San Francisco – Film: „Honey Boy“

Ich war am 20.11.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Honey Boy“  95 min  drama, biopic  

dir. Alma Har´el  cast: Noah Jupe, Lucas Hedges, Shia LaBeouf, Natasha Lyonne, Martin Starr, FKA Twigs, Laura San Giacomo, Maika Monroe Clifton Collins Jr. 

 

Im Jahr 1995 in Los Angeles. Otis (Noah Jupe) ist 12 Jahre alt und arbeitet schon längere Zeit als Schauspieler. Nach der Trennung seiner Eltern lebt er mit seinem exzentrischen Vater (Shia LaBeouf) zusammen. Die beiden wohnen in einem heruntergekommenen Wohnkomplex. Otis bestreitet den Lebensunterhalt der beiden und auch sonst zeigt sein alkohol- und drogenabhängiger Vater wenig Verantwortungsbewusstsein…

 

A- (Wertung von A bis F) Während seines Aufenthalts in der Entzugsklinik hat der Schauspieler Shia LaBeouf das autobiografische Drehbuch zu „Honey Boy“ geschrieben. Wie der Schauspieler bekannt gab, haben sich die Ereignisse in dem Film tatsächlich auch so in seinem Leben zugetragen. Shia LaBeouf litt durch seine Kindheit und seine komplizierte Beziehung zu seinem Vater an einer posttraumatischen Belastungsstörung und hat dieses Projekt dazu genutzt, sie zu verarbeiten. Er hat diesen Film auch produziert und spielt eine Version seines eigenen Vaters. Die Namen im Film wurden alle geändert. Es ist das Spielfilmdebüt der israelisch-amerikanischen Werbe- und Musikvideo-Regisseurin und Dokumentarfilmerin („Bombay Beach“, „LoveTrue“) Alma Har´el. 

Shia LaBeouf ist mir das erste Mal in dem Film Disturbia aufgefallen, das war im Jahr 2007. Da war er 21 Jahre alt und galt als der neue Shooting Star. Tatsächlich hat er da aber bereits seit zehn Jahren in der Entertainment-Branche gearbeitet. Kurz nach seinem Durchbruch mit „Disturbia“ spielte er in Michael Bays „Transformer“-Filmen und wurde von Steven Spielberg in „Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull“ besetzt. So ein Blog ist schon nützlich, so konnte ich in meinen eigenen Beiträgen (A Guide to Recognizing Your Saints, New York, I Love You, Wall Street; Money Never Sleeps, Lawless, Fury) noch mal nachlesen, wie ich in  der jeweiligen Zeit und den entsprechenden Filmen über Shia LaBeoufs Schauspielleistungen gedacht habe. Um es kurz zusammenzufassen, ich habe ein leicht angespanntes Verhältnis zu dem Schauspieler. Unabhängig von seinem Talent oder Nichttalent als Schauspieler irritierte er mich immer wieder durch sein ungehöriges Benehmen und seine skurrilen öffentlichen Auftritte. Bis ich den ersten Trailer von „Honey Boy“ gesehen habe, wollte ich mir den Film gar nicht anschauen. 

Mit dem ersten Trailer war klar, dass ich den Film sehen muss. Bevor ich ins Kino ging, habe ich mir auch noch das längere, sehr offene „The Hollywood Reporter“-Interview mit dem 33-jährigen angehört und habe seinen Erzählungen über seine schwierige Kindheit, seinen beruflichen Werdegang, seine Probleme und auch seine Beziehung zu seinen Eltern und anderen Weggefährten interessiert gelauscht. Danach stand ich Shia etwas positiver gegenüber und konnte mich entspannt auf „Honey Boy“ einlassen.  

Es hat sich gelohnt, Alma Har´els „Honey Boy“ ist ein wunderbarer Film, der mich sehr berührte. Am Ende konnte ich sogar nachvollziehen, warum Shia vom Weg abgekommen ist und selbst zu Alkohol und Drogen griff. Der Film ist auch keine Abrechnung mit seinem Vater, er zeigt auch gute Seiten an ihm und letztlich hat der Film auch eine versöhnliche Note. Ich glaube, dass Shia Labeouf jetzt wieder auf dem richtigen Weg ist. 

„Honey Boy“ ist ein Film über Abhängigkeiten, die von Alkohol und Drogen, aber vielmehr die finanzielle und emotionale. Es ist ein schonungslos ehrliches Porträt über Shias Kindheit mit seinem Vater und einen Teil seines Erwachsenenlebens. Durch seine Rolle in einer Disney-Serie hat er als Kind bereits finanziell für seine Familie gesorgt. Seit der Trennung seiner Eltern lebte er mit seinem Vater, einem Kriegsveteranen und Alkoholiker zusammen. Das 12-jährige Kind ist oft einsam und wünscht sich einfach nur eine normale Kindheit und Zeit, mit seinem Papa zu verbringen. Herzzerreissend, das mündet dann auch in einer Szene, die mir beinahe das Herz brach.

Ich habe schon viele hervorragende Filme über Kinder aus dysfunktionalen Familien gesehen.„Honey Boy“ ist besonders, weil er auf einer autobiografischen Vorlage basiert und einem zeigt, was ein Leben als Kinderstar mit sich bringen kann. Viele Kinderstars (Macaulay Culkin, Drew Barrymore, Lindsay Lohan, Britney Spears, usw.) kamen mit dem frühem Ruhm nicht klar, griffen zu Alkohol und Drogen, eigentlich können einen diese Kinder nur leid tun.

Apropos Kinderstar: Der englische Jungschauspieler Noah Jupe (The Night Manager, A Quiet Place, Ford v Ferrari) ist mir das erste Mal in Suburbicon aufgefallen. Spätestens mit „Honey Boy“ sieht man, dass er mal ein ganz Großer wird. Er hat einfach das gewisse Etwas, vergleichbar mit Leonardo DiCaprio in jungen Jahren. Lucas Hedges (Manchester by the Sea, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri) hat auch bereits früh als Schauspieler gearbeitet. Beide jungen Schauspieler scheinen aber aus einem verantwortungsvollen Elternhaus zu stammen und wirken sehr geerdet. In „Honey Boy“ geben beide eine überragende Performance. Schauspielerisch hat mich hier auch Shia Labeouf selbst begeistern können. Mit Ausnahme von ein paar wenigen Szenen konnte ich vergessen, dass Shia hier selbst seinen Vater spielt.

Alma Har´els Film beginnt mit einer brillanten Eröffnungssequenz und hat mir im Ganzen so gut gefallen, dass er sogar am Ende des Jahres in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2019 landen könnte. Das Einzige, was mich störte, war, dass der 12-jährige Otis (gespielt von Noah Jupe) zehn Jahre später niemals wie Lucas Hedges aussehen würde. 

Zum Abspann sieht man Originalfotos von Shia LaBeouf und seinem Vater. Bevor Shia das Drehbuch zu dem Film schrieb, hatte er bereits seit sieben Jahren keinen Kontakt zu seinem Vater. Falls man sich fragt, wie Papa Labeouf den Film findet, er hat Folgendes getwittert: „Watched this final cut many times. Laughed, cried, accepted. Thank You Alma You did a great job. Wonderful Film, exposes so much ❤️“

„Honey Boy“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Noah Jupe), Bester Nebendarsteller (Shia LaBeouf, Lucas Hedges), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

„Honey Boy“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2019 gezeigt. Der Film der Amazon Studios wurde am 8.11.19 in ein paar ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Der Film soll eine reguläre Kinoauswertung bekommen, im Moment ist noch nicht bekannt, ob „Honey Boy“ auch im deutschem Kino zu sehen sein wird und ab wann der Film dann auf dem Streamingportal Amazon zur Verfügung steht.

Trailer zu sehen: 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Antlers„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Scott Coopers neuer Film, dieses Mal Horrorfilm mit Jesse Plemons. Der Trailer ist toll

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Knives Out„

Bewertung des Trailers: A- 

Kommentar: Rian Johnsons neuer Film: Willkommen zurück in der Indie-Welt. Mit Daniel Craig, Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Toni Collette, Lakeith Stanfield, Christopher Plummer und Michael Shannon

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Dark Waters„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Todd Haynes neuer Film. Mark Ruffalo macht einen sehr guten Eindruck. Für mich bedeutet das, dass ich mir wohl mal wieder einen Film mit Anne Hathaway anschauen muss.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Queen & Slim„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Drama/Thriller mit Daniel Kaluuya 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Fantasy Island“

Bewertung des Trailers: D

Kommentar: Horrorfilm mit Michael Pena, der Trailer verrät doch scheinbar wieder den ganzen Film  

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 


Trailer v. Film: „Birds of Prey„

Bewertung des Trailers: D-

Kommentar: Ernsthaft? Superhelden-Film mit Margot Robbie, Mary Elizabeth Winstead, Ewan McGregor 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

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Trailer v. Film: „Burden„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Drama, das in Sundance 2018 gezeigt wurde, dort den Publikumspreis gewonnen hat. 2 Jahre später kommt er ins Kino. Mit Garrett Hedlund, Forest Whitaker, Tom Wilkinson  

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%  

Chicago – Film: "Fury"

Ich war am 28.11.14 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Fury“ (dt. Filmtitel: „Herz aus Stahl“, dt. Kinostart: 01.01.15) 134 min action, drama
dir. David Ayer cast: Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Michael Pena, Jon Bernthal

April 1945, kurz vor Kriegsende. Der junge Norman Ellison (Logan Lerman) kommt eigentlich als Schreibkraft zur amerikanischen Armee nach Deutschland. Da der ursprüngliche Fahrer von Sgt. Collies (Brad Pitt) Panzereinheit gerade im Krieg gefallen ist, teilt er kurzerhand den unerfahrenen Norman seinem Panzer „Fury“ zu. Der Neuling kämpft mit den kriegserfahrenen Boyd Swan (Shia LaBeouf), Trini Garcia (Michael Pena) und Grady Travis (Jon Ferntal) an vorderster Front und lernt schnell, was Krieg eigentlich bedeutet.

B- (Wertung von A bis F) David Ayers Zweite Weltkriegsactiondrama „Fury“ erzählt keine dieser amerikanischen Kriegshelden-Geschichten (auch wenn einer der Beteiligten zum Schluss von einem Soldaten als Held bezeichnet wird), eigentlich zeigt der Film nur die Grausamkeit des Krieges. „Fury“ ist kein Film, der die Amerikaner von ihrer guten Seite zeigt.

Bei mir hat es eine gewisse Zeit gedauert, bis ich in die Welt dieser Charaktere eintauchen konnte. Mit dem Zeitpunkt, in dem die Panzereinheit die deutsche Stadt einnimmt, hat mir der Film aber besser gefallen als erwartet. Das Ende des Film beinhaltet einige Ungereimtheiten (wie weit waren die Nazis eigentlich weg?). Brad Pitts Charakter trifft eine Entscheidung, die von unfassbarer Selbstüberschätzung oder schlichtweg Dämlichkeit zeugt. Ich fand die Sequenz, so wie sie gezeigt wurde, unnötig und absurd. „Fury“ erzählt natürlich eine fiktionale Geschichte, aber es hätte der Glaubwürdigkeit gutgetan, wenn David Ayer sie etwas anders geschrieben und inszeniert hätte.

Der Film ist ziemlich deprimierend und zeigt krasse Kriegsbilder, die man so teilweise noch nie gesehen hat (oder ich habe sie komplett verdrängt)

Logan Lerman (The Perks of Being a Wallflower) hat mir hier ganz gut gefallen. Man sieht den Krieg praktisch mit seinen Augen. Als junger Mann wird er unfreiwillig in den Krieg eingezogen und gleich mit der gesamten Härte des Krieges konfrontiert. Neben seinen gleichbleibend abgestumpften Kollegen ist besonders die charakterliche Veränderung des Jungen glaubhaft und spürbar. Wenn man nach einem Sympathieträger in diesem Film sucht, dann findet man diesen am ehesten in Norman.

Brad Pitt ist Brad Pitt und spricht hier viel und ganz passabel Deutsch. In einigen Szenen hat er mich optisch an Til Schweiger erinnert. (Gut, er hatte auch einen Helm auf und war ganz verschmutzt im Gesicht)

Überraschenderweise gibt Shia LaBeouf eine eindrucksvolle Performance..naja..in ein paar Szenen.

„Fury“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Bester Nebendarsteller (Logan Lerman), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits in D. gesehen

Trailer v. Film: „Into the Woods“
Bewertung des Theaters: B
Kommentar: Rob Marshalls Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals mit Meryl Streep, Emily Blunt, Anna Kendrick, Chris Pine, Johnny Depp. Oscar-Film. Oscar-Nominierungen-Sammlerin Meryl Streep soll hier so gut sein, dass sie tatsächlich sogar ihren vierten Oscar gewinnen könnte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. So, „Unbroken“ ist nicht mehr länger ein ernstzunehmender Oscar-Gewinner-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Exodus: Gods and Kings“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film mit Christian Bale, Joel Edgerton, Aaron Paul, Ben Kingsley und Sigourney Weaver. Sieht ja alles gut aus, mich interessiert der Film aber nicht die Bohne.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 70% RT

Trailer v. Film: „Foxcatcher“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic-Drama von Bennett Miller mit Steve Carrell, Mark Ruffalo und Channing Tatum. Oscar-Film. Film läuft bereits in einigen Kinos in den U.S.A.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits in einem der wenigen Kinos in den U.S.A. gesehen

Trailer v. Film: „The Interview“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionkomödie mit Seth Rogen und James Franco. Ich könnte mich tatsächlich bei dem Trailer totlachen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Wedding Ringer“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Kevin Hart und Josh Gad. Besserer Trailer, trotzdem schlimm. Sollte man mal mit Chris Rocks Komödie vergleichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals, ich schwöre

NYC – Film: "Lawless"

Ich war am 26.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Lawless“ 115 min drama, adaptation
dir. John Hillcoat cast: Shia LaBeouf, Tom Hardy, Jason Clarke, Guy Pearce, Mia Wasikowska, Jessica Chastain, Gary Oldman

Im Jahr 1931 in Franklin County, Virginia. Die drei Brüder Jack (Shia LaBeouf), Howard (Jason Clark) und Forrest Bondurant (Tom Hardy) verdienen sich ihr Geld in der Zeit der Prohibition hauptsächlich mit der Produktion und dem Schmuggel von Alkohol. Dann taucht ein neuer Agent der Regierung, Charley Rakes (Guy Pearce), in Franklin auf. Er beansprucht einen ordentlichen Teil des illegal verdienten Geldes. Forrest lehnt ab und der Krieg beginnt…

C+ (Wertung von A bis F) „Lawless“ basiert auf dem Roman „The Wettest County in the World“ von Matt Bondurant. Matt Bondurant ist der Enkel von Jack Bondurant und erzählt in dem Buch die wahre Geschichte seines Großvaters und seiner beiden Brüder.

Der Musiker Nick Cave hat das Drehbuch geschrieben und zeigt sich auch für die Filmmusik verantwortlich.

„Lawless“ ist wahnsinnig brutal, in der Erzählweise aber relativ spannungsfrei. Es geht andauernd Hin und Her und das Ganze zieht sich gefühlte Ewigkeiten. Außerdem hätte einer der Protagonisten hier – der Logik nach – mehr als nur einmal tot sein müssen.

Der Hauptcharakter in „Lawless“ wird von Shia LaBeouf dargestellt und das ist ein großer Schwachpunkt des Films. Ich kann ihn als Schauspieler einfach nicht ernst nehmen. Da braucht es auch nicht zwingend einen Tom Hardy, der ihn mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Tom Hardys Knurren ist in „Lawless“ wesentlich eindrucksvoller als LaBeoufs Performance den gesamten Film über. Als Beispiel reicht aber eigentlich auch der noch recht unbekannte, gleichaltrige Dane DeHaan (Chronicle). In den Szenen der beiden sieht man eindeutig, wer hier Talent hat und wer halt nicht. Shia LaBeouf ist ein Hollywoodstar, aber alles andere als ein guter Schauspieler. Tom Cruise in jung, sozusagen. Inständig hoffe ich, dass er nicht mehr so häufig in Hauptrollen besetzt wird. Oder wenigstens dann nur in Filmen („Transformers“), bei denen ich sowieso nicht in die Verlegenheit komme, sie zu gucken. Zurück zu den Schauspielern, die „Lawless“ letztlich noch sehenswert machen. Sobald Tom Hardy auf der Leinwand erscheint, kann man einfach nicht die Augen von ihm lassen. Guy Pearce spielt hier zwar eine völlig überzeichnete Figur, das aber sehr sehenswert. Gary Oldman beeindruckt auch wieder einmal, spielt aber eine viel zu kleine Rolle.

„Lawless“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Looper“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi/Action mit Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ein paar Tage später geschaut.

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jack Reacher“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action mit Tom Cruise.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: "Wall Street – Money Never Sleeps"

Ich war am 24.09.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Wall Street: Money Never Sleeps“ (dt. Titel: „Wall Street: Geld schläft nicht“, dt. Kinostart: 21.10.10) 136 min drama, sequel
dir. Oliver Stone cast: Michael Douglas, Shia LaBeouf, Frank Langella, Carey Mulligan, Vanessa Ferlito, Josh Brolin, Susan Sarandon, Eli Walach

Gordon Gekko (Michael Douglas) hat acht Jahre wegen Insiderhandels und anderen Delikten hinter Gittern verbracht. Jetzt ist er schon seit sechs Jahren wieder draußen, hat ein Buch geschrieben und hält Vorträge. Seine Tochter Winnie (Carey Mulligan) möchte mit ihm nichts zu tun haben, ihr Freund Jake (Shia LaBeouf) ist Investmentbanker und von Gordon Gekko fasziniert. Er sucht den Kontakt…

C- (Wertung von A bis F) … und zwar gerade noch so für die Fortsetzung des legendären Films „Wall Street“.

Eigentlich tut es mir für die charismatische Filmfigur Gordon Gekko richtig leid, in so eine öde Geschichte eingebettet zu sein. Michael Douglas ist (insgesamt 23 Jahre später) wieder auf den Punkt Gordon Gekko und jeden seiner Auftritte im Film habe ich herbeigesehnt. Ich weiß nicht, was mich so viele Jahre Josh Brolin (No Country for Old Men, W., Milk) unterschätzen ließ. Vielleicht ist es aber auch sein Agent, der ihn seit einiger Zeit mit geeigneten (ich nehme mal „Jonah Hex“ raus) Projekten bzw. Rollen versorgt. Auf jeden Fall brilliert er in „Wall Street 2“ wieder einmal. Hier spielt er einen skrupellosen Investmentbanker, sozusagen den Gordon Gekko von heute. Auch gefallen hat mir Eli Wallach. Damit ist alles Positive über den Film gesagt. Wütend macht mich, dass durch die Weltfinanzkrise eigentlich genug Material für eine Fortsetzung von „Wall Street“ dagewesen wäre, aber nein, man muss hier ja eine völlig oberflächliche, klar vorhersehbare Story aus dem Ärmel schütteln. Ansonsten wartet der Film mit einer einzigartigen Fehlbesetzung auf und dann noch in der Hauptrolle. Shia LaBeouf („Transformers“, Disturbia, „Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull“) als Investmentbanker mit Umweltbewusstsein und einem Hang zum großem Geld. Wer bitte soll ihm das denn abnehmen? Nein, dass funktioniert überhaupt nicht. Abgesehen von strategischen Gründen (man muss ja schließlich auch irgendwie die Jugend ins Kino holen), finde ich keine Erklärung dafür, wie man sich für Shia LaBeouf entscheiden konnte.

„Wall Street: Money Never Sleeps“ transportiert viel Langeweile und hält außerdem noch einen nervigen Score/Soundtrack parat.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hereafter“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Clint Eastwoods neuer Film mit Matt Damon. Hoffentlich ist das nicht zu anstrengend.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Fighter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer „Irish“ Mickey Ward und seinem älteren Bruder. Mit Mark Wahlberg, Christian Bale (hoffentlich ist er mit dieser Rolle „zurück“, hat sich auf jeden Fall auf sein „The Machinist“-Gewicht runtergehungert) Melissa Leo, Amy Adams
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „How Do You Know“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Owen Wilson, Paul Rudd, Reese Witherspoon, Jack Nicholson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „The Dilemma“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Vince Vaughn neuer Kumpel-Film mit Kevin James diesmal und Winona Ryder und Jennifer Connelly
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Love and Other Drugs
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Na prima, Tragikomödie mit Anne „FF“ Hathaway. Kann diese Eule nicht mal mit irgendjemand spielen, den ich nicht mag? Hier spielt sie, wieder einmal, mit Jake Gyllenhaal … und ich möchte nichts über eine mögliche Oscar-Nominierung hören!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: das muss ich mir noch überlegen…

Trailer v. Film: „Unstoppable“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Tony Scott Film mit Denzel und nem Zug, war da nicht schon mal einer? Auch dabei Chris Pine
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Philadelphia – Film: "New York, I Love You"

Ich war am 22.10.09 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„New York, I Love You“ (dt. Kinostart: 28.01.10) 112 min drama, romance
dir. Jiang Wen, Mira Nair, Albert Hughes, Shunji Iwai, Brett Ratner, Yvan Attal, Allen Hughes, Shekhar Kapur, Natalie Portman, Fatih Akin, Joshua Marston, Randall Balsmeyer cast: Bradley Cooper, Justin Bartha, Andy Garcia, Hayden Christensen, Rachel Bilson, Natalie Portman, Orlando Bloom, Christina Ricci, Ethan Hawke, Anton Yelchin, James Caan, Olivia Thirlby, Blake Lively, Julie Christie, John Hurt, Shia LaBeouf, Chris Cooper, Robin Wright Penn, Eva Amurri, Cloris Leachman

Bei dem Film „Paris, je t’aime“ aus dem Jahre 2006 wurden achtzehn Kurzgeschichten internationaler Regisseure zu einem Film vereint. Bei dem zweiten Projekt dieser Reihe, „New York, I Love You“, wird eine Sammlung von elf Kurzgeschichten bekannter Regisseure mit hochkarätiger Besetzung gezeigt. Als nächstes ist ein Film über (und in) Rio de Janeiro, Shanghai und Mumbai geplant.

A- (Wertung von A bis F) Der Filmtitel spricht mir schon aus tiefster Seele. Für mich ist dieses Kurzfilm-Projekt über New York also ein persönlicher Film, irgendwie… den ich nur sehr mögen oder halt hassen kann. Erfreulicherweise gefällt mir der Film, weil er nicht nur die offensichtliche Schönheit und Vielseitigkeit der Stadt zeigt, sondern auch etwas, das für mich genauso für die Metropole steht. Es sind diese vielen kurzen Momente und Gespräche mit wildfremden Menschen, die man immer wieder in dieser Stadt hat. Der eine oder andere Regisseur erzählt mit seiner kleinen Geschichte von diesen besonderen Begegnungen. Drei Geschichten haben mir bei „New York, I Love You“ am besten gefallen. Natürlich die, bei denen sich zwei Raucher (die wunderbare Robin Wright Penn und der faszinierende Chris Cooper) vor einem Restaurant in SoHo treffen, Regie führte Yvan Attal. Rührend fand ich die Story der alternden Opernsängerin (Julie Christie), die in ihrem Hotel in der Upper West Side mit dem russischen Pagen (Shia LaBeouf) ins Gespräch kommt. Gerne würde ich Shia LaBeouf öfter in einer solchen ungewöhnlichen Rolle sehen. Diese Kurzgeschichte wurde von dem leider viel zu früh verstorbenen Regisseur Anthony Minghella geschrieben (dem auch der komplette Film gewidmet wurde), Regie hat hier nach seinem Tod Shekhar Kapur übernommen. Schließlich fand ich aber auch die Geschichte des älteren Pärchens aus Brooklyn schön. Hier brillieren Cloris Leachman und Eli Wallach und Regie führte Joshua Marston.

Trailer zu sehen:

DVD – "A Guide to Recognizing Your Saints"

Ich habe mir folgenden Film auf DVD angeschaut:

„A Guide to Recognizing Your Saints“ 108 min drama, adaptation, biopic
dir. Dito Montiel, Anthony Ripoli cast: Robert Downey Jr, Shia LaBeouf, Chazz Palminteri, Dianne Wiest, Rosario Dawson, Eric Roberts

Dito Montiel (Robert Downey Jr.) ist Schriftsteller und hat ein Buch über seine Jugendzeit in Queens, New York geschrieben. Seit einem bestimmten Tag vor zwanzig Jahren hat er weder seine Eltern, noch sein altes Umfeld besucht. Jetzt erhält er einen Anruf seiner Mutter (Dianne Wiest), dass sein Vater (Chazz Palminteri) schwer erkrankt ist. Zum ersten Mal nach langer Zeit fährt er in seine Heimat und blickt zurück. Was waren damals die Gründe dafür, dass er verschwand und bislang nicht zurückkehrte…

B- (Wertung von A bis F) Der Film basiert auf dem autobiografischen Buch „A Guide to Recognizing Your Saints“ von Dito Montiel, der hier zugleich Regie führt. Es ist ein Buch/Film über das Erwachsenwerden in einem problembelasteten Stadtteil von New York. Der Film hat bei dem Sundance Film Festival 2006 den Special Jury Prize für Best Ensemble Performance und einen Award für Best Directing gewonnen. Ich fand den Film nur mittelmässig. Für die Szenen mit Robert Downey Jr. hätte er ein „A“ bekommen. Es hat mich sehr gestört, dass Shia LaBeouf (Disturbia, „Indiana Jones 4“), den Charakter von Robert Downey Jr. in jüngeren Jahren verkörpert hat. Das fand ich haarsträubend. Augenscheinlich hat Shia LaBeouf keinerlei Ähnlichkeiten mit Robert Doney Jr., er hat weder das gute Aussehen und das Charisma, noch die wunderbare Stimme und ganz sicher nicht das Talent von Robert Downey Jr.

Trailer zu sehen:

New York City – Disturbia

war gerade privat in NYC und habe am 25.04.07 im Kino gesehen:

„Disturbia“ (dt. Kinostart 20.09.07) 104 min Teencomedy/Thriller
dir. D.J. Caruso cast: Shia LaBeouf, Carrie Ann Moss, David Morse

Nach dem tragischen Unfalltod seines Vaters bekommt der Teenager (Shia LaBeouf) Schwierigkeiten mit der Polizei und wird zu einem dreimonatigen Hausarrest verurteilt. Es wird ihm eine elektronische Fussfessel angelegt, die einen Alarm auslöst, so bald er sich zu weit vom Haus entfernt. Um sich die Langeweile zu vertreiben, beobachtet er seine gesamte Nachbarschaft. Eines Tages glaubt er, seinen Nachbar dabei gesehen zu haben, wie er eine Frau umbringt. Lebt er Tür an Tür mit einem psychopathischen Mörder oder bildet er sich alles nur ein? Dann verschwindet seine Mutter in dem Haus des Nachbarn…

A- (Wertung von A bis F) Grundidee von Hitchcock´s „Rear Window“, orginell mit einer Teenagerkomödie in die heutige Zeit versetzt. Witzige Dialoge und fesselnd erzählt. Shia LaBeouf ist der neue Shootingstar in Hollywood, wird jetzt schon als neuer Tom Hanks gehandelt, aktuell im Blockbuster „The Transformers“ zu sehen.

Trailer zu sehen: