TV – Serie: „Good Behavior, 1. Staffel“


Ich habe mir die komplette Staffel folgender TNT-TV-Serie angeschaut:

 

 

„Good Behavior, 1. Staffel“ (in Deutschland über den Pay-TV-Sender TNT Serie zu sehen) 10 x approx. 50 min. drama, thriller adaptation
dir. Charlotte Sieling, Carl Franklin, Magnus Martens, Mark Piznarski, Mikkel Norgaard, Jonas Pate, Phil Abraham cast: Michelle Dockery, Juan Diego Botto, Lusia Strus, Terry Kinney, Nyles Julian Steele

Statesville, North Carolina. Letty (Michelle Dockery) ist eine Trickbetrügerin und Diebin, vorzugsweise räumt sie teure Hotelzimmer aus. Sie hat bereits mehrmals im Gefängnis gesessen und ist jetzt auf Bewährung draußen. Außerdem hat sie noch ein Alkohol- und Drogenproblem. Jetzt will sie ihr Leben aber ändern, schließlich will sie das Sorgerecht für ihren 10-jährigen Sohn Jacob (Nyles Julian Steele) zurück. Der wird derzeit von ihrer Mutter (Lusia Strus) großgezogen und die hat sogar eine einstweilige Verfügung gegen ihre Tochter erwirkt, Letty darf nicht mal in die Nähe ihres Sohnes kommen. Außerdem muss sie sich regelmäßig mit ihrem Bewährungshelfer Christian (Terry Kinney) treffen. Der weiß natürlich nichts davon, daß sie immer noch als Diebin unterwegs ist. Als sie gerade mal wieder dabei ist, ein Hotelzimmer auszuräumen, kommen zwei Männer ins Zimmer zurück und Letty muss sich schnell im Kleiderschrank verstecken. Dabei kann sie ein Gespräch mit anhören, einer der beiden Männer (Juan Diego Botto) ist scheinbar ein Auftragsmörder, der die Frau des anderen Mannes töten soll. Letty lernt den vermeintlichen Auftragsmörder später kennen, sie verbringen die Nacht miteinander und dann versucht sie ihm einen Strich durch seinen Plan zu machen, aber es kommt alles anders…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Good Behavior“ basiert auf Blake Crouchs Romanserie „Letty Dobesh“.

Das erste Mal wurde ich auf diese neue TV-Serie aufmerksam, als ich das Making-of und die Trailer im amerikanischen Kino sah. Im Gegensatz zu Deutschland wird – wenn ein Film beispielsweise um 17.00 Uhr anfangen soll – in einem amerikanischen Kino entsprechend v. 16.45 bis 17.00 Uhr Werbung gezeigt. Diese Werbung kann in Form eines gesponserten Kinoratespiels sein, es wird der eine oder andere richtige Werbespot gezeigt und ganz oft, wird Werbung von neuen, demnächst startenden TV-Serien gebracht. Ab 17.00 Uhr wird dann die kinoeigene Werbung mit dem Hinweis auf die Notausgänge, dass man jetzt spätestens sein Handy ausmachen soll und natürlich die Filmtrailer gezeigt. Da es in vielen Kinos immer noch mein geliebtes free seating gibt, bin ich meist 10 Minuten vor dem eigentlichen Filmbeginn da, um mir einen guten Platz zu sichern. Jedenfalls habe ich im Spätsommer des letzten Jahres das erste Mal das Making-of und die Trailer von „Good Behavior“ gesehen. Das Gezeigte hat mich neugierig gemacht und als der Serienstart dann ganz ordentliche Kritiken bekommen hat, habe ich sie mir einfach runtergeladen – so für Zwischendurch.

Eigentlich neige ich dazu, mir eher die, von Kritikern umjubelten Serien oder Mehrteiler anzuschauen. „Good Behavior“ ist nicht sonderlich anspruchsvoll, eher leichte Kost, aber für eine normale Kabel-TV-Serie erstaunlich gut. Für eine Mainstream-Serie wird viel geflucht und ungewöhnlich viel Sex, Drogen-, und Alkoholkonsum gezeigt.

„Good Behaviour“ erzählt eine durchgehende Geschichte, eignet sich also durchaus zum Bingen. Es sind Charakterstudien zweier Außenseiter am Rande der Gesellschaft, die so unterschiedlich sie sind, wunderbar zusammenpassen. Es ist aber auch etwas Familiendrama, Comedy mit einem guten schwarzen Humor, Thriller und erzählt eine außergewöhnliche und ehrliche Liebesgeschichte. Das Ganze ist wesentlich komplexer als es auf den ersten Blick erscheint.

Ganz besonders mochte ich die Beziehung zwischen Letty und Javier. Beide verbindet eine starke (sexuelle) Anziehung, ein ähnlicher Humor, eine Vertrautheit und dass sie jeweils etwas tun, was der andere konsequent ablehnt. Sie können nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander. Die Chemie der beiden Schauspieler/Charaktere stimmt. Ich mag, wie sie sich mit Blicken verstehen und wie sie sich die Sprüche um die Ohren hauen. Entsprechend sind mir die beiden Charaktere sehr schnell ans Herz gewachsen.

Javier übernimmt den vernünftigen und ruhigen Part – so weit man von vernünftig sprechen kann, wenn jemand als Auftragskiller arbeitet. Letty ist auf Bewährung auf freien Fuß, hat einen Bewährungshelfer und möchte eigentlich ein neues, normales Leben beginnen. Das ist aber natürlich nicht so leicht und so verfällt sie schnell mal wieder in alte Verhaltensmuster und in ihr von Drogen-, Alkohol- und Diebstahl bestimmte Leben.

Michelle Dockery ist ein Chamäleon. Mit den verschiedenen Perücken sieht sie immer komplett anders und manchmal unglaublich hübsch, auch mag ich, wie die englische Schauspielerin wenn sie sich in die langhaarige Blondine verwandelt mit einem überzeugenden Südstaaten-Akzent spricht.

Juan Diego Botto ist supersexy und natürlich bin ich etwas verliebt in den argentinischen Auftragsmörder. Seine Figur erinnert mich etwas an David Tennants Serienfigur Alec Hardy aus Broadchurch,

Ich liebe Letty und Javier, ihre Beziehung, den Humor der Serie und es gefällt mir, dass die Serie in den amerikanischen Südstaaten spielt. Ich mag Kleinigkeiten, wie dass das Filmplakat auch eines meiner Lieblingsfilme (HBOs „Gia“) in Lettys Jugendzimmer hängt. Meine Lieblingsnebenfigur ist die FBI-Agentin in Folge 6, 9 und 10 („We Pretend We´re Stuck“, „For You I´d Go with Strawberry“ und „All the Things“), übrigens gespielt von Ann Dowd (Compliance)

Die neunte Folge hat mir fast das Herz gebrochen.

Das Staffelfinale ist verwirrend, witzig, toll und endet so, dass man sich auf die zweite Staffel freuen kann.

Alle Episodentitel sind übrigens Zitate aus der jeweilige Episode.

 

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Letty ist in der 10. Klasse von der Schule gegangen und auf die schiefe Bahn geraten. Sie hat bereits mehrfach im Gefängnis gesessen und ist jetzt auf Bewährung draußen. Wenn sie das nächste Mal ins Gefängnis kommt, wird sie das Sorgerecht für ihren 10-jährigen Sohn Jacob (gespielt von Terry Kinney) für immer verlieren. Jacob wird von Lettys Mutter Estelle (gespielt von Luisa Strus) großgezogen. Mutter und Tochter verbindet ein sehr schwieriges Verhältnis. Letty hat außerdem ein Drogen- und Alkoholproblem und obwohl sie auf Bewährung draußen ist, verdient sie ihren Unterhalt weiterhin als Diebin. In einem Hotelzimmer wird sie Zeuge eines Gesprächs zweier Männer. Einer der beiden Männer ist offensichtlich ein Auftragsmörder und soll die Ehefrau des anderen töten. Letty lernt den Auftragsmörder Javier (gespielt von Juan Diego Botto) kennen, dadurch wird ihr Leben aber nur noch komplizierter. Gespielt wird Letty von der englischen Schauspielerin und Sängerin Michelle Dockery. Bekannt ist sie durch ihre Rolle der Lady Mary Crawley in „Downton Abbey“. Sie habe aber auch in einigen Kinofilmen, u.a. Hanna, „Anna Karenina“, Non-Stop gespielt.

Javier ist ein Auftragskiller. Er stammt aus Buenos Aires hat seit 20 Jahren keinen Kontakt zu seiner Familie. Einzig seine Schwester Ava (übrigens gespielt von Juan Diego Bottos richtiger Schwester María Botto), ihren Ex-Mann und die zwei gemeinsamen Töchter sieht er regelmäßig. Javier lebt sehr zurückgezogen, ist introvertiert und sensibel. Dann lernt er Letty kennen, er fühlt sich von ihr angezogen, sie ist aber ein Junkie und sein Leben wird durch sie komplizierter. Javier wird von dem argentinisch-spanischen Schauspieler Juan Diego Botto gespielt. Er war vorwiegend in spanischen und argentinischen Produktionen zu sehen, hat aber in Ridley Scotts „1492: Conquest of Paradise“ und auch in Doris Dörries Film „Bin ich schön?“ mitgewirkt.

Christian Woodhill (für Letty: Christian Stalker) – Lettys Bewährungshelfer. Gespielt wird Christian von dem amerikanischen Schauspieler und Theaterregisseur Terry Kinney. Bekannt wurde er durch seine Rolle in der TV-Serie „Oz“. Er hat in vielen TV-Serien und Filmen gespielt.

Estelle ist Lettys Mutter. Sie zieht Lettys Sohn Jacob groß und hat eine Vorliebe für jüngere Männer. Estelle wird von der amerikanischen Theater- und Filmschauspielerin Lusia Strus gespielt. Sie hat vorwiegend in amerikanischen TV-Serien, u.a. „Modern Family“, und „Wayward Pines“ mitgewirkt und in den Kinofilmen „50 First Dates“ und „Miss Congeniality 2: Armed and Fabulous“ gespielt.

Die erste Staffel von „Good Behavior“ wurde erstmalig vom 15.11.16 – 10.01.17 auf dem amerikanischen Kabelsender TNT ausgestrahlt. Eine zweite Staffel wurde bereits bestätigt. In Deutschland ist die Serie über den deutschen Bezahlsender TNT Serie zu sehen.

Trailer zu sehen:

Vorspann zu sehen:

Meet Letty:

Meet Javier:

 

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