Berlin (ale) – Film: „Golden Exits“

Ich war am 13.02.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Golden Exits“ 94 min drama
dir. Alex Ross Perry cast: Emily Browning, Adam Horovitz, Jason Schwartzman, Chloe Sevigny, Mary-Louise Parker, Analeigh Tipton, Lily Rabe

 
Nick (Adam Horovitz) wurde von seiner Schwägerin Gwen (Mary-Louise Parker) beauftragt, den Nachlass ihres Vaters zu katalogisieren. Für diese Arbeit hat Nick eine Assistentin, Naomi (Emily Browning), angestellt. Naomi ist 25 Jahre alt und kommt aus Australien, für ein paar Monate wird sie in New York bleiben. Nicks Frau Alyssa (Chloe Sevigny) macht sich Gedanken darüber, ob ihr Mann sie mit seiner Assistentin betrügt. Und dann ist da noch Buddy (Jason Schwartzman), er ist der einzige Bekannte, den Naomi in New York hat – aber auch er ist verheiratet.

 

 

D+ (Wertung von A bis F) „Golden Exits“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Alex Ross Perry („Listen Up Philip“, Queen of Earth).

 
Um es vorweg zu nehmen, Alex Ross Perrys „Queen of Earth“ habe ich vor zwei Jahren auf der Berlinale gesehen und fand ihn ganz gut, „Listen Up Philip“ fand ich hingegen so unerträglich, dass ich ihn nicht bis zu Ende schauen konnte. „Golden Exits“ fällt jetzt leider wieder eher in die zweite Kategorie der Filme des 32-jährigen Autors und Regisseurs, auch wenn ich diese männliche Hauptfigur (gespielt von Ex-Beastie Boy Adam Horowitz) etwas sympathischer fand.

Kurz gefasst ist „Golden Exits“ ein Film über frustrierte New Yorker, Es handelt sich um Bessergestellte, bei denen die Frauenfiguren dazu verdammt sind, unsicher und unglücklich zu sein und nichts Besseres zutun haben, als die die gesamte Zeit darüber zu grübeln und sich zu unterhalten, ob der Mann fremd geht. Mann denkt währenddessen darüber nach, wie er die Australierin ins Bett bekommt bzw. sich nicht von ihr den Kopf verdrehen lässt. Das ist alles unbeschreiblich langweilig. (Neurotische) Männer können sich in diesem Film vielleicht wieder finden, genauso wie in Alex Ross Perrys Werk „Listen Up Philip“ – für Frauen ist das etwas dürftig und wirkt gestrig. Die Begeisterung auf der Berlinale hielt sich auch in Grenzen. Als der Film zu Ende war (und obwohl die Zuschauer wussten, dass der Filmemacher im Saal war) hat es auffällig lange gedauert, bis etwas Applaus einsetzte.

 
„Golden Exits“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Ich habe den Film auf der Berlinale 2017 gesehen. Auf dem 67. Berlin International Film Festival lief der Film in der Sektion Forum. Gezeigt wurde die OV. Der Autor und Regisseur Alex Ross Perry stand nach dem Film zu einem Q & A zur Verfügung.

Teaser (die Eröffnungsszene) zu sehen:

 

L. A. – Film: "Big Eyes"

Ich war am 8.1.15 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Big Eyes“ (dt. Kinostart: 23.04.15) 109 min drama, biopic
dir. Tim Burton cast: Amy Adams, Christoph Waltz, Danny Huston, Krysten Ritter, Jason Schwartzman, Terence Stamp

Im Jahr 1958 trennt sich Margarete (Amy Adams) von ihrem Ehemann und beginnt mit ihrer Tochter ein neues Leben in San Francisco. Margaret ist Künstlerin, auf ihren unverwechselbaren Bildern malt sie Kinder mit übergroßen Augen. Bald lernt sie den charmanten Maler Walter Keane (Christoph Waltz) kennen. Walter hat eine große Überzeugungskraft, bald heiraten sie und irgendwann verkauft er ihre außergewöhnlichen Bilder als seine…

C- (Wertung von A bis F) „Big Eyes“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der Film greift Ereignisse aus dem Leben der amerikanischen Künstlerin Margaret Keane auf. Nach „Ed Wood“ ist dies erst Tim Burtons zweites Biopic.

Man kann gut nachvollziehen, was ausgerechnet Tim Burton an Margaret Keanes Bildern und ihrer Lebensgeschichte fasziniert. Leider hat sich diese Faszination nicht auf seinen Film übertragen. Vielleicht ist es auch nicht allein sein Fehler, dass der Film so öde ist. Die Geschichte ist schnell erzählt und dann wiederholt sich alles immer wieder und wieder. Ich war tatsächlich geneigt, das KIno zu verlassen, weil ich so gelangweilt war. Der einzige Grund der mich davon abgehalten hat, war Amy Adams (Doubt, Julie & Julia, The Fighter, The Muppets, American Hustle) Wenn irgendwas bzw. irgendjemand „Big Eyes“ sehenswert macht, dann sie.

Ich bin mittlerweile leider auch von Christoph Waltz etwas gelangweilt. Ich habe den Eindruck, dass er seit Jahren, in leicht abgewandelter Form, immer gleich spielt. Ich sehe keine große Wandelbarkeit bei ihm. Das wurde mir besonders klar, wenn er neben der so vielseitig begabten und wandelbaren Amy Adams spielt. Amy Adams hat ein viel nuancierteres Spiel und ist um Klassen besser als der zweimalige Oscar-Gewinner. Zu keinem Zeitpunkt spielen beide auf Augenhöhe. Er wirkt auch verkleidet und so richtig habe ich ihm seine Rolle auch nicht abgenommen. Hier ist mir aufgefallen, wie sehr sich Christoph Waltz schauspielerisch ins Zeug legt. In einer schier endlosen Szene im Gerichtssaal reicht es, bezeichnenderweise, sogar dem Richter mit Waltz`(also Walter Keanes) Schauspielerei. Gestört hat mich hier auch sein (deutscher) Akzent. Walter Keane war auch gar kein Deutscher.

„Big Eyes“ war ursprünglich für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, nominiert wurde er letztlich in keiner einzigen Kategorie. Amy Adams wurde für diese Rolle mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Amy Adams hätte für einen Oscar nominiert werden müssen, definitiv gibt sie – wieder mal – eine Oscar-Performance.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Little Chaos“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kostümfilm von und mit Alan Rickman und auch mit Kate Winslet und Matthias Schoenaerts (mal in einer ganz anderen Rolle
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Age of Adaline“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Blake Lively, Harrison Ford und Ellen Burstyn. Der Film kann ganz gut sein, aber auch fürchterlich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: RT Bewertungen abwarten

Trailer v. Film: „McFarland USA“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: wieder so ein Sportsfilm mit Kevin Costner
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Fifty Shades of Grey“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Hausfrauen-Softporno
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Second Best Exotic Marigold Hotel“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ich habe den ersten Teil nicht mal komplett gesehen. Dieser ist neben Maggie Smith, Bill Nighy, Judi Dench auch mit Richard Gere und David Strathairn. Dieser Trailer verrät, dass der Film Bollywood-mäßig ist und damit kann ich ihn unter keinen Umständen gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Paddington“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Dieser Trailer ist nicht so gut, der Film hat mir aber gefallen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Woman in Gold“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Drama mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl u.a.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

L.A. – Film: "Saving Mr. Banks"

Ich war am 21.12.13 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Saving Mr. Banks“ (dt. Kinostart: 06.03.14) 120 min drama, comedy, musical, biopic
dir. John Lee Hancock cast: Emma Thompson, Tom Hanks, Colin Farrell, Paul Giamatti, Jason Schwartzman, Bradley Whitford, B. J. Nowak

London 1961. Die „Mary-Poppins“-Autorin P.L. Travers (Emma Thompson) hat kein Interesse daran, weiter Bücher zu schreiben. Ihr Agent macht ihr aber klar, dass ihre Ersparnisse langsam zur Neige gehen und sie vielleicht ihr Haus verlieren könnte. Seit über zwanzig Jahren versucht Walt Disney (Tom Hanks) sie zu überreden, ihm die Filmrechte an ihrem berühmten Roman „Mary Poppins“ zu verkaufen. Mrs. Travers willigt schließlich ein nach Kalifornien zu fliegen, um mit dem Autor Don DaGradi (Bradley Whitford) und den beiden Komponisten Robert (B.J. Novak) und Richard Sherman (Jason Schwartzman) an dem Drehbuch zu arbeiten. Wenn alles zu ihrer Zufriedenheit ausfällt, würde sie die Rechte verkaufen. Das wird kein einfaches Projekt, für alle Beteiligten. Mrs Travers bedeuten die einzelnen Figuren in ihrem Roman nämlich sehr viel…

B- (Wertung von A bis F) „Saving Mr. Banks“ erzählt die Geschichte über den kreativen Prozess und die Entstehungsgeschichte zu der Walt-Disney-Verfilmung von „Mary Poppins“. In meiner zweiten Oscar-Prognose (vom 12.12.13) habe ich noch hervorgehoben, wie perfekt dieser Film für die Oscars ist. Dennoch wurde er (mit Ausnahme der Hauptdarstellerin Emma Thompson) von der mächtigen Schauspielgewerkschaft und der Auslandspresse bei den SAG- oder Golden Globe Nominierungen komplett übergangen. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass bei diesem Thema und den Schauspielern auch nur irgendetwas schief gehen konnte. Dafür musste ich mir tatsächlich erst den Film anschauen. Bei „Saving Mr. Banks“ führt John Lee Hancock Regie. Das alleine hätte mich eigentlich schon aufhorchen lassen müssen, hat er doch bereits den für mich kaum zu ertragenden The Blind Side inszeniert.

„Saving Mr. Banks“ ist selbstverständlich nicht so schlecht wie „The Blind Side“. Vermutlich wäre es sogar ein richtig guter und unterhaltsamer Film geworden, wenn er sich hauptsächlich auf das Zusammentreffen von P.L. Travers und dem Filmproduzenten Walt Disney und die unterschiedlichen Vorstellungen der Disney Kreativen und der Autorin, wie die Romanverfilmung auszusehen hat, konzentriert hätte.

Die kulturellen Welten, die aufeinandertreffen, wenn eine englische Lady (die P.L. Travers vorgibt zu sein) erstmalig auf die Amerikaner von der Westküste trifft, sorgen für einige Situationskomik. Die Eigenart der Amerikaner alle Mitmenschen – auch gegen deren Willen – bei ihrem Vornamen zu nennen, zieht sich als Gag praktisch durch den gesamten Film. Bei den Amerikanern dreht sich immer alles irgendwie ums Essen, dauernd und ständig müssen sie irgendetwas futtern. Das sorgt nicht nur bei P.L Travers für Unverständnis, mich verblüfft das noch heutzutage. Ich werde wohl auch nie nachvollziehen können, dass die Amerikaner nicht gerne zu Fuß unterwegs sind. (Warum sollte man auch laufen, wenn man doch viel bequemer auch kürzeste Entfernungen mit dem Auto zurücklegen kann).

Auch wenn „Saving Mr. Banks“ im Ganzen zu lang ist, hat er doch tolle und rührende Momente.. Leider wird man andauernd und permanent aus der Geschichte gerissen. Der Film hat unzählige Rückblenden. Einige der Erinnerungen aus P.L. Travers Kindheit sind notwendig, um zu verstehen, wie wichtig der Autorin die Charaktere in ihrem berühmten Roman sind. Zu dieser Erzähltechnik hätte man am Besten am Anfang des Films greifen sollen, in einer vielleicht größeren Rückblende hätte man P.L. Travers´ Kindheit in Australien und die Beziehung zu ihrem Vater beleuchten können. Später im Film hätte man dann vielleicht noch ein oder zwei signifikante Szenen aus der Vergangenheit reinbringen können. In „Saving Mr. Banks“ wird aber andauernd zurückgeblickt, das ist nicht gut gelöst und hat den Fluss der eigentlichen Handlung erheblich gestört.

Emma Thompson ist – wie erwartet – großartig als P. L. Travers. Die zweimalige Oscar-Gewinnerin (sie hat einen Oscar als beste Hauptdarstellerin für den Film „Howards End“ und einen für das beste adaptierte Drehbuch für „Sense and Sensibility“ gewonnen) kann zu Recht damit rechnen, dass sie im kommenden Jahr für diese Rolle mit einer Oscar-Nominierung bedacht wird.

Besonders gefallen hat mir die ganze Premieren-Sequenz. Auch ist die Ausstattung sehr authentisch, eigentlich gefällt mir vieles im Film. Paul Giamatti ist gut, Colin Farrell ist hervorragend. Den beiden Komponisten-Brüder (gespielt von Jason Schwartzman und B.J. Novak) und dem Drehbuchautor (von Bradley Whitford dargestellt) habe ich gerne zugeschaut und Tom Hanks überzeugt als Walt Disney.

„Saving Mr. Banks“ wurde von dem Disney-Konzern produziert. Entsprechend wird die Entstehungsgeschichte zu dem „Mary Poppins“-Film aus der Disney-Perspektive erzählt. Disney hat die Geschichte frech geschönt, man könnte aber auch sagen, die in „Saving Mr. Banks“ erzählte Geschichte ist zum größten Teil frei erfunden. In John Lee Hancocks Film mag die Romanautorin letztlich die Disney-Verfilmung, in der Realität hat sie den Film gehasst. Auch wird hier der Kettenraucher Walt Disney selbstverständlich nie beim Rauchen gezeigt, lediglich hustet er viel und drückt mal eine Zigarette aus. Wenn man den Hintergrund nicht kennt (und man kein Problem mit den nervigen Rückblenden hat), könnte einem der Film richtig gut gefallen. Definitiv ist der Film eine gute Werbung für den Film „Mary Poppins“. Wie praktisch, dass der Disney-Konzern zum amerikanischen Kinostart von „Saving Mr. Banks“ auch gleich die Blu-ray von „Mary Poppins“ herausgebracht hat.

Während meines Kinobesuchs kam bei mir beinahe zwangsläufig der Wunsch nach einem Biopic über Walt Disney auf. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Tom Hanks erneut Walt Disney portraitiert, nur dieses Biopic sollte unter keinen Umständen von der Disney Company produziert werden.

Die Academy-Mitglieder sind gerade dabei, ihre Wahlzettel für die Oscar-Nominierungen auszufüllen. Bis zum 8.1.14 haben sie Zeit, ihre Stimme abzugeben. Vor 2 1/2 Wochen war ich, wie gesagt, noch sicher, dass „Saving Mr. Banks“ als Bester Film gesetzt ist und der Film sogar Chancen auf den Oscar-Gewinn als Bester Film hat. Erst nachdem ich den Film gesehen habe, bin ich dahingehend verunsichert. Auf der anderen Seite habe ich gehört, dass er in den offiziellen Academy-Vorführungen gut ankommt. Die Mitglieder der Academy scheinen den Film sehr zu mögen. Wenn sie bis zum 8.1. nicht herausfinden, dass alles erfunden ist, werden sie ihn meines Erachtens nominieren.

In meiner Vorstellung gab es zum Schluss des Films Applaus vom Publikum.

„Saving Mr. Banks“ wurde erstmalig auf dem London Film Festival 2013 gezeigt.

„Saving Mr. Banks“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Emma Thompson), Bester Nebendarsteller (Tom Hanks), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Beste Filmmusik (ist bereits qualifiziert)

Die amerikanische Kinotrailer:

Die Website:

http://movies.disney.com/saving-mr-banks/

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Gimme Shelter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Vanessa Hudgens. Eigentlich würde ich den Film nicht gucken weil ich die Hauptdarstellerin nicht mag, aber der Trailer sieht vielversprechend aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Labor Day“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Kate Winslet und Josh Brolin. Galt mal als Oscar-Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Non-Stop“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Actionfilm mit Liam Neeson und Julianne Moore. Filme, die in einem Flugzeug spielen muss ich gucken – früher oder später.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Schlimm.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Million Dollar Arm“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: biografischer Baseball-Film mit Jon Hamm und Lake Bell.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Son of God“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Bibel-Film. Warum habe ich das Gefühl, dass Mel Gibson seine Finger im Spiel hat?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals

Trailer v. Film: „Muppets Most Wanted“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Muppets-Film mit dem großartigen Ricky Gervais
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Berlin – Film: "Moonrise Kingdom"

Ich war am 29.05.12 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Moonrise Kingdom“ (dt. Kinostart war der 24.05.12) 94 min drama, comedy
dir. Wes Anderson cast: Jared Gilman, Kara Hayward, Edward Norton, Bill Murray, Frances McDormand, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Bruce Willis, Harvey Keitel

Im Jahr 1965 beschließt der zwölfjährige Pfadfinder Sam Shakusky (Jared Gilman) aus dem Sommercamp zu büxen, um mit seiner großen Liebe, der gleichaltrigen Suzy Bishop (Kara Hayward) durchzubrennen. Der Pfadfinder-Leiter Ward (Edward Norton) und seine Gruppe, der Sheriff (Bruce Willis) und Suzys Eltern (Frances McDormand und Bill Murray) sind ihnen aber schon sehr bald auf den Fersen…

B- (Wertung von A bis F) Entweder man mag die schrägen Filme von Wes Anderson oder man mag sie nicht. Ich mag seine bis ins kleinste Detail so liebevoll und skurril inszenierten Filme. Wes Anderson besitzt die Gabe, den Zuschauer mit seinen Filmen in eine komplett andere Welt zu versetzen. Er zählt zu den wenigen Regisseuren, die eine unverkennbar eigene Handschrift haben. Anhand eines beliebigen Standbildes aus einem seiner Filme würde man zweifelsfrei erkennen, dass dies ein Wes Anderson-Film ist.

Leider hat „Moonrise Kingdom“ für mich nicht funktioniert. Völlig begeistert war ich bis zu der Szene, die veranschaulichte, dass Sam und Suzy weggerannt sind weil, sie sich ineinander verliebt haben. Nicht dass Sam nicht authentisch wäre. Ganz im Gegenteil, Sam Shakusky wird erschreckend echt von Jared Gilman verkörpert. Auch fand ich es glaubwürdig, dass er sich in die zauberhafte Suzy verliebt hat. Aber umgekehrt? Suzy verliebt sich in dieses hässlich-bebrillte Mondgesicht an Pfadfinder, der nicht nur alleine aufgrund seiner altklugen Art unbeliebt ist? Ab dem Moment war ich raus aus der Geschichte und leider bin auch nicht mehr reingekommen.

Während des Films habe ich mich dann auch gefragt, seit wann Nerds eigentlich nicht mehr als gänzlich uncool gelten. Es ist jetzt schon seit einigen Jahren in Filmen zu beobachten, den Übergang muss ich irgendwie verpasst haben. Ich finde Nerds nur sympathisch wenn sie irgendetwas als liebenswert auszeichnet, ansonsten lösen sie bei mir Aggressionen aus. Sam gehört für mich in die zweite Kategorie.

Auch wenn mir durch den Filmcharakter Sam der Film vermasselt wurde, mochte aber vieles andere an „Moonrise Kingdom“. Ein so typisches Anderson-Ensemble, die einzigartige Anderson-Ausstattung und vor allen Dingen den überragenden Soundtrack. Der Abspann wurde mit einem genialen Musikstück von dem französischen Komponisten Alexandre Desplat unterlegt. Das musste ich mir dann unmittelbar bei iTunes runterladen.

„Moonrise Kingdom“ feierte seine Weltpremiere auf den Filmfestspielen in Cannes. Im Jahr 2012 wurde er als Eröffnungsfilm gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Amador“ (Amador und Marcelas Rosen“) – synchronisierter Trailer
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: spanisches Drama, der Trailer zeigt auf, dass die Synchro ganz grauenhaft ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Ai Weiwei Never Sorry“ – OmU Trailer
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Dokumentation über den bekannten chinesischen Künstler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Way“ – synchronisierter Trailer
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Emilio Estevez´Film über eine Pilgerreise (hier: Jakobsweg) mit Martin Sheen und Deborah Kara Unger
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ – deutscher Trailer
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Film über den österreichischen Dichter Georg Trakl und seine inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kino in Berlin

Nach langer Zeit war ich mal wieder in dem Hackesche Höfe Kino. Die Kinokarte für einen Film in der Originalfassung mit Untertiteln ist bei sehr nettem Personal bereits ab 6.50 Euro zu erwerben. Auch wenn es in in diesem Kino rätselhafterweise auch wieder mal nur süßes Popcorn gibt, so überwiegt bei mir die Freude darüber, dass es hier keine Platzkarten gibt. Man kann sich also im Kinosaal entscheiden, in welchen der gut gepolsterten Sitze man sich fallen lassen möchte. Die Werbung in meiner 15.45 Uhr Vorstellung hat (nur) fünf Minuten gedauert, anschließend die Trailer, dann ging der Vorhang aber leider wieder zu. Irgendjemand müsste mir mal einleuchtend erklären, warum in deutschen Kinos dieses „Vorhang-auf-Werbung-Trailer-Vorhang-wieder-zu-2 Minuten-später-Vorhang-wieder-auf“-Spiel immer gespielt werden muss, bevor ein Film anfängt. Diesmal hat diese Arie aber dankenswerterweise insgesamt nur 15 Minuten angedauert.

Fernsehen – Serie: "Bored to Death, Staffel 1"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Serie angeschaut:

„Bored to Death, season 1 8 x approx. 30 minutes comedy, drama
dir. Alan Taylor, Michael Lehmann, Tucker Gates, Paul Feig, Adam Bernstein, Nicole Holofcener cast: Jason Schwartzman, Zach Galifianakis, Ted Danson, Heather Burns, Olivia Thirlby, Oliver Platt, Bebe Neuwirth guest starring: Kristen Wiig, Jim Jarmusch, Parker Posey, Patton Oswalt

Jonathan Ames (Jason Schwartzman) hat einen mehr oder weniger erfolgreichen Roman geschrieben. Weil er zu viel trinkt und kifft wird er von seiner Freundin Suzanne (Oliver Thirlby) verlassen. Aus Verzweiflung, einer Laune heraus und weil er wahrscheinlich zu viele Raymond Chandler Romane gelesen hat, gibt er eine Anzeige auf. Er bietet seine Dienste als unlizensierter Privatdetektiv an. Noch bevor er sich versieht, bekommt er seinen ersten Auftrag. Er hat keine Ahnung was er jetzt tun soll, wie führt man Ermittlungen? Ray (Zach Galifianakis) ist Jonathans bester Freund, aber hat genug eigene Probleme. Sein Chef und Freund, der Herausgeber von EDITION, George Christopher (Ted Danson), will, dass ihn Jonathan mit neuen Artikeln versorgt, noch mehr ist er aber daran interessiert, dass er von ihm Marijuana bekommt…

B (Wertung von A bis F) Zwei, ich glaube sogar drei Folgen von „Bored to Death“ habe ich in der Erstausstrahlung auf HBO gesehen und wurde neugierig, mehr davon zu sehen. In der kompletten Staffel empfinde ich die Serie als sehens- und empfehlenswert. „Bored to Death“ ist recht skurril, kurzweilige und eine so mal ganz andere Serie. Hauptsächlich funktioniert die Serie durch die Hauptrolle in der Besetzung mit Jason Schwartzman. Ein anderer Schauspieler wäre in der Rolle nicht vorstellbar gewesen. Zach Galifianakis und Ted Danson runden das perfekte Ensemble ab. Die Jim Jarmusch-Folge fand ich ziemlich gut, es hat aber bei mir dann noch bis ungefähr Folge 6 gedauert bis ich Fan von „Bored to Death“ geworden bin. Leider fand ich die letzte Folge der ersten Staffel dann aber blöd, was mir beinahe die ganze Serie vermasselt hat. Habe mich aber dazu entschlossen, keinen Punktabzug zu geben.

Die Charaktere:

Jonathan Ames – Schriftsteller, hat ein Buch geschrieben, ist dabei sein zweites anzufangen. Aus Frust, Langeweile und durch das Lesen zu vieler Detektivromane bekommt er die Idee als nicht lizensierter Privatdetektiv zu arbeiten. Die Idee zur Serie „Bored to Death“ hat tatsächlich der amerikanische Autor Jonathan Ames. In der Serie wird Jonathan Ames von Jason Schwartzman („Rushmore“, „Spun“, „I Heart Huckabees“, The Darjeeling Limited) gespielt. Jason Schwartzman ist ein Neffe von Francis Ford Coppola.

Ray Hueston – ist der beste Freund von Jonathan, der selber Comicbücher illustriert. Gespielt wird Ray Hueston von Zach Galifianakis (The Hangover, Dinner for Schmucks)

George Christopher – ist der Herausgeber des Magazins EDITION und Jonathans Chef und auch Freund. Gespielt wird George Christopher von Ted Danson (TV-Serie: „Becker“, Damages 1 und 2)

Leah – Rays Freundin. Gespielt von Heather Burns

Suzanne – Jonathans Ex-Freundin. Gespielt von Olivia Thirlby (Juno, The Wackness, New York, I Love You)

Richard Antrem – er ist der Herausgeber des GQ-Magazins und somit Konkurrent von Ray Hueston. Gespielt von Oliver Platt („Flatliners“, „Pieces of April“, Please Give)

Priscilla – Georges Ex-Frau und jetztige Frau von Richard Antrem. Gespielt von Laila Robins. Die Theaterschauspielerin ist auch vereinzelt in TV-Serien wie „Law & Order“, „The Sopranos“ zu sehen gewesen.

Die zweite Staffel wird bei HBO seit dem 26.09.2010 ausgestrahlt.

Trailer zu sehen:

Das, meines Erachtens, ziemliche tolle Opening:

Die offizielle Website:

http://www.hbo.com/bored-to-death/

Seattle – Fim: "Fantastic Mr. Fox"

Ich war am 07.01.10 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„Fantastic Mr. Fox“ (dt. Filmtitel: „Der fantastische Mr. Fox“, dt. Kinostart: 13.05.10) 87 min animation, adaptation
dir. Wes Anderson voices: George Clooney, Meryl Streep, Jason Schwartzman, Bill Murray, Owen Wilson, Willem Dafoe

Vor zwölf Jahren hat Mr. Fox (George Clooney) seiner Frau Felicity (Meryl Streep) versprochen, kein Geflügel mehr zu stehlen. Mr. Fox hat aber zu viel kriminelle Energie und riskiert erneut sein Leben und das seiner Familie…

A- (Wertung von A bis F) Der Film „Fantastic Mr. Fox“ basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Roald Dahl („James and the Giant Peach“, „Charlie and the Chocolate Factory“)

„Fantastic Mr. Fox“ ist tatsächlich ein Film, den ich schon eine Weile vor mir hergeschoben habe. Trotz der überragenden Schauspieler, die mit ihren Stimmen den Figuren erst einen Charakter gaben, hat mich diese altmodisch erscheinende Machart (Stop-Motion-Technik mit handgearbeiteten Puppen) so gar nicht angesprochen. Die Erzählart hat mich dann jedoch von Beginn an um den Finger gewickelt. Wes Anderson („Rushmore“, „The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited) ist ein ungewöhnlicher, sehr eigener, in vielerlei Hinsicht aber für ihn typischer, charmanter, kurzweiliger und feiner Film gelungen. Auch an diesem Projekt waren einige seiner Wegbegleiter (Owen Wilson, Jason Schwartzman, Bill Murray und Willem Dafoe) mit dabei.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Despicable Me“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Animationsfilm, der von der Komiker-Elite Hollywoods gesprochen wird. Der Trailer trifft meinen Humor
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: ca. 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer von Film:“Alice in Wonderland“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Nicht in der 3D-Version ist Tim Burtons Alice-Version auch schön
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer von Film: „The Tooth Fairy“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Kinder-Quatsch mit „The Rock“, Julie Christie und Ashley Judd (die ich im Trailer nicht erkannt habe)
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Los Angeles – Film: "Funny People"

Ich war am 02.08.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Funny People“ (dt. Titel: „Wie das Leben so spielt“, dt. Kinostart: 17.09.09) 146 min comedy, drama
dir. Judd Apatow cast: Adam Sandler, Seth Rogen, Leslie Mann, Eric Bana, Jonah Hill, Jason Schwartzman

George Simmons (Adam Sandler) ist ein selbstsüchtiger Hollywood-Star, der mit schlechten Filmen reich und berühmt geworden ist. Er erfährt, dass er eine unheilbare Blutkrankheit hat und versucht diese Diagnose als Stand-Up Comedian auf der Bühne zu verarbeiten. Dabei trifft er auf den aufstrebenden Comedian Ira (Seth Rogen), den er alsgleich als Autor und Assistenten engagiert. Hauptsächlich soll ihm Ira aber Gesellschaft leisten…

B- (Wertung von A bis F) Judd Apatow ist aus dem Comedy-Genre der letzten Jahre nicht mehr wegzudenken. Auch wenn er in den meisten Filmen (u.a.: „Anchorman“, Superbad, Forgetting Sarah Marshall, Step Brothers, Pineapple Express) eher als Drehbuchautor oder Produzent in Erscheinung getreten ist, so hat er seine Signatur hinterlassen. „Funny People“ ist nun nach „40-Year-Old Virgin“ und „Knocked Up“ seine dritte Regiearbeit. Erneut hat er seine Frau, Leslie Mann („Big Daddy“, „17 Again“), und die gemeinsamen Kinder besetzt. Auch sonst hat er einige der üblichen Apatow-Gesichter vereint und als absolute Bereicherung den genialen Jason Schwartzman („I Heart Huckabees“, „The Darjeeling Limited) besetzt. Jonah Hill und Jason Schwartzman liefern dann gleich die besten Szenen in den Nebenrollen. Seth Rogen hingegen kommt hier teilweise an seine schauspielerische Grenzen. Vielleicht bin ich auch etwas ungerecht und bei 10 Seth Rogen-Filmen in den letzten zwei Jahren etwas müde, ihn zu sehen. Peinlich berührt hat mich in jedem Fall Eric Banas Performance, die scheinbar ausschließlich aus seinem kuriosem Akzent besteht.

„Funny People“ ist aber zweifelsohne Adam Sandlers Film. Bereits in „Punch-Drunk Love“ und noch vielmehr in Reign over Me konnte er unter Beweis stellen, dass er auch in ernsten Rollen überzeugen kann. Die Rolle des George Simmons liegt nun sehr nah an seinem eigenen Leben und Adam Sandler gibt hier eine recht selbstironische Darstellung seiner selbst. „Funny People“ beginnt wunderbar, nimmt aber später eine Wendung bzw. konzentriert sich auf unnötige, nicht nachvollziehbare Ereignisse anstatt authentischer an dem George Simmons Charakter zu bleiben. Der Film geht beinahe 2 1/2 Stunden, gerade im letzten Drittel hätte man einiges kürzen können und auch müssen. Besonders begeistern konnte ich mich für die Szenen mit dem deutschen Schauspieler Torsten Voges (im Trailer ist bereits eine Szene kurz angeschnitten) und dafür, EMINEM wieder auf der großen Leinwand zu sehen…

Trailer zu sehen: