TV-Serie: „Sharp Objects“

Ich habe mir folgenden HBO-Mehrteiler angeschaut:

 

„Sharp Objects“ (in D. seit dem 31.08.18 episodenweise über VOD-Portale zu sehen, ab dem 26.10.18 die komplette Miniserie)  8 x approx. 55 min  drama, crime 

dir. Jean-Marc Vallée  cast: Amy Adams, Patricia Clarkson, Chris Messina, Elizabeth Perkins, Eliza Scanlen, Miguel Sandoval

 

Camille Preaker (Amy Adams) lebt in St. Louis, Missouri. Sie arbeitet als Zeitungsreporterin und wurde erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen. Camille ist alkoholkrank und leidet unter einem suchtartigen Ritzverhalten. Der Grund dafür dürfte in ihrer Kindheit liegen. Jetzt kehrt sie erstmalig nach längerer Zeit in ihre Heimatstadt Wind Gap, Missouri zurück. Ihr Chefredakteur (Miguel Sandoval) hat sie beauftragt, eine Story über einen Mordfall in ihrer alten Heimat zu schreiben. Im letzten Sommer wurde in der Kleinstadt ein 13-jähriges Mädchen getötet. Jetzt wird eine 14-Jährige vermisst. Camille hat den Auftrag nur widerwillig angenommen. Zu ihrer Mutter Adora (Patricia Clarkson), einer wohlhabenden Unternehmerin in dem Kaff, hat sie nicht gerade ein herzliches Verhältnis. Dafür bekommt sie jedoch die Gelegenheit, ihre 13-jährige Halbschwester Amma (Eliza Scanlen) näher kennenzulernen… 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Sharp Objects“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gillian Flynn („Gone Girl“). Dies war der Debütroman der Bestsellerautorin. Serienschöpferin ist die amerikanische Drehbuchautorin und Fernsehproduzentin Marti Noxon („Buffy the Vampire Slayer“, „UnREAL“). Bei allen Episoden dieses Mehrteiler hat der kanadische Filmemacher Jean-Marc Vallée (Dallas Buyers Club, Wild, TV-Serie „Big Little Lies“) Regie geführt. 

 „Sharp Objects“ ist eine atmosphärische Südstaaten-Serie, bei der ich mir, aufgrund der Talente, die an diesem Projekt beteiligt sind, wesentlich mehr versprochen habe. 

Um eines gleich vorweg zu nehmen, hier war mir, im Gegensatz zu Gillian Flynns „Gone Girl“, die Romanvorlage nicht bekannt. Dieser achtteilige Mehrteiler wirkt gestreckt, stellenweise sehr zäh und lebt von Rückblenden. Die Geschichte hätte man auch in der Hälfte der Zeit erzählen können. „Sharp Objects“ würde ich als Charakterdrama definieren, bei dem die Mordermittlungen den Handlungsrahmen bilden. Ähnlich wie bei der Mini-Serie Patrick Melrose, die ich kürzlich sah, fehlt mir auch hier ein Sympathieträger. In diesem fiktiven Südstaaten-Kaff scheinen sich die Leute auch fürchterlich zu langweilen, mit ihrem Leben nicht klarzukommen und dann auf dumme Gedanken zu kommen. Durch die Bank sind alle Frauencharaktere mindestens psychisch angeschlagen, wenn nicht sogar krank, schlucken Hochprozentiges, nehmen Drogen und auch ist für die eine oder andere Lady aus Wind Gap das Thema Sex belastend kompliziert.

Manchmal wirkt das Gezeigte wie aus einem anderen Jahrzehnt. Vielleicht ist man schon übersensibilisiert, aber die schwarze Haushälterin die bei der wohlhabenden, weißen Dame in dem stattlichen Herrenhaus arbeitet, wirkt in der heutigen Zeit deplatziert. Dann in Episode 5 („Closer“) diese eigenartige Tradition des Calhoun Days, einem Südstaaten-Feiertag (der in der Realität nicht existiert) mit einem, für heutige Verhältnisse thematisch haarsträubenden Theaterstück im Zentrum. Aber auch sonst könnte der Mehrteiler manchmal in einem anderen Jahrzehnt angesiedelt sein, wenn man die drei Mädchen nimmt, die permanent auf Rollschuhen (nicht Rollerblades bzw. Inliners) fahren oder die, nicht nur anlässlich dieser seltsamen Feierlichkeit, manchmal aus der Zeit gefallenen Garderobe.

Es gibt natürlich bei jeder Serie immer etwas was einem gefällt. Hier konnte mich die Erzählung nicht wirklich überzeugen, dafür aber die atmosphärische Inszenierung. Ich hatte irgendwann förmlich das Gefühl, jeden Winkel dieses fiktiven Kaffs Wind Gap zu kennen, die Wärme zu spüren, den Whiskey zu riechen. Adoras herrschaftliches Anwesen entspricht ziemlich genau meiner Vorstellung von einer perfekten Südstaaten-Residenz. Als das Herrenhaus in den letzten beiden Episoden („Falling“ und „Milk“) auch noch traumhaft ausgeleuchtet wurde, verspürte ich direkt das Bedürfnis, meinen Koffer zu packen und durch die amerikanischen Südstaaten zu reisen. Auch wenn ich dabei dieses pittoreske, viktorianische Herrenhaus vergeblich suchen würde, steht es doch, so habe ich herausgefunden, in Redwood Valley, Kalifornien. Selbstverständlich mochte ich auch die Besetzung. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich enge Familienangehörige in Filmen und Serien optisch ähneln. Patricia Clarkson und Amy Adams und Eliza Scanlen könnten tatsächlich verwandt sein, auch passt Sophia Lillis als Teenager-Ausgabe von Amy Adams Charakter Camille perfekt. 

Im Verlauf der Geschichte gibt es einige Tatverdächtige, was die gänzliche Auflösung der Kriminalfälle angeht, muss man sich tatsächlich gedulden bis der Abspann der finalen Episode („Milk“) zu Ende ist. Und daraus könnte man dann natürlich weitere Geschichten spinnen.

Für die acht Episoden der Serie gibt es keine eigene Filmmusik, hier handelt es sich um einen diegetischen Soundtrack, Es gibt über 150 Musikstücke, die passend zu den Charakteren gewählt wurden. Es soll vermittelt werden, als hätten sie die Musik selbst ausgewählt und auf den CD-Playern, iPods, Plattenspielern, Kassettenrekordern, etc. abgespielt.

Lieblingsszene: keine spezielle, aber ich mochte alle Szenen zwischen Amy Adams Camille und Chris Messinas Detective Richard Willis, aber auch die Szenen mit Camille und John Keene (gespielt von Taylor John Smith) 

Lieblingsfolge: keine 

Für mich blieben am Ende ein paar Fragen offen (SPOILER-Warnung, auch wenn ich mich sehr vage halte: 

  • Camille ist auch auf dem Rücken geritzt, wie soll sie sich diese Verletzungen selbst beigebracht haben?
  • Wer ist Camilles Vater? (ihr Chefredakteur ist eine Art Vaterfigur und auch hier fehlt mir etwas Erklärung, wie sich das entwickelt hat) 
  • Was ist das eigentliche Motiv des Mörders (siehe hierzu unbedingt den Abspann der finalen Episode) 
  • Es gibt hier einen Mann (den ich nicht näher benennen möchte), der etwas wissen muss, aber was genau? Was genau spielt er für eine Rolle in den Kriminalfällen?

SPOILER-Warnung zu Ende

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Camille ist in Wind Gap geboren und aufgewachsen. Sie ist die Tochter von Adora (gespielt von Patricia Clarkson), Camilles Vater ist (dem Zuschauer) nicht bekannt. Sie hat mit Alan (gespielt von Henry Czerny) einen Stiefvater und mit Amma (gespielt von Eliza Scanlen) eine 13-jährige Halbschwester. Ihre andere jüngere Halbschwester, Marian, ist gestorben, als Camille selbst noch ein Teenager war. Camille leidet unter ihre kaltherzigen Mutter und hat kaum Kontakt zu ihr. Heute arbeitet Camille als Kriminalreporterin in St. Louis, ihr Chefredakteur schickt sie in ihre Heimatstadt, um einen Artikel über einen Mordfall an einer Teenagerin und das Verschwinden einer weiteren Teenagerin in Wind Gap zu schreiben. Camille ist alkoholkrank und ihr Körper ist übersäht von Narben, die sie sich durchs Ritzen selbst beigebracht hat. Der Grund für ihr Verhalten liegt in ihrer Kindheit. Sie war deswegen auch bereits in der Psychiatrie. Gespielt wird Camille von der wunderbaren amerikanischen Schauspielerin Amy Adams. Ihr Spielfilmdebüt gab die sympathische Schauspielerin im Jahr 1999 in dem Film „Drop Dead Gorgeous“. Allgemein bekannt wurde sie durch die Disney-Musical-RomCom „Enchanted“. Neulich habe ich sie erst wieder mal neben Leonardo DiCaprio in Spielbergs „Catch Me If You Can“ gesehen. Für „Junebug“, Doubt, The Fighter, The Master und American Hustle hat sie jeweils eine Oscar-Nominierung erhalten. Für ihre Performance in „Sharp Objects“ ist sie für eine Emmy-Nominierung im nächsten Jahr (2019) im Gespräch. 

Adora ist die Mutter von Camille (gespielt von Amy Adams). Die beiden haben kein gutes Verhältnis. Sie ist eine angesehene Unternehmerin in Wind Gap und sehr wohlhabend. Adora ist mit Alan (gespielt von Henry Czerny) verheiratet, sie haben zusammen die 13-Jährige Amma (gespielt von Eliza Scanlen) und auch die verstorbene Marian war ihre gemeinsame Tochter. Gespielt wird Adora von der amerikanischen Schauspielerin Patricia Clarkson. Ihr Spielfilmdebüt gab sie in Brian De Palmas „The Untouchables“. Seither hat sie in unzähligen Spielfilmen („The Green Mile“, „Far from Heaven“, „The Station Agent“, „Good Night, and Good Luck“) mitgespielt. Außerdem hat sie in einigen TV-Formaten („Murder One“, „Frasier“) mitgewirkt. Für ihre Performance in „Pieces of April“ wurde sie für den Oscar nominiert, einen Emmy hat sie für ihre Gastrolle in der TV-Serie „Six Feet Under“ gewonnen. Außerdem hat sie eine Tony-Nominierung für ihre Performance in dem Bühnenstück „The Elephant Man“ erhalten. 

Amma ist die 13-jährige Halbschwester von Camille (gespielt von Amy Adams) und Tochter von Adora (gespielt von Patricia Clarkson). Sie gibt ihrer Mutter gegenüber vor, die anständige, brave Tochter zu sein, kleidet und gibt sich jedoch außerhalb des Hauses ganz anders. Sie hängt ständig mit ihren beiden Freundinnen Kelsey und Jodes (gespielt von den Geschwistern Violet Brinson und April Brinson) rum, meist ist das Dreiergespann auf Rollschuhen unterwegs. Amma wird von der australischen Schauspielerin Eliza Scanlan gespielt. Sie hatte in einer australischen Soap Opera mitgespielt, „Sharp Objects“ ist aber ihr erster Auftritt in einer amerikanischen Produktion. 

Detective Richard Willis unterstützt den örtlichen Polizeichef von Wind Gap, Bill Vickery (gespielt von Matt Craven) bei der Aufklärung des Mordes an der 13-jährigen Teenagerin. Richard kommt aus Kansas City und von Camille (gespielt von Amy Adams) erhofft er sich paar Insider-Informationen über die Kleinstadt und ihre Bewohner. Richard ist für mich der einzige in der Serie mit dem man sich als Zuschauer irgendwo identifizieren kann. Gespielt wird Richard Willis von dem amerikanischen Schauspieler Chris Messina. Er ist aus zahlreichen TV-Serien („Six Feet Under“, „Damages“, „The Newsroom“und Filmen (Ruby Sparks, Argo, Live by Night) bekannt. Amy Adams und Chris Messina haben bereits in Julie & Julia miteinander vor der Kamera gestanden.

„Sharp Objects“ ist im Gespräch für einige Emmy-Nominierungen (allerdings – aufgrund der späten Ausstrahlung im Juli/August 2018 – erst für das kommende Jahr (2019), darunter Outstanding Limited Series, Outstanding Lead Actress in a Limited Series (Amy Adams), Outstanding Supporting Actress in a Limited Series (Patricia Clarkson, Eliza Scanlen) Update: The Academy of Television Arts & Sciences hat „Sharp Objects“ für 8 Emmys nominiert (darunter Limited Series, Lead Actress in a Limited Series (Amy Adams), Supporting Actress in a Limited Series (Patricia Clarkson)  Die Primetime Emmy Awards-Verleihung findet am 22.09.19 statt, die Creative Arts Emmy Awards werden am 15.09.19 verliehen. 

„Sharp Objects“ wurde v. 8.7.18 – 26.8.18 erstmalig auf HBO ausgestrahlt. In Deutschland wurde der Mehrteiler parallel zur US-Austrahlung bei Sky zur Verfügung gestellt. Seit dem 31.08.18 ist „Sharp Objects“ episodenweise und im Wochenrhythmus bei folgenden Anbietern als digitaler Download, wahlweise in deutscher oder englischer Sprache, verfügbar: Amazon, Deutsche Telekom, Google Play, iTunes, Maxdome, Sony Playstation und Xbox. Die komplette Miniserie wird am 26. Oktober 2018 verfügbar sein.

Trailer zu sehen:

Vorspann zu sehen:

 

NYC – Film: "The East"

Ich war am 17.06.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

 

„The East“ (dt. Kinostart: 18.07.13) 116 min thriller
dir. Zal Batmanglij cast: Brit Marling, Alexander Skarsgard, Ellen Page, Julia Ormond, Patricia Clarkson, Jason Ritter, Shiloh Fernandez, Toby Kebbell

 

Sarah Moss (Brit Marling) war früher als FBI-Agentin tätig. Jetzt arbeitet sie für die private Sicherheitsfirma Hiller Brood. Von ihrer Chefin Sharon (Patricia Clarkson) bekommt sie einen neuen Auftrag, sie soll sich mit einer falschen Identität in die terroristische Organisation THE EAST einschleusen. THE EAST rächt sich an korrupten, profitgierigen und umweltverschmutzenden Unternehmen. Sie führen ihnen auf drastische Weise ihr Fehlverhalten vor. Für Sarah, die sich für den Auftrag Jane nennt, ist es aber alles andere als einfach, überhaupt nur in die Nähe der Organisation zu kommen und gefährlich ist es auch…

 

A- (Wertung von A bis F) Sowohl der Regisseur als auch die Hauptdarstellerin Brit Marling hatten auch die Idee zum Film und sind Autoren des Drehbuchs. Ihnen ist es gelungen, eine wunderbar glaubwürdige und starke Protagonistin zu entwickeln. Durch Sarah/ bzw. Jane bekommt man nicht nur einen Einblick in diese anarchistischen Untergrund-Bewegung, man hat durch ihre Figur sogar das Gefühl, dabei zu sein. Für mich ist Brit Marlings Figur so klar definiert, dass ich zu jeder Zeit wusste, wie sie tickt. Ihre Reaktionen, ihr Denken, das Hin- und Hergerissen sein zwischen Auftrag und Faszination bzw. sogar mitunter Sympathie für die Organisation waren für mich greifbar. Ich habe mich sogar selbst in so einer Situation gesehen. Vielleicht hat mir der Film daher so gut gefallen.

Selbstverständlich hätte ich mich auch, trotz seines absurden Names (Benji) und mit verlaustem Vollbart und verlotterten Zottelhaaren, in Alexander Skarsgards Charakter verknallt. Und einen sehr ähnlichen Gesichtsausdruck wie Jane ihn zeigt, als sie Benji das erste Mal rasiert, mit einem gepflegten Haarschnitt und in einem Anzug erspäht, hätte auch ich präsentiert.

Nach Brit Marlings Auftritt in Arbitrage habe ich mir noch gedacht, dass ihr großartige Performance in Another Earth wohl eine Ausnahme war und sie eher eine, zumindest schauspielerische, Eintagsfliege. „The Sound of My Voice“ habe ich immer noch nicht geschafft, bis zum Schluss zu schauen, aber durch ihre Performance in „The East“ hat sie mich endgültig von sich überzeugt.

Die amerikanische Charakterschauspielerin Patricia Clarkson („The Station Agent“, „Pieces of April“, „Good Night, and Good Luck“, Lars and the Real Girl) gibt jedem Film eine besondere Note.

Ellen Page gibt mal wieder eine Variante der immergleichen Ellen Page. So war ich, wie so oft in letzter Zeit, zunächst von ihr gelangweilt, später im Film zeigt sie dennoch mal eine etwas andere Facette von sich.

„The East“ könnte in meiner Liste der Top Ten Filme aus dem Jahr 2013 landen. Update: The East ist einer meiner Lieblingsfilme des Jahres 2013.

„The East“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival im Jahr 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Prisoners“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Viola Davis, Melissa Leo. Ich hoffe nur, dass der Trailer nicht zu viel verrät.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Closed Circuit“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Eric Bana, Rebecca Hall, Jim Broadbent und Riz Ahmed
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Fruitvale Station“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Film wurde auf dem diesjährigen Sundance-Filmfestival mit zwei großen Preisen ausgezeichnet und gilt mittlerweile als sehr wahrscheinlicher Oscar-Kandidat
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain Phillips“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den amerikanischen Kapitän Philips, dessen Frachter von somalischen Piraten gekapert wurde. In der Hauptrolle Tom Hanks. Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Rush“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Ron Howards neuer Film. Biopic über die Rennfahrer Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt. Daniel Brühl spricht seltsam, eigentlich eher wie ein Amerikaner sich vorstellt, dass ein Ösi spricht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nee, immer noch nicht mein Film

Trailer v. Film: „The Way, Way Back“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Sam Rockwell, Toni Collette, Allison Janney. Leider spielt die Hässliche auch mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Friends with Benefits"

Ich war am 22.07.11 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Friends with Benefits“ (dt. Titel: „Freunde mit gewissen Vorzügen“, dt. Kinostart: 08.09.11) 120 min romantic comedy
dir. Will Gluck cast: Justin Timberlake, Mila Kunis, Patricia Clarkson, Woody Harrelson, Richard Jenkins, Jenna Elfman, Emma Stone

Dylan (Justin Timberlake) lebt in Los Angeles und wurde gerade von seiner Freundin verlassen. Jetzt wird er von der Headhunterin Jamie (Mila Kunis) in New York für die Position des Art Directors bei dem GQ Magazin vorgeschlagen. Er nimmt den Job an und lässt sich von Jamie die Stadt zeigen. Die beiden sind sich sympathisch und da auch Jamie gerade frisch getrennt ist, einigen sich Dylan und Jamie darauf, eine Affäre ohne Verpfilichtungen zu haben. So einfach ist das aber nicht…

C- (Wertung von A bis F) Der Film beginnt eigentlich vielversprechend, die Anspielungen auf schlechte RomComs sind wirklich komisch. Es sitzen auch sonst einige Gags, ich mag insbesondere das Hervorheben der unterschiedlichen Mentalitäten zwischen Angelenos und New Yorkern. Es ist also nicht so, dass der Film keine Ideen hat, aber er driftet zu schnell in die vorhersehbare Rom/Com Szenerie ab, die so öde ist, dass ich kurz davor war, entweder einzuschlafen oder das Kino zu verlassen. Auch wenn einige amerikanische Kritiker etwas anderes behaupten, ich bin nicht der Meinung, dass zwischen Justin Timberlake und Mila Kunis eine Chemie besteht. Justin Timberlake, von dem ich noch in „The Social Network“ begeistert war, fand ich hier fad. Die einzigartige Patricia Clarkson („Dogville“, „The Station Agent“, „Pieces of April“, „Good Night, And Good Luck“) und stets geniale Woody Harrelson („Natural Born Killers“, „The People Vs. Larry Flynt“, Transsiberian, Zombieland, The Messenger) haben den Film für mich aufgewertet. So hat sich „Friends with Benefits“ noch auf eine „C“-Bewertung retten können. Trotzdem ist der Film eine Zeitverschwendung.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Shark Night – 3D“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Hai-Horror, der nur besser sein kann als der Piranha-Horror vom letzten Jahr
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Abduction“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller/Action mit dem Schauspieler aus dieser Kinder-Vampir-Reihe. Alleine vom Trailer her ist Taylor Lautner eine klare Fehbesetzung (für jede Hauptrolle). Hier spielt auch Maria Bello, Alfred Molina und Sigourney Weaver mit
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „What´s Your Number?“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Anna Faris und Chris Evans
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Footloose“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Hilfe!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Bucky Larson: Born to Be a Star“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Comedy…die nicht meinen Humor trifft
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Straw Dogs“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit sexy Alexander Skarsgaard und Kate Bosworth und James Marsden
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Berlin – Film: "Shutter Island"

Ich war am 01.03.10 in meiner Heimatstadt im Kino und habe mir angeschaut:

„Shutter Island“ (dt. Kinostart war der 25.02.10) 138 min thriller, adaptation
dir. Martin Scorsese cast: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Michelle Williams, Max von Sydow, Emily Mortimer, Jackie Earle Haley, Patricia Clarkson

Im Jahr 1954 trifft der U.S. Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) auf seinen neuen Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo). Sie sind auf den Weg nach Shutter Island. Auf der abgelegenen Insel befindet sich ein Hospital für psychisch kranke Straftäter. Dort soll auf mysteriöse Weise eine Patientin und Kindermörderin verschwunden sein. Bei der Aufklärung des Falles kommt es schnell zu Ungereimtheiten…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „Shutter Island“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dennis Lehane.

Auch wenn man das Buch nicht gelesen hat, wenn man sich den bzw. die Filmtrailer angeschaut hat, weiß man schon ziemlich genau wohin die Reise in Martin Scorseses neuesten Film geht. Falls man auch keine Trailer von dem Film gesehen hat (was ich im Übrigen dringend empfehle), weiß man spätestens nach ca. dreißig Minuten über einiges Bescheid. Zunächst hat mir das Ganze aber nicht die Spannung verdorben, ich habe mich auf die durchaus künstlerisch gestalteten Rückblenden bzw. die Albträumen konzentriert und auf die wunderbaren Schauspieler. Leider ist „Shutter Island“ aber dann mit einigen Szenen völlig unnötig in die Länge gezogen worden.

Als der Film „Shutter Island“ anfing war das Erste was mir und wahrscheinlich jedem auffiel, der schwer zu überhörende Score. Dankenswerterweise zieht der sich aber in dieser Aufdringlichkeit nicht durch den kompletten Film.

Als äusserst gelungen sehe ich mit einer winzigen Ausnahme die Besetzung. Emily Mortimer („Match Point“, Transsiberian) und Patricia Clarkson („Pieces of April“, „Good Night, and Good Luck“) sind idealbesetzt und großartig. Sogar Mark Ruffalo („My Life Without Me“, Zodiac, The Brothers Bloom„The Brothers Bloom“) konnte mich hier mal zu hundert Prozent überzeugen. Jackie Earle Haley („Little Children“, „Watchmen“) hat mir hier gezeigt, dass er reif ist für eine zweite Oscar-Nominierung und ich hoffe, dass er bald wieder in Filmen mitspielt, die auch von der Academy wahrgenommen werden. Ich bin seit Beginn seiner Karriere ein großer Fan von Leonordo DiCaprios Schauspiel. Ob in noch sehr jungen Jahren in „What´s Eating Gilbert Grape“ oder „The Basketball Diaries“, später in „The Beach“ und schließlich als Erwachsener mit seiner Performance in „The Aviator“, „Blood Diamond“ und „Revolutionary Road, überzeugt hat er mich immer. In „Shutter Island“ hat er, meiner Meinung nach, in manchen Szenen etwas zu dick aufgetragen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Precious“
Bewertung des Trailers: ?
Kommentar: …und ich dachte, ich müsste mir nie wieder den Trailer angucken…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: unzählig
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „The Bounty Hunter“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Action-RomCom mit Jennifer Aniston und Gerard Butler
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20 %

Trailer von Film: „The Men Who Stare at Goats“
Kommentar: Film bereits gesehen und mit C+ bewertet

Sehr löblich, dass alle Trailer im Original gezeigt wurden!

Ich war schon länger nicht in Deutschland im Kino. Ich weiß, dass ich mich glücklich schätzen kann, in der Lage zu sein, häufig in den U.S.A. ins Kino gehen zu können. Zwei Dinge, die ich im Gegensatz zu einem „amerikanischen“ Kinobesuch in Deutschland nicht mag: Schon an der Kasse muß man sich für Sitzplätze entscheiden, sprich kein FREE SEATING. Darüberhinaus wird, wenn um 16.15 der Film anfangen soll, erst einmal ellenlang Werbung gezeigt, bis dann ein paar Trailer ausgestrahlt werden, dann noch mal Werbung und dann geht der Vorhang wieder zu…8| Dann kam ein Eisverkäufer rein (das es die noch gibt…) Ich meine, man zahlt 8 Euro (oder manchmal vielleicht sogar mehr) und man muß sich in dieser Intensität Werbung anschauen… :??: Werbung, Trailer, Werbung, Vorhang, Eisverkäufer haben dann ziemlich genau 20 Minuten (Gut, ich kann mich erinnern, dass vor Jahren die Werbung noch maßloser war, also schon eine positive Veränderung) in Anspruch genommen. In den U.S.A. läuft es zwar mittlerweile auch nicht mehr ganz ohne Werbung, aber das bevor der Film regulär anfangen soll. Wenn um 16.15 ausgewiesen ist, dass der Film beginnt, sieht man vielleicht noch einen Coca Cola-Spot, Eigenwerbung für das jeweilige Kino und dann die Trailer. Schließlich kommt dann durch Verizon (oder einem anderen Handy-Anbieter) die Aufforderung, jetzt doch bitte alle Gespräche und andere Geräusche zu unterlassen, nicht während des Films zu telefonieren oder smsen, das Handy auf lautlaus zu stellen, weil jetzt der Film anfängt. Vorhänge gibt es nicht.

DVD – "Lars and the Real Girl"

Ich habe mir auf DVD angeschaut:

„Lars and the Real Girl“ (dt. Titel „Lars und die Frauen“, dt. DVD-Verleih seit dem 24.10.08) 107 min drama
dir. Craig Gillespie cast: Ryan Gosling, Emily Mortimer, Patricia Clarkson, Kelli Garner, Paul Schneider

Lars (Ryan Gosling) lebt seit dem Tod seines Vaters völlig zurückgezogen in einer Kleinstadt. Sein Bruder Gus (Paul Schneider) und seine Schwägerin Karin (Emily Mortimer) machen sich Gedanken, und versuchen mühsam den Kontakt zu dem introvertierten Lars zu pflegen. Eines Tagen sind sie überrascht, als ihnen Lars seine neue Freundin Bianca vorstellen will. Um so sprachloser sind sie, als sie Bianca tatsächlich gegenübersitzen. Bei seiner neuen Freundin handelt es sich nämlich um eine, aus dem Internet bestellte lebensgrosse Gummipuppe. Lars leidet an einer Wahnvorstellung und hält Bianca tatsächlich für einen ganz normalen Menschen. Alle Beteiligten müssen zunächst einmal lernen, mit der neuen Situation umzugehen, dann tauchen aber schon die ersten Beziehungsprobleme bei Lars und Bianca auf…

C+ (Wertung von A bis F) Die Grundidee von „Lars and the Real Girl“ hat sich äusserst vielversprechend angehört. In der Umsetzung ist jedoch eine zwar nette, aber eher mittelmässige Tragikomödie herausgekommen. Ryan Gosling wurde hier mit der Hauptrolle des verschlossenen, tiefreligiösen Sonderlings bedacht. Für mich ist diese Rolle mit Ryan Gosling zwar nicht komplett fehl-, aber halt auch nicht perfekt besetzt. In einigen Szenen empfand ich ihn unglaubwürdig und daher funktioniert der ganze Film auch nicht. Ich halte Ryan Gosling für ein grosses Talent und verfolge seine Karriere seitdem ich ihn das erste Mal in „Murder By Numbers“ gesehen habe. Besonders überzeugt hat er mich als drogensüchtiger Lehrer in „Half Nelson“ und zuletzt als er Anthony Hopkins in Fracture herausforderte. Ich sehe Ryan Gosling auch in der Zukunft eher als smarten Charakter besetzt. Die Nebenrollen bei „Lars and the Real Girl“ waren hingegen brillant besetzt. Die immer wunderbare Patricia Clarkson („Dogville“, „Good Night, And Good Luck“, „Pieces of April“) als Hausärztin und Psychologin und Emily Mortimer, die mich kürzlich in „Transsiberian“ so faszinierte, hier als fürsorgliche Schwägerin.

