D. C. – Film: „Bombshell“

Ich war am 22.12.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Bombshell“  (dt. Filmtitel: „Bombshell – Das Ende des Schweigens“, dt. Kinostart: 13.02.19)  108 min.  drama, biopic 

dir. Jay Roach cast: Charlize Theron, Nicole Kidman, Margot Robbie, John Lithgow, Kate McKinnon, Connie Britton, Mark Duplass, Stephen Root, Malcolm McDowell, Allison Janney, Alice Eve, Richard Kind

 

Gretchen Carlson (Nicole Kidman) wurde überraschend die Moderation der TV-Show Fox & Friends entzogen. Als sich der rechtskonservative Sender FOX News endgültig von ihr trennt, strebt sie eine Klage gegen den Senderchef Roger Ailes (John Lithgow) an. Sie prangert eine penetrante Atmosphäre sexueller Belästigung bei Fox News an. Gretchen Carlson weiß, dass sie nicht die Einzige ist, die unter sexueller Übergriffigkeit litt, nur halten sich die anderen weiblichen Fox-News-Angestellten, darunter die Starmoderatorin Megyn Kelly (Charlize Theron), bislang zurück. Derweil versucht die ehrgeizige Journalistin Kayla (Margot Robbie), Karriere bei Fox News zu machen und trifft erstmalig auf Roger Ailes…

 

B (Wertung von A bis F) „Bombshell“ ist eine Dramatisierung von wahren Begebenheiten. Erzählt wird von dem mächtigen US-amerikanischen Medienmacher und Fox News-Senderchef Roger Ailes, der aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung zu Fall gebracht wurde. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers und Drehbuchautors Jay Roach („Austin Powers“-Filme, „Meet the Parents“, Dinner for Schmucks, The Campaign, Trumbo). Das Drehbuch stammt von Charles Randolph, der mit zusammen mit Adam McKay das Drehbuch zu The Big Short geschrieben hat. 

„Bombshell“ ist in seiner Erzählstruktur etwas problematisch. Jay Roachs Film befasst sich im Ganzen erst mal mit dem Feindbild der Liberalen: Fox News. Das ist legitim, wer schon öfter in den fraglichen Genuss gekommen ist, Sendungen und Beiträge des ultrakonservativen Senders  zu schauen, sieht mit einem objektiven Auge, wie aggressiv die ihre Zuschauer manipulieren. Fox News ist der Propaganda-Sender der Republikaner und der Lieblingssender des derzeit amtierenden US-Präsidenten Donald Trump – mehr braucht man sicher nicht zu wissen. Dass die Beine der Moderatorinnen in den Sendungen immer perfekt in Szene gesetzt werden, hält sicherlich den einen oder anderen konservativen Zuschauer zusätzlich vom Umschalten ab. 

Nun geht es aber in „Bombshell“ auch um die Frauen, die den berüchtigten Senderchef Roger Ailes zu Fall gebracht haben. Noch bevor, im Oktober 2017, durch den Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, die #metoo-Bewegung losgelöst wurde, spielt dieser Film. Über fast zwei Jahrzehnte soll der mächtige Fox-News-Manager Roger Ailes und andere einflussreiche Personen des Senders (u.a. Star-Moderator Bill O´Reilly) Frauen sexuell belästigt haben. In diesem erzkonservativen Arbeitsumfeld haben sich die weiblichen Angestellten nicht getraut, dagegen vorzugehen. Auch weil sie wussten, dass ihnen wahrscheinlich gekündigt wird und da Fox News ein Makel im Lebenslauf darstellt, sie wahrscheinlich Probleme hätten, einen neuen Job zu finden. Dann hat sich aber doch eine getraut: Gretchen Carlson, aber das auch erst nachdem sie ihren Job bei dem Format Fox & Friends verloren hatte. Die anderen Betroffenen schweigen zunächst hartnäckig, stellen sich gar auf die Seite von Roger Ailes. Jetzt befinden wir uns im Jahr 2015 und Star-Moderatorin Megyn Kelly sorgt für Schlagzeilen, weil sie sich mit einem der aussichtsreichsten, republikanischen Präsidentschaftskandidaten, Donald Trump, angelegt hat. Sie warf ihm sexistische Äußerungen vor. Die Beleidigungen, die Donald Trump am nächsten Tag über Megyn Kelly raushaute, haben es seinerzeit sogar bis in die deutschen Nachrichten geschafft. Damals noch undenkbar, dass jemand, der sich so unflätig verhält, jemals Präsident der Vereinigten Staaten wird. 

Bei „Bombshell“ werden mehrere Stories parallel erzählt und die Fäden laufen alle bei Roger Ailes bzw. der sexuellen Belästigung bei Fox News zusammen. Gretchen Carlson Geschichte bildet dabei den moralischen Rahmen und eigentlich müsste es ein Film über sie sein. Im Zentrum steht jedoch Star-Moderatorin Megyn Kelly, die sich gerade mit Donald Trump rumärgert und zunächst nur Beobachterin der Szenerie ist. Die Dritte im Bunde ist die gerade beförderte, ambitionierte Journalistin Kayla (ein fiktiver Charakter), die wir bei ihrem Werdegang bei Fox News begleiten. 

„Bombshell“ wirkt auf mich etwas unausgewogen. Hätte mich das Schicksal der Frauen nicht mehr berühren müssen? Ich wünschte, das Drehbuch hätte eine Frau geschrieben, vielleicht hätte hier auch eine Frau Regie führen müssen. Es wäre sicherlich der interessantere, sprich: bessere Film geworden. 

Von der US-amerikanischen Schauspielgewerkschaft wurden Charlize Theron, Nicole Kidman und Margot Robbie für den SAG-Award nominiert. Darüberhinaus wurde der Film für das Beste Ensemble nominiert und das kommt nicht von ungefähr. Wenn es einen Grund gibt diesen Film unbedingt sehen zu müssen, dann sind es die durch die Bank exzellenten Schauspieler. 

Als ich vor einigen Monaten das erste Mal den Teaser sah, habe ich Margot Robbie und Nicole Kidman sofort erkannt, mich aber gefragt, wo Charlize Theron, die bekanntlich die Hauptrolle spielen sollte, steckt. Ehrlich gesagt, ging es mir im Spielfilm nicht viel anders. Fast schon zu abgelenkt war ich, weil ich hinter der Maske, der völlig anders klingenden Stimme, kurzum hinter der bekannten Moderatorin Megyn Kelly irgendwo Charlize Theron entdecken wollte. Charlize Theron adelt wirklich jeden Film, sie gibt hier zweifelsfrei eine Oscar-Performance. Ein weiterer Oscar sollte gleich an den Maskenbildner und Oscar-Gewinner (Darkest Hour) Kazu Hiro gehen. Schauspielerisch wissen aber auch insbesondere Margot Robbie, John Lithgow, Allison Janney, Kate McKinnon zu beeindrucken. Als „Rudy Giuliani“ (2x) im Film auftauchte, wurde in meiner Vorstellung herzhaft gelacht. Das lag weniger an Richard Kinds Performance, sondern mehr daran, dass der einst so angesehene New Yorker Bürgermeister in den letzten Jahren zur Witzfigur mutierte. 

Als später dann Rupert Murdoch (gespielt von Malcolm McDowell) und seine beiden Söhne (gespielt von Josh und Ben Lawson) auftauchten, war ich leider komplett raus. Kein Fehler des Films, aber ich musste umgehend an die geniale TV-Serie Succession denken, bei der es eigentlich um die Murdochs geht. Ich hätte gewünscht, dass „Bombshell“ auch nur annähernd so gut geschrieben ist, wie diese Serie. , 

„Bombshell“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Beste Nebendarstellerin (Nicole Kidman, Margot Robbie), Bester Nebendarsteller (John Lithgow, Jon Hamm), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: „Bombshell“ wurde für drei Oscars (Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Beste Nebendarstellerin (Margot Robbie) und Bestes Make-up und beste Frisuren nominiert. Update: „Bombshell“ hat einen Oscar (Bestes Make-up und Beste Frisuren) gewonnen. 

„Bombshell“ ist am 13.12.19 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Ab dem 20.12.19 war der Film dann landesweit in 1,480 Kinos zu sehen. In Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ am 13.02.19 in den Kinos starten. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Black Widow„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Marvel-Mist

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Downhill„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: überflüssiges amerikanisches Remake des sehr guten schwedischen Films Force Majeure Hier mit Julia Louis-Dreyfus und Will Ferrell

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Barb and Star Go to Vista Del Mar„

Bewertung des Teasers: B+

Kommentar: Sehr gute Idee für einen Teaser und diese Komödie mit Kristin Wiig. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: warum nicht?


Trailer v. Film: „The Photograph„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Drama mit Kelvin Harrison Jr. und Lakeith Stanfield

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 


Trailer v. Film: „Fantasy Island“

Bewertung des Trailers: D

Kommentar: Horrorfilm mit Michael Pena, der Trailer verrät doch scheinbar wieder den ganzen Film  

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 


Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Gentlemen„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Nachdem Guy Ritchie seit RocknRolla entweder Filme machte, die mich nicht interessierten oder die ich blöd fand, hier scheinbar wieder etwas, was an seine alten, brillanten Filme erinnert. Mit Matthew McConaughey, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Antebellum„

Bewertung des Teasers: A-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Like a Boss„

Bewertung des Trailers: B- (Redband-Trailer) 

Kommentar: Komödie, da Tiffany Haddish mitspielt, kann ich sie mir nicht anschauen 

Wie oft schon im Kino gesehen:  1 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Berlin – Film: „Long Shot“

Ich war am 08.05.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Long Shot“ (dt. Filmtitel: „Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, dt. Kinostart: 20.06.19)  125 min   comedy 

dir. Jonathan Levine   cast: Charlize Theron, Seth Rogen, June Diane Raphael, Andy Serkis, O´Shea Jackson Jr., Bob Odenkirk, Alexander Skarsgard, Lisa Kudrow

 

Fred Flarsky (Seth Rogen) arbeitet als investigativer Journalist. Nachdem seine Zeitung jedoch von einem zwielichtigen Medienmogul (Andy Serkis) aufgekauft wurde, hat er gekündigt. Sein bester Freund (O´Shea Jackson Jr.) hilft ihm dabei, über den Tag zu kommen und geht mit ihm am Abend zu einer Benefizveranstaltung. Dort trifft er auf die amerikanische Außenministerin Charlotte Field (Charlize Theron). Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Beiden begegnen, Charlotte war sogar mal Freds Babysitterin…

 

B- (Wertung von A bis F) „Long Shot“ ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors und  Filmemachers (The Wackness, 50/50, „Warm Bodies“, The Night Before) Jonathan Levine. 

Es ist bereits nicht leicht, sich Charlize Theron und Seth Rogen zusammen in einem Film vorzustellen. Bei „Long Shot“ kommt noch erschwerend dazu, dass die beiden ein Paar abgeben sollen. Charlize Theron ist dabei jedoch nicht auf „häßlich“ geschminkt, sondern sieht aus wie ein beneidenswert schöner Hollywoodstar und spielt hier – recht überzeugend – die US-Außenministerin mit Ambitionen auf das US-Präsidentenamt. Seth Rogen spielt einen Loser namens Fred Flarsky und sieht dabei aus wie Seth Rogen, bei dem die Klamotten, die er trägt, eindeutig darauf hindeuten, dass er gleich zum Zelten in der menschenfreien Natur aufbricht. Auf so eine Paarung können nur bekiffte Teenager oder Typen wie Seth Rogen kommen. 

Vielleicht hätte der Film als RomCom funktioniert, wenn er umgekehrt besetzt wäre. Seth Rogen als amerikanische Außenminister mit… (okay, allein das bekomme ich schon nicht in meinem Kopf zusammen) Nee, ich kann es drehen und wenden, wie ich will, aus den Beiden wird kein Paar.

Abgesehen von dem, nicht mal im Ansatz funktionierenden RomCom-Aspekt, dem  haarsträubend absurden Ende des Films und der Tatsache, dass man die eine oder andere Szene, bzw. gleich die letzten 20 Minuten, hätte streichen müssen, fand ich den Film sehenswert. Das klingt widersprüchlich, aber „Long Shot“ ist als Komödie und Politsatire über weite Strecken wirklich witzig, smart, hat einen guten Dialogwitz und ist voller Situationskomik. Bei zwei Szenen (eine im Flugzeug und eine nachts auf dem Flur) habe ich lauthals lachen müssen. 

Besonders kann Charlize Theron mit ihrem komödiantischen Timing und Talent punkten. June Diane Raphael, die die bissige Assistentin von Therons Charlotte Field spielt, sorgt für die lustigsten Momenten im Film. 

Etwas irritiert hat mich Andy Serkis, der hier einen umstrittenen Medienmogul à la Rupert Murdoch spielt und in seiner Maske aussieht, als hätten sie Caesar (aus Rise , Dawn und War for the Planet of the Apes) in ein menschliches Kostüm gesteckt. 

„Long Shot“ wurde erstmalig auf dem SXSW Filmfestival 2019 gezeigt. Auf diesem Filmfestival gewann der Film den Publikumspreis. Der Film ist am 03.05.19 in 3,230 amerikanischen Kinos gestartet. Für Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „Long Shot – Unwahrscheinlich aber nicht unmöglich“ am 20.06.19 starten. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. 

Trailer zu sehen:

Leeuwarden – Film: „Tully“

Ich war am 16.05.18 in Leeuwarden und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Tully“ (dt. Kinostart: 31.05.18)  95 min  drama, comedy

dir. Jason Reitman  cast: Charlize Theron, Mackenzie Davis, Mark Duplass, Ron Livingston

 

Marlo (Charlize Theron) ist bereits Mutter zweier Kinder und bekommt jetzt ihr drittes. Das Kind war nicht geplant und eigentlich ist Marlo mit dem Hausfrauen- und Muttersein ohnehin schon überfordert. Ihr Ehemann Drew (Ron Livingston) ist gar keine Hilfe. Marlos Bruder (Mark Duplass) macht ihr dann den Vorschlag, ihr ein Kindermädchen für die Nacht zu bezahlen, dann könnte sie endlich mal wieder länger am Stück schlafen. Marlo lehnt zunächst ab, aber eines Abends steht Tully (Mackenzie Davis) vor der Tür… 

 

B- (Wertung von A bis F) „Tully“ ist der neue Film des kanadisch-amerikanischen Filmemachers Jason Reitman („Thank You for Smoking“, Up in the Air). Nach Juno und  Young Adult ist dies seine dritte, direkte Zusammenarbeit mit der Autorin Diablo Cody. 

Vielleicht war meine Erwartung zu hoch, der vorherige Cody/Reitman-Film mit Charlize Theron war einer meiner Top-Ten-Filme (des Jahres 2011) und der Trailer zu „Tully“ deutete auf ein ähnliches Fest hin. Während der ersten knapp 85 Minuten ist der Film auch immer wieder auf witzige und/oder tragische Weise originell, entsprechend habe ich auf eine clevere (Auf-)Lösung gewartet. Die bekommt man jedoch, aus meiner Sicht, nicht und um so länger ich mir Gedanken über die Handlung und den davon nicht zu trennenden Schluss mache, um so weniger funktioniert der Film für mich. 

„Tully“ ist sicherlich ein Film, den Mütter oder Väter anders sehen als Nicht-Mütter oder Nicht-Väter. Ich habe mich bewusst gegen Kinder entschieden und, auch wenn ich keine Bestätigung für meine Entscheidung brauche, bekomme ich sie hier in diesem Film. Charlize Therons Charakter Marlo wollte scheinbar zwei Kinder haben, das dritte war nicht geplant. Sie stemmt den Haushalt komplett alleine, kümmert sich um ihre Tochter und ihren (vielleicht autistischen) kleinen Sohn, jetzt kommt noch ein weiteres Baby und sie ist damit völlig überfordert, leidet unter extremen Schlafentzug, will aber abends noch für ihren Mann sexy sein und steht mit der Gesamtsituation kurz vor einem Nervenzusammenbruch. So weit, so nachvollziehbar. Jetzt hat sie aber diese Nullnummer an Ehemann, der nichts besseres zutun hat, als blöde Sprüche zu klopfen, sich ins Schlafzimmer zurückzuziehen, den Kopfhörer aufzusetzen und irgendwelche Video-Games zu spielen und scheinbar in keiner Weise mitbekommt, wie es seiner Frau geht. Augen auf bei der Partnerwahl. So ist der Film in der gesamten Länge wirklich unbefriedigend.

Charlize Theron hat „Tully“ nach dem Actionfilm Atomic Blonde gedreht und musste für diese Rolle mehr als 20 Kilo zugenehmen. Über die gewaltige Gewichtszunahme wurde sie sogar depressiv und hat insgesamt 1 1/2 Jahre gebraucht, um wieder ihr Idealgewicht zu erreichen.

„Tully“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Beste Nebendarstellerin (Mackenzie Davis), Bestes Originaldrehbuch

„Tully“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 4.5.18 in 1.353 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist „Tully“ ab Heute (31.05.18) in den Kinos. Ich habe den Film in Leeuwarden, in den Niederlanden gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung mit holländischen Untertiteln. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ocean´s 8„

Bewertung des Trailers: C+ 

Kommentar: Actionkomödie mit Sandra Bullock, Cate Blanchett und Sarah Paulson. In dem neuen Trailer ist schon viel zu viel von dieser unerträglichen Hathaway zu sehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn ich über meinen Schatten springen kann…


Trailer v. Film: „Overboard„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Eine Art Remake einer der besten 1980er Jahre-Komödien mit Kurt Russell und Goldie Hawn. Ich möchte das nicht

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Only the Brave„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Drama mit Josh Brolin, Miles Teller und Jeff Bridges. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits im letzten Jahr gesehen


Trailer v. Film: „Tag„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Komödie mit Jon Hamm und Jeremy Renner

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 

 

 

Kino in Leeuwarden

Im Rahmen eines mehrtägigen Kurzurlaubes, in dem wir die europäische Kulturhauptstadt 2018 besucht haben, konnte ich etwas Zeit abzwacken, um mal wieder ins Kino zu gehen. In der wunderschönen Altstadt hatte ich zuvor bereits das Cinema (Nieuwestad 38-42) entdeckt. Englischsprachige Filme werden üblicherweise in der OmU gezeigt. Hier muss man sich bereits an der Kinokasse für einen Sitzplatz entscheiden. Die Kinokarte kostete 9,75 Euro. Das Kino wirkt renoviert und hat bequeme Sessel. Werbung (bzw. gesponserte Filmrätsel) werden nur bis zum festgeschriebenen Beginn des Films gezeigt. Wie sich das eben gehört, dann folgen direkt die Film-Trailer und der Film. 

Das Cinema im niederländischen Leeuwarden

NYC – Film: „Atomic Blonde“

Ich war am 07.08.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Atomic Blonde“ (dt. Kinostart: 24.08.17) 115 min action, thriller, adaptation
dir. David Leitch cast: Charlize Theron, James McAvoy, John Goodman, Eddie Marsan, Toby Jones, Bill Skarsgard, James Faulkner, Sofia Boutella, Til Schweiger

 

November 1989, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer. Nach dem Tod eines Undercover-Agenten wird die Top-MI6-Spionin Lorraine Broughton (Charlize Theron) nach Berlin geschickt, um eine Liste mit allen Namen der auf beiden Seiten Berlins tätigen Spione zu besorgen. Ihre Kontaktperson ist David Percival (James McAvoy)…

 

C+ (Wertung von A bis F) „Atomic Blonde“ basiert auf Antony Johnstons Graphic Novel „The Coldest City“. Der ehemalige „Stuntman und Stunt-Koordinator David Leitch war bereits Co-Regisseur (ungenannt) bei John Wick, dies ist sein offizielles Regiedebüt.

Der Rahmen der Handlung (mit dem Debriefing der Top Agentin mit ihrem MI6-Vorgesetzten und einem CIA-Agenten und der Schluss) gefällt mir, die Erzählung selbst als Ganzes ergibt aber keinen Sinn, auch hatte ich das Gefühl, dass der Film kein Ende nehmen wollte. Dennoch habe ich das Gezeigte aufgesogen. Drei Gründe dafür: 1. Charlize Theron, 2. James McAvoy und 3. spielt der Film hauptsächlich in meiner Heimatstadt Berlin. Wenn einen eine Stadt so vertraut ist, sucht man zwangsläufig nach Fehlern und wird selbstverständlich auch schnell fündig.

Charlize Theron sieht mega aus, wunderschön und sexy ist – sie der perfekte Ersatz für Angelina Jolie als Actionheldin. Der Regisseur hat zuvor als Stunt-Koordinator gearbeitet und das sieht man seinem Film auch an. Wenn es einen triftigen Grund gibt, sich den Film anzuschauen, dann sind es die erstklassig choreographierten Kampfszenen (davon gefielen mir die Szenen in dem DDR-Polizeiauto und die „Feder“-Szenen am besten). Die teils spektakulären Stunts soll Charlize Theron zu mind. 90% selbst gemacht haben. Bei dem intensiven Training vor den Dreharbeiten soll sie sich sogar ein paar Zähne abgebrochen haben. Ihrer Filmfigur sieht und hört man aber auch die Schmerzen, die eine heftige Prügelei zwangsläufig mit sich bringt, an. Absolut glaubhaft, nicht so wie einem James Bond, Jason Bourne, o.ä., dem eine massive Schlägerei kaum etwas anhaben kann. Diese weibliche Top-Agentin mit der Oscar-Preisträgerin Charlize Theron (Mad Max: Fury Road) in der Hauptrolle hat Potenzial, jetzt braucht man nur noch eine solidere Story/ ein besseres Drehbuch und dann hätte man Filmreihe, die sich erfolgreich durchsetzen könnte.

Vor knapp zehn Jahren hat James McAvoy neben Angelina Jolie in einer anderen Comic-Adaption (Wanted) gespielt. Da war er anfangs der zurückhaltende Loser-Typ, der erfährt, dass er der Sohn eines kürzlich ermordeten Auftragskillers ist. Besondere Fähigkeiten hat er geerbt und nach einem intensiven Training rächt er den Mord an seinem Vater. Wie die Zeit vergeht. Damals war der schottische Schauspieler kaum bekannt, inzwischen ist sein Name in Hollywood jedem geläufig, nicht zuletzt durch seine Rolle in den „X-Men“-Filmen. James McAvoy hat die seltene Gabe, dass man ihm gute und böse Charaktere gleichermassen abnimmt. Dieses Jahr zeigte er bereits sein Können als Mann mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung (Split). In „Atomic Blonde“ überzeugt er als etwas undurchsichtiger David Percival. Ich bin sicher, dass es keine weiteren zehn Jahre braucht, dann ist er Oscar-Gewinner James McAvoy.

Der Soundtrack (mit Songs von New Order, Depeche Mode, The Cure, George Michael, Siouxsie & the Banshees, etc.) ist ein Hinhörer, nur wirkt es hier, als diene sie einzig dazu, Coolness zu erzeugen. Außerdem hat es mich komplett aus dem Film gerissen, wenn in einem Film, der hauptsächlich in Deutschland spielt, ausgerechnet die drei international erfolgreichen deutschsprachigen Neue-Deutsche-Welle-Popsongs („Major Tom“, „99 Luftballons“ und „Der Kommissar“) gespielt werden – warum? Den Zeitgeist des Vorwende-Berlins trifft es jedenfalls nicht, kein Mensch hat zu dieser Zeit NDW-Songs gehört. Aber gut, mit der historischen Authentizität nimmt es der Film eh nicht so genau.

Til Schweiger taucht hier insgesamt viermal auf, beim ersten Mal war er im Hintergrund einer Szene, da habe ich ihn nicht wahrgenommen, die anderen Male hat er mich natürlich aus dem Film rausgebracht, auch wenn sein Auftritt so superkurz ist, dass er kaum erwähnenswert ist.

Eine Fortsetzung zu „Atomic Blonde“ ist bereits im Gespräch.

„Atomic Blonde“ wurde erstmalig im März 2017 auf dem South by Southwest Festival gezeigt, auch wenn der Verleih eine Weltpremiere im Juli 2017 in Berlin feiern liess. Der Film ist am 28.07.17 landesweit in 3.304 amerikanische Kinos gekommen. Ab dem 24.08.17 ist er in Deutschland im Kino zu sehen.

 

Trailer zu sehen:

 

Featurette zu Charlize Therons Actionszenen (erst anschauen, wenn man den Film gesehen hat):

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Thor: Ragnarok„
Bewertung des Trailers: D (neuer Trailer)
Kommentar: Was für ein (Marvel-) Scheiß
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals

Trailer v. Film: „The Hitman´s Bodyguard„
Bewertung des Trailers: A- (Red Band Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, mal gucken

Trailer v. Film: „Suburbicon„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: George Clooneys neuer Film mit Matt Damon, Julianne Moore, Oscar Isaac
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „It„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Horrorfilm/Stephen-King-Verfilmung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, ich glaube schon

Trailer v. Film: „The Snowman„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller/Bestseller-Verfilmung mit Michael Fassbender
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Darkest Hour„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Joe Wrights neuer Film. And the Oscar goes to … (Gary Oldman)?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kingsman: The Golden Circle„
Bewertung des Trailers: A- (Redband Trailer)
Kommentar: Fortsetzung zu dem sehenswerten Kingsman: The Secret Service
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: „Kubo and the Two Strings“

Ich war am 19.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Kubo and the Two Strings“ (dt. Filmtitel: „Kubo – Der tapfere Samurai“, dt. Kinostart: 27.10.16) 102 min animation
dir. Travis Knight cast: Art Parkinson, Charlize Theron, Ralph Fiennes, Rooney Mara, Matthew McConaughey, George Takei

 

 

Die Geschichte spielt im Japan vor unserer Zeit. Der kleine Kubo (Art Parkinson) lebt mit seiner Mutter in einer Höhle am Meer. Tagsüber geht er ins Dorf und unterhält die Bevölkerung mit seinen fantasievollen Geschichten. Seine Mutter (Charlize Theron) hat ihm immer eingetrichtert, dass er vor Anbruch der Dunkelheit zurück sein soll. Eines Tages bleibt er zu lange draußen und begegnet prompt zwei Geistern. Bei den beiden Geistern handelt es sich um seine beiden Tanten (Rooney Mara), vor denen hat ihn seine Mutter immer eindringlich gewarnt. Für Kubo beginnt ein gefährliches Abenteuer…

 
A- (Wertung von A bis F) Nach Coraline, ParaNorman und The Boxtrolls ist „Kubo and the Two Strings“ erst der vierte Film des Stop-Motion-Animationsstudios LAIKA. Es ist der erste Spielfilm bei dem der Vorstand und Präsident von LAIKA, Travis Knight, Regie führt. Travis Knight ist der Sohn von Phil Knight, Gründer des Sportartikel-Herstellers Nike.

Ich musste selbst noch mal nachschauen, aber den ersten Trailer von „Kubo“ habe ich vor dem Kinofilm Zootopia gesehen. Ich mochte die Figuren nicht und wollte mir den Film auch gar nicht anschauen. Jetzt – ein halbes Jahr später – bin ich ziemlich begeistert von dem Streifen. Zweifelsfrei ist es der technisch perfekteste der vier LAIKA-Filme und er erzählt eine originelle und originale Geschichte.

Die Animation in „Kubo and the Two Strings“ ist eine Kombination aus Stop-Motion-Technik und CGI. Am Anfang standen aber immer die handgefertigten Puppen und die, mit viel Liebe zum Detail gebauten Sets. Immer wenn das im Film durchscheint, sind mir vor Rührung die Tränen gekommen. Wer gibt sich den heute, mit all den technischen Möglichkeiten, noch so viel Mühe?

 
Erzählt wird die Story des einäugigen, japanischen Jungen Kubo, einem Geschichtenerzähler. Seitdem sein Vater verstorben ist, kümmert er sich rührend um seine kranke Mutter. Eines Tages beschwört er zwei Geister aus seiner Vergangenheit und muss aus dem Dorf flüchten. Er wird Götter und Monster bekämpfen und bekommt dabei Hilfe von zwei Gefährten, Monkey und Beetle.

„Kubo and the Two Strings“ ist ein ideenreiches Abenteuer, das einen in eine ganz andere Welt führt. Vielleicht sind es ein paar Feinheiten, die man an der Story noch hätte verbessern können, ansonsten habe ich an dem Film wenig auszusetzen. Kubo ist natürlich der Held, meine Lieblingsfigur ist jedoch Monkey. Mich störte, dass Beetle von Matthew McConaughey gesprochen wird. Mir ist die Stimme und Sprache des texanischen Schauspielers so vertraut, dass ich diese überall heraushöre und mich das hier aus dem Film brachte. Mit Hollywoodstars kann man natürlich prima Werbung machen, ich könnte aber oftmals gut darauf verzichten, dass bekannte Schauspieler die Sprechrollen in den Animationsfilmen übernehmen. „Kubo and the Two Strings“ ist ein Film mit japanischen Figuren, der ausschließlich in Japan spielt und wird in den U.S. A. zu Recht dafür kritisiert, dass er vorwiegend von weißen Schauspielern synchronisiert wird.

 
Nach wie vor bin ich PIXAR-Fan, aber LAIKA macht auch einzigartige Filme und darüberhinaus plant dieses Animationsstudio keine Fortsetzungen zu ihren Filmen, daher schlägt mein Herz mittlerweile mehr für LAIKA.

Aus Zeitgründen habe ich „Kubo and the Two Strings“ in der 2D-Fassung gesehen, werde ihn mir aber noch mal in der ganz sicher lohnenswerten 3D-Version anschauen.

Den Film habe ich in einem Kinocenter in New York gesehen. Es ist offiziell der erste Film für den ich 16 USD für eine Kinokarte gezahlt habe. In Manhattan gibt es kaum Vergünstigungen für Vormittagsvorstellungen, o.ä. Es ist unglaublich, wie sich die Ticketpreise in den letzten Jahren entwickelt haben.

„Kubo and the Two Strings“ ist festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2016. 

 
„Kubo and the Two Strings“ ist im Gespräch für eine Oscar-Nominierung als bester Animationsfilm. Update: „Kubo and the Two Strings“ wurde für insgesamt 2 Oscars nominiert, in den Kategorien: Bester Animationsfilm und Beste visuelle Effekte

Trailer zu sehen:

 

 

 

 

Das Making-of:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Monster Calls„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Sigourney Weaver und Felicity Jones. Liam Neeson verleiht dem Monster seine wunderbare Stimme
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Sing„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Musical-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: interessiert mich nicht

Trailer v. Film: „Trolls„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: bunter Musical-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Eagle Huntress„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Storks“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Monster Trucks„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fantasy-Kinderfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Queen of Katwe
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Biopic mit David Oyelowo und Lupita Nyong´o
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

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San Francisco – Film: "Mad Max: Fury Road"

Ich war am 07.05.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Mad Max: Fury Road“ (dt. Kinostart war der 14.05.15) 121 min action, sequel
dir. George Miller cast: Tom Hardy, Charlize Theron, Nicholas Hoult, Rosie Huntington-Whiteley, Zoe Kravitz, Riley Keough, Abbey Lee, Courtney Eaton,

In einer postapokalyptischen Zukunft wird der Einzelgänger Max (Tom Hardy) von dem Diktator Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) versklavt und als lebender Blutspender missbraucht. Als ihm die Flucht gelingt, trifft er auf die Kriegerin Furiosa (Charlize Theron). Sie ist mit Immortan Joes entflohenen Ehefrauen (Rosie Huntington-Whiteley, Riley Keough, Zoe Kravitz, Abbey Lee, Courtney Eaton) unterwegs. Ihr Ziel ist das Grüne Land, dort hat Furiosa gelebt hat, bevor sie verschleppt wurde. Immortan Joe ist den Frauen und Max aber bereits auf den Fersen.

A- (Wertung von A bis F) Dreißig Jahre nachdem der letzte Teil seiner „Mad Max“-Trilogie in die Kinos kam, inszeniert der Filmemacher George Miller nun mit „Mad Max: Fury Road“, den vierten Teil seiner eigenen Reihe. Ich habe keinen der vorangegangenen „Mad Max“-Filme gesehen.

Ich gucke ziemlich viele Filme, mein Interesse gilt aber hauptsächlich den kleinen oder etwas größeren Indies und selbstverständlich sämtlichen Filmen, die zu irgendeinem Zeitpunkt mal im Gespräch für wichtige Oscar-Nominierungen sind oder waren. Mainstream-Filme gucke ich selten und noch weniger interessiere ich mich für teuer produzierten Quark. Ich habe immer öfter den Eindruck: Je höher die Produktionskosten, je dümmer der Film und meist das Publikum. Wenn dann meine Wahl mal auf einen Blockbuster fällt, dann entweder aus purer Langeweile oder weil ich denke, dass der Film aus irgendeinem Grund cool ist/sein müsste. „Mad Max: Fury Road“ hat mich zunächst gar nicht interessiert, nicht einmal als ich erfahren habe, dass Tom Hardy und Charlize Theron besetzt wurden. Als ich dann das erste Mal den überwältigende Trailer im Kino gesehen habe, war jedoch schnell klar, dass dies für mich ein Pflichtfilm ist.

Als „Mad Max: Fury Road“ Mitte Mai die Filmfestspiele von Cannes eröffnete, war es plötzlich DER Film des Jahres. Ich habe den Film erst drei Wochen nach dem weltweiten Kinostart gesehen und da stand der Film immer noch bei 98% RT. Meine Erwartung war immens. Und man sollte sich nichts vormachen, gehypte Filme haben es grundsätzlich schwer, die eigenen Erwartungen zu erfüllen – vor allen Dingen wenn man den Film dann erst Wochen später, nachdem praktisch alle Anderen ihn gesehen haben, sieht.

„Mad Max: Fury Road“ hat meine Erwartungen aber komplett erfüllt. Vielleicht ist der Film kein Meisterwerk, definitiv ist er aber ein Kunstwerk. Es ist ein zweistündiger George Miller-Erlebnispark. Natürlich gibt es keine große Story, der Film ist quasi eine einzige Verfolgungsjagd. Der Filmemacher George Miller setzt aber mit seiner Inszenierung ganz neue Maßstäbe, künftig wird sich jeder herausragende Actionfilm mit diesem Film messen lassen müssen, zumindest was den visuellen Stil angeht. Der 70-jährige Regisseur und sein 72-jähriger Kameramann John Seale (den George Miller eigens für diesen Film aus dem Ruhestand geholt hat) haben hier mit ganz wenig Computereffekten gearbeitet und einen handwerklich brillantes Filmwerk vollbracht. „Mad Max: Fury Road“ hat gerade auch die Kenner der Branche extrem beeindruckt.

Dieses Mammutprojekt (mit 150 Millionen Dollar Produktionskosten) hätte ganz leicht völlig in die Hose gehen können. „Mad Max: Fury Road“ hätte wie die Filme „Heaven´s Gate“, „Waterworld“, „Battlefield Earth“ oder ähnlich teuer produzierter Müll sowohl als Film als auch an der Kinokasse ein Desaster sein können.

Das Erste was mir im Film aufgefallen ist, war dieser grandiose Schnitt des Films (übrigens ist die Cutterin George Millers Ehefrau Margaret Sixel, die zuvor keine Erfahrung mit Actionfilmen hatte). Der Schnitt hat eigentlich aus dem Stand einen Oscar verdient. Dann die spektakulären Filmsets, die krassen Fahrzeuge (mein Lieblingstruck ist natürlich der irre Heavy-Metal-Truck mit dem Gitarristen und den vier Trommlern), die bizarren Kreaturen, die einfallsreichen Kostüme und Masken, diese coolen Waffen, die ganzen Details und dann die Kamerafahrten. Es ist gut möglich, dass ich den ganzen Film über mit offenen Mund im Kino saß.

Die Figur Mad Max ist eigentlich nur der titelgebende Charakter, der einen in George Millers verrückte Welt einführt. Max selbst ist aber eher eine Nebenfigur und vielleicht sogar der uninteressanteste Charakter im gesamten Film. Der Filmtitel ist daher etwas irreführend, eigentlich hätte der Film Furiosa heißen müssen oder zumindest hätte der Name irgendwo im Filmtitel auftauchen müssen. Fuiosa ist eindeutig der Held bzw. die Heldin des Films. Es ist ihre Geschichte. Es gilt als erwiesen, dass George Miller seinen Film ohne Mad Max im Filmtitel NIEMALS hätte finanziert bekommen.

Es ist schon eine Seltenheit, dass eine Frau die Hauptrolle in einem Actionfilm spielt. Was die künftigen Fortsetzungen der „Mad Max“-Reihe angeht, interessiert mich hauptsächlich wie es mit Fuiosas Geschichte weitergeht. Charlize Theron ist großartig in der Rolle der Furiosa.

Tom Hardy ist für mich ein Ausnahmeschauspieler, um so enttäuschter war ich zu Beginn des Films. Tom Hardy spielt Mad Max und ist zum Anfang des Films ein Gefangener, dem sie eine metallene Maske auf sein ausdrucksstarkes Gesicht gesetzt haben. Tom Hardy hat bereits als Bane in The Dark Knight Rises so ne olle Maske tragen müssen. Völlige Talentverschwendung. In „Mad Max: Fury Road“ sah er mit Maske aus wie Gerard Butler. Später im Film hatte ich auch Probleme mit ihm. Seine Stimme (und er redet vielleicht ganz zehn Sätze) hat nicht zu den Szenen gepasst. Für mich hat sich das so angehört, als ob er sich selbst später im Studio nachsynchronisiert hat. Überhaupt müssen die Dreharbeiten in Namibia extrem anstrengend gewesen sein. Charlize Theron kam wohl mit Tom Hardy gar nicht klar und Beide haben versucht, sich möglichst aus dem Weg zu gehen.

Tom Hardy hat in einem Interview (im April 2015, noch vor Kinostart) bekanntgegeben, dass er einen Vertrag für drei weitere Filme der „Mad Max“-Reihe bereits unterschrieben hat. Der Arbeitstitel des nächsten Films ist: „Mad Max: The Wasteland“.

Ich habe „Mad Max: Fury Road“ bewusst in 2D geschaut, die 3D-Fassung ist auch nur nachträglich konvertiert. Wichtig ist, dass man den Film auf der grösstmöglichen Leinwand sieht. Wobei nicht allein das Ausmaß der Leinwand ein Kriterium für die Wahl des Kinos sein sollte, sondern auch das Soundsystem.

Blockbuster werden von AMPAS nur registriert, wenn sie an der Kinokasse erfolgreich sind. Jetzt sind seit Kinostart bereits 4 Wochen vergangen und „Mad Max: Fury Road“ hat weltweit $318,577,827 eingespielt. Wenn ein Film wie „Gravity“ in den Kategorien Bester Film und Beste Regie für den Oscar nominiert wurde, dann hat „Mad Max: Fury Road“ schon lange Academy Award-Nominierungen in diesen beiden Königskategorien verdient. Nun, wenn der Film erst im November/Dezember 2015 in die Kinos käme, würde er hundertprozentig für Bester Film und Beste Regie nominiert werden. Jetzt ist aber noch mehr als ein halbes Jahr hin und wir alle, aber insbesondere aber die Academy-Mitglieder sind vergesslich. Der Verleiher (Warner Bros.) sollte alles daransetzen, dass „Mad Max: Fury Road“ bis dahin noch ganz präsent ist, eine Wiederaufführung und viele Academy-Screenings ins Auge fassen, dann sehe ich hier sogar einige wohlverdiente Auszeichnungen für den Film.

„Mad Max: Fury Road“ ist für folgende Oscars im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schitt, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte. Schon länger Zeit soll eine neue Kategorie bei den Academy Awards an den Start gebracht werden: Beste Stunts. Sollte das unwahrscheinlicherweise noch in den nächsten Monaten geschehen, wäre „Mad Max: Fury Road“ gesetzt.

„Mad Max: Fury Road“ hat 10 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, Beste visuelle Effekte, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und beste Frisuren, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes Szenenbild) erhalten.

Update: „Mad Max: Fury Road“ hat 6 Oscars (Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton und Bester Tonschnitt) gewonnen: 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ant-Man“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Muss ich mir tatsächlich wieder en Marvel-Film angucken?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 80% RT

Trailer v. Film: „Hitman: Agent 47“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Gut, es ist nicht Timothy Olyphant und auch nicht Quinn, aber Rupert Friend und den mag ich spätestens seit der vierten Staffel von „Homeland“ sehr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Gift“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller von und mit Joel Edgerton. Auch dabei Jason Bateman und Rebecca Hall. Solche Filme sehe zwischendurch ganz gerne
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Magic Mike XXL“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung des Männer-Striptease-Films, wieder mit Channing Tatum, aber auch Matt Bomer
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Intern“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Nancy Meyers neuer Film mit Robert De Niro und Anne-Freakface-Hathaway. Wann hört De Niro endlich auf, so einen Mist zu drehen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: einen Film mit Hathaway gucke ich nur unter Zwang

Trailer v. Film: „The Last Witch Hunter“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Fantasy-Film mit Michael Caine und Vin Diesel
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

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Berlin – Film: "A Million Ways to Die in the West"

Ich war am 15.05.14 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„A Million Ways to Die in the West“ (dt. Kinostart am 29.05.14) 116 min comedy
dir. Seth MacFarlane cast: Seth MacFarlane, Charlize Theron, Amanda Seyfried, Liam Neeson, Giovanni Ribisi, Sarah Silverman, Neil Patrick Harris

Arizona im Jahr 1882. Albert (Seth MacFarlane) ist Schafszüchter und lebt in dem kleinen Kaff Old Stump. Gerade wurde er von seiner Freundin Louise (Amanda Seyfried) verlassen. Sie sagte, dass sie sich selbst verwirklichen wollte, nur Albert findet bald heraus, dass Louise mit dem schnöseligen Foy (Neil Patrick Harris) zusammen ist. Als die schöne Fremde, Anna (Charlize Theron) nach Old Stump kommt, freundet sich Albert mit ihr an und sieht die Gelegenheit, seine Ex-Freundin eifersüchtig zu machen. Nur hat Anna auch ein Geheimnis…

D (Wertung von A bis F) „A Million Ways to Die in the West“ ist übelster Westernklamauk. Derber Fäkalhumor trifft pubertären Haudraufhumor. Wer sich bei den Filmen von Bully Herbig amüsiert, wird auch Gefallen an diesem Film finden. Ich kann damit leider überhaupt nichts anfangen. Der schätzungsweise gleichaltrige Mann neben mir hat sich hingegen eigentlich den ganzen Film über ausgeschüttet vor Lachen.

Wenn man ein anderes Humorverständnis hat, dann geht einem so eine platte Komödie praktisch von Anfang an auf die Nerven und knapp 120 Minuten erscheinen endlos. Klar gab es hin und wieder ein paar Höhepunkte, bei denen auch ich kurz auflachen konnte, aber vielleicht war es auch nur aus Verzweiflung über die Talentverschwendung und/ oder die deutsche Synchronisation. Die deutsche Fäkalsprache hört sich noch wesentlich blöder und ordinärer an als die englische. Dem hochtalentierten Neil Patrick Harris konnte die Synchronisation in meinen Augen am wenigsten anhaben. Alle anderen Schauspieler haben sich für mein Gehör total gekünstelt angehört. Freiwillig gucke ich mir eigentlich keine synchronisierten Filme oder Serien an und mit dieser Ausnahme weiß ich auch wieder genau warum. Ich vermute, dass ich die Originalfassung von „A Million Ways to Die in the West“ etwas positiver bewertet hätte.

Es gibt ein paar Cameos im Film, einen sogar noch nachdem das Ende endlich auch schriftlich auf der Leinwand untermauert wurde.

„A Million Ways to Die in the West“ ist nach Ted Seth MacFarlanes zweites Ego-Kinofilmprojekt Auch hier fungiert er als Drehbuchschreiber, Schauspieler, Regisseur und Produzent des Films. Ich mochte „Ted“ ganz gerne, fand ihn recht lustig und bin auch schon auf „Ted 2“ gespannt, der im nächsten Jahr ins Kino kommen wird.

„A Million Ways to Die in the West“ wird ab dem 30.05.14 in die amerikanische Kinos kommen. Ich habe ihn bereits am 15.05.14 in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die deutsche Synchronfassung. Bis zum deutschen Kinostart stand der Film unter Embargo.

Die deutsche Website:

http://www.million-ways-to-die-film.de

Der amerikanische Red Band Trailer:

NYC – Film: "Prometheus – IMAX-3D"

Ich war am 11.06.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Prometheus – IMAX-3D“ (dt. Titel: „Prometheus – Dunkle Zeichen, dt. Kinostart: 09.08.12) 123 min sci-fi, fantasy
dir. Ridley Scott cast: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba, Guy Pearce, Logan Marshall-Green, Sean Harris

Die Weyland Corporation hat eine Forschergruppe beauftragt, nach den Ursprüngen menschlichen Lebens zu suchen. Im Jahr 2093 erreicht das Raumschiff PROMETHEUS einen fremden Planeten…

B (Wertung von A bis F) Im besten Fall wird in einem gelungenen Sci-Fi-Film eine irgendwie einleuchtende Geschichte erzählt und der Regisseur schafft es, mit seinen gestalterischen Ideen, den Zuschauer in eine ganz andere Welt zu versetzen. Für mich funktioniert „Prometheus“ weil Ridley Scott hier eine so großartig-düstere eigene Welt kreiert hat, in die ich komplett eintauchen konnte. Die Handlung hat Potenzial, wirft aber zu viele Fragen auf. Auf der einen Seite ist der Verlauf der Geschichte vorhersehbar, auf der anderen Seite ergeben einige Dinge (auch das Verhalten bestimmter Charaktere oder der Aliens) keinen Sinn. Manches hätte besser erklärt werden können und vielleicht sogar müssen. „Prometheus“ lässt Raum für Interpretationen, mir war die Story aber etwas zu dünn und auch hätte ich gerne etwas mehr Hintergrundwissen über einzelne Charaktere gehabt.

Ridley Scott („Alien“, „Blade Runner“, „Thelma & Louise“, „Gladiator“) hatte mehrfach betont, dass „Prometheus“ kein Prequel zu „Alien“ ist. Ridley Scotts erster Sci-Fi-Film seit mehr als dreissig Jahren erinnert aber schon sehr an „Alien“. Den muss ich mir tatsächlich demnächst noch einmal anschauen.

Der Androide David ist für mich die interessanteste Figur, auch wenn diese Figur nicht immer logisch agiert. Michael Fassbender ist dieser Roboter David. Unglaublich mit welcher Leichtigkeit er alle anderen Schauspieler an die Wand spielt. Gerade zu Beginn hat er eine Szene, die mich unweigerlich an eine meiner Lieblingsszenen in dem großartigen Wall-E  erinnert.

Noomi Rapaces Charakter Elizabeth Shaw ist nun eigentlich die Filmfigur, die einen durch den Film führt. Der Glaube ist ein großes Thema für Elizabeth Shaw, glaubwürdig fand ich ihre Figur nicht immer. Mir ist sie aber auch nicht wirklich sympathisch, was auch daran liegen mag, dass ich Noomi Rapace absolut farb- und ausdruckslos und uninteressant finde. Ich hätte mir hier eine andere Schauspielerin gewünscht. Noomi Rapace ist für mich ein Schwachpunkt des Films, auch wenn ihr Filmcharakter für mich eine der besten Filmszenen in „Prometheus“ hat. Logan Marshall-Green, der hier den Partner von Noomi Rapaces Charakter spielt, fand ich hingegen überzeugend.

Auch hat mir, wie eigentlich immer, Charlize Theron gefallen.

Guy Pearce habe ich zugegebenermassen gar nicht erkannt, ich weiss nicht, wie viel schlechtes Make-Up sie ihm ins Gesicht gekleistert haben.

„Prometheus“ ist visuell atemberaubend. Der Film wurde in 3D gedreht und ich halte es für unverzichtbar, ihn auch in der 3D-Fassung zu sehen. Es gibt kaum einen Film, bei dem sich diese Technologie so sehr auszahlt wie bei „Prometheus“. Man sollte diesen Film in der bestmöglichen Qualität sehen, ich habe „Prometheus“ in der IMAX-3D-Fassung gesehen und diese Mehrausgabe hat sich definitiv gelohnt.

Ganz sicher wird es mindestens einen weiteren Teil von „Prometheus“ geben.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Savages“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Oliver Stones neuer Thriller mit Blake Lively, Uma Thurman, Salma Hayek, Benicio del Toro und John Travolta
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Flight“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film mit Denzel Washington, Don Cheadle, John Goodman und Melissa Leo. Bei Flugzeugfilmen bin ich grundsätzlich dabei.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Watch“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn, Jonah Hill und Seth Rogen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Abraham Lincoln: Vampire Hunter“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: 3D-Horrorfilm von Timur Bekmambetov, Der neue Trailer ist wesentlich besser als der erste.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „The Dark Knight Rises“ (enttäuschenderweise nicht in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Christopher Nolans neuestes Batman-Abenteuer mit ganz vielen Guten und Anne Hathaway…Das ist ein Film, den ich in unbedingt in der IMAX-Fassung gucken muss und werde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Amazing Spider-Man“ (in 3D)
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Ich bin ja nie so der Fan von Spidey gewesen, Tobey Maguire fand ich aber schon gut in der Rolle. Andrew Garfield und Emma Stone – ich weiß immer noch nicht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Frankenweenie“ (in 3D)
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: Nachdem ich mir „Dark Shadows“ lieber erspart habe, werde ich mir diesen Stop-Motion-Animationsfilm von Tim Burton aber sicherlich ansehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: "Young Adult"

Ich war am 12.12.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Young Adult“ (dt. Kinostart: 23.02.12) 94 min drama
dir. Jason Reitman cast: Charlize Theron, Patrick Wilson, Patton Oswalt, Elizabeth Reaser, J. K. Simmons

Mavis Gary (Charlize Theron) schreibt Romane für Jugendliche und lebt in Minneapolis. Eines Tages bekommt sie eine Email von ihrer ehemaligen Highschool-Liebe Buddy (Patrick Wilson), er ist gerade Vater geworden. Mavis sieht das als Zeichen und geht auf Heimatbesuch. Buddy wohnt immer noch in dem Kaff und ist mittlerweile glücklich verheiratet und eben halt gerade Vater einer Tochter geworden. Das dürfte aber doch kein Hindernis für Mavis sein, ihren Ex zurückzuerobern. Schließlich ist sie immer noch bildhübsch und es passt ihr halt gerade in den Kram…

A- (Wertung von A bis F) „Young Adult“ ist nun ein so ganz anderer Film als ich gedacht hatte. Es ist erste Zusammenarbeit von Jason Reitman und Diablo Cody seit Juno und so dachte ich (auch nach dem Trailer) das wäre wieder eine originelle Tragikomödie. „Young Adult“ ist aber eine Charakterstudie über eine, immer noch sehr hübsche 37-jährige Frau mit einem riesigem Alkoholproblem, die sich weigert, erwachsen zu werden und Verantwortung zu tragen. Ihre beste Zeit hat sie in der Highschool gehabt. Dort war sie beliebt, alle Mädchen wollten so sein wie sie. Heutzutage lebt Mavis Gary in ihrer eigenen Welt.

Mavis Gary ist ganz sicher keine Sympathiefigur, sie schleppt einen Sack voller Probleme mit sich herum, hat nicht die Gabe, sich selbst zu reflektieren und ist fies gegenüber Jedem, der ihr über den Weg läuft. Dann trifft sie auf den körperbehinderten ehemaligen Klassenkameraden Matt (Patton Oswalt – grandios) und der versucht sie wieder in die Realität zu holen. Mavis Gary ist aber beratungsresistent. Charlize Theron ist Mavis Gary, es ist unglaublich wie authentisch sie wirkt. Was Charlize Theron („Monster“, „The Life and Death of Peter Sellers“, „North Country“) hier hinlegt ist eine eindeutige Oscar-Performance. Wie uneitel und konsequent sie hier ihren Filmcharakter durch den ganzen Film führt, absolut beeindruckend. „Young Adult“ beinhaltet viele Fremdschäm-Momente. Als Zuschauer möchte man am liebsten manchmal eingreifen, Mavis zur Vernunft bringen, bevor sie noch mehr dumme Dinge sagt oder tut.

Unsympathische Frauencharaktere habe es bei der Academy immer schwer gehabt. Ich hoffe dennoch, dass sich die Academy-Mitglieder einen Ruck geben und Charlize Theron das dritte Mal für den Oscar nominieren. Außerdem drücke ich die Daumen für Patton Oswalt, eine Nominierung wäre auch hier mehr als gerechtfertigt.

„Young Adult“ könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahre 2011 landen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Titanic“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: James Camerons Film wird im nächsten Jahr in der 3D-Fassung wiederaufgeführt. Wenn bloss diese grauenhafte Celine Dion-Musik nicht wäre…Es macht keinen Sinn diesen Trailer in 2D zu sehen.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: ich glaube, ich gucke ihn in 3D

Trailer v. Film: „Mission: Impossible – Ghost Protocol“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: MI4 hat eine sehr gute Bewertung erzielt, jetzt ärgere ich mich doch, dass ich nicht zur PV letzte Woche gegangen bin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Vow“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Drama mit Rachel McAdams und Channing Tatum
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Wanderlust“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Paul Rudd und Jennifer Aniston. Wenn die Aniston nicht mitspielen würde…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Being Flynn“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Drama mit Robert De Niro, Julianne Moore und Paul Dano
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „One for the Money“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: RomCom mit Katherine Heigl – ein Traum.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „We Bought a Zoo“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Cameron Crowes neuer Film galt als Oscar-Kandidat, nachdem er vorgeführt wurde, nicht mehr…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

New York City – "The Road"

Ich war am 04.12.09 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

The Road (dt. Kinostart: 07.10.2010) 119 min drama, adaptation, science fiction
dir. John Hillcoat cast: Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Robert Duvall, Guy Pearce, Molly Parker, Charlize Theron

Die letzten Tage der Welt sind angezählt, ein Mann (Viggo Mortensen) und sein 11-jähriger Sohn (Kodi Smit-McPhee) versuchen sich durch die karge Winterlandschaft zu schlagen. Sie sind ständig auf der Suche nach Lebensmitteln und einem Platz zum Schlafen und leben in permanenter Angst vor Dieben und Kannibalen…

A (Wertung von A bis F) Dankenswerterweise gibt es brillante Schriftsteller wie Cormac McCarthy („No Country for Old Men“). Er hat mit seinem Buch „The Road“ einen Pulitzer Prize gewonnen, die Filmrechte verkauft und offenbar in gute Hände gelegt. Durch seine Romanvorlage hatten kreative Filmschaffende die Möglichkeit, auch ein filmisches Meisterwerk zu erschaffen.

Wenn man einen Endzeitfilm wie Roland Emmerichs Katastrophen erwartet, wird man bitter enttäuscht. Dass man so einen Film dahinter vermuten könnte, liegt meines Erachtens daran, dass man von manchen Trailern auf eine falsche Fährte geführt wird. „The Road“ ist eine faszinierende Charakterstudie und ein Drama und für mich eines der besten Dramen überhaupt. Das schließt natürlich nicht aus, dass der Film spannend ist. Ich habe von Anfang bis zum Ende mit beiden Protagonisten mitgefiebert, ihren Weg begleitet, die meisten Entscheidungen des Vaters (Viggo Mortensen) irgendwo nachvollziehen können, aber auch die Zweifel des Sohnes (Kodi Smit-McPhee). Beeindruckend fand ich das Setdesign, das die Trostlosigkeit so glaubhaft zeigt und den dazu passende Score von Nick Cave.

Viggo Mortensens intensive Performance wird es – wenn es im nächsten Jahr gerecht zugeht – jedem anderen Schauspieler schwer machen, ihm im Oscar-Rennen zu schlagen. Robert Duvall, und ich gebe es an dieser Stelle nur ungern zu, habe ich nicht erkannt. Allerdings hat der „alte Mann“ einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich wollte recherchieren, wer ihn so überzeugend gespielt hat. Als selbstverständlich würde ich folgende Nominierungen für den Academy Award sehen: Bester Film, bestes adaptiertes Drehbuch, bester Schauspieler (Viggo Mortensen), vielleicht sogar bester Nebendarsteller (Robert Duvall).

„The Road“ ist einer der wenigen Filme, bei denen ich nach nur ein paar Einstellungen wusste, dass dies „mein“ Film ist. Der Vollständigkeithalber bleibt dann nur noch zu erwähnen, dass der Film festgesetzt in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahre 2009 ist.

Trailer zu sehen:

„grandios“

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „The Imaginarium of Doctor Parnassus“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Terry Gilliams Fantasy Spektakel mit Star-Besetzung
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Greenberg“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Ben Stiller und Rhys Ifans, Ben Stiller als Neurotiker…mmmh?
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%