NYC – Film: „The Mountain Between Us“

Ich war am 12.10.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Mountain Between Us“ (dt. Filmtitel: „Zwischen zwei Leben“, dt. Kinostart: 7.12.17) 104 min drama
dir. Hany Abu-Assad cast: Kate Winslet, Idris Elba, Dermot Mulroney, Beau Bridges

Aufgrund der Witterungsbedingungen wurden sämtliche Linienflüge gestrichen. Die Fotojournalistin Alex (Kate Winslet) und der Chirurg Dr. Ben Bass (Idris Elba) haben jedoch wichtige Termine. Alex möchte am nächsten Tag ihren Verlobten Mark (Dermot Mulroney) heiraten und überredet schließlich Ben eine kleine Maschine zu chartern. Der Pilot (Beau Bridges) erleidet während des Fluges jedoch einen Schlaganfall und der Flieger stürzt in einer entlegenen Bergregion ab…

 

C (Wertung von A bis F) „The Mountain Between Us“ basiert auf Charles Martins gleichnamigen Roman. Es ist der neue Film des niederländisch-palästinensischen Filmemachers Hany Abu-Assad („Paradise Now“, „Omar“).

Ich mag diese Was-würde-ich-tun-Filme? „The Mountain Between Us“ ist vordergründig ein Survival-Film. Ich hätte mir gewünscht, dass man auf diesen Liebesschnulz verzichtet hätte., sonderlich glaubwürdig ist dieser nämlich nicht. Aber egal, meine Hauptsorge in dem Film galt selbstverständlich dem Hund aber selbst der verhält sich oftmals äußerst ungewöhnlich. Insgesamt ist der Film nicht gut, das Drehbuch schlecht, die Dialoge sind oft furchtbar, was den Film aber dennoch erträglich macht, sind die Schauspieler Kate Winslet und Idris Elba.

Bei Filmen, bei dem es zu Flugunregelmäßigkeiten oder gar einem Flugzeugabsturz kommt, neige ich dazu, meinen Senf dazugeben zu wollen:

Wenn es nach mir gehen würde, hätte es diesen Flugzeugabsturz nie gegeben und entsprechend wäre der Roman nie geschrieben und der Film nie gedreht worden.

Wenn aufgrund der Witterungsbedingungen ein normaler Linienflug gestrichen wird, wer kommt denn dann auf die Idee, man könnte die Flugstrecke mit einer kleinen Nussschale an Flieger unbeschadet zurücklegen?

Ich mag große Flugzeuge (zwei Gänge, zwei Decks = perfekt), ich habe es nicht so mit kleineren Fliegern, aber Hubschrauber oder Kleinflugzeuge (wie in diesem Film) finde ich völlig indiskutable und absurd. Logischerweise bin ich nicht flugängstlich, aber halt auch nicht lebensmüde, in solch einen Mini-Flieger würde ich im Leben nicht einsteigen.

Jetzt komme ich über einen Umweg zu einem weiteren Glaubwürdigkeitsproblem mit diesem Film.
Bei allen großen Fluggesellschaften wird seit einigen Jahren nach dem Start eine Ansage ähnlich folgender gemacht: „Meine Damen und Herren, da unerwartet Turbulenzen auftreten können, sind Sie aus Sicherheitsgründen verpflichtet sich anzuschnallen, sobald Sie ihren Sitzplatz eingenommen haben. Dies gilt auch dann, wenn die Anschnallzeichen ausgeschaltet worden sind.“ Diese Ansage wird aus versicherungsrechtlichen Gründen gemacht, sollte der Flieger dann in Turbulenzen geraten, der Passagier saß aber nicht angeschnallt auf seinem Sitz und wurde schwer verletzt, kann er die Fluggesellschaft nicht dafür haftbar machen. Nun werden generell nach dem Start irgendwann die Anschnallzeichen ausgeschaltet (das ist für das Kabinenpersonal das Zeichen, dass sie aufstehen dürfen und mit ihren Service-Vorbereitungen beginnen können und auch können ab dem Zeitpunkt die Passagiere aufstehen und zur Toilette gehen.) Die Anschnallzeichen werden dann im Reiseflug nur angeschaltet, wenn die Piloten heftige Turbulenzen erwarten bzw. diese bereits das Flugzeug durchschütteln und das bedeutet, dass die Passagiere dann unter keinen Umständen mehr aufstehen sollen, bzw. jetzt spätestens zu ihrem Platz zurückkehren müssen). Die Anschnallzeichen gelten übrigens immer auch für das Kabinenpersonal. So, was machen aber rund 50% der Passagiere, wenn kurz nach dem Start die Anschnallzeichen ausgeschaltet werden? Sie schnallen sich ab, auch wenn sie nicht vorhaben, aufzustehen, sie schnallen sich einfach ab. Werde ich nie verstehen. Ist es das Gefühl von Freiheit, dass man nur empfinden kann, wenn man abgeschnallt auf seinem Passagiersitz sitzt? Man kann den Gurt ja lockern, abschnallen sollte man sich jedoch – aus eigener Sicherheit – nicht. Wahrscheinlich haben aber diese Passagiere noch nie richtig starke Turbulenzen erlebt, die können nämlich quasi auch mal aus dem Nichts kommen. So, zurück zum Film. Jetzt sitzen also Kate Winslet und Idris Elbas Charaktere in diesem kleinen Flieger, heftiges Wetter und der Pilot erleidet einen Schlaganfall, die Maschine kommt ins Trudeln und die beiden sind nicht angeschnallt. Seeeeeehr realistisch. So etwas macht mich wahnsinnig, weil eigentlich wären sie spätestens beim Aufprall gestorben und dann hätte der Roman und der Film keine Existenzberechtigung.

Bevor „The Mountain Between Us“ erstmalig gezeigt wurde, war er auch für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch.

Der Film wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2017 gezeigt. In den U.S.A. ist der Film am 6.10.10 landesweit in 3,088 Kinos gestartet. Am 7.12.17 kommt der Film in die deutschen Kinos.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Marshall„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic mit Chadwick Boseman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Wonder„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Das ist wirklich schlimm. Film mit Julia Roberts, Owen Wilson und Jacob Tremblay
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nö

Trailer v. Film: „Suburbicon„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: George Clooneys neuer Film mit Matt Damon, Julianne Moore, Oscar Isaac.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: habe den Film mittlerweile gesehen

Trailer v. Film: „Thank You for Your Service„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic-Drama mit Miles Teller
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Greatest Showman„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Musical mit zwei Schauspielern, die ich nicht mag (Hugh Jackman, Zac Efron)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „All the Money in the World„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Für mich sieht dieser Film nach einem Oscar-Film aus. Der Trailer ist perfekt. Ridley Scotts neuer Film über die Getty-Entführung mit Kevin Spacey, Michelle Williams und Mark Wahlberg
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ready Player One„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Steven Spielbergs neuer Sci-Fi-(Kinder)-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Murder on the Orient Express„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Gleichnamige Roman-Verfilmung von und mit Kenneth Branagh. Finde ich generell unnötig, aber die Besetzung mit Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Daisy Ridley, Olivia Colman und Michelle Pfeiffer macht neugierig. Der Trailer ist so lange gut, bis Kenneth Branagh als Hercule Poirot auftaucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: wahrscheinlich schon, wegen der Besetzung

NYC – Film: „Steve Jobs“

Ich war am 09.10.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Steve Jobs“ (dt. Kinostart: 12.11.15) 121 min drama, biopic, adaptation
dir. Danny Boyle cast: Michael Fassbender, Kate Winslet, Seth Rogen, Jeff Daniels, Katherine Waterston, Michael Stuhlbarg

Ein Portrait über Steve Jobs.

B (Wertung von A bis F) „Steve Jobs“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Walter Isaacson.

Danny Boyle hat seinen neuesten Film wie ein Theaterstück inszeniert. Es sind drei Akte von jeweils ungefähr 40 Minuten. Die Ereignisse eines einzelnen Segments sind vor der jeweiligen Präsentation eines neuen Apple- (bzw. NeXT-) Produktes angesiedelt. Die erzählte Geschichte spielt hinter der Kulisse und zeichnet ein berufliches und privates Portrait von Steve Jobs. Der erste Akt spielt im Jahr 1984 als der erste, der Original Macintosh Computer vorgestellt wird, im zweiten Akt, im Jahr 1988, ist Steve Jobs mittlerweile nicht mehr bei Apple und stellt in seiner neuen Firma den schwarzen NeXT-Cube vor und im Jahr 1998, nach seiner Rückkehr zu Apple, den iMac. Jeder Akt in dem Film ist in einem anderen Format (16mm, 35mm und Digital) gedreht worden.

Ursprünglich sollte David Fincher (Fight Club, Zodiac, The Social Network, Gone Girl) Regie führen und Christian Bale sollte die Hauptrolle spielen. Nach einigen Unstimmigkeiten über die Finanzierung des Films stieg David Fincher aus dem Projekt aus und der Oscar-Gewinner Danny Boyle („Trainspotting“, „The Beach“, Slumdog Millionaire, 127 Hours) übernahm. Christian Bale distanzierte sich schließlich auch noch von dem Projekt und Danny Boyle hatte keinen Hauptdarsteller mehr. Leonardo DiCaprio war mal im Gespräch, Steve Jobs zu spielen, bis dann irgendwann Michael Fassbender die Hauptrolle übernahm.

„Steve Jobs“ ist ein ungewöhnlicher Danny Boyle-Film. Wenn man diesen Film sieht, ist seine Handschrift nur selten zu erkennen. „Steve Jobs“ könnte man fast als Aaron Sorkin-Film beschreiben. Der Film ist reich an brillanten Dialogen. Das von Aaron Sorkin (The Social Network, Moneyball, TV-Serie „The Newsroom) geschriebenen Drehbuch macht den Film aus. Aaron Sorkin gilt als einer der besten Drehbuchschreiber Hollywoods. Er hat eine eigene, so smarte, schnelle und messerscharfe Sprache kreiert. Die „Sorkin-Sprache“ wird von den Schauspielern gerne als moderne Shakespeare-Sprache bezeichnet. Die Texte müssen präzise so wiedergegeben werden wie sie im Skript stehen. Improvisationen sind tabu, es darf kein Satz abgewandelt werden, kein Füllwort eingebracht, nicht mal ein Wort in der Betonung geändert oder gar eine Pause eingebaut werden, wenn sie nicht dort hingehört. Wenn man nur etwas an einem sogenannten Sorkin-Text ändert (und da gebe ich u.a. Kate Winslet wieder) bricht die gesamte Poesie, der Rhythmus und die Kraft der Worte zusammen. Ich habe mir bislang noch nie ein sogenanntes Sorkin-Werk in der Synchronisation angeschaut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass in der Übersetzung nichts von der Intensität verlorengeht. Der Film „Steve Jobs“ war für die Schauspieler jedenfalls mit exakter Vorbereitung, zahlreichen Proben und einigen Wiederholungen beim Dreh verbunden. Kate Winslet hat angegeben, dass eine der Anfangsszenen im ersten Akt 39x wiederholt werden musste.

Optisch hat Michael Fassbender (Hunger, Jane Eyre, Shame12 Years a Slave) nun keinerlei Ähnlichkeit mit dem Apple-Mitbegründer. Er hat auch zugegeben, dass er erst in seine Rolle reinwachsen musste. Und dabei kann man förmlich zuschauen. Michael Fassbender wird Steve Jobs immer ähnlicher. Am Anfang habe ich noch einen meiner Lieblingsschauspieler gesehen, der mich wieder mal mit einer ganz neuen Rolle begeistert. Mit Beginn des dritten Aktes habe ich regelrecht Gänsehaut bekommen, war schlichtweg verblüfft, wie sich Michael Fassbender in Steve Jobs verwandelt hat. Die Oscar-Nominierung ist ihm sicher, es ist aber durchaus denkbar, dass ihm diese Performance den Academy Award einbringt.

Ebenso oscarwürdig ist zweifelsfrei Kate Winslet. Im Gegensatz zu Fassy sieht man hier aber von Beginn an Joanna Hoffman und nicht die Schauspielerin. Zugegebenermassen hatte sie es auch etwas einfacher, jeder weiß wie der Apple-Chef aussah, die wenigsten aber wie Steve Jobs Marketing-Managerin und engste Vertraute.

Danny Boyles Film ist keine Heldenzeichnung von Steve Jobs. Er war sicherlich ein Genie, Visionär und ein Perfektionist, aber halt auch ein Kontrollfreak, charismatischer Größenwahnsinniger und ein A….. „Steve Jobs“ ist eine Charakterstudie dieses schwierigen Mannes. Wahrscheinlich wird es keinen Film geben, der aus ihm einen Sympathieträger macht, aber für mich wird er immer dafür verantwortlich sein, dass ich mir ein Leben ohne MacBook, MacBookAir, iPhone und iPod nicht mehr vorstellen kann (oder will).

Dieser Spielfilm gibt einem eine Idee davon, wie er getickt hat. Joanna Hoffman (gespielt von Kate Winslet) schien ihm als Einzige, richtig Paroli bieten zu können. Ihr gegenüber und später auch seiner Tochter Lisa (gespielt von Perla Haney Jardine, Ripley Sobo und Makenzie Moss) gegenüber erscheint Steve Jobs auch etwas zugänglicher und weniger hart. Man bekommt hier auch einen recht guten Eindruck von Steve Jobs Beziehung zu dem Computeringenieur Steve Wozniak (gespielt von Seth Rogen), dem Softwareentwickler Andy Herzfeld (herausragend gespielt von Michael Stuhlbarg) und zu Apple CEO John Scully (gleichbleibend großartig gespielt von Jeff Daniels) bekommen.

Meine Lieblingssequenz im Film ist eine Dialogszene zwischen Michael Fassbenders Jobs und Jeff Daniels Scully. Es ist eine Parallelmontage von Ereignissen aus dem Jahr 1984 und 1988. Diese Sequenz war in meinen Augen charakteristisch für Danny Boyle.

„Steve Jobs“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2015 gezeigt. Am 9.10.15 ist der Film in vier ausgewählten Kinos in New York und Los Angeles. gestartet. In NYC wurde der Film in nur zwei Kinos gezeigt. Ab dem 16.10.15 wird „Steve Jobs“ dann in ganzen 60 amerikanischen Kinos zu sehen sein und ab dem 23.10.15 in ganz U.S.A. Ich habe den Film am Eröffnungsabend in New York gesehen. Soweit ich das verfolgen konnte, waren alle abendlichen Vorstellungen in meinem Kino ausverkauft. Einige Repräsentanten von Universal Studios waren anwesend und haben einen ausführliche schriftliche Umfrage zu diesem Film durchgeführt. Neben den üblichen persönlichen Angaben und warum man ausgerecht diesen Film gewählt hat, wollten sie natürlich wissen wie einen der Film gefallen hat, aber – und das hat mich überrascht – haben sie auch einige Fragen zu dem vorgeschalteten Trailer des Coen Bros. Film „Hail, Caesar!“ gestellt. „Hail, Caesar!“ hat derzeit einen Kinostart von Februar 2016 in den USA. Ist Universal am überlegen, den Film noch dieses Jahr herauszubringen und damit in die Oscar-Saison 2015/2016 vorzuverlegen?

„Steve Jobs“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Michael Fassbender), Bester Nebendarsteller (Jeff Daniels), Beste Nebendarstellerin (Kate Winslet) Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Steve Jobs“ hat 2 Oscar-Nominierungen (Bester Hauptdarsteller Michael Fassbender und Beste Nebendarstellerin Kate Winslet) erhalten.

Der großartige Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hail, Caesar!“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Der neueste Film der Coens mit Josh Brolin, George Clooney, Ralph Fiennes, Scarlett Johansson, Tilda Swinton, Frances McDormand, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „By the Sea“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Neuer Film von und mit Angelina Jolie Pitt (wann hat die Jolie eigentlich ihren Namen geändert?) und ihrem Gatten
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro. Film läuft derzeit in den ersten Test Screenings
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Creed“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Wie viele Boxer-Filme muss ich eigentlich noch gucken? Rocky-Spin-off mit Sylvester Stallone.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Finest Hours“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Disney-Katastrophenfilm mit Chris Pine
Wie oft schon im Kino gesehen: x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: pfff

Trailer v. Film: „Miss You Already“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Tragikomödie. Bei Toni Collette bin ich grundsätzlich dabei, aber Drew Barrymore?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Rock the Kasbah“
Bewertung des Trailers: D+ (neuer Trailer)
Kommentar: Barry Levinsons neuer Film mit Bill Murray, Zooey Deschanel, Bruce Willis und Kate Hudson. Ich bin so gelangweilt von Bill Murray in solchen Komödien
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 95 % Rotten Tomatoes

Filmplakat von
Filmplakat von „Steve Jobs“ in New York
Filmplakat von
Filmplakat von „Steve Jobs“ in New York

NYC – Film: "Labor Day"

Ich war am 02.02.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Labor Day“ (dt. Kinostart: 08.05.14) 111 min drama, adaptation
dir. Jason Reitman cast: Kate Winslet, Josh Brolin, Gattlin Griffith, Tobey Maguire, J.K. Simmons, Clark Gregg, Tom Lipinski

Im Jahr 1987. Der dreizehnjährige Henry (Gattlin Griffith) wird von seiner Mutter Adele (Kate Winslet) großgezogen. Seitdem sein Vater (Clark Gregg) die Familie verlassen hat, leidet seine Mutter unter starken psychischen Problemen. Sie verlässt nur noch selten das Haus. Am Freitag eines Feiertagswochenendes geht Henry mit seiner Mutter einkaufen. Im Supermarkt wird er von einem blutenden Mann (Josh Brolin) angesprochen. Dieser Mann zwingt die Beiden, ihn mit zu sich nach Hause zu nehmen. Es stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um einen entflohenen Sträfling handelt. Der Mann, namens Frank, ist ein verurteiltet Mörder. Henry beobachtet derweil wie seine Mutter durch Frank langsam aufblüht und ihn nicht mehr gehen lassen will…

C- (Wertung von A bis F) Der Film „Labor Day“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joyce Maynard.

Der kanadische Regisseur Jason Reitman hat zuvor erst vier Spielfilme gedreht und alle vier („Thank You for Smoking“, „Juno“, „Up in the Air“ und „Young Adult“) fand ich entweder großartig oder wenigstens richtig gut. Warum hat er sich also für Verfilmung eines grauslichen Romans entschieden. Ich habe das Buch nicht gelesen, die Vorlage zu diesem Film kann jedoch nur mit einem Groschenroman vergleichbar sein.

Der Film „Labor Day“ kann sich nicht wirklich entscheiden, was er sein will: Thriller, Erotikthriller, Backsendung mit Softporno-Touch, Familiendrama, Liebesfilm, Film übers Erwachsenwerden, dann wieder Drama, usw. „Labor Day“ ist all das und zugleich nichts, dazu noch (teilweise) Rosamunde Pilcher-Romantik und viel zu eindringliches Gedudel. Das fand ich ziemlich schwer zu ertragen. Dazu kommt noch, dass dieser Junge (Gattlin Griffith), der nun auch eine der Hauptrollen spielt, schlecht gecastet wurde. Die Geschichte wird aus Sicht des Jungen erzählt, Tobey Maguire, der den erwachsenen Henry spielt, ist der Erzähler – was die ganze Sache auch irgendwie nicht besser macht. Ich gebe zu, dass ich mich beinahe den kompletten Film mit dem Gedanken rumgeschlagen habe, das Kino zu verlassen.

Ich fand die erzählte (Liebes)Geschichte ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Bei „Labor Day“ wird mit genauen Zeitangaben gearbeitet. Die starke emotionale Bindung hat sich über einen Zeitraum von nur vier Tagen entwickelt. Wären die Einblendungen der Tage nicht gewesen, hätte ich gedacht, es wären Wochen oder Monate gewesen. Dann wären auch die lebensverändernden Entscheidungen nachvollziehbarer gewesen, so eher nicht. Das Verhalten der Beteiligten in bestimmten Situationen (beispielsweise mit dem geistig zurückgebliebenen Jungen) ist absurd und realitätsfremd.

Auf Josh Brolin bin ich spätestens seit „Oldboy“ nicht mehr gut zu sprechen. Dieser Film hat daran nichts ändern können. Was mich allerdings fasziniert hat, ist der junge Mann, der Josh Brolins Charakter Frank in jungen Jahren spielte. Tom Lipinski hat hier eine frappierende Ähnlichkeit mit Josh Brolin. Ich hätte mir gewünscht, dass er bereits in „Oldboy“ den jüngeren Brolin gespielt hätte – auch wenn der Film dadurch auch nicht besser geworden wäre.

Letztlich war Kate Winslet die Einzige, die mich davon abgehalten hat, das Kino vorzeitig zu verlassen.

„Labor Day“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt.

Der Film war im Vorfeld für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Nicht mehr, als man ihn gezeigt hat. Kate Winslet wurde für dieses Rolle für einen Golden Globe nominiert.

Der amerikanische Trailer:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Draft Day“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Sportfilm mit Kevin Costner (schon wieder), Frau Affleck und Frank Langella
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Million Dollar Arm“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: biografischer Baseball-Film mit Jon Hamm und Lake Bell.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nee

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Dieses Kind im Trailer ist wirklich schon eine Zumutung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Interstellar“
Bewertung des Theaters: B+
Kommentar: Christopher Noland neuer Sci-Fi-Film mit Matthew McConaughey (ich liebe seine Stimme), Anne Hathaway (Boah – Kotz), Jessica Chastain, Michael Caine
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Other Woman“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz und Leslie Mann. (Schön zu sehen, dass auch Cameron Diaz älter wird und noch besser, dass sie auf Botox verzichtet)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „Noah“
Bewertung des Trailer: B-
Kommentar: Darren Aronofskys neuer Film, Bibel-Verfilmung mit Russell Crowe als Noah
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

NYC – Film: "Contagion"

Ich war am 20.09.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Contagion“ (dt. Kinostart: 20.10.11) 105 min thriller
dir. Steven Soderbergh cast: Matt Damon, Marion Cotillard, Jude Law, Kate Winslet, Gwyneth Paltrow, Laurence Fishburne, John Hawkes, Bryan Cranston, Armin Rohde

Beth (Gwyneth Paltrow) war auf einer Geschäftsreise in Hong Kong. Als sie in die U.S.A. zu ihrem Ehemann Mitch (Matt Damon) und ihrem Sohn zurückkehrt, erleidet sie zwei Tage später einen Zusammenbruch und stirbt. Es stellt sich heraus, dass sie an einem mysteriösen Virus verstorben ist. Dieser leicht übertragbare Virus breitet sich weltweit in Windeseile aus und tötet unzählige Menschen. Die amerikanische Seuchenschutzbehörde mit Dr. Ellis Carver (Laurence Fishburne) und Dr. Erin Mears (Kate Winslet) wird beauftragt, alles über diesen Virus herauszufinden. Es scheint aber schon zu spät, eine Pandemie ist längst ausgebrochen…

B (Wertung von A bis F) Das ist ein Katastrophenfilm ganz nach meinem Geschmack. Wenn ich mir ein Horrorszenario vorstellen kann und bereit bin, minimal panisch zu werden, dann bei Viren. Es gibt gute und schlechte Drehbuchautoren und Regisseure. „Contagion“ ist dankenswerterweise bei den guten gelandet. Sie vermitteln mir hier plausibel, welchen Verlauf eine Pandemie nimmt, auf was man sich so alles einstellen muss und wie die Gesellschaft dabei ist, auseinanderzubrechen. Ich habe erfahren, dass man sich 2000 bis 3000 Mal pro Tag in Gesicht fasst und zwischendurch was weiss ich was alles. (Natürlich habe ich in Bars auch vorher nicht in die bereitgestellten Nuss-Schälchen gelangt.) Steven Soderbergh zeigt in seinem Film ganz eindrucksvoll den Weg, den sich ein tödlicher Virus sucht.

Der Film hat ein unglaubliches Staraufgebot, aber Steven Soderbergh bleibt den Charakteren treu, nicht den Stars. Am besten hat mir Kate Winslet gefallen. Sie ist aber auch eine so gute Schauspielerin. Etwas überrascht war ich, Armin Rohde zu sehen. Seine Rolle ist auch gar nicht so klein.

Auf die Szene mit dem U2 Song hätte ich gerne verzichtet. Man bekommt hier aber ansonsten einen auffallend guten Score zu hören.

Eine Figur hätte man sich meines Erachtens sparen können Alan Krumwiede ist Blogger und eine armselige Gestalt. Jude Laws Charakter wirkt so lächerlich wie seine scheinbar selbst geschneiderte Schutzuniform. (Als er damit das erste Mal auftrat brach schallendes Gelaechter im Kino aus). Er nimmt sich bei allem was er macht so wichtig und ernst. Wie sagt der eine so schön zu ihm: „Blogging is not writing, it´s graffiti with punctuation.“ Im Nachhinein habe ich mir aber gedacht, dass seine Figur vielleicht doch nicht so überflüssig ist. Durch Jude Laws Figur wird gezeigt, dass sich manche Menschen sogar in Katastrophenzeiten nicht scheuen, Dinge zu tun und über das Internet zu verbreiten nur um (endlich mal) wahrgenommen zu werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Thing“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Mal ein Horrorfilm, den ich vom Original her kenne und liebe. Trailer sah für mich nach Remake aus, ist aber ein Prequel mit Joel Edgerton
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „50/50“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tragikomödie mit Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Bryce Dallas Howard, Anjelica Huston, Anna Kendrick – Oscar-Potenzial
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Very Harold & Kumar Christmas“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Für mich war es überraschend, Kal Penn aktuell als Schauspieler auf der Leinwand zu sehen. Ist er doch Mitarbeiter der Obama Administration. Habe jetzt aber gelesen, dass er sich eine kurze Auszeit für seine Schauspielerei genommen hat. Komisch.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „John Carter“
Bewertung des Trailers: D+ (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Sci-Fi-Abenteuer-Film mit Willem Dafoe, Samantha Morton, Thomas Haden Church
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Machine Gun Preacher“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: Biopic über Sam Childers mit Gerard Butler
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

HBO-Films: "Mildred Pierce"

Folgenden HBO-Mehrteiler habe ich mir auf DVD angeschaut:

„Mildred Pierce“ 5 x approx. 60 min drama, adaptation
dir. Todd Haynes cast: Kate Winslet, Guy Pearce, Evan Rachel Wood, Morgan Turner, Brian F. O´Byrne, James LeGros, Melissa Leo, Hope Davis

Glendale, Kalifornien im Jahr 1931. Mildred Pierce (Kate Winslet) ist mit Bert (Brian F. O´Byrne) verheiratet und hat zwei Töchter. Sie ist unzufrieden mit ihrer Ehe und ihrer Rolle als Hausfrau. Schließlich trennen sich die Eheleute. Da Mildred keine Schulausbildung vorweisen kann, bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten, Arbeit zu finden. Um über die Runden zu kommen, nimmt sie schließlich einen Job als Kellnerin an. Lange dauert es jedoch nicht und sie eröffnet ihr erstes eigenes Restaurant. Sie beginnt eine Affäre mit dem Lebemann Monty Beragon (Guy Pearce), aber hat zunehmend Probleme mit ihrer hinterhältigen Tochter Veda (Morgan Turner/ Evan Rachel Wood)…

B- (Wertung von A bis F) Der HBO-Mehrteiler „Mildred Pierce“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von James M. Cain. „Mildred Pierce“ (dt. Titel: „Solange ein Herz schlägt) wurde bereits im Jahre 1945 mit Joan Crawford verfilmt, die dafür ein Jahr später einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin erhalten hat.

Die erste Verfilmung habe ich nicht gesehen, ehrlich gesagt, kann ich mir Joan Crawford in dieser Rolle auch überhaupt nicht vorstellen. Die Figur Mildred Pierce würde ich u.a. als bodenständig, warmherzig und natürlich beschreiben, all das würde ich nicht mit Joan Crawford assoziieren. Kate Winslet passt perfekt in die Zeit und ist grandios als Mildred Pierce. Ein Emmy und auch ein Golden Globe dieses bzw. nächstes Jahr dürfte ihr hierfür sicher sein. Auch stimmt die Chemie zwischen Kate Winslet und Guy Pearce.

Der HBO-Mehrteiler „Mildred Pierce“ fällt neben den beinahe ausschließlich großartigen Performances vor allen Dingen durch die authentische Ausstattung, die Kostüme und das Filmset auf. Es ist mehr die Erzählung an der ich etwas rumzumäkeln habe. Zum einen fand ich den Zeitablauf das eine oder andere Mal nicht nachvollziehbar und viele kleinere Geschichten fand ich schlichtweg auch überflüssig. Im Prinzip fand ich das gesamte Projekt etwas zäh. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass Todd Haynes („Velvet Goldmine“, „Far from Heaven“, I´m Not There) seinen 5 1/2 stündigen Film auf normale Spielfilmlänge gekürzt hätte. Ich bin mir sogar sicher, dass er dann von mir eine „A“-Bewertung bekommen hätte.

Trailer zu sehen:

Seattle – "Revolutionary Road"

Ich war am 06.01.09 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„Revolutionary Road“ (dt. Titel „Zeiten des Aufruhrs“, dt. Kinostart 15.01.09) 119 min drama, adaptation
dir. Sam Mendes cast: Kate Winslet, Leonardo DiCaprio, Kathy Bates, Michael Shannon, Dylan Baker, Kathryn Hahn, David Harbour

Als sich April (Kate Winslet) und Frank (Leonardo DiCaprio) kennenlernen, sind beide voller Träume und Sehnsüchte. Sie heiraten allerdings sehr früh, bekommen zwei Kinder und ziehen in die Vorstadt. Mittlerweile führen sie genau das spiessige Leben, das sie nie führen wollten. Obwohl sie sich nicht mehr viel zu sagen haben, streiten sie unaufhörlich. An Franks 30. Geburtstag macht April den Vorschlag, nach Paris zu gehen und neu anzufangen. Für eine gewisse Zeit leben sie wieder für ihre Träume…

A- (Wertung von A bis F) Der Film „Revolutionary Road“ wurde von dem Kultroman von Richard Yates adaptiert. Die vierte Regiearbeit von Sam Mendes ist zugleich die zweite über eine Vorstadt-Ehe. Wo Mendes bei seinem Regiedebut „American Beauty“ noch die satirische Form wählte, zeigt er in „Revolutionary Road“ die ausserst deprimierende. Er inszeniert, mit Hilfe des – auch von den Coen-Brüdern hochgeschätzten – Kameramannes, Roger Deakins, sowohl die 50er Jahre, als auch die Ausweglosigkeit authentisch. Mich haben die erbitterten, lauten Streitereien allerdings sehr an „Who´s Afraid of Virginia Woolf“ erinnert, den ich als Heranwachsende sah und überhaupt nicht mochte. Schauspielerisch ist an „Revolutionary Road“ überhaupt nichts zu bemängeln. Sogar die Nebenrollen sind perfekt besetzt. Kathryn Hahn und David Harbour als Nachbarn, die immer wunderbare Kathy Bates als oberflächliche Immobilienmaklerin und der nicht nur hier so überzeugende Michael Shannon als Geisteskranker. Der Film funktioniert aber hauptsächlich durch die Chemie und Qualität der beiden Hauptdarsteller, Kate Winslet und Leonardo DiCaprio. Kate Winslet hat am 11.01.09 einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin bekommen. Update: „Revolutionary Road“ hat drei Oscar-Nominierungen erhalten (Bester Nebendarsteller Michael Shannon, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign)

Trailer zu sehen:

Philadelphia – "The Reader"

Ich war am 31.12.08 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„The Reader“ (dt. Titel „Der Vorleser“, dt. Kinostart: 26.02.09) 122 min drama adaptation
dir. Stephen Daldry cast: Kate Winslet, Ralph Fiennes, David Kross, Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung, Leno Olin, Bruno Ganz

Der 15jährige Michael Berg (David Kross) lernt im Jahr 1958 die zwanzig Jahre ältere Hanna Schmitz (Kate Winslet) kennen und verliebt sich in sie. Einen Sommer lang pflegen sie eine ungewöhnliche Liebesbeziehung. Während ihrer intimen Stunden geniesst Hanna es, von ihrem jungen Liebhaber aus Büchern vorgelesen zu bekommen. Eines Tages verschwindet Hanna spurlos. Acht Jahre später beobachtet Michael als Jurastudent einen Kriegsverbrecherprozess und sieht seine ehemalige Geliebte wieder. Sie sitzt auf der Anklagebank…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „The Reader“ wurde von dem deutschen Roman „Der Vorleser“ von Berhard Schlink adaptiert. Ich habe das Buch nicht gelesen. Die Filmversion beginnt, mit dem Gerichtsprozess erst richtig spannend zu werden. Der Film ist recht komplex und durchaus nicht uninteressant, allerdings war es mir zu keinem Zeitpunkt möglich, in den Film „einzutauchen“. Das lag für mich hauptsächlich daran, dass der Film nicht auf deutsch war. Es hat mich den ganzen Film beschäftigt, warum Deutsche untereinander in Deutschland ausschliesslich Englisch reden und ausschliesslich englische Literatur lesen…(?)… Sicherlich ist „The Reader“ in der Synchronisation nicht so irritierend. Allerdings hätte der Film für mich tatsächlich mit deutschen Schauspielern und auf deutsch gedreht werden müssen, um glaubwürdig zu sein. Es ist aber Harvey Weinsteins Oscar-Ambitionen zu verdanken, dass der Film STAR-POWER haben musste. Aufgrund einer überragenden, insbesondere in Nacktszenen natürlichen Kate Winslet ist der Film natürlich kein schlechter Film. Nicole Kidman war zwischendurch mal für diese Rolle im Gespräch. Man kann sich vorstellen, was aus dem Film dann geworden wäre…
Am 11.01.09 hat Kate Winslet einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin erhalten. Update: Kate Winslet hat für diese Rolle den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen.

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