D. C. – Film: „Bombshell“

Ich war am 22.12.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Bombshell“  (dt. Filmtitel: „Bombshell – Das Ende des Schweigens“, dt. Kinostart: 13.02.19)  108 min.  drama, biopic 

dir. Jay Roach cast: Charlize Theron, Nicole Kidman, Margot Robbie, John Lithgow, Kate McKinnon, Connie Britton, Mark Duplass, Stephen Root, Malcolm McDowell, Allison Janney, Alice Eve, Richard Kind

 

Gretchen Carlson (Nicole Kidman) wurde überraschend die Moderation der TV-Show Fox & Friends entzogen. Als sich der rechtskonservative Sender FOX News endgültig von ihr trennt, strebt sie eine Klage gegen den Senderchef Roger Ailes (John Lithgow) an. Sie prangert eine penetrante Atmosphäre sexueller Belästigung bei Fox News an. Gretchen Carlson weiß, dass sie nicht die Einzige ist, die unter sexueller Übergriffigkeit litt, nur halten sich die anderen weiblichen Fox-News-Angestellten, darunter die Starmoderatorin Megyn Kelly (Charlize Theron), bislang zurück. Derweil versucht die ehrgeizige Journalistin Kayla (Margot Robbie), Karriere bei Fox News zu machen und trifft erstmalig auf Roger Ailes…

 

B (Wertung von A bis F) „Bombshell“ ist eine Dramatisierung von wahren Begebenheiten. Erzählt wird von dem mächtigen US-amerikanischen Medienmacher und Fox News-Senderchef Roger Ailes, der aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung zu Fall gebracht wurde. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers und Drehbuchautors Jay Roach („Austin Powers“-Filme, „Meet the Parents“, Dinner for Schmucks, The Campaign, Trumbo). Das Drehbuch stammt von Charles Randolph, der mit zusammen mit Adam McKay das Drehbuch zu The Big Short geschrieben hat. 

„Bombshell“ ist in seiner Erzählstruktur etwas problematisch. Jay Roachs Film befasst sich im Ganzen erst mal mit dem Feindbild der Liberalen: Fox News. Das ist legitim, wer schon öfter in den fraglichen Genuss gekommen ist, Sendungen und Beiträge des ultrakonservativen Senders  zu schauen, sieht mit einem objektiven Auge, wie aggressiv die ihre Zuschauer manipulieren. Fox News ist der Propaganda-Sender der Republikaner und der Lieblingssender des derzeit amtierenden US-Präsidenten Donald Trump – mehr braucht man sicher nicht zu wissen. Dass die Beine der Moderatorinnen in den Sendungen immer perfekt in Szene gesetzt werden, hält sicherlich den einen oder anderen konservativen Zuschauer zusätzlich vom Umschalten ab. 

Nun geht es aber in „Bombshell“ auch um die Frauen, die den berüchtigten Senderchef Roger Ailes zu Fall gebracht haben. Noch bevor, im Oktober 2017, durch den Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, die #metoo-Bewegung losgelöst wurde, spielt dieser Film. Über fast zwei Jahrzehnte soll der mächtige Fox-News-Manager Roger Ailes und andere einflussreiche Personen des Senders (u.a. Star-Moderator Bill O´Reilly) Frauen sexuell belästigt haben. In diesem erzkonservativen Arbeitsumfeld haben sich die weiblichen Angestellten nicht getraut, dagegen vorzugehen. Auch weil sie wussten, dass ihnen wahrscheinlich gekündigt wird und da Fox News ein Makel im Lebenslauf darstellt, sie wahrscheinlich Probleme hätten, einen neuen Job zu finden. Dann hat sich aber doch eine getraut: Gretchen Carlson, aber das auch erst nachdem sie ihren Job bei dem Format Fox & Friends verloren hatte. Die anderen Betroffenen schweigen zunächst hartnäckig, stellen sich gar auf die Seite von Roger Ailes. Jetzt befinden wir uns im Jahr 2015 und Star-Moderatorin Megyn Kelly sorgt für Schlagzeilen, weil sie sich mit einem der aussichtsreichsten, republikanischen Präsidentschaftskandidaten, Donald Trump, angelegt hat. Sie warf ihm sexistische Äußerungen vor. Die Beleidigungen, die Donald Trump am nächsten Tag über Megyn Kelly raushaute, haben es seinerzeit sogar bis in die deutschen Nachrichten geschafft. Damals noch undenkbar, dass jemand, der sich so unflätig verhält, jemals Präsident der Vereinigten Staaten wird. 

Bei „Bombshell“ werden mehrere Stories parallel erzählt und die Fäden laufen alle bei Roger Ailes bzw. der sexuellen Belästigung bei Fox News zusammen. Gretchen Carlson Geschichte bildet dabei den moralischen Rahmen und eigentlich müsste es ein Film über sie sein. Im Zentrum steht jedoch Star-Moderatorin Megyn Kelly, die sich gerade mit Donald Trump rumärgert und zunächst nur Beobachterin der Szenerie ist. Die Dritte im Bunde ist die gerade beförderte, ambitionierte Journalistin Kayla (ein fiktiver Charakter), die wir bei ihrem Werdegang bei Fox News begleiten. 

„Bombshell“ wirkt auf mich etwas unausgewogen. Hätte mich das Schicksal der Frauen nicht mehr berühren müssen? Ich wünschte, das Drehbuch hätte eine Frau geschrieben, vielleicht hätte hier auch eine Frau Regie führen müssen. Es wäre sicherlich der interessantere, sprich: bessere Film geworden. 

Von der US-amerikanischen Schauspielgewerkschaft wurden Charlize Theron, Nicole Kidman und Margot Robbie für den SAG-Award nominiert. Darüberhinaus wurde der Film für das Beste Ensemble nominiert und das kommt nicht von ungefähr. Wenn es einen Grund gibt diesen Film unbedingt sehen zu müssen, dann sind es die durch die Bank exzellenten Schauspieler. 

Als ich vor einigen Monaten das erste Mal den Teaser sah, habe ich Margot Robbie und Nicole Kidman sofort erkannt, mich aber gefragt, wo Charlize Theron, die bekanntlich die Hauptrolle spielen sollte, steckt. Ehrlich gesagt, ging es mir im Spielfilm nicht viel anders. Fast schon zu abgelenkt war ich, weil ich hinter der Maske, der völlig anders klingenden Stimme, kurzum hinter der bekannten Moderatorin Megyn Kelly irgendwo Charlize Theron entdecken wollte. Charlize Theron adelt wirklich jeden Film, sie gibt hier zweifelsfrei eine Oscar-Performance. Ein weiterer Oscar sollte gleich an den Maskenbildner und Oscar-Gewinner (Darkest Hour) Kazu Hiro gehen. Schauspielerisch wissen aber auch insbesondere Margot Robbie, John Lithgow, Allison Janney, Kate McKinnon zu beeindrucken. Als „Rudy Giuliani“ (2x) im Film auftauchte, wurde in meiner Vorstellung herzhaft gelacht. Das lag weniger an Richard Kinds Performance, sondern mehr daran, dass der einst so angesehene New Yorker Bürgermeister in den letzten Jahren zur Witzfigur mutierte. 

Als später dann Rupert Murdoch (gespielt von Malcolm McDowell) und seine beiden Söhne (gespielt von Josh und Ben Lawson) auftauchten, war ich leider komplett raus. Kein Fehler des Films, aber ich musste umgehend an die geniale TV-Serie Succession denken, bei der es eigentlich um die Murdochs geht. Ich hätte gewünscht, dass „Bombshell“ auch nur annähernd so gut geschrieben ist, wie diese Serie. , 

„Bombshell“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Beste Nebendarstellerin (Nicole Kidman, Margot Robbie), Bester Nebendarsteller (John Lithgow, Jon Hamm), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: „Bombshell“ wurde für drei Oscars (Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Beste Nebendarstellerin (Margot Robbie) und Bestes Make-up und beste Frisuren nominiert. Update: „Bombshell“ hat einen Oscar (Bestes Make-up und Beste Frisuren) gewonnen. 

„Bombshell“ ist am 13.12.19 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Ab dem 20.12.19 war der Film dann landesweit in 1,480 Kinos zu sehen. In Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ am 13.02.19 in den Kinos starten. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Black Widow„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Marvel-Mist

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Downhill„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: überflüssiges amerikanisches Remake des sehr guten schwedischen Films Force Majeure Hier mit Julia Louis-Dreyfus und Will Ferrell

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Barb and Star Go to Vista Del Mar„

Bewertung des Teasers: B+

Kommentar: Sehr gute Idee für einen Teaser und diese Komödie mit Kristin Wiig. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: warum nicht?


Trailer v. Film: „The Photograph„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Drama mit Kelvin Harrison Jr. und Lakeith Stanfield

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 


Trailer v. Film: „Fantasy Island“

Bewertung des Trailers: D

Kommentar: Horrorfilm mit Michael Pena, der Trailer verrät doch scheinbar wieder den ganzen Film  

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 


Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Gentlemen„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Nachdem Guy Ritchie seit RocknRolla entweder Filme machte, die mich nicht interessierten oder die ich blöd fand, hier scheinbar wieder etwas, was an seine alten, brillanten Filme erinnert. Mit Matthew McConaughey, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Antebellum„

Bewertung des Teasers: A-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Like a Boss„

Bewertung des Trailers: B- (Redband-Trailer) 

Kommentar: Komödie, da Tiffany Haddish mitspielt, kann ich sie mir nicht anschauen 

Wie oft schon im Kino gesehen:  1 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

L. A. – Film: „Late Night“

Ich war am 14.06.19 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Late Night“ (dt. Kinostart: 29.08.19)  102 min   comedy

dir. Nisha Ganatra  cast: Emma Thompson, Mindy Kaling, Hugh Dancy, John Lithgow, Denis O´Hare, Amy Ryan, Paul Walter Hauser, Reid Scott, Max Casella

 

