschbar und durch die dunklen Szenen, manchmal sogar schwer zu identifizieren.

Für „Blue Ruin“ hatte der Filmemacher ein Mini-Budget. Seinen besten Freund (Macon Blair) hat er als Hauptdarsteller besetzt und als Drehort standen ihm zwei Häuser (Jeremy Saulniers Elternhaus und das Haus von Macon Blairs Cousin) zur Verfügung. Mit geliehenem Geld hat er sich dann von Tag zu Tag gehangelt und musste viel improvisieren. Letztlich wurde der Film irgendwann fertiggestellt und begeisterte nicht nur mich, sondern wurde sogar mit dem internationalen Filmkritiker-Preis (FIPRESCI) ausgezeichnet. Für „Green Room“ konnte der Regisseur vergleichsweise aus dem Vollen schöpfen, um so enttäuschter bin ich über das Werk.

„Green Room“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2015 gezeigt. Am 15.04.16, knapp ein Jahr später, ist der Film dann in ein paar ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später war er dann landesweit zu sehen. Ab dem 2.6.16 ist der Film in Deutschland zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Lobster„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe diesen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Swiss Army Man„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe so abgedrehte Indies, da nehme ich sogar Daniel Radcliffe in Kauf. Dafür spielt auch Paul Dano und Mary Elizabeth Winstead mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „A Bigger Splash„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Dieser Erotik-Thriller basiert vage auf „The Swimming Pool“ aus dem Jahr 1969. Dieser ist mit Matthias Schoenaerts, Tilda Swinton und Ralph Fiennes
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Jodie Fosters neuer Film mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Purge: Election Year„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Bereits der dritte Teil der Reihe, ich habe die anderen beiden Filme leider immer noch nicht gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain America: Civil War„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Marvel
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Lights Out„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 70% Rotten Tomatoes

amerikanisches Filmplakat von "Green Room"
amerikanisches Filmplakat von „Green Room“

 

NYC – Film: „Elvis & Nixon“

Ich war am 27.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Elvis & Nixon“ (dt. Kinostart: 08.12.16) 86 min comedy
dir. Liza Johnson cast: Kevin Spacey, Michael Shannon, Alex Pettyfer, Colin Hanks, Tate Donovan, Johnny Knoxville, Tracy Letts

 

 

Zur großen Überraschung der Secret Service Mitarbeiter steht der leibhaftige Elvis Presley (Michael Shannon) am 21.12.70 vor dem Weißen Haus. Er bittet dringend um einen Termin bei dem US-Präsidenten Richard Nixon (Kevin Spacey). Elvis ist der Meinung, dass die Vereinigten Staaten moralisch den Bach runter gehen und möchte als verdeckter Ermittler für die nationale Drogenbehörde arbeiten.

 
B (Wertung von A bis F) „Elvis & Nixon“ wurde von einer wahren Begebenheit inspiriert. Das angeblich am meisten nachgefragte Foto im amerikanischen Nationalarchiv zeigt, wie der U.S.-Präsident Richard Nixon und Elvis sich die Hand geben. Da es seinerzeit noch alles andere als üblich war, dass sich Politiker mit Entertainern zeigten, geht dieser Film der humorvollen Frage nach, wie dieses Foto wohl entstanden sein mag.

Vieles ist natürlich spekulativ. Man kann sich aber gut vorstellen, wie wenig Präsident Nixon begeistert war, sich mit Elvis zu treffen und auch wie der exzentrische Künstler seinen Willen letztendlich durchsetzte und sich nicht an Regeln halten wollte.

Michael Shannon hat nun nicht wirklich Ähnlichkeit mit Elvis, aber er hat die selbstverständliche Leinwandpräsenz eines Filmstars. Auch macht es Spass, ihm dabei zuzusehen wie er damit spielt, Elvis zu sein.

Kevin Spacey, Mini-Tom-Hanks (sorry: Colin Hanks) und der wunderbare Tracy Letts machen den Film ebenso sehenswert.

„Elvis & Nixon“ wurde am 22.04.16 in ein paar ausgewählte amerikanische Kinos gebracht. Der Film wird ab dem 14.07.16 in den deutschen Kinos gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

 
Trailer v. Film: „Genius„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic/Drama mit Colin Firth, Nicole Kidman. In dem Trailer wirkt Jude Law wie eine Karikatur von Thomas Wolfe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „L´Attesa„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: italienischer Film mit Juliette Binoche. Leider kann ich die Schauspielerin nicht ertragen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ma Ma„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: spanisches Drama mit Penélope Cruz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Maggie´s Plan„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Rebecca Millers neuer Film mit Ethan Hawke, Greta Gerwig und Julianne Moore mit einem völlig absurden Akzent.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „High-Rise„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Britischer Sci-Fi-Thriller mit Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller. Bei der ersten Sichtung fand ich den Film ziemlich unerträglich, ich werde ihm aber eine zweite Chance geben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen
IMG_4778

amerikanisches Filmplakat

NYC – Film: „Always Shine“

Ich war am 24.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Always Shine“ 87 min drama, thriller
dir. Sophia Takal cast: Mackenzie Davis, Caitlin FitzGerald, Lawrence Michael Levine, Alexander Koch, Jane Adams

 

 

Anna (Mackenzie Davis) und Beth (Caitlin FitzGerald) sind beste Freundinnen, außerdem sind beide Schauspielerinnen und leben in Los Angeles. Während Beth nur für Werbespots und Horrorfilme, in denen sie sich ausziehen muss, besetzt wird, kämpft Anna um jedes Filmangebot. Die Freundschaft der beiden Frauen ist schon länger von Eifersucht, Neid und Rivalität geprägt. Jetzt wollen sie aber ein gemeinsames Wochenende verbringen. Sie fahren nach Big Sur, in das Haus von Annas Tante. Das Haus liegt schön, aber auch sehr abgelegen im Wald. Die Beiden wollen sich dort etwas erholen, aber es kommt schon bald zu immer mehr Feindseligkeiten.

 

 

A- (Wertung von A bis F) „Always Shine“ ist erst die zweite Regiearbeit der Schauspielerin und Filmemacherin Sophia Takal.

„Always Shine“ ist ein Beziehungsdrama, eine Charakterstudie und letztlich ein Psychothriller – vor allen Dingen, ein Film, der noch lange haften bleibt. Die Beziehung der beiden Frauen ist hervorragend beobachtet. Als Frau kann man sich schnell in die Psyche der Charaktere reinfühlen, Die Spannungen, die es hin und wieder zwischen zwei Frauen/Freundinnen gibt, werden hier noch mal dadurch verstärkt, dass sie Schauspielerinnen sind und damit in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Ich bezweifle, dass einem männlichen (heterosexuellen) Filmemacher so ein Film gelungen wäre. Sophia Takal hat komplexe und verletzliche, aber reale Frauencharaktere geschaffen und begeistert mit einem faszinierenden Film.

Für mich hätte dieses Beziehungsdrama ewig so weiter gehen können, die Regisseurin hat sich aber für eine Wendung in der Geschichte entschieden. Dieser Thriller-Aspekt war nicht nötig, auch wenn mir der Film im Ganzen natürlich gefallen hat.

Es ist sicherlich nicht so gedacht, aber ich sah mich schnell mit der Frage konfrontiert, welche Schauspielerin ich besser fand. Die Performance von beiden Damen ist exzellent, für mich ist Mackenzie Davis schauspielerisch jedoch noch einen Tick besser und außerdem fehlt es ihr nicht an Präsenz.

„Always Shine“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2015 gezeigt. Auf diesem Filmfestival wurde Mackenzie Davis als beste Schauspielerin für diesen Film ausgezeichnet. Ich habe den Film in einem Award  Screening gesehen. Der Film hat bislang noch keinen amerikanischen Verleiher.

Bisher konnte ich noch keinen Trailer finden.

 
Die Website:

http://www.alwaysshinefilm.com

 
Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

TFF 2016
TFF 2016

NYC – Film: „Custody“

Ich war am 24.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Custody“ 104 min drama
dir. James Lapine cast: Viola Davis, Catalina Sandino Moreno, Hayden Panettiere, Ellen Burstyn, Tony Shalhoub, Dan Fogler

 

 

Sara (Catalina Sandino Moreno) ist alleinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder. Sie muss hart arbeiten, um ihren Kindern ein vernünftiges Leben zu ermöglichen. Als sie eines Nachts von der Arbeit nach Hause kommt, streitet sie sich mit ihrem Sohn. Der Junge stürzt dabei sehr unglücklich. In der Schule wird eine Lehrerin auf die Verletzungen des Jungen aufmerksam und schaltet das Jugendamt ein. Sara muss zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen, dafür wird ihr die junge Anwältin Ally Fisher (Hayden Panettiere) zur Seite gestellt. Die Familienrichterin Martha Schulman (Viola Davis) macht es sich nicht einfach, den Fall zu beurteilen.

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Custody“ ist ein Film von Regisseur James Lapine. James Lapine hat zwar bereits in den 1990er Jahren bei ein paar wenigen Spielfilmen Regie geführt, er ist aber mehr für seine Arbeit am Theater bekannt. Drei Tony Awards hat er bereits gewonnen.

In „Custody“ gibt es den erwähnten Hauptplot und viele kleine Geschichten, die letztlich überhaupt nichts mit der Hauptgeschichte zutun haben und tatsächlich stören. Daher wirkt der Film auch irgendwie abgelenkt. Mir kam es so vor, als ob man sich nicht so genau entscheiden konnte (oder wollte), was man hier eigentlich für eine Geschichte erzählen will.
Bald-Oscar-Gewinnerin Viola Davis (Doubt, The HelpGet On Up) ist natürlich wieder mal fantastisch. Die Rolle ist maßgeschneidert für die amerikanische Schauspielerin. Starke Charaktere kann sie spielen, hier zeigt sie aber auch eine weiche Seite, was ich besonders bei ihr mag. Auch gut gefallen hat mir Dan Fogler als Keith (der in der, leider gar nicht guten Serie „Secret and Lies“ mitspielt).

Ich möchte nur wissen, wer auf die glorreiche Idee kam, Hayden Panettiere als Anwältin zu besetzen. Also ernsthaft – wie soll man ihr denn bitte eine Anwältin abnehmen? Der andere schauspielerische Tiefpunkt ist Tony Shalhoup. Gut finde ich, was in U.S.-amerikanischen Filmen nun leider immer noch nicht normal ist, dass hier ganz selbstverständlich ein „gemischtes Paar“ gezeigt wird.

 
„Custody“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2016 gezeigt. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen. Der Regisseur war anwesend und hat sich im Anschluss den Fragen des Publikums gestellt.

 
Bislang gibt es noch keinen Trailer zu diesem Film.

 
Dafür habe ich aber einen Clip herausgesucht, in dem man die wunderbare Viola Davis neben Meryl Streep in „Doubt“ sieht. Hierfür hat sie ihre erste Oscar-Nominierung erhalten:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

 

NYC – Film: „Here Alone“

Ich war am 24.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Here Alone“ 97 min drama, thriller, horror
dir. Rod Blackhurst cast: Lucy Walters, Gina Piersanti, Adam David Thompson and Shane West

Ein tödlicher Virus hat weitestgehend die Menschheit ausgelöscht. Ann (Lucy Walters) lebt mittlerweile im Wald und ist auf sich allein gestellt. Ihre Lebensmittelreserven sind knapp und auch wenn ihr Mann ihr ein paar Tipps gegeben hat, wie man in der Wildnis überlebt, die Beschaffung von Essen will nicht so richtig funktionieren. Außerdem sind da noch diese infizierten Kreaturen die es auf menschliches Fleisch abgesehen haben. Irgendwann trifft sie auf zwei andere Überlebende, Olivia (Gina Piersanti) und ihren Stiefvater Chris (Adam David Thompson)…

B- (Wertung von A bis F) „Here Alone“ ist das Spielfilmdebüt von Rod Blackhurst.

Ich bin mal wieder mit den falschen Voraussetzungen in den Film gegangen. Hauptsächlich habe ich mir „Here Alone“ angeschaut, weil er den Publikumspreis auf dem TFF 2016 gewonnen hat. Dem Inhalt nach dachte ich, es wäre ein Zombie-Film. Vordergründig ist es aber ein atmosphärisches Beziehungsdrama und Kammerspiel. Als ich das irgendwann realisiert habe, hat mir der Film besser gefallen. Die Zombies waren beinahe unnötig. Der dritte Akt ist eindeutig am Besten.

Die simple Geschichte entwickelt sich sich gaaaanz langsam. Dadurch bekommt man ein Gefühl für die Situation in der Ann steckt und durch die zahlreichen Rückblenden erfährt man auch, was mit ihrem Mann und ihrem Baby geschah.

Mich hat der Film teilweise an The Survivalist erinnert, nur bei diesem Film kam bis zum letzten Akt kaum Spannung auf.

„Here Alone“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2016 gezeigt. Dort hat der Film den Publikumspreis gewonnen. Dieses Filmfestival zeigt am letzten Tag u.a. alle Filme, die mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Ich habe mir den Film in so einem Award Screening angeschaut. Der Regisseur des Films war anwesend und hat sich gutgelaunt, den Fragen des Publikums gestellt.

Warum dieser Film den Publikumspreis gewonnen hat (und nicht beispielsweise Hunt for the Wilderpeople bleibt rätselhaft. Einen wesentlich größeren Applaus hat jedenfalls Taika Waititis Film erhalten – obwohl in dem Fall der Filmemacher nicht anwesend war.

Teaser zu sehen:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Die Website des Films:

http://www.herealonefilm.com

 
Das diesjährige Straßenfest in Tribeca stand ganz im Zeichen von Ivan Reitmans Film „Ghostbusters“. Auf dem TFF2016 wurde der Film aus dem Jahr 1984 und auch eine Arbeitskopie der Dokumentation „Ghostheads“ (über die Fans des Originalfilms) gezeigt.

IMG_4710IMG_4707IMG_4700

IMG_4702IMG_4706IMG_4714

 

NYC – Film: „Fear, Inc.“

Ich war am 23.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Fear, Inc.“ 92 min horror, comedy
dir. Vincent Masciale cast: Lucas Neff, Caitlin Stasey, Chris Marquette, Stephanie Drake, Mark Moses, Abigail Breslin

 

 

Joe (Lucas Neff) ist ziemlich einfach gestrickt. Lindsey (Caitlin Stasey) ist von ihrem nichtsnutzigen Freund auch reichlich genervt. Das Einzige, was Joe wirklich interessiert, sind Horrorfilme. Jetzt kommt Ben (Chris Marquette) und seine Frau Ashleigh (Stephanie Drake) zum Halloween-Wochenende zu Besuch. Joe erzählt ihnen von der Visitenkarte, die ihm kürzlich zugesteckt wurde. Man sollte sich bei der Firma Fear, Inc. melden, wenn man mal so richtig Angst eingejagt bekommen möchte. Sein Freund Ben rät ihm dringend davon ab, bei der Firma anzurufen, hat er doch gehört, wie gefährlich diese Firma ist. Joe kann es natürlich nicht lassen und meldet sich bei Fear, Inc. und dann beginnt schon der Spuk…

 

 

F (Wertung von A bis F) „Fear, Inc.“ soll eine Horrorkomödie sein – mich hat dieser Film weder gegruselt noch fand ich ihn auch nur ansatzweise witzig. Es ist das Regiedebüt von Vincent Masciale. Ich habe lange nicht so einen schnarchigen Dreck gesehen. Vielleicht ärgerte mich am meisten, weil der Film auf dilettantische und dreiste Weise versucht, David Finchers „The Game“ zu kopieren. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas Unvorhersehbares passiert. Der Film hätte beispielsweise plötzlich und unerwartet enden können, aber nein…

Dieser Film kann buchstäblich nichts gekostet haben. Hier dürfte nur Geld in die Location gesteckt worden sein. Die Darsteller wirken, als wären sie auf der Straße angesprochen worden, ob sie vielleicht gerade Zeit hätten, ein paar Regieanweisungen von jemanden, der zweifellos keine Ahnung hat, zu folgen. Für mich als großer Freund der Schauspielkunst lösten die grottenschlechten Performances körperliche Schmerzen aus. Dann sind die Charaktere noch so dämlich (gut, das ist in Horrorfilmen jetzt nicht unüblich), aber dazu noch – insbesondere was den Protagonisten Joe angeht, wahnsinnig unsympathisch. Ich habe das kaum ausgehalten.

Für ihre Rolle als Einstiegsopfer hat vielleicht Abigail Breslin noch eine kleine Gage kassiert – schließlich kennt man ihren Namen. Erkannt habe ich sie übrigens nicht, mir ist auch schleierhaft, warum sie hier besetzt wurde – solche Kurzrollen werden üblicherweise von sehr attraktiven Frauen übernommen.

„Fear, Inc.“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival gezeigt. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen.

 
Leider konnte ich bislang noch keinen Trailer finden.

 
Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Eines der Plakate des TFF 2016
Eines der Plakate des TFF 2016

 

NYC – Film: „Life, Animated“

Ich war am 23.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Life, Animated“ 92 min documentary, adaptation
dir. Roger Ross Williams cast: Owen Suskind, Walter Suskind, Cornelia Suskind, Ron Suskind

 

 

Cornelia und Ron Suskind haben zwei Söhne, Walter und Owen. Als Owen drei Jahre alt ist, stellen die Eltern fest, dass sich ihr Sohn verändert, er schläft kaum noch und verliert immer mehr seine Fähigkeit, zu sprechen. Das Einzige was ihn glücklich macht sind Disney-Animationsfilme. Schließlich stellen die Ärzte fest, dass er eine von Autismus hat. Drei Jahre später, sein Bruder feiert gerade seinen neunten Geburtstag, spricht er plötzlich und teilt seinen Eltern mit, dass Walt nicht erwachsen werden will – wie Mowgli und Peter Pan. Die Eltern sind zunächst glücklich – es sind die ersten klaren Worte, die ihr Kind seit Jahren gesprochen hat. Experten finden heraus, dass Owen die Disney-Stories benötigt, um das Leben mit all seinen Facetten zu verstehen. Anders kann der autistische Junge nicht verarbeiten, dass sich die Menschen und die Welt verändern. Egal wie oft er einen Disney-Film guckt, die Charaktere und die Geschichte darin bleiben immer gleich. Mittlerweile ist Owen 23 Jahre alt und auch heute helfen ihm die Disney-Filme dabei, das Leben zu begreifen. Gerade beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt, er zieht in seine erste eigene Wohnung.

 
B+ (Wertung von A bis F) „Life Animated“ wurde von Ron Suskinds Buch “Life Animated: a Story of Sidekicks, Heroes and Autism” inspiriert.

 
Die ganze Aufmerksamkeit, die Owen durch die 1 1/2 Jahre andauernden Dreharbeiten zuteil wurde, tut ihm gut. Das merkt man – ich brauchte einen Moment, um mit dem jungen Mann warm zu werden. Irgendwann war ich aber ganz in der Geschichte und dann liefen mir schon die Tränen. Es gibt aber auch viel zu lachen, insgesamt ist es eine rührende Dokumentation. Die Zeichnungen sind phänomenal. Sie wurden von den Grafikern der französischen Firma Mac Guff (Despicable Me, Despicable Me 2) erstellt.

Ich weiß, was mir die alten, noch mit der Hand gezeichneten Disney-Filme bedeuten, daher kann ich erahnen, was diese Filme bei einem, vielleicht nicht ganz gesunden Menschen bewirken.

„Life, Animated“ ist bereits im Gespräch für eine Oscar-Nominierung als bester Dokumentarfilm.

 
„Life, Animated“ wurde erstmalig auf den Sundance Film Festival 2016 gezeigt. Dort hat der Film den Best Documentary Film Award gewonnen. Ich habe den Film auf dem Tribeca Film Festival gesehen. Owen, sein Bruder Walt, seine Eltern, der Regisseur des Films und die gesamte Filmcrew waren anwesend und habe sich nach dem Film und einem großem Applaus, den vielen Fragen des Publikums gestellt. „Life, Animated“ startet am 8.7.16 in den Kinos in Los Angeles und New York. Der Film hat bisher noch keinen deutschen Verleih.

 

 

Ein kleiner Ausschnitt zu sehen:

 

 

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Eines der Plakate des TFF 2016
Eines der Plakate des TFF 2016

 

NYC – Film: „Hunt for the Wilderpeople“

Ich war am 22.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Hunt for the Wilderpeople“ 102 min drama, comedy, adaptation
dir. Taika Waititi cast: Sam Neill, Julian Dennison, Rima Te Wiata, Rachel House, Oscar Kightley, Rhys Darby, Tioreore Ngatai-Melbourne

 
Ricky Baker (Julian Dennison) wird zwar bald erst 13 Jahre alt, hat aber bereits eine beeindruckende kriminelle Vergangenheit. Er lebte bereits in einigen Pflegefamilien, lange hat er es aber nie bei einer ausgehalten. Jetzt reicht es den Behörden, Ricky bekommt noch eine Chance, wenn er die vermasselt, wandert er ins Jugendgefängnis. Die Sozialarbeiterin (Rachel House) bringt Ricky zu Bella (Rima Te Wiata) und ihrem Mann Hec (Sam Neill). Überraschenderweise mag der Junge seine neue Pflegemutter. Bis es zu einem tragischen Ereignis und kurz darauf noch zu einem Missverständnis kommt…Jedenfalls ist Ricky mit seinem Pflegevater schon bald auf der Flucht, quer  durch die Wildnis…

 

 

A- (Wertung von A bis F) „Hunt for the Wilderpeople“ basiert auf Barry Crumps Buch „Wild Pork and Watercress“. Es ist der vierte Film von Multitalent Taika Waititi (What We Do in the Shadows).

Wie bereits sein Vampir-WG-Vorgängerfilm trifft Waititis neuer Film genau mein Humorzentrum. Der Film ist eine, in zehn Kapiteln erzählte Tragikomödie. Es ist aber auch eine Art Abenteuerfilm. Dabei verschont der Filmemacher den Zuschauer auch nicht vor der einen oder krassen Szene.

Die Schauspieler, allen voran Sam Neill und Ricky Baker (bzw. natürlich Julian Dennison), sind großartig. Besonders witzig fand ich auch die Sozialarbeiterin und Polizist Andy (gespielt von Rachel House und Oscar Kightley). Selbst der Regisseur Taika Waititi ist in einer kleineren Rolle als Priester zu sehen.

„Hunt for the Wildpeople“ eignet sich perfekt für ein Filmfestival oder eine, wenigstens gut besuchte Vorstellung im Kino. In meiner Vorstellung gab es mehr als einmal Szenenapplaus.

 
„Hunt for the Wilderpeople“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt. Der Film wurde am 31.03.16 landesweite in den neuseeländischen Kinos gestartet. Es ist einer der erfolgreichsten neuseeländischen Filme an der Kinokasse dieses Landes. Der Film wurde mit großem Erfolg auf dem Tribeca Film Festival 2016 gezeigt. Ich habe ihn auf diesem Filmfestival (am Film for All Friday, an dem alle Kinokarten gratis sind) gesehen. Der Filmemacher konnte selbst leider nicht vor Ort sein, dafür hat er einen – extra für das TFF – witzigen Einspieler produziert, in dem er u.a. verkündet hat, dass sein Film ab Juni in den amerikanischen Kinos zu sehen ist. Der Film startet am 24.06.16 in den Filmtheatern in den U.S.A. Bislang hat der Film noch keinen deutschen Verleiher.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Plakat des TFF 2016 - Film for All Friday
Plakat des TFF 2016 – Film for All Friday

 

 

NYC – Film: „The Meddler“

Ich war am 22.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„The Meddler“ (dt. Filmtitel: „Mit besten Absichten“, dt. Kinostart: 14.07.16) 104 min comedy, drama
dir. Lorene Scafaria cast: Susan Sarandon, Rose Byrne, J.K. Simmons, Jason Ritter, Lucy Punch, Casey Wilson

 

 

Marnie (Susan Sarandon) ist gerade nach Los Angeles gezogen. Nachdem ihr Mann verstorben ist, hält sie nichts mehr in New Jersey. Jetzt kümmert sie sich ständig um ihre Tochter Lori (Rose Byrne), bis der das alles irgendwann zu viel wird. Marnie muss sich eine neue Aufgabe suchen und findet bald schon jemand anderes, den sie bemuttern kann. Aber eines Tages trifft sie auf den pensionierten Polizisten Zipper (J.K. Simmons)…

 

 

B+ (Bewertung von A bis F) Das Drehbuch zu „The Meddler“ trägt autobiografische Züge und wurde von der Filmemacherin Lorene Scafaria geschrieben. Nach Seeking a Friend for the End of the World ist dies erst ihr zweiter Film als Regisseurin.

„The Meddler“ ist eine zwar harmlose, aber charmante Tragikomödie, ausgesprochen gerne mochte ich die Beziehung zwischen den von Susan Sarandon und J.K. Simmons gespielten Charakteren. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen entwickelt sich diese Beziehung „normal“.

J.K. Simmons hat in Whiplash noch glaubwürdig und oscarprämiert bewiesen hat, dass er ein knallhartes A… spielen kann, hier spielt er wieder den gewohnt liebenswürdig-witzigen Typen.

Das Einzige, was mich etwas rausgebracht hat, war diese Serienmörder-Story. Ich hatte die ganze Zeit befürchtet, dass diese Story noch einen unnötigen Platz in der eigentlichen Geschichte findet.

„The Meddler“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film wurde am 22.04.16 in einigen amerikanischen Kinos gestartet.

 

 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Family Fang„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanadaption. Neuer Film von und mit Jason Bateman und Nicole Kidman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Lobster„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe diesen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem New York Film Festival gesehen

Trailer v. Film: „Love & Friendship„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jane Austen-Adaption mit Kate Beckinsale, Stephen Fry und Chloe Sevigny
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Dark Horse“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Viva„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama, das in Kuba spielt, aber von Irland für die letzten Oscars eingereicht wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „A Bigger Splash„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Matthias Schoenaerts, Tilda Swinton und Ralph Fiennes
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

NYC – Film: „High-Rise“

Ich war am 21.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„High-Rise“ (dt. Kinostart: 30.06.16) 119 min sci-fi, thriller, adaptation
dir. Ben Wheatley cast: Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller, Luke Evans, Elisabeth Moss, James Purefoy

 
Im Jahr 1975 in der Nähe von London. Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) hat sich kürzlich eine Wohnung im 25. Stockwerk eines luxuriösen Hochhauses gekauft. Der Gebäudekomplex bietet alle Annehmlichkeiten, die Bewohner brauchen das Haus quasi nicht mehr zu verlassen. Auf einer Party lernt Dr. Laing einige seiner Nachbarn kennen. In den einzelnen Etagen des Hochhauses sind die Bewohner in Klassen unterteilt. Die Oberschicht wohnt in den oberen Etagen, der Mittelstand in der Mitte und die unteren Stockwerke werden von Familien und niederen Klassen belegt. Auf dem Dach des Gebäudes residiert der Architekt und Besitzer desselbigen, Royal (Jeremy Irons). Doch schon bald kommt es zu Spannungen im Haus und dann fällt auch noch der Strom aus…

 
C+ (Wertung von A bis F) „High-Rise“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von J.G. Ballard. Der Schriftsteller hat auch Vorlagen zu David Cronenbergs Film „Crash“ und Steven Spielbergs Film „Empire of the Sun“ geschrieben.

„High-Rise“ ist eigentlich ein Film, den ich lieben müsste. Er ist toll geschnitten, stylisch, sexy und hat einen guten, trockenen Humor – vom Stil her genau meins. Das Hochhaus steht symbolisch für die Londoner Gesellschaft. Die Unterschicht rebelliert irgendwann gegen die High Society, ansonsten hat der Film aber keine (bzw. kaum) Handlung. Für die bildgewaltige, stimmungsvolle Inszenierung muss man ausgeschlafen sein. War ich aber nicht. Die ständigen Wiederholungen, der gefühlt immer gleichen Szenen fand ich unbeschreiblich öde. Damit stand ich in meiner Vorstellung auch nicht alleine, es haben einige Zuschauer das Kino vorzeitig verlassen. Da ich jedoch grundsätzlich solche Filme mag, werde ich „High-Rise“ eine zweite Chance geben.

Nicht zum ersten Mal ist mir hier aufgefallen, dass Tom Hiddleston vom Typ her meinem Lieblingsschauspieler Michael Fassbender ähnelt. Sienna Miller ragt hier auch aus dem Ensemble heraus, obwohl sie mir mit blonder Haarfarbe eindeutig besser gefällt.

Die britische Band Portishead hat speziell für diesen Film den Abba-Klassiker „SOS“ gecovert. Das hört sich großartig an, leider plant die britische Band jedoch derzeit nicht, den Song als Single herauszubringen.

„High-Rise“ feierte seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival 2015. Der Film startet am 13.5.16 in den amerikanischen Kinos. Ich hab den Film auf dem Tribeca Film Festival gesehen. Es war der erste von sieben Filmen, den ich auf dem diesjährigen TFF gesehen habe. Ab dem 30.06.16 wird „High-Rise“ in den deutschen Kinos gezeigt.

 

 

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Eines der Plakate des TFF 2016
Eines der Plakate des TFF 2016

 

San Francisco – Film: „Born to Be Blue“

Ich war am 17.04.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Born to Be Blue“ 97 min drama, biopic
dir. Robert Budreau cast: Ethan Hawke, Carmen Ejogo, Callum Keith Rennie, Stephen McHattie

 

 

In den späten 1960er Jahren befindet sich der Jazzmusiker Chet Baker (Ethan Hawke) in einem italienischen Gefängnis. Er wurde wegen eines Drogenvergehens zu einer Haftstrafe verurteilt. Ein Filmproduzent aus Hollywood besucht ihm im Gefängnis und bietet ihm eine Filmrolle an. Chet Baker soll sich in einem Biopic selbst spielen. Während der Dreharbeiten in Los Angeles bandelt er mit seiner Schauspielkollegin Jane (Carmen Ejogo) an. Kurz darauf wird der Jazzmusiker Opfer eines Überalls. Es wurden ihm ein paar Zähne ausgeschlagen, seither kann er nicht mehr Trompete spielen.

 

 

B (Wertung von A bis F) Der kanadische Filmemacher Robert Budreau hat sich für seinen Film „Born to Be Blue“ einige künstlerische Freiheiten genommen. Sein erst zweiter Spielfilm ist kein klassisches Biopic, es ist mehr ein semi-fiktives Porträt über den Jazztrompeter Chet Baker.

Die Story beginnt als Chet Baker sowohl persönlich als auch beruflich bereits am Boden ist. Der Musiker ist heroinsüchtig und kann, nachdem ihm seine Frontzähne ausgeschlagen wurden, nicht mehr Trompete spielen. Mit der Unterstützung einer Frau (stellvertretend für die vielen Frauen in Chet Bakers Leben) versucht er ein Comeback. Den schwarz-weißen Film über Chet Bakers Leben, der dem Regisseur für „Born to Be Blue“ dient, um seine Story über die Jazzlegende zu erzählen, hat es nie gegeben. Wohl aber hat der Hollywood-Produzent Dino De Laurentiis dem Musiker seinerzeit ein Angebot gemacht.

„Born to Be Blue“ plätschert so vor sich hin, vergleichbar mit Fahrstuhlmusik, etwas einlullend, nicht unangenehm, aber auch nicht so, dass man sich nach einer Wiederholung sehnt.

Mit Ethan Hawke („Reality Bites“, „Gattaca“, „Before“-Trilogie, „Training Day“, Boyhood) als Schauspieler habe ich in den letzten Jahren zunehmend ein Problem. Mir ist er einfach zu begrenzt in seiner Mimik. Hier als drogensüchtiger, sensibler Musiker und Frauenverführer kann er jedoch überzeugen. Sogar sein Gesang mit einer etwas höheren (und Flüster-) Stimme ist solide.

„Born to Be Blue“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 4.3.16 in 23 ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet und wurde bis heute in nicht mehr Filmtheatern gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hockney„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dokumentation über den englischen Künstler David Hockney
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Our Last Tango„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „High-Rise„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Britischer Sci-Fi-Thriller mit Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Louder Than Bombs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Jesse Eisenberg, Gabriel Byrne und Isabelle Huppert
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Rio, I Love You„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Nach „Paris, je t´aime“ und New York, I Love You der dritte Teil der Cities of Love-Reihe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

San Francisco – Film: „Hello, My Name is Doris“

Ich war am 16.04.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Hello, My Name is Doris“ 90 min comedy, drama, adaptation
dir. Michael Showalter cast: Sally Field, Max Greenfield, Tyne Daly, Beth Behrs, Peter Gallagher

 

 

Doris (Sally Field) ist etwas kauzig, kleidet sich wild und hat eine Sammelleidenschaft. Jahrelang hat sie ihre Mutter gepflegt und jetzt ist die kürzlich verstorben. Doris arbeitet in der Buchhaltung einer Werbeagentur in Manhattan und verknallt sich Hals über Kopf in den neuen, um so viele Jahre jüngeren Art Director (Max Greenfield)…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Hello, My Name is Doris“ basiert auf Laura Terrusos Kurzfilm „Doris & the Intern“.

„Hello, My Name is Doris“ ist Charakterstudie, rührende Tragikomödie und erfrischend ungewöhnliche RomCom in einem. Es gibt wenig wirklich glaubhafte Liebeskummer-Szenen in RomComs, eine der besten bleibt für mich Diane Keatons Szene (n) in „Something´s Gotta Give“, in diesem Film liefert Sally Field dahingehend Szenen, an die ich mich fortan gerne zurückerinnere.

 
Ich hatte hier die Befürchtung, dass die Figur Doris ins Lächerliche gezogen wird und/ oder mir auf den Keks geht. Doris schrammt auch ein paar Mal kurz an der Nervigkeit vorbei, bleibt aber stets bei sich und ist liebenswert, was nicht zuletzt an dem wunderbaren Porträt der zweimaligen Oscar-Gewinnerin Sally Field liegt. Eine Oscar-Nominierung ist unwahrscheinlich, aber wäre durchaus gerechtfertigt. Ewig nicht mehr gesehen und auch gut gefallen hat mir Tyne Daly (Cagney & Lacey).

 

 

„Hello, My Name is Doris“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Filmfestival 2015 gezeigt. Ein Jahr später, am 11.03.16 wurde der Film in vier amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 1.4.16 ist der Film landesweit in den U.S.A. zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Louder Than Bombs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Jesse Eisenberg, Gabriel Byrne und Isabelle Huppert
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Lobster„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe diesen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Viva„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama, das in Kuba spielt, aber von Irland für die letzten Oscars eingereicht wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Dough„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Jonathan Pryce
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Sing Street„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: John Carneys neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 
Ein kleiner Blick zurück zu den Oscar-Verleihungen des Jahres 1979 und 1984:

 

 

als Sally Field ihren ersten Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Performance in „Norma Rae“ erhalten hat. Laudator war der noch recht junge Richard Dreyfuss:

 

 
und als Sally Field ihren zweiten Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Performance in „Places in the Heart“ – ihre Dankesrede wird von Oscar-Experten immer wieder (auch falsch) zitiert:

 

San Francisco – Film: „Demolition“

Ich war am 16.04.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Demolition“ (dt. Filmtitel: „Demolition – Lieben und Leben“, Kinostart: 16.06.16) 101 min drama, comedy
dir. Jean-Marc Vallée cast: Jake Gyllenhaal, Naomi Watts, Chris Cooper, Judah Lewis

 

 

Dave (Jake Gyllenhaal) ist ein erfolgreicher Investmentbanker. Gerade ist seine Frau verstorben, er befindet sich noch im Krankenhaus und jetzt ist auch noch der Süßwaren-Automat kaputt. Dave hinterfragt sein gesamtes Leben. Schließlich schreibt er einen Brief an den Kundendienst dieser Automaten-Firma. Zum einen ist es ein Beschwerdebrief, da der Automat schließlich nicht die M & Ms rausgerückt hat, zum anderen bringt er aber auch seine Lebenssituation zu Papier. Die Sachbearbeiterin Karen (Naomi Watts) hat seinen Brief, bzw. Briefe, denn bei einem wird es nicht bleiben, alle erhalten und ruft ihn kurzerhand an…

 
C+ (Wertung von A bis F) „Demolition“ ist der neue Film des kanadischen Regisseurs Jean-Marc Vallée (The Young Victoria , Dallas Buyers Club, Wild)

Vom Trailer her habe ich mir soviel mehr erwartet. Auch beginnt der Film verheißungsvoll. Der von Jake Gyllenhaal, wieder mal brillant verkörperte Dave ist erschöpft, ja förmlich gelähmt, kann seine Gefühle nicht ausdrücken. Er steckt in einer Krisensituation. Schließlich reflektiert er sein bisheriges Leben, in dem er alles, was ihm einfällt zu Papier bringt. Die Filmfigur Dave ist zu Beginn des Films präzise beobachtet und gezeichnet. Aber gerade als ich begonnen habe den Film zu lieben, verliert die Geschichte den Fokus. Auch wird Dave immer weniger greifbar (warum zerstört er all diese Dinge, ohne auch nur eines je wieder zusammenzubauen? – Das war doch der Sinn des Ganzen). Jedenfalls driftet die Geschichte irgendwann ganz von Dave weg, konzentriert sich auf Naomi Watts Charakter und landet schließlich bei dem Jungen.

Mir hätte der Film besser gefallen, wenn er weiterhin hauptsächlich Daves Geschichte erzählt hätte. So wirkt der Film unstrukturiert. Der Film beschreibt die Lebenssituationen dreier Charaktere und mir kam es so vor, als ob der Drehbuchschreiber einer alleine nicht getraut hat. Auch fand ich die (platonische) Beziehung zwischen Jake Gyllenhaals und Naomi Watts Charakter nicht glaubwürdig.

Die eine oder andere Szene kann Judah Lewis (der den Sohn von Naomi Watts Charakter spielt) für sich beanspruchen. Der amerikanische Schauspieler hat es scheinbar nur knapp verpasst, als neuer Spider-Man besetzt zu werden. Wenn man ihn jedoch in diesem Film sieht, er etwas Glück hat und die richtigen Entscheidungen trifft, wird er eine große Karriere vor sich haben.

 
„Demolition“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film wurde seit dem 8.4.16 landesweit in den amerikanischen Kinos gezeigt. Am 16.06.16 soll der Film in den deutschen Filmtheatern starten.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Elvis & Nixon„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Michael Shannon als Elvis und Kevin Spacey als Präsident Nixon in dieser Komödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Everybody Wants Some„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Richard Linklaters neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Captain America: Civil War„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Marvel-Mist, wobei ich den ersten nicht schlecht fand, den 2. habe ich aber nicht gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Bridget Jones´s Baby„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Wer – um Himmels Willen – guckt freiwillig so einen Mist? Da gucke ich eher jeden einzelnen Marvel-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Jodie Fosters neuer Film mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Me Before You„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Mike & Dave Need Wedding Dates„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie. Zac Efron würde mich schon davon abhalten den Film zu gucken, aber dann auch noch mit Anna Kendrick…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie – nicht mal, wenn ich eine Wette verliere…

Trailer v. Film: „A Bigger Splash„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Dieser Thriller basiert vage auf „The Swimming Pool“ aus dem Jahr 1969. Hier spielt Matthias Schoenaerts, Tilda Swinton und Ralph Fiennes mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: na logisch

 

amerikanisches Filmplakat von "Demolition"
amerikanisches Filmplakat von „Demolition“

 

San Francisco – Film: „Everybody Wants Some!!“

Ich war am 16.04.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Everybody Wants Some!!! (dt. Kinostart: 2.6.16) 116 min comedy
dir. Richard Linklater cast: Blake Jenner, Zoey Deutch, Will Brittain, Ryan Guzman, Tyler Hoechlin, Glen Powell, Wyatt Russell, J. Quinton Johnson

 

Im Sommer 1980. Der 18-jährige Jake (Blake Jenner) hat ein Stipendium für die Texas State University bekommen. Er wird für das College-Baseballteam spielen. Die Spieler sind alle in zwei nebeneinander liegenden Häusern untergebracht. In wenigen Tagen sind die Sommerferien vorbei…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Everybody Wants Some!!“ ist der neue Film des amerikanischen Regisseurs Richard Linklater („Before Sunrise“, „Before Sunset“, „Before Midnight“, BernieBoyhood). „Dazed and Confused“ ist Richard Linklaters Highschool-Film und „Everybody Wants Some!!“ sieht der Filmemacher als eine Art Fortsetzung. Dieser Film trägt autobiografische Züge, der Filmemacher war selbst Pitcher eines College-Baseball-Teams. Der Filmtitel basiert auf dem gleichnamigen Van Halen-Song.

Wenn ein Film mit einem Song wie „My Sharona“ von The Knack beginnt, dann gibt er für mich ein Versprechen ab. „Everybody Wants Some!!“ spielt im Jahr 1980, die Disco-Ära ist noch nicht vorbei und die 1980er Jahre mit ihren vielen unterschiedlichen Musikrichtungen haben sich noch nicht etabliert. Meine Lieblingsszene kommt schon relativ zu Beginn des Films als die Jungs durch die Stadt cruisen und zu The Sugarhill Gangs „Rapper´s Delight“ rappen. Diesen Song hätte ich mir auf jeden Fall heruntergeladen, aber tatsächlich ist der gesamte Soundtrack klasse und hat meine Kaufempfehlung.

Wie die meisten Linklater-Filme, hat auch dieser keine wirkliche Handlung. Hier begleiten wir ein paar Studenten, genauer Team-Kameraden der Uni-Baseball-Mannschaft an ihrem letzten Wochenende bevor das College (wieder) anfängt. Es ist ein Gute-Laune-Film über das Jungsein, das Abhängen, Sprüche klopfen und Sich-selbst-ganz-toll-finden. Für mich hatte das einen großen Unterhaltungswert, weil ich diese Clowns knallerlustig fand. Für mich gab es irgendwie immer einen Grund, mich zu beömmeln, entweder waren es die Sprüche (Meine Empfehlung: Linklaters Dialoge muss man im Original auf sich wirken lassen), Situationskomik oder die nicht gerade Figur schmeichelnde 1980er Jahre Outfits (erschreckendenweise habe ich gerade auf New Yorks Straßen festgestellt, dass short Shorts wieder angesagt sind). Nicht zu vergessen, die aus heutiger Sicht unmöglichen Frisuren und die Gesichtsbehaarung der Jungs. Nun gibt es generell keinen Grund dafür, dass eine Komödie länger als 90 Minuten andauern sollte und so hat auch diese ein paar Längen zwischendurch. Mit der theatre party besinnt sich der Film aber wieder auf das, was er am überzeugendsten kann: gute Laune verbreiten.

„Everybody Wants Some!!“ ist ein Ensemble-Film der die Möglichkeit bietet, viele neue Schauspieltalente zu entdecken. Herausheben möchte ich den Hauptdarsteller Blake Jenner, aber auch Tyler Hoechlin und J. Quinton Johnson (der durchaus ein Sohn von Samuel L. Jackson sein könnte). Zoey Deutch kam mir tatsächlich bekannt vor, ihrer Filmografie zufolge kann ich sie aber noch in keinem Film gesehen haben, dafür hat sie aber eine frappierende Ähnlichkeit mit ihrer Mutter Lea Thompson („Back to the Future“, „Some Kind of Wonderful“). Auch gut hat mir – wieder mal – Wyatt Russell (Sohn von Kurt Russell und Goldie Hawn) gefallen.

