L. A. Film: „Toy Story 4“

Ich war am 24.07.19 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Toy Story 4“ (dt. Filmtitel: „A Toy Story – Alles gehört auf kein Kommando“, dt. Kinostart: 15.08.19)  100 min  animation, sequel 

dir. Josh Cooley  voices: Tom Hanks, Tim Allen, Annie Potts, Tony Hale, Keegan-Michael Key, Jordan Peele, Christina Hendricks, Keanu Reeves, Joan Cusack, Bonnie Hunt, Carl Reiner, Betty White, Carol Burnett, Laurie Metcalf, Patricia Arquette, Bill Hader, Timothy Dalton, Steve Purcell, June Squibb, John Morris

 

Nachdem Andy (John Morris) zu alt für sein Spielzeug wurde, hatte er Woody (Tom Hanks), Buzz Lightyear (Tim Allen) und all die anderen an die kleine Bonnie (Madeleine McGraw) weitergegeben. Die Spielsachen haben daraufhin versucht, einen festen Platz in Bonnies Leben einzunehmen. Als die Kleine nun in die Vorschule kommt, darf sie keines ihrer Spielzeuge mitnehmen. Aus einem Plastik-Göffel bastelt Bonnie daraufhin ein neues Spielzeug: Forky (Tony Hale). Forky ist fortan DAS neue Lieblingsspielzeug des Kindes. Woody sieht sich daher verpflichtet, auf Forky aufzupassen, schließlich möchte er nicht, das seine Bonnie unglücklich ist… 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Toy Story 4“ ist der vierte Teil der „Toy Story“-Reihe. Die Geschichte schließt direkt an die von Toy Story 3 an. Regie führt der amerikanische Storyboard Artist, Regisseur und Drehbuchautor Josh Cooley. „Toy Story 4“ ist sein Spielfilmdebüt. 

Der erste Film der Reihe, „Toy Story“, war der weltweit erste, komplett am Computer erstellte Animationsspielfilm. Es war auch der erste Film der Pixar-Studios und in den Vereinigten Staaten der erfolgreichste Film des Jahres 1995. Das liegt nun fast 25 Jahre zurück und es ist beeindruckend, wie weit die Computertechnik mittlerweile fortgeschritten ist. Mit dem vierten Teil hat man manchmal den Eindruck, man würde eine Realverfilmung anschauen, in der Woody und all die bekannten Figuren irgendwie integriert wurden. Aus technischer Sicht waren Pixar-Filme aber schon immer extraklasse.

Wir wissen es schon lange, auch Spielzeug hat eine Seele, deren größter Wunsch es ist, ein Platz im Leben eines Kindes zu erlangen. Die Spielzeughelden sehen ihre Lebensaufgabe darin, alles dafür zu tun, um ein Kind glücklich zu machen. Entsprechend wenig selbstbestimmt ist ihr Leben. Wenn man sich diese Prämisse vor Augen hält, ist dieser Film am Ende auch nicht wirklich logisch. 

„Toy Story 4“ ist ein Roadmovie. Bonnie macht mit ihren Eltern und ihrem (gesamten) Spielzeug einen Ausflug. Ihr neues Lieblingsspielzeug Forky hat aber eine Identitätskrise und dann büchst er irgendwann aus und muss wieder zurück zu seinem Kind gebracht werden. Daraus ergibt sich ein unterhaltsamer, manchmal lustiger, in wenigen Momenten sogar auch gruseliger Film. Am besten haben mir die Sequenzen in dem Antiquitätenladen und die Geschichte um Gabby Gabby gefallen. Am witzigsten – na klar – die schrägen Pläne des Schießbuden-Plüschspielzeugs Ducky und Bunny (gesprochen von dem Komiker-Duo Key & Peele, bzw. Keegan-Michael Key und Jordan Peele).

Überraschenderweise wird vor „Toy Story 4“ kein Kurzfilm gezeigt. Dafür sollte man den kompletten Abspann sitzen bleiben, um noch die vier (plus eine Mini-Szene am Ende) Zusatzszenen mitzubekommen.  

Der erste „Toy Story“-Film war seinerzeit für drei Oscars (Bestes Originaldrehbuch, Bester Originalsong und Beste Filmmusik) nominiert. Eine eigene Kategorie für Animationsfilme gab es bei den Oscars erst ab dem Jahr 2001 („Shrek“ war der erste Film, der mit diesem Oscar ausgezeichnet wurde). Gewonnen hatte der erste Film der Toy Story-Reihe im Jahr 1996 einen Spezialoscar für den ersten computeranimierten Spielfilm. Der letzte Teil der Toy Story-Reihe, Toy Story 3, wurde für 5 Oscars nominiert (incl. Bester Film und Beste adaptiertes Drehbuch), gewonnen hat dieser – für mich beste Teil der Reihe – zwei Oscars (Bester Animationsfilm und Bester Originalsong). 

„Toy Story 4“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. eine in der Kategorie Bester Animationsfilm 

„Toy Story 4“ ist am 21.06.19 in 4,575 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „A Toy Story – Alles gehört auf kein Kommando“ am 15.08.19 ins Kino kommen. 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Angry Birds Movie 2„

Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)

Kommentar: Animationsfilm und Fortsetzung

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Dora and the Lost City of God„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Abenteuerfilm für Kinder 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Addams Family„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: neuer Animationsfilm, der auf den gleichnamigen Comics basiert

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: jooaa 


Trailer v. Film: „Frozen 2„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Eine Fortsetzung zu Frozen hätte die Welt natürlich nicht gebraucht, aber Olaf ist wieder dabei, also werde ich ihn wahrscheinlich gucken.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%


Trailer v. Film: „Trolls World Tour„

Bewertung des Trailers: D 

Kommentar: noch weniger als „Frozen 2“ braucht es diese Trolls-Filme. Grau-en-haft 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Onward„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Tja, irgendwie kann ich damit gar nichts anfangen, aber es ist ein neuer Pixar und die wissen eigentlich was sie tun

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

TV-Serie: „Barry, 1. Staffel“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Serie angeschaut:

 

„Barry, 1. Staffel“ (in Deutschland über SKY zu sehen oder den iTunes Stores zu erwerben)  8 x approx. 30 min  comedy, crime, drama, thriller

dir. Bill Hader, Maggie Carey, Hiro Murai, Alec Berg  cast: Bill Hader, Stephen Root, Sarah Goldberg, Paula Newsome, Glenn Fleshler, Anthony Carrigan, Henry Winkler, Cameron Britton  

 

Barry (Bill Hader) ist ein Ex-Marine, der durch seinen Einsatz in Afghanistan depressiv wurde. Fuches (Stephen Root), ein Freund seines Vaters, den Barry als Onkel sieht, hat ihn damals unter seine Fittiche genommen. Mittlerweile ist er sein Zwischenhändler, denn Barry arbeitet als Profikiller. Sein neuer Auftrag führt ihn nach Los Angeles. Für den tschetschenischen Mafiaboss Goran Pazar (Glenn Fleshler) soll er einen Mann töten. Seine Zielperson findet er in einem Schauspiellehrgang. Von der Gruppe wird Barry fälschlicherweise auch für einen Schauspieler gehalten. Schon bald bekommt er Anerkennung und findet sogar Gefallen an der Schauspielerei – vielleicht wäre das ein neuer Start für ihn, denn Barry steckt in einer großen Lebenskrise. So einfach lässt sich sein bisheriges Leben aber natürlich nicht abschütteln, die Tschetschenen haben eine gewisse Erwartung an ihn…

 

B+ (Wertung von A bis F) Serienschöpfer der neuen HBO-Serie sind der amerikanische Autor (TV-Serie „Seinfeld“) und TV-Regisseur („Curb Your Enthusiasm“) Alec Berg und der amerikanische Comedian („Saturday Night Live“) und Schauspieler Bill Hader (Adventureland, The Skeleton Twins, Trainwreck). Bill Hader spielt in dieser Serie die titelgebende Hauptrolle und hat zusätzlich bei den ersten drei Episoden Regie geführt. Dies ist Bill Haders Regiedebüt. 

„Barry“ ist eine ungewöhnliche Serie. Am Ende der rund vier Stunden, die die erste Staffel tatsächlich nur zeitlich in Anspruch nimmt, hat man eine andere Serie, als zu Beginn. Einfach zu kategorisieren ist das Ganze definitiv nicht. Die Serie ist dem Genre Krimi sowie (düstere) Comedy zuzuordnen. Es gibt einiges an Situationskomik, dabei spielt die Serie auch mit Vorurteilen. „Barry“ hat auch einen gewissen Drama-Anteil und gibt – wie ich mir habe sagen lassen – einen fast schon dokumentarischen Blick auf Schauspielschüler und einen Schauspiellehrgang in Hollywood. Am Ende der ersten Staffel macht es fast den Anschein, als würde es in Richtung Thriller gehen. In der vielfältigen Serien-Landschaft ist diese neue Serie ungewöhnlich. Für eine Serie, die unter Schauspielschülern in Hollywood spielt, gibt es erwartungsgemäß viele Referenzen auf Filme und Schauspieler. 

Bill Hader spielt den Antihelden Barry. Barry ist erstklassig als Auftragsmörder, vor allen Dingen, weil er annimmt, dass seine Opfer es auch irgendwie verdient haben, von ihm getötet zu werden (vergleichbar vielleicht mit Dexter der gleichnamigen Serie). Ihn plagt jedoch zunehmend sein Gewissen und schließlich gerät er in eine Sinn- und Lebenskrise. Als er – mehr oder weniger – durch Zufall in einen Schauspiellehrgang gerät, fühlt er sich dort aufgehoben. Zu Beginn ist er ein schlechter Schauspieler, bis er langsam lernt, seine Emotionen zu kanalisieren und in seine Performance einfliessen zu lassen. Bill Hader gibt hier eine sehr nuancierte Performance. Das Casting der gesamten Serie ist aber exzellent. 

In jedem Fall empfiehlt es sich, die Serie ein zweites Mal zu sehen. Zwischen meiner ersten und zweiten Sichtung der ersten Staffel von „Barry“ lagen die Emmy-Nominierungen und diese neue Serie hat, wenig überraschend, auch bei der Television Academy Eindruck hinterlassen. 

Wer mich kennt oder meine Beiträge hin und wieder liest, weiß, dass ich Filme und Serien ausschließlich in der Originalfassung gucke.  Ich versuche, dieses sensible Thema nicht auszureizen und versuche eigentlich nur noch daraufhin hinzuweisen, wenn ich es als unerlässlich ansehe, ein bestimmtes Film- oder Fernsehprojekt in der OV bzw. OmU zu sehen. Da die  TV-Serie „Barry“ u.a. im Umfeld von angehenden Theaterschauspielern angesiedelt und man mit entsprechenden Performances rechnen sollte, die Serie einen guten Wortwitz und teils eine akzentreiche Sprache hat, ist definitiv davon abzuraten, sie in der Synchro zu sehen. Bei „Barry“ musste ich tatsächlich selbst die schmerzhafte Erfahrung machen, wie deutsche Synchronsprecher Performances und Dialoge hinhunzen. Meiner eigenen Unaufmerksamkeit geschuldet, habe ich mir diese  Serie im deutschen iTunes Store zuerst in der synchronisierten Fassung heruntergeladen. Ich kaufe eigentlich überwiegend im amerikanischen Store und hatte mir schon lange nichts mehr im deutschen gekauft. Entsprechend wusste ich nicht, dass man bei Kauf eines Films oder einer Serie nicht mehr auf andere Sprache zugreifen kann. Wie dem auch sei, 2 Folgen von „Barry“ habe ich in der deutschen Synchro gesehen und kann daher aus erster Hand bestätigen, dass zwischen der Originalfassung und der Übersetzung Welten liegen. 

 

Meine Lieblingsepisode: Die finale Folge („Chapter Eight: Know Your Truth“), außerdem liebe ich die letzten ca. 15 Minuten der siebenten Folge („Chapter Seven: Loud, Fast, and Keep Going“) 

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Barry Berkman/ Block ist ein ehemaliger Marine, der seit Jahren als Auftragsmörder arbeitet. Sein neuester Auftrag führt ihn nach Los Angeles. Er ist unzufrieden mit seinem Leben, leidet an Depressionen und kommt durch Zufall in die, von Gene M. Cousineau (gespielt von Henry Winkler) angeführte Schauspiel-Gruppe. Hier fühlt er sich erstmalig akzeptiert und findet auch Interesse an der Schauspielerei. Außerdem hat er sich in eine der Schauspielschülerinnen, Sally (gespielt von Sarah Goldberg), verknallt. Gespielt wird Barry von dem amerikanischen Stand-up-Comedian, Autor und Schauspieler Bill Hader. Berühmt wurde er durch seine Arbeit bei Saturday Night Live. Er arbeitet auch viel als Synchronsprecher für Animationsfilme und -serien, hat aber mittlerweile sein Schauspieltalent in Indies und größeren Produktionen (Adventureland, The Skeleton Twins, Trainwreck) auch schon einige Male unter Beweis stellen können. Bill Hader ist eigentlich mehr als Comedian bekannt, um so interessanter ist seine Rolle in „Barry“, bei der er sämtliche Nuancen seines Talents zeigen kann. Für seine Arbeit bei SNL wurde er für, mittlerweile vier Emmys nominiert. Kürzlich hat er für „Barry“ weitere vier Emmy-Nominierungen erhalten, neben den Kategorien Schauspiel und Regie, wurde er noch für seine Autorentätigkeit belohnt und dafür, dass er die Serie produziert.

Fuches war ein Freund von Barrys Vater. Nach Barrys traumatischen Erfahrungen als Marine in Afghanistan hat er ihn aufgefangen und ihm eine neue Aufgabe gegeben  Barry sieht ihn als seinen Onkel an. Fuches wird von dem amerikanischen Schauspieler Stephen Root gespielt. Auch er leistet viel Synchronarbeit für Animationsfilme. Für mich war Stephen Root einer dieser Schauspieler, dessen Gesicht, ich kenne, aber dessen Namen mir nicht bekannt war. Er hat in einigen TV-Serien, u.a. True Blood, „Justified“ mitgespielt, aber auch in vielen Kinofilmen No Country For Old Men, Everything Must Go, Selma, Trumbo mitgewirkt. Erst im letzten Jahr war er in Get Out zu sehen. 

Goran Pazar ist ein tschetschenischer Mafiaboss. Barry (gespielt von Bill Hader) hat über Fuches (gespielt von Stephen Root), den Auftrag angenommen, den vermeintlichen Liebhaber von Gorans Frau zu töten. Goran wird von dem amerikanischen Schauspieler Glenn Fleshler gespielt. Auch er fällt für mich in die Kategorie „oft gesehen, der Name ist mir trotzdem nicht bekannt“. Glenn Fleshler hat in vielen TV-Serien, u.a. „Boardwalk Empire“, True Detective, The Night Of mitgespielt, war aber auch in einigen Kinofilmen (All Good Things, A Most Violent Year, Suburbicon zu sehen. 

Gene M. Cousineau ist Schauspiellehrer. Als Schauspieler ist er selbst nicht sonderlich erfolgreich, dafür leitet er einen Schauspiellehrgang. Einer seiner Schauspielschüler ist irgendwann Barry (gespielt von Bill Hader). Gene M. Cousineau wird von dem legendären amerikanischen Schauspieler Henry Winkler gespielt. Berühmt wurde er für seine Rolle als Fonzie bzw. The Fonz in der 1970er Jahre-Serie „Happy Days“. In dieser TV-Serie hat er neben dem damaligen Schauspieler, der heutigen Regie-Größe Ron Howard gespielt. Später hat er immer wieder mit Ron Howard zusammengearbeitet. Er hat auch u.a. in den Serien „Arrested Development“,„Royal Pains“ und „Parks and Recreation“) mitgewirkt. Für seine Rolle in „Happy Days“ wurde er für drei Emmys nominiert. Außerdem hat er eine Emmy-Nominierung für seine Gastrolle in den Serien „Battery Park“ und „The Practice“ und aktuell ist er für seine Performance in „Barry“ für einen Emmy nominiert.  

NoHo Hank ist die rechte Hand des tschetschenischen Gangsterbosses Goran Pazar (gespielt Glenn Fleshler). NoHo wird von dem amerikanischen Schauspieler Anthony Carrigan gespielt. Er hat sich bisher hauptsächlich durch Serien (u.a. „The Forgotten“, “The Flash“, „Gotham“) einen Namen gemacht. 

Detective Janice Moss ist die ermittelnde Polizistin in dem Fall des ermordeten Schauspielschülers. Sie tappt ziemlich im Dunklen, aber dann doch irgendwie nicht. Janice wird von der amerikanischen Schauspielerin Paula Newsome gespielt. Vorwiegend ist die Schauspielerin durch TV-Serien (u.a. „Ally McBeal“, „Dharma & Greg“, Transparent) bekannt. Sie hat aber auch in Kinofilmen („Little Miss Sunshine“ und Things We Lost In the Fire) mitgewirkt. Ich mag die Serienfigur Janice sehr gerne und könnte mich über sie totlachen.  

Den Schauspieler Cameron Britton (der einen der Serienmörder in der exzellenten Serie Mindhunter spielt) habe ich sofort an seiner Stimme erkannt. Diese Stimme erkenne ich aus einer Millionen Stimmen heraus. In „Barry“ spielt er einen IT-Mitarbeiter des Polizeipräsidiums in Los Angeles. Kürzlich wurde er übrigens für seine Performance in „Mindhunter“ für den Emmy nominiert. 

Apropos Emmys. „Barry“ ist im Jahr 2018 für 13 Emmys (darunter Outstanding Comedy Series, Outstanding Lead Actor in a Comedy Series, Bill Hader, Outstanding Supporting Actor, Henry Winkler, Outstanding Directing) nominiert worden. Update: „Barry“ hat drei Emmys gewonnen: Outstanding Lead Actor in a Comedy Series (Bill Hader), Outstanding Supporting Actor in a Comedy Series (Henry Winkler) und Outstanding Sound Mixing for a Comedy

Die erste Staffel von „Barry“ wurde vom 25.03.18 – 13.05.18 erstmalig auf HBO ausgestrahlt. Sie bildet eine vielversprechende Basis für weitere Staffeln. Eine zweite Staffel ist bereits bestätigt. In Deutschland kann man „Barry“ bei dem Pay-TV-Sender Sky sehen oder über den iTunes Store erwerben. 

Trailer zu sehen:

 

 

 

Denver – Film: „Sausage Party“

Ich war am 25.08.16 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Sausage Party“ (dt. Filmtitel: „Sausage Party – Es geht um die Wurst“, dt. Kinostart: 06.10.16) 89 min animation
dir. Greg Tiernan, Conrad Vernon cast: Seth Rogen, Jonah Hill, Kristen Wiig, Bill Hader, James Franco, Michael Cera, Paul Rudd, Danny McBride, Craig Robinson, Edward Norton, Salma Hayek

 
Für die Lebensmittel des Supermarktes Shopwell´s gibt es nichts Erstrebenswerteres als zu den Auserwählten zu gehören. Sie halten die Konsumenten für Götter und wenn sie in ihrem Einkaufswagen landen und gekauft werden, wissen sie, dass jetzt das Paradies folgt. Nun wurde aber der Honigsenf (Danny McBride) gerade in den Supermarkt zurückgebracht und hat Horrorstories zu erzählen. Angeblich soll es gar keinen Gott geben, er hält die Menschen sogar für Monster. Niemand schenkt ihm Glauben, alle sind schon ganz vorfreudig auf die große Party, denn es ist amerikanischer Unabhängigkeitstag.

 
B- (Wertung von A bis F) „Sausage Party“ ist ein Animationsfilm für Erwachsene – und zwar ausnahmslos. Die Geschichte stammt aus der Feder von Seth Rogen und Evan Goldberg (This is the End).

Wie dieser Animationsfilm das Thema Glauben angeht, ist originell und stellenweise sehr smart – insbesondere wenn die Esswaren realisieren, dass es gar keinen Gott (keine Götter) gibt. Ansonsten geht es hauptsächlich um Sex. viel zotiger Humor, viel Fluchen – das muss man schon mögen. Irgendwann wiederholen sich aber die Jokes und dann weist der Film Längen auf. Schade. Allein um den teils guten Sprachwitz mitzubekommen, empfehle ich die Originalfassung.

Eines Tages wird es bei den Oscars eine Kategorie für die momentan noch immer unterschätzten motion capture und voice performances geben, Edward Norton wäre für mich ein Kandidat für die Synchronisation des jüdischen Sammy Bagel Jr.

 
An der amerikanischen Kinokasse war der Anfang August in den U.S.A. gestartete Film überraschend erfolgreich. Eine Fortsetzung zu „Sausage Party“ ist im Gespräch.

„Sausage Party“ wurde erstmalig auf bei South by Southwest 2016 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Masterminds„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Zach Galifianakis, Owen Wilson, Kristen Wiig, etc. Sollte eigentlich schon vor einem Jahr ins Kino kommen, dann ist der amerikanische Verleih (Relativity) in finanzielle Schwierigkeiten gestrudelt und der Film wurde verschoben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Bad Santa 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung zu einem Film, den ich liebe. Wieder mit Billy Bob Thornton, aber auch Kathy Bates
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Office Christmas Party„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Jason Bateman, Courtney B. Vance, aber leider auch Jennifer Aniston
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Why Him?„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit James Franco und Bryan Cranston
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Resident Evil: The Final Chapter„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vielleicht letzte Film der Resident-Evil-Reihe mit Milla Jovovich. Ich habe keinen der Filme gesehen, der Trailer ist aber nahezu perfekt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Kevin Hart: What Now?„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Stand-Up-Comedy-Film mit Kevin Hart
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

einer der amerikanischen Aufsteller von "Sausage Party"
einer der amerikanischen Aufsteller von „Sausage Party“

 

 

Berlin – Film: „The BFG“

Ich war am 09.06.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The BFG“ (dt. Filmtitel: „BFG: Big Friendly Giant“, dt. Kinostart: 21.07.16) 115 min fantasy, adaptation
dir. Steven Spielberg cast: Mark Rylance, Ruby Barnhill, Penelope Wilton, Rebecca Hall, Jermaine Clement, Rafe Spall, Bill Hader

 
Das zehnjährige Londoner Waisenkind Sophie (Ruby Barnhill) wird eines Nachts von einem Riesen (Mark Rylance) entführt. Er schleppt sie in sein Land, das Land der Riesen. Der BFG ist zwar nicht der Hellste, etwas ungehobelt und spricht seltsam, dafür hat er aber ein großes Herz. Er fängt sogar Träume, mischt sie und verteilt die schönen dann an Kinder. Sophie braucht also keine Angst vor dem Big Friendly Giant zu haben, aber in dem Riesenland gibt es noch andere, viel größere und menschenfressende Riesen…

 
B (Wertung von A bis F) „The BFG“ basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Roald Dahl („Charlie and the Chocolate Factory“, „Fantastic Mr. Fox“). Dies ist der neue Film von Steven Spielberg und der erste Film, den der amerikanische Filmemacher für das Disney-Studio drehte.

„The BFG“ ist einer dieser Filme von dem ich nicht sonderlich viel erwartet habe, der mich aber mitgerissen hat und mir dann doch als gelungener Kinofilm in Erinnerung bleibt. Es ist ein einfallsreiches, charmantes Fantasieabenteuer für die ganze Familie. Aufgrund einiger gruseliger Szenen ist er jedoch eher für etwas größere Kinder zu empfehlen. Steven Spielberg schafft es, eine glaubwürdige Märchenwelt zu inszenieren. Bei mir hat es einen Moment gedauert, bis ich in diese Welt eintauchen konnte, aber spätestens als sich Sophie in der Höhle des BFG befindet, war ich in der Geschichte gefangen. Es ist eine Erzählung über die außergewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter, besonders rührend fand ich die Traumfänger-Traumverteiler-Geschichte. Auch wenn der Film zwischendurch ein paar kleinere Längen aufweist, sorgen die Szenen im Buckingham Palace später dann aber für einige Erheiterung.

 
Mark Rylance (Bridge of Spies) war nach Daniel Day Lewis (Lincoln) erst der zweite Schauspieler, der durch seine Performance in einem Spielberg-Film einen Oscar gewonnen. „The BFG“ ist nun die zweite Zusammenarbeit des Hollywood-Regisseurs mit dem britischen Charakterschauspieler. Hier gibt Rylance eine Motion-Capture- Performance und wenn mir etwas von dem Film mir immer noch ganz präsent ist, dann ist es diese. Mark Rylance hat so ein ausdrucksvolles Gesicht, mit seinen warmen Augen kann er einem das Herz öffnen. Mir gefiel aber auch besonders die originelle Fantasiesprache der Riesen.

 
„The BFG“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 1.7.16 in den U.S.A. gestartet. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. Ab dem 21.07.16 ist der Film in den deutschen Kinos zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

 
und noch ein Trailer:

 

 

der kanadische Kino-Aufsteller
der kanadische Kino-Aufsteller

 

San Francisco – Film: „Popstar: Never Stop Never Stopping“

Ich war am 26.06.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Popstar: Never Stop Never Stopping“ 86 min comedy
dir. Akiva Schaffer, Jorma Taccone cast: Andy Samberg, Akiva Schaffer, Jorma Taccone, Sarah Silverman, Imogen Poots, Joan Cusack, Maya Rudolph, Bill Hader, Emma Stone

 
Conner (Andy Samberg) hat als Teenie mit seinen beiden besten Freunden Owen (Jorma Taccone) und Lawrence (Akiva Schaffer) die Band The Style Boyz gegründet. Sie waren ziemlich erfolgreich bis Conner die Gelegenheit bekam, als Solokünstler durchzustarten. Als Pop-Rapper Conner4Real wurde er quasi über Nacht weltberühmt. Jetzt erscheint bald sein zweites Soloalbum und die Tournee steht vor der Tür. Leider bekommt Conner4Real für sein neues Album keine guten Kritiken….

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Popstar: Stop Never Stopping“ ist eine Parodie auf die amerikanische Musik- und Entertainment-Industrie. Diese Mockumentrary basiert vage auf der Musikdokumentation „Justin Bieber: Never Say Never“. Jorma Taccone führte bereits bei der Actionkomödie „MacGruber“ Regie.

Die drei Mitglieder der Comedy-Band The Lonely Island (Andy Samberg, Akiva Schaffer and Jorma Taccone) haben das Drehbuch zu diesem Film gemeinsam geschrieben und spielen die The Style Boyz. Alle drei Humortalente haben jahrelang für die Comedy-Show Saturday Night Live gearbeitet. „Popstar: Never Stop Never Stopping“ ist einer dieser Filme, den man den Spass, den alle Beteiligten bei den Dreharbeiten hatten, ansehen kann. Das Trio hat dazu gleich viele ehemalige Saturday Night Live-Kollegen (Joan Cusack, Jimmy Fallon, Will Forte, Bill Hader, Maya Rudolph, Sarah Silverman, Tim Meadows, etc.) eingeladen.

Andy Samberg (I Love You, ManCeleste and Jesse Forever, Brooklyn Nine-NIne) spielt den egozentrischen Popstar, den der frühe Ruhm zu Kopf gestiegen ist und der komplett die Bodenhaftung verloren hat. Die Ähnlichkeiten zu dem kanadischen Teenie-Idol Justin Bieber sind auf den Punkt. Der Film hat mir zwar nicht geholfen, das Phänomen Justin Bieber zu verstehen, aber es ist brüllend komisch, wie sich darüber lustig gemacht wird.

Wer schon mal die amerikanische Paparazzi-Sendung TMZ gesehen hat, wird sich bei der hier gezeigten Parodie bestens amüsieren können. Die The Lonely-Island-Songs sind eine brillante Satire auf diese Art von Musik. Die Melodien gehen einen nicht mehr so einfach aus dem Kopf und die Texte nehmen die Songtexte der Pop-Rapper wunderbar auf die Schippe. Mir haben am Besten „Equal Rights“ und „Finest Girl“ gefallen. Man muss diesen Film nicht zwingend im Kino gesehen, dafür sollte man ihn aber im Original sehen.

Mich hat es ziemlich beeindruckt, wie viele Musiker und Entertainer bei diesem Film mitwirken. Ob Ringo Star, Mariah Carey, Pharell Williams, Pink, Usher, 50 Cent, Snoop Dogg, etc – alle geben ihren Senf zu Conner4Real ab. Die Cameos von Justin Timberlake, Seal, Joan Cusack und Bill Hader sind großartig.

 
Diese Mockumentary ist nicht tiefgründig, dafür aber kreativ, smart und ununterbrochen witzig – eigentlich habe ich den gesamten Film über entweder vor mich hin gegrinst oder lauthals losgelacht. Bei der Szene in der Limousine habe ich vor lauter Lachen sogar einen Gesichtskrampf bekommen.

Während des Abspanns gibt es noch eine weitere TMZ-Parodie.

An der amerikanischen Kinokasse ist „Popstar: Stop Never Stopping“ leider völlig gefloppt. In einer gerechten Welt dürfte dieser Film aber den Golden Globe als Beste Komödie/Musical gewinnen und derzeit ist es unvorstellbar, dass ein anderer Schauspieler als Andy Samberg als Bester Schauspieler in einer Komödie/Musical ausgezeichnet wird. Für den einen oder anderen Song wäre auch eine Oscar-Nominierung als Best Original Song verdient und möglich.

 
Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Star Trek Beyond„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dritter Teil der Reboot-Reihe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Space Between Us„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Sci-Fi-Teenager-Romanze
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Kevin Hart: What Now?„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Stand-Up-Comedy-Film mit Kevin Hart
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „War Dogs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit Jonah Hill und Miles Teller
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Purge: Election Year„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Bereits der dritte Teil der Reihe – es wird Zeit, dass ich die anderen beiden Teile sehe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Sausage Party„
Bewertung des Red-Band-Trailers: B
Kommentar: Animationsfilm, sieht interessant aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Mike & Dave Need Wedding Dates„
Bewertung des Red-Band-Trailers: C+
Kommentar: Komödie. Zac Efron würde mich schon davon abhalten, den Film zu gucken, aber dann auch noch mit Anna Kendrick…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie…mals

 

NYC – Film: „Finding Dory – 3D“

Ich war am 17.06.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Finding Dory – 3D“ (dt. Filmtitel: „Findet Dorie“, dt. Kinostart: 29.09.16) 103 min animation, sequel
dir. Andrew Stanton voices: Ellen DeGeneres, Albert Brooks, Hayden Rolence, Ed O´Neill, Kaitlin Olson, Ty Burrell, Diane Keaton, Eugene Levy, Idris Elba, Dominic West, Bill Hader, Willem Dafoe, Allison Janney, Sigourney Weaver

 
Die Paletten-Doktorfisch-Dame Dory (Ellen DeGeneres) lebt mittlerweile mit ihrem Clownfisch-Kumpel Marlin (Albert Brooks) und seinem Sohn Nemo (Hayden Rolence) zusammen. Sie leidet unter Amnesie. Als Kind hat sie irgendwann ihre Eltern verloren. Sie erinnert sich sporadisch an einzelne Episoden ihrer schönen Kindheit. Schließlich begibt sich die vergessliche Dory auf die Suche nach ihren Eltern und gerät dabei schon bald in Gefahr…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Finding Dory“ ist die Fortsetzung, bzw. das Spin-off zu Pixars Film „Finding Nemo“ aus dem Jahr 2003. Die Ereignisse in „Finding Dory“ finden jedoch bereits ein Jahr später statt. Es ist der neue Film von Andrew Stanton („A Bug´s Life“, „Finding Nemo“, Wall-E).

Grundsätzlich bin ich kein Fan von Fortsetzungen. Bei Animationsfilmen verhält es sich ganz unterschiedlich. Kung Fu Panda mochte ich nicht, Kung Fu Panda 2 gefiel mir da schon wesentlich besser. Despicable Me und Despicable Me 2  fand ich beide super, den Spin-off Minions hätte man sich aber sparen können. Da mein Herz an so vielen Pixar-Filmen hängt, bricht es fast, wenn mir wieder mal zu Ohren kommt, dass ein Pixar-Klassiker (wie aktuell „The Incredibles“) ein Sequel bekommt. Dabei sind die Pixar-Fortsetzungen nicht grundsätzlich Ramsch. Toy Story 3 ist beispielsweise – in meinen Augen – ein Meisterwerk und damit besser als der Originalfilm, hingegen war die Fortsetzungen zu Monsters, Inc.: Monsters University nicht nötig. Ein sowieso nicht guter Film wie „Cars“ braucht logischerweise keinen weiteren Film.

Auch wenn ich „Finding Nemo“ ewig nicht gesehen habe, ist es für mich rückblickend einer der besseren Pixar-Filme. Nach einer Fortsetzung habe ich mich auch hier nicht gesehnt, „Finding Dory“ zählt aber zu den gelungeneren Fortsetzungen. Während Dory in „Finding Nemo“ nur ein liebenswerter Nebencharakter war, wird nun hier ihre Geschichte erzählt. Sie ist auf der Suche nach ihren Eltern und landet schon bald in so einem Meeres-Institut mit Publikumsverkehr (inklusive „Streichel-Wasserbecken“ für Kinder). Dorys Kumpel Marlin (und die Zuschauer) machen sich große Sorgen um sie und damit sind bald alle in ein aufregendes Abenteuer involviert.

Dorys Geschichte ist spannend und sehr witzig. In Rückblenden ist Klein-Dory zu sehen – wie drollig ist die denn? Außerdem wurden einige neue Charaktere eingeführt, beispielsweise der siebenarmige Oktopus Hank (von Ed O´Neill gesprochen), die beiden Seelöwen Fluke und Rudder (von Idris Elba und Dominic West gesprochen) und der von den beiden gemobbte, leicht autistische Seelöwe Gerald. Ins Herz geschlossen habe ich aber auch den Vogel Becky (spricht nicht, ist aber äußerst putzig). Das Anderssein ist bei diesem Pixar-Film durchaus ein Thema. Etwas irritierend fand ich, wie Dorys Mitmenschenmeeresbewohner mit ihrem Handicap umgehen. Im besten Fall ignorieren sie die vergessliche Dory, oftmals zeigen sie sich aber auch von ihr genervt.

Zwischendurch hat „Finding Dory“ ein paar kleinere Längen, gegen Ende kommt dann aber noch die „What a Wonderful World“-Sequenz und die hat mir am Besten gefallen.

Die Animationen sind – wie man es von PIXAR gewohnt ist – klasse und die 3D-Fassung kann ich auch empfehlen. PIXAR kann 3D, daran gibt es keinen Zweifel.

Zu erwähnen bleibt, dass man den Abspann abwarten sollte, im Anschluss an den Abspann gibt es noch eine kleine Szene zu sehen.

 
„Finding Dory“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: bester Animationsfilm und beste Filmmusik (Thomas Newman). Sias Interpretation von Nat King Coles „Unforgettable“ kann nicht für den Oscar nominiert werden, da es kein Originalsong ist.

 

 

Trailer zu sehen:

 

 

Vorfilm

„Piper – 3D“ 6 min animation
dir. Alan Barillaro

Das Strandläufer-Küken ist ziemlich hungrig. Langsam muss es aber lernen, wie man sich selbst auf die Suche nach Nahrung begibt. Gar nicht so einfach…

A (Wertung von A bis F) „Piper“ ist wahrscheinlich einer der besten Pixar-Kurzfilme. Allein wie der Sand und das Wasser animiert wurden, ist erstklassig. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, dass ein anderer animierter Kurzfilm den Oscar gewinnen könnte.

Teaser zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

keiner

Da das Regal in Brooklyn aus technischen Gründen, „Finding Dory“ erst 20 Minuten später starten konnte, mussten wir wenigstens keine Trailer mehr anschauen.

 

Berlin (ale) – Film: „Maggie´s Plan“

Ich war am 17.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Maggie´s Plan“ (dt. Filmtitel: „Maggies Plan“, dt. Kinostart: 04.08.16) 99 min  romcom
dir. Rebecca Miller cast: Greta Gerwig, Julianne Moore, Ethan Hawke, Bill Hader, Maya Rudolph, Travis Fimmel

 

 

Die Mittdreißigerin Maggie (Greta Gerwig) hat einen guten Job und lebt in New York. Jetzt hat sie sich in den Kopf gesetzt, ein Baby zu bekommen. Da sie keinen geeigneten Partner hat, beschliesst sie, auf einen Samenspender zurückzugreifen. Dafür bietet sich der Gurken-Händler Guy (Travis Filmmel) an. Dann lernt Maggie aber den verheirateten John (Ethan Hawke) kennen….

 

 

C- (Wertung von A bis F) „Maggie´s Plan“ ist der neueste Film der amerikanischen Autorin und Filmemacherin Rebecca Miller („The Ballad of Jack and Rose“, „The Private Lives of Pippa Lee“). Rebecca Miller ist die Tochter des berühmten Dramatikers Arthur Miller („Death of a Salesman“) und Ehefrau des dreimaligen Oscar-Gewinners Daniel Day-Lewis.

Gut, ich kann es nicht leugnen, ich mochte diesen Film gar nicht. Mit Ausnahme des Gurken-Händlers (gespielt von Travis Filmmel) und Bill Haders Figur fand ich alle Charaktere entweder trötenlangweilig, dämlich oder nervtötend. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich eine Verbindung zu den Charakteren und damit zu dem Film aufbauen. Ich fand es fragwürdig, dass Greta Gerwig und Julianne Moores Charakter erst zu diesem Zeitpunkt das erste Mal aufeinandertreffen. Spätestens als der titelgebenden Plan von Maggie spruchreif war, kam es mir vor, als hätte ich mich in ein seichtes Theaterstück verirrt. Als dann noch Maggies Kind irgendwann auf dem Rücksitz des Autos mit dem Rechenschieber spielt, da hätte ich am liebsten das Kino (das Theater) verlassen.

Zugegebenermassen können neurotische Existenzen bei mir in seltenen Fällen wirklich punkten.
Greta Gerwig (Frances Ha, Mistress America) kann eben diese Charaktere zwar immer glaubwürdig präsentieren, aber mein Fall ist sie einfach nicht.

Apropos neurotisch, nicht allein durch die Charaktere und New York, sondern auch durch die Filmmusik fühlte sich „Maggie´s Plan“ wie ein (misslungener) Woody-Allen-Film an.

 
Maggie´s Plan wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Er wurde in der Sektion Panorama auf dem Berlin International Film Festival 2016 gezeigt. Ich habe den Film auf der 66. Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OmU. In den U.S.A soll der Film am 20.05.16 starten. In Deutschland ist der offizielle Kinostart der 04.08.16.

 
Trailer zu sehen:

 

Mein Berlinale-Ticket
Mein Berlinale-Ticket