Netflix – Film: „I´m Thinking of Ending Things“

Folgenden Film habe ich mir auf Netflix angeschaut:

 

„I´m Thinking of Ending Things“ (in D. seit dem 4.9.20 auf Netflix zu sehen)   134 min  drama, adaptation  

dir. Charlie Kaufman  cast: Jesse Plemons, Jessie Buckley, Toni Collette, David Thewlis, Guy Boyd

 

Eine junge Frau (Jessie Buckley) ist noch nicht lange mit ihrem Freund, Jake (Jesse Plemons), zusammen. Nun wird sie von ihm mit dem Auto abgeholt, das erste Kennenlernen mit seinen Eltern (Toni Collette und David Thewlis) steht an. Es ist kalt, schneit sogar, keine Menschenseele auf den Landstraßen, die zu der abgeschiedenen Farm seiner Eltern führen…

 

A (Wertung von A bis F) „I´m Thinking of Ending Things“ basiert auf Iain Reids gleichnamigen Roman. Es ist nach Synecdoche, New York und Anomalisa der dritte Film, bei dem das  amerikanische Drehbuchgenie („Being John Malkovich“, „Adaptation“, „Confession of a Dangerous Mind“, „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“), der Filmemacher, Produzent und seit Kurzem auch Romanautor Charlie Kaufman Regie führt. 

Kann man sich eigentlich in einen Trailer verlieben? Als ich diesen das erste Mal sah, hatte ich ein wohliges Gefühl, ein Gefühl von Verliebtheit verbunden mit der Hoffnung, vielleicht in diesem Film eine große Liebe zu finden. Eigentlich war ich von allen Filmen, bei denen Charlie Kaufman seine Finger im Spiel hatte, irgendwo begeistert. Auch dieser Film ist ein Geschenk. 

Auf den allerersten Blick geht es um eine junge Frau, die seit ein paar Wochen mit Jake zusammen ist. Der holt sie eines Tages ab, die beiden fahren zu seinen Eltern, das erste Kennenlernen steht an. Während der Autofahrt lauschen wir als Zuschauer ihren Gedanken. „I´m Thinking of Ending Things“ ist etwas, was ihr immer wieder durch den Kopf geht. Will sie ihre Beziehung mit Jake beenden? Jake scheint irgendwie manchmal sogar ihre Gedanken lesen zu können…und dann ist da noch der Hausmeister einer Schule… Das ist der Beginn dieses Film, viel mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Jedenfalls ist es ein typischer Charlie Kaufman-Film, ein Film mit Tiefgang, dessen Handlung und Sinn man auch nur langsam entschlüsseln kann. Ein Thriller oder gar Horrorfilm, wie der Trailer und einige Szenen vielleicht vermuten lassen, ist es nicht…jedenfalls nicht, wenn man das Rätsel für sich gelöst hat. Dann ist es ein Drama und zwar eines, das mir sehr nahe gegangen ist. 

Jesse Plemons, der mich optisch immer mehr an den von mir so verehrten und viel zu früh verstorbenen Philip Seymour Hoffman erinnert, spielt hier die Hauptrolle. „Jake“ wäre eine dieser Rollen, die zuerst Schauspielgenie PSH angeboten worden wäre. Jesse Plemons ist aber ein guter Ersatz, ich mag ihn mittlerweile richtig gerne. Die beiden hatten für Paul Thomas Andersons The Master seinerzeit sogar, als Vater und Sohn besetzt, gemeinsam vor der Kamera gestanden.

SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER 

„I´m Thinking of Ending Things“ ist ein Film mit einem unzuverlässigen Erzähler. Auf den ersten Blick ist es die junge Frau, die einen an ihren Gedanken teilhaben lässt. Sie redet immer davon, etwas beenden zu wollen. Will sie ihre Beziehung mit Jake beenden? Nicht nur ein Mal errät Jake scheinbar die Gedanken seiner Freundin. In Wahrheit ist die junge Frau und Jake ein und dieselbe Person. Die Story (Erinnerungsfetzen durchsetzt mit Fantasie) spielt sich in Jakes Kopf ab. Der junge Jake ist im Jetzt der ältere (ehemalige) Hausmeister (der im Film auch immer wieder auftaucht). Er beschäftigt sich schon länger mit dem Gedanken, seinem Leben ein Ende zu setzen. Die junge Frau entspricht entweder gänzlich Jakes Fantasie, ist also so etwas wie die Idealvorstellung einer Freundin, die er gerne gehabt hätte oder eine bunte Mischung aus allen Freundinnen, mit denen er mal zusammen war.

Scheinbar hat es Jake nie aus dem Kaff, in dem er geboren und aufgewachsen ist, rausgeschafft. Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn er einen anderen Weg eingeschlagen hätte, vielleicht in eine größere Stadt gezogen wäre? Er hat als Hausmeister an einer Schule gearbeitet, ein gutmütiger Mann, dennoch haben sich einige Schüler(innen) über ihn lustig gemacht, ihm vielleicht sogar Streiche gespielt. Das hat ihn damals verletzt und das tut ihm heute noch weh. Niemand hat sich mal die Mühe gemacht, hinter seine Fassade zu blicken, Interesse an ihm bekundet. In Jake steckt weit mehr als nur „Hausmeister“. Er malt beispielsweise, ist sehr belesen, liebt Filme, aber seine große Leidenschaft sind Musicals. „Oklahoma!“ ist sein Lieblingsmusical. Ein Musical dessen Handlung auf dem Land spielt und von einer unglücklichen Liebe handelt. Auch in Jakes Leben ist die Liebe ein schwieriges Thema. Es gab Frauen in seinem Leben, immer mal wieder. Waren es nur Schwärmereien, kurze Begegnungen oder hatte er auch Beziehungen mit diesen Frauen namens Lucy, Louisa, Yvonne, Lucia, Ames? Die richtige große und langanhaltende Liebe gab es offensichtlich nicht in seinem Leben. Jetzt im Alter ist er einsam, krank, vielleicht leidet er sogar an beginnender Demenz. Wenn er sein Leben Revue jetzt passieren lässt, vermischen sich seine Erinnerungen. Die Beziehung zu seinen, längst verstorbenen Eltern war auch keine einfache. Irgendwann, als sie älter wurden, waren sie pflegebedürftig, es deutet vieles daraufhin, dass sie dement waren. Jake hatte sich um sie gekümmert, seine Mutter bis zu ihrem Tod gepflegt – vielleicht auch etwas, was er bis heute nicht richtig verarbeitet hat. In der oberflächlich erzählten Geschichte besucht der junge Jake mit seiner neuen Freundin seine Eltern, diese sind in jeder Szene in einem anderen Alters- bzw. Pflegestadium. Jetzt hat Jake genug vom Leben und von all den schmerzhaften Erinnerungen. Seine Hoffnung auf ein besseres oder anderes Leben, auf eine Liebe im selbigen hatte er schon lange begraben. Der Film (und Buch-)Titel bezieht sich darauf, dass er darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen. Am Ende stirbt er, scheinbar noch bevor er Selbstmord begehen kann. Er erleidet einen (Herz-) Infarkt im Auto, vielleicht erfriert er aber auch…

SPOILER ENDE SPOILER ENDE SPOILER ENDE SPOILER ENDE 

Zugegebenermassen verlangt dieser surreale Film dem Zuschauer viel ab. Um die Handlung richtig zu enträtseln, bleibt einem nichts anderes übrig, als mindestens eine weitere Sichtung des Films. Vielleicht ist es aber auch dann nur etwas für eingefleischte Charlie Kaufman-Fans. “I´m Thinking of Ending Things“  ist sehr philosophisch und voller Literatur-, Film- und Musical-Referenzen. Des Rätsels Lösung oder wenigstens einige Szenen lassen unterschiedliche Interpretationen zu. 

Fast zeitgleich ist dieser Film mit Christopher Nolans Tenet veröffentlicht worden. Beide Regisseure spielen in ihren Filmen mit der Zeit. Während „Tenet“ keine Emotionen bei mir hervorrufen konnte, ich ihn nach nur wenigen Tagen bereits vergessen hatte, beschäftigt mich Kaufmans Werk jetzt seit ein paar Tagen. Zwei Mal habe ich mir den Film bereits angeschaut. Gerne hätte ich ihn in einem dunklen, kühlen Kinosaal genossen. Leider blieb mir nichts anderes übrig, als ihn auf meinem Laptop – zwar an einem leicht schattigen Plätzchen, aber – unter der griechischen Sonne zu schauen. 

„I´m Thinking of Ending Things“ ist jetzt bereits festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem (Oscar) Jahr 2020. 

Dieser Netflix-Film ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Beste Hauptdarstellerin (Jessie Buckley), Bester Hauptdarsteller (Jesse Plemons), Bestes adaptiertes Drehbuch

„I´m Thinking of Ending Things“ ist am 28.08.20 in einigen ausgewählten US-amerikanischen Kinos gestartet. Aufgrund der Corona-Situation in den Vereinigten Staaten wurde der Film aber bereits eine Woche später auf Netflix zur Verfügung gestellt. Auch in Deutschland ist er seit dem 4.9.20 exklusiv auf Netflix zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

ungünstige Bedingungen für die Sichtung eines meiner neuen Lieblingsfilme "I´m Thinking of Ending Things"
ungünstige Bedingungen für die Sichtung eines meiner neuen Lieblingsfilme „I´m Thinking of Ending Things“

San Francisco – Film: „Knives Out“

Ich war am 28.11.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Knives Out“ (dt. Filmtitel: „Knives Out – Mord ist Familiensache“, dt. Kinostart: 02.01.20) 131 min comedy, crime, drama 

dir. Rian Johnson  cast: Daniel Craig, Chris Evans, Ana de Armas, Jamie Lee Curtis, Toni Collette, Michael Shannon, Don Johnson, Lakeith Stanfield, Katherine Langford, Christopher Plummer

 

Harlan Thrombey (Christopher Plummer) feiert mit seiner gesamten Familie seinen 85. Geburtstag. Am nächsten Tag wird er mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Die beiden Polizisten (Lakeith Stanfield und Noah Segan) und der Privatermittler Benoit Blanc (Daniel Craig) beginnen mit den Befragungen der  Hinterbliebenen und finden bald heraus, dass scheinbar jeder ein Motiv hatte, Harlan Thrombey zu töten…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Knives Out“ ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors und Filmemachers Rian Johnson („Brick“, The Brothers Bloom, „Looper“, „Star Wars: The Last Jedi“).  

„Knives Out“ ist eine Hommage an die guten, alten Agatha-Christie-Filme, dabei aber wesentlich smarter. Hier haben wir am Anfang einen Toten, einen erfolgreichen und wohlhabenden Krimi-Autor (gespielt von Christopher Plummer) und viele Verdächtige, so ziemlich jeder Verwandte hätte ein Motiv gehabt, den Patriarchen umzubringen. Auch muss geklärt werden, wer diesen berühmten Privatdetektiv  Benoit Blanc (gespielt von Daniel Craig) engagiert hat. 

Es ist ein Film, der sich besonders auszahlt, wenn man auf Details achtet. Auch wenn die eine oder andere Wendung vielleicht vorhersehbar ist oder auch manchmal etwas absurd erscheint, ist es doch ein Vergnügen, allen Beteiligten dabei zuzuschauen, wie viel Spaß sie mit dem handlungsreichen, in der Originalfassung sprachwitzigen und ausgezeichneten Drehbuch haben. Auf Einzelheiten der Handlung möchte ich nicht eingehen, da ich niemanden den Film spoilern möchte. Nur so viel: Ich liebe alles an dem Charakter Marta, der Krankenpflegerin des Patriarchen. Bislang ist mir Ana de Armas (Blade Runner 2049) noch nicht aufgefallen, hier passt die kubanische Schauspielerin perfekt in die Rolle. Überhaupt ist die Besetzung superb, auch wenn ich etwas Probleme mit Daniel Craigs Charakter hatte –  vielleicht auch, weil mir sein (Südstaaten-) Akzent etwas auf die Nerven ging. 

Am Ende ist die Story auch eine sozialpolitische und moralische und dabei durchaus zeitgeistig. Das Gute siegt, nicht ganz unwichtig in der heutigen Zeit. Die finale Szene ist perfekt und ein runder Abschluss der Geschichte. 

„Knives Out“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Daniel Craig), Beste Hauptdarstellerin (Ana De Armas), Bester Nebendarsteller (Chris Evans, Don Johnson, Lakeith Stanfield), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: „Knives Out“ wurde für einen Oscar (Bestes Originaldrehbuch) nominiert. 

„Knives Out“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 27.11.19 in 3,391 amerikanischen Kinos gestartet. Der Film soll unter dem Filmtitel „Knives Out – Mord ist Familiensache“ voraussichtlich am 2.1.20 in den deutschen Kinos starten.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Underwater„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Kristen Stewart und Vincent Cassel 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Little Women„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Neu-Verfilmung des gleichnamigen Romans und neuer (Oscar-?)Film von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh, Laura Dern, Meryl Streep, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Uncut Gems„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Neuer Film der Safdie Bros. mit Adam Sandler. Ich glaube, die Filme der Brüder sind nicht meins.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer Oscar-Film, Erste-Weltkriegsgeschichte

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Richard Jewell„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Clint Eastwoods neuer (Oscar- ?)Film. Biopic mit Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Like a Boss„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Komödie, da Tiffany Haddish mitspielt, kann ich sie mir nicht anschauen 

Wie oft schon im Kino gesehen:  2 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Antebellum„

Bewertung des Teasers: A-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Bombshell„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Jay Roachs neuer (Oscar-?)Film mit Charlize Theron, Nicole Kidman, Margot Robbie, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen:  0 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

TV-Serie: „Unbelievable“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender Netflix-Serie angeschaut:

 

„Unbelievable“ (seit dem 13.09.19 weltweit auf Netflix zu sehen)   8 x approx. 60 min   drama, biopic, adaption

dir. Lisa Cholodenko, Michael Dinner, Susannah Grant   cast: Kaitlyn Dever, Toni Collette, Merritt Wever, Dale Dickey, Elizabeth Marvel, Eric Lange, Vanessa Bell Calloway, Danielle MacDonald, Bill Fagerbakke

 

Im Jahr 2008 wird die 18-jährige Marie Adler (Kaitlyn Dever) vergewaltigt. Als sie den Fall bei der Polizei zu Protokoll gibt, muss sie ihre Aussagen ständig wiederholen. Der Täter hatte auch keinerlei Spuren hinterlassen. Bald muss Marie realisieren, dass die beiden männlichen Polizisten Det. Parker (Eric Lange) und Det. Pruitt (Bill Fagerbakke) ihre Ausführungen anzweifeln. Das hat schließlich zur Folge, dass sie ihre Aussage zurückzieht…

Im Jahr 2011 ermittelt Detective Karen Duvall (Merritt Wever) in einem ganz anderen Bundesstaat an einem Vergewaltigungsfall, entdeckt Ähnlichkeiten zu einem weiteren Fall und wendet sich schließlich an eine ihrer Kolleginnen, Detective Grace Rasmussen (Toni Collette). Ein Serienvergewaltiger scheint sein Unwesen zu treiben…

 

B (Wertung von A bis F) „Unbelievable“ basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist eine Adaption des Artikels „An Unbelievable Story of Rape“ von T. Christian Miller, ProPublica und Ken Armstrong, The Marshall Project. Serienschöpfer sind die amerikanische Drehbuchautorin (Erin Brockovich“, The Soloist) und Filmemacherin Susannah Grant, die israelisch-amerikanische Autorin Ayelet Waldman und der amerikanische Romanautor Michael Chabon („Wonder Boys“). Bei den ersten drei Episoden hat die amerikanische Drehbuchautorin und Filmemacherin Lisa Cholodenko („Laurel Canyon“, The Kids Are All Right, HBO-Miniserie „Olive Kitteridge“) Regie geführt. 

Hier werden zunächst zwei voneinander getrennte Geschichten erzählt. In der einen Handlungsebene folgt man der 18-Jährige Marie (gespielt von Kaitlyn Dever), die das traumatische Erlebnis einer Vergewaltigung verarbeiten muss und sich später auch noch damit auseinandersetzen muss, dass weder die Polizei, noch ihre Pflegemütter oder Freunde ihr glauben, dass sie überhaupt vergewaltigt wurde. In der anderen Handlungs- und Zeitebene suchen zwei Polizistinnen einen Serienvergewaltiger. Diese Mini-Serie hätte man sicher kompakter gestalten und die Geschichte in der Hälfte der Zeit erzählen können. Damit wäre einem dann aber das Zusammenspiel der beiden, so unterschiedlichen Polizistinnen (gespielt von Merritt Wever und Toni Collette) entgangen und vielleicht hätte sich dieser langsame Aufbau dann auch nicht mit der finalen Episode so ausgezahlt. 

Meine große Entdeckung ist hier Merritt Wever. So ganz stimmt das natürlich nicht, erstmalig lobend erwähnt habe ich sie in meinem Beitrag über die TV-Serie Nurse Jackie im Jahr 2010. Merritt Wever hat mich mit ihrem exzellenten Spiel hier an die wunderbare Elizabeth Moss erinnert. Ich finde ihre Serienfigur aber auch sehr angenehm. Det. Karen Duvall hat eine leise, warme Stimme, weiche Tonlage und eine zurückgenommene, in sich ruhende Art, sie ist verständnisvoll ohne anbiedernd zu sein.

Meine Lieblingsszenen: 

  • Das Gespräch der beiden Polizistinnen im Auto (Episode 6)
  • Das Verhör mit dem Bruder (Episode 7)
  • Die letzten vielleicht fünf Minuten von Episode 7

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Marie hatte keine einfache Kindheit, sie ist in Heimen und bei verschiedenen Pflegeeltern aufgewachsen. Eines Tages wird sie Opfer einer Vergewaltigung. Die Polizei hegt Zweifel an ihren Aussagen. Gespielt wird Marie von der amerikanischen Schauspielerin Kaitlyn Dever. Sie hat in einigen TV-Serien (u.a. „Justified“) und Kinofilmen (u.a. The Spectacular Now!, Short Term 12, Outside In, Booksmart mitgespielt) 

Detective Karen Duvall arbeitet zunächst an dem Vergewaltigungsfall von Amber (gespielt von Danielle Macdonald) und ermittelt später gemeinsam mit Detective Grace Rasmusen (gespielt von Toni Collette), um einen Serienvergewaltiger zu finden. Karen Duvall ist mit Max (gespielt von Austin Hébert) verheiratet und hat zwei Töchter. Gespielt wird Det. Duvall von der amerikanischen Schauspielerin Merritt Wever. Bekannt geworden ist sie durch die TV-Serie Nurse Jackie,. Sie hat aber seither auch in anderen TV-Serien (u.a. „The Walking Dead“ und „Godless“) gespielt und war auch in einigen Kinofilmen (u.a. Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance)) zu sehen. Sie hat zwei Emmys für die TV-Serien  „Nurse Jackie“ und „Godless“ gewonnen und eine weitere Emmy-Nominierung für die TV-Serie „Nurse Jackie“ erhalten. 

Detective Grace Rasmussen arbeitet bereits seit 14 Jahren als Detective und ermittelt später mit Det. Karen Duvall (gespielt von Merritt Wever) daran, einen Serienvergewaltiger zu finden. Grace Rasmussen ist mit Steve (gespielt von Kai Lennox), der für die Generalstaatsanwaltschaft arbeitet, verheiratet. Det. Grace Rasmussen wird von der australischen Schauspielerin Toni Collette gespielt. Erstmalig aufgefallen ist sie mir in „Muriel´s Wedding“ und seither ist sie in vielen Kinofilmen (u.a. „About a Boy“, „Little Miss Sunshine“, Enough Said, Lucky Them, Hereditary) zu sehen. Toni Collette hat eine Oscar-Nominierung für ihre Performance in „The Sixth Sense“ und drei Emmy-Nominierungen für „United States of Tara“ und „Tsunami: The Aftermath“ erhalten. Für die Serie „United States of Tara“ hat sie schließlich den Emmy gewonnen. 

„Unbelievable“ wurde für 4 Emmys nominiert (Best Limited Series, Best Supporting Actress/Limited Series für Toni Collette, Best Writing für „Episode 1“ und Best Casting/Limited Series)

„Unbelievable“ ist seit dem 13.09.19 auf Netflix zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

 

Berlin – Film: „Hereditary“

Ich war am 14.06.18 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Hereditary“ (dt. Filmtitel: „Hereditary – Das Vermächtnis“ (dt. Kinostart war der 14.06.18) 127 min   drama, horror

dir. Ari Aster  cast: Toni Collette, Alex Wolff, Milly Shapiro, Ann Dowd, Gabriel Byrne

 

Die Familie Graham mit Mutter Annie (Toni Collette), Vater Steve (Gabriel Byrne) und den beiden Kindern Peter (Alex Wolff) und Charlie (Milly Shapiro) lebt in einem Haus am Waldrand. Annie ist Künstlerin, sie arbeitet Zuhause und baut Puppenhäuser. Kürzlich ist Annies Mutter verstorben, einzig Enkelin Charlie scheint um ihre Oma zu trauern. Annie versucht ihre Gefühle zu sortieren und landet irgendwann in einer Selbsthilfegruppe. Dort trifft sie auf Joan (Ann Dowd)…

 

B (Wertung von A bis F) „Hereditary“ ist das Langfilmdebüt des 31-jährigen amerikanischen Drehbuchautors und Filmemachers Ari Aster. 

Ich mag Ari Asters Inszenierung mehr als den Film im Ganzen. Heutzutage, in Zeiten, in denen vorwiegend Superhelden-Filme, Action-Spektakel, Remakes, Reboots, Sequels, etc. Geld an der Kinokasse einspielen, ist es nicht mehr selbstverständlich einen Autorenfilm wie „Hereditary“ überhaupt im Kino zu sehen. Genau dort sollte dieser Film aber auch konsumiert werden und auch nicht anders als er gedreht wurde, in der Originalfassung. Ersteres überwiegend, um die gesamte künstlerische Gestaltung ohne Ablenkung auf der großen Leinwand zu erfassen, letzteres ist erforderlich, um die Performances in allen Nuancen aufnehmen zu können. 

Seit der Film im Januar auf dem Sundance Film Festival lief, höre und lese ich, wie supergruselig dieser Film sein soll. „Hereditary“ ist kein konventioneller Horrorfilm, ich sehe den Film sogar eher als Psycho- und Familiendrama und hätte dem Film wahrscheinlich die Bestbewertung gegeben, wenn man die Geschichte am Ende auch irgendwie so hätte deuten können. Kann man aber nicht und das Ende fand ich leider sehr unbefriedigend. Auch wenn der Film ein paar Gänsehaut-Momente bietet, am gruseligsten fand ich – ehrlich gesagt – die 13-jährige Tochter, Charlie. Sie ist aber auch mit einem Gesicht gesegnet, dass ich mir abseits von Horrorfilmen kaum vorstellen kann und will. Um so überraschter war ich, als ich las, dass die Kinderschauspielerin (und -sängerin) Milly Shapiro am Broadway die Titelrolle in dem Musical „Matilda“ spielte und dafür sogar mit einem speziellen Tony-Award ausgezeichnet wurde. 

Es gibt einige Gründe, warum „Hereditary“ unbedingt sehenswert ist. Wie der Filmemacher hier die Location, die Miniaturen, Dunkelheit, Farben, Geräusche, die Filmmusik und die Hintergründe einer Szene in die Geschichte einbindet, ist besonders. Bestimmte Bilder aus dem Film werde ich wahrscheinlich nie vergessen und sollte irgendjemand ein spezielles Geräusch von sich geben, werde ich wahrscheinlich auch erst mal zusammenzucken. Das ist schon weit mehr als man von den meisten Filmen mitnimmt.  Die für mich größte Überraschung des Films wird bereits zum Ende des ersten Aktes präsentiert, wie Ari Aster dann weiter mit dieser Situation umgeht, hat mich verblüfft. Der Filmemacher hat zweifelsfrei smarte Ideen, er weiß, eine angespannte und beklemmende Atmosphäre und Stimmung zu schaffen, all das lässt mich seinen nächsten Film sehnlichst erwarten. 

„Hereditary“ passt wunderbar in das Repertoire des amerikanischen Filmverleihers A24 und ist ähnlich „anders“ und mitunter verstörend, wie Under the Skin, The Witch, The Lobster, The Killing of a Sacred Deer.

Dieser A24-Film hat in den U.S.A. ein CinemaScore D+ bekommen. Zur Erinnerung, das ist eine Bewertung, die von dem amerikanischen Otto-Normal-Kinobesucher am Eröffnungstag direkt nach dem Verlassen des Kinosaals vergeben wird. Die meisten Filme bekommen ein A- bis B-, wenn ein Film derart aus der Reihe schlägt, siehe hierzu auch mein Beitrag zu mother! bedeutet das für den Filmliebhaber: unbedingt gucken!

„Hereditary“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Toni Collette), Bester Nebendarsteller (Alex Wolff) Bestes Originaldrehbuch 

„Hereditary“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 08.06.18 in 2.964 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film am letzten Donnerstag (15.06.18) ins Kino gekommen. 

Der klasse Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „On Chesil Beach„

Bewertung des Trailers: B (dt. Trailer gezeigt) 

Kommentar: Romanverfilmung mit Saoirse Ronan und Emily Watson. Ich habe Saoirse Ronan bislang noch nie in der Synchronisation gesehen. Allein an diesem deutschen Trailer konnte ich aber erkennen, dass die (schreckliche) Stimme überhaupt nicht zu der Schauspielerin passt.

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Foxtrot„

Bewertung des Trailers: B (dt. Trailer gezeigt)

Kommentar: israelisches Drama

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Candelaria – Ein kubanischer Sommer„

Bewertung des Trailers: C- (dt. Trailer gezeigt) 

Kommentar: kubanische Tragikomödie

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Ocean´s 8„

Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer, in der OV gezeigt) 

Kommentar: Actionkomödie mit Sandra Bullock, Cate Blanchett und Sarah Paulson.

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: „Imperium“

Ich war am 19.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Imperium“ (in D. ab 9.12.16 auf DVD & Bluray erhältlich) 108 min thriller
dir. Daniel Ragussis cast: Daniel Radcliffe, Toni Collette, Tracy Letts, Sam Tramemell

 
Die FBI-Agentin Angela Zanparo (Toni Collette) vermutet, dass rechtsextremistische Terroristen einen Anschlag in den U.S.A. planen. Um an Informationen zu gelangen, schleust sie ihren introvertierten Kollegen Nate Foster (Daniel Radcliffe) in die Washingtoner Neonazi-Szene ein. Für Nate ist es sein erster Undercover-Einsatz und ein äußerst gefährliches Unterfangen…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Imperium“ wurde von wahren Erlebnissen des ehemaligen FBI-Agenten Michael German inspiriert. Es ist das Spielfilmdebüt des Filmemachers Daniel Ragussis.

„Imperium“ ist einer dieser Filme, der mir im Kino gefällt, aber – wenn ich über den Film berichten möchte – ihn beinahe komplett vergessen habe. Der Film bietet wenig Überraschung. Die Geschichte führt einen in die unheimliche Welt der amerikanischen Neonazi-Szene, der nicht nur die leicht zu erkennenden, tätowierten Skinheads angehören, sondern auch der vermeintlich normale Mittelstand. Ich mag Filme, die den Terror im eigenen Land thematisieren. „Arlington Road“ ist einer meiner Lieblingsfilme, „Imperium“ hätte gerne etwas spannender sein dürfen.

Ich habe mir nie einen Harry Potter-Film (vollständig) angeschaut und denke doch direkt an diese Figur, wenn ich Daniel Radcliffe sehe. Er gibt sich wahrlich Mühe, dieses Image loszubekommen und nimmt seither interessante und mutige Rollen an. Ich habe ihn jetzt mittlerweile in drei Filmen (The Woman in Black, Kill Your DarlingsSwiss Army Man) gesehen, schauspielerisch war er in keinem schlecht. Hier überzeugt er als nerdiger FBI-Agent, der sich als Skinhead ausgibt, um in der rechtsextremistischen Szene ermitteln zu können. Seine einfach zu starke (Harry Potter-/Daniel Radcliffe-) Präsenz lenkt mich aber trotzdem zu sehr ab.

Am Besten hat mir wieder mal der Schauspieler Tracy Letts (The Big Short, Indignation, Elvis &Nixon) gefallen.

 
„Imperium“ ist am 19.08.16 in ein paar ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Gleichzeitig ist der Film auf  VOD erschienen. In Deutschland wurde der Film auf dem Fantasy Film Fest gespielt und erscheint im Dezember 2016 auf DVD.

 

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Im Quad Cinema wurden keine Trailer gezeigt.

 
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NYC – Film: "The Boxtrolls – 3D"

Ich war am 27.09.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Boxtrolls – 3D“ (dt. Filmtitel: „Die Boxtrolls“, dt. Kinostart: 23.10.14) 96 min animation, adaptation
dir. Graham Annable, Anthony Stacchi voices: Isaac Hempstead-Wright, Elle Fanning, Ben Kingsley, Toni Collette, Jared Harris, Tracy Morgan, Simon Pegg, Nick Frost, Richard Ayoade

Der kleine Menschenjunge Eggs (Isaac Hempstead-Wright) wird von den Boxtrolls großgezogen. Er denkt, er ist einer von ihnen. Die Boxtrolls leben im Untergrund, wagen sich aber in der Dunkelheit raus und gucken was die Menschen alles weggeworfen haben. Dabei finden sie immer brauchbaren Dinge. Sie müssen aber aufpassen, von den Menschen werden sie gefürchtet und die Red Hats mit ihrem Anführer Archibald Snatcher (Ben Kingsley) trachten ihnen nach dem Leben. Eines Tages wird Eggs´ Adoptivvater Fish (Dee Bradley Baker) entführt und Eggs trifft auf das Menschenmädchen Winnie Portley-Rind (Elle Fanning)…

B+ (Wertung von A bis F) „The Boxtrolls“ basiert auf Alan Snows illustrierten Roman „Here Be Monsters!“. „The Boxtrolls“ ist der dritte Stop-Motion Film von dem Animationsstudio Laika. Laika hat bereits die Filme Coraline  und ParaNorman produziert.

Als ich vor knapp einem Jahr (vor dem Disney-Film Frozen) den ersten Trailer von „The Boxtrolls“ gesehen habe, sind mir beinahe die Tränen gelaufen. Ich konnte mir nichts weniger als ein Meisterwerk unter dem fertigen Film vorstellen. Als der Film dann erstmalig auf dem Filmfestival in Venedig gezeigt wurde, habe ich einige negative Stimmen zu dem Film vernommen. Meine Erwartung an diesen Stop-Motion-Film habe ich danach ziemlich heruntergeschraubt. Überraschenderweise hat mir der Film aber recht gut gefallen.

Sicherlich hat man die Geschichte in verschiedenen Varianten schon gesehen, ich konnte aber in die skurrile Welt der Boxtrolls von Anfang an eintauchen. Die verschüchternd-kauzigen Boxtrolls sind so bezaubernd, dass ich sie sofort ins Herz geschlossen habe. Ich mochte aber auch Trolljäger, die Red Hats, Archibald Snatcher, Mr. Gristle und insbesondere Mr. Trout und Mr. Pickles.

Handwerklich ist dieser Animationsfilm herausragend. Man sieht, dass in diesem Film viel Arbeit und Liebe zum Detail steckt.

Der Film hat zum Schluss ein paar Längen und die Action-Sequenz mochte ich auch nicht sonderlich, ansonsten ist es aber ein Film, der sich sogar in der 3D-Fassung lohnt. Vielleicht ist es nicht unbedingt ein Film für kleinere Kinder. Zum Abspann sollte man unbedingt sitzenbleiben.

„The Boxtrolls“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester animierter Film, Bestes adaptiertes Drehbuch und (etwas abwegiger) Bester Originalsong.

„The Boxtrolls“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2014 gezeigt.

Teaser zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Paddington“ (nicht in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: ich mag den Trailer einfach
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ach warum nicht

Trailer v. Film: „Annie“ (nicht in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie und Musical mit Quvenzhané Walls, Jamie Foxx, Rose Byrne und Cameron Diaz. Über den spricht keiner mehr als Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Hillsong: Let Hope Rise“ (nicht in 3D gezeigt, danke dafür)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Mit erstaunt aufgerissenen Augen habe ich diesen Trailer verfolgt. Ich habe noch nie von einer Band Hillsong gehört. Konzertfilm oder Doku.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: äh, nee

Trailer v. Film: „Spare Parts“ (nicht in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Kinderfilm mit Marisa Tomei, George Lopez und Jamie Lee Curtis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Book of Life“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Animationsfilm, der mir zu mexikanisch wirkt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The SpongeBob Movie: Sponge Out of Water“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Animations/Realfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Big Hero 6“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Disneys neuestes Animationsabenteuer
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Lucky Them"

Ich war am 23.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Lucky Them“ 96 min comedy, drama
dir. Megan Grifftith cast: Toni Collette, Thomas Haden Church, Oliver Platt, Ryan Eggold, Amy Seimetz, Nina Arianda

Seattle. Ellie Klug (Toni Collette) ist Musikredakteurin bei dem Magazin STAX. Vor zehn Jahren ist ein berühmter Musiker von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden. Es wurde gemunkelt, dass er Selbstmord begangen hat. Jetzt gibt es jedoch Hinweise, dass er noch am Leben ist. Ellies Chef Giles (Oliver Platt) erwartet von ihr, dass sie sich auf die Suche nach dem Musiker begibt und eine Story schreibt. Ellie nimmt diesen Auftrag nur ungern an, schließlich war sie auch mal mit diesem Musiker zusammen und er hat ihr das Herz gebrochen. Außerdem hat sie gerade den attraktiven Nachwuchsmusiker Lucas (Ryan Eggold) kennengelernt.

B+ (Wertung von A bis F) „Lucky Them“ ist eine wirklich gelungene Komödie. Es ist eine Beziehungskomödie, ein bisschen Roadmovie und auch eine Liebeserklärung an die Indie-Musikszene in Seattle. Brillante Dialoge und Situationskomik haben mich viele Male lauthals lachen lassen. Vor allen Dingen funktioniert der Film aber durch Toni Collette. Sie ist großartig in dieser Rolle. Endlich mal wieder eine ganz andere interessante Frauen- und nicht „Mutti“-Rolle für die australische Schauspielerin. Die Filmfigur Ellie basiert auf vage auf Emily Wachtel, selbst eine Kennerin der Musikbranche, die dieses Filmdrehbuch mitverfasst hat. Toni Collette verschwindet förmlich hinter ihrer Filmfigur. Die Figur Elli ist so authentisch geschrieben, dass ich mich selbst sogar einige Male wiedergefunden habe.

Gut gefallen haben mir auch Nina Arianda, die die beste Freundin von Toni Collettes Charakter spielt und auch Ryan Eggold. Ryan Eggold wirkt hier wie Mischung aus Adrien Brody und Gerard Butler. Selbstverständlich habe ich ihn hier nicht wiedererkannt, aber kürzlich war ich noch voll des Lobes für ihn und seine Rolle in der sonst nicht so dollen NBC-Serie „The Blacklist“.

Es gibt einen Cameo-Auftritt eines berühmten Hollywoodstars, den ich natürlich nicht spoilern werde und niemand anderes spoilern sollte. Dieser Kurzauftritt kommt so überraschend und ist dabei so passend wie er nicht besser sein könnte. Der Star ist einfach perfekt für diese Rolle. Dafür gab es in meiner Vorstellung einen riesigen Szenenapplaus. Kein Wunder also, dass die Drehbuchautorin und Produzentin Emily Wachtel (wie sie später in dem Q & A angegeben haben) sieben lange Jahre dran geblieben sind, bis derjenige endlich zugesagt hat, in ihrem Film mitzuspielen.

„Lucky Them“ ist Paul Newman gewidmet, eine der Produzentinnen ist auch Joanne Woodward. Emily Wachtel hat in dem anschließenden Q & A erklärt, dass Paul Newmans jüngste Tochter ihre beste Freundin war und der Schauspieler immer eine große Inspiration für sie.

Nach dem Film gab es einen außergewöhnlich großen Applaus vom Publikum.

Bei meiner „Lucky Them“-Vorstellung wurden Getränke, Popcorn, Nachos, Süßigkeiten, etc. für alle Zuschauer kostenlos zur Verfügung gestellt. Sponsor für diese Sonderaktion war Celebrity Cruises – Ich fand´s es eine gute Idee.

„Lucky Them“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt. Der Film wird ab dem 30.05.14 in einigen amerikanische Kinos zu sehen sein. Ich habe ihn auf dem Tribeca Film Festival 2014 gesehen. Die Drehbuchautorin und Produzentin Emily Wachtel und die Regisseurin Megan Griffiths waren anwesend und haben sich im Anschluss an den Film den zahlreichen Fragen des Publikums gestellt.

Der amerikanische Trailer:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

NYC – Film: "Enough Said"

Ich war am 24.09.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Enough Said“ (dt. Filmtitel: „Genug gesagt“, dt. Kinostart: 19.12.13) 91 min comedy
dir. Nicole Holofcener cast: Julia Louis-Dreyfus, James Gandolfini, Toni Collette, Catherine Keener

Eva (Julia Louis-Dreyfus) ist Masseurin, geschieden und alleinerziehende Mutter einer Tochter. Auf einer Party lernt sie die Lyrikerin Marianne (Catherine Keener) kennen, kurze Zeit später auf derselben Party trifft sie auf Albert (James Gandolfini). Eva tauscht mit beiden die Telefonnummer aus. Schon bald befreundet sie sich mit Marianne, die wie sie geschieden ist und eine Tochter hat. Zeitgleich beginnt sie mit Albert auszugehen, obwohl er eigentlich so gar nicht ihr Typ ist….

A– (Wertung von A bis F) „Enough Said“ ist eine Beziehungskomödie. Es geht um Beziehungen über Mütter und Töchter, Väter und Töchter, Beziehungen unter Freundinnen und partnerschaftliche Beziehungen. Auch ist es eine Charakterstudie über eine nicht mehr ganz junge Frau, die sich vielleicht wieder auf eine feste Beziehung einlässt.

Erfrischenderweise wird hier der Körper des Mannes thematisiert. In Spielfilmen ist normalerweise immer wieder die Figur der Frauen ein Thema, meist hat die Protagonistin aufgrund ihres Körpers Minderwertigkeitskomplexe oder es wird sich über dicke Frauen im Allgemeinen lustig gemacht. Das ist meines Erachtens nicht mehr zeitgemäss. In meinem Umfeld sind die Frauen körperbewusst und selbstsicher und wundern sich nicht selten über Männer, die jedes angefressene Pfund an ihrem unförmigen Körper mit Stolz durch die Gegend tragen. Julia Louis-Dreyfus Charakter ist attraktiv und schlank und trifft auf einen witzigen Typen, der aber alles andere als ihrem Beuteschema entspricht. James Gandolfinis Charakter ist schwer übergewichtig. Ob und wie sich die beiden annähern ist äusserst kurzweilig und auch realistisch erzählt.

Dabei zeigt es sich wieder, dass sich ein brillantes Drehbuch am Ende auszeichnet. Die Charaktere und die Dialoge sind glaubwürdig. Die Regisseurin Nicole Holofcener („Lovely & Amazing“, Please Give, „Friends with Money“) hat auch hier wieder die Vorlage zu ihrem Film geschrieben. Beide Hauptdarsteller sind einem natürlich am meisten durch ihre Rollen in den legendären TV-Serien „Seinfeld“ und „The Sopranos“ in Erinnerung. Dennoch gelang es mir, sie praktisch von Anfang an nur als Eva und Albert zu sehen. Zu authentisch und greifbar fand ich ihre Charaktere. Beide Schauspieler sind fantastisch in ihren Rollen. Obwohl mir Julia Louis-Dreyfus noch einen Tick besser gefallen hat. Außerdem komme ich nicht umhin, zu erwähnen, wie gut ihr die Farbe Rot steht.

Traurigerweise ist einer der am meisten unterschätzten Filmschauspieler James Gandolfini (The Taking of Pelham 123Welcome to the Rileys, Zero Dark Thirty, „Not Fade Away“), am 19.06.13 in Alter von nur 51 Jahren verstorben. „Enough Said“ war einer seiner letzten Filme.

Für den Film „Enough Said“ sind folgende Oscar-Nominierungen derzeit im Gespräch: Bester Hauptdarsteller (James Gandolfini), Beste Hauptdarstellerin (Julia Louis-Dreyfus) und Bestes Originaldrehbuch.

„Enough Said“ könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2013 landen.

„Enough Said“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „All is Lost“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Robert Redford im Überlebenskampf. Ihn sehe ich derzeit als Oscar-Gewinner für diese Rolle. Das wäre sein erster Schauspiel-Oscar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mandela: Long Walk to Freedom“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Biopic über Nelson Mandela mit Idris Elba in der Hauptrolle. Galt mal als Oscar-Film, nicht mehr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Inequality for All“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dokumentation über den schwindenden Mittelstand in den U.S.A.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Enzo Avitabile Music Life“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Jonathan Demmes neue Dokumentation über den italienischen Musiker
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Nebraska“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: War mal für den Oscar im Gespräch, man hört nicht mehr so ganz so viel davon. Um so öfter ich den Trailer sehe, um so besser gefällt er mir.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "The Way, Way Back"

Ich war am 20.07.13 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Way, Way back“ (dt. Filmtitel: „Ganz weit hinten“, dt. Kinostart: 05.12.13) 103 min drama, comedy
dir. Nat Faxon, Jim Rash cast: Liam James, Steve Carell, Toni Collette, Allison Janney, Sam Rockwell, Rob Corddry, Amanda Peet, AnnaSophia Robb, Maya Rudolph

Der 14-jährige Duncan (Liam James) muss seine Sommerferien mit seiner Mutter (Toni Collette), ihrem ätzenden Freund Trent (Steve Carell) und seiner Tochter in seinem Sommerhaus verbringen. Na da kann Freude aufkommen. Er hasst es, den Erwachsenen bei ihrem Leben zuzuschauen. Bevor er noch den merkwürdigen Sohn, der stets betrunkenen und dauerquasselnden Nachbarin Betty (Alison Janney) aufs Auge gedrückt bekommt, sucht er das Weite. Irgendwann landet er im nahegelegenen Wasserpark WATER WIZZ. Dort lernt er den stets gut aufgelegten Manager des Wasserparks, Owen (Sam Rockwell), kennen. Owen nimmt ihn gleich unter seine Fittiche und verschafft ihm sogar einen Job im Wasserpark. Duncan fühlt sich dort wohl und blüht langsam auf…

A- (Wertung von A bis F) „The Way, Way Back“ ist eine sehenswerte Tragikomödie über das Erwachsenwerden und einen Sommer, der vieles verändert.

Das ist das Regiedebüt von Nat Faxon und Jim Rash. Die beiden Multitalente haben Ihr erstes Drehbuch (für The Descendants) mit dem Regisseur Alexander Payne geschrieben und wurden damit gleich mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet. Ich war nun nicht so begeistert von dem Film, aber für ihre Autorentätigkeit ist das schon mal ein gelungener Karrierestart. Die Vorlage für „The Way, Way Back“ haben Nat Faxon und Jim Rash auch geschrieben. Es galt lange Jahre als eines der besten, unproduzierten Drehbücher in Hollywood. Erst durch ihren Oscar-Gewinn im Frühjahr 2012 wurde den beiden ermöglicht, ihr eigenes Drehbuch selbst zu verfilmen. In „The Way, Way Back“ sind sie auch als Schauspieler in einer Nebenrolle (beide sind Angestellte des Wasserparks) zu sehen.

Also, wir haben ein wunderbares Drehbuch und eine Besetzung, die einen förmlich zwingt, den Film zu gucken. Sam Rockwell („Confessions of a Dangerous Mind“, „Matchstick Men“, Moon, Seven Psychopaths) und Allison Janney („Hairspray“, Juno, The Help) sind hier in Bestform. Steve Carell sehe ich mittlerweile wesentlich lieber in ernsthafteren Rollen. Dieser Film zeigt einmal mehr, dass er besonders in Dramen brillant ist. Den fiesen Freund von Duncans Mutter, der sein Selbstbewusstsein scheinbar daraus zieht, andere runterzuputzen, habe ich ihm zu jeder Zeit abgenommen. Der kanadische Schauspieler Liam James ist authentisch und eine lobende Erwähnung bekommt von mir auch AnnaSophia Robb, die hier die Tochter der Nachbarin (gespielt von Alison Janney) darstellt.

Maya Rudolph sieht immer noch aus wie eine Vogelscheuche, aber auch sie konnte mir den Film nicht schlecht machen.

Der Film war für mich durchgehend ein B+ in der Bewertung, das Ende hat mich aber noch gerührt und so habe ich noch ein Pünktchen spendiert.

Da „The Way, Way Back“ sehr durch seine Sprache und seine originellen Sprüche lebt, würde ich auf jeden Fall dazu raten, ihn in der Originalfassung zu sehen. Alleine das Sprachfeuerwerk, das aus den Mündern von Sam Rockwells und Alison Janneys Charakteren kommt, sollte man am Besten im Original auf sich wirken lassen.

„The Way, Way Back“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Spectacular Now“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Tragikomödie. Da spielen einige Gute mit (Jennifer Jason Leigh, Mary Elizabeth Winstead, etc.), ich glaube, ich mag aber die Hauptdarstellerin (Shailene Woodley) nicht. Okay, aber warum nicht, schließlich wurde der Film wurde beim Sundance Festival gefeiert.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Closed Circuit“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Thriller mit Eric Bana, Rebecca Hall, Jim Broadbent und Riz Ahmed
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Salinger“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dokumentation über den Schriftsteller J.D. Salinger. Sein Buch „The Catcher in the Rye“ ist bis heute eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Eine Doku über diesen Autor ist für mich ein Muss – da muss er gar nicht ein sicherer Oscar-Kandidat für 2014 sein. Davon kann man aber jetzt schon ausgehen, da die Weinsteins die Rechte erworben haben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain Philips“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic über den amerikanischen Kapitän Philips, dessen Frachter von somalischen Piraten gekapert wurde. In der Hauptrolle: Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „About Time“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: britische RomCom mit Bill Nighy, Tom Hollander und Rachel McAdams
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Baggage Claim“
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Komödie, bei der ich wohl eher nicht die Zielgruppe bin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Percy Jackson: Sea of Monsters“
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: unfassbar schlecht gemachter Fantasy-Mist – der Trailer hat mich schon sprachlos gemacht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: NIEMALS

Chicago – Film: "Mental"

Ich war am 04.04.13 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Mental“ 116 min comedy
dir. P. J. Hogan cast: Toni Collette, Anthony LaPaglia, Liev Schreiber, Rebecca Gibney, Lily Sullivan, Caroline Goodall, Deborah Mailman

Barry Moochmoore (Anthony LaPaglia) ist Lokalpolitiker und mit Shirley (Rebecca Gibney) verheiratet. Sie haben fünf Kinder, alles Mädchen. Jedes der Mädchen ist fest davon überzeugt, an irgendeiner psychischen Krankheit zu leiden. Als Shirley eines Tages einen Nervenzusammenbruch erleidet und in die Nervenheilanstalt eingewiesen wird, ist Barry mit der Situation Zuhause völlig überfordert. Schließlich kommt er auf die Idee, die Anhalterin Shaz (Toni Collette) von der Straße aufzugabeln. Er schickt sie und ihren Kampfhund zu sich nach Hause. Irgendeiner muss sich schließlich um seine Töchter kümmern, dann kann er sich in Ruhe weiterhin seinem Wahlkampf und seinen außerehelichen Affären widmen. Nur Chaz ist offensichtlich auch psychisch nicht ganz auf der Höhe…

B (Wertung von A bis F) „Mental“ ist der zweite Film des Jahres 2013 auf den ich auch nur durch Zufall gekommen bin. Auch hier wusste ich nur, dass es ein australischer Film ist, bei dem Toni Collette und Liev Schreiber mitspielen.

„Mental“ ist ein total abgedrehter Film mit praktisch ausschließlich durchgeknallten, aber liebenswerten Charakteren. Eine Familienkomödie, die mit psychischen Krankheiten wesentlich glaubwürdiger, rührender und amüsanter umgeht als beispielsweise, der für mehrere Oscars nominierte Film, Silver Linings Playbook. Was ist eigentlich normal und was ist schon verrückt? Der Film hat einige richtig gute Szenen. Die zwei Szenen im Donut-Cafe, die „Kennedy“-Szene und die Szenen in der Nervenheilanstalt konnten mich am meisten begeisterten.

Auch in diesem australischen Film wird schauspielerisch einiges geboten. Einige talentierte Schauspieler habe ich hier entdeckt bzw. wiederentdeckt. Beispielsweise die britische Schauspielerin Caroline Goodall, sie ist einfach großartig. Die neuseeländische Schauspielerin Rebecca Gibney konnte mich aber auch überzeugen. Der australische Schauspieler Anthony LaPaglia war mir bislang hauptsächlich durch eine Auftritte in U.S. Serien bekannt, ich würde ihn gerne öfter in Spielfilmen sehen. Liev Schreiber nehme ich sogar den australischen Haifischjäger ab. Ich bin ein großer Fan von Toni Collette, seitdem sie mir erstmals in „Muriel´s Wedding“ aufgefallen ist. In unzähligen Rollen hat sie schon unter Beweis gestellt, wie wandelbar sie ist. Einzig mit ihrer U.S.-Serie „United States of Tara“ kann ich nicht warm werden, was aber an dem Konzept der Serie liegt.

„Mental“ wurde erstmalig auf dem Melbourne International Film Festival 2012 gezeigt. Von dem Australian Film Institute wurde der Film für folgende AACTA Awards nominiert (Beste Hauptdarstellerin: Toni Collette, Bester Nebendarsteller: Liev Schreiber, Beste Nebendarstellerin: Rebecca Gibney und Deborah Mailman und Lily Sullivan als Beste junge Schauspielerin, sowie Bestes Originaldrehbuch, Beste Filmmusik, Bestes Kostümdesign)

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Kick Ass 2“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Wat für´n Scheiß.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Big Wedding“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: …und da denkt man gerade, Robert De Niro macht wieder etwas anspruchsvollere Filme und dann das. In dieser Komödie spielen auch Diane Keaton, Katherine Heigl, Amanda Seyfried, Susan Sarandon und Robin Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „The Great Gatsby“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ich gehe mittlerweile davon aus, dass der Film nicht gut sein kann. Jedenfalls nicht so gut, wie ich es von den allerersten Trailern gedacht habe. Diese Romanverfilmung ist von Baz Luhrmann inszeniert und mit Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan und Tobey Maguire in den Hauptrollen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%