San Francisco – Film: „At Eternity´s Gate“

Ich war am 23.11.18 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„At Eternity´s Gate“ (dt. Filmtitel: Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit, dt. Kinostart: 18.04.19)   110 min  drama, biopic 

dir. Julian Schnabel  cast: Willem Dafoe, Rupert Friend, Mads Mikkelsen, Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Oscar Isaac, Niels Arestrup, Vincent Perez, Stella Schnabel 

 

Arles, Südfrankreich. Vincent van Gogh (Willem Dafoe) sieht seine Berufung im Malen, Geld verdient er damit nicht. Er lebt von dem, was ihm sein Bruder Theo (Rupert Friend) zukommen lässt. Er hat Visionen und malt, damit er nicht nachdenken muss…

 

B- (Wertung von A bis F) „At Eternity´s Gate“ ist ein Porträt des niederländischen Malers Vincent van Gogh mit einem Schwerpunkt auf die letzten Lebensjahre des Künstlers. Es ist der neue Film des erfolgreichen New Yorker Künstlers und Filmemachers Julian Schnabel („Basquiat“, „Before Night Falls“, The Diving Bell and the Butterfly). 

Filme von einem Künstler über einen Künstler finde ich generell mindestens sehenswert. Julian Schnabel hat selbstverständlich einen ausgeprägten Blick für Szenenbilder, Motive und die Schönheit der Landschaft. Der Filmemacher porträtiert Vincent van Gogh in seinen letzten beiden Lebensjahren in Südfrankreich. Er greift dabei manchmal zu ungewöhnlichen Kameraperspektiven, dann ist die Kamera aber auch wieder ständig in Bewegung und die sich wiederholende Dialoge und Szenen machen die psychischen Probleme und das Chaos in Kopf des Malers deutlich. Van Gogh verehrte seinen Kollegen Paul Gauguin, die beiden verband aber wohl eine schwierige Beziehung. Irgendwann nahmen die Probleme von Vincent van Gogh immer mehr zu, er schnitt sich einen großen Teil seines linken Ohres ab und verstarb wenige Monate später aus nicht hundertprozentig geklärten Umständen. „At Eternity´s Gate“ ist kein  schlechter Film, ich fand ihn jedoch mitunter etwas anstrengend. 

Vincent van Gogh ist im Alter von 37 Jahren gestorben, optisch ähnelt Willem Dafoe ihm, nur ist der Schauspieler bald 30 Jahre älter als der Künstler seinerzeit war und wenn an einer Stelle im Film van Gogh mit dem befreundeten Maler Paul Gauguin (gespielt von dem knapp 40-Jährigen Oscar Isaac) über „ihre Generation“ spricht, mutet das auch seltsam an. 

Vor rund 1 1/2 Jahren habe ich mir die Dokumentation „Julian Schnabel: A Private Portrait“ angeschaut, seither bin ich völlig fasziniert von dem New Yorker Künstler. 

„At Eternity´s Gate“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Willem Dafoe) 

„At Eternity´s Gate“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2018 gezeigt. Auf diesem Filmfestival wurde Willem Dafoe als bester Schauspieler ausgezeichnet und Julian Schnabel hat den Green Drop Award gewonnen. „At Eternity´s Gate“ ist am 16.11.18 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er landesweit in 178 amerikanischen Kinos. Teile des Films sind auf Französisch mit englischen Untertiteln. Der Film wird am 18.04.19 unter dem deutschen Filmtitel „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“ in den deutschen Kinos starten. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer: 

Trailer v. Film: „Ben is Back„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: möglicher Oscar-Kandidat mit Julia Roberts und Lucas Hedges

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Favourite„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: möglicher Oscar-Kandidat. Yorgos Lanthimos neuer Film mit Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone

Wie oft schon im Kino gesehen: 8 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF56 gesehen


Trailer v. Film: „Roma„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Alfonso Cuaróns neuer Film und Oscar-Kandidat.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen  

 

Denver – Film: „Suburbicon“

Ich war am 27.10.17 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Suburbicon“ (dt. Kinostart: 09.11.17) 105 min crime, comedy
dir. George Clooney cast: Matt Damon, Julianne Moore, Noah Jupe, Oscar Isaac, Glenn Fleshler, Megan Ferguson

 

Als im Jahr 1959 die erste afro-amerikanische Familie in das 6000-Seelen-Kaff Suburbicon zieht, bringt das die weiße Bevölkerung in Aufruhr. Gardner (Matt Damon), seine an den Rollstuhl gefesselte Frau Rose (Julianne Moore), seine Schwägerin Margaret (Julianne Moore) und sein Sohn Nicky (Noah Jupe) haben im Moment ganz andere Probleme. Eines Nachts werden sie überfallen…

 

C- (Wertung von A bis F) „Suburbicon“ ist der neue Film von Schauspieler/Regisseur George Clooney („Good Night, and Good Luck“, The Ides of March).

George Clooneys Karriere als Regisseur hat im Jahr 2002 mit „Confessions of a Dangerous Mind“ äußerst vielversprechend begonnen. Drei Jahre später präsentierte er dann „Good Night, and Good Luck“, welcher bis heute einer meiner Lieblingsfilme ist.. „The Ides of March“ war ganz gut, aber die Filme „Leatherheads“ und The Monuments Men glichen eher einer Katastrophe und sein neuer Film ist es leider auch.

Von der Handlung her ähnelt „Suburbicon“ dem Coen Bros.-Meisterwerk „Fargo“, leider lag hier aber kein solides Drehbuch vor, man hat keine skurrilen oder wenigstens sympathischen Charaktere, vermisst schon bald einige der brillanten Schauspieler aus dem Klassiker (William H. Macy, Frances McDormand, Steve Buscemi und Peter Stormare) und auf schmerzliche Weise muss man letztlich auch auf den besonderen Humor und die Originalität der Coen Bros. verzichten. Und das, obwohl die Coens sogar mit George Clooney und Grant Heslov die Drehbuchvorlage geschrieben haben. Es wird aber bestimmt einen Grund haben, warum die Regiebrüder den Film nicht selbst inszenieren wollten.

„Suburbicon“ wird als Krimi-Komödie vermarktet. Ein Mal habe ich ganz kurz geschmunzelt, ansonsten ist der Film einfallslos und relativ ereignislos (es dauert ewig, bis überhaupt etwas Handlung zu erkennen ist). In einem Nebenplot sieht man, wie Rassisten die neu zugezogene schwarze Familie bedrohen. Einen Zusammenhang der Haupt- und der Nebengeschichte konnte ich bis zum Schluss nicht entdecken.

Positiv hängen geblieben sind das exzellente 1950er Jahre-Szenenbild und das entsprechende Kostümdesign und auch der Kinderschauspieler Noah Jupe, der den kleinen Nicky spielt, hat einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

„Suburbicon“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Bester Regie, Bester Hauptdarsteller (Matt Damon), Bestes Originaldrehbuch

„Suburbicon“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2017 gezeigt. Der Film ist am 27.10.17 landesweit 2,046 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland kommt der Film morgen (09.11.17) in die Kinos.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Downsizing„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film soll problematisch sein, vom Trailer her sieht er aber wirklich gut aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Darkest Hour„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Joe Wrights neuer Film. And the Oscar goes to … (Gary Oldman)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Murder on the Orient Express„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Gleichnamige Roman-Verfilmung von und mit Kenneth Branagh. Finde ich generell unnötig, aber die Besetzung mit Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Daisy Ridley, Olivia Colman und Michelle Pfeiffer macht neugierig. Der Trailer ist so lange gut, bis Kenneth Branagh als Hercule Poirot auftaucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „Daddy´s Home 2„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Fortsetzung zu der Komödie mit Mark Wahlberg, Will Ferrell, Mel Gibson auch mit. Ich weiß nicht ob John Lithgow den Film retten kann – vom Trailer her wirkt es so
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

Trailer v. Film: „Winchester„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Horrorfilm mit Helen Mirren und Jason Clarke
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Phantom Thread„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Paul Thomas Andersons neuer Film, der nun offiziell diesen Titel trägt, (vorerst) letzte Performance von Daniel-Day Lewis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Father Figures„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Owen Wilson, Ed Helms, Glenn Close, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

NYC – Film: "Mojave"

Ich war am 24.04.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Mojave“ 93 min drama, thriller
dir. William Monahan cast: Garrett Hedlund, Oscar Isaac, Louise Bourgoin, Mark Wahlberg

Thomas (Garrett Hedlund) setzt sich einiges Tages in seinem Geländewagen und fährt von Hollywood direkt in die Mojave Wüste. Als er dann nachts inmitten der Wüste auf einen mysteriösen Fremden (Oscar Isaac) trifft, kommt eins zum anderen und fortan wird sich einiges in Thomas Leben ändern.

B (Wertung von A bis F) „Mojave“ ist nach „London Boulevard“ erst der zweite Spielfilm, bei dem der, mit einem Oscar ausgezeichnete Drehbuchautor William Monahan („The Departed“) Regie führt.

„Mojave“ wird zwar mit einer gewissen Langsamkeit erzählt, ist aber dennoch ein packender Thriller. William Monahan inszeniert hier ein kurzweiliges Katz-und-Maus-Spiel. Das Einzige was mich störte waren teilweise die Dialoge, die für mich nicht immer natürlich klangen. Vielleicht lag es auch an Oscar Isaac, von dem ich kürzlich in Ex Machina noch so begeistert war. Ich weiss nicht, was er in diesem Film mit seiner Stimme und Sprache anstellt, mich hat er damit jedenfalls das eine oder andere Mal rausgebracht. In meinen Augen findet Oscar Isaac auch erst etwas später im Film zu seiner richtigen Form.

Garrett Hedlund ist als Schauspieler vielleicht nicht durchgehend verlässlich, aber – und ich glaube es ist mir in diesem Film das erste Mal aufgefallen – er ist eine Augenweide. Er könnte ein „reiferes“ A & F-Model sein, er hat so etwas Lässiges. Um so zerzauster er um die Haare aussieht, um so unwiderstehlicher ist er. Er spielt in „Mojave“ natürlich auch einen Typen, dem es in die Wiege gelegt wurde, noch vor dem Duschen morgens gut auszusehen und nie zu den falschen Klamotten zu greifen. Oder anders: Egal was er anzieht, er sieht immer cool aus. Garrett Hedlund und Oscar Isaac stehen nach Inside Llewyn Davis bereits das zweite Mal gemeinsam vor der Kamera.

Mark Wahlberg spielt hier wieder genau den Charakter, den er am Glaubhaftesten spielen kann. Er bzw. seine Figur sorgt für den nötigen Humor im Film. Alleine der Anblick von Mark Wahlberg in UGG-Boots bringt mich jederzeit wieder zum Schmunzeln.

Bislang konnte ich noch keinen Trailer finden.

„Mojave“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2015 gezeigt. Ich habe mir den Film auf diesem Filmfestival angeschaut. „Mojave“ hat mit A24 bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden. Der Film soll noch im Jahr 2015 ins amerikanische Kino kommen.

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2015 feierte das TFF bereits seinen 14. Jahrestag.

NYC – Film: "Ex Machina"

Ich war am 23.04.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Ex Machina“ (dt. Kinostart war der 23.04.15) 110 min drama, thriller, sci-fi
dir. Alex Garland cast: Domhnnall Gleeson, Alicia Vikander, Oscar Isaac, Sonoya Mizuno

Der 26-jährige Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) arbeitet für den weltgrössten Internetkonzern. Als Preis, dass er einen firmeneigenen Wettbewerb gewonnen hat, darf er eine Woche auf dem abgelegenen Privatanwesen seines schwerreichen Arbeitgebers Nathan (Oscar Isaac) verbringen. Es stellt sich schnell heraus, dass es einen Grund gibt, warum er ausgewählt wurde. Caleb soll an einem Experiment teilnehmen. Er soll die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz testen. Caleb lernt die Roboterfrau Ava (Alicia Vikander) kennen.

B+ (Wertung von A bis F) „Ex Machina“ ist das Regiedebüt des 44-jährigen britischen Schriftstellers („The Beach“) und Drehbuchautors („28 Days Later“, „Sunshine“, Never Let Me Go) Alex Garland.

„Ex Machina“ ist ein smartes und humorvolles Sci-Fi-Kammerspiel. Alex Garland beweist, dass man auch mit einem geringen Budget (15 Millionen Dollar) einen sehr stylischen Thriller über künstliche und menschliche Intelligenz inszenieren kann. Durch Dohmnall Gleesons Charaker Caleb taucht man in die Geschichte ein, irgendwann wird aber (parallel) Avas Geschichte erzählt.

Domhnall Gleeson (Calvary, Frank) ist der Sohn des Charakterschauspielers Brendan Gleeson und gerade dabei, mit großen Schritten aus dem Schatten seines Vaters zu treten. Er ist noch recht jung und kann gut unbedarfte, leicht nerdige, intelligente und charmante Charaktere spielen, ich traue ihm aber jetzt schon ganz andere Filmfiguren zu.

Die schwedische Schönheit Alicia Vikander ist idealbesetzt.

Oscar Isaac fand ich hier sehr überzeugend als undurchsichtiger, zynischer Internet-Mogul. Die Szene zu dem Song „Get Down Saturday Night“ von Oliver Cheatham hat für mich jetzt schon Kultstatus. Den Song habe ich früher geliebt und er ist einer dieser Songs, bei dem ich mich sofort in die 1980er Jahre zurückversetzt fühle.

Überhaupt ist die Filmmusik von Ben Salisbury und Geoff Barrow (Portishead) großartig. Auch war ich von der Ausstattung des Films begeistert, die Verbindung von Natur und modernem Design in diesem wunderbar eingerichteten Haus bildet auf ihre Art einen wichtigen Charakter des Films.

„Ex Machina“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Alicia Vikander), Bester Nebendarsteller (Oscar Isaac), Bestes Originaldrehbuch

„Ex Machina“ hat 2 Oscar-Nominierungen (Bestes Originaldrehbuch und Beste visuelle Effekte) erhalten.

Update: „Ex Machina“ hat einen Oscar (Beste visuelle Effekte) gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Poltergeist“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films. Sam Rockwell brauchte bestimmt Geld.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Unfriended“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Horrorfilm. Der Trailer ist wirklich gut, der Film aber wirklich. Wundert mich, dass sie den Trailer immer noch zeigen, obwohl er bereits im Kino läuft.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „The D Train“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit Jack Black, James Marsden, Jeffrey Tambor und Kathryn Hahn
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Maggie“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Zombie-Horrorfilm mit Arnold Schwarzenegger. Für mich gilt für einen Film: entweder Zombies oder Arnold Schwarzenegger – beides ist für mich etwas zu viel verlangt. Film lief auf dem Tribeca Film Festival.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Aloft“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Jennifer Connelly, Cillian Murphy und Melanie Laurent. Lief bereits auf der Berlinale und auf dem Tribeca Film Festival. Wollte ich gucken, habe dann aber einen anderen Film vorgezogen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% (wg. CDW und Esoterik)

Trailer v. Film: „Dope“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie, die mit großem Erfolg in Sundance gezeigt wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

L. A. Film: "A Most Violent Year"

Ich war am 7.1.15 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„A Most Violent Year“ (dt. Kinostart: 19.03.15) 125 min crime, drama

dir. J.C. Chandor cast: Oscar Isaac, Jessica Chastain, David Oyelowo, Albert Brooks, Alessandro Nivola,

New York im Winter des Jahres 1981. Abel Morales (Oscar Isaac) ist ein erfolgreicher Unternehmer. In letzter Zeit häufen sich jedoch die Fälle, dass die Fahrer, die sein Heizöl in den LKWs transportieren, überfallen werden. Die Fahrer sind verängstigt und dann wird auch noch seine Familie bedroht und das sind nicht die einzigen Probleme, die Abel Morales hat.

B+ (Wertung von A bis F) Nach „Margin Call“ und All is Lost ist „A Most Violent Year“ erst J.C. Chandors dritter Kinofilm. Für mich ist es sein – mit Abstand – bester Film.

Durch „A Most Violent Year“ bekommt man ein Gefühl für die Zeit, in der New York noch gefährlich, schmutzig und verrucht war. Man sollte sich von dem Filmtitel nicht in die Irre leiten lassen, „A Most Violent Year“ ist kein actionreicher und brutaler Film – es ist ein langsam erzählter Krimi, ein Drama und auch etwas Charakterstudie.

Ich hätte dem von Oscar Isaac (Inside Llewyn Davis, The Two Faces of January) gespielten Charakter Abel Morales noch stundenlang zuschauen können. Seine Szenen habe ich regelrecht aufgesaugt und wollte mehr über diesen Typen in Erfahrung bringen, wollte verstehen, wie er tickt. Oscar Isaac und Jessica Chastain geben ein glaubwürdiges und interessantes Paar ab. Die beiden Charaktere lieben sich und man kann nachvollziehen warum. Ich mag die Beziehung der Beiden. Beide haben unterschiedliche Moralvorstellungen und auch unterscheidet sie der familiäre Background. Er ist in die U.S.A. eingewandert und lebt im Prinzip den amerikanischen Traum. Sie kommt aus einer Mafia-Familie, ihr Vater und ihr Bruder sind Gangster und auch sie fackelt nicht lange, wenn es etwas zu erledigen gibt. Eigentlich bestimmt sie, aber sie liebt ihren Mann, idealisiert ihn und gibt sich weicher, um ihren Mann stark erscheinen zu lassen. Die Beiden führen eine sehr komplexe Beziehung. Eine vielschichtige Frauenrolle für Jessica Chastain (Take Shelter, Zero Dark Thirty, The Disappearance of Eleanor Rigby: Them) Albert Brooks habe ich zugegebenermassen erst gegen Ende des Films erkannt. Zuletzt habe ich ihn in Drive gesehen und irgendwie hatte ich ihn anders in Erinnerung, jedenfalls nicht mit glatten Haaren und übergroßer Brille.

„A Most Violent Year“ ist am 31.12.14 in ganzen vier Kinos in den gesamten U.S.A. gestartet. Der Film bekommt am 30.1.15 einen wide release. Ich habe den Film am 7.1.15 in einem meiner Lieblingskinos gesehen. Das „The Landmark in Los Angeles“ ist ein sehr schönes Programmkino, bei dem ich mich nicht auf einen bestimmten Film vorbereiten müsste, sondern quasi blind einen Film wählen könnte. Die The Landmark-Kinos haben eine wundervolle Auswahl vorwiegend anspruchsvoller Filme.

Als ich jetzt im Kino war, wurden ein paar Originalkostüme aus „The Imitation Game“ und „A Most Violent Year“ ausgestellt. Gleich in der ersten Szene des Films tragen Oscar Isaac und Jessica Chastain einen Mantel. Diese Mäntel sind im Kino hinter Glasvitrinen zu bestaunen. Ich habe ein paar Fotos aufgenommen. siehe unten.

„A Most Violent Year“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2014 gezeigt.

„A Most Violent Year“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Oscar Isaac), Bester Nebendarsteller (Albert Brooks, Elkes Gabel), Beste Nebendarstellerin (Jessica Chastain), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik, Bester Song (America for Me)

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „True Story“

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Thriller mit Jonah Hill, Felicity Jones und James Franco

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Second Best Exotic Marigold Hotel“

Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)

Kommentar: Ich habe den ersten Teil nicht mal komplett gesehen. Dieser ist neben Maggie Smith, Bill Nighy, Judi Dench auch mit Richard Gere und David Strathairn. Dieser Trailer ist so Bollywood-mäßig und damit kann ich den Film unter keinen Umständen gucken.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Still Alice“

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Alzheimer-Drama, das Julianne Moore den Oscar bescheren könnte wird

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „While We´re Young“

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Noah Baumbachs neuer Film mit Ben Stiller, Naomi Watts und Adam Driver. Ich habe ihn bereits auf dem New York Film Festival gesehen. Den Film ist um einiges besser als der Trailer es suggeriert.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

IMG_3198IMG_3200IMG_3202

Berlin – Film: "The Two Faces of January"

Ich war am 24.03.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Two Faces of January“ (dt. Titel: „Die zwei Gesichter des Januars“, dt. Kinostart: 29.05.14) 96 min thriller
dir. Hossein Amini cast: Viggo Mortensen, Kirsten Dunst, Oscar Isaac

Im Jahr 1962 verbringen die amerikanischen Eheleute Colette (Kirsten Dunst) und Chester MacFarland (Viggo Mortensen) ihren Urlaub in Griechenland. In Athen treffen sie auf den griechisch-amerikanischen Fremdenführer Rydal (Oscar Isaac). Rydal verdient sich mit Betrügereien ein Zubrot. Nach einem gemeinsamen Abendessen kommt es zu einem Zwischenfall und das Ehepaar muss schnell verschwinden. Chester bittet Rydal um Hilfe. Bald geraten die beiden Männer in einen Strudel voller Misstrauen, Eifersucht und Abhängigkeiten…

B (Wertung von A bis F) „The Two Faces of January“ basiert auf Patricia Highsmiths gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1988.

„The Two Faces of January“ ist das Regiedebüt von Drehbuchautor Hossein Amini (Drive). Der Stil dieses Films hat mich sehr an die Patricia-Highsmith-Verfilmung „The Talented Mr. Ripley“ erinnert. Da konnte ich mich auch schon nicht an den eleganten Kostümen, den Accessoires, den Frisuren und der Ausstattung (nicht unerwähnt lassen möchte ich den insbesondere in „Ripley“ hinreißenden Jude Law) sattsehen. In „The Two Faces of January“ dient nun das malerische Griechenland (später Istanbul) als Kulisse. Hossein Amini schafft es, einen in eine andere Zeit und eine andere Welt zu versetzen. Erzählt wird ein klassischer Krimi. Die Geschichte und die undurchsichtigen Charaktere haben mich die ganze Zeit gefesselt. Von der Inszenierung her, hätte der Film genau so auch vor einigen Jahrzehnten zuvor entstanden sein können – was ich als Kompliment verstehe.

Hier ist mir aufgefallen, dass Viggo Mortensen einer der wenigen Schauspieler ist, der in sämtlichen Genres (Fantasy, Western, historischen Filmen, Thriller, etc.) glaubhaft Zuhause ist. Er hat irgendwie etwas Zeitloses, so fügt er sich auch in einen Film, der in den 1960er Jahre spielt, ein, als ob er in dieser Zeit gelebt hätte. Kirsten Dunst hat mir auch wieder gut gefallen.

Oscar Isaac habe ich bewusst das erste Mal in Inside Llewyn Davis gesehen. Dort hat er den erfolgloser Folk-Musiker so authentisch portraitiert, dass ich überrascht war, dass er mich schon kurze Zeit später in so einer komplett anderen Rolle überzeugen konnte.

„The Two Faces of January“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Viggo Mortensen), Beste Hauptdarstellerin (Kirsten Dunst), Bester Nebendarsteller (Oscar Isaac), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kostüme

„The Two Faces of January“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2014 gezeigt. Der Film hat mittlerweile einen amerikanischen Verleiher gefunden und wird am 8.8.14 in einigen amerikanischen Kinos laufen. Zuvor wird er am 24.04.14 als Eröffnungsfilm des San Francisco International Film Festivals gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Der offizielle Trailer:

Vor der Pressevorführung hat STUDIOCANAL einen Trailer ihres folgenden Filmes gezeigt:

Trailer v. Film: „Banklady“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: biografisches Drama mit Nadesha Brennicke und einem meiner deutschen Lieblingsschauspieler (Charly Hübner)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn er im TV kommt, schaue ich ihn

Berlin – Film: "Inside Llewyn Davis"

Ich war am 21.11.13 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„Inside Llewyn Davis“ (dt. Kinostart: 05.12.13) 104 min drama, comedy
dir. Joel Coen, Ethan Coen cast: Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Garrett Hedlund, Justin Timberlake, Adam Driver

Im Jahr 1961 in New York. Llewyn Davis (Oscar Isaac) ist ein erfolgloser Folkmusiker. Er war Part eines Musikerduos bis sich sein Partner das Leben nahm. Jetzt lebt er von der Hand in den Mund. Nicht einmal eine eigene Wohnung kann er sich leisten. Jede Nacht schläft er bei anderen Freunden auf der Couch. Gerade als er eines Morgens die Wohnung eines befreundeten Ehepaars verlassen will, entwischt ihm auch noch deren Katze…

B- (Wertung von A bis F) Ganz vage basiert „Inside Llewyn Davis“ auf den Memoiren von Dave Van Rock.

Der neueste Film der Coen Brüder ist eine Charakterstudie eines erfolglosen Folkmusikers zu Beginn der 1960er Jahre in New York, kurz bevor Bob Dylan in die Stadt kam und die gesamte Szene auf den Kopf stellte. Der fiktive Charakter Llewyn Davis ist ein guter Musiker, nur von seiner Musik allein kann er nicht leben. Einen Plan B hat er aber auch nicht. Er hat kein Geld, nicht mal einen Wintermantel hat er, ganz zu schweigen von einer eigenen Wohnung. Zu allem Überfluss ist es auch noch seine Schuld, dass die Katze von Freunden abhaut und die Frau seines Freundes ist auch noch schwanger. Vielleicht von ihm, genaues weiß man aber nicht. Llewyn Davis ist irgendwie vom Pech verfolgt, aber trifft auch falsche Entscheidungen. Jedenfalls halten ihn alle für einen Verlierer.

Auch wenn für mich nicht alle Filme von Joel und Ethan Coen die Klasse von „Raising Arizona“, „Fargo“, „The Big Lebowski“, „The Man Who Wasn´t There“, No Country for Old Men und A Serious Man haben, so sind sie für mich alle auf ihrer Art sehenswert. Bei den Filmen der Coen Brüder bekommt man immer auffällig tolle Szenenbilder, authentische und detailverliebte Ausstattungen und skurrile Charaktere und Dialoge geboten.

Bei „Inside Llewyn Davis“ mochte ich am meisten einen der Nebencharakter gespielt von Garrett Hedlund, aber auch Stark Sands und John Goodman haben mir gefallen. Schauspielerisch gut fand ich – wieder einmal – Carey Mulligan, nur ging mir ihr Charakter richtig auf die Nerven.

Oscar Isaac („Body of Lies“, „Robin Hood“, Drive) war mir bislang noch gar nicht aufgefallen. Die Coens haben „Inside Llewyn Davis“ als eine Art Dokumentation gefilmt. Die kreativen Filmemacher haben eine Weile gebraucht, um die Figur des Llewyn Davis perfekt zu besetzen. Für diese Hauptrolle haben sie einen Schauspieler gesucht, der live singen kann, praktisch ein Folk-Konzert geben kann. Ein solches Talent haben sie mit Oscar Isaac gefunden. Für mich gibt Oscar Isaac eine Oscar-Performance, weil es außerhalb meiner Vorstellungskraft liegt, dass er diesen Folksänger/diese Verlierertype nur gespielt hat. Die Kategorie Bester Schauspieler ist im nächsten Jahr schon bestens aufgestellt. Seit Jahren gab es nicht so viele Anwärter, die es verdient hätten unter die letzten Fünf zu kommen. Ich sehe Robert Redford, Matthew McConaughey, Chiwetel Ejiofor und Tom Hanks als bereits festgesetzt und um den letzten Platz in dieser Kategorie müssen halt Oscar Isaac, Bruce Dern, Forest Whitaker, Joaquin Phoenix, Michael B. Jordan, Christian Bale und vielleicht Leonardo DiCaprio (bis zum heutigen Tag, den 26.11.13, ist der neue Scorsese-Film noch nicht öffentlich gezeigt worden) kämpfen. Oscar Isaac hat mit „Inside Llewyn Davis“ definitiv seinen Durchbruch geschafft. Die Filmindustrie ist jetzt auf ihn aufmerksam geworden und man wird ihm sehr wahrscheinlich großartige Rollenangeboten unterbreiten. Ich bin jetzt schon ganz gespannt, ihn in einer völlig anderen Rolle zu sehen.

Viel zu laut und dominant war mir die Musik im Film, hat mich musikalisch auch gleich an einen der für mich schwächsten Coen Filme („O Brother, Where Art Thou?“) erinnert. Das ist nicht weiter verwunderlich, da T-Bone Burnett für beide Filme den Soundtrack produziert hat.

„Inside Llewyn Davis“ kommt in den U.S.A. am 6.12.13, bzw. 20.12.13 ins Kino. Ich habe den Film in einer Pressevorführung in Berlin gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

„Inside Llewyn Davis“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Oscar Isaac), Bester Nebendarsteller (John Goodman), Beste Nebendarstellerin (Carey Mulligan), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Beste Kostüme, Bester Filmschnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt. Was die Musik von „Inside Llewyn Davis“ angeht, ist es derzeit noch sehr fraglich, ob die Musik in dem Film die strengen Richtlinien der Academy erfüllt. Speziell der Song „Please Mr. Kennedy“ war im Gespräch für eine mögliche Oscar-Nominierung, derzeit ist aber eher wahrscheinlich, dass der Song disqualifiziert wird.

„Inside Llewyn Davis“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2013 gezeigt. Dort wurde „Inside Llewyn Davis“ mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet, was als zweiter Platz nach der Goldenen Palme gilt.

dt. Trailer zu sehen:

Originaltrailer zu sehen: