Denver – Film: „Baby Driver“

Ich war am 16.07.17 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Baby Driver“ (dt. Kinostart: 27.07.17) 113 min  action, musical
dir. Edgar Wright cast: Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Eiza González, Jon Hamm, Jamie Foxx, Jon Bernthal

 

Baby (Ansel Elgort) ist ein richtig guter Autofahrer. Er arbeitet für den Gangsterboss Doc (Kevin Spacey). Baby fährt das das Fluchtauto, wenn Docs Crews wieder mal ein Bank oder einen Geldtransporter überfallen. Nun will er sein kriminelles Leben aber hinter sich lassen, auch weil er sich in die Kellnerin Deborah (Lily James) verliebt hat…

 

B (Wertung von A bis F) „Baby Driver“ ist der neue Film des englischen Autors und Filmemachers Edgar Wright („Shaun of the Dead“, „Hot Fuzz“, „Scott Pilgrim vs. the World“). Es ist der erste Film, den er in den U.S.A. gedreht hat.

„Baby Driver“ war eigentlich ein Film, den ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Einen Trailer hatte ich nie gesehen und bei dem Filmtitel kann doch nichts Gutes dabei herauskommen, dachte ich. Naja, dann stand (und steht) der Film bei 95% Rotten Tomatoes und da ich sowieso einen Mainstream-Blockbuster-Kinotag plante, habe ich dann einfach noch „Baby Driver“ hinzugefügt und bin mit richtig guter Laune aus dem Kino gekommen.

Der Soundtrack wird sicherlich als einer der besten in die Filmgeschichte eingehen. Gerade wie die Musik einzelne Szenen und Verfolgungsjagden untermalt, ist brillant. „Baby“ wird uns am Anfang vorgestellt, dieser Fahrer, der aussieht wie ein Teenager, permanent Kopfhörer in den Ohren hat, laut Musik hört und dabei mit den Autos durch die Straßen von Atlanta brettert. Lag es an Edgar Wrights Inszenierung oder tatsächlich an dem, mir bislang nicht bekannten Ansel Elgort („The Divergent Series“), dass ich meine Augen nicht von „Baby“ lassen konnte und bis zum Schluss an seiner Seite war? In jedem Fall gibt der amerikanische Schauspieler einen glaubhaften und sympathischen Charakter ab, mit dem ich mitfieberte. Nun hat der Film nur ein „B“ von mir bekommen. Das liegt mit daran, dass das Drehbuch später Schwächen aufweist und die Charakterentwicklung von Kevin Spaceys „Doc“ und Jon Hamms „Buddy“ für mich nicht nachvollziehbar war. Gegen Ende des Films gibt es eine längere Sequenz, die für mich nicht zu dem eleganten und stimmigen Anfang des Films passt. Wie dem auch sein, dieser Actionfilm macht verdammt viel Spaß, mir hat sogar Jamie Foxx gut gefallen.

Selbstverständlich habe ich mir den Soundtrack direkt gekauft.

Eine Fortsetzung zu „Baby Driver“ ist bereits im Gespräch.

 

„Baby Driver“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Festival gezeigt. Der Film ist am 28.06.17 in 3226 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland startet der Film am 27.07.17.

Update: Baby Driver hat 3 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Film Editing, Best Sound Editing, Best Sound Mixing)

Der nahezu perfekte Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Home Again„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Reese Witherspoon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Thor: Ragnarok„
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Was für ein (Marvel-) Scheiß
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals

Trailer v. Film: „Daddy´s Home 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung zu der Komödie mit Mark Wahlberg, Will Ferrell, Mel Gibson spielt auch mit. Ich weiß nicht, ob John Lithgow den Film retten kann – vom Trailer her wirkt es so
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