Trailer zu sehen:

Boston – Vicky Cristina Barcelona

Ich war am 18.08.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Vicky Cristina Barcelona“ (dt. Kinostart 04.12.08) 97 min comedy
dir. Woody Allen cast: Javier Bardem, Penelope Cruz, Scarlett Johansson, Patricia Clarkson, Kevin Dunn, Rebecca Hall

Die beiden Amerikanerinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) verbringen ihren Sommerurlaub in Barcelona. Während die zürückhaltende Vicky nach der Reise ihren langweiligen Verlobten heiraten will, geniesst die abenteuerlustige, aber naive Cristina ihr Singleleben. Auf einer Ausstellungseröffnung fällt ihnen erstmalig der gutaussehende Künstler Juan Antonio (Javier Bardem) auf. Als sie ihn kurze Zeit später in einem Restaurant wiedertreffen, macht Juan Antonio beiden Frauen den Vorschlag, mit ihm nach Oviedo zu fliegen, um mit ihm Kultur, Wein und Sex zu geniessen. Mehr oder weniger über das eindeutige Angebot empört, willigen beide ein. Als sich beide Frauen in den Herzensbrecher schliesslich verliebt haben, taucht seine temperamentvolle und verrückte Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) wieder auf…

C+ (Wertung von A bis F) Relativ belanglose Liebeskomödie, die allerdings durch das Zusammenspiel von Javier Bardem und Penelope Cruz sehenswert wird. Die beiden wirken nicht zuletzt durch ihren überwiegend in spanisch gehaltenen Dialog sehr authentisch, die Chemie ist auch offensichtlich. Javier ist natürlich zum Niederknien und Penelope, die für „Volver“ eine Oscarnominierung erhalten hat, hätte hier für mich, für ihre charismatische Maria Elena, eher eine verdient. Scarlett hat mich zu meiner grossen Überraschung hier nicht so gestört, spielte aber auch mit ihrer Rolle eher im Hintergrund. Ein weiterer Grund den Film zu sehen, ist wie die schöne Stadt Barcelona mit ihrer wunderbaren Gaudí-Architektur gezeigt wird. Nach der Vorstellung gab es Applaus vom Publikum. Update: Penelope Cruz hat ihre Rolle in „Vicky Cristina Barcelona“ den Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“

Dallas – No Reservations

Ich war am 4.8.07 in Dallas und habe mir im Kino angeschaut:

„No Reservations“ (dt. Titel „Rezept zum Verlieben“ dt. Kinostart 13.09.07) 105 min comedy, remake
dir.
Scott Hicks cast: Catherine Zeta-Jones, Aaron Eckhart, Abigail Breslin, Patricia Clarkson

Das ganze Leben der New Yorker Spitzenköchin Kate (Catherine Zeta-Jones) dreht sich um Rezepte und ihren Job in Paula´s (Patricia Clarkson) Gourmetrestaurant. Als ihre Schwester plötzlich verstirbt, nimmt Kate ihre Nichte Zoe (Abigail Breslin) in ihre Obhut. Die Situation überfordert sie schnell und mit ihren aussergewöhnlichen Gerichten verschreckt sie das traumatisierte Kind so sehr, dass diese bald jegliches Essen verweigert. Als Kate nach einiger Zeit wieder ihren Job antritt, hat ihre Chefin ihr bereits den unkonventionellen Koch Nick (Aaron Eckhart) zur Seite gestellt. Nach anfänglichem Unverständnis ist sie beeindruckt, dass er Zoe dazu bringt, wieder gerne zu essen. Seine Lebensfreude fasziniert sie und ihr Interesse an ihm steigt kontinuierlich…

B- (Wertung von A bis F) Film basiert auf dem deutschem Drehbuch „Bella Martha“ (verfilmt mit Martina Gedeck, welchen ich nicht gesehen habe) Film ist vorhersehbar, aber unterhaltsam. Aus Zeta-Jones wird voraussichtlich keine grossartige Schauspielerin mehr, Aaron Eckhart wirft einen hier mit seinem Charme um, Patricia Clarkson – wie immer – mit ihrer Präsenz…

Trailer zu sehen: