Oscar-Gewinner 2022 – meine Wette


Zeit, meine kleine, persönliche Oscar-Wette mit meinem Kumpel zu veröffentlichen. Eine richtige Wette ist es natürlich nicht, mir macht es nur einfach wesentlich mehr Spaß, die nächtliche Show zu verfolgen, wenn ich unsere beiden Prognosen vor den Augen habe. 

Bei meiner ersten Prognose zu den Oscar-Nominierungen 2022 habe ich mich auf „The Power of the Dog“ als Gewinnerfilm festgelegt, es war aber mehr ein Platzhalter. „CODA“ hatte ich in meiner Prognose auf Platz 7. Jane Campion war aber seinerzeit schon meine Gewinnerin für den Regiepreises und Will Smith der wahrscheinliche Gewinner des Hauptdarsteller-Oscars. Troy Kotsur und Ariana DeBose hatte ich nicht mal erwähnt, so kann´s gehen. Dann habe ich Anfang Februar meine Kumpel-Wette zu den Oscar-Nominierungen 2022 veröffentlicht. Zu dem Zeitpunkt war mit den Nominierungen innerhalb der Filmindustrie schon vieles klarer. Da bin ich dann bereits ziemlich wahrscheinlich davon ausgegangen, dass Netflix mit „The Power of the Dog“ seinen ersten Best Picture-Gewinner hat. Mit den Oscar-Nominierungen 2022 dann 2 Tage später und 12 Nominierungen hatte „The Power of the Dog dann endgültig den Favoriten-Status. Am 27.02.22 war dann die SAG-Award-Verleihung. Da hat dann erstmalig „CODA“ einen großen Preis gewonnen. „The Power of the Dog“ war nicht mal in der Kategorie (Outstanding Cast) der Schauspielgewerkschaft nominiert. Es war nicht so sehr, dass „CODA“ den Preis gewonnen hat, das haben viele Filme, die später nicht den Oscar gewonnen haben, es war mehr die positive CODA-Stimmung im Saal. „The Power of the Dog“ hat dann erst mal auch den Critics´Choice Award und den BAFTA gewonnen, keine unerheblichen Preise. Aber dann der Schlag, der alles ränderte: der Preis der Gilde der Produzenten (PGA). Die, die als einzige mit der Oscar-Academy zusammen, auch mit dem Vorzugsstimmen-System ihren Gewinnerfilm bestimmen. Und da gewinnt ausgerechnet „CODA“. Nun hat „CODA“ also die Schauspieler, die Produzenten und auch Teile der Autoren (durch den Gewinn der Autoren-Gilde, da war aber beispielsweise „The Power of the Dog“ von vornherein disqualifiziert) hinter sich, zwei sehr große Gruppen innerhalb der Academy. Plötzlich war es da, das Rennen zwischen „The Power of the Dog“ und „CODA“

Wenn sich „CODA“ am Ende durchsetzt, wäre das ein von, rein den Indikatoren, völlig ungewöhnlicher Oscar-Gewinner. Nur 3 Oscar-Nominierungen, keine Regie, keine Schnitt-Nominierung. Es ist auch – zusammen mit „Licorice Pizza“ (3) – der Film mit den wenigsten Oscar-Nominierungen in diesem Jahr: Belfast (7), Don´t Look Up (4), Drive My Car (4), Dune (10), King Richard (6), Nightmare Alley (4), The Power of the Dog (12) und West Side Story (7). Ich weiß nicht, wann oder ob es das schon mal gab. Immer wieder wird „Grand Hotel“ herangezogen, der Film hat mit einzig der Oscar-Nominierung für den Besten Film den Oscar gewonnen. Das war im Jahr 1932. 

Die meisten Oscar-Experten gehen mittlerweile von „CODA“ als Gewinner-Film aus. 

Spoiler: Wenn „King Richard“ in der Kategorie Bester Schnitt – in der Pre-Show – den Oscar holt, könnte der Film in meinen Augen auch gewinnen. Der hätte dann Bester Hauptdarsteller und Bester Schnitt neben den Best Picture. 

Als Letztes für meine Wette eingetragen habe ich dieses Jahr Bester Film („CODA“ oder „The Power of the Dog“), Beste Hauptdarstellerin (Das ist dieses Jahr ja weit offen, meine Finalisten waren Jessica Chastain, Penelope Cruz oder eine, die gerne die Party sprengt: Olivia Colman). Bestes Originaldrehbuch (meine Finalisten waren „Belfast“, „Don´t Look Up“  oder „The Worst Person in the World – weil letzteres einfach das Beste Drehbuch in der Kategorie ist)  Bestes adaptiertes Drehbuch („CODA“ wenn er den Besten Film gewinnt oder „The Power of the Dog“, wenn er den Besten Film gewinnt), Beste Kamera („Dune“ oder „The Power of the Dog“ für die erste Frau, die dann diese Kategorie gewinnt – das war tatsächlich die allerletzte Kategorie, die ich eingetragen habe), Bester Ton (bereits im letzten Jahr wurden Bester Ton und Bester Tonschnitt zusammengelegt – wenn Musik involviert war, hat dieser Film meist – in der Vergangenheit mindestens eine der Kategorie gewonnen. Oftmals gewinnt aber auch der lauteste Film – meine Finalisten waren also „West Side Story“,  „Dune“ oder „No Time to Die“) und Bester Doku-Kurzfilm (meine Finalisten waren „Audible“ oder „The Queen of Basketball“)

Ich hätte jetzt zwar in San Francisco die Zeit gehabt, alle Kurzfilme in allen drei Kategorien im Kino anzuschauen, das Wetter war aber zu schön und ich habe lieber etwas anderes gemacht. Habe daher nur die drei Doku-Kurzfilme auf Netflix („Audible“, „Lead Me Home“ und „Three Songs for Benazir“ ), den Netflix-Animationsfilm (Robin Robin) und „The Long Goodbye“ mit – und auch der Musik von – Schauspieler/Musiker Riz Ahmed gesehen. Habe mich dieses Jahr nicht so intensiv mit den Kurzfilmen beschäftigt, habe mir aber angeschaut, worum es geht und mich für die drei Filme, die ich auch gesehen habe entschieden: den „gehörlosen Sportfilm“ für Best Doku-Kurzfilm („Audible“), als Spielfilm-Kurzfilm einen Film über Rassismus und Musik mit Riz Ahmed („The Long Goodbye) und einen niedlichen Netflix-Film als Bester animierter Kurzfilm („Robin Robin).

Unabhängig von der Wette mit meinem Kumpel drücke ich immer noch „The Power of the Dog“ als Gewinner-Film die Daumen, weil er einfach so viel besser ist als „CODA“ und auch drücke ich „The Worst Person in the World“ für alles die Daumen, weil der Film einfach großartig ist. Und ich freue mich, wenn der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer (für „Dune“) seinen 2. Oscar (seinen ersten hat er für „The Lion King“ gewonnen) – leider in der Pre-Show – gewinnt.

Mein Kumpel hat 5 Kategorien anders: Best Actress: Jessica Chastain, Best Original Screenplay: Licorice Pizza, Best Documentary Short: The Queen of Basketball, Best Production Design: Dune, Best Sound: Dune

Hier meine Prognose für die 94th Academy Awards

Best Picture: CODA

Best Director: Jane Campion (The Power of the Dog)

Best Actor: Will Smith (King Richard)

Best Actress: Penelope Cruz (Parallel Mothers)

Supporting Actress: Ariana DeBose (West Side Story)

Supporting Actor: Troy Kotsur (CODA)

Best Adapted Screenplay: CODA

Best Original Screenplay: Belfast 

Best Cinematography: Dune 

Best Costume Design: Cruella 

Best Visual Effects: Dune 

Best Animated Feature Film: Encanto 

Best Original Song:  „No Time to Die“(No Time to Die) 

Best Documentary Feature: Summer of Soul 

Best International Feature Film: Japan (Drive My Car) 

Best Editing:  Dune 

Best Sound: West Side Story 

Best Production Design: Nightmare Alley

Best Original Score: Dune 

Best Makeup and Hairstyling: The Eyes of Tammy Faye

Best Animated Short: Robin Robin 

Best Documentary Short Subject: Audible

Best Live Action Short: The Long Goodbye 

Die Honest Trailers für alle zehn nominierten Filme:

 

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