D. C. – Film: „Ben is Back“

Ich war am 07.01.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Ben is Back“ (dt. Kinostart war der 10.01.19)  103 min  drama

dir. Peter Hedges  cast: Julia Roberts, Lucas Hedges, Courtney B. Vance, Kathryn Newton, Alexandra Park

 

Holly Burns (Julia Roberts) ist glücklich als ihr ältester Sohn Ben (Lucas Hedges) völlig unerwartet vor der Tür steht. Ben ist drogensüchtig und hat seinen Entzug vorzeitig abgebrochen. Nun soll er seit 2 1/2 Monaten clean sein und Holly ist bereit, ihn zumindest für Weihnachten wieder im Kreis der Familie aufzunehmen. Bens Stiefvater (Courtney B. Vance) und seine ältere Schwester Ivy (Kathryn Newton) sind skeptisch, viel zu viel hat die Familie seinetwegen bereits durchgemacht. Holly schließt sicherheitshalber alle Medikamente und den Schmuck weg und einigt sich mit ihrem Sohn darauf, dass sie ihn für die nächsten vierundzwanzig Stunden keine Sekunde aus den Augen lässt. Doch schon bald wird Ben von seiner Vergangenheit eingeholt…

 

B- (Wertung von A bis F) „Ben is Back“ ist der neue Film des amerikanischen Romanautors („What´s Eating Gilbert Grape“), Drehbuchautors („About a Boy“) und Filmemachers (Dan in Real Life) Peter Hedges. Er ist der Vater des Oscar-nominierten Schauspielers Lucas Hedges, der hier den Titelcharakter spielt. 

In der Oscar-Saison 2018/2019 ist „Ben is Back“ (neben Boy Erased und Beautiful Boy) einer der drei Filme, bei denen der Sohn der Familie im Zentrum der Geschichte steht. Wie eine Drogensucht des Sohnes das Familienleben beeinflusst, das zeigt sowohl „Beautiful Boy“ als auch dieser Film. Hier ist Ben durch Schmerzmittel, die er nach einem Sportunfall verschrieben bekam, drogensüchtig geworden. Letztlich ist aber unwichtig, wie der Sohn in die Abhängigkeit  rutschte. Das Kind ist suchtkrank, hat die Entzugsklinik vorzeitig verlassen und steht an Heiligabend vor der Tür. Kann die Familie dem süchtigen Sohn vertrauen? Positiv finde ich, dass der Film auch Rasse und Klasse anspricht. Wäre der Sohn schwarz würde er wahrscheinlich im Gefängnis sitzen, würde er aus ärmlichen Verhältnissen stammen, hätte seine Therapie nicht finanziert werden können. Varianten dieses Drogendramas hat man schon zig Mal im Film gesehen, hier ist sie durchaus spannend inszeniert. Peter Hedges hat sich für seine Geschichte  von Suchtfällen aus seinem Familien- und Freundeskreis (er war auch mit dem Schauspieler Philip Seymour Hoffman befreundet) inspirieren lassen. Teilweise wirkt seine Story jedoch an den Haaren herbeigezogen und das Ende ist wirklich dämlich. 

Lucas Hedges ist glaubwürdig in dem Film, auch wenn seine Performance in seinen beiden anderen 2018er-Filmen („Boy Erased“ und Mid90s) noch besser ist. Letztlich ist es aber die Julia Roberts-Show. Sie spielt die Übermutter, die wie eine Löwenmutter um ihr Baby kämpft.

„Ben is Back“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Lucas Hedges), Beste Hauptdarstellerin (Julia Roberts), Bestes Originaldrehbuch

„Ben is Back“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 7.12.18 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft der Film landesweit in 598 Kinos. In Deutschland ist „Ben is Back“ seit dem 10.01.19 in den Kinos zu sehen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Arctic„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Survival-Film mit Mads Mikkelsen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Aspern Papers„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Romanadaption mit Jonathan Rhys-Meyers und Vanessa Redgrave

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Gloria Bell„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Remake des chilenischen Films „Gloria“, hier mit Julianne Moore und John Turturro

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 

 

Chicago – Film: „Secret in Their Eyes“

Ich war am 26.11.15 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Secret in Their Eyes“ (dt. Filmtitel: „Vor ihren Augen“, dt. Kinostart: 19.05.16) 111 min thriller, adaptation, remake

dir. Billy Ray cast: Chiwetel Ejiofor, Nicole Kidman, Julia Roberts, Dean Norris, Alfred Molina

Los Angeles, Monate nach den Ereignissen des 11. September 2001. Ray (Chiwetel Ejiofor) und Jess (Julia Roberts) arbeiten als Ermittler für das FBI. Sie beobachten eine Moschee und werden zu einem Tatort, direkt neben ihrem Beobachtungsziel gerufen. Eine junge Frau wurde tot aufgefunden, es handelt sich um Jess´Tochter. Der Fall wird nie geklärt. Jetzt, 13 Jahre später, teilt Ray seiner ehemaligen Kollegin mit, dass er weiss, wer ihre Tochter ermordet hat.

 

D (Wertung von A bis F) „Secret in Their Eyes“ basiert auf Juan José Campanellas Roman „La pregunta de sus ojos“. Es ist das amerikanische Remake des argentinischen Thrillers „El secreto de sus ojos“. Dieser Film gewann im Jahr 2010 den Oscars als bester fremdsprachiger Film.

Julia Roberts hat ihrem Ehemann wieder mal einen Job hinter der Kamera verpasst. Ich weiss nicht, ob „Secret in Their Eyes“ mit einem guten Kameramann und einem routinierteren Regisseur noch etwas hätte rausholen könnte. Der Film ist jedenfalls völlig misslungen, der Hauptgrund ist sicherlich das Drehbuch. Der Film springt häufig von einer Handlungsebene im Jahr 2002 zu der anderen, 13 Jahre später. Der Versuch, einen in die Zeit nach 9/11 zu versetzen, schlägt völlig fehl, auch sehe ich keinen Grund, dies überhaupt nur am Rande zu thematisieren.

Schauspielerisch ist das amerikanische Remake auch keine Offenbarung. Die Szenen mit Alfred Molina haben mir zwar alle gefallen und auch hat Nicole Kidman eine sehr gute Szene, nur spielt Alfred Molina eine Nebenrolle und das zusammen mit der einen Kidman-Szene ergibt noch lange keinen soliden Film. Nicole Kidman trägt eine seltsame Perücke und die lässt sie vielleicht noch ausdrucksloser und puppenhafter erscheinen. Die Liebesgeschichte zwischen Chiwetel Ejiofors und Nicole Kidmans Charakteren ist nicht nur überflüssig, sondern regelrecht ärgerlich.

Julia Roberts sieht hier besonders nachtgespenstig aus. Aus ihr wird nie eine gute Schauspielerin, auch wenn sie verbitterte Charaktere mittlerweile ganz überzeugend darstellen kann. Ich vermute, dass sie Mut zur Hässlichkeit mit tatsächlicher Schauspielkunst verwechselt.

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Danish Girl“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander und Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „The Big Short“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Eine Satire über die Finanz- und Immobilienkrise. Kaum einer versteht den Film gänzlich, aber gut soll er sein. Mit Christian Bale, Steve Carell, Ryan Gosling, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Legend“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Krimi und Art Biopic mit Tom Hardy – sogar in der Doppelrolle
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Concussion“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama und Biopic mit Will Smith – der im Trailer einen sehr guten Eindruck hinterlässt – möglicher Oscar-Kandidat
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Midnight Special“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Michael Shannon hatte ich bereits auf meiner Wunschliste für das Jahr 2014 und 2015. Jetzt soll er 2016 kommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Boy“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Gruselpuppen-Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

HBO-Films: "The Normal Heart"

Folgenden HBO-Film habe ich mir angeschaut:

„The Normal Heart“ 133 min drama, adaptation
dir. Ryan Murphy cast: Mark Ruffalo, Jonathan Groff, Matt Bomer, Taylor Kitsch, Jim Parsons, Alfred Molina, Julia Roberts, Corey Stoll

Im Sommer des Jahres 1981. Der schwule Autor Ned Weeks (Mark Ruffalo) fährt nach Fire Island, um dort mit seinen Freunden zu feiern. Einer von Neds schwulen Freunden, Craig (Jonathan Groff) zeigt plötzlich erste Symptome einer ernstzunehmende Krankheit. Die New York Times hat erst kürzlich einen Artikel über eine seltene Krebskrankheit, an der homosexuelle Männer erkranken und sterben, publiziert. Zurück in New York wendet sich Ned an die querschnittsgelähmte Ärztin Dr. Brookner (Julia Roberts). Sie ist eine der wenigen Ärzte, die sich nicht davor scheuen, die Erkrankten dieser unerforschten Epidemie zu behandeln. Als Mitbegründer der GAY NATIONAL HEALTH CRISIS versucht Ned mithilfe der Ärztin, ein Bewusstsein für die neue Krankheit zu schaffen und legt den Schwulen nahe, sich bei ihren sexuellen Kontakten zu schützen. In den Homosexuellenkreisen stösst ihr Ansinnen aber auch auf großen Widerstand, viele sehen ihre sexuelle Freiheit in Gefahr. Ned lernt dann den New York Times Journalisten Felix (Matt Bomer) kennen und verliebt sich…

C+ (Wertung von A bis F) „The Normal Heart“ basiert auf dem gleichnamigen, teils autobiografischen Bühnenstück von Larry Kramer. Das Theaterstück wurde erstmalig im Jahr 1985 aufgeführt. Eine Broadway-Wiederaufführung des Theaterstückes wurde im Jahr 2011 gefeiert und mit drei Tony Awards ausgezeichnet.

Auch das Drehbuch für die filmische Adaptation wurde von dem Dramatiker Larry Kramer verfasst. Inszeniert wurde der Film von Ryan Murphy („Nip/Tuck“, „Glee“, „American Horror Story“).

Die Handlung führt in die New Yorker Schwulenszene der Jahre 1981-1984 und erzählt mehrere Geschichten rundum den Beginn einer seinerzeit noch unbekannten, neuen Krankheit. Es verbreitet sich eine ansteckende tödliche Krankheit, aber keiner weiß genau, wie sie übertragen wird. Als Homosexuellen-Seuche macht sie die Runde, die Bevölkerung gerät in Angst und den Betroffenen ist noch nicht klar, wie sie damit umgehen sollen. Die Ärztin Julia Roberts vermutet, dass diese mysteriöse Krankheit durch sexuelle Kontakte übertragen wird, Beweise hat sie dafür aber noch nicht.

Ich würde den Film definitiv als sehenswert bezeichnen. Der Film hat natürlich gute Ansätze und vom Thema her ist es ein Film, der mich grundsätzlich interessiert.

„The Normal Heart“ hat zwar ein paar sehr emotionale Szenen, der Film als solches hätte mich aber mehr berühren müssen. Der Film ist einfach nicht gut strukturiert. Vielleicht wäre es besser, wenn sich das Geschehen tatsächlich auf wenige Charaktere konzentriert hätte. Man wird hier mit unzähligen Todesfällen konfrontiert, aber da man zuvor quasi nichts über die Charaktere erfährt, gehen einem die Schicksale der Einzelnen auch nicht so nahe. Gestört hat mich auch, dass die Kamera quasi permanent in Bewegung ist. Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass Julia Roberts ihrem (Kamera-) Mann Danny Moder hier wohl einen Job verschafft hat.

Die Schauspieler haben mir alle recht gut gefallen, auch wenn mitunter der eine oder andere Schauspieler (z.B. Julia Roberts) zu einer übertriebenen Performance neigt.

Mark Ruffalo spielt hier einen schwulen AIDS-Aktivisten Ned Weeks. Mark Ruffalo in einer so ganz anderen Rolle zu sehen, fand ich bemerkenswert. Seine Filmfigur habe ich ihm definitiv abgenommen und dass er sich in Matt Bomers Charakter verknallt hat sowieso. Das nämlich, kann nicht schwer zu spielen gewesen sein. Matt Bomber („Flightplan“, „Magic Mike“, TV-Serie „White Collar)“ hat hier eine überraschend intensive Ausstrahlung und eine einnehmende Präsenz.

„The Normal Heart“ ist ein TV-Film von und teils mit offen schwulen Künstlern, was leider heutzutage immer noch zu selten ist.

„The Normal Heart“ wurde auf HBO erstmalig am 25.05.14 ausgestrahlt. Der Film hat den Emmy für den besten TV-Film im Jahr 2014 gewonnen. Nominiert war der Film aber noch für zahlreiche andere Emmy-Awards, u.a. waren die Schauspieler Mark Ruffalo, Julia Roberts, Jim Parsons, Joe Mantello, Alfred Molina und natürlich Matt Bomer nominiert.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "August: Osage County"

Ich war am 13.01.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„August: Osage County“ (dt. Titel: „Im August in Osage County“, dt. Kinostart: 06.03.14) 121 min drama, comedy, adaptation
dir. John Wells cast: Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor, Chris Cooper, Abigail Breslin, Benedict Cumberbatch, Juliette Lewis, Margo Martindale, Dermot Mulroney, Julianne Nicholson, Sam Shepard

Violet (Meryl Streep) ist die Matriarchin der Familie Weston. Sie ist an Krebs erkrankt, bekommt Chemo und steht unter permanenten Medikamenteneinfluss. Jetzt ist ihr Ehemann Beverly (Sam Shepard) verschwunden. Violets Schwester Mattie (Margo Martindale) und Ehemann Charles (Chris Cooper) eilen herbei und ihre älteste Tochter Barbara (Julia Roberts) trifft mit ihrem Ehemann Bill (Ewan McGregor) und ihrer Tochter Jean (Abigail Breslin) ein. Als Beverly kurz darauf tot aufgefunden wird, versammelt sich dann die komplette Familie. Lange haben sich die Verwandten nicht mehr gesehen und vermisst haben sie sich auch nicht gerade. Streit ist praktisch vorprogrammiert, vor allen Dingen weil Violet jedem ihre Meinung klar ins Gesicht sagt…

B (Wertung von A bis F) „August: Osage County“ basiert auf dem gleichnamigen Bühnenwerk. Das Theaterstück hat im Jahr 2008 den Pulitzer Prize for Drama gewonnen und wurde außerdem mit anderen wichtigen Theaterpreisen ausgezeichnet.

Der Film „August: Osage County“ hat eher durchwachsene Kritiken bekommen. Viele haben das Theaterstück gesehen und waren von dem Film entsprechend nicht so angetan. Das Bühnenstück ist mit Unterbrechungen ungefähr 3 1/2 Stunden lang, die Filmfassung nur 2 Stunden. Es wurde also einiges ausgelassen und auch das Ende wurde geändert. Ohne etwas zu spoilern, endet das Theaterstück mit Violets Charakter. Das ursprüngliche Ende im Film war eigentlich auch die Einstellung auf Meryl Streep. Das Filmende ist jedoch bei den Zuschauern in test screenings beanstandet worden, zu negativ empfanden sie es und so wurde es geändert. Passender und konsequenter wäre es zweifelsfrei, wenn der Film mit der Meryl Streep-Szene endet.

„August: Osage County“ ist ein Ensemble-Film und ein Film, der praktisch bis in die kleinste Rolle prominent besetzt ist. So eine Besetzung, die nur aus bekannten oder berühmten Schauspielern besteht, finde ich meist problematisch. Oftmals lenkt mich das zu sehr ab. Hier hat mich das nicht so sehr gestört, vorwiegend weil mich die Charaktere gefesselt haben. Dennoch finde ich nicht alle idealbesetzt. Julia Roberts und Ewan McGregor als Ehepaar finde ich beispielsweise nicht wirklich glaubwürdig. Mein Problem mit Benedict Cumberbatch scheint auch etwas schwerwiegender zu sein. Juliette Lewis sieht mittlerweile nicht nur wahnsinnig fertig aus, sondern auch ziemlich alt. Sie spielt wieder einmal eine Variante von sich selbst. Sie ist aber so eine eigene Type, dass ich mir, jetzt wo ich sie in dieser Rolle gesehen habe, auch keine andere Schauspielerin vorstellen kann.

In „August: Osage County“ haben mir tatsächlich die Schauspieler am meisten gefallen, die nicht ganz so bekannt sind und die man auch nicht so häufig sieht: Julianne Nicholson, Margo Martindale, Chris Cooper und Delmot Mulroney.

Natürlich ist aber auch Meryl Streep hervorragend. Die Rolle der Violet Weston ist sicherlich keine leichte Aufgabe, Violet ist krebskrank, verbittert, boshaft und die ganze Zeit verbal am Austeilen. Meryl Streep liefert hier eine völlig uneitle Performace. Die sogenannten Oscar-Szenen waren für mich nicht die hysterischen, sondern die ruhigen. Wenn Meryl Streep ihre Mimik sprechen lässt, ist das unbezahlbar.

Julia Roberts mit ihrer riesigen Präsenz und ihrem übersichtlichen Talent gibt hier eine ziemlich ordentliche Performance. In meinen Augen gibt sie die beste Performance seit „Pretty Woman“ und um Längen besser als die in „Erin Brockovich“ für die sie den Oscar (stellvertretend für ihre gesamte Karriere) gewann. Julia Roberts Rolle ist für mich definitiv eine Hauptrolle, aus strategischen Rollen wurden aber Kampagnen für die beste Nebenrolle geführt. Julia Roberts wurde kürzlich für diese Rolle für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.

Eigentlich war ich kurz davor, „August: Osage County“ ein B- zu geben. Auch wenn ich die Charaktere und die Dialoge sehr unterhaltsam fand, spiegelt eine B- Bewertung eigentlich den grössten Teils des Films für mich wieder. Dann gab es eine Wendung im Film und ab dem Moment mochte ich den Film tatsächlich noch etwas mehr. Meine Lieblingsszene ist auch eher zum Ende des Films (Meryl Streep, Julianne Nicholson und Julia Roberts am Tisch).

„August: Osage County“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

„August: Osage County“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Letztlich wurde aber nur Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin (ihre 18. Oscar-Nominierung) und Julia Roberts als beste Nebendarstellerin nominiert.

Der amerikanische Kinotrailer:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Labor Day““
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Kate Winslet und Josh Brolin. Galt als Oscar-Kandidat bis er erstmalig gezeigt wurde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bears“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Disney-Dokumentation über Grizzlybären in Alaska. Tolle Bilder, ich liebe Tierdokus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Dieses Kind im Trailer ist wirklich schon eine Zumutung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht.

Trailer v. Film: „One Chance“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britischer Film über den Gewinner von Britain´s Got Talent-Gewinner Paul Potts. Interessiert mich gar nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Railway Man“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie. Zweiteweltkriegsdrama mit Nicole Kidman und Colin Firth
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Los Angeles – "Duplicity"

Ich war am 21.03.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Duplicity“ (dt. Titel „Duplicity – Gemeinsame Geheimsache“, dt. Kinostart: 30.04.09) 125 min comedy, drama, spy movie
dir. Tony Gilroy cast: Julia Roberts, Clive Owen, Tom Wilkinson, Paul Giamatti

Claire Stenwick (Julia Roberts) und Ray Koval (Clive Owen) haben für den amerikanischen bzw. britischen Geheimdienst gearbeitet und sind jetzt als Wirtschaftsspione für zwei rivalisierende Pharmakonzerne tätig. Sie haben einen gemeinsamen Plan…

C- (Wertung von A bis F) Gut, freiwillig gucke ich mir eigentlich keinen Julia Roberts-Film an. Tony Gilroy schreibt aber nunmal gute Drehbücher (die „Bourne“-Filme und „Michael Clayton“) und ich mochte „Closer“, bei dem die beiden Hauptakteure schon einmal vor der Kamera agierten, so habe ich „Duplicity“ eine Chance gegeben. Seit dem Film „Pretty Woman“, in dem ich Julia Roberts tatsächlich hinreissend und unersetzbar fand, stört sie für mich jeden Film, in dem sie den Versuch unternimmt, zu schauspielern. Ich möchte aber nicht nur negativ über sie schreiben, ihre MARC JACOBS-Tasche, die sie relativ zu Beginn v. „Duplicity“ trägt, gefällt mir ausserordentlich… Clive Owen bringt, wie eigentlich immer, eine souveräne Leistung, daher möchte ich mich auch hier nur über Äusserlichkeiten auslassen. Hier ist mir aufgefallen, dass er sehr schmal und untrainiert aussieht, aber im Maßanzug macht er immer noch was her… So sehr ich Tom Wilkinson mag, so wenig kann ich Paul Giamatti ertragen. Wie auch Frau Roberts dominiert er mit seiner Präsenz jeden Film. Zum Film: In Tony Gilroys Regiedebut Michael Clayton hat seine smart konstruierte Story auch in der Umsetzung funktioniert, hier wirkt die Story mit den ganzen Rückblenden zu verwirrend und gewollt und liess mich beinahe den gesamten Film auf meinem Kinosessel hin- und herrutschen. Die beste Szene (in Zeitlupe) ist relativ zu Beginn des Films.

Trailer zu sehen:

Boston – "Charlie Wilson´s War"

Ich war am 05.01.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Charlie Wilson´s War“ (dt. Kinostart 07.02.08) 97 min drama
dir. Mike Nichols cast: Tom Hanks, Julia Roberts, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. Der texanische Kongressabgeordnete Charlie Wilson (Tom Hanks) ist ein Alkoholiker und Frauenheld. Während des kalten Krieges zu Beginn der 80er Jahre sieht er seine Chance, in die Geschichtsbücher einzugehen, in dem er zusammen mit dem CIA Agenten Gust Avrakotos (Philip Seymour Hoffman) daran arbeitet, afghanische Widerstandskämpfer trainieren zu lassen und mit Waffen auszurüsten, damit sie gegen die Sowjet Union kämpfen. Es war wohl mit Charlie Wilsons Verdienst, dass sich die Rote Armee schliesslich aus Afghanistan zurückzog.

F (Wertung von A bis F) Das einzige, was mich davon abhielt, schreiend aus dem Kino zu rennen, war Philip Seymour Hoffman (ich liebe einfach seine Stimme und Sprache). Der Film ist unerträglich, wie er kaum schlimmer sein kann. Hollywood, Julia Roberts (gibt es eigentlich einen Hollywoodstar, der noch weniger Talent hat?)und dann noch die Botschaft „Wir Amerikaner sind sowieso die Grössten“ – Geht gar nicht, war mir eigentlich schon klar, als ich den Trailer das erste Mal sah.

Trailer zu sehen: