San Francisco – Film: „Marriage Story“

Ich war am 20.11.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Marriage Story“ (in D. seit dem 21.11.19 im Kino, ab dem 6.12.19 dann auf Netflix zu sehen)  136 min  drama, comedy

dir. Noah Baumbach cast: Adam Driver, Scarlett Johansson, Laura Dern, Alan Alda, Ray Liotta, Merritt Wever, Mickey Summer, Azhy Robertson, Julie Hagerty, Martha Kelly 

 

Der New Yorker Theaterregisseur Charlie (Adam Driver) und seine Ehefrau, die Schauspielerin Nicole (Scarlett Johansson), haben beschlossen, sich zu trennen. Nicole hat kürzlich eine Rolle in einem Pilotfilm für eine TV-Serie angenommen und will mit dem gemeinsamen achtjährigen Sohn Henry (Azhy Robertson) zurück zu ihrer Mutter (Julie Hagerty) und Schwester (Merrit Wever) nach Los Angeles ziehen… 

 

B (Wertung von A bis F) „Marriage Story“ ist der neue Film des New Yorker Drehbuchautors und Filmemachers Noah Baumbach (Margot at the Wedding, Frances Ha, While We´re Young, De Palma, The Meyerowitz Stories ). Noah Baumbach hat sich für sein Drehbuch von den Scheidungen befreundeter Paare, aber auch von seiner eigenen Scheidung mit der Schauspielerin Jennifer Jason Leigh inspirieren lassen. 

„Marriage Story“ ist ein Film über den schwierigen Prozess einer Scheidung. Charlie und Nicole sind zwei Kreative, die eine sehr enge Bindung haben. Seinetwegen ist sie damals von Los Angeles nach New York gezogen, sie, die Schauspielerin hat ihren Mann, den Theaterregisseur, immer unterstützt und ihre eigene Filmkarriere dabei schleifen lassen. Jetzt ist ihre Beziehung gescheitert, sie will mit dem gemeinsamen Sohn zurück nach Los Angeles ziehen. Der Film ist sicherlich auch eine Aufarbeitung der gemeinsamen Zeit von Nicole und Charlie mehr aber, wie man jetzt mit der Situation umgeht, dass beide ein gemeinsames Kind und einen unterschiedlichen Lebensmittelpunkt (New York und Los Angeles) haben. 

Bei seiner Erzählung verzichtet Noah Baumbach beinahe gänzlich auf Rückblenden. Gleich zu Beginn hören wir, die von dem Therapeuten initiierten Auflistungen, was Nicole und Charlie aneinander schätzen und lieben und entsprechend sind wir als Zuschauer im Bilde, was das für eine große Liebe war. Jetzt haben sie sich aber auseinandergelebt, die Trennung ist beschlossen und eigentlich sollte es eine harmonische werden. Es geht aber um das Sorge- und Besuchsrecht des achtjährigen Sohnes und schon bald stehen Anwälte am Start. Noah Baumbach versucht mit seiner Liebes- und Trennungsgeschichte, keine Partei zu ergreifen. Er erzählt seine Geschichte aus beiden Perspektiven, wobei die Sichtweise von Charlie sicherlich etwas überwiegt. Auch wenn es sich vielleicht ungewöhnlich anhört, ich habe mich dabei erwischt, mehr auf Charlies Seite zu stehen. Er war sicherlich nicht der perfekte Ehemann, im Scheidungsprozess nehme ich ihn aber als liebevollen Vater wahr, der sich bemüht, die Scheidung friedlich über die Bühne zu bringen –   nicht einfach, wenn Anwälte im Spiel sind.

„Marriage Story“ ist ein intensives Drama, das aber auch die Absurdität, die eine Scheidung mit sich bringen kann, darlegt. Sein auf 35mm-Film gedrehtes Drama lebt durch sein exzellentes Drehbuch und seine, durch die Bank authentischen Performances. Ich hätte mir gewünscht, die Geschichte etwas mehr als Film arrangiert zu sehen. Den kargen Regiestil (wenn man überhaupt davon sprechen kann, wenn eine, bzw. mehrere Kameras einfach aufgestellt wurden – so wirkte es auf mich jedenfalls) fand ich etwas dürftig. 

Adam Driver liefert für mich hier drei Oscar-Szenen (Teppichmesser-Sequenz, seine Interpretation des Songs „Being Alive“ und wenn er gegen Ende des Films mit seinem Sohn gemeinsam „etwas“, kein Spoiler an der Stelle, vorliest), aber auch Scarlett Johansson (der diese Kurzhaar-Frisur nicht gerade schmeichelt), Laura Dern, Ray Liotta, Alan Alda (auch wenn mich seine zitternde Hand etwas ablenkte) sind zu Recht für Oscar-Nominierungen im Gespräch. Als Bereicherung für den Film sehe ich aber auch die Schauspieler Julie Hagerty, Merritt Wever und besonders Martha Kelly als Evaluatorin. 

In meiner ersten Prognose zu den Oscar-Nominierungen 2020 hatte ich mich für „Marriage Story“ als Oscar-Gewinner-Film entschieden. Das sehe ich, nachdem ich den Film gesehen habe, etwas anders. Davon abgesehen, gibt es seit gestern (23.11.19) auch mit Sam Mendes´Film „1917“ einen neuen Top-Oscar-Anwärter. „Marriage Story“ wird aber sicher für die meisten Kategorien, für die er im Gespräch ist, nominiert. Gewinnen könnte er meines Erachtens jedoch nur für Beste Nebendarstellerin (Laura Dern), Bestes Originaldrehbuch und vielleicht Bester Hauptdarsteller (Adam Driver).

„Marriage Story“ ist dieses Jahr einer der vier Netflix-Filmen (The Irishman, „The Two Popes“, „Dolomite is my Name“), der immer noch im Rennen für wichtige Oscar-Nominierungen steht. Der Film ist im Gespräch für Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Adam Driver), Beste Hauptdarstellerin (Scarlett Johansson), Bester Nebendarsteller (Alan Alda, Ray Liotta), Beste Nebendarstellerin (Laura Dern), Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt  Update: „Marriage Story“ wurde für 6 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Scarlett Johansson), Bester Hauptdarsteller (Adam Driver), Beste Nebendarstellerin (Laura Dern), Bestes Originaldrehbuch und Beste Filmmusik) 

„Marriage Story“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2019 gezeigt. Der Film wurde am 6.11.19 in fünf Kinos in den Vereinigten Staaten gestartet, die darauffolgende Woche war der Film dann in 16 amerikanischen Kinos landesweit zu sehen. Seit dem 21.11.19 ist der Film auch in ausgewählten Kinos in Deutschland zu sehen. Ab dem 6.12.19 ist „Marriage Story“ dann weltweit auf Netflix abrufbar. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Waves„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Trey Edward Shults neuer Film, Oscar-Film, soweit ich gehört habe. Dem Trailer nach ist er dem Oscar-Gewinner-Film „Moonlight“ nicht unähnlich.

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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Trailer v. Film: „63 Up„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Dokumentation 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The Song of Names„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Romanadaption mit Tim Roth und Clive Owen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Atlantics„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: senegalesisches Drama „Atlantique“, dass in Cannes den Großen Preis der Jury gewonnen hat. Netflix-Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht  

 

Das Clay Theatre in Frisco zeigt den Netflix-Film "Marriage Story"
Das Clay Theatre in Frisco zeigt den Netflix- Film „Marriage Story“

D.C. – Film: „Jojo Rabbit“

Ich war am 4.11.19  in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Jojo Rabbit“ (dt. Kinostart: 23.01.20)  108 min  comedy, drama, adaptation 

dir. Taika Waititi  cast: Roman Griffin Davis, Scarlett Johansson, Thomasin McKenzie, Taika Waititi, Sam Rockwell, Rebel Wilson, Stephen Merchant, Alfie Allen, Archie Yates  

 

Nazi-Deutschland, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Der 10-jährige Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis) lebt mit seiner Mutter (Scarlett Johansson) allein, seine Schwester ist verstorben und der Vater kämpft wohl irgendwo in Italien. Jojo ist Mitglied der Hitler-Jugend, aber ein Außenseiter. Als er eines Tages entdeckt, dass seine Mutter Zuhause das jüdisches Mädchen Elsa (Thomasin McKenzie) versteckt hält, weiß er nicht so richtig, wie er damit umgehen soll. Er wendet sich an seinen imaginären Freund Adolf Hitler (Taika Waititi)….

 

B+ (Wertung von A bis F) „Jojo Rabbit“ basiert auf Christine Leunens Roman „Caging Skies“. Es ist der neue Film des neuseeländischen Filmemachers und Drehbuchautors Taika Waititi (What We Do in the Shadows, Hunt for the Wilderpeople, „Thor: Ragnarok“). Waititi hat für diesen Film auch das Drehbuch geschrieben und ist in einer Nebenrolle als seine Version von Adolf Hitler zu sehen. 

Der Neuseeländer Taika Waititi hat maorische und jüdische Wurzeln, das ist für eine Nazi-Satire  wichtig zu wissen. In meinen Augen sollte eine Darstellung dessen einzig jüdischen Filmemachern vorbehalten sein. 

Die Geschichte spielt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und wird aus Sicht eines 10-jährigen Jungen, der mit der Nazi-Propaganda in Deutschland aufgewachsen ist, erzählt. Es ist ein Film über das Erwachsenwerden. Der Junge, Jojo, möchte ein Mann sein, was in seinen naiven Verständnis wohl damit gleichzusetzen ist, ein Nazi zu sein. Er ist Mitglied der Hitler-Jugend, im Jugendlager muss er jedoch feststellen, dass er nicht alles, was von ihm verlangt wird, umsetzen kann. Jojo ist ein Außenseiter. Sein Vater kämpft im Krieg, vielleicht ist er sogar schon tot, ihm fehlt ein männliches Vorbild, irgendjemand den er zu Rate ziehen kann. Sein imaginärer Freund, Adolf Hitler, ist auch nicht immer eine Hilfe. Jojo hat eingetrichtert bekommen dass Juden Monster sind und als er eines Tages feststellt, dass seine Mutter ein junges jüdisches Mädchen versteckt hält, gerät seine ganze kindliche Gefühlswelt durcheinander. Das Leben ist scheinbar komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Er muss lernen, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden und, dass man sich seine eigene Meinung bilden muss. Das gehört dazu, wenn man erwachsen werden will. 

Das Wichtigste bei einer Nazi-Satire ist es, den richtigen Ton zu treffen. Den trifft Taika Waititi in meinen Augen zum größten Teil. Es gibt hier eine tragische Wendung im Film, die mich leider erst mal  rausgebracht hat. Einfach weil ich mich gedanklich mit den Folgen beschäftigt habe. Ich werde mir den Film selbstverständlich ein weiteres Mal angucken und schauen, ob ich damit dann besser zurecht komme. Ansonsten hat mir der Film schon sehr gut gefallen, es ist sogar nicht ausgeschlossen, dass er am Ende auch in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2019 landet. „Jojo Rabbit“ ist eine smarte Satire, stimmt einen nachdenklich, ist voller Slapstick und absurd komisch, dann plötzlich schockierend und am Ende rührend. Insgesamt ist es eine liebenswerte und hoffnungsvolle Fabel mit einer schlichtweg perfekten musikalischen Einführung und einem ebenso toll gewählten musikalischen Ausklang. Der Film ist mit seiner Botschaft ein wichtiger Film, gerade in der heutigen Zeit. 

Roman Griffin Davis (in seiner ersten Rolle) als Jojo ist etwas farblos, aber vielleicht gerade deshalb eine Idealbesetzung, besonders mochte ich die Beziehung zwischen ihm und der jungen Jüdin Elsa (gespielt von der wunderbaren Thomasin McKenzie, Leave No Trace). Völlig hingerissen war ich von Archie Yates, der Jojos besten Freund Yorki spielt, (und so direkt aus einem Wes Anderson Film stammen könnte, dies ist aber tatsächlich auch sein Schauspieldebüt). Ein Knaller ist – wieder üblich – Sam Rockwell als Captain Klenzendorf, dessen Figur komplexer ist, als man zunächst annimmt. 

Die englische Originalsprache des Films ist hier dringend zu empfehlen, da gerade die Sprache eine gewisse Distanz zum Thema aufbaut und der deutsche Akzent zum absurden Ton des Films beiträgt.

Der von Fox Searchlight produzierte Film ist etwas umstritten. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass er am Ende sogar den Oscar als Bester Film gewinnen könnte. Es ist aber auch möglich, dass „Jojo Rabbit“ nicht mal als Bester Film bei den Academy Awards nominiert wird. Fox wurde bekanntermassen von Disney übernommen und der Maus-Konzern ist besorgt, dass der Film nicht familienfreundlich genug ist und Menschen sogar abschrecken kann. Sie sollten Mut beweisen und auf ihr bestes Pferd im Stall (sie haben auch noch Ford v Ferrari und den neuen Terrence Malick-Film („Hidden Life“)setzen, eine solide Oscar-Kampagne starten und schauen, was passiert. 

Update nach der Zweitsichtung von „Jojo Rabbit“:

B+ (Wertung von A bis F) 2 1/2 Monate nachdem ich den Film das erste Mal gesehen habe, habe ich ihn mir ein weiteres Mal angeschaut. 

Alles was ich das erste Mal geliebt habe (eine der besten Titelsequenzen der Filmgeschichte, die Beziehung von Jojo und Elsa…und Nathan, Jojos Buch und Yorki), habe ich das zweite Mal nur noch mehr mehr ins Herz geschlossen. Eine signifikante Wendung im Film hat mir – bei meiner ersten Sichtung – Bauchschmerzen bereitet, die hatte ich bei der Zweitsichtung nicht mehr, konnte mich natürlich auch darauf einrichten. 

„Jojo Rabbit“ ist ein wirklich warmherziger Film, natürlich nimmt Taika Waititi auf seine typische Art die Nazis aufs Korn. Ich würde den Film aber nun eher als eine Komödie und nicht als eine Satire bezeichnen. Wenn man Satire hört oder liest, stellt man sich vielleicht etwas völlig anderes vor. Am Ende des Films hatte ich wieder Tränen in den Augen, aber halte an meiner „B+“-Bewertung fest. 

„Jojo Rabbit“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Roman Griffin Davis), Bester Nebendarsteller (Taika Waititi, Sam Rockwell) Beste Nebendarstellerin (Thomasin McKenzie, Scarlett Johansson), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien Update: „Jojo Rabbit“ wurde für 6 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Nebendarstellerin (Scarlett Johansson), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign und Bester Schnitt) 

„Jojo Rabbit“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2019 gezeigt. Auf diesem Filmfestival hat der Film (wie zuvor einige spätere Oscar-Gewinner-Filme, wie u.a. The King´s Speech, 12 Years a Slave und Green Book) den Publikumspreis gewonnen. Der Film ist am 18.10.19 in fünf amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später lief er bereits in 256 Kinos in den Vereinigten Staaten. Der Film ist ab dem 23.01.20 in den deutschen Kinos zu sehen. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Waves„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Trey Edward Shults neuer Film, Oscar-Film, soweit ich gehört habe. Dem Trailer nach ist er dem Oscar-Gewinner-Film „Moonlight“ nicht unähnlich.

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Honey Boy„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Eine Art Shia LaBeouf-Biopic. So seltsam es sich anhört, nach dem Trailer möchte ich  „Honey Boy“ unbedingt sehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Ford v Ferrari„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: James Mangolds neuer Film, u.a. der das Le Mans-Autorennen im Jahr 1966 mit Christian Bale, Matt Damon, Tracy Letts

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer (Oscar-)Film, Erste-Weltkriegsgeschichte, eigentlich interessiert mich der Film nicht sonderlich, aber der Trailer ist schon gut.

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „A Beautiful Day in the Neighborhood„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Marielle Hellers neuer Film über Fred Rogers mit Tom Hanks als selbiger.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Good Liar„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Bill Condons neuer Film mit Ian McKellen und Helen Mirren

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „A Hidden Life„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Terrence Malicks neuer Film mit August Diehl, Bruno Ganz, Matthias Schoenaerts, u.a. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

Boston – Film: „Hail, Caesar!“

Ich war am 13.2.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Hail, Caesar!“ (dt. Kinostart: 18.2.16) 106 min comedy, drama
dir. Joel Coen, Ethan Coen cast: Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton, Channing Tatum, Alison Pill, Fred Melamed, David Krumholtz voice: Michael Gambon

 

 

Hollywood im Jahr 1951. Eddie Mannix (Josh Brolin) ist der Problemlöser eines großen Filmstudios. Er hat alle Hände voll zutun und dann wird auch noch der große Filmstar Baird Whitlock (George Clooney) entführt.

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Hail, Caesar!“ ist der 17. Spielfilm der Coen Brüder („Fargo“, „The Big Lebowski“, „The Man Who Wasn´t There“, No Country for Old Men, A Serious Man, Inside Llewyn Davis).

„Hail, Caesar!“ ist etwas konfus, definitiv nicht leicht zu etikettieren. Auch wenn man einiges aus früheren Werken der Coens wiederfindet, ist dieser Film so eigen. Es ist ein Film über den Prozess des Filmemachens und über das Hollywood Studiosystem der 1950er Jahre. Die Anspielungen auf Legenden dieser Zeit (Clark Gable, Esther Williams, Hedda Hopper, Gene Kelly) erfolgen natürlich bewusst, die Filmsets sind äußerst eindrucksvoll. Mir bleiben einige Szenen, die skurrilen Charaktere, die teils absurden Dialoge und die famosen Bilder in Erinnerung, der Film hat aber einige Längen und verblasst recht schnell.

Josh Brolins Charakter Eddie Mannix (basierend auf der realen Person Eddie Mannix) führt wie ein roter Faden durch den Film. Er ist der Fixer eines Hollywoodstudios und als Zuschauer begleiten wir ihn einen Tag lang und sehen, mit welchen Problemen, Zweifeln und existenziellen Fragen er sich beschäftigt.

Einige Filme (Stoker, Blue Jasmine), in denen Alden Ehrenreich mitgewirkt hat, habe ich gesehen, aufgefallen war er mir bislang jedoch noch nicht. Das ändert sich mit „Hail, Caesar!“.  Alden Ehrenreich zeichnet hier eine ungewöhnlich starke Präsenz aus. Es gehört auch einiges dazu, einen schlechten Schauspieler zu portraitieren. Auch wenn ich mir derzeit noch nicht vorstellen kann, den amerikanischen Schauspieler in einer ganz anderen Rolle zu sehen, denke ich, dass er seinen Weg gehen wird und ich schon bald erneut begeistert von ihm berichten werde. Die Szenen mit ihm und dem britischen Regisseur (ein erneut grandioser Ralph Fiennes) zählen zu meinen Lieblingsszenen in „Hail, Caesar!“.

Channing Tatum zeigte bereits in Filmen wie Foxcatcher, dass er durchaus ein schauspielerisches Talent besitzt. Er braucht einfach nur geeignete Rollen und die Coens haben ihm diese hier gegeben. In der gefühlte Ewigkeiten andauernden homoerotischen Tanzszene ist er so glaubwürdig wie selten zuvor.

 
Wie alle anderen Filme der Coens sieht auch „Hail, Caesar!“ fantastisch aus. Nicht zuletzt ist dies auch auf Kamerakünstler Roger Deakins zurückzuführen.

Seit dem Jahr 1990 und dem Film „Miller´s Crossing“ arbeiten die berühmten Filmemacher mit dem, dieses Jahr bereits das 13. Mal für den Oscar nominierten Kameramann Roger Deakins zusammen. Vor einigen Jahren war Roger Deakins mit den Dreharbeiten zu Sam Mendes Skyfall beschäftigt und so mussten und die Coens erstmalig bei dem Spielfilm „Burn After Reading“ gezwungenermassen auf einen anderen DP zurückgreifen. Ihre Wahl fiel auf den mittlerweile zweimaligen dreimaligen (gut, ist zwar noch knapp 2 Wochen hin, aber der Academy Award ist ihm mittlerweile sicher) mit dem Oscar ausgezeichneten Emmanuel Lubezki, genannt Chivo (GravityBirdman und The Revenant). Die Coens schätzten seine Arbeit seit längerer Zeit. Chivo konnte sich gleich am ersten Drehtag von dem speziellen Humor der Regie-Brüder persönlich überzeugen, die trugen nämlich ein T-Shirt mit der Aufschrift „What would Roger do?

„Hail Caesar!“ wurde am 5. 2. 16 in den amerikanischen Kinos gestartet. Am 11.2.16 wurde er als Eröffnungsfilm der 66. Berlinale gezeigt. Der Film ist ab dem 18.2.16 regulär in den deutschen Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

ein zweiter Trailer (und ein Teil meiner Lieblingsszene) zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hello, My Name is Doris„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Tragikomödie mit Sally Field
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich glaube, Sally Fields Charakter geht mir zu sehr auf die Nerven

Trailer v. Film: „Now You See Me 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: wieder mal eine unnötige Fortsetzung (von Now You See Me) und dann noch mit Daniel Radcliffe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: neuer Film von Jodie Foster mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Eddie the Eagle„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britische Sport-Biopic-Komödie mit Taron Egerton (den ich kaum erkannt habe) und leider Hugh Jackman
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Nice Guys„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Shane Blacks neuer Film mit einem ziemlich angedickten Russell Crowe und Ryan Gosling
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Neighbors 2: Sorority Rising„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: noch so eine unnötige Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Boss„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Melissa McCarthy – wie viele solcher Komödien will sie noch drehen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

L. A. – Film: "Lucy"

Ich war am 25.07.14 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Lucy“ (dt. Kinostart: 14.08.14) 88 min fantasy, action, thriller
dir. Luc Besson cast: Scarlett Johansson, Morgan Freeman, Choi Min-sik

Taipeh, Taiwan. Lucy (Scarlett Johansson) wird von einem Freund gebeten, einen Koffer abzugeben. Dadurch kommt sie mit dem koreanischen Gangsterboss Mr. Jang (Min-sik Choi) in Kontakt. Als Drogenkurier soll sie für ihn arbeiten. Dazu wird Lucy eine neuartige synthetische Droge im Körper eingepflanzt. Durch eine Verletzung löst sich die Verpackung der Droge jedoch auf und gelangt so in ihren Blutkreislauf. Lucy entwickelt sich durch die Droge zu einer hochintelligenten Frau mit Superkräften.

B (Wertung von A bis F) „Lucy“ ist ein actionreicher Fantasie-Film. Die Handlung ist dabei völlig an den Haaren herbeigezogen ist und alles was wissenschaftlich belegt sein will, ist natürlich Blödsinn. Dafür fand ich den Film kurzweilig und recht cool inszeniert. Besonders gut hat mir der Score gefallen.

Die Handlung in „Lucy“ erinnert sehr an den Film Limitless und sicherlich ist das nicht der einzige Film, der einem einfällt, wenn man den neuesten Film des französischen Filmemachers guckt. Der Film schwächelt immer dann, wenn er besonders smart daherkommen will. Das Ende fand ich dann auch nur so mittel.

Luc Besson hat in den 1980er und 1990er Jahren mit „Subway“, „The Big Blue“, „Nikita“, „Léon: The Professional“ und „The Fifth Element“ eine Reihe guter Film inszeniert. In den meisten Filmen spielte eine Frau die Hauptrolle.

In „Lucy“ spielt nun Scarlett Johansson die Titelrolle. Ich bin kein Fan von Scarlett Johansson. Vielleicht hat es hauptsächlich damit zu tun, dass sie so oft fehlbesetzt wird. Oftmals bekommt sie die Rolle der Traumfrau zugewiesen, sie ist aber nunmal keine Schönheit. In „Lucy“ ist sie wieder mal erblondet und so kann sie bei mir sowieso nicht punkten. Dafür habe ich ihr die normale Frau, die zur eiskalten Superfrau mutiert abgenommen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Get On Up“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über James Brown (wenn bloß Octavia Spencer nicht zu sehen wäre)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „November Man“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Actionthriller mit Pierce Brosnan
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Judge“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Robert Downey Jr., Robert Duvall, Vera Farmiga und Billy Bob Thornton. Mal gucken, ob der oscarmäßig was reißen kann.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fury“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Ayers neuer Film. Kriegsfilm mit Brad Pitt (der sich seit ein paar Monaten jetzt auch Oscar-Gewinner nennen darf) Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kingsman: The Secret Service“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Matthew Vaughns neuer Film, Comicbuch-Verfilmung mit Colin Firth, Michael Caine und Samuel L. Jackson
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Expendables 3“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ist mir völlig entgangen oder entfallen, dass es schon einen zweiten Teil dieses Actionfilms gab.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dracula Untold“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Wieder mal eine Dracula-Verfilmung, hat man ja lange nicht mehr gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Fifty Shades of Grey“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Das Lieblingsbuch gelangweilter Hausfrauen ist nun also tatsächlich verfilmt, darauf hat der Rest der Welt gewartet.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

D.C. – Film: "Chef"

Ich war am 20.06.14 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Chef “ (dt. Filmtitel: „Kiss the Cook“, dt. Kinostart: 28.05.15) 115 min comedy

dir. Jon Favreau cast: Jon Favreau, Sofia Vergara, John Leguizamo, Emjay Anthony, Scarlett Johansson, Oliver Platt, Bobby Cannavale, Dustin Hoffman, Robert Downey Jr.

Carl Casper (Jon Faverau) arbeitet als Chefkoch in einem In-Restaurant in Los Angeles. Nachdem er mit dem einflussreichen Restaurantkritiker Ramsey Michel (Oliver Platt) aneinandergeraten ist und auch noch mit seinem Chef (Dustin Hoffman) in Streit gerät, ist er plötzlich arbeitslos. Ohne seinen stressigen Job hat er aber Zeit, sich mehr um seinem 11-jährigen Sohn Percy (Emjay Anthony) zu kümmern. Zunächst fliegt er mit seinem Sohn und seiner Ex, Inez (Sofia Vergara) nach Miami. Bald setzt er auch eine neue Geschäftsidee um.

B- (Wertung von A bis F) „Chef“ ist ein Film über das Kochen, die Beziehung von Vater und Sohn, soziale Medien und eine Geschäftsidee.

Grundsätzlich finde ich es völlig blöd, anderen Menschen beim Kochen zuzuschauen. Diese ganzen aus dem Nichts aufgetauchten Kochshows im deutschen Fernsehen kann ich mir überhaupt nicht erklären. Warum sollte ich mir angucken, wie einer vor meinen Augen etwas Leckeres brutzelt, wenn ich eh nicht probieren darf? Vom Konzept gibt es nur eine Sendung, die nicht komplett an mir vorbeizieht. Zugegebenermassen habe ich mir bei diesem Konzept sogar schon die eine oder andere kulinarische Anregung geholt, mich locken aber hauptsächlich, wie die unterschiedlichen Kandidaten wohnen und eingerichtet sind, wie sie sich geben und wie sie sich untereinander verstehen.

Da die Suche nach Aufmerksamkeit bei mir auch nicht sonderlich ausgeprägt ist, halte ich auch den Gebrauch von Facebook und Twitter für unnütz. Die Idee, die sich hinter 1 Second Everyday verbirgt, wurde im Film „Chef“ plausibel und schön umgesetzt. In diesem Film wird viel gekocht und viel gewittert und beides fand ich nicht gänzlich überflüssig, weil es in eine zwar nicht neue, aber ganz okaye Geschichte eingebaut wurde. Der Film hat aber einige Längen im Mittelteil. „Chef“ erzählt von einem bekannten Koch und Vater eines Kindes für das er in der Vergangenheit immer zu wenig Zeit hatte. Durch seine plötzliche Arbeitslosigkeit sieht er auch die Gelegenheit, sich mit seinem Jungen (recht unaufdringlich und natürlich portraitiert von Emjay Anthony) zu beschäftigen.

Jon Favreau gleicht optisch mittlerweile einem Wallross. Es gefällt mir, dass sein schweres Übergewicht in diesem Film auch thematisiert wird. Weniger gut, präziser ausgedrückt unvorstellbar fand ich, dass Jon Favreaus Charakter mit Sofia Vergaras Charakter zusammen war. Das klang mir zu sehr nach einer absurden männlichen Fantasievorstellung. Ansonsten mochte ich besonders die Chemie und das Zusammenspiel zwischen Jon Favreaus Carl Casper und den Charakteren von Oliver Platt, John Leguiziamo und Robert Downey Jr.. Einem Interview mit Jon Favreau habe ich entnommen, dass bei den Dialogen viel improvisiert wurde. Scarlett Johansson gefällt mir wesentlich besser mit dunklen Haaren. Oliver Platt ist großartig hier, er spielt den Restaurantkritiker sehr glaubhaft, vielleicht hat er sich da was bei seinem Bruder Adam abgeschaut, der ist nämlich ein bekannter New Yorker Restaurantkritiker.

„Chef“ ist ein Film, den ich eigentlich schon auf dem diesjährigen Tribeca Film Festival sehen wollte. Es sprach sich ziemlich schnell herum, dass es lohnenswert ist, diesen Film zu schauen. Und so funktionierte letztlich die Erfolgsgeschichte dieses Filmprojektes. Für „Chef“ wurde so gut wie gar keine Werbung eingesetzt. Anfang Mai wurde er in nur wenigen Kinos in New York und L.A. gestartet, durch hervorragende Kritiken und – was noch wichtiger ist – Mundpropaganda wollten sich immer mehr Zuschauer diesen Film im Kino ansehen.

Ich verfolge Jon Favreaus Arbeit seit dem Film „Swingers“ aus dem Jahr 1996 (einen Film, den ich liebe, auch wenn ich ihn seit Jahren nicht mehr geschaut habe). Ob als Autor, Schauspieler, Regisseur oder Produzent, seine Karriere könnte man, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, als eindrucksvoll und vielseitig bezeichnen. Alleine seine Talkshow „Dinner for Five“, bei denen er immer andere Hollywood-Größen zum Essen und Plaudern eingeladen hat, ist legendär und hat mir einige interessante Einblicke in die amerikanische Filmbranche gegeben. Ich hoffe, dass er diese Show eines Tages fortsetzt. Mit den Filmen „Iron Man“, Iron Man 2  und Cowboys & Aliens hat er dann auf einmal über ein riesiges Budget als Regisseur verfügen können. Sehr wohlwollend nehme ich zur Kenntnis, dass er mit „Chef“ zu seinen Indie-Film-Wurzeln zurückgekehrt ist.

Mit seinem nächsten Kinoprojekt als Regisseur (das Live-Action-Remake von Disneys „The Jungle Book“) bewegt er sich dann aber wieder Richtung Blockbuster.

Der Film „Chef“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Filmfestival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Begin Again“

Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)

Kommentar: RomCom mit Mark Ruffalo und Keira Knightley. Hieß früher (und auf deutsch bzw. für deutsche Kinobesucher) „Can a Song Save Your Life?“ Der ursprüngliche Filmtitel ist wesentlich besser.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Sex Tape“

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz, Jason Segal, etc.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT


Trailer v. Film: „The Green Inferno“

Bewertung des Teasers: B- (neuer, diesmal Teaser)

Kommentar: Eli Roths neuer Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Fluffy Movie“

Bewertung des Trailers: ???

Kommentar: Stand-up comedy als Film mit einem schwergewichtigen Komiker (Gabriel Iglesias), von dem ich noch nie gehört habe.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: "Under the Skin"

Ich war am 22.04.14 in New York und habe mir folgenden Film in Kino angeschaut:

„Under the Skin“ (in D. ab 10.10.14 auf DVD, Blu-ray oder als VOD erhältlich) 108 min sci-fi, adaptation
dir. Jonathan Glazer cast: Scarlett Johansson

Ein Alien wurde mit einem bestimmten Auftrag auf die Erde geschickt. Der Alien nimmt den Körper einer jungen Frau (Scarlett Johansson) an und fährt mit einem weißen Lieferwagen durch Schottland. Sie spricht Männer an, lockt sie und versucht sie an einen bestimmten Ort zu bringen. Was ist ihre Bestimmung?

B (Wertung von A bis F) „Under the Skin“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michael Faber.

Für diese Art von Film muss man offen sein. Ich kann gut nachvollziehen, wenn man mit „Under the Skin“ so gar nichts anfangen kann. Auch sollte man nicht zu viel erwarten. Es gibt praktisch keine Handlung, man erfährt auch eigentlich nichts über Scarlett Johanssons Alien-Charakter und nach weiteren Erklärungen braucht man auch nicht zu suchen. Es wird zwar etwas geredet, aber der Film kommt ohne nennenswerte Dialoge aus. Dafür lässt der Film viel Raum für Interpretationen.

Wenn man Jonathan Glazers visuellen Stil, diesen außergewöhnlich schrillen Score und diese schrägen Töne mag, wird man sich auch auf den Film einlassen können. Am Ende wird man mit einem Film belohnt, den man in dieser Art wohl noch nie gesehen hat.

Jonathan Glazer hat Regie bei einigen Werbeclips und Musikvideos (für Massive Attack, Jamiroquai, Radiohead, etc.) geführt. Der englische Filmemacher hat zuvor erst zwei Spielfilme gedreht. Ich habe sowohl „Sexy Beast“ als auch „Birth“ gesehen und fand den ersten großartig und den anderen etwas verstörend.

„Under the Skin“ erzählt nun die Geschichte einer Alien-Frau, die mit einer bestimmten Aufgabe auf die Erde geschickt wurde und durch eine Begegnung eine charakterliche Veränderung durchmacht. Ich würde übrigens gerne mal wissen, was Frauenrechtlerinnen zu dem Film sagen.

Es leuchtet mir nicht wirklich ein, warum Scarlett Johanssson gemeinhin als Sexsymbol gilt. Meinem Empfinden nach hat sie keine schönen Proportionen weder im Gesicht noch an ihrem kurzen Körper. Die Rolle der Verführerin hätte ich ihr normalerweise nicht abgenommen, in das schottische Arbeitermilieu fügt sie sich aber wie selbstverständlich ein.

Ich möchte nicht vorenthalten, dass in meiner sehr gut besuchten Abendvorstellung einige Zuschauer während des Films aufgestanden und gegangen sind

„Under the Skin“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Deliver Us from Evil“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Horrorfilm mit Eric Bana. Bei dem Trailer habe ich ein Mal einen Mordsschreck bekommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht.

Trailer v. Film: „The Edge of Tomorrow“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Tom Cruise und Emily Blunt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 49%

Trailer v. Film: „The Purge: Anarchy“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Dem Trailer nach ganz mein Film. Das ist aber die Fortsetzung von „The Purge“, den ich immer noch nicht gesehen habe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Hercules“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Brett Ratners neuer Film. Warum nur wird so viel Mist in Hollywood produziert? Bei dem „Hercules“-Trailer brach großes Gelächter im Publikum aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Pfffff

Trailer v. Film: „The Quiet Ones“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: britischer Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Walking with the Enemy“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Zweite-Weltkriegsdrama mit Ben Kingsley, klingt gut, sieht aber schlimm aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

L.A. – Film: "Her"

Ich war am 20.12.13 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Her“ (dt. Kinostart: 27.03.14) 119 min drama, sci-fi
dir. Spike Jonze cast: Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara, Olivia Wilde, Chris Pratt voice: Scarlett Johansson

Los Angeles – in nicht so ferner Zukunft. Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) schreibt beruflich wunderbare Liebesbriefe für andere Leute, privat weiß er sich oftmals nicht richtig auszudrücken. Jetzt lebt er gerade in Scheidung von seiner Frau Catherine (Rooney Mara). Theodore legt sich ein neues Betriebssystem zu. Das OS 1 ist das erste Betriebssystem von künstlicher Intelligenz. Dieses Betriebssystem kann sogar denken und fühlen. Nachdem ihm ein paar persönliche Fragen gestellt wurden und seine Festplatte durchgecheckt wurde, ist das OS direkt auf ihn zugeschnitten und beginnt sich, durch eine sympathische Frauenstimme, mit ihm zu unterhalten. Samantha (Scarlett Johansson) nennt sie sich, erinnert ihn an Termine, liest ihm seine Emails vor und er vertraut ihr seine Gedanken an. Die Beziehung wird immer inniger…

A- (Wertung von A bis F) „Her“ ist ein Film über eine ungewöhnliche Liebesbeziehung. Es ist aber auch ein Film über die Einsamkeit in einer zunehmend technisierten Welt.

Spike Jonze („Being John Malkovich“, „Adaptation“, Where the Wild Things Are) zeichnet mit seinem erst vierten Spielfilm eine Welt in der näheren Zukunft. Eine Zukunft, in der die Technologie einen immer größeren Stellenwert in unserem Leben einnimmt. Die Menschen begegnen sich zwar noch, unterhalten sich, aber zwischenmenschliche Beziehungen nehmen immer mehr ab. Der Computer, das Betriebssystem bestimmt zunehmend das Leben. Es übernimmt weite Teile der Kommunikation in der Gesellschaft, was zwangsläufig in Einsamkeit resultiert.

Es ist etwas ganz Besonderes in diese abgedrehte Welt von Spike Jonzes „Her“ einzutauchen. Man muss sich aber auch darauf einlassen können und wollen. Der Regisseur Spike Jonze hat bereits zwei Mal mit dem Drehbuch-Genie Charlie Kaufmann („Confession of a Dangerous Mind“, „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“, Synecdoche, New York) gearbeitet. Zuerst bei seinem Regiedebüt „Being John Malkovich“, dann bei seinem zweiten Film „Adaptation“. „Her“ fühlt sich auch an, als käme er aus Charlie Kaufmanns Ideenfabrik. Dieses Mal hat Spike Jonze aber die Vorlage zu seinem Film völlig allein geschrieben.

Ich finde die Idee mit dem Betriebssystem von künstlicher Intelligenz genial und kann mir vorstellen, dass in einigen, wenigen Jahren so etwas zur Normalität werden kann. Schon seit einigen Jahren beobachte ich sorgenvoll, dass die meisten Menschen mehr in ihr Handy schauen, gucken was in sozialen Netzwerken passiert, anstatt sich persönlich mit anderen Menschen zu unterhalten. Der direkte Kontakt zu seinen Mitmenschen scheint immer mehr abzunehmen. Da ist die Idee mit dem personifizierten Betriebssystem praktisch nur einen Schritt weiter. In „Her“ sieht man (später im Film) wie die Leute auf der Straße nicht nur dauernd in ihr Handy gucken und durch das Handy mit jemanden reden, sondern sie reden direkt mit ihrem Handy, bzw. mit ihrem personifizierten Betriebssystem. Sie bauen eine Beziehung zu ihrem Betriebssystem auf und dann ist es sicherlich nur noch ein kleiner Schritt, Gefühle für sein OS zu entwickeln.

Das Erste was mir in „Her“ aufgefallen ist, waren diese weichen schönen Farben, die großartige Szenenbilder und die fantastische Ausstattung. Alleine in dieser einzigartigen Ausstattung könnte ich mir vorstellen zu leben. Wenn so Großraumbüros aussehen, möchte ich auch in einem arbeiten. Dieses warme Licht in den Innenräumen schafft so eine Wohlfühl-Atmosphäre, teilweise ganz im Kontrast zu den Aufnahmen in der Innenstadt. Die Stadt, hier das Los Angeles in der Zukunft, wirkt kalt und klinisch sauber (mich hat das sofort an japanische Städte wie Osaka oder Nagoya erinnert).

Joaquin Phoenix („Gladiator“, „Walk the Line“, We Own the Night, I´m Still Here, The Master) zeigt einmal mehr was für ein brillanter Schauspieler er ist. Ich habe ihn, glaube ich, in beinahe jedem Film gesehen. In der Vergangenheit hat er oft genug gezeigt, was für ein facettenreicher Schauspieler er ist, auch wenn ich ihn immer besonders überzeugend fand, wenn er irgendwie durchgeknallte Charaktere spielt. Ich kann mich nicht erinnern, wann er je so einen sympathischen und gefühlvollen Charakter wie in „Her“ gespielt hat. Joaquin Phoenix ist Theodore Twombly und damit ist das eine eindeutige Oscar-Performance. Ich kann mir auch keinen anderen Schauspieler vorstellen, der diese Rolle hätte überzeugend verkörpern können. Dennoch ist es gut vorstellbar, dass er bei den Oscar-Nominierungen im nächsten Jahr übergangen wird. Ausgerechnet in die Kategorie Bester Hauptdarsteller drängen sich lauter nominierungswürdigen Performances. Um den wichtigsten männlichen Schauspielern im Filmjahr 2013 gerecht zu werden, könnte man locker die Kategorie Beste Hauptdarsteller auf zehn zu Nominierende erweitern.

Auch im Gespräch für eine Oscar-Nominierung ist Scarlett Johansson. Die Academy hat jedoch noch nie jemanden für eine reine Sprechrolle nominiert, daher ist auch hier eine Nominierung eher unwahrscheinlich. Ich sehe Scarlett Johansson nun gar nicht gerne, aber muss zugeben, dass sie eine schöne Stimme und Sprache hat. Samantha wurde übrigens zuvor von der Schauspielerin Samantha Morton gesprochen. Nachdem der Film abgedreht war, hat sich jedoch Spike Jonze entschieden, ihre Rolle noch einmal komplett von einer anderen Schauspielerin, also Scarlett Johansson, sprechen zu lassen.

Das Einzige woran ich mich in dem Film erst gewöhnen musste, sind Joaquins Hosen (bzw. auch die Hosen der anderen Männer). Später im Film fand ich aber selbst die auf seltsame Weise toll.

Da in dem Film „Her“ die Stimmen und die Sprache eine äußerst wichtige Rolle spielen, sollte er ausschließlich in der Originalfassung geschaut werden. Auch sollte „Her“ vorzugsweise auf der großen Leinwand gesehen werden.

„Her“ ist ein Film nach einem Originaldrehbuch. Wenn man sich den Film anschaut, dann denkt man sofort, dass dies eine Indie-Produktion ist. „Her“ wurde aber tatsächlich von einem großen Studio (Warner Bros Pictures) produziert. Und das in einer Zeit, in der von den Studios hauptsächlich dumme Actionfilme, Comic-Verfilmungen, Buchadaptionen, Remakes, Fortsetzungen und Neuauflagen von bereits vorhandenen Filmen oder Reihen die Kinosäle blockieren. Daher weiß ich den so kleinen, feinen Film von einem Major besonders zu schätzen.

Definitiv wird „Her“ in meiner Bestenliste für Filme aus dem Jahr 2013 auftauchen.

Als ich mir den Film angeschaut habe, lief er nur auf sechs Leinwänden in den gesamten U.S.A. bzw. Kanada (New York, L.A. und Toronto)

„Her“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2013 gezeigt.

„Her“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Joaquin Phoenix), Beste Nebendarstellerin (Amy Adams, Scarlett Johansson), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Beste Filmmusik (bereits qualifiziert), Bester Original Song („The Moon Song“ ist bereits qualifiziert)

Der amerikanische Kino-Trailer:

Die Website:

http://www.herthemovie.com/#/home

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Labor Day“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Kate Winslet und Josh Brolin. Galt mal als Oscar-Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Other Woman“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz und Leslie Mann. (Schön zu sehen, dass auch Cameron Diaz älter wird und noch besser, dass sie auf Botox verzichtet)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Winter´s Tale“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Romanverfilmung mit Colin Farrell, Jennifer Connelly und Russell Crowe. Romantisches Drama mit esoterischem Einfluss. Hilfe!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Edge of Tomorrow“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Tom Cruise und Emily Blunt. Während des Trailers habe ich mir notiert: „Das kann doch nicht deren Ernst sein“. Ich kann mich aber nicht erinnern warum und wollte mir den Trailer auch nicht noch mal im Netz anschauen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%