Netflix – TV-Serie: „When They See Us“

Ich habe mir folgenden Netflix-Mehrteiler angeschaut:

 

„When They See Us“ (seit dem 31.05.19 auf Netflix zu sehen)  4 x approx. 70 min   drama, biopic 

dir. Ava DuVernay  cast: Jharrel Jerome, Asante Blackk, Caleel Harris, Ethan Herisse, Marquis Rodriguez, Vera Farmiga, Felicity Huffman, John Leguizamo, Famke Janssen, Niecy Nash, Aunjanue Ellis, Blair Underwood, Justin Cunningham, Jovan Adepo, Chris Chalk, Freddy Miyares, Marsha Stephanie Blake, Joshua Jackson

 

Am 19.04.1989 wurde eine 28-jährige, weiße Joggerin im New Yorker Central Park vergewaltigt und brutal misshandelt. Wie durch ein Wunder hat die Frau überlebt. Fünf dunkelhäutige Kinder im Alter von 14 bis 16 Jahren werden auf das Revier gebracht, stundenlang (ohne einen Erziehungsberechtigten) von den Polizisten verhört und unter Druck, zu einem Geständnis gezwungen. Bei den späteren Gerichtsverhandlungen werden Kevin Richardson (Asante Blackk), Antron McCray (Caleel Harris), Yusuf Salaam (Ethan Herisse), Raymond Santana (Marquis Rodriguez) und Korey Wise (Jharrel Jerome) schuldig gesprochen und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der älteste der Teenager, der 16-jährige Korey Wise, landet sogar für vierzehn Jahre in einem Erwachsenengefängnis. Noch während Korey Wise seine Haftstrafe verbüsst, gesteht ein anderer Häftling, ein verurteilter Mörder, dass er die Joggerin im Jahr 1989 brutal überfallen, vergewaltigt und ihrem Schicksal überlassen hat. Die DNA-Tests beweisen, dass die Tat von diesem  Einzeltäter verübt wurde. Im Jahr 2003 wurde die Unschuld der Central Park Five bewiesen und die Urteile der Fünf aufgehoben. Nach einem, über elf Jahre andauernden Rechtsstreit wurde den fünf unschuldig verurteilten Männern eine Entschädigung von insgesamt 41 Millionen Dollar gezahlt. 

 

B+ (Wertung von A bis F) „When They See Us“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der Mehrteiler erzählt von dem „Central Park Jogger Case“ aus dem Jahr 1989. Der Fall gilt als einer der größten Justizskandale der USA. Serienschöpferin und Regisseurin dieses Vierteilers ist die afroamerikanische Filmemacherin Ava DuVernay (Selma, 13th, „A Wrinkle in Time“). Kameramann der Miniserie ist Bradford Young (Ain´t Them Bodies Saints, Arrival, Where is Kyra?). 

„When They See Us“ ist zweifelsfrei harte Kost. Mir ging das Schicksal dieser Kinder sehr nah und ich habe eine solche Wut auf die amerikanische Polizei und Justiz bekommen, dass ich bei diesem Vierteiler immer wieder eine Pause einlegen musste. Darüberhinaus ist es mir aber auch schwergefallen, die Kinder/ bzw. späteren erwachsenen Männer und ihre Familien auseinanderzuhalten. Da ich dann aber die letzte Episode schlichtweg exzellent fand, habe ich mir alle vier Teile erneut angeschaut. Mit der zweiten Sichtung hat mir diese Miniserie auch noch besser gefallen. 

Dies ist ein Ensemble-Werk, bei dem alle Schauspieler zu dem Erfolg beitragen. Für mich sticht Freddy Miyares, der den älteren Raymond Santana spielt, vor allen Dingen optisch etwas heraus. Die preiswürdigstes Performance gibt – mit Abstand – Jharrel Jerome. Dieser Schauspieler brauchte zwei Castings, um die Serienschöpferin und Regisseurin Ava DuVernay davon zu überzeugen, dass er sowohl den naiven, leicht zurückgebliebenen 16-jährigen Jugendlichen, als auch den erwachsenen Korey Wise spielen kann. Damit ist er der Einzige der Fünf, der seinen Charakter als Teenager und als Erwachsener spielt. Was für eine Performance. Sollte die Mitglieder der TV-Academy bis zur finalen vierten Episode durchhalten – was eine gewisse Herausforderung darstellt – gewinnt Jharrel Jerome den Emmy in diesem Jahr. Jharrel Jerome ist ein Name, den man sich merken sollte.

Ava DuVernay ist eine politische Filmemacherin, so liess sie es sich auch nicht nehmen, den Part, den Donald Trump in dem Fall innehatte, zu zeigen. Der New Yorker Immobilienmogul hatte seinerzeit 85.000 Dollar für ganzseitige Zeitungsannoncen ausgegeben, in denen er sich für Wiedereinführung der Todesstrafe in New York stark machte. Mit anderen Worten: er forderte die Todesstrafe für die fünf (unschuldigen) Jugendlichen. Der heutige Präsident der Vereinigten Staaten wollte sich auf Anfrage dafür auch heute nicht entschuldigen. 

„When They See Us“ ist in seiner Inszenierung mitunter (beispielsweise bei der Musikauswahl) etwas zu aufdringlich. Ein manchmal etwas zurückgenommener Stil hätte diesem Mehrteiler nicht geschadet. 

 

In meinen Augen kann man das Leben nicht spoilern, dennoch eine kurze Spoilerwarnung für den Überblick auf die einzelnen Episoden: 

Part 1 Die Polizeiverhöre und daraus resultierenden Geständnisse zerstören von einem Moment auf den anderen das Leben der fünf Kinder.

Part 2 Sowohl Verteidiger als auch die Staatsanwaltschaft bereitet sich auf die Gerichtsverhandlungen vor. Schließlich: die eigentlichen Prozesse vor Gericht

Part 3 Die Zeit in der Jugendhaftanstalt für vier der Kinder und ihr späteres Leben als freie erwachsene Männer 

Part 4 Diese gesamte Episode ist dem ältesten der fünf unschuldig Verurteilten, Korey Wise, gewidmet. Da er bereits 16 Jahre alt war, ist er in einem Erwachsenengefängnis, dem berüchtigten Rikers Island (später in anderen Haftanstalten für Erwachsene) gelandet. Die Lebensgeschichte von Korey Wise hat mir fast das Herz gebrochen. Eine heftige Episode, aber für mich ganz klar die beste.

Spoilerwarnung zu Ende

 

Die sogenannten Central Park Five sind alle wichtige Charaktere in diesem Mehrteiler, dennoch möchte ich nur einen hervorheben, dem auch die letzte Episode gewidmet wurde:

Korey Wise ist sicherlich die tragischste Figur der „Central Park Five“. Er galt als keiner der Verdächtigen, hatte nur seinen 15-jährigen Kumpel Yusuf Salam auf das Polizeirevier begleitet. Korey Wise war der Einzige, der bereits 16 Jahre alt war und später nicht in Jugendhaft, sondern in ein Gefängnis für Erwachsene kam. Er hat eine furchtbare Mutter (hassenswert gespielt von Niecy Nash) und eine transsexuelle Schwester (gespielt von dem Transgender-Model Isis King), zu der er eine besondere Beziehung hat. Gespielt wird Korey Wise von dem afroamerikanischen Schauspieler Jharrel Jerome. Er hat bereits eine kleinere Rolle in dem, mit dem Oscar prämierten Film Moonlight gespielt. 

Zum Schluss dieses Mehrteilers erfährt man, wie die Central Park Five heute leben und sieht Originalfotos der Männer. 

Am 16.07.19 werden die Emmy-Nominierungen für das Jahr 2018/2019 bekanntgegeben. „When They See Us“ konkurriert mit Sharp Objects, True Detective, Escape at Dannemora, Fosse/Verdon „Chernobyl“ und „A Very English Scandal“ in einer Kategorie. 

„When They See Us“ ist für einige Emmy-Nominierungen im Gespräch, darunter Best Limited Series, Best Actor in a Limited Series/Movie (Jharell Jerome), Best Actress in a Limited Series/Movie (Niecy Nash, Aunjanue Ellis) Best Supporting Actress in a Limited Series/Movie (Vera Farmiga), Best Supporting Actor in a Limited Series/Movie (Michael Kenneth Williams) Update: The Academy of Television Arts & Sciences hat „When They See Us“ für 16 Emmys nominiert (darunter Limited Series, Lead Actor in a Limited Series (Jharrel Jerome), Lead Actress in a Limited Series (Niecy Nash, Aunjanue Ellis), Supporting Actor in a Limited Series (Asante Blackk, Michael K. Williams, John Leguizamo), Supporting Actress in a Limited Series (Vera Farmiga, Marsha Stephanie Blake)  „When They See Us“ geht damit mit den meisten Schauspiel-Nominierungen (8) ins Emmy-Rennen. Die Primetime Emmy Awards-Verleihung findet am 22.09.19 statt, die Creative Arts Emmy Awards werden am 15.09.19 verliehen. 

„When They See Us“ ist weltweit seit dem 31.05.19 auf Netflix zu sehen. 

Trailer zu sehen:

 

 

Berlin (ale) – Film: „Skin“

Ich war am 11.02.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Skin“(dt. Kinostart: 03.10.19)   117 min  drama, biopic

dir. Guy Nattiv  cast: Jamie Bell, Danielle Macdonald, Vera Farmiga, Bill Camp, Mike Colter, Zoe Colletti, Colbi Gannett, Kylie Rogers, Louisa Krause, David Henshall

 

Bryon Widner (Jamie Bell) gehört seit vielen Jahren der US-amerikanischen Neonazi-Szene an. Einst wurde er von dem Anführer Fred (Bill Camp) und seiner Frau Shareen (Vera Farmiga) von der Straße geholt und in die „Familie“ aufgenommen. Um die Treue zu der Gruppe zu beweisen, liess er sich über die Jahre am ganzen Körper und im Gesicht tätowieren. Nachdem er die dreifache Mutter Julie (Danielle MacDonald) kennenlernt, beschließt er irgendwann aus dieser Szene aussteigen. Er zieht mit seiner neuen Familie sogar an einen anderen Ort. Doch so einfach ist das nicht, dem rechtsextremen Milieu zu entkommen…

 

B (Wertung von A bis F) „Skin“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert. Es ist ein biografischer Film über den berühmten amerikanischen Neonazi-Aussteiger Bryon Widner, der sich in vielen schmerzhaften Behandlungen, seine Tätowierungen im Gesicht und am gesamten Körper entfernen liess. Es ist der neue Film des israelischen Filmemachers Guy Nattiv („Strangers“). Dies ist sein erster englischsprachiger Spielfilm. Guy Nattivs gleichnamiger Kurzfilm, der vor einer Woche, bei den 91st Academy Awards, den Oscar als bester Kurzfilm gewonnen hat, liegt diesem Film nicht zugrunde. Beide Filme sind in einem ähnlichen Umfeld angesiedelt, es gibt sogar eine bestimme Szene, die sowohl in dem Kurz- als auch dem Spielfilm zu sehen ist, die australische Schauspielerin Danielle Macdonald spielt in beiden Projekten mit, aber ansonsten erzählen beide Werke eine unterschiedliche Geschichte.  

Vor zwanzig Jahren war ich auf der Europapremiere des Films „American History X“. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion moderiert von Ulrich Wickert mit u.a. Michel Friedman, der – wie üblich – ungefähr 90% Redezeit für sich beanspruchte, ach ja und der Hauptdarsteller Edward Norton war auch da. Warum ich das erzähle? Weil mich dieser Film und Edward Nortons Performance (für die er seine 2. Oscar-Nominierung damals erhalten hat) damals umgehauen haben und Filme, die in der US-amerikanischen Neonazi-Szene spielen sich von mir wohl auf ewig damit vergleichen lassen müssen.

„Skin“ war für mich keine so intensive Filmerfahrung wie Tony Kayes Film, auch kommt Jamie Bells Performance nicht an die von Edward Norton heran. Dennoch hat der Film und einige der Performances bei mir einen starken Eindruck hinterlassen. 

Zunächst waren es die beiden hervorragenden Schauspieler Bill Camp und Vera Farmiga in, für beide äußerst ungewöhnlichen Rollen als furchteinflössender Anführer dieser Neonazis-Gruppierung, die mich in die Geschichte zogen. Der Filmemacher arbeitet hier dann aber viel mit Nahaufnahmen, was eine intime Atmosphäre bzw. Nähe zu den Protagonisten Bryon und Julie (gespielt von Jamie Bell und Danielle MacDonald) schafft. Bryons Tätowierungen, insbesondere die im Gesicht haben mich leider immer etwas rausgebracht (auch weil ich mich immer fragen musste, wie man eigentlich so blöd sein kann). Bryons späterer Gesinnungswandel wird für mich hier nicht wirklich glaubwürdig herübergebracht. Das ging mir etwas zu schnell. Bryon ist schon ewig in dieser Szene, trägt seinen Hass für alle sichtbar auf der Haut und nur weil er sich verknallt, will er aussteigen?  Aber gut, irgendwann distanziert er sich und steigt schließlich aus der rechtsextremistischen Szene aus, lebt dann mit Julie und ihren Kindern zusammen findet aber aus plausiblen Gründen (Gesichtstätowierungen) keinen normalen Job und seine ehemalige Szene macht es dem Aussteiger natürlich auch schwer. Parallel zum Geschehen werden immer wieder einzelne, der insgesamt 612 schmerzhaften Laser-Behandlungen gezeigt, mit denen sich Bryon die Tätowierungen im Gesicht und am Körper entfernen liess.

Alles in allem ist „Skin“ ein krasses und auch spannendes Charakter- und Familiendrama. 

Jamie Bell, der seinen Durchbruch als „Billy Elliot“ hatte, habe ich erstmalig wieder im letzten Jahr in dem „Film Stars Don´t Die in Liverpool“ richtig wahrgenommen. Ich war überrascht, dass aus ihm ein toller Mann und ernstzunehmender Schauspieler geworden ist. 

„Skin“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2018 gezeigt. Auf der Berlinale 2019 lief der Film in der europäischen Premiere und in der Sektion Panorama. Ich habe den Film  auf diesem Filmfestival gesehen. Gezeigt wurde der Film in der Originalfassung. Der Filmemacher Guy Nattiv und die beiden Hauptdarsteller Jamie Bell und Danielle MacDonald waren anwesend und zeigten sich auch noch einmal nach dem Film kurz auf der Bühne. Für den amerikanischen Markt wurde der Film von A24 erworben, bislang ist jedoch noch kein Kinostart anvisiert. Für Deutschland ist derzeit auch noch kein Kinostart bekannt. Update: „Skin“ startet im amerikanischen Kino am 26.07.19 und im deutschen am 03.10.19.

Bislang gibt es leider noch keinen Trailer von dem Spielfilm, Update: Trailer von Skin:

 

Europa-Premiere des Films „Skin“. Nach der Vorstellung zeigten sich der Regisseur Guy Nattiv und die Schauspieler Danielle Macdonald und Jamie Bell (v. links) auf der Bühne.

San Francisco – Film: „The Front Runner“

Ich war am 23.11.18 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Front Runner“ (dt. Filmtitel: „Der Spitzenkandidat“, dt. Kinostart: 07.03.19)  113 min  drama, biopic, adaptation 

dir. Jason Reitman  cast: Hugh Jackman, Vera Farmiga, J. K. Simmons, Alfred Molina, Mamoudou Athie

 

Im Jahr 1988. Der Senator Gary Hart (Hugh Jackman) gilt als aussichtsreichste Kandidat der Demokraten für die nächste U.S.-Präsidentschaftswahl. Die Nominierung ist eigentlich nur noch eine Formsache. Gary Hart sieht sich selbst bereits im Weißen Haus, dann kommt jedoch seine außereheliche Affäre ans Licht…

 

B+ (Wertung von A bis F) „The Front Runner“ basiert auf einer wahren Geschichte. Der Film ist ein Biopic über Senator Gary Hart, der im Jahr 1988 kurz davor war als U.S.-Präsidentschaftskandidat der Demokraten nominiert zu werden. Wie eine außereheliche Affäre diesem Politiker innerhalb von nur drei Wochen zum Verhängnis werden konnte, davon erzählt dieser Film. Der Film basiert auf Matt Bais Buch „All the Truth is Out: The Week Politics Went Tabloid“. Es ist der neue Film von Jason Reitman („Thank You for Smoking“, Juno, Up in the Air, Young Adult) und nach Tully bereits sein zweiter Film im Jahr 2018. 

Jason Reitman hat diese Geschichte ruhig, aber recht fesselnd inszeniert. Teilweise hat er mich an Michael Manns exzellenten Film „The Insider“ erinnert. Er schafft es einen in die Zeit v. 1988 zu versetzen. Man versteht, wie die U.S.A. in dieser Zeit getickt hat. Gary Harts Fall war einer der ersten Sexskandale eines Politikers. Bis zu diesem Fall waren die außerehelichen Affären von U.S.-Politikern (auch U.S. Präsidenten) ein offenes Geheimnis, es gehörte jedoch zum journalistischen Ehrenkodex, darüber nicht zu berichten. 

Der Filmemacher präsentiert die Geschichte wertneutral, jeder muss für sich herausfinden, wie er den Fall beurteilt.  

Angesichts der heutigen Situation ist es etwas frustrierend eine Zeit zu sehen, in der ein U.S.-Politiker noch eine gewisse Vorbildfunktion hatte und ihm moralische Verfehlungen das Amt kosten konnten. Wenn man dem Film etwas vorwerfen kann, dann, dass er zur falschen Zeit (im November 2018, nach zwei Jahren Amtszeit von Donald Trump) herausgekommen ist. Derjenige, der Hugh Jackmans Perücke ausgesucht hat sollte auch zur Verantwortung gezogen werden – die hat mich nämlich ständig rausgebracht. 

Schauspielerisch fand ich Mamoudou Athie, der den afroamerikanischen Journalisten der Washington Post gespielt hat, herausragend. Hugh Jackman gibt aber auch eine solide Performance. 

„The Front Runner“ ist/war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Hugh Jackman), Bester Nebendarsteller (J.K. Simmons), Beste Nebendarstellerin (Vera Farmiga), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien 

„The Front Runner“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 6.11.18 in vier Kinos gestartet. Mittlerweile ist er landesweit in 807 Kinos zu sehen. In Deutschland startet der Film am 07.03.19. 

Trailer zu sehen: 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rocketman„

Bewertung des Teasers: B+

Kommentar: Biopic über Elton John mit Taron Egerton in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Schindller´s List„

Bewertung des Teasers: B+

Kommentar: Steven Spielbergs Oscar-Gewinner-Film wird jetzt 25 Jahre später im amerikanischen, aber auch im deutschen Kino wiederaufgeführt. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: natürlich schon gesehen 


Trailer v. Film: „The Favourite„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: möglicher Oscar-Kandidat. Yorgos Lanthimos neuer Film mit Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone

Wie oft schon im Kino gesehen: 9 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF56 gesehen


Trailer v. Film: „The Mule„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Clint Eastwoods neuer Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „On the Basis of Sex„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Biopic über RBG mit Felicity Jones in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Vice„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Adam McKays neuer Film und möglicher Oscar-Kandidat. Film über den ehemaligen US-Vize-Präsidenten Dick Cheney. Christian Bale könnte hierfür seinen zweiten Oscar gewinnen. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gucke ich mir gleich an


Trailer v. Film: „A Dog´s Way Home„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: bei Hundefilmen muss ich immer heulen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: naja, wahrscheinlich schon, aber eher auf Netflix oder so


Trailer v. Film: „Miss Bala„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Actionthriller mit Gina Rodriguez und Anthony Mackie

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Berlin – Film: „The Commuter“

Ich war am 30.11.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Commuter“ (dt. Kinostart: 11.01.18) 105 min action, thriller
dir. Jaume Collet-Serra cast: Liam Neeson, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Jonathan Banks, Elizabeth McGovern, Sam Neill

 

Michael MacCauley (Liam Neeson) arbeitet als Versicherungsmakler und pendelt seit zehn Jahren aus dem Vorort nach Manhattan. Von einem Tag auf den anderen verliert Michael seinen Job und gerät in finanzielle Nöte. Als ihn auf dem Nachhauseweg eine mysteriöse Fremde (Vera Farmiga) im Zug anspricht und ihm ein lukratives Angebot macht, springt er an. Dafür muss er einen bestimmten Passagier im Zug finden, der soll etwas sehr Wertvolles transportieren. Michael wird bald klar, dass nicht nur das Leben der Zug-Passagiere in Gefahr ist, sondern auch das seiner eigenen Familie…

 

C- (Wertung von A bis F) „The Commuter“ ist der neue Film des spanischen Regisseurs Jaume Collet-Serra (Orphan, The Shallows). Nach Unknown, Non-Stop und Run All Night ist „The Commuter“ bereits die vierte Zusammenarbeit des Filmemacher mit seinem Hauptdarsteller Liam Neeson.

„The Commuter“ ist ein Actionthriller, der sich in seinem wirren und überladenen Plot verzettelt. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Die Story ist an den Haaren herbeigezogen, die Performances sind teilweise miserabel, so auch die Computereffekte am Ende. Vielleicht wäre der Film noch zu retten gewesen, wenn er nicht gänzlich von Humor befreit wäre. Ich hatte mich eigentlich wirklich auf den Film gefreut, leider hatte ich am Ende richtig schlechte Laune. Schade.

Ich dachte mal gehört zu haben, dass der 65-jährige irische Schauspieler nach zahlreichen Actionfilmen eigentlich nicht mehr solche Filme drehen wollte. Es stellte sich aber heraus, dass das wohl mehr mein Wunschdenken war, er das so nie gesagt hat. Die jüngere Generation kann sich wahrscheinlich gar nicht mehr daran erinnern, dass Liam Neeson mal ein richtig guter Charakterschauspieler („Schindler´s List“, „Michael Collins“, „Kinsey“) war. Ich gebe zu, dass ich dem „alten“ Liam Neeson nachtrauere und darauf hoffe, dass er endlich mal wieder solide Performances in wirklich sehenswerten Filmen liefert. Dennoch sehe ich ihn immer noch sehr gerne, ich liebe einfach seine Stimme.

„The Commuter“ startet am 12.01.18 landesweit in den amerikanischen Kinos. In Deutschland startet der Film morgen (11.01.18). Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Trailer zu sehen:

 

Boston – Film: "The Judge"

Ich war am 15.10.14 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Judge“ (dt. Filmtitel: „Der Richter: Recht oder Ehre“, dt. Kinostart war der 16.10.14) 141 min drama
dir. David Dobkin cast: Robert Downey Jr., Robert Duvall, Vera Farmiga, Vincent D´Onofrio, Billy Bob Thornton, Dax Shepard, Balthazar Getty

Hank Palmer (Robert Downey Jr.) ist Anwalt in Chicago. Während einer Gerichtsverhandlung erhält er einen Anruf seines Bruders Glen (Vincent D´Onofrio), der ihm mitteilt, dass seine Mutter verstorben ist. Seit Jahren hatte er keinen Kontakt mehr zu seinem Vater Joe (Robert Duvall), der in Hanks Heimatstadt als Richter arbeitet. Widerwillig fliegt Hank in seine Heimat, mit dem festen Willen, direkt nach der Beerdigung seiner Mutter wieder zurückzufliegen. Dann erfährt er, dass sein Vater verdächtigt wird, jemanden getötet zu haben. Hank bleibt erstmal in der Stadt.

B- (Wertung von A bis F) „The Judge“ ist teilweise ein Gerichtsdrama und teilweise ein Familiendrama. Immer wenn der Film auf Familiendrama schaltet, hat mir der Film wesentlich besser gefallen.

Aufgrund der tendenziell eher schlechten Kritiken, bin ich mit einer geringen Erwartung ins Kino gegangen. „The Judge“ ist in meinen Augen jedoch kein schlechter Film. Es wäre sehr wahrscheinlich ein solides Drama, wenn er sich mehr auf die Familien- und Vater/Sohn-Geschichte konzentriert hätte und nicht unwichtige und nachlässig erzählte Nebengeschichten eingebaut hätte. Richtig gestört hat mich teilweise die Kameraarbeit. Unnatürliches Licht, übertrieben sonnen- und lichtdurchfluteten Räume sorgen bei mir nicht für die gewünschte Atmosphäre.

Robert Downey Jr. kann nichts für seinen Charme, sein Charisma, seine Präsenz und sein Downey Jr.-sein, mir ist nur in letzter Zeit aufgefallen, dass er seine Wandelbarkeit eingebüsst hat. Er ist gut in dem was er kann und einzigartig in dem was er ist, aber irgendwie nehme ich ihm jetzt keine Rollen mehr so richtig ab, wie ich es früher getan habe. Mir hat er besser gefallen, als er noch nicht von allen geliebt wurde.

„The Judge“ zeigt beispielhaft den Unterschied zwischen einem Filmstar und Charakterschauspieler. In einigen Szenen mit Robert Downey Jr. und Robert Duvall konnte ich förmlich spüren, wie sich Mr. Duvall am Set ganz in sich ruhend und auf sein Talent verlassend, zurücklehnt und Mr. Downey Jr. dabei zuschaut, wie der sich anstrengt, schauspielerisch mit seinem älteren Kollegen mitzuhalten. Der Einzige, der hier mit Robert Duvall auf Augenhöhe spielt, ist der wunderbare Billy Bob Thornton. Robert Duvall gibt eine exzellente und würdevolle Performance. Seinetwegen kam ich ziemlich verheult aus dem Kino und habe auch während des Films beobachten können, dass einige Männer vor sich hin schluchzten. „The Judge“ ist auch ein Film über ein Elternteil, das halt älter und pflegebedürftig wird. Robert Duvall gibt hier definitiv eine Oscar-Performance, ich hätte mir gewünscht, dass er diese in einem noch besseren Film gibt. Durch die eher nicht so dollen Kritiken für den Film, ist Robert Duvall noch ein Wackelkandidat bezüglich einer Oscar-Nominierung. Ich drücke ihm in jedem Fall die Daumen. Ein Oscar-Gewinn ist sowieso ausgeschlossen. Hier wäre die Nominierung bereits der Gewinn.

Wenn nicht etwas ganz Unvorhergesehenes passiert, hat J. K. Simmons seinen Oscar (für Whiplash) schon in der Tasche. Wie es derzeit ausschaut, könnte einzig Edward Norton (und das auch hochverdient für seine Performance in „Birdman“) J. K. Simmons Oscar-Traum zum Platzen bringen.

„The Judge“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Nebendarsteller (Robert Duvall), Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera und Bester Filmschnitt.

„The Judge“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rosewater“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Jon Stewarts Film mit Gael Garcia Bernal in der Hauptrolle. Wahre Geschichte und Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Men, Women & Children“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Rosemarie DeWitt, Jennifer Garner und Dean Norris. Normalerweise zeigen sie keinen Trailer von einem Film, der bereits in einem Kinosaal nebenan läuft. Komisch
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. Kaum einer hat den fertigen Film gesehen und doch gilt der Film bei einigen Experten schon als Oscar-Favorit. Mal abwarten.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Wedding Ringer“
Bewertung des Trailers: C+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: RomCom mit Kevin Hart und Josh Gad. Besserer Trailer, trotzdem schlimm.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals

Trailer v. Film: „Taken 3“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Der dritte Teil von Liam Neesons Action-Abenteuer. Wahrscheinlich gucke ich mir auch den siebenten an, wenn er auf HBO läuft.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Inherent Vice“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: PTAs neuer Film mit Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Benicio del Toro, etc. Oscar-Film. Allein mit diesem Trailer bewirbt er sich um einen sicheren Platz in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2014
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Focus“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Neuer Film mit Will Smith (wo war der eigentlich die letzten Jahre?) und „The Wolf of Wall Street“s Margot Robbie.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "The Conjuring"

Ich war am 20.07.13 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Conjuring“ (dt. Filmtitel: „Conjuring – Die Heimsuchung“, dt. Kinostart: 01.08.13) 112 min horror
dir. James Wan cast: Vera Farmiga, Patrick Wilson, Ron Livingston, Lili Taylor

Lorraine Warren (Vera Farmiga) ist ein Medium und ihr Ehemann Ed Warren (Patrick Wilson) ist Parapsychologe und Dämonologe. Lorraine hat immer noch an ihrem letzten Fall zu knabbern. Sie halten Vorlesungen zu parapsychologischen Vorgängen und bekommen es schon bald mit einem neuen Fall zu tun:

1971 in Harrisville, Rhode Island. Carolyn (Lili Taylor) und Roger Perron (Ron LIvingston) ziehen mit ihren fünf Töchtern in ein neues Haus. Beim Einzug entdecken sie einen geheimen Keller. Schon bald mehren sich unheimliche, nicht zu erklärende Vorkommnisse im Haus. Was geht in diesem Haus vor? Nach einem weiteren angsteinflössenden Vorfall wenden sich Carolyn und Roger Perron an das Ehepaar Warren…

C+ (Wertung von A bis F) Der Film „The Conjuring“ soll auf einer wahren Begebenheit beruhen. Ed und Lorraine Warren waren sehr berühmte Experten für paranormale Phänomene und Geisteraustreibung. Der Fall, der dem Horrorfilm „The Amityville Horror“ zugrunde liegt, findet auch ganz kurz in „The Conjuring“ eine Erwähnung. Schließlich war der Fall in Long Island der nächste, mit dem sich die Warrens dann beschäftigt hatten.

Das Ehepaar Warren finde ich interessant und theoretisch könnte man eine ganze Reihe an Horrorfilmen drehen, die alleine auf ihren Erlebnissen beruhen und aus ihrer Sicht erzählen. Eigentlich könnte man schon aus dem einen oberschaurigen Raum im Haus der Warrens einen Horrorfilm inszenieren. „The Conjuring“ konzentriert sich aber auch auf den Fall der Familie Perron.

Ich glaube, ich bin mit den falschen Erwartungen ins Kino gegangen. Ich bin davon ausgegangen, einen supergruseligen Film zu sehen. Das Gezeigte war auch sicher nicht langweilig, nur hat es sich für mich angefühlt, als ob ich es bereits tausendmal zuvor gesehen habe. „The Conjuring“ hat aber einige wirkungsvolle Kameraeinstellungen und hält einige gut platzierte Schocker und ein paar Gänsehaut-Momente parat. Leider ist der Film zu lang und später im Film gab es, zumindest für mich, auch ein paar unfreiwillig komischer Szenen.

Schauspielerisch konnten mich Lily Taylor („Arizona Dream“) und – natürlich – Vera Farmiga überzeugen. Ich freue mich sehr, dass Vera Farmiga für ihre Rolle als Norma Bates in Bates Motel in der letzten Woche für einen Emmy nominiert wurde.

Ich habe den Film am Eröffnungssamstag in den U.S.A. gesehen. Meine Vorstellung in einem riesigen Kinosaal war beinahe bis auf den letzten Platz besetzt. Auch wenn ich es sonst liebe, im Kino viel Platz um mich herum zu haben, so ist es immer ein ganz besonderes Erlebnis, einen Horrorfilm in einer proppenvollen Vorstellung zu sehen. Man gruselt und erschreckt sich gemeinsam, oder erschreckt sich, weil die anderen zusammenzucken oder kreischen und nicht selten wird herzhaft gelacht, weil man sich halt so erschreckt hat.

Trailer zu sehen:

In diesem Ausschnitt ist die echte Lorraine Warren zu sehen (die Annabelle-Puppe sieht im Film „The Conjuring“ tausendmal gruseliger aus):

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „You´re Next“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ein Horrorfilm ganz nach meinem Geschmack, zumindest dem Trailer nach.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Wolf of Wall Street“
Bewertung des Trailer: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Martin Scorseses neuer Film mit Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Matthew McConaughey, etc. Beeindruckend, wie McConaughey (zumindest im Trailer) Leo an die Wand spielt. Ich bleibe dabei, dass McConaughey im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Oscar-Nominierung, wenn nicht sogar den Oscar, erhält.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Riddick“
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Das kann doch nicht deren Ernst sein… Sci-Fi/Action-Mist mit Vin Diesel und der dritte Film der Reihe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Carrie“
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des gleichnamigen Horrorfilms. Julianne Moore überzeugt mich auch in diesem Trailer als Carries Mutter. Dieser Trailer zeigt aber auch, dass Chloe Grace Moretz eine komplette Fehlbesetzung ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20% (wg. Julianne Moore)

Trailer v. Film: „Getaway“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Thriller mit Ethan Hawke und Selena Gomez… :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Runner, Runner“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller mit Justin Timberlake und Ben Affleck…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „We´re the Millers“
Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)
Kommentar: Komödie, bei der Jennifer Aniston wieder versucht, sexy auszusehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

TV – Serie: "Bates Motel, Staffel 1"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender A&E-Serie angeschaut:

„Bates Motel, Staffel 1“ 10 x approx 43 min thriller, drama
dir. Tucker Gates, Paul Edwards, Johan Renck, David Straiton, SJ Clarkson, Ed Bianchi cast: Vera Farmiga, Freddie Highmore, Max Thieriot, Nicola Peltz, Olivia Cooke, Mike Vogel, Nestor Carbonell

Sechs Monate nach dem Tod ihres Mannes verschlägt es Norma Bates (Vera Farmiga) mit ihrem 17jährigen Sohn Norman (Freddie Highmore) in die kleine Küstenstadt White Pine Bay in Oregon. Norma hat den Traum, ein neues Leben zu beginnen. Sie hat ein kleines, heruntergekommenes Motel mit einem angrenzenden Haus gekauft. Die Immobilien hat sie aus einer Zwangsversteigerung erstanden und so bekommt sie schon bald Ärger mit dem Vorbesitzer. Nicht nur der pflichtbewusste Sheriff Alex Romero (Nestor Carbonell) ist ihr gegenüber feindselig gestimmt, das ganze Städtchen scheint sich gegen sie zu verbünden. In einem der Motelzimmer findet Norman ein kleines Buch mit handgemalten Manga Illustrationen, die daraufhin deuten, dass hier ein schreckliches Verbrechen verübt wurde. Norman begibt sich mit seiner Freundin Emma (Olivia Cooke) auf Spurensuche. Verguckt hat sich Norman aber in die hübsche und beliebte Mitschülerin Bradley (Nicola Peltz). Als ob der Anfang nicht schon schwer genug wäre, steht plötzlich auch noch Normas 21-jährige Sohn Dylan (Max Thiereot) vor der Tür…

B- (Wertung von A bis F) „Bates Motel“ wurde sowohl von Robert Blochs Roman „Psycho“ als auch von Alfred Hitchcocks Film „Psycho“ inspiriert.

In dieser neuen amerikanischen Serie wird eine Art Vorgeschichte (eine Variante, wie es gewesen sein könnte) zu Alfred Hitchcocks „Psycho“-Charakteren Norman Bates und seiner Mutter erzählt. Die Handlung ist in die heutige Zeit versetzt. „Bates Motel“ ist eine Charakterstudie, ein Drama, aber noch mehr ein spannender Thriller. Wie ist Norman Bates zu dem Monster geworden? Ist er von Geburt an böse, wurde er von seiner besitzergreifenden und dominanten Mutter dazu gebracht oder gab es gar andere Einflüsse? Die TV-Serie gibt Erklärungsversuche und zeigt uns einen Jugendlichen Norman Bates. Es gibt einige Unterschiede zu Alfred Hitchcocks Film, man darf keinen direkten Anschluss erwarten. Es gibt aber auch Parallelen. Das legendäre Motel und das gruselige Haus am Hang sind ziemlich gut getroffen. Liebevoll aber auch einige Kleinigkeiten, wie das Ausstopfen von Tieren einen Platz in der Serie bekommt und auch in der Serie Vögel hin und wieder eine Erwähnung finden. Auch findet man die leicht abgeänderte Aussage von Anthony Perkins´Norman Bates: „12 cabins, 12 vacancies“ in der Serie wieder.

Bereits mit der ersten Folge hatte ich den dringenden Wunsch, mir Alfred Hitchcocks wohl bekanntesten Film „Psycho“ noch einmal anzuschauen. Bei mir lag der Film eine Ewigkeit zurück und wirklich erinnern konnte ich mich nur an a) das Motel und dieses schaurig-schöne Haus b) einige prägnante Szenen c) die unverwechselbare Filmmusik und d) einen charmant-teuflischen Anthony Perkins als Norman Bates. Zwischen der vierten und der fünften Episode von „Bates Motel“ fand ich dann die Gelegenheit, mir den Film aus dem Jahr 1960 erneut anzuschauen. Von Beginn an war ich völlig fasziniert und von dem eleganten Stil des Films sehr angetan. Ich liebe es, Filme nach so langer Zeit noch einmal anzuschauen, hat man doch Heute eine ganz andere Sichtweise auf den Film. Auch weiß ich nicht mehr, ob ich seinerzeit die ganzen Anspielungen auf Vögel so verstanden habe. „The Birds“ war Alfred Hitchcocks nächster Film. Auch wenn ich durchaus ein paar Probleme bei „Psycho“ sehe, so darf man nicht vergessen, dass der Film mittlerweile 53 Jahre alt ist und eine Inspiration von so vielen Regisseure war und ist. Nach der erneuten Sichtung von Alfred Hitchocks „Psycho“ habe ich mir als Bewertung ein A- notiert.

Zurück zu „Bates Motel“: Die Pilotfolge der Serie ist insofern äusserst gelungen, weil sie spannend ist und vor allen Dingen neugierig macht. Mit Ende der dritten Folge war es meine erklärte neue Lieblingsserie. Als ich dann tatsächlich JEDEM erzählt habe, wie klasse „Bates Motel“ ist, musste ich nach der fünften Folge aus zeitlichen Gründen pausieren. Einige Wochen später konnte ich mit der 6. Folge wieder einsteigen. So sehr ich mich auf die Serie gefreut habe, so sehr war ich dann von dem Ende der 6. Episode enttäuscht. Die restlichen drei Folgen fand ich auch nur noch so mittelmässig bis nicht soo gut. Was ist passiert? Wie konnte eine Serie, bei der ich eine A- bzw. B+ Bewertung für die ersten fünf Folgen schon im Kopf hatte, auf ein C, vielleicht C+ für die letzten fünf Folgen der Staffel zurückfallen?

Ich musste der Sache auf den Grund gehen. Durch ein Layover in einem Land, in dem ich sowieso nicht weiß, was ich da soll, hatte ich die Chance, die komplette erste Staffel von „Bates Motel“ ein zweites Mal zu gucken. Dieses Mal aber in einem Zug durch.

Mit der zweiten Sichtung ist mir vielleicht noch mehr ins Auge gefallen, dass die Autoren für 5 1/2 Folgen einen sehr guten Job gemacht haben und dass ihnen bei den restlichen Folgen scheinbar die Ideen ausgegangen sind. Mit Ende der sechsten Folge ist die Luft raus. Mit der siebenten Folge wird dann beispielsweise eine Figur eingeführt, die ich als unglaubwürdig empfunden habe. Dieser, in meinen Augen lausig geschriebenen, Figur wird viel zu viel Raum gegeben. Erschwerend hinzu kam noch, dass bei der Besetzung dieser Figur ein großer Fehler unterlaufen ist. Er wirkt optisch seltsam und ist eher lachhaft als angsteinflössend. Auch finde ich die Besetzung von Normans Lehrerin alles andere als gelungen. Sie wirkt wie eine Comicfigur, eine Figur aus einer ganz anderen Serie, gar einem anderen Jahrzehnt. Mit der Besetzung aller anderen Serienfiguren bin ich jedoch zufrieden. Ich habe ein großes Herz für (gute) Schauspieler und so machen insbesondere die Schauspieler Vera Farmiga und Max Thieriot diese Serie sehenswert.

„Bates Motel“ könnte man am Besten als eine Serie um das Vorleben von Norman Bates beschreiben, die mit einem Schuss „Dexter“ und einer Prise „Twin Peaks“ gespickt ist. Ich wünschte nur, die Serie wäre qualitativ durchgängig gut. Schade.

Meine beiden Lieblingscharaktere sind ganz ohne Zweifel: Norma Bates und Dylan. Selbstverständlich mag ich auch Norman Bates. Mit den letzten Episoden der ersten Staffel etabliert sich für mich langsam eine neue Lieblingsfigur, die ich aber nicht benennen möchte. Das würde verraten, dass diese Figur wesentlich wichtiger ist, als sie mit den Anfangsfolgen erscheint.

Die Charaktere im Einzelnen:

Norma Bates – Witwe, hat zwei Söhne, Norman und Dylan. Sie ist – was Norman angeht – besitzergreifend, dominant und herrschsüchtig, versucht ihren Sohn zu isolieren. Gespielt wird Norma Bates von der wunderbaren Vera Farmiga. Sie war in „The Departed“, „Orphan“, „Source Code“ und „Higher Ground“ zu sehen. Für ihre Rolle in dem Film „Up in the Air“ hat sie ihre erste eine Oscar-Nominierung erhalten. Vera Farmiga ist brillant als Norma Bates.

Norman Bates – Sohn von Norma, introvertiert, praktisch zum Außenseiter geboren, voller Selbstzweifel, labil, hat Halluzinationen und weiß manchmal nicht, ob etwas tatsächlich passiert ist oder er sich etwas eingebildet hat. Er ahnt, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Außerdem weiß er nicht so richtig, was er von seinem Halbbruder Dylan halten soll. Gespielt wird Norman Bates von Freddie Highmore. So wie der britische Schauspieler Freddie Highmore mittlerweile ausschaut, hätte ich ihn niemals erkannt. Ich sehe ihn immer noch als kleinen Jungen in „Finding Neverland“, „Charlie and the Chocolate Factory“ und „August Rush“ vor mir.

Dylan – Normas 21-jähriger Sohn aus erster Ehe. Dylan ist Normans Halbbruder. Norma hat kein gutes Verhältnis zu ihm, hat ihm nicht einmal mitgeteilt, dass sie und Norman umziehen. Dylan steht eines Tages einfach vor der Tür und will scheinbar bleiben. Er verachtet seine Mutter, weiß nicht, was er von seinem Bruder halten soll, er kennt ihn aber auch kaum. Gespielt wird Dylan von dem amerikanischen Schauspieler Max Thieriot, er hat in einigen Spielfilmen schon mitgewirkt („The Astronaut Farmer“, „Jumper“, „Chloe“, „Disconnect“)

Alex Romero. Romero ist der Sheriff von White Pine Bay. Er hat Norma Bates von Beginn an auf dem Kieker. Irgendwas lockt großes Misstrauen hervor und vielleicht bekommt er auch irgendwann einen Anlass. Er sieht aus, als ob er einen fetten Kajalstrich unter seinen Augen trägt und ist mir vielleicht daher von Anfang an nicht geheuer. Gespielt wird der Sheriff von dem amerikanischen Schauspieler Nestor Carbonell. Er wurde durch seine Hauptrolle in „Suddenly Susan“ neben Brooke Shields bekannt. Hat aber auch in zahlreichen anderen TV-Serien (z. B. „Lost“) mitgewirkt. Auch hat er in einigen Spielfilmen z.B. „The Dark Knight“ und „The Dark Knight Rises“ mitgespielt.

Deputy Zack Shelby ist scheinbar die gute Seele der Polizei und Norma sieht in ihm einen Freund. Sie mag ihn. Norman misstraut ihm. Zack Shelby wird von dem amerikanischen Schauspieler Mike Vogel verkörpert. Mir ist Mike Vogel vor allen Dingen durch die schlechte TV-Serie „Pan Am“ bekannt. Er hat aber auch in „Cloverfield“, „Blue Valentine“ und „The Help“ mitgespielt.

Emma Decody ist eine Mitschülerin von Norman, leidet an Mukoviszidose, einer erblichen Stoffwechselerkrankung, und ist immer mit einer Sauerstoffflasche unterwegs. Emma verliebt sich schließlich in Norman. Emma wird von der britischen Schauspielerin Olivia Cooke gespielt.

Bradley Martin – attraktive Mitschülerin von Norman. Norman verknallt sich schnell ins sie. Gespielt wird Bradley von der amerikanischen Schauspielerin Nicola Peltz. Sie hat bereits in „Deck the Halls“, „Righteous Kill“ und „The Last Airbender“ gespielt.

Update: Am 18.07.13 wurde Vera Farmiga als Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie für einen Emmy nominiert. Das ist die wichtigste Fernsehauszeichnung.

„Bates Motel“ wurde vom 18.03.13 bis zum 20.05.13 auf dem amerikanischen Sender A&E ausgestrahlt. Die zweite Staffel ist bereits bestellt, wird ebenfalls 10 Folgen beinhalten und im Jahr 2014 ausgestrahlt.

Trailer zu sehen:

Offizielle Website:

http://www.aetv.com/bates-motel/

In meinen Augen tolle Leuchtreklame von „Bates Motel“, die ich Ende April 2013 in New York fotografiert habe:

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