Chicago – Film: "Philomena"

Ich war am 29.11.13 und am 30.11.13 Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Philomena“ (dt. Kinostart: 27.02.14) 98 min drama, comedy, adaptation
dir. Stephen Frears cast: Judi Dench, Steve Coogan

Martin Sixsmith (Steve Coogan) hat als Auslandskorrespondent bei der BBC gearbeitet und zuletzt für die Blair Regierung. Gerade hat er seinen Job verloren und steckt jetzt in einer tieferen Krise. Da tritt ein junge Frau an ihn heran und erzählt von ihrer Mutter, Philomena Lee (Judi Dench). Philomena ist eine tiefgläubige, irische Dame, die bei katholischen Nonnen aufgewachsen ist und in sehr jungen Jahren ungewollt schwanger wurde. Nach der Geburt ihres Sohnes musste Philomena im Nonnenkloster hart arbeiten, durfte aber dafür ihren kleinen Anthony eine Stunde täglich sehen. Noch als Kleinkind wurde ihr der Junge dann aber weggenommen und von der katholischen Kirche zur Adoption freigegeben. Philomenas Sohn wäre heute fünfzig Jahre alt, mehrfach hat sie sich schon gefragt, wie es ihrem Sohn wohl jetzt geht und auch versucht, ihn zu finden. Martin ist eigentlich ein Polit-Journalist und schreibt normalerweise keine Geschichten über menschliche Schicksale, aber er hat gerade sowieso nichts zu anderes tun…

A- (Wertung von A bis F) „Philomena“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert. Der Film basiert auf Martin Sixsmiths Buch „The Lost Child of Philomena Lee“.

Was für eine rührende Geschichte, die Stephen Frears („Dangerous Liaisons“, „High Fidelity“, „The Queen“) hier verfilmt hat. Bei dieser Tragikomödie gibt es vieles zu schmunzeln, einiges zu lachen und auch laufen irgendwann einfach die Tränen (ich habe den Film zwei Mal gesehen und in beiden Vorstellungen haben auch einige Männer auffällig geschnieft).

„Philomena“ gab mir eine der seltenen Gelegenheiten im Kino, bei denen ich mich irgendwann während des Films entspannt zurücklehnen konnte. Ab einem gewissen Zeitpunkt wusste ich einfach, dass jetzt nichts mehr schief gehen konnte. Mein Vertrauen in Stephen Frears, in die Story, das Drehbuch und die beiden Akteure war grenzenlos. (Der Moment, der mich entspannen ließ, war die Szene im Frühstücksraum in Washington D.C.)

Philomena ist eine recht einfache Frau, optimistisch, naiv, eine gläubige Katholikin, immer höflich, zu jedem nett und Sarkasmus ist ihr fremd. Martin Sixmith ist gebildet, intellektuell, ein Snob könnte man sagen, Atheist und ein Zyniker mit einem wunderbar trockenen Humor. Die Beiden wirken als wären sie aus zwei unterschiedlichen Welten. Gegensätzlicher können sie nicht sein und das Zusammentreffen dieser beiden Persönlichkeiten und das Eintauchen von Steve Coogans Charakter Martin Sixsmith in Philomenas Welt und ihre Sicht der Dinge macht den Charme des Film aus. Am Anfang wundert er sich noch über Philomena, ist ihm doch eine solche Person völlig fremd. Vielleicht ist er mitunter genervt, lässt bissige, aber treffende Sprüche ab und dann bröckelt seine Fassade und sein großes Herz kommt zum Vorschein.

Ich war von beiden Charakteren völlig in den Bann gezogen. Die besten Schauspieler sind die, bei denen man in einem Film komplett vergisst, dass man eigentlich Schauspieler sieht. Sowohl Judi Dench als auch Steve Coogan verschwinden komplett in ihren Filmcharakteren. Ich bin mir sicher, dass der Film mit anderen Schauspielern nicht funktioniert hätte. Sowohl Judi Dench als auch Steve Coogan geben hier eine Oscar-Performance. Ich LIEBE Martin Sixsmith und Philomena hat mich mit ihrer Charakterstärke und ihrer Großherzigkeit zu Tränen rührt. Trotz allem, was ihr widerfahren ist, sie glaubt an das Gute im Menschen. Die ganze Geschichte über habe ich mich zweifelsfrei an Martin Sixsmiths Seite gesehen, habe Philomena mit seinen Augen gesehen und wenn sie dann zu Martin sinngemäss sagt, dass es doch wahnsinnig anstrengend sein muss, gegenüber Anderen Wut und Aggressionen zu verspüren, dann sagt sie etwas, was mich noch Tage später darüber nachdenken ließ.

Ich habe mir „Philomena“ am nächsten Tag ein zweites Mal angeschaut. Beim ersten Mal war ich mir schon recht sicher, aber mit dem zweiten Kinobesuch wusste ich zu hundert Prozent, dass der Film festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2013 landet.

„Philomena“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2013 gezeigt. Im Anschluss daran wurde er auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. In Toronto wird immer ein Publikumspreis verliehen. Im Jahr 2013 hat „12 Years a Slave“ den ersten Platz erzielt und „Philomena“ den zweiten.

Ich bin sicher, dass Judi Dench neben Cate Blanchett, Sandra Bullock, Emma Thompson (und vielleicht Meryl Streep) eine Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin erhält. In meinen Augen dürfte Sandra Bullock gar nicht nominiert werden, Emma Thompson und Meryl Streep habe ich bislang noch nicht beurteilen können. Es fällt mir aber schwer zu glauben, dass eine der beiden Damen besser als Cate Blanchett in Blue Jasmine ist. Sie hat den Oscar einfach verdient. Ich könnte es aber sehr gut verschmerzen wenn stattdessen Judi Dench mit dem Academy Award ausgezeichnet wird.

„Philomena“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Judi Dench), Bester Nebendarsteller (Steve Coogan), Bestes adaptiertes Drehbuch

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Gloria“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Wurde von Chile für die nächsten Oscars (bester fremdsprachiger Film) eingereicht. Weiß nicht, es könnte sein, dass mir die Hauptdarstellerin auf die Nerven geht. Sie sieht irgendwie aus wie Dustin Hoffman in „Tootsie“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (2 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%, wenn er für den Oscar nominiert wird

Trailer v. Film: „Out of the Furnace“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Drama/Thriller mit Christian Bale, Casey Affleck, Woody Harrelson und Willem Dafoe
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (2 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Her“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Spike Jonzes neuer Film mit Joaquin Phoenix. Mittlerweile kann ich bei dem Trailer mitsprechen. Film mausert sich langsam zu einem der Kritikerlieblinge.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x (8 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Schlimm.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (2 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „One Chance“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britischer Film über den Gewinner von Britain´s Got Talent-Gewinner Paul Potts. Interessiert mich eigentlich gar nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (2 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 10%

Trailer v. Film: „Belle“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britischer Kostümfilm mit Tom Wilkinson, Miranda Richardson, Matthew Goode, etc. Ich weiß trotzdem nicht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x (3 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 49%

Trailer v. Film: „August: Osage County“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks. Tragikomödie mit Meryl Streep, Julia Roberts, Benedict Cumberbatch, Chris Cooper, Ewan McGregor, Juliette Lewis, Abigail Breslin, Sam Shepard
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x (3 x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Montréal – Film: "Skyfall – IMAX"

Ich war am 11.11.12 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Skyfall – IMAX“ (dt. Kinostart war der 01.11.12) 143 min action
dir. Sam Mendes cast: Daniel Craig, Javier Bardem, Judi Dench, Ralph Fiennes, Albert Finney, Ben Wishaw

Die Mission in Istanbul endet für James Bond (Daniel Craig) in einer Katastrophe. Der MI6-Agent wird für tot erklärt. Das Ganze hat auch Konsequenzen für die MI6-Chefin M (Judi Dench). Der leitende Regierungsbeauftragte des britischen Geheimdienstes, Gareth Mallory (Ralph Fiennes), legt ihr nahe, frühzeitig in Pension zu gehen. Dann kommt es zu einem verheerenden Bombenanschlag auf das Hauptquartier des britischen Geheimdienstes und James Bond sieht sich gezwungen, zurückzukehren…

A– (Wertung von A bis F) Ich bin nie so ein richtiger Fan dieser James Bond-Reihe gewesen. Für die 1960er, 1970er (und vielleicht noch 1980er) Jahre haben die Filme wunderbar gepasst, aber durch die zahlreichen Agenten- , Action- und Superheldenfilme haben die Bond-Filme für mich den Reiz verloren. Entsprechend muss ich zugeben, dass ich längst nicht alle Filme gesehen. Es gab für mich zwei Gründe, den 23. Bond-Film gucken zu wollen: 1.) Javier Bardem als Bösewicht und 2.) Sam Mendes als Regisseur.

Meines Erachtens hätte der Bond-Reihe nichts besseres passieren können, als Sam Mendes („American Beauty“, „Jarhead“, Revolutionary Road) als Regisseur zu gewinnen. Sam Mendes arbeitet hier noch dazu mit einem der besten Kameramänner der Branche, Roger Deakins. Sonst verschönt er die Coen Bros.-Filme und mit der dritten Zusammenarbeit mit Sam Mendes (nach „Jarhead“ und „Revolutionary Road“) gibt er eine weitere Meisterarbeit ab. Meine Güte, sieht der neue Bond-Film optisch gut aus. Alleine die Titelsequenz zu Beginn ist eine der schönsten, die ich je gesehen habe. Dazu fügt sich der Titelsong auch noch perfekt ein. Der ganzen Film hätte noch so eine hohle Handlung haben können, ich hätte mich an der umwerfenden Bildsprache satt gesehen. Seinerzeit ging es mir mit Sam Mendes Film „Road to Perdition“ ähnlich. Damals war Conrad Hall der Kameramann, der Sam Mendes zur Seite stand. Da gab es insbesondere eine Szene, die mir bis heute nicht aus dem Kopf geht. (Leider war das Conrad Halls letzter Film, er ist kurz darauf gestorben und hat den Oscar für dieses Werk posthum erhalten.)

Bei „Skyfall“ gibt es aber keine stumpfsinnige Story, das Drehbuch könnte man als relativ solide bezeichnen, auch wenn zweifelsfrei ein paar Logikfragen auftauchen. Um das Negative gleich aus dem Weg zu räumen, es gibt auch ein paar Anschlussfehler (die mich aber immer nur sehr kurz beschäftigt haben) und der Score war mir manchmal etwas zu aufdringlich. Ansonsten hat der Film, trotz der eigentlich auf dem Papier für einen Actionfilm viel zu langen 143 Minuten, keine merkbaren Längen. Ohne näher ins Detail gehen zu wollen und damit zu spoilern, kann man bei Daniel Craigs James Bond in „Skyfall“ Parallelen zu Christian Bales Bruce Wayne in The Dark Knight Rises sehen. Das spielt für mich sicherlich auch rein, warum mir dieser Bond-Film so gut gefällt.

Ein gelungener Bond-Film steht und fällt für mich mit der Glaubwürdigkeit des Bösewichts. Es sollte und muss ein ernstzunehmender und gleichwertiger Gegenspieler sein und das ist in „Skyfall“ gegeben. Für mich sind Javier Bardem als SILVA und Gert Fröbe als GOLDFINGER die besten Bond-Bösewichte der Reihe. Vielleicht hätte SILVA etwas früher in den Film eingeführt werden soll. Oder anders ausgedrückt, ich hätte gerne mehr von Javier Bardem gesehen. In meinen Augen, sollten die Bond-Bösewichte immer mit so großartigen Schauspielern besetzt sein. Das betrifft auch die Bond-Girls, die sollten auch besser mit talentierten, schönen Schauspielerinnen besetzt sein. In „Skyfall“ fand ich die Bond-Girls auch – wieder einmal – langweilig und austauschbar. Es machte sogar den Anschein, dass Sam Mendes, insbesondere von Bérénice Marlohe, gelangweilt war.

Abschließend möchte ich nur noch erwähnen, dass ich – nach kurzem Überlegen – den neuen Q interessant finde, gespielt wird er von Ben Wishaw. Im dritten Akt hätte ich gerne gesehen, dass Sean Connery eine bestimmte Rolle übernommen hätte. Soweit ich weiß, wurde er auch angefragt. Das hätte den Film wahrscheinlich noch perfekter gemacht.

Es wurde noch nie ein Schauspieler für einen Bond-Film für einen Oscar nominiert. Meiner Auffassung nach, könnte und sollte man hier Javier Bardem ins Gespräch bringen. In 50 Jahren James Bond haben nur zwei Filme überhaupt einen Oscar gewonnen. Im Jahr 1965 hat „Goldfinger“ den Oscar für die Best Sound Effects und ein Jahr später, im Jahr 1966, hat „Thunderball“ den Oscar für Best Special Visual Effects gewonnen.

Derzeit sind für eine Oscar-Nominierung im Gespräch: Beste Nebendarstellerin Judi Dench (das ist mittlerweile ihre 7. Performance als M), Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Kamera, Bester Song und Beste Filmmusik (es ist aber vorstellbar, dass der Score vorzeitig disqualifiziert wird)

Ich habe den Film an dem Eröffnungswochenende in Kanada in einem IMAX-Kino gesehen. Es mag nicht erforderlich sein, ihn in IMAX zu sehen, dringend würde ich allerdings empfehlen, „Skyfall“ auf der grösstmöglichen Leinwand zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Der neue Trailer ist wesentlich besser. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde ausschließlich das neue, 48fps-Format interessieren. Ich drücke fest die Daumen, dass es zu keinen wichtigen Oscar-Nominierungen kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Chicago – Film: "My Week with Marilyn"

Ich war am 05.12.11 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„My Week with Marilyn“ (dt. Kinostart: 19.04.12) 96 min drama, adaptation
dir. Simon Curtis cast: Michelle Williams, Kenneth Branagh, Eddie Redmayne, Judi Dench, Dougray Scott, Dominic Cooper, Julia Ormond, Emma Watson

1956 in London. Der 23-jährige Colin Clark (Eddie Redmayne) bekommt die Chance, als dritter Regieassistent (inoffiziell: Laufbursche) am Set von „The Sleeping Prince“ (der später in „The Prince and the Showgirl“ umbenannt wurde) zu arbeiten. Marilyn Monroe (Michelle Williams) ist mit ihrem frisch angetrauten Ehemann, Arthur Miller (Dougray Scott), angereist. Colin Clark beobachtet auf der einen Seite wie der Regisseur und Hauptdarsteller Laurence Olivier (Kenneth Branagh) schier an an dem neurotischen Starlet verzweifelt ist und auf der anderen Seite Marilyn Monroes Unsicherheit. Nach einem Streit mit Marilyn verlässt Arthur Miller England. Marilyn hat inzwischen Vertrauen zu dem sieben Jahre jüngeren Regieassistenten gefasst und sucht seine Nähe….

B+ (Wertung von A bis F) „My Week with Marilyn“ basiert auf wahren Begebenheiten. Colin Clark hat seinerzeit Tagebuch geschrieben und unter dem Titel „The Prince, the Showgirl and Me“ im Jahr 1995 veröffentlicht.

Gleich die erste Szene fand ich unglücklich. Es sollte die singende, glamouröse Marilyn Monroe zeigen, gesehen habe ich Michelle Williams („Dawson´s Creek“, „Brokeback Mountain“, Blue Valentine) die ordentlich aufgepolstert in ein Kleid gesteckt wurde, um annähernd der kurvenreichen Silhouette Marilyn Monroes näherzukommen. Ich dachte nur, wenn das jetzt so weitergeht, wird es eine peinliche Vorstellung. Es ist schon unglaublich mutig, diese einzigartige Leinwandlegende zu portraitieren. Dankenswerterweise hatte ich die erste Szene schnell vergessen, ich war einfach gefesselt von dem dann Erzählten. „My Week with Marilyn“ wirkt wie eine dieser Dokumentationen mit nachgestellten Szenen. Der Film erzählt von einem Sexsymbol (Marilyn Monroe), die als ernstzunehmende Künstlerin wahrgenommen werden wollte und immer auf der Suche nach Zuneigung und Liebe war und – auf der anderen Seite – von einem hoch angesehenen Theater-und Filmschauspieler (Sir Laurence Olivier), der neidisch auf Marilyns Berühmtheit war. Der Film zeigt aber auch wie anstrengend, voller Selbstzweifel und einsam Marilyn Monroe war. Als ich aus dem Kino kam, hatte tatsächlich das Gefühl, zu verstehen wie diese Frau getickt hat. Auch kann ich nachvollziehen wie Laurence Olivier an dieser, nach außen hin, divenhaften und disziplinlosen Frau schier verzweifelt sein muss. Bezeichnend dafür, dass er in seiner Karriere fortan auf die Arbeit als Filmregisseur verzichtet hat und zurück zum Theater gegangen ist. Später, in den 1970er Jahren hat Sir Laurence Olivier noch ein einziges Mal Regie in einem Film geführt. Schließlich erzählt „My Week with Marilyn“ aber auch wie sich der 23-jährige Regieassistent, in die große Monroe verliebt hat.

Mit Ausnahme von dieser ausdruckslosen Darstellerin aus den Harry Potter Filmen, sind in „My Week with Marilyn“ alle Schauspieler idealbesetzt und jede/ jeder beeindruckt auf ihre/ seine Weise. Michelle Williams wird als heiße Kandidatin für eine sichere Oscar-Nominierung im nächsten Jahr gehandelt. Sie kommt der Monroe schon sehr nahe, immer mal wieder gibt es einige Sekunden im Film, da könnte man sogar denken es wäre die Leibhaftige, die sie hier eingespielt haben. Wichtiger war aber, dass sie überzeugend die Präsenz und den Charakter des größten Stars seinerzeit rüberbringt. Das ist ihr, wie erwähnt, geglückt. Gerechtfertigt wäre aber auch eine Oscar-Nominierung für Kenneth Branagh und Eddie Redmayne. Der britische Theaterschauspieler Eddie Redmayne hat auch schon in Filmen („The Good Shepherd“, „The Other Boleyn Girl“) mitgewirkt, aufgefallen ist er mir bislang aber nicht. Wenn ich ihn hier mit seiner intensiven, authentischen Performance sehe, frage ich mich, wie es sein kann, dass er mir nicht zuvor ins Auge gefallen ist.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Young Adult“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jason Reitmans neue Tragikomödie mit einer scheinbar brillanten Charlize Theron. Auch mit dabei Patrick Wilson und Patton Oswalt. Oscar-Potential. Ich glaube, der Film wird mir gefallen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „War Horse“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: „War Horse“ gilt immer noch als möglicher Oscar-Film. Für mich immer noch ein „Arbeitsfilm“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Girl with the Dragon Tattoo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David Finchers Remake der gleichnamigen Stieg Larsson-Verfilmung mit Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright. So, die ersten haben nun endlich diesen Film gesehen, dürfen aber noch nichts sagen bzw. darüber schreiben. Das Einzige was durchklingt, ist, dass Rooney Mara der Oberknaller sein muss.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Wanderlust“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Paul Rudd und Jennifer Aniston. Wenn die Aniston nicht mitspielen würde…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Artist“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Ein schwarz-weißer Stummfilm, so etwas sieht man heutzutage einfach nicht mehr im Kino. „The Artist“ hält sich seit Monaten schon als einer der Oscar-Favoriten bei den Oscars 2012.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Iron Lady“
Bewertung des Trailers: B- (Teaser)
Kommentar: Biopic über die britische Premierministerin Margaret Thatcher mit Meryl Streep
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "J. Edgar"

Ich war am 26.11.11 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„J. Edgar“ (dt. Kinostart: 19.01.12) 137 min biographical drama
dir. Clint Eastwood cast: Leonardo DiCaprio, Armie Hammer, Naomi Watts, Jeffrey Donovan, Judi Dench, Josh Lucas, Lea Thompson, Adam Driver

Im Jahr 1924 wurde J. Edgar Hoover nach seinem Studium als neuer Direktor der amerikanischen Bundespolizei (Bureau of Investigation) ernannt. Er strukturierte die Behörde um und vergrösserte ihren Machtbereich. Im Jahr 1935 wurde die Behörde umbenannt in Federal Bureau of Investigation (F.B.I.) und J. Edgar Hoover war bis zu seinem Tod im Jahr 1972, insgesamt 48 Jahre, als Chef der amerikanischen Bundespolizei tätig. Er hat unter insgesamt acht verschiedenen US-Präsidenten gedient, hat Kommunisten, Bürgerrechtler, Homosexuelle und Ehebrecher gehasst und bekämpft. Überhaupt ist er gegen Jeden, der eine andere politische Überzeugung oder Moralauffassung als er hatte, vorgegangen. Er hat diese Leute (darunter auch US-Präsidenten, Prominente und sogar Martin Luther King) abhören lassen, führte geheime Akten über sie und hat teilweise die Beweise genutzt, um die Personen zu erpressen. Die Mafia hat er hingegen nie so bekämpft, wie er es durch seine Funktion gekonnt hätte. J. Edgar Hoover war einer der mächtigsten Personen der Vereinigten Staaten von Amerika.

In dem Film diktiert J. Edgar Hoover (Leonardo DiCaprio) einigen jungen Agenten die Geschichte seiner F.B.I.-Tätigkeit. Im Film erfährt man auch, was für einen Stellenwert seine Mutter (Judi Dench) in seinem Leben hatte und dass er Clyde Tolson (Armie Hammer) zu seinem Stellvertreter ernannt hat. Bis zu seinem Tod war Clyde Tolson auch der Lebenspartner von J. Edgar Hoover.

C+ (Wertung von A bis F) Der skrupellose FBI Chef J. Edgar Hoover hat mich schon sehr früh fasziniert. Vor jetzt mehr als zwanzig Jahren habe ich seine Biografie förmlich verschlungen.

Clint Eastwood schafft es mit seinem Film „J. Edgar“ in meinen Augen nicht, dieser so wichtigen historischen Person gerecht zu werden. Biografische Filme müssen auch immer dem Zuschauer, der nicht ausreichend Hintergrundwissen hat, eine Persönlichkeit erklären. Der Film hätte sich noch mehr auf sein Karriere, die Mittel, die er eingesetzt hat, um sie voranzutreiben, seine fiesen Taktiken und letztlich seine Macht konzentrieren müssen. Sicherlich ist auch seine private Beziehung zu seinem Stellvertreter interessant, mir nimmt aber die Liebesgeschichte eine zu dominante Rolle ein. Auch hätte ich gerne erfahren, warum seine Sekretärin (gespielt von Naomi Watts) ihm so ergeben war. Ihre Figur ist unbefriedigend ausgearbeitet. Die Geschichte wird in unzähligen Rückblenden erzählt und springt von der einen Zeit in die nächste und wieder zurück. Ich sehe das Problem des Films im Drehbuch. (geschrieben von Dustin Lance Black, der für Milk einen Oscar gewonnen hat). Clint Eastwoods Regiearbeit ist einmal mehr bemerkenswert, gerade die Nacht- und Außenaufnahmen sind sehr elegant. Die Ausstattung und die Garderobe wirken authentisch.

Leonardo DiCaprio schafft es, dem Zuschauer J. Edgar Hoover menschlich nahezubringen. Immer mal wieder während des Films und natürlich zum Schluss hat mich dieser Mann, der sich so sehr seinen eigenen moralischen Vorstellungen unterwarf und Zeit seines Lebens nie zugeben konnte, homosexuell zu sein, gerührt. Von dem Film nehme ich, was die Person J. Edgar Hoover angeht, eigentlich nur mit, dass er mir leid tut. Das dürfte eigentlich nicht sein. Von Beginn des Films an war ich von Leonardo DiCaprios Performance gefesselt, so sehr, dass ich mich regelrecht zwingen musste, auch auf andere Schauspieler zu achten. Das hat sich erst geändert als Armie Hammer ins Spiel kam. Die Anziehungskraft der Beiden ist spürbar. Leonardo DiCaprio hat nun optisch überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem ehemaligen Direktor des F.B.I. Leo spielt ihn über einen Zeitraum von über fünfzig Jahren. Als er J. Edgar Hoover in jungen Jahren porträtiert, hatte ich noch so meine Schwierigkeiten mit seiner Performance, in seiner Sprache habe ich immer wieder den Filmstar rausgehört und auch von den dunklen Augen war ich zunächst abgelenkt. Dann aber, als er den älteren und alten J. Edgar Hoover spielt (dank auch der perfekten Arbeit der Maskenbilder), verschwindet Leonardo DiCaprio komplett hinter seiner Filmfigur. Sein Aussehen, seine Sprache, seine Gesichtsausdrücke, seine Körperhaltung, sein Gang – das ist nicht mehr ein Schauspieler, hier sieht man J. Edgar Hoover. Damit ist es für mich eine eindeutige Oscar-Performance.

Bei den anderen Performances möchte ich Armie Hammer (The Social Network) herausheben. Er hat mir schauspielerisch sehr gut gefallen, obwohl seine Performance durch eine teils lächerlich wirkende Maske als älterer/alter Mann etwas überschattet wird. Gefallen hat mir auch, klar, Judi Dench als schwulenfeindliche Übermutter von J. Edgar Hoover. Nicht so überzeugt war ich hier von Naomi Watts, aber das lag mehr an in ihrer Filmfigur.

In einer sehr gut besuchten Samstagabend Vorstellung sind während des Films immer mal wieder Zuschauer aufgestanden und gegangen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Extremely Loud and Incredibly Close“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer, leider immer noch dieser U2-Song)
Kommentar: Stephen Daldrys Drama, das den 11. September 2001 thematisiert. Besetzung: Tom Hanks, Sandra Bullock, Max von Sydow und Viola Davis. Gilt als möglicher Oscar-Film, obwohl ihn immer noch keiner gesehen hat…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „New Year´s Eve“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: RomCom mit Ashton Kutcher, Hilary Swank, Michelle Pfeiffer, Jon Bon Jovi, Zac Efron, Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Sarah Jessica Parker, Jessica Biel und Katherine Heigl und Til Schweiger (spätestens beim Auftauchen der beiden Letztgenannten im Trailer, war ich raus aus der Geschichte…)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%, es sei denn er bekommt eine RT-Bewertung von mind. 60%

Trailer v. Film: „Safe House“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actioner mit Ryan Reynolds und Denzel Washington
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „The Girl with the Dragon Tattoo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David Finchers Remake der gleichnamigen Stieg Larsson-Verfilmung mit Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright. An Rooney Mara habe ich mich nicht nur mittlerweile gewöhnt und ich bin sehr gespannt auf diese Performance. Oscar-Film oder Oscar-Potential, wird sich (immer noch) zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „War Horse“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: „War Horse“ gilt immer noch als möglicher Oscar-Film. Für mich immer noch ein „Arbeitsfilm“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Young Adult“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jason Reitmans neue Tragikomödie mit einer scheinbar brillanten Charlize Theron. Auch mit dabei Patrick Wilson und Patton Oswalt. Oscar-Potential. Ich glaube, der Film wird mir gefallen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

DVD – Film: "Jane Eyre"

Folgenden Film habe ich mir als iTunes Leihvideo angeschaut:

„Jane Eyre“ (dt. Kinostart: 01.12.11) 121 min drama, adaptation
dir. Cary Fukunaga cast: Mia Wasikowska, Michael Fassbender, Jamie Bell, Judi Dench, Sally Hawkins, Amelia Clarkson, Romy Settbon Moore

England des 19. Jahrhunderts. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Jane Eyre (Amelia Clarkson) zunächst bei ihrer wohlhabende Tante Mrs. Reed (Sally Hawkins) und ihren drei verzogenen Kindern auf. Sie lassen sie stets spüren, dass sie aus einem niederen Stand kommt. Es ist eine schreckliche Zeit, bis sie ins Internat kommt und alles noch viel schlimmer wird. Mittlerweile ist Jane (Mia Wasikowska) achtzehn Jahre alt, hat eine gute Schulbildung genossen und verlässt das Internat. Auf dem Anwesen Thornfield Hall hat sie schließlich Glück und bekommt eine Anstellung als Gouvernante der jungen Adèle (Romy Settbon Moore). Ihren Arbeitgeber, den launischen und überheblichen Edward Rochester (Michael Fassbender) lernt sie erst einige Zeit später kennen. Er schätzt ihre Direktheit und Intelligenz. Sie verliebt sich schließlich in ihn, geht aber davon aus, dass er standesgemäß heiraten wird. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung bis Jane Eyre von seinem Geheimnis erfährt…

B- (Wertung von A bis F) „Jane Eyre“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Charlotte Bronte aus dem Jahr 1847.

Gerne hätte ich diesen Film im Kino gesehen. Dort hätte ich die Atmosphäre voraussichtlich noch besser aufgenommen. Die Ausstattung und die Kostüme sind großartig und auch die Filmsets versetzen einen in die damalige Zeit. Dem Regisseur Cary Fukunaga („Sin Nombre“) ist mit seinem – erst zweiten – Spielfilm eine spannende und schön inszenierte Literaturverfilmung gelungen. Mit einer Ausnahme wurde hier auch ein wunderbares Ensemble vereint. Sally Hawkins („Happy-Go-Lucky“) passt für mich so gar nicht in die Zeit. Mia Wasikowska (Alice in Wonderland, The Kids Are All Right) hingegen verkörpert für mich Jane Eyre. Michael Fassbender gibt einen glaubhaften Edward Rochester, er wirkt sehr männlich und hat eine geheimnisvolle und sexy Ausstrahlung. Aber auch wenn ich Mia Wasikowska und Michael Fassbender sehr gut besetzt finde, so werden für mich die Emotionen bzw. die Gefühlswelt der beiden Protagonisten nicht hundertprozentig transportiert.

Der deutschstämmige Michael Fassbender (Inglourious Basterds) ist gerade dabei, seinen großen Durchbruch zu schaffen. In diesem Jahr hat er erst in „Jane Eyre“, dann in „X-Men: First Class“ (den ich leider immer noch nicht gesehen, aber jetzt wenigstens schon gekauft habe) gespielt und jetzt sind noch zwei potentiellen Award-Kandidaten mit „A Dangerous Method“ und „Shame“ auf dem Weg in die Kinos. Auch dort wird seine Arbeit schon hochgelobt.

Trailer zu sehen:

Detroit – Film: "Nine"

Ich war am 30.12.09 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„Nine“ (dt. Kinostart: 25.02.10) 128 min musical, adaptation
dir. Rob Marshall cast: Daniel Day-Lewis, Penelope Cruz, Marion Cotillard, Nicole Kidman, Judi Dench, Stacy ‚Fergie‘ Ferguson, Kate Hudson, Sophia Loren

Der italienische Filmemacher Guido Contini (Daniel Day-Lewis) hat für sein neuestes Projekt bereits einen Filmtitel, einen Star aber nicht die geringste Idee für eine Story. Ihm fallen die Frauen ein, die in seinem Leben eine Rolle spielten und spielen…

C+ (Wertung von A bis F) „Nine“ ist die Filmversion des erfolgreichen gleichnamigen Broadway-Musicals. Die erzählte Geschichte basiert auf Federico Fellinis autobiografischem Film „8 1/2“.

„Nine“ lockt zunächst einmal mit einer All-Star-Besetzung. Von den acht Protagonisten sind sechs mit einem Oscar ausgezeichnet, eine wurde für einen Oscar nominiert. Die einzige Ausnahme in der Besetzung bildet hier Fergie, die bekanntlich (bislang) keine Schauspielerin ist. Aus dieser Sicht ist der Film eine komplette Talentverschwendung. Der Film zieht sich wie Kaugummi, ich weiß nicht, wie oft ich auf die Uhr geschaut habe. In meinen Augen mangelt es hier erheblich an einer (guten) Story, einem soliden Drehbuch und da das Ganze nun auch ein Musical ist, an eingängigen Songs.

Zu den Hochkarätern: Daniel Day-Lewis: natürlich ist er auch hier mit einem italienischem Akzent der method actor, ich finde ihn jedoch irgendwie fehl am Platze, sehe ihn auch wesentlich lieber in „Gangs of New York“ und There Will Be Blood-Rollen. Javier Bardem sollte eigentlich seine Rolle spielen. Judi Dench ist Judi Dench. Nicole Kidman ist es mittlerweile gelungen, keinerlei Mimik mehr in ihrem Gesicht zu haben. Penélope Cruz: sehr gut, ich fand sie aber schon mal besser. Sophia Loren: über sie gibt es nicht viel zu sagen, ich frage mich nur wie sie es schafft, noch so auszusehen. Fergie sieht in „Nine“ zwar grauenhaft aus, legt aber eine geniale Performance hin. Kate Hudson: kann nicht sonderlich singen, dafür kann sie aber noch weniger tanzen. Ihre Szene ist sehr gut geschnitten, dass es vielleicht anderen nicht so auffällt.

Wenn es trotz allem einen Grund gibt, dass man sich den Film anschauen muß, dann ist das Marion Cotillard. Sie ist sensationell. Sie hat Leinwandpräsenz und zeigt hier wie facettenreich und dabei authentisch sie ist und dann singt sie auch noch. Der zweite Song („Take it All“) sollte ursprünglich von Penélope Cruz, Nicole Kidman und Marion Cotillard gesungen werden. Es war eine kluge Entscheidung, Marion Cotillard alleine singen zu lassen. Mit dieser Performance, die mit einem Oscar belohnt werden muß, setzt sie die Messlatte für andere Schauspieler ganz hoch, praktisch spielt in einer ganz eigenen Liga. Genug der Schwärmerei, ich habe eine neue Lieblingsschauspielerin und muß mir nun so bald wie möglich „La Vie en Rose“ angucken.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Tyler Perry´s Why Did I Get Married Too?“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tyler Perry…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „Crazy Heart“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jeff Bridges und Maggie Gyllenhaal
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Sex and the City 2“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Habe die Serie geliebt, fand aber den ersten Spielfilm schon nur gerade so okay
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 70 %

Trailer von Film: „Leap Year“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Amy Adams mag ich ja sehr, aber das schaut mir zu sehr nach ner Klamotte aus…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 50 %