DVD – Film: "Everything Must Go"

Folgenden Film habe ich mir als iTunes Leihvideo angeschaut:

„Everything Must Go“ 85 min drama, comedy, adaptation
dir. Dan Rush cast: Will Ferrell, Rebecca Hall, Laura Dern, Michel Pena, Christopher Jordan Wallace

Nick Halsey (Will Ferrell) ist Alkoholiker. Jetzt wird er von seinem Chef nach 16 Jahren entlassen. Als er nach Hause kommt, hat ihn seine Frau verlassen, seine kompletten Sachen im Vorgarten verteilt und die Schlösser ausgetauscht. Was für ein Tag. Die Kreditkarte und das Konto hat sie auch noch sperren lassen und sein Firmenauto ist schließlich auch weg. Nick beschließt, in seinem Vorgarten zu leben und lernt dabei das Nachbarskind Kenny (Christopher Jordan Wallace) kennen…

C- (Wertung von A bis F) Der Film „Everything Must Go“ basiert auf der Kurzgeschichte „Why Don´t You Dance“ von Raymond Carver.

Irgendwie habe ich gedacht, dass mir der Film wesentlich besser gefällt. Etwas mehr Story und Tiefe hätte dem Film gut getan. Es gibt durchaus brillante Momente im Film (als Nick nach über 20 Jahren einfach bei seiner ehemaligen Klassenkameradin, gepielt von Laura Dern, auftaucht), aber es gibt mehr überflüssige. Eigentlich fand ich Rebecca Halls Charakter komplett sinnlos. Irritiert hat mich auch die Tatsache, dass Will Ferrells Charakter beschließt, im Vorgarten zu wohnen. Er hat eine grandiose Terrasse und einen schönen Garten hinter dem Haus und hätte da zweifelsfrei wesentlich mehr Privatsphäre. Das ist mir wieder zu sehr an der Realität vorbei. Sicher verstehe ich, dass Nick dann nicht so einfach seine Nachbarn kennengelernt hätte und letztlich dann auch kein Film entstanden wäre.

Der ehemalige SNL-Star Will Ferrell (unvergessen als George W. Bush) hat auch schon zuvor dramatische Rollen gespielt. Er kann nicht nur Komödien, vielleicht liegt seine Zukunft auch eher in der Tragikomödie. In „Everything Must Go“ nimmt man ihm mit seinem aufgeschwemmten Gesicht und seiner großporigen Haut schon mal optisch den Alkoholiker ab. Auch kann ich mir vorstellen, dass wenn er mit seiner Schauspielerei nicht geklappt hätte, er ein Vertreter/ Verkäufer geworden wäre.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "The Town"

Ich war am 23.09.10 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Town“ (dt. Kinostart war der 23.09.10) 123 min drama, thriller, adaptation
dir. Ben Affleck cast: Ben Affleck, Jon Hamm, Rebecca Hall, Jeremy Renner, Blake Lively, Chris Cooper, Pete Postlethwaite

Doug MacRay (Ben Affleck) wollte eigentlich immer professioneller Hockey Spieler werden, ist aber dann in die Fußstapfen seines Vaters (Chris Cooper) getreten und raubt Banken aus. Bei seinem nächsten Coup geht jedoch bei Doug und seinen Komplizen etwas schief und sie nehmen die Filialleiterin der Bank Claire (Rebecca Hall) als Geisel…

C+ (Wertung von A bis F) „The Town“ basiert auf dem Roman „Prince of Thieves“ von Chuck Hogan.

In einer Kritik habe ich einen Vergleich von Ben Afflecks Regiearbeit zu der von Clint Eastwood gelesen. Na da sollte man doch mal die Kirche im Dorf lassen. Auch wenn ich von Afflecks Regiedebüt (Gone Baby Gone), mit Ausnahme von einer, meines Erachtens sensationellen Szene, auch nicht so begeistert war, so mochte ich diesen wesentlich mehr als „The Town“. „The Town“ ist zum einen viel zu lang und zum anderen empfand ich die Liebesgeschichte als viel zu dominant. Die Beziehung von Ben Afflecks und Rebecca Halls Charakter ist von der ersten Begegnung bis zur „Spendenaktion“ komplett unglaubwürdig. Ben „doch, ich habe mehr als zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke“ Affleck wirkt mit seinem meist geöffneten Mund, seiner, für einen Mann und insbesondere für dieses Gesicht viel zu kleinen Nase und seinem stets schielenden Blick sowieso immer etwas dümmlich und hat überhaupt keinerlei Potential für die Rolle als sogenannter „Leading Man“. Der eitle Regisseur hat sich aber gleich mal auch die Hauptrolle gegeben, was ich als größten Fehler des Films sehe. In dem Roman hat sich Jon Hamms Charakter ebenfalls in die Filialleiterin verliebt. Das war Ben Affleck sehr wahrscheinlich eine zu große Konkurrenz. Während der Dreharbeiten hat Ben Affleck (wenn er nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt war) beobachten können was für eine Präsenz Jon Hamm hat, auch wenn ich ihn nach drei Staffeln MAD MEN doch wesentlich besser als Don Draper finde. Diese sexy Coolness kann Jon Hamm hier nicht übertragen, aber sein Part war auch nicht darauf ausgelegt. Schauspielerisch hat mir, wie erwartet, Jeremy Renner (The Hurt Locker) gut gefallen, aber auch Blake Lively, die hier tatsächlich eine frappierende Ähnlichkeit mit der jungen Ellen Barkin hat.

„The Town“ ist kein Oscar-Film und wird hoffentlich von der Academy auch nicht in den Adelsstand erhoben. (… es reicht mir schon, dass unverdienterweise Inception mit großer Wahrscheinlichkeit unter den besten zehn Filmen aus 2010 dabei sein wird) Wenn jedoch einer aus „The Town“ für seine schauspielerisch Leistung belohnt werden sollte, dann ist es Chris Cooper („American Beauty“, „Adaptation“, Breach). Mit einer einzigen Szene schafft es Chris Cooper zu zeigen wie man Authentizität in eine Rolle bringt. Was für ein unglaubliches Talent.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer (habe mich in die Vorstellung „reingeschlichen“ und nur noch zwei Trailer gesehen):

Trailer v. Film: „The Fighter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer „Irish“ Mickey Ward und seinem älteren Bruder. Mit Mark Wahlberg, Christian Bale (hoffentlich ist er mit dieser Rolle „zurück“, hat sich auf jeden Fall auf sein „The Machinist“-Gewicht runtergehungert) Melissa Leo, Amy Adams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fair Game“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Doug Limans neuer Film. Biopic mit Naomi Watts und meinem Lieblingsschauspieler Sean Penn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%, klar!

New York City – Film: "Please Give"

Ich war am 02.05.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Please Give“ (dt. Kinostart: 08.07.10) 90 min comedy, drama
dir. Nicole Holofcener cast: Catherine Keener, Amanda Peet, Oliver Platt, Rebecca Hall, Sarah Steele, Ann Guilbert

Wohnraum ist in Manhattan bekanntlich rar und teuer. Das Ehepaar Kate und Alex (Catherine Keener und Oliver Platt) kauft schon mal die vermietete Wohnung nebenan. Nach dem Ableben ihrer betagten Nachbarin könnten sie einen Durchbruch machen und so ihre Wohnung vergrössern. Um sich der garstigen alten Dame und ihren beiden Enkeltöchtern Rebecca (Rebecca Hall) und Mary (Amanda Peet) zu nähern, werden sie kurzerhand zum Geburtstag eingeladen. Damit wird der eine oder andere Stein ins Rollen gebracht…

A- (Wertung von A bis F) „Please Give“ ist eine Tragikomödie über kleinere oder größere Krisen im Leben. Nicole Holofcener („Lovely & Amazing“, „Friends With Money“) präsentiert erneut einen charmanten Indie mit liebenswerten Charakteren und viel Witz. Die durch die Bank überzeugenden Schauspieler vermitteln einem das Gefühl, eine Reportage eben über das Leben von Kate, Alex, Rebecca, Mary, Abby und Andra zu sehen, aber auch ist es eine realistische Portraitierung New Yorks bzw. der New Yorker.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Sex and the City 2″
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: wenn ich mir den Film angucke, nur wg. Accessoires, Garderobe und evtl neuen Locations für N.Y.
Wie oft habe ich diesen Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „Get Him to the Greek“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: P. Diddy…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 40 % (schon unwahrscheinlicher geworden, dass ich mir den Film anschaue…)

Trailer von Film: „MacGruber“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action-Komödie mit Val Kilmer, Ryan Phillippe, Kristen Wiig
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „Cyrus“
Bewertung des Trailers: A (mittlerweile einer meiner neuen Lieblingstrailer)
Kommentar: Komödie mit John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei, Catherine Keener
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Boston – Vicky Cristina Barcelona

Ich war am 18.08.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Vicky Cristina Barcelona“ (dt. Kinostart 04.12.08) 97 min comedy
dir. Woody Allen cast: Javier Bardem, Penelope Cruz, Scarlett Johansson, Patricia Clarkson, Kevin Dunn, Rebecca Hall

Die beiden Amerikanerinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) verbringen ihren Sommerurlaub in Barcelona. Während die zürückhaltende Vicky nach der Reise ihren langweiligen Verlobten heiraten will, geniesst die abenteuerlustige, aber naive Cristina ihr Singleleben. Auf einer Ausstellungseröffnung fällt ihnen erstmalig der gutaussehende Künstler Juan Antonio (Javier Bardem) auf. Als sie ihn kurze Zeit später in einem Restaurant wiedertreffen, macht Juan Antonio beiden Frauen den Vorschlag, mit ihm nach Oviedo zu fliegen, um mit ihm Kultur, Wein und Sex zu geniessen. Mehr oder weniger über das eindeutige Angebot empört, willigen beide ein. Als sich beide Frauen in den Herzensbrecher schliesslich verliebt haben, taucht seine temperamentvolle und verrückte Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) wieder auf…

C+ (Wertung von A bis F) Relativ belanglose Liebeskomödie, die allerdings durch das Zusammenspiel von Javier Bardem und Penelope Cruz sehenswert wird. Die beiden wirken nicht zuletzt durch ihren überwiegend in spanisch gehaltenen Dialog sehr authentisch, die Chemie ist auch offensichtlich. Javier ist natürlich zum Niederknien und Penelope, die für „Volver“ eine Oscarnominierung erhalten hat, hätte hier für mich, für ihre charismatische Maria Elena, eher eine verdient. Scarlett hat mich zu meiner grossen Überraschung hier nicht so gestört, spielte aber auch mit ihrer Rolle eher im Hintergrund. Ein weiterer Grund den Film zu sehen, ist wie die schöne Stadt Barcelona mit ihrer wunderbaren Gaudí-Architektur gezeigt wird. Nach der Vorstellung gab es Applaus vom Publikum. Update: Penelope Cruz hat ihre Rolle in „Vicky Cristina Barcelona“ den Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“