TV – Serie: „Top of the Lake: China Girl“


Ich habe mir folgenden BBC-Two-Mehrteiler angeschaut:

 

„Top of the Lake: China Girl“ 6 x 55 min drama, sequel
dir. Jane Campion, Garth Davis, Ariel Kleiman cast: Elisabeth Moss, Gwendoline Christie, Alice Englert, Nicole Kidman, David Dencik, Ewen Leslie, David Wenham

 

Vor fünf Jahren hat Detective Robin Griffin (Elisabeth Moss) an einem Kriminalfall in ihrer Heimatstadt Laketop gearbeitet. Seinerzeit war eine schwangere 12-Jährige verschwunden. Für Robin ist der Fall jedoch leider immer noch nicht hundertprozentig abgeschlossen, aber zunächst ermittelt sie an einem neuen Fall. Die Leiche einer asiatischen Frau wurde an einen Strand gespült. Der neue Fall lenkt Robin auch von ihren privaten Problemen ab. Erst vor vier Wochen hat sie sich von ihrem Verlobten getrennt und vor einigen Jahren hat sie einen Brief von ihrer leibliche Tochter erhalten. Auch wenn sie seinerzeit nicht geantwortet hat, beschäftigt sie das Thema sehr, vor allen Dingen seitdem sie zurück in Sydney ist. Irgendwann entschließt sich Robin, die Adoptiveltern (Nicole Kidman und Ewen Leslie) ihrer, mittlerweile 17-jährigen Tochter Mary (Alice Englert) zu kontaktieren…

 

B (Wertung von A bis F) Der sechsteilige Mehrteiler „Top of the Lake: China Girl“ ist eine Fortsetzung zu Jane Campions Mehrteiler Top of the Lake aus dem Jahr 2013.

Auch wenn ich die eigentliche Kriminalstory in „China Girl“ nicht sonderlich spannend und durchdacht fand, mochte ich die Fortsetzung von „Top of the Lake“ vor allen Dingen als Charakter- und Beziehungsdrama. Robin Griffin ist ein bodenständiger und sympathischer Charakter, dem man gerne folgt. In den neuen Folgen muss sie sich immer noch mit ihrem zurückliegenden Fall auseinandersetzen. Sie ist aber sonst wieder zurück in Sydney, ermittelt in einem neuen Fall und bekommt eine Kollegin zugewiesen, die so gar nicht zu ihr passen will. Die Sache mit ihrer mittlerweile 17-jährigen Tochter bereitet ihr auch Kopfzerbrechen. Sie hat das Mädchen damals direkt nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben. Vor vier Jahren hatte ihr ihre Tochter einen Brief geschrieben, wollte ihre leibliche Mutter kennenlernen. Robin war seinerzeit mit der Situation überfordert. Jetzt würde sie jedoch gerne wissen, was aus ihrem Kind geworden ist…

Das alles dominierende Thema in „China Girl“ ist Mutterschaft mit allen Facetten, die man sich vorstellen kann.

Ich konnte in Elisabeth Moss´Performances noch nie so etwas wie ein Makel entdecken. Egal in welchen Charakter sie schlüpft, man hat nie den Eindruck, sie würde eine Figur nur spielen. Ein paar Tage bevor ich „China Girl“ angefangen habe, habe ich noch fürchterlich mit ihr als versklavte Offred in einem totalitären Regime (The Handmaid´s Tale) mitgelitten und jetzt bin ich ganz bei ihr, wenn sie als furchtlose australische Polizistin Robin Griffin ihren Alltag bestreitet.

Zugegebenermassen ist aber auch Nicole Kidman exzellent. Um so älter sie wird, um so besser entwickelt sie sich als Schauspielerin. Vor einigen Tagen wurde sie für Big Little Lies mit ihrem ersten Emmy ausgezeichnet, wenn ihre Performance in „Top of the Lake: China Girl“ zur Debatte gestanden hätte, hätte die Academy of Television Arts & Sciences (ATAS) es sicherlich nicht einfach gehabt, sich hier für eine ihrer beste Performance zu entscheiden.

Meine Lieblingsfolge in „China Girl“ : Episode 3 (Surrogate)

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen

Detective Robin Griffin arbeitet als Polizistin in Sydney. Sie hat einige private Probleme, ihr letzter Fall, bei dem sie in ihrer Heimatstadt Laketop ermittelte, hat ihr auch ordentlich zugesetzt. Jetzt arbeitet Robin an einem neuen Fall. Außerdem möchte sie ihre, mittlerweile 17-jährige Tochter Mary (gespielt von Alice Englert) kennenlernen. Gespielt wird Robin Griffin von der amerikanischen Schauspielerin Elisabeth Moss (Mad Men, Top of the Lake). Sie hat acht Emmy-Nominierungen und kürzlich wurde diese wandelbare Schauspielerin mit ihrem ersten Emmy Award für ihre Performance in The Handmaid´s Tale ausgezeichnet.

Mary ist Robins leibliche Tochter. Sie ist mittlerweile siebzehn Jahre alt, in einem Monat wird sie volljährig. Mary ist das erste Mal richtig verliebt und zwar in den wesentlich älteren, deutschstämmigen Bordell-Besitzer Puss (gespielt von David Dencik). Ihre Adoptiveltern (gespielt von Nicole Kidman und Ewen Leslie) wissen nicht, womit Marys Freund sein Geld verdient. Gespielt wird Mary von der australischen Schauspielerin Alice Englert. Sie hat bereits in einigen internationalen Produktionen mitgespielt, u.a. in „Ginger & Rosa“, In Fear, „Beautiful Creatures“. Alice Englert ist die Tochter der neuseeländischen Filmemacherin Jane Campion („The Piano“). Jane Campion ist die Serienschöpferin der ersten und auch der zweiten Staffel von „Top of the Lake“, außerdem hat sie bei insgesamt acht Episoden auch Regie geführt.

Miranda Hilmarson arbeitet als Polizistin bei der Polizei in Sydney. Miranda ist Robins neue Partnerin. Gespielt wird Miranda von der englischen Schauspielerin Gwendoline Christie. Wahrscheinlich muss man sich an die Optik der Schauspielerin erst einmal gewöhnen. Ganz zum Schluss des Mehrteilers mochte ich sie auch. Gwendoline Christie spielt in der HBO-Serie „Game of Thrones“ mit und hat auch bereits in einigen internationalen Kinoproduktionen (The Hunger Games: Mockingjay – Part 2, „Star Wars: The Force Awakens“) mitgewirkt.

Julie Edwards ist die Adoptivmutter von Mary (gespielt von Alice Englert). Da sich Julie in eine Frau verliebt hat, hat sie sich von ihrem Ehemann (gespielt von Ewen Leslie) getrennt. Mit ihrer Tochter Mary versteht sich Julie gar nicht. Julie wird von der australischen Schauspielerin Nicole Kidman gespielt. Mir ist sie das erste Mal in „Dead Calm“ aufgefallen. Sie hat in zahlreichen Filmen („Moulin Rouge!“, „The Others“, „Dogville“, „The Stepford Wives“, Stoker) mitgespielt. Für ihre Performance in „The Hours“ hat sie einen Oscar gewonnen, sie hat drei weitere Oscar-Nominierungen für „Moulin Rouge!“, Rabbit Hole und Lion erhalten. Außerdem wurde sie für ihre Performance in „Hemmingway & Gellhorn“ und Big Little Lies für den Emmy nominiert. Kürzlich wurde sie für ihre Performance in „Big Little Lies“ mit ihrem ersten Emmy ausgezeichnet.

Pyke Edwards ist der Adoptivvater von Mary (gespielt von Alice Englert). Pyke wird von dem australischen Schauspieler Ewen Leslie gespielt. In dem Film The Railway Man hat er bereits neben Nicole Kidman gespielt. Sonst hat er in einigen australischen Theater-, Film- und TV-Produktionen mitgewirkt.

Alexander „Puss“ Braun ist der 42-jährige, deutschstämmige Freund von Mary. Er ist Bordell-Besitzer, was Marys Eltern natürlich nicht wissen. Puss wird von dem schwedisch-dänischen Schauspieler David Dencik gespielt. Er hat in einigen internationalen Kinoproduktionen (u.a. Tinker Tailor Soldier Spy, The Girl with the Dragon Tattoo mitgespielt

„Top of the Lake: China Girl“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2017 gezeigt und wurde v. 27.07.17 bis zum 31.08.17 auf BBC Two mit sechs Episoden ausgestrahlt. In den U.S.A. wurde der Mehrteiler erstmalig im September 2017 auf Sundance TV gezeigt. Für Deutschland ist bislang noch kein Ausstrahlungstermin bekannt.

 

Trailer zu sehen:

 

 

6 Gedanken zu “TV – Serie: „Top of the Lake: China Girl“

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