San Francisco – Film: „Little Women“

Ich war am 30.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Little Women“ (dt. Kinostart: 30.01.20)   135 min   drama, remake, adaptation 

dir. Greta Gerwig  cast: Saoirse Ronan, Florence Pugh, Emma Watson, Eliza Scanlen, Timothée Chalamet, Laura Dern, Chris Cooper, Meryl Streep, Tracy Letts, Bob Odenkirk  

 

Im Jahr 1861 in Concord, Massachusetts . Der Vater der vier March-Schwestern Meg (Emma Watson), Jo (Saoirse Ronan), Beth (Eliza Scanlen) und Amy (Florence Pugh) kämpft im Bürgerkrieg, die Mädchen und ihre Mutter Marmee (Laura Dern) sind in dieser schwierigen Zeit auf sich allein gestellt. Die eigenwillige Jo möchte Schriftstellerin werden und auch ihre jüngste Schwester Amy hat künstlerische Ambitionen. Amy ist aber auch eifersüchtig auf Jo und ihre Beziehung zu dem Nachbarjungen Laurie (Timothée Chalamet), der bei seinem wohlhabenden Großvater (Chris Cooper) aufwächst… 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Little Women“ basiert auf Louisa May Alcotts autobiografisch geprägtem, gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1868. Es ist die x-te Verfilmung dieses Romans. Nach Lady Bird Ist dies der zweite Spielfilm, bei dem die amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin (Frances Ha, Mistress America, Maggie´s Plan) allein Regie führt. Sie hat auch das Drehbuch geschrieben. 

Für ihren zweiten Film hat sich Greta Geriwig nun ein Remake, die Neuverfilmung eines Jugendroman-Klassikers ausgesucht. Es ist ihre, etwas modernere Version von „Little Women“. Ein Kostümfilm mit Starbesetzung, wobei die Inszenierung außergewöhnlich schön anzusehen ist, leider war mir die Erzählstruktur zu verwirrend. Es gibt zwei große Handlungsstränge im Film. Der Film beginnt mit der zweiten, blickt dann in die, sieben Jahre zurückliegende Vergangenheit. Vielleicht hätte es mir geholfen, wenn man andere, jüngere Schauspielerinnen für die frühere Zeitebene genommen hätte. Die Geschichte springt hier ständig von der einen Handlungsebene zu der anderen und das fand ich etwas anstrengend. Im Buch sind Meg, Jo, Beth und Amy 16, 15, 13 und 12 Jahre alt. Auch wenn die Protagonisten in Greta Gerwigs Version vielleicht etwas älter sein sollen (das genaue Alter erfährt man nicht), das Teenager-Alter habe ich Emma Watson, Saoirse Ronan, Eliza Scanlen und Florence Pugh nicht abgenommen und einen großen optischen Unterschied bei dem einen oder anderen, dann älteren Charakter habe ich auch nicht gesehen. 

Der Film ist handwerklich toll, schauspielerisch gut (Saoirse Ronan, Florence Pugh, Timothée Chalamet, Laura Dern), manchmal besonders gut (Chris Cooper und in einer Nebenrolle eine herrlich böse Meryl Streep), aber ich empfand Gerwig Werk auch endlos lang, was ich auf das teils diffuse Drehbuch zurückführe. 

„Little Women“ wurde für 6 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Beste Nebendarstellerin (Florence Pugh), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Kostümdesign und Beste Filmmusik Update: „Little Women“ hat einen Oscar (Bestes Kostümdesign) gewonnen.

„Little Women“ ist am 25.12.19 in 3,308 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland soll der Film am 30.01.20 ins Kino kommen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Mulan„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Live-Action-Verfilmung von Disneys Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Respect„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: Biopic über Aretha Franklin, leider mit Jennifer-Kreischstimme-Hudson in der Hauptrolle.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The SpongeBob Movie: Sponge on the Run„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Live-Action-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 


Trailer v. Film: „In the Heights„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals von Lin-Manuel Miranda

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Peter Rabbit 2: The Runaway„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: LiveAction-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Ghostbusters: Afterlife„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Jason Reitmans neuer Film und direkte Fortsetzung der „Ghostbusters“-Filme aus den 1980er Jahren, die Papa Reitman inszenierte

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Denver – Film: „Mary Poppins Returns“

Ich war am 28.12.18 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Mary Poppins´ Returns“  (dt. Filmtitel „Mary Poppins Rückkehr“, in Deutschland seit dem 20.12.18 im Kino zu sehen) 130 min  musical, sequel, adaptation 

dir. Rob Marshall  cast: Emily Blunt, Lin-Manuel Miranda, Ben Whishaw, Emily Mortimer, Pixie Davies, Nathanael Saleh, Joel Dawson, Julie Walters, Dick Van Dyke, Angela Lansbury, Colin Firth, Meryl Streep

 

London im Jahr 1935. Michael Banks (Ben Whishaw) lebt seit dem Tod seiner Frau mit seinen drei Kindern, Annabel (Pixie Davies), John (Nathanael Saleh) und Georgie (Joel Dawson) und seiner Schwester (Emily Blunt) in der Cherry Tree Lane zusammen. Er hat es nicht leicht, seine Kinder allein großzuziehen, jetzt ist er auch noch in finanzielle Nöte geraten. Es bleiben ihm nur noch wenige Tage, um die Hypothek zu bezahlen. Ansonsten wird das Haus, in dem Michael und seine Schwester Jane aufgewachsen sind, zwangsgeräumt. Dann kehrt Michael und Janes altes Kindermädchen Mary Poppins (Emily Blunt) plötzlich zurück…

 

C+ (Wertung von A bis F) „Mary Poppins´ Returns“ ist die Fortsetzung zu Robert Stevensons Musical „Mary Poppins“ aus dem Jahr 1964. Auch dieser Film basiert auf Pamela Lyndon Travers Kinderbüchern der Mary Poppins Serie. „Mary Poppins Returns“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Rob Marshall („Chicago“, Nine, Into the Woods).

Es ist viel zu lange her, dass ich den Klassiker „Mary Poppins“ gesehen habe, einen direkten Vergleich möchte ich hier daher nicht anstellen. 

Diesen Film habe ich mir auch nur widerstrebend angesehen. Nun ist „Mary Poppins Returns“ aber für die Oscars im Gespräch, viele zeigen sich begeistert von dem Film, ich mag Emily Blunt, hatte viel Zeit und nur ein Kinocenter (und keines meiner geliebten Programmkinos) in der Nähe, also warum nicht. 

Musicals sind generell nicht meine Welt und entsprechend zog sich dieser Film für mich als wäre ich ein Kind, dass auf die Ferien wartet. Der Film sieht aber besser aus, als man das von den Trailern her erwarten konnte. Das Setdesign ist großartig, die Melodien und Songs sind okay, man läuft aber nicht Gefahr, sie nach dem Kinobesuch weiter zu summen. Wenn es schon eine Fortsetzung zu „Mary Poppins“ geben muss, dann gibt es wohl keine bessere Besetzung als die wandelbare Emily Blunt als Kindermädchen mit magischen Fähigkeiten. Sie interpretiert die Rolle auf ihre Art, singt und tanzt und ist tadellos. Auffällig gut hat mir der Joel Dawson, der den jüngsten Sohn der Banks-Familie spielt, gefallen. Meryl Streep gibt eine sehr schrille Performance mit Gesangseinlage. In weiteren Nebenrollen u.a. Dick Van Dyke und Angela Lansbury. 

Der Originalfilm aus dem Jahr 1964 war für 13 Oscars nominiert und hat fünf Academy Awards gewonnen (Julie Andrews als Beste Schauspielerin, Bester Schnitt, Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik und Bester Originalsong)

„Mary Poppins´ Returns“ ist nun auch für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Emily Blunt), Bester Hauptdarsteller (Lin-Manuel Miranda), Bester Nebendarsteller (Ben Whishaw), Beste Nebendarstellerin (Meryl Streep, Angela Lansbury, Emily Mortimer), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Filmmusik, Bester Originalsong („Trip a Little Light Fantastic“, „The Place Where Lost Things Go“) und einige technische Kategorien. Update: „Mary Poppins Returns“ hat 4 Oscar-Nominierungen (Beste Filmmusik, Bester Song für „The Place Where Lost Things Go“, Bestes Kostümdesign und Bestes Szenenbild) erhalten.

„Mary Poppins Returns“ ist am 19.12.18 in 4,090 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film seit dem 20.12.18 in den Kinos. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Dog´s Way Home„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: bei Hundefilmen muss ich immer heulen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: naja, wahrscheinlich schon, aber eher auf Netflix oder so


Trailer v. Film: „Wonder Park„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Where´d You Go, Bernadette„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Romanverfilmung und Richard Linklaters neuer Film mit Cate Blanchett in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Secret Life of Pets 2„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Animationsfilm und Fortsetzung, den Originalfilm habe ich bis heute nicht gesehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Lego Movie 2“

Bewertung des Trailers: B- 

Kommentar: Fortsetzung zu The Lego Movie

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Dumbo„

Bewertung des Trailers: B- (erster richtiger Trailer)

Kommentar: Tim Burtons live-action-Verfilmung von „Dumbo“, na darauf hat die Welt ja gewartet…

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „The Lion King„

Bewertung des Teasers: B

Kommentar: Jon Favreaus Live-action-Remake des gleichnamigen Animationsfilm. Ich hatte nicht mal den Wunsch mir das Original anzuschauen. 

Wie oft schon im Kino gesehen:  0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Boston – Film: „The Post“

Ich war am 08.01.18 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Post“ (dt. Filmtitel: „Die Verlegerin“, dt. Kinostart: 22.02.18) 115 min drama, biopic
dir. Steven Spielberg cast: Meryl Streep, Tom Hanks, Sarah Paulson, Bob Odenkirk, Tracy Letts, Bradley Whitford, Bruce Greenwood, Matthew Rhys, Alison Brie, Jesse Piemons, Michael Stuhlbarg

 

Nach dem Tod ihres Ehemannes, und ohne groß Erfahrung im Zeitungsgeschäft, musste Katherine Graham (Meryl Streep) die Washington Post übernehmen. Im Jahr 1971 ist sie jetzt bereits seit einigen Jahren die Verlagschefin der Zeitung. Ihr Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) versucht sie eines Tages davon überzeugen, brisante Unterlagen eines hochrangigen Mitglieds des amerikanischen Verteidigungsministeriums zu publizieren. Die sogenannten Pentagon Papers decken einen riesigen Vertuschungsskandal des Weißen Hauses auf. Die geheimen Dokumente belegen, dass vier U.S.-Präsidenten die amerikanische Öffentlichkeit hinsichtlich des Vietnamkrieges bewusst getäuscht haben. Das Konkurrenzblatt, die New York Times, begann bereits, Auszüge des Materials zu drucken, woraufhin der amtierende U.S.-Präsident Nixon eine Einstweiligen Verfügung gegen weitere Veröffentlichungen bewirkte. Sollte die Post jetzt die Pentagon Papers publizieren, könnte es das Ende der Zeitung bedeuten…

 

B- (Wertung von A bis F) „The Post“ basiert auf wahren Begebenheiten. Die Veröffentlichung der Pentagon Papers zählt neben der Watergate-Affäre zu den größten Politskandalen der Vereinigten Staaten. Dies ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Steven Spielberg („Jaws“, „Jurassic Park“, „Schindler´s List“, Lincoln). Nach „Saving Private Ryan“, „Catch Me If You Can“, „The Terminal“ und Bridge of Spies arbeitet der Regisseur bereits das fünfte Mal mit dem Schauspieler Tom Hanks zusammen.

„The Post“ ist ein passabler Film, noch mehr ist es für mich aber Steven Spielbergs etwas verzweifelter Versuch einen wirklich relevanten Film über den Journalismus und noch wichtiger die Pressefreiheit zu inszenieren. Ungefähr zwei Drittel des Films geht es eigentlich nur darum, ob die Washington Post die Pentagon Papiere druckt oder nicht. Ich empfand das sehr zäh und auch auf Dauer langweilig. Steven Spielberg liess es sich natürlich auch nicht nehmen, am Ende des Films den Watergate-Skandal anzudeuten. Ein Skandal, der nach der Affäre um die Pentagon Papers aufgedeckt wurde und weltweit sicherlich für mehr Aufsehen gesorgt hat. Die Watergate-Affäre wurde durch die Enthüllungsjournalisten der Washington Post (Bob Woodward und Carl Bernstein) ans Licht gebracht. Zurück zu Spielbergs Film über die Pentagon Papiere: Ich mag immer mindestens etwas an den Filmen des amerikanischen Filmemachers, hier mochte ich besonders die gesamte Sequenz in der Druckerei. Das Beste des Films ist jedoch Meryl Streep. Zu Recht wurde die dreifache Oscar-Preisträgerin für diese Performance für ihren 21. Academy Award nominiert, auch wenn man vielleicht darüber diskutieren könnte, ob das jetzt eine Haupt- oder Nebenrolle ist.

„The Post“ und Paul Thomas Andersons Phantom Thread waren zusammen mit Ridley Scotts Film All the Money in the World die letzten Filme, die – in der Oscar-Saison 2017/2018 gezeigt wurden. Auf dem Papier sah „The Post“ noch am Anfang der Oscar-Saison 2017/2018 so aus, als wäre es ein sicherer Favoriten-Film bei den 90th Academy Awards. Am 23.01.18 wurde der Film jedoch nur für zwei Oscars (Bester Film und Beste Hauptdarstellerin – Meryl Streep) nominiert.

Der großartige Michael Stuhlbarg hat dieses Jahr in drei oscarnominierten Filmen (The Shape of Water  und vor allen Dingen – unvergessen in der einen Szene in Call Me by Your Name) mitgespielt. In „The Post“ spielt er den Chefredakteur der New York Times.

„The Post“ ist am 22.12.17 in neun amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 12.01.18 läuft der Film landesweit in 2819 Kinos in den U.S.A. Unter dem Filmtitel „Die Verlegerin“ soll der Film am 22.02.18 in die deutschen Kinos kommen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

da ich sehr spät aus Molly´s Game kam, habe ich nur noch folgenden Trailer mitbekommen:

Trailer v. Film: „Red Sparrow„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow – zumindest vom Trailer her. Spionagethriller mit Jennifer Lawrence, Joel Edgerton, Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: „Florence Foster Jenkins“

Ich war am 13.08.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Florence Foster Jenkins“ (dt. Kinostart: 24.11.16) 110 min comedy, drama, biopic
dir. Stephen Frears cast: Meryl Streep, Hugh Grant, Simon Helberg, Rebecca Ferguson

 
New York, 1944. Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) ist eine sehr wohlhabende Dame der Gesellschaft. Sie liebt klassische Musik und das Singen – leider ist ihr selbst nicht bewusst, dass sie eine grauenhafte Stimme hat und kaum einen Ton trifft. Ihr loyaler Lebensgefährte und Manager, St. Clair Bayfield (Hugh Grant) unterstützt ihre Leidenschaft und setzt alles daran, dass sie nicht erfährt, wie die Umwelt ihren Gesang wahrnimmt. Madame Florence gibt hin und wieder private Konzerte. Jetzt hat sie sich aber in den Kopf gesetzt, ein Konzert in der Carnegie Hall zu geben, auch ihr Klavierbegleiter Cosmé McMoon (Simon Helberg) ist davon alles andere als begeistert.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Florence Foster Jenkins“ erzählt eine wahre Geschichte und ist der neue Film des englischen Regisseurs Stephen Frears („Dangerous Liaisons“, „High Fidelity“, „The Queen“, Philomena.

„Florence Foster Jenkins“ ist eine unterhaltsame Tragikomödie und ein sehenswertes Biopic über die wohl schlechteste Opernsängerin aller Zeiten.

Leonardo DiCaprio ist dafür bekannt, dass er entweder mit den besten oder wenigstens den gerade angesagtesten Regisseuren arbeitet. Meryl Streep sucht ihre Projekte etwas entspannter aus, ihr ist die Rolle wichtig, der Filmemacher ist da zweitrangig. In ihrer langen Karriere hat sie zwar schon mit sämtlichen Regie-Größen gearbeitet, wenn man sich aber ihre Filmografie anschaut, tauchen auch viele nicht so berühmten Namen auf. Bei „Florence Foster Jenkins“ arbeitet sie nun das erste Mal für Stephen Frears. Für den englischen Filmemacher war Meryl Streep die erste, aber auch einzige Wahl für die Besetzung der Hauptrolle. Im letzten Jahr gab es den französischen Film „Marguerite“ mit Catherine Frot in einer Rolle, die vage auf Florence Foster Jenkins basiert. Ich habe diesen Film noch nicht gesehen, muss aber sagen, dass Meryl Streep perfekt besetzt ist. Aus vielen Filmen (u.a. „A Prairie Home Companion“, „Mamma Mia!“, Ricki and the Flash, Into the Woods) weiß man, dass die Amerikanerin eine sehr gute Gesangstimme hat. Es gehört schon einiges dazu, richtig falsch zu singen und eine mörderisch schlechte Stimme zu haben. Während der Dreharbeiten wurden die Musikeinlagen alle live performt. Meryl Streep beeindruckt als exzentrische, aber auch sympathische Millionenerbin. Derzeit gilt es als sehr wahrscheinlich, dass sie für diese Performance ihre 20. Oscar-Nominierung erhält – und ganz ehrlich, sie wurde schon für wesentlich weniger nominiert.

Ich musste nachschauen, aber Hugh Grant ist tatsächlich 12 Jahre jünger als Meryl Streep. In „Florence Foster Jenkins“ sieht er aber älter aus als seine Filmpartnerin – vielleicht ist es aber auch nur ein Beweis dafür, wie alters- und zeitlos La Streep ist. Schauspielerisch hat er mir hier gut gefallen.

Simon Helberg ist wohl allgemein durch die Sitcom„The Big Bang Theory“ bekannt. Den Erfolg dieser Serie kann ich mir partout nicht erklären. Ich habe probiert in eine Folge reinzuschauen, aber länger als 5 Minuten habe ich die Charaktere nicht ertragen. Jedenfalls habe ich Simon Helberg hier für mich entdeckt. Seine Mimik, wenn er Meryls Gesang hört ist unbezahlbar und steht stellvertretend für das, was der Zuschauer denkt.

Florence Foster Jenkins“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep), Bester Nebendarsteller (Hugh Grant, Simon Helberg). Update: „Florence Foster Jenkins“ wurde für insgesamt 2 Oscars nominiert, in den Kategorien: Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep – hierfür hat sie ihre 20. Oscar-Nominierung erhalten) und Beste Kostüme

„Florence Foster Jenkins“ wurde erstmalig auf dem Belfast Film Festival 2016 gezeigt. Der Film wurde bereits seit dem 6.5.16 in den britischen Kinos gezeigt. Seit dem 12.8.16 ist er in den amerikanischen Kinos zu sehen. In Deutschland wird der Film ab dem 24.11.16 zu sehen sein.

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Denial„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über den Holocaust-Leugner David Irving. Mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson und Timothy Spall
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Edge of Seventeen„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Woody Harrelson, Kyra Sedgwick und Hailee Steinfeld (die ich ich nicht erkannt habe)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Bridget Jones´s Baby„
Bewertung des Trailers: D (neuer Trailer)
Kommentar: Die schlimmste aller RomComs
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Inferno„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Mal wieder eine Dan-Brown-Verfilmung mit Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Rules Don´t Apply„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Warren Beattys neuer Film mit ihm als Howard Hughes, Annette Bening, Alden Ehrenreich und Lily Collins
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Sully„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Clint Eastwoods neuer Film mit Tom Hanks als Hudson-River-Held Chesley Sullenberger. Bei dem Trailer bekomme ich schon Gänsehaut
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jack Reacher: Never Go Back„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ein weiterer Actioner mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

amerikanischer Aufsteller von "Florence Foster Jenkins"
amerikanischer Aufsteller von „Florence Foster Jenkins“

 

London – Film: „Suffragette“

Ich war am 04.11.15 in London und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Suffragette“ (dt. Filmtitel: „Suffragette – Taten statt Worte“ , dt. Kinostart: 04.02.16) 106 min drama
dir. Sarah Gavron cast: Carey Mulligan, Helena Bonham Carter, Brendan Gleeson, Meryl Streep, Ben Whishaw

London im Jahr 1912. Frauen haben keinerlei Rechte. Die 24-jährige Maud Watts (Carey Mulligan) ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Sie arbeitet in einer Wäscherei. Immer mehr Frauen versammeln sich heimlich, um für Gleichberechtigung der Frauen und das Frauenwahlrecht zu kämpfen. Maud schließt sich den Frauen an und setzt damit ihre Ehe aufs Spiel.

C+ (Wertung von A bis F) „Suffragette“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert. Das Frauenwahlrecht wurde in Großbritannien bereits im 19. Jahrhundert mit friedlichen Mitteln gefordert. Die Wahlrechtsbewegung (sogenannte Suffragettenbewegung) radikalisierte sich im frühen 20. Jahrhundert in Großbritannien. Die von Meryl Streep portraitierte Emmeline Pankhurst war eine politische Aktivistin und Symbolfigur der Frauenrechtlerinnen. Die meisten anderen Figuren in diesem Film sind fiktiv.

„Suffragette“ ist eine deprimierende Inszenierung. Der mutige und gefährliche Weg den britische Frauen gegangen sind um für etwas zu kämpfen, was heutzutage in der zivilisierten Welt selbstverständlich ist, hätte in meinen Augen einen besseren Film verdient. Einige Szenen haben mich komplett rausgebracht und ich habe mir gewünscht, dass ein versierterer Filmemacher das Ruder übernommen hätte. Vielleicht liegt es auch am Drehbuch, mir erschien der Film etwas zu langgezogen.

Carey Mulligan (An Education, Shame, Far From the Madding Crowd) wird für ihre Rolle in „Suffragette“ für eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin gehandelt. Meiner Meinung nach hat sie bislang immer eine beachtenswerte Performance gegeben, diese hebt sich nicht von den in ihren anderen Filmen ab. Herausragend fand ich hier eher Helena Bonham Carter.

Meryl Streep hat in „Suffragette“ einen Kurzauftritt. Viel länger als ihr Auftritt im Trailer ist er tatsächlich nicht, daher ist eine Oscar-Nominierung für sie – so ungewöhnlich es klingen mag – im nächsten Jahr eher unwahrscheinlich.

„Suffragette“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 23.10.15 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile wird er bereits in 222 Kinos in den U.S.A. gezeigt. Ich habe den Film in London gesehen.

„Suffragette“ ist für folgende Oscar-Nominerungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Carey Mulligan), Beste Nebendarstellerin (Helena Bonham Carter, Meryl Streep), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bridge of Spies“
Bewertung des Trailers: B- (anderer Trailer)
Kommentar: Steven Spielbergs neuer Film mit Tom Hanks. In Berlin gedreht. Ich liebe Mark Rylance.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „He Named Me Malala“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Dokumentation über die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Brooklyn“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Romanverfilmung mit Saoirse Ronan, Domhnall Gleeson, Jim Broadbent. Komisch vom Trailer her interessiert mich der Film nicht sonderlich. Aber: Oscar-Film – gilt derzeit sogar als Mitfavorit auf den Oscar-Gewinn als bester Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lady in the Van“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Maggie Smith. Es könnte sogar eine Oscar-Nominierung für sie herausspringen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Kino in London: Das letzte Mal habe ich mir The Double in diesem charmanten Programmkino angeschaut. Beim Kauf der Kinokarte hat mir die Mitarbeiterin an der Kasse dieses Mal mitgeteilt, wie lange die Werbung und die Trailer in Anspruch nehmen und wann exakt der Film anfängt. Da man in diesem kleinen Kino seinen Sitzplatz bereits beim Bezahlen auswählen muss (was ich bekanntlich hasse), kann man dieses Wissen nutzen und noch entspannt einen Drink an der gemütlichen kleinen Bar nehmen und so der Werbung entkommen.

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Boston – Film: „Ricki and the Flash“

Ich war am 20.08.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Ricki and the Flash“ (dt. Filmtitel: „Ricki – Wie Familie so ist“, dt. Kinostart: 03.09.15) 117 min drama, comedy
dir. Jonathan Demme cast: Meryl Streep, Kevin Kline, Mamie Gummer, Rick Springfield, Audra McDonald

Ricki (Meryl Streep) ist Sängerin einer Coverband. Eines Tages bekommt sie von ihrem Ex-Mann Pete (Kevin Kline) einen Anruf. Ihrer gemeinsamen Tochter Julie (Mamie Gummer) geht es nicht gut, sie wurde gerade von ihrem Ehemann verlassen. Pete bittet Ricki, sich um Julie zu kümmern. Als die drei Kinder noch klein waren, hatte Ricki die Familie verlassen. Sie wollte eine Musikerkarriere starten. Erfolgreich wurde sie nie, sie lebt aber bis heute für ihre Musik. Jetzt fährt sie erstmalig – nach vielen Jahren – zu ihrem, mittlerweile wieder verheiraten Ex-Mann und den erwachsenen Kindern. Ricki wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

C- (Wertung von A bis F) „Ricki and the Flash“ ist der neueste Film von Jonathan Demme („The Silence of the Lambs“, „Philadelphia“, „The Manchurian Candidate“, Rachel Getting Married).

Selten habe ich in einem Film so viele unsympathische Charaktere (und Statisten) gesehen. Auf mich wirkte das schon überzogen. Der Film wird auch nicht erträglicher, wenn man andauernd irgendwelche unangenehme Situationen, gar Fremdschäm-Momente vorgesetzt bekommt. Mit ein paar wenigen erfreulichen Ausnahmen (eigentlich mag ich nur die Szene wenn Meryl Streep „Drift Away“ singt), ist der Filme ein Aneinanderreihung von peinlichen und/oder übertriebenen Szenen. Man hätte den Film auch drastisch kürzen müssen.

Das Drehbuch zu „Ricki and the Flash“ hat Diablo Cody (JunoJennifer´s Body, Young Adult) geschrieben. Es soll vage auf das Leben von Diablo Codys Schwiegermutter, die selbst Sängerin einer Coverband ist, basieren.

Selbstverständlich singt Meryl Streep hier wieder selbst. Dass sie singen kann, hat die dreimalige Oscar-Gewinnerin schon mehrfahch u.a. in „A Prarie Home Companion“, „Mamma Mia“ und kürzlich erst wieder in Into the Woods  bewiesen.

Musiker Rick Springfield sieht irgendwie gruselig aus, scheinbar hat er sich unters Messer gelegt. Neben seinem Aussehen hat mich leider auch sein Schauspiel irritiert.

Das ist bereits die dritte Zusammenarbeit von Meryl Streep mit ihrer Tochter Mamie Gummer. Zuvor spielten sie in „Heartburn“ (in dem Mamie Gummer jedoch erst drei Jahre alt war) und Evening.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rock the Kasbah“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Barry Levinsons neuer Film mit Bill Murray, Zooey Deschanel, Bruce Willis und Kate Hudson. Diese Komödie wirkt für mich wie Bill Murrays filmische Katastrophe St. Vincent
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 95 % Rotten Tomatoes

Trailer v. Film: „Freeheld“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Julianne Moore, Ellen Page, Steve Carell und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „By the Sea“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Neuer Film von und mit Angelina Jolie Pitt (wann hat die Jolie eigentlich ihren Namen geändert?) und ihrem Gatten
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zoolander 2“
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: Ben Stillers neuer Film. Fortsetzung der Komödie, wieder mit ihm und Owen Wilson in der Hauptrolle. Ich liebe diesen Teaser.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Intern“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Nancy Meyers neuer Film mit Robert De Niro und der Hathaway. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schlimm ich sie finde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: NIEMALS

Trailer v. Film: „Spectre“
Bewertung des Trailers: A- (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Sam Mendes zweiter James Bond Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Walk“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film, habe im Trailer schon Gänsehaut bekommen. Joseph Gordon-Levitt Akzent lenkt mich zu sehr ab. Unbedingt muss ich den Film in 3D gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

L. A. – Film: "Into the Woods"

Ich war am 8.1.15 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Into the Woods“ (dt. Kinostart: 19.02.15) 125 min musical, fantasy, adaptation
dir. Rob Marshall cast: Meryl Streep, Emily Blunt, James Corden, Anna Kendrick, Chris Pine, Tracey Ullman, Christine Baranski, Johnny Depp, Lucy Punch, Lilla Crawford

Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) wünschen sich sehnsüchtig ein Kind. Die Hexe (Meryl Streep) teilt dem Paar mit, dass sie das Haus der Beiden vor langer Zeit verflucht hat und es aus diesem Grund nicht mit ihrem Kinderwunsch klappt. Die Hexe ist aber bereit, ihren Fluch zurückzunehmen, wenn das Paar ihr vier Dinge bringt. Bis zum nächsten Vollmond, das ist in drei Tagen, sollen sie der Hexe einen Umhang so rot wie Blut, eine Kuh so weiß wie Milch, Haare so gelb wie Getreide und Schuhe so rein wie Gold bringen.

C+ (Wertung von A bis F) „Into The Woods“ basiert auf dem gleichnamigen Broadway-Musical von Stephen Sondheim. Das Bühnenstück hat im Jahr 1988 einige Tony Awards gewonnen und wurde im Jahr 2002 wiederaufgeführt und wurde dann sogar mit dem Tony Award for Best Revival ausgezeichnet.

Ich kenne das Drei-Stunden-Musical nicht, anhand der 2 Stunden-5-Minunten-Filmadaption kann man aber erahnen, dass einige (vielleicht entscheidende) Szenen der Schere zum Opfer gefallen sein müssen. Die letzten, ca. 30 Minuten wirken sehr wirr. Meryl Streep gibt ihre beste Performance im dritten Akt, sonst würde ich sogar so weit gehen, dass man den Film vorher hätte enden lassen sollen.

Meryl Streep hat gerade ihre – einen weiteren Rekord brechende – 19. Oscar-Nominierung für ihre Rolle in „Into the Woods“ erhalten. Natürlich wurde wieder rumgenölt, dass „die Streep“ wieder nominiert wurde. Klar ist sie der Liebling der Academy, man darf aber dabei nicht vergessen, dass sie nun mal auch ein Ausnahmetalent ist. Seit „Mamma Mia!“ weiss man spätestens, dass Meryl Streep auch singen kann. In „Into the Woods“ führt sie ihr erneut ihr Sangestalent vor. Meinetwegen kann sie dafür auch ihren vierten Oscar gewinnen.

Sehr gut gefallen hat mir hier auch Emily Blunt. Anna Kendrick, von der ich sonst ganz sicher kein Fan bin, kann ich durchaus bescheinigen, dass sie gesanglich talentiert ist.

Richtig Probleme hatte ich mit Rotkäppchen. Das Rotkäppchen ist furchtbar. Ich vermute, dass alle niedlichen oder hübschen Mädchen, die auch singen können, keine Zeit hatten – anders kann ich mir die Besetzung von Lila Crawford nicht erklären.

Einige Songs des Bühnenmusicals haben es nicht in die Filmversion geschafft. Zwei extra für die Filmversion neu komponierte Songs (einer davon für Meryl Streep geschrieben) haben es auch nicht in den fertigen Film geschafft. Meryl Strebs Song „Listen Up Children“, der zum Ende des Films noch mal aufgegriffen wird, hat mir am Besten gefallen.

„Into the Woods“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Am 15.01.15 wurde er in den Kategorien Beste Nebendarstellerin (Meryl Streep), Bestes Szenenbild und Bestes Kostümdesign nominiert. Diese Nominierungen sind alle gerechtfertigt, eine Nominierung in der Kategorie Bestes MakeUp und Beste Frisuren wäre aber auch angebracht gewesen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Spare Parts“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Film mit George Lopez. Warum haben sich Marisa Tomei und Jamie Lee Curtis dafür hergegeben?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Selma“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Ava DuVernays Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Pitch Perfect 2“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Ein Musical mit Anna Kendrick im Leben reicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Paul Blart: Mall Cop 2“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Wieder einer dieser unnötigen Fortsetzungsfilme. Ich weiss nicht, wer auf die Idee kam, dass Kevin James lustig ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Longest Ride“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: wieder eine Nicholas Sparks-Verfilmung, das ist die 17. Auch die wird sicher nicht an The Notebook heranreichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Tomorrowland“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sci-Fi-Abenteuer-Film mit George Clooney
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Cinderella“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Kenneth Branaghs neuer Film. Cinderella-Story mit Cate Blanchett und Helena Bonham Carter.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

L. A. – Film: "The Giver"

Ich war am 16.08.14 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Giver“ (dt. Filmtitel: „The Giver – Hüter der Erinnerung“, dt. KInostart: 02.10.14) 97 min fantasy, sci-fi, adaptation
dir. Phillip Noyce cast: Jeff Bridges, Meryl Streep, Brenton Thwaites, Alexander Skarsgard, Katie Holmes, Taylor Swift

Oberflächlich betrachtet lebt der 15-jährige Jonas (Brenton Thwaites) in einer idealen Welt. Die Bewohner bekommen von den Wissenschaftlern jeden Morgen eine Injektion verabreicht, der alle Erinnerungen ausgelöscht hat und die sie keine Angst, kein Schmerz, kein Leiden und keinen Hass empfinden lässt. Durch den Einfluss der Medikamente können sie aber auch keine Farben sehen und erfahren nicht was Freude und Liebe ist. In dieser emotionslosen Gesellschaft sind alle Menschen gleich. Es gibt kein Neid und es entstehen auch keine Konflikte. Die Bewohner stehen unter ständiger Beobachtung des Ältestenrates, der ihr Leben von Geburt bist zum Tod plant und kontrolliert. Mit dem 16. Geburtstag werden den Kindern neue Aufgaben in der Gemeinschaft zugewiesen. Die Vorsitzende des Ältestenrates (Meryl Streep) teilt ihnen ihre zukünftige Bestimmung mit. Jonas wurde auserkoren und zum neuen „Hüter der Erinnerung“ ernannt. Er soll die Erinnerungen der Menschheit verwalten. Von dem derzeitigen Hüter der Erinnerung (Jeff Bridges) wird er ausgebildet. Jonas erfährt alles über die Geschichte und Vergangenheit der Menschen und lernt zum ersten Mal was Gefühle sind, sieht plötzlich Farben, lernt etwas Musik und Literatur. Plötzlich sieht Jonas nicht mehr viel Positives an der alten, kontrollierten Welt…

F (Wertung von A bis F) „The Giver“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Lois Lowry. Der Teenager-Roman erschien in den U.S.A. bereits im Jahr 1993. Ich habe das Buch nicht gelesen.

Der Roman erschien also bereits vor zwanzig Jahren. Jeff Bridges hat die Rechte an dem Buch bereits zwei Jahre nach Erscheinen des Romans erworben, ursprünglich sollte sein Vater Lloyd die Rolle des Hüter der Erinnerung spielen. Ich habe mich gefragt, wie der Film vor fünfzehn Jahren eingeschlagen hätte, als von den ganzen dystopischen Jugendbuchverfilmungen (The Hunger Games, „Divergent“, etc.) noch nicht die Rede war.

Mal angenommen jemand hätte ein solides Drehbuch geschrieben, man hätte dem Regisseur Phillip Noyce („Patriot Games“, „Clear and Present Danger“, „The Quiet American“, Salt) mind. 50 Millionen Dollar mehr Geld, einen versierteren Kameramann und anderes Personal, das in technischen Dingen sein Handwerk versteht, zur Verfügung gestellt und man hätte für den Film Jungdarsteller mit einem herausragenden Talent und außergewöhnlicher Präsenz (eine geklonte Jennifer Lawrence sozusagen) rekrutieren können, vielleicht wäre sogar am Ende ein okayer Film entstanden. Aber nur vielleicht, als ich das Kino verlassen habe, kam ich eigentlich zu dem Entschluss, dass die Romanvorlage einfach nicht gut sein kann. Wenn man diesen Teenager-Sci-Fi-Film sieht, dann dürfte einem kaum mehr ein böses Wort über die „The Hunger Games“-Verfilmungen über die Lippen kommen, denn was man in „The Giver“ zu sehen bekommt, ist wirklich Mist und Teenager-Verblödung.

Für mich war der Film eine einzige Qual. Ich habe mir den Film in den U.S.A. am Eröffnungswochenende angeschaut, der Film stand bei 30% Rotten Tomatoes (ich wusste also auf was ich mich einlasse). Es passiert schon mal, dass mir der Film trotz negativer Kritiken gefällt. Nicht hier, der Film ist wirklich schlimm und wenn man denkt es kommt jetzt garantiert nicht noch schlimmer, dann kommt die Sache mit der Flucht und dem Baby (und damit zu meiner „F“-Bewertung)

Für mich gab es drei Gründe, „The Giver“ sehen zu wollen: Meryl Streep, Jeff Bridges und Alexander Skarsgard (der selbst in den überflüssigen schwarz/weiß-Sequenzen umwerfend ausschaut). Bevor ich ins Kino gegangen bin, wurde Harvey Weinstein im Frühstücksfernsehen zu dem, von ihm produzierten Film interviewt. Entgegen seiner sonstigen Art hat er wenig über den Film an sich gesprochen, eigentlich hat er es darauf begrenzt, warum er „The Giver“ produziert hat. Seine Töchter lieben nämlich das Buch und haben nun von ihrem einflussreichen Produzenten-Papa verlangt, dass er das Buch verfilmt. Harvey Weinstein hat dann umgehend Meryl Streep angerufen und zu ihr gesagt, sie möge bitte nur ihre Töchter fragen, ob sie in der Verfilmung des beliebten Bestsellers mitwirken soll. Mrs Streep hat ihn dann kurze Zeit später zurückgerufen und zugesagt.

Meryl Streep spielt hier die Vorsitzende des Ältestenrates. Auf dem Papier liegt es natürlich nahe, sie für diese Rolle zu besetzen. Aber selbst Meryl Streep kann diesen Film nicht retten, mit ihrer grauen Langhaar-Perrücke sieht sie seltsam aus und auch schauspielerisch fand ich sie nicht zufriedenstellend. Es wird bereits gemunkelt, dass nicht mal die Auslandspresse sie für diese Rolle für einen Golden Globe nominieren will. Gut, wer sich jetzt Sorgen um Meryl Streeps Popularität in Hollywood und/oder ihre Karriere macht, der sei beruhigt. Außerdem hat die Auslandspresse dieses Jahr noch die Möglichkeit, sie für ihre Rollen in der Verfilmung des Broadway-Musical „Into the Woods“ oder in Tommy Lee Jones „The Homesman“ zu nominieren.

Die Hauptfigur, der 16-jährige Jonas, wird von dem unscheinbaren, zu den Dreharbeiten bereits 24-jährigen Australier Brenton Thwaites dargestellt. Hollywood hat die Hauptfigur im Film allerdings bereits an die Zielgruppe angepasst. Im Roman „The Giver“ ist diese Figur nämlich erst 11 bzw, 12 Jahre alt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar:Jetzt der dritte Teil, der in zwei Parts ins Kino kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hobbit – The Battle of the Five Armies“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Der dritte und letzte Teil von Peter Jacksons „The Hobbit“. Das CGI im Trailer sieht wirklich billig und schlecht aus, praktisch wie im Film „The Giver“. Für mich war es komisch, Lester Nygaard aus „Fargo“ im Trailer zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „When the Game Stands Tall“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sportfilm mit Laura Dern und Jim Caviezel
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Maze Runner“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Fantasy/Sci-Fi-Teenagarromanverfilmung, kann gar nicht schlechter als „The Giver“ sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 80% RT

Trailer v. Film: „St. Vincent“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tragikomödie mit Bill Murray, Melissa McCarthy, Chris O´Down und Naomi Watts (die ich im Trailer nicht erkannt habe) Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Paddington“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ja, goldig der Bär. Toller Trailer. Selten einen Trailer gesehen, bei dem das Publikum so mitgeht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ach warum nicht.

NYC – Film: "August: Osage County"

Ich war am 13.01.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„August: Osage County“ (dt. Titel: „Im August in Osage County“, dt. Kinostart: 06.03.14) 121 min drama, comedy, adaptation
dir. John Wells cast: Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor, Chris Cooper, Abigail Breslin, Benedict Cumberbatch, Juliette Lewis, Margo Martindale, Dermot Mulroney, Julianne Nicholson, Sam Shepard

Violet (Meryl Streep) ist die Matriarchin der Familie Weston. Sie ist an Krebs erkrankt, bekommt Chemo und steht unter permanenten Medikamenteneinfluss. Jetzt ist ihr Ehemann Beverly (Sam Shepard) verschwunden. Violets Schwester Mattie (Margo Martindale) und Ehemann Charles (Chris Cooper) eilen herbei und ihre älteste Tochter Barbara (Julia Roberts) trifft mit ihrem Ehemann Bill (Ewan McGregor) und ihrer Tochter Jean (Abigail Breslin) ein. Als Beverly kurz darauf tot aufgefunden wird, versammelt sich dann die komplette Familie. Lange haben sich die Verwandten nicht mehr gesehen und vermisst haben sie sich auch nicht gerade. Streit ist praktisch vorprogrammiert, vor allen Dingen weil Violet jedem ihre Meinung klar ins Gesicht sagt…

B (Wertung von A bis F) „August: Osage County“ basiert auf dem gleichnamigen Bühnenwerk. Das Theaterstück hat im Jahr 2008 den Pulitzer Prize for Drama gewonnen und wurde außerdem mit anderen wichtigen Theaterpreisen ausgezeichnet.

Der Film „August: Osage County“ hat eher durchwachsene Kritiken bekommen. Viele haben das Theaterstück gesehen und waren von dem Film entsprechend nicht so angetan. Das Bühnenstück ist mit Unterbrechungen ungefähr 3 1/2 Stunden lang, die Filmfassung nur 2 Stunden. Es wurde also einiges ausgelassen und auch das Ende wurde geändert. Ohne etwas zu spoilern, endet das Theaterstück mit Violets Charakter. Das ursprüngliche Ende im Film war eigentlich auch die Einstellung auf Meryl Streep. Das Filmende ist jedoch bei den Zuschauern in test screenings beanstandet worden, zu negativ empfanden sie es und so wurde es geändert. Passender und konsequenter wäre es zweifelsfrei, wenn der Film mit der Meryl Streep-Szene endet.

„August: Osage County“ ist ein Ensemble-Film und ein Film, der praktisch bis in die kleinste Rolle prominent besetzt ist. So eine Besetzung, die nur aus bekannten oder berühmten Schauspielern besteht, finde ich meist problematisch. Oftmals lenkt mich das zu sehr ab. Hier hat mich das nicht so sehr gestört, vorwiegend weil mich die Charaktere gefesselt haben. Dennoch finde ich nicht alle idealbesetzt. Julia Roberts und Ewan McGregor als Ehepaar finde ich beispielsweise nicht wirklich glaubwürdig. Mein Problem mit Benedict Cumberbatch scheint auch etwas schwerwiegender zu sein. Juliette Lewis sieht mittlerweile nicht nur wahnsinnig fertig aus, sondern auch ziemlich alt. Sie spielt wieder einmal eine Variante von sich selbst. Sie ist aber so eine eigene Type, dass ich mir, jetzt wo ich sie in dieser Rolle gesehen habe, auch keine andere Schauspielerin vorstellen kann.

In „August: Osage County“ haben mir tatsächlich die Schauspieler am meisten gefallen, die nicht ganz so bekannt sind und die man auch nicht so häufig sieht: Julianne Nicholson, Margo Martindale, Chris Cooper und Delmot Mulroney.

Natürlich ist aber auch Meryl Streep hervorragend. Die Rolle der Violet Weston ist sicherlich keine leichte Aufgabe, Violet ist krebskrank, verbittert, boshaft und die ganze Zeit verbal am Austeilen. Meryl Streep liefert hier eine völlig uneitle Performace. Die sogenannten Oscar-Szenen waren für mich nicht die hysterischen, sondern die ruhigen. Wenn Meryl Streep ihre Mimik sprechen lässt, ist das unbezahlbar.

Julia Roberts mit ihrer riesigen Präsenz und ihrem übersichtlichen Talent gibt hier eine ziemlich ordentliche Performance. In meinen Augen gibt sie die beste Performance seit „Pretty Woman“ und um Längen besser als die in „Erin Brockovich“ für die sie den Oscar (stellvertretend für ihre gesamte Karriere) gewann. Julia Roberts Rolle ist für mich definitiv eine Hauptrolle, aus strategischen Rollen wurden aber Kampagnen für die beste Nebenrolle geführt. Julia Roberts wurde kürzlich für diese Rolle für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.

Eigentlich war ich kurz davor, „August: Osage County“ ein B- zu geben. Auch wenn ich die Charaktere und die Dialoge sehr unterhaltsam fand, spiegelt eine B- Bewertung eigentlich den grössten Teils des Films für mich wieder. Dann gab es eine Wendung im Film und ab dem Moment mochte ich den Film tatsächlich noch etwas mehr. Meine Lieblingsszene ist auch eher zum Ende des Films (Meryl Streep, Julianne Nicholson und Julia Roberts am Tisch).

„August: Osage County“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

„August: Osage County“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Letztlich wurde aber nur Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin (ihre 18. Oscar-Nominierung) und Julia Roberts als beste Nebendarstellerin nominiert.

Der amerikanische Kinotrailer:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Labor Day““
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Kate Winslet und Josh Brolin. Galt als Oscar-Kandidat bis er erstmalig gezeigt wurde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bears“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Disney-Dokumentation über Grizzlybären in Alaska. Tolle Bilder, ich liebe Tierdokus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Dieses Kind im Trailer ist wirklich schon eine Zumutung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht.

Trailer v. Film: „One Chance“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britischer Film über den Gewinner von Britain´s Got Talent-Gewinner Paul Potts. Interessiert mich gar nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Railway Man“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie. Zweiteweltkriegsdrama mit Nicole Kidman und Colin Firth
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Hope Springs"

Ich war am 20.08.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Hope Springs“ (dt. Titel: Wie beim ersten Mal“, dt. Kinostart: 27.09.12) 100 min drama, comedy
dir. David Frankel cast: Meryl Streep, Tommy Lee Jones, Steve Carell, Elisabeth Shue, Mimi Rogers

Kay (Meryl Streep) und Arnold (Tommy Lee Jones) sind seit 31 Jahren verheiratet. Ihre beiden Kinder sind schon lange aus dem Haus und das Paar hat sich mittlerweile auseinandergelebt. Kaum wird noch miteinander geredet, zu Zärtlichkeiten oder gar Sex kommt es schon länger nicht mehr. Mit dieser Situation ist aber scheinbar nur Kay unzufrieden. Sie meldet sich und ihren Gatten zu einer Paartherapie bei dem bekannten Therapeuten Dr. Feld (Steve Carell) an. Arnold könnte ausflippen vor Freude…

B+ (Wertung von A bis F) Dem Trailer nach könnte man denken, dass „Hope Springs“ eine nette Komödie ist. Ich bin froh, dass ich dahingehend vorgewarnt war. So bin ich mit keinen falschen Erwartungen ins Kino gegangen und habe ein sehr gut beobachtetes Beziehungsdrama gesehen. Und gelacht habe ich auch.

Die Frage, die sich während des Films aufdrängt: Wie viele Menschen müssen tatsächlich so leben?

Auch zwei grandiose Schauspieler wie Meryl Streep und Tommy Lee Jones können in ihre Rolle richtig reinwachsen. Später im Film habe ich ihre Arbeit als Schauspieler komplett ausblenden können und nur noch Kay und Arnold gesehen. So etwas funktioniert nur bei solch Ausnahmetalenten. Definitiv sind beide Performances eine Oscar-Nominierung wert. Hervorheben möchte ich aber in diesem Fall Tommy Lee Jones („The Fugitive“, „The Client“, „Men in Black“, No Country for Old Men). Am Anfang des Films dachte ich noch, den typisch-grimmigen Tommy Lee Jones zu sehen. Diesen Typen sehe ich zwar immer gerne, aber er stellt nun halt keine Besonderheit mehr dar. Was für einen Wandel Tommy Lee Jones hier jedoch mit seinem Filmcharakter durchläuft hat mich tief beeindruckt. Er legt eine herzergreifende Natürlichkeit an den Tag, die mir auch die eine oder andere Träne entlockt hat. So einen vielschichtigen Tommy Lee Jones habe ich jedenfalls bisher noch nicht gesehen. Da möchte ich erst einmal eine bessere Performance in diesem Jahr sehen. Im Moment würde ich mir wünschen, dass er für diese Rolle mit einem zweiten Oscar ausgezeichnet wird.

Meryl Streep begeistert hier besonders mit ihrem zurückgenommenen Spiel. Einzig ihre grauenhafte Frisur hat mich andauernd abgelenkt. Auch Steve Carell überzeugt auf ganzer Linie. Er kann so brillant sein, wenn er nicht den Clown gibt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Perks of Being a Wallflower“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung mit Paul Rudd, Ezra Miller, Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Words“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Thriller mit Bradley Cooper, Olivia Wilde, Zoe Saldana, Dennis Quaid und Jeremy Irons. Trailer deutet mehr auf ein Drama hin. Irgendwie sehe ich andauernd Bradley Cooper in irgendeinem Trailer.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Trouble with the Curve“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Clint Eastwood, Amy Adams, Justin Timberlake, John Goodman. Bei Clint Eastwood kann man grundsätzlich den Oscar mit ins Spiel bringen, auch wenn er hier keine Regie führt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „This is 40“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Judd Apatows neuer Film, Ehekomödie, die irgendwie eine Fortsetzung zu seinem Film „Knocked Up“ ist. Besetzt mit Paul Rudd, Leslie Mann, Melissa McCarthy, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Teasers: A
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer Film über die Militäroperation, die zum Tode von Osama bin Laden geführt hat. Es spielen Jessica Chastain, Joel Edgerton und Mark Strong mit. Bei „Zero Dark Thirty“ kann man davon ausgehen, dass er bei den Oscars 2013 eine Rolle spielen wird.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Won´t Back Down“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Viola Davis, Maggie Gyllenhall und Holly Hunter. Eine weitere Oscar-Nominierung für Maggie Gyllenhaal und Viola Davis?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Skyfall“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: neuester James Bond von Sam Mendes. Daniel Craig als 007 und Javier Bardem als Bösewicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%