NYC – Film: „Joker“

Ich war am 9.10.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Joker“ (dt. Kinostart war der 10.10.19)  122 min  drama, thriller, adaptation 

dir. Todd Phillips  cast: Joaquin Phoenix, Robert De Niro, Zazie Beetz, Frances Conroy, Bill Camp, Brian Tyree Henry, Brett Cullen, Shea Whigham 

 

1981 in Gotham City. Arthur Fleck (Jooaquin Phoenix) hat psychische Probleme und verdient sich seinen Lebensunterhalt als Clown. Er lebt mit seiner kranken Mutter (Francwes Conroy) zusammen und träumt davon, Stand-Up-Comedian zu werden. Sein Held ist der Late Night Talkmaster Murray Franklin (Robert De Niro). Ein Leben lang muss Arthur Schläge und Demütigungen einstecken, bis es eines Tages zu viel wird….

 

A (Wertung von A bis F) „Joker“ basiert auf den Charakteren der DC Comics. Es ist der erste Film, der die Vorgeschichte des titelgebenden Comic-Antihelden erzählt, es ist aber kein Teil des DC Extended Universe. „Joker“ ist der neue Film des amerikanischen Schauspielers, Drehbuchautors, Produzenten und Regisseurs Todd Phillips („Starsky & Hutch“, The Hangover, Part II, Part III, War Dogs). 

Ich würde den Film nicht allein dem Genre der Superhelden-Filme zuordnen. Üblicherweise bekommt man zu Beginn solcher Filme das Marvel- oder DC-Logo eingeblendet. Hier hat Warner Bros. darauf verzichtet, der Film sollte für sich stehen. „Joker“ zeigt, dass eine Comic-Adaption auch ohne Action und ohne Charaktere mit Superkräften auskommen kann.

Ein Film, der die Zuschauerschaft spaltet, hat in meinen Augen schon mal vieles richtig gemacht. Es hätte mich schon sehr überrascht, wenn ich den Film nicht gemocht hätte. Joaquin Phoenix als Arthur Fleck/Joker in einem Film, der genau das ist, was der Trailer verspricht: ein düsterer, komplexer Film. Der Film wird dafür kritisiert, dass, er keine Botschaft hat. Nun, hat er auch nicht,„Joker“ bietet dafür Spielraum für eigene Interpretationen. Der Film regt zu Diskussionen an und schafft damit schon weit mehr, als die meisten Filme. 

Für mich ist es hauptsächlich ein Film über toxische Männlichkeit. Es ist aber auch ein Film über psychische Erkrankungen und wie Menschen vom Staat und der Gesellschaft mit ihren Problemen allein gelassen werden. „Joker“ zeigt zugleich aber auch eine Gesellschaft, in der es immer rücksichtsloser zugeht, in der die Wut der Bürger größer wird, eine Sehnsucht nach einer Richtung und Vorbildern herrscht. Vorbilder werden dann in irgendwelchen Berühmtheiten gefunden, (der Film kritisiert den Starkult) und die Abgehängten finden eine Zugehörigkeit in irgendwelchen extrem fragwürdigen politischen Bewegungen (hier: Kill the Rich).

Auch wenn der Film zu Beginn der 1980er Jahre spielt, spiegelt er auch unsere gegenwärtige Zeit wieder. Wenn man die Nachrichten verfolgt, vergeht kein Tag, an dem ein Mann nicht aus Eifersucht, verletztem/r Stolz/ Eitelkeit, aus Frustration oder puren Hass oder auch gerne auch mal, weil jemand „die Familienehre retten will“, durchdreht, grundlos andere Menschen angreift oder seine (Ex-) Freundin oder Frau, seine komplette Familie, seine (ehemaligen) Arbeitskollegen oder – wen auch immer – schwer verletzt oder gar tötet. Nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in unserer Gesellschaft haben wir ein Problem mit „toxic masculinity“ und es wird Zeit, dass dieses Thema angegangen wird. 

Arthur Fleck ist über einen längeren Zeitraum einfach ein einsamer Außenseiter mit seelischen Problemen. Vielleicht ist er sogar autistisch, er versteht die Signale anderer Menschen nicht, wird missverstanden, verliert zunehmend den Blick auf die Wirklichkeit, ist aber auf der anderen Seite durchaus anpassungswillig, sogar empathisch und definitiv will er niemandes etwas Böses. Relativ zu Beginn wird er von einer Horde Jugendlicher grundlos zusammengeschlagen. Sein ganzes Leben wird er bereits gedemütigt, Arthur Fleck ist ein Opfer der Gesellschaft. Er ist ein psychisch kranker Mensch, der Hilfe braucht, bevor er vielleicht zu einer Gefahr für die Gesellschaft wird. Aus Sparmaßnahmen versagt der Staat dann seinem hilfsbedürftigen Bürger weitere Therapiemaßnahmen. Arthur fühlt sich alleingelassen und das Unheil nimmt seinen Lauf. Bezeichnend sein, nachdenklich stimmender Satz in seinem Tagebuch, „I hope my death makes more cents than my life“ Wohlgemerkt „cents“ nicht „sense“. 

Auf diesen Film bezogen, verliert Arthur Fleck langsam seine Identität und seine Menschlichkeit und wird zum „Joker“. Langsam, weil zwei Drittel des Films sehen wir Arthur Fleck, der einmal – mehr oder weniger – aus Notwehr handelte und später dann, nichts mehr zu verlieren hatte und bewusst jemanden in seinem engeren Umkreis tötete. Das war zumindest für mich der Moment, in dem Arthur Fleck zum Joker wurde. Natürlich rechtfertigt nichts seine späteren Taten. Hier sehen wir eine Gesellschaft, die solche Psychopathen hervorbringt, am Ende steht wieder die toxische Maskulinität, dieses Mal verkörpert durch den Joker und den vielen, seine, sich von ihm inspiriert fühlenden Trittbrettfahrern. „Joker“ zeigt einen möglichen Werdegang eines psychisch labilen Menschen und ist eine Charakter- und Seelenstudie, dabei verherrlicht der Film aber nicht diesen Täter. 

Joaquin Phoenix gibt eine große Performance, sehr intensiv, sehr nuanciert. Es gab keinen Moment, in dem ich nicht wusste, was Arthur Fleck ausmacht und was in ihm vorging. Joaquin Phoenix ist Arthur Fleck/der Joker. Mit seinem ausgemergelten Körper und samt seinen Ticks, seinem unkontrollierten Lachen und seinem improvisierten Ausdruckstanz zeigt er eine völlig andere Interpretation des Jokers als Jack Nicholson (in Tim Burtons „Batman“) oder Heath Ledger (The Dark Knight ). „Joker“ hat durchaus ein paar Drehbuch- und Regie-Schwächen, die Joaquin Phoenix für mich jedoch völlig wegradieren kann. Am Ende habe ich den Film nur als Ganzes wahrgenommen. Dieser Film ist mit einem anderen Schauspieler nicht vorstellbar. Für die Rolle hat er 25 Kilos abgenommen. Um seine Performance richtig erfassen zu können, muss man den Film in der Originalfassung sehen. Joaquin wurde 3 x („Gladiator“, „Walk the Line“, The Master) für den Oscar nominiert. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass es am Ende des Jahres eine Performance gibt, die den Oscar mehr verdient hätte, als diese. Ich habe aber auch noch nicht alle Filme gesehen.

Es ist Joaquin Phoenix erste (und hoffentlich letzte) Rolle in einer Comic-Verfilmung. Bislang hat er nur in Filmen gespielt, die kaum Geld an der Kinokasse eingespielt haben. Mir kommt da sofort der einstige Charakterschauspieler Robert Downey Jr. und den Verlauf seiner Karriere in Erinnerung. Bei Joaquin Phoenix bin ich aber sehr zuversichtlich, dass er sich nicht an Disney bzw. ein anderes Filmstudio verkauft.

Natürlich ist „Joker“ eine Hommage an Martin Scorseses Charakterstudien „Taxi Driver“ und noch mehr „The King of Comedy“ (in dem De Niro den psychisch labilen Rupert Pupkin spielte und davon träumte, Stand-Up-Comedian zu werden, in „Joker“ übernahm De Niro quasi den Part von Jerry Lewis). Mich erinnerte „Joker“  aber auch an drei meiner anderen Lieblingsfilme „Fight Club“, „American Psycho“ und You Were Never Really Here.

„Joker“ ist selbstverständlich jetzt bereits schon einer meiner Top Ten Filme aus dem Jahr 2019.

Grundsätzlich ist ein Superhelden-Film kein Oscar-Anwärter. Allein Joaquin Phoenix in der Rolle bringt den Film schon ins Gespräch für Oscar-Nominierungen. Da der Film dann aber noch auf zwei, bzw. drei wichtigen Herbstfestivals (Venedig, Toronto und New York) gezeigt wurde, zeigt, dass man sich hinsichtlich der Oscars etwas verspricht. 

„Joker“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Joaquin Phoenix), Beste Nebendarstellerin (Frances Conroy) und einige technische Kategorien  

„Joker“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2019 gezeigt. Auf diesem Filmfestival hat der Film den Hauptpreis, den Goldenen Löwen, gewonnen. Der Film startete am 4.10.19 in 4,374 amerikanischen Kinos. In Deutschland ist der Film seit dem 10.10.19 im Kino zu sehen. 

Trailer zu sehen: 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Knives Out„

Bewertung des Trailers: A- (neuer, dieses Mal Teaser) 

Kommentar: Rian Johnsons neuer Film: Willkommen zurück in der Indie-Welt. Mit Daniel Craig, Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Toni Collette, Lakeith Stanfield, Christopher Plummer und Michael Shannon

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Star Wars: The Rise of Skywalker„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: neunter Part der Saga – gähn

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Gretel & Hansel„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Ernsthaft? Horrorfilm und Januar-Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The King´s Man„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Prequel zu den Kingsman-Filmen. Regie Matthew Vaughn mit Ralph Fiennes 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer (Oscar- ?)Film, Erste-Weltkriegsgeschichte, eigentlich interessiert mich der Film nicht sonderlich, aber der Trailer ist schon gut.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Knives Out„

Bewertung des Trailers: A- (zweiter vor „Joker“ gezeigter, dieses Mal richtiger Trailer) 

Kommentar: Rian Johnsons neuer Film: Willkommen zurück in der Indie-Welt. Mit Daniel Craig, Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Toni Collette, Lakeith Stanfield, Christopher Plummer und Michael Shannon

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Terminator: Dark Fate„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Pfffffffffffff

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Richard Jewell„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Clint Eastwoods neuer (Oscar- ?)Film. Biopic mit Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Zombieland: Double Tap“

Bewertung des Trailers: B (Redband Trailer) 

Kommentar: Fortsetzung zu Zombieland

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Doctor Sleep„

Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer) 

Kommentar: Verfilmung von Stephen Kings Buch/Fortsetzung von „The Shining“ mit Ewan McGregor 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Ein Bild, dass ich Ende September in New York aufgenommen habe
Ein Bild, dass ich Ende September in New York aufgenommen habe

 

...an der Kinokasse meines New Yorker Kinos
an der Kinokasse meines New Yorker Kinos

NYC – Film: „The Irishman“

Ich war am 27.09.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Irishman“ (ab dem 14.11.19 in Deutschland im Kino zu sehen, ab dem 27.11.19 weltweit auf Netflix abrufbar)   209 min    drama, crime, biopic, adaptation 

dir. Martin Scorsese  cast: Robert De Niro, Al Pacino, Joe Pesci, Harvey Keitel, Bobby Cannavale, Anna Paquin, Ray Romano, Jesse Plemons

 

Frank „The Irishman“ Sheeran (Robert De Niro) ist alt und einsam und blickt zurück auf sein Leben…

 

B+ (Wertung von A bis F) „The Irishman“ basiert auf Charles Brandts True Crime Bestseller „I Heard You Paint Houses“. Es ist der 26. Kinofilm des New Yorker Filmemachers Martin Scorsese („Taxi Driver“, „Raging Bull“, „Goodfellas“, „The Departed“, Shutter Island, Hugo, The Wolf of Wall Street, Silence). Das Drehbuch zu „The Irishman“ hat der amerikanische Filmemacher („A Civil Action“, TV-Serie „The Night Of“) und Drehbuchautor („Schindler´s List“, „Gangs of New York“, Moneyball) Steve Zaillan geschrieben. 

„The Irishman“ ist eine Adaption von Charles Brandts Buch „I Heard You Paint Houses“. Für sein Buch hatte Brandt über einen Zeitraum von fünf Jahren den Mafia-Killer Frank „The Irishman“ Sheeran befragt. In der Mafia-Sprache umschreibt der „house painter“ einen Auftragskiller. „I Heard You Paint Houses“ waren die ersten Worte, die der legendäre amerikanische Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa zu Frank Sheeran sagte. 

Der von Robert De Niro gespielte Frank Sheeran ist ein alter, einsamer Mann, der in einem Pflegeheim lebt, wenn wir als Zuschauer das erste Mal auf ihn treffen. Der Zweite-Weltkriegsveteran erzählt von dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Mafia-Boss Russell Bufalino (gespielt von Joe Pesci) und, wie er dann begann, als Auftragskiller für die Mafia zu arbeiten. Irgendwann freundete sich Sheeran dann mit dem Gewerkschaftspräsidenten Jimmy Hoffa (gespielt von Al Pacino) an und arbeitete für ihn. Jimmy Hoffa hatte Verbindungen zur Mafia und verschwand im Jahr 1975 spurlos. Was es damit auf sich hatte, erfahren wir und auch, was das alles für Auswirkungen auf Sheerans Privatleben hatte. 

„The Irishman“ ist auf der einen Seite ein gelungenes Mafia-Epos und auf der anderen Seite eine ehrliche und am Ende auch rührende Charakterstudie über den titelgebenden Charakter. Auch wenn sich die Laufzeit von 3 1/2 Stunden recht lang anhört, war ich überrascht, wie wenig ich die Länge gespürt habe. Wenn ich an den Film zurückdenke, fallen mir als erstes die brillanten und witzigen Dialoge ein (allein für den „Fisch-Dialog im Auto“ würde ich mir den Film jetzt, sofort nochmal anschauen), dann die sehr starken letzten, vielleicht dreißig Minuten des Films, die vielen exzellenten Kamerafahrten und -einstellungen, Zeitlupen-Szenen und nicht zuletzt die Performances von Joe Pesci, Ray Romano, Al Pacino und Robert De Niro (letzterer insbesondere als alter Mann). „The Irishman“ spielt über vier Zeitebenen, zeigt Pesci und De Niro über einen Zeitraum von über 40 Jahren. Mit einer sehr aufwendigen und teuren Verjüngerungstechnik, an die man sich erst gewöhnen muss, die sich aber am Ende auszahlt, sehen wir die Charaktere in unterschiedlichen Stadien ihres Lebens. Mit dem jüngeren De Niro bzw. Frank Sheeran hatte ich meine Probleme. Naja eigentlich haben mich nur seine stahlblauen, glasigen Augen irritiert und manchmal hat mich auch sein wächsern wirkendes Gesicht etwas zu sehr abgelenkt. Zwei Mal musste ich mir kurz die Augen reiben, weil ich glaubte, in Joe Pesci (den ich eigentlich für einen der coolsten Typen des Planeten halte) plötzlich Gollum aus den „The Lord of the Rings“-Filmen gesehen zu haben.

Al Pacino neigt oft zur Übertreibung in seinem Spiel. Hier spielt er den stoischen Hitzkopf Jimmy Hoffa und ich wüsste keinen Schauspieler, der ihn besser hätte spielen können. Wenn er auf der Leinwand zu sehen ist, ist es fraglos sein Film. In den besten, bzw. witzigsten Szenen ist er meist beteiligt. Gegen Al Pacino geben Joe Pesci und De Niro eine sehr zurückgenommene Performance. Alle drei Schauspieler qualifizieren sich aber für den Oscar. Es ist wunderbar zu sehen, wie Pacino und De Niro, die in den letzten Jahren auch viele Schrottfilme drehten, jetzt mit 79 bzw. 76 Jahren noch einmal das zeigen, was sie eigentlich drauf haben. Das, wofür sie von vielen, wesentlich jüngeren Schauspielern noch heute so verehrt werden. Auch hervorragend, in einer kleineren Rolle, haben mir Ray Romano und Louis Cancelmi (der mit der Brille und dem Fisch in dem Auto) gefallen.

„The Irishman“ ist Martin Scorseses neunter Spielfilm mit Robert De Niro und der erste seit „Casino“ aus dem Jahr 1995. Seit Jahren suchten sie schon nach einem gemeinsamen Spielfilmprojekt. Als sie schließlich Charles Brandts Buch fanden, hatten sie Schwierigkeiten, eine Finanzierung für das Projekt zu bekommen. Ohne Netflix hätte es den teuersten und mit 3 1/2 Stunden längsten Scorsese-Film bis heute nicht gegeben. Der Film sollte ursprünglich 100 Millionen Dollar kosten, die Produktionskosten sind aber irgendwann explodiert (man spricht von 175 Millionen Dollar), wobei ein Großteil davon in die ausgeklügelte, digitale De-Aging-Technik floß. 

Joe Pesci wollte eigentlich immer als Musiker arbeiten, konnte aber sein Geld nur mit der Schauspielerei verdienen. Eines Tages riefen Robert De Niro und Martin Scorsese an, verpflichteten ihn für den Film „Raging Bull“. Mit „Goodfellas“ (für seine Performance gewann Pesci den Oscar) und „Casino“ gab es zwei weitere Filme, bei denen die Drei zusammenarbeiteten. Joe Pesci beendete im Jahr 1999 dann offiziell seine Filmkarriere. Auch wenn er hin und wieder mal in dem ein oder anderen Film einen Kurzauftritt hatte, erschien ihm kein Rollenangebot attraktiv genug, wieder eine größere Rolle in einem Film anzunehmen. Nach Angaben von De Niro und Scorsese mussten sie auch einiges an Überzeugungsarbeit leisten, damit Joe Pesci ein weiteres Mal mit den beiden Ikonen in „The Irishman“ zusammenarbeitete. Für Al Pacino ist es, man glaubt es kaum, seine erste Kooperation mit Martin Scorsese.

„The Irishman“ ist natürlich bereits auf dem Papier ein Oscar-Anwärter. Scorsese, De Niro, Pacino, Pesci, Paquin, Drehbuchautor Steven Zaillian – alles Oscar-Preisträger. Ein Mafia-Epos ist etwas, was man mit dem Alten Hollywood verbindet. Ich weiß nicht, ob so ein Film es noch in der heutigen Zeit schafft, den Oscar tatsächlich zu gewinnen. „The Irishman“ wäre vielleicht der letzte Film dieser Art, der das könnte. Die Oscar-Gewinner-Filme der letzten Jahre waren alle nicht mehr sonderlich lang. In der Vergangenheit gab es aber einige Oscar-Gewinner-Filme mit einer Laufzeit von um die 200 Minuten, dazu gehören „Lord of the Rings: The Return of the King, „Titanic“, „The Godfather, Part II“ und etwas länger her „Ben Hur“ und natürlich „Gone with the Wind“. Nun ist „The Irishman“ ein Film von Netflix, die haben seit Roma die besten Oscar-Strategen der Branche am Start. Sie sind auch bei den letzten Oscars sehr weit gekommen, bis… (lassen wir das). Dieses Jahr haben sie mit „The Irishman“, „Marriage Story“, „The Two Popes“ und den jeweiligen Schauspieler einige Hochkaräter in petto. Auch werden sie eine Oscar-Kampagne für Eddie Murphy für seine Performance in „Dolemite is My Name“ führen. Auf welchen Film Netflix ihr Hauptaugenmerk setzt, wird sich zeigen. Im Moment (Anfang Oktober 19) sieht es aus, als ginge der Oscar für den Besten Film an Scorseses „The Irishman“, Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ oder Noah Baumbachs „Marriage Story“ – aber das kann sich auch noch ändern. 

„The Irishman“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Robert De Niro), Bester Nebendarsteller (Al Pacino, Joe Pesci), Beste Nebendarstellerin (Anna Paquin), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien 

„The Irishman“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist im Verleih des Streaming Portals Netflix und soll ab dem 1.11.19 In einigen ausgewählten Kinos in den Vereinigten Staaten zu sehen sein. Ich habe den Film am Eröffnungstag auf dem NYFF57 gesehen. Der Film war ursprünglich mit vier Vorstellungen für den 27.09.19 geplant. Aufgrund der riesigen Nachfrage des, in der Weltpremiere gezeigten Films, wurden aber immer mehr Vorstellungen hinzugefügt. Der Film soll ab dem 14.11.19 auch in ein paar ausgewählten deutschen Kinos gezeigt werden und ist dann ab dem 27.11.19 weltweit auf Netflix abrufbar. 

Trailer zu sehen:

 

NYFF57 Opening Afternoon Screening von "The Irishman"
NYFF57 Opening Afternoon Screening von „The Irishman“
NYFF 57, Opening Night, Film: „The Irishman“

Vor unserer 15.45 Uhr-Vorstellung gab es in dem Kino eine Pressevorführung. Während Joe Pesci und Al Pacino nach der PV an den enttäuschten Fans vorbei, in ihre Limousine huschten, gab Robert De Niro den dankbaren Fans bereitwillig Autogramme. 

Joe Pesci auf dem NYFF57 "The Irishman"
Joe Pesci auf dem NYFF57 „The Irishman“
Al Pacino auf dem NYFF57 „The Irishman“
Robert De Niro auf dem NYFF57 „The Irishman“

Berlin – Film: „Joy“

Ich war am 18.12.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Joy“ (dt. Filmtitel: Joy: Alles ausser gewöhnlich, dt. Kinostart: 31.12.15) 107 min drama, comedy, biopic
dir. David O. Russell cast: Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Isabella Rossellini, Diane Ladd, Virginia Madsen, Bradley Cooper, Edgar Ramirez, Dascha Polanco, Elisabeth Röhm

 
Joy (Jennifer Lawrence) lebt mit ihren beiden Kindern, ihrer Mutter Carrie (Virginia Madsen) und ihrer Oma (Diane Ladd) zusammen. Ihr arbeitsloser Ex-Mann (Edgar Ramirez) wohnt im Keller und plötzlich – nach der Trennung von seiner aktuellen Frau – steht ihr Vater (Robert De Niro) vor ihrer Tür und und möchte auch wieder ins Haus ziehen. Joys Leben ist ziemlich chaotisch. Sie ist handwerklich sehr begabt und eines Tages erfindet sie den Miracle Mop, einen Wischmop, bei dem man sich nicht die Finger schmutzig macht. Mit der finanziellen Unterstützung von Trudy, der neuen Freundin ihres Vaters (Isabella Rossellini) lässt sie einige von diesen revolutionären Wischmops produzieren und versucht diese, an den Mann zu bringen.

 

C+ (Wertung von A bis F) „Joy“ basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist David O. Russells Interpretation von Joy Manganos Erfolgsgeschichte. Im Alter von 34 Jahren hat Joy Mangano den Miracle Mop und später andere Gebrauchsgegenstände erfunden und sich irgendwann ein Geschäftsimperium aufgebaut.

Es ist bekannt, dass David O. Russell Schwierigkeiten hatte, seinen aktuellen Film fertigzustellen. Ich hatte den Eindruck, dass man die Probleme immer noch spürt. Gerade zu Anfang wirkt der Film sehr chaotisch und ungeordnet: Schnitt an Schnitt an Schnitt. Gegenwart, Rückblenden, Gegenwart, reales Leben, Traumsequenzen, Soap Opera. Ich glaube ich habe mich erst entspannen können, als Bradley Coopers Charakter auftaucht. Die Szenen von Jennifer Lawrence und Bradley Cooper mochte ich überraschenderweise am meisten im gesamten Film. Meine Lieblingsszene ist eine viel zu kurze Szene, bei der der Bee Gees Song „To Love Somebody“ gespielt wird.

Letztlich gab es zwei Versionen von dem Film, eine eher heitere und eine eher tragische Variante. Beide wurden einem Testpublikum gezeigt und denen gefiel der Film mit dem höheren Komödien-Anteil besser. „Joy“ wurde dann bei der HFPA als Komödie für die Golden Globes eingereicht (und nominiert). Auch wenn es einige lustige Momente im Film gibt, ist „Joy“ für mich keine Komödie. Er ist eine Tragikomödie mit Thriller und Krimi-Elementen.

Nach Silver Linings Playbook und American Hustle hat David O. Russell erneut Jennifer Lawrence besetzt. Jennifer Lawrence spielt hier die Hauptrolle und – im Gegensatz zu den beiden anderen Filmen – eine „normale“ Frau. Starke Mädchen- und Frauenrollen liegen der Schauspielerin, da gibt es keinen Zweifel. Sie hier aber als Mitte 30-Jährige zu besetzen war äußerst gewagt. Jennifer Lawrence ist mittlerweile 25 Jahre alt, sieht aber aus, als wäre sie gerade Anfang 20 und auch seltsame Haarteile und biedere Klamotten lassen sie nicht reifer aussehen. Nun mag ich sie als Schauspielerin wahnsinnig gerne sehen und so habe ich schon Gefallen daran, ihr bei dem, was auch immer sie gerade macht zuzuschauen.

Begeistert war ich von Virginia Madsen als Joys Mutter, Elizabeth Röhm, die Joys Halbschwester spielt und Edgar Ramirez als Joys Ex-Mann (auch wenn er vom Typ her Bobby Cannavale zu sehr ähnelt). Unfreiwillig komisch hingegen wirkte Isabella Rossellini. Tatsächlich sieht sie aus wie ein Mann in Frauenkleidung. Leider ist ihre Filmfigur nicht als Karikatur angelegt. Wenn sie spricht wirkt es, als wären ihr die Worte in den Mund gelegt und sie nur den Text aufsagt. Grausig. Immer wenn ich den Film gerade wieder etwas mehr mochte, kommt Isabella Rossellini ins Bild und machte alles wieder zunichte.

Alejandro González Iñárritus Film „The Revenant“, David O. Russells „Joy“ und Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“ waren die letzten drei möglichen Oscar-Kandidaten, die in der Oscar-Saison 2015/2016 fertiggestellt wurden und dann der amerikanischen Presse gezeigt wurden.

David O. Russell – und das ist bekannt – möchte jetzt nach drei Anläufen (er wurde rekordbrechende 3x hintereinander für seine Filme The Fighter, „Silver Linings Playbook“ und „American Hustle“ in den Kategorien Bester Film und Beste Regie für den Academy Award nominiert) unbedingt den Oscar gewinnen. Als noch keiner den Film kannte wurden „Joy“ sogar sehr gute Chance auf den Oscar-Gewinn ausgerechnet. In meiner September- und November-Prognose zu etwaigen Oscar-Nominierungen hatte ich den Film auch auf Platz 2. Nachdem ich den Film jetzt gesehen habe, halte ich es für ausgeschlossen, dass „Joy“ als Film überhaupt nominiert wird. Vielleicht kann Jennifer Lawrence noch eine Nominierung ergattern.
„Joy“ war  für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Beste Nebendarstellerin (Isabella Rossellini, Diane Ladd, Virginia Madsen), Bester Nebendarsteller (Robert De Niro), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Joy“ hat 1 Oscar-Nominierung (Beste Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence) erhalten.

„Joy“ startet am 25.12.15 in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in einer Pressevorführung in Berlin gesehen. Gezeigt wurde die OV.

David O. Russells Filme sind generell sehenswert, auch wenn „Joy“ auf ein kleines Formtief des Regisseurs hindeutet.

Der Film „Joy“ ist ab dem 31.12.15 in den deutschen Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

Der deutsche Trailer zu sehen:

 

 

 

Filmplakat von "Joy" in der New Yorker U-Bahn
Filmplakat von „Joy“ in der New Yorker U-Bahn

 

L. A. – Film: "American Hustle"

Ich war am 21.12.13 in Los Angeles und am 07.01.14 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„American Hustle“ (dt. Kinostart: 13.02.14) 129 min drama, crime, comedy
dir. David O. Russell cast: Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jennifer Lawrence, Jeremy Renner, Robert De Niro, Louis C. K., Michael Pena

Ende der 1970er Jahre in New York. Irving Rosenfeld (Christian Bale) ist ein Geschäftsmann, er besitzt eine Glaserei und einige Trockenreinigungen. Sein Geld macht er aber hauptsächlich mit Kunstfälschungen und sonstigen Trickbetrügereien. Seine Freundin Sydney (Amy Adams) unterstützt ihn dabei. Der FBI-Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) erwischt die beiden Betrüger. Statt ins Gefängnis zu wandern, können sie mit dem FBI zusammenarbeiten. Sie sollen dabei helfen, ranghohe Politiker der Bestechung zu überführen.

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „American Hustle“ beginnt Ende der 1970er Jahre. In der Zeit führte das FBI seine erste große Undercover-Aktion gegen Korruption von Politikern durch. Die Namen, der an diesem Fall beteiligten Personen wurden geändert und vieles hinsichtlich der Personen ist frei erfunden. Erzählt wird eine fiktive Geschichte, zu Beginn des Films wird aber darauf hingewiesen, dass einiges tatsächlich passierte.

Eigentlich war mir schon mit der Anfangsszene klar, dass ich den Film wenn nicht lieben, dann sehr mögen werde. Alles was ich in der ersten Sequenz mochte, zieht sich dankenswerterweise bis zum Schluss des Films durch. Damit fand ich „American Hustle“ wesentlich besser als David O. Russels, in meinen Augen überbewerteten Film, Silver Linings Playbook aus dem Filmjahr 2012.

„American Hustle“ und The Wolf of Wall Street waren die letzten beiden Prestige-Filme im Filmjahr 2013, die der amerikanischen Presse gezeigt wurde. Diese späte Ankunft in die Oscar-Saison hat David O. Russells Film gleich verwandeln können. Kurz darauf wurde „American Hustle“ nämlich von den New Yorker Film Critic Circle als Bester Film gekrönt. (Allerdings brauchten die New Yorker anscheinend fünf Wahlgänge, damit „American Hustle“ als Gewinner hervorgehen konnte, bei den ersten vier Wahlgängen kamen 12 Years a Slave und „American Hustle“ auf dieselbe Stimmenanzahl. Da es halt nur einen Gewinner-Film geben soll, mussten die New Yorker Filmkritiker so lange wählen bis ein Film mehr Stimmen hatte als der andere).

„American Hustle“ ist ein Film, der beim Gucken unfassbar Spaß macht. Ich wünschte, ich müsste ihn nicht als Oscar-Film bewerten. Denn das ist er In meinen Augen nicht. Kurzes Update zur Oscar-Saison 2013/2014: In zwei Wochen werden die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben. Das Rennen sieht momentan so aus, als ob es sich zwischen „12 Years a Slave“ und „American Hustle“ (und Gravity) entscheiden wird.

Bei mir liegt es jetzt zwei Wochen zurück, dass ich „American Hustle“ gesehen habe. Sehr gut habe ich noch in Erinnerung, dass ich im mich im Kino bestens amüsiert habe. Ich weiß noch, dass ich den Film handwerklich (Schnitt, Kamera, Regie) mitunter brillant fand, die Dialoge erstklassig, die Musikauswahl exzellent, ich habe diese imposanten Frisuren vor mir, Christian Bale und Jennifer Lawrence, die Beziehung zwischen Amy Adams und Christian Bales Charakter und ich kann mich tatsächlich auch noch an Bradley Cooper in ein paar entscheidenden Szenen erinnern. Alles andere von dem Film ist mittlerweile völlig weg. Zugegeben, das ist schon weit mehr als mir bei den meisten anderen Filmen bleibt, aber es ist halt auch kein bedeutsamer Film wie „12 Years a Slave“.

Bei „American Hustle“ stehen die Charaktere im Vordergrund und nicht die Geschichte. Auch wenn David O. Russells Film Längen hat, bereitet es großes Vergnügen diese Figuren zu begleiten. Ich hätte ihnen ewig zuschauen können.

Der Regisseur hat in seinem Ensemble die zentralen Parts mit Schauspielern besetzt, mit denen er bereits zuvor gearbeitet hat: Christian Bale („The Fighter“), Amy Adams (The Fighter), Bradley Cooper („Silver Linings Playbook“) und Jennifer Lawrence („Silver Linings Playbook“).

Christian Bale ist großartig. Trotz Übergewicht, ordentlicher Plauze und unmöglicher Was-auch-immer-Frise konnte ich nachempfinden, was Amy Adams Charakter an ihm (sexy) findet.

Jennifer Lawrence ist vermutlich geboren, um anderen Schauspielern die Show zu stehlen. Ihr Part in „American Hustle“ war ursprünglich wesentlich kleiner. David O. Russell ist bekannt dafür, dass er am Set viel improvisieren lässt. Hier merkt man förmlich wie sie sich in ihren Charakter reinfindet und zunehmend durchdreht. Es ist eine schrille Performance, die für mich den Höhepunkt findet, wenn sie anfängt zu singen. Vermutlich hätte sie den Oscar für „American Hustle“ sicher, wenn sie nicht im letzten Jahr einen gewonnen hätte. Ich habe erfahren, dass die Academy Mitglieder in den entsprechenden Vorführungen bei Jennifer Lawrence Namen im Abspann ihre lautstarke Anerkennung gaben.

Bei Amy Adams war ich etwas hin und hergerissen. Sie ist ungewöhnlich freizügig gekleidet und geht sogar irgendwo als verführerischer Vamp durch. Ihr Typ hat mich an die junge Sissy Spacek erinnert. Eine Kleinigkeit hat mich dennoch gestört, bis heute weiß ich es aber nicht zu benennen. Update nach dem zweiten Kinobesuch: Es hat mich gar nichts an ihr gestört.

Jeremy Renner kann hier auch wieder punkten, leider geht er in dem gesamten Ensemble etwas unter.

In dem gesamten Ensemble von „American Hustle“, hätte ich Bradley Cooper schauspielerisch am wenigsten zugetraut. Relativ am Anfang hat er eine Szene (in der Zelle), die mich neugierig werden ließ. Immer noch leicht skeptisch habe ich ihn dann weiter beobachtet, die Szene mit seiner Mutter (wo hat David O. Russell die denn eigentlich schon wieder her?) und spätestens mit der Szene im Studio 54 hat er mich dann endgültig von sich überzeugen können. Diese komische Minipli soll übrigens seine Idee gewesen sein.

Seit der Oscar-Verleihung im Jahr 2013 heißt eine der Kategorien Best Makeup and Hairstyling. Mit der Umbenennung dieser Kategorie dürfte der Frisuren-Oscar wohl an „American Hustle“ gehen.

Bei „American Hustle“ bin ich tatsächlich etwas unsicher, ob ich ihn in meine Bestenliste für 2013 aufnehmen soll. Am liebsten würde ich ihn mir dafür noch einmal anschauen, mal gucken.

Update nach dem zweiten Kinobesuch:

A- (Wertung von A bis F) Mittlerweile ist meine Top Ten Liste erstellt und „American Hustle“ ist gelistet. Der Film ist einfach zu gut, um nicht in meiner Top Ten aufzutauchen. Die Studio 54-Szene, insbesondere mit dem Übergang in die Szene mit dem Bürgermeister und Bales Charakter, die komplizierte, aber glaubwürdige Beziehung zwischen Christian Bales und Amy Adams Charakter, die Dialoge, das ganze Drehbuch ist klasse und Bradley Cooper. Ja, der Film hat ein A- verdient. Im Moment (07.01.14) gilt „American Hustle“ als Oscar-Favorit.

„American Hustle“ gilt als sicherer Kandidat für eine Oscar-Nominierung für Bester Film, auch im Gespräch sind Nominierungen für: Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Christian Bale), Beste Hauptdarstellerin (Amy Adams), Bester Nebendarsteller (Bradley Cooper, Jeremy Renner), Beste Nebendarstellerin (Jennifer Lawrence), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und Beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt

Die beiden Trailer, die ich im amerikanischen Kino gesehen habe:

Die Website:

http://www.americanhustle-movie.com/site/

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Sabotage“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action/Thriller mit Arnold Schwarzenegger (der auf mich wie Clint Eastwood wirkt) und Sam Worthington (den ich im Trailer gar nicht erkannt habe)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 %

Trailer v. Film: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action von und mit Kenneth Branagh, auch mit Chris Pine und Kevin Costner und Keira Knightley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80% bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „Million Dollar Arm“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: biografischer Baseball-Film mit Jon Hamm und Lake Bell.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht.

Trailer v. Film: „RoboCop“
Bewertung des Trailer: A-
Kommentar: Remake des Films aus den 1980er Jahren. Mit Joel Kinnaman, Gary Oldman, Michael Keaton, Samuel L. Jackson, Jackie Earle Haley
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Other Woman“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz und Leslie Mann. (Schön zu sehen, dass auch Cameron Diaz älter wird und noch besser, dass sie auf Botox verzichtet)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Monuments Men“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: George Clooneys neuer Film, Zweite Weltkriegsfilm mit George Clooney, Matt Damon, Cate Blanchett, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Silver Linings Playbook"

Ich war am 26.11.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Silver Linings Playbook“ (dt. Titel: „Silver Linings – Wenn Du mir, dann ich Dir“, dt. Kinostart: 03.01.12) 120 min drama, comedy, adaptation
dir. David O. Russell cast: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Jacki Weaver, Julia Stiles, Shea Whigham, Julia Stiles, Chris Tucker

Bei Pat (Bradley Cooper) wurde eine bipolare Störung diagnostiziert und nachdem er den Liebhaber seiner Frau krankenhausreif geprügelt hat, war er für acht Monate in einer psychiatrischen Klinik. Jetzt wohnt er bei seinen Eltern (Jacki Weaver und Robert De Niro) und versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und schließlich seine Frau zurückzugewinnen. Nur die hat eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt. Dann lernt er auch noch die verkorkste Tiffany (Jennifer Lawrence) kennen…

B- (Wertung von A bis F) „Silver Linings Playbook“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Matthew Quick.

David O. Russells („Three Kings“, „I Heart Huckabees“, The Fighter) neuer Film ist eine Tragikomödie mit teilweise originellen Dialogen (und auch insbesondere einem brillanten Monolog) und auch schräger Situationskomik. Mir war der Film aber vor allen Dingen zu lang. Auch hat der Film für mich im Ganzen nicht funktioniert. Das ganze Gewese, das um den Film in den U.S.A. gemacht wurde, kann ich nur begrenzt nachvollziehen. Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen an den Film rangegangen. Bleibend sind für mich einige großartige Szenen und auch die durchgedrehten Charaktere. Letztlich ist hier Irgendwie jeder auf die eine oder andere Weise psychisch auffällig oder gestört.

„Silver Linings Playbook“ ist ein Ensemble-Film. Die gesamte Besetzung ist gut durchdacht. Selbst Chris Tucker (den ich nur anhand seiner Augen erkannt habe) ging mir hier ungewöhnlicherweise mal nicht auf den Keks und auch Julia Stiles hat mir hier in einer kleinen Rolle sehr gut gefallen. Jacki Weaver (Animal Kingdom) ist exzellent und Robert De Niro gibt für mich hier das zweite Mal dieses Jahr (nach Being Flynn) eine Performance, die zeigt, dass er immer noch einer der grössten Schauspieler unserer Zeit ist.

Jennifer Lawrences Performance ist glaubhaft und nuanciert. Dazu ist sie hier auch noch bildhübsch und sieht unglaublich sexy aus. Sie ist jung und wirkt manchmal doch schon so lebenserfahren. Auch wenn ich die Beziehung zwischen Jennifer Lawrences und Bradley Coopers Charaktere im Verlauf und erst recht am Ende nicht zu hundert Prozent abgenommen habe, ist sie zu Recht für einen Oscar im Gespräch.

Bradley Cooper („The Hangover, Limitless), den ich als Schauspieler bislang nicht ernst nehmen konnte, gibt eine intensive und durchaus gute Performance als manisch-depressiver Pat. Er könnte damit eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller erhalten.

„SLP“ läuft jetzt zwei Wochen in den amerikanischen Kinos. Er wird nur in relativ wenigen (367) Kinos gezeigt mit nur mässigem Erfolg. Gerade wurde der Film aber für Independent Spirit Awards (Bester Film, Bester Regisseur, Bestes Drehbuch, Bestes Hauptdarstellerin, Bestes Hauptdarsteller) nominiert und der Film wird mit Sicherheit auch bei vielen anderen amerikanischen Kritikerpreisen auftauchen.

„SLP“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Bester Regisseur, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bester Hauptdarsteller (Bradley Cooper), Bester Nebendarsteller (Robert De Niro), Beste Nebendarstellerin (Jacki Weaver), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt

„Silver Linings Playbook“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Dort hat der Film den People´s Choice Award gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Side Effects“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller von Steven Soderbergh mit Jude Law, Rooney Mara und Channing Tatum
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hyde Park on Hudson“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biografisches Drama über den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und seine Cousine. FDR wird von Bill Murray portraitiert, es spielen auch Laura Linney, Olivia Williams und Olivia Colman mit. Film soll leider nicht so gut sein, aber die Performances sind es ganz sicher wert, den Film zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Iron Man 3“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Nun also der dritte Teil. Nach dem üblen 2. Teil bin ich, denke ich, raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer (Oscar)Film mit Jessica Chastain, Joel Edgerton, James Gandolfini.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Django Unchained“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Für mich die ersten bewegten Bilder von Quentin Tarantinos neuem Film. Ich habe gehört, dass er 3 Stunden lang ist und Samuel L. Jackson aus der interessanten Besetzung heraussticht. Mal gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parental Guidance“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Billy Crystal, Bette Midler, Marisa Tomei
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Being Flynn"

Ich war am 15.03.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Being Flynn“ 101 min drama, adaptation
dir. Paul Weitz cast: Paul Dano, Robert De Niro, Olivia Thirlby, Julianne Moore, Lily Taylor

Nick Flynn (Paul Dano) ist bei seiner Mutter Jody (Julianne Moore) aufgewachsen. Sein Vater Jonathan (Robert De Niro) war nie da, er hat sich immer schon für einen der besten amerikanischen Schriftsteller gehalten und sein eigenes Leben geführt. Nicks Mutter hat vor einiger Zeit Selbstmord begangen und Nick sucht jetzt einen Sinn im Leben. Seine Freundin Denise (Olivia Thirlby) arbeitet in einem Obdachlosenasyl und so beginnt auch er, dort zu arbeiten. Nick hat seinen Vater jetzt seit mittlerweile mehr als 18 Jahren nicht mehr gesehen. Eines Tages bekommt er plötzlich einen Anruf von seinem Vater. Kurze Zeit später steht der alkoholkranke Jonathan auf einmal vor seinem Sohn, im Obdachlosenasyl…

C (Wertung von A bis F) „Being Flynn“ basiert auf Nick Flynns Memoiren „Another Bullshit Night in Suck City“

„Being Flynn“ ist deprimierend, aber nicht im herkömmlichen Sinne. Ich weiß nicht, was hier so schief gegangen ist. Die Geschichte hat das Potenzial zu berühren und „Being Flynn“ ist durch die Bank mit grandiosen Schauspieltalenten besetzt, die alle eine sehr gute Performance abgeben. Dennoch hat mich der Film aber nicht erreicht.

Seitdem ich Paul Dano in „Little Miss Sunshine“ das erste Mal wahrgenommen habe, ist er für mich einer der vielversprechendsten und coolsten Jungschauspieler. In There Will Be Blood hat er dann brilliert und anschließend hat er für mich auch jeden Film aufgewertet. So auch hier.

Im Nachhinein sehe ich „Being Flynn“ dennoch irgendwie als lohnenswert an. So habe ich in manchen Szenen (später im Film) einen Robert De Niro gesehen, den ich soo gut seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe. Das alleine war schon einen Kinobesuch wert. In den letzten Jahren ist Robert De Niro immer wieder in Filmen aufgetaucht, die vielleicht noch okay waren, aber auch schnell wieder vergessen. So auch er und seine Performances. Ich habe schon gedacht, dass er etwas von seinem großartigen Talent und seinen Biss verloren hat. „Being Flynn“ zeigt, dass man ihn immer noch zu einem der besten Schauspieler zählen sollte. Ich hoffe inständig, dass er sich in der Zukunft einfach für Projekte entscheidet, die es wert sind verfilmt zu werden und für Regisseure, die aus ihm das rausholen, was in ihm – immer noch – steckt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunter“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: australische Romanverfilmung mit Willem Dafoe, Sam Neill und Frances O´Connor
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Damsels in Distress“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Greta Gerwig und Adam Brody
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Delicacy“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: französische RomCom mit Audrey Tautou… Das sind gleich drei Faktoren, die mich davon abhalten, den Film sehen zu wollen…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Moonrise Kingdom“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wes Andersons neuer Film mit Bill Murray, Edward Norton, Frances McDormand, Tilda Swinton und Bruce Willis. „Moonrise Kingdom“ ist der Eröffnungsfilm des Cannes Film Festival dieses Jahr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Stone"

Ich war am 27.10.10 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Stone“ 105 min drama, thriller
dir. John Curran cast: Edward Norton, Robert De Niro, Frances Conroy, Milla Jovovich

Kurz vor seiner Pensionierung wird der Bewährungshelfer Jack Mabry (Robert De Niro) mit dem Gefängnisinsassen Gerald „Stone“ Creeson (Edward Norton) konfrontiert. Stone ist seit acht Jahren wegen Brandstiftung in Haft. Er hat noch weitere drei Jahre abzusitzen, Jack soll jetzt über eine Haftentlassung von Stone entscheiden, dafür muss er die Psyche des veurteilten Straftäter beurteilen…

B- (Wertung von A bis F) „Stone“ gilt gemeinhin auch als Thriller, ich verstehe ihn jedoch viel eher als komplexes, ruhig erzähltes Drama mit exzellenten Schauspielern. Spannung kam für mich durch die durchweg fesselnden Performances auf, die sich durch die ungewöhnlich vielen Nahaufnahmen noch intensiver anfühlen. Der Film beginnt unglaublich vielversprechend, von der Dramaturgie kann er es, meines Erachtens, leider nicht halten. Für meinen Geschmack nimmt auch Glauben und Religion einen zu hohen Stellenwert ein.

Frances Conroy hat schon in der Serie „Six Feet Under“ unter Beweis gestellt, was für eine großartige Schauspielerin sie ist. In „Stone“ ist es schlichtweg ein Fest, diesem Talent zu folgen. Milla Jovovich spielt das sexy Luder aus der Unterschicht so überzeugend, dass ich mir derzeit keine andere Aktrice so perfekt in einer entsprechenden Rolle vorstellen kann. Robert De Niro zeigt hier wieder einmal mit einer Selbstverständlichkeit, warum er heutzutage immer noch zu den besten Schauspielern zählt. Seit „Primal Fear“ bin ich Fan von Edward Norton. Mit großem Vergnügen erinnere ich mich noch, ihn bei der damaligen Europa-Premiere von „American History X“ gesehen zu haben (die anschließende Podiumsdiskussion mit Michel Friedman hat jedoch auch eine bleibende Erinnerung hinterlassen…) Bis heute wertet Ed Norton („Fight Club“, „Score“, „25th Hour“, „The Painted Veil“) für mich jeden Film auf. Hier hat er jedoch endlich wieder eine Rolle bekommen, die ihn auch herausfordert. Von der Intensität her, hat mich dieser Charakter an seinen aus „American History X“ erinnert. „Stone“ würde ich dringend im Original empfehlen, weil gerade Edward Norton seine Stärke durch seine Sprache (natürlich auch durch seine Mimik) erzielt.

Definitiv könnte man hier für die schauspielerische Seite Oscar-Nominierungen (Norton, Conroy, De Niro) mit ins Spiel bringen. Leider ist der Film an sich genommen jedoch nicht gut genug, daher wird es auch für die Schauspieler schwer.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Due Date“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wie oft kann man einen Trailer eigentlich zeigen? Komödie mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis
Wie oft schon im Kino gesehen: 8 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „My Soul to Take“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Wes Cravens neuer Serienmörder-Horrorfilm, na hoffentlich ist der nicht so schlimm wie „A Nightmare on Elm Street“
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „The Next Three Days“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Neuer Trailer! Paul Haggis neuer Film. Thriller mit Russell Crowe, Liam Neeson und der wunderbaren Elizabeth Banks
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Saw 3D“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: na spitze, torture porn in 3 D
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 10%

Trailer v. Film: „Don´t Be Afraid of the Dark“
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: von Guillermo Del Toro produziertes Remake mit Guy Pearce und Katie Holmes
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%