Berlin – Film: „The Dead Don´t Die“

Ich war am 19.06.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Dead Don´t Die“ (dt. Kinostart war der 13.06.19)  103 min  comedy, horror 

dir. Jim Jarmusch  cast: Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton, Chloe Sevigny, Steve Buscemi, Danny Glover, Caleb Landry Jones, Rosie Perez, Iggy Pop, RZA, Selena Gomez, Tom Waits

 

Durch Polar-Fracking hat sich die Erdachse verschoben. In dem amerikanischen Provinzkaff Centerville häufen sich seither seltsame Dinge. Haus- und Nutztiere verschwinden spurlos, Handy-Akkus sind plötzlich leer, Uhren bleiben stehen und dunkel scheint es auch nicht mehr zu werden. Dann werden Sheriff Cliff Robertson (Bill Murray) und Officer Ronnie Peterson (Adam Driver) zu dem örtlichen Diner gerufen, dort liegen zwei bestialisch zugerichtete Leichen. Officer Ronnie hat da so eine Ahnung, vielleicht stecken Zombies dahinter…

 

B- (Wertung von A bis F) „The Dead Don´t Die“ ist der neue Film des amerikanischen Autorenfilmers Jim Jarmusch („Down by Law“, „Night on Earth“, The Limits of Control, „Only Lovers Left Alive“, Paterson).

Man könnte den gesamten Film als eine Promotion für den (Titel-) Song „The Dead Don´t Die“ von Sturgill Simpson halten. Viel mehr ist Jim Jarmuschs erster Zombie-Film aber als Kritik an Politik und Gesellschaft zu verstehen. Eigentlich ist es nur ein Einsiedler, Kinder in einer Besserungsanstalt und der Polizist Ronnie die den Ernst der Lage hier erkennen (letztere aus einem anderen Grund). Alle anderen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt oder generell desinteressiert und/oder schenken der Politik Glauben, die ihren Bürgern weismachen will, dass das Fracking am Nordpol natürlich nichts mit der seltsamen Geschehen auf der Erde zutun hat und somit alles „Fake News“ ist. Selbstverständlich gibt es mit Steve Buscemis Charakter auch eine Kritik an dem Trump-Wähler ansich, u.a. fällt er durch sein rotes Basecap mit dem sinnbefreiten Aufdruck „Keep America White Again“ auf und wittert hinter allem eine Verschwörung. Wenn dann selbst die Untoten nach Wi-Fi, Blootooth, Süßigkeiten, Kaffee, Chardonnay etc. gieren, ist das sicher auch als eine Kritik an der (Kosum-) Gesellschaft zu sehen. Der Film ist – auch wenn er im Horrorgenre angesiedelt ist –  zu keinem Zeitpunkt gruselig, er nimmt sich aber auch selbst nicht sonderlich ernst, dafür sorgen schon die zahlreichen Meta-Referenzen. Allgemein betrachtet ist der Film nicht wirklich rund, aber Jim Jarmusch schafft es immer wieder mit seinem Stammpersonal und kauzigen Charakteren eine Atmosphäre zu kreieren, in der man sich wohl fühlt und in der man für eine gewisse Zeit verweilen möchte. 

„The Dead Don´t Die“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2019 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm. Der Film ist am 14.06.19 in 613 amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er landesweit in 690 US-Kinos. In Deutschland läuft er seit dem 13.06.19 in den Kinos. Ich habe den Film in der OV im regulären deutschen Kino gesehen. 

Trailer zu sehen: 

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „O Beautiful Night„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: deutscher Film 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „They Shall Not Grow Old„

Bewertung des Trailers: B (Trailer in der OmU) 

Kommentar: Peter Jacksons neuer Film, Doku über den Ersten Weltkrieg

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Kursk„

Bewertung des Trailers: B (Trailer in der dt. Synchro) 

Kommentar: Thomas Vinterbergs neuer Film über das Kursk-Unglück mit Matthias Schoenaerts, Colin Firth, August Diehl und Matthias Schweighöfer

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

Berlin (ale) – Film: „The Souvenir“

Ich war am 12.02.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Souvenir“  114 min  drama 

dir. Joanna Hogg  cast: Honor Swinton-Byrne, Tom Burke, Tilda Swinton, Richard Ayoade, Jack McMullen

 

Anfang der 1980er Jahren in England. Die Filmstudentin Julie (Honor Swinton-Byrne) arbeitet an ihrem ersten Filmprojekt. Auf einer Party lernt sie den, um einiges älteren Anthony (Tom Burke) kennen. Sie fühlt sich von ihm angezogen und auch inspiriert. Anthony verheimlicht Julie jedoch etwas…

 

C- (Wertung von A bis F) „The Souvenir“ ist der vierte Film der britischen Autorin und Filmemacherin Joanna Hogg („Unrelated“, „Archipelago“, „Exhibition“). Der Film ist semiautobiografisch, die Filmstudentin Julie ist eine Art fiktive Version der Filmemacherin in jungen Jahren. „The Souvenir“ ist als zweiteiliger Spielfilm geplant. Die Dreharbeiten zu der Fortsetzung sollen noch im Sommer 2019 beginnen. 

Wenn keine solide Story im Vordergrund des Films steht, findet man oftmals durch den Protagonisten einen Zugang zu dem Gezeigten. Die Protagonistin Julie taugt aber weder als Identifikationsfigur noch ist sie, in meinen Augen, sonderlich interessant oder sympathisch. Da mich aber weder die Handlung noch die Charaktere zu fesseln wussten, hätten es noch die Idee des Films, die Inszenierung oder vielleicht herausragende Schauspieler schaffen können. Gegen die Idee, im Groben: ein Film über das Filmemachen verbunden mit einer Liebesgeschichte, ist nichts einzuwenden. Die Inszenierung wirkt aber sehr improvisiert und experimentell und auch wenn der Humor hin und wieder etwas durchscheint, ist das Ganze doch eine recht öde Veranstaltung. Es hätte vielleicht geholfen, wenn die Hauptdarstellerin Honor Swinton Byrne optisch eine gewisse Ähnlichkeit oder wenigstens eine ähnliche Präsenz wie ihre tolle Mutter Tilda Swinton hat. Hat sie aber nicht leider nicht und entsprechend ist jeder noch so  kurze Auftritt der ausdrucksstarken Mama herzlich willkommen. Den Rest des Films hatte ich bereits kurz nach dem Berlinale-Besuch wieder vergessen.

„The Souvenir“ ist der erste Part eines zweiteiligen Projekts. Während an ein paar vereinzelten Stellen in diesem Film gelacht wurde, konnte ich die größten Lacher vernehmen,  als nach dem extrem zähen Film und dem langen Abspann ganz am Ende angekündigt wurde, dass es in Kürze einen zweiten Teil gibt. 

Nach einem kurzen Auftritt in Luca Guadagninos Film „I Am Love“ ist dies das offizielle Spielfilmdebüt von Honor Swinton-Byrne. 

„The Souvenir“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2019 gezeigt. Dort hat die Filmemacherin den World Cinema Dramatic Grand Jury Prize gewonnen. Der Film lief in der Internationalen Premiere auf der Berlinale, Sektion Panorama. Ich habe den Film auf der Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung. Die Filmemacherin, die Hauptdarstellerin Honor Swinton-Byrne, die Schauspieler Tom Burke, Jaygann Ayeh und auch Tilda Swinton und einige der Produzenten und andere Crew-Mitglieder waren anwesend. Der New Yorker Filmverleih A24 bringt diesen Film voraussichtlich am 17.05.19 in den U.S.A. ins Kino. Für Deutschland ist noch kein Kinostart bekannt. 

Trailer zu sehen:

 

Nach der Berlinale-Vorführung v. „The Souvenir“ die Filmemacherin Joanna Hogg (v. r.), die Schauspieler Honor Swinton Byrne, Tilda Swinton, Tom Burke und Jaygann Ayeh.

Berlin (ale) – Film: „Isle of Dogs“

Ich war am 16.02.18 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Isle of Dogs“ (dt. Filmtitel: „Ataris Reise“, dt. Kinostart: 10.05.18)  101 min  animation
dir. Wes Anderson voices: Bryan Cranston, Edward Norton, Bill Murray, Jeff Goldblum, Ken Watanabe, Koyu Rankin, Greta Gerwig, Frances McDormand, Courtney B. Vance, Harvey Keitel, Liev, Schreiber, Bob Balaban, Scarlett Johannson, Tilda Swinton, F. Murray Abraham, Kunichi Nomura, Yoko Ono

 

Japan in der nahen Zukunft. Kobayashi (Kunichi Nomura) ist Bürgermeister der Großstadt Megasaki City. Er mag keine Hunde und verbreitet bei seinem Volk die Angst, dass sich durch die Hunde eine Seuche verbreiten kann. Damit sich diese nicht auf den Menschen überträgt, hat der Bürgermeister kurzerhand veranlasst, alle Hunde auf eine Mülldeponie, nach Trash Island, zu verbannen und dort ihrem Schicksal zu überlassen. Um ein Zeichen zu setzen, wird der Wachhund seines 12-jährigen Mündels Atari (Koyu Rankin), „Spots“ (Liev Schreiber), gleich als Erstes auf die Müllinsel deportiert. Sechs Monate später landet Atari auf der Isle of Dogs. Er trifft dort auf die mittlerweile verwahrlosten ehemaligen Haushunde Boss (Bill Murray), Duke (Jeff Goldblum), King (Bob Balaban) und Rex (Edward Norton) und dem Streuner Chief (Bryan Cranston). Letztendlich helfen alle dem Jungen dabei, seinen geliebten Hund zu finden….

 

A- (Wertung von A bis F) „Isle of Dogs“ ist nach Fantastic Mr. Fox der zweite Stop-Motion-Film des amerikanischen Autors und Filmemachers Wes Anderson („The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited, The Grand Budapest Hotel). Es ist der erste Film in Spielfilmlänge, für den er die Story und das Drehbuch allein geschrieben hat.

„Isle of Dogs“ ist ein, mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeiteter Stop-Motion Film. Wes Anderson schafft es zunehmend mit seinen Filmen eine völlig eigene, so skurrile Welt zu kreieren und gibt dem Zuschauer damit die Option, an diese Welt teilhaben zu dürfen. Mit diesem Film führt er einen zusätzlich auch in die politische Gegenwart. „Isle of Dogs“ ist ein Film über Ausgrenzung. Die Ausgegrenzten sind in diesem Fall Hunde.

Ich bin selbst ein großer Hundeliebhaber, aber ich glaube, auch wenn man das nicht ist, fühlt man mit diesen, doch so menschentreuen Geschöpfen. Wes Anderson hat hier, besonders mit den eigentlich verwöhnten Haushunden Boss, King, Duke und Rex und dem Streuner Chief ein paar kauzig-liebenswerte Vierbeiner zum Leben erweckt. Schnell begreift man die Sozialstruktur ihres Rudels und begleitet sie bei ihrem Abenteuer in dieser hoffnungslosen Welt. Auch wenn ich natürlich das eine oder andere Tränchen vergossen habe, ist mir der Film überwiegend humorig in Erinnerung geblieben. Am Besten hat mir der Film gefallen, wenn er tatsächlich bei den Hunden ist. Zwei andere Szenen (in der die Zubereitung eines Sushi-Menüs gezeigt wird und eine weitere im Krankenhaus bzw. Operationssaal) sind mir aber auch als besonders originell in Erinnerung geblieben.

Ansonsten ist der Film voller Rückblenden und Zeitsprünge, ist ideen- und detailreich, das man bei der ersten Sichtung des Films kaum alles aufnehmen kann. Ich werde mir den Film daher ganz sicher noch ein zweites Mal anschauen.

Der Film könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2018 landen. Update: „Isle of Dogs“ ist einer meiner Top Ten-Filme des Jahres 2018. 

Ich könnte mir vorstellen, dass „Isle of Dogs“ bei den nächsten Oscars (2019) eine Rolle spielt. Update: „Isle of Dogs“ hat 2 Oscar-Nominierungen (Beste Filmmusik und Bester Animationsfilm) erhalten. 

„Isle of Dogs“ feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2018. Es war der Eröffnungsfilm des 68. Berlin International Film Festivals und damit der erste Animationsfilm, der die Berliner Filmfestspiele eröffnete. Der Film lief im Wettbewerb. Der Film startet am 23.03.18 in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film auf der Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die japanisch/englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Das Japanische wurde nicht übersetzt bzw. untertitelt.

Trailer zu sehen:

 

 

Netflix – Film: „War Machine“

Ich habe mir den folgenden Film über Netflix (U.S.) angeschaut:

 

„War Machine“ (seit dem 26.5.17 weltweit auf Netflix zu sehen) 122 min satire, drama, adaptation
dir. David Michod cast: Brad Pitt, Anthony Hayes, John Magaro, Emory Cohen, Anthony Michael Hall, Topher Grace, Scott McNairy, Tilda Swinton, Ben Kingsley, Keith Stanfield, Alan Ruck, Meg Tilly

 

 

Im Jahr 2009 übernimmt General Glen McMahon (Brad Pitt) das Kommando über die ISAF-Truppen in Afghanistan. Vor ihm sind bereits einige Generäle gescheitert, dort den Krieg zu gewinnen, aber der ehrgeizige McMahon hat sich hohe Ziele gesteckt…

 

B (Wertung von A bis F) „War Machine“ basiert auf Michael Hastings Sachbuch „The Operators: The Wild and Terrifying Inside Story of America’s War in Afghanistan“. Erzählt wird eine fiktive Geschichte der Ereignisse aus dem Jahr 2009. Zentrale Figur in der Geschichte ist General Stanley A. McChrystal (im dem Film, der von Brad Pitt dargestellte General Glen McMahon). McChrystals rechte Hand war seinerzeit General Michael Flynn, der im Jahr 2017 unter US-Präsident Donald Trump als Nationaler Sicherheitsberater vereidigt wurde und kurz darauf aufgrund seiner umstrittenen Kontakte zu Moskau wieder zurücktreten musste. (General Mike Flynn wird im Film General Greg Pulver genannt und von Anthony Michael Hall gespielt). Diese Kriegssatire ist der neue Film des australischen Filmemachers David Michod (Animal Kingdom, The Rover).

Etwas vorweg: Der Film wäre besser ohne Brad Pitt. Ich konnte mich von Anfang bis Ende des Films nicht daran gewöhnen, dass Brad Pitt seine Filmfigur so überzeichnet. Er spricht wahnsinnig angestrengt, läuft mit hochgezogener Sportshorts herum, als wäre er geistig zurückgeblieben, hat eine seltsame Mimik und Körperlichkeit, usw. Mir kam es so vor, als wäre er in einem ganz anderen Film als der Rest des Ensembles. Zum Filmende gibt es ein Cameo (das ich nicht spoilern werde), ich wünschte „War Machine“ hätte diesen Schauspieler in der Hauptrolle besetzt.

In vielen satirischen Momenten ist „War Machine“ wirklich gut, ich habe einige Male lauthals lachen müssen. Leider vergisst der Film irgendwann, dass er eine Kriegssatire sein möchte und ist auf einmal ein Kriegsdrama, das fand ich äußerst irritierend. Es wäre schön gewesen, wenn ein Genre konsequent durchgehalten worden wäre.

Der Film hält so viele exzellente Performances parat: Ben Kingsley als Präsident Karzai, Alan Ruck („Ferris Bueller´s Day Off“, „Spin City“) als US-Botschafter in Afghanistan. Meg Tilly (die ich nicht als Meg Tilly erkannt habe – neben ihr fand ich aber sogar Brad Pitt besser) als Frau von Brad Pitts Charakter. Anthony Michael Hall („The Breakfast Club“) als eine Mike-Flynn-Version und Tilda Swinton als hartnäckige deutsche Politikerin. In dieses hervorragende Ensemble fügt sich – wie selbstverständlich – der Jungschauspieler Keith Stanfield (Short Term 12, Get Out ) ein. Ich bin sehr zuversichtlich, hier einen der besten Schauspieler der Zukunft zu sehen.

 

Der Kriegsberichterstatter und Investigativ-Journalist Michael Hastings hat das Sachbuch geschrieben, auf dem „War Machine“ basiert. Zuvor hat er einen Artikel im Rolling Stone-Magazin veröffentlicht. In seinem Portrait „The Runaway General“ beschrieb er u.a., wie General McChrystal und seine Truppe über die amtierende US-Regierung lästerten. Dieser Artikel zwang den Vier-Sterne-General McChrystal zum Rücktritt. Michael Hastings schrieb später weitere Artikel und arbeitete gerade an einer Enthüllungsstory über die CIA, als der erst 33-jährige Autor unter mysteriösen Umständen ums Leben kam.

 

Ich hätte „War Machine“ gerne im Kino gesehen, es ist aber ein Netflix-Original-Film. Seit dem 26.5.17 ist er exklusiv auf Netflix abrufbar.

Trailer zu sehen:

 

 

 

Montréal – Film: „Doctor Strange – IMAX-3D“

Ich war am 16.11.16 in Montreál und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Doctor Strange – IMAX-3D“ (dt. Kinostart war der 27.10.16) 115 min action, fantasy, adaptation
dir. Scott Derrickson cast: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams, Benedict Wong, Michael Stuhlbarg, Benjamin Bratt, Mads Mikkelsen, Tilda Swinton

 
Doctor Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein brillanter, aber ziemlich überheblicher Neurochirurg. Nach einem schweren Autounfall kann er, trotz mehrerer Operationen und Therapien, nicht mehr als Chirurg arbeiten. Als er von einem Wunderheiler erfährt, setzt er seine ganze Hoffnung darein. Er reist schließlich zu dem, von „the Ancient One“ (Tilda Swinton) geführten nepalesischen Kloster. Sie führt ihn in die mystische Welt voller alternativen Dimensionen ein. Dr. Strange wird zum Magier ausgebildet und soll fortan die Welt vor einer Invasion von Mächten aus finsteren und bösen Dimensionen beschützen…

 
B (Wertung von A bis F) „Doctor Strange“ basiert auf den gleichnamigen Comics. Es ist der 14. Marvel-Studio-Film aus dem MCU (Marvel Cinematic Universe). Bei dem Film hat der amerikanische Filmemacher Scott Derrickson („The Exorcism of Emily Rose“, Sinister, „Deliver Us from Evil“) Regie geführt.

 
Ich halte die meisten Comic-Verfilmungen für überflüssig, insbesondere die Gelddruckmaschine Marvel ist mir ein Dorn im Auge. Hin und wieder gucke ich mir aber dann doch einen Film oder eine TV-Serie (Daredevil) an. Warum? Weiß ich selbst nicht. „Doctor Strange“ erschien mir von der Besetzung und vom Trailer her mal ein Film, der auch in meiner Welt richtig cool wirkte.

Besonders von dem Produktionsdesign und von den spektakulären Spezialeffekten weiß dieser Film, zu beeindrucken. Auch führt ein feiner Humor durch den Film. Das gefiel mir alles so gut, dass ich mir am Ende ein „A-„ notiert habe. Leider musste ich dann aber feststellen, dass der Film noch gar nicht zu Ende war und es noch ermüdende ca. 15-20 Minuten so weiterging. Schade, weniger wäre hier mehr gewesen, auch wenn in dieser Zeit auch noch einige atemberaubende CGI-Effekte auf einen warteten.

Für das Marvel Studio war Benedict Cumberbatch die Idealbesetzung für die Rolle des Doctor Strange, sie hatten aber auch einen Plan B in der Tasche: Joaquin Phoenix. Wenn man Benedict Cumberbatch in dieser Rolle sieht, kann man sich nicht vorstellen, dass ein anderer Schauspieler in dieser Rolle überzeugen kann und auch nicht der von mir sehr verehrte Joaquin Phoenix.

 
Selten gebe ich eine Empfehlung für die 3D-Fassung, diesen Film sollte man – wenn man die Möglichkeit hat – sogar unbedingt in der eindrucksvollen IMAX-3D-Version sehen. Die 3D-Fassung sollte es aber in jedem Fall sein.

 
„Doctor Strange“ ist zu Recht für einige technische Oscar-Nominierungen im Gespräch. Update: „Doctor Strange“ wurde für einen Oscar nominiert, in der Kategorie Beste visuelle Effekte

„Doctor Strange“ ist einer der wenigen amerikanischen Filme, die eine Woche vor dem amerikanischen Kinostart (4.11.16), in Deutschland ins Kino (27.10.16) gekommen ist. Filme starten in Deutschland bekanntermassen immer am Donnerstag, in den U.S.A. grundsätzlich (es gibt ein paar Ausnahmen an Feiertagen) immer freitags.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

 

 

Trailer v. Film: „Fantastic Beasts and Where to Find Them„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Die Trailer sind wirklich klasse, ich würde ihn mir vielleicht anschauen, wenn Eddie Redmayne nicht mitspielen würde – ihn kann ich wirklich nicht mehr sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „xXx: Return of Xander Cage„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: noch so ein Triple X-Actionfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 
Trailer v. Film: „Rogue One: A Star Wars Story„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer – in IMAX 3D)
Kommentar: Ein Film aus dem Star-Wars-Universum mit Felicity Jones, Ben Mendelsohn, Forest Whitaker und Mads Mikkelsen. Den Sinn verstehe ich nicht, außer dass man bei Lucasfilm und Disney alle Möglichkeiten ausschöpft, richtig viel Geld mit dem Namen „Star Wars“ zu machen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Guardians of the Galaxy Vol.2„
Bewertung des Teasers: B+ (in IMAX 3D)
Kommentar: 2. Teil
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn mir irgendwas Schweres auf den Kopf fällt…

 

San Francisco – Film: „A Bigger Splash“

Ich war am 31.05.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„A Bigger Splash“ (dt. Kinostart war der 5.5.16) 125 min drama, thriller
dir. Luca Guadagnino cast: Tilda Swinton, Matthias Schoenaerts, Ralph Fiennes, Dakota Johnson

 
Marianne Lane (Tilda Swinton) ist ein berühmter Rockstar. Um ihre Stimme nach einer Operation zu schonen, spricht sie derzeit nicht. Mit ihrem Freund Paul (Matthias Schoenaerts) urlaubt sie auf einer italienischen Insel. Bald ist es aber mit der Ruhe vorbei, ihr Ex-Freund Harry (Ralph Fiennes) kündigt sich an. Überraschenderweise hat er eine junge Frau (Dakota Johnson) im Schlepptau. Dabei handelt es sich um seine Tochter Penelope. Schon bald kommt es zu Spannungen.

 
C- (Wertung von A bis F) „A Bigger Splash“ basiert vage auf dem französischen Film „La Piscine“ („The Swimming Pool“) aus dem Jahr 1969.

Dieser Film hat mich richtig verärgert. Blödsinnige Nahaufnahmen, allgemein komische Kameraeinstellungen, eine seltsam gewählte Musik, unpassende Schnitte, eine komplette Fehlbesetzung und dann wird auch noch – überflüssigerweise – die europäische Migranten-Krise thematisiert. Wahrscheinlich hätte ich den Film noch schlechter bewertet, wenn hier nicht drei Top-Schauspiel-Talente (Tilda Swinton, Ralph Fiennes und Matthias Schoenaerts) mitspielen würden und – wie immer – schlichtweg großartig sind.

Ursprünglich war Margot Robbie (The Wolf of Wall StreetThe Big Short) für die Rolle der Penelope geplant, musste aber aufgrund einer Überschneidung mit anderen Filmprojekten aussteigen. Gut, kann passieren. Aber wie kommt man auf die Idee, sie mit der gewöhnlichen Dakota Johnson („50 Shades of Grey“) zu ersetzen? Wie soll man denn glauben, dass sich ein Typ wie Paul (gespielt von Matthias Schoenaerts), der mit Marianne (gespielt von Tilda Swinton) zusammen ist, sich auch nur ansatzweise von ihr angezogen fühlt? Das ist doch ganz großer Murks.  Ansonsten gibt es viel nackte Haut zu sehen.

„A Bigger Splash“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2015 gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Birth of a Nation„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: …and the Oscar goes to… Gut, nach der sinnbefreiten OSCARS-SO-WHITE-Diskussion in der diesjährigen Oscar-Saison, kann man davon ausgehen, dass im nächsten Jahr nicht-weiße Schauspieler und ein Film mit einem afroamerikanischen Thema den Oscar gewinnen werden. „The Birth of a Nation“ ist im Moment der aussichtsreichste Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Swiss Army Man„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe so abgedrehte Indies, da nehme ich sogar Daniel Radcliffe in Kauf. Dafür spielt auch Paul Dano und Mary Elizabeth Winstead mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Tulip Fever„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kostümdrama mit Judi Dench, Alicia Vikander, Dane DeHaan und Christoph Waltz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain Fantastic„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Viggo Mortensen, Ann Dowd und Frank Langella
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films – sieht aus, als ob Michael Bay dahinterstecken würde…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Absolutely Fabulous: The Movie„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich war nie Fan von „Ab Fab“, aber der Trailer sieht irgendwie erfrischend aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

 

Boston – Film: „Hail, Caesar!“

Ich war am 13.2.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Hail, Caesar!“ (dt. Kinostart: 18.2.16) 106 min comedy, drama
dir. Joel Coen, Ethan Coen cast: Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton, Channing Tatum, Alison Pill, Fred Melamed, David Krumholtz voice: Michael Gambon

 

 

Hollywood im Jahr 1951. Eddie Mannix (Josh Brolin) ist der Problemlöser eines großen Filmstudios. Er hat alle Hände voll zutun und dann wird auch noch der große Filmstar Baird Whitlock (George Clooney) entführt.

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Hail, Caesar!“ ist der 17. Spielfilm der Coen Brüder („Fargo“, „The Big Lebowski“, „The Man Who Wasn´t There“, No Country for Old Men, A Serious Man, Inside Llewyn Davis).

„Hail, Caesar!“ ist etwas konfus, definitiv nicht leicht zu etikettieren. Auch wenn man einiges aus früheren Werken der Coens wiederfindet, ist dieser Film so eigen. Es ist ein Film über den Prozess des Filmemachens und über das Hollywood Studiosystem der 1950er Jahre. Die Anspielungen auf Legenden dieser Zeit (Clark Gable, Esther Williams, Hedda Hopper, Gene Kelly) erfolgen natürlich bewusst, die Filmsets sind äußerst eindrucksvoll. Mir bleiben einige Szenen, die skurrilen Charaktere, die teils absurden Dialoge und die famosen Bilder in Erinnerung, der Film hat aber einige Längen und verblasst recht schnell.

Josh Brolins Charakter Eddie Mannix (basierend auf der realen Person Eddie Mannix) führt wie ein roter Faden durch den Film. Er ist der Fixer eines Hollywoodstudios und als Zuschauer begleiten wir ihn einen Tag lang und sehen, mit welchen Problemen, Zweifeln und existenziellen Fragen er sich beschäftigt.

Einige Filme (Stoker, Blue Jasmine), in denen Alden Ehrenreich mitgewirkt hat, habe ich gesehen, aufgefallen war er mir bislang jedoch noch nicht. Das ändert sich mit „Hail, Caesar!“.  Alden Ehrenreich zeichnet hier eine ungewöhnlich starke Präsenz aus. Es gehört auch einiges dazu, einen schlechten Schauspieler zu portraitieren. Auch wenn ich mir derzeit noch nicht vorstellen kann, den amerikanischen Schauspieler in einer ganz anderen Rolle zu sehen, denke ich, dass er seinen Weg gehen wird und ich schon bald erneut begeistert von ihm berichten werde. Die Szenen mit ihm und dem britischen Regisseur (ein erneut grandioser Ralph Fiennes) zählen zu meinen Lieblingsszenen in „Hail, Caesar!“.

Channing Tatum zeigte bereits in Filmen wie Foxcatcher, dass er durchaus ein schauspielerisches Talent besitzt. Er braucht einfach nur geeignete Rollen und die Coens haben ihm diese hier gegeben. In der gefühlte Ewigkeiten andauernden homoerotischen Tanzszene ist er so glaubwürdig wie selten zuvor.

 
Wie alle anderen Filme der Coens sieht auch „Hail, Caesar!“ fantastisch aus. Nicht zuletzt ist dies auch auf Kamerakünstler Roger Deakins zurückzuführen.

Seit dem Jahr 1990 und dem Film „Miller´s Crossing“ arbeiten die berühmten Filmemacher mit dem, dieses Jahr bereits das 13. Mal für den Oscar nominierten Kameramann Roger Deakins zusammen. Vor einigen Jahren war Roger Deakins mit den Dreharbeiten zu Sam Mendes Skyfall beschäftigt und so mussten und die Coens erstmalig bei dem Spielfilm „Burn After Reading“ gezwungenermassen auf einen anderen DP zurückgreifen. Ihre Wahl fiel auf den mittlerweile zweimaligen dreimaligen (gut, ist zwar noch knapp 2 Wochen hin, aber der Academy Award ist ihm mittlerweile sicher) mit dem Oscar ausgezeichneten Emmanuel Lubezki, genannt Chivo (GravityBirdman und The Revenant). Die Coens schätzten seine Arbeit seit längerer Zeit. Chivo konnte sich gleich am ersten Drehtag von dem speziellen Humor der Regie-Brüder persönlich überzeugen, die trugen nämlich ein T-Shirt mit der Aufschrift „What would Roger do?

„Hail Caesar!“ wurde am 5. 2. 16 in den amerikanischen Kinos gestartet. Am 11.2.16 wurde er als Eröffnungsfilm der 66. Berlinale gezeigt. Der Film ist ab dem 18.2.16 regulär in den deutschen Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

ein zweiter Trailer (und ein Teil meiner Lieblingsszene) zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hello, My Name is Doris„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Tragikomödie mit Sally Field
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich glaube, Sally Fields Charakter geht mir zu sehr auf die Nerven

Trailer v. Film: „Now You See Me 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: wieder mal eine unnötige Fortsetzung (von Now You See Me) und dann noch mit Daniel Radcliffe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: neuer Film von Jodie Foster mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Eddie the Eagle„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britische Sport-Biopic-Komödie mit Taron Egerton (den ich kaum erkannt habe) und leider Hugh Jackman
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Nice Guys„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Shane Blacks neuer Film mit einem ziemlich angedickten Russell Crowe und Ryan Gosling
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Neighbors 2: Sorority Rising„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: noch so eine unnötige Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Boss„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Melissa McCarthy – wie viele solcher Komödien will sie noch drehen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Boston – Film: „Trainwreck“

Ich war am 20.07.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Trainwreck“ (dt. Filmtitel: „Dating Queen“, dt. Kinostart: 13.08.15) 125 min comedy, drama
dir. Judd Apatow cast: Amy Schumer, Bill Hader, Tilda Swinton, Brie Larson, Ezra Miller, LeBron James, John Cena, Colin Quinn, Marisa Tomei

Amy (Amy Schumer) lebt in New York, sie geniesst ihr Singledasein und ist alles andere als bindungswillig. Sie arbeitet als Redakteurin für ein Männermagazin. Von der Herausgeberin Dianna (Tilda) bekommt sie den Auftrag, einen Artikel über den berühmten Sportmediziner Dr. Aaron Conners (Bill Hader) zu schreiben. Ausgerechnet Amy, die keine Ahnung von Sport und sich nun wirklich auch nicht dafür interessiert. Es kommt wie es kommen musste, sie landet mit Aaron im Bett und anschließend ist nichts mehr so wie es vorher war. Und das ist nicht die einzige Baustelle, die Amy in ihrem Leben hat. Ihr Vater leidet an Multipler Sklerose und soll nun in ein Pflegeheim ziehen. Amy und ihre jüngere Schwester Kim (Brie Larson) müssen seinen Haushalt auflösen.

B- (Wertung von A bis F) „Trainwreck“ ist der neueste Film von Judd Apatow (Knocked Up, Funny People)

Die Anfangsszene ist großartig und die Endsequenz passt für mich nicht in den Film, bedient aber die üblichen Klischees einer Hollywood-RomCom. Der Mittelteil ist mitunter sehr amüsant, gar witzig. Wäre „Trainwreck“ gute dreißig Minuten kürzer, hätte der Film ein mutigeres Ende und wäre Amy Schumer nicht in der Hauptrolle besetzt, hätte mir diese tragikkomische RomCom wahrscheinlich wesentlich besser gefallen.

Die derzeit angesagteste Comedienne in den U.S.A., Amy Schumer, hat das Drehbuch zu „Trainwreck“ geschrieben. Es ist ihr erstes Skript für einen Spielfilm. Vermutlich wurde ihr nahegelegt, ein – für eine Hollywoodkomödie – traditionelleres Ende zu schreiben. Auch wenn viel improvisiert wurde, ist erkennbar, dass Amy Schumers Drehbuch im Großen und Ganzen gelungen ist. Gerade der Dialogwitz (im Original) ist brillant. „Trainwreck“ lebt auch von der Situationskomik (insbesondere mit den beiden Sportstars, dem Wrestler John Cena und dem Basketballspieler LeBron James)

Amy Schumer hat vieles richtig gemacht, leider fand ich sie in der Hauptrolle unglaubwürdig. Vielleicht mag ich sie aber auch einfach nicht. Für eine Realverfilmung von Miss Piggy wäre sie idealbesetzt, aber dass sich John Cenas oder Bill Haders Charaktere von ihr angezogen fühlen, ist für mich völlig aus der Luft gegriffen. Auch kann man mir keine Blutsverwandtschaft zwischen Amy Schumer und der entzückenden Brie Larson verkaufen. Ich habe mir Amy Schumer in der Zwischenzeit aber in einigen Interviews und Shows angeschaut. Optisch finde ich sie immer noch furchtbar, aber mir gefällt, wie selbstironisch sie auftritt.

Brie Larson (Short Term 12, Don Jon) hingegen ist wieder mal ein Highlight im Film. Gut gefallen haben mir aber auch, wie bereits erwähnt, die beiden Sportler, aber auch Bill Hader, Ezra Miller und Tilda Swinton. Die beiden Letztgenannten spielen übrigens das erste Mal gemeinsam seit ihrem Film We Need to Talk About Kevin.

Eigentlich müsste ich längst ein Gespür für Tilda Swintons Wandelbarkeit entwickelt haben. Dieser Film hat mir aber wieder gezeigt, dass sie mich immer wieder überraschen kann. In „Trainwreck“ spielt sie die abgeklärte Herausgeberin des Männermagazins für das Amy Schumers Charakter arbeitet. Mit dieser Performance, ihrem heftigen Akzent und ihrer kompletten Typveränderung hat sie einen völlig eigenen, faszinierenden Charakter erschaffen. In meinen Augen sollte sie dafür eine Oscar-Nominierung erhalten. Ich habe ihre Filmfigur von der ersten Sekunde geliebt, mir auch direkt notiert, unbedingt herauszufinden, wer diese Schauspielerin ist. Relativ spät im Film, als Tilda Swintons Charakter irgendwann eine Sonnenbrille trägt, habe ich sie tatsächlich erst erkannt.

„Trainwreck“ spielt u.a. in einer Filiale eines meiner Lieblingscafés in Manhattan, dem Alice´s Tea Cup (http://alicesteacup.com)

„Trainwreck“ wurde erstmalig auf South by Southwest 2015 gezeigt.

Vermutlich relativ unwahrscheinlich, aber tatsächlich ist „Trainwreck“ für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Beste Hauptdarstellerin (Amy Schumer), Bestes Orginaldrehbuch,

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Teaser v. Film: „Scouts Guide to the Zombie Apocalypse“
Bewertung des Teasers: D-
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Gift“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Thriller von und mit Joel Edgerton. Auch dabei Jason Bateman und Rebecca Hall.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ricki and the Flash“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jonathan Demmes neuer Film mit Meryl Streep als alternde Rockerin
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Teaser v. Film: „Scouts Guide to the Zombie Apocalypse“
Bewertung des Teasers: D (anderer Teaser)
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Vacation“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit Christina Applegate, Ed Helms, Leslie Mann, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Crimson Peak“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Guillermo del Toros neuer (Horror)-Film mit Mia Wasikowska, Jessica Chastain und Tom Hiddleston
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Sisters“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Tina Fey und Amy Poehler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Berlin – Film: "The Grand Budapest Hotel"

Ich war am 27.02.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Grand Budapest Hotel“ (dt. Titel: „Grand Budapest Hotel“, dt. Kinostart: 06.03.14) 100 min comedy, drama
dir. Wes Anderson cast: Ralph Fiennes,Tony Revolvori, F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Matthieu Amalric, Jude Law, Harvey Keitel, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Tom Wilkinson, Owen Wilson, Leá Seydoux

Im Jahr 1932 ist Zero (Tony Revolvori) ein junger Page im Grand Budapest Hotel in Zubrowka. Ausgebildet wird er von dem legendären und dandyhaften Concierge des Luxushotels, Gustave H. (Ralph Fiennes). Er erklärt ihm alles Wesentliche und Zero ist schon bald Gustaves engster Vertrauter. Nachdem die wohlhabende 84-jährige Madame D. (Tilda Swinton) verstorben ist, reist Gustave mit Zero zur Beerdigung und Testamentseröffnung an. Gustave hatte ein Verhältnis mit der betagten Lady und hat jetzt ein sehr wertvolles Gemälde geerbt. Die Verwandtschaft ist empört, Gustave gerät bald unter Mordverdacht, stiehlt das Gemälde und sucht mit Zero das Weite…

B (Wertung von A bis F) Wes Anderson hat sich für den Film „The Grand Budapest Hotel“ von dem österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig inspirieren lassen. Auch wurde der Filmemacher von einigen Filmen von Ernst Lubitsch und dem Film „Grand Hotel“ mit Greta Garbo und Joan Crawford beeinflusst.

Wes Anderson („Rushmore“, „The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited, Fantastic Mr. Fox) hat mittlerweile eine unverkennbare Handschrift. Vermutlich könnte man jedes x-beliebige Szenenbild eines Wes-Anderson-Films nehmen und würde mit Sicherheit erkennen, dass es sich hierbei um einen Film dieses Regisseurs handelt. Man muss seinen farbenreichen, schrill-schrägen, so eigenen Stil mögen – ich mag ihn.

Vor allen Dingen mag ich seine Filme, weil sie so wirken, als ob hier viel Kreativität drinsteckt. Er hat sich skurrile Figuren, deren Namen und Kostüme ausgedacht und diese in einer fantasievollen Ausstattung zum Leben erweckt. Seine Filme sind mit so viel Liebe zum Detail inszeniert. Wenn man alle Einzelheiten und alle Ebenen in seinen vielschichtigen Filmen in Gänze ergründen möchte, muss man sie sich wahrscheinlich mehrere Male schauen. Bei „The Grand Budapest Hotel“ hatte ich auch wieder den Eindruck, dass einzelnen Szenen wichtiger sind als die Handlung, was ich nicht als negativ erachte, weil seine Erzählkunst halt so unterhaltsam ist. Einige der imposanten Szenenbilder im „The Grand Budapest Hotel“ sind beinahe Kunstwerke.

Am Besten haben mir die Szenen mit Harvey Keitel und seiner schrägen Gefängnistruppe (mit den deutschen Schauspielern Florian Lukas, Volker Michalowski und dem österreichischen Schauspieler Karl Markovics) gefallen und später als sich Gustave mit Zero absetzt, eine teilweise in stop-motion inszenierte Flucht in der Gebirgslandschaft der fiktiven Republik Zubrowka. Außerdem mochte ich die Szenen mit dem Geheimbund aller Luxushotel-Concierges. Das ist alles so absurd und im besten Sinne klamaukig.

Das ganze Ensemble macht einfach Spaß. Ralph Fiennes kann man hier mal in einer ganz anderen Rolle bestaunen. Mich hat er völlig fasziniert und begeistert. Herausragend fand ich auch Adrien Brody.

Ich fand, dass „The Grand Budapest Hotel“ im Mittelteil ein paar Längen hat, aber der Film ist im Ganzen definitiv sehenswert.

Könnte „The Grand Budapest Hotel“ eine Rolle bei den nächsten Oscar-Nominierungen spielen? Schwierig zu beurteilen. Wes Anderson hat mit seinen Filmen bislang erst drei Oscar-Nominierungen erhalten, zwei für die Drehbücher der Filme „The Royal Tenenbaums“ und „Moonrise Kingdom“ und einen Academy Award-Nominierung für den besten Animationsfilm („Fantastic Mr. Fox“). Ich würde gerne Ralph Fiennes ins Gespräch bringen, verdient wäre es. Ein amerikanischer Kinostart im März ist zwar konkurrenzlos, aber für Filmpreise, die erst ab Dezember verliehen werden, denkbar schlecht. Sicherheitshalber werde ich „The Grand Budapest Hotel“ aber unter „Oscar´14“ listen. Update: „The Grand Budapest Hotel“ war zusammen mit „Birdman“ der am meisten nominierte Film bei den Oscars im Jahr 2015. Bei der 87. Oscarverleihung am 22.02.15 wurde er mit vier Oscars (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Makeup und Beste Frisuren und Beste Filmmusik) ausgezeichnet.

„The Grand Budapest Hotel“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2014 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der Berlinale, lief im Wettbewerb und wurde schließlich mit dem Silbernen Bären, dem Großen Preis der Jury, ausgezeichnet. In den Vereinigten Staaten wird der Film ab dem 7.3.14 (limited) gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Der amerikanische Trailer:

Berlin – Film: "Moonrise Kingdom"

Ich war am 29.05.12 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Moonrise Kingdom“ (dt. Kinostart war der 24.05.12) 94 min drama, comedy
dir. Wes Anderson cast: Jared Gilman, Kara Hayward, Edward Norton, Bill Murray, Frances McDormand, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Bruce Willis, Harvey Keitel

Im Jahr 1965 beschließt der zwölfjährige Pfadfinder Sam Shakusky (Jared Gilman) aus dem Sommercamp zu büxen, um mit seiner großen Liebe, der gleichaltrigen Suzy Bishop (Kara Hayward) durchzubrennen. Der Pfadfinder-Leiter Ward (Edward Norton) und seine Gruppe, der Sheriff (Bruce Willis) und Suzys Eltern (Frances McDormand und Bill Murray) sind ihnen aber schon sehr bald auf den Fersen…

B- (Wertung von A bis F) Entweder man mag die schrägen Filme von Wes Anderson oder man mag sie nicht. Ich mag seine bis ins kleinste Detail so liebevoll und skurril inszenierten Filme. Wes Anderson besitzt die Gabe, den Zuschauer mit seinen Filmen in eine komplett andere Welt zu versetzen. Er zählt zu den wenigen Regisseuren, die eine unverkennbar eigene Handschrift haben. Anhand eines beliebigen Standbildes aus einem seiner Filme würde man zweifelsfrei erkennen, dass dies ein Wes Anderson-Film ist.

Leider hat „Moonrise Kingdom“ für mich nicht funktioniert. Völlig begeistert war ich bis zu der Szene, die veranschaulichte, dass Sam und Suzy weggerannt sind weil, sie sich ineinander verliebt haben. Nicht dass Sam nicht authentisch wäre. Ganz im Gegenteil, Sam Shakusky wird erschreckend echt von Jared Gilman verkörpert. Auch fand ich es glaubwürdig, dass er sich in die zauberhafte Suzy verliebt hat. Aber umgekehrt? Suzy verliebt sich in dieses hässlich-bebrillte Mondgesicht an Pfadfinder, der nicht nur alleine aufgrund seiner altklugen Art unbeliebt ist? Ab dem Moment war ich raus aus der Geschichte und leider bin auch nicht mehr reingekommen.

Während des Films habe ich mich dann auch gefragt, seit wann Nerds eigentlich nicht mehr als gänzlich uncool gelten. Es ist jetzt schon seit einigen Jahren in Filmen zu beobachten, den Übergang muss ich irgendwie verpasst haben. Ich finde Nerds nur sympathisch wenn sie irgendetwas als liebenswert auszeichnet, ansonsten lösen sie bei mir Aggressionen aus. Sam gehört für mich in die zweite Kategorie.

Auch wenn mir durch den Filmcharakter Sam der Film vermasselt wurde, mochte aber vieles andere an „Moonrise Kingdom“. Ein so typisches Anderson-Ensemble, die einzigartige Anderson-Ausstattung und vor allen Dingen den überragenden Soundtrack. Der Abspann wurde mit einem genialen Musikstück von dem französischen Komponisten Alexandre Desplat unterlegt. Das musste ich mir dann unmittelbar bei iTunes runterladen.

„Moonrise Kingdom“ feierte seine Weltpremiere auf den Filmfestspielen in Cannes. Im Jahr 2012 wurde er als Eröffnungsfilm gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Amador“ (Amador und Marcelas Rosen“) – synchronisierter Trailer
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: spanisches Drama, der Trailer zeigt auf, dass die Synchro ganz grauenhaft ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Ai Weiwei Never Sorry“ – OmU Trailer
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Dokumentation über den bekannten chinesischen Künstler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Way“ – synchronisierter Trailer
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Emilio Estevez´Film über eine Pilgerreise (hier: Jakobsweg) mit Martin Sheen und Deborah Kara Unger
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ – deutscher Trailer
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Film über den österreichischen Dichter Georg Trakl und seine inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kino in Berlin

Nach langer Zeit war ich mal wieder in dem Hackesche Höfe Kino. Die Kinokarte für einen Film in der Originalfassung mit Untertiteln ist bei sehr nettem Personal bereits ab 6.50 Euro zu erwerben. Auch wenn es in in diesem Kino rätselhafterweise auch wieder mal nur süßes Popcorn gibt, so überwiegt bei mir die Freude darüber, dass es hier keine Platzkarten gibt. Man kann sich also im Kinosaal entscheiden, in welchen der gut gepolsterten Sitze man sich fallen lassen möchte. Die Werbung in meiner 15.45 Uhr Vorstellung hat (nur) fünf Minuten gedauert, anschließend die Trailer, dann ging der Vorhang aber leider wieder zu. Irgendjemand müsste mir mal einleuchtend erklären, warum in deutschen Kinos dieses „Vorhang-auf-Werbung-Trailer-Vorhang-wieder-zu-2 Minuten-später-Vorhang-wieder-auf“-Spiel immer gespielt werden muss, bevor ein Film anfängt. Diesmal hat diese Arie aber dankenswerterweise insgesamt nur 15 Minuten angedauert.