Trailer v. Film: „Pitch Perfekt 3„
Bewertung des Trailers: C-.
Kommentar: davon gibt es schon drei Filme?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Blade Runner 2049„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1982. Denis Villeneuve führt Regie, Roger Deakins ist der DP, klar sieht der Film fantastisch aus. Es spielen Ryan Gosling, Jared Leto und Harrison Ford mit
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kingsman: The Golden Circle„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem sehenswerten Kingsman: The Secret Service
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Flatliners„
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: unnötige Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1990
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Dark Tower„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Stephen King-Verfilmung mit Idris Elba und Matthew McConaughey – völlig unnötig
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: „Elvis & Nixon“

Ich war am 27.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Elvis & Nixon“ (dt. Kinostart: 08.12.16) 86 min comedy
dir. Liza Johnson cast: Kevin Spacey, Michael Shannon, Alex Pettyfer, Colin Hanks, Tate Donovan, Johnny Knoxville, Tracy Letts

 

 

Zur großen Überraschung der Secret Service Mitarbeiter steht der leibhaftige Elvis Presley (Michael Shannon) am 21.12.70 vor dem Weißen Haus. Er bittet dringend um einen Termin bei dem US-Präsidenten Richard Nixon (Kevin Spacey). Elvis ist der Meinung, dass die Vereinigten Staaten moralisch den Bach runter gehen und möchte als verdeckter Ermittler für die nationale Drogenbehörde arbeiten.

 
B (Wertung von A bis F) „Elvis & Nixon“ wurde von einer wahren Begebenheit inspiriert. Das angeblich am meisten nachgefragte Foto im amerikanischen Nationalarchiv zeigt, wie der U.S.-Präsident Richard Nixon und Elvis sich die Hand geben. Da es seinerzeit noch alles andere als üblich war, dass sich Politiker mit Entertainern zeigten, geht dieser Film der humorvollen Frage nach, wie dieses Foto wohl entstanden sein mag.

Vieles ist natürlich spekulativ. Man kann sich aber gut vorstellen, wie wenig Präsident Nixon begeistert war, sich mit Elvis zu treffen und auch wie der exzentrische Künstler seinen Willen letztendlich durchsetzte und sich nicht an Regeln halten wollte.

Michael Shannon hat nun nicht wirklich Ähnlichkeit mit Elvis, aber er hat die selbstverständliche Leinwandpräsenz eines Filmstars. Auch macht es Spass, ihm dabei zuzusehen wie er damit spielt, Elvis zu sein.

Kevin Spacey, Mini-Tom-Hanks (sorry: Colin Hanks) und der wunderbare Tracy Letts machen den Film ebenso sehenswert.

„Elvis & Nixon“ wurde am 22.04.16 in ein paar ausgewählte amerikanische Kinos gebracht. Der Film wird ab dem 14.07.16 in den deutschen Kinos gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

 
Trailer v. Film: „Genius„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic/Drama mit Colin Firth, Nicole Kidman. In dem Trailer wirkt Jude Law wie eine Karikatur von Thomas Wolfe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „L´Attesa„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: italienischer Film mit Juliette Binoche. Leider kann ich die Schauspielerin nicht ertragen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ma Ma„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: spanisches Drama mit Penélope Cruz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Maggie´s Plan„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Rebecca Millers neuer Film mit Ethan Hawke, Greta Gerwig und Julianne Moore mit einem völlig absurden Akzent.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „High-Rise„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Britischer Sci-Fi-Thriller mit Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller. Bei der ersten Sichtung fand ich den Film ziemlich unerträglich, ich werde ihm aber eine zweite Chance geben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen
IMG_4778

amerikanisches Filmplakat

TV – Serie: "House of Cards (U.S.), 1. Staffel"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender Netflix-Serie angeschaut:

„House of Cards (U.S.), Staffel 1“ (in D. ab 10.11.13 auf SAT1 und ab November´13 auf DVD) 13 x approx. 55 min drama, thriller, adaptation, remake
dir. David Fincher, James Foley, Joel Schumacher, Charles McDougall, Carl Franklin, Allen Coulter cast: Kevin Spacey, Robin Wright, Kate Mara, Michael Kelly, Sakina Jaffrey, Corey Stoll, Constance Zimmer, Kristen Connolly