 
„Everybody Wants Some!!“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Filmfestival 2016 gezeigt. Der Film wurde am 30.03.16 in ganzen 19 amerikanischen Kinos gestartet. Am 2.6.16 ist der Film in den deutschen Filmtheatern zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films – war das nötig?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Mike & Dave Need Wedding Dates„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie. Zac Efron würde mich schon davon abhalten, den Film zu gucken, aber dann auch noch mit Anna Kendrick…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie – nicht mal, wenn ich eine Wette verliere…

Trailer v. Film: „Ghostbusters„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ein Reboot des Originals mit Melissa McCarthy, Kristen Wiig und Chris Hemsworth. Auch wieder völlig unnötig.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Keanu„
Bewertung des Red Band-Trailers: C+
Kommentar: Actionkomödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A Hologram for the King„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tom Tykwers neuer Film mit Tom Hanks.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Now You See Me 2„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: wieder mal eine unnötige Fortsetzung (von Now You See Me) und dann noch mit Daniel Radcliffe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

amerikanischer Aussteller von "Everybody Wants Some!!"
amerikanischer Aussteller von „Everybody Wants Some!!“

 

TV – Serie: „The Man in the High Castle, 1. Staffel“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender Amazon-Prime-Serie angeschaut:

 
„The Man in the High Castle, 1. Staffel“ (in D. über Amazon Video zu beziehen) 10 x approx. 55 min sci-fi, thriller, adapation
dir. David Semel, Daniel Percival, Ken Olin, Michael Rymer, Bryan Spicer, Nelson McCormick, Brad Anderson, Karyn Kusama, Michael Slovis cast: Alexa Davalos, Rupert Evans, Luke Kleintank, DJ Qualls, Rufus Sewell, Cary-Hiroyuki Tagawa, Carsten Norgaard, Joel de la Fuente, Burn Gorman

 
Im Jahr 1962. Nazi-Deutschland und Japan haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Adolf Hitler ist noch am Leben, er ist jedoch sehr krank und es wird mit seinem baldigen Ableben gerechnet. Die Siegermächte haben die Vereinigten Staaten von Amerika besetzt. Die Ostküste und weite Teile des Südens der Vereinigten Staaten sind das Greater Nazi Reich und werden von den amerikanischen Nazis verwaltet. Die Westküste, die sogenannten Pacific States, wurden  von den Japaner besetzt. Zwischen dem Greater Nazi Reich und den Pacific States liegt ein neutrales Territorium, die Rocky Mountain States.

Zwischen den beiden Besatzungsmächten, den Nazis und den Japanern herrscht ein Kalter Krieg und sollte Hitler sterben, wird es zu einem erneuten Machtkampf dieser Supermächte kommen.

Der 27-jährigen Amerikaner Joe Blake (Luke Kleintank) lebt in New York und tritt der Widerstandsbewegung bei. Er bekommt den Auftrag, einen LKW mit Kaffeemaschinen von New York nach Canon City, in die Neutrale Zone zu überführen. Joe findet heraus, dass er in Wirklichkeit eine Filmrolle schmuggeln soll.

Die junge Juliana (Alexa Davalos) lebt mit ihrem jüdisch-stämmigen Freund Frank (Rupert Evans) in dem, von den Japanern besetzten San Francisco. Eines Abends überreicht ihr ihre Halbschwester eine mysteriöse Filmrolle. Sie wird kurz darauf von der japanischen Militärpolizei Kempeitai ermordet. Juliana schaut sich die Filmaufnahmen an, sie zeigen einen anderen Ausgang des Zweiten Weltkrieges. Juliana versucht nun die Filmrolle nach Canon City, in die neutrale Zone zu schmuggeln, um sie dort einer Kontaktperson in der Widerstandsgruppe zu übergeben…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „The Man in the High Castle“ basiert vage auf dem gleichnamigen, im Jahr 1962 veröffentlichten Buch von Philip K. Dick. Im Deutschen ist das Buch unter dem Titel „Das Orakel vom Berge“ bekannt. Der Schriftsteller hat bereits Vorlagen zu den Filmen „Blade Runner“, „Total Recall“ und „Minority Report“ geschrieben.

Ridley Scott hat bereits vor längerer Zeit die Rechte an dem Buch gekauft. Die Serie wird von ihm produziert. Frank Spotnitz ist der Showrunner der Serie. Mit seiner Arbeit als Autor, Regisseur und Produzent an Serien wie „X-Files“ und „Millennium“ hat er sich bereits einen Namen gemacht.

„The Man in the High Castle“ erzählt eine Alternativweltgeschichte. Ich liebe generell diese „Was-wäre-wenn?“-Geschichten. Hier also eine ziemlich einschüchternde Rahmenhandlung, in der Hitler tatsächlich den zweiten Weltkrieg gewonnen hat. Die Siegermächte Nazi-Deutschland und Japan haben daraufhin die Vereinigten Staaten von Amerika besetzt.

Am meisten kann ich das hochwertige und authentische Produktionsdesign loben, hier wurde offensichtlich viel Geld sinnvoll und kreativ investiert. Auch wirkte diese Welt, in die wir als Zuschauer geführt werden, recht durchdacht. Inhaltlich fand ich die erste Staffel zwar bis zum Schluss spannend, aber die einzelnen Handlungstränge sind mir zu einfallslos und bleiben auch zu sehr an der Oberfläche. Ein wichtiges Plot-Detail sind die Filmrollen, leider sind die Zusammenhänge bis zum Schluss irritierend. Das Staffelfinale („A Way Out“) ist enttäuschend, auch bringt es nicht wirklich Licht ins Dunkel. Einige der Charaktere der ersten Staffel starten zu Beginn mit einer vielversprechenden Story, die für mich aber nicht das halten konnte, was ich mir davon versprach. Eine kleinere Rolle spielt der Kopfgeldjäger, der der Marshal – mit seinem viel zu großen Mantel und seinem Genuschel schrammt immer ganz sachte an einer Karikatur vorbei. Am Besten haben mir Mr. Tagomi (gespielt von Cary-Hiroyuki Tagawa) und tatsächlich der Obergruppenführer John Smith (gespielt von Rufus Sewell) gefallen.

In den meisten amerikanischen Filme, die sonst in der Nazi-Zeit angesiedelt sind, sprechen die deutschen Charaktere (weil sie auch vorwiegend von englisch-sprachigen Schauspielern gespielt werden) Englisch miteinander. Ist jetzt natürlich nicht so realistisch. Bei „The Man in the High Castle“ gefällt mir, dass es hier einen Grund dafür gibt, warum die Nazis untereinander Englisch sprechen. Es sind überwiegend in den U.S.A. geborene Nazis und die sprechen kein (bzw. kaum) Deutsch. Das hindert sie aber nicht daran, den Obergruppenführer immer wieder – entsprechend seinem militärischen Rang anzusprechen. (…und das ist sicherlich kein, für die Amerikaner leicht auszusprechendes Wort)

 

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen: 



Juliana Crain lebt in dem von Japanern besetzten San Francisco mit ihrem Freund Frank (gespielt von Rupert Evans) zusammen. Muss den Mord an ihrer Halbschwester mitansehen und bekommt kurz vor ihrem Tod noch eine Filmrolle zugespielt, die sie in die Neutrale Zone bringen und einer Kontaktperson übergeben will. Gespielt wird Juliana von der französisch-amerikanischen Schauspielerin Alexa Davalos. Sie hat in einigen amerikanischen TV-Serien („Angel“, „Reunion“) mitgewirkt und auch in ein paar wenigen Kinofilmen (The Chronicles of Riddick, Feast of Love, Clash of the Titans)

Frank ist Julianas Freund und lebt mit ihr in der japanischen Besatzungszone. Er hat jüdische Wurzeln, arbeitet in einer Fabrik. Eigentlich ist er Schmuckdesigner. Frank wird von dem englischen Theater-, TV- und Kinoschauspieler Rupert Evans gespielt. Er hat u.a. in Guillermo del Toros „Hellboy“ mitgewirkt.

Joe Blake wurde in New York von dem amerikanischen Widerstand rekrutiert. Für den Widerstand soll er eine Filmrolle in die Neutrale Zone schmuggeln. Oder ist er gar nicht der, für den ihn andere halten? Joe Blake wird von dem amerikanischen Schauspieler Luke Kleintank gespielt. Er hat in zahlreichen TV-Produktionen (z.B. „Gossip“, The Good Wife“)

John Smith ist der SS Obergruppenführer. Er lebt in einer Vorstadt in New York und ist verheiratet und hat drei Kinder. John Smith wird von englischen Theater-, TV- und Filmschauspieler Rufus Sewell gespielt. Für mich ist John Smith die interessanteste Figur der Serie. Er hat in der HBO-Mehrteiler „John Adams“ und in der TV-Serie „Eleventh Hour“ mitgespielt. Auch hat er in vielen Kinofilmen, u.a. „The Illusionist“ mitgewirkt.

Colonel Rudolph Wegener ist ein Nazi-Offizier, aber hat Geheimnisse, insbesondere mit dem japanischen Handelsminister. Rudolph Wegener wird von dem dänischen Schauspieler Carsten Norgaard gespielt. Er hat bereits in einigen Kinofilm mitgespielt, u.a. „End Game“. Er hat auch in einigen amerikanischen TV-Serien mitgewirkt und sogar schon in einer „Tatort“-Folge.

Mr. Tagomi ist der Handelsminister der Pacific States. Der Japaner hat seine Frau verloren. Wunderbar gespielt wird der Handelsminister von dem japanisch-amerikanischen Schauspieler Cary-Hiroyuki Tagawa. Er hat in zahlreichen TV-Serien (z.B. „Nash Bridges“, „Revenge“) und auch in einigen Kinofilmen u.a. „The Art of War“, „Pearl Harbor“, „47 Ronin“ mitgewirkt.

Chief Inspector Kido ist der Kopf der japanischen Militärpolizei Kempeitai. Chief Inspector Kido wird von dem amerikanischen Schauspieler Joel de la Fuente gespielt. Er hat in einigen TV-Serien (u.a. „Law & Order: Special Victims Unit“, „All My Children“, „Hemlock Grove“) mitgewirkt.

Der Marshal ist ein Kopfgeldjäger, der auf der Suche nach Menschen ist, die aus dem Konzentrationslagern entflohen sind. Gespielt wird der Marshal von dem amerikanischen Schauspieler Burn Gorman. Er hat in der HBO-Serie „Game of Thrones“ mitgespielt und auch in zahlreichen Kinofilmen, u.a. The Dark Knight Rises, „Pacific Rim“ und Crimson Peak Für mich gibt Burn Gorman die schlechteste Performance in „The Man in the High Castle“.
Die Pilotfolge (The New World) wurde erstmalig am 15.1.15 über Amazon Instant Video veröffentlicht. Die kompletten 10 Episoden waren ab dem 20.11.15 per Streaming abrufbar. Amazon hat bereits im Dezember 2015 eine zweite Staffel der Serie in Auftrag gegeben.
Trailer zu sehen:

Der Vorspann:

Berlin – Film: „A Hologram for the King“

Ich war am 2.3.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„A Hologram for the King“ (dt. Filmtitel: „Ein Hologramm für den König“, dt. Kinostart: 28.04.16) 98 min drama, comedy, adaptation
dir. Tom Tykwer cast: Tom Hanks, Ben Whishaw, Tom Skerrit, Alexander Black, Sarita Choudbury, Sidse Babett Knudsen

 
Der Geschäftsmann Alan Clay (Tom Hanks) ist geschieden und in Geldnöten. Jetzt reist er nach Saudi-Arabien, um eine innovative Hologramm-Kommunikationstechnologie an niemanden geringeren als den König Abdullah zu verkaufen. Der König lässt aber auf sich warten. Er bestellt sich einen Fahrer (Alexander Black) und lässt die kulturellen Eindrücke auf sich wirken…

 
B (Wertung von A bis F) „A Hologram for the King“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dave Eggers. Es ist der neue Film des deutschen Regisseurs Tom Tykwer („Lola rennt“, „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“, „The International“, Cloud Atlas)

Wenn ein Filmemacher einen Film wie „Lola rennt“ inszeniert, dann zeigt es, dass er sein Handwerk versteht. In der amerikanischen Indie-Filmwelt wird „Run Lola Run“ immer wieder lobend erwähnt. Lt. Boxoffice Mojo ist nach „Das Boot“ und „Das Leben der Anderen“ Tom Tykwers Film bis heute der dritterfolgreichste deutsche Film an der amerikanischen Kinokasse. Irgendwann wurde natürlich Hollywood auf den deutschen Regisseur aufmerksam und er hat den Thriller „The International“ mit Clive Owen und Naomi Watts gedreht, amerikanische Kritiker waren nur so mittelbegeistert. Im Jahr 2012 hat er sich dann mit den Wachowskis zusammengetan und David Mitchells Roman „Cloud Atlas“ verfilmt. Ich habe diesen Film als grauenhaft in Erinnerung. Es geht sogar so weit, dass jedes Mal, wenn irgendwie das Thema auf „Cloud Atlas“ kommt, ich instinktiv die Augen verdrehe – da ist es doch hilfreich, dass ich dieses Filmtagebuch schreibe und lesen konnte, dass mir Tom Tykwers Episoden tatsächlich am besten gefallen habe.

Vielleicht weil ich „Cloud Atlas“ mit „Strapaze“ assoziiere (und vorher nicht gelesen hatte, dass mir Tom Tykwers Episoden durchaus gefielen), bin ich mit sehr geringen Erwartungen in „A Hologram for the King“ gegangen. Ich habe Dave Eggers Roman nicht gelesen und habe die Inhaltsangabe auch nur überflogen. Als ich mir den Film angeschaut habe, war nicht mal ein Trailer veröffentlicht.

Nun hatte ich berufsbedingt schon mal – na ich sag mal – das Vergnügen selbst in dem Land gewesen zu sein und bin mit den Sitten und Gebräuchen vertraut, entsprechend verwirrt hat mich das Bild, das hier von Saudi-Arabien gezeigt wird. Ohne die Romanvorlage zu kennen, versuchte ich viele, für mich absurde Szenen (unverschleierte, ohne Abaya herumlaufende Frauen, Ärztinnen, die männliche Patienten behandeln, wilde Parties, etc) einzuordnen. Hat Alan Clay (gespielt von Tom Hanks), weil er sowieso in einer Krise steckt und Alkohol (!!!) trinkt, sich hier vieles nur eingebildet oder ist der Film als Satire angelegt? Auch wenn mich das innerlich unnötig viel beschäftigt hat, hat mir der Film gefallen. Er ist recht kurzweilig und besonders die Szenen mit Tom Hanks Charakter und seinem Fahrer (gespielt von ‚Alexander Black) sind witzig.

„A Hologram for the King“ ist ein, auf seltsame Weise solider Film.

 
„A Hologram for the King“ feiert am 20.04.16 seine Weltpremiere auf dem Tribeca Film Festival. Am 22.04.16 wird er in die amerikanischen Kinos gebracht. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. Der Film startet am Donnerstag, den 28.04.16 in den deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 

VOD – Film: „The Harvest“

Folgenden Film habe ich mir über Netfilx (U.S.) angeschaut:

 

 

„The Harvest“ 104 min drama, thriller
dir. John McNaughton cast: Samantha Morton, Michael Shannon, Natasha Calis, Charlie Tahan, Peter Fonda

 
Katherine (Samantha Morton) und Richard (Michael Shannon) sind verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn. Andy (Charlie Tahan) ist schwer krank und an den Rollstuhl gefesselt. Sein Vater hat seinen Job aufgegeben und pflegt seinen kranken Sohn. Katherine arbeitet als Ärztin. Eines Tages taucht die neu zugezogene Maryann (Natasha Calis) plötzlich bei Andy auf. Die beiden Kinder freunden sich an – nur das passt Andys Mutter ganz und gar nicht. Aber ist sie denn nicht an dem Wohlbefinden ihres Sohnes interessiert?

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „The Harvest“ ist der neue Film des amerikanischen Regisseurs John McNaughton („Henry: Portrait of a Serial Killer“, „Wild Things“). Der Film ist auch unter dem Titel „Can´t Come Out to Play“ bekannt.

Es liegt schon einige Monate zurück, dass ich diesen Film gesehen habe. Bestimmte Szenen, die Stimmung und eine erschreckend fiese Samantha Morton habe ich jedoch noch direkt vor Augen. Ihr Charakter braucht sich hinter Kathy Bates´ Charakter in „Misery“ ganz sicher nicht zu verstecken „The Harvest“ ist ein immer spannender werdendes Drama mit Thriller-Elementen und einer Prise Horror.

Mein Lieblingsschauspieler Michael Shannon (Revolutionary RoadThe RunawaysTake ShelterThe Iceman, 99 Homes) zeigt hier, dass er trotz seiner Statur und Präsenz sogar einen unterdrückten Mann glaubhaft verkörpern kann.

„The Harvest“ wurde erstmalig auf dem Chicago International Film Festival 2013 gezeigt. Der Film kam am 10.04.15 in einige ausgewählte amerikanische Kinos und wurde zeitgleich auf VOD herausgebracht.

Trailer zu sehen:

 

VOD – Film: „The Invitation“

Folgenden Film habe ich mir über iTunes (U.S.) als Leihvideo angeschaut:

„The Invitation“ (in D. ab dem 15.04.16 auf DVD) 100 min drama, thriller
dir. Karyn Kusama cast: Logan Marshall-Green, Tammy Blanchard, Michiel Huisman, Emayatzy Corinealdi, John Carroll Lynch

 
Will (Logan Marshall-Green) und Eden (Tammy Blanchard) waren mal glücklich verheiratet. Als ihr gemeinsamer Sohn auf tragische Weise ums Leben kommt, verschwand Eden. Jetzt sind zwei Jahre vergangen und Eden taucht plötzlich wieder auf. Will und seine neue Freundin Kira (Emayatzy Corinealdi) erhalten eine Einladung zum Abendessen. Das Dinner, zu dem Eden und ihr neuer Ehemann David (Michiel Huisman) einladen, findet in auch Wills ehemaligen Zuhause statt. Viele gemeinsame Freunde von früher sind auch da und schon bald kommen Will viele Erinnerungen zurück. Dann stellt er aber fest, das irgendetwas an dieser Gesellschaft, an diesem Abend nicht koscher ist, auch hat sich seine Ex-Frau so verändert. Was geht hier vor?

 
C- (Wertung von A bis F) „The Invitation“ ist der neue Film der amerikanischen Regisseurin Karyn Kusama („Girlfight“„Æon Flux“, Jennifer´s Body). In der amerikanischen Indie-Filmszene wird „The Invitation“ momentan wahnsinnig gehypt. Das war für mich der Grund, diesen Film unbedingt sehen zu wollen.

Bei Esoterik- und/oder Sektengequatsche wird bei mir der sofortige Fluchtinstinkt ausgelöst – entsprechend  unaushaltbar war dieser Film für mich. Gut, ich hätte ihn natürlich ausmachen können, aber zum einen wollte ich wissen, was ALLE an diesem Film finden und zum anderen dachte ich wirklich, dass jeden Moment etwas passieren würde. Wenn halt nicht in dem Moment, dann halt bestimmt im nächsten und so zog sich der Film ins Endlose, bis es ca. 20 Minuten vor Schluss endlich zur Sache ging. Grundsätzlich mag ich Filme, die an einer Location spielen und ich habe eigentlich auch nichts gegen einen langsamen Spannungsaufbau, aber hier wurde meine Geduld zu sehr strapaziert. Das Schlimme war, dass ich in der Zwischenzeit in dieser unangenehmen Gesellschaft „gefangen“ war. Mit diesen Leuten wollte ich einfach keine Zeit verbringen. Einzig Will (gespielt von Logan Marshall-Green, der eine frappierende Ähnlichkeit mit Tom Hardy hat) fand ich interessant. Das Gleich-passiert-ganz-bestimmt-was und das Rätselraten, was tatsächlich vorgeht war das einzige was mich bei der Stange hielt. Ärgerlich fand ich, dass man das alles in einer halben Stunde hätte abwickeln und sich dann den Rest des Films dem Unvermeidlichen hätte widmen können.

Das Filmende fand ich gruselig und eindrucksvoll, aber bis dahin ist es ein langer, beschwerlicher Weg.

„The Invitation“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Filmfestival 2015 gezeigt. Der Film ist ein Jahr später, am 8.4.16 in zunächst zehn amerikanischen Kinos gestartet. Zeitgleich wurde er über amerikanische Video-on-Demand-Portale als Leihvideo und zum Kauf angeboten. Ich habe den Film als Leihvideo über das amerikanische iTunes-Portal gesehen. In Deutschland wird der Film ab dem 15.04.16 auf DVD und Blu-ray erscheinen.

 
Trailer zu sehen:

Boston – Film: „Eye in the Sky“

Ich war am 24.03.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:
„Eye in the Sky“ 102 min thriller, drama
dir. Gavin Hood cast: Helen Mirren, Aaron Paul, Alan Rickman, Barkhad Abdi, Jeremy Northam

 

 

Colonel Katherine Powell (Helen Mirren) ist Offizier des britischen Militärs. Seit sechs Jahren ist sie einer islamistischen Zelle auf der Spur. Sie leitet eine Drohnen-Mission in Nairobi, Kenia und plant jetzt einen Drohnenangriff auf das Haus, in dem sich potentielle Terroristen befinden sollen. Der amerikanischen Drohnenpilot (Aaron Paul) soll den Angriff durchführen. Vorher müssen die Personen im Haus jedoch genau identifiziert werden, außerdem muss die Mission von Colonel Powells Vorgesetzten (Alan Rickman) und auch von rechtlicher und vor allen Dingen von politischer Seite abgesegnet werden.

 

 

A- (Wertung von A bis F) „Eye in the Sky“ ist der neue Film des südafrikanischen Filmemachers Gavin Hood („Tsotsi“, Rendition, „Ender´s Game“).

Am Anfang war mir der Film noch zu unruhig, sprang mir zu viel und zu schnell zwischen den einzelnen, für diese Geschichte aber durchaus wichtigen Charakteren in England, den U.S.A und Kenia herum. Irgendwann liegen die Fakten dann aber auf dem Tisch, der Schnitt beruhigt sich und auch ich konnte mich entspannt dieser Geschichte widmen. Ein paar Ereignisse ändern dann noch mal die Faktenlage und am Ende habe ich einen exzellenten und mitreissenden Militärthriller gesehen – wahrscheinlich sogar einen der besten, den ich je gesehen habe. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Auf der einen Seite sieht man die Protagonistin (gespielt von Helen Mirren), die seit ganzen sechs Jahren an dieser Mission arbeitet und auf der anderen Seite die ganzen anderen Beteiligten, die nur das, für ihren jeweiligen Job Nötigste wissen – das Ganze ergibt einen hochinteressanten und moralisch komplexen Fall. Als Zuschauer sitzt man ziemlich angespannt in der Jury.

Mit Ausnahme von Aaron Paul und Phoebe Fox ist „Eye in the Sky“ auch schauspielerisch erstklassig. Was die Charaktere der beiden Darsteller angeht: Augen auf bei der Berufswahl! Barkhad Abdi wurde für seine Performance in Captain Phillips  für den Oscar nominiert, seinerzeit konnte ich mir nicht vorstellen, dass jemals in einer anderen Rolle überzeugen könnte, aber auch er ist glaubhaft in seiner Rolle. Der Regisseur Gavin Hood selbst hat eine kleine Rolle in dem Film übernommen – er spielt den Vorgesetzten von Aaron Pauls Charakter.

„Eye in the Sky“ ist der letzte Film, in dem der am 14.01.16 verstorbene britische Schauspieler Alan Rickman zu sehen ist.

Für mich ist „Eye in the Sky“ Top-Ten-Material und mit „The Witch“ das Beste, das bisher einen einen offiziellen amerikanischen Kinostart im Jahr 2016 hat.

„Eye in the Sky“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film wurde am 11.03.16 in fünf ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 1.4. 16 ist er landesweit in 1029 U.S. Kinos gezeigt. Ein deutscher Kinostart ist derzeit noch nicht bekannt.
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Hologram for the King„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tom Tykwers neuer Film mit Tom Hanks. Habe ich bereits vor einiger Zeit in einer PV gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen.

Trailer v. Film: „Criminal„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Actionthriller mit Tommy Lee Jones (der ganz schön alt geworden ist), Gary Oldman und Kevin Costner
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Green Room„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Jeremy Saulniers neuer Film. Ich weiß immer noch nicht, worum es geht, aber A24, Patrick Stewart und überhaupt sieht es alles cool aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Jodie Fosters neuer Film mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Demolition„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Jean-Marc Vallées neuer Film mit Jake Gyllenhaal. Um so öfter ich diesen Trailer sehe, um so besser finde ich ihn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Suicide Squad„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Superhelden-Film der scheinbar besseren Sorte. So gut wie dieser Trailer kann der Film aber niemals sein. David Ayers Film mit Will Smith, Jared Leto, Margot Robbie, Joel Kinnaman und Viola Davis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Elvis & Nixon„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich finde ja Michael Shannon wahnsinnig sexy und als Schauspieler ist er einer der besten, aber Ähnlichkeit mit Elvis hat er nicht wirklich. Macht aber nix, Kevin Spacey hat auch kaum Ähnlichkeit mit Richard Nixon..
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

IMG_4551

 

TV – Serie: „Homeland, Staffel 5“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender SHOWTIME-Serie angeschaut:

 
„Homeland, Staffel“ (dt. Free-TV-Ausstrahlung ab dem 3.4.16 auf SAT1) 12 x approx. 55 min drama, thriller
dir. Lesli Linka Glatter, Keith Gordon, John Coles, Michael Offer, Alex Graves, Dan Attias, Tucker Gates, Seith Mann cast: Claire Danes, Rupert Friend, Sebastian Koch, Miranda Otto, Alexander Fehling, Sarah Sokolovic, F. Murray Abraham, Mandy Patinkin, Nina Hoss

 

 

Zwei Jahre sind vergangen. Carrie Mathison (Claire Danes) arbeitet nicht mehr für die CIA. Sie ist mit ihrer kleinen Tochter von Washington nach Deutschland gezogen. In Berlin arbeitet sie als Sicherheitschefin für den deutschen Milliardär Otto Düring (Sebastian Koch) und seine Stiftung. Otto Düring hat vor, ein Flüchtlingscamp im Libanon finanziell zu unterstützen. Dazu will er das Camp an der libanesisch/syrischen Grenze aufsuchen. Carries Aufgabe ist es, für seine Sicherheit vor Ort zu sorgen. Auch wenn sie nicht mehr für die CIA arbeitet, es dauert nicht lange bis sie sich erneut in Lebensgefahr befindet.

Peter Quinn (Rupert Friend) hat die letzten zwei Jahre in Syrien verbracht und informiert jetzt in Langley die hochrangigen CIA-Kräfte und Offiziellen über die Situation im Kriegsgebiet in Syrien. Saul Berenson (Mandy Patinkin) ist der neue Leiter der CIA in Europa und erfährt von Allison Carr (Miranda Otto), die die CIA-Station in Berlin leitet, dass die CIA Opfer eines Hacker-Angriffs geworden ist. Die Journalistin Laura (Sarah Sokolovic) informiert Carrie darüber, dass sie von sehr heiklen Dokumenten der CIA weiß…

 
B- (Wertung von A bis F) Ich bin „Homeland“-Fan der ersten Stunde. Während ich die erste Staffel und die zweite Staffel rückblickend am Besten fand und jeweils mit „A-“ bewertet habe, hat mir die dritte Staffel nicht so gefallen, immerhin konnte ich mich zu einer „B-„-Bewertung hinreißen lassen. Für die vierte Staffel musste sich „Homeland“ neu erfinden. Das ist in meinen Augen gelungen und wurde von mir mit einem „B+“ belohnt. Besonders mochte ich den Handlungsstrang um Carrie und Quinn.

Jetzt also die fünfte Staffel. Auch für Staffel Fünf musste sich „Homeland“ quasi neu erfinden. Carrie arbeitet nicht mehr für die CIA und auch, dass sie in Berlin lebt, ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Diese Staffel beginnt vielversprechend. Richtig eingestiegen bin ich mit Ende der zweiten Folge. Unfassbar spannend wird es mit dem Ende der dritten Folge. Meine Lieblingsfolge ist zweifelsfrei die vierte Folge. Dann geht es, in meinen Augen, leider bergab. Aber der Reihe nach.

 
„Homeland“ hat sich immer schon mit dem Terroranschlag vom 11. September 2001 und dem Thema Spionage (auch in den eigenen Reihen) beschäftigt und die amerikanische Kriegsführung und die U.S.-Paranoia thematisiert und kritisiert. Die fünfte Staffel wurde im Jahr 2015 (in Deutschland) gedreht und ist – gerade was die Situation in Europa und in Deutschland angeht – erschreckend aktuell. Syrien, Russland, die Flüchtlingskrise, die gescheiterte Integration, Islamisten und die Terrororganisation IS sind Themen, mit denen sich Deutschland und Europa auseinandersetzen müssen und das behandelt auch die fünfte Staffel. Die Protagonistin Carrie lebt jetzt in Berlin, die CIA hat – na klar – eine Station in Berlin und dieses Mal gibt es irgendwann Hinweise auf einen islamistischen Anschlag auf eine europäische Metropole.

Die Dreharbeiten begannen am 2.6.15 und wurden nach 138 Tagen am 20.11.15 abgeschlossen. Wenn man sich die letzten verheerenden Anschläge vom 13.11.15 in Paris und vom 22.3.16 in Brüssel vor Augen hält, ist die fünfte Staffel von „Homeland“ beinahe zu nah an der Realität.

Die Serienmacher von „Homeland“ zeigen mit dieser Staffel aber auch einen gewissen Sinn für Humor, auch wenn es wohl eher unbeabsichtigt ist. Es ist verstörend und zugleich irritierend komisch, wie hier gezeigt wird, dass der Hauptstadtflughafen BER bereits in Betrieb ist.

Ansonsten liebe es natürlich, dass die fünfte Staffel hauptsächlich in meiner Heimatstadt gedreht wurde.

Auch wenn am Ende ein zu großes Handlungswirrwarr herrschte, der komplette Plot nicht bis zum Ende durchdacht erschien und es einige Logiklücken gab, war die fünfte Staffel wirklich bis zum Schluss fesselnd. Ich mochte ein paar neue Charaktere (dabei besonders der von Sebastian Koch gespielte Otto Düring und Carries deutscher Freund Jonas, portraitiert von Alexander Fehling), fand aber die Charakterzeichnung einiger anderer neuer Charaktere (Allison Carr und die Journalistin Laura) nicht durchweg glaubwürdig. Die Charakterentwicklung bei Saul konnte ich nicht immer nachvollziehen und ich habe es regelrecht gehasst, wie schluderig hier mit meiner Lieblingsfigur (seit der vierten Staffel) Quinn umgegangen wird. Insbesondere Letzteres begann schon langsam mit dem Ende der fünften Episode („Better Call Saul“ – zugegeben, origineller Episodentitel) und daher bleibe ich mit der fünften Staffel leider unzufrieden und unglücklich zurück.

Gestört hat mich, wie so oft in amerikanischen Filmen und Serien, dass die Deutschen untereinander Englisch sprachen.

 

 
Die Hauptcharaktere, bereits von mir vorgestellt. In der fünften Staffel aber teilweise mit einem neuen Verantwortungsbereich:

Carrie Mathison ist eine ehemalige CIA-Agentin, mittlerweile hat sie die CIA verlassen und arbeitet als Sicherheitschefin für den Milliardär Otto Düring (gespielt von Sebastian Koch) und seine Stiftung. Carrie Mathison wird von der amerikanischen Schauspielerin Claire Danes gespielt.

Saul Berenson ist Carries Mentor. Er ist mittlerweile der Chef der CIA in Europa. Saul Berenson wird von dem amerikanischen Schauspieler Mandy Patinkin gespielt.

Peter Quinn arbeitet für die CIA, ist ein Black-Ops-Spezialist. Peter Quinn wird von dem englischen Schauspieler Rupert Friend gespielt.

Dar Adal ist nicht länger ein hochrangiger Black Ops Spezialist, mittlerweile ist Deputy Direktor der CIA. Gespielt wird Dar Adal von dem amerikanischen Schauspieler F. Murray Abraham

 

Neue, für die fünfte Staffel wichtige Charaktere:

Otto Düring  ist deutscher Milliardär, etwas undurchsichtig. Er leitet eine Stiftung und ist Carries Arbeitgeber. Gespielt wird Düring von dem großartigen deutschen Schauspieler Sebastian Koch. Ich verfolge schon lange seine Arbeit („Todesspiel“, „Der Tanz mit dem Teufel“, „Der Tunnel“, „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“). International bekannt wurde er durch den Film „Das Leben der Anderen“, der mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde. Im letzten Jahr habe ich in The Danish Girl und in Steven Spielbergs Bridge of Spies gesehen.

Jonas  ist Carries deutscher Freund in Berlin. Er ist Anwalt und arbeitet für die Düring Stiftung. Gespielt wird Jonas von dem deutschen Schauspieler Alexander Fehling. Er war bereits in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds zu sehen und hat die Hauptrolle in dem, dieses Jahr beinahe für den Oscar als fremdsprachiger Film nominierten „Labyrinth of Lies“ gespielt.

Allison Carr  leitet die CIA-Niederlassung in Berlin. Sie verkörpert zunächst eine äußerst interessante, später – wenn mehr über ihre Person erfährt, für meinen Geschmack etwas zu klischeemäßige Figur. Für mich war Allisons Charakter nicht durchgehend durchdacht. Gespielt wird Allison von der australischen Schauspielerin Miranda Otto. Ihre erste Rolle in einem Hollywood-Film hatte sie in dem Thriller „What Lies Beneath“. Sie hat auch in The Lord of the Rings: The Two Towers und The Return of the King mitgespielt. Mir ist sie das erste Mal in dem australischen Indie In Her Skin aufgefallen.

Laura Sutton  arbeitet als Journalistin und auch für die Düring Stiftung. Laura ist Amerikanerin. Gespielt wird Laura von der amerikanischen Schauspielerin Sarah Sokolovic. Ich habe sie bereits in dem Indie-Drama Every Secret Thing gesehen.

Ivan  ist Agent des russischen Geheimdienstes. Ivan wird von dem ukrainischen Schauspieler Mark Invanir gespielt. Er hat in einigen amerikanischen Fernsehproduktionen mitgespielt und auch bereits in einigen Steven Spielberg Filmen (Schindler´s List, The Terminal, The Adventures of Tintin) mitgewirkt.

Astrid – arbeitet als Agentin bei dem Bundesnachrichtendienst (BND). Astrid hatte eine Affäre mit Peter Quinn (gespielt von Rupert Friend). Ihre Figur wurde bereits in der vierten Staffel eingeführt. In der fünften Staffel hat sie eine größere Rolle. Gespielt wird Astrid von der deutschen Theater- und Filmschauspielerin Nina Hoss. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in dem Film „Das Mädchen Rosemarie“. In den U.S.A. konnte sie sich durch Christian Petzolds Filme „Barbara“ und „Phoenix“ einen Namen machen. Auch hat sie neben meinem, so schmerzlich vermissten Lieblingsschauspieler Philip Seymour Hoffman in A Most Wanted Man gespielt.

Numan ist der Hacker, der an die geheimen CIA-Unterlagen herangekommen ist. Numan wird von dem deutschen Schauspieler Atheer Adel gespielt. Er hat in Tom Tykwers „A Hologram for the King“, den ich kürzlich gesehen habe, mitgespielt.

Für die fünfte Staffel hat „Homeland“ eine SAG Award Nominierung für das Best Drama Ensemble und das Best Stunt Team erhalten. Auch wurde Claire Danes als Best Drama Actress nominiert. Die Regisseurin Lesli Linka Glatter hat eine DAG-Nominierung für die 2. Episode („The Tradition of Hospitality“) bekommen.

Die fünfte Staffel von Homeland wurde erstmalig v. 4.10.15 – 20.12.15 auf dem Pay-TV-Sender SHOWTIME ausgestrahlt. In Deutschland ist „Homeland 5“ ab Sonntag, dem 3.4.16 auf SAT1 zu sehen.

 
Es wurde bereits angekündigt, dass es eine weitere Staffel von „Homeland“ geben wird. Die Handlung soll in New York spielen.

 
Trailer zu sehen:

ein weiterer Trailer:

"Homeland 5"-Werbeplakat in New Yorker U-Bahn
„Homeland 5“-Werbeplakat in New Yorker U-Bahn

 

San Francisco – Film: „Zootopia“

Ich war am 15.03.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Zootopia“ (dt. Filmtitel: „Zoomania“, dt. Kinostart war der 3.3.16) 108 min animation
dir. Byron Howard, Rich Moore voices: Ginnifer Goodwin, Jason Bateman, Idris Elba, J.K. Simmons, Tommy Chong, Octavia Spencer, Jenny Slate, Shakira

 

 

In der Metropole Zootopia leben Raub- und Beutetiere friedlich miteinander. Der größte Wunsch der jungen Hasendame Judy Hopps (Ginnifer Goodwin) aus Bunnyburrow war es von kleinauf, Polizistin zu werden. Nur Hasen werden keine Polizisten, sie sind ja auch viel zu klein für den Job. Dann hat die Häsin aber doch ein Sonderprogramm auf der Polizeiakademie absolviert und hat sogar als Jahresbeste abgeschlossen. Sie freut sich schon auf ihren ersten großen Fall, wird aber erst mal zum Strafzettelschreiben verdonnert. Schließlich erfährt die ehrgeizige Judy aber von dem Fall des vermissten Otters und bekommt 48 Stunden Zeit, den Fall zu lösen. Dabei hilft ihr ihre neue Bekanntschaft, der trickbetrügerische Fuchs Nick (Jason Bateman)…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Zootropia“ ist der neueste Disney-Animationsfilm.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich bei einem Disney-Film das letzte Mal so viel lachen musste und dabei erzählt der Film eigentlich eine Geschichte über Minderheiten, Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus und Toleranz.

Alleine wie diese Welt zu Beginn des Films durch ein Schultheaterstück erklärt wird und dann diese faszinierende Metropole Zootopia – da gibt es so viel zu ergründen – gerne hätte ich noch etwas mehr in den einzelnen Bezirken verweilt. Die Sequenz in dem Nudistenclub, alle Szenen mit den Eisbären und Mr. Big und natürlich die, durch den Trailer bekannte, Behörden-Faultier-Szene haben mir am Besten gefallen. Aber den gesamten Film über begeistern so viele Details, beispielsweise die angebissene Möhre auf der Rückseite von Judy Hopps iPhone. Überhaupt sind die Figuren alle hinreissend. Auch fand ich es sehr smart, wie hier irgendwie beiläufig verdeckter Rassismus thematisiert wird, z.B. wenn die kleine Häsin von dem bulligen Polizisten als „cute“ bezeichnet wird und sie dann aufklärend zu ihm sagt, dass man sich innerhalb einer Gattung als süß betiteln kann, es aber unangebracht ist, wenn dies von einer anderen Rasse erfolgt, oder wenn der Fuchs Nick die Hasendame immer wieder als „Carrots“ anspricht und – wieder Nick – sich nicht beherrschen kann, und der Schafdame über das Kräuselhaar streicht – das alles sind Dinge, die von der Ideenfabrik PIXAR kommen könnten, die aber von dem familienfreundlichen Mutterkonzern Disney fast schon irritierend intelligent sind.

Die Synchronisation in der Originalfassung ist erstklassig, insbesondere die von Ginnifer Goodwin und Jason Bateman gesprochenen Hauptfiguren Judy Hopps und Nick Wilde.

Für mich gab es zwischendurch ein paar kleinere Längen und auch hätte dieser Shakira-Song nun nicht wirklich sein müssen, sonst ist aber alles nahezu perfekt.

„Zootopia“ steht bei dem amerikanischen Bewertungsportal Rotten Tomatoes bei 99%, der Film hat ein hervorragendes Einspielergebnis an der Kinokasse (weltweit) erzielt und damit haben wir wohl den ersten sicheren Oscar-Kandidaten für das Jahr 2017.

 

 

Hier nochmal der wunderbare Faultier-Trailer:

 
Teaser zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Warum? – sowieso und im Besonderen: warum spielt Laura Linney mit?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Middle School: The Worst Years of My Life„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: auch schlimm – Komödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Secret Life of Pets„
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Nine Lives„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Katzenfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Storks„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kubo and the Two Strings„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Stop-Motion-Film. Ich mag die Figuren nicht
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The BFG„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Steven Spielbergs neuer Fantasy-Film mit Mark Rylance
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Finding Dory„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Pixars Sequel zu „Finding Nemo“ – interessiert mich eigentlich gar nicht
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken
Das waren unfassbare 8 Trailer, die ich mir vor dem Spielfilm ansehen musste. Dankenswerterweise wird in den U.S.A. keine Werbung gezeigt, wenn eigentlich der Kinofilm anfangen soll, ansonsten wäre ich an diesem Tag gefühlt gar nicht mehr aus dem Kino gekommen.

 

San Francisco – Film: „10 Cloverfield Lane“

Ich war am 14.03.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„10 Cloverfield Lane“ (dt. Kinostart: 31.03.16) 103 min sci-fi, thriller, sequel
dir. Dan Trachtenberg cast: Mary Elizabeth Winstead, John Goodman, John Gallagher, Jr. voice: Bradley Cooper

 

 

Nach einem schweren Autounfall wacht Michelle (Mary Elizabeth Winstead) angekettet in einem fensterlosen Raum auf. Ein Mann (John Goodman) erklärt ihr, dass sie sich in einem unterirdischen Bunker befindet, er sie gerettet hat und sie sich jetzt und hier in Sicherheit befindet Mmmh…

 
B (Wertung von A bis F) „10 Cloverfield Lane“ ist das Regiedebüt von Dan Trachtenberg. Es ist keine direkte Fortsetzung zu dem aus dem Jahr 2008 stammenden Film Cloverfield, aber er spielt irgendwo in dem „Cloverfield“-Universum.

Noch vor zwei Monaten wusste außer den direkt Beteiligten niemand von der Existenz dieses Films. „10 Cloverfield Lane“ wurde unter strengster Geheimhaltung gedreht. Das Projekt hatte verschiedene Arbeitstitel („The Cellar“, „Valencia“) und überraschte die Film- und Medienwelt dann am 15.01.16 als der außergewöhnlich gelungene Trailer erstmalig auftauchte. Dass der Film dann auch noch „Cloverfield“ im Titel trägt, löste vollends Begeisterung aus. Hut ab vor dieser durchdachten Marketing-Kampgane von J.J. Abrams Produktionsfirma Bad Robot Productions.

Wo Matt Reeves Film noch amateurhaft wirkte, ist dieser „Cloverfield“-Film solide inszeniert, smart, ungemütlich, hin und wieder humorig und sehr spannend (ab einem gewissen Zeitpunkt sogar kaum aushaltbar spannend). Ich mag diese Wie-würde-ich-reagieren?-Thriller und wenn die Protagonistin dann oftmals noch so reagiert, wie ich es vielleicht in so einer Situation getan hätte – perfekt. Ich fand „10 Cloverfield Lane“ erstklassig, wenn, ja wenn ich die vielleicht letzten 10 Minuten nicht so unfassbar albern gefunden hätte. Als Bewertung hatte ich mir direkt zum Ende des Films ein „B“ notiert. Jetzt, ein paar Tage später sehe ich aber vordergründig das dämliche Ende vor Augen und so war ich tatsächlich geneigt, meine Bewertung nach unten zu korrigieren. Das würde aber wiederum den gesamten Film nicht gerecht werden. Außerdem ist dies der erste Film von Dan Trachtenberg und mindestens 90 Minuten liefert er dafür einen ziemlich guten Film ab, daher bleibe ich bei meiner ursprünglichen Bewertung.

„10 Cloverfield Lane“ ist ein Film über den man inhaltlich kaum etwas erzählen oder schreiben kann bzw. sollte. Man sollte keinem anderen den Spaß, den dieser Film durchaus machen kann, verderben. Ich glaube aber auch, dass dies kein Film ist, der – wenn man die Auflösung kennt – bei einer zweiten Sichtung funktioniert.

John Goodman kenne ich bereits aus Filmen wie „The Big Easy“, „Raising Arizona“ und „Sea of Love“, unvergessen in seiner Rolle in der TV-Serie „Roseanne“. Eine Zeit lang wurde es etwas ruhiger um ihn, zumindest in meiner Wahrnehmung, aber seit einigen Jahren ist er erfreulicherweise wieder voll dabei und glänzt in Filmen wie The Artist, Argo, Flight, Trumbo, etc. John Goodman gab schon immer glaubwürdige und durchaus, sich von der restlichen Besetzung abhebende Performances. Auch in diesem Film ist er klasse. Derzeit wird versucht, ihn für eine Oscar-Nominierung ins Gespräch zu bringen. Ich glaube, dass es dafür nicht langen wird. Hervorragend in diesem Kammerspiel ist auch Mary Elizabeth Winstead („Scott Pilgrim vs. the World“, Smashed, The Spectacular Now, Kill the Messenger).

Man kann damit rechnen, dass es einen weiteren Film der „Cloverfield“-Reihe geben wird.

„10 Cloverfield Lane“ ist am 11.03.16 in 3391 amerikanischen Kinos gestartet und wird am 31.03.16 in den deutschen Kinos anlaufen.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hardcore Henry„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Sci-Fi-Actioner mit Sharlto Copley, heisst in D. nur „Hardcore“
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Nice Guys„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Shane Blacks neuer Film mit Russell Crowe und Ryan Gosling
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Everybody Wants Some„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Richard Linklaters neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Huntsman: Winter´s War„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Prequel/Sequel zu „Snow White and the Huntsman“
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ghostbusters„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Ein Reboot des Originals mit Melissa McCarthy, Kristen Wiig und Chris Hemsworth. Warum?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „X-Men: Apocalypse„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Marvel-Mist-Fortsetzung. Wann hört es endlich auf, dass ich mir diese Filme auch noch angucken muss. (McAvoy, Fassy, Lawrence, Isaac)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich will nicht

Trailer v. Film: „Star Trek Beyond„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Genau – DAS ist ein Film, den ich wirklich nicht sehen muss.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

San Francisco – Film: „The Witch“

Ich war am 14.03.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„The Witch“ (dt. Kinostart: 19.05.16) 92 min drama, thriller, horror 
dir. Robert Eggers cast: Anya Taylor-Joy, Ralph Ineson, Kate Dickie, Harvey Scrimshaw, Ellie Grainger, Lucas Dawson

 

 

Neu England im Jahr 1630. Eine streng religiöse Familie wird aus einer christlichen Gemeinde verstossen. Fortan leben die Eltern (Ralph Ineson und Kate Dickie) mit ihren fünf Kindern selbstversorgend am Waldrand. Als die älteste Tochter, Thomasin (Anya Taylor-Joy), mit dem Baby spielt, verschwindet das Neugeborene spurlos. Vielleicht hat die Hexe, die im Wald leben soll, etwas mit dem Verschwinden des Kindes zu tun.

 

 

A- (Wertung von A bis F) „The Witch“ ist das sehr beeindruckende Langfilmdebüt von Regisseur Robert Eggers.

„The Witch“ war im letzten Jahr DER Sundance-Hit. Seit dem 19.02.16, also mehr als ein Jahr später, ist dieser Arthouse-Film endlich durch meinen Lieblingsverleiher A24 ins amerikanische Kino gekommen.

„The Witch“ ist kein Horrorfilm – vielleicht doch, aber er sollte so nicht vermarktet werden. Als Horrorfilm zieht er ein falsches, ein Mainstream-Publikum ins Kino und die können aller Wahrscheinlichkeit mit diesem Film gar nichts anfangen. Zu Beginn des Films wird selbiger so schön als „A New-England Folktale“ beschrieben. Für mich ist es ein fiktiv-historisches Familiendrama mit Ganzkörper-Gänsehaut-Gruselmomenten.

Viel zu besagten Atmosphäre trägt die altenglische Sprache bei, ich konnte nicht jeden Satz verstehen, verstanden habe ich aber diese fremde Welt, in der die Protagonisten leben und ihre Geschichte.

Der Film liefert keine Erklärungen, es gibt auch keine Einführung oder Vorstellung der einzelnen Charaktere. Viele Momente im Film und auch der Film als Ganzes lässt viel Raum für Interpretationen. Von Beginn an war ich gebannt bei den Charakteren. „The Witch“ gruselt durch das Dabeisein. Durch die hervorragende Kamera- und Regiearbeit habe ich mich oft als direkter Beobachter gefühlt. Mir kam es so vor, als würde ich im Gestrüpp, im kargen Wald, auf dem Hof, auf dem Dachboden des Hauses, etc. immer direkt neben den Charakteren stehen – manchmal war ich so nah, wie ich es gar nicht sein wollte.

Der Regisseur Robert Eggers hat zuvor als Kostüm- und Produktionsdesigner für Theater- und Filmproduktionen gearbeitet. Er ist in New England aufgewachsen und war von klein auf von dem Thema Hexen fasziniert. Der Film spielt rund 60 Jahre vor den Hexenprozessen von Salem. Für seinen Film hat er jahrelang recherchiert, hat mit Historikern und Museen gearbeitet, hat die altenglische Sprache anhand von alten Schriften studiert und für sein Drehbuch wortwörtlich übernommen. Das Farmhaus wurde beispielsweise aus Originalmaterialien aus dem 17. Jahrhundert nachgebaut und die Kostüme sind nach früheren Zeichnungen handgefertigt. Hier steckt viel Liebe zum Detail.

Auch schauspielerisch bewegt sich der Film auf einem sehr hohen Niveau. Die tollen, unverbrauchten Gesichter kommen der Authentizität zugute. Es ist bemerkenswert, was für eine Performance hier aus den Kindern (und auch aus Black Phillip) geholt wurde. Für die Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy dürfte das der Beginn einer großen Karriere sein. Der angenehm-sonoren Stimme des Vaters hätte ich ewig zuhören können.

„The Witch“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Dort hat der Film den Directing Award: U.S. Dramatic gewonnen.

 
Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Purge: Election Year„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Bereits der dritte Teil der Reihe, ich habe die anderen beiden Filme leider immer noch nicht gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Demolition„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Jean-Marc Vallées neuer Film mit Jake Gyllenhaal
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Conjuring 2„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzungsfilm, wieder von James Wan und mit Vera Farmiga und Patrick Wilson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hardcore Henry„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Sci-Fi-Actioner mit Sharlto Copley, heisst in D. nur „Hardcore“
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Green Room„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jeremy Saulniers neuer Film. Habe zwar von dem Trailer her nicht verstanden worum es geht, aber der Regisseur hat einen meiner Lieblingsfilme (Blue Ruin inszeniert, Patrick Stewart spielt mit und der Film ist von meinem Lieblingsverleiher A24.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Berlin (ale) – Film: „The Ones Below“

Ich war am 20.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Ones Below“ 86 min thriller
dir. David Farr cast: Clémence Poésy, David Morrissey, Stephen Campbell Moore, Laura Birn, Deborah Findlay

Kate (Clémence Poésy) und Justin (Stephen Campbell Moore) leben in der oberen Hälfte eines Londoner Stadthauses. Sie erwarten ihr erstes Kind. Mit Jon (David Morrisey) und der bildhübschen Teresa (Laura Birn) ziehen neue Mieter in die Wohnung unter ihnen ein. Kate freundet sich schon bald mit der ebenfalls schwangeren Teresa an. Auf den ersten Blick wirken die neuen Nachbarn sehr glücklich, aber schon bald ergibt sich ein neues Bild und dann kommt es zu einem tragischen Unfall…

B+ (Wertung von A bis F) Der Thriller „The Ones Below“ ist das Spielfilmdebüt des britischen Theaterregisseurs David Farr.

„The Ones Below“ ist ein durchgehend spannender und rückblickend irgendwie oldschooliger Psychothriller. Der Regisseur spielt hier bewusst mit verschiedensten Unsicherheiten und Ängsten der Zuschauer. Man kann sich in die unangenehmen oder seltsamen Situation hineinversetzen. Ich wusste nicht, in welche Richtung die Handlung abzielt und fand so weite Strecken unvorhersehbar.

Der Regisseur hat im anschließenden Q & A erzählt, dass ihn die französische Schauspielerin Clémence Poésy überzeugen konnte, dass sie akzentfrei Englisch sprechen kann. In der Tat hätte ich gedacht, dass Kate eine Britin ist. Bei Theresa war es etwas schwieriger herauszuhören, woher sie kommt. In diesem Film wird sie einfach als „Ausländerin“ beschrieben. Tatsächlich ist die Schauspielerin Finnin.

„The Ones Below“ feierte seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival 2015. Auf dem Berlin International Film Festival 2016 lief der Film in der Sektion Panorama. Ich habe ihn auf der 66. Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OV. Im Anschluss an den Film hat sich der Regisseur des Films, den zahlreichen Fragen des Publikums gestellt.

Trailer zu sehen:

 

Mein Berlinale-Ticket
Mein Berlinale-Ticket

 

Berlin (ale) – Film: „Little Men“

Ich war am 20.2.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Little Men“ (dt. Filmtitel: „Junge Männer) 85 min drama
dir. Ira Sachs cast: Greg Kinnear, Talia Balsam, Jennifer Ehle, Alfred Molina, Michael Barbieri, Theo Taplitz

 

 

Nach dem Tod seines Großvaters muss der 13-Jährige Jake (Theo Taplitz) mit seinen Eltern (Jennifer Ehle und Greg Kinnear) von Manhattan nach Brooklyn umziehen. Dort bezieht die Familie das Haus des verstorbenen Großvaters. Jake freundet sich schnell mit dem gleichaltrigen Tony (Michael Barbieri) an, seine Mutter führt eine kleine Boutique unten im Haus. Als es zu Streitigkeiten der Eltern kommt, geht das an den Jungen auch nicht spurlos vorbei.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Little Men“ ist der neueste Film des amerikanischen Filmemachers Ira Sachs („Keep the Lights On“, Love is Strange)

„Little Men“ ist ein feines Drama, das eine irgendwie ausweglose Situation und eine Freundschaft zwischen zwei Jungen beschreibt.

Das Beste an dem Film sind zweifelsfrei diese beiden Jungen. Am Anfang hat es mir der feingliedrigen und kreative Jake (gespielt von Theo Taplitz) angetan, bis der kleine südamerikanische Rabauke Tony eine schauspielerische Performance hinlegt, die ich so nur von ganz wenigen älteren und erfahrenen Schauspieltalenten erwartet hätte. Die Szene mit Tony und seinem Schauspiellehrer ist überragend und hat sogar in meiner Berlinale-Vorstellung ein paar Zuschauer zu einem spontanen Szenenapplaus hinreissen lassen. Dies ist das Spielfilmdebüt von Michael Barbieri und es würde mich nicht überraschen, wenn ich hier das erste Mal ein Schauspielgenie bewundern konnte. Aber auch bei Theo Taplitz bin ich mir sicher, dass man ihn bald schon in einem anderen Film sehen wird.

Nach A Quiet Passion war „Little Men“ auf der diesjährigen Berlinale bereits mein zweiter Film mit Jennifer Ehle (The King´s Speech, The Ides of March, Contagion, Zero Dark Thirty). Ich brauchte eine Weile um mich an sie zu gewöhnen, mittlerweile sehe ich sie sehr gern, vielleicht weil sie mich an die junge Meryl Streep erinnert.

„Little Men“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt. Auf dem Berlin International Film Festival 2016 lief der Film in der Sektion Panorama (GenerationK plus). Ich habe den Film auf der 66. Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OmU. Der Regisseur war eigentlich für ein anschließendes Q & A angekündigt, ist aber nicht aufgetaucht. Der Film hat mit Magnolia Pictures bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden.

Bisher konnte ich noch keinen Trailer finden.

 

Mein Berlinale-Ticket
Mein Berlinale-Ticket

Berlin (ale) – Film: „Miles Ahead“

Ich war am 19.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:
„Miles Ahead“ 100 min drama, biopic
dir. Don Cheadle cast: Don Cheadle, Ewan McGregor, Michael Stuhlbarg, Emayatzy Corinealdi, Keith Stanfield

 

Ende der 1970er Jahre in New York. Der Jazztrompeter Miles Davis (Don Cheadle) lebt sehr zurückgezogen. Seit fünf Jahren hat er kein Album mehr produziert und ist auch nicht mehr aufgetreten. Eines Tages steht der Rolling Stone-Reporter Dave Braden (Ewan McGregor) vor seiner Tür und möchte eine Story über das Comeback des Jazzmusikers schreiben.

 

B (Wertung von A bis F) „Miles Ahead“ ist ein Biopic über die Jazz-Legende Miles Davis. Es ist das Regiedebüt des oscarnominierten Schauspielers Don Cheadle („Out of Sight“, „Ocean´s Eleven“, „Hotel Rwanda“, „Crash“, Reign Over Me)

 

Dies ist zwar kein klassisches Musiker-Porträt, aber ein sowohl erzählerisch als auch künstlerisch interessantes – insbesondere wenn man berücksichtigt, dass dies Don Cheadles erste Regiearbeit ist. Um die – Ende der 1970er Jahre  angesiedelte – Comeback-Story auf den Weg zu bringen und kurzweilig zu halten, dient hier eine fiktive Person (gespielt von Ewan McGregor). Die Rückblenden widmen sich hauptsächlich der großen Liebe der Jazzlegende.

Don Cheadle hat in diesem Projekt auch die Hauptrolle übernommen und gibt eine uneitle und durchaus filmpreiswürdige Performance. Die Szenen mit ihm und Ewan McGregor waren sehr amüsant. Michael Stuhlbarg (A Serious Man, Blue Jasmine, Steve Jobs, Trumbo) mimt hier den fragwürdigen Plattenproduzenten –  großartig.

„Miles Ahead“ war im Jahr 2015 für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Um sich für die 88. Academy Awards zu qualifizieren, hätte Sony Pictures Classics den Film bis zum 31.12.15 ins amerikanische Kino bringen müssen. Da der Film auf dem NYFF nicht, die vielleicht erwarteten Begeisterungsstürme hervorgerufen hat, wagte der amerikanische Verleiher nicht den Schritt in die Oscar-Saison.

 

„Miles Ahead“ feierte seine Weltpremiere auf dem New York Film Festival 2015. Der Film wurde in der Sektion Berlin Special auf dem Berlin International Film Festival 2016 gezeigt. Ich habe den Film auf der Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OmU. „Miles Ahead“ soll am 1.4.16 in den amerikanischen Kinos starten.

Trailer zu sehen:

 

Mein Berlinale-Ticket
Mein Berlinale-Ticket

Berlin (ale) – Film: „Maggie´s Plan“

Ich war am 17.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Maggie´s Plan“ (dt. Filmtitel: „Maggies Plan“, dt. Kinostart: 04.08.16) 99 min  romcom
dir. Rebecca Miller cast: Greta Gerwig, Julianne Moore, Ethan Hawke, Bill Hader, Maya Rudolph, Travis Fimmel

 

 

Die Mittdreißigerin Maggie (Greta Gerwig) hat einen guten Job und lebt in New York. Jetzt hat sie sich in den Kopf gesetzt, ein Baby zu bekommen. Da sie keinen geeigneten Partner hat, beschliesst sie, auf einen Samenspender zurückzugreifen. Dafür bietet sich der Gurken-Händler Guy (Travis Filmmel) an. Dann lernt Maggie aber den verheirateten John (Ethan Hawke) kennen….

 

 

C- (Wertung von A bis F) „Maggie´s Plan“ ist der neueste Film der amerikanischen Autorin und Filmemacherin Rebecca Miller („The Ballad of Jack and Rose“, „The Private Lives of Pippa Lee“). Rebecca Miller ist die Tochter des berühmten Dramatikers Arthur Miller („Death of a Salesman“) und Ehefrau des dreimaligen Oscar-Gewinners Daniel Day-Lewis.

Gut, ich kann es nicht leugnen, ich mochte diesen Film gar nicht. Mit Ausnahme des Gurken-Händlers (gespielt von Travis Filmmel) und Bill Haders Figur fand ich alle Charaktere entweder trötenlangweilig, dämlich oder nervtötend. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich eine Verbindung zu den Charakteren und damit zu dem Film aufbauen. Ich fand es fragwürdig, dass Greta Gerwig und Julianne Moores Charakter erst zu diesem Zeitpunkt das erste Mal aufeinandertreffen. Spätestens als der titelgebenden Plan von Maggie spruchreif war, kam es mir vor, als hätte ich mich in ein seichtes Theaterstück verirrt. Als dann noch Maggies Kind irgendwann auf dem Rücksitz des Autos mit dem Rechenschieber spielt, da hätte ich am liebsten das Kino (das Theater) verlassen.

Zugegebenermassen können neurotische Existenzen bei mir in seltenen Fällen wirklich punkten.
Greta Gerwig (Frances Ha, Mistress America) kann eben diese Charaktere zwar immer glaubwürdig präsentieren, aber mein Fall ist sie einfach nicht.

Apropos neurotisch, nicht allein durch die Charaktere und New York, sondern auch durch die Filmmusik fühlte sich „Maggie´s Plan“ wie ein (misslungener) Woody-Allen-Film an.

 
Maggie´s Plan wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Er wurde in der Sektion Panorama auf dem Berlin International Film Festival 2016 gezeigt. Ich habe den Film auf der 66. Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OmU. In den U.S.A soll der Film am 20.05.16 starten. In Deutschland ist der offizielle Kinostart der 04.08.16.

 
Trailer zu sehen:

 

Mein Berlinale-Ticket
Mein Berlinale-Ticket

Berlin (ale) – Film: „Indignation“

Ich war am 16.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Indignation“ 109 min drama, adaptation
dir. James Schamus cast: Logan Lerman, Sarah Gadon, Pico Alexander, Tracy Letts, Danny Burstein, Linda Emond

 

Im Jahr 1951. Marcus Messner (Logan Lerman) kommt aus einfachen Verhältnissen. Er erhält ein Stipendiat und geht nach Ohio, um Jura zu studieren. Das College bewahrt ihn vor einem Kriegsdienst in Korea und letztlich auch vor seinem kontrollierenden Vater (Danny Burstein). Auf dem christlich geprägten Winesburg College muss sich Marcus jedoch auch einigen Regeln unterwerfen. Dann trifft er auf Olivia Hutton (Sarah Gadon), die den jungen Mann erheblich verwirrt…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Indignation“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Roth. Es ist das Regiedebüt von James Schamus. Er ist Filmprofessor an der Columbia University und hat sich bereits als Drehbuchschreiber („The Ice Storm“, „Crouching Tiger, Hidden Dragon“) einen Namen gemacht. Auch war James Schamus jahrelang Chef der amerikanischen Independent-Filmproduktions- und Verleihfirma Focus Features.

„Indignation“ ist ein feines Indie-Drama. Der Film erzählt eine Geschichte über einen freigeistigen Außenseiter auf einem amerikanischen College in den 1950er Jahren. Ohne dabei vorherrschend zu sein, findet auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte ihren Platz in dem Film.

Marcus kommt aus einer jüdischen Familie, ist selbst jedoch nicht gläubig und soll jetzt auf dem College – so verlangen es die Regeln – in einer gewissen Regelmäßigkeit den Gottesdienst besuchen. Der Junge versteht es nicht und legt sich letztlich sogar mit dem Dekan an. Dieses, mit viel Leidenschaft geführte, erste (und ca. 18 Minuten andauernde) Wortduell zwischen dem eigentlich introvertierten Marcus und dem konservativen Dekan Caudwell (gespielt von dem wunderbaren Tracy Letts) zählt zu den am besten geschriebenen und gespielten Dialogszenen, die ich je gesehen habe.

„Indignation“ fühlt sich nicht an, wie ein Film, der von einem Regiedebütant inszeniert wurde. James Schamus vermittelt den Eindruck, genau zu wissen was er tut. Der Filmemacher hat Philip Roths Roman im Flugzeug gelesen und hat direkt nach der Landung versucht, sich die Filmrechte zu sichern. Er hat sich in die Charaktere verliebt und das merkt man seiner Verfilmung auch an.

Logan Lerman (The Perks of Being a WallflowerFury) gibt hier eine hervorragende Performance.

„Indignation“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt. Auf der Berlinale 2016 lief der Film in der Sektion Panorama. Ich habe den Film auf der 66. Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OmU. Der Regisseur James Schamus war anwesend und hat sich im Anschluss an den Film, den Fragen des Publikums gestellt. Der Film hat mit Lionsgate bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden. Ein amerikanischer (oder deutscher) Kinostart ist noch nicht in Sicht.

Trailer zu sehen:

 

IMG_4526

 

Oscar-Gewinner 2016

Die diesjährige Oscarverleihung habe ich wieder in Deutschland gesehen. Die Red-Carpet-Show, wie üblich, weitestgehend auf CNN, dann notgedrungenerweise auf Pro7 geschaltet (wo ich zunächst wohlwollend festgestellt habe, dass nicht mehr „augenroll“ Steven Gätjen „augenroll“ die blöden Fragen am roten Teppich stellt…dann aber schnell realisierte, dass Annemarie Carpendale auch ausreichend Fremdschäm-Momente liefert). Es bleibt mir rätselhaft, warum man nicht einfach die gesamte Pre-Show von ABC überträgt. Wäre sicher auch nicht so kostspielig für Pro7 und würde den Deutschen mal zeigen, wie professionelle Interviews auf dem Roten Teppich ausschauen.

 

Zur Show.

Auch wenn die gesamte Verleihung mal wieder zu lang war, hat sie mir von Anfang bis Ende gefallen. Und das hat nichts damit zutun, dass „Spotlight“ den ersten und den letzten Oscar des Abends erhalten hat. Nein, ich fand Oscar-Gastgeber Chris Rock überraschend smart und witzig. In seiner Eröffnungsrede hat er sich nicht nur über die Academy und die „Weißen Oscars“ lustig gemacht, sondern auch über diejenigen, die der diesjährigen Oscar-Verleihung fernblieben. Mir gefielen auch die zahlreichen Einspiel-Filmchen, besonders als Chris Rock afro-amerikanische Kinogänger in Compton gefragt hat, ob sie die oscar-nominierten Filme gesehen hätten und die von diesen Filmtiteln noch nie gehört hatten.

Für die Vergabe der Oscars wurde dann eine ungewohnte, aber Sinn ergebende Reihenfolge der Kategorien gewählt. Ausgezeichnet wurden der Reihe nach: die Autoren, die Nebendarstellerin, die Kostümdesigner, die Setdesigner, Make-Up-Artisten, der Kameramann, die Cutterin, die Ton-Leute, die Visuelle Effekte-Leute, der animierte Kurzfilm, der Nebendarsteller, der animierte Langfilm, der kurze Dokumentarfilm, der lange Dokumentarfilm, der (Live Action) Kurzfilm, der fremdsprachige Film, die Filmmusik, der Filmsong, der Regisseur, die Hauptdarstellerin, Leo und der beste Film.

Dabei gab eine Überraschung und zwei Mega-Schocker: Die Überraschung war, dass der Oscar für visuelle Effekte nicht an „Star Wars: The Force Awakens“ ging und auch an keinen der, wie sonst üblich, nominierten Filme, sondern an „Ex Machina“. Darüber habe ich mich sehr gefreut, aber – zugegebenermassen – im Leben nicht damit gerechnet. Ich dachte, dass sie „Star Wars: The Force Awakens“ wenigstens einen Oscar geben. Der erste Schocker des Abends war einer über den ich mich richtig gefreut habe. Mark Rylance hat verdientermassen den Oscar als Bester Nebendarsteller gewonnen – oder anders – der absolute Favorit auf diesen Oscar war Sylvester Stallone und hat ihn eben nicht gewonnen. Danke AMPAS dafür! Der zweite Schocker war, dass der von vielen so gehasste „Spectre“-Song gewonnen hat und eben nicht der hochfavorisierte Song „Til It Happens To You“ von Diane Warren und der grauenhaften Gaga. Etwas leid tat es mir für die acht Mal für den Oscar nominierte Diane Warren.
Was die tatsächlichen Preisträger angeht, hätte es für mich nicht besser laufen können. „Spotlight“ gewinnt bester Film (und bestes Originaldrehbuch) und „Mad Max: Fury Road“ räumt die meisten technischen Kategorien und insgesamt 6 Oscars ab. Der beste Film („Spotlight) – und das zeigt auch gleich was für eine außergewöhnliche Oscar-Saison es war – hat nur einen weiteren Oscar gewonnen. Grundsätzlich wird der Oscar-Gewinner-Film mit insgesamt mindestens 3 Oscars ausgezeichnet. Das letzte Mal, dass ein Gewinner-Film insgesamt nur zwei Oscars gewonnen hat, war im Jahr 1952 und der Film hieß „The Greatest Show on Earth“.

Mir war klar, dass „Spotlight“ das Originaldrehbuch gewinnen wird, ich habe aber hin und her überlegt, welchen Oscar dieser Film noch gewinnen könnte. Das hat mich schier verrückt gemacht, letztlich hat mich in so einem engen Rennen einzig und allein das Preferential Voting davon überzeugt, trotzdem auf „Spotlight“ zu setzen. Ich stand wirklich kurz davor, auf den Wagen beinahe aller Oscar-Experten aufzuspringen und auf „The Revenant“ als Bester Film zu setzen.
Der beste Presenter war für mich dieses Jahr Louis C. K. Er hat die Kategorie Best Documentary Short Subject wirklich witzig verkündet und hat sich damit als zukünftiger Oscar-Gastgeber empfohlen.
Bei den Oscars 2016 gab es 24 Kategorien und ich habe dieses Jahr 19 richtig geraten (oder anders bei: Best Supporting Actor, Best Sound Mixing, Best Original Song, Best Visual Effects und Best Live Action Short Film habe ich falsch getippt). Wobei ich tatsächlich nicht rate und auch nicht (wie die meisten) abschreibe, sondern mir über jede einzelne Kategorie Gedanken mache. Mein Wett-Kumpel lässt sich stark von den Oscar-Experten beeinflussen und hat 17 richtig geraten. Auch ein guter Schnitt, aber ich habe unsere Wette gewonnen.

Alle Oscar-Gewinner 2016:

Best Picture: Spotlight
Best Director: Alejandro G. Inárritu (The Revenant)
Best Actor: Leonardo DiCaprio (The Revenant)
Best Actress: Brie Larson (Room)
Best Supporting Actor: Mark Rylance (Bridge of Spies)
Best Supporting Actress: Alicia Vikander (The Danish Girl
Best Original Screenplay: Spotlight
Best Adapted Screenplay: The Big Short
Best Cinematography: Emmanuel Lubezki (The Revenant)
Best Animated Feature: Inside Out
Best Foreign Language Film: Son of Soul (Ungarn)
Best Costume Design: Mad Max: Fury Road
Best Production Design: Mad Max: Fury Road
Best Makeup and Hairstyling: Mad Max: Fury Road
Best Film Editing: Mad Max: Fury Road
Best Sound Editing: Mad Max: Fury Road
Best Sound Mixing: Mad Max: Fury Road
Best Visual Effects: Ex Machina
Best Documentary Feature: Amy
Best Animated Short: Bear Story
Best Live Action Short: Stutterer
Best Documentary Short Subject: The Girl on the River: The Price of Forgiveness
Best Original Song: Writing´s on the Wall (Spectre)
Best Original Score: Ennio Moricone (The Hateful Eight)

Die Mode – The Best:

Charlize Theron (Dior)
Cate Blanchett (Armani Privé)
Julianne Moore (Chanel Haute Couture)
Chrissy Teigen (Marchesa)
Olivia Munn (Stella McCartney)
Benicio Del Toro
Leonardo DiCaprio

Die Mode – The Worst

Lady Gaga (Brandon Maxwell)
Heidi Klum (Marchesa)
Olivia Wilde (Valentino)
Kevin Hart

Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wurde noch der Anti-Oscar, der Golden Raspberry Award verliehen. Die Goldene Himbeere im Jahr 2016 haben gewonnen:

Gleich zwei Filme wurden dieses Jahr zum schlechtesten Film gewählt: „Fantastic Four“ und „Fifty Shades of Grey“. Schlechtester Regisseur wurde Josh Trank (für „Fantastic Four“), Schlechtestes Prequel, Remake, Rip-off or Sequel hat auch „Fantastic Four“ „gewonnen“. Als schlechtester Schauspieler wurde Jamie Dornan (für seine Performance in „Fifty Shades of Grey“) ausgezeichnet, schlechteste Schauspielerin Dakota Johnson (für „Fifty Shades of Grey“), schlechtester Nebendarsteller ist Eddie Redmayne (für seine Performance in „Jupiter Ascending“ – ich persönlich hätte ihn auch für „The Danish Girl“ ausgezeichnet) und schlechteste Nebendarstellerin Kaley Cuoco-Sweeting (für „Alvin and the Chipmunks 4: Road Chip“ und „The Wedding Ringer“). Schlechtestes Paar auf der Leinwand wurde natürlich auch Jamie Dornan und Dakota Johnson (für „Fifty Shades of Grey“).

Sylvester Stallone hat den diesjährigen Redeemer-Razzie gewonnen. Vom größten Razzie-Gewinner aller Zeiten bekommt er diesen Award für seine solide Leistung in „Creed“.

 

Die 88. Academy Awards werden vor allen Dingen für diesen Moment in Erinnerung bleiben: