San Francisco – Film: „By the Sea“

Ich war am 19.11.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„By the Sea“ (dt. Kinostart: 10.12.15) 132 min drama
dir. Angelina Jolie Pitt cast: Angelina Jolie Pitt, Brad Pitt, Niels Arestrup, Mélanie Laurent, Melvil Poupaud

Frankreich, Mitte der 1970er Jahre. Die wohlhabenden New Yorker Vanessa (Angelina Jolie) und Roland (Brad Pitt) sind seit 14 Jahren verheiratet und halten sich einige Zeit in Südfrankreich auf. Während Roland, ein Schriftsteller, versucht, etwas aufs Papier zu bringen, verbringt sie überwiegend Zeit in ihrer Hotelsuite.

B- (Wertung von A bis F) „By the Sea“ ist der dritte Spielfilm, bei dem Angelina Jolie Regie führt und nach „Mr. & Mrs. Smith“, der zweite Film, bei dem sie mit Brad Pitt gemeinsam vor der Kamera steht. Es ist der erste Film, bei dem die Schauspielerin und Regisseurin unter dem Namen Angelina Jolie Pitt gelistet wird.

Dieser Film, ein Ehedrama, ist relativ ereignislos, es wird viel geraucht, viel getrunken, viel französisch geredet, er hängt in der Strandbar ab, sie lümmelt meist in ihrer Hotelsuite rum (wobei eine Angelina Jolie natürlich nicht lümmelt, sie drapiert sich auf irgendwelchen Sitzmöbeln) es wird gestritten, irgendwann wird einem anderen Paar beim Sex zugeschaut – naja und dann ist der Film quasi schon zu Ende. Wobei „schon“ natürlich auch relativ ist.

Es ist schwer, jemanden diesen Film zu empfehlen. Wenn man Gefallen daran findet, attraktiven Hollywood-Mega-Stars beim Nichtstun zuzuschauen, ist das meine Filmempfehlung. Wenn jemand sich davon überzeugen will, dass Angelina Jolie nicht nur schauspielern, sondern auch Regie führen kann, würde ich nicht zwingend diesen Film empfehlen.

Überraschenderweise hat er mir schauspielerisch besser gefallen als sie. Sie – und das entspricht natürlich auch ihrer Rollenbeschreibung – ist sehr passiv, schaut frustriert, gelangweilt, traurig, ängstlich und sieht dabei natürlich immer traumschön aus. Für mich kam es etwas unerwartet, dass Angelina Jolie sich mehr als nur ein Mal oben ohne zeigt.

In dem Film wird viel Französisch gesprochen, entsprechend ist der Film auch in der Originalfassung mit Untertiteln.
Noch Bevor „By the Sea“ erstmalig auf dem AFI Fest 2015 gezeigt wurde , war er für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch (u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Beste Hauptdarstellerin (Angelina Jolie Pitt), Bestes Originaldrehbuch (Angelina Jolie Pitt) und einige technische Kategorien).

„By the Sea“ ist am 13.11.15 in zehn amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 29.11.15 läuft er in 142 Kinos in den U.S.A.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

 

 

Trailer v. Film: „45 Years“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ehedrama mit Charlotte Rampling
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Anomalisa“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Charlie Kaufmans neuer Film – Stop-Motion-Film, den ich schon vom Trailer her liebe
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Carol“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Todd Haynes neuer Film mit Cate Blanchett und Rooney Mara. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „The Danish Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander und Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

 

 

Mexico City – Film: "Maleficent"

Ich war am 11.06.14 in Mexico City und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Maleficent“ (dt. Titel: „Maleficent – Die dunkle Fee“, dt. Kinostart war der 29.05.14) 98 min fantasy, adaptation
dir. Robert Stromberg cast: Angelina Jolie, Sharlto Copley, Elle Fanning, Sam Riley, Imelda Staunton, Juno Temple, Lesley Manville, Isobelle Molloy voice: Janet McTeer

In jungen Jahren lernt die friedfertige Fee Maleficent (Isobelle Molloy) den Menschenjungen Stefan (Michael Higgins) kennen. Beide sind Waise und obwohl oder weil sie so unterschiedlich sind, verbindet sie schon bald eine außergewöhnliche Freundschaft. Stefan kommt aus sehr einfachen Verhältnissen und hat sich schon früh in den Kopf gesetzt, eines Tages König des Menschenreiches zu werden. Der erwachsene Stefan (Sharlto Copley) sieht seine große Stunde gekommen, als er von dem regierenden König erfährt, dass derjenige ihm auf den Thron folgt, der Maleficent, die Königin des Feenreichs, besiegt. Stefan begibt sich in ihr Reich, trifft Maleficent nach langer Zeit wieder, betäubt sie und schneidet ihr dann ganz hinterhältig ihre wertvollen Flügel ab. Als Maleficent realisiert, dass ihr Jugendfreund, ihre Jugendliebe ihr das angetan hat bricht ihr das Herz. Sie ist verbittert und wird sich dafür rächen. Stefan ist dann irgendwann König und bekommt mit seiner Königin ein Kind. Maleficent sieht ihre Chance auf Rache gekommen, sie verflucht die neugeborene Prinzessin Aurora. An ihrem 16. Geburtstag soll sie in einen ewigen Schlaf fallen.

B- (Wertung von A bis F) „Maleficent“ basiert auf Walt Disneys Animationsfilm „Sleeping Beauty“ bzw. Charles Perraults Märchen „La Belle au bois dormant“.

„Maleficent“ ist alles was ich von diesem Film erwartet habe. In kurzweiligen 97 Minuten wird die Dornröschen-Geschichte aus der Perspektive der nicht grundlos bösen Fee Malefiz erzählt. Eine Fantasie-Welt mit beeindruckenden Kreaturen, viel Computereffekten und eine phänomenale Angelina Jolie. Es ist einer dieser Filme, bei denen die Hauptfigur (hier sogar die Titelfigur) nicht durch einen anderen Schauspieler ersetzbar ist. Ohne Angelina Jolie wäre dieser Film undenkbar.

„Maleficent“ ist das Regiedebüt von Robert Stromberg. Zuvor war er für die visuellen Effekte und das Production Design zahlreicher Filme zuständig. Für die Filme Avatar und Alice in Wonderland hat er sogar jeweils einen Oscar für das Beste Szenenbild gewonnen. Es halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Robert Stromberg während der Dreharbeiten zu „Malificent“ ausgetauscht wurde. Disney war wohl unzufrieden, ließ einige Szenen nachdrehen und letztlich hat der Regisseur John Lee Hancock (The Blind Side, Saving Mr. Banks) irgendwann ganz die Regie übernommen. Robert Stromberg wird jedoch in den credits als alleiniger Regisseur geführt.

Maleficent ist ein großartiger tragischer Filmcharakter, weiblich, emanzipiert, von ihrer Jugendliebe verraten (was Stefan Maleficent antut, kommt einer Vergewaltigung gleich), traumatisiert, enttäuscht, verbittert und auf Rache schwörend und dann wieder sanft, ohne ihre Stärke zu verlieren. Die Präsenz und Dominanz, die diese Filmpersönlichkeit braucht, strahlt Angelina Jolie perfekt aus. Sie setzt hier ihre Ausstrahlung und Mimik perfekt ein, braucht nur etwas Gebrumme, weniger Worte, die sie so bedrohlich, verletzlich oder einfach nur glaubwürdig erscheinen zu lassen. Optisch wurde ihr sowieso schon nicht-von-dieser-Welt-schönes Gesicht etwas verändert und der Zeichentrickfigur angepasst. (Prothesen für Wangen, und Ohren, Leder-Hörner und Kontaktlinsen).

So stark Maleficents Filmfigur ist, so unausgegoren ist Stefans Charakter. Wenig weiß man über ihn, seine genauen Beweggründe, seine Gedanken, wie er tickt – all das bleibt im Dunkeln. Hier hätte es geholfen, wenn man etwas in die Charakterbildung und -entwicklung investiert hätte. Erschwerend kommt noch obendrauf, dass Stefan von keinem guten, charismatischen Schauspieler verkörpert wird. Mit „Maleficent“ habe ich Sharlto Copley jetzt mittlerweile in vier Filmen (District 9, Oldboy, Elysium) gesehen, vielleicht hätte er nie den Schritt nach Hollywood wagen sollen.

Von Elle Fanning war ich auch nicht so begeistert. Gut, sie hat nicht viel zu tun, muss nur dauerhaft grinsen. Vielleicht hat mich aber auch nur ihre Filmfigur Aurora genervt. Es wird sich zeigen, wie sich Elle Fanning in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Auch in diesem Film zu sehen ist Brangelinas leibliche Tochter Vivienne Jolie-Pitt. Sie wurde einzig deswegen eingesetzt, weil alle anderen Kleinkinder Angst vor Angelina Jolies Maleficent hatten.

Angelina Jolie stand zuletzt bei diesem unsäglichen „The Tourist“ aus dem Jahr 2010 vor der Kamera. Gut, kann man verstehen, dass sie nach diesem Totalausfall an Film eine Auszeit brauchte. Ich finde es aber tatsächlich sehr schade, sie nicht öfter im Film zu sehen. Gerade wenn man „Maleficent“ sieht, weiß man wieder was für ein Talent in ihr steckt. Hoffentlich zieht sie sich nicht immer mehr als Schauspielerin zurück. Ende des Jahres kommt ihre zweite Regie-Arbeit „Unbroken“, ein Film bei denen die Coen Bros. das Drehbuch geschrieben haben, in die amerikanischen Kinos.

Als ich vor einiger Zeit die ersten Plakate in Deutschland gesehen habe, musste ich mich doch stark wundern. Warum wurde der Filmtitel nicht in Malefiz übersetzt (in Mexico läuft der Film beispielsweise auch unter dem Filmtitel „Maléficia“) oder hat einfach einen anderen, adäquaten Filmtitel bekommen? Wer von den normalen deutschen Blockbuster-Zuschauern, die es gewohnt sind, Filme in der Synchronisation zu schauen, kann schon den Filmtitel „Maleficent“ fehlerfrei aussprechen? Alle Nase Lang übersetzen die deutschen Filmverleiher Originaltitel in haarsträubende Was-weiß-ich-was, gerne auch mal einen englischen Originaltitel in einen anderen englischen Filmtitel. Einen Filmtitel, der aber wirklich viele deutsche Kinozuschauer überfordern kann, lassen sie. Unfassbar. Jetzt, wo ich den Film gesehen habe, bin ich aber recht zuversichtlich, dass auch die deutschen Zuschauer wenigstens beim Verlassen des Kinos den Filmtitel fehlerfrei aussprechen können. „Maleficent“ wurde wirklich unzählige Male im Film genannt.

Der amerikanische Trailer:

Kino in Mexico City.

Ich war ein paar Jahre nicht mehr hier im Kino. Einen Sitzplatz musste ich auch bereits an der Kinokasse wählen (was aber nicht weiter wild war, da die Vorstellung in dem riesigen Kino nur wenig besucht war und ich mich hinsetzen konnte, wo ich wollte) Vor „Maleficent“ wurden keine Trailer gezeigt, dafür aber ungefähr 10 Minuten Werbung, bei der jeder einzelne Werbetrailer im Zeichen der Fußball-WM (die einen Tag später begann) stand. Gesehen habe ich „Maleficent“ in der Originalfassung (in 2D) mit spanischen Untertiteln.

L. A. – Film: "Kung Fu Panda 2 – 3D"

Ich war am 27.05.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Kung Fu Panda 2 – 3D“ (dt. Kinostart: 16.06.11) 91 min animation
dir. Jennifer Yuh Nelson voices: Jack Black, Dustin Hoffman, Angelina Jolie, Jackie Chan, Lucy Liu, Seth Rogen, David Cross, Jean-Claude Van Damme, Dennis Haysbert, Gary Oldman, Danny McBride

Für Drachenkrieger Po (Jack Black) kommt es gerade richtig dick. Master Shifu (Dustin Hoffman) erklärt ihm, dass er seinen inneren Frieden finden muss, von seinem Vater erfährt er, dass er adoptiert wurde und dann muss er mit seinen fünf Gefährten Tigress (Angelina Jolie), Monkey (Jackie Chan), Mantis (Seth Rogen), Viper (Lucy Liu) und Crane (David Cross) auch noch China vor dem bösen Lord Shen (Gary Oldman) retten…

B (Wertung von A bis F) Ich bin kein großer Fan von dem ersten Kung Fu Panda-Film. Der zweite hat mir um einiges besser gefallen. Ich finde „Kung Fu Panda 2“ witziger und auch fand ich die Geschichte teilweise rührend. Nach wie vor habe ich Probleme mit zwei der Hauptfiguren (Po und Tigress), auch wenn ich die Figuren, insbesondere Po, mittlerweile ganz liebenswert finde, so gefällt mir einfach nicht wie sie gezeichnet sind. „Kung Fu Panda 2“ ist visuell sehr düster (Guillermo Del Toro stand beratend zur Seite) und beeindruckend. Es gibt sehr viele Kampfszenen, die zwar unheimlich routiniert inszeniert erscheinen, aber – für meinen Geschmack – im Film zu dominant sind. Die 3D-Fassung fand ich recht ordentlich. Man kann sich durchaus auf den definitiv geplanten „Kung Fu Panda 3“ freuen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“The Smurfs“ (3D)
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer und vor allen Dingen in 3D)
Kommentar: 3-D-Animationsfilm mit Schlümpfen
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Happy Feet 2″ (3D)
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Pinguine die aus keinem erkennbaren Grund zu grauenvoller Musik tanzen, Teil 2 davon, na Bravo…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“Judy Moody and the Not Bummer Summer“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Kinderfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Puss in Boots“ (3D)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Antonio Banderas´ Puss in Boots aus „Shrek“ im ersten eigenen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer von Film:“The Adventures of Tintin“ (3D)
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Spielbergs Tim & Struppi-Animationsfilm, produziert von Peter Jackson. Der erste Animationsfilm, bei dem Steven Spielberg Regie führt.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Los Angeles – Film: "Salt"

Ich war am 25.07.10 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Salt“ (dt. Kinostart: 26.08.10) 99 min action, thriller
dir. Philip Noyce cast: Angelina Jolie, Liev Schreiber, Chiwetel Ejiofor, Daniel Olbrychski, August Diehl, Daniel Pearce

Evelyn Salt (Angelina Jolie) arbeitet als Agentin für die CIA. Als der russischer Überläufer Orlov (Daniel Olbrychski) im CIA Hauptquartier auftaucht und verhört wird, sagt er über Mrs. Salt aus, dass sie in Wahrheit eine Geheimagentin für den russischen Geheimdienst KGB ist. Das Verhör wird von Salts irritiertem Chef Ted Winter (Liev Schreiber) und dem Sicherheitsexperten Peabody (Chiwetel Ejiofor) von einem Nebenraum aus beobachtet, dann überschlagen sich die Ereignisse und Evelyn Salt tritt die Flucht an…

B- (Wertung von A bis F) Der australischer Regisseur Philip Noyce hat dem Kinopublikum in den 1990er Jahren die beiden, meines Erachtens, recht gelungenenTom Clancy Verfilmungen „Patriot Games“ und „Clear and Present Danger“ beschert. Mit „Salt“ präsentiert er einen weiteren Spionagethriller mit einem rasanten Spannungsaufbau und anfangs und zu großen Teilen „A“-Actionfilm-Qualitäten. Die Stunts und viele Actionszenen sind sehr gut in Szene gesetzt, wenn auch nicht immer realistisch, überhaupt macht vieles keinen Sinn, aber das ist nunmal bei derart von Filmen so. Ich erwarte fesselnde Unterhaltung und die bekomme ich hier. „Salt“ hätte von mir sicherlich ein „A-„bekommen wenn ich die Hintergrundstory und die entsprechenden Rückblenden nicht so unglaublich dämlich gefunden hätte.

Was wäre die Filmwelt ohne Angelina Jolie? Ob in Biopics („Gia“, A Mighty Heart, demnächst als Kleopatra – habe im Moment noch ein etwas ungutes Gefühl, aber warum nicht?), Dramen („Girl, Interrupted“, Changeling), Actionfilmen („Lara Croft: Tomb Raider“, „Mr. & Mrs Smith“, Wanted) oder wenn sie „nur“ ihre Stimme für Animationsfilme („Shark Tale“, Kung Fu Panda) hergibt, immer ist sie authentisch und – wenn es ihre Rolle verlangt – überträgt sie ihren überwältigen Sexappeal in den Film. Es gibt derzeit wohl keine Schauspielerin, die so unterschiedliche Charaktere glaubhaft verkörpern kann. Natürlich ist sie auch in „Salt“ einzigartig und unersetzbar (wenn man bedenkt, dass die Hauptrolle ursprünglich für Tom Cruise geschrieben war, Hilfe…was für ein anderer, viel schlechterer Film es geworden wäre). Man muss schon blind sein, um die augenscheinliche Chemie zwischen Angelina Jolie und Liev Schreiber („The Manchurian Candidate“, „The Painted Veil“, „Wolverine“) nicht zu erkennen. Ich möchte den beiden nur ungern eine Affäre andichten, aber wäre ich an Naomi Watts Stelle würde ich mir Sorgen machen…

Einer meiner wenigen deutschen Lieblingsschaupieler August Diehl („23“, Inglourious Basterds) spielt auch eine kleine Rolle.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Faster“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Action/Thriller mit Dwayne Johnson, aber halt auch mit Billy Bob Thornton!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Last Exorcism“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Horrorfilm. Eigentlich die Art von Horrorfilmen, die ich total blöd finde, aber der Trailer sieht gut aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Paranormal Activity 2“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Solche Filme funktionieren logischerweise nie mit Teil 2 (mit Horror denke ich an Blair Witch 2)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Oliver Stones Fortsetzung des oscarprämierten Films. „Wall Street“ mit Michael Douglas, Shia LaBeouf, Frank Langella, Carey Mulligan, Susan Sarandon und Josh Brolin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Devil“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Nach dem grauenhaften und beleidigend schlechten „The Happening“ (und zuvor: „Signs“, „Lady in the Water“) habe ich mir eigentlich fest vorgenommen, nie wieder einen Film von M.Night Shyamalan zu sehen. Hier produziert er aber dankenswerterweise nur und führt keine Regie! Der Trailer sieht echt gut aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Green Hornet“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: ich kann keine Comic-Verfilmung mehr sehen, glaube ich. Diesmal mit Seth Rogen, Cameron Diaz. Die erste Hollywood-Produktion von Christoph Waltz.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Other Guys“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Action/Comedy mit Mark Wahlberg, Will Ferrell, Samuel L. Jackson und schon wieder Dwayne Johnson
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – "Changeling"

Ich war am 14.11.08 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Changeling“ (dt. Titel „Der fremde Sohn“, dt. Kinostart 22.01.09) 141 min drama, crime, biopic
dir. Clint Eastwood cast: Angelina Jolie, Amy Ryan, John Malkovich, Jeffrey Donovan, Jason Butler Harner, Gattlin Griffith, Geoffrey Pierson

Los Angeles, 1928. Christine Collins (Angelina Jolie) ist alleinerziehende Mutter. Als sie eines Tages von der Arbeit nach Hause kommt, ist ihr neunjähriger Sohn Walter (Gattlin Griffith) verschwunden. Trotz polizeilicher Ermittlungen bleibt die Suche ergebnislos. Nach fünf Monaten bekommt sie von der Polizei mitgeteilt, dass Walter in einem anderen Bundesstaat wieder aufgetaucht ist. Als sie im Beisein der Polizei und der Presse ihren Walter endlich wieder gegenübersteht, behauptet Christine Collins, dass dies nicht ihr Sohn ist. Während sie für ihre Aussage noch nach Beweisen sucht, veranlasst der Captain der Polizei von Los Angeles (Jeffrey Donovan), sie in die Nervenheilanstalt einzuweisen. Derweil tauchen zwanzig Kinderleichen auf, die scheinbar Opfer eines Serienmörders wurden…

A- (Wertung von A bis F) Der Film „Changeling“ basiert auf einer wahren Geschichte. Dem Regisseur Clint Eastwood („Unforgiven“, „Mystic River“, „Million Dollar Baby“) ist es einmal mehr gelungen, einen bewegenden Film zu realisieren. Mich hat „Changeling“ insbesondere von der Regie, dem Szenenbild und der Kameraführung beeindruckt. Wenn ich es vor einigen Jahren nicht schon bedauert hätte, dass der Kameramann Conrad L. Hall („American Beauty“, „Road to Perdition“) verstorben ist, hätte ich hier bei sehr vielen Szenen dieser meist dunklen, klaren und wunderschönen Bildsprache gedacht, er hätte einem diese Bilder beschert. Ganz zu Beginn des Films hatte ich Probleme, Angelina Jolie in dieser Rolle zu akzeptieren und empfand sie als „verkleidet“, aber durch die zahlreichen Nahaufnahmen vergisst man den BRANGELINA HYPE und sie kann erneut beweisen, was sie für eine ernstzunehmende, grossartige Schauspielerin ist. Angelina Jolie ist schon ein Phänomen. Auf der einen Seite dieser permanent adoptierende oder gebärende, attraktive Superstar mit Superstar-Boyfriend und deren ganzer Wohltätigkeitsarbeit, dann Jolies Rollen als sexy Actionheldin (als „Lara Croft“ und in Wanted) und schliesslich ihre anspruchsvollen und starken Rollen wie z.B. in „Gia“, „Girl, Interrupted“ und A Mighty Heart. Alles beherrscht sie scheinbar perfekt und ist durch diese Vielseitigkeit wohl nicht ersetzbar. Es haben aber tatsächlich auch andere Schauspieler in „Changeling“ mitgespielt. Dabei haben mich vor allen Dingen Jason Butler Harner, der den Serienmörder und Jeffrey Donovan, der den Captain der L.A.P.D. spielt, in den Bann gezogen. Der Film war mir minimal zu lang, aber alles in allem wären für mich Oscarnominierungen in den Kategorien Regie, Szenenbild und Kamera als auch für die Schauspieler Jason Butler Harner, Jeffrey Donovan und Angelina Jolie gerechtfertigt.

Trailer zu sehen:

Los Angeles – Wanted

Ich war am 05.07.08 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Wanted“ (dt. Kinostart 04.09.08) 108 min action, sci-fi, adaptation
dir. Timur Bekmambetov cast: James McAvoy, Angelina Jolie, Morgan Freeman, Terence Stamp, Thomas Kretschmann

Der Büroangestellte Wes Gibson (James McAvoy) ist sowohl von seinem Berufs- als auch von seinem Privatleben gelangweilt, hat chronischen Geldmangel und leidet unter Angstattacken. In einem Supermarkt trifft er auf die mysteriöse Fox (Angelina Jolie), die dem tausend Jahre alten elitären Geheimbund THE FRATERNITY angehört. Sie offenbart ihm, dass sein kürzlich ermordeter Vater ebenfalls Mitglied dieser geheimen Organisation war. Sein Vater hat ihm seine Killer-DNA vererbt womit Wes selbst über ungeahnte todbringende Fähigkeiten verfügt. Schliesslich lässt sich er von THE FRATERNITY rekrutieren und bekommt den Auftrag, den Tod seines Vaters zu rächen…

B (Wertung von A bis F) Der Film ist in erster Linie schnell, rasante Kamerafahrten, entsprechende Schnitte, beeindruckende – an „The Matrix“ erinnernde Special Effects. Hin und wieder wird diese grossartige Arbeit allerdings von schlechten Studioaufnahmen unterbrochen. Man sollte auch einiges in dem Film nicht hinterfragen. Wenn man den Film als das sieht was er ist – ein Actionfilm und eine Comic-Adaption – dann kann man entspannt ein schönes Kinoerlebnis geniessen. Der Film ist unterhaltsam, vor allen Dingen weil er sich selbst nicht ernst nimmt. Ausserdem fand ich das Ende äusserst gelungen. Der schottische Schauspieler James McAvoy („Atonement“) ist der neue Shootingstar in Hollywood und hier idealbesetzt und glaubwürdig. Mit dieser einzigen Rolle kann er zeigen, was er für eine schauspielerische Bandbreite hat. Für den Charakter der coolen, sexy und gefährlichen Killerin ist Angelina Jolie natürlich prädistiniert und das trotz ihrer Streichhölzer-Ärmchen und ihres zerbrechlichen Körpers. Thomas Kretschmann, der hier eigentlich nur Erwähnung findet, weil er Deutscher ist, fällt nicht weiter auf. Persönlich hätte ich mir lieber Sean Bean in der Rolle gewünscht…

Trailer zu sehen:

„sehenswert“

Boston – Kung Fu Panda

Ich war am 07.06.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Kung Fu Panda“ (dt. Kinostart 03.07.08) 95 min animation
dir. John Stevenson, Mark Osborne voices: Jack Black, Dustin Hoffman, Jackie Chan, Ian McShane, Lucy Liu, Angelina Jolie, Seth Rogen, Michael Clarke Duncan, Randall Duk Kim, David Cross.

Der pummelige Panda Po (Jack Black) arbeitet in dem Nudelrestaurant seines Vaters. Er ist ein grosser Kampfsportfan und seine grossen Vorbilder sind die legendären Kung Fu Kämpfer „Furious Five“ mit Tigress (Angelina Jolie), Mantis (Seth Rogen), Viper (Lucy Liu), Monkey (Jackie Chan) und Crane (David Cross). In einer feierlichen Zeremonie soll von dem Tempelmeister Oogway schliesslich der beste Kämpfer ernannt werden. Um nicht zu verpassen, wer von seinen Idolen schliesslich auserkoren wird, der neue Drachenkrieger zu werden, versucht Po alles, um in den Jade Palast zu gelangen. Auf ungewöhnliche Weise landet Po schliesslich direkt vor dem Tempelmeister und ausgerechnet er wird von ihm auserwählt, der neue Drachenkrieger zu sein. Er soll das Land vor dem rachsüchtigen Schnee-Leoparden Tai Lung (Ian McShane) beschützen. Zuvor wird er von dem Lehrmeister Chifu (Dustin Hoffman) ausgebildet und darf neben seinen grossen Vorbildern trainieren…

C- (Wertung von A bis F) „Kung Fu Panda“ ist definitiv nichts für ein PIXAR-verwöhntes Publikum. Dieser DreamWorks Film kommt nicht über eine Mittelmässigkeit hinaus. Den Machern von „Shrek“ und „Madagascar“ ist es hier nicht gelungen, bei den fünf Hauptcharakteren und dem Panda charmante Figuren zu zeichnen. Einzig bei dem YODA-mässigen Meister Chifu (von Dustin Hoffman gesprochen) und bei dem OBI-WAN-ähnlichen Tempelmeister Oogway (von Randall Duk Kim gesprochen) haben sie es geschafft, originelle und liebenswerte Figuren zu erschaffen. Diese beiden Charaktere werden auch wunderbar gesprochen. Jack Black kann überhaupt nicht überzeugen mit seinem Panda Po. In der Synchronisation in Deutschland wird Po von Hape Kerkeling gesprochen. Dadurch wird der Film gewinnen und sehr wahrscheinlich wesentlich witziger sein.

Trailer zu sehen:

„lasch“

New York City – A Mighty Heart

War am 11.07.07 in NYC und habe mir im Kino angeschaut:

„A Mighty Heart“ (dt. Titel „Ein mutiger Weg“, dt. Kinostart 13.09.07) 108 min drama/biopic
dir. Michael Winterbottom cast: Angelina Jolie, Dan Futterman

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. Der „Wall Street Journal“ Reporter Daniel Pearl (Dan Futterman) reist im Januar 2002 zusammen mit seiner im 6. Monat schwangeren, französischen Frau Mariane (Angelina Jolie) nach Pakistan, um die terroristischen Hintergründe des „Shoe Bombers“ zu recherchieren. Die politische Lage in dem Moloch Karachi ist äusserst angespannt. Als Daniel eines Tages von einem Interview nicht, wie verabredet, nach Hause kommt, beginnt eine grossangelegte Suche. Schon bald steht fest, dass er von islamistischen Fundamentalisten entführt wurde. Nach einer dramatischen Zeit, die voller Hoffnung und Verzweiflung geprägt ist, wird Mariane und dem an der Suche beteiligten Team ein Video zugespielt, das zeigt, wie Daniel geköpft wurde.

B (Wertung von A bis F) Die dokumentarische Erzählweise des Films vermittelt dem Zuschauer den Eindruck, der Tragödie beizuwohnen. Angelina Jolie geht in die Rolle der Mariane Pearl 100%ig über, ihre akzentuierte Sprache, die dunklen Kontaktlinsen und die schwarze Lockenmähne lassen einen die ganze BRANGELINA-Hysterie vergessen…Ist der Academy dies eine Oscarnominierung wert?

Trailer zu sehen: