TV – Serie: "Bloodline, 1. Staffel"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender Netflix-Serie angeschaut:

„Bloodline, 1. Staffel“ 13 x 50 min drama, thriller
dir. Johan Renck, Adam Bernstein, Todd A. Kessler, Jean de Segonzac, Alex Graves, Tate Donovan, Dan Attias, Simon Cellan Jones, Michael Morris, Ed Bianchi, Carl Franklin, cast: Kyle Chandler, Ben Mendelsohn, Linda Cardellini, Sam Shepard, Sissy Spacek, Chloe Sevigny, Norbert Leo Butz, Jacinda Barrett, Jamie McShane

Die Familie Rayburn führt seit 45 Jahren eine Hotelanlage auf den Florida Keys. Die Mutter Sally (Sissy Spacek) und der Vater Robert (Sam Shepard) haben vier erwachsene Kinder. John (Kyle Chandler), Meg (Linda Cardellini) sind erfolgreich in ihrem jeweiligen Beruf als Polizist und Anwältin. Der jüngste Sohn Kevin (Norbert Leo Butz) macht sein eigenes Ding, so richtig hat er noch nichts auf die Reihe bekommen. Das schwarze Schaf der Familie ist allerdings der älteste Sohn, Danny (Ben Mendelsohn). Als sich Danny jetzt zu der Feier anlässlich des 45-jährigen Jubiläums des Hotels ankündigt, werden die restlichen Familienmitglieder etwas nervös. Es dauert nicht lange, dass sich die Brüder streiten und dann teilt ihnen Danny auch noch mit, dass er generell zurück nach Hause kommen und im Familienbetrieb helfen will. Die Geschwister sollen abstimmen, ob er bleiben darf. Dannys alter Kumpel Eric (Jamie McShane) will derweil mit Danny wieder ein krummes Ding drehen.

B- (Wertung von A bis F) „Bloodline“ ist ein klassisches Familiendrama mit einem nicht geringen Krimi-Anteil. Besonders stark ist die Serie in meinen Augen aber nur dann, wenn sie sich auf die Familien- und Charakterstudie besinnt. Diese Netflix-Serie ist von den Serienmachern, die bereits die hervorragende Serie „Damages“ hervorgebracht haben.

Ich liebe abgeschlossene Mehrteiler. Ein Grund dafür ist, dass man, im Gegensatz zu einem Kinofilm, viel Zeit für die Einführung und die Entwicklung einzelner Charaktere hat. In „Bloodline“ lernt man jeden Charakter kennen, weiss irgendwann (bzw. glaubt zu wissen) wer die Guten und die Bösen in der Familie sind. Man sieht die Problematik der einzelnen Figuren, die komplizierte Beziehung der vier erwachsenen Geschwister untereinander und dann kommen langsam Geheimnisse ans Tageslicht. Und immer wieder Manipulationen, Lügen und/ oder fiese Schwindeleien. So glaubhaft diese Familie ist, sie ist auch ein ganz filigranes Gebilde. Eigentlich bedarf es nur eines Lüftchens, dass dieses Gebilde zusammenbricht. Nur braut sich auf den Florida Keys ein ordentliches Gewitter zusammen. Eine Geschichte aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit schwebt Unheil drohend über den Rayburns.

Die Atmosphäre der Florida Keys hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Hitze, die salzige Luft, eine kleine Brise vom Wasser, der tropische Regen, die Serie vermittelt einem, wie es sich anfühlt, dort zu sein. Die Kulisse ist traumhaft. Mir hat auch der langsame Spannungsaufbau gefallen. Ich fand es clever (auch wenn es sich erst in Episode 11 auszahlt), dass es unter den Geschwistern einen Polizisten und eine Anwältin gibt. Es gibt vieles was man bei „Bloodline“ positiv hervorheben kann und doch war ich zum Schluss verärgert.

Auf die ganzen Vorschauen, die während der einzelnen Episoden gezeigt wurden, hätte ich verzichten können und den Erzähler (John), der durch die Episoden führt, fand ich auch unnötig. Damit hätte ich mich aber vielleicht abgefunden, wenn ich nicht von den letzten beiden Episoden (12 und 13) so enttäuscht wäre. Mit Ausnahme von Johns Ansprache ist die 13. Folge wirklich schlecht und als Staffelende einer sonst soliden Drama-Serie nicht würdig. Das Ende ist viel zu konstruiert und wenn man die erste Staffel im Ganzen betrachtet, wird keine runde Geschichte erzählt. Mittlerweile habe ich gehört, dass den Serienmachern zu Beginn von „Bloodline“ auch noch nicht klar war, wie sie die Staffel enden lassen – und genau so fühlt sich das leider auch an.

Zu den einzelnen Episoden:

Episode 5. Vermutungen was Danny angeht, werden spätestens zum Schluss dieser Folge bestätigt.

Episode 10. Ich liebe das längere Gespräch zwischen John und Danny.

Episode 13. Ich mochte Johns Ansprache vor seinen leicht verdutzten Geschwistern. Ansonsten ist es die schwächste Episode dieser Staffel.

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Danny Rayburn ist der älteste Sohn der Familie. Er gilt als das schwarze Schaf der Rayburns. Ist einige Jahre untergetaucht und kehrt jetzt, anlässlich der Feier zum 45-jährigen Jubiläum des Hotels, zurück. Er möchte wieder Teil der Familie sein, stösst aber auf Ablehnung. Durch Danny habe ich den Einstieg in die Serie gefunden. Er hat chronische Schmerzen, guckt zu tief ins Glas und raucht zu viel (lässt sich Ben Mendelsohn eigentlich vertraglich zusichern, dass sein Film- oder Seriencharakter Kette raucht?), vielleicht sollte er es auch mit den Drogen lassen. In der Vergangenheit hat er Mist gebaut. Heisst das, dass er ein schlechter Mensch ist? Mal gucken. Für mich ist Danny zweifelsfrei der interessanteste Charakter der ersten Staffel von „Bloodline“. Danny wird von dem australischen Schauspieler Ben Mendelsohn gespielt. Der Charakterschauspieler zeigt sich hier mal von einer ganz anderen Seite. Diese unschuldslammige und Mitleid erregende Facette seines Schauspiels kannte ich bislang noch nicht von ihm. Mir gefiel es auch, dass er seiner Serienmutter (gespielt von Sissy Spacek) sehr ähnlich sieht. Bei der Recherche war ich auch überrascht, wie „jung“ er noch ist. Er ist erst 46 Jahre alt, in Bloodline hätte ich ihn auch älter geschätzt. Erstmalig ist er mir in einem meiner Lieblingsfilme des Jahres 2010 Animal Kingdom gesehen. Dann war er noch in The Dark Knight Rises, The Place Beyond the Pines und kürzlich in einem weiteren meiner Lieblingsfilme, dieses Mal des Jahres 2014 ( Starred Up) mitgespielt. Danny Rayburn ist mein Lieblingscharakter von „Bloodline“.

John Rayburn ist der zweitälteste Sohn der Rayburns. Er arbeitet als Polizist und ist mit Diana (gespielt von Jacinda Barrett) verheiratet. Sie haben zwei Kinder im Teenageralter. Er hat einen Wiedergutmachungsbedarf was seinen älteren Bruder Danny angeht. John ist sicher der Sympathieträger der Serie. Gespielt wird John Rayburn von dem amerikanischen TV- und Kinoschauspieler Kyle Chandler. Bekannt geworden ist er durch die Serie „Friday Night Lights“. Dafür hat er auch einen Emmy-Award gewonnen. Seit dem Ende von „FNL“ ist er auch recht häufig in Kinofilmen Super 8, Argo, Zero Dark Thirty, The Spectacular Now, The Wolf of Wall Street zu sehen.

Kevin Rayburn ist der jüngste Sohn der Rayburns. Er bekommt sein Leben nicht so richtig auf die Reihe. Er nimmt Drogen und trinkt zu viel Alkohol. Seine Emotionen hat er auch nicht unter Kontrolle. Verheiratet ist er mit Belle (gespielt von Katie Finneran). Gespielt wird Kevin Rayburn von dem amerikanischen Theaterschauspieler Norbert Leo Butz. Als Musical-Darsteller hat er bereits zwei Tony-Awards gewonnen. Er war aber auch in einigen Kinofilmen zu sehen, u.a. Dan in Real Life,  Higher Ground und Disconnect.

Meg Rayburn ist die Tochter der Rayburns. Sie arbeitet als Anwältin und ist seit fünf Jahren mit dem Polizisten Marco (gespielt von Enrique Murciano) zusammen. Sie arbeitet auch für ihren Vater und berät die Familie in rechtlichen Dingen. Meg wird von der amerikanischen Schauspielerin Linda Cardellini gespielt. Sie hat in der TV-Serie „ER“ und auch in zahlreichen anderen TV-Produktionen mitgespielt.

Marco ist Polizist und Kollege von John Rayburn. Seit fünf Jahren führt er mit Meg Rayburn eine Beziehung. Marco wird von dem Schauspieler Enrique Murciano gespielt. Bekannt geworden ist er durch die TV-Serie „Without a Trace“. Er war aber auch in einigen Kinofilmen wie „Traffic“ oder Dawn of the Planet of the Apes zu sehen.

Sally Rayburn führt das Hotel auf den Florida Keys. Sie ist die Mutter von Danny, John, Kevin und Meg und Frau von Robert (gespielt von Sam Shepard). Sally wird von der amerikanische Charakterschauspielerin (und Sängerin) Sissy Spacek gespielt. Sie hatte ihren Durchbruch als Carrie in dem gleichnamigen Horrorfilm aus den 1970er Jahren. Für den Film Coal Miner´s Daughter hat sie den Oscar gewonnen. Sie hat ein gutes Händchen für die richtigen Projekte und liefert bis heute brillante Arbeit in Kinofilmen, wie z.B. „Missing“, „JFK“, „Affliction“, „The Straight Story“, „In the Bedroom“, „North Country“, Get Low  ab.

Robert Rayburn ist das Familienoberhaupt und mit Sally (gespielt von Sissy Spacek) verheiratet. Er ist Vater von Danny, John, Kevin und Meg. Gespielt wird Robert Rayburn von dem amerikanischen Dramatiker und Schauspieler Sam Shepard. Er hat einen Pulitzer Prize für sein Bühnenstück Buried Child gewonnen. Auch ist er immer wieder in Kinofilmen (z.B. Mud, August: Osage County, Out of the Furnace, Cold in July) zu sehen.

Eric O´Bannon ist Dannys bester Freund und auf Bewährung draussen. Eric O´Bannon wird von dem amerikanischen TV-Schauspieler Jamie McShane gespielt. Er hat in zahlreichen Fernsehproduktionen, u.a. in „Sons of Anarchy“, „Southland“ mitgewirkt, war aber auch schon in einigen Kinofilmen (z.B. „Thor“, ArgoNightcrawler, Gone Girl) zu sehen.

Chelsea O´Bannon arbeitet als Krankenschwester und ist Erics Schwester. Chelsea bzw. CeCe (wie sie von Danny genannt wird) wird von der amerikanischen Schauspielerin Chloe Sevigny gespielt. Ich kenne die Indie-Queen tatsächlich seit ihrer Debütrolle in Larry Clarks Skandalfilm „Kids“ und dann hat sie immer wieder kleinere Rollen in gute Filmen „Boys Don´t Cry“, „American Psycho“, „Dogville“, „Shattered Glass“ gespielt. Jahrelang hatte sie auch eine Hauptrolle in der HBO-Serie „Big Love“. Derzeit spielt sie immer noch in der Serie „American Horror Story“.

Vorspann zu sehen:

Trailer zu sehen:

Die ersten beiden Episoden von „Bloodline“ wurden bei der Berlinale 2015 gezeigt. Die komplette erste Staffel wurde ab dem 20.03.15 auf Netflix zur Verfügung gestellt. Eine zweite Staffel von „Bloodline“ wurde bereits bestellt.

San Francisco – Film: "Cold in July"

Ich war am 01.06.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Cold in July“ 109 min drama, crime, adaptation
dir. Jim Mickle cast: Michael C. Hall, Sam Shepard, Don Johnson

Im Jahr 1989 in Texas. Eines Nachts wacht Ann (Vinessa Shaw) durch Geräusche im Haus auf. Sie weckt ihren Mann Richard (Michael C. Hall), der mit zitternder Hand seine Schusswaffe lädt und den mysteriösen Geräuschen auf die Spur geht. Richard jagt dem Einbrecher eine Kugel in den Kopf. Der ermittelnde Sheriff (Nick Damici) bestätigt ihm, dass der Getötete ein gesuchter Krimineller ist und von dem Familienvater aus Notwehr getötet wurde. Der Vater des Getöteten, der rachsüchtige Ben Russell (Sam Shepard) ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden und stattet Richard schon bald einen Besuch ab. Richard hat Angst um seine Familie und bekommt Polizeischutz. Es dauert nicht lange bis Richard etwas herausfindet, was ihn beunruhigt. Ist er in einen Komplott geraten?

B+ (Wertung von A bis F) „Cold in July“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joe R. Lansdale.

„Cold in July“ ist wieder mal einer meiner zufälligen Indie-Entdeckungen. Diesen Film habe ich einzig durch die Wahl eines meiner Lieblingsprogrammkinos und der Bewertung bei RT (als der Film für mich in die nähere Auswahl kam, hatte er 90-irgendwas Prozent) auserkoren. Beim Kauf meiner Kinokarte, meinte der Mitarbeiter des Kinos, dass alle Zuschauer begeistert aus dem Kino kommen.

Gut, jetzt sollte man natürlich nicht den besten Film des Jahres erwarten, aber „Cold in July“ ist ein wirklich sehenswerter atmosphärischer und auch manchmal humoriger Thriller. Der Film spielt in den 1980er Jahren und ist inszeniert, als ob er tatsächlich auch in der Zeit gedreht wurde. Mittlerweile mag ich Filme, die in den 1980er Jahren spielen. Die Zeit, in denen das Internet und Handys praktisch noch keine Rolle spielten, erscheint schon so unfassbar weit weg, aber bietet in der Erzählung so viel Potenzial. Außergewöhnlich gut hat mir auch der elektronische 1980er Score gefallen. Gegen Ende des Films gibt es eine Sequenz, die einem Haus spielt. Diese Szenen haben mir nicht nur aufgrund der genialen Location besonders gefallen. Jim Mickle ist mir noch gut durch seinen letzten Film, den Indie-Grusel „We Are What We Are“, in Erinnerung. „Cold in July“ ist ein weiterer Film, der verdeutlicht, wie talentiert der Regisseur ist.

Michael C. Hall zeigt hier wieder mal, was für ein großartiger Schauspieler er ist. Einen ganz normalen Typen, einen einfühlsamen Familienvater spielt er hier. Wenn ich bedenke, dass mich Michael C. Hall über so viele Jahre als schwuler Bestatter und als raffinierter Serienmörder (in den Serien „Six Feet Under“ und Dexter) begleitet hat, finde ich es immer wieder faszinierend, ihn in einer so ganz anderen Rolle zu sehen. Etwas hat mich hier jedoch irritiert. Vielleicht waren meine Sinne erkältungsbedingt etwas getrübt, aber Michael C. Hall hatte in diesem Film eine verblüffende Ähnlichkeit mit Matt Damon.

Sam Shepard ist großartig, aber gut, das ist auch natürlich keine neue Erkenntnis.

Überraschend souverän und auch, was ich bisher für praktisch ausgeschlossen gehalten habe, irgendwie cool fand ich hier Don Johnson. Er hat definitiv ein paar Lacher auf seiner Seite und hat bei seinem ersten Auftritt im Film, in meiner sehr gut besuchten Vorstellung, sogar Szenenapplaus bekommen.

„Cold in July“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

Im Opera Plaza Cinema wurden vor diesem Film keine Trailer gezeigt.

NYC – Film: "August: Osage County"

Ich war am 13.01.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„August: Osage County“ (dt. Titel: „Im August in Osage County“, dt. Kinostart: 06.03.14) 121 min drama, comedy, adaptation
dir. John Wells cast: Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor, Chris Cooper, Abigail Breslin, Benedict Cumberbatch, Juliette Lewis, Margo Martindale, Dermot Mulroney, Julianne Nicholson, Sam Shepard

Violet (Meryl Streep) ist die Matriarchin der Familie Weston. Sie ist an Krebs erkrankt, bekommt Chemo und steht unter permanenten Medikamenteneinfluss. Jetzt ist ihr Ehemann Beverly (Sam Shepard) verschwunden. Violets Schwester Mattie (Margo Martindale) und Ehemann Charles (Chris Cooper) eilen herbei und ihre älteste Tochter Barbara (Julia Roberts) trifft mit ihrem Ehemann Bill (Ewan McGregor) und ihrer Tochter Jean (Abigail Breslin) ein. Als Beverly kurz darauf tot aufgefunden wird, versammelt sich dann die komplette Familie. Lange haben sich die Verwandten nicht mehr gesehen und vermisst haben sie sich auch nicht gerade. Streit ist praktisch vorprogrammiert, vor allen Dingen weil Violet jedem ihre Meinung klar ins Gesicht sagt…

B (Wertung von A bis F) „August: Osage County“ basiert auf dem gleichnamigen Bühnenwerk. Das Theaterstück hat im Jahr 2008 den Pulitzer Prize for Drama gewonnen und wurde außerdem mit anderen wichtigen Theaterpreisen ausgezeichnet.

Der Film „August: Osage County“ hat eher durchwachsene Kritiken bekommen. Viele haben das Theaterstück gesehen und waren von dem Film entsprechend nicht so angetan. Das Bühnenstück ist mit Unterbrechungen ungefähr 3 1/2 Stunden lang, die Filmfassung nur 2 Stunden. Es wurde also einiges ausgelassen und auch das Ende wurde geändert. Ohne etwas zu spoilern, endet das Theaterstück mit Violets Charakter. Das ursprüngliche Ende im Film war eigentlich auch die Einstellung auf Meryl Streep. Das Filmende ist jedoch bei den Zuschauern in test screenings beanstandet worden, zu negativ empfanden sie es und so wurde es geändert. Passender und konsequenter wäre es zweifelsfrei, wenn der Film mit der Meryl Streep-Szene endet.

„August: Osage County“ ist ein Ensemble-Film und ein Film, der praktisch bis in die kleinste Rolle prominent besetzt ist. So eine Besetzung, die nur aus bekannten oder berühmten Schauspielern besteht, finde ich meist problematisch. Oftmals lenkt mich das zu sehr ab. Hier hat mich das nicht so sehr gestört, vorwiegend weil mich die Charaktere gefesselt haben. Dennoch finde ich nicht alle idealbesetzt. Julia Roberts und Ewan McGregor als Ehepaar finde ich beispielsweise nicht wirklich glaubwürdig. Mein Problem mit Benedict Cumberbatch scheint auch etwas schwerwiegender zu sein. Juliette Lewis sieht mittlerweile nicht nur wahnsinnig fertig aus, sondern auch ziemlich alt. Sie spielt wieder einmal eine Variante von sich selbst. Sie ist aber so eine eigene Type, dass ich mir, jetzt wo ich sie in dieser Rolle gesehen habe, auch keine andere Schauspielerin vorstellen kann.

In „August: Osage County“ haben mir tatsächlich die Schauspieler am meisten gefallen, die nicht ganz so bekannt sind und die man auch nicht so häufig sieht: Julianne Nicholson, Margo Martindale, Chris Cooper und Delmot Mulroney.

Natürlich ist aber auch Meryl Streep hervorragend. Die Rolle der Violet Weston ist sicherlich keine leichte Aufgabe, Violet ist krebskrank, verbittert, boshaft und die ganze Zeit verbal am Austeilen. Meryl Streep liefert hier eine völlig uneitle Performace. Die sogenannten Oscar-Szenen waren für mich nicht die hysterischen, sondern die ruhigen. Wenn Meryl Streep ihre Mimik sprechen lässt, ist das unbezahlbar.

Julia Roberts mit ihrer riesigen Präsenz und ihrem übersichtlichen Talent gibt hier eine ziemlich ordentliche Performance. In meinen Augen gibt sie die beste Performance seit „Pretty Woman“ und um Längen besser als die in „Erin Brockovich“ für die sie den Oscar (stellvertretend für ihre gesamte Karriere) gewann. Julia Roberts Rolle ist für mich definitiv eine Hauptrolle, aus strategischen Rollen wurden aber Kampagnen für die beste Nebenrolle geführt. Julia Roberts wurde kürzlich für diese Rolle für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.

Eigentlich war ich kurz davor, „August: Osage County“ ein B- zu geben. Auch wenn ich die Charaktere und die Dialoge sehr unterhaltsam fand, spiegelt eine B- Bewertung eigentlich den grössten Teils des Films für mich wieder. Dann gab es eine Wendung im Film und ab dem Moment mochte ich den Film tatsächlich noch etwas mehr. Meine Lieblingsszene ist auch eher zum Ende des Films (Meryl Streep, Julianne Nicholson und Julia Roberts am Tisch).

„August: Osage County“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

„August: Osage County“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Letztlich wurde aber nur Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin (ihre 18. Oscar-Nominierung) und Julia Roberts als beste Nebendarstellerin nominiert.

Der amerikanische Kinotrailer:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Labor Day““
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Kate Winslet und Josh Brolin. Galt als Oscar-Kandidat bis er erstmalig gezeigt wurde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bears“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Disney-Dokumentation über Grizzlybären in Alaska. Tolle Bilder, ich liebe Tierdokus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Dieses Kind im Trailer ist wirklich schon eine Zumutung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht.

Trailer v. Film: „One Chance“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britischer Film über den Gewinner von Britain´s Got Talent-Gewinner Paul Potts. Interessiert mich gar nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Railway Man“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie. Zweiteweltkriegsdrama mit Nicole Kidman und Colin Firth
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Montréal – Film: "Out of the Furnace"

Ich war am 07.12.13 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Out of the Furnace“ (dt. Filmtitel: „Auge um Auge“, dt. Kinostart: 03.04.14) 116 min drama, thriller
dir. Scott Cooper cast: Christian Bale, Casey Affleck, Woody Harrelson, Willem Dafoe, Forest Whitaker, Sam Shepard, Zoe Saldana

Im Jahr 2008 in einer Kleinstadt in Pennsylvania. Russell Baze (Christian Bale) ist Fabrikarbeiter und macht sich Sorgen um seinen im Sterben liegenden Vater und seinen jüngeren Bruder Rodney Jr. (Casey Affleck). Rodney Jr. war während seiner Armeezeit einige Male im Irak und hat seitdem nicht wieder Fuß gefasst. Nun befürchtet Russell, dass sein Bruder auf die falsche Bahn gerät. Als er selbst einen folgenschweren Verkehrsunfall baut, muss er eine Haftstrafe absitzen. Als Russell aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles geändert und sein Bruder gerät immer tiefer ins Schlamassel…

C+ (Wertung von A bis F) Nach dem Film Crazy Heart (der Jeff Bridges seinen langverdienten Oscar verschaffte) ist „Out of the Furnace“ erst Scott Coopers zweiter Spielfilm, bei dem er Regie führt. Der Filmemacher zeigt einem hier etwas von einer Welt, von der er etwas zu verstehen weiß. Es ist eine wirtschaftlich heruntergekommene Gegend, in der eine hohe Arbeits- und Perspektivlosigkeit herrscht. Jeder ist froh einen Job zu haben, auch wenn es harte Arbeit in der Stahlfabrik ist und sie sich für ihr Leben etwas anderes vorgestellt haben. Casey Afflecks Charakter ist Veteran, von seinen Kriegseinsätzen heimgekehrt und mit seinem Trauma allein gelassen. Die Charaktere in „Out of the Furnace“ finde ich alle authentisch und fesselnd. Beinahe ausnahmslos alle Figuren hätte ich nur wahnsinnig gerne in einer besseren Geschichte, in einem besseren Film gesehen.

Vielleicht wäre Film gelungener wenn er sich darauf konzentriert hätte, ein Drama sein zu wollen. Irgendwann sieht man aber ein Rachethriller. Meines Erachtens hat der Film große Schwächen im Drehbuch, aber auch in der Regieführung.

Dafür gibt Christian Bale eine hervorragende Performance. Gerade heute habe ich ihn in American Hustle gesehen, beide Rollen sind so unterschiedlich und zeigen einmal mehr, was für ein fantastischer Schauspieler er ist. In „Out of the Furnace“ sieht er mit seinen langen Haaren dabei auch noch unfassbar sexy aus.

Auch sieht man Woody Harrelson wieder mal von einer ganz anderen Seite. Willem Dafoe sehe ich immer gerne und auch er spielt eine ungewöhnliche Type. Sogar Casey Affleck gibt in diesem Film eine solide Performance.

Nur schade, dass der Film nicht überzeugen kann.

„Out of the Furnace“ war für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Christian Bale), Bester Nebendarsteller (Woody Harrelson, Casey Affleck), Bestes Originaldrehbuch,

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „The Wolf of Wall Street“
Bewertung des Trailer: B (neuer Trailer)
Kommentar: Seit September habe ich keinen „Wolf“-Trailer mehr im Kino gesehen. Martin Scorseses neuer Film mit Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Matthew McConaughey, etc. Der Film gilt als heißer Oscar-Anwärter.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „August: Osage County“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks. Tragikomödie mit Meryl Streep, Julia Roberts, Benedict Cumberbatch, Chris Cooper, Ewan McGregor, Juliette Lewis, Abigail Breslin, Sam Shepard
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „That Awkward Moment“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Zac Efron, Miles Teller, Michael B. Jordan. Ich kann mir keinen Film mit Zac Efron angucken, auch wenn ich Miles Teller und Michael B. Jordan gerne sehe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „Sabotage“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action/Thriller mit Arnold Schwarzenegger (der auf mich wie Clint Eastwood wirkt) und Sam Worthington (den ich im Trailer gar nicht erkannt habe)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 %

NYC – Film: "Mud"

Ich war am 26.04.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Mud“ 131 min drama
dir. Jeff Nichols cast: Matthew McConaughey, Reese Witherspoon, Michael Shannon, Sam Shepard, Sarah Paulson, Tye Sheridan, Jacob Lofland

Die beiden 14-Jährigen Ellis (Tye Sheridan) und Neckbone (Jacob Lofland) machen auf einer eigentlich unbewohnten, kleinen Insel mit Mud (Matthew McConaughey) Bekanntschaft. Er wohnt dort in dem kleinen Wald. Die Jungs freunden sich mit ihm an und versorgen ihn mit Essen. Dann erfahren sie, dass Mud ein gesuchter Krimineller ist…

B+ (Wertung von A bis F) Jeff Nichols direkter Folgefilm nach Take Shelter ist das atmosphärische Drama „Mud“. Von Beginn an fühlt man sich in die amerikanischen Südstaaten versetzt, lernt die beiden Jugendlichen und Mud kennen, nimmt besonders an Ellis´Leben teil. Ellis ist ein Romantiker, der an die große Liebe glaubt. „Mud“ ist eine durchaus poetische Geschichte über die Liebe, das Erwachsenwerden aber auch die Familie. Der eine oder andere braucht vielleicht etwas Geduld mit der Story, irgendwann nimmt die Geschichte aber richtig Fahrt auf und zahlt sich aus.

Im letzten Jahr stand Matthew McConaughey sehr wahrscheinlich recht kurz davor, für seine Performance in Magic Mike oder Bernie für den Oscar nominiert zu werden. Auch in „Mud“ ist er nominierungswürdig. Allerdings wird er von dem jungen Tye Sheridan in den Schatten gestellt. Was für eine Präsenz und was für ein Talent. Gespielt hat er bereits in The Tree of Life, aufgefallen ist er mir seinerzeit noch nicht. In „Mud“ spielt er die Hauptrolle und das bravourös. Für die Academy Awards ist ein amerikanischer Kinostart im April ungünstig früh, ich würde mich aber freuen, wenn der Film und/oder seine Performances im nächsten Jahr nicht komplett übersehen werden.

„Mud“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „How Sweet It Is“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Musical mit Erika Christensen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Now You See Me“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Morgan Freeman, Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 90%

Trailer v. Film: „Rush“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Ron Howards neuer Film. Biopic über die Rennfahrer Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nö

Trailer v. Film: „The East“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Brit Marling, Alexander Skarsgard, Ellen Page und Patricia Clarkson
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Much Ado About Nothing“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Joss Whedons Shakespeare-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Stories We Tell“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sarah Polleys persönliche Dokumentation über ihre Familie und ein Familiengeheimnis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Chicago – Film: "Fair Game"

Ich war am 10.11.10 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Fair Game“ (dt. Kinostart: 25.11.10) 108 min drama, thriller, biopic, adaptation
dir. Doug Liman cast: Naomi Watts, Sean Penn, Ty Burrell, Sam Shepard, Bruce McGill, Noah Emmerich, David Andrews

Valerie Plame (Naomi Watts) ist mit Joe Wilson (Sean Penn), einem ehemaligen US-Botschafter und Diplomaten, verheiratet. Sie haben zwei Kinder. Valerie führt ein Doppelleben als CIA-Agentin, von dem nur ihr Mann und ihre Eltern wissen. Im Auftrag der amerikanischen Regierung fährt Joe im Jahr 2003 nach Niger um dem Hinweis nachzugehen, ob Saddam Hussein dort Uran zum Bau einer nuklearen Waffe gekauft hat. Obwohl Joe diesen Verdacht als komplett unbegründet empfand und in seinem Bericht sogar darauf hindeutet, dass mögliche Dokumente gefälscht wurden, wird die Bush-Regierung angebliche Uran-Käufe als Rechtfertigung nennen, um einen Angriffskrieg gegen Saddam Hussein und den Irak zu beginnen. Joe Wilson veröffentlicht daraufhin einen sehr kritischen Artikel über die Bush-Administration in der New York Times. Kurz nach Erscheinen des Zeitungsartikels wird Joes Frau Valerie als CIA-Agentin enttarnt. Die engsten Mitarbeiter von George W. Bush stehen im Verdacht, die Identität der Agentin gezielt preisgegeben zu haben, um sich damit für Wilsons Artikel zu rächen…

B- (Wertung von A bis F) „Fair Game“ basiert auf Valerie Plames Memoiren „Fair Game: My Life as a Spy, My Betrayal by the White House“. Der politische Skandal, die sogenannte „Plame-Affäre“, wurde seinerzeit weit über die amerikanischen Grenzen hinaus bekannt.

Doug Liman, der es mit „Swingers“ und „Go“ geschafft, zwei Filme zu inszenieren, die ich immer wieder gerne gucke, hat sich mit dem Biopic „Fair Game“ meines Erachtens etwas verzettelt. Wo ich bei seinen Filmen „Go“ und „The Bourne Identity“ schnelle Schnitte oder Wackelkamera als stimmig empfand, empfinde ich die „Wackelkamera“-Perspektiven hier bis auf wenige Szenen ablenkend und irritierend. Die Geschichte von „Fair Game“ ist alleine skandalös, brisant und fesselnd genug.

Sean Penn, diese rebellisch-männliche, intelligente, politisch und sozial engagierte und völlig unangepasste Persönlichkeit aus Hollywood ist mein absoluter Lieblingsschauspieler und ich sehe sein ausdrucksstarkes Gesicht (ja und auch seine tollen Haare) wahnsinnig gerne, vor allen Dingen liebe ich seine sexy Stimme. Man merkt seiner überragenden Darstellung hier wieder an, dass ihm – als erklärter George W. Bush-Gegner – sehr viel an dem Biopic gelegen haben muss. In einigen Szenen hatte ich sogar den Eindruck nicht Joe Wilson spricht und handelt hier, sondern Sean Penn selber.

Nachzuvollziehen wäre für „Fair Game“ eine (für ihn sechste, zwei Academy Awards hat er schon) Oscar-Nominierung für Sean Penn, aber auch eine für David Andrews, der Scooter Libby (den Stabschef des damaligen Vizepräsidenten Dick Cheney) spielt, der mich hier absolut überzeugt hat.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „True Grit“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Neuer Coen-Bros Film, Remake des John Wayne-Western von 1969 mit Jeff Bridges, Josh Brolin und Matt Damon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Restless“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Gus Van Sants neues Drama mit Mia Wasikowska (die mich schon mit ihrem letzten Film „The Kids Are All Right“ von ihrer Natürlichkeit überzeugte
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Dilemma“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Ron Howards neuer Film. Eine Komödie mit Vince Vaughn, Kevin James, Jennifer Connelly, Winona Ryder und Queen Latifah
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 10% (wenn ich echt Langeweile habe)

Trailer v. Film: „Unknown“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: ein in Berlin gedrehter Thriller mit Liam Neeson, Diane Kruger, der MAD MEN-Schönheit January Jones, Frank Langella, Bruno Ganz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Rite“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Horrorfilm mit Anthony Hopkins
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 % (für Anthony Hopkins)

Dallas – Film: "Brothers"

Ich war am 22.12.09 in Dallas und habe mir im Kino angeschaut:

„Brothers“ 110 min drama, remake
dir. Jim Sheridan cast: Tobey Maguire, Jake Gyllenhaal, Natalie Portman, Sam Shepard, Carey Mulligan, Mare Winningham, Bailee Madison, Taylor Geare

Sam (Tobey Maguire) ist Soldat bei den US-Marines. Er ist glücklich mit Grace (Natalie Portman) verheiratet und die beiden haben zwei kleine Töchter. Kurz vor seinem Einsatz in Afghanistan wird Sams Bruder Tommy (Jake Gyllenhaal) aus dem Gefängnis entlassen. Als Sam während seines Einsatzes verunglückt wird er vom Militär für tot erklärt. Sam geriet jedoch in die Gefangenschaft der Taliban und kommt viele Monate später völlig verändert heim. Derweil hat sich sein Bruder um seine kleine Familie gekümmert und Grace und Tommy haben sich angenähert…

C+ (Wertung von A bis F) Mir hat sich schnell der Gedanke aufgezwängt, dass diese Produktion in erster Linie darauf abzielt, mit wichtigen Filmpreisen ausgezeichnet zu werden. Man nimmt ein mehrfach nominiertes psychologisches Drama (hier der dänische Film „Brodre“ von Susanne Bier), engagiert den Regisseur Jim Sheridan („My Left Foot“, „In the Name of the Father“), der der Academy nicht unbekannt ist, und dreht mit teils hochtalentierte jungen Schauspieler (Tobey Maguire, Jake Gyllenhaal und Natalie Portman) ein Remake und verklebt das Ganze mit der Musik von U2.

So funktioniert das aber nicht, zumindest nicht bei mir. Alles hat sich zu inszeniert angefühlt, mir war es zu keinem Zeitpunkt möglich, in den Film zu kommen. Natalie Portman („The Professional“, „Beautiful Girls“, „Closer“) fand ich hier enttäuschend unnatürlich. Außerdem wirkt sie erschreckend abgemagert und hat mich nicht nur aus diesem Grund an Keira Knightly erinnert. Hoffentlich hat sie auf der Harvard Uni nicht das Schauspielern verlernt… Überragend gut gefallen haben mir Jake Gyllenhaal („Jarhead“, „Brokeback Mountain“, „Zodiac“), Sam Shepard („Swordfish“, „The Notebook“) und natürlich auch Tobey Maguire („The Ice Storm“, „The Cider House Rules“, „Wonder Boys“), bei allen drei Schauspieler könnte ich es durchaus nachvollziehen, wenn sie für einen Academy Award nominiert werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Edge of Darkness“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Mel Gibson
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „The Last Song“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Nicholas Sparks Verfilmung mit Greg Kinnear und Miley Cyrus, die auch die Musik zusteuert…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „From Paris with Love“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actioner mit Jonathan Rhys Meyers (ja!) und John Travolta (nööö!)
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 60 %