Washington, D.C. – Anfang Januar des Jahres 2013. Francis „Frank“ J. Underwood (Kevin Spacey) ist der demokratische Kongressabgeordnete von South Carolina. Im November 2012 hat Garrett Walker (Michael Gill) die amerikanische Präsidentschaftswahl für sich entscheiden können. Frank hat ihn bei seinem Wahlkampf unterstützt, im Gegenzug wurde Frank der Posten des Außenministers fest versprochen. Noch vor der Vereidigung des amerikanischen Präsidenten, wird ihm jetzt aber von der Stabschefin des Weißen Hauses, Linda Vasquez (Sakina Jaffrey), mitgeteilt, dass sich der Präsident umentschieden hat. Frank soll im Kongress bleiben, weiterhin den Einpeitscher seiner Partei geben und die Regierungsgeschäfte im Repräsentantenhaus vorantreiben. Wäre Frank Underwood zum Außenminister berufen wurde, hätte Franks Ehefrau Claire (Robin Wright) eine großzügige Spende für ihre Clean Water Intiative bekommen. Jetzt fühlt sich Frank Underwood übergangen, ist wütend und frustriert. Das hält aber nicht lange an, er sinnt auf Rache. Er kennt einige dunkle Geheimnisse seiner Parteigenossen und weiß auch sonst, wie er in der großen Politik die Strippen ziehen kann. Dabei behilflich sein könnte ihm die ambitionierte, junge Reporterin des Washington Herald, Zoe Barnes (Kate Mara)…

B (Wertung von A bis F) „House of Cards“ ist ein Remake der gleichnamigen britischen BBC-Miniserie. Der britische Mehrteiler ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Michael Dobbs. Die amerikanische Serie wurde von dem Dramatiker und Drehbuchautor Beau Willimon kreiert. Er hat bereits das Bühnenstück „Farragut North“ geschrieben, das als Vorlage zu George Clooneys Film The Ides of March diente. Durch seine Zeit als Wahlkampfhelfer des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Howard Dean im Jahr 2004 konnte Beau Willimon wertvolle Erfahrungen im amerikanischen Politbetrieb sammeln.

Es bedarf nicht viel Überzeugungskraft, mein Interesse für eine neue Serie zu wecken. „House of Cards“ hat die nötigen Zutaten. Es ist eine von Regisseur David Fincher („Seven“, „The Game“, „Fight Club“, „Panic Room“, Zodiac, The Social Network) mitproduzierte Polit-Thriller-Serie mit Kevin Spacey und Robin Wright in den Hauptrollen. Darüber hinaus hat David Fincher auch bei den ersten beiden Folgen selbst Regie geführt. Noch bevor die ersten vielversprechenden Kritiken kursierten, konnte ich es schon kaum abwarten, die Serie zu gucken.

Die U.S.-Serie „House of Cards“ gibt uns einen Einblick in das schmutzige Polit-Geschäft in Washington, D.C. Er zeigt die Arbeit der Politiker mit den Lobbyisten, Gewerkschaftlern und den Medien. Bezeichnenderweise ist der U.S. Präsident selten zu sehen, er ist das Staatsoberhaupt und der Regierungschef, die wirkliche entscheidenden Dinge werden aber von anderen Politikern in die Wege geleitet. Da versucht jeder, seine Interessen durchgesetzt zu bekommen. „House of Cards“ konzentriert sich auf diese Arbeit im Hintergrund.

„House of Cards“ ist eine raffinierte Polit-Thriller-Serie mit unerwarteten Entwicklungen einzelner Charaktere und der Handlung. Die Serie ist mitunter unfassbar spannend und hat großes Suchtpotential. Es gibt viele, viele brillante Szenen in den einzelnen Folgen. Eine richtige Lieblingsepisode habe ich jedoch nicht. Erst mit der 7. oder 8. Folge habe ich zwei Charaktere (Doug und Peter Russo) in mein Herz geschlossen, denen ich am Anfang der Staffel noch nicht so viel Beachtung geschenkt habe. Auch schauspielerisch haben mich Michael Kelly und Corey Stoll später in der Serie begeistern können.

Meine Lieblingscharaktere sind die vielschichtigeren, nicht leicht durchschaubaren Figuren, die immer eine Überraschung parat halten und damit klar: Frank Underwood und Claire Underwood und später kommen noch, wie erwähnt, Doug und Peter Russo hinzu. Am wenigsten mochte ich vermutlich Zoe Barnes. Das hat sicherlich auch damit zutun, dass mir die Beziehung zwischen Frank Underwood und Zoe Barnes auch Bauchschmerzen verursachte. Sie wirkt manchmal wie ein 17-jähriger Teenager und er wie ihr Vater. Mit der 9. Episode sind aber die Fronten geklärt und dann habe ich wieder Zugang zu Zoe Barnes gefunden.

Bei der Serie „House of Cards“ wurde zu einem besonderen Stilmittel, der sogenannten „vierten Wand“, gegriffen. Der Protagonist, in diesem Fall Kevin Spaceys Charakter Frank Underwood, wendet sich des öfteren (augenzwinkernd) direkt dem Zuschauer zu und sagt was er eigentlich denkt, wenn er zuvor öffentlich etwas ganz anderes gesagt hat. Er erklärt Zusammenhänge, eine Situation oder sein Vorgehen. Das war für mich zu Beginn bei so einer Art von Serie ungewöhnlich, aber eigentlich bin ich schon mit der ersten Episode zum Fan der „vierten Wand“ hier geworden. Schließlich macht sie einen zum Vertrauten und Mitwisser von Frank Underwood. Nicht selten guckt er auch nur ganz kurz in die Kamera (und man ahnt was er gerade denkt) oder haut einfach einen Knaller-Spruch raus.

Seit vielen Jahren bin ich ein großer Fan von Kevin Spacey. Im Jahr 1999 kam ich in den Genuss, ihn in Eugene O`Neills „The Iceman Cometh“ live in New York sehen zu dürfen. Seine Rolle in „House of Cards“ ist eine Paraderolle für ihn. Frank Underwood ist ein charmanter, charismatischer, redegewandter, blitzgescheiter, selbstgefälliger, verbitterter, zynischer und hinterlistiger Politiker aus den Südstaaten. Mich hat sein Charakter mitunter sehr an die von ihm verkörperte Figur in Clint Eastwoods Film „Midnight in the Garden of Good and Evil“ erinnert. Und das lag nicht alleine an der Sprache.

Die Charaktere im Einzelnen:

Francis „Frank“ J. Underwood – demokratischer Kongressabgeordneter von South Carolina. Er sitzt seit 22 Jahren im Kongress. Den gerade gewählten Präsidenten hat er bei seinem Wahlkampf unterstützt und sollte dafür zum Außenminister ernannt werden. Jetzt wird ihm mitgeteilt, dass der Präsident sich umentschieden hat – das ist unerträglich für Frank. Er hatte immer die Kontrolle in seinem Leben, hasst es, die Kontrolle zu verlieren. Er wird sich rächen. Jetzt nutzt er seine Intelligenz und seinen Einfluss und wird Strippenzieher in der hohen Politik. Er ist skrupellos und machtbesessen. Seine Intrigen und Pläne zahlen sich mitunter erst auf längere Sicht aus. Nichts wird er dem Zufall überlassen. Frank möchte man nicht zum Feind haben. Verheiratet ist Frank mit Claire (gespielt von Robin Wright), sie haben keine Kinder. Gespielt wird Frank Underwood von dem zweimaligen Oscar-Preisträger Kevin Spacey. Kevin Spacey hat in unzähligen guten Filmen („Glengarry Glen Ross“, „The Ref“, „The Usual Suspects“, „L.A. Confidential“, „American Beauty“,“ K-PAX“, „Beyond the Sea“) gespielt. Kevin Spacey verschwindet förmlich in der Rolle des Frank Underwood, er ist ganz sicher kein Sympathieträger, aber man ist immer ganz nah bei ihm. Durch diese ungewohnte, direkte Anrede, ist man als Zuschauer automatisch auch Mitwisser.