Die 56-jährige Britin Katherine Newbury (Emma Thompson) hat seit 28 Jahren ihre eigene amerikanische Late-Night-Talkshow. Sie ist die einzige Moderatorin einer Late-Night-Show. Nun sinken die Quoten, ihr wird vorgeworfen, Frauen zu hassen und auch will die Chefin des Senders (Amy Ryan) ihren Vertrag nicht verlängern. Katherine kommt auf die Idee, eine Frau in ihr, sonst nur aus weißen Männern bestehendes Autorenteam aufzunehmen. Die indisch-amerikanische Quer-Einsteigerin Molly (Mindy Kailing) bekommt die Chance, sich bei der gefürchteten Talkshow-Moderatorin zu beweisen…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Late Night“ ist der neue Film der kanadischen Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin  (TV-Serie „Transparent“, TV-Serie „Mr. Robot“) Nisha Ganatra. Das Drehbuch stammt von der amerikanischen Schauspielerin (TV-Serie „The Mindy Project“, The Night Before), Synchronsprecherin (Wreck-It-Ralph, Inside Out), Autorin und Filmemacherin (TV-Serie „The Office“) Mindy Kaling. Sie spielt neben Emma Thompson auch die Hauptrolle in „Late Night“. 

„Late Night“ hat einen herrlichen Dialogwitz, eine gute Situationskomik und vor allen Dingen: Emma Thompson. 

Wenn man Emma Thompsons Performance und ihren Charakter sieht, fällt einen zwangsläufig irgendwann Meryl Streep und ihre Miranda Priestly in „The Devil Wears Prada“ ein. Emma Thompson wird für die Laufzeit des Films zu Katherine Newbury, für mich ist das eine Oscar-Performance. Es überrascht nicht, dass Mindy Kaling ihr die Rolle auf den Leib geschrieben. Es ist eine dieser Rollen, bei der man sich auch keine andere Schauspielerin vorstellen kann. Letztlich wird durch sie der Film auch erst richtig sehenswert. Exzellent aber wieder auch John Lithgow, der den an Parkinson erkrankten, liebenswerten Gatten von Katherine Newbury spielt. An der restlichen Besetzung gibt es  auch nichts rumzumäkeln.

„Late Night“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2019 gezeigt. Am 7.6.19 ist der Film in vier amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später lief der Film dann landesweit in 2,220 Kinos. In Deutschland soll die Komödie am 29.08.19 ins Kino kommen.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Anna „

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Luc Bessons neuer Film  

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Gemini Man„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Sci-Fi-Actionthriller mit Will Smith. Neuer Film von Ang Lee, leider schon länger keinen richtig guten Film präsentiert hat.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon 


Trailer v. Film: „The Art of Racing in the Rain„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Romanverfilmung und neuer Film von Simon Curtis.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „Yesterday„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Der neue Danny Boyle Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Once Upon a Time in Hollywood„

Bewertung des Trailers: B (Redband Trailer) 

Kommentar: Quentin Tarantinos neunter Film 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Downton Abbey „

Bewertung des Trailers: B- (erster richtiger Trailer) 

Kommentar: Ich habe die Serie nie gesehen, jetzt also der Film dazu. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Goldfinch„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Romanverfilmung mit Nicole Kidman, Ansel Elgort, Sarah Pauslon u.a.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Brittany Runs a Marathon„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Komödie

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Hong Kong – Film: "Interstellar"

Ich war am 06.11.14 in Hongkong und habe mir im Kino angeschaut:

„Interstellar“ (dt. Kinostart war der 06.11.14) 169 min sci-fi
dir. Christopher Nolan cast: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Wes Bentley, David Gyasi, Michael Caine, Jessica Chastain, John Lithgow, Casey Affleck, Topher Grace, David Oyelowo, Ellen Burstyn, Mackenzie Foy, Timothee Chalamet

Große Sandstürme bedrohen die Welt. Die Nahrung und auch der Sauerstoff wird auf der Erde langsam knapp. Cooper (Matthew McConaughey) arbeitet als Landwirt und bewirtschaftet ein riesiges Maisfeld. Nach dem Tod seiner Frau lebt er nun mit seinem Schwiegervater (John Lithgow), seiner 10-jährigen Tochter Murph (Mackenzie Foy) und seinem 15-jährigen Sohn Tom (Timothee Chalamet) auf der Farm. Früher hat er als Ingenieur und Testpilot für die NASA gearbeitet. Seitdem die NASA ihre Arbeit offiziell eingestellt hat, arbeitet Cooper als Bauer. Die NASA arbeitet aber seit Jahren an einem geheimen Weltraum-Projekt und bittet Cooper eine Weltraum-Mission zu leiten. Es soll erforscht werden, ob es in einer anderen Galaxie einen bewohnbaren Lebensraum für die Menschen gibt. Dafür muss sich Cooper auf unbestimmte Zeit von seiner Familie trennen. Auf der Weltraum-Mission wird er von den Astronauten Amelia (Anne Hathaway), Doyle (Wes Bentley) und Romilly (David Gyasi) begleitet.

C- (Wertung von A bis F) „Interstellar“ ist überambitioniertes Popcorn-Kino.

„Interstellar“ ist einer von Christopher Nolans Puzzleteile-Filmen, in der er möglichst viele smarte Ideen und komplizierte Handlungsstränge einbringt, der aber – in meinen Augen – an seinem eigenen Anspruch scheitert. Während des Films hat mich „Interstellar“ einige Male an Inception erinnert – mit dem Unterschied, dass mir „Inception“ wesentlich besser gefallen hat.

„Interstellar“ hat eine Laufzeit von 169 Minuten – das ist für das Sci-Fi-Genre schon auf dem Papier zu lang. Im Kino habe ich zig Mal auf die Uhr geschaut und bin unruhig auf meinem Kinosessel hin- und hergerutscht. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal so gelangweilt habe. Gut, ich bin eh kein großer Freund von Sci-Fi-Filmen, insbesondere Filme über die Raumfahrt finde ich selten faszinierend. Die Sci-Fi und Fantasy-Filme, die mich begeistern, sind die bei denen mir eine außergewöhnliche Story erzählt wird und/ oder bei der ich – im besten Fall – in eine andere Welt eintauchen kann. Interessante Charaktere oder irgendetwas Spektakuläres sind dabei immer hilfreich. Christopher Nolan bringt in meinen Augen nichts davon. Gut, man sollte „Interstellar“ zugutehalten, dass es kein Franchise, Remake, Reboot und auch keine Comic-Verfilmung ist. Heutzutage ist das für einen Hollywood-Blockbuster ja leider schon eine Seltenheit. Jonathan Nolan hat mit seinem Bruder Christopher das Drehbuch zu dem Film verfasst.

Die Charakterbildung und der gesamte erste Akt sind etwas dürftig. Die NASA hat scheinbar nur auf Matthew McConaugheys Charakter Cooper gewartet hat (warum haben sie ihn dann eigentlich nicht kontaktiert?) und dass sich Cooper dann so schnell von seiner Familie verabschiedet und, vor allen Dingen, seine geliebte Tochter auf unbestimmte Zeit zurücklässt, fand ich seltsam. Christopher Nolan ist nun nicht für gefühlvolles Kino bekannt, hier hätte aber etwas in den Charakteraufbau investiert werden müssen. Ich fand zwar die Videobotschaften, die Cooper von seinen Kindern erhält und die Vater/Tochter-Szene am Krankenhausbett bewegend, aber nur weil ich solche Szenen generell rührend finde und nicht weil der Charakter- und Beziehungsaufbau dazu geführt haben. Matthew McConaugheys Charakter scheint auch einzig eine Bindung zu seiner Tochter zu haben. Sein Sohn ist Cooper (und ganz offensichtlich auch den Nolan-Brüdern, die das Drehbuch verfasst haben) offensichtlich völlig egal. Ansonsten ist der letzte Akt des Films auch eine Katastrophe.

Vielleicht hätten talentiertere bzw. wandelbarere oder auch unbekanntere Schauspieler in den Hauptrollen noch etwas rausholen können. Matthew McConaughey habe ich zwar noch den Vater, den Farmer, wenn ich ein Auge zudrücke auch den Ingenieur abgenommen, aber den Astronaut und Retter der Menschheit definitiv nicht. Anne Hathaway habe ich garantiert nicht die Wissenschaftlerin und Astronautin abgenommen. (und überhaupt fand ich es unerträglich, sie so lange in einem Film zu sehen) Zu keinem Moment habe ich in dem Film etwas anderes als die beiden Schauspieler Matthew McConaughey und Anne Hathaway gesehen. So sehr ich Matthew McConaughey für seine schauspielerische Leistung in True Detective noch gelobt habe, so wenig überzeugend fand ich ihn hier. Lange bevor er sich dazu entschlossen hat, Charakterschauspieler zu werden, habe ich immer betont, wie sehr ich seine Sprache und Stimme mag. Die Zeiten sind mit seiner Oscar-Dankesrede und jetzt im „Interstellar“ vorbei. In „Interstellar“ redet er gefühlt pausenlos und das Gequatsche, seine Stimme, seine Sprache, sein Rumgenuschel gingen mir wahnsinnig auf die Nerven.

Der 44-jährige Filmemacher Christopher Nolan ist einer der mächtigsten Regisseure Hollywoods. Es gibt wenige Regisseure, die von einem Hollywood Studio quasi einen Blanko-Scheck ausgehändigt bekommen und dann so viel Freiheiten geniessen wie er. Er ist auch einer der wenigen großen Regisseure, der im Digitalzeitalter seine Filme noch mit der analogen Technik dreht.

Ich will ja kein Spielverderber sein, aber 165 Millionen Dollar sehe ich „Interstellar“ nicht an. Die visuellen Effekte sind okay, beeindruckendes habe ich aber teilweise im letzten Jahr in Gravity gesehen.

Ich habe „Interstellar“ in einer 2-D-Vorstellung (in der OV mit chinesischen Untertiteln) gesehen. Während des Films war mir aber bereits klar, dass die IMAX-Fassung hier wohl die weitaus bessere Wahl gewesen wäre.

Christopher Nolans Film The Dark Knight war der Grund, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) im Jahr 2009 ihre, für den Oscar zu nominierenden Filme von 5 auf 10 bzw. dann ab dem Jahr 2011 Jahr von 5 auf bis zu 10 erhöhten. Die Idee, die dahinter steckte, war, dass ein hervorragend gemachter Blockbuster auch die Möglichkeit bekommen soll, für den Academy Award nominiert zu werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn ein unbekannterer Regisseur „Interstellar“ inszeniert hätte, niemals ernsthaft über den Film im Bezug auf Oscar-Nominierungen als Bester Film und Beste Regie gesprochen worden wäre. Jedes Jahr gibt es meistens mindestens einen Film, der die Zuschauer, die Kritiker und die Academy-Mitglieder spaltet, in dieser Oscar-Saison ist es wohl „Interstellar“.

„Interstellar“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Matthew McConaughey), Beste Hauptdarstellerin (Anne Hathaway), Bester Nebendarsteller (Matt Damon), Beste Nebendarstellerin (Jessica Chastain), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Besten visuelle Effekte und Beste Filmmusik. Update: „Interstellar“ wurde bei den Oscars 2015 mit fünf Oscar-Nominierungen (Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik, Bestes Szenenbild, Bester Ton und Bester Tonschnitt) versehen. Bei der 87. Oscar-Verleihung am 22.2.15 wurde der Film mit einem Oscar (Beste visuelle Effekte) ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hector and the Search of Happiness“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: britische Romanverfilmung mit Simon Pegg und Rosamunde Pike. Leider spielt die Ferres mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar:Jetzt der dritte Teil, der in zwei Parts ins Kino kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Love is Strange"

Ich war am 23.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Love is Strange“ 95 min drama, comedy
dir. Ira Sachs cast: John Lithgow, Alfred Molina, Marisa Tomei, Cheyenne Jackson, Manny Perez

Ben (John Lithgow) und George (Alfred Molina) sind seit fast vierzig Jahren ein Paar. Kürzlich haben sie in New York geheiratet. George arbeitet als Chorleiter und Musiklehrer an einer katholischen Schule. Obwohl er seine Homosexualität und seine Beziehung nie verheimlicht hat, verstösst er durch die Eheschließung plötzlich gegen moralische Grundsätze der katholischen Institution. Mit sofortiger Wirkung wird er entlassen. Das Leben in New York ist teuer und ohne Georges feste Anstellung können sie die Hypothek auf ihre Wohnung nicht mehr bezahlen. Sie verkaufen ihr Apartment, in dem sie über viele Jahrzehnte glücklich waren. Bis sie eine neue Bleibe haben, kommen sie vorübergehend bei Freunden und Verwandten unter. Leider haben auch die nicht genug Platz und so muss das Paar das erste Mal getrennt voneinander wohnen. Auch der Alltag der Verwandtschaft und der Freunde wird erheblich durcheinander gebracht.

B- (Wertung von A bis F) „Love is Strange“ erzählt die Geschichte einer langjährigen Liebe eines schwulen Paares, ohne ihre Sexualität zu thematisieren. Nach so vielen Jahrzehnten Gemeinsamkeit können die beiden älteren Herren auf einmal ihren Alltag nicht mehr zusammen verbringen. In einem fortgeschrittenen Alter sein vertrautes und gemütliches Zuhause verlassen zu müssen, ist eine Horrorvorstellung. Ben und George ziehen dann, getrennt voneinander, bei ihren Verwandten und Freunden ein. Alles zwar vorübergehend und provisorisch, aber auf unbestimmte Zeit. Wie belastend diese Situation für alle Beteiligten wird, davon erzählt „Love is Strange“ auch. Unvorstellbar in der heutigen Zeit ist die Intoleranz der katholischen Kirche, die erst zu der Misere führt. Aber das ist nicht Thema des Films.

„Love is Strange“ funktioniert vor allen Dingen durch die hervorragende Performance von John Lithgow und Alfred Molina. Vom ersten Moment an habe ich John Lithgow seine Filmfigur Ben abgenommen. Bei Alfred Molina brauchte ich eine Idee länger, aber dann fand ich auch ihn authentisch und habe Beiden das sich liebende Paar abgenommen.

Ich mochte die Performances mehr als den Film. Viele wichtige Handlungspunkte wurden beinahe nebenbei erwähnt und für meinen Geschmack zu schnell abgehakt. Mir fehlte der richtige Aufbau, die Einführung der Charaktere und etwas Ruhe in der Erzählung wenn etwas Entscheidendes passiert ist. So mochte bei mir die richtige Stimmung nicht wirklich aufkommen. Was ich sehr schade fand, weil ich Story an sich bewegend finde und die Charaktere liebenswert. Außerdem ging mir dieses schreckliche Klaviergeklimper auf die Nerven.

„Love is Strange“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch: Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Alfred Molina), Bester Nebendarsteller (John Lithgow), Beste Nebendarstellerin (Marisa Tomei), Bestes Originaldrehbuch

„Love is Strange“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt. Ab dem 22.08.14 wird er in einigen amerikanischen Kinos zu sehen sein. Ich durfte der New York Premiere auf dem Tribeca Film Festival 2014 beiwohnen. Der Regisseur Ira Sachs, der Hauptdarsteller John Lithgow und einige Nebendarsteller waren anwesend. John Lithgow hat sich den kompletten Film angeschaut und saß schräg vor mir.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

Boston – Film: "The Campaign"

Ich war am 19.08.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Campaign“ (dt. Titel: „Die Qual der Wahl“, dt. Kinostart: 04.10.12) 85 min comedy, drama
dir. Jay Roach cast: Will Ferrell, Zach Galifianakis, Dylan McDermott, Brian Cox, John Lithgow, Dan Aykroyd, John Goodman

Der demokratische Abgeordnete Cam Brady (Will Ferrell) hat schon seit gefühlten Ewigkeiten einen Sitz in dem Kongressdistrikt North Carolina. Auch wenn er gerade einen Sexskandal überstehen muss, steht einer Wiederwahl wohl wenig im Wege. Die einflussreichen Motch Bros. (John Lithgow und Dan Aykroyd) brauchen eine Marionette – die im Kongress ihre Interessen vertritt – und so schicken sie den recht naiven Republikaner Marty Huggins (Zach Galifianakis) ins Rennen. Eigentlich stehen die Chancen für Marty Huggins schlecht, bis ihm mit Tim Wattley (Dylan McDermott) ein gewiefter Wahlkampfmanager an die Seite gestellt wird…

B (Wertung von A bis F) Jay Roachs neuer Film ist eine politische Komödie, bei der ich mich teilweise köstlich amüsiert habe.

Wahlkampfpolitik ist in den U.S.A. vor allen Dingen ein schmutziges Geschäft. Seit Monaten laufen im amerikanischen Fernsehen „Werbespots“ für die US-Präsidenschaftswahl im November, bei denen einer der Kandidaten seinen politischen Gegner aufs übelste verunglimpft. In Deutschland ist so etwas dankenswerterweise noch undenkbar. Auch wenn in „The Campaign“ doch vieles als sehr übertrieben anmutet, so ist doch einiges wesentlich realistischer als man es sich wünschen würde.

Will Ferrells Charakter lässt verbal keinen Fettnapf aus und hat auch noch einen Sexskandal am Hacken. Er ist aber smart genug und weiß, dass er in seinen Reden, in denen er eigentlich sowieso nichts aussagt, immer die Wörter: Amerika, Jesus und Freiheit gebrauchen muss. Das kommt einem alles so bekannt vor. Von Zach Galifianakis Charakter war ich irritiert. Schauspielerisch hat mir am Besten Dylan McDermott gefallen. Noch vor kurzem habe ich ihm wenig bis gar kein Talent attestiert, der schmierige Wahlkampfmanager in „The Campaign“ ist ihm aber sehr gelungen.

Während des Abspanns kommt es noch zu einer Szene, bei der sich auch über die Ähnlichkeiten von Dylan Mc Dermott und Dermot Mulroney lustig gemacht wird. Ich bringe die Beiden auch gerne durcheinander.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Silver Linings Playbook“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David O. Russells neue Tragikomödie mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Jacki Weaver und Robert De Niro. Der Film könnte bei den Oscars 2013 eine Rolle spielen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hit & Run“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Actioncomedy mit Bradley Cooper, Kristen Bell und Tom Arnold
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Fun Size“
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Komödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Here Comes the Boom“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Sportkomödie mit Kevin James, Salma Hayek, Henry Winkler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Trouble with the Curve“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Clint Eastwood, Amy Adams, Justin Timberlake, John Goodman. Bei Clint Eastwood kann man grundsätzlich den Oscar mit ins Spiel bringen, auch wenn er hier keine Regie führt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Life of Pi“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ang Lees neuer Film. Optisch, auch ohne den Trailer in 3D gesehen zu haben, beeindruckend. Film gilt als Oscar-Kandidat 2013
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film gilt mittlerweile als heißer Oscar-Kandidat im nächsten Jahr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: „Rise of the Planet of the Apes“

Ich war am 25.08.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

 

„Rise of the Planet of the Apes“ (dt. Titel: „Planet der Affen: Prevolution“, dt. Kinostart war der 11.08.11) 105 min sci-fi, fantasy, drama, prequel
dir. Rupert Wyatt cast: James Franco, Freida Pinto, John Lithgow, Brian Cox, Tom Felton, Andy Serkis

 

Will Rodman (James Franco) ist Wissenschaftler und arbeitet unermüdlich an einem Heilmittel gegen die Alzheimer-Krankheit. Sein Vater Charles (John Lithgow) leidet an der Krankheit. In einem Labor in San Francisco testen die Wissenschaftler ein scheinbar vielversprechendes Medikament an Affen. Als sie ihre Fortschritte anhand einer besonders intelligenten Schimpansin dem Vorstand des Pharmakonzern vorführen wollen, verhält sich der Versuchsaffe auf einmal auffallend aggressiv, es kommt zu einem dramatischen Zwischenfall. Alle Affen sollen daraufhin getötet werden. Will findet in dem Labor schließlich einen neugeborenen Schimpansen, es ist das Baby der aggressiven Schimpansin. Damit nicht auch noch dieses Affenbaby getötet wird, nimmt Will heimlich das Baby, Caesar (Andy Serkis), mit nach Hause und zieht es auf. Caesar hat scheinbar die Intelligenz seiner Mutter geerbt. Wills Vater Charles geht es zusehends schlechter und so verabreicht ihm Will schließlich das, bisher nur an Affen getestete, Alzheimer-Medikament. Charles geht es daraufhin immer besser. Caesar wird immer größer und schlauer, er lernt sogar Zeichensprache. Eines Tages, als Caesar Charles zu Hilfe kommen will, greift er einen Nachbarn an. Daraufhin wird Caesar per Gerichtsbeschluss in ein privates Tierheim für Affen eingesperrt, wo er von dem Besitzer Landon (Brian Cox) und seinem sadistischen Sohn Dodge (Tom Felton) gequält wird…

B- (Wertung von A bis F) „Rise of the Planet of the Apes“ erzählt die Entstehungsgeschichte von „Planet der Affen“.

Von Anfang bis zum Ende hat mich die Geschichte gefesselt. Es ist Caesars Geschichte und er ist die Seele des Films. Ich mag einfach die Grundidee dieses Films. Tiere (hier Affen), die gequält werden und/oder sich oder ihre Lieben bedroht fühlen, und sich schließlich zu Wehr setzen. Auch wenn die Geschichte vielleicht nicht durchgehend einen Sinn ergibt, allein die Spezieleffekte sind einzigartig und ein Grund, den Film zu sehen. Die Szene auf der Golden Gate Bridge war mir allerdings dann etwas zu viel und da empfand ich die Affen auch nicht mehr so real.

Andy Serkis verleiht Caesar anhand der Motion-Capture-Technik einen so echten Gesichtsausdruck von dem man jederzeit die Emotionen des Affen ablesen kann. Derzeit kommt die Frage auf, ob Andy Serkis für seine „Rolle“ als Caesar vielleicht für den Oscar nominiert werden sollte. Sehr schwierig, vielleicht soll für seine Arbeit eine eigene Kategorie erschaffen werden. Schauspieler arbeiten aber mit ihrem eigenen Gesicht, ihrer eigenen Stimme und ihrer eigenen, wenn Anlass dazu besteht, veränderten Sprache und werden genau dafür honoriert. Ein Schauspieler dessen Gesicht mit Spezialeffekten verändert wird ist für mein Empfinden nicht mit der künstlerischen Arbeit von Schauspielern im herkömmlichen Sinne vergleichbar.

Von den eigentlichen Schauspielern ist hier einzig John Lithgow (der für mich schon durch die vierte Staffel von Dexter unsterblich geworden ist) für mich erwähnenswert.

Eine Frage ist natürlich ob der Film für sich alleine stehen kann. Ich bin der Meinung, dass er dies kann, auch wenn ich jetzt schon auf den nächsten Teil der Trilogie gespannt bin. Weitere Teile sollten erst auf den Weg gebracht werden, wenn „Rise of the Planet of the Apes“ auch an der Kinokasse erfolgreich ist. Vor einigen Monaten noch, hätte wohl keiner damit gerechnet, dass der Film so viel Geld einspielt. Nicht vergessen sollte man vielleicht auch, dass „Rise of the Planet of the Apes“ nach dem ebenfalls sehenswerten The Escapist erst Rupert Wyatts zweiter Film in Spielfilmlänge ist. Damit ist der Brite wohl einer der Regisseure auf die man in Zukunft schauen sollte.

Ich habe „Rise of the Planet of the Apes“ in der XD-Fassung gesehen. Amerikanische Kinos lassen sich in letzter Zeit immer mehr einfallen, um den regulären Ticketpreis zu erhöhen. Wo man für eine 3D-Fassung um bis zu USD 4 berappen muss, musste ich für die extreme digital version für das Kinoticket insgesamt unglaubliche USD 14.25 bezahlen. Es hat sich aber definitiv gelohnt, den Film auf einer riesigen Kinoleinwand zu sehen.

Während des Abspanns wird noch eine (wichtige) Szene gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „In Time“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Sci-Fi-Actioner mit Justin Timberlake, Cillian Murphy, Olivia Wilde, Amanda Seyfried
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Sitter“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Red Tails“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Zweite Weltkriegs-Kampfpilot-Action-Drama mit Cuba Gooding Jr. und Terrence Howard
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Debt“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller/Actionfilm mit Tom Wilkinson, Hellen Mirren und Sam Worthington
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Girl with the Dragon Tattoo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David Finchers Remake der gleichnamigen Stieg Larsson-Verfilmung mit Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

TV – Serie: "Dexter, Staffel 4"

Die komplette Staffel folgender Serie habe ich mir angeschaut:

„Dexter, Staffel 4“ 12 x ca. 50 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. Marcos Siega, Brian Kirk, John Dahl, Keith Gordon, Romeo Tirone, Tim Hunter, Ernest Dickerson, SJ Clarkson, Steve Shill cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, Desmond Harrington, Lauren Velez, C.S. Lee, David Zayas, James Remar, Keith Carradine, John Lithgow

Der Blutspurexperte der Polizei von Miami, Dexter Morgan (Michael C. Hall), hat kürzlich seine langjährige Freundin Rita (Julie Benz) geheiratet und ist Vater eines Sohnes geworden. Letzteres bedeutet, dass er keine Nacht mehr durchschlafen kann und völlig übernächtigt in seinem Job Fehler macht und nicht nur da. Seit frühester Kindheit hat Dexter mörderische Fantasien, die er in einem nächtlichen Parallel-Alltag in die Tat umsetzt. Er tötet auschließlich Menschen, die dem amerikanischen Rechtssystem entkommen sind oder zu gering bestraft wurden. Wie lange kann er seine mörderische Leidenschaft noch geheimhalten? Seine Schwester Debra (Jennifer Carpenter) stellt derweil Nachforschungen über ihren gemeinsamen Vater (James Remar) an, auch das wird Dexter nicht gefallen. Detectiv Joey Quinn ( Desmond Harrington) beginnt, Dexter gehörig auf die Nerven zu gehen. Nachdem Dexter nun endlich seinen ersten Mord durchführen konnte, baut er auch noch völlig übermüdet einen schweren Autounfall. Wo ist die Leiche, die er im Kofferraum vermutet? Dann steht plötzlich FBI Agent Lundy ( Keith Carradine) wieder auf dem Revier. Mittlerweile ist Lundy pensioniert, ist aber seit über 15 Jahren hinter einem Serienmörder her, dem TRINITY KILLER (John Lithgow). Lundy geht davon aus, dass der TRINITY KILLER jetzt in Miami sein Unwesen treibt. Dieser Serienmörder soll bereits seit drei Jahrzehnten nach dem selben Muster töten. Muss sich Dexter nun auch noch um den TRINITY KILLER kümmern?

A (Wertung von A bis F) Von allen vier Staffeln von „Dexter“ sehe ich die komplette erste und die komplette vierte als besonders empfehlenswert. Im Gegensatz zur dritten Staffel, von der ich doch recht enttäuscht war, bin ich bei der vierten Staffel gleich seit der ersten Folge gefesselt. Das hat mit Sicherheit mit Dexters neuer Situation zu tun. Michael C. Hall zeigt einmal mehr eine neue Facette von Dexter. Den völlig übermüdeten, gestressten jungen Vater Dexter hier zu sehen, der doch eigentlich nur seiner Bestimmung folgen möchte, ist äusserst amüsant. Gleich in der ersten Folge wird dann auch eine witzige, abgeänderte Opening-Sequenz (Link dazu siehe unten) gezeigt.

Neben natürlich der Entwicklung von Dexters Charakter, wurde eine neue geniale Figur kreiert. Der TRINITY KILLER zeigt in der Serie immer mehr Seiten von sich und etabliert sich, meines Erachtens, schließlich als einer der besten Serienmörder-Figuren überhaupt. In der Serie wird er gespielt von dem grossartigen John Lithgow. In den letzten Jahren hat man John Lithgow eher in ganz schlechten Kinoproduktionen („Dreamgirls“, Confessions of a Shopaholic, Leap Year) gesehen, dabei vergisst man leicht, dass der Schauspieler bereits zwei Mal für den Oscar nominiert („Word According to Garp“ und „Terms of Endearment“) wurde und durch dieTV-Serie „3rd Rock from the Sun“ einen großen Bekanntheitsgrad erreichen konnte. Schließlich konnte er auch am Theater seine Fangemeinde noch einmal vergrössern und gewann sogar einen Tony-Award. In „Dexter“ ist John Lithgow unglaublich überzeugend und so hat Dexter endlich wieder eine ebenbürtigen Kameraden an seiner Seite. Seit der zweiten Staffel spielt Dexter meiner Meinung nach mit niemanden mehr auf Augenhöhe. John Lithgow als der TRINITY KILLER schafft es, so bald er auf dem Bildschirm erscheint eigentlich jede Szene für sich zu beanspruchen, sogar wenn er direkt mit Michael C. Hall als Dexter zusammenspielt.

Es war eine grandiose Idee der Autoren, Dexter hier als genervten Familienvater, der versucht sein geheimes Leben mit seinem neuen Leben unter einen Hut zu bringen, zu zeigen. Die vierte Staffel ist sehr witzig, brutal, richtig spannend und das unglaublich gute Drehbuch hält ein paar Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen parat. Auch wird anderen Charakteren die Möglichkeit gegeben, sich weiterzuentwickeln.

Meine Lieblingscharaktere neben natürlich DEX und dem TRINITY KILLER sind Dexters ewig fluchende Schwester Debra (Jennifer Carpenter) und Masuka (C.S. Lee), der mich mit seinem Verhalten und seinen Sprüchen immer zum Lachen bringt. Seit der dritten Staffel spielt Quinn mit, der mir auch irgendwie gut gefällt.

Michael C. Hall („Six Feet Under“) zeigt in Staffel 4 ein weiteres Mal wie vielseitig und was für ein ausserordentlich talentierter Schauspieler er ist.
Nach unzähligen Nominierungen als bester Hauptdarsteller in der Kategorie Serie/ Drama, wurde Michael C. Hall im Jahr 2010 zunächst mit einem SAG-Award und anschließend mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Auch John Lithgow hat für die vierte Staffel einen Golden Globe (und kürzlich einen EMMY) als bester Nebendarsteller gewonnen.

Die fünfte Staffel wird ab 26.09.2010 bei SHOWTIME ausgestrahlt.

Die Website:

http://www.sho.com/site/dexter/cast.do

Dexter Morgan, Blutspurexperte, Serienmörder: seine morgendliche Routine (vorher)

Dexter Morgan, Blutspurexperte, Serienmörder, frischgebackener Vater: seine morgendliche Routine (nachher)

Trinity-Killer Tribute: