Denver – Film: „It Comes at Night“

Ich war am 25.06.17 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„It Comes at Night“(dt. Kinostart: 18.01.18) 97 min drama, thriller
dir. Trey Edward Shults cast: Joel Edgerton, Christopher Abbott, Carmen Ejogo, Kelvin Harrison Jr., Riley Keough

 

Es grassiert eine hochansteckende, tödliche Krankheit, kürzlich musste Paul (Joel Edgerton) erst seinen Schwiegervater beerdigen. Paul lebt mit seiner Frau Sarah (Carmen Ejogo) und ihrem gemeinsamen 17-jährigen Sohn Travis (Kelvin Harrison Jr.) in einem sehr abgelegenen Haus inmitten eines Waldes. Eines Tages versucht jemand, in ihr Haus einzubrechen….

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „It Comes at Night“ ist nach „Krisha“ erst der zweite Spielfilm des amerikanischen Autors und Filmemachers Trey Edward Shults.

A24 ist ein, im Jahr 2012 gegründeter New Yorker Indie-Filmverleiher. In meinen Augen kann man ihn durchaus mit, dem von Harvey und Bob Weinstein gegründeten Indie-Filmverleih Miramax in den 1980er bzw. 1990er Jahren vergleichen. Sie geben auch jungen, noch nicht etablierten Filmemachern eine Chance. Mir ist das wahnsinnig sympathisch, dass ich ihrer Filmauswahl mittlerweile quasi „blind“ vertraue. Under the Skin, The Rover, A Most Violent Year, Ex Machina, Slow West, Room, The Lobster und der diesjährige Oscar-Gewinner-Film Moonlight sind nur ein paar Filme aus ihrem beachtlichen Repertoire. Die Arbeit ihrer Marketing-Abteilung ist jedoch noch verbesserungswürdig.

Sicherlich ist es schwer, „It Comes at Night“ zu vermarkten. Der Film gehört in ein Arthouse-Kino und hat in einem Kinocenter bei Zuschauern, die dem Filmtitel und dem Trailer nach vielleicht einen Monsterhorrorfilm erwarten, nichts verloren. Zugegebenermassen kann ich mir aber auch vorstellen, dass einige Programmkinogänger verstört aus diesem Film kommen.

Wie bereits das eindrucksvolle Regiedebüt des erst 28-jährigen Trey Edward Shults, „Krisha“ (leider hatte ich im letzten Jahr nicht die Zeit gefunden, über den Film zu schreiben), ist auch „It Comes at Night“ ein Familien- bzw. Psychodrama, das sich anfühlt wie ein Horrorfilm. Worum geht es? Das alles dominierende Thema ist Angst. Was macht sie mit einem? Wie reagiert man in Extremsituationen? Das sollte man zu jedem Zeitpunkt im Kopf behalten, dann hat man am Ende einen fabelhaften Film gesehen. Außerdem sollte man darauf achten, wie und wann (und warum am Ende nicht mehr) sich das Bildformat ändert. Am meisten mochte ich, wie die beiden Dialogszenen zwischen Paul und Will (gespielt von Joel Edgerton und Christopher Abbott) inszeniert sind. In diesem atmosphärischen Kammerspiel sind alle sechs Schauspieler glaubwürdig. Auch Riley Keough, die Enkeltochter von Elvis, fand ich überzeugend. Der Score ist auffallend gut.

In einem Interview hat der Autor/Regisseurs angegeben, dass er in seinen ersten beiden Filmen persönliche Emotionen und Erfahrungen verarbeitet hat. Seinen Arbeiten kann man ansehen, dass er sein Handwerk versteht und man von ihm noch einiges erwarten kann. Der junge Regisseur ist sicherlich einer der interessantesten Filmemacher heutzutage. Ich bin gespannt auf seinen nächsten Film und noch mehr, was er für Filme in, vielleicht zehn Jahren, liefert

„It Comes at Night“ wurde erstmalig auf dem Overlook Film Festival 2017 gezeigt. Der Film ist am 9.6.17 landesweit in 2533 amerikanischen Kinos gestartet. Ein deutscher Kinostart ist bislang noch nicht bekannt. Update: Ein deutscher Kinostart ist für den 18.01.18 geplant.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

 

Trailer v. Film: „Valerian and the City of a Thousands Planets„
Bewertung des Charity-Teasers: C+
Kommentar: Luc Bessons neuer Sci-Fi-Film mit Dane DeHaan und Cara Delevingne
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Star Wars: The Last Jedi„
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Der achte Teil, dieses Mal führt Rian Johnson Regie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: ich habe ja auch die anderen gesehen

Trailer v. Film: „Atomic Blonde„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow. In Berlin gedrehter Actionfilm mit Charlize Theron und James McAvoy –  Til Schweiger spielt aber auch mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: 100%

Trailer v. Film: „Annabelle: Creation„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Horrorfilm-Prequel mit Anthony LaPaglia
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: 60%

Trailer v. Film: „Murder on the Orient Express„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Gleichnamige Roman-Verfilmung von und mit Kenneth Branagh. Finde ich generell unnötig, aber die Besetzung mit Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Daisy Ridley, Olivia Colman und Michelle Pfeiffer macht neugierig. Etwas unglücklich bin ich mit Kenneth Branagh als Hercule Poirot, Peter Ustinov ist einfach nicht ersetzbar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: 100%

Trailer v. Film: „Good Time„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: A24-Film und schon bin ich dabei.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: 100%

Trailer v. Film: „A Ghost Story“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: A 24-Drama mit Rooney Mara und Casey Affleck
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Chicago – Film: „Loving“

Ich war am 22.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Loving“ (dt. Kinostart: 15.06.17) 123 min biopic, drama
dir. Jeff Nichols cast: Joel Edgerton, Ruth Negga, Michael Shannon, Nick Kroll, Bill Camp

 

 

Im Jahr 1958 in Virginia. Als Richard Loving (Joel Edgerton) erfährt, dass seine afroamerikanische Freundin Mildred (Ruth Negga) schwanger ist, kauft er ein Grundstück auf dem Land, will ein Haus bauen und macht ihr einen Heiratsantrag. Sogenannte „Mischehen“ sind jedoch in Virginia untersagt und so fahren sie nach Washington, um zu heiraten. Aber auch mit Heiratsurkunde droht ihnen nach ihrer Rückkehr eine Gefängnisstrafe, wenn sie weiterhin zusammenleben. Die Lovings müssen ihre Freunde und Familie zurücklassen, um in einem anderen Bundesstaat ein gemeinsames neues Leben aufzubauen.…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Loving“ basiert auf einer wahren Geschichte, die im Jahr 1967 zu einer Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten geführt hat. Fortan waren „gemischtrassige“ Ehen zwischen weißen und nichtweißen Partnern nicht länger verboten. Der Film ist nach „Shotgun Stories“, Take Shelter, Mud, Midnight Special erst der fünfte Spielfilm des amerikanischen Autors und Filmemachers Jeff Nichols.

Gut, wenn ein Film sehr wahrscheinlich für den Oscar nominiert wird (und ihm sogar durchaus Chancen auf den Oscar-Gewinn als bester Film eingeräumt werden), sehe ich ihn natürlich mit anderen Augen. Meine Erwartung konnte „Loving“ nicht erfüllen. Die Lovings waren einfache Leute, die sich geliebt haben und nicht verstanden haben, warum sie nicht zusammenleben durften. Die Öffentlichkeit haben sie mit ihrem Fall, der rückblickend ein bedeutendes Ereignis in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung war, nie gesucht. Jeff Nichols erzählt diese Geschichte der Lovings. Mir gefiel der Schluss, der Weg dahin war etwas zäh. Eigentlich müsste ein Film mit diesem wichtigen Thema, eine solche Liebesgeschichte, richtig berühren, nahe gehen – das hat er mich aber nicht und daher kann ich ihn auch nicht positiver bewerten.

Auch verstehe ich das ganze Gewese um die Performance von Ruth Negga nicht. Ich würde sie nicht mal in den engeren Kreis der Nominierten sehen. Es ist sicherlich schwer, einen introvertierten Charakter zu spielen, aber ich habe kaum eine Empfindung ihrer Figur gespürt. Sie hat nicht die Gabe einer Sandra Hüller (in Toni Erdmann), eines Casey Afflecks in Manchester by the Sea oder einer Lily Gladstone in Certain Women. Wenn eine schauspielerische Leistung aus „Loving“ für den Oscar nominiert werden sollte, dann ist es Joel Edgertons. Naja und Michael Shannons, der gehört generell für den Oscar nominiert.

 
„Loving“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Joel Edgerton), Beste Hauptdarstellerin (Ruth Negga), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien. Update: „Loving“ hat eine Oscar-Nominierung erhalten (Ruth Negga als Beste Hauptdarstellerin)

„Loving“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 4.11.16 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Derzeit läuft er landesweit in 446 Kinos. Ab dem 15.06.17 wird „Loving“ in den deutschen Kinos zu sehen sein.

 

 

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen. Mal gucken, wie weit der Film hinsichtlich der Oscars kommt. Update: ich muss ihn wohl gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Dog´s Purpose„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Lasse Hallströms neuer Film. Hunde-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Fences„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Denzel Washingtons Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks mit Denzel selbst in der Hauptrolle und Viola Davis. Oscar-Film!!!!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: B (neuer, alter Trailer)
Kommentar: Damien Chazelles neuer Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!!!!
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Monster Calls„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Sigourney Weaver und Felicity Jones. Liam Neeson verleiht dem Monster seine wunderbare Stimme
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Zookeeper´s Wife„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Jessica Chastain und Daniel Brühl
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

amerikanischer Aufsteller von Film "Loving"
amerikanischer Aufsteller von Film „Loving“

 

Berlin – Film: „Midnight Special“

Ich war am 15.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Midnight Special“ (dt. Kinostart: 18.02.16) 112 min sci-fi, fantasy, thriller
dir. Jeff Nichols cast: Michael Shannon, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Adam Driver, Sam Shepard, Jaeden Lieberher

 

Der achtjährigen Alton Meyer (Jaeden Lieberher) wird vermisst. Landesweit wird nach ihm gesucht, sogar das FBI schaltet sich ein. Der Junge befindet sich in der Obhut zweier Männer, Roy (Michael Shannon) und Lucas (Joel Edgerton)…

B (Wertung von A bis F) Nach „Shotgun Stories“, Take Shelter  und Mud ist „Midnight Special“ erst der vierte Film von Autor/Regisseur Jeff Nichols. Dies ist die erste Studioproduktion des Independent-Filmemachers.

Im Jahr 2011 war „Take Shelter“ einer meiner Top Ten-Filme, seitdem warte ich auf neue Werke von Jeff Nichols. Genauer gesagt habe ich in meiner Bestenliste aus dem Jahr 2013 „Midnight Special“ bereits als einen der Filme, auf den ich mich im Jahr 2014 am meisten freue, gelistet. „Midnight Special“ wurde im Frühjahr 2014 fertiggestellt. Herausgebracht wurde der Film aber weder im Jahr 2014, noch im Jahr 2015. Dieses Jahr hatte tatsächlich die Berlinale das Privileg, den Film uraufzuführen.

Auch wenn mir nicht alles in dem Film logisch erschien, mich ein Anschlussfehler rausgebracht hat und ich das Ende nur mittel-befriedigend fand, ist „Midnight Special“ ein durchaus spannender Sci-Fi-Thriller. Wenn man sich den Film anschauen möchte, sollte man so wenig wie möglich über die Handlung wissen (entsprechend habe ich meine Inhaltsangabe abgeändert). Die Dramatik ist von Beginn an spürbar und auch wenn man nicht genau weiß, wovor die beiden Männer mit dem Kind flüchten, fiebert man mit ihnen.

Grundsätzlich kann man bei mir nichts falsch machen, wenn die Hauptrolle mit einem meiner Lieblingsschauspieler (Michael Shannon) besetzt ist, ihm Joel Edgerton zur Seite gestellt wird und wenn darüberhinaus Adam Driver (What IfWhile We´re Young, „Star Wars: The Force Awakens“) für den nötigen Humor sorgt. Der Junge wird von Jaeden Lieberher gespielt, bekannt aus dem Film St. Vincent – den Film, den ich immer noch versuche, zu vergessen.

 
Die eindringliche Filmmusik hat mich mitunter an Howard Shores Score aus Spotlight erinnert. Diese Filmmusik komponierte jedoch David Wingo.

 

„Midnight Special“ feierte auf dem Berlin International Film Festival 2016 seine Weltpremiere. Der Film lief auf der 66. Berlinale im Wettbewerb. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. „Midnight Special“ ist regulär ab morgen, dem 18.02.16, in den deutschen Kinos zu sehen und soll einen Monat später, am 18.03.16 in den amerikanischen Kinos starten.

Erster offizieller Trailer zu sehen:

 

Zweiter offizieller Trailer zu sehen:

 

Deutscher Trailer zu sehen:

NYC – Film: „Black Mass“

Ich war am 24.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Black Mass“ (dt. Filmstart: 15.10.15) 122 min crime, adaptation, biopic
dir. Scott Cooper cast: Johnny Depp, Joel Edgerton, Benedict Cumberbatch, Kevin Bacon, Peter Sarsgaard, Dakota Johnson, Corey Stoll, Jesse Piemons

Im Jahr 1975 ist Jimmy „Whitey“ Bulger (Johnny Depp) einer der gefährlichsten Gangsterbosse in Amerika. Er ist der Anführer der irischen Mafia Winter Hill Gang. John Connolly (Joel Edgerton) arbeitet als Spezialagent beim FBI und kennt Jimmy von klein auf. Jetzt versucht er ihn davon zu überzeugen, als Informant für das FBI zu arbeiten. Das FBI will durch seine Aussagen andere Mafia-Familien zu Fall bringen.

C+ (Wertung von A bis F) „Black Mass“ basiert auf dem Buch „Black Mass: The True Story of an Unholy Alliance Between the FBI and the Irish Mob“ von Dick Lehr und Gerard O´Neill. Jack Nicholsons Figur Frank Costello in Martin Scorseses Film „The Departed“ basierte wage auf Whitey Bulger.

„Black Mass“ ist erst der dritte Film von Regisseur Scott Cooper. Sein Regiedebüt Crazy Heart war okay, hat aber immerhin Jeff Bridges seinen wohlverdienten Oscar eingebracht. Sein zweiter Film Out of the Furnace war in meinen Augen auch nicht so doll, hatte aber erneut einige herausragende Performance hervorgebracht. Und in diese Reihe fügt sich „Black Mass“ mit Leichtigkeit ein. Whitey Bulger war eine durchaus interessante Gangsterpersönlichkeit, die in meinen einen wesentlich besseren Film verdient hätte. Dafür wird man mit einigen grandiosen Performances belohnt. Bemerkenswert finde ich, dass ich wesentlich öfter lachen musste, als ich dies vermutet hatte.

Ein Hauptgrund für mich diesen Film zu sehen, war zweifelsfrei Johnny Depp. Ist das die Rolle für die er mit einem Oscar ausgezeichnet wird? In jeden Fall wird er dafür hochgehandelt. Es ist zweifelsfrei eine untypische Johnny Depp-Performance. Äußerlich ist er kaum wiederzuerkennen. Er hat eine ganz andere Statur, eine Halbglatze und unfassbar viel Make-up verwandeln sein Gesicht in ein völlig anderes. Reicht das um ihn mit der höchsten aller Schauspielerehren auszeichnen? Ich finde nicht. Gerade in den Nahaufnahmen nimmt ihn sein maskenhaftes Gesicht jegliche Ausdrucksstärke. Definitiv wäre hier weniger Make-up besser gewesen, auf die farbigen Kontaktlinsen hätte man beispielsweise gänzlich verzichten sollen, Seine starren, leblosen Augen lenken zu sehr ab. Auf der anderen Seite wird er seinem Schauspielkollegen Benedict Cumberbatch (der hier den Bruder von Johnny Depps Charakter spielt) wahrscheinlich nie wieder so ähnlich sehen wie in diesem Film. Man kann Johnny Depp für diese Rolle für den Oscar nominieren, dann hätte man aber auch Leonardo DiCaprio in J. Edgar nominieren müssen. Johnny Depp ist in jedem Fall nicht dran den Academy Awrd zu gewinnen. Er wurde bislang 3 x nominiert (für „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“, „Finding Neverland“ und Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street), da kann er sich hinter dem bereits 4x als Schauspieler (+ 1x als Produzent) für den Oscar nominierten und wesentlich vielseitigeren Leonardo DiCaprio einordnen.

Johnny Depp wird in „Black Mass“ auch nie zu seiner Filmfigur, ganz im Gegensatz zu anderen Schauspielern im Film. Am Besten hat mir eindeutig Peter Sarsgaard gefallen. Leider ist seine Rolle nicht sonderlich groß, aber in der kurzen Zeit ließ er mich die Luft anhalten. Bravourös meistert auch Joel Edgerton seinen komplexen Charakter. Positiv aufgefallen sind mir auch Rory Cochrane (der die rechte Hand von Jimmy spielt), Dakota Johnson (die Jimmys Ex spielt) und, mal wieder, Corey Stoll.

„Black Mass“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2015 gezeigt.

„Black Mass“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Johnny Depp), Bester Nebendarsteller (Kevin Bacon, Benedict Cumberbatch), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Our Brand is Crisis“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Gordon Greens neuer Film mit Sandra Bullock und Billy Bob Thornton
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Creed“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Wie viele Boxer-Filme muss ich eigentlich noch gucken? Rocky-Spin-off mit Sylvester Stallone.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Martian“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film mit Matt Damon, Jessica Chastain, Jeff Daniels
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gestern in einem Sneak Screening auf dem New York Film Festival gesehen

Trailer v. Film: „The Walk“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film, habe im Trailer schon Gänsehaut bekommen. Joseph Gordon-Levitt Akzent lenkt mich zu sehr ab. Unbedingt muss ich den Film in 3D gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gerade auf dem New York Film Festival gesehen

Trailer v. Film: „Legend“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Wenn ich weiß, dass Tom Hardy in einem Film mitspielt, kaufe ich mir gedanklich bereits die Eintrittskarte. Hier gibts für das Geld sogar zwei Tom Hardys.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Secret in Their Eyes“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des gleichnamigen argentinischen Films. Dieser Thriller ist mit Nicole Kidman, Chiwetel Ejiofor und Julia Roberts besetzt. Ein mit einer schwarzhaarige Perücke verändertes Äußeres macht aus Julia Roberts nicht auf einmal eine gute Schauspielerin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bin immer noch am überlegen

Los Angeles – Film: „The Gift“

Ich war am 24.08.15 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Gift“ (dt. Kinostart: 26.11.15) 108 min thriller, drama
dir. Joel Edgerton cast: Jason Bateman, Rebecca Hall, Joel Edgerton, Allison Tolman

Simon (Jason Bateman) hat einen neuen Job angenommen. Er zieht mit seiner Frau Robyn (Rebecca Hall) von Chicago nach Los Angeles. In einem Einrichtungshaus wird Simon von einem Mann (Joel Edgerton) angesprochen. Es stellt sich heraus, dass sie alte Schulkameraden sind. Simon kann sich kaum an Gordon Moseley erinnern, hätte ihn selbst nie erkannt. Gordo lässt dem Ehepaar zunächst eine Flasche Wein zukommen. Das ist zwar sehr nett, aber dieser seltsame Mann wird immer aufdringlicher..

B (Wertung von A bis F) Der australische Schauspieler Joel Edgerton (Animal Kingdom, Warrior, Zero Dark Thirty) gibt mit „The Gift“ sein, durchaus solides Regiedebüt. Er hat auch das Drehbuch verfasst und spielt eine der Hauptrollen.

Wenn man sich etwas mit dem Genre auskennt, kann man eigentlich schon vom Trailer her erahnen, wie dieser Thriller verläuft. Dass der Film dann doch eine andere Richtung einschlägt, kam für mich etwas überraschend. Gerade wenn man es sich zur Berieselung mit den üblichen Schreckmomenten gemütlich macht, nimmt der Film eine Wendung und wechselt sogar zwischendurch das Genre. Joel Edgerton hat eine gute, wendungsreiche, aber auch nicht fehlerfreie Geschichte geschrieben und inszeniert. Am Ende habe ich einen ganz schön spannenden Film gesehen. Über das Ende habe ich mir am nächsten Tag noch Gedanken gemacht und auch ist die Schlussszene hängen geblieben.

Etwas gestört hat mich, dass Joel Edgerton hier schon optisch (mit gruseliger Perücke, Kontaktlinsen und einem Ohrring) schon verhaltensgestört aussieht. Den würde doch kein normaler Mensch ins Haus lassen.

Ich sehe Jason Bateman (Juno, Bad Words) generell recht gerne. Nach Disconnect hat er hier wieder mal eine nicht komödiantische Rolle. Solche Rollen liegen ihm, hier kann er – und das ist mir insbesondere in „The Gift“ aufgefallen – zeigen was er kann.

Es hat mich sehr gefreut Allison Tolman das erste Mal seit der grandiosen TV-Serie Fargo zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „About Ray“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Elle Fanning als Transsexuelle. Auch mit dabei sind Naomi Watts, Susan Sarandon und Tate Donovan. Oscar-Nominierungen denkbar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Visit“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm. Das Problem ist, dass ich M. Night Shyamalan (nach den blöden Filmen, die er zuletzt gedreht hat) nicht mehr über den Weg traue.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

Trailer v. Film: „Spectre“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Mendes zweiter James Bond Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Black Mass“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Kann Johnny Depp wirklich überzeugen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Secret in Their Eyes“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des gleichnamigen argentinischen Films. Dieser Thriller ist mit Nicole Kidman, Chiwetel Ejiofor und Julia Roberts besetzt. Ein mit einer schwarzhaarige Perücke verändertes Äußeres macht aus Julia Roberts nicht auf einmal eine gute Schauspielerin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: muss ich mir gut überlegen

NYC – Film: "Zero Dark Thirty"

Ich war am 10.1.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Zero Dark Thirty“ (dt. Kinostart: 31.01.13) 157 min thriller, drama
dir. Kathryn Bigelow cast: Jessica Chastain, Jason Clarke, Jennifer Ehle, Joel Edgerton, Mark Strong, Kyle Chandler, Mark Duplass, Harold Perrineau

„Zero Dark Thirty“ lässt die zehn Jahre anhaltende Jagd nach al-Qaida-Anführer Osama Bin Laden Revue passieren.

A- (Wertung von A bis F) „Zero Dark Thirty“ basiert auf tatsächlichen Begebenheiten.

Kathryn Bigelows Vorgängerfilm The Hurt Locker hat uns in den Irak geführt, nachdem der Krieg 2003 offiziell beendet war. Gezeigt hat er einen anhaltenden, nicht zu gewinnenden Krieg und wie sich der gefährliche Alltag für eine amerikanische Spezialeinheit darstellt. Ihr aktueller Film „Zero Dark Thirty“ zeigt einen scheinbar endlosen Krieg, den Krieg gegen den Terror. Die Rahmenhandlung beschäftigt sich mit der komplizierten, mühsamen und auch frustrierenden Fahndung nach dem Terrorchef Osama Bin Laden. Dabei sind wir als Zuschauer bis zum letzten Part der Geschichte an der Seite von der von Jessica Chastain verkörperten CIA-Agentin Maya, die ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet hat, den meistgesuchten Terroristen der Welt zu finden.

Kathryn Bigelow und ihr Drehbuchautor Mark Boal werden für ihren Film in den U.S.A. heftig angegriffen. Ungewöhnlich ist, dass sich auch einige hochrangige Politiker einmischen. „ZD30“ zeigt, dass es Folter als Verhörmethode des CIA gab – und warum sollte er dies nicht zeigen. Der Film spricht sich aber weder für Folter noch gegen sie aus. Dazu bezieht er keine Stellung. Letztlich waren es mehrere Einzelheiten, die die CIA auf die Spur von UBL (wie er in amerikanischen Militärkreisen genannt wird) gebracht haben. Auch lese ich in dem Film, dass es eigentlich nichts verändert hat, dass Osama Bin Laden gefunden und getötet wurde. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, meine Güte es ist ein Film – und zwar ein verdammt guter.

Die richtig guten Filme sind in meinen Augen die, die dem Zuschauer nicht alle Antworten liefern, sondern viele Fragen aufkommen lassen und zur Diskussion anregen. „ZD30“ ist so ein Film. Er ist irgendwo eine Charakterstudie über eine von ihrem Job besessene CIA-Agentin. Selbstverständlich ist es aber auch ein Militär-Thriller, der – obwohl jeder den Ausgang der Geschichte kennt – langsam Spannung aufbaut und zum Ende hin einfach nervenaufreibend inszeniert ist.

Das Zentrum des Films ist Jessica Chastains Charakter Maya. Man kann nachvollziehen, wie sie sich fühlt. Man sieht auch wie sie sich verändert, zum Anfang ist sie noch recht jung und eher die Beobachterin, dann die desillusionierte Geheimdienstlerin und später die ehrgeizige, sehr angespannte, von ihrer Idee überzeugte Agentin und irgendwie steht sie immer alleine da. Jessica Chastain ist exzellent in dieser Rolle. Auch hat mir endlich mal wieder Mark Strong gut gefallen. Jennifer Ehle hat auch wieder überzeugt. In einer Szene ist Joel Edgerton supersexy.

Ich weiss nicht, ob generell Europäer den Film anders sehen als Amerikaner. Meine absolute Lieblingsserie ist seit einem Jahr Homeland und da geht es um ein ähnliches Thema.

Vor wenigen Tagen hat „Zero Dark Thirty“ fünf Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin, Jessica Chastain, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt) erhalten. Für jeden, der sich mit dem Oscar-Rennen 2012/2013 etwas intensiver beschäftigt, war es eine Überraschung, dass Kathryn Bigelow nicht für ihre Regiearbeit nominiert wurde.

Als Anfang Dezember 2012 die ganzen Debatten über den Film begannen, schwanden die Oscar-Chancen für den Film praktisch stündlich. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences einem Film, der so viele Diskussionen entfacht, mit einem Oscar als Bester Film auszeichnet. Die Academy würde dadurch einen Imageschaden befürchten.

„Zero Dark Thirty“ wird in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2012 landen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Place Beyond the Pines“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Neuer Film mit Ryan Gosling. Ist in meiner Must-See-Liste für 2013
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parker“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Actionfilm mit J. Lo und Jason Stratham
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Snitch“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actionfilm mit, schon wieder, Dwayne Johnson. Warum spielt Susan Sarandon hier mit?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Pain & Gain“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Action mit Mark Wahlberg und Dwayne Johnson. Eigentlich gucke ich keine Filme mit Letztgenannten, der Trailer war aber nicht schlecht, bis klar war, dass es ein Michael Bay-Film ist. :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Oblivion“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Sci-Fi mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Broken City“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Russell Crowe, Mark Wahlberg und Frau Douglas. Nach wie vor, Filme, die im Januar oder Februar in den U.S.A. starten sind ganz, ganz selten gut.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „After Earth“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: M. Night Shyamalans neuer Film mit Will Smith und seinem Gör
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich sag mal – nö

NYC – Film: "Warrior"

Ich war am 22.09.11 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Warrior“ (in D. ab dem 24.02.12 auf DVD erhältlich) 139 min action, drama
dir. Gavin O`Connor cast: Tom Hardy, Joel Edgerton, Nick Nolte, Jennifer Morrison, Noah Emmerich, Kevin Dunn, Frank Grillo

Der Ex-Marine Tommy (Tom Hardy) taucht nach vielen Jahren bei seinem Vater Paddy (Nick Nolte) auf. Paddy ist Alkoholiker und gibt an, seit drei Jahren nicht mehr zu trinken, Tommy wird ihm aber seine zerstörte Kindheit nie verzeihen. Er bittet Paddy, einem ehemaligen Wrestling-Trainer, ihn erneut zu tranieren. Er möchte an dem Mixed Martial Arts-Turnier (SPARTA) teilnehmen, bei dem der Gewinner ein Preisgeld von USD 5 Millionen Dollar mit nach Hause nimmt. Tommy hat auch zu seinem älteren Bruder Brendan (Joel Edgerton) seit Jahren keinen Kontakt mehr. Brendan arbeitet als Physiklehrer und ist mittlerweile verheiratet und hat zwei Töchter. Er steckt in einer prekären finanziellen Situation. Er und seine Familie sind dabei, ihr Haus zu verlieren. Brendan, der sich durch Kämpfe in seiner Freizeit etwas Geld hinzuverdient, sucht sich einen Trainer (Frank Grillo) und wird sich ebenfalls für das SPARTA-Turnier anmelden…

A- Wertung von A bis F) „Warrior“ geht beinahe 2 1/2 Stunden, ich fand ihn aber keine Minute langweilig. Zum Schluss wird es beinahe unerträglich spannend. Der Film erzählt eine bewegende Familiengeschichte und ist zugleich ein solider Sportfilm. MMA ist ein für die U.S.A. relativ neuer Sport und unglaublich brutal. Die Kampfszenen sind realistisch choreographiert und packend inszeniert. Am meisten hat mich aber die Familiengeschichte berührt. Die ersten Begegnungen zwischen Brendan und seinem Vater, und später das erste Aufeinandertreffen der beiden Brüder.

Es geht schon seit ein paar Jahren so, dass wenn ich Nick Nolte auf der Leinwand sehe, ich merke wie sehr ich ihn vermisst habe. Sein Gesicht ist voller Leben und seine knarzige, grimmige Stimme ist einfach besonders. Nick Nolte wird zweifelsohne eine Menge von seinem eigenen Leben mit in diese Rolle gebracht haben, aber das ist mir egal. Er ist einfach Paddy und damit ist das eine ganz klare Oscar-Nominierung. Auch Tom Hardy fand ich herausragend. Wenn er etwas besonders gut kann, dann solche Kämpfertypen überzeugend spielen. Joel Edgerton habe ich nicht so ganz den Physiklehrer abgenommen. Ich kann mich zwar an meinen Physiklehrer nicht mehr erinnern, aber wenn er wie Joel Edgerton ausgesehen hätte, hätte ich bestimmt auch etwas aktiver am, aus meiner Sicht sinnfreien, Unterricht teilgenommen. Dafür hat Joel Edgerton aber eine frappierende Ähnlichkeit mit Nick Nolte und so konnte ich ihm irgendwie den Sohn abnehmen.

„Warrior“ mag vielleicht etwas klischeehaft sein, aber er hat mich bewegt.

Schade, dass der Film nicht vor einem Jahr rausgekommen ist. Da die Geschichte doch der von The Fighter ähnelt, könnte das den wohlverdienten Oscar-Nominierungen schaden. Ich sehe dennoch eine Oscar-Nominierung für Nick Nolte. Mit „The Prince of Tides“ und „Affliction“ wurde er bereits zwei Mal für den Oscar nominiert.

„Warrior“ könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2011 landen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Descendants“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film mit George Clooney. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mission: Impossible – Ghost Protocol“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: hmmm, ich fand nur MI3 gut (kann mich aber gar nicht mehr richtig erinnern). Ich mag einfach Tom Cruise nicht sehen. Jeremy Renner spielt aber mit und man sieht schon im Trailer, dass er Tom Cruise an die Wand spielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Killer Elite“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actioner mit Robert De Niro, Jason Stratham, Clive Owen. Film hat sehr schlechte Kritiken bekommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Real Steel“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Hugh Jackman, den ich eh nicht mehr sehen/ernst nehmen kann
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dream House“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Daniel Craig, Rachel Weisz und Naomi Watts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Abduction“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller/Action mit Taylor Lautner, Maria Bello, Alfred Molina und Sigourney Weaver. Hat eine sagenhafte RT-Bewertung von 3% erhalten.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Hunger Games“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: von vielen langerwartete Verfilmung des gleichnamigen Romans mit Jennifer Lawrence, Woody Harrelson, Stanley Tucci und Lenny Kravitz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%