Berlin (ale) – Film: „The Roads Not Taken“

Ich war am 27.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Roads Not Taken“ (dt. Kinostart: 30.04.20)   85 min  drama 

dir. Sally Potter  cast: Javier Bardem, Elle Fanning, Salma Hayek, Laura Linney

 

Molly (Elle Fanning) macht sich Sorgen um ihren Vater Leo (Javier Bardem). Er liegt teilnahmslos im Bett, ist verwirrt und erkennt sie nicht. Mollys Vater ist mit seinen Gedanken in der Vergangenheit, was war oder was hätte sein können…

 

C+ (Wertung von A bis F) „The Roads Not Taken“ ist der neue Film der Londoner Filmemacherin Sally Potter („The Man Who Cried“, „Ginger & Rosa“, „The Party“).

Auf der einen Seite sieht man, wie sich die Tochter um ihren scheinbar demenzkranken Vater kümmert und auf der anderen Seite folgt man alles, was den Vater beschäftigt. Sind es Erinnerungsbruchstücke oder doch mehr – wie der Filmtitel vermuten lässt – Parallelentwürfe zu seinem bisher vergangenen Leben? Man weiß es nicht so genau, definitiv ist er nie wirklich im Heute. „The Roads not Taken“ mit seinen drei Erzählsträngen wirkt am Ende etwas unaufgeräumt, vielleicht wollte die Regisseurin das Leben eines an Demenz Erkrankten genau so zeigen, aber der Film hätte berühren müssen. Letztlich macht er es auch, aber erst sehr spät. Erst als Leo auf die beiden pakistanischen Taxifahrer trifft und schließlich als er seiner verzweifelten Tochter gegenübersitzt.

Zusammenfassend ist der Film bedauerlicherweise nicht so gut wie das involvierte Talent (Javier Bardem, Elle Fanning und Laura Linney). 

„The Roads Not Taken“ wurde erstmalig auf den Berliner Filmfestspielen 2020 gezeigt. Dort lief der englische Film im Wettbewerb. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Der Film soll am 13.03.20 in den amerikanischen Kinos starten und für Deutschland ist ein Kinostart für den 30.04.20 geplant.

Trailer zu sehen:

 

 

Munich – Film: „Everybody Knows“

Ich war am 01.07.18 in München und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Everybody Knows“ (dt. Filmtitel: „Offenes Geheimnis“, Originaltitel: Todos Lo saben“, dt. Kinostart: 27.09.18)  132 min   drama 

dir. Ashgar Farhadi  cast: Javier Bardem, Penélope Cruz, Bárbara Lennie, Ricardo Darin, Inma Cuesta, Ramón Barea, Carla Campra  

 

Anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester Ana (Inma Cuesta) kehrt Laura (Penélope Cruz) mit ihren zwei Kindern aus Argentinien in ihr spanisches Heimatdorf zurück. Ihr Ehemann ist nicht mitgekommen. Laura trifft nach vielen Jahren wieder auf Paco (Javier Bardem), ihre Jugendliebe. Der ist mittlerweile glücklich verheiratet. Während der ausgelassenen Hochzeitsfeier verschwindet plötzlich Lauras 16-jährige Irene (Carla Campra) …

 

C (Wertung von A bis F) „Everybody Knows“ ist der neue Film des iranischen Filmemachers und zweimaligen Oscar-Gewinners Ashgar Farhadi („A Separation“, „The Salesman“). Nach dem Film „The Past“ ist dies erst sein zweiter Film, den er außerhalb seines Heimatlandes gedreht hat und der erste spanischsprachiger Film des iranischen Regisseurs. 

Zu Beginn des Films war ich damit beschäftigt, die vielen Charaktere und ihre Beziehung zueinander zu ordnen. „Everybody Knows“ ist ein Beziehungsdrama. Durch das Verschwinden von Lauras Teenager-Tochter wird die komplexe Situation, in der sich die Charaktere befinden, aufgedröselt. Die Stimmung wechselt von laut, fröhlich und ausgelassen zu ruhig, verzweifelt und hysterisch. Die Geschichte ist in weiten Teilen vorhersehbar und der Film ist am Ende nicht mehr als ein 08/15-Drama. Das Ende empfand ich als ernüchternd. 

Penélope Cruz ist zweifelsfrei eine gute Schauspielerin, in meinen Augen ist sie aber immer einen Tick besser, wenn sie sich in ihrer Muttersprache präsentieren kann. Bei ihrem Ehemann im realen Leben, Javier Bardem, macht es  keinen Unterschied, ob er in Spanisch oder Englisch spielt, er ist gleichbleibend brillant. Auch in diesem Film gibt es eine Szene (die Reaktion seines Charakters auf eine Mitteilung von Penélope Cruz´Charakter), die exemplarisch für sein Übertalent als Schauspieler steht. 

„Everybody Knows“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2018 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm dieses Filmfestivals. Für die U.S.A. ist bislang noch kein Kinostart bekannt. In Deutschland startet der Film unter dem Titel „Offenes Geheimnis“ am 27.09.18 in den Kinos. Ich habe den Film auf dem Filmfest München 2018 gesehen. Dort wurde der Film in der spanischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. 

Vor dem Film wurde ein Quiz durchgeführt. Zu gewinnen gab es Süßigkeiten, die lässig von dem Quiz-Master zu dem jeweiligen „Gewinner“ im Zuschauerraum geworfen wurden. Drei Fragen wurden gestellt. 1. Für welche beiden Filme hat der Regisseur Asghar Farhadi einen Oscar gewonnen? „A Separation“ und „The Salesman“ 2. Bei welchem Filmfestival wurde „Everybody Knows“ dieses Jahr bereits gezeigt? Cannes Film Festival. 3. Penélope Cruz und Javier Bardem standen bei dem Film „Everybody Knows“ zum sechsten Mal gemeinsam vor der Kamera, wie hießen die anderen fünf Filme: „Jamon, Jamon“, „Live Flesh“, Vicky Cristina Barcelona, The Counselor, „Loving Pablo“. Ich hätte nur die ersten beiden Fragen komplett richtig beantworten können.

Trailer zu sehen:

 

 

Filmfest in München

Obwohl ich jetzt bereits schon wieder einige Jahre in München stationiert bin, habe ich es bislang noch nicht geschafft, auf das Filmfest in der schönen bayerischen Landeshauptstadt zu gehen. Filme, die mich interessieren, müssen für mich zeitlich passen, idealerweise zwischen zwei Umläufen liegen, damit ich nicht nach Hause fliegen muss. Dieses Jahr, im Jahr 2018, beim 36. Filmfest in München, hat es wenigstens für zwei Filme geklappt.

Während ich mit der Berlinale immer Hektik verbinde, ich das Tribeca Film Festival als angenehm organisiert erlebe und das New York Film Festival sich vor allen Dingen „wichtig“ nimmt, empfand ich das Münchner Filmfest (und seine Besucher) vordergründig als gechillt. Bei allen drei mir bekannten Filmfilmfestivals wird man es niemals erleben, wie ein Gast – auf weiter Flur allein – an einer der Vorverkaufskassen stehend – mit der Kassiererin ein Schwätzchen hält und dabei darüber nachdenkt, was er sich wohl für einen Film anschaut. Die gähnenden Leere an der Vorverkaufsstelle habe ich auch an einigen anderen Locations beobachten können. Ich war völlig verblüfft und habe das gleich mal mit einem Foto dokumentiert. Ansonsten sind die Kinokarten mit 9,90 EUR in meinen Augen für ein Filmfestival äußerst günstig und scheinbar sowohl an der Vorverkaufskasse als auch online relativ einfach noch zu erwerben. Etwas umständlich finde ich, dass man beim Online-Kauf sich nicht gleich sein Ticket auf sein iPhone ziehen kann (ist in Berlin und New York gang und gäbe). In München muss man sich den Abholcode ausdrucken und mit diesem und seiner Kreditkarte die eigentlichen Tickets an einer der Vorverkaufskassen abholen. 

 

 

Kein großer Andrang an der Kinokasse des FFMUC 2018, Zeit sich zu überlegen, welchen Film man gucken will.

Berlin – Film: „mother!“

Ich war am 14.09.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„mother!“ (Kinostart war der 14.09.17) 115 min drama, horror
dir. Darren Aronofsky cast: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer, Domhnall Gleeson, Brian Gleeson, Kristen Wiig

 

Sie (Jennifer Lawrence) ist mit einem wesentlich älteren Mann, einem berühmten Dichter (Javier Bardem), verheiratet. Kürzlich sind sie in ein altes, recht entlegenes Haus gezogen. Während er versucht, seine Schreibblockade zu überwinden, renoviert sie derweil das gesamte Haus und schafft für das Paar ein schönes Heim. Eines Tages klopft ein Fremder (Ed Harris) an ihre Haustür. Sie ist überrascht, dass ihr Ehemann den Fremden hereinbittet, ihn sogar übernachten lässt – er kennt ihn doch gar nicht und am nächsten Tag steht die Frau des Fremden (Michelle Pfeiffer vor der Tür. Sie fühlt sich zunehmend unwohl in ihrem eigenen Haus…

 

A- (Wertung von A bis F) „mother!“ ist der siebente Film, bei dem der amerikanische Filmemacher Darren Aronofsky („Requiem for a Dream“, The Wrestler, Black Swan) Regie führt.

„mother!“ (übrigens kein Schreibfehler, kleines „m“ und Ausrufezeichen) ist kein Film für das Mainstream-Publikum. In den U.S.A. und Kanada gibt es den sogenannten CinemaScore, anhand von Umfragen am Eröffnungstag eines Films, wird ein Durchschnittswert ermittelt, wie dieser Film bei diesem Publikum angekommen ist. Die Zuschauer können den Film zwischen A (sehr positiv) bis F (extrem negativ) bewerten. Logischerweise sagt diese Bewertung nichts über die Qualität des Films aus. Die meisten Filme erzielen irgendetwas zwischen „A“ und „B-„ , es ist schon ungewöhnlich, wenn ein Film eine „C“-Bewertung bekommt. „Transformers 5“ hat beispielsweise ein „B+“ bekommen. „mother!“ hat ein „F“ erhalten. Das ist schon fast eine Ehre. Im vorliegenden Fall sagt es meines Erachtens nur etwas darüber aus, dass dieses Publikum mit den falschen Erwartungen in den Film gegangen ist. Das wiederum würde ich auf das schlechte, bzw. fehlgeleitete Marketing zurückführen. Wenn man sich die Trailer anschaut, könnte man durchaus eine Art „Rosemary´s Baby“ erwarten. Und genau das ist „mother!“ nicht. Ich habe auch eine ganze Weile gebraucht, bis ich in dem Gezeigten einen Sinn erkennen konnte. Man weiß auch nie, was als Nächstes passiert. Keiner der Charaktere hat einen Namen. Der Film ist voller Symbole und Anspielungen. Als ich irgendwann eine Idee zu einem der Charaktere (Javier Bardems) hatte, war mir auch schnell klar, was Jennifer Lawrences symbolisiert. Wenn man das erkannt hat, kann man erahnen, was sich der Künstler (Darren Aronofsky) bei seinem außergewöhnlichen Werk gedacht hat.

Ich möchte den Film nicht spoilern. Ich glaube, dass die, die sich ernsthaft für Filme interessieren, diesen durchaus heftigen Arthouse-Film auch erleben sollten. Der Otto-Normal-Zuschauer, der am liebsten einen Film von A bis Z erklärt haben will, nicht nachdenken möchte, wird mit diesem Film so überhaupt nichts anzufangen wissen. Das erklärt auch den CinemaScore „F“.

„mother!“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bester Hauptdarsteller (Javier Bardem), Beste Nebendarstellerin (Michelle Pfeiffer), Bester Nebendarsteller (Ed Harris), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„mother!“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival gezeigt. In den U.S.A. ist der Film am 15.09.17 in 2,368 Kinos landesweit gestartet. In Deutschland ist der Film bereits einen Tag zuvor ins Kino gekommen. Ich habe den Film in Berlin in der OV gesehen.

 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Justice League„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Der 423. Superhelden-Film. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf die immer gleichen Filme noch freuen kann. Die erfolgreichsten Filme an der amerikanischen Kinokasse in diesem Sommer waren tatsächlich wieder drei Superhelden-Filme („Wonder Woman“, „Guardians of the Galaxy 2“ und „Spider-Man: Homecoming“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Murder on the Orient Express„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Gleichnamige Roman-Verfilmung von und mit Kenneth Branagh. Finde ich generell unnötig, aber die Besetzung mit Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Daisy Ridley, Olivia Colman und Michelle Pfeiffer macht neugierig. Der Trailer ist so lange gut, bis Kenneth Branagh als Hercule Poirot auftaucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „The Snowman„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+ (anderer Trailer)
Kommentar: Thriller/Bestseller-Verfilmung mit Michael Fassbender. Irgendwie cool, Fassy rauchen zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „What Happened to Monday„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Noomi Rapace in verschiedenen Rollen. Leider sieht sie gar nicht wandelbar und sieht immer gleich aus. Der Film kommt in den U.S.A. auf Netflix raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht gucke ich mal rein

 

 

Kino in Berlin

In Deutschland gehe ich äußerst selten ins Kino. „mother!“ war, glaube ich, erst mein zweiter Film, den ich dieses Jahr regulär im deutschen Kino gesehen habe. Die Werbung (inkl.) zweier Trailer war knapp 10 Minuten lang. Als ich dachte, es geht los, ging dass Licht an und es wurde die „Eis-Pause“ ausgerufen. Ich kann nicht fassen, dass es dieses Relikt aus der Vergangenheit heutzutage immer noch gibt. Kein einziger Zuschauer in meiner Vorstellung ist aufgestanden. Also passiert drei Minuten nichts und dann wurden noch mal zwei Trailer gezeigt und der Film hat begonnen.

 

D.C. – Film: "The Counselor"

Ich war am 29.10.13 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Counselor“ (dt. Kinostart: 28.11.13) 117 min crime, drama
dir. Ridley Scott cast: Michael Fassbender, Javier Bardem, Cameron Diaz, Penélope Cruz, Brad Pitt, Bruno Ganz, Rosie Perez, John Leguizamo, Toby Kebbell, Dean Norris

Ein Anwalt (Michael Fassbender) hat sich auf einen Drogendeal eingelassen. Alle Warnungen kommen zu spät, er muss mit Konsequenzen rechnen…

C- (Wertung von A bis F) Normalerweise mag ich gerade diese Art von Filmen. Wie kann man einen Film mit dieser Besetzung, einem angesehenen Regisseur und einem Autor, der hier zwar mehr oder weniger sein Drehbuchdebüt gibt, aber in der Vergangenheit schon brillante Vorlagen zu den Filmen No Country for Old Men und The Road lieferte, so gegen die Wand fahren?

In den U.S.A. hat „The Counselor“ vernichtende Kritiken bekommen, es gibt aber auch einige Cineasten, die das Werk lieben. Ich glaube, man kann sich aber darauf einigen, dass es ein seltsamer Film ist.

Warum funktioniert dieser Film nicht? Hauptsächlich ist es, meines Erachtens, das Drehbuch. Wenn man, wie Cormac McCarthy, großartige Bücher schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch gelungene Drehbücher für Kinofilme verfassen kann. Die eine oder andere Erklärung oder Charakterbildung hätte dem Film vielleicht geholfen.

„The Counselor“ ist kein Film mit richtiger Story, wie man sich das so idealerweise vorstellt. Es ist eher eine Aneinanderreihung von wichtigtuerischen Macho-Gequatsche, teils großartigen Schauspielern in richtig guten und nicht so guten Szenen, allerhand Skurrilem, fantastischen Szenenbildern, ein paar brutalen Szenen, (gerade die beiden prägnanten Tötungsszenen hätten einen besseren Film verdient), Javier Bardem mit spaßiger Frise und einem scheußlich aussehenden Schmetterlingshemd und Cameron Diaz.

Über Cameron Diaz kann und wird man geteilter Meinung sein. Ihre Performance überschattet hier definitiv die der anderen Schauspieler. Einige sehen das als Oscar-Performance und andere, und dazu zähle ich mich, finden sie eher lustig, aber nicht gänzlich überzeugend. In meiner Vorstellung brach später bei ihren Auftritten auch Gelächter aus. Seit „There´s Something About Mary“ wurde sie immer wieder mit ihrer legendären „Haargel“-Szene in Verbindung gebracht. Die Zeiten sind definitiv vorbei, wenn man „The Counselor“ gesehen hat, fällt einem fortan zu Cameron Diaz definitiv eine ganz andere Szene ein.

Ridley Scotts „The Counselor“ ist in den U.S.A. gefloppt. Noch kurz bevor der Film erstmalig gezeigt wurde, war er für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Cameron Diaz). Ich sehe es noch nicht als komplett ausgeschlossen, dass Cameron Diaz eine Oscar-Nominierung erhält.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Catching Fire“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Zweiter Teil der Trilogie. Gut, wenn ich Zeit habe, gucke ich ihn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana. Auch wenn die Musik schrecklich ist, der Film ist für mich erst mal zurück im Oscar-Rennen
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…

Trailer v. Film: „Grudge Match“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film, in dem Sylvester Stallone und Robert De Niro alternde Boxer spielen und gegeneinander kämpfen. Warum macht De Niro so was? Hier spielen aber auch Kim Basinger und Alan Arkin mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiß nicht…

Trailer v. Film: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action von und mit Kenneth Branagh, auch mit Chris Pine und Kevin Costner und Keira Knightley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80% bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David O. Russells neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Einer der wenigen sogenannten Oscar-Filme dieses Jahr, die noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt wurden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Book Thief“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung mit Geoffrey Rush und Emily Watson. Oscar-Kandidat? Mal gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Secret Life of Walter Mitty“
Bewertung des Trailers: B+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Ben Stillers Fantasy-Film mit ihm in der Hauptrolle und Kristin Wiig und Sean Penn. Bei diesem Trailer kam bei mir der dringende Wunsch auf, dass Ben Stiller nicht die Hauptrolle spielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Montréal – Film: "Skyfall – IMAX"

Ich war am 11.11.12 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Skyfall – IMAX“ (dt. Kinostart war der 01.11.12) 143 min action
dir. Sam Mendes cast: Daniel Craig, Javier Bardem, Judi Dench, Ralph Fiennes, Albert Finney, Ben Wishaw

Die Mission in Istanbul endet für James Bond (Daniel Craig) in einer Katastrophe. Der MI6-Agent wird für tot erklärt. Das Ganze hat auch Konsequenzen für die MI6-Chefin M (Judi Dench). Der leitende Regierungsbeauftragte des britischen Geheimdienstes, Gareth Mallory (Ralph Fiennes), legt ihr nahe, frühzeitig in Pension zu gehen. Dann kommt es zu einem verheerenden Bombenanschlag auf das Hauptquartier des britischen Geheimdienstes und James Bond sieht sich gezwungen, zurückzukehren…

A– (Wertung von A bis F) Ich bin nie so ein richtiger Fan dieser James Bond-Reihe gewesen. Für die 1960er, 1970er (und vielleicht noch 1980er) Jahre haben die Filme wunderbar gepasst, aber durch die zahlreichen Agenten- , Action- und Superheldenfilme haben die Bond-Filme für mich den Reiz verloren. Entsprechend muss ich zugeben, dass ich längst nicht alle Filme gesehen. Es gab für mich zwei Gründe, den 23. Bond-Film gucken zu wollen: 1.) Javier Bardem als Bösewicht und 2.) Sam Mendes als Regisseur.

Meines Erachtens hätte der Bond-Reihe nichts besseres passieren können, als Sam Mendes („American Beauty“, „Jarhead“, Revolutionary Road) als Regisseur zu gewinnen. Sam Mendes arbeitet hier noch dazu mit einem der besten Kameramänner der Branche, Roger Deakins. Sonst verschönt er die Coen Bros.-Filme und mit der dritten Zusammenarbeit mit Sam Mendes (nach „Jarhead“ und „Revolutionary Road“) gibt er eine weitere Meisterarbeit ab. Meine Güte, sieht der neue Bond-Film optisch gut aus. Alleine die Titelsequenz zu Beginn ist eine der schönsten, die ich je gesehen habe. Dazu fügt sich der Titelsong auch noch perfekt ein. Der ganzen Film hätte noch so eine hohle Handlung haben können, ich hätte mich an der umwerfenden Bildsprache satt gesehen. Seinerzeit ging es mir mit Sam Mendes Film „Road to Perdition“ ähnlich. Damals war Conrad Hall der Kameramann, der Sam Mendes zur Seite stand. Da gab es insbesondere eine Szene, die mir bis heute nicht aus dem Kopf geht. (Leider war das Conrad Halls letzter Film, er ist kurz darauf gestorben und hat den Oscar für dieses Werk posthum erhalten.)

Bei „Skyfall“ gibt es aber keine stumpfsinnige Story, das Drehbuch könnte man als relativ solide bezeichnen, auch wenn zweifelsfrei ein paar Logikfragen auftauchen. Um das Negative gleich aus dem Weg zu räumen, es gibt auch ein paar Anschlussfehler (die mich aber immer nur sehr kurz beschäftigt haben) und der Score war mir manchmal etwas zu aufdringlich. Ansonsten hat der Film, trotz der eigentlich auf dem Papier für einen Actionfilm viel zu langen 143 Minuten, keine merkbaren Längen. Ohne näher ins Detail gehen zu wollen und damit zu spoilern, kann man bei Daniel Craigs James Bond in „Skyfall“ Parallelen zu Christian Bales Bruce Wayne in The Dark Knight Rises sehen. Das spielt für mich sicherlich auch rein, warum mir dieser Bond-Film so gut gefällt.

Ein gelungener Bond-Film steht und fällt für mich mit der Glaubwürdigkeit des Bösewichts. Es sollte und muss ein ernstzunehmender und gleichwertiger Gegenspieler sein und das ist in „Skyfall“ gegeben. Für mich sind Javier Bardem als SILVA und Gert Fröbe als GOLDFINGER die besten Bond-Bösewichte der Reihe. Vielleicht hätte SILVA etwas früher in den Film eingeführt werden soll. Oder anders ausgedrückt, ich hätte gerne mehr von Javier Bardem gesehen. In meinen Augen, sollten die Bond-Bösewichte immer mit so großartigen Schauspielern besetzt sein. Das betrifft auch die Bond-Girls, die sollten auch besser mit talentierten, schönen Schauspielerinnen besetzt sein. In „Skyfall“ fand ich die Bond-Girls auch – wieder einmal – langweilig und austauschbar. Es machte sogar den Anschein, dass Sam Mendes, insbesondere von Bérénice Marlohe, gelangweilt war.

Abschließend möchte ich nur noch erwähnen, dass ich – nach kurzem Überlegen – den neuen Q interessant finde, gespielt wird er von Ben Wishaw. Im dritten Akt hätte ich gerne gesehen, dass Sean Connery eine bestimmte Rolle übernommen hätte. Soweit ich weiß, wurde er auch angefragt. Das hätte den Film wahrscheinlich noch perfekter gemacht.

Es wurde noch nie ein Schauspieler für einen Bond-Film für einen Oscar nominiert. Meiner Auffassung nach, könnte und sollte man hier Javier Bardem ins Gespräch bringen. In 50 Jahren James Bond haben nur zwei Filme überhaupt einen Oscar gewonnen. Im Jahr 1965 hat „Goldfinger“ den Oscar für die Best Sound Effects und ein Jahr später, im Jahr 1966, hat „Thunderball“ den Oscar für Best Special Visual Effects gewonnen.

Derzeit sind für eine Oscar-Nominierung im Gespräch: Beste Nebendarstellerin Judi Dench (das ist mittlerweile ihre 7. Performance als M), Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Kamera, Bester Song und Beste Filmmusik (es ist aber vorstellbar, dass der Score vorzeitig disqualifiziert wird)

Ich habe den Film an dem Eröffnungswochenende in Kanada in einem IMAX-Kino gesehen. Es mag nicht erforderlich sein, ihn in IMAX zu sehen, dringend würde ich allerdings empfehlen, „Skyfall“ auf der grösstmöglichen Leinwand zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Der neue Trailer ist wesentlich besser. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde ausschließlich das neue, 48fps-Format interessieren. Ich drücke fest die Daumen, dass es zu keinen wichtigen Oscar-Nominierungen kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

NYC – Film: "Biutiful"

Ich war am 15.02.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Biutiful“ (dt. Kinostart: 10.03.11) 148 min drama
dir. Alejandro Gonzalez Inarritu cast: Javier Bardem, Maricel Alvarez, Eduardo Fernandez, Cheng Taishen, Diarytou Daff

Der alleinerziehende Vater Uxbal (Javier Bardem) erfährt, dass er nur noch wenige Monate zu Leben hat. Er versucht, Ordnung in sein Leben zu bekommen…

B (Wertung von A bis F) „Biutiful“ ist hauptsächlich durch Javier Bardems intensive und authentische Performance ein packendes, nicht langweilig werdendes Drama. Wenn man schon findet, dass Javier Bardem in englisch sprachigen Filmen ein genialer Schauspieler ist, so sollte man sich einmal den Genuss gönnen, ihn in seiner Muttersprache auf sich wirken zu lassen. Javier Bardem schafft es, dass man in „Biutiful“ bedingungslos in Uxbals Welt abtauchen kann und will. Dabei offenbart er einem ganz sicherlich keine schöne Welt, man sieht ein trostloses und schmuddliges Barcelona. Javier Bardems Charakter hat auch ohne seine unheilbare Krankheit genug Probleme. Er zeigt sich auf der einen Seite verantwortungsvoll, verdient aber seinen Unterhalt mit kriminellen Geschäften. Er macht nicht wieder gut zu machende Fehler und man ist als Zuschauer die ganze Zeit bei ihm. Der vierte Film von dem mexikanischen Regisseur Alejandro Gonzales Inarritu („Amores Perros“, „21 Grams“, „Babel“) ist aber dennoch in meinen Augen schwächer als all seine Vorgänger. „Biutiful“ beginnt und endet wunderbar, hat zwischendurch ein paar großartige Szenen (meine Lieblingsszene spielt in einem ziemlich abgefahrenen Club. Diese Szene und zeigt auf realistische und simple Weise Tiefe und zugleich Oberflächkeit), im Ganzen wäre aber der Film ohne Javier Bardem undenkbar.

Javier Bardem ist dieses Jahr für seine Performance in „Biutiful“ für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Auch ist „Biutiful“ dieses Jahr für einen Oscar als bester ausländischer Film nominert.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Of Gods and Men“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: französisches Drama, Cannes-Gewinner
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Jane Eyre“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Mia Wasikowska, Judi Dench, Sally Hawkins, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Double Hour“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: italienischer Film, Drama/Thriller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Incendies“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: kanadisches Drama, nominiert für bester ausländischer Film bei den diesjährigen Oscars
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Human Resources Manager“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: israelischer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Boston – Vicky Cristina Barcelona

Ich war am 18.08.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Vicky Cristina Barcelona“ (dt. Kinostart 04.12.08) 97 min comedy
dir. Woody Allen cast: Javier Bardem, Penelope Cruz, Scarlett Johansson, Patricia Clarkson, Kevin Dunn, Rebecca Hall

Die beiden Amerikanerinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) verbringen ihren Sommerurlaub in Barcelona. Während die zürückhaltende Vicky nach der Reise ihren langweiligen Verlobten heiraten will, geniesst die abenteuerlustige, aber naive Cristina ihr Singleleben. Auf einer Ausstellungseröffnung fällt ihnen erstmalig der gutaussehende Künstler Juan Antonio (Javier Bardem) auf. Als sie ihn kurze Zeit später in einem Restaurant wiedertreffen, macht Juan Antonio beiden Frauen den Vorschlag, mit ihm nach Oviedo zu fliegen, um mit ihm Kultur, Wein und Sex zu geniessen. Mehr oder weniger über das eindeutige Angebot empört, willigen beide ein. Als sich beide Frauen in den Herzensbrecher schliesslich verliebt haben, taucht seine temperamentvolle und verrückte Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) wieder auf…

C+ (Wertung von A bis F) Relativ belanglose Liebeskomödie, die allerdings durch das Zusammenspiel von Javier Bardem und Penelope Cruz sehenswert wird. Die beiden wirken nicht zuletzt durch ihren überwiegend in spanisch gehaltenen Dialog sehr authentisch, die Chemie ist auch offensichtlich. Javier ist natürlich zum Niederknien und Penelope, die für „Volver“ eine Oscarnominierung erhalten hat, hätte hier für mich, für ihre charismatische Maria Elena, eher eine verdient. Scarlett hat mich zu meiner grossen Überraschung hier nicht so gestört, spielte aber auch mit ihrer Rolle eher im Hintergrund. Ein weiterer Grund den Film zu sehen, ist wie die schöne Stadt Barcelona mit ihrer wunderbaren Gaudí-Architektur gezeigt wird. Nach der Vorstellung gab es Applaus vom Publikum. Update: Penelope Cruz hat ihre Rolle in „Vicky Cristina Barcelona“ den Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“