Chicago – Film: „Rules Don´t Apply“

Ich war am 24.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Rules Don´t Apply“ (dt. Filmtitel: „Regeln spielen keine Rolle“, dt. Kinostart: 06.04.17) 127 min drama, comedy, biopic
dir. Warren Beatty cast: Warren Beatty, Lily Collins, Alden Ehrenreich, Annette Bening, Matthew Broderick, Haley Bennett, Alec Baldwin, Candice Bergen, Chace Crawford, Taissa Farmiga, Ed Harris, Martin Sheen, Oliver Platt

 

 

Im Jahr 1958 in Los Angeles. Marla Mabrey (Lily Collins) möchte als Schauspielerin in Hollywood durchstarten. Sie ist bereits bei RKO Pictures, dem Filmstudio des exzentrischen Howard Hughes (Warren Beatty), unter Vertrag. Er hat sie nach L.A. eingeladen, sie darf in einem seiner zahlreichen Häuser wohnen. Frank (Alden Ehrenreich) arbeitet als Fahrer für die Hughes Organisation. Er holt das naive Filmsternchen und ihre Mutter (Annette Bening) vom Flughafen ab und ist beauftragt, die Beiden herumzufahren. Während die Schauspielerin darauf wartet, dass sie von dem neurotischen Milliardär empfangen wird, verliebt sich Frank in Marla…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Rules Don´t Apply“ ist die achte Regiearbeit von Schauspieler/Regisseur Warren Beatty. Er hat seit dem Jahr 1988 und dem Film „Bulworth“ nicht mehr Regie geführt. Warren Beatty ist der Bruder der Schauspielerin Shirley MacLaine. Seit dem Film „Bugsy“ ist er mit der Schauspielerin Annette Bening zusammen. Mittlerweile sind sie seit 25 Jahren verheiratet. „Rules Don´t Apply“ ist der erste Film, bei dem seine Ehefrau seinen Regieanweisungen folgen musste.

 
Der bereits vierzehn Mal für den Oscar nominierte Warren Beatty (als Regisseur wurde er für seinen Film „Reds“ auch ausgezeichnet) präsentiert mit „Rules Don´t Apply“ ein vielleicht etwas zu langes, aber sonst solides Werk. Die 25-Millionen-Dollar-Produktion wirkt handwerklich hochwertig (insbesondere, wenn man – wie ich – kurz zuvor Robert Zemeckis, für 85 Millionen Dollar produzierten Film Allied gesehen hat). Auch wenn Warren Beatty seit über 40 Jahren an einem Film über Howard Hughes gearbeitet hat, sieht er seinen Film nicht als Biopic über Howard Hughes, vielmehr als einen Film über das Hollywood Ende der 1950er Jahre. Es dauert tatsächlich auch eine Weile bis man Howard Hughes das erste Mal zu Gesicht bekommt, generell dominiert die Geschichte von Marla und Frank den Film.
Warren Beatty spielt hier Howard Hughes in einer Zeit, in der er psychisch bereits schwer krank war und mit seiner äußerst neurotischen Persönlichkeit, seinen Angestellten das Leben zur Hölle gemacht hat. Beim Dreh blieb der Hauptdarsteller und Regisseur stets in seiner Rolle und so haben die Schauspieler Regieanweisungen von Howard Hughes bekommen.

Der Film hat in meinen Augen drei besondere Szenen (Die Szene, in der Frank erstmalig auf Howard Hughes trifft, die Szene, in der eine angetrunkene Marla, Zeit mit Howard Hughes verbringt und die Szene, in der Matthew Brodericks Charakter der Geduldsfaden reißt).

 

Auch wenn ich schon zuvor einige Filme mit ihm gesehen habe, ist mir mein künftiger Lieblingsschauspieler bewusst das erste Mal in Hail, Caesar! aufgefallen. Mittlerweile bin ich von Alden Ehrenreich völlig hingerissen. Ich sehe ihn als Charakterschauspieler mit Filmstar-Qualitäten und für mich ist mit dieser Rolle klar, dass die Mädchen (und Jungs) ihn in spätestens  3, 4 oder 5 Jahren anhimmeln und seinetwegen ins Kino rennen. Vergleichbar mit Leonardo DiCaprio, der noch nicht „Titanic“ gedreht hat. Da passt es natürlich, dass er für das Star Wars-Spin-off-Projekt als Han Solo besetzt wurde.

Für diesen Indie-Film sind 16 Produzenten gelistet, darunter Steven Mnuchin, der ehemaligen Goldman-Sachs-Banker und künftigen Finanzminister des designierten U.S. Präsidenten Donald Trump.

 

 

„Rules Don´t Apply“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Warren Beatty), Beste Hauptdarstellerin (Lily Collins), Bester Originalsong („Rules Don´t Apply“)

„Rules Don´t Apply“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2016 gezeigt. Der Film ist am 23.11.16 in den amerikanischen Kinos gestartet. Der Film kommt am 6.4.17 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Miss Sloane„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Politthriller mit Jessica Chastain, Mark Strong, John Lithgow und Sam Waterston. Für mich sieht das nach Top-Ten-Material aus, kleiner Spoiler: ist es auch
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

 
Trailer v. Film: „Jackie„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Biopic über Jacqueline Kennedy mit Natalie Portman in der Hauptrolle. Die Oscar-Nominierung ist ihr sicher, ich werde aber wohl nie ein Freund der Portman.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen? Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film ganz gut ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Same Kind of Different as Me„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Warum muss Greg Kinnear immer in so einem Mist mitspielen? Hätte man ihren Namen nicht irgendwann in großen Lettern lesen können, ich hätte Renée Zellweger niemals erkannt. Traurig.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen. Mal gucken, wie weit der Film hinsichtlich der Oscars kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

Berlin – Film: „Shut In“

Ich war am 04.11.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Shut In“ (dt. Kinostart: 15.12.16) 90 min thriller
dir. Farren Blackburn cast: Naomi Watts, Oliver Platt, Charlie Heaton, Jacob Tremblay

 

 

Bei einem schweren Autounfall hat Mary (Naomi Watts) ihren Ehemann verloren und ihr 18-jähriger Sohn Steven (Charlie Heaton) ist seither gelähmt. Sie lebt zurückgezogen in einem abgelegenen Haus und kümmert sich aufopferungsvoll um ihren pflegebedürftigen Sohn. Nebenbei arbeitet sie noch in ihrem Beruf als Kinderpsychologin. Der verhaltensauffällige 9-jährige Waisenjunge Tom (Jacob Tremblay) ist ihr neuer Patient, am liebsten würde sie eine Weile bei sich aufnehmen. Eines Tages verschwindet der Junge spurlos und Mary wacht nachts von unheimlichen Geräuschen im Haus auf. Ist sie im Alltag und ihrem Sohn überfordert oder verliert sie langsam den Verstand? Mary sucht Rat bei ihrem Psychologen Dr. Wilson (Oliver Platt)…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Shut In“ ist erst der zweite Spielfilm bei dem der britische Filmemacher Farren Blackburn Regie führt. Bislang hat er sich vorwiegend mit TV-Serien, u..a. mit „Luther“ und „Doctor Who“ einen Namen gemacht. Der Regisseur hat auch zwei Episoden (Nr. 5 und meine Lieblingsfolge Nr. 10) der ersten Staffel von Daredevil inszeniert.

„Shut In“ hat einige Logiklöcher und Ungereimtheiten und ist zum Schluss Augen-rollend-absurd, aber ich kann aber nicht behaupten, dass ich mir zu irgendeiner Zeit gelangweilt oder zu sehr geärgert (wie bei The Girl on the Train) habe. Von Anfang bis Ende war ich von dem Film gefesselt, mal waren es die Performances, dann sicher ein paar gut gesetzte Schocker, insgesamt fand ich den Film unterhaltsam und – was für einen Thriller nicht unwichtig ist – wirklich spannend.

Naomi Watts macht jeden Film sehenswert, Oliver Platt ist auch immer klasse und es ist schön, den kleinen Mann aus Room (Jacob Tremblay) mal wieder zu sehen. Von dem Schauspieler Charlie Heaton hatte ich bislang noch nichts gehört. Von Beginn an war ich aber von seiner Präsenz beeindruckt. Schauspielerisch muss man abwarten, wie er sich entwickelt.

„Shut In“ ist am 11.11.16 in die amerikanischen Kinos gekommen. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. In Deutschland wird der Film ab diesem Donnerstag in den Kinos gezeigt.

Trailer zu sehen:

deutscher Trailer zu sehen:

Boston – Film: "Kill the Messenger"

Ich war am 15.10.14 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Kill the Messenger“ (dt. Kinostart: 06.08.15) 112 min drama, thriller, adaptation
dir. Michael Cuesta cast: Jeremy Renner, Mary Elizabeth Winstead, Rosemarie DeWitt, Oliver Platt, Ray Liotta, Michael Sheen, Andy Garcia, Barry Pepper, Gil Bellows, Dan Futterman

Kalifornien im Jahr 1996. Gary Webb (Jeremy Renner) ist ein investigativer Reporter, er arbeitet bei der Tageszeitung San Jose Mercury News. Eine Quelle verrät ihm, das die CIA in den 1980er Jahren mit dem nicaraguanischen Drogenkartell Geschäfte gemacht hat. Gary Webb recherchiert und erfährt immer mehr über die üblen Machenschaften der amerikanischen Regierung. Damit bringt er jedoch nicht nur sein Leben in Gefahr, sondern riskiert auch das Leben seiner Frau Susan (Rosemarie DeWitt) und das seiner drei Kinder…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „Kill the Messenger“ basiert auf Nick Shous Buch „Kill the Messenger: How the CIA´s Crack-cocaine Controversy destroyed Journalist Gary Webb“ und der, in der San Jose Mercury News von Gary Webb veröffentlichten, Artikelserie: „Dark Alliance: The CIA, the Contras and the Crack Cocaine Explosion“, die dann später als Buch herausgebracht wurden.

Erzählt wird eine wahre Geschichte. Wie gefährlich und aussichtslos es ist, sich mit der CIA anzulegen, zeigt diese spektakuläre und tragische Geschichte deutlich.

In meinen Augen hätte „Kill the Messenger“ ein erstklassiger Thriller werden können/ bzw. müssen. Ich mag solche Journalisten-Stories. Es gibt auch ein paar spannende Szenen, nur leider ist hier nicht mehr als ein okayer Film entstanden. Die Erzählung enthält einige Lücken und auch kam mir der Film unnötig lang vor.

Der Regisseur Michael Cuesta war mir sofort ein Begriff, ich kannte ihn bislang jedoch nur durch seine Arbeit als Regisseur der TV-Serien Dexter und Homeland.

Jeremy Renner gibt eine sehr gute Performance. Sein Gary Webb ist ein investigativer Reporter, der auf der Suche nach der Wahrheit ist. Er ist nicht frei von Fehlern, aber sympathisch und vor allen Dingen glaubwürdig, man kann sich in seine Lage versetzen. Wenn er ein ungutes Gefühl oder Angst hat, fühlt man automatisch mit ihm. Sein Auftritt und die Rede zum Schluss ist herausragend inszeniert, insbesondere wenn man daran denkt, wie Gary Webbs Geschichte endet.

„Kill the Messenger“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Hauptdarsteller (Jeremy Renner), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher. Vielleicht mag ich ihn auch eines Tages.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „John Wick“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Rachethriller mit Keanu Reeves und Willem Dafoe
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja muss ich wohl gucken, hat sehr gute Kritiken

Trailer v. Film: „Inherent Vice“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: PTAs neuer Film mit Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Benicio del Toro, etc. Oscar-Film. Ich liebe diesen Trailer.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Blackhat“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Michael Manns neuer Film mit Chris Hemsworth und Viola Davis Bei Michael Mann bin ich grundsätzlich dabei
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Taken 3“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Der dritte Teil von Liam Neesons Actionabenteuer. Wahrscheinlich gucke ich mir auch den siebenten an, wenn er auf HBO läuft.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Black Sea“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Kevin Macdonalds neuer Film mit Jude Law
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „The Theory of Everything“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Stephen Hawking Biopic mit Eddie Redmayne in der Hauptrolle. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

TV – Serie: "Fargo, 1. Staffel"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender FX-Serie angeschaut:

„Fargo, 1. Staffel“ 10 x approx. 50 min drama, comedy, crime
dir. Adam Bernstein, Randall Einhorn, Colin Bucksey, Scott Winant, Matt Shakman cast: Martin Freeman, Billy Bob Thornton, Allison Tolman, Colin Hanks, Bob Odenkirk, Oliver Platt, Adam Goldberg, Russell Harvard, Keith Carradine, Kate Walsh, Joey King, Kelly Holden Bashar

Bemidji, Minnesota im Jahr 2006. Der 40-jährige Versicherungsvertreter Lester (Martin Freeman) hat einen üblen Tag, seine Frau Pearl (Kelly Holden Bashar) ist am rumnörgeln, im Job läufts auch nicht so gut und dann trifft er auch noch seinen alten Schulkameraden – der Typ, der ihn in der Schule früher immer gehänselt und verprügelt hat. Der provoziert ihn wieder und haut ihm zur Krönung auch noch gegen eine Fensterscheibe. Mit einer gebrochenen Nase landet er schließlich im Krankenhaus. Dort lernt er auch noch diesen seltsamen Typen, Lorne Malvo (Billy Bob Thornton), kennen. Sie unterhalten sich und Lester erzählt ihm von dem Mann, der ihm die Nase gebrochen hat. Lorne Malvo fragt, ob er ihn für ihn umbringen soll. Ein unheimlicher Typ dieser Lorne Malvo. Am Ende des Tages gibt es ein paar Tote und nichts ist mehr so wie es war…

A (Wertung von A bis F) Die Miniserie „Fargo“ wurde von dem gleichnamigen Coen Bros. Film aus dem Jahr 1996 inspiriert.

Ähnlich wie bei „True Detective“ erzählt die erste Staffel von „Fargo“ eine komplett abgeschlossene Geschichte. Auch hier ist bereits die zweite Staffel bestätigt. Die zweite Staffel von „Fargo“ wird ebenfalls 10 Episoden enthalten. Es wird eine ganz andere Geschichte erzählt, eine die bereits in der ersten Staffel angedeutet wurde. Die Story wird im Jahr 1979 in Sioux Falls, South Dakota spielen. Die Handlung dreht sich um den 33-jährigen Lou Solverson, dem Vater von Deputy Molly aus der ersten Staffel. Lou Solverson wurde in der ersten Staffel von Keith Carradine verkörpert. Die zweite Staffel von „Fargo“ wird in den U.S.A. im Herbst 2015 auf FX ausgestrahlt.

Über die letzten Jahre habe ich viele sehenswerte und auch großartige Mehrteiler/Serien gesehen: „Damages“, „Entourage“, „Dexter“, „True Blood“, „Bored to Death“, „Californication“, „Boardwalk Empire“, „Mad Men“, „Nurse Jackie“, „Sons of Anarchy“, „Breaking Bad“, „Homeland“, „American Horror Story“, „The Newsroom“, „Bates Motel“, „House of Cards“, „Top of the Lake“, „Orphan Black“, „True Detective“ und „Broadchurch“. Die TV-Serie „Fargo“ ist das Beste was ich seit längerer Zeit gesehen habe.

Als ich das erste Mal davon gehört habe, dass einer meiner Lieblingsfilme der Coen-Brüder als TV-Serie in Produktion geht, dachte ich nur erbost, dass denen wohl gar nichts heilig ist. Die TV-Adaptionen von „Bates Motel“ und „Hannibal“ waren ja nun auch nicht gerade glorreiche Beispiele. Entsprechend habe ich mich erstmal nicht weiter um die TV-Serie „Fargo“ gekümmert. Es wurde aber auch sehr wenig über die Serie geredet oder geschrieben, vielleicht weil sie nicht bei den Prestige-Sendern HBO und SHOWTIME ausgestrahlt wurde, sondern auf dem Kabelsender FX. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es bereits im Jahr 1997 einen Anlauf gab, „Fargo“ als Serie zu produzieren. Die Pilotfolge wurde Jahre später, im Jahr 2003, ausgestrahlt, aber die Serie wurde gekippt. Das nächste Mal als ich mit der Serie „Fargo“ konfrontiert wurde, habe ich mir die Critics´ Choice Television Awards live im Fernsehen angeschaut und „Fargo“ wurde als beste Miniserie, Allison Tolman als beste Nebendarstellerin und Billy Bob Thornton als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. In dem Moment war mir klar, dass ich die Serie unbedingt sehen muss. Billy Bob hat ja auch in zwei Filmen der Coens („The Man Who Wasn´t There“ und „Intolerable Cruelty“) mitgespielt, bei „Bad Santa“ waren die Coens ausführende Produzenten. Der Serienschöpfer Noah Hawley und seine Regisseure haben sich für ihre TV-Serie „Fargo“ nicht allein von dem Film „Fargo“ inspirieren lassen, sondern, so liess Noah Hawley wissen, auch von „No Country for Old Men“ und „A Serious Man“.

Die Anthologie-Serie „Fargo“ hat Noah Hawley (TV-Serie „Bones“) kreiert. Ungewöhnlich für die amerikanische TV-Landschaft ist, dass er als Autor auch die Drehbücher aller 10 Folgen geschrieben hat. Noah Hawley behielt beim Schreiben sorgfältig die Grundidee des Films im Auge, hat einen sehr ähnlichen Humor wie die Coens und spricht dieselbe Sprache wie die einzigartigen Filmemacher. Die Serie hätte komplett von den Coen-Brüdern geschrieben und inszeniert sein können. Als großer Verehrer der Kunst von Joel und Ethan Coen hatte ich durch die TV-Serie das Gefühl, 10 Stunden in ihre bizarre Welt eintauchen zu dürfen. In einem Interview hat Noah Hawley gesagt, dass es ihm wichtig war, oftmals einfach Bilder sprechen zu lassen, Seine Drehbücher, so er weiter, beinhalten auch manchmal seitenlang keine Dialoge, sondern beschreiben einfach nur die Kameraarbeit und bestimmte Szenen. Den Coens muss das gefallen haben, jedenfalls sind sie auch Produzenten der Serie. Die TV-Serie „Fargo“ ist eine Art Hommage an den Film und an die Coen-Brüder.

Auch wenn die Serie eine eigenständige Geschichte mit eigenen Charakteren erzählt, gibt es auch einige Verbindungen zu dem Film „Fargo“. Die erzählte Geschichte spielt im Winter in der amerikanischen Provinz, in Minnesota, es gibt viel Schnee, viel Blut, einen Loser, einen Geldkoffer, eine Erpressungsgeschichte, eine Schwangere (in der Serie sind es sogar zwei) eine smarte Polizistin, eine Szene, die auf dem Parkplatz eines Hochhausdaches beginnt, ein schräges Gangster-Duo, skurrile Gestalten, viele Absurditäten, brillante Dialoge, lustige Namen für die Charaktere, viel Situationskomik, großartige Szenen, schöne Bilder, wundervolle Kameraführung und eine ordentliche Portion schwarzen Humor. In dem Film „Fargo“ wird die titelgebenden Stadt nur kurz erwähnt in der Serie spielt ein Part in der Stadt Fargo.

„Fargo“ – der Film: um noch mal die Gemeinsamkeiten von Film und Serien herauszufinden (und weil ich den Film so liebe), habe ich mir den, inzwischen achtzehn Jahre alten, Film erneut angeschaut. Offiziell ist „Fargo“ Joel Coens Film, das Drehbuch wurde von Beiden verfasst. Bekanntermassen haben auch die Brüder zusammen Regie geführt, nach den seinerzeit geltenden Regeln, musste man sich auf einen Regisseur einigen. „Fargo“ hat zwei Oscars gewonnen (einer ging an Frances McDormand als Beste Hauptdarstellerin und einer für das beste Originaldrehbuch). Die Serie „Fargo“ habe ich mir zwei Mal angeschaut. Zwischen der ersten und zweiten Sichtung der Serie habe ich mir den Film „Fargo“ angeschaut. Im Vergleich zur Serie war mir der Film viel zu kurz, da war so viel Potenzial, etwas tiefer zu gehen. Dennoch „Fargo“ ist für mich natürlich immer noch ein großartiger Film.

Der Film „Fargo“ erzählt eine Geschichte um einen etwas unbeholfenen und naiven Loser namens Jerry Lundegaard (gespielt von William H. Macy). Jerry ist in Finanznöten und lässt sich mit den falschen Leuten (das skurrile Gangster-Duo Steve Buscemi und Peter Stormare) ein. Er lässt seine Frau entführen, das Lösegeld soll vom wohlhabende Schwiegervater bezahlt werden. Der Plan ist, dass Jerry dann das Geld mit den beiden Kriminellen teilt. Es gibt ein paar Tote und die schwangere Polizistin Marge Gunderson (gespielt von Frances McDormand) ermittelt in dem Fall und die Ermittlungen führen sie irgendwann zu Jerry.

Der Film „Fargo“ beginnt mit den folgenden Worten:

THIS IS A TRUE STORY.

The events depicted in this film took place in Minnesota in 1987.

At the request of the survivors, the names have been changed.

Out of respect for the dead, the rest has been told exactly as it occured.

„Fargo“ – die Miniserie: zunächst einmal beginnt sie mit denselben Worten mit Ausnahme, dass die Ereignisse im Jahr 2006 stattfanden.

Sowohl im Film als auch in der Serie „Fargo“ wird selbstverständlich eine fiktive Geschichte erzählt.

Die TV-Serie „Fargo“ erzählt im Groben eine Geschichte um einen etwas unbeholfenen und naiven Loser names Lester Nygaard (gespielt von Martin Freeman). Morgens hat noch seine Frau rumgestänkert, später trifft er auch seinen alten Schulkamerad, der ihn damals schon tyrannisiert hat. Nachdem der ihm die Nase bricht, trifft Lester im Krankenhaus auf den mysteriösen Fremden Lorne Malve (gespielt von Billy Bob Thornton). Eine Zufallsbekanntschaft, die Lesters Leben verändert. Dann ist da noch der Polizist Gus Grimly (gespielt von Colin Hanks), der auch auf Lorne Malve trifft, ein Supermarktketten-Besitzer (gespielt von Oliver Platt), der erpresst wird und die Polizistin Molly Solverson (gespielt von Allison Tolman), die einen guten detektivischen Spürsinn besitzt.

Um es auf einen Nenner zu bringen: Wenn man den Film „Fargo“ mag/liebt, wird man die TV-Serie mögen/lieben.

Man könnte die TV-Serie „Fargo“ als ein wunderschön fotografiertes, brillant geschriebenes, spannungsgeladenes Überraschungspaket bezeichnen. Ich weiß nicht, ob man zu irgendeinem Zeitpunkt erahnen kann, welche Entwicklungen die Handlung und die Charaktere noch nehmen. Ich war immer wieder perplex, was der Serienmacher Noah Hawley sich jetzt schon wieder einfallen ließ. Erwähnen möchte ich noch, dass Jeff Russos Score unfassbar gelungen ist. Er ist bewusst dem des Films ähnlich, und doch so eigen. Man sollte in der Serie keinen tieferen Sinn oder gar eine Botschaft suchen, das sucht man auch in den Coen-Werken vergeblich.

Es gibt immer wieder Schauspieler die sich in meinen Augen rar machen, die ich selten sehe oder schon länger nicht gesehen habe und wenn die dann wieder in meinem Dunstkreis auftauchen, merke ich, wie ich sie vermisst habe. Billy Bob Thornton ist so einer, ich liebe ihn. Lorne Malvo ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Billy Bob Thornton hat hier einen eigenen Bösewicht kreiert und wat ne schräge, coole Type er hier wieder ist. Bei quasi jedem Auftritt von Lorne Malvo hat mein Herz schneller geschlagen. Billy Bob Thornton umgibt eine solche Intensität, wie man sie selten bei Schauspielern spürt. Manchmal, eigentlich ziemlich oft, musste ich einfach schallend lachen, wenn Billy Bob Thorntons Lorne Malvo auftritt. Die Dialoge sind aber auch zum Brüllen komisch.

Alle Schauspieler in der Serie „Fargo“ sind großartig, Billy Bob Thornton spielt hier aber in einer eigenen Klasse.

Allison Tolman bzw. Molly Solverson zählt zu dem Typ Frau, an den ich mich erst mal gewöhnen muss. Die Art von Frau gewinnt mich durch Authentizität, Humor, Charme und Beharrlichkeit. Irgendwann hat mich Molly Solverson gehabt und dann wollte ich sie nicht mehr missen, vielleicht auch weil sie das Gute in der Serie repräsentiert. Die durchaus talentierte Schauspielerin Allison Tolman kann ich mir derzeit noch in keiner anderen Rolle vorstellen, ich hoffe aber inständig, dass „Fargo“ für sie erst der Start einer großen Karriere ist.

Ein paar Anmerkungen zu einigen Episoden der ersten Staffel:

Episode 5 (The Six Ungraspables): Bei meiner zweiten Sichtung war bereits die fünfte Folge meine Lieblingsfolge

Episode 6 (Buridan´s Ass): Bei meiner ersten Sichtung war diese Folge vermutlich meine Lieblingsfolge. Gerade mit dem ganzen Schnee zum Schluss.

Episode 7 (Who Shaves the Barber?); Bei meiner ersten Sichtung setzte bei mir hier etwas Panik ein. Die Form von Panik, die ich als Kind hatte, wenn ich ein neues Lieblingsspielzeug bekommen habe (oder in abgeschwächter Form noch heutzutage wenn ich ein neues Apple-Gerät, eine neue Tasche oder sonstwas bekomme). In den ersten paar Tagen, früher vielleicht Wochen überkam/ überkommt mich die Angst, dass mein neues Spielzeug ein paar Kratzer abbekommt oder gar kaputt geht. Das hatte ich bei „Fargo“ mit der 7. Folge. Angst, dass meine potenziellen neuen Lieblingsserie zum Ende hin abflacht, eine Wendung nimmt, die mir nicht gefällt, sowas in der Art. Ich wollte mir diese Serie nicht kaputtmachen lassen, entsprechend unentspannt habe ich (während der ersten Sichtung) die letzten drei Folgen der erste Staffel geguckt. Das war natürlich auch ein Grund für mich, sie ein zweites Mal zu schauen und dann zu geniessen.

Episode 8 (The Heap): In dieser Folge kommt es zu einer Besonderheit, die ich nicht spoilern möchte.

Eigentlich Quatsch – jede Episode hat ihre Berechtigung und ich liebe jede einzelne Folge.

Drei Empfehlungen, die ich geben möchte:

1. Möglichst die TV-Serie „Fargo“ in einem Marathon gucken, vielleicht nicht alle 10 Folgen hintereinander (habe ich auch nicht gemacht), aber an zwei oder drei Tagen

2. Die TV-Serie dringend im Original sehen, alleine die Sprache von Billy Bob Thorntons Charakter ist vielleicht nur so zu erfassen. Wenn man nicht alles versteht, englische Untertitel helfen.

3. Definitiv die TV-Serie „Fargo“ ein zweites Mal sehen. Wie bereits „True Detective“ habe ich mir auch diese komplette erste Staffel ein zweites Mal angeschaut. Beim ersten Mal habe ich noch überlegt, ob ich die von mir äußerst selten gezückte „uneingeschränkte A“ Bewertung vergebe, war es mir mit der zweiten Sichtung spätestens mit Ende der zweiten Episode klar. Bei der zweiten Sichtung wusste ich, dass sie bis einschließlich der 10. Folge brillant ist, also konnte ich mich entspannt zurücklehnen und auf Kleinigkeiten (Bilder an der Wand, etc.) achten. Ich habe erst nach der ersten Sichtung gelesen, wie es mit der zweiten Staffel weitergeht. Beim zweiten Mal konnte ich dann auch auf die Hinweise, die die zweite Staffel betreffen, achten.

Die Charaktere im Einzelnen:

Lester Nygaard ist ein Versicherungsvertreter, seit 18 Jahren mit Pearl (Kelly Holden Bashar) verheiratet, hat einen Bruder Chazz (gespielt von Joshua Close) wirkt wie ein Versager, ist ziemlich naiv, etwas trottelig und einfach gestrickt, aber blöd ist er nicht. Ich mag, wie sich seine Figur entwickelt. Zu Beginn der Serie hat er mich etwas an Mr. Bean erinnert. Gespielt wird Lester von dem britischen Schauspieler Martin Freeman. Mir kam er zwar irgendwie bekannt vor, aber so richtig konnte ich ihn nicht zuordnen. Er hat in zahlreichen Kinofilmen („Love Actually“, „The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy“, „Hot Fuzz“, Peter Jacksons „The Hobbit“) und in einigen TV-Produktionen („The Office“, „Sherlock“) gespielt. Martin Freeman wurde für diese Rolle für einen Emmy Award als Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie nominiert.

Lorne Malvo ist ein Einzelgänger und kommt nicht aus der Stadt, aber viel mehr Worte möchte ich auch nicht über ihn verlieren. Man muss diese undurchsichtige Type einfach erleben, muss ihn sehen und ihm zuhören, wie geschickt er andere Menschen einlullt und manipuliert. Das führt zu Dialogen, bei denen man losbrüllen möchte oder einfach nur staunt. Wenn man sonst noch nicht überzeugt ist, diese Serie zu gucken, er gibt einen allen Grund dazu. Der Amerikaner Billy Bob Thornton ist nicht nur Schauspieler („U Turn“, „A Simple Plan“, „The Gift“, „Monster´s Ball“, „Bandits“, „The Man Who Wasn´t There“, „Bad Santa“), sondern auch Musiker, Regisseur und Drehbuchautor. Für „Sling Blade“ hat er einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch gewonnen. Er hat eine weitere Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für „Sling Blade“. Für seine Rolle in „Fargo“ ist er für einen Emmy Award als Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie nominiert.

Deputy Molly Solverson ist eine 31-jährige Polizistin aus Bemidji, Minnesota hat sich festgebissen an der Idee, dass Lester schuldig ist. Sie ist alleinstehend, ihr Vater ist der Restaurantbesitzer von Bemidji (gespielt von Keith Carradine). Gespielt wird Molly Solverson von der Amerikanerin Allison Tolman. Die Schauspielerin ist bislang noch nicht groß in Erscheinung getreten. Sie hatte mal einen Gastauftritt in der TV-Serie „Prison Break“. Allison Tolman ist sie für einen Emmy Award als beste Nebendarstellerin in einer Miniserie nominiert.

Officer Gus Grimly ist ein etwas ängstlicher Polizist aus Bemidjis Nachbarkaff Duluth. Arbeitet nicht gerne als Polizist. Seit zehn Jahren Witwer und alleinerziehender Vater einer 12-jährigen Tochter. Gespielt wird Gus Grimly von Colin Hanks. Er ist der älteste Sohn des zweimaligen Oscar-Gewinners Tom Hanks und wird optisch seinem Vater immer ähnlicher. Er ist noch nicht so ein guter Schauspieler wie sein Vater, aber er macht sich langsam. Er hat in einigen TV-Serien („Roswell“, „Band of Brothers“, „Mad Men“) mitgewirkt. Mir ist er am meisten durch die 6. Staffel von „Dexter“ im Gedächtnis. Er hat aber auch in einigen Kinofilmen (The Great Buck HowardW.) mitgespielt. Colin Hanks wurde für diese Rolle für einen Emmy Award als bester Nebendarsteller in einer Minserie nominiert.

Lou Solverson ist der Vater von Polizistin Molly (gespielt von Allison Tolman). Witwer, führt das Diner Lou´s Coffee Shop in Bemidji. Seine Vergangenheit wird in der zweiten Staffel von „Fargo“ aufgearbeitet. Lou Solverson wird von dem amerikanischen Schauspieler Keith Carradine gespielt. Keith Carradine kommt aus einer Schauspieler-Familie. Sein verstorbener Vater John und sein verstorbener älterer Bruder David waren Schauspieler, sein jüngerer Bruder Robert arbeitet als Schauspieler und selbst Keith Carradines Tochter Martha Plimpton arbeitet als Schauspielerin. Keith Carradine hat im Jahr 1975 einen Oscar gewonnen, allerdings nicht als Schauspieler sondern für den von ihm geschriebenen Song „I´m Easy“ aus dem Film „Nashville“. Als Schauspieler hat er viel in TV-Serien und in einigen Kinofilmen mitgespielt. Zu sehen war er auch in der zweiten und vierten Staffel von Dexter.

Chazz Nygaard ist der Bruder von Lester (gespielt von Martin Freeman), verheiratet, hat einen Sohn, Waffennarr. Optisch könnte er der jüngere Bruder von Schauspieler Patrick Wilson sein. Gespielt wird Chazz von Joshua Close.

Stavros Milos ist der Besitzer der größten Supermarktkette in Minnesota. Stavros Milos hat einen Erpresserbrief erhalten und hat Lorne Malvo (gespielt von Billy Bob Thornton) angeheuert, den Fall aufzuklären. Gespielt wird von dem großartigen amerikanischen Schauspieler Oliver Platt. Oliver Platt habe ich bewusst das erste Mal in dem Film „Flatliners“ gesehen. Seit dieser Zeit taucht er immer wieder auf und ich freue mich jedes Mal, ihn zu sehen. Er hat in erfolgreichen TV-Serien wie „The West Wing“, „Bored to Death“ und „The Big C“ gespielt. In jüngerer Zeit war habe ich ihn auch in den Kinofilmen „Pieces of April“, Hope Springs, Frost/Nixon, Please Give und Chef gesehen.

Chief Bill Oswalt ist ein Polizist in Bemidji und Mollys Vorgesetzter. Er ist mit Lester zur Schule gegangen. Auch er ist sehr einfach gestrickt. Glaubt Molly nicht, dass sein alter Schulkamerad Lester irgendwas Böses getan haben kann. Bill Oswalt wird von dem amerikanischen Schauspieler Bob Odenkirk gespielt. Bob Odenkirk hat regelmässig in der Serie „Breaking Bad“ gespielt, ich habe ihn aber auch erst kürzlich in The Spectacular Now und Nebraska gesehen

Greta Grimly ist die 12-jährige Tochter von Gus Grimly (gespielt von Colin Hanks). Ich habe Joey King erst kürzlich in Wish I Was Here gesehen

Mr. Numbers – er und sein taubstummer Kollege Mr. Wrench (gespielt von Russell Havard) bilden ein ziemlich schräges Gangster-Duo. Er wird von dem amerikanischen Schauspieler Adam Goldberg gespielt. Ich habe ihn schon zahlreichen Nebenrollen einiger TV-Serien („Will & Grace“, „Entourage“) und Kinofilmen( „EDtv“, „How to Lose a Guy in 10 Days“) gesehen.

Mr. Wrench ist der Komplize von Mr. Numbers (gespielt von Adam Goldberg). Mr. Wrench ist riesig und taubstumm. Gespielt wird er von dem amerikanischen Schauspieler Russell Havard. Sein Spielfilmdebüt hat er in „There Will Be Blood“ gegeben. Er hat aber ansonsten noch nicht viel gedreht, war mal in einer Folge von „CSI: NY“ und „Fringe“ zu sehen.

Bill Budge ist ein afro-amerikanischer FBI-Agent. Gespielt wird Budge von dem amerikanischen Schauspieler und Komiker Keegan Michael Key. Er war in „MADtv“ zu sehen und hatte Auftritte in einigen TV-Serien. Ich finde ihn und seinen Partner Pepper göttlich.

Webb Pepper ist ein afro-amerikanischer FBI-Agent. Gespielt wird Pepper von dem amerikanischen Schauspieler und Komiker Jordan Harworth Peele. Er war in „MADtv“ zu sehen und hatte zahlreiche Auftritte in TV-Serien. Wie gesagt, ich liebe die Beiden.

Die TV-Serie „Fargo“ wurde vom 15.04.14 bis zum 17.06.14 auf dem amerikanischen Kabelsender FX ausgestrahlt.

Die TV-Serie „Fargo“ wurde insgesamt für sensationelle 18 Fernsehoscars (nur Game of Thrones konnte das mit 19 toppen) nominiert, u.a. für einen Emmy als beste Miniserie, bester Hauptdarsteller (Billy Bob Thornton, Martin Freeman), Bester Nebendarsteller (Colin Hanks), Beste Nebendarstellerin (Allison Tolman). „Fargo“ hat sehr gute Chancen, einige Kategorien für sich zu entscheiden, auch und gerade Beste Miniserie zu gewinnen. Das liegt hauptsächlich daran, dass die andere Anthologie-Serie „True Detective“ nicht in dieser Kategorie nominiert ist. HBO hat „True Detective“ als Beste Serie/Drama eingereicht, ob das ein smarter Schachzug von HBO war, ist fraglich, schließlich tritt „TD“ in dieser Kategorie gegen die letzte Staffel von „Breaking Bad“ an. Die Macher von „Fargo“ können sich bei HBO für diesen Schritt jedenfalls bedanken, die größte Konkurrenz ist aus dem Weg. Am kommenden Montag, dem 25.08.14, ist die große Emmy-Verleihung. Ich denke, dass „Fargo“ beste Miniserie, bester Hauptdarsteller (Billy Bob Thornton) und auch beste Nebendarstellerin (Allison Tolman) für sich entscheiden kann. Ich drücke ganz fest die Daumen.

Teaser zu sehen:

Jeff Russos Score aus der Serie „Fargo“ (Main Theme):

D.C. – Film: "Chef"

Ich war am 20.06.14 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Chef “ (dt. Filmtitel: „Kiss the Cook“, dt. Kinostart: 28.05.15) 115 min comedy

dir. Jon Favreau cast: Jon Favreau, Sofia Vergara, John Leguizamo, Emjay Anthony, Scarlett Johansson, Oliver Platt, Bobby Cannavale, Dustin Hoffman, Robert Downey Jr.

Carl Casper (Jon Faverau) arbeitet als Chefkoch in einem In-Restaurant in Los Angeles. Nachdem er mit dem einflussreichen Restaurantkritiker Ramsey Michel (Oliver Platt) aneinandergeraten ist und auch noch mit seinem Chef (Dustin Hoffman) in Streit gerät, ist er plötzlich arbeitslos. Ohne seinen stressigen Job hat er aber Zeit, sich mehr um seinem 11-jährigen Sohn Percy (Emjay Anthony) zu kümmern. Zunächst fliegt er mit seinem Sohn und seiner Ex, Inez (Sofia Vergara) nach Miami. Bald setzt er auch eine neue Geschäftsidee um.

B- (Wertung von A bis F) „Chef“ ist ein Film über das Kochen, die Beziehung von Vater und Sohn, soziale Medien und eine Geschäftsidee.

Grundsätzlich finde ich es völlig blöd, anderen Menschen beim Kochen zuzuschauen. Diese ganzen aus dem Nichts aufgetauchten Kochshows im deutschen Fernsehen kann ich mir überhaupt nicht erklären. Warum sollte ich mir angucken, wie einer vor meinen Augen etwas Leckeres brutzelt, wenn ich eh nicht probieren darf? Vom Konzept gibt es nur eine Sendung, die nicht komplett an mir vorbeizieht. Zugegebenermassen habe ich mir bei diesem Konzept sogar schon die eine oder andere kulinarische Anregung geholt, mich locken aber hauptsächlich, wie die unterschiedlichen Kandidaten wohnen und eingerichtet sind, wie sie sich geben und wie sie sich untereinander verstehen.

Da die Suche nach Aufmerksamkeit bei mir auch nicht sonderlich ausgeprägt ist, halte ich auch den Gebrauch von Facebook und Twitter für unnütz. Die Idee, die sich hinter 1 Second Everyday verbirgt, wurde im Film „Chef“ plausibel und schön umgesetzt. In diesem Film wird viel gekocht und viel gewittert und beides fand ich nicht gänzlich überflüssig, weil es in eine zwar nicht neue, aber ganz okaye Geschichte eingebaut wurde. Der Film hat aber einige Längen im Mittelteil. „Chef“ erzählt von einem bekannten Koch und Vater eines Kindes für das er in der Vergangenheit immer zu wenig Zeit hatte. Durch seine plötzliche Arbeitslosigkeit sieht er auch die Gelegenheit, sich mit seinem Jungen (recht unaufdringlich und natürlich portraitiert von Emjay Anthony) zu beschäftigen.

Jon Favreau gleicht optisch mittlerweile einem Wallross. Es gefällt mir, dass sein schweres Übergewicht in diesem Film auch thematisiert wird. Weniger gut, präziser ausgedrückt unvorstellbar fand ich, dass Jon Favreaus Charakter mit Sofia Vergaras Charakter zusammen war. Das klang mir zu sehr nach einer absurden männlichen Fantasievorstellung. Ansonsten mochte ich besonders die Chemie und das Zusammenspiel zwischen Jon Favreaus Carl Casper und den Charakteren von Oliver Platt, John Leguiziamo und Robert Downey Jr.. Einem Interview mit Jon Favreau habe ich entnommen, dass bei den Dialogen viel improvisiert wurde. Scarlett Johansson gefällt mir wesentlich besser mit dunklen Haaren. Oliver Platt ist großartig hier, er spielt den Restaurantkritiker sehr glaubhaft, vielleicht hat er sich da was bei seinem Bruder Adam abgeschaut, der ist nämlich ein bekannter New Yorker Restaurantkritiker.

„Chef“ ist ein Film, den ich eigentlich schon auf dem diesjährigen Tribeca Film Festival sehen wollte. Es sprach sich ziemlich schnell herum, dass es lohnenswert ist, diesen Film zu schauen. Und so funktionierte letztlich die Erfolgsgeschichte dieses Filmprojektes. Für „Chef“ wurde so gut wie gar keine Werbung eingesetzt. Anfang Mai wurde er in nur wenigen Kinos in New York und L.A. gestartet, durch hervorragende Kritiken und – was noch wichtiger ist – Mundpropaganda wollten sich immer mehr Zuschauer diesen Film im Kino ansehen.

Ich verfolge Jon Favreaus Arbeit seit dem Film „Swingers“ aus dem Jahr 1996 (einen Film, den ich liebe, auch wenn ich ihn seit Jahren nicht mehr geschaut habe). Ob als Autor, Schauspieler, Regisseur oder Produzent, seine Karriere könnte man, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, als eindrucksvoll und vielseitig bezeichnen. Alleine seine Talkshow „Dinner for Five“, bei denen er immer andere Hollywood-Größen zum Essen und Plaudern eingeladen hat, ist legendär und hat mir einige interessante Einblicke in die amerikanische Filmbranche gegeben. Ich hoffe, dass er diese Show eines Tages fortsetzt. Mit den Filmen „Iron Man“, Iron Man 2  und Cowboys & Aliens hat er dann auf einmal über ein riesiges Budget als Regisseur verfügen können. Sehr wohlwollend nehme ich zur Kenntnis, dass er mit „Chef“ zu seinen Indie-Film-Wurzeln zurückgekehrt ist.

Mit seinem nächsten Kinoprojekt als Regisseur (das Live-Action-Remake von Disneys „The Jungle Book“) bewegt er sich dann aber wieder Richtung Blockbuster.

Der Film „Chef“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Filmfestival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Begin Again“

Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)

Kommentar: RomCom mit Mark Ruffalo und Keira Knightley. Hieß früher (und auf deutsch bzw. für deutsche Kinobesucher) „Can a Song Save Your Life?“ Der ursprüngliche Filmtitel ist wesentlich besser.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Sex Tape“

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz, Jason Segal, etc.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT


Trailer v. Film: „The Green Inferno“

Bewertung des Teasers: B- (neuer, diesmal Teaser)

Kommentar: Eli Roths neuer Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Fluffy Movie“

Bewertung des Trailers: ???

Kommentar: Stand-up comedy als Film mit einem schwergewichtigen Komiker (Gabriel Iglesias), von dem ich noch nie gehört habe.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: "Lucky Them"

Ich war am 23.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Lucky Them“ 96 min comedy, drama
dir. Megan Grifftith cast: Toni Collette, Thomas Haden Church, Oliver Platt, Ryan Eggold, Amy Seimetz, Nina Arianda

Seattle. Ellie Klug (Toni Collette) ist Musikredakteurin bei dem Magazin STAX. Vor zehn Jahren ist ein berühmter Musiker von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden. Es wurde gemunkelt, dass er Selbstmord begangen hat. Jetzt gibt es jedoch Hinweise, dass er noch am Leben ist. Ellies Chef Giles (Oliver Platt) erwartet von ihr, dass sie sich auf die Suche nach dem Musiker begibt und eine Story schreibt. Ellie nimmt diesen Auftrag nur ungern an, schließlich war sie auch mal mit diesem Musiker zusammen und er hat ihr das Herz gebrochen. Außerdem hat sie gerade den attraktiven Nachwuchsmusiker Lucas (Ryan Eggold) kennengelernt.

B+ (Wertung von A bis F) „Lucky Them“ ist eine wirklich gelungene Komödie. Es ist eine Beziehungskomödie, ein bisschen Roadmovie und auch eine Liebeserklärung an die Indie-Musikszene in Seattle. Brillante Dialoge und Situationskomik haben mich viele Male lauthals lachen lassen. Vor allen Dingen funktioniert der Film aber durch Toni Collette. Sie ist großartig in dieser Rolle. Endlich mal wieder eine ganz andere interessante Frauen- und nicht „Mutti“-Rolle für die australische Schauspielerin. Die Filmfigur Ellie basiert auf vage auf Emily Wachtel, selbst eine Kennerin der Musikbranche, die dieses Filmdrehbuch mitverfasst hat. Toni Collette verschwindet förmlich hinter ihrer Filmfigur. Die Figur Elli ist so authentisch geschrieben, dass ich mich selbst sogar einige Male wiedergefunden habe.

Gut gefallen haben mir auch Nina Arianda, die die beste Freundin von Toni Collettes Charakter spielt und auch Ryan Eggold. Ryan Eggold wirkt hier wie Mischung aus Adrien Brody und Gerard Butler. Selbstverständlich habe ich ihn hier nicht wiedererkannt, aber kürzlich war ich noch voll des Lobes für ihn und seine Rolle in der sonst nicht so dollen NBC-Serie „The Blacklist“.

Es gibt einen Cameo-Auftritt eines berühmten Hollywoodstars, den ich natürlich nicht spoilern werde und niemand anderes spoilern sollte. Dieser Kurzauftritt kommt so überraschend und ist dabei so passend wie er nicht besser sein könnte. Der Star ist einfach perfekt für diese Rolle. Dafür gab es in meiner Vorstellung einen riesigen Szenenapplaus. Kein Wunder also, dass die Drehbuchautorin und Produzentin Emily Wachtel (wie sie später in dem Q & A angegeben haben) sieben lange Jahre dran geblieben sind, bis derjenige endlich zugesagt hat, in ihrem Film mitzuspielen.

„Lucky Them“ ist Paul Newman gewidmet, eine der Produzentinnen ist auch Joanne Woodward. Emily Wachtel hat in dem anschließenden Q & A erklärt, dass Paul Newmans jüngste Tochter ihre beste Freundin war und der Schauspieler immer eine große Inspiration für sie.

Nach dem Film gab es einen außergewöhnlich großen Applaus vom Publikum.

Bei meiner „Lucky Them“-Vorstellung wurden Getränke, Popcorn, Nachos, Süßigkeiten, etc. für alle Zuschauer kostenlos zur Verfügung gestellt. Sponsor für diese Sonderaktion war Celebrity Cruises – Ich fand´s es eine gute Idee.

„Lucky Them“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt. Der Film wird ab dem 30.05.14 in einigen amerikanische Kinos zu sehen sein. Ich habe ihn auf dem Tribeca Film Festival 2014 gesehen. Die Drehbuchautorin und Produzentin Emily Wachtel und die Regisseurin Megan Griffiths waren anwesend und haben sich im Anschluss an den Film den zahlreichen Fragen des Publikums gestellt.

Der amerikanische Trailer:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

L. A. – Film: "Love and Other Drugs"

Ich war am 26.11.10 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Love and Other Drugs“ (dt. Titel: „Love and Other Drugs – Nebenwirkung inklusive“, dt. Kinostart: 06.01.11) 113 min drama, comedy, adaptation
dir. Edward Zwick cast: Jake Gyllenhaal, Anne Hathaway, Josh Gad, Judy Greer, Gabriel Macht, Oliver Platt, Hank Azaria, Jill Clayburgh

Das Jahr 1996. Der charmante Jamie Randall (Jake Gyllenhaal) kommt bei Frauen unglaublich gut an, er ist der geborene Verkäufer und arbeitet mittlerweile als Pharmavertreter. Eines Tages lernt er Maggie Murdock (Anne Hathaway) kennen, die an der Parkinson-Krankheit leidet. Die Beiden beginnen eine Affäre, doch bald stellen sich wahre Gefühle ein. Als VIAGRA auf den Markt kommt, ist das für Jamie die Möglichkeit, richtig Karriere zu machen…

B- (Wertung von A bis F) „Love and Other Drugs“ basiert auf Jamie Reidys Memoiren „Hard Sell: The Evolution of a Viagra Salesman“.

Dass der Film um einiges besser ist als ich dachte, liegt zu einem Teil an dem (mal das dämliche Ende ausgenommen) gelungenen Drehbuch, aber es ist auch ein großer Verdienst von Jake Gyllenhaal. Tatsächlich konnte ich mir während des Films keinen anderen Schauspieler in der Rolle des charismatischen Verkäufers/ Vertreters vorstellen. Jake Gyllenhaal kann einem schlichtweg alles verkaufen, so dass ich ihm sogar abgenommen habe, dass er sich in Anne-in-meinem-Gesicht-ist-alles-zu-groß-geraten-Hathaway verliebt hat. Ich glaube sogar, dass Jake Gyllenhaal („Donnie Darko“, „Brokeback Mountain“, „Jarhead“) noch nie besser war. Anne Hathaway gibt eine okaye Performance, in meinen Augen sogar eine bessere als ihre Oscar-nominierte Performance in Rachel Getting Married. Aber auch in „Love and Other Drugs“ ist sie definitiv austauschbar. Jede Schauspielerin, die ungefähr in ihrem Alter ist, hätte die Maggie spielen können. Dass mir dies auch wesentlich lieber gewesen wäre, ist klar. „Love and Other Drugs“ ist witzig, was neben Jake Gyllenhaal auch an Josh Gad (der hier Jakes Bruder spielt) und an dem immer sehenswerten Oliver Platt liegt. Dennoch muss ich noch einmal erwähnen, dass das Ende komplett unglaubwürdig und überflüssig ist. Hätte der Film zu einem bestimmten, früheren Zeitpunkt geendet, wäre es ein wesentlich besserer Film geworden. Großzügigerweise habe ich dafür trotzdem keinen Punktabzug gegeben.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Black Swan“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Darren Aronofskys („Requiem for a Dream“) neuer Film mit Natalie Portman und Vincent Cassel, definitiv ein Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Teaser von Film:“The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ein weiterer Teil der Narnia-Geschichte, Trailer macht einen guten Eindruck. Ich habe jedoch keinen Teil gesehen.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Dilemma“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Ron Howards neuer Film. Eine Komödie mit Vince Vaughn, Kevin James, Jennifer Connelly, Winona Ryder und Queen Latifah
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 10% (wenn ich echt Langeweile habe)

Trailer v. Film: „No Strings Attached“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: RomCom mit Ashton Kutcher und Natalie Portman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „How Do You Know“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Owen Wilson, Paul Rudd, Reese Witherspoon, Jack Nicholson
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Source Code“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: 2. Film von Duncan Jones, Sci-Fi-Thriller mit Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan und Vera Farmiga
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Red Riding Hood“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Horrorfilm, der wage auf das Grimms ROTKÄPPCHEN basiert. Mit Amanda Seyfried und Gary Oldman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%