Claire Underwood – Ehefrau des Kongressabgeordneten Frank Underwood (gespielt von Kevin Spacey). Sie ist (erst mal) die Einzige, die Frank bei seinem richtigen Namen (Francis) nennt. Sie hat eine Initiative gegründet, die sich für sauberes Wasser einsetzt. Frank und Claire sind beide sehr starke Persönlichkeiten und führen auch eine solche Partnerschaft. Claire kann berechnend und eiskalt sein und ist ebenso skrupellos wie ihr Ehemann. Man wird sie aber auch nachdenklich sehen. Gespielt wird Claire Underwood von der großartigen Robin Wright (als sie noch mit Oscar-Preisträger Sean Penn verheiratet war, war sie unter dem Namen Robin Wright Penn bekannt). Einem breiterem Publikum bekannt wurde sie durch den Film „Forrest Gump“. Mitgespielt hat sie aber auch in „Unbreakable“, „The Pledge“, „White Oleander“, „Breaking and Entering“, What Just Happened. Ich mochte sie besonders neben Sean Penn in „She´s so Lovely“.

Zoe Barnes – eine junge, unerfahrene Reporterin beim Washington Herald. Sie ist wahnsinnig ehrgeizig und möchte als große Polit-Journalistin herauskommen. Sie sieht ihre große Chance kommen, als sie Frank Underwood (gespielt von Kevin Spacey) kennenlernt. Er spielt ihr geheime, wichtige Unterlagen oder Informationen zu, die er veröffentlicht wissen will und sie hat eine Exklusiv-Story. Gespielt wird Zoe von der amerikanischen Schauspielerin Kate Mara. Sie ist die ältere Schwester von Rooney Mara und hat in einigen TV-Serien gespielt (u.a. „24“, „Entourage“, „American Horror Story“) und war auch in Kinofilmen, z.B. „Brokeback Mountain“, Transsiberian, Iron Man 2 zu sehen.

Doug Stamper – Frank Underwoods Stabschef. Er ist Franks rechte Hand, sein engster Mitarbeiter und praktisch in alle Pläne einbezogen. Gespielt wird Doug von dem amerikanischen Charakterschauspieler Michael Kelly. Er hat in einigen TV-Serien (u.a. „Law & Order: Special Victims Unit“, „The Sopranos“, „The Good Wife“ und „Person of Interest“) mitgespielt und war auch in einigen Kinofilmen („Dawn of the Dead“, Changeling, Fair Game, Chronicle, Now You See Me) zu sehen.

Linda Vasquez – Stabschefin des Weißen Hauses. Frank hatte sie für den Job vorgeschlagen. Linda hat eine sehr wichtige Funktion inne und Frank Underwood hat viel mit ihr zutun. Gespielt wird Linda Vasquez von der amerikanischen Schauspielerin Sakina Jaffrey. Sie hat in der TV-Serie „Third Watch“ mitgespielt und war in kleineren Rollen in u.a. in „The Truth About Charlie“, „Raising Helen“, Before the Devil Knows You`re Dead zu sehen.

Peter Russo – demokratischer Kongressabgeordneter von Pennsylvania. Er ist geschieden und Vater von zwei kleinen Kindern. Er hat einen Hang zu Alkohol, Drogen und Frauen. Eine geheime Beziehung führt er mit seiner Mitarbeiterin Christina Gallagher (gespielt von Kristen Connolly). Gespielt wird Peter Russo von dem amerikanischen Schauspieler Corey Stoll. Er hat in einigen TV-Serien (u.a. „Law & Order: LA“) mitgespielt und hat auch in Kinofilmen („North Country“, „Lucky Number Slevin“, Salt, Midnight in Paris) mitgewirkt.

Janine Skorsky – seit Jahren als politische Reporterin beim Washington Herald tätig. Sie ist Zoes Vorgesetzte. Als Zoe auf einmal mit brisanten Exklusiv-Stories erfolgreich ist und im Rampenlicht steht, wird Janine neidisch und misstrauisch. Kann sich nicht erklären, wer Zoes Informant ist. Gespielt wird Janine von Constance Zimmer. Constance hat zuvor viel in TV-Serien gespielt (u.a. „Boston Legal“, „Entourage“)

Christina Gallagher – langjährige Mitarbeiterin in Peter Russos Team. Christina und Peter Russo (gespielt von Corey Stoll) haben eine geheime Affäre. Christina wird von der amerikanischen Schauspielerin Kristen Connolly gespielt. Sie hat in den Horrorfilmen „The Bay“ und „The Cabin in the Woods“ mitgespielt

Die Serie „House of Cards (U.S.)“ ist – nach der norwegisch-amerikanischen TV-Serie „Lilyhammer“ – die zweite Eigenproduktion des amerikanischen Streamingportals Netflix. Netflix hat die amerikanische TV-Serie „House of Cards“ am 1. Februar 2013 veröffentlicht. Ungewöhnlich dabei war, dass alle Folgen auf einmal zugänglich gemacht wurden. Damit reagiert Netflix auf das Sehverhalten des amerikanischen Publikums. Mittlerweile möchte kaum ein Zuschauer eine Woche warten, bis seine Lieblingsserie weitergeht. Serien werden hauptsächlich staffelweise geguckt. „House of Cards“ sollte auch nicht anders konsumiert werden, dafür ist die Handlung zu komplex und wichtige Einzelheiten vielleicht auch schon eine Woche später nicht mehr so in Erinnerung. Seit vielen Jahren schaue ich auch immer komplette Staffeln von Serien. Ich vermute, dass dieses Sehverhalten auch in Deutschland immer mehr zunimmt.

Heute, am 18.07.13, wurde „House of Cards“ für einige Emmy-Awards nominiert. Das ist die wichtigste Auszeichnung für Fernseh-Produktionen. Nominierungen hat die Serie u.a. in der Königskategorie: Outstanding Drama Series erhalten. Außerdem kann sich Kevin Spacey über eine Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) und Robin Wright über ihre Nominierung als Beste Hauptdarstellerin (Drama) freuen.

Die zweite Staffel von „House of Cards“ wurde von Netflix bestellt und ist derzeit in Produktion.

Trailer zu sehen:

Nachfolgend ist der Vorspann zu sehen. Die Intro sagt zwar nichts über den Inhalt der Serie aus, dafür zeigt sie aber wie schön Washington D.C. ist. Außerdem finde ich den unterlegten Score sehr gelungen.

Boston – Film: "Horrible Bosses"

Ich war am 26.07.11 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Horrible Bosses“ (dt. Titel: Kill the Boss, dt. Kinostart: 01.09.11) 100 min comedy
dir. Seth Gordon cast: Jason Bateman, Jason Sudeikis, Charlie Day, Colin Farrell, Jennifer Aniston, Jamie Foxx, Kevin Spacey, Julie Bowen, Donald Sutherland

Die Freunde Nick (Jason Bateman), Kurt (Jason Sudeikis) und Dale (Charlie Day) werden von ihren jeweiligen Chefs richtig mies behandelt und beschließen eines Tages, sie töten zu lassen…

C (Wertung von A bis F) Es hätte eine richtig gute schwarze Komödie können. Irgendwie habe ich einen Film im Stil von „Very Bad Things“ erwartet, leider ist „Horrible Bosses“ aber nicht konsequent genug. So geben eigentlich nur die Szenen mit Kevin Spacey und Colin Farrell Anlass, begeistert zu sein. Letzterer ist nicht wiederzuerkennen. Ich weiss nicht, wie die ihn so hinbekommen haben. Es ist ja nicht nur sein Gesicht bzw. Kopf, sondern auch dieser verkrümmte Körper. Jennifer Aniston sieht auch mit dunklen Haaren immer gleich aus. Hier soll sie die verführerische Nymphomanin geben, aber „sexy“ kann sie einfach nicht. Ihr Filmcharakter ist einer der grössten Schwachpunkte des Films, weil er einem auch irgendwann einfach nur noch auf die Nerven geht, zusammen mit dem hysterischen Dale, gespielt von Charlie Day.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Crazy, Stupid, Love“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Komödie mit Steve Carell, Ryan Gosling, Julianne Moore, Emma Stone, Kevin Bacon und Marisa Tomei. Obwohl ich Steve Carell und Julianne Moore als Paar immer noch nicht zusammenbekomme…
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Change-Up“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Ryan Reynold, Jason Bateman und Olivia Wilde
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „Our Idiot Brother“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Komödie mit Paul Rudd, Zooey Deschanel, Elizabeth Banks, Emily Mortimer
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Fright Night“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des Horrorfilms von 1985, mit Colin Farrell (als Vampir), Anton Yelchin, Toni Collette
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Don´t Be Afraid of the Dark“
Bewertung des Trailers: B+ (erster Trailer nach den Teasern)
Kommentar: von Guillermo Del Toro produziertes Remake mit Guy Pearce und Katie Holmes
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Footloose“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Hilfe! Schon der Trailer ist eigentlich ne Frechheit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Los Angeles – Film: "The Men Who Stare at Goats"

Ich war am 19.11.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„The Men Who Stare at Goats“ (dt. Titel: „Männer die auf Ziegen starren“, dt. Kinostart: 04.03.2010) 93 min adaptation, comedy, drama
dir. Grant Heslov cast: George Clooney, Ewan McGregor, Kevin Spacey, Jeff Bridges, Rebecca Mader, Stephen Lang,

Im Jahr 2002 erfährt der Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) von einer Einheit der amerikanischen Armee, die sich an paranormaler Kriegsführung versucht. Diese Spezial-Einheit nennt sich New Earth Army. Als Bob Wilton nach Kuwait reist, lernt er Lyn Cassady (George Clooney) kennen, der zu dieser Einheit gehört…

C+ (Wertung von A bis F) Der Film „The Men Who Stare at Goats“ wurde von dem gleichnamigen Buch von Jon Ronson inspiriert. Zu Beginn erfährt man, dass mehr in dem Film wahr ist, als man glaubt.

Da ich mich bei diesem Film auf einen potentiellen Oscar-Kandidaten gefreut habe, bin ich enttäuscht aus dem Film gekommen. Das Hauptproblem sehe ich in dem Drehbuch und in der Regieführung. Ich habe den Film nicht als funktionierende Geschichte wahrgenommen, eher eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger originellen Szenen. Natürlich sehe ich Spacey, Bridges und Clooney immer gerne, hier hatte ich aber den Eindruck, dass drei große Talente etwas verschwendet wurden. Man kann sich sehr gut vorstellen wieviel Vergnügen die drei bzw. vier (mit Ewan McGregor) Schauspieler bei den Dreharbeiten hatten. Eigentlich hätte ich lieber eine Dokumentation von den Dreharbeiten zu „Goats“ gesehen, ich glaube, das wäre mir mehr in Erinnerung geblieben…

Trailer zu sehen:

„passabel“

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Brothers“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Film ist ein Oscar-Kandidat, Tobey Maguire vielleicht auch.
Wie oft schon im Kino gesehen: ca. 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Edge of Darkness“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Nö, bitte nicht noch ein Mel Gibson Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Did You Hear About the Morgans?“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Hugh Grant und Sarah Jessica Parker…nö
Wie oft schon im Kino gesehen: ca. 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Up in the Air“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Film ist ein Oscar-Kandidat
Wie oft schon im Kino gesehen: ca. 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Green Zone“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Matt Damon erneut unter der Regie v. Paul Greengrass
Wie oft schon im Kino gesehen: ca. 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Crazies“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: einer meiner derzeitigen Lieblingstrailer
Wie oft schon im Kino gesehen: ca. 8 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Moon"

Ich war am 18.09.09 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Moon“ (dt. Kinostart: 15.07.2010) 97 min drama, sci-fi, fantasy
dir. Duncan Jones cast: Sam Rockwell, Kevin Spacey

Sam Bell (Sam Rockwell) ist Angestellter von Lunar Industries Ltd. Er erfüllt seinen Auftrag, auf dem Mond die Förderung des wichtigen Rohstoffes Helium-3 zu überwachen. Nun ist er bereits seit drei Jahren alleine auf der Mondbasis, sein einziger direkter Gesprächspartner ist der Roboter GERTY (gesprochen von Kevin Spacey). In zwei Wochen läuft sein Vertrag aus und er kann endlich zu seiner Frau und Tochter auf die Erde zurück. Dann geschieht jedoch etwas Unvorhergesehenes…

B+ (Wertung von A bis F) Nach „District 9 ist „Moon“ für mich der zweite Low-Budget Sci-Fi-Film (hier wohl mit nur fünf Millionen Dollar sogar Low-Low-Budget) dieses Jahr. Auch hier zeigt sich, dass man kein gewohnt-großzügiges Hollywood-Budget benötigt, um eine gute Geschichte zu erzählen. Obwohl das Setdesign minimalistisch gehalten ist, wirkt es keineswegs billig oder unrealistisch. „Moon“ ist die erste Regiearbeit (Spielfilm) von David Bowies Sohn Duncan Jones und ein ruhiger, smarter und stylischer Film. Auch die Besetzung des in meinen Augen immer genialen Sam Rockwell („Galaxy Quest“, „Confessions of a Dangereous Mind“, „Matchstick Men“) ist gut durchdacht. Sicherlich hätten es in dieser speziellen Rolle nur sehr wenige Schauspieler geschafft, dass man sich unmittelbar in die Welt der Filmfigur reinversetzen kann. Schöner Film.

Trailer zu sehen:

„sehr gut“

Detroit – 21

Ich war am 31.03.08 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„21“ (dt. Kinostart 10.04.08) 122 min drama, adaptation
dir. Robert Luketic cast: Jim Sturgess, Kevin Spacey, Kate Bosworth, Laurence Fishburne

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten. Um sein Medizinstudium an der Elite-Universität Havard zu finanzieren, läßt sich Ben (Jim Sturgess) von seinem Mathematikprofessor Mickey Rosa (Kevin Spacey) in ein Team rekrutieren, das sich darauf spezialisiert hat, durch ein raffiniertes Kartenzählsystem die Casinos von Las Vegas um Millionen zu prellen. Schnell ist Ben von dem anderem Leben fasziniert, muß sich aber bald nicht nur vor dem Sicherheitsbeamten Cole (Laurence Fishburne) in Acht nehmen…

B- (Wertung von A bis F) Der Film funktioniert überwiegend durch die starken, gut ausgearbeiteten Charaktere. Bei einer viel zu schnellen, und meines Erachtens nicht nachvollziehbaren, Wendung im Film, bin ich komplett aus dem Film rausgerissen worden und der Wiedereinstieg war schwierig, die letzte durchdachte Wendung hat das nur geringfügig besser gemacht… Kevin Spacey spielt nach einigen Entgleisungen („Fred Claus“, „Superman Returns“) endlich wieder eine coole Filmfigur. Jim Sturgess habe ich schon in seinem letztem Film „Across the Universe“ ein grosses Talent prophezeit. Er hat eine grosse Leinwandpräsenz und dennoch hat er derzeit noch die Möglichkeit ganz normale Typen zu spielen. Ich habe irgendwo gelesen, daß er aussieht wie der jungen Paul McCartney und das stimmt. Das war wohl auch ein Grund dafür, daß er für das sehr empfehlenswerte Beatles Musical Across the Universe gecastet wurde.

Trailer zu sehen: