TV – Serie: „Mrs. America“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender FX on Hulu-Serie angeschaut:

 

„Mrs. America“  9 x approx. 50 min  drama, biopic  

dir. Anna Boden & Ryan Fleck, Amma Asante, Laure de Clermont-Tonnerre, Janicza Bravo  cast: Cate Blanchett, Rose Byrne, Margo Martindale, Sarah Paulson, Uzo Aduba, Elizabeth Banks, Ari Gaynor, Melanie Lynskey, Jeanne Tripplehorn, Tracey Ullman, John Slattery, Kayli Graynor, Niecy Nash, James Marsden, Adam Brody, Bobby Cannavale, Jake Lacy

 

Von 1971 bis 1980 begleiten wir wichtige Persönlichkeiten der amerikanischen Frauenbewegung und wie sie sich dafür einsetzen oder dagegen kämpfen, dass ein Zusatzartikel in die amerikanische Verfassung aufgenommen wird. Dieser Verfassungszusatz soll die vollständige gesetzliche Gleichstellung von Mann und Frau garantieren.  

 

B+ (Wertung von A bis F) „Mrs. America“ porträtiert verschiedene amerikanische Frauenrechtlerinnen und ihre Ideologien und basiert vage auf der Geschichte um die Ratifizierung des Equal Rights Amendment (ERA), einem Verfassungszusatz, der die Gleichberechtigung der Frauen per Gesetz zusichert.  Serienschöpfer ist die kanadische Autorin, Regisseurin und Produzentin Dahvi Waller („Desperate Housewives“, „Mad Men“, „Halt and Catch Fire“). Bei vier Episoden hat das amerikanische Filmemacher-Duo Anna Boden & Ryan Fleck („Half Nelson“, It´s Kind of a Funny Story, Mississippi Grind, „Captain Marvel“) Regie geführt, bei zwei Episoden die dunkelhäutige britische Filmemacherin Amma Asante („Belle“, „A United Kingdom“), bei zwei Episoden die französische Filmemacherin Laure de Clermont-Tonnerre (The Mustang) und bei einer Episode die afroamerikanische Fotografin und Filmemacherin Janicza Bravo („Lemon“).

Manche Film- oder Fernsehprojekte fühlen sich an wie Hausaufgaben, die erste Sichtung (mit auch immer nur einer Episode pro Woche) von „Mrs. America“ gab mir dieses Gefühl, auch weil ich völlig blind an die Serie heranging. Bevor ich sie mir ein zweites Mal angeschaut habe (und übrigens auch dann erst abschließend bewertete), habe ich mich zunächst in die Geschichte der zweiten Welle des Feminismus  in den Vereinigten Staaten reingelesen und mich genauer mit dem ERA befasst. 

Hier sehen wir also Frauenrechtlerinnen mit völlig unterschiedlichen Ansichten die mit- aber auch gegeneinander kämpften. Auf der einen Seite die modernen, selbstbestimmten Feministinnen (u.a. Gloria Steinem, Bella Abzug, Betty Friedan, Shirley Chisholm) und auf der anderen Seite Phyllis Schlafly mit ihrer christlich-religiösen Gefolgschaft. Auch wenn es manchmal anders anmutet, Phyllis Schlafly war auch eine Feministin, allerdings mit einem sehr konservativen Hintergrund. Sie hat gegen die Gleichberechtigung per Gesetz gekämpft. Sie und ihre Bewegung befürchteten, dass der Verfassungszusatz Frauen schaden würde, sie ihr Hausfrauendasein aufgeben und auf dem Arbeitsmarkt mit Männern konkurrieren müssten. Sie argumentierten, dass vielleicht ihre Töchter zum Wehr- und Kriegsdienst eingezogen werden könnten, ihren Ehemänner nach einer Scheidung die Kinder zugesprochen werden könnten und sie dann womöglich noch für sie Unterhalt zahlen müssten. Bei dem Kampf um die Ratifizierung der Gleichberechtigungsklausel in der amerikanischen Verfassung hat am Ende keiner gewonnen, jedenfalls keine der Frauen. Phyllis Schlafly hatte sich von ihrem Engagement und, vor allen Dingen auch später für ihre Unterstützung, die sie Ronald Reagan bei seiner Wahl zum US-Präsidenten zukommen liess, auch etwas mehr versprochen. 

Das Drehbuch zu „Mrs. America“ wurde im Jahr 2016 geschrieben, als noch nicht mal daran zu denken war, dass Donald Trump ernsthaft zum US-Präsidenten gewählt wird. Die Serienschöpferin Dahvi Waller hat in einem Interview angegeben, dass sie nach seiner Wahl einiges hinzugefügt hat, um die Parallelen zu Donald Trump und sein Amerika aufzuzeigen. Phyllis Schlafly unterstützte Donald Trump bei seinem Präsidentschaftswahlkampf 2016, hat aber nicht miterlebt, dass er tatsächlich gewann. Kurz nach ihrem Tod im September 2016 wurde auch ihre letztes Buch „The Conservative Case for Trump“ herausgebracht. 

„Mrs. America“ ist Cate Blanchetts erstes TV-Projekt seitdem sie ein Hollywoodstar ist. Sie ist damit wohl eine der letzten Filmstars, die auch für das Fernsehen arbeitet. Natürlich macht sie die Serie zu ihrer. Sie zeigt die Stärken und Schwächen aber auch die Eleganz von Phyllis Schlafly. Sie schafft es, mit ihrer Mimik und Körpersprache kleine Emotionen zu offenbaren, es sind kurze nicht kontrollierbare Momente, wenn Phyllis Schlafly gerade realisiert, dass sie von Männern nicht ernst genommen oder gar diskriminiert wird. Cate Blanchett wirkt unverstellt und Ich konnte meist vergessen, hier die Charakterschauspielerin dahinter zu sehen.  

Das 1970er Jahre Production Design ist authentisch und exzellent (einige Wohnaccessoires, wie das bonbonfarbene Telefon, aber auch die Kostüme, insbesondere die anfänglich pastellene Garderobe von Phyllis Schlafly). Die Serie enthält immer wieder zwischendurch und am Ende Originalfilmaufnahmen. Auch ist die Musik erwartungsgemäß klasse. 

Sechs der neun Episoden sind jeweils direkt einer der Frauenrechtlerinnen gewidmet, eine Episode dreht sich um zwei Paare aus gegensätzlichen Lagern, die sich schließlich in einem TV-Duell gegenübersitzen. Dann gibt es noch die letzten beiden Folgen: 

Die vorletzte Episode „Houston“ spielt hauptsächlich in Houston, Texas zur National Women’s Conference im Jahr 1977. Diese Episode dreht sich um eine der wenigen wichtigen fiktiven Charaktere der TV-Serie: Alice Macray (gespielt von Sarah Paulson). Alice ist seit Jahren mit der konservativen Phyllis Schlafly befreundet und arbeitet für sie in der Stop ERA-Bewegung. In Houston sieht Alice alle anderen Frauen und Frauenbewegungen und stellt irgendwann die Ideologie von der, ihr so verehrten Phyllis Schlafly in Frage. 

Die letzte Episode „Reagan“ zeigt nochmal beide Seiten der Frauenbewegungen. Phyllis Schlafly wird schließlich den ehemaligen Schauspieler und kalifornischen Gouveneur Ronald Reagan bei seinem Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 1980 (hier wurde erstmalig der Slogan „Let´s Make America Great Again“ genutzt) unterstützen. 

Meine Lieblingsepisoden: Die sechste („Jill“), ich liebe Jill Ruckelshaus´ Gespräch mit Phyllis Schlafly über die sexuelle Übergriffigkeit von Männern.

Mein Lieblingscharakter in dem Mehrteiler: Bella Abzug, ich mag einfach ihre zynischen Sprüche. Von den fiktiven Charakteren ist es zweifelsfrei Alice Macray (gespielt von Sarah Paulson), ich mag die  Entwicklung, die sie durchläuft. 

 

Die für die amerikanische Frauenbewegung und diese TV-Serie wiederkehrenden Begriffe: 

ERA oder E.R.A. (Equal Rights Amendment) Im Jahr 1919 wurde das Frauenstimmrecht in den USA eingeführt. Vier Jahre später, seit dem Jahr 1923 wurde für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Bundesstaaten gekämpft. Ein solcher Zusatz sollte in der Verfassung aufgenommen werden. Vom Kongress wurde dies aber über die nächsten Jahrzehnte abgelehnt. Erst im Jahr 1972 wurde dieser Verfassungszusatz vom Repräsentantenhaus und vom Senat verabschiedet und den Staaten zur Ratifizierung vorgelegt. Um eine Änderung der amerikanischen Verfassung zu erwirken, mussten 38 Bundesstaaten zustimmen. Bis zum Ende der zunächst 7, aber insgesamt (verlängerten) 10-jährigen Frist hatten nur 35 Staaten ratifiziert, damit galt der ERA als gescheitert. Fast vierzig Jahre später, am 15.01.20, befürwortete Virginia als 38. Staat den ERA, geändert wurde die Verfassung jedoch noch nicht. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist bis heute noch nicht in der amerikanischen Verfassung verankert.

NWPC (National Women’s Political Caucus) ist eine bundesweite, parteiunabhängige Organisation, die sich für die Erhöhung des Frauenanteils auf allen politischen Ebenen in den Vereinigten Staaten einsetzt. Es ist bis heute auch ein Netzwerk von Frauen in der Politik. Die Organisation wurde im Jahr 1971 gegründet, Gründungsmitglieder waren u.a. Bella Abzug, Shirley Chisholm, Betty Friedan, Jill Ruckelshaus und Gloria Steinem. 

NOW (National Organization for Women) ist die größte US-amerikanische feministische Interessensvertretung. Sie wurde im Jahr 1966 gegründet. Eine ihrer Gründerinnen war Betty Friedan. NOW setzte sich für den ERA ein.

Eagle Forum ist eine von Phyllis Schlafly gegründete konservative Interessengruppe, hervorgegangen aus der Stop ERA-Bewegung. Mrs. Schlafly hat u.a. die „Pro Life“-Bewegung ins Leben gerufen

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Phyllis Schlafly hat ein Uni-Abschluss in Politikwissenschaften. Die Republikanerin strebte eine Position im Kongress an. Nachdem ihr Bestreben jedoch nicht von Erfolg gekrönt war, begann sie, Bücher zu schreiben. Im Alter von 25 Jahren heiratete sie den fünfzehn Jahre älteren Anwalt John Fred Schlafly (hier gespielt von John Slattery) und bekam mit ihm sechs Kinder. Durch die Unterstützung ihres Mannes (und ihrer Familie und der Hausangestellten) versuchte die leidenschaftliche Politikerin immer wieder, politisch Fuß zu fassen. Im Jahr 1972  begann die einflussreiche konservative Aktivistin mit ihrer aggressiven Kampagne (STOP ERA) gegen die Aufnahme des Verfassungszusatzes zur Gleichstellung von Frau und Mann. Phyllis war zwar Teil der amerikanische Frauenbewegung, die „Emanzen“ waren ihr jedoch ein Dorn im Auge und in dem Verfassungszusatz sah sie eine Bedrohung für die traditionelle amerikanische Familie. Phyllis Schlafly spielt in dem kompletten Mehrteiler „Mrs. America“ eine tragende Rolle, die erste Episode („Phyllis) und die fünfte Episode („Phyllis & Fred & Brenda & Marc“) sind ihr sogar namentlich gewidmet. Phyllis Schlafly ist im Jahr 2016 verstorben, eines ihrer letzten Amtshandlungen war, Donald Trump bei seiner US-Präsidentschaftswahl zu unterstützen. Gespielt wird sie von der großartigen australischen Schauspielerin Cate Blanchett. Für eine ihrer ersten Filmrollen als Queen Elizabeth I wurde sie gleich für den Oscar nominiert. Seither hat sie in zahlreichen Filmen (u.a. „The Talented Mr. Ripley“, „The Lord of the Rings“-Trilogie, „Babel“, Truth, Manifesto) mitgespielt. Sie wurde sieben Mal für den Oscar (für ihre Performance in den Filmen „Elizabeth“, „The Aviator“, „Notes on a Scandal“, I´m Not There, „Elizabeth: The Golden Age“, Blue Jasmine und Carol) nominiert, gewonnen hat sie zwei Oscars (für „The Aviator“ und „Blue Jasmine“). Außerdem wurde sie für den Tony für Ihre Performance in dem Bühnenstück „The Present“ nominiert. Cate Blanchett hat bereits in australischen TV-Projekten mitgewirkt, mit „Mrs. America“ könnte und wird sie aber wahrscheinlich ihre erste Emmy-Nominierung erhalten. 

Gloria Steinem ist Journalistin und Gründerin und Herausgeberin des feministischen Magazins „Ms.“. Die Aktivistin hat sich gegen den Vietnamkrieg und für die Rechte der Frauen (insbesondere auch für Pro-Choice) eingesetzt. Sie führte eine Kampagne zur Ratifizierung des ERA. Auch ist sie Mitbegründerin des National Women’s Political Caucus (NWPC). Die attraktive Gloria Steinem war eines der bekanntesten Gesichter des amerikanischen Feminismus, sie war einflussreich, aber unter den Frauenrechtlerinnen nicht unumstritten. (Kleiner Fun Fact: Gloria Steinem war durch die Heirat mit David Bale über einen Zeitraum von 3 Jahren mal die Stiefmutter von dem Schauspieler Christian Bale). Die zweite Episode („Gloria“) in der Miniserie ist ihr gewidmet. Gespielt wird Gloria Steinem von der australischen Schauspielerin Rose Byrne. Sie hat in vielen Filmen (u.a. „Sunshine“, Knowing, Insidious, Bridesmaids) mitgespielt, mir ist sie aber immer noch am meisten durch ihre Rolle neben Glenn Close in der TV-Serie Damages präsent, das wird sich jetzt vielleicht mit „Mrs. America“ ändern. Für ihre Performance in „Damages“ wurde sie zwei Mal für den Emmy nominiert Mit dem Schauspieler Bobby Cannavale hat die Schauspielerin zwei Kinder. 

Bella Abzug hat Rechtswissenschaften studiert und war als Rechtsanwältin tätig. Später war die Demokratin über einen längeren Zeitraum Abgeordnete des Repräsentantenhauses. Jahrelang setzte sich die Feministin dafür ein, dass der ERA ratifiziert wird. Auch ist sie Mitbegründerin des National Women’s Political Caucus (NWPC). Die siebente Episode („Bella“) der Miniserie ist Bella Abzug gewidmet. Gespielt wird sie von der amerikanischen Charakterschauspielerin Margo Martindale. Sie hat in vielen Kinofilmen (u.a. „The Firm“, „The Hours“, „Million Dollar Baby“, The Savages, August: Osage County) und TV-Projekten (Dexter, „The Good Wife“, „Sneaky Pete“) mitgespielt. Insgesamt fünf Mal wurde sie für den Emmy (4x allein für ihre Performance in der TV-Serie „The Americans“, 1 x für „Justified“) nominiert, gewonnen hat sie den Emmy 2x für „The Americans“ und 1x für ihre Rolle in „Jusitified“). Außerdem hat sie eine Tony-Nominierung für ihre Performance in dem Bühnenstück „Cat on a Hot Tin Roof“. 

Betty Friedan war eine Frauenrechtlerin und gilt als Urmutter der zweiten Welle der amerikanischen Frauenbewegung. In ihrem 1963 erschienen Buch „The Feminine Mystique“ erboste sie sich darüber, dass amerikanische Frauen darauf reduziert werden, Hausfrau und Mutter zu sein. Sie war eine alleinerziehende Mutter dreier Kinder und scheint in den 1970er Jahren etwas verbittert, auch weil sie nicht die von ihr gewünschte Anerkennung von der Vorzeigefeministinnen wie Gloria Steinem bekommt.  Sie gründete im Jahr 1966 die National Organization for Women, eine der einflussreichsten Lobbygruppen für Frauenrechte. Auch ist sie Mitbegründerin des National Women’s Political Caucus (NWPC). Die vierte Episode („Betty“) in der Miniserie ist Betty Friedan gewidmet. Gespielt wird Betty Friedan von der britisch-amerikanischen Comedian, Schauspielerin und Filmemacherin Tracey Ullman. Sie hatte ihre eigenen TV-Shows („The Tracey Ullman Show“ und viele andere unter ihrem Namen), hat einige Synchronarbeiten in Animationsfilmen (u.a. „Happily Ever After“, „Corpse Bride“, „Onward“) geleistet und auch in dem einen oder anderen Spielfilm (u.a. I Could Never Be Your Woman, Into the Woods) mitgespielt. Sie war insgesamt 26 x für den Emmy nominiert, gewonnen hat sie 7 Emmys (als Produzentin, Autorin und Schauspielerin ihres TV-Formats „The Tracey Ullman Show“, für ihren Gastauftritt in der Comedy Serie „Love & War“, für ihre Performance in ihrer Show „Tracey Takes on New York“, als Produzentin ihres TV-Formats „Tracey Takes On…“ und für ihren Gastauftritt in der TV-Serie „Ally McBeal“). Ich bin kein Fan von Tracey Ullman, auch wenn ich gestehen muss, dass ich die Sketche, in der sie Angela Merkel porträtiert, damals wirklich lustig fand. 

Jill Ruckelshaus ist wie Phyllis Schlafly (gespielt von Cate Blanchett) Republikanerin, nur hat sie ganz andere Ansichten zu Frauenrechten. Die Feministin war in den 1970er Jahren Mitarbeiterin des Weißen Hauses und für die Ratifizierung des ERA. Die Mutter von fünf Kindern ist Mitbegründerin des National Women’s Political Caucus (NWPC). Die sechste Episode („Jill“) in der Miniserie ist Jill Ruckelshaus gewidmet. Gespielt wird Jill Ruckelshaus von der amerikanischen Schauspielerin, Autorin, Regisseurin und Produzentin Elizabeth Banks. Als Schauspielerin war sie in zahlreichen Filmen (u.a. „Catch Me if You Can“, „W.“, Role Models, The Next Three Days, „The Hunger Games“-Trilogie, Love & Mercy) und TV-Serien (u.a. „Scrubs“, „Modern Family“, „30 Rock“) zu sehen. Ihr Spielfilmdebüt als Regisseurin hat sie mit „Pitch Perfect 2“ gegeben. Elizabeth Banks hat drei Emmy-Nominierungen (2 x für ihren Gastauftritt in „30 Rock“ und 1 x für ihren Gastauftritt in „Modern Family“.

Shirley Chisholm war die erste schwarze Frau im Kongress. Die Demokratin setzte sich dort besonders für die Gleichberechtigung von Frauen ein. Sie war die erste Afroamerikanerin, die sich um die Nominierung als US-Präsidentschaftskandidatin bewarb. Auch ist sie Mitbegründerin des National Women’s Political Caucus (NWPC). Shirley Chisholm ist die dritte Episode („Shirley“) in der Miniserie gewidmet. Gespielt wird Shirley Chisholm von der afroamerikanischen Schauspielerin Uzo Aduba. Sie hat u.a. in Ewan McGregors Regiedebüt American Pastoral. mitgespielt ist aber wahrscheinlich mehr durch ihre (Haupt-)Rolle in der TV-Serie „Orange is the New Black“ bekannt. Für ihre Performance in dieser Serie wurde sie drei Mal für den Emmy nominiert, 2 x hat sie den Emmy dafür sogar gewonnen. 

„Mrs. America“ wurde für 10 Emmys nominiert (darunter Best Limited Series, Best Actress/ Limited Series für Cate Blanchett, Best Supporting Actress/Limited Series für Uzo Aduba und Margo Martindale und Tracy Ullman, Best Writing für „Shirley“, Best Casting/Limited Series und ein paar technische Kategorien)

„Mrs. America“ wurde erstmalig vom 15.04.20 – 27.05.20 auf FX on Hulu ausgestrahlt. Ich habe die Serie über iTunes/Apple TV gekauft. 

Trailer zu sehen:

Der sehr coole Vorspann zu sehen:

NYC – Film: „The Meddler“

Ich war am 22.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„The Meddler“ (dt. Filmtitel: „Mit besten Absichten“, dt. Kinostart: 14.07.16) 104 min comedy, drama
dir. Lorene Scafaria cast: Susan Sarandon, Rose Byrne, J.K. Simmons, Jason Ritter, Lucy Punch, Casey Wilson

 

 

Marnie (Susan Sarandon) ist gerade nach Los Angeles gezogen. Nachdem ihr Mann verstorben ist, hält sie nichts mehr in New Jersey. Jetzt kümmert sie sich ständig um ihre Tochter Lori (Rose Byrne), bis der das alles irgendwann zu viel wird. Marnie muss sich eine neue Aufgabe suchen und findet bald schon jemand anderes, den sie bemuttern kann. Aber eines Tages trifft sie auf den pensionierten Polizisten Zipper (J.K. Simmons)…

 

 

B+ (Bewertung von A bis F) Das Drehbuch zu „The Meddler“ trägt autobiografische Züge und wurde von der Filmemacherin Lorene Scafaria geschrieben. Nach Seeking a Friend for the End of the World ist dies erst ihr zweiter Film als Regisseurin.

„The Meddler“ ist eine zwar harmlose, aber charmante Tragikomödie, ausgesprochen gerne mochte ich die Beziehung zwischen den von Susan Sarandon und J.K. Simmons gespielten Charakteren. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen entwickelt sich diese Beziehung „normal“.

J.K. Simmons hat in Whiplash noch glaubwürdig und oscarprämiert bewiesen hat, dass er ein knallhartes A… spielen kann, hier spielt er wieder den gewohnt liebenswürdig-witzigen Typen.

Das Einzige, was mich etwas rausgebracht hat, war diese Serienmörder-Story. Ich hatte die ganze Zeit befürchtet, dass diese Story noch einen unnötigen Platz in der eigentlichen Geschichte findet.

„The Meddler“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film wurde am 22.04.16 in einigen amerikanischen Kinos gestartet.

 

 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Family Fang„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanadaption. Neuer Film von und mit Jason Bateman und Nicole Kidman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Lobster„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe diesen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem New York Film Festival gesehen

Trailer v. Film: „Love & Friendship„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jane Austen-Adaption mit Kate Beckinsale, Stephen Fry und Chloe Sevigny
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Dark Horse“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Viva„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama, das in Kuba spielt, aber von Irland für die letzten Oscars eingereicht wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „A Bigger Splash„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Matthias Schoenaerts, Tilda Swinton und Ralph Fiennes
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

DVD – Film: "The Place Beyond the Pines"

Folgenden Film habe ich mir auf DVD angeschaut:

„The Place Beyond the Pines“ (dt. Kinostart war der 13.06.13, in D. auf DVD ab 7.11.13 erhältlich) 140 min drama
dir. Derek Cianfrance cast: Ryan Gosling, Bradley Cooper, Eva Mendes, Ray Liotta, Ben Mendelsohn, Rose Byrne, Dane DeHaan, Bruce Greenwood

Luke ist Motorradstuntman und tingelt mit seiner Show von Jahrmarkt zu Jahrmarkt. Als er auf dem Rummelplatz in Schenectady, New York arbeitet, wird er von seiner Ex-Affäre Romina (Eva Mendes) besucht. Er erfährt, dass sie ein gemeinsames Kind haben. Luke kündigt seinen Job, um in der Nähe von Romina und seinem Sohn zu bleiben. Nur so einfach ist es nicht, seine Ex-Flamme hat einen neuen Partner und Luke braucht auch Geld, um seine kleine Familie zu versorgen. Er freundet sich schließlich mit Robin (Ben Mendelsohn) an und schlägt eine kriminelle Laufbahn ein…

A- (Wertung von A bis F) Recht schnell habe ich gemerkt, dass ich „The Place Beyond the Pines“ wesentlich lieber im Kino gesehen hätte. (Wollte ich auch, aber…lange Geschichte) Jedenfalls verdient der Film die volle Aufmerksamkeit.

In meiner Inhaltsangabe habe ich bewusst nur den ersten Teil der Geschichte angerissen. Erzählt werden aber drei einzelne Geschichten, die miteinander verbunden sind. Es ist ein komplexes Vater-Söhne-Drama, das mich dramaturgisch auch das eine oder andere Mal überrascht hat.

Bradley Cooper („The Hangover, Silver Linings Playbook) hat mich hier das erste Mal richtig schauspielerisch von sich überzeugen können. Vielleicht ist er eines Tages ein Schauspieler, den auch ich dauerhaft ernst nehmen kann. Bei Matthew McConaughey hätte ich das vor einigen Jahren auch nicht gedacht. Vom Typ her sind sich die beiden sehr ähnlich, meine Sympathien sind aber eindeutig bei Matthew McConaughey, dem ich mittlerweile die Daumen für seine erste Oscar-Nominierung im Jahr 2014 drücke. Seine bemerkenswerte Performance in „The Place Beyond the Pines“ könnte Bradley Cooper im nächsten Jahr zu seiner bereits zweiten Oscar-Nominierung für „American Hustle“ verhelfen.

Mittlerweile verspüre ich eine leichte Müdigkeit was Ryan Gosling angeht. Wer mich aber erneut beeindruckt hat, ist Ben Mendelsohn (Animal Kingdom, The Dark Knight Rises und selbstverständlich Dane DeHaan (Chronicle, Lincoln)

„The Place Beyond the Pines“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival im Jahr 2012 aufgeführt. Der Film ist im April ins amerikanische Kino gekommen und zusammen mit „Mud“ waren es die ersten DVDs, die an die Academy-Mitglieder geschickt wurden.

Wenn auch nicht an vorderster Front, aber „The Place Beyond the Pines“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Nebendarsteller Bradley Cooper und Ryan Gosling

Trailer zu sehen:

DVD – Film: "X-Men: First Class"

Folgenden Film habe ich mir also iTunes Leihvideo angeschaut:

„X-Men: First Class“ (dt. Titel: „X-Men: Erste Entscheidung, dt. Kinostart war der 09.06.11) 131 min fantasy, action, prequel
dir. Matthew Vaughn cast: James McAvoy, Michael Fassbender, Kevin Bacon, January Jones, Rose Byrne, Jennifer Lawrence, Oliver Platt, Zoe Kravitz, James Remar

1962. Früh hat sich gezeigt, dass Erik Lensherr (Michael Fassbender) magnetische Fähigkeiten hat. Während des zweiten Weltkieges hat der Nazi-Wissenschaftler Klaus Schmidt (Kevin Bacon) versucht, sich Eriks Kräfte zunutze zu machen. Als ihm das misslingt, erschießt er Eriks Mutter. Seit Jahren ist Erik hinter dem skrupellosen Schmidt, der sich jetzt Sebastian Shaw nennt, her. Als er endlich die Möglichkeit bekommt, sich zu rächen, geht sein Plan schief und Professor Charles Xavier (James McAvoy) rettet ihm das Leben. Professor Charles Xavier, der sich später Professor X nennt, kann Gedanken lesen und seine eigenen Gedanken in andere hineinprojezieren. Er arbeitet mittlerweile für die CIA. Erik und Charles freunden sich an, rekrutieren immer mehr Mutanten und formen eine Elite-Armee. Sie müssen Sebastian Shaw stoppen, der dabei ist, einen dritten Weltkrieg anzuzetteln…

B- (Wertung von A bis F) Bei „X-Men: First Class“ wird die Vorgeschichte erzählt.

Gerne hätte ich den Film im Kino gesehen. So habe ich mir den Film aber zwei Mal gegönnt, einmal in der geschnittenen Version aus unserem aktuellen Bordprogramm und, da ich ihn auch schon vorher gekauft hatte, später erneut als iTunes Leihvideo.

Bei „X-Men: First Class“ wird einem relativ nachvollziehbar erzählt, wie alles begann. Hier sieht man wie die X-Men zueinander gefunden haben und wie die jetzigen Erzfeinde Magneto und Professor X damals befreundet waren. Nicht so richtig klar fand ich die Schlusssequenz. Die ganzen Entscheidungen fand ich etwas spontan und aus der Luft gegriffen. Da fehlt mir etwas der Hintergrund, warum sie so und so handeln. Ansonsten wurde aber viel Zeit in die Entwicklung der einzenen Charaktere gesteckt wurde. Das war auch erforderlich und so ist es wirklich gelungen, die Figuren zu etablieren. Den Charakter von Raven/Mystique (Jennifer Lawrence) fand ich, insbesondere wenn sie die Farbe wechselte, alles andere als überzeugend. Blaue Farbe schmeichelt Jennifer Lawrences Gesicht nicht gerade. Diese Maske und auch die von Beast fand ich schlichtweg schlimm. Rose Byrne hat für mich als Einzige überhaupt nicht in den Film gepasst. Ansonsten dauerten noch manche Szenen viel zu lang und der ganze Film rufte bei mir zum Ende Ermüdungerscheinungen hervor.

Kevin Bacon gibt sich wirklich Mühe, gut deutsch zu sprechen. Dennoch ist er weit entfernt davon, als Deutscher wahrgenommen zu werden. Den Bösewicht nehme ich ihm aber selbstverständlich ab, das kann Kevin Bacon. James McAvoy („The Last King of Scotland“, Wanted) sehe ich sowieso sehr gerne. Er ist sehr wandelbar, ihm nehme ich beinahe alle Rollen ab.

Bei dem deutsch-irischen Schauspieler Fassbender gestaltet es sich so, dass ich kurz davor bin, seinem Fanclub beizutreten. Er strahlt eine unglaubliche Intensität aus und wirkt so unberechenbar. Körperlich ist er dabei eher schmal. Er hat aber das, was bei Filmschauspielern sehr selten ist. Er hat das Potential, einen leading man zu spielen. Ich könnte mich täuschen, aber ich glaube, dass die Leute bald seinetwegen ins Kino gehen. Seine Stimme und Sprache rundet seine faszinierende Persönlichkeit nur ab.

Trailer zu sehen:

Montréal – Film: "Bridesmaids"

Ich war am 19.05.11 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Bridesmaids“ (dt. Titel: „Brautalarm“, dt. Kinostart: 21.07.11) 125 min comedy
dir. Paul Feig cast: Kristen Wiig, Rose Byrne, Chris O´Dowd, Maya Rudolph, Melissa McCarthy, Jon Hamm, Jill Clayburgh

Annie (Kristen Wiig) ist kürzlich mit ihrer Bäckerei pleite gegangen, hat jetzt einen unbefriedigenden Job, immer die falschen Männer und wohnt in einer WG mit zwei durchgeknallten Geschwistern. Seit ihrer Kindheit ist sie mit Lilian (Maya Rudolph) befreundet, die ihr jetzt mitteilt, dass sie sich verlobt hat. Annie freut sich darauf, Trauzeugin zu sein. Seit einigen Monaten ist Lilian jedoch mit Helen (Rose Byrne) befreundet. Helen ist bildhübsch und wohlhabend, schlichtweg perfekt und beansprucht den Titel als Lilians beste Freundin für sich. Helen will die bevorstehenden Feierlichkeiten für Lilian organisieren. Der Konkurrenzkampf beginnt…

B- (Wertung von A bis F) Ja, ja ich weiss, ich wollte diesen Film auf gar keinen Fall schauen… Frauenfilme sind generell so gar nicht meine Sache (blankes Unverständnis führt mich immer wieder zurück zu „Bridget Jones´s Diary“…).

Nun gibt es bei mir aber Reizworte (Golden Globes, Oscars), die mich beinahe immer ins Kino ziehen. „Bridesmaids“ hat überwiegend hervorragende Kritiken bekommen. Ich kann mich aber gut erinnern, dass The Hangover die damals auch erhalten hat. Den fand ich überbewertet. Schlechter ist „Bridesmaids“ aber auf gar keinen Fall. Der Film ist zwar viel zu lang (eine Komödie sollte nie wesentlich länger als 90 Minuten andauern) und einige Szenen sind etwas zu ausgereizt, aber er ist bis zum Schluß unterhaltsam. Auch hier gibt es ein paar Brüller und eine saueklige – und für mich überflüssige – Szene (Brautmoden-Laden), bei der sich zeigt, dass der Film aus dem Hause Judd Apatow („The 40 Year Old Virgin“, Knocked Up, Funny People) stammt. Kristen Wiig (SATURDAY NIGHT LIVE, „Knocked Up“, Adventureland) halte ich schon länger für ein Talent. Bislang hat sie nur einfach nicht die geeignete Hauptrolle angeboten bekommen. „Bridesmaids“ ist ihr Film. Kristen Wiig ist Annie und daher sehe ich hier auch eine ganz klare Golden Globe Nominierung. Rose Byrne (Damages) füllt ihre Rolle perfekt aus. Melissa McCarthy als Megan ist grotesk, einige Szenen kann sie aber ganz eindeutig für sich entscheiden. Der irische Schauspieler Chris O´Dowd ist mir zum ersten Mal aufgefallen, er hat mir richtig gut gefallen. Einziger optischer Störfaktor ist natürlich Maya Rudolph (Away We Go), auch wenn ich zugeben muss, dass ich Kristen Wiig und Maya Rudolphs Charakteren die Freundschaft abgenommen habe.

Der, wie ich finde, schlechte Trailer ist zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Larry Crowne“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Tragikomödie mit Tom Hanks und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiss nicht, Roberts und Hanks haben null Chemie und sie sollen mir hier auch noch als Liebespaar verkauft werden…

Trailer v. Film: „The Help“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Romanverfilmung mit Viola Davis, Emma Stone, Bryce Dallas Howard
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „What´s Your Number?“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Anna Faris und Chris Evans
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Cowboys & Aliens“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Jon Favreaus neuer Film mit Danlel Craig (der sieht aber auch wieder sexy aus), Harrison Ford, Olivia Wilde, Sam Rockwell, Paul Dano
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Change-Up“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Ryan Reynold, Jason Bateman und Olivia Wilde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Chicago – Film: "Insidious"

Ich war am 02.04.11 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Insidious“ (dt. Kinostart: 21.07.11) 102 min horror
dir. James Wan cast: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey, Andrew Astor, Leigh Whannell, Ty Simpkins

Josh (Patrick Wilson) und Renai (Rose Byrne) sind mit ihren drei Kindern gerade in ein neues Haus gezogen. Es dauert nicht lange bis Renai merkwürdige Geräusche und Vorkommnisse im Haus registriert. Der 6-jähriger Sohn Dalton (Ty Simpkins) stürzt wenig später von einer Leiter auf dem Dachboden fällt aus nicht ersichtbaren Grund noch in der nächsten Nacht ins Koma. Drei Monate später liegt Dalton immer noch im Koma, wird aber jetzt von Zuhause aus gepflegt. Fortan geschehen weiter unheimliche Dinge, so dass Renai darauf besteht, umzuziehen. In dem neuen Haus angekommen, hört der Spuk nicht auf, scheinbar lag es nicht an dem Haus…

C- (Wertung von A bis F) Ungefähr eine Stunde dachte ich, einen guten Horrorfilm zu sehen, aus dem Kino bin ich jedoch verärgert gekommen.

Von den Titelsequenz her, hätte es ein 1970er Jahre Horrorfilm sein können. Fand ich ungewöhnlich, aber nicht verkehrt. Was mich dann vollkommen aus dem Film warf, ohne dass er eigentlich schon angefangen hat, war Rose Byrnes Schlafanzug…aber das nur am Rande. Ich bin nun wirklich nicht der geübte Horrorfilm-Gucker, aber auch mir war von praktisch Anfang an klar, woher die Bedrohung kommt. Vom Gefühl her ca. eine Stunde lang fand ich „Insidious“ richtig gruselig und bei einigen Szenen habe ich eine komplette Gänsehaut auf dem Körper verspürt. Der Film ist aber viel zu lang. Mit dem Umzug ins neue Haus ist der Film noch einmal kurzfristig witzig und hat noch den ein oder anderen Gruselmoment, bis er dann ins absolut Lächerliche abdriftet. Der Film hat sehr wenig gekostet, muss er dann aber zwingend so billig aussehen? Zum Ende hin ist „Insidious“ so unbeschreiblich lausig inszeniert ist, dass mir die Worte fehlen, das zu beschreiben. Rose Byrne (Damages) macht ihren Job gut, was ich von Patrick Wilson („Little Children“) so überhaupt nicht sagen kann.

Der Regisseur James Wan (Saw) wird uns Fortsetzungen von „Insidious“ nicht ersparen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Dylan Dog: Dead of Night“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Horror/Zombie/Comedy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ? (weiss nicht…vielleicht wenn er richtig gute Bewertungen bekommt…)

Trailer v. Film: „Conan the Barbarian“
Bewertung des Trailers: D- (Teaser)
Kommentar: …mmmh, schon klar…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 %

Trailer v. Film: „Jump the Broom“
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: schwarze RomCom
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 %

Trailer v. Film: „Your Highness“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Action-Fantasy-Comedy mit Danny McBride, James Franco, Natalie Portman und Zooey Deschanel
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 % (auch nicht für Franco und Deschanel)

Trailer v. Film: „Don´t Be Afraid of the Dark“
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: von Guillermo Del Toro produziertes Remake mit Guy Pearce und Katie Holmes
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

TV – Serie: "Damages, Staffel 2"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender Serie angeschaut:

„Damages, Staffel 2“ 12 x approx. 43 min drama
dir. Todd A Kessler, Jean de Segonzac, Constantine Makris, Mario Van Peebles, Tate Donovan, Greg Yaitanes, Matthew Penn, Michael Pressman, Ed Bianchi, Andy Wolk cast: Glenn Close, Rose Byrne, William Hurt, Marcia Gay Harden, Timothy Olyphant, Tate Donovan, Ted Danson, Anastasia Griffith, John Doman, Tom Aldredge, Kevin Corrigan, Mario Van Peebles

Der FROBISHER-Fall wurde erfolgreich abgeschlossen. Arthur Frobisher (Ted Danson) wurde angeschossen, liegt schwerverletzt im Krankenhaus. Ellen (Rose Byrne) macht ihn – nach wie vor – für den Mord an ihrem Verlobten David verantwortlich. Um über den tragischen Verlust hinweg zu kommen, nimmt sie an Gruppen-Therapiesitzungen teil. Dort lernt sie Wes (Timothy Olyphant) kennen. Kann sie ihm vertrauen und entspricht alles der Wahrheit, was er erzählt? In der Kanzlei bekommt die berüchtigte Anwältin Patty Hewes (Glenn Close) brisante Dokumente von dem Wissenschaftler Daniel Purcell (William Hurt) zugeschickt. Daniel Purcell arbeitet für den Energie-Konzern Ultima National Recources (U.N.R.) und fühlt sich bedroht. Patty Hewes lehnt es zunächst ab, Daniel Purcell zu helfen, obwohl die beiden eine gewisse Vergangenheit haben. Als jedoch Purcells Ehefrau ermordet wird und Daniel Purcell verdächtigt ist, sie umgebracht zu haben, übernimmt sie seine Verteidigung. Patty Hewes hat mittlerweile auch Informationen, dass Walter Kendrick (John Doman), der Vorstandsvorsitzende von U.N.R., mit seinem Konzern hinter ganz üblen Machenschaften steckt. Um seine Macht zu vergrössern, plant Walter Kendrick mit seinem Konzern jetzt auch noch eine Fusion. Patty Hewes übernimmt den Fall und legt sich damit auch mit der skrupellosen Anwältin von U.N.R., Claire Maddox (Marcia Gay Harden), an. Ellen arbeitet jetzt bereits seit einem Jahr in der Kanzlei. Sie bekommt nicht aus ihrem Kopf, dass Patty wahrscheinlich jemanden beauftragt hatte, sie zu töten. Sie arbeitet als Informantin für das FBI, sammelt Beweise, um Patty Hewes zur Strecke zu bringen…

B- (Wertung von A bis F) „Damages, Staffel 2“ ist sehr komplex, ohne die erste Staffel zu kennen, würde ich es nicht empfehlen, die zweite zu schauen. Die Autoren haben auch hier einen recht guten Job gemacht, nur so herausragend wie bei Staffel 1 ist das Ergebnis nicht.

Wie schon in der ersten Staffel, arbeitet auch die zweite mit sehr vielen Rückblenden, aber auch dem ein oder anderen Blick in die Zukunft. Die zweite Staffel beginnt mit einer bestimmten Szene und diese wird im Verlauf der Staffel immer wiederholt, ohne dass der Zuschauer weiß, was sich genau hinter der Szene verbirgt, die Auflösung erfolgt dann erst in der letzten Folge.

Vielleicht hätte man sich bei der zweiten Staffel etwas mehr auf die Zeichnung und das Profil einzelner Charaktere konzentrieren müssen und nicht so viele neue erschaffen sollen. Beispielsweise ist mit Wes (Timothy Olyphant) eine durchaus interessante Figur in die Serie gekommen. Rückblickend fehlt mir aber etwas Hintergrund zu diesem Charakter und ein gutes Motiv für sein Handeln hätte ihn sicherlich noch glaubwürdiger gemacht. Dafür bringt Timothy Olyphant jedoch eine ordentliche Portion Sexappeal in die Serie. Schauspielerisch ist diese Staffel natürlich viel zu verlockend, um sie zu ignorieren. Der Hauptgrund für mich die Serie zu sehen, ist Glenn Close („Fatal Attraction“, „The House of Spirits“, „Cookie´s Fortune“). Die bereits 5x für einen Oscar nominierte, mit 3 Tonys, 3 Emmys, 2 Golden Globes und einem SAG-Award ausgezeichnete Schauspielerin ist einfach überragend in dieser, für sie perfekt zugeschnittenen Rolle. Dann werden ihr hier auch noch zwei andere Hochkaräter an die Seite gestellt. Der wunderbare William Hurt („Kiss of the Spider Woman“, „A History of Violence“, „Mr. Brooks“) und die grandiose Marcia Gay Harden („Pollock“, „Mystic River“, „Into the Wild“) machen die Serie auch in der zweiten Staffel zu einem brillanten Ensemble-Spiel. Der mir bislang noch nicht bekannte John Doman hat mich jedoch ebenso begeistern können. Nicht nur sein Schauspiel hat mich an den großartigen Gene Hackman erinnert, den man leider schon seit so vielen Jahren nicht mehr auf der großen Leinwand sieht. Mit einem ganz rührenden und würdevollen Auftritt hat mich, wie schon in der ersten Staffel, der Schaupieler Tom Aldredge als Onkel Pete überzeugen können. Hingegen halte ich David Costabile als komplette Fehlbesetzung. Er spielt in der zweiten Staffel eine wichtige Rolle, aber um dieser Figur glaubwürdig erscheinen zu lassen, fehlt ihm die nötige Substanz und wohl auch das Talent.

Als Zusatzmaterial enthält die (amerikanische) DVD-Box der zweiten Staffel Episoden, die von Rose Byrne, Timothy Olyphant, Ted Danson, Tate Donavan, Glenn Close und den Autoren kommentiert werden.

Derzeit läuft in den U.S.A. die dritte Staffel von „Damages“ auf dem Kabelsender FX . In der dritten Staffel sind die Schauspieler Campbell Scott, Martin Short, Lily Tomlin und Keith Carradine dabei.

Trailer von der zweiten Staffel zu sehen:

Johannesburg – Film: "Adam"

Ich war am 08.10.09 in Johannesburg und habe mir im Kino angeschaut:

„Adam“ (dt. Titel: „Adam – Eine Geschichte über zwei Fremde. Einer etwas merkwürdiger als der Andere“, dt. Kinostart: 10.12.09) 107 min drama, comedy
dir. Max Mayer cast: Hugh Dancy, Rose Byrne, Amy Irving, Frankie Faison, Peter Gallagher

Der 29-jährige Adam (Hugh Dancy) leidet am Asperger-Syndrom, einer leichten Form des Autismus, das insbesondere die sozialen Kontakte beeinträchtigt. Jetzt lernt er seine neue Nachbarin Beth (Rose Byrne) kennen und die beiden nähern sich an…

B+ (Wertung von A bis F) „Adam“ ist eine bewegende Tragikomödie über eine Beziehung, die so unwahrscheinlich sie zunächst auf dem Papier erscheint, so selbstverständlich sie dann im Film wirkt. Das hat hauptsächlich damit zutun, dass das Drehbuch den Charakteren eine langsame und normal und echt erscheinende Annäherung erlaubt. Natürlich liegt es aber auch an den Schauspielern.

Hugh Dancy, der mich in „Evening“ schon so beeindruckt hat, gibt hier eine „Beinahe-Oscar-Performance“. Zu 85% ist er der autistischer Adam, zu 15% hatte ich jedoch das Gefühl, einfach einen sehr guten Schauspieler bei der Arbeit zuzusehen. Rose Byrne (Damages) passt wunderbar in die Rolle. Amy Irving („Carrie“, „Yentl“, „Traffic“) habe ich gefühlte Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Tatsächlich braucht sie nicht viele Worte, um die Gefühlswelt ihres Charakters darzulegen. Das hat mich an die geniale Performance von Emma Thompson in „Love Actually“ erinnert.

Der einzige Störfaktor im Film ist Peter Gallagher. Er sieht mittlerweile so gruselig aus, dass er meines Erachtens auch nur noch in entsprechenden Rollen und Filmen besetzt werden sollte.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“

Los Angeles – "Knowing"

Ich war am 21.03.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Knowing“ (dt. Kinostart: 09.04.09) 121 min science fiction, fantasy, action
dir. Alex Proyas cast: Nicolas Cage, Rose Byrne, Lara Robinson, Chandler Canterbury

In einer feierlichen Zeremonie haben Grundschüler im Jahre 1959 Zeichnungen, wie sie sich die Welt in fünfzig Jahren vorstellen, in einer Zeitkapsel verschlossen. Heute, fünfzig Jahre später wird der Behälter geöffnet und einzelne Schüler der heutigen Grundschule bekommen eines der Dokumente zugeteilt. Caleb (Chandler Canterbury) erhält als einziger ein langweiliges Blatt mit lauter Zahlenreihen. Unerlaubterweise nimmt er es mit nach Hause und als sein Vater John (Nicolas Cage), der Astrophysiker, die Zahlenfolgen analysiert, stellt er fest, das dies genaue Daten von tragischen Unglücken der letzten fünfzig Jahre sind. Nur drei Zahlenreihen kann er nicht zuordnen, sie liegen in der Zukunft…

B- (Wertung von A bis F) unterhaltsamer Sci-Fi-Fantasyfilm mit inbesondere bei den Katastrophen hervorragenden Special Effects. Ausserdem fand ich die „Whisper-People“-Szenen ziemlich gruselig. Leider hatte ich dieselben Empfindungen bei eigentlich allen Cage-Szenen. Zum Ende hin zeigt sich sein fragwürdiges Talent besonders deutlich. Den ganzen Film über wirkt Nicolas Cage wie eine Marionette, die lust- und ausdruckslos seinen Text aufsagt. Im Vergleich zu allen Filmen (ausgenommen „Matchstick Men“, „Lord of War“ und „Face Off“), die Nicolas Cage in den letzten fünfzehn Jahren gedreht hat, ist „Knowing“ aber dennoch beinahe sehenswert. Ich kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, in der ich nicht so über ihn gedacht habe. Da hat er mich mit Filmen wie „Raising Arizona“, „Wild at Heart“ und „Leaving Las Vegas“ begeistern können. Aus der Distanz betrachtet, weiss ich jetzt allerdings nicht mehr, ob er wirklich schauspielerisch gut war. Rose Byrne, die ihr Talent mehr als nur deutlich in Damages (und das was ich bislang von der zweiten Staffel gesehen habe, sieht sooo gut aus) unter Beweis gestellt hat, bekommt hier leider nicht viel zu tun…

Trailer zu sehen:

TV – Serie: "Damages, Staffel 1"

Deutsche TV-Ausstrahlung ab 28.04.08 auf Kabel 1.

Nachdem „Damages“ und die Schauspieler Glenn Close und Ted Danson bei den diesjährigen Golden Globes ausgezeichnet wurden und ich bislang keine einzige Folge in den U.S.A. gesehen habe, bin ich neugierig geworden und habe jetzt die komplette erste Staffel geschaut. Sie beinhaltet 13 Episoden und ist eine der besten Serien, die je ins Fernsehen gekommen ist. Nachdem man die ersten Minuten des PILOTEN geschaut hat, kann man nicht mehr weggucken…Grosses Suchtpotenzial.

Die Serie spielt in New York City und behandelt einen einzigen Fall.

Die skrupellose, gerissene Anwältin Patty Hewes (Glenn Close) vertritt mit ihrer Kanzlei 5000 ehemalige Angestellte von FROBISHER mit einer Sammelklage gegen Arthur Frobisher (Ted Danson), einen der reichsten Vorstandsvorsitzenden der U.S.A. Frobisher wird vorgeworfen, sein Insiderwissen genutzt, und seine kompletten Aktienpakete rechtzeitig verkauft zu haben und damit die Firma ruiniert und das Geld und die Betriebsrenten seiner ehemaligen Mitarbeiter aufs Spiel gesetzt zu haben.

Dies ist der breite Handlungsrahmen, der dieser Serie zugrunde liegt.

Zu Beginn der Serie sieht man wie eine blutverschmierte, verängstigte junge Frau aus einem Apartmenthaus rennt.

Die Serie arbeitet sehr viel mit Rückblenden, wobei langsam konstruiert werden kann, was passierte bzw. welche Verbrechen begangen wurden.

Die junge Frau stellt sich als Ellen Parsons (Rose Byrne) heraus, Anwältin, die gerade dabei ist, in Patty Hewes Kanzlei angestellt zu werden. Was gab es für Gründe für ihre Anstellung? Erwähnenswert ist noch Tom (Tate Donovan), der den zweiten „Mann“ in Hewes´Kanzlei gibt und irgendwann in Pattys Ungnade fällt. Wichtig ist auch der Anwalt der Gegenpartei Ray (Zeljiko Ivanek), der nicht nur ein Geheimnis mit sich trägt.

Es geht um Erpressung, Korruption, Mord, Betrug, Affären und auf beiden Seiten wird mit sehr schmutzigen Methoden gearbeitet. Es gibt keine Guten und scheinbar auch kein ausschliesslich Bösen, alles wirkt irgendwie bedrohlich… Das ist natürlich alles sehr theoretisch.

Trailer zu sehen:

A (Wertung von A bis F) intelligente, hochspannende Serie. Glenn Close, die leider schon länger der Kinoleinwand fern blieb („Stepford Wives“, „Cookie´s Fortune“, „Mars Attacks“, „Fatal Attraction“ und natürlich als Cruella del Vil in „101 Dalmatians“) ist natürlich unbeschreiblich. Als manipulative, unberechenbare Anwältin ist sie überirdisch gut und was dabei noch mehr unfassbar ist, sie hatte noch Kapazität sich während der Serie zu steigern…Chapeau! Ted Danson ist als koksender VV auch mehr als glaubwürdig und authentisch, genauso wie auch meine schauspielerische Neuentdeckung Rose Byrne und Zeljiko Ivanek und Tate Donovan. Die letzten paar Episoden waren so unglaublich spannend und mitreissend, dass ich mich kaum bewegen konnte…