San Francisco – Film: „At Eternity´s Gate“

Ich war am 23.11.18 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„At Eternity´s Gate“ (dt. Filmtitel: Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit, dt. Kinostart: 18.04.19)   110 min  drama, biopic 

dir. Julian Schnabel  cast: Willem Dafoe, Rupert Friend, Mads Mikkelsen, Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Oscar Isaac, Niels Arestrup, Vincent Perez, Stella Schnabel 

 

Arles, Südfrankreich. Vincent van Gogh (Willem Dafoe) sieht seine Berufung im Malen, Geld verdient er damit nicht. Er lebt von dem, was ihm sein Bruder Theo (Rupert Friend) zukommen lässt. Er hat Visionen und malt, damit er nicht nachdenken muss…

 

B- (Wertung von A bis F) „At Eternity´s Gate“ ist ein Porträt des niederländischen Malers Vincent van Gogh mit einem Schwerpunkt auf die letzten Lebensjahre des Künstlers. Es ist der neue Film des erfolgreichen New Yorker Künstlers und Filmemachers Julian Schnabel („Basquiat“, „Before Night Falls“, The Diving Bell and the Butterfly). 

Filme von einem Künstler über einen Künstler finde ich generell mindestens sehenswert. Julian Schnabel hat selbstverständlich einen ausgeprägten Blick für Szenenbilder, Motive und die Schönheit der Landschaft. Der Filmemacher porträtiert Vincent van Gogh in seinen letzten beiden Lebensjahren in Südfrankreich. Er greift dabei manchmal zu ungewöhnlichen Kameraperspektiven, dann ist die Kamera aber auch wieder ständig in Bewegung und die sich wiederholende Dialoge und Szenen machen die psychischen Probleme und das Chaos in Kopf des Malers deutlich. Van Gogh verehrte seinen Kollegen Paul Gauguin, die beiden verband aber wohl eine schwierige Beziehung. Irgendwann nahmen die Probleme von Vincent van Gogh immer mehr zu, er schnitt sich einen großen Teil seines linken Ohres ab und verstarb wenige Monate später aus nicht hundertprozentig geklärten Umständen. „At Eternity´s Gate“ ist kein  schlechter Film, ich fand ihn jedoch mitunter etwas anstrengend. 

Vincent van Gogh ist im Alter von 37 Jahren gestorben, optisch ähnelt Willem Dafoe ihm, nur ist der Schauspieler bald 30 Jahre älter als der Künstler seinerzeit war und wenn an einer Stelle im Film van Gogh mit dem befreundeten Maler Paul Gauguin (gespielt von dem knapp 40-Jährigen Oscar Isaac) über „ihre Generation“ spricht, mutet das auch seltsam an. 

Vor rund 1 1/2 Jahren habe ich mir die Dokumentation „Julian Schnabel: A Private Portrait“ angeschaut, seither bin ich völlig fasziniert von dem New Yorker Künstler. 

„At Eternity´s Gate“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Willem Dafoe) 

„At Eternity´s Gate“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2018 gezeigt. Auf diesem Filmfestival wurde Willem Dafoe als bester Schauspieler ausgezeichnet und Julian Schnabel hat den Green Drop Award gewonnen. „At Eternity´s Gate“ ist am 16.11.18 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er landesweit in 178 amerikanischen Kinos. Teile des Films sind auf Französisch mit englischen Untertiteln. Der Film wird am 18.04.19 unter dem deutschen Filmtitel „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“ in den deutschen Kinos starten. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer: 

Trailer v. Film: „Ben is Back„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: möglicher Oscar-Kandidat mit Julia Roberts und Lucas Hedges

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Favourite„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: möglicher Oscar-Kandidat. Yorgos Lanthimos neuer Film mit Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone

Wie oft schon im Kino gesehen: 8 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF56 gesehen


Trailer v. Film: „Roma„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Alfonso Cuaróns neuer Film und Oscar-Kandidat.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen  

 

L.A. – Film: „A Simple Favor“

Ich war am 13.10.18 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„A Simple Favor“ (dt. Filmtitel: „Nur ein kleiner Gefallen“, dt. Kinostart: 08.11.18)  116 min  thriller, comedy, adaptation 

dir. Paul Feig  cast: Anna Kendrick, Blake Lively, Henry Golding, Linda Cardellini, Rupert Friend, Jean Smart

 

Stephanie (Anna Kendrick) ist eine alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes. Über ihre Kinder lernen sich Stephanie und die Mode-PR-Chefin Emily (Blake Lively) kennen. Die beiden unterschiedlichen Frauen freunden sich an. Eines Tages verschwindet Emily plötzlich, und Stephanie begibt sich auf die Suche nach dieser mysteriösen Frau…

 

B- (Wertung von A bis F) „A Simple Favor“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Darcey Bell. Es ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors (The Peanuts Movie„Ghostbusters“) und Filmemachers (TV-Serien „The Office“, „Nurse Jackie“, Bridesmaids) Paul Feig.

„A Simple Favor“ erinnert etwas an David Finchers Gone Girl . Auch bei dieser Geschichte steht (mindestens) ein starker Frauencharakter im Zentrum und auch hier gibt es einige, teils unvorhersehbare Wendungen. Die Story im Ganzen wirkt aber zu konstruiert und die vielen Wendungen führen irgendwann zu Ermüdungserscheinungen bei dem aufmerksamen Zuschauer. Paul Feigs Film langweilt nicht, hat seine Stärke aber eher am Anfang, wenn sich die beiden Frauen näher kennenlernen. Ich habe den Film vor ungefähr einem Monat gesehen und kann mich kaum noch an ihn erinnern, sehr wohl aber an die elegante und stylische Erscheinung von Blake Livelys Charakter. 

„A Simple Favor“ ist am 14.09.18 in 3,102 amerikanischen Kinos landesweit gestartet. Ab Morgen (08.11.18) startet der Film unter dem Filmtitel „Nur ein kleiner Gefallen“ in den deutschen Kinos. 

Trailer zu sehen: 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Instant Family„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Komödie mit Mark Wahlberg und Rose Byrne

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Second Act„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: RomCom mit Jennifer Lopez, die eine ganz schlechten Perücke trägt

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Widows„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Steve McQueens neuer Film mit Viola Davis, Elizabeth Debicki, Colin Farrell, Daniel Kaluuya, u.a.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Hunter Killer„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Actioner mit Gerard Butler und Gary Oldman

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „The Girl in the Spider´s Web„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Neuer Thriller der Lisbeth Salander-Reihe, dieses Mal mit Claire Foy in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bin noch nicht überzeugt


Trailer v. Film: „Halloween„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: David Gordon Greens neuer Film. Horrorfilm und direkte Fortsetzung v. „Halloween“ aus dem Jahr 1978

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen


Trailer v. Film: „Robin Hood„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: War das nötig – eine Robin Hood-Verfilmung mit Jamie Foxx?

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

TV – Serie: „Homeland, Staffel 6“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender SHOWTIME-Serie angeschaut:

 

 

„Homeland, 6. Staffel“ 12 x approx. 55 min drama, thriller, adaptation
dir. Keith Gordon, Lesli Linka Glatter, Alex Graves, Tucker Gates, Dan Attias, Michael Klick, Seith Mann cast: Claire Danes, Rupert Friend, F. Murray Abraham, Mandy Patinkin, Maury Sterling, Elizabeth Marvel, Hill Harper, Dominic Fumusa, J. Mallory McCree, Leo Manzari, Jake Weber, Shaun Toub, C.J. Wilson, Bernard White, Sebastian Koch, Nina Hoss

 
Elizabeth Keane (Elizabeth Marvel) wurde gerade zur neuen US-Präsidentin gewählt. Die CIA-Offiziellen Dar Adal (F. Murray Abraham) und Saul Berenson (Mandy Patinkin) briefen die designierte Präsidentin. Die ehemalige CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) ist mittlerweile zurück in den U.S.A. Sie arbeitet in New York für eine Anwaltskanzlei, die muslimische US-Bürger, die in den Terrorverdacht geraten sind, vertreten. Gerade kümmert sie sich um Sekou (J. Mallory McCree), der seine radikalen Ansichten im Internet verbreitet und von dem FBI festgenommen wurde. Special Agent Conlin (Dominic Fumusa) vermutet, dass Sekou mit einer islamistischen Terrororganisation zusammenarbeitet. Während des Präsidentschaftswahlkampfes hat Carrie die mittlerweile gewählte Präsidentin hinsichtlich der Arbeit der Geheimdienste beraten, jetzt sucht die gewählte Präsidentin erneut ihren Rat. Was führt eigentlich Dar Adal im Schilde?

 

 

C (Wertung von A bis F) Die Serie „Homeland“ basiert vage auf der israelischen Serie: „Hatufim“.

Die Ereignisse der sechsten Staffel finden ein paar Monate nach denen der fünften Staffel statt. Die sechste Staffel spielt nun erstmalig in New York und zwar hauptsächlich (also mit Ausnahme der ca. letzten 30 Minuten) in der Zeit zwischen der US-Präsidentschaftswahl und der Vereidigung des nächsten US-Präsidenten. In dieser Übergangsphase von zweieinhalb Monaten bereitet sich die designierte Präsidentin Elizabeth Keane (gespielt von Elizabeth Marvel) auf ihren Amtsantritt vor und die Geheimdienste bringen sich in Stellung. Die Präsidentin wird von der Hälfte der amerikanischen Bevölkerung bereits jetzt gehasst. Was wäre, wenn es in dieser Zeit zu einem Terroranschlag auf amerikanischen Boden kommt und sich die gewählte Präsidentin bereits vor ihrer Vereidigung im Krieg mit ihrem, dem amerikanischen Geheimdienst befindet?

 
Die Dramaturgie und die Figurenentwicklung in der sechsten Staffel empfand ich als unbefriedigend. Die letzte Szene der finalen Episode ist super, überhaupt sind die letzten 30 Minuten des Staffelendes klasse und lassen alle Richtungen, in denen sich die Serie in der siebente und achten Staffel entwickeln kann, völlig offen. Ich vermute, dass die nächste Staffel politischer wird. „Homeland“ hatte sich bereits mit der vierten Staffel neu erfinden müssen, es ist gut möglich, dass sie das für die siebente erneut tun muss. Aber zurück zu der aktuellen Staffel. Ich hatte schon arge Probleme mit der dritten Staffel, aber die sechste Staffel ist für mich die schwächste der Reihe.

Ab Ende der vierten Episode („A Flash of Light“) der sechsten Staffel wird es endlich spannend und dann zieht sich die Spannung auch bis zum Schluss, leider ist diese Staffel sowohl in der Figurenzeichnung als auch hinsichtlich der Handlung phasenweise ziemlich unrealistisch. Das Drehbuch ist einfach nicht gut genug, ein paar Logiklücken, kleinere, aber auch größere Ungereimtheiten haben mir Kopfzerbrechen bereitet.

Die vorherige Staffel (die fünfte) endete durchaus spannend, relativ offen war, was mit einem meiner Lieblingscharaktere Peter Quinn (gespielt von Rupert Friend) geschah. Also SPOILER FÜR DIE FÜNFTE STAFFEL ANFANG Peter Quinn wurde in der fünften Staffel von den islamistischen Terroristen mit Saringas vergiftet, lag lange im Koma und mit Ende der fünften Staffel war nicht klar, ob Quinn überlebt. In der ersten Episode der sechsten Staffel erfährt man, dass Quinn überlebt hat, aber unter den Folgen eines schweren Schlaganfalls zu leiden hat. Aus der fünften Staffel wissen die Fans der Serie, dass Carrie eine gewisse Mitschuld an seinem gesundheitlichen Zustand trägt. Sie hatte ihn – entgegen des dringenden ärztliche Rates – seinerzeit aufwecken lassen, um ein paar wichtige Informationen über den möglichen Terroranschlag in Berlin zu erhalten. Quinn spielt in der jetzigen, der sechsten Staffel eine sehr wichtige Rolle. Er muss mit körperliche Einschränkungen leben, hat sich aber auch psychisch verändert. Hat er Wahnvorstellungen oder sind seine Theorien gar nicht so absurd? SPOILER FÜR DIE FÜNFTE STAFFEL ENDE

Die Serie „Homeland“ war erschreckenderweise unserer Zeit bereits einige Male voraus. Die fünfte Staffel hat sich beispielsweise mit einem Terroranschlag in Europa (genauer in Berlin) beschäftigt und das noch bevor die zahlreichen (großen) islamistischen Terroranschläge in Paris, Brüssel, Nizza und Berlin verübt wurden. Die Drehbücher der sechsten Staffel wurden bereits im Februar 2016 geschrieben, zu der Zeit wusste man selbstverständlich noch nicht, dass Donald Trump Präsidentschaftskandidat werden würde. (entsprechend konnte man auch noch nicht ahnen, dass ein US-Präsident gewählt, der sich mit seinem eigenen Geheimdienst und der Presse einen Kleinkrieg liefern wird. Gedreht wurde seit Mitte August 2016, also noch bevor die Präsidentschaftswahlen (8.November 2016) stattfanden. Die Serienmacher haben vermutlich darauf gesetzt, dass Hilary Clinton zur US-Präsidentin gewählt wird. Der (neue) Seriencharakter des Staatsoberhauptes der Vereinigten Staaten ist weiblich hat aber charakterlich auch Ähnlichkeiten mit Donald Trump. Nicht schwer vorherzusehen war die Tatsache, dass der gewählte US-Präsident von mind. der Hälfte der Bevölkerung komplett abgelehnt wird.

In den vorangegangen Staffeln habe ich die Hauptserien-Charaktere bereits vorgestellt, in der sechsten Staffel sind zusätzlich von Bedeutung:

 

 

Elizabeth Keane ist designierte Präsidentin der Vereinigten Staaten. Sie bereitet sich auf ihren neuen Job als US-Präsidentin vor, in knapp 2 1/2 Monaten wird sie vereidigt. Gespielt die gewählte amerikanische Präsidentin von der amerikanischen Schauspielerin Elizabeth Marvel. Sie hat in einigen großartigen Indie-Filmen („The Dying Gaul“, Synecdoche, New York), aber auch in größeren Produktionen True Grit, Lincoln und A Most Violent Year mitgewirkt. Elizabeth Marvel ist mit dem, von mir recht neu entdeckten wunderbaren Schauspieler Bill Camp (The Night Of) verheiratet.

 
Rob Emmons ist der Stabschef der gewählten Präsidentin Elizabeth Keane (gespielt von Elzabeth Marvel). Gespielt wird Rob Emmons von dem amerikanischen Schauspieler Hill Harper. Er hat viel in TV-Serien gespielt, u.a. hat er über viele Jahre die Hauptrolle in „CSI:NY“ gespielt.

 
Ray Conlin ist FBI Agent, der Carries Klienten Sekou (gespielt von J. Mallory McCree) verhaften liess. Gespielt wird Conlin von dem amerikanischen Schauspieler Dominic Fumusa. Er hatte in zahlreichen TV-Serien mitgespielt. Mir war er vorwiegend durch die Serie Nurse Jackie bekannt.

Brett O´ Keefe ist ein rechtspopulistischer Moderator, der mit einer eigenen Website Stimmung gegen die designierte Präsidentin (gespielt von Elizabeth Marvel) macht. Gespielt wird O´Keefe von dem englischen Schauspieler Jake Weber. Er hat u.a. in „Dawn of the Dead“ und in der TV-Serie „Medium“ mitgespielt.

Sekou Bah ist Moslem, der verdächtigt wird, sich radikalisiert zu haben und mit ausländischen Terrororganisationen zusammenzuarbeiten soll. Sekou ist Carries Klient. Gespielt wird Sekou von dem amerikanischen Schauspieler J. Mallory McCree. Er hat in einigen TV-Serien („Law & Order“, „Blue Bloods“, „Quantico“) mitgewirkt.

Saad Mahsud ist Sekous Freund. Gespielt wird Saad Mahsud von dem amerikanischen Tänzer und Schauspieler Leo Manzari.

 

 

Die sechste Staffel von „Homeland“ wurde erstmalig v. 15.01.17 – 09.04.17 auf SHOWTIME ausgestrahlt. Eine siebente und eine finale achte Staffel der Serie sind bereits bestätigt.

 
Trailer zur sechsten Staffel:

 

TV – Serie: „Homeland, Staffel 5“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender SHOWTIME-Serie angeschaut:

 
„Homeland, Staffel 5“ (dt. Free-TV-Ausstrahlung ab dem 3.4.16 auf SAT1) 12 x approx. 55 min drama, thriller
dir. Lesli Linka Glatter, Keith Gordon, John Coles, Michael Offer, Alex Graves, Dan Attias, Tucker Gates, Seith Mann cast: Claire Danes, Rupert Friend, Sebastian Koch, Miranda Otto, Alexander Fehling, Sarah Sokolovic, F. Murray Abraham, Mandy Patinkin, Nina Hoss

 

 

Zwei Jahre sind vergangen. Carrie Mathison (Claire Danes) arbeitet nicht mehr für die CIA. Sie ist mit ihrer kleinen Tochter von Washington nach Deutschland gezogen. In Berlin arbeitet sie als Sicherheitschefin für den deutschen Milliardär Otto Düring (Sebastian Koch) und seine Stiftung. Otto Düring hat vor, ein Flüchtlingscamp im Libanon finanziell zu unterstützen. Dazu will er das Camp an der libanesisch/syrischen Grenze aufsuchen. Carries Aufgabe ist es, für seine Sicherheit vor Ort zu sorgen. Auch wenn sie nicht mehr für die CIA arbeitet, es dauert nicht lange bis sie sich erneut in Lebensgefahr befindet.

Peter Quinn (Rupert Friend) hat die letzten zwei Jahre in Syrien verbracht und informiert jetzt in Langley die hochrangigen CIA-Kräfte und Offiziellen über die Situation im Kriegsgebiet in Syrien. Saul Berenson (Mandy Patinkin) ist der neue Leiter der CIA in Europa und erfährt von Allison Carr (Miranda Otto), die die CIA-Station in Berlin leitet, dass die CIA Opfer eines Hacker-Angriffs geworden ist. Die Journalistin Laura (Sarah Sokolovic) informiert Carrie darüber, dass sie von sehr heiklen Dokumenten der CIA weiß…

 
B- (Wertung von A bis F) Ich bin „Homeland“-Fan der ersten Stunde. Während ich die erste Staffel und die zweite Staffel rückblickend am Besten fand und jeweils mit „A-“ bewertet habe, hat mir die dritte Staffel nicht so gefallen, immerhin konnte ich mich zu einer „B-„-Bewertung hinreißen lassen. Für die vierte Staffel musste sich „Homeland“ neu erfinden. Das ist in meinen Augen gelungen und wurde von mir mit einem „B+“ belohnt. Besonders mochte ich den Handlungsstrang um Carrie und Quinn.

Jetzt also die fünfte Staffel. Auch für Staffel Fünf musste sich „Homeland“ quasi neu erfinden. Carrie arbeitet nicht mehr für die CIA und auch, dass sie in Berlin lebt, ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Diese Staffel beginnt vielversprechend. Richtig eingestiegen bin ich mit Ende der zweiten Folge. Unfassbar spannend wird es mit dem Ende der dritten Folge.

 

Meine Lieblingsfolge ist zweifelsfrei die vierte Folge. Dann geht es, in meinen Augen, leider bergab. Aber der Reihe nach.

 
„Homeland“ hat sich immer schon mit dem Terroranschlag vom 11. September 2001 und dem Thema Spionage (auch in den eigenen Reihen) beschäftigt und die amerikanische Kriegsführung und die U.S.-Paranoia thematisiert und kritisiert. Die fünfte Staffel wurde im Jahr 2015 (in Deutschland) gedreht und ist – gerade was die Situation in Europa und in Deutschland angeht – erschreckend aktuell. Syrien, Russland, die Flüchtlingskrise, die gescheiterte Integration, Islamisten und die Terrororganisation IS sind Themen, mit denen sich Deutschland und Europa auseinandersetzen müssen und das behandelt auch die fünfte Staffel. Die Protagonistin Carrie lebt jetzt in Berlin, die CIA hat – na klar – eine Station in Berlin und dieses Mal gibt es irgendwann Hinweise auf einen islamistischen Anschlag auf eine europäische Metropole.

Die Dreharbeiten begannen am 2.6.15 und wurden nach 138 Tagen am 20.11.15 abgeschlossen. Wenn man sich die letzten verheerenden Anschläge vom 13.11.15 in Paris und vom 22.3.16 in Brüssel vor Augen hält, ist die fünfte Staffel von „Homeland“ beinahe zu nah an der Realität.

Die Serienmacher von „Homeland“ zeigen mit dieser Staffel aber auch einen gewissen Sinn für Humor, auch wenn es wohl eher unbeabsichtigt ist. Es ist verstörend und zugleich irritierend komisch, wie hier gezeigt wird, dass der Hauptstadtflughafen BER bereits in Betrieb ist.

Ansonsten liebe es natürlich, dass die fünfte Staffel hauptsächlich in meiner Heimatstadt gedreht wurde.

Auch wenn am Ende ein zu großes Handlungswirrwarr herrschte, der komplette Plot nicht bis zum Ende durchdacht erschien und es einige Logiklücken gab, war die fünfte Staffel wirklich bis zum Schluss fesselnd. Ich mochte ein paar neue Charaktere (dabei besonders der von Sebastian Koch gespielte Otto Düring und Carries deutscher Freund Jonas, portraitiert von Alexander Fehling), fand aber die Charakterzeichnung einiger anderer neuer Charaktere (Allison Carr und die Journalistin Laura) nicht durchweg glaubwürdig. Die Charakterentwicklung bei Saul konnte ich nicht immer nachvollziehen und ich habe es regelrecht gehasst, wie schluderig hier mit meiner Lieblingsfigur (seit der vierten Staffel) Quinn umgegangen wird. Insbesondere Letzteres begann schon langsam mit dem Ende der fünften Episode („Better Call Saul“ – zugegeben, origineller Episodentitel) und daher bleibe ich mit der fünften Staffel leider unzufrieden und unglücklich zurück.

Gestört hat mich, wie so oft in amerikanischen Filmen und Serien, dass die Deutschen untereinander Englisch sprachen.
Die Hauptcharaktere, bereits von mir vorgestellt. In der fünften Staffel aber teilweise mit einem neuen Verantwortungsbereich:

Carrie Mathison ist eine ehemalige CIA-Agentin, mittlerweile hat sie die CIA verlassen und arbeitet als Sicherheitschefin für den Milliardär Otto Düring (gespielt von Sebastian Koch) und seine Stiftung. Carrie Mathison wird von der amerikanischen Schauspielerin Claire Danes gespielt.

Saul Berenson ist Carries Mentor. Er ist mittlerweile der Chef der CIA in Europa. Saul Berenson wird von dem amerikanischen Schauspieler Mandy Patinkin gespielt.

Peter Quinn arbeitet für die CIA, ist ein Black-Ops-Spezialist. Peter Quinn wird von dem englischen Schauspieler Rupert Friend gespielt.

Dar Adal ist nicht länger ein hochrangiger Black Ops Spezialist, mittlerweile ist Deputy Direktor der CIA. Gespielt wird Dar Adal von dem amerikanischen Schauspieler F. Murray Abraham

 

Neue, für die fünfte Staffel wichtige Charaktere:

Otto Düring  ist deutscher Milliardär, etwas undurchsichtig. Er leitet eine Stiftung und ist Carries Arbeitgeber. Gespielt wird Düring von dem großartigen deutschen Schauspieler Sebastian Koch. Ich verfolge schon lange seine Arbeit („Todesspiel“, „Der Tanz mit dem Teufel“, „Der Tunnel“, „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“). International bekannt wurde er durch den Film „Das Leben der Anderen“, der mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde. Im letzten Jahr habe ich in The Danish Girl und in Steven Spielbergs Bridge of Spies gesehen.

Jonas  ist Carries deutscher Freund in Berlin. Er ist Anwalt und arbeitet für die Düring Stiftung. Gespielt wird Jonas von dem deutschen Schauspieler Alexander Fehling. Er war bereits in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds zu sehen und hat die Hauptrolle in dem, dieses Jahr beinahe für den Oscar als fremdsprachiger Film nominierten „Labyrinth of Lies“ gespielt.

Allison Carr  leitet die CIA-Niederlassung in Berlin. Sie verkörpert zunächst eine äußerst interessante, später – wenn mehr über ihre Person erfährt, für meinen Geschmack etwas zu klischeemäßige Figur. Für mich war Allisons Charakter nicht durchgehend durchdacht. Gespielt wird Allison von der australischen Schauspielerin Miranda Otto. Ihre erste Rolle in einem Hollywood-Film hatte sie in dem Thriller „What Lies Beneath“. Sie hat auch in The Lord of the Rings: The Two Towers und The Return of the King mitgespielt. Mir ist sie das erste Mal in dem australischen Indie In Her Skin aufgefallen.

Laura Sutton  arbeitet als Journalistin und auch für die Düring Stiftung. Laura ist Amerikanerin. Gespielt wird Laura von der amerikanischen Schauspielerin Sarah Sokolovic. Ich habe sie bereits in dem Indie-Drama Every Secret Thing gesehen.

Ivan  ist Agent des russischen Geheimdienstes. Ivan wird von dem ukrainischen Schauspieler Mark Invanir gespielt. Er hat in einigen amerikanischen Fernsehproduktionen mitgespielt und auch bereits in einigen Steven Spielberg Filmen (Schindler´s List, The Terminal, The Adventures of Tintin) mitgewirkt.

Astrid – arbeitet als Agentin bei dem Bundesnachrichtendienst (BND). Astrid hatte eine Affäre mit Peter Quinn (gespielt von Rupert Friend). Ihre Figur wurde bereits in der vierten Staffel eingeführt. In der fünften Staffel hat sie eine größere Rolle. Gespielt wird Astrid von der deutschen Theater- und Filmschauspielerin Nina Hoss. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in dem Film „Das Mädchen Rosemarie“. In den U.S.A. konnte sie sich durch Christian Petzolds Filme „Barbara“ und „Phoenix“ einen Namen machen. Auch hat sie neben meinem, so schmerzlich vermissten Lieblingsschauspieler Philip Seymour Hoffman in A Most Wanted Man gespielt.

Numan ist der Hacker, der an die geheimen CIA-Unterlagen herangekommen ist. Numan wird von dem deutschen Schauspieler Atheer Adel gespielt. Er hat in Tom Tykwers „A Hologram for the King“, den ich kürzlich gesehen habe, mitgespielt.

Für die fünfte Staffel hat „Homeland“ eine SAG Award Nominierung für das Best Drama Ensemble und das Best Stunt Team erhalten. Auch wurde Claire Danes als Best Drama Actress nominiert. Die Regisseurin Lesli Linka Glatter hat eine DAG-Nominierung für die 2. Episode („The Tradition of Hospitality“) bekommen.

Die fünfte Staffel von Homeland wurde erstmalig v. 4.10.15 – 20.12.15 auf dem Pay-TV-Sender SHOWTIME ausgestrahlt. In Deutschland ist „Homeland 5“ ab Sonntag, dem 3.4.16 auf SAT1 zu sehen.
Es wurde bereits angekündigt, dass es eine weitere Staffel von „Homeland“ geben wird. Die Handlung soll in New York spielen.

 
Trailer zu sehen:

"Homeland 5"-Werbeplakat in New Yorker U-Bahn
„Homeland 5“-Werbeplakat in New Yorker U-Bahn

 

TV – Serie: "Homeland, Staffel 4"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender Showtime-Serie angeschaut:

„Homeland, 4. Staffel“ (dt. Free-TV-Premiere ab 10.07.15 auf KABEL EINS) 12 x approx. 50 min drama, thriller
dir. Lesli Linka Glatter, Keith Gordon, Michael Offer, Charlotte Sieling, Carl Franklin, Alex Graves, Seith Mann, Dan Attias, Clark Johnson cast: Claire Danes, Rupert Friend, Mandy Patinkin, Nazanin Boniadi, Maury Sterling, Laila Robins, Tracy Letts, F. Murray Abraham, Nimrat Kaur, Michael O´Keefe, Corey Stoll, Suraj Sharma

Carrie Mathison (Claire Danes) leitet mittlerweile die CIA-Basis in Kabul, Afghanistan. Von dem CIA-Leiter in Islamabad, Pakistan, Sandy Bachman (Corey Stoll) erfährt sie den Aufenthaltsort eines der von der CIA meistgesuchten Top-Terroristen. Carrie erteilt den Auftrag, das Ziel zu bombardieren. Bei dem Anschlag wurde jedoch scheinbar nicht nur der Taliban-Führer (Numan Acar) getötet, sondern auch 40 Zivilisten. Der Luftangriff hat eine gesamte Hochzeitsgesellschaft getroffen. Einer der Verletzten, Aayan (Suraj Sharma) hat gerade die Feierlichkeiten und den Bombenangriff gefilmt und dieses Video landet schließlich bei YouTube, was den Zorn der pakistanischen Bevölkerung hervorruft. Carrie fliegt zunächst nach nach Islamabad, um sich mit ihrem Informanten, Sandy Bachman zu treffen und aufzuklären, wie es dazu kommen konnte. Dort trifft sie auch wieder auf Peter Quinn (Rupert Friend), der als Agent in Pakistan arbeitet. Es kommt zu einem dramatischen Überfall und Carrie und Quinn werden zurück nach Langley zitiert. Carrie will aber so schnell wie möglich zurück nach Islamabad und den Fall klären. Der CIA Direktor Andrew Lockhart (Tracey Letts) will sie keinesfalls gehen lassen, aber Carrie kann sich durchsetzen und wird die CIA-Basis in Islamabad, Pakistan leiten.

B+ (Wertung von A bis F) Die Dynamik der ersten drei „Homeland“-Staffeln entstand hauptsächlich durch eine psychisch instabile Top Agentin der CIA und einem jahrelang in Al-Quaida-Gefangenschaft gehaltenen U.S. Marine, der befreit wurde und zurück in die USA kam. Die CIA-Agentin Carrie Matthison hatte geglaubt, dass der Elite-Soldat Brody von den Terroristen umgedreht wurde und in den U.S.A. einen Terroranschlag plant. So zumindest begann Carries Geschichte, zwischendurch ist viel geschehen, aber als die eher durchwachsene dritte Staffel zu Ende ging, konnte ich mir nicht vorstellen, wie man „Homeland“ fortsetzen kann.

Gut, Carrie Matthison (gespielt von Claire Danes) ist ein exzellenter Seriencharakter, aber was sollte schon mit der vierten Staffel kommen?

„Homeland“ musste sich neu erfinden und die gute Nachricht, es ist den Serienmachern gelungen. Zunächst beginnt die in der vierten Staffel erzählte Geschichte nicht da wo die der dritten endete. Diese Staffel spielt zunächst in Kabul, Afghanistan, aber dann hauptsächlich in Islamabad, Pakistan. Die CIA hat dort eine Dependance und ist ständig auf der Jagd nach Taliban-Führern und anderen Terroristen. „Homeland 4“ schafft es einen, in eine ganz andere Welt zu ziehen. Sie gibt einen guten Einblick, wie amerikanische Geheimdienstarbeit in einem Land wie Pakistan funktioniert. Wie operiert die CIA konkret in einem solchen Land, inwieweit kollidieren die Regierungsinteressen der beiden Länder mit denen der Nachrichtendienste? Die CIA kann bzw. muss mit dem etwas undurchsichtigen pakistanischen Geheimdienst ISI zusammenarbeiten. Kann die CIA den Agenten der ISI überhaupt trauen?

Die Hauptfiguren der vierten Staffel sind Carrie, Quinn und Saul. Es geht um ihre Beziehungen zueinander, um Vertrauen und Vertrauensbruch, aber auch um Schuldgefühlte, die jeder einzelne aus unterschiedlichen Gründen hat.

In meinen Augen dauert es drei Folgen bis die vierte Staffel von „Homeland“ richtig in Schwung kommt. Bis zum Ende der dritten Episode („Shalwar Kameez“) war ich semi-interessiert. Der letzte Dialog, das Telefongespräch hat mich dann gleich auf zwei Ebenen erreicht. Dann ist diese Staffel richtig spannend und wenn man dann noch etwas mehr Geduld aufbringt, erreicht die Serie spätestens mit der 8. Episode („Halfway to a Donut“) und, vor allen Dingen mit meiner Lieblingsfolge, der 9. Episode („There’s Something Else Going On“) die Brillanz, die sie zuletzt mit der ersten und zweiten Staffel gezeigt hat. Leider war ich dann aber wieder mit den letzten Minuten des Staffelendes, der 12. Folge („Long Time Coming“) enttäuscht.

Mein Lieblingszitat der Serie: There´s a theory: Men secretly fear their wives are crazy and women secretly fear their husbands are losers.

Ich liebe den Seriencharakter Quinn (gespielt von Rupert Friend) mittlerweile. Seine Charakterentwicklung in der vierten Staffel ist großartig. Sein gesamtes Verhalten ist nachvollziehbar. Ich mag seine Eigensinnigkeit, seine Furchtlosigkeit, seine Unberechenbarkeit und wie er in den größten Stresssituationen die Ruhe bewahren kann. Er ist männlich und sexy und ganz besonders gefällt mir, wie er (in der vierten Staffel) zu Carrie steht. Quinn übt seinen Job mit einer großen Leidenschaft und Bedingungslosigkeit aus. Das zeichnet wahrscheinlich Top-Spione aus, sie leben für ihre Arbeit mit allen Konsequenzen – und das gilt ebenso für Carrie und Saul.

Natürlich liebe ich auch Carrie. Ihre psychischen Probleme sind bekannt, die scheinen aber bei ihrer Tätigkeit als Geheimagentin auch hilfreich zu sein. Carrie trifft in der vierten Staffel einige Entscheidungen, die verwundern. Ach und dann gibt es da noch Franny, in meinen Augen führt Franny weder die Serienfigur Carrie, noch die Story in eine interessante Richtung. Sie hat aber eine verblüffende Ähnlichkeit mit ihrem Vater. Vergleichbar mit der Boris Becker-Tochter Anna Ermakova mit ihrem Vater.

Es gab ein paar Logiklücken in der vierten Staffel. Hauptsächlich hängen sie für mich mit der Nutzung bzw. Nichtnutzung von Handys zusammen. Außerdem mochte ich nicht wie die Pakistani untereinander Englisch gesprochen haben. Das fand ich insbesondere bei dem Top-Terroristen und seiner Gefolgschaft sehr unglaubwürdig. Haissam Haqqani, der Top-Terrorist und Taliban-Führer spricht zu gut Englisch und zu wenig mit einem ortsüblichen Akzent. Das störte mich sehr. Erst bei der Recherche habe ich herausgefunden, dass Haissam Haqqani tatsächlich von einem deutschen Schauspieler (Numan Acar) gespielt wird. Auch eine andere deutsche Schauspielerin, Nina Hoss, spielt in einer Folge („Krieg Nicht lieb“) mit.

Apropos „Krieg Nicht lieb“ – Ich weiss nicht, ob ich eine Sprachsperre habe, aber ich verstehe partout nicht, was der Titel der 11. Episode bedeuten soll. Ist es eine misslungene Übersetzung von „(Make) Love not War“? Sehr verwirrend und die Folge selbst klärt dahingehend auch nicht auf. Das einzige was ich verstehe ist, warum die Autoren einen deutschen Titel verwenden wollten.

Anmerkungen zu einzelnen Episoden:

Episode 3 („Shalwar Kameez“) : Mit Ende der dritten Folge bin ich erst emotional richtig eingestiegen.

Episode 4 („Iron in the Fire“) und Episode 5 („About a Boy“) Carries Verhalten ist seltsam.

Episode 7 („Redux“) Ich fand die Folge besonders, weil gleich zwei wichtige Charaktere außer Gefecht gesetzt sind.

Episode 8 („Halfway to a Donut“) sehr spannende Folge

Episode 9 („There´s Something Else Going On“) ist zweifelsfrei die beste Folge der vierten Staffel. Als diese Folge zu Ende ging, war für mich an Schlaf nicht zu denken.

Meine Bewertungen der anderen drei „Homeland“-Staffeln:

Homeland, 1. Staffel habe ich mit einem A- bewertet.

Homeland, 2. Staffel habe ich ebenfalls mit einem A- bewertet.

Von der 3. Staffel von Homeland war ich etwas enttäuscht, habe sie aber immerhin noch mit einem B- bewertet.

Carrie und Saul habe ich bereits in ersten Staffel von Homeland vorgestellt. Peter Quinn habe ich spätestens mit meinem Beitrag zu der dritten Staffel von Homeland bekannt gemacht. Carrie und Quinn sind meine Lieblingscharaktere der vierten Staffel von „Homeland“.

In der vierten Staffel gibt es jedoch ein paar weitere, durchaus wichtige Figuren:

Andrew Lockhart ist der CIA Direktor. Auch ihn habe ich bereits in meinem Beitrag zu der dritten Staffel vorgestellt. In der vierten ist er aber auch wichtig. Gespielt wird Andrew Lockhart von Tracy Letts. Tracy Letts ist ein Multitalent. Der Amerikaner ist ein Charakterschauspieler und Dramatiker. Er hat die Bühnenstücke „Bug“, „Killer Joe“ und „August: Osage County“ geschrieben. Alle drei Theaterstücke wurden verfilmt. Für sein Bühnenstück „August: Osage County“ hat er den Pulitzer Prize und den Tony Award gewonnen. Als Schauspieler spielt er immer wieder am Theater und hat auch als Schauspieler einen Tony Award gewonnen. Er hat auch in einigen TV-Serien („Home Improvement“, „Seinfeld“, „Prison Break“) und einigen Kinofilmen (u.a. „Glengarry Glen Ross“) gespielt.

John Redmond war nach Sandys Tod eigentlich für den Posten als Chef des CIA-Stützpunktes in Islamabad, Pakistan vorgesehen. Dann wird ihm aber Carrie Mathinson vor die Nase gesetzt. Kann Carrie ihm trauen? Gespielt wird John Redmond von dem amerikanischen Schauspieler Michael O´Keefe. Er hat eine Oscar-Nominierung für den Film „The Great Santini“. Er hat in zahlreichen Kinofilmen (u.a. „Caddyshack“, „The Pledge“, „The Glass House“, Michael Clayton) mitgespielt.

Martha Boyd ist die amerikanische Botschafterin in Islamabad, Pakistan. Die Botschafterin wird von der amerikanischen Bühnen- und Fernsehschauspielerin Laila Robbins gespielt. Neben diversen Auftritten in TV-Serien war sie auch in manch einem Kinofilm („Planes, Trains and Automobiles“, „Oxygen“, „The Good Shepherd“) zu sehen.

Fara ist Iranerin und von Carrie rekrutierte CIA-Agentin. Sie wird noch ausgebildet. Fara wird von der persischen Schauspielerin Nazanin Boniadi gespielt. Sie war regelmässig in einigen TV-Serien („General Hospital“, „How I Met Your Mother“, „Scandal“) zu sehen, hat bereits in der dritten Staffel von „Homeland“ gespielt. Nazanin Boniadi hat aber auch in einigen Kinofilmen (Charlie Wilson´s War, The Next Three Days) mitgespielt.

Max gehört zu Carries Beobachtungsteam. Gespielt wird Max von dem amerikanischen Schauspieler Maury Sterling. Er hatte Auftritte in diversen TV-Serien. Bei „Homeland“ ist er seit der ersten Staffel dabei.

Aayan ist ein pakistanischer Medizinstudent. Bei dem Anschlag ist er einer der wenigen Überlebenden. Er hatte die Feierlichkeit gefilmt. Aayan wird von dem indischen Schauspieler Suraj Sharma gespielt. Er war in Ang Lees Film Life of Pi zu sehen.

Aasar Khan ist der pakistanische Geheimdienstchef. Gespielt wird er von dem britischen Schauspieler Raza Jaffrey. Er hat regelmässig in den britischen TV-Serien „Spooks“ und „Mistresses“ gespielt.

Tasneem arbeitet für den pakistanischen Geheimdienst ISI. Gespielt wird Tasneem von der indischen Schauspielerin Nimrat Kaur.

Dennis Boyd lehrt Politikwissenschaft an einer Uni in Islamabad, Pakistan. Er ist der Ehemann der amerikanischen Botschafterin Martha Boyd (gespielt von Laila Robbins) in Islamabad. Wenn man nicht genau weiss, was einen richtigen Loser ausmacht, Dennis Boyd ist das Paradebeispiel. Gespielt wird Dennis von dem amerikanischen Schauspieler Mark Moses. Er hat in unzähligen TV-Serien gespielt. Regelmässig war er in „Desperate Housewives“, „Mad Men“ und „The Killing“ zu sehen. Er hat aber auch in einigen Kinofilmen („Platoon“, „The Doors“, „Deep Impact“) mitgespielt.

Haissam Haqqani ist ein Top-Terrorist und Taliban-Führer. Er ist die Nr. 4 der Most Wanted List der CIA. Ich habe bereits weiter oben erwähnt, dass ich mit diesem Charakter ein Problem habe. Haissam Haqqani wird von dem türkischstämmigen Deutschen Numan Acar gespielt. Auch wenn ich kürzlich Rosewater gesehen habe, in dem der Schauspieler auch besetzt war, ist er mir nicht aufgefallen. Da ich so gut wie keine deutschen Filme sehe, war er mir auch sonst nicht bekannt. Ich habe gelesen, dass er in den deutschen Filme „Kebab Connection“ noch „Kokowääh“ mitgespielt hat.

Astrid arbeitet für den deutschen Geheimdienst und kennt Peter Quinn. Gespielt wird Astrid von der deutschen Schauspielerin Nina Hoss. Bekannt ist sie seit dem Fernsehfilm „Das Mädchen Rosemarie“. Im letzten Jahr hat sie erst neben Philip Seymour Hoffman in A Most Wanted Man gespielt.

Die vierte Staffel von „Homeland“ wurde erstmalig v. 5.10.14 – 21.12.14 auf Showtime ausgestrahlt. Die Dreharbeiten der fünften Staffel haben gestern (am 2.6.15) in meiner Heimatstadt Berlin begonnen. Gedreht wird auch in den Babelsberger Filmstudios. „Homeland 5“ wird von dem Medienboard Berlin-Brandenburg mit einer Million Euro gefördert.

Das Opening der vierten Staffel:

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "Starred Up"

Ich war am 26.04.14 in New York und habe mir folgenden Film in Kino angeschaut:

„Starred Up“ (dt. Filmtitel: „Mauern der Gewalt“ 106 min drama, crime
dir. David Mackenzie cast: Jack O´Connell, Ben Mendelsohn, Rupert Friend, Anthony Welsh, Sam Spruell, David Ajala

Der 19-jährige Eric (Jack O´Connell) ist jähzornig und äusserst gewalttätig. Er saß in der Jugendstrafanstalt und wird jetzt in den Erwachsenenvollzug verlegt. Auch dort legt er sich auch gleich mit jedem an. Eric ist kaum zu bändigen und schon bald kommt es zu dem ersten großen Zwischenfall. Oliver (Rupert Friend) arbeitet als Therapeut und bietet Eric an, mit ihm an seinen Aggressionen zu arbeiten. Erics Situation wird noch dadurch erschwert, dass sein Vater Neville (Ben Mendelsohn) ebenfalls in diesem Gefängnis einsitzt.

A- (Wertung von A bis F) „Starred Up“ ist ein unfassbar krasses und intensives Gefängnisdrama. Dieser britische Film schafft eine Atmosphäre ständiger Anspannung. Mir ging der Film richtig nahe und damit bewirbt er sich mit Leichtigkeit um einen Platz in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2014.

Auch wenn die einzelnen Charaktere (sogar für mich) mitunter schwer zu verstehen waren, fand ich die Dialoge und damit die Charaktere durchgehend authentisch. Trotz unglaublicher Gewaltszenen kann ich mich auch daran erinnern, dass es ab und an ein paar kurze auflockernde Momente gab. Insgesamt gab es ein stimmiges Bild mit leidenschaftlichen Performances. Herauszuheben, klar, Ben Mendelsohn (Animal Kingdom, The Dark Knight Rises, The Place Beyond the Pines), aber auch Rupert Friend (HBOs Homeland)

Jack O´Connell spielt diesen hitzigen, stets gewaltbereiten und blitzschnell agierenden Gefängnisinsassen Eric. Für mich schwer zu glauben, dass er ihn nur gespielt hat. Der 23-jährige britische Schauspieler Jack O´Connell gilt als künftiger Star von Hollywood und mit diesem Film verstehe ich, warum. Er wird dieses Jahr bereits als möglicher Oscar-Kandidat für seine Rolle in Angelina Jolies Film „Unbroken“ gehandelt. Der Film wird am Ende des Jahres in die amerikanischen Kinos kommen. Für den Film „Starred Up“ habe ich mich hauptsächlich seinetwegen entschieden.

„Starred Up“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt. Der Film wird ab dem 29.08.14 zunächst in New York zu sehen sein. Weitere Kopien werden dann eine Woche später eingesetzt. Ich habe ihn auf dem Tribeca Film Festival 2014 gesehen.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

TV – Serie: "Homeland, Staffel 3"

Ich habe die komplette Staffel folgender SHOWTIME-Serie angeschaut:

„Homeland, Staffel 3“ (in Deutschland seit dem 9.3.14 auf SAT1) 12 x approx 55 min thriller,drama
dir. Lesli Linka Glatter, Clark Johnson, David Nutter, Carl Franklin, Seith Mann, Jeffrey Reiner, Keith Gordon, Daniel Minahan cast: Claire Danes, Mandy Patinkin, Damien Lewis, Rupert Friend, Morena Baccarin, Jackson Pace, Morgan Saylor, Tracy Letts, F. Murray Abraham, Shaun Toub, Nazanin Boniadi

Bei einem verheerenden Bombenanschlag auf die CIA-Zentrale in Langley sind 219 Menschen getötet worden. Bei dem Attentat ist auch der CIA-Direktor David Estes (David Harewood) umgekommen. Saul Berenson (Mandy Patinkin) hat nun die Leitung der CIA übernommen. Brody (Damian Lewis) ist seit dem Anschlag spurlos verschwunden und wird verdächtigt, selbigen begangen zu haben. Die Bombe war schließlich in seinem Auto. Carrie Mathison (Claire Danes) muss sich derweil vor einem Untersuchungsausschuss verantworten. Diesem Sonderausschuss steht der Senator Andrew Lockhart (Tracy Letts) vor. Carrie verteidigt Brody und betont, dass er unschuldig ist. Es wird bekannt, dass Carrie eine Affäre mit dem tatverdächtigen Kongressabgeordneten Brody hatte. Carrie hat wieder zunehmend psychische Probleme. Als sich Carrie schließlich an die Presse wendet, wird sie von der CIA aus dem Verkehr gezogen. Carrie ist verzweifelt. Um aus ihrer Misere herauszukommen, sollte sie sich aber nicht mit den falschen Leuten einlassen…

B- (Wertung von A bis F) Die amerikanische TV-Serie „Homeland“ basiert wage auf der israelischen TV-Serie „Hatufim“ („Prisoners of War“).

Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich die dritte Staffel von „Homeland“ bewerten soll. In keinem Fall fand ich sie so gut wie die erste und die zweite „Homeland“-Staffel, die ich jeweils mit A- bewertet habe. Ich musste meine Bewertung also deutlich von der Bewertung der exzellenten ersten beiden Staffeln abheben. B- trifft es, glaube ich, recht gut, da auch dieses Seriendrehbuch immer noch wesentlich besser geschrieben ist, als das so manch anderer Serie.

Bei mir ist es mehr als ein Jahr her, dass ich die zweite Staffel gesehen habe. Dank der Zusammenfassung war ich jedoch schnell wieder in der Handlung. Die dritte Staffel hält einige Überraschung parat. Einiges war absehbar, andere Handlungsabläufe nicht. Mit einer Wendung in der vierten Folge („Game On“) hatte ich beispielsweise gar nicht gerechnet. Die dritte Staffel hält zwei krass blutige Szenen parat. Problematischer als die ersten beiden Staffeln ist diese aufgrund einiger kleinerer und ein paar größerer Logiklöcher. Das Staffelende ist ernüchternd. Meines Erachtens lässt es auch keinen Platz für eine Fortsetzung. Ich mochte zwar das Ende nicht, aber es wäre ein relativ okayer Abschluss einer grandioser Serie (zumindest was Staffel 1 und 2 angeht). Leider endet „Homeland“ aber nicht mit der dritten Staffel, eine vierte Staffel ist bereits in Arbeit. Für eine weitere Staffel fehlt die Existenzgrundlage, aber ich lasse mich von solider Autorentätigkeit auch gerne eines Besseren belehren.

Selbstverständlich ist Carrie auch in der dritten Staffel die zentrale Figur. Ohne sie würde die Serie nicht existieren. Sie gibt der CIA ein Gesicht. Sie identifiziert sich mit ihrem Job, ist sehr eigensinnig und geht ihren Weg. Sie ist eideutig die Sympathiefigur. Carrie wirkt authentisch, macht viele Fehler, ist aber stets aufrichtig zu sich selbst. Was ihr im Weg steht, ist ihre psychische Krankheit. Brody, der noch in den sensationellen ersten beiden Staffeln eine sehr wichtige Figur war, tritt hier mehr als Nebenfigur auf. Seine Figur wird ziemlich vernachlässigt. Überhaupt ist er nur in sechs der 12 Folgen zu sehen. Die Beziehung zwischen Carrie und Brody spielt in der dritten Staffel eine geringere Rolle. In den letzten Folgen der dritten Staffel tritt sein Charakter dann aber erneut in den Vordergrund. Dafür spielt die Beziehung von Carrie und Saul hier eine wichtigere Rolle. Dank einer gelungenen Charakterentwicklung wird Saul Berenson noch mehr zu meinem Liebling.

Nicht gefallen hat mir der Plan/Masterplan um Javadis Figur. Diese Geschichte empfand ich ziemlich unglaubwürdig. Dafür macht der Schauspieler Shaun Toub, der Javadi verkörpert, einen super Job. Auch fand ich es absolut unrealistisch, dass Brodys Frau in einer Sache nun ausgerechnet Carrie um Hilfe bittet.

Die letzten drei Folgen spielen im Iran und haben mich direkt in dieses Land versetzt. Mehr möchte ich dazu nicht zu sagen.

Die Charaktere, die für die dritte Staffel wichtig sind:

Carrie Mathison ist Agentin bei der CIA. Sie lebt und liebt ihren Job. Mittlerweile arbeitet sie bereits seit 14 Jahren bei der CIA. Sie hat eine turbulente Zeit hinter sich. Sie hatte eine Affäre mit dem terrorverdächtigen (ehemaligen) Kongressabgeordneten Nicholas Brody (gespielt von Damien Lewis). Carrie ist manisch-depressiv und muss Medikamente nehmen. Carrie Mathison wird von Claire Danes gespielt. Sie war u.a. in „Romeo + Juliet“, „Brokedown Palace“, „The Hours“ und in dem HBO-Film Temple Grandin zu sehen.

Saul Berenson Ist Carries engster Vertrauter. Nach dem Tod von CIA-Direktor David Estes (gespielt von David Harewood) übernimmt Saul jetzt die Leitung der CIA. Saul ist ebenso idealistisch wie Carrie. Saul sorgt dafür, dass Carrie in die Psychiatrie eingewiesen wird. Carrie fühlt sich von ihm verraten. Gespielt wird Saul von dem amerikanischen Theater- und Fernsehschauspieler Mandy Patinkin. Er war u. a. in den TV-Serien „Chicago Hope“, „Dead Like Me“ und „Criminal Minds“ zu sehen.

Peter Quinn arbeitet für die CIA, er agiert hauptsächlich im „Feld“. Quinn ist etwas undurchsichtig. Ist er auf Carries Seite oder nicht? Führt er etwas im Schilde? Quinn wurde bereits in der zweiten Staffel eingeführt. Peter Quinn wird von dem britischen Schauspieler Rupert Friend gespielt. Er wurde durch die Jane Austen Verfilmung „Pride & Prejudice“ bekannt. Er hat auch in The Young Victoria mitgespielt.

Senator Andrew Lockhart ist der Vorsitzender des Untersuchungsausschusses. Gespielt wird Andrew Lockhart von Tracy Letts. Tracy Letts ist ein Multitalent. Der Amerikaner ist ein Charakterschauspieler und Dramatiker. Er hat die Bühnenstücke „Bug“, „Killer Joe“ und „August: Osage County“ geschrieben. Alle drei Theaterstücke wurden verfilmt. Für sein Bühnenstück „August: Osage County“ hat er den Pulitzer Prize und den Tony Award gewonnen. Als Schauspieler spielt er immer wieder am Theater und hat auch als Schauspieler einen Tony Award gewonnen. Er hat auch in einigen TV-Serien („Home Improvement“, „Seinfeld“, „Prison Break“) und einigen Kinofilmen (u.a. „Glengarry Glen Ross“) gespielt.

Nicholas Brody war U.S. Marine Sergeant und wurde von der al-Qaida als Kriegsgefangener gehalten wurde. Er kehrte nach über acht Jahren in die Vereinigten Staaten zurück. Carrie vermutet von Anfang an, dass er von den Islamisten „umgedreht“ wurde und einen Anschlag in den U.S.A. plant. Sie fühlt sich jedoch auch zu ihm hingezogen. Sie haben eine Affäre. Brody wird als Kriegsheld gefeiert und ist schließlich Kongressabgeordneter. Der Vizepräsident William Walden (gespielt von Jamey Sheridan) hat vor, für die nächste Präsidentschaft zu kandidieren und schlägt Brody als Vize vor. Dazu wird es nie kommen. Später wird Brody verdächtigt, den verheerenden Bombenanschlag in Langley verübt zu haben. Mit Carries Hilfe flieht er aus den U.S.A. Nicholas Brody wird von dem britischen Schauspieler Damian Lewis gespielt. Nachdem ich „Homeland“ gesehen habe und mich mit seiner Filmografie beschäftigt habe, fiel mir wieder ein, dass ich ihn in Stephen Kings „Dreamcatcher“ gesehen habe. Außerdem war er u.a. in The Escapist und in der HBO-Serie „Band of Brothers“ zu sehen.

Fara Sherazi ist iranische Bankanalystin. Sie arbeitet für die CIA. Ich empfand ihren Charakter als recht undurchsichtig. Gespielt wird Fara Sherazi von der iranisch-britischen Schauspielerin Nazanin Boniadi. Die TV-Schauspielerin hat in diversen Serien („General Hospital“, „24“, „Suits“, „How I Met Your Mother“, „Scandal“) gespielt.

Dar Adal ist CIA-Speziallist und arbeitet an der Seite von Saul Berenson. Dar Adal wird von dem amerikanischen Schauspieler F. Murray Abraham gespielt. Für mich ist er einer dieser Schauspieler, den ich bereits in zig Filmen gesehen habe, der mir aber nie wirklich aufgefallen ist. Für seine Rolle in „Amadeus“ hat er eine Oscar-Nominierung erhalten. Sonst war er aber auch u.a. in „The Name of the Rose“, „Finding Forrester“ und kürzlich in Inside Llewyn Davis und The Grand Budapest Hotel zu sehen.

Majid Javadi ist oberster iranischer Geheimdienstler. Er hat den Bombenanschlag in Langley finanziert. Javadi ist absolut angsteinflössend. Nur wirft sein Charakter im Verlauf der dritten Staffel große Fragen auf. Der iranisch-britische Schauspieler Shaun Toub spielt Javadi perfekt. Er war bereits in dem Oscar-Gewinner-Film „Crash“ zu sehen und hat auch in „The Kite Runner“, Charlie Wilson´s War und „Iron Man“ gespielt.

Außerdem hat mir der Arzt, der leider nur in einer Episode („Tower of David“) zu sehen war, sehr gut gefallen. Er hat sofort mein Interesse geweckt. Gespielt wurde er von dem amerikanischen Schauspieler Erik Dellums.

Die dritte Staffel von „Homeland“ wurde vom 29.9.13 bis zum 15.12.13 auf SHOWTIME ausgestrahlt. Eine vierte Staffel wurde bereits im Oktober 2013 bestätigt.

Trailer zu sehen: