NYC – Film: "Backtrack"

Ich war am 26.04.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Backtrack“ 90 min drama, mystery, horror, thriller
dir. Michael Petroni cast: Adrien Brody, Sam Neill, Robin McLeavy, Jenni Baird, Bruce Spence, Chloe Bayliss

Es liegt jetzt ziemlich genau ein Jahr zurück, dass die Tochter von Peter (Adrien Brody) und Carol (Jenni Baird) ums Leben kam. Peter arbeitet als Psychologe kann aber weder seiner Frau noch sich selbst bei der Trauerbewältigung helfen. Eines Tages taucht ein junges Mädchen (Chloe Bayliss) bei ihm in der Praxis auf. Sie verhält sich seltsam und verschwindet genauso schnell wie sie gekommen ist. Es wird nicht die einzige mysteriöse Begegnung mit dem Mädchen sein. Ist Peter dabei, seinen Verstand zu verlieren? Vielleicht sollte er sich eine Auszeit zu nehmen. Er fährt in die Stadt, in der er aufgewachsen ist und besucht seinen Vater (George Shevtosv). Bei dieser Reise muss er sich mit einem tragischen Ereignis aus seiner Vergangenheit auseinandersetzen..

B (Wertung von A bis F) Der australische Film „Backtrack“ ist durchweg spannend. Er beginnt als Drama, bewegt sich dann im Paranormalen mit Horrorelementen und ist letztlich ein Thriller.

„Backtrack“ ist auch wieder mal ein Film, an den ich keine große Erwartung hatte. Am letzten Tag des Tribeca Film Festivals bin ich spontan ins Kino gegangen. Von dem Film wusste ich eigentlich nur, dass es sich um einen Thriller mit Adrien Brody und Sam Neill handelt. „Backtrack“ ist genau die Art von Film, die für mich am Besten in einem vollbesetzten Kino funktioniert. Es ist dieses Gemeinschaftserlebnis, sich zusammen erschrecken, anschließend sich darüber kaputtlachen, dann weitergucken, sich wieder erschrecken, sich wieder darüber kaputtlachen, usw. Auch wenn der Film (wie so viele Filme in diesem Genre) nicht immer logisch erschien, habe ich mich bis zum Schluss gut unterhalten gefühlt. Ich habe sogar insgesamt vier solide Gänsehaut-Momente gezählt.

Adrien Brody (The Darjeeling LimitedThe Brothers Bloom, Detachment) sehe ich generell sehr gerne, ich mag einfach sein ausdrucksstarkes Gesicht und dieses Verschmitzte, das er in viele seiner Rollen reinbringen kann. Adrien Brody ist ein besserer Schauspieler als er es in diesem Film zeigen kann. In meinen Augen ist diese Rolle nicht ideal für ihn. Ich gebe aber auch zu, dass mich sein (australischer) Akzent irritierte.

Bislang habe ich noch keinen Trailer finden können.

„Backtrack“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2015 gezeigt. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen. Es war der letzte Film, den ich auf dem diesjährigen TFF gesehen habe. Ich konnte dieses Jahr leider nur an drei Tagen teilnehmen, dafür habe ich aber 7 Filme sehen können. Der Film „Backtrack“ hat bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden.

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2015 feierte das TFF bereits seinen 14. Jahrestag.

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San Francisco – Film: "Third Person"

Ich war am 17.07.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Third Person“ (dt. Filmtitel: „Dritte Person“, dt. Kinostart: 04.12.14) 136 min drama
dir. Paul Haggis cast: Liam Neeson, Mila Kunis, Adrien Brody, Olivia Wilde, James Franco, Maria Bello, Kim Basinger, Moran Atias

In Paris bekommt der verheiratete Romanautor Michael (Liam Neeson) Besuch von seiner Geliebten (Olivia Wilde).

In Rom lernt der amerikanische Geschäftsmann Scott (Adrien Brody) in einer Bar eine Frau (Moran Atlas) kennen.

In New York befinden sich Julia (Mila Kulis) und ihr Ex Rick (James Franco) in einem erbitterten Sorgerechtsstreit um ihren gemeinsamen Sohn.

C- (Wertung von A bis F) „Third Person“ ist ein nicht enden wollender Episodenfilm. Die einzelnen Geschichten führen einen nach Paris, New York und Rom. Dieser Film ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass ein anerkannter Drehbuchautor und Regisseur und eine beeindruckende Besetzung nicht zwangsläufig auch zu einem guten Film führen.

Ich fand einzig die Geschichte um Liam Neesons und Olivia Wildes Figuren unterhaltsam. Die Episoden um Adrian Brodys Charakter fand ich völlig absurd (Wie dämlich kann man denn sein?) und noch dazu öde, die um Mila Kunis´ Figur nur öde. Vielleicht hätte mir der Film gefallen, wenn einzig die Pariser Geschichte erzählt worden wäre. So bin ich leider ungeduldig in meinem Kinosessel hin- und hergerutscht, sobald die beiden einschläfernden Stories weitergingen. Bei diesem Episodenfilm gibt es eine Verbindung der Geschichten untereinander, dazu findet man immer wieder Indizien, ganz zum Schluss wird die Verbindung aber erst aufgeklärt. Das Ende fand ich gut (vielleicht auch, weil der Film nun endlich vorbei war), aber alles andere als neu.

Erneut ein großer Störfaktor für mich war Mila Kunis. Mir ist sie einfach zu gewöhnlich.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die hübsche Olivia Wilde hier splitterfasernackt zu sehen ist.

„Third Person“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Boyhood“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Ethan Haake und Patricia Arquette
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „This is Where I Leave You“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Tina Fey, Jason Bateman, Rose Byrne, Corey Stoll, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „I Origins“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Sci-Fi mit Brit Marling
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hundred-Foot Journey“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Lasse Hallströms neuer Film mit Helen Mirren. Den würde ich mir nur ihretwegen anschauen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „A Walk Among the Tombstones“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller mit Liam Neeson. Ich hasse es, wenn Trailer bereits so viel spoilern. Das ist ein Grund, warum ich mir außerhalb des Kinos keine Trailer anschaue.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Berlin – Film: "The Grand Budapest Hotel"

Ich war am 27.02.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Grand Budapest Hotel“ (dt. Titel: „Grand Budapest Hotel“, dt. Kinostart: 06.03.14) 100 min comedy, drama
dir. Wes Anderson cast: Ralph Fiennes,Tony Revolvori, F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Matthieu Amalric, Jude Law, Harvey Keitel, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Tom Wilkinson, Owen Wilson, Leá Seydoux

Im Jahr 1932 ist Zero (Tony Revolvori) ein junger Page im Grand Budapest Hotel in Zubrowka. Ausgebildet wird er von dem legendären und dandyhaften Concierge des Luxushotels, Gustave H. (Ralph Fiennes). Er erklärt ihm alles Wesentliche und Zero ist schon bald Gustaves engster Vertrauter. Nachdem die wohlhabende 84-jährige Madame D. (Tilda Swinton) verstorben ist, reist Gustave mit Zero zur Beerdigung und Testamentseröffnung an. Gustave hatte ein Verhältnis mit der betagten Lady und hat jetzt ein sehr wertvolles Gemälde geerbt. Die Verwandtschaft ist empört, Gustave gerät bald unter Mordverdacht, stiehlt das Gemälde und sucht mit Zero das Weite…

B (Wertung von A bis F) Wes Anderson hat sich für den Film „The Grand Budapest Hotel“ von dem österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig inspirieren lassen. Auch wurde der Filmemacher von einigen Filmen von Ernst Lubitsch und dem Film „Grand Hotel“ mit Greta Garbo und Joan Crawford beeinflusst.

Wes Anderson („Rushmore“, „The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited, Fantastic Mr. Fox) hat mittlerweile eine unverkennbare Handschrift. Vermutlich könnte man jedes x-beliebige Szenenbild eines Wes-Anderson-Films nehmen und würde mit Sicherheit erkennen, dass es sich hierbei um einen Film dieses Regisseurs handelt. Man muss seinen farbenreichen, schrill-schrägen, so eigenen Stil mögen – ich mag ihn.

Vor allen Dingen mag ich seine Filme, weil sie so wirken, als ob hier viel Kreativität drinsteckt. Er hat sich skurrile Figuren, deren Namen und Kostüme ausgedacht und diese in einer fantasievollen Ausstattung zum Leben erweckt. Seine Filme sind mit so viel Liebe zum Detail inszeniert. Wenn man alle Einzelheiten und alle Ebenen in seinen vielschichtigen Filmen in Gänze ergründen möchte, muss man sie sich wahrscheinlich mehrere Male schauen. Bei „The Grand Budapest Hotel“ hatte ich auch wieder den Eindruck, dass einzelnen Szenen wichtiger sind als die Handlung, was ich nicht als negativ erachte, weil seine Erzählkunst halt so unterhaltsam ist. Einige der imposanten Szenenbilder im „The Grand Budapest Hotel“ sind beinahe Kunstwerke.

Am Besten haben mir die Szenen mit Harvey Keitel und seiner schrägen Gefängnistruppe (mit den deutschen Schauspielern Florian Lukas, Volker Michalowski und dem österreichischen Schauspieler Karl Markovics) gefallen und später als sich Gustave mit Zero absetzt, eine teilweise in stop-motion inszenierte Flucht in der Gebirgslandschaft der fiktiven Republik Zubrowka. Außerdem mochte ich die Szenen mit dem Geheimbund aller Luxushotel-Concierges. Das ist alles so absurd und im besten Sinne klamaukig.

Das ganze Ensemble macht einfach Spaß. Ralph Fiennes kann man hier mal in einer ganz anderen Rolle bestaunen. Mich hat er völlig fasziniert und begeistert. Herausragend fand ich auch Adrien Brody.

Ich fand, dass „The Grand Budapest Hotel“ im Mittelteil ein paar Längen hat, aber der Film ist im Ganzen definitiv sehenswert.

Könnte „The Grand Budapest Hotel“ eine Rolle bei den nächsten Oscar-Nominierungen spielen? Schwierig zu beurteilen. Wes Anderson hat mit seinen Filmen bislang erst drei Oscar-Nominierungen erhalten, zwei für die Drehbücher der Filme „The Royal Tenenbaums“ und „Moonrise Kingdom“ und einen Academy Award-Nominierung für den besten Animationsfilm („Fantastic Mr. Fox“). Ich würde gerne Ralph Fiennes ins Gespräch bringen, verdient wäre es. Ein amerikanischer Kinostart im März ist zwar konkurrenzlos, aber für Filmpreise, die erst ab Dezember verliehen werden, denkbar schlecht. Sicherheitshalber werde ich „The Grand Budapest Hotel“ aber unter „Oscar´14“ listen. Update: „The Grand Budapest Hotel“ war zusammen mit „Birdman“ der am meisten nominierte Film bei den Oscars im Jahr 2015. Bei der 87. Oscarverleihung am 22.02.15 wurde er mit vier Oscars (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Makeup und Beste Frisuren und Beste Filmmusik) ausgezeichnet.

„The Grand Budapest Hotel“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2014 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der Berlinale, lief im Wettbewerb und wurde schließlich mit dem Silbernen Bären, dem Großen Preis der Jury, ausgezeichnet. In den Vereinigten Staaten wird der Film ab dem 7.3.14 (limited) gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Der amerikanische Trailer:

NYC – Film: "Midnight in Paris"

Ich war am 21.07.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Midnight in Paris“ (dt. Kinostart: 18.08.11) 94 min comedy
dir. Woody Allen cast: Owen Wilson, Rachel McAdams, Marion Cotillard, Michael Sheen, Kathy Bates, Adrien Brody, Carla Bruni, Alison Pill, Tom Hiddleston, Corey Stoll

Gil (Owen Wilson) ist ein erfolgreicher Drehbuchautor in Hollywood und gerade dabei, seinen ersten Roman fertigzustellen. Jetzt reist mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) und ihren Eltern John (Kurt Fuller) und Helen (Mimi Kennedy) nach Paris. Während Inez viel rumnölt, ist Gil völlig von der Stadt fasziniert und träumt davon, in Paris zu leben. Eines Nachts spaziert Gil alleine durch die Stadt und verläuft sich. Um Mitternacht hält eine alte Limousine, die ihn in direkt in das Paris der 1920er Jahre bringt. Er trifft auf Zelda (Alison Pill) und F. Scott Fitzgerald (Tom Hiddleston), Ernest Hemingway (Corey Stoll) und viele Künstler der damaligen Zeit und schließlich lernt er auch noch die junge Französisin Adriana (Marion Cotillard) kennen…

B (Wertung von A bis F) Ich bin nun so gar kein Freund der französischen Hauptstadt. Wenn es jedoch Woody Allens Paris gäbe, würde ich umgehend mit den Reisevorbereitungen beginnen. „Midnight in Paris“ ist ein eindrucksvolle Liebenserklärung an Paris. Auch sonst handelt der Film von Fantasien. Wie schön wäre es, mal in die Vergangenheit versetzt zu werden und mit der Künstlerszene jener Zeit einen Abend zu verbringen. Bei Gils Begegnung mit dem jungen Salvador Dalí (großartig: Adrien Brody) wäre ich beinahe vor Lachen aus dem Kinosessel gerutscht. Auch gefällt mir, dass der frankophobe und zynische Amerikaner an sich (wunderbar böse: Kurt Fuller und Mimi Kennedy als Gils zukünftige Schwiegereltern bzw. Michael Sheen als Freund von Inez) im Film seinen Platz findet. Das Drehbuch und die charmante Umsetzung ist wirklich gelungen, auch wenn sich die Story nachher etwas zieht und ich nicht wirklich mit dem Schluß zufrieden war.

Als ich das erste Mal davon hörte, dass Owen Wilson („Zoolander“, „The Royal Tenenbaums“, „Starsky & Hutch“, The Darjeeling Limited) die Hauptrolle in dem neuen Woody Allen Film spielt, war ich irritiert. Owen Wilson verkörpert quasi Woody Allen. Es hat mich schon erstaunt, wie überzeugend er den Gil gibt. Bei Marion Cotillard ist es für mich immer schwer – wenn sie auf der Leinwand erscheint – mich noch auf andere Schauspieler zu konzentrieren. Sie ist einfach von einer so außergewöhnlichen Schönheit und dann noch so talentiert. Auch gibt Michael Sheen (Frost/Nixon, TRON: Legacy), wieder einmal, eine sehr sehenswerte Performance. Frankreichs Präsidentengattin Carla Bruni sollte sich vielleicht zukünftig eher auf ihre Musik konzentrieren. Ich fand sie hier nicht nur überflüssig, sondern auch so schlecht, dass sie mich bei jedem ihrer Auftritte aus dem Film geworfen hat .

Den Film „Midnight in Paris“ sollte man unbedingt im Original sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Martha, Marcy May Marlene“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit John Hawkes. Vor „Winter´s Bone“ ist er mir (was ich heute gar nicht glauben mag) nie aufgefallen und jetzt kann ich ihn gar nicht oft genug sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Chasing Madoff“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über den Madoff-Skandal
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Bellflower“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Indie-Action/Drama mit eindrucksvollen Bildern
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Guard“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: irische Komödie mit Brendan Gleeson und dem wunderbaren Don Cheadle.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Debt“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller/Actionfilm mit Tom Wilkinson, Hellen Mirren und Sam Worthington
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Detachment"

Ich war am 30.04.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Detachment“ 100 min drama
dir. Tony Kaye cast: Adrien Brody, Marcia Gay Harden, Lucy Liu, Blythe Danner, James Caan, Christina Hendricks, Tim Blake Nelson, Sami Gayle, Betty Kaye

Henry Barthes (Adrien Brody) kommt als Vertretungslehrer für drei Wochen an eine neue, staatliche Oberschule. Die Schüler sind gelangweilt und aggressiv und bringen ihren Lehrern keinerlei Respekt entgegen. Die übergewichtige Meredith (Betty Kaye) fällt etwas aus der Reihe. Henry macht seinen Job und sucht nach Lösungen, aber er hat auch genug andere Probleme. Sein Opa (Louis Zorich) ist dement und dem Tode nahe und dann trifft er noch auf die junge Erica (Sami Gayle), die von zu Hause abgehauen ist und sich jetzt prostituiert…

A (Wertung von A bis F) „Detachment“ ist ein ehrliches und reales Portrait des amerikanischen Ausbildungssystems. Vordergründig über die Aggressionen, die Perspektivlosigkeit der Schüler und auf der anderen Seite die Hilflosigkeit und die Resignation der Lehrer. Erzählt wird der Film aus der Sicht eines Vertretungslehrers, der eigentlich keine emotionale Bindung zu den Schülern und der Schule hat, da seine Zeit dort begrenzt ist. Der Regisseur unterstreicht seine Geschichte noch mit animierten Sequenzen, Zitaten von Albert Camus und Edgar Allen Poe und Interviews mit tatsächlichen Lehrern. „Detachment“ ist aber noch so viel mehr und gibt u.a. einen Einblick in Henrys Leben, das so kompliziert und belastet zu sein scheint. Mir ging dieses Drama wahnsinnig nahe und für mich ist „Detachment“, trotz seiner krassen Szenen und unzähligen Kraftausdrücke, ein Oscar-Film. Ein Hauptgrund ist zweifelsohne Adrien Brody („The Pianist“, The Darjeeling Limited, The Brothers Bloom). Er zeigt hier eine ganz nuancierte Leistung. Auch wenn er in letzter Zeit in vielleicht nicht so guten Filmen mitspielt, so ist ER immer herausragend, aber meines Erachtens war er noch nie besser als in „Detachment“. Für mich ist das hier eine ganz klare Oscar-Performance. Eine Zuschauerin hat im anschließenden Q & A den Regisseur Tony Kaye gelobt, dass er in diesem Film so eine Leistung aus Adrien Brody rausgeholt hat, wie seinerzeit aus Edward Norton in „American History X“. Dem kann ich zu hundert Prozent zustimmen. Wo ich gerade bei den Oscars bin, würde ich James Caan („The Godfather“, „Misery“, „New York, I Love You“) gleich mitnominieren, alleine mit einer bestimmten Szene muss er in die Filmgeschichte eingehen.

Nach dem Film gab es ziemlich großen Applaus.

Gesehen habe ich „Detachment“ auf dem Tribeca Film Festival 2011. Der Film wurde hier uraufgeführt. Bislang hat „Detachment“ noch keinen Verleih in den U.S.A. Persönlich würde ich mich freuen, wenn Harvey Weinstein ihn unter seine Fittiche nimmt, dann wäre ich wenigstens sicher, dass „Detachment“ eine vernünftige Kinoauswertung bekommt und auch der – in dem Fall bestimmt beschwerliche – Oscar-Weg angestrebt wird.

Der leicht durchgeknallte aber nicht unsympathische Regisseur Tony Kaye kam kurz vor Beginn des Films auf die Bühne, um zu singen (ich möchte nicht weiter ins Detail gehen) und die Zuschauer darauf hinzuweisen, dass sie doch bitte auf die Farbe Rot achten mögen. Rot ist zweifelsfrei präsent im Film, aber ich konnte mir nicht richtig einen Reim darauf machen. Im anschließenden Q & A hat er auf die Frage einer Zuschauerin, was denn nun Rot bedeutet, wortwörtlich geantwortet: „Red is protection“. Mmmh, unter diesem Aspekt möchte ich mir den Film am liebsten sofort noch einmal anschauen.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

DVD – Film: "Wrecked"

Folgenden Film habe ich mir über iTunes Leihvideo angeschaut:

„Wrecked“ 91 min thriller
dir. Michael Greenspan cast: Adrien Brody, Caroline Dhavermas, Ryan Robbins

Ein Mann (Adrien Brody) wacht blutüberströmt und auf dem Beifahrersitz eingeklemmt in einem Autowrack im Wald auf. Er hat keinerlei Erinnerungsvermögen, versucht sich zu befreien und herauszufinden, wer er ist und wie er in diese verfahrene Situation geraten ist…

D+ (Wertung von A bis F) Michael Greenspan erzählt in seinem Regiedebüt auf überwiegend unspannende und merkwürdige Weise seinen Film. Ich sehe Adrien Brody wahnsinnig gerne, er war tatsächlich der einzige Grund, dass ich den Film nicht ausgemacht habe. Ich hoffe, dass er in Zukunft wieder mehr mit Sorgfalt seine Projekte auswählt. Bei „Wrecked“ hätte wahrscheinlich schon ein Regisseur mit einer Vision bzw. innovativen Ideen gelangt. Ich hatte mich den ganzen Film über gefragt, was Danny Boyle („Trainspotting“, Slumdog Millionaire, 127 Hours) mit Adrien Brody, der Überlebensgeschichte und dem Hintergrund der Story für ein kleines Kunstwerk erschaffen hätte.

Trailer zu sehen:

Seattle – Film: "The Brothers Bloom"

Ich war am 24.05.09 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„The Brothers Bloom“ (dt. Kinostart: 27.08.09) 113 min comedy, crime, gangster
dir. Rian Johnson cast: Adrien Brody, Mark Ruffalo, Rachel Weisz, Rinko Kikuchi, Ricky Jay, Maximilian Schell, Robbie Coltrane

Seitdem sie denken können, haben sich die Brüder Stephen (Mark Ruffalo) und Bloom (Adrien Brody) mit mehr oder weniger erfolgreichen Betrügereien durchgeschlagen. Bloom möchte so nicht mehr weitermachen, wird aber von seinem Bruder und der stummen Expertin für Explosionen Bang Bang (Rinko Kikuchi) überzeugt, einen allerletzten Coup durchzuführen…

B+ (Wertung von A bis F) Nach „The Soloist“ der zweite Film, der aus der letzten Oscar-Saison geschoben wurde. „The Brothers Bloom“ ist jedoch wesentlich mehr nach meinem Geschmack. Rian Johnson („Brick“) hat ein originelles Drehbuch geschrieben und selbst für die gelungene filmische Umsetzung gesorgt. Bei der Machart, einigen skurrilen Szenen und Charakteren und der genialen Kostümauswahl hat er sich dabei sicherlich von Wes Andersons Filmen („The Royal Tenenbaums“, „The Life Aquatic“, „The Darjeeling Limited“) inspirieren lassen. Bei der Geschichte bleibt es erst einmal im Unklaren, wer hier wen und warum betrügt, ist aber letztendlich auch egal, da der Weg das Ziel ist. Der Weg kommt einen schon einmal etwas lang vor, aber auch das war mir schnuppe…

Der Oscar-Preisträger Adrien Brody („The Pianist“, „The Village“, The Darjeeling Limited) zählt schon seit längerer Zeit zu meinen Lieblingsschauspielern. Er ist sehr talentiert, ein sicheres Merkmal dafür ist, dass man in dem Gesicht seiner jeweiligen Filmfigur lesen kann, was dieser gerade denkt. In „The Brothers Bloom“ startet der auffallend gut gekleidete und perfekt in Szene gesetzte Brody eine Charme-Offensive, die es mir schon ab Mitte des Filmes schwer machte, meine Aufmerksamkeit auch auf andere Beteiligte zu lenken. Man muss aber schon blind und taub sein, um nicht erkennen, wie bezaubernd Rachel Weisz („The Mummy“, „Runaway Jury“) in dieser Rolle ist. Auch Rinko Kikuchi („Babel“) kann die eine oder andere Szene für sich beanspruchen. Mark Ruffalo hat in der Vergangenheit einige gute Filme („You Can Count on Me“, „My Life Without Me“, Zodiac) gedreht und ist auch hier nicht schlecht, aber irgendwie habe ich keine Meinung zu ihm.

Auch wenn es aussichtslos ist, setze ich „The Brothers Bloom“ auf meine Oscar-Liste für nächstes Jahr (und spreche mich damit für eine Nominierung für Adrien Brody und Rachel Weisz aus)

Trailer zu sehen: