Oscar-Gewinner 2017


MOOOOOOOOOONNNNNLIIIIIIIIGGGGGHHHHT!

Die diesjährige Oscarverleihung habe ich auch wieder in Deutschland gesehen. Letztes Jahr hat Pro7 für die Red-Carpet-Show auf Steven Gätjen verzichtet, sie haben aber wohl festgestellt, dass Annemarie Carpendale auch nicht besser ist, also haben sie Steven Gätjen zurückgeholt. Ich konnte mir das nur ohne Ton anschauen und habe die Mimik der Stars bei seinen Fragen beobachtet und nebenbei auf dem Laptop auf der offiziellen Oscar-Seite ein live streaming der Pre-Show (mit Ton) geguckt, bis endlich zur ABC-Red-Carpet-Show mit zwei meiner Lieblingsmoderatoren von GMA geschaltet wurde. Die Live-Übertragung auf der offiziellen Oscar-Seite habe ich übrigens die komplette Show auf dem Laptop angelassen, weil man da sehen konnte, was in den Pausen passierte. Aus verschiedenen Kameraperspektiven wurde der Zuschauerraum gezeigt und dem Oscar-Fan ein Blick hinter die Kulisse gestattet.

So konnte ich genauer sehen, wer neben wem sitzt, wie Lucas Hedges in der Pause sein Handy checkt, wer mit wem quatscht, wer sich kurz die Beine vertritt, wie der entzückende Junge aus „Lion“ (Sunny Pawar) zu Samuel L. Jackson stürmt, um mit ihm ein Selfie zu machen, wie noch viel mehr Süßigkeiten in den Pausen verteilt wurden, was im Presseraum geschah, was Viola Davis (und alle anderen Preisträger) in die Thank You-Kamera hinter der Bühne gesagt haben, wie die offiziellen Oscar-Fotos von allen Oscar-Preisträgern entstanden sind, wie sich Matt Damons Frau die Lippen noch schnell nachzieht. Wie Matt Damon viel mit Casey Affleck rumhing, Meryl Streep gähnte, Kaugummi verteilt und gekaut wurden und Mel Gibson mit seinem aufgefangenen Donut-Doppel-Beutel rumspielte…alles nebensächlich, aber nicht so langweilig, wie auf Pro7 die ganzen Trailer, der nominierten Filme gefühlte 150.000 Mal zu sehen.

Die Show

Auch wenn die Verleihung, für meinen Geschmack, gerne noch etwas politischer hätte sein können, war es für eine knapp 4-stündige Show ein sehr kurzweiliger Abend. Das fing bereits mit der Justin-Timberlake-Gesangsnummer an (brachte Stimmung und man hatte gleich einen der nominierten Songs abgehakt). Dann Jimmy Kimmel – ich wusste, dass auf ihn Verlass ist. Sehr souverän hat er durch den Abend geführt. Er war quasi immer präsent (nicht wie einige Oscar-Gastgeber in der Vergangenheit, die gefühlt Stunden nicht mehr zu sehen waren), er war witzig und trotzdem nicht unter der Gürtellinie. In Deutschland ist es wahrscheinlich nicht so bekannt, dass sich Jimmy Kimmel und Matt Damon seit vielen Jahren gegenseitig auf die Schippe nehmen. Wunderbar wie konsequent und sehr witzig, Jimmy Kimmel dies auch durch die Oscar-Show zog.

Ich mochte auch die Idee, wie Charlize Theron, Seth Rogen und Jarvier Bardem ihre Wertschätzung gegenüber Shirley MacLaine, Michael J. Fox und Meryl Streep zeigten und dann natürlich die Matt-Damon-Verarsche von Jimmy Kimmel. Brüller.

Der sechste Oscar (Sound Mixing) war eigentlich ne ganz sichere Kiste für „La La Land“. Sound Mixing geht – der Statistik nach – immer an ein Musical (wenn eines nominiert ist). Als dieser Oscar an „Hacksaw Ridge“ ging, ist Team „La La Land“ im Dolby Theatre bestimmt leicht nervös geworden, ich habe derweil leichte Hoffnung geschöpft, dass vielleicht doch der richtige Film mit dem Academy Award als Bester Film auszeichnet wird. Dann hat „La La Land“ jedoch einige der allgemein vermuteten Oscars bekommen und alles war wieder auf Anfang. Als der 13. Oscar (Film Editing), der gerne mal mit Bester Film zusammengeht, an „Hacksaw Ridge“ ging, verflog erneut meine Frustration, die sich in den letzten Wochen aufgebaut hatte. Kann es sein, dass „La La Land“ doch nicht den Besten Film gewinnt? Zugleich setzte bei mir Panik ein, und was ist, wenn „Hidden Figures“ gewinnt? Meinen bereitgestellten Eimer habe ich in dem Moment sicherheitshalber etwas näher zu mir gezogen.

Super gefreut habe ich mich über die Oscars meiner Lieblinge: O.J. Made in America, Piper, Viola Davis, Manchester by the Sea (2 Oscars – auch wenn man Casey Affleck mal die Haare waschen und ihm nur ein Mikrofon reichen sollte, wenn er zuvor ein Drehbuch auswendig gelernt hat) und last but definitely not least natürlich Moonlight (3 wohlverdiente Oscars, inklusive BP).

Beinahe hätte ich den spektakulärsten Teil des Abends verpasst. Das Leinwandpaar aus „Bonnie and Clyde“ Faye Dunaway und Warren Beatty präsentieren den Best-Picture-Oscar und nach einigem Hin und Her liest Beatty (oder war es Faye Dunaway?): „La La Land“. Die kommen auf die Bühne, ich gehe in die Küche, um das Drama nicht noch anhören zu müssen, komme frustriert zurück und dann inmitten der Dankesrede von Team „La La Land“ großes Chaos auf der Bühne, was ich mit meiner Müdigkeit erst mal nicht einordnen konnte und dann hieß es auf einmal, dass es eine Verwechslung gab und der Best-Picture-Gewinner „Moonlight“ heißt. Meine Fresse war ich aufgeregt, mein Herz hat so schnell geschlagen und zugleich konnte ich das Ganze, was gerade bei den weltweit live übertragenen Academy Awards passierte, nicht nicht realisieren. Das dürfte die größte Panne in der Oscar-Geschichte sein. Im Nachhinein tut es mir leid, weil a) das Team „Moonlight“ um den wichtigsten Moment in ihrem Leben gebracht wurde, b) das Team „La La Land“ diesen peinlichen Moment miterleben musste, sie hatten tatsächlich ihren Oscar in der Hand und hielten bereits ihre Dankesreden und dann werden sie mittendrin unterbrochen, die Oscars werden ihnen wieder weggenommen und sie werden von der Bühne gebeten. c) Warren Beatty jetzt als Depp dasteht. Es war ganz sicher nicht seine Absicht, den falschen Gewinner-Film vorzulesen (es ist übrigens auch genauso Faye Dunaways Schuld), aber so etwas gab es noch nie, also wusste er nicht, wie er damit umgehen sollte und d) Jimmy Kimmel perfekt durch eine lange Nacht geführt hat, sich alle einig waren, dass er einen tollen Oscar-Gastgeber abgeben hat und dann bleibt dieser letzte Moment der Show auch sicher an ihm kleben.

 
Persönlich freue ich mich wahnsinnig, darüber, dass ich diese Oscar-Saison „richtig gelesen“ habe. Das zweite Jahr in Folge bin ich nicht mit dem Strom mit geschwommen, sondern habe versucht, eine richtige Begründung zu finden. Im letzten Jahr gab es quasi drei Favoriten auf den Oscar-Gewinner-Film. „The Revenant“, „The Big Short“ und „Spotlight“, jeder dieser drei Filme hat im Vorfeld wichtige Filmpreise gewonnen. Am Ende hatte „The Revenant“ die meisten, und die Oscar-Experten sind zu mehr als 85% von „The Revenant“ ausgegangen. Auch dieses Jahr habe ich für meine Wette die Kategorie „Bester Film“ als letztes eingetragen. Letztes Jahr habe ich mich für „Spotlight“ entschieden, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man sich bei dem preferential voting system auf „The Revenant“ einigen kann. „Spotlight“ hat letztes Jahr den Oscar als bester Film gewonnen. Dieses Jahr gab es eigentlich – wenn man sich die gesamte Oscar-Saison angeschaut hat, seit einiger Zeit nur einen Favoriten auf den Oscar-Gewinn Bester Film: „La La Land“. Für die nicht so Oscar-interessierte Allgemeinheit wahrscheinlich seit „La La Land“ alle Golden Globes abgeräumt hat, für die er nominiert war. Seither war „La La Land“ auf der Gewinnerstraße und hat alle wichtigsten Preise innerhalb der Filmindustrie kassiert – mit Ausnahme einem: Die Gewerkschaft der Schauspieler hat „La La Land“ nicht für den Besten Film (bei denen Best Ensemble) nominiert. Der letzte Film, ich habe es gestern bereits geschrieben, der den Oscar als Bester Film gewonnen hat und nicht für den SAG-Award nominiert war, war „Braveheart“ – im Jahr 1995. Das war, in meinen Augen, ein herber Rückschlag für „La La Land“. Das hat aber – mit Ausnahme eines einzigen – der über 40 professionellen/oder registrierten Oscar-Experten einen Tag vor der Verleihung scheinbar keinen mehr interessiert. Ein einziger Oscar-Experte hat – bevor ich gestern meine Liste veröffentlicht habe – auf „Moonlight“ getippt. Alle anderen auf „La La Land“.

Mich hat das aber beschäftigt, die mit Abstand größte Gruppe innerhalb der Oscar-Academy sind Schauspieler, warum haben die einen Film über eine Schauspielerin nicht nominiert? Und wählen die über 60-jährigen, weißen, heterosexuellen Männer einen Film wie „La La Land“ als ihren Lieblingsfilm auf Platz 1? Ich gebe zu, dass ich nach einem Strohhalm gegriffen und gefunden habe. Letztlich war es aber auch meiner Frustration und Sturheit geschuldet ist, dass ich auf „Moonlight“ setzte.

Was ich aus dieser Oscar-Saison gelernt habe, ist, dass „La La Land“ (logischerweise) nicht auf über 50% aller Stimmen in der Runde 1 des preferential voting systems gekommen ist. Ich weiß es nicht, bin mir aber relativ sicher, dass dies auch „Moonlight“ nicht geschafft hat. Es ging wahrscheinlich mindestens in Runde 2 oder 3 – in jedem Fall war es eine knappe Entscheidung. Und dann hat der Film gewonnen, auf den man sich am ehesten einigen konnte und den keiner hasst.

 
Ich habe Moonlight im letzten Jahr erstmalig auf dem New York Film Festival gesehen, die Stimmung des eigentlich zurückhaltenden New Yorker Publikums war phänomenal. Jetzt hat dieser Film, der nur 1,5 Millionen Dollar !!!!!!! gekostet hat, kaum Geld für eine Oscar-Kampagne hatte, ein Film über einen schwulen, schwarzen Mann in einer Zeit, in der ein egozentrischer, sexistischer und rassistischer ehemaliger Reality-TV-Star zum U.S. Präsidenten gewählt wurde und, seit seiner Vereidigung, die Welt jeden Tag mit neuen Äußerungen und Aktionen verunsichert und schockiert, den Oscar gewonnen. Danke AMPAS. Das war eine verdammt weise Entscheidung.

So, zu meiner Wette, meist bin ich in den kleineren (technischen) Kategorien besser als in den wichtigsten 8 (Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller, Beste Nebendarstellerin, Bestes Originaldrehbuch, Bestes adaptiertes Drehbuch). Dieses Jahr habe ich in so unglaublich vielen kleine Kategorien völlig daneben gelegen. Ich rate nicht einfach blind, sondern mache mir tatsächlich zu jeder einzelnen Kategorie länger meine Gedanken. Jedenfalls habe ich im Verlauf der Oscar-Verleihung so oft daneben gelegen, dass ich schon frustriert war. Tatsächlich habe ich aber dieses Jahr alle 8 wichtigsten Kategorien komplett richtig geraten, ich glaube, das hatte ich noch nie. Aber es lässt sich nicht schönreden, ich habe dieses Jahr mit 17 von 24 richtig geratenen Kategorien – zu den Jahren zuvor – ziemlich versagt.

Mein Wettkumpel und ich hatten tatsächlich erstmalig nur vier unterschiedliche Kategorien (Best Picture, Best Actor, Best Foreign Language Film und Best Live Action Short). Er hat auf „La La Land“, Denzel Washington (wie angepisst war DER eigentlich als Casey Affleck gewonnen hat?) und „Toni Erdmann“ gesetzt, ich bekanntlich auf „Moonlight“, Casey Affleck und „The Salesman“, beide haben wir bei dem Live Action Short danebengelegen, ich habe unsere Wette gewonnen.

Alle Oscar-Gewinner 2017:

Best Picture: Moonlight
Best Director: Damien Chazelle (La La Land)
Best Actor: Casey Affleck (Manchester by the Sea)
Best Actress: Emma Stone (La La Land)
Best Supporting Actor: Mahershala Ali (Moonlight)
Best Supporting Actress: Viola Davis (Fences)
Original Screenplay: Manchester by the Sea
Best Adapted Screenplay: Moonlight
Best Animated Feature: Zootopia
Best Production Design: La La Land
Best Cinematography: La La Land
Best Costume Design: Fantastic Beasts and Where to Find Them
Best Editing: Hacksaw Ridge
Best Makeup and Hairstyling: Suicide Squad
Best Sound Mixing: Hacksaw Ridge
Best Sound Editing: Arrival
Best Visual Effects: The Jungle Book
Best Original Score: La La Land
Best Song: “City of Stars” (La La Land)
Best Foreign Language Film: Iran (The Salesman)
Best Documentary Feature: O.J.: Made in America
Best Live Action Short: Sing
Best Animated Short: Piper
Best Documentary Short: The White Helmets

 
Jimmy Kimmels Monolog:

Die Mode – The Best:

Kirsten Dunst (Dior Haute Couture)
Hailee Steinfeld (Ralph & Russo)
Riz Ahmed (Ermenegildo Zegna Couture)
Amy Adams (Tom Ford)
Halle Berry trug in meine Augen wieder das schönste Kleid (Atelier Versace Couture), nur was war mit den Haaren?

 
Die Mode – The Worst:

Octavia Spencer (Marchesa)
Ruth Negga (Valentino)
Scarlett Johannson (Azzedine Alaia)
Dakota Johnson (Gucci)
Felicity Jones (Christian Dior Couture)
Leslie Mann (wobei das weniger an ihrem kanarienvogelgelben Kleid von Zac Posen lag, als mehr an ihrem irgendwie nicht wiederzuerkennenden Gesicht

 
Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wurde noch der Anti-Oscar, der Golden Raspberry Award verliehen. Die Goldene Himbeere im Jahr 2017 haben gewonnen:

Worst Picture: Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party
Worst Director: Dinesh D’Souza and Bruce Schooley, Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party
Worst Screenplay: Batman v Superman: Dawn of Justice
Worst Actress: Becky Turner (as Hillary Clinton), Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party
Worst Actor: Dinesh D’Souza (as himself), Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party
Worst Supporting Actress: Kristen Wiig, Zoolander No. 2
Worst Supporting Actor: Jesse Eisenberg, Batman v Superman: Dawn of Justice
Worst Screen Combo: Ben Affleck & His BFF (Baddest Foe Forever) Henry Cavill, Batman v Superman: Dawn of Justice
Worst Remake, Rip-Off or Sequel: Batman v Superman: Dawn of Justice: Dawn of Justice
Razzie Redeemer Award: Worst Supporting Actor nominee Mel Gibson, for his Oscar-nominated direction of Hacksaw Ridge

11 Gedanken zu “Oscar-Gewinner 2017

  1. Mir fiel der erste Stein vom Herzen, als Mahershala Ali den Oscar bekam und ich dann wusste Denzel wird ihn nicht bekommen. Soweit wären sie nie gegangen und er sah mir nachher auch irgendwie verbittert aus. Ich hatte den Eindruck Mel Gibson hatte sich auch mehr für seinen Film erwartet. Mittlerweile finde ich ihn total unsympathisch.
    Ich fand putzig, dass Ben Affleck die Tränen kamen, als sein Bruder da oben stand und vor sich hin stammelte und fragte mich, warum Penelope nicht bei ihrem Javier war.
    Dakota Johnson hatte den wohl schlimmsten Lumpen an, den ich je gesehen habe. Und das war Gucci?
    Halle Berrys Haare fandest Du auch so schlimm?! Dann bin ich beruhigt :))
    Hailee Steinfeld sah hammermäßig aus, fand ich.
    Was war an Leslie Manns Gesicht anders? Die Botox Stirn? Sieht doch aus wie immer.

    Gefällt 2 Personen

    • Was meinst Du mit „soweit wären sie nie gegangen“? Mein Kumpel meinte, dass er Denzel kaum angucken kann, ohne dass er nicht permanent auf sein Überbiss starren muss. :)) Mir fallen solche Sachen ja auch oft auf, bei Denzel komischerweise noch nie.

      Ja Mel Gibson leidet auch vermutlich an Selbstüberschätzung. Ich finde seinen Kumpel Vince Vaughn mittlerweile auch völlig unsympathisch (und den habe ich früher sehr gern gemocht)

      Ja stimmt mit Ben Affleck, aber vielleicht auch weil ihm in dem Moment klar geworden ist, dass er NIE einen Oscar als Schauspieler gewinnen wird. :))

      War Penelope bei den Oscars, die habe ich gar nicht gesehen?

      Halle Berry Kleid war der Knaller, schade, dass sie auf dem Kopf aussah, wie ein aufgeplatztes Sofakissen.

      Hailee Steinfeld ist wirklich mittlerweile hammerhübsch. Tolles Mädchen.

      Na, sah Leslie Mann nicht etwas zu straf gezogen aus?

      Gefällt 1 Person

      • Na ich traue manchen Entscheidungen, was die Gewinner angeht nicht immer so ganz, aber für mich und wahrscheinlich auch für die Academy hätte es komisch ausgesehen, wenn nach den Anklagen des letzen Jahres ausgerechnet dieses Jahr drei schwarze Darsteller einen Oscar bekommen hätten egal wie berechtigt diese gewesen wären. Das hätte so gewollt ausgesehen.
        Nee Penelope war nicht bei den Oscars, aber warum nicht, wenn Mann dort ist?
        Klar war die Mann gebotoxt, aber doch nicht mehr, als die anderen und so schlimm wirkte es bei ihr doch nicht.

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      • Das wäre denen egal gewesen, die Rassismus-Vorwürfe waren viel schwerwiegender. Ich glaube eher, dass einige Academy-Mitglieder Denzel nicht als dreimaligen Oscar-Gewinner gesehen haben. Trotzdem das war gerade in dieser Kategorie ne knappe Kiste. Mich hat es fast gewundert, dass die sexuellen Übergriffe Casey Affleck nicht mehr geschadet haben. Daher haben die meisten Experten auf Denzel getippt. Aber Casey scheint so in Watte gepackt zu sein mit seinem berühmten Bruder und seinem berühmten und allseits beliebten Kumpel Matt Damon.

        Ach – gibt´s ne Ehekrise?

        Ich fand die sah schlimm aus, also nicht Renee Zellwegger-schlimm, aber schlimm. :))

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      • Na ich weiß nicht was Denzel anging.
        Tja Casey hat einfach alles richtig gemacht und den Ball flach gehalten. Für seine Rolle war das außerdem unwichtig im Gegenteil zu Nate Parker, der sich nicht nur überheblich verhielt, sondern in seinem Film auch och Moralapostel spielt.
        Natürlich hat Casey auch eine einflussreiche Posse, aber er hats auch verdient.
        Tja, ich will nicht hoffen, dass es kriselt, die beiden sind doch ein schönes Paar und haben zwei kleine Kinder.

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      • Na, es gab ja schon Rassismus-Vorwürfe, Casey sei mit seiner Geschichte nur davon gekommen, weil er weiß ist, etc. Bei Nate Parker kam ja erschwerend dazu, dass er die Vergewaltigung für seinen Film auch noch erfunden hat und sich dann dieses Jahr als Opfer dargestellt hat. Unglaublich, wie dämlich – gerade in den U.S.A. Wenn man bedenkt, der galt nach Sundance vor einem Jahr beinahe schon als Oscar-Preisträger, jetzt dürfte seine Karriere beendet sein.

        Definitiv hat Casey den Oscar verdient. Wenn es sein 1. Oscar gewesen wäre, hätte ich es aber auch verstanden, wenn Denzel ihn bekommen hätte.

        Penelope passt bestimmt auf die Kinder auf. 🙂

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  2. Ich freue mich so für Moonlight, auch wenn nur drei Jungs bei rumgekommen sind. Das Ergebnis ist, wie du schon sagst, ein wichtiges. Toll, dass hier ein kleines Zeichen gesetzt wurde. Und wie großartig war Kimmel (Braveheart!!!) bitte schön?

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      • Dem stimme ich zu. Ich war ehrlich gesagt ziemlich betrunken bis zu diesem Moment und konnte gleich gar nicht einordnen, was da ging… Aber: Alle sehr souverän reagiert, auch, dass Warren Beatty sich sofort ans Mikro gestellt hat, fand ich gut. Besser, er hätte gleich etwas gesagt, aber wer tut das in solch einem Moment…

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