NYC – Film: „Denial“

Ich war am 01.10.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Denial“ (dt. Filmtitel: „Verleugnung“, dt. Kinostart: 13.04.17) 110 min drama, adaptation, biopic
dir. Mick Jackson cast: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott

 
Die US-amerikanische Geschichtswissenschaftlerin Deborah Lipstadt (Rachel Weisz) hat im Jahr 1993 ein Buch mit dem Titel „Denying the Holocaust“ veröffentlicht. Darin erwähnt sie den Briten David Irving (Timothy Spall) als Holocaust-Leugner. Als das Buch auch in Großbritannien herausgebracht wird, fühlt David Irving seinen Ruf beschädigt und strengt eine Klage wegen Beleidigung, übler Nachrede und Geschäftsschädigung vor dem höchsten englischen Zivilgericht an. Nach dem britischen Rechtssystem muss die jüdische Historikerin nun beweisen, dass der Holocaust stattgefunden hat.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Denial“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der Film ist eine Verfilmung des Buchs „History on Trial: My Day in Court with a Holocaust Denier“ von Deborah Lipstadt. Es ist ein Film des englischen Filmemachers Mick Jackson („L.A. Story“, „Volcano“, HBO-Biopic Temple Grandin).

 
„Denial“ ist ein Film, der zu Diskussionen anregt. Dieser Film sollte in der Schule gezeigt werden, das wäre effektiver als mancher Schulunterricht über den Holocaust.

Ich konnte mich noch daran erinnern, David Irving eine Zeit lang in der Presse gesehen zu haben, die Verhandlung und das Urteil war mir aber nicht mehr präsent, um so spannender war der Ausgangs des Films für mich.

 
Hat Tom Wilkinson einen Oscar? Ich habe mich während des Films – insbesondere bei jedem Auftritt von Tom Wilkinson – gefragt, ob und wofür er noch mal einen Oscar gewonnen hat. Ich beschäftige mich nun sehr viel mit den Oscars, solche Dinge fallen mir trotzdem manchmal partout nicht ein. Natürlich hat es mir keine Ruhe gelassen und sofort nach dem Ende des Film habe ich recherchiert, Tom Wilkinson hat zwei Oscar-Nominierungen (für „In the Bedroom“ und Michael Clayton), aber er wurde tatsächlich noch nicht mit dem Academy Award ausgezeichnet. Gerade wird darüber gesprochen, ob Denzel Washington evtl. seinen dritten Oscar im nächsten Jahr gewinnt. Denzel sehe ich in erster Linie als Filmstar, er ist kein schlechter Schauspieler, aber er spielt auch niemals in einer Liga mit Meryl Streep und Daniel Day-Lewis. Wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, würden sich die Oscar-Experten dieses Jahr darüber unterhalten, ob Tom Wilkinson seinen dritten Oscar erhält. Er ist so unverschämt gut in allem was er macht und das sollte auch langsam mal ausgezeichnet werden, z.B. für seine Performance in „Denial“.

 
„Denial“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Rachel Weisz), Bester Nebendarsteller (Timothy Spall, Tom Wilkinson), Bestes adaptiertes Drehbuch. Update: „Denial“ wurde bei den Oscars übergangen.

„Denial“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 30.09.16 in einigen amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland kommt „Denial“ unter dem Filmtitel „Verleugnung“ am 13.04.17 in die Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 

 

 

 

vorgeschaltete Trailer:

 

Trailer v. Film: „Inferno„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Mal wieder eine Dan-Brown-Verfilmung mit Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – der Film sieht aus wie ein Oscar-Film, warum ist er nicht mehr im Gespräch?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Birth of a Nation„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Nate Parkers Sklavendrama über Nat Turner
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Loving„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Joel Edgerton, Ruth Negga und natürlich Michael Shannon. Ein Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Paterson„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jim Jarmuschs neuer Film mit Adam Driver
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF54 gesehen

Trailer v. Film: „Moonlight„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama. Ein Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF54 gesehen

Trailer v. Film: „Manchester by the Sea„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama. Ein Oscar-Film. Mit Casey Affleck, Michelle Williams und Kyle Chandler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF54 gesehen

 

amerikanisches Filmplakat von "Denial"
amerikanisches Filmplakat von „Denial“

 

NYC – Film: „Snowden“

Ich war am 29.09.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Snowden“ (dt. Kinostart war der 22.09.16)     134 min  drama, adaptation, biopic, thriller
dir. Oliver Stone cast: Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Melissa Leo, Zachary Quinto, Tom Wilkinson, Scott Eastwood, Timothy Olyphant, Ben Schnetzer, Rhys Ifans, Nicolas Cage

 

 

Am 3.6.2013 traf sich Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) mit der amerikanischen Dokumentarfilmerin Laura Poitras (Melissa Leo) und den Journalisten Glenn Greenwald (Zachary Quinto) und Ewen MacAskill (Tom Wilkinson) in Hongkong. Zu dem Zeitpunkt hat der IT-Spezialist sein gesamtes Leben in den U.S.A. hinter sich gelassen und befindet sich auf der Flucht. Edward Snowden übergibt den Journalisten geheime Dokumente, die die Überwachungspraktiken des amerikanischen und des britischen Geheimdienstes enthüllen und erzählt von seinem Leben…

 

 

C (Wertung von A bis F) „Snowden“ basiert auf Luke Hardings „The Snowden Files“ und Anatoly Kucherenas „Time of the Octopus“. Der Film dramatisiert die tatsächlichen Vorgänge zwischen den Jahren 2004 und 2013. Das fiktionale Porträt über Edward Snowden ist der neue Film des Regisseurs Oliver Stone („Wall Street“, „JFK“,W. Savages). Es ist eine deutsch-amerikanische Koproduktion.

Für die meisten Europäer ist Edward Snowden ein Held, viele U.S.-Amerikaner sehen das etwas anders. Kein Studio in den U.S.A. wollte Oliver Stones Film über den Whistleblower finanzieren. Der amerikanische Filmemacher sieht ihn ganz klar als Helden und versucht mit diesem Film, auch andere – vorwiegend seine Landsleute – davon zu überzeugen, dass er kein Verräter ist.

 
Oliver Stone hat wirklich gute und wichtige Filme geschaffen, „Snowden“ ist leider keiner von denen. Der Beziehungsgeschichte zwischen Ed Snowden und seiner Freundin (gespielt von der weder mit Schönheit noch Talent gesegneten Shailene Woodley) wird viel zu viel Platz eingeräumt. Diese junge Frau ist wirklich nicht im Geringsten interessant und so langweilt der Film auch über weite Strecken. Auch wenn der Doku-Thriller Citizenfour nur das Treffen mit den Journalisten und Laura Poitras zeigt und nicht sein gesamtes Leben beleuchtet, ist es ein wesentlich besserer Film über die Persönlichkeit Edward Snowden.

Das Beste an dem Film ist tatsächlich Joseph-Gordon Levitts und Melissa Leos Performance. Joseph Gordon-Levitt  sieht Edward Snowden nicht nur erschreckend ähnlich, wer sich Originalaufnahmen von ihm angeschaut hat, wird feststellen, dass er auch so spricht. Das freut mich besonders nach dem Sprachendesaster, dass JGL im letzten Jahr mit The Walk hingelegt hat. Oscar-Gewinnerin Melissa Leo (The Fighter, Prisoners) schlüpft wieder mal in eine Rolle und ward bis zum Ende des Films nicht mehr gesehen – das ist eine perfekte Performance.

 
„Snowden“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Joseph Gordon-Levitt)

„Snowden“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bleed for This„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer Vinny Paz mit Miles Teller und einem Aaron Eckhart, den ich nie erkannt hätte
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Keeping Up with the Joneses„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Jon Hamm, Isla Fisher und Zach Galifianakis (der so viel abgenommen hat, dass man ihn kaum erkennt)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: also eher nicht

Trailer v. Film: „Bad Santa 2„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Fortsetzung zu einem Film, den ich liebe. Wieder mit Billy Bob Thornton, aber auch Kathy Bates
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Inferno„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Mal wieder eine Dan-Brown-Verfilmung mit Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Girl on the Train„
Bewertung des Trailers: F
Kommentar: Dieser Trailer ist ein unfassbarer Spoiler-Trailer. Bei mind. 80% RT gucke ich den Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Actionthriller mit Ben Affleck, J.K. Simmons, John Lithgow, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Doctor Strange„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ich bin ja von Marvel-Superhelden-Kram gelangweilt, aber der sieht in meiner Welt irgendwie cool aus. Außerdem spielen Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Michael Stuhlbarg, Mads Mikkelsen, etc. mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

amerikanisches Filmplakat von "Snowden"
amerikanisches Filmplakat von „Snowden“

 

L. A. – Film: "Selma"

Ich war am 8.1.15 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Selma“ (dt. Kinostart: 19.02.15) 128 min drama
dir. Ava DuVernay cast: David Oyelowo, Tom Wilkinson, Giovanni Ribisi, Tim Roth, Carmen Ejogo, Cuba Gooding Jr., Oprah Winfrey, Alessandro Nivola, Martin Sheen, Dylan Baker, Henry G. Sanders, Stan Houston, Lorraine Toussaint

U.S.A. im Jahr 1965. Rassendiskriminierungen und Gewalt gegen afroamerikanische Bürger bestimmen das Land. Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King, Jr. (David Oyelowo) und viele andere Aktivisten mobilisieren die Bevölkerung, sich gegen die Rassentrennung aufzulehnen und für das Wahlrecht schwarzer Mitbürger zu kämpfen. Sie organisieren einen großen friedlichen Protestmarsch, beginnend in der Kleinstadt Selma bis zu der Hauptstadt Alabamas in Montgomery.

A- (Wertung von A bis F) Die in „Selma“ erzählte Geschichte beginnt mit Dr. Martin Luther King, Jrs. Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis und endet knapp drei Monate später.

Ich bin mit sehr großen Erwartungen in den Film gegangen. „Selma“ ist nach Boyhood (98% RT/ 100% Metacritic), der von den amerikanischen Kritikern am besten bewertete Film (99% RT/ 89% Metacritic) des Filmjahres 2014. „Selma“ war der letzte Film, den ich gucken wollte, bevor ich meine Top Ten-Liste 2014 erstelle. Der Film hat mich nicht enttäuscht. Bereits mit einer der Anfangsszenen (mit den Mädchen in der Kirche) wusste ich, hier einen ganz besonderen Film zu sehen.

Der Film gibt einen Einblick in das Leben des berühmten Bürgerrechtlers und gibt einem ein Gefühl dafür, was er für ein Mann war, wie er gedacht hat und was ihn letztlich ausgemacht hat. Ava DuVernay hat ihn nicht als Held gezeichnet, Er war ein ganz normaler Mann, der auch sein Müll rausbringen muss, private Probleme hatte und dem auch oft schon mal die Worte gefehlt haben. Man sieht wie er seine Reden vorbereitet und auch Zuhause probt. Man bekommt ein Gefühl für Dr. Kings rhetorischen Fähigkeiten und wie er Massen begeistern konnte. Selma ist aber auch ein Film über diese Zeit und nicht zuletzt über all die anderen Aktivisten, die sich dafür eingesetzt haben, dass afroamerikanische Bürger ein legales Wahlrecht bekommen.

Der Film lebt von seinen authentischen Schauspielern. Mit Ausnahme von Cuba Gooding Jr. (der mich komplett aus dem Film geworfen hat) und Tim Roth (der mich mit diesem Akzent leider auch völlig rausgebracht hat) bringt der Film nur exzellente Performances hervor. Der britische Schauspieler David Oyelowo trägt den Film, aber es sind auch die vielen afroamerikanischen Schauspieler, die den Film sehenswert machen.

In den U.S.A. wurde der Film dafür kritisiert, dass der damalige US-Präsident Lyndon B. Johnson (hervorragend gespielt von dem britischen Schauspieler Tom Wilkinson) nicht positiv genug gezeichnet wurde.

Ava DuVernay hat einen großartigen Film inszeniert. Man sieht, dass sie ein Auge für eindrucksvolle und einprägsame Szenenbilder hat. Die Regie- und Kameraarbeit (Kameramann Bradford Young Ain´t Them Bodies Saints, A Most Violent Year) haben mich besonders begeistert. „Selma“ ist ein dialogreicher Film, der sich aber auch Zeit für die Kraft der Bilder nimmt. Es gibt einige Gänsehaut-Momente. Die Szene mit dem Großvater, dessen Enkel getötet wurde und die finale Sequenz waren so stark, dass mir die Tränen gekommen sind.

„Selma“ ist erst Ava DuVernays dritter Kinofilm. Bevor sie ins Regiefach wechselte, arbeitete sie als Pressereferentin für einige Filmprojekte. Sie war angestellt, hat sich dann aber mit ihrer eigenen Marketingfirma selbständig gemacht. Sie kennt die Filmbranche, gerade was Kampagnen angeht, auch von der anderen Seite. Ava DuVernay drehte ihren ersten Film (einen Kurzfilm) erst im Jahr 2006. Nach einigen TV-Produktionen hat sie im Jahr 2010 mit „I Will Follow“ ihren ersten Kinofilm inszeniert. Mit ihrem zweiten Kinofilm („Middle of Nowhere“) hat sie bereits den Regiepreis auf dem Sundance Film Festival 2012 gewonnen. Jetzt mit ihrem dritten Film („Selma“) wurde sie als beste Regisseurin für einen Golden Globe nominiert. Sie ist die erste afroamerikanische Frau, die überhaupt in der Kategorie Beste Regie für den Golden Globe nominiert wurde. Was für eine Karriere – ich denke, dass wir in den nächsten Jahren noch sehr viel von Ava DuVernay hören/ bzw. sehen werden.

Ava DuVernay ist mit dem Originaldrehbuch zu „Selma“ bereits im Jahr 2007 von Studio zu Studio gezogen, um irgendwie ihren Film finanziert zu bekommen. Letztlich haben Oprah Winfrey und Brad Pitt den Film produziert. Oprah Winfrey ist es auch zu verdanken, dass der Film mit Paramount einen amerikanischen Verleiher gefunden hat. Oprah Winfrey spielt eine kleine Nebenrolle im Film. Sie gibt eine überraschend zurückhaltende und gute Performance.

Zum Schluss des Films gab es Applaus vom Publikum.

„Selma“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2014 gezeigt.

„Selma“ war für viele Oscar-Nominierungen im Gespräch. In der Oscar-Saison ist „Selma“ Opfer einer Schmutzkampagne geworden. Der Film hätte es verdient gehabt, in einigen Kategorien für den Academy Award nominiert zu werden. „Selma“ wurde aber nur für jeweils einen Academy Award in den Kategorien Bester Film und Bester Song („Glory“ von John Legend und Common) nominiert. Update: „Selma“ wurde auf der 87. Oscar-Verleihung am 22.2.15 mit einem Oscar (Bester Song) ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Black or White“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Tragikomödie mit Kevin Costner und Octavia Spencer
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „McFarland USA“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: wieder so ein Sportsfilm mit Kevin Costner
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Boy Next Door“
Bewertung des Trailers: D (neuer Trailer)
Kommentar: Thriller mit J.Lo, John Corbett.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Wedding Ringer“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Kevin Hart und Josh Gad. Ich kann nicht mal mehr diesen Trailer sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals!!!!

Trailer v. Film: „The Second Best Exotic Marigold Hotel“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Ich habe den ersten Teil nicht mal komplett gesehen. Dieser ist neben Maggie Smith, Bill Nighy, Judi Dench auch mit Richard Gere und David Strathairn. Dieser Trailer verrät, dass der Film Bollywood-mäßig ist und damit kann ich ihn unter keinen Umständen gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Terminator Genisys“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: noch einer? Was die Welt so alles nicht braucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Project Almanac“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Zeitreisen-Sci-Film. Wenn der Name Michael Bay schon im Trailer auftaucht, bin ich raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Ich war überrascht solche Trailer vor „Selma“ zu sehen – sind es doch hauptsächlich Filme, die sich jemand, der sich für „Selma“ interessiert, wahrscheinlich eher nicht angucken würde.

Berlin – Film: "The Grand Budapest Hotel"

Ich war am 27.02.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Grand Budapest Hotel“ (dt. Titel: „Grand Budapest Hotel“, dt. Kinostart: 06.03.14) 100 min comedy, drama
dir. Wes Anderson cast: Ralph Fiennes,Tony Revolvori, F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Matthieu Amalric, Jude Law, Harvey Keitel, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Tom Wilkinson, Owen Wilson, Leá Seydoux

Im Jahr 1932 ist Zero (Tony Revolvori) ein junger Page im Grand Budapest Hotel in Zubrowka. Ausgebildet wird er von dem legendären und dandyhaften Concierge des Luxushotels, Gustave H. (Ralph Fiennes). Er erklärt ihm alles Wesentliche und Zero ist schon bald Gustaves engster Vertrauter. Nachdem die wohlhabende 84-jährige Madame D. (Tilda Swinton) verstorben ist, reist Gustave mit Zero zur Beerdigung und Testamentseröffnung an. Gustave hatte ein Verhältnis mit der betagten Lady und hat jetzt ein sehr wertvolles Gemälde geerbt. Die Verwandtschaft ist empört, Gustave gerät bald unter Mordverdacht, stiehlt das Gemälde und sucht mit Zero das Weite…

B (Wertung von A bis F) Wes Anderson hat sich für den Film „The Grand Budapest Hotel“ von dem österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig inspirieren lassen. Auch wurde der Filmemacher von einigen Filmen von Ernst Lubitsch und dem Film „Grand Hotel“ mit Greta Garbo und Joan Crawford beeinflusst.

Wes Anderson („Rushmore“, „The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited, Fantastic Mr. Fox) hat mittlerweile eine unverkennbare Handschrift. Vermutlich könnte man jedes x-beliebige Szenenbild eines Wes-Anderson-Films nehmen und würde mit Sicherheit erkennen, dass es sich hierbei um einen Film dieses Regisseurs handelt. Man muss seinen farbenreichen, schrill-schrägen, so eigenen Stil mögen – ich mag ihn.

Vor allen Dingen mag ich seine Filme, weil sie so wirken, als ob hier viel Kreativität drinsteckt. Er hat sich skurrile Figuren, deren Namen und Kostüme ausgedacht und diese in einer fantasievollen Ausstattung zum Leben erweckt. Seine Filme sind mit so viel Liebe zum Detail inszeniert. Wenn man alle Einzelheiten und alle Ebenen in seinen vielschichtigen Filmen in Gänze ergründen möchte, muss man sie sich wahrscheinlich mehrere Male schauen. Bei „The Grand Budapest Hotel“ hatte ich auch wieder den Eindruck, dass einzelnen Szenen wichtiger sind als die Handlung, was ich nicht als negativ erachte, weil seine Erzählkunst halt so unterhaltsam ist. Einige der imposanten Szenenbilder im „The Grand Budapest Hotel“ sind beinahe Kunstwerke.

Am Besten haben mir die Szenen mit Harvey Keitel und seiner schrägen Gefängnistruppe (mit den deutschen Schauspielern Florian Lukas, Volker Michalowski und dem österreichischen Schauspieler Karl Markovics) gefallen und später als sich Gustave mit Zero absetzt, eine teilweise in stop-motion inszenierte Flucht in der Gebirgslandschaft der fiktiven Republik Zubrowka. Außerdem mochte ich die Szenen mit dem Geheimbund aller Luxushotel-Concierges. Das ist alles so absurd und im besten Sinne klamaukig.

Das ganze Ensemble macht einfach Spaß. Ralph Fiennes kann man hier mal in einer ganz anderen Rolle bestaunen. Mich hat er völlig fasziniert und begeistert. Herausragend fand ich auch Adrien Brody.

Ich fand, dass „The Grand Budapest Hotel“ im Mittelteil ein paar Längen hat, aber der Film ist im Ganzen definitiv sehenswert.

Könnte „The Grand Budapest Hotel“ eine Rolle bei den nächsten Oscar-Nominierungen spielen? Schwierig zu beurteilen. Wes Anderson hat mit seinen Filmen bislang erst drei Oscar-Nominierungen erhalten, zwei für die Drehbücher der Filme „The Royal Tenenbaums“ und „Moonrise Kingdom“ und einen Academy Award-Nominierung für den besten Animationsfilm („Fantastic Mr. Fox“). Ich würde gerne Ralph Fiennes ins Gespräch bringen, verdient wäre es. Ein amerikanischer Kinostart im März ist zwar konkurrenzlos, aber für Filmpreise, die erst ab Dezember verliehen werden, denkbar schlecht. Sicherheitshalber werde ich „The Grand Budapest Hotel“ aber unter „Oscar´14“ listen. Update: „The Grand Budapest Hotel“ war zusammen mit „Birdman“ der am meisten nominierte Film bei den Oscars im Jahr 2015. Bei der 87. Oscarverleihung am 22.02.15 wurde er mit vier Oscars (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Makeup und Beste Frisuren und Beste Filmmusik) ausgezeichnet.

„The Grand Budapest Hotel“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2014 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der Berlinale, lief im Wettbewerb und wurde schließlich mit dem Silbernen Bären, dem Großen Preis der Jury, ausgezeichnet. In den Vereinigten Staaten wird der Film ab dem 7.3.14 (limited) gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Der amerikanische Trailer:

L. A. – Film: "Mission Impossible – Ghost Protocol – IMAX"

Ich war am 19.12.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Mission Impossible – Ghost Protocol – IMAX“ (dt. Titel: Mission: Impossible – Phantom Protokoll, dt. Kinostart war der 15.12.11) 132 min action, sequel
dir. Brad Bird cast: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Anil Kapoor, Josh Holloway, Ving Rhames, Tom Wilkinson, Michelle Monaghan, Michael Nyqvist

Als ein Bombenanschlag auf den Moskauer Kreml verübt wird, sieht es so aus, als ob Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein IMF hinter dem Attentat stecken. Ethan Hunts Chef (Tom Wilkinson) teilt ihm mit, dass der amerikanische Präsident fortan die Existenz des IMF leugnen wird. Ethan Hunt muss nun mit Benji Dunn (Simon Pegg), Jane Carter (Paula Patton) und dem etwas undurchsichtigen Agenten William Brandt (Jeremy Renner) im Untergrund arbeiten, um nach dem Drahtzieher des Bombenanschlags zu suchen…

B- (Wertung von A bis F) „Mission Impossible – Ghost Protocol“ ist der vierte Film der Mission Impossible-Reihe. Ich habe alle drei vorherigen Filme gesehen. Den dritten fand ich bislang am besten, was aber auch nicht wirklich viel aussagt, die ersten beiden Filme fand ich wirklich schlimm. Von allen vier Filmen ist nun klar „Mission Impossible – Ghost Protocol“ (kurz „MI4“) der, der am meisten Eindruck hinterlässt. Auf der Negativseite sind zwar ein paar Längen und klar auch einige Logiklöcher zu verbuchen, aber das Positive überwiegt. „MI4“ ist schnell, spannend, actionreich und hat überzeugende Special Effects. Eigentlich ist er all das was ich von einem Action-Film erwarte und das Zusammenspiel von Cruise, Pegg und Renner sorgt für den nötigen Humor.

Nachdem sich Brad Bird mit den brillanten PIXAR-Filmen „The Incredibles“ und Ratatouille als Regisseur einen Namen gemacht hat, ist „MI4“ sein erster Realfilm. Brad Bird hat den neuesten Mission Impossible Film teilweise im IMAX-Format gedreht. Ich habe ihn auch in IMAX gesehen (nicht dass ich an dem Tag die Wahl gehabt hätte). Der Ticketpreis von USD 15.50 hat sich aber alleine schon durch die Hochhausszene in Dubai ausgezahlt. Die Szene ist regelrecht atemberaubend.

Tom Cruise werde ich wahrscheinlich nie mögen, aber ich gebe zu, dass er hier seinen Zweck erfüllt. Er macht seine Stunts zum großen Teil selbst, das muss man auch anerkennen. Vielleicht sollte er zukünftig nicht mehr oberkörperfrei agieren. Etwas gelangweilt war ich von dem Bösewicht (Michael Nyqvist) und von der blonden Frau werde ich wohl auch nur die tolle Prada-Tasche in Erinnerung behalten.

„Mission Impossible – Ghost Protocol“ wurde in den U.S.A. die ersten fünf Tage ausschließlich in IMAX-Kinos gespielt. Da er nur mit knapp 425 Kopien gestartet ist (normal für diese Art von Filmen ist ein Start mit 3500+ Kopien), ist er in dieser Zeit auch nur auf Platz 3 der amerikanischen Kinocharts gelandet. Platz 1 war dieser unsägliche Sherlock Holmes-Film.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Man on a Ledge“ (nicht in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Sam Worthington, Elizabeth Banks und Ed Harris
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „G.I. Joe: Retaliation“ (IMAX)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Knallbummbang mit Dwayne Johnson und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Snow White & the Huntsman“ (IMAX)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fantasie-Abenteuer-Film mit Charlize Theron, Kristen Stewart und Chris Hemsworth
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer von Film:“Titanic“ (IMAX)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: James Camerons Film wird im nächsten Jahr in der 3D-Fassung wiederaufgeführt. Wenn bloss diese grauenhafte Celine Dion-Musik nicht wäre…aber wo ich gerade Bill Paxton an Bord hatte…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: mal schauen…

Trailer v. Film: „John Carter“ (IMAX ?)
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Sci-Fi-Abenteuer-Film in 3D mit Willem Dafoe, Samantha Morton, Thomas Haden Church. Der Film kann entweder gut oder ganz, ganz schlimm sein…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „The Dark Knight Rises“ (IMAX)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Christopher Nolans neuestes Batman-Abenteuer mit ganz vielen Guten und Anne Hathaway….Die Bilder sind der Wahnsinn im IMAX-Format
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% (und definitiv in einem IMAX-Kino)

San Francisco – Film: "The Conspirator"

Ich war am 19.04.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„The Conspirator“ 122 min drama
dir. Robert Redford cast: Robin Wright, James McAvoy, Tom Wilkinson, Evan Rachel Wood, Kevin Kline, Justin Long

Der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Abraham Lincoln, fiel am 14.04.1865 einem Attentat zum Opfer und verstarb am nächsten Tag. Der Attentäter John Wilkes Booth (Toby Kebbell) wird wenige Tage später gestellt und erschossen. Das Attentat war das Ergebnis einer Verschwörung, an der sieben Männer und eine Frau beteiligt gewesen sein sollen. Der 28-jährige Anwalt Frederick Aiken (James McAvoy) wird damit beauftragt, die Verteidigung von Mary Surrat (Robin Wright) zu übernehmen. Die Angeklagte hat seinerzeit eine Pension geführt, in der sich John Wilkes Booth mit seinen Komplizen getroffen und die Verschwörung geplant haben sollen. Mary Surrat und die anderen Angeklagten werden vor ein Militärtribunal gestellt und einem nicht fairen Prozess ausgesetzt. Nach kurzer Verhandlung werden ein paar der Angeklagten zum Tode durch Erhängen und die anderen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

C- (Wertung von A bis F) Robert Redford liefert hier eine unglaublich schlechte Regiearbeit ab. Regie (und Kamera) haben eindeutig das Thema verfehlt. Unübersehbar ist, dass beinahe jede Szene in sonnen-bzw. lichtdurchfluteten Räumen spielt. Wenn eine Szene abends oder nachts angesetzt wurde, dann sind sind es halt Kerzen, die den Raum ausleuchten und Vaseline, die man der Meinung war, auf die Kamera schmieren zu müssen. Das ist doch keine Rosamunde Pilcher-Verfilmung! Die Be- und Ausleuchtung ist so schlecht, dass man teilweise nicht einmal die Gesichter erkennt. Außerdem hätte Robert Redford ein Auge dafür haben müssen, dass Justin Long (Drag Me to Hell, Youth in Revolt), den ich sonst recht gerne sehe, in einem historischen Drama völlig deplatziert ist. Ich liebe Filme mit einem geschichtlichen Hintergrund, aber Redford hat mir diesen hier gründlich vermasselt. Einzig die Performances von Robin Wright und James McAvoy haben mich davor bewahrt, „The Conspirator“ noch schlechter zu bewerten.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Incendies“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: kanadisches Drama, nominiert für bester ausländischer Film bei den diesjährigen Oscars
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Meek´s Cutoff“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Western/Drama mit Michelle Williams, Paul Dano, Bruce Greenwood
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Double Hour“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: italienischer Film, Drama/Thriller
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Hesher“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: scheinbar ziemlich abgefahrener Film mit Joseph Gordon-Levitt (woher hat er nur diese Haare her?) und Natalie Portman (leider)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Tree of Life“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Man, auf Terrence Malicks neuen Film warte ich nun schon seit mehr als einem Jahr.
Auch aus dieser Oscar-Saison wurde er geschoben. Die Bildsprache fasziniert mich jetzt schon, naja und dann ist natürlich auch Sean Penn dabei…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% !!!!

Los Angeles – "Duplicity"

Ich war am 21.03.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Duplicity“ (dt. Titel „Duplicity – Gemeinsame Geheimsache“, dt. Kinostart: 30.04.09) 125 min comedy, drama, spy movie
dir. Tony Gilroy cast: Julia Roberts, Clive Owen, Tom Wilkinson, Paul Giamatti

Claire Stenwick (Julia Roberts) und Ray Koval (Clive Owen) haben für den amerikanischen bzw. britischen Geheimdienst gearbeitet und sind jetzt als Wirtschaftsspione für zwei rivalisierende Pharmakonzerne tätig. Sie haben einen gemeinsamen Plan…

C- (Wertung von A bis F) Gut, freiwillig gucke ich mir eigentlich keinen Julia Roberts-Film an. Tony Gilroy schreibt aber nunmal gute Drehbücher (die „Bourne“-Filme und „Michael Clayton“) und ich mochte „Closer“, bei dem die beiden Hauptakteure schon einmal vor der Kamera agierten, so habe ich „Duplicity“ eine Chance gegeben. Seit dem Film „Pretty Woman“, in dem ich Julia Roberts tatsächlich hinreissend und unersetzbar fand, stört sie für mich jeden Film, in dem sie den Versuch unternimmt, zu schauspielern. Ich möchte aber nicht nur negativ über sie schreiben, ihre MARC JACOBS-Tasche, die sie relativ zu Beginn v. „Duplicity“ trägt, gefällt mir ausserordentlich… Clive Owen bringt, wie eigentlich immer, eine souveräne Leistung, daher möchte ich mich auch hier nur über Äusserlichkeiten auslassen. Hier ist mir aufgefallen, dass er sehr schmal und untrainiert aussieht, aber im Maßanzug macht er immer noch was her… So sehr ich Tom Wilkinson mag, so wenig kann ich Paul Giamatti ertragen. Wie auch Frau Roberts dominiert er mit seiner Präsenz jeden Film. Zum Film: In Tony Gilroys Regiedebut Michael Clayton hat seine smart konstruierte Story auch in der Umsetzung funktioniert, hier wirkt die Story mit den ganzen Rückblenden zu verwirrend und gewollt und liess mich beinahe den gesamten Film auf meinem Kinosessel hin- und herrutschen. Die beste Szene (in Zeitlupe) ist relativ zu Beginn des Films.

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