Chicago – Film: „American Pastoral“

Ich war am 21.10.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„American Pastoral“ (dt. Filmtitel: „Amerikanisches Idyll“, dt. Kinostart: 17.11.16) 108 min drama, adaptation
dir. Ewan McGregor cast: Ewan McGregor, Jennifer Connelly, Dakota Fanning, Rupert Evans, Molly Parker, David Strathairn, Hannah Nordberg

 

 

In den 1960er Jahren lebt Seymour (Ewan McGregor) mit seiner Familie im ländlichen Old Rimrock, New Jersey. Er und seine Frau Dawn (Jennifer Connelly) hatten es nie leicht mit ihrer Tochter Merry (Hannah Nordberg), im Alter von 16 Jahren radikalisiert sich das Mädchen (Dakota Fanning). Es ist die Zeit der Studentenkrawalle und Proteste gegen den Vietnamkrieg. Als bei einem Bombenanschlag auf das örtliche Postamt ein Mann getötet wird, gilt Merry schon bald als Hauptverdächtige. Weder Seymour noch Dawn wissen, wo sich ihre Tochter aufhält…

 
B- (Wertung von A bis F) „American Pastoral“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Roth. Das Buch wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Es ist das Regiedebüt des schottischen Schauspielers Ewan McGregor („Trainspotting“, „Moulin Rouge!“, The Ghost Writer, The Impossible)

Wenn man sich die amerikanischen Bewertungen zu dem Film anschaut (44% Metacritic, 20% Rotten Tomatoes) könnte man meinen, dass Ewan McGregor seine erste Regiearbeit ziemlich in den Sand gesetzt hat. Das finde ich nicht.

 
Ewan McGregors Charakter war der Kapitän des Footballteams an der Highschool und hat mit der ehemaligen Schönheitskönigin Dawn (gespielt von Jennifer Connelly) die Liebe seines Lebens gefunden und geheiratet. Er übernimmt die Handschuhfabrik seines Vaters, sie ziehen aufs Land und freuen sich über die gemeinsame Tochter. Die Mädchen ist aber schwierig, sie stottert und ist offensichtlich neidisch auf die Schönheit ihrer Mutter. In der Pubertät engagiert sich das Mädchen politisch, radikalisiert sich schließlich und wird verdächtigt, einen Bombenanschlag verübt zu haben „American Pastoral“ ist ein Familiendrama.  Ich habe mich gefragt, wie schlimm es für Eltern sein muss, wenn man ein so furchtbares Kind hat?

 
Zwei der Charaktere (Tochter Merry und die mysteriöse Frau) fand ich grau-en-haft und anstrengend, rührend hingegen ist Ewan McGregors Charakter (der seine Tochter trotzdem liebt und an sie glaubt). Die Vater/Tochter-Beziehung ist nachvollziehbar, ihr wird ein großer Teil des Films gewidmet und dadurch kommt am Ende für mich kein schlechter Film dabei raus. Fasziniert war ich von Jennifer Connellys Performance. Sie spielt hier eine ehemalige Schönheitskönigin, die unter dem Verhalten ihrer Tochter leidet und zunehmend durchdreht. Jennifer Connelly hat in der Vergangenheit schon einige Male bewiesen, wie talentiert sie ist. Den Oscar hat sie für „A Beautiful Mind“ gewonnen. Ich hätte ihn ihr für „House of Sand and Fog“ gegeben, seither war sie schauspielerisch leider nicht mehr wirklich auffällig. Für ihre Rolle hier könnte man sie durchaus berechtigt für den Oscar nominieren.

„American Pastoral“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Dakota Fanning, Jennifer Connelly), Bestes adaptiertes Drehbuch

 

 

„American Pastoral“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Am 21.10.16 ist er in einigen amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film ab dem 17.11.16 zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Billy Lynn´s Long Halftime Walk„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ang Lees neuer Film mit Kristen Stewart, Chris Tucker und Steve Martin. Nicht mehr länger im Gespräch als Oscar-Gewinnerfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Damien Chazelles neuer Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hacksaw Ridge„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Mel Gibsons erste Regiearbeit nach dem Skandal vor 10 Jahren – ein Kriegsfilm mit Andrew Garfield. Ich habe keine Lust auf den Film, aber wenn er sich als Oscar-Kandidat hält, muss ich ihn wohl sehen. Bei dem vor „American Pastoral“ gezeigten Trailer kann man auf faszinierende Weise sehen, wie tunlichst vermieden wird, Mel Gibsons Name überhaupt zu erwähnen. Im Trailer: „From the Academy Award Winning Director of „Braveheart“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich will nicht

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – der Film sieht aus wie ein Oscar-Film, warum ist er nicht mehr im Gespräch?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Loving„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Joel Edgerton, Ruth Negga und natürlich Michael Shannon. Ein Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Rules Don´t Apply„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Warren Beattys neuer Film mit ihm als Howard Hughes, Annette Bening, Alden Ehrenreich und Lily Collins. Oscar-Film?!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lion„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Dev Patel, Rooney Mara und Nicole Kidman. Ein Oscar-Film und Harveys einziges Pferd im Stall.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

NYC – Film: "Every Secret Thing"

Ich war am 27.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Every Secret Thing“ 93 min drama, crime, adaptation
dir. Amy Berg cast: Diane Lane, Elizabeth Banks, Dakota Fanning, Nate Parker, Danielle Macdonald

Sieben Jahre saßen Ronnie (Dakota Fanning) und Alice (Danielle Macdonald) im Jugendarrest. Als Kinder haben die beiden Mädchen ein Baby entführt. Das Baby wurde wenig später tot aufgefunden. Jetzt sind die beiden Mädchen achtzehn Jahre alt und seit zwei Wochen wieder draußen. Als in ihrer unmittelbaren Umgebung erneut ein Kind verschwindet, werden beide Mädchen verdächtigt, etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Detective Porter (Elizabeth Banks) ermittelt in dem Fall des vermissten dreijährigen Mädchens. Damals hat sie die Babyleiche gefunden.

B (Wertung von A bis F) „Every Secret Thing“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Laura Lippmann. Das Drehbuch wurde von der Autorin und Regisseurin Nicole Holofcener (Please Give, Enough Said) geschrieben. Die Dokumentarfilmen Amy Berg („Deviier Us from Evil“, „West of Memphis“) führt bei diesem Film Regie, mit „Every Secret Thing“ gibt sie ihr Spielfilmdebüt.

„Every Secret Thing“ ist sowohl Drama als auch ein ziemlich spannender Krimi. Am Ende des Films werden praktisch zwei Kriminalfälle aufgeklärt. Die Charaktere fand ich fesselnd, auch wenn ich mich anfangs mit dem pummelige Mädchen, bzw. der stark übergewichtige Alice (gespielt von Danielle Macdonald) etwas schwergetan habe. Ich fand es auch unglaubwürdig, dass Diane Lanes Charakter überhaupt so eine Tochter hat. Die Schauspielerin Danielle Macdonald hat mich aber durch ihr offensichtliches Talent beeindrucken und gewinnen können. Zum Schluss hat sie mich irgendwie an Toni Colette in ihrem Spielfilmdebüt „Muriel´s Wedding“ erinnert. Warum – kann ich nicht erklären. Witzigerweise ist Danielle Macdonald auch tatsächlich Australierin. Warum können australische Schauspieler eigentlich immer sprachlich einwandfrei Amerikaner portraitieren und umgekehrt funktioniert das selten? Danielle Macdonald hat zuletzt in „The East“ gespielt, einem meiner Lieblingsfilme aus dem letzten Jahr, den ich mittlerweile drei Mal gesehen habe. Mir ist sie dort tatsächlich nicht aufgefallen. Ihre weitere Karriere werde ich aber jetzt definitiv verfolgen.

Trailer zu sehen:

„Every Secret Thing“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2014 gezeigt. Aufgrund der großen Nachfrage wurde am letzten Tag des Filmfestivals eine zusätzliche Vorführung des Films ins Programm genommen. Ich habe den Film in diesem Screening gesehen. Die Regisseurin Amy Berg und die Hauptdarstellerin Danielle Macdonald (s. Fotos unten) waren anwesend und haben sich nach dem Film den Fragen des Publikums gestellt. „Every Secret Thing“ startet am 15.05.15 in einigen amerikanischen Kinos.

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

„Every Secret Thing“ war der letzte Film, den ich mir auf dem Tribeca Film Festival im Jahr 2014 angeschaut habe. Dieses Jahr habe ich vier Tage an dem Festival teilgenommen. Ich habe mir insgesamt neun Filme angeschaut, davon waren vier Filme von weiblichen Regisseuren (Lucky Them, Night Moves, Bad Hair und „Every Secret Thing“). Rückblickend hat mir der Film Starred Up am Besten gefallen.

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NYC – Film: "Night Moves"

Ich war am 24.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Night Moves“ (dt. Kinostart: 14.08.14) 113 min thriller, drama
dir. Kelly Reichardt cast: Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, Peter Sarsgaard, James LeGros

Josh (Jesse Eisenberg) und Dena (Dakota Fanning) sind Umweltaktivisten. Zusammen mit dem ehemaligen Elite-Soldaten Harmon (Peter Sarsgaard) haben eine spektakuläre Aktion vor. Dabei sollte keiner zu Schaden kommen.

B- (Wertung von A bis F) Vermutlich muss man für einen Kelly Reichhardt Film immer viel Geduld aufbringen. Nur zu gut kann ich mich noch an ihren letzten Film (The Meek´s Cutoff) erinnern. „Night Moves“ ist nun ihr erster Thriller, ein sehr atmosphärischer Thriller. Der Aufbau ist auch hier langsam und die Filmemacherin kann sich ewig an einer Szene aufhalten. Das trägt auch in diesem Film zur Atmosphäre bei. Durch die zahlreichen Nahaufnahmen hatte ich dann irgendwann das Gefühl, selbst Teil des Geschehens zu sein. Große Teile von „Night Moves“ mochte ich, fand ich spannend, eigentlich war es nur der letzte Part, der mich etwas enttäuschte.

Ich weiß gar nicht, warum ich Jesse Eisenberg so wahnsinnig gerne sehe. Er wirkt auf mich einfach wie ein angenehmer, sehr überlegter Zeitgenosse.

„Night Moves“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2013 gezeigt. Der Film wird ab dem 30.05.14 in einigen amerikanischen Kinos gezeigt. Ich habe ihn auf dem Tribeca Film Festival 2014 gesehen. Die Regisseurin Kelly Reichardt war anwesend.

Der amerikanische Trailer:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

San Francisco – Film: "The Runaways"

Ich war am 25.03.10 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„The Runaways“ 105 min drama, biopic
dir. Floria Sigismondi cast: Kristen Stewart, Dakota Fanning, Michael Shannon

Im Jahre 1975 wird die 15-jährige Joan Jett (Kristen Stewart) von dem Plattenproduzent Kim Fowley (Michael Shannon) entdeckt. Als schließlich die ebenfalls 15-jährigen Cherie Currie (Dakota Fanning) als Sängerin gefunden wird, ist das der Beginn der legendäre Mädchen-Rockband „The Runaways“. Der Film begleitet die Band, konzentriert sich dabei hauptsächlich auf Joan Jett und Cherie Currie, und zeigt wie Joan Jett nach der Auflösung der Band im Jahr 1979 mit ihrem eigenen Plattenlabel Erfolg hat.

A- (Wertung von A bis F) Der Film basiert auf Cherie Curries Memoiren „Neon Angel“, produziert wurde der Film von Joan Jett.

„The Runaways“ ist ein solides Biopic mit einigen mitreißenden Songs und zwei exzellenten Schauspielern. Dakota Fanning („I Am Sam“, „Man on Fire“, „Hide and Seek“, Push) kann hier erneut zeigen, wie vielseitig sie ist. Michael Shannon (Bug, Revolutionary Road) ist ein Schauspieler, der mit seinem intensivem Spiel, seinem Talent und seiner Präsenz mein Herz schneller pochen lässt. Mit einer unglaublichen Leichtigkeit spielt er hier alle an die Wand. Michael Shannon hat mir so gut gefallen, dass ich mir gewünscht hätte, ein Biopic über diese wohl zweifelsohne charismatische und hochinteressante Persönlichkeit Kim Fowley zu sehen. Um von der Academy wahrgenommen zu werden, ist ein amerikanischer Kinostart im März natürlich denkbar unpassend, aber Michael Shannon gibt hier definitiv die erste Oscar-Performance des noch sehr jungen Filmjahres 2010.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Chloe“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Liam Neeson, Julianne Moore, Amanda Seyfried
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80 %

Trailer von Film: „Get Him to the Greek“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Film mit P.Diddy… Hilfe… Auch wenn hier Russell Brand und Jonah Hill mitspielen, schwierig…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 60 % (wenn ich irgendwie P. Diddy ausblenden kann und ganz doll Lust auf Klamauk habe)

Trailer von Film: „Cyrus“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei, Catherine Keener
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Joneses“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Film mit Demi Moore und David Duchovny. Der Trailer macht mich sehr neugierig…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

DVD – Film: "Hounddog"

Folgenden Film habe ich mir auf DVD angesehen:

„Hounddog“ 93 min drama
dir. Deborah Kampmeier cast: Dakota Fanning, David Morse, Robin Wright Penn, Piper Laurie, Isabelle Fuhrman

Alabama, Ende der 50er Jahre. Die 12jährige Lewellen (Dakota Fanning) wird von ihrer strengen und gottesfürchtigen Großmutter (Piper Laurie) erzogen, verbringt aber viel Zeit mit ihrem geliebten Vater (David Morse). Eines Tages kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Um ihrem tristen Alltag zu entfliehen, hört sich Lewellen Schallplatten von Elvis an und singt die Lieder ihres großen Idols nach. Als der Sänger ein Konzert ankündigt und ihr ein älterer Junge eine Konzertkarte verspricht, kommt es zu einem verhängnisvollen Treffen…

B (Wertung von A bis F) Der Film hat auf dem Sundance Film Festival im Jahr 2007 hohe Wellen geschlagen. In dem christlich-konservativen U.S.A. (und von einigen religiösen Gruppen) wurde der Film als DAKOTA FANNING RAPE MOVIE bezeichnet und das noch bevor der Film überhaupt einem Publikum vorgeführt wurde. Entsprechend wurde der Film dann auch von vielen amerikanischen Filmkritikern in der Luft zerrissen. Festhalten möchte ich, daß es sich um eine Szene handelt, die noch nicht einmal eine Minute dauert und in keinem Moment direkt gezeigt wird. Der Film geht nicht leichtfertigt mit dem Thema um. Sollte man also ein ansonsten gutes Drama darauf reduzieren?

Selbst habe ich mir „Hounddog“ angeschaut, ohne viel über den Inhalt zu wissen. Auch in diesem Fall war das eine kluge Entscheidung. Der Film ist viel komplexer als man zunächst vermuten möchte und hielt für mich von der Entwicklung der Story her ein paar „Überraschungen“ parat. Es ist ein gelungenes Drama über die schwierige Kindheit eines Mädchens in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Der Film schafft es anhand der schönen Bilder die Atmosphäre, und selbst die drückende Hitze der Südstaaten glaubhaft zu transportieren. Die Hauptdarstellerin Dakota Fanning („I Am Sam“, „Man on Fire“, „Hide and Seek“) trägt den Film. Sie ist sehr ausdrucksstark. Dakota Fanning ist für mich in dieser Rolle als starkes und zugleich verletzliches, erwachsenes und doch kindlich-unschuldiges Mädchen unersetzbar. Damit wäre für mich eine Oscar-Nominierung gerechtfertigt gewesen. Das war aber durch die ausgelöste Kontroverse undenkbar. Einige, wenige Szenen in dem Film fand ich dennoch Klischee-behaftet. David Morse („The Negotiator“, „The Green Mile“, Disturbia) konnte für mich in dieser ungewohnten und schwierigen Rolle auch punkten. Robin Wright (Penn oder demnächst nicht mehr Penn, das ist hier die Frage…Heute sieht es gerade wieder nach Penn aus…) ist toll, wie immer.

Trailer zu sehen:

Seattle – "Push"

Ich war am 05.03.09 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„Push“ (dt. Kinostart: 13.08.09) 111 min fantasy, science fiction
dir. Paul McGuigan cast: Chris Evans, Dakota Fanning, Camilla Belle, Djimon Hounsou

Einige paranormale Wesen sind auf den Straßen von Hong Kong unterwegs und werden von der amerikanischen Regierung gejagt. Sie sollen für Experimente herhalten.

C (Wertung von A bis F) Um es vorweg zu nehmen, der Film ist Mittelmaß. Genauer gesagt, war ich von dem sich immer wiederholenden Plot schnell gelangweilt und nur noch von der Andersartigkeit von Hong Kong (schön wiederzusehen, wenn auch nur im Film…), den aussergewöhnlichen Locations und den ausgefallenen und coolen Inneneinrichtungen in den entsprechenden Wohnungen, Hotelzimmern oder Cafés wesentlich mehr fasziniert. Dakota Fannings Karriere verfolge ich seit dem Film „I Am Sam“, hier – in ihrer ersten Teenager-Rolle – gibt sie nicht gerade ihre beste Performance, aber sie spielt auch nicht unbedingt in dem besten Film ihrer Karriere… Camilla Belle („When a Stranger Calls“) hat die Ausdruckslosigkeit einer Katie Holmes und auch sonst Ähnlichkeit mit ihr. Der Regisseur Paul McGuigan hat zuvor den leider völlig unterschätzten und richtig guten Film „Lucky Number Slevin“ inszeniert, hoffentlich gelingt ihm bald wieder so ein kleiner Geniestreich.

Trailer zu sehen:

Seattle – "Coraline – 3D"

Ich war am 16.02.09 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„Coraline – 3D“ (dt. Kinostart 13.08.09) 100 min animation
dir. Henry Selick voices: Dakota Fanning, Teri Hatcher, Robert Bailey Jr., John Hodgman, Jennifer Saunders, Dawn French, Ian McShane

Die elfjährige Coraline (Dakota Fanning) ist mit ihren Eltern gerade in ein riesiges altes Haus gezogen. Da ihre Eltern (Teri Hatcher und John Hodgman) pausenlos arbeiten und sie auch noch keinen richtigen Spielkameraden gefunden hat, langweilt sie sich zutiefst. Eines Tages entdeckt sie im Haus eine geheime Tür. Als Coraline durch den Gang kriecht gelangt sie in eine Parallelwelt, in der sich ihre Eltern mit ihr beschäftigen und sogar lecker kochen können, alle viel lustiger sind und nicht zuletzt jeder ihren Namen richtig aussprechen kann. Kurz: Coraline möchte mit ihren anderen Eltern in der viel interessanteren Welt leben. Die Sache hat nur einen, entscheidenden Haken…

A (Wertung von A bis F) Nach My Bloody Valentine nun der zweite Film des Jahres 2009 in 3D. Letztes Jahr war das Jahr der Comicverfilmungen, 2009 gilt jetzt schon mit seinen zahlreichen, noch kommenden Produktionen als das 3D-Jahr.

Nach der Oscar-Saison mit vielen exzellenten Filmen, die alle in mein Filmjahr 2008 gehören, ist „Coraline“ nun der erste Film des noch jungen Jahres, der von mir ein uneingeschränktes „A“ bekommt. Verdient hat sich „Coraline“ die sehr gute Bewertung durch die wunderbare Story, durch die fantasievolle, detaillierte Animation, aber auch weil der Film düster und bitterböse und doch so originell und witzig ist. Untermalt ist das Gesamtpaket mit einer stimmigen Musik. „Coraline“ ist eine Adaption des Kinderromans von Neil Gaiman. In seiner filmischen Umsetzung am besten zu beschreiben als eine Mischung aus „Pan´s Labyrinth“, „Being John Malkovich“, „Alice in Wonderland“ und „The Nightmare Before Christmas“. Der Regisseur Henry Selick hat bereits bei der Tim Burton Produktion „The Nightmare Before Christmas“ Regie geführt. Die Charaktere in „Coraline“ mit ihrer entzückenden Hauptfigur und den anderen bizarren und liebenswerten Figuren kann man schnell ins Herz schliessen, mein Herz verloren habe ich aber an Coralines Freund Wybie. Der Film „Coraline“ ist definitiv kein Film für Kinder und es ist sogar vorstellbar, dass sich manche Erwachsene gruseln.

Nach dem Film gab es Applaus vom Publikum.

Trailer zu sehen: