VOD – Film: „Relic“

Ich habe mir folgenden Film als Leihvideo über iTunes/Apple TV (U.S.) angeschaut:

 

„Relic“  90 min  drama, horror

dir. Natalie Erika James  cast: Emily Mortimer, Robyn Nevin, Bella Heathcote, Chris Bunton 

 

Kays Mutter Edna (Robyn Nevin) ist über 80 Jahre alt und, nachdem ihre Nachbarn sie seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen haben, fahren Kay (Emily Mortimer) und  ihre erwachsene Tochter Sam (Bella Heathcote) zu ihrem Haus. Seit Wochen hatte Kay keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Im Haus gibt es keine Spur von Edna, aber vieles deutet daraufhin, dass ihre Vergesslichkeit zugenommen hat…

 

A- (Wertung von A bis F) „Relic“ ist das Spielfilmdebüt der japanisch-australischen Autorin und Werbe- und Musikvideo-Regisseurin Natalie Erika James. 

Bevor ich mir ihren ersten Spielfilm angeschaut habe, hatte ich mir zunächst über ihre Website (https://natalieerikajames.com) ihren, mit einigen Preisen ausgezeichneten Kurzfilm „Creswick“ angeguckt. Die kann was, habe ich mir gedacht und das bestätigte sich für mich kurz darauf mit ihrem ersten Spielfilm. 

Ich kann mich nicht erinnern, wann mich ein Horrorfilm das letzte Mal so zum Nachdenken brachte und wann mir bei einem solchen Film (ein Mal während des Films und dann am Ende) die Tränen gelaufen sind. „Relic“ ist anders, eine gelungene Genre-Mischung aus Drama und Horrorfilm. Mit der Zweitsichtung empfand ich den Film sogar noch mehr als Familiendrama, dass sich überzeugend einiger wirksamer Horror-Stilmitel bedient. Es geht um Demenz und um Schuldgefühle von Kindern und anderen Angehörigen gegenüber ihren pflegebedürftigen Verwandten. Natalie Erika James erzeugt hier Metaphern wie beispielsweise „das Monster“, das man als demenzbedingte Wesensänderung deuten kann oder „den Schimmel, der sich immer tiefer in das Haus einfrisst“ als langsamen körperlich und geistigen Verfall. Es wird aber sicher nicht nur eine Möglichkeit der Interpretation geben. Die Langsamkeit mit der dieser Film erzählt wird, könnte einige Zuschauer abschrecken. Mich hat es überhaupt nicht gestört und auch die Performances fand ich solide. 

Der Film könnte am Ende des Jahres zu einen meiner Top 10-Filme zählen. 

„Relic“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2020 gezeigt. Der Film lief ab dem 3.7.20 für eine Woche exklusiv in einigen amerikanischen Autokinos und startete dann am 10.7.20 in einigen wenigen Kinos in den Vereinigten Staaten und ist zeitgleich auf VOD herausgekommen.

Trailer zu sehen:

 

Denver – Film: „Mary Poppins Returns“

Ich war am 28.12.18 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Mary Poppins´ Returns“  (dt. Filmtitel „Mary Poppins Rückkehr“, in Deutschland seit dem 20.12.18 im Kino zu sehen) 130 min  musical, sequel, adaptation 

dir. Rob Marshall  cast: Emily Blunt, Lin-Manuel Miranda, Ben Whishaw, Emily Mortimer, Pixie Davies, Nathanael Saleh, Joel Dawson, Julie Walters, Dick Van Dyke, Angela Lansbury, Colin Firth, Meryl Streep

 

London im Jahr 1935. Michael Banks (Ben Whishaw) lebt seit dem Tod seiner Frau mit seinen drei Kindern, Annabel (Pixie Davies), John (Nathanael Saleh) und Georgie (Joel Dawson) und seiner Schwester (Emily Blunt) in der Cherry Tree Lane zusammen. Er hat es nicht leicht, seine Kinder allein großzuziehen, jetzt ist er auch noch in finanzielle Nöte geraten. Es bleiben ihm nur noch wenige Tage, um die Hypothek zu bezahlen. Ansonsten wird das Haus, in dem Michael und seine Schwester Jane aufgewachsen sind, zwangsgeräumt. Dann kehrt Michael und Janes altes Kindermädchen Mary Poppins (Emily Blunt) plötzlich zurück…

 

C+ (Wertung von A bis F) „Mary Poppins´ Returns“ ist die Fortsetzung zu Robert Stevensons Musical „Mary Poppins“ aus dem Jahr 1964. Auch dieser Film basiert auf Pamela Lyndon Travers Kinderbüchern der Mary Poppins Serie. „Mary Poppins Returns“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Rob Marshall („Chicago“, Nine, Into the Woods).

Es ist viel zu lange her, dass ich den Klassiker „Mary Poppins“ gesehen habe, einen direkten Vergleich möchte ich hier daher nicht anstellen. 

Diesen Film habe ich mir auch nur widerstrebend angesehen. Nun ist „Mary Poppins Returns“ aber für die Oscars im Gespräch, viele zeigen sich begeistert von dem Film, ich mag Emily Blunt, hatte viel Zeit und nur ein Kinocenter (und keines meiner geliebten Programmkinos) in der Nähe, also warum nicht. 

Musicals sind generell nicht meine Welt und entsprechend zog sich dieser Film für mich als wäre ich ein Kind, dass auf die Ferien wartet. Der Film sieht aber besser aus, als man das von den Trailern her erwarten konnte. Das Setdesign ist großartig, die Melodien und Songs sind okay, man läuft aber nicht Gefahr, sie nach dem Kinobesuch weiter zu summen. Wenn es schon eine Fortsetzung zu „Mary Poppins“ geben muss, dann gibt es wohl keine bessere Besetzung als die wandelbare Emily Blunt als Kindermädchen mit magischen Fähigkeiten. Sie interpretiert die Rolle auf ihre Art, singt und tanzt und ist tadellos. Auffällig gut hat mir der Joel Dawson, der den jüngsten Sohn der Banks-Familie spielt, gefallen. Meryl Streep gibt eine sehr schrille Performance mit Gesangseinlage. In weiteren Nebenrollen u.a. Dick Van Dyke und Angela Lansbury. 

Der Originalfilm aus dem Jahr 1964 war für 13 Oscars nominiert und hat fünf Academy Awards gewonnen (Julie Andrews als Beste Schauspielerin, Bester Schnitt, Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik und Bester Originalsong)

„Mary Poppins´ Returns“ ist nun auch für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Emily Blunt), Bester Hauptdarsteller (Lin-Manuel Miranda), Bester Nebendarsteller (Ben Whishaw), Beste Nebendarstellerin (Meryl Streep, Angela Lansbury, Emily Mortimer), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Filmmusik, Bester Originalsong („Trip a Little Light Fantastic“, „The Place Where Lost Things Go“) und einige technische Kategorien. Update: „Mary Poppins Returns“ hat 4 Oscar-Nominierungen (Beste Filmmusik, Bester Song für „The Place Where Lost Things Go“, Bestes Kostümdesign und Bestes Szenenbild) erhalten.

„Mary Poppins Returns“ ist am 19.12.18 in 4,090 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film seit dem 20.12.18 in den Kinos. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Dog´s Way Home„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: bei Hundefilmen muss ich immer heulen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: naja, wahrscheinlich schon, aber eher auf Netflix oder so


Trailer v. Film: „Wonder Park„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Where´d You Go, Bernadette„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Romanverfilmung und Richard Linklaters neuer Film mit Cate Blanchett in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Secret Life of Pets 2„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Animationsfilm und Fortsetzung, den Originalfilm habe ich bis heute nicht gesehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Lego Movie 2“

Bewertung des Trailers: B- 

Kommentar: Fortsetzung zu The Lego Movie

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Dumbo„

Bewertung des Trailers: B- (erster richtiger Trailer)

Kommentar: Tim Burtons live-action-Verfilmung von „Dumbo“, na darauf hat die Welt ja gewartet…

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „The Lion King„

Bewertung des Teasers: B

Kommentar: Jon Favreaus Live-action-Remake des gleichnamigen Animationsfilm. Ich hatte nicht mal den Wunsch mir das Original anzuschauen. 

Wie oft schon im Kino gesehen:  0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

TV – Serie: "The Newsroom, Staffel 1"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Serie angeschaut:

„The Newsroom, Staffel 1“ (die erste Staffel wurde in D. auf Sky Atlantic HD ausgestrahlt) 10 x approx. 60 min drama
dir. Greg Mottola, Alex Graves, Alan Poul, Daniel Minahan, Jeremy Podeswa, Joshua Marston, Lesli Linka Glatter cast: Jeff Daniels, Emily Mortimer, John Gallagher, Jr., Dev Patel, Olivia Munn, Alison Pill, Thomas Sadoski recurring cast: Jane Fonda, Hope Davis, Chris Messina guest starring: Philip Baker Hall, Kathryn Hahn

April 2010. Will McAvoy (Jeff Daniels) ist der populäre Moderator der Nachrichtensendung „News Night“ auf ACN. Bei einer Podiumsdiskussion vor Studenten lässt sich der, mit seiner Meinung in der Öffentlichkeit sonst so zurückhaltende, Nachrichtensprecher zu kontroversen Äusserungen hinreissen. Um aus der Schusslinie zu kommen, geht er daraufhin für zwei Wochen in den Urlaub. Als er zurückkommt, erfährt er, dass sein Produktionsleiter Don (Thomas Sadoski) und der überwiegende Teil seines Redaktionsteams jetzt für einen anderen Moderator tätig sind. Sein Chef Charlie Skinner (Sam Waterston) teilt ihm mit, dass bereits eine neue Produktionsleiterin eingestellt wurde, es ist Wills Ex-Freundin MacKenzie „Mac“ McHale (Emily Mortimer). Seit der Beendigung ihrer Beziehung vor drei Jahren haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Will ist alles andere als begeistert und sorgt dafür, dass es ihm jederzeit möglich ist, Mac zu kündigen. Mac möchte ein neues seriöseres Nachrichtenformat, ohne boulevardeske Geschichten, etablieren. Nur damit geht der Sender das Risiko ein, wichtige Werbekunden vielleicht auf Dauer zu verlieren…

C+ (Wertung von A bis F) Aaron Sorkin (The Social Network, Moneyball) hat sich die HBO-Serie „The Newsroom“ ausgedacht. Er ist der Autor der Serie und sie trägt auch seine Handschrift. Neben der hervorragenden Polit-Serie „The West Wing“ hat sich Aaron Sorkin bereits zwei Serien über Fernsehproduktionen ausgedacht („Sports Night“ und „Studio 60 on the Sunset Strip“).

Die erste Staffel von „The Newsroom“ hat sehr gute Ansätze, ist in ihrer Qualität aber alles andere als beständig. Es gab Szenen, Sequenzen und auch mal eine Folge, bei der ich eine „A-„-Bewertung im Kopf hatte, dann gab es aber noch mehr Momente, bei der ich zu einer „C-irgendwas“-Bewertung tendiert habe. Wenn man kein Amerikaner mit vor Nationalstolz förmlich explodierender Brust ist, dann verursacht die 7. Episode („5/1“) körperliche Schmerzen. Vor Pathos hat Aaron Sorkin jedenfalls keine Scheu.

„The Newsroom“ hat einen exzellenten Sprach- und Dialogwitz, man bekommt förmlich ein Aaron-Sorkin-Sprachfeuerwerk geboten. Daher natürlich wieder einmal die dringende Empfehlung, auch diese Serie im Original zu sehen. Außerdem bietet die Serie einen großartigen Seriencharakter: Will McAvoy. Ich glaube, mit der vierten Folge habe ich mich bis über beide Ohren in ihn verknallt. Jeff Daniels ist Will McAvoy.

Auf der Negativ-Seite stehen einige relativ nachlässig geschriebene Charaktere, unglaubwürdige Beziehungen bzw. völlig überflüssiger, dummer Rom/Com-Schnickschnack (Don/Maggie, Jim/Lisa) und nicht immer einwandfreie darstellerische Leistungen. Sogar der sonst gute Schauspieler Sam Waterston konnte mich hier nicht durchgehend überzeugen.

„The Newsroom“ erzählt über die Produktion seriöser TV-Nachrichten. Ich bin ein absoluter Newsjunkie, habe immer das Bedürfnis, was Nachrichten angeht, auf dem neuesten Stand sein zu wollen. Die Prämisse dieser Serie ist für mich daher schon hochinteressant. Wenn es irgendwo in der westlichen Welt immer noch schwierig ist, durch eine Nachrichtensendung im Fernsehen rundum informiert zu werden, dann ist es in den U.S.A. Im amerikanischen Fernsehen bekommt man in (mal mehr, mal weniger meinungsbeeinflussende) Sendungen hauptsächlich lokale und nationale Nachrichten präsentiert und wenn man Glück hat, erfährt man auch noch etwas darüber was sonst in der Welt passiert. Meist aber das auch nur, wenn in irgendeiner Form Amerikaner oder die U.S.A. beteiligt sind. Bei den amerikanischen Nachrichtensendungen wird vor allen Dingen viel Wert auf Unterhaltung gelegt. Die Nachrichtensender CNN, CBS News und NBC News sind für mich die eindeutig besten Lösungen. Mit anderen Worten, ohne den festen Willen nicht dumm sterben zu wollen, keinen unruhigen Finger auf der Fernbedienung, einer Tageszeitung des Vertrauens und das Internet, ist man in den U.S.A. aufgeschmissen.

„The Newsroom“ spielt bei dem fiktiven Fernsehsender ACN, der vielleicht am Besten mit CNN zu vergleichen ist. Originelles Detail dazu: Jane Fonda spielt in der Serie die Firmenchefin des fiktiven Mutterkonzerns AWM und war im realen Leben mit dem Medienmogul und Gründer von CNN, Ted Turner, verheiratet. Die fiktive Nachrichtensendung in der Serie heisst „News Night“, die von dem Nachrichtensprecher Will McAvoy moderiert wird. Durch die neue Produktionsleiterin Mac – und Ex-Freundin von Will – soll dem Zuschauer wieder Qualitätsfernsehen geboten werden. Dabei soll auf Unterhaltungsthemen und Prominentengeschichten verzichtet werden. Die HBO-Serie „The Newsroom“ wählt dabei den ungewöhnlichen Weg, in die fiktive Nachrichtenproduktion „News Night“ reale Nachrichten einzustricken.

Alles in allem eine smarte Serie, die für mich durch die Sprache und den Seriencharakter Will McAvoy eine meiner Lieblingsserien hätte werden können, genannte Umstände haben dies jedoch verhindert. Ich setze jedoch große Hoffnungen in die zweite Staffel, die ab Juni 2013 auf HBO ausgestrahlt wird.

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Will McAvoy – hat ein Jurastudium abgeschlossen, ist Nachrichtenjournalist und Nachrichtensprecher bei „News Night“ und Zyniker. Er hatte ein zweijährige Beziehung mit Mac. Plötzlich bekommt er sie als neue Produktionsleiterin vorgesetzt. – gespielt wird Will McAvoy von Jeff Daniels („Terms of Endearment“, „The Purple Rose of Cairo“, „The Squid and the Whale“). Will McAvoy ist mein Lieblingscharakter.

MacKenzie „Mac“ McHale – Wills neue idealistische Produktionsleiterin und Ex-Freundin – gespielt wird Mac von der britischen Schauspielerin Emily Mortimer („Match Point“, Lars and the Real Girl, Harry Brown)

James „Jim“ Harper – ist der neue Redaktionsleiter von „News Night“, Mac hat mit ihm schon im Irak und in Afghanistan gearbeitet. Jim hat sich in Maggie verguckt. – gespielt wird Jim von dem amerikanischen Theaterschauspieler John Gallagher Jr., der in einigen Fernsehproduktionen mitgewirkt hat und auch schon im Kino zu sehen war („Pieces of April“, „Whatever Works“, Margaret)

Margaret „Maggie“ Jordan – war Wills Assistentin, bis sie von Mac zur Aufnahmeleiterin befördert wurde. Sie führt eine On/Off-Beziehung mit Don und fühlt sich aber zu Jim hingezogen. Gespielt wird Maggie von der kanadischen Schauspielerin Alison Pill. („Pieces of April“, Dan in Real Life, Milk, Midnight in Paris)

Don Keefer – Wills ehemaliger Produktionsleiter, arbeitet jetzt für Elliot und einer anderen Sendung bei ACN, hat eine On/Off-Beziehung mit Maggie. Gespielt wird Don von dem Schauspieler Thomas Sadoski. Thomas Sadoski war bislang vorwiegend am Theater zu sehen und hatte hin und wieder Gastauftritte in TV-Serien.

Neelamani „Neal“ Sampat – schreibt Wills Blog (von dem Will gar nichts weiß) und ist Redakteur. Neal wird von dem englischen Schauspieler Dev Patel gespielt. (Slumdog Millionaire, „The Best Exotic Marigold Hotel“)

Sloan Sabbith – ist Wirtschaftsexpertin und Moderatorin bei ACN. Gespielt wird Sloan von Olivia Munn („Date Night“, Iron Man 2, Magic Mike)

Charlie Skinner – ist der Programmchef bei ACN, muss Will, Mac und ihre Sendung immer wieder gegenüber seiner Chefin (gespielt von Jane Fonda) verteidigen. Gespielt wird Charlie von dem amerikanischen Schauspieler Sam Waterston (den meisten wahrscheinlich durch seine Rolle in „Law & Order“ bekannt).

Im Jahr 2012 hat „The Newsroom“ eine Golden Globe-Nominierung als Beste Serie, Drama erhalten. Jeff Daniels war sowohl für den Golden Globe als auch für den SAG Award nominiert.

Vorspann von „The Newsroom“:

Eröffnungsszene aus der Pilot-Folge:

Eine meiner Lieblingsszenen aus Folge 4 („I´ll Try to Fix You“), bei der sogar die Coldplay-Musik wunderbar passt. Es ist eine sehr ereignisreiche Folge und zum Schluss platzt dann auch noch die brandaktuelle Nachricht rein, dass auf die demokratische Politikerin Gabrielle Giffords ein Attentat ausgeübt wurde. Ich weiß nicht, ob diese Szene auch für den Nicht-Zuschauer der Serie funktioniert. Ansonsten ist es eine Szene, die zeigt, dass man auch mal ein Risiko eingehen muss, nicht immer den einfachen Weg gehen und mit dem Strom schwimmen sollte.

Boston – Film: "Hugo – 3D"

Ich war am 27.11.11 in Boston und am 20.12.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Hugo – 3D“ (dt. Titel: „Hugo Cabret“, dt. Kinostart: 09.02.12) 127 min mystery, adventure, family, adaptation
dir. Martin Scorsese cast: Ben Kingsley, Sacha Baron Cohen, Asa Butterfield, Jude Law, Christopher Lee, Chloe Grace Moretz, Michael Stuhlbarg, Emily Mortimer, Ray Winstone, Helen McCrory

Paris in den 1930er Jahren. Der 12-jährige Hugo Cabret (Asa Butterfield) ist Waise und auf sich alleine gestellt. Er war in der Obhut seines alkoholsüchtigen Onkels (Ray Winstone), der die Uhren auf dem riesigen Pariser Bahnhof nachgezogen und repariert hat. Jetzt ist der Onkel verschwunden und Hugo übernimmt seine Arbeit. Er lebt in den Gemäuern des großen Bahnhofs, in ständigen Angst entdeckt zu werden. Vor allen Dingen muss er sich vor dem Bahnhofsinspektor Gustav (Sacha Baron Cohen) und seinem Hund in Acht nehmen. Als der Spielzeugladenbesitzer Georges Méliès (Ben Kingsley) Hugo bei einem vermeintlichen Diebstahl erwischt, nimmt er ihm sein Notizbuch weg. Hugo ist verzweifelt und versucht, sein für ihn wertvolles Notizbuch zurückzubekommen. Das ist aber nicht seine einzige Sorge, sein Vater hat ihm eine kaputte mechanische Figur vermacht. Mit einem herzförmigen Schlüssel könnte er sie vielleicht wieder zum Laufen bringen und so das Geheimnis dieser Figur lüften. Die gleichaltrige Isabelle (Chloe Grace Moretz) wird ihm helfen…

A- (Wertung von A bis F) „Hugo“ basiert auf Brian Selznicks Roman „The Invention of Hugo Cabret“.

Den meisten Leuten ist der Regisseur Martin Scorsese („Taxi Driver“, „Goodfellas“, „Casino“, „The Departed“) durch seine Gangster-Filme bekannt. Dabei wird gerne vergessen, dass er auch sehr gute Filme in anderen Genres gedreht hat. Er hat mehrere Dramen inszeniert, Biopics, einige Musik-Dokumentationen und nicht zu vergessen mit „The Age of Innocent“ sogar einen soliden Kostümfilm. Mit „Hugo“ hat einer der besten Regisseure unserer Zeit einen Familienfilm inszeniert, zumindest was die ersten zwei Drittel des Films angeht. Auch hat er sich mit diesem Film der – auch für ihn neuen – 3D-Technik gewidmet. Wie ein Scorsese diese Möglichkeit nutzt, ist atemberaubend. „Hugo“ lädt ein, sich entspannt im Kinosessel zurückzulehnen und sich visuell beeindrucken lassen. Handwerklich ist der Film ein Meisterwerk. „Hugo“ ist voller Kreativität und Details, die man kaum beim ersten Mal alle erfassen kann. Martin Scorsese hat hier eine faszinierende eigene Welt erschaffen.

„Hugo“ ist auch eine Liebeserklärung an das Filmemachen. Ich denke, dass es kein Film für die breite Masse ist. Der normale Kinozuschauer, der vielleicht ein paar Mal im Jahr ins Kino geht, wird Scorseses Filmwerk nicht zu schätzen wissen. Vielleicht irre ich mich aber auch. In jedem Fall ist es ein Film für Cineasten.

Mir war der Film nicht eine Minute zu lang. Die Story braucht zugegebenermassen eine Weile um sich in ihrer gesamten Schönheit zu entfalten. Im letzten Akt zahlt sich aber das Warten hundertprozentig aus.

Von Asa Butterfield, der den Hugo spielt, war ich nicht besonders angetan, wobei ich für mich nicht herausfinden konnte, ob es an seinem Aussehen, seiner Ausstrahlung oder seiner Performance liegt. Gerade im Zusammenspiel mit Chloe Grace Moretz ist mir deutlich geworden, wie fade er wirkt. Ben Kingsley hingegen ist brillant, so auch Helen McCrory. Sacha Baron Cohen konnte mich überzeugen, aber auch Emily Mortimer und der Rest der Besetzung.

Mittlerweile gibt es widersprüchliche Angaben, dass einer der Produzenten einen, im Abspann bei den Credits nicht aufgeführten, Cameo-Auftritt gibt. Vor zwei Monaten hiess es, dass er „mitspielt“. Daher unter Vorbehalt SPOILER: Es sind, glaube ich, zwei Szenen in denen Johnny Depp kurz zu sehen ist.

„Hugo“ wurde in 3D gedreht, wird aber auch in 2D gezeigt. Ich glaube, ich habe genug darauf hingewiesen, dass es ein Muss ist, ihn in 3D zu sehen.

„Hugo“ ist für mich jetzt einer der Favoriten für eine Oscar-Nominierung als bester Film, beste Regie, beste Kameraführung, beste Ausstattung, bester Score und für sämtliche visuellen und technischen Preise.

„Hugo“ wird aller Voraussicht nach in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2011 landen.

Update nach dem 2. Kinobesuch:
A- (Wertung von A bis F) Es ist großartig, diesen Film ein zweites Mal zu sehen. Da man jetzt weiß, wie der Film endet, kann man auf ganz andere Sachen achten. Ein paar Schwächen sehe ich im Film, die größte ist für mich – nach wie vor – Asa Butterfield als Hugo. Er wirkt einfach unnatürlich und hat auch noch gefärbte Haare. Der dritte Akt holt aber alles wieder raus.

Als ich den Film vor vier Wochen das erste Mal sah, war es alles andere als wahrscheinlich, dass der Film irgendwo als bester Film nominiert werden wird. Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass er für den Oscar nominiert wird.

Jedem bleibt dringend zu empfehlen, Martin Scorseses 3D-Film auch in der entsprechenden Fassung zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“The Adventures of Tintin“ (3D)
Bewertung des Trailer: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Spielbergs Tim & Struppi-Animationsfilm startet zu Weihnachten in den amerikanischen Kinos
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Titanic“ (3D)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: James Camerons Film wird im nächsten Jahr in der 3D-Fassung wiederaufgeführt. Wenn bloss diese grauenhafte Celine Dion-Musik nicht wäre…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: mal schauen…

Trailer von Film:“Dr. Seuss´The Lorax“ (3D)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: ein weiterer Dr. Seuss´Animationsfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 70%

Trailer von Film:“The Pirates! Band of Misfits“ (3D)
Bewertung des Trailer: C+
Kommentar: Stop-Motion-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 30%

Trailer von Film:“Joyful Noise“
Bewertung des Trailer: D
Kommentar: Musical mit Queen Latifah und Dolly Parton
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“ParaNorman“ (3D)
Bewertung des Trailer: A
Kommentar: Stop-Motion-Animationsfilm von den kreativen Köpfen von „Coraline“
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: "Our Idiot Brother"

Ich war am 26.08.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Our Idiot Brother“ (dt. Kinostart: 26.04.12) 90 min comedy, drama
dir. Jesse Peretz cast: Paul Rudd, Elizabeth Banks, Zooey Deschanel, Emily Mortimer, Steve Coogan, Rashida Jones, Kathryn Hahn, Shirley Knight

Man könnte Ned (Paul Rudd) als blauäugig und weltfremd bezeichnen. Als ihn ein uniformierter Polizist bittet, ihm Marihuana zu verkaufen, macht er das selbstverständlich und landet im Knast. Als er wegen guter Führung vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, hat ihn seine Freundin Janet (Kathryn Hahn) verlassen und er sitzt auf der Straße. Jetzt könnte er bei seiner Mutter wieder einziehen, aber Ned zieht es vor, bei einer seiner drei Schwestern Liz (Emily Mortimer), Miranda (Elizabeth Banks) und Natalie (Zooey Deschanel) unterzukommen. Er wird das Leben seiner kompletten Familie gehörig durcheinander wirbeln.

B+ (Wertung von A bis F) Es gibt Filme, die fangen vielversprechend an und lassen dann im Verlauf nach. Bei „Our Idiot Brother“ empfand ich es genau umgekehrt. Der Film konnte mich immer mehr mit seinen gelungen Dialogen und seiner Situationskomik überzeugen. Die Charaktere sind alle irgendwie schräg und es hat mir Spaß gemacht, für kurze Zeit an ihrem Leben teilzuhaben. Das ganze Ensemble ist großartig. Paul Rudds Charakter hält den Film zusammen und ich war überrascht ihn mal, einen ganzen Film lang, in so einer – mal anderen – Rolle zu sehen. Katryn Hahn („The Holiday“, Revolutionary Road) als durchgeknallte Ökobäuerin und Ex-Freundin Ned fand ich ziemlich komisch. „Our Idiot Brother“ ist ein netter kleiner Film.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „I Don´t Know How She Does it“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: RomCom für Muttis. Mit Sarah Jessica Parker, Greg Kinnear, Pierce Brosnan, Christina Hendricks
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Machine Gun Preacher“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Biopic über Sam Childers mit Gerard Butler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

New York City – Film: "Harry Brown"

Ich war am 03.05.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Harry Brown“ 103 min drama, thriller
dir. Daniel Barber cast: Michael Caine, Emily Mortimer, Ben Drew, Charlie Creed-Miles, David Bradley, Sean Harris, Liam Cunningham, Jack O´Connell

Harry Brown (Michael Caine) lebt in einer trostlosen Hochhaussiedlung im Süden von London. Er ist ein Einzelgänger und hat nur einen Freund, Leonard (David Bradley). Leonard vertraut sich schließlich Harry an, dass er sich massiv von der brutalen Jugendgang bedroht fühlt. Am nächsten Tag ist Leonard tot und Harry wird sich rächen, er hat eh nichts mehr zu verlieren…

B+ (Wertung von A bis F) „Harry Brown“ ist definitiv ein empfehlenswerter Film, nur so richtig weiß ich nicht, wem ich den Film empfehlen soll. Eigentlich ist es ein Drama für Freunde des anspruchsvollen Films, dann aber beinhaltet er unglaublich krasse Szenen, dass Zartbesaitete sicherlich Probleme haben, „Harry Brown“ bis zum Ende durchzustehen. Der Film spiegelt einen Teil der heutigen Gesellschaft auf so realistische, beängstigende Weise wieder. Über den zweimaligen Oscar-Gewinner Michael Caine („Dressed to Kill“, „The Cider House Rules“, „The Quite American“, The Dark Knight) ist eigentlich alles gesagt, in Zusammenhang mit seinen Performances passt immer „würdevoll“ und „brillant“, so natürlich auch in dieser einfühlsamen Charakterstudie.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Let it Rain“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: franz. Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „OSS 117, Lost in Rio“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: franz. Film?
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 30%

Trailer von Film: „Coco Chanel & Igor Stravinsky“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Biopic
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „Princess Kaiulani“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Film über hawaiische Prinzessin
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 40%

Philadelphia – Film: "City Island"

Ich war am 04.04.10 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„City Island“ 100 min comedy
dir. Raymond De Felitta cast: Andy Garcia, Julianna Margulies, Steven Strait, Emily Mortimer, Alan Arkin, Dominik Garcia-Lorido, Ezra Miller

Vince Rizzo (Andy Garcia) lebt mit seiner Frau Joyce (Julianna Margulies) und seinem Sohn Vinnie Jr. (Ezra Miller) in City Island, einem beschaulichen Eckchen der Bronx in New York City. Er arbeitet als Gefängniswärtner, träumt aber davon, Schauspieler zu sein und nimmt heimlich Schauspielstunden. Als er im Gefängnis seinen nie gesehenen, unehelichen Sohn Tony (Steven Strait) entdeckt und mit nach Hause bringt, weiß keiner etwas von diesem Familienzuwachs. Dies führt natürlich zu einigen Missverständnissen. Vince ist aber nicht der Einzige, der Geheimnisse vor den anderen Familienmitgliedern hat…

A- (Wertung von A bis F) „City Island“ ist eine kleine Indie-Perle. Liebenswerte Charaktere, die sich schlagfertig irgendwelche Bosartigkeiten um die Ohren hauen, sorgen hier für zahlreiche Lacher. Es macht einfach Spaß, dieser – auf so ganz eigene Art – charmanten Familie zuzuschauen. Andy Garcia, den ich gefühlte Ewigkeiten nicht mehr auf der großen Leinwand gesehen habe (stimmt natürlich nicht, aber so kommt es mir vor), spielt hier einen Schauspieler, der für einen Scorsese/de Niro Film vorspricht. Das hat schon eine besondere Qualität. Auch gut gefallen haben mir die mir nicht bekannten Schauspieler Julianna Margulies, Steven Strait und Ezra Miller. Alles in allem ein Film, der für eine vergnügliche Zeit sorgt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „The Greatest“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit einer sicherlich unglaublich wunderbaren Susan Sarandon, mit dem neuen Shootingstar Carey Mulligan und Pierce Brosnan
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Mid-August-Lunch“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: italienscher Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 40%

Trailer von Film: „The Good Heart“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Paul Dano und Brian Cox, läuft derzeit schon in einer Special Premiere auf VOD, später dann im Kino
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Eclipse“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama/Thriller mit Aidan Quinn
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Exploding Girl“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Indie-Drama
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 50%

Berlin – Film: "Shutter Island"

Ich war am 01.03.10 in meiner Heimatstadt im Kino und habe mir angeschaut:

„Shutter Island“ (dt. Kinostart war der 25.02.10) 138 min thriller, adaptation
dir. Martin Scorsese cast: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Michelle Williams, Max von Sydow, Emily Mortimer, Jackie Earle Haley, Patricia Clarkson

Im Jahr 1954 trifft der U.S. Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) auf seinen neuen Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo). Sie sind auf den Weg nach Shutter Island. Auf der abgelegenen Insel befindet sich ein Hospital für psychisch kranke Straftäter. Dort soll auf mysteriöse Weise eine Patientin und Kindermörderin verschwunden sein. Bei der Aufklärung des Falles kommt es schnell zu Ungereimtheiten…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „Shutter Island“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dennis Lehane.

Auch wenn man das Buch nicht gelesen hat, wenn man sich den bzw. die Filmtrailer angeschaut hat, weiß man schon ziemlich genau wohin die Reise in Martin Scorseses neuesten Film geht. Falls man auch keine Trailer von dem Film gesehen hat (was ich im Übrigen dringend empfehle), weiß man spätestens nach ca. dreißig Minuten über einiges Bescheid. Zunächst hat mir das Ganze aber nicht die Spannung verdorben, ich habe mich auf die durchaus künstlerisch gestalteten Rückblenden bzw. die Albträumen konzentriert und auf die wunderbaren Schauspieler. Leider ist „Shutter Island“ aber dann mit einigen Szenen völlig unnötig in die Länge gezogen worden.

Als der Film „Shutter Island“ anfing war das Erste was mir und wahrscheinlich jedem auffiel, der schwer zu überhörende Score. Dankenswerterweise zieht der sich aber in dieser Aufdringlichkeit nicht durch den kompletten Film.

Als äusserst gelungen sehe ich mit einer winzigen Ausnahme die Besetzung. Emily Mortimer („Match Point“, Transsiberian) und Patricia Clarkson („Pieces of April“, „Good Night, and Good Luck“) sind idealbesetzt und großartig. Sogar Mark Ruffalo („My Life Without Me“, Zodiac, The Brothers Bloom„The Brothers Bloom“) konnte mich hier mal zu hundert Prozent überzeugen. Jackie Earle Haley („Little Children“, „Watchmen“) hat mir hier gezeigt, dass er reif ist für eine zweite Oscar-Nominierung und ich hoffe, dass er bald wieder in Filmen mitspielt, die auch von der Academy wahrgenommen werden. Ich bin seit Beginn seiner Karriere ein großer Fan von Leonordo DiCaprios Schauspiel. Ob in noch sehr jungen Jahren in „What´s Eating Gilbert Grape“ oder „The Basketball Diaries“, später in „The Beach“ und schließlich als Erwachsener mit seiner Performance in „The Aviator“, „Blood Diamond“ und „Revolutionary Road, überzeugt hat er mich immer. In „Shutter Island“ hat er, meiner Meinung nach, in manchen Szenen etwas zu dick aufgetragen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Precious“
Bewertung des Trailers: ?
Kommentar: …und ich dachte, ich müsste mir nie wieder den Trailer angucken…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: unzählig
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „The Bounty Hunter“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Action-RomCom mit Jennifer Aniston und Gerard Butler
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20 %

Trailer von Film: „The Men Who Stare at Goats“
Kommentar: Film bereits gesehen und mit C+ bewertet

Sehr löblich, dass alle Trailer im Original gezeigt wurden!

Ich war schon länger nicht in Deutschland im Kino. Ich weiß, dass ich mich glücklich schätzen kann, in der Lage zu sein, häufig in den U.S.A. ins Kino gehen zu können. Zwei Dinge, die ich im Gegensatz zu einem „amerikanischen“ Kinobesuch in Deutschland nicht mag: Schon an der Kasse muß man sich für Sitzplätze entscheiden, sprich kein FREE SEATING. Darüberhinaus wird, wenn um 16.15 der Film anfangen soll, erst einmal ellenlang Werbung gezeigt, bis dann ein paar Trailer ausgestrahlt werden, dann noch mal Werbung und dann geht der Vorhang wieder zu…8| Dann kam ein Eisverkäufer rein (das es die noch gibt…) Ich meine, man zahlt 8 Euro (oder manchmal vielleicht sogar mehr) und man muß sich in dieser Intensität Werbung anschauen… :??: Werbung, Trailer, Werbung, Vorhang, Eisverkäufer haben dann ziemlich genau 20 Minuten (Gut, ich kann mich erinnern, dass vor Jahren die Werbung noch maßloser war, also schon eine positive Veränderung) in Anspruch genommen. In den U.S.A. läuft es zwar mittlerweile auch nicht mehr ganz ohne Werbung, aber das bevor der Film regulär anfangen soll. Wenn um 16.15 ausgewiesen ist, dass der Film beginnt, sieht man vielleicht noch einen Coca Cola-Spot, Eigenwerbung für das jeweilige Kino und dann die Trailer. Schließlich kommt dann durch Verizon (oder einem anderen Handy-Anbieter) die Aufforderung, jetzt doch bitte alle Gespräche und andere Geräusche zu unterlassen, nicht während des Films zu telefonieren oder smsen, das Handy auf lautlaus zu stellen, weil jetzt der Film anfängt. Vorhänge gibt es nicht.

DVD – "Lars and the Real Girl"

Ich habe mir auf DVD angeschaut:

„Lars and the Real Girl“ (dt. Titel „Lars und die Frauen“, dt. DVD-Verleih seit dem 24.10.08) 107 min drama
dir. Craig Gillespie cast: Ryan Gosling, Emily Mortimer, Patricia Clarkson, Kelli Garner, Paul Schneider

Lars (Ryan Gosling) lebt seit dem Tod seines Vaters völlig zurückgezogen in einer Kleinstadt. Sein Bruder Gus (Paul Schneider) und seine Schwägerin Karin (Emily Mortimer) machen sich Gedanken, und versuchen mühsam den Kontakt zu dem introvertierten Lars zu pflegen. Eines Tagen sind sie überrascht, als ihnen Lars seine neue Freundin Bianca vorstellen will. Um so sprachloser sind sie, als sie Bianca tatsächlich gegenübersitzen. Bei seiner neuen Freundin handelt es sich nämlich um eine, aus dem Internet bestellte lebensgrosse Gummipuppe. Lars leidet an einer Wahnvorstellung und hält Bianca tatsächlich für einen ganz normalen Menschen. Alle Beteiligten müssen zunächst einmal lernen, mit der neuen Situation umzugehen, dann tauchen aber schon die ersten Beziehungsprobleme bei Lars und Bianca auf…

C+ (Wertung von A bis F) Die Grundidee von „Lars and the Real Girl“ hat sich äusserst vielversprechend angehört. In der Umsetzung ist jedoch eine zwar nette, aber eher mittelmässige Tragikomödie herausgekommen. Ryan Gosling wurde hier mit der Hauptrolle des verschlossenen, tiefreligiösen Sonderlings bedacht. Für mich ist diese Rolle mit Ryan Gosling zwar nicht komplett fehl-, aber halt auch nicht perfekt besetzt. In einigen Szenen empfand ich ihn unglaubwürdig und daher funktioniert der ganze Film auch nicht. Ich halte Ryan Gosling für ein grosses Talent und verfolge seine Karriere seitdem ich ihn das erste Mal in „Murder By Numbers“ gesehen habe. Besonders überzeugt hat er mich als drogensüchtiger Lehrer in „Half Nelson“ und zuletzt als er Anthony Hopkins in Fracture herausforderte. Ich sehe Ryan Gosling auch in der Zukunft eher als smarten Charakter besetzt. Die Nebenrollen bei „Lars and the Real Girl“ waren hingegen brillant besetzt. Die immer wunderbare Patricia Clarkson („Dogville“, „Good Night, And Good Luck“, „Pieces of April“) als Hausärztin und Psychologin und Emily Mortimer, die mich kürzlich in „Transsiberian“ so faszinierte, hier als fürsorgliche Schwägerin.

Trailer zu sehen:

NYC – Transsiberian

Ich war am 23.08.08 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Transsiberian“ (dt. Kinostart 11.12.08) 111 min thriller
dir. Brad Anderson cast: Woody Harrelson, Emily Mortimer, Ben Kingsley, Kate Mara, Eduardo Noriega, Thomas Kretschmann

Die verheirateten Amerikaner Roy (Woody Harrelson) und Jessie (Emily Mortimer) haben sich nach ihrer zweiwöchigen christlichen Missionarstätigkeit in China kurzfristig dazu entschlossen, statt bequem mit dem Flugzeug, mit der Transsibirischen Eisenbahn von Peking nach Moskau zu fahren. Auf der eher unglamourösen Zugfahrt teilen sie sich ihren Schlafwagen mit der 20jährigen Abby (Kate Mara) und ihren, um einige Jahre älteren, gutaussehenden, spanischen Freund Carlos (Eduardo Noriega). Nach einem Zwischenhalt auf der Strecke kann Jessie ihren Ehemann nicht mehr an Bord finden und beschliesst, an der nächsten Haltestelle auszusteigen, um herauszufinden, wo sich Roy befindet. Ihre neuen undurchsichtigen Bekannten steigen mit ihr im sibirischen Nirgendwo aus und die geplante Reise geht in eine ganz andere Richtung…

B+ (Wertung von A bis F) Es ist ein Thriller, der einen – ohne selbst in der Zeit zu spielen – um einige Jahre zurückversetzt. Der Film hat einen langsamen Spannungsaufbau, am Anfang konzentriert er sich zunächst hauptsächlich auf die Charaktere. Später hat er einige Wendungen, speziell eine kam für mich dabei recht überraschend. Die Engländerin Emily Mortimer („Match Point“) zeigt hier, ähnlich wie James McAvoy in Wanted, was für eine schauspielerische Bandbreite sie hat. Sie ist unglaublich vielseitig und facettenreich und ich bin schon gespannt, wie sie sich weiterentwickelt und wohin ihre Karriere sie führt.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“