TV – Serie: „Ozark, 1. Staffel“


Ich habe mir die komplette Staffel folgender Netflix-Serie angeschaut:

 

„Ozark, 1. Staffel“ (seit dem 21.07.17 weltweit auf Netflix zu sehen) 10 x approx. 60 min crime, drama, thriller
dir. Jason Bateman, Andrew Bernstein, Ellen Kuras, Daniel Sackheim cast: Jason Bateman, Laura Linney, Esai Morales, Sofia Hublitz, Skylar Gaertner, Julia Garner, Jordana Spiro, Peter Mullan, Marc Menchaca, Christopher James Baker

 

Marty Byrde (Jason Bateman) ist Finanzberater in Chicago. Mit seinem besten Freund und Geschäftspartner Bruce (Josh Randall) hat er eine kleine Firma – offiziell. Seit zehn Jahren waschen sie aber auch Geld für das mexikanische Drogenkartell. Jetzt stattet ihnen der Drogenboss Del (Esai Morales) einen Besuch ab. Del vermutet, dass sie ein paar Millionen Dollar unterschlagen haben. Ihr Leben ist in Gefahr, Marty kann gut reden und schlägt in seiner Verzweiflung einen Deal vor. Dafür muss er mit seiner Frau Wendy (Laura Linney), seiner Tochter Charlotte (Sofia Hublitz) und seinem Sohn Jonah (Skylar Gaertner) die Stadt verlassen. Sie beginnen ein neues Leben in der Provinz, in dem Stausee-Gebiet Ozarks in Missouri – was aber nur nach außen hin mit einem normalen, bürgerlichen Leben zutun hat. Das FBI mit Agent Petty (Jason Butler Harner) ist Marty Byrde auch bereits auf den Fersen…

 

A- (Wertung von A bis F) Serienschöpfer der TV-Serie sind Drehbuchautor Bill Dulluque („The Accountant“, The Judge) und Produzent Mark Williams („The Accountant“, „Flawless“).

 

Ich schaue wirklich in viele Netflix-Serien rein, einige interessieren mich für ein paar Episoden, bei den meisten langweile ich mich aber bereits schneller, so dass ich nicht mal die erste Episode bis zu Ende anschaue. Über „Ozark“ hatte ich zuvor auch wieder nichts gelesen, aber die Story hat mich gleich bepackt und die Figuren habe ich schnell lieb gewonnen. Ich wollte einfach wissen, wie es mit diesen Charakteren weitergeht, wie kommen sie aus dieser, eigentlich aussichtslosen Nummer wieder raus. Natürlich hat es dabei nicht geschadet, das Laura Linney zu meinen Lieblingsschauspielern zählt und ich Jason Bateman wirklich gerne sehe.

Letztlich hat mir „Ozark“ so gut gefallen, dass ich sie mir – wie alle Serien, die mir gut gefallen – zweimal angeguckt habe. Die Serie eignet sich zum Bingen, die zweite Sichtung habe ich komplett an einem (Faulenz-)Tag vorgenommen.

„Ozark“ ist sowohl Ehe- und Familiendrama als auch Krimi/Thriller. Dabei düster inszeniert, blutig, aber mit guten Dialogen und Humor versetzt. Sowohl von der Story, als auch von den Charakteren war ich das eine oder andere Mal überrascht.

Zu Beginn jeder Episode bekommt man im „O“ von „Ozark“ vier Symbole gezeigt, die für diese Folge relevant sind.

 

Ich liebe Marty Byrde. Eigentlich ist er ganz bodenständig und ruhig, aber stets hellwach, sehr smart, schlagfertig und redegewandt. Er hat einen wunderbaren trockenen Humor. Mir gefielen aber auch alle anderen Familienmitglieder – letztlich sollte man sich mit keinem anlegen. Alle vier sind perfekt besetzt und absolut glaubhaft. Jason Bateman spielt neben Laura Linney hier nicht nur die Hauptrolle, er hat auch bei den ersten beiden und den letzten beiden Episoden der ersten Staffel Regie geführt.

 

 

Zu den einzelnen Episoden:

Ich habe keine Lieblingsfolge, die gesamte erste Staffel gefällt mir. Es gibt Momente (insbesondere bei der 2. Sichtung) in einzelnen Episoden, die ich besonders gerne mag. Z.B. die letzten, vielleicht 10 Minuten der 7. Episode („Nest Box“)

Die 8. Episode („Kaleidoscope“) spielt komplett in der Vergangenheit.

 

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

 

Marty Byrde lebt mit seiner Frau Wendy (gespielt von Laura Linney), seiner 15-jährigen Tochter Charlotte (gespielt von Sofia Hublitz) und seinem 13-jährigen Sohn Jonah (gespielt von Skylar Gaertner) in Chicago. Er ist ein Familienmensch und arbeitet – offiziell – als Anlageberater. Mit seinem Geschäftspartner hat er aber vor einigen Jahren begonnen, für ein mexikanisches Drogenkartell Geld zu waschen. Gespielt wird Marty Byrde von dem amerikanischen Schauspieler Jason Bateman gespielt. Jason Bateman war ein Kinderstar, hat früh bereits in einigen TV-Serien, z.B. in „Little House on the Prairie“ („Unsere kleine Farm“ ) gespielt. Später war er in zahlreichen, vorwiegend Komödien (Juno, Horrible Bosses) zu sehen. Mit Bad Words hat er sein Regiedebüt gegeben. Dass er nicht nur auf komödiantische Rollen bedienen kann, konnte man beispielsweise in Disconnect und The Gift sehen. Für seine Rolle in „Arrested Development“ wurde zwei Mal mit dem Emmy-Award als bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie nominiert.

Wendy Byrde ist seit 22 Jahren mit Marty Byrde zusammen. Die beiden haben zwei Kinder, die 15-jährige Charlotte und der 13-jährige Jonah. Nach der Geburt ihres ersten Kindes hat sie ihren Job aufgegeben, danach aber nie wieder zurück in den Beruf gefunden. Deswegen ist sie frustriert, aber auch unglücklich in ihrer Ehe. Sie hat eine Affäre. Wendy Byrde wird von der amerikanischen Theater-, Film- und TV-Schauspielerin Laura Linney gespielt. Sie hat in unzähligen Filmen („Primal Fear“, „Mystic River“, „Love Actually“, The Dinner) gespielt. Für ihre Performance in „You Can Count on Me“, „Kinsey“ und The Savages hat sie jeweils eine Oscar-Nominierung erhalten. Für ihre TV-Rollen hat sie vier Emmy-Awards (für „Wild Iris“, „Frasier“, „John Adams“ und „The Big C: Hereafter“) gewonnen. Außerdem wurde sie für ihre Arbeit am Theater vier Mal für den Tony Award („The Crucible“, „Sight Unseen“, „Time Stands Still“ und „The Little Foxes“) nominiert.

Charlotte Byrde ist die 15-jährige Tochter von Marty und Wendy Byrde. Gespielt wird Charlotte von der amerikanischen Schauspielerin Sofia Hublitz. Sie hat bisher in den amerikanischen Serien „Louie“ und „Horace and Pete“ mitgewirkt.

Jonah Byrde ist der 13-jährige Sohn von Marty und Wendy Byrde. Gespielt wird Jonah von dem amerikanischen Schauspieler Skylar Gaertner. Er war in einigen TV-Serien („Nurse Jackie“, „The Americans“, Daredevil) zu sehen und hat auch einigen Kinofilmen („Alex of Venice“, Every Secret Thing) mitgewirkt.

Ruth ist 19 Jahre alt und recht pfiffig. Sie kommt aus einer kriminellen Familie, ihr Vater (gespielt von Trevor Long) sitzt im Gefängnis. Sie lebt mit ihren Neffen Wyatt (gespielt von Charlie Tahan) und Three (Carson Holmes) und ihren beiden Onkel Russ (Marc Menchaca) und Boyd (Christopher James Baker) in mehreren Trailern auf einem Grundstück in den Ozarks. Gespielt wird Ruth von der amerikanischen Schauspielerin Julia Garner. Ich habe die talentierte Amerikanerin bereits in einigen Filmen (Martha Marcy May Marlene, The Perks of Being a Wallflower, We Are What We Are und Grandma gesehen.

Roy Petty ist FBI-Agent und Martin Byrde auf den Fersen. Er ist für mich eine der spannendsten Figuren in der Serie. Gespielt wird Petty von dem amerikanischen Schauspieler Jason Butler Harner. Er hat in einigen Episoden bekannter TV-Serien („Law & Order“, The Newsroom, Homeland) mitgespielt. Auch hat er in einigen Kinofilmen (Changeling, Non-Stop) mitgewirkt.

Wyatt ist siebzehn Jahre alt und einer von Ruths Neffen. Wyatt wird von dem amerikanischen Schauspieler Charlie Tahan gespielt. Er hat in den TV-Serien „Gotham“ und „Wayward Pines“ mitgespielt und war auch in einigen Kinofilmen (Blue Jasmine, The Harvest, Love is Strange) zu sehen.

Rachel ist Besitzerin der The Blue Cat Lodge in den Ozarks. Sie und Marty Byrde werden Geschäftspartner. Gespielt wird Rachel von der amerikanischen Schauspielerin Jordana Spiro. Sie hat in einigen TV-Serien („My Boys“, Dexter, „The Good Wife“)

Jacob Snell kommt mit seiner Frau Darlene (gespielt von Lisa Emery) erst zum Ende der vierten Episode ins Spiel. Er ist der (gefürchtete) Drogenboss in den Ozarks. Gespielt wird Jacob Snell von dem schottischen Schauspieler Peter Mullan. Er hat einigen bekannten Filmen („Shallow Grave“, „Trainspotting“, „Children of Men“, „Harry Potter and the Deathly Hallows 1 & 2“) mitgespielt. Mir ist er aber noch besonders in Erinnerung durch den wunderbaren Film Tyrannosaur und den nicht weniger großartigen Mehrteilen Top of the Lake und – vor allen Dingen – Olive Kitteridge. Für seine Performance in „Top of the Lake“ hat er eine Emmy-Nominierung erhalten.

 

„Ozark“ ist eine Eigenproduktion von Netflix, die seit dem 21.07.17 erstmalig auf Netflix (weltweit) zum Streamen bereitsteht. Auch wenn Netflix diese Serie in der synchronisierten Fassung anbietet, man sollte sie definitiv im Original sehen – die Sprache ist hier sehr wichtig. „Ozark“ ist ausgerichtet auf vier oder fünf Staffeln. Die Serie ist aber erst seit ein paar Tagen für die Zuschauer zugänglich und bislang wurde eine zweite Staffel noch nicht bestätigt. Update: Am 15.08.17 wurde eine zweite Staffel (mit ebenfalls 10 Episoden) bestätigt.

 

Trailer zu sehen:

 

 

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