Boston: Film: „Chi-Raq“

Ich war am 05.12.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Chi-Raq“ (ab dem 29.12.15 auf Amazon erhältlich) 118 min drama, comedy, musical
dir. Spike Lee cast: Nick Cannon, Teyonah Parris, Wesley Snipes, Jennifer Hudson, Angela Bassett, John Cusack, Samuel L. Jackson, Dave Chappelle

 

Seit dem Jahr 2001 starben in Chicago mehr Menschen an Schussverletzungen als amerikanische Soldaten in den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Junge Afro-Amerikaner liefern sich einen Bandenkrieg in dem Stadtteil South Side. Jetzt reicht es den Frauen, sie organisieren sich und vereinbaren einen Sexstreik. Die Männer sollen ihre Schusswaffen abgeben und endlich für Frieden sorgen. Die Bewegung „No Peace No Pussy“ findet bald weltweit für Zustimmung.

 

 

D+ (Wertung von A bis F) „Chi-Raq“ ist Spike Lees Interpretation von „Lysistrata“, der wohl bekanntesten Komödie des griechischen Dichters Aristophanes. Es ist der aktuelle Film des Filmemachers Spike Lee („Do the Right Thing“, „Malcolm X“, „25th Hour“, „Inside Man“)

Der Filmtitel ist abgeleitet von Chicago und Iraq (Irak). Chicago hat die höchste Verbrechensrate in den U.S.A. und in einigen Stadtteilen, wie dem berüchtigten South Side, herrschen Bandenkriege zwischen Afro-Amerikanern. Chicago wird von deren Bewohnern mit einem Kriegsgebiet verglichen und hat sich von einigen Rappern der Stadt den Spitznamen Chi-raq eingehandelt.

In großen Lettern wird gleich zu Beginn darüber informiert, dass seit dem Jahr 2001 allein in Chicago 7356 Menschen erschossen wurden und in derselben Zeit „nur“ 6773 amerikanische Soldaten im Irak und Afghanistan umkamen. Spike Lee kritisiert die Regierung, die Medien, die afro-amerikanische Gemeinschaft und natürlich die starke Waffenlobby und weiß, seine Botschaft klar zu formulieren.

„Chi-Raq“ ist eine Satire. Mir gefiel die Idee des Films leider wesentlich besser als dessen Umsetzung. Mit großem Abstand ist die Musik das Beste an dem Film. Gefolgt von Teyonah Parris, die die Hauptrolle, Lysistrata, spielt. Die (ausschließlich gereimten) Dialoge und die sonstigen Performances sind überwiegend zu laut und hysterisch. John Cusack mochte ich früher in Komödien recht gerne sehen. Seit einiger Zeit versucht er sich jedoch mehr in dramatischen Rollen. Er strengt sich dabei auch sehr an, aber wie hier – als Pfarrer der afro-amerikanischen Gemeinde – konnte ich ihn, insbesondere bei seiner Predigt, zu keiner Zeit ernst nehmen. Anders schlimm ist Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson, die in meinen Augen weder singen noch schauspielern kann.

„Chi-Raq“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch: u.a. Bester Film, Beste Regie und könnte immer noch in den Kategorien Bester Song („I Run“, „Pray 4 My City“, Sit Down For This“) und Beste Filmmusik nominiert werden (Stand 27.12.15).

„Chi-Raq“ ist am 4.12.15 in 305 amerikanischen Kinos gestartet. Der Film wurde von AMAZON produziert. Es ist Amazons erster eigen produzierter Film, der in den amerikanischen Kinos gezeigt wird. Der Film ist ab dem 29.12.15 auf einigen On-Demand-Portalen erhältlich. Eine wesentlich bessere Strategie als sie NETFLIX mit Beasts of No Nation hatte.
Trailer zu sehen:

 

 

 

vorgeschaltete Trailer:
Trailer v. Film: „Fifty Shades of Black„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Parodie auf Fifty Shades of Grey mit Marlon Wayans.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gucke ich bestimmt mal rein

Trailer v. Film: „The Clan„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow. Wurde von Argentinien für den Auslands-Oscar im nächsten Jahr eingereicht, hat es aber leider nicht in die sogenannte Shortlist geschafft. Will ihn trotzdem gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Barbershop: The Next Cut„
Bewertung des Trailers: C- (neuer Traler)
Kommentar: Tatsächlich schon der 3. Teil dieser Komödie mit Ice Cube u.a.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Touched with Fire„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Katie Holmes und Luke Kirby
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Hello, My Name is Doris„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Sally Field
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Berlin (ale) – Film: "Love & Mercy"

Ich war am 9.2.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Love & Mercy“ (dt. Kinostart: 11.06.15) 122 min drama, biopic
dir. Bill Pohlad cast: Paul Dano, John Cusack, Paul Giamatti, Elizabeth Banks, Kenny Wormald

In den 1980er Jahren trifft Brian Wilson (John Cusack) auf die hübsche Autoverkäuferin Melinda (Elizabeth Banks). Sie hat zunächst keine Ahnung wer er ist und mit was für Problemen er sich herumschlägt. Ständig wird er von seinem Psychotherapeuten Dr. Gene Landy (Paul Giamatti) und Anderen begleitet. Brian Wilson ist Begründer und der kreative Kopf der Beach Boys. Als Brian Wilson (Paul Dano) zwanzig Jahre zuvor die ganzen Hits komponierte, hatte er bereits psychische Probleme. Ein Grund dafür ist in seiner Kindheit zu finden.

B- (Wertung von A bis F) „Love & Mercy“ ist ein biografisch angelegtes Drama über Beach Boys-Gründer Brian Wilson.

Am Ende des Films habe ich mir gedacht, schade, dass Brian Wilson ein nicht noch besserer Film gewidmet wurde. Durch Paul Danos Performance habe ich den Musiker irgendwie ins Herz geschlossen.

Der Film hat einige Schwächen, zum einen springt er andauernd von der Zeit in den 1960er Jahren in die Zeit der 1980er Jahre. Irgendwann wollte ich aber die frühere, in meinen Augen interessantere Geschichte und Paul Dano, der den jungen Brian Wilson portraitiert, nur noch ungern verlassen. Die in den 1980er Jahren erzählte Geschichte dreht sich irgendwie im Kreis, kommt nicht wirklich voran und ist sehr deprimierend. Mir ging auch Paul Giamattis Charakter auf die Nerven (der Schauspieler selbst war auch schon mal in besserer Form). Noch dazu fand ich, dass John Cusack mit der Rolle des älteren, psychisch sehr kranken Musikers überfordert ist. Ich mochte John Cusack in seinen jungen Jahren wirklich gerne. Auch später in den RomComs empfand ich ihn immer als Sympathieträger. Mit u.a. „Grosse Pointe Blank“, „Midnight in the Garden of Good and Evil“ und „High Fidelity“ kann er sogar großartige Filme vorweisen. Ich weiss nicht genau, seit wann ich ein Problem mit John Cusack habe. Vielleicht seitdem er als Charaktermime wahrgenommen werden möchte. In „Love & Mercy“ hat man den direkten Vergleich mit einem Schauspieler (Paul Dano), dem das Talent und die Wandelbarkeit im Blut liegt und einem (John Cusack), der zwar sein Bestes gibt, aber schauspielerisch schnell an seine Grenzen kommt.

Ich liebe Paul Dano There Will Be BloodThe Good Heart, Prisoners, 12 Years a Slave. Für mich ist er ein Ausnahmetalent, der vielleicht dafür geboren ist, anderen die Show zu stehlen. Mir fällt es schwer, auf andere Schauspieler zu achten, wenn er im Bild ist. Auch in diesem Film verschwindet er wieder hinter seiner Figur. Für diese Rolle hat er ordentlich an Gewicht zugelegt. Paul Dano spielt Brian Wilson so, dass mir das Herz aufgegangen ist. Was für eine sensible Künstlerseele. Durch insbesondere Paul Danos Performance habe ich verstanden, was Brian Wilson bewegt und wie er tickt.

Meine Lieblingssequenz im Film war für mich die „Good Vibration“-Sequenz.

„Love & Mercy“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Der Film hat mit Roadside Attractions einen amerikanischen Verleiher gefunden und startet 5.6.15 in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in der OmU auf der Berlinale 2015 (Berlinale Special Gala) gesehen. Im Friedrichstadt-Palast feierte der Film seine Europapremiere in Anwesenheit von u.a. dem Komponisten und Gründer der Beach Boys, Brian Wilson, seiner Frau Melinda, dem Regisseur Bill Pohlad, sowie den Schauspielern Paul Dano und Elizabeth Banks. (ich habe ein paar Bilder reingestellt).

Update: „Love and Mercy“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Paul Dano), Bester Nebendarsteller (John Cusack), Beste Nebendarstellerin (Elizabeth Banks), Bestes Originaldrehbuch

Trailer zu sehen:

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Berlin – Film: "Maps to the Stars"

Ich war am 16.09.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Maps to the Stars“ (dt. Kinostart war der 11.09.14) 112 min drama
dir. David Cronenberg cast: Julianne Moore, Mia Wasikowska, Olivia Williams, John Cusack, Robert Pattinson, Evan Bird, Sarah Gadon

Agatha (Mia Wasikowska) wird nach einigen Jahren aus der Psychiatrie entlassen. Sie ist auf dem Weg nach Los Angeles und lernt dort den Chauffeur Jerome (Robert Pattinson) kennen. Jerome ist natürlich nicht nur Limousinenfahrer, sondern hat auch Ambitionen als Schauspieler und Drehbuchautor. Der ehemalige Kinderstar Benji (Evan Bird) ist dreizehn Jahre alt und hat schon seinen ersten Drogenentzug hinter sich gebracht. Seine Mutter (Olivia Williams) ist seine Managerin und versucht seine Karriere wieder in Schwung zu bekommen. Sein Vater (John Cusack) ist ein bekannter Psychotherapeut und hat durch die Selbsthilferatgeber, die er geschrieben hat, Millionen verdient. Derzeit therapiert er die in die Jahre gekommene Schauspielerin Havana Segrand (Julianne Moore), die immer im Schatten ihrer berühmten Mutter stand…

C+ (Wertung von A bis F) Grundsätzlich mag ich Filme über Hollywood. Um die zahlreichen Anspielungen in „Maps to the Stars“ zu verstehen, sollte man sich vielleicht etwas mit den Zusammenhängen und den Verbindungen in Tinseltown auskennen.

„Maps to the Stars“ spielt in der Stadt der Eitelkeiten, in der einzig Jugend und Schönheit zählt und in der quasi jeder in der Unterhaltungsindustrie arbeitet oder arbeiten will. Der Film zeigt die Befindlichkeiten, die Neurosen und das schlechte Benehmen einzelner egozentrischen Persönlichkeiten. Mir gingen die meisten Charaktere wahnsinnig auf die Nerven, die scheinbar normalste und auch sympathischste Hauptfigur ist die gerade aus der psychiatrischen Heilanstalt entlassene Agatha (gespielt von der wunderbaren Mia Wasikowska). Sie ist sicherlich auch eine ganz schön schräge, psychisch gestörte Type, aber bis zu einer gewissen Szene kann man ihr Verhalten nachvollziehen, das der meisten anderen Protagonisten bleibt noch mehr im Dunkeln. Ich hätte mir etwas mehr Hintergrundwissen über die einzelnen Charaktere gewünscht, vielleicht sind sie aber auch wirklich nur oberflächlich und auf sich fixiert.

„Maps to the Stars“ ist eine Hollywood-Satire und überzeichnete Figuren gehören dazu, die Katastrophe auf die die einzelnen Hauptfiguren hinsteuern, jedoch nicht. Das fand ich völlig unnötig. Mir war der Film außerdem viel zu lang.

Der kanadische Regisseur („The Fly“, „Naked Lunch“, „eXistenZ“, „History of Violence“, „Eastern Promises“) hat seinen Film „Maps to the Stars“ offiziell auf dem Cannes Film Festival 2014 das erste Mal gezeigt. Der Film lief im Wettbewerb und Julianne Moore wurde für ihre Rolle in diesem Werk als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Obwohl „Maps to the Stars“ in Cannes eher durchwachsene Kritiken erhalten hat, war der Film ursprünglich mal im Gespräch für verschiedene Oscar-Nominierungen. Der Film hat erst kürzlich einen amerikanische Verleiher (Focus World) gefunden, der den Film erst im Jahr 2015 ins amerikanische Kino bringen will. Um am großen Oscar-Spiel teilzunehmen, muss sich ein Film qualifizieren. Der Film muss in dem jeweiligen Filmjahr für mindestens eine Woche in L.A. County in einem regulären Kino einem zahlenden Publikum zugänglich gemacht werden. „Maps to the Stars“ wird demnächst auf dem New York Film Festival gezeigt und vielleicht entscheiden die Verantwortlichen dort, ob sie in eine (mitunter bis zu zwanzig Millionen Dollar teure) Oscar-Kampagne für Julianne Moore investieren wollen. Meiner Meinung nach hat der Film bei der Academy nicht die geringsten Chancen auf irgendwelche Oscar-Nominierungen. Was Julianne Moore angeht, ist sie mit dem Film „Still Alice“ bereits im Oscar-Rennen und ganz aktuell ist sie diejenige, die es zu schlagen gilt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar:Jetzt der dritte Teil, der in zwei Parts ins Kino kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Judge“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Robert Downey Jr., Robert Duvall, Vera Farmiga und Billy Bob Thornton. Film soll nicht gut sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Walk Among the Tombstones“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Thriller mit Liam Neeson.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „Gone Girl“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Finchers neuer Film mit Ben Affleck, Rosamunde Pike, Neil Patrick Harris. Ich verliere immer mehr den Glauben daran, dass dies ein Oscar-Film ist. Der Romanfigur nach ist aber eine Oscar-Nominierung für Rosamunde Pike wahrscheinlich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

VOD – Film: "Grand Piano"

Folgenden Film habe ich mir bei iTunes (U.S.) als Leihvideo angeschaut:

„Grand Piano“ (dt. Filmtitel: „Grand Piano – Symphonie der Angst“, in D. ab dem 8.5.14 auf DVD erhältlich) 90 min thriller
dir. Eugenio Mira cast: Elijah Wood, John Cusack, Kerry Bishé, Alex Winter

Tom Selznick (Elijah Wood) ist ein hochtalentierter Pianist. Er leidet aber schrecklich unter Lampenfieber und das war auch der Grund, dass er vor fünf Jahren seine Karriere vorzeitig beendet hat. Jetzt will er es erneut versuchen und gibt ein großes Comeback-Konzert. Das Konzert ist dem großen Pianisten Godureaux gewidmet. Der ist kürzlich verstorben und war Toms Freund und Mentor. Tom hat sogar die Ehre, auf seinem sehr wertvollem Konzertflügel zu spielen. Während des Konzerts erhält er eine Drohung. Wenn er nur eine falsche Note spielt, ist sein Leben oder das Leben seiner Frau, der berühmten Schauspielerin Emma Selznick (Kerry Bishé), in Gefahr. Zunächst denkt Tom, dass sich jemand über ihn lustig machen will…

B- (Wertung von A bis F) „Grand Piano“ ist nach einer kleinen Einführung richtig fesselnd. Der Film überzeugt mit einer brillanten Kameraführung. Von der Machart und dem eleganten Stil erinnert er mitunter an einen klassischen Hitchcock-Film aus den 1960er Jahren. Der Film hält seine Spannung, auch wenn er immer wieder seltsam daherkommt und man ab und an durch unglaubwürdige oder alberne Szenen rausgerissen wird. Auch die Auflösung und das Ende ist nicht wirklich befriedigend.

Letztlich blieb mir dieser Thriller aber hauptsächlich durch die ungewohnte Eleganz in Erinnerung.

„Grand Piano“ wurde erstmalig auf dem Fantastic Fest im Jahr 2013 gezeigt. Der Film war zunächst auf Video on Demand erhältlich und wird seit dem 7.3.14 in einigen ausgewählten Kinos in den U.S.A. gespielt.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "Lee Daniels´The Butler"

Ich war am 18.08.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Lee Daniels´The Butler“ (dt. Titel: „Der Butler“, dt. Kinostart: 10.10.13) 132 min drama
dir. Lee Daniels cast: Forest Whitaker, David Oyelowo, Oprah Winfrey, Vanessa Redgrave, Cuba Gooding, Jr., Lenny Kravitz, Terrence Howard, Robin Williams, John Cusack, James Marsden, Alan Rickman, Jane Fonda, Liev Schreiber, Mariah Carey

Cecil Gaines (Forest Whitaker) kommt aus ganz einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Baumwollpflücker und wurde vor seinen Augen von dem weißen Plantagenbesitzers (Alex Pettyfer) erschossen. Seit dem Vorfall hat seine Mutter (Mariah Carey) starke psychische Probleme und so ist er bereits mit sehr jungen Jahren von Zuhause abgehauen. Er arbeitete in einigen Häusern und Hotels als Hausdiener bis er im Jahr 1957 durch seine zurückhaltende Art aufgefallen ist, und vom Weißen Haus abgeworben wurde. Geheiratet hat er Gloria (Oprah Winfrey), die beiden haben zwei Söhne. Der ältere Sohn Louis (David Oyelowo) bereitet dem Vater zunehmend Probleme. Während Cecil als Butler im Weißen Haus dient, wird sein Sohn Louis in schwarzen Bürgerrechtsbewegungen aktiv. Jeder macht auf seine Art Erfahrung mit Diskriminierung und Rassismus…

C+ (Wertung von A bis F) Der Film „Lee Daniels´The Butler“ wurde von Will Haygoods Washington Post Artikel „A Butler Well Served by This Election“ angeregt. Der von Forest Whitaker dargestellte Filmcharakter Cecil Gaines wurde von Eugene Allen inspiriert. Eugene Allen war Afroamerikaner und 34 Jahre lang für das Weiße Haus tätig. Er hat unter acht amerikanischen Präsidenten gedient und hauptsächlich als Butler gearbeitet.

Ich hätte mir gewünscht, einen Film tatsächlich über das Leben dieses Butler zu sehen. Das alleine hätte ein richtig guter Film, vielleicht sogar ein gelungenes Biopic, werden können. Hollywood hat dem aber natürlich nicht getraut, erfindet eine Familiengeschichte und einen (weiteren) Sohn des eigentlichen Butlers und lässt dem Zuschauer durch diese Figur eine Geschichtsstunde zum Thema U.S.-amerikanische Bürgerrechtsbewegung zukommen. Mir kam es so vor, als ob in diesen Film thematisch alles reingestopft wurde, was den Machern zu Rassismus und Unterdrückung der Afroamerikaner und den U.S.-amerikanische Bürgerrechtsbewegungen einfiel.

„Lee Daniels´The Butler“ ist für mich kein runder Film, mehr die Aneinanderreihung vieler Ereignisse. Der Film versucht mehr zu sein als er ist. So wird einem auf der einen Seite das beinahe komplette Leben des Butlers Cecil Gaines gezeigt und parallel verfolgt man den Werdegang seines ältesten Sohnes. Der zunächst rebellische Sohn, der dann später als Aktivist in sämtlichen Bürgerrechtsbewegungen war und der bei allen wesentlichen Eckpunkten der Unterdrückung und des Widerstands der Schwarzen live dabei war. Praktisch wie Forrest Gump, der einen seinerzeit augenzwinkernd durch die amerikanische Zeitgeschichte führte – nur nimmt sich Lee Daniels Film wesentlich ernster dabei.

Ein weiteres Problem habe ich mit dem superprominent besetzten Ensemble. Der Film hat noch nicht richtig angefangen, da hat mich bereits Mariah Carey wieder aus dem Film gebracht. Sie spielt die Mutter von Cecil Gaines (also später Forrest Whitaker). Unglückliches Casting. Ebenso bei den ganzen Schauspielern, die die U.S. Präsidenten spielen. Ich war mehr damit beschäftigt, für mich zu beurteilen, wie glaubwürdig ich die jeweiligen Schauspieler als Präsidenten der Vereinigten Staaten fand, als weiter der Handlung zu folgen. Schlussfolgernd ist das meine Bewertung: Robin Williams als Dwight. D. Eisenhower – D+, James Marsden als J.F.K – B-, Liev Schreiber als Lyndon B. Johnson – von D+ hat er sich später auf ein C+ gerettet, John Cusack als Richard Nixon, zunächst als Vizepräsident unter Eisenhower C+, dann als Präsident B, Alan Rickman als Ronald Reagan – B, nicht unerwähnt lassen möchte ich Jane Fonda als First Lady Nancy Reagan B+. (Die Präsidenten Gerald Ford und Jimmy Carter wurden im Film nicht von Schauspielern verkörpert)

Auch prominent, aber überraschend gut besetzt und schauspielerisch überzeugend empfand ich Lenny Kravitz und Cuba Gooding, Jr. Die beiden spielen die befreundeten Butler von Cecil Gaines. Sie waren ebenfalls im Weißen Haus tätig.

Forest Whitaker gibt hier eine wundervolle Performance, die es nicht verdient hat, in so einem mittelmässigen Film zu landen. Das Einzige was mich wirklich an dem Film gefesselt hat, war er. Das ist eine würdevolle Performance, die dafür da ist, einen Academy Award zu gewinnen. Forest Whitaker hat bereits einen Oscar gewonnen, damals für seine Rolle als Idi Amin in „The Last King of Scotland“. In Lee Daniels Film ist er der zurückhaltende, liebenswürdige Cecil Gaines, der einen während des Films öfter zu Tränen rührt. Forest Whitaker hat eine ganz besondere Aura. Ich glaube, das ist ein ganz feiner Mensch.

Die berühmt-berüchtige Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey hat man hier in billige bzw. billig aussehende Klamotten gezwängt, ihr irgendwelche Perücken übergestülpt und dicke Schminke verpasst – das macht aus ihr aber noch lange keine andere Person. Das Zusammenziehen der Augenbrauen und das auswendige Aufsagen von vorgegebenen Sätzen macht aus ihr auch keine gute Schauspielerin. Aber sie hat sich natürlich fürchterlich ins Zeug gelegt. Ihrer fiktiven Figur wurde dafür auch einiges vorgeben, sie hat ein Alkoholproblem, betrügt ihren Mann, flucht wie ein Rohrspatz usw. – Platz für großen Emotionen. Anders besetzt hätte die Figur vielleicht auch funktionieren können. Oprah schrammt aber immer kurz an einer Karikatur vorbei. Forest Whitaker ist es gelungen, Cecil Gaines über einen Zeitraum von 40 Jahren zu portraitieren. Oprah habe ich die junge Frau nicht abgenommen und sie altert auch nicht glaubwürdig – eigentlich sieht sie immer gleich aus, sie bleibt immer Oprah – nur anders gekleidet und geschminkt. Sollte Oprah für diese Rolle tatsächlich für den Oscar nominiert werden, dann einzig und allein weil sie Oprah Winfrey ist.

„Lee Daniels´The Butler“ ist derzeit für eine Oscar-Nominierung für folgende Kategorien im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller (Forest Whitaker), Bester Nebendarsteller (David Oyelowo) Beste Nebendarstellerin (Oprah Winfrey), Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up

Es sind dieses Jahr drei Filme mit einer afroamerikanische Thematik, denen gute Chancen, für einen Oscar-Nominierung im Jahr 2014 eingeräumt werden. Der kleine Indie-Film Fruitvale Station ist im Vergleich zu „Lee Daniels´The Butler“ der eindeutig bessere Film. Qualität setzt sich bei den Academy Awards bekannterweise aber nicht immer durch.

„Lee Daniels´The Butler“ relativ konkurrenzlos im August in den amerikanischen Kino zu starten, ist einmal mehr eine smarte Oscar-Strategie der Weinsteins. Das ganze Projekt „The Butler“ ist mir persönlich aber viel zu berechnend. Eine All-Star-Cast mit einer Geschichte um einen afroamerikanischen Hausdiener, der für das Weiße Haus arbeitet und seinen Sohn, der für sämtliche schwarze Bürgerrechtsbewegungen aktiv ist. Ein Mainstream-Film, der überwiegend schwarze, aber durchaus auch weiße Zuschauer anspricht. Ein Film, der einem mit der Gefühlskeule auf den Kopf haut, dem Zuschauer klare Vorgaben macht, wer gut und wer böse ist und wann er zu lachen und wann zu weinen hat. Sicher hat die Story bzw. Forest Whitakers Charakter Cecil Gaines auch mich gerührt. Mir ist das alles nur zu durchschaubar. Der Filmstart, ziemlich genau 50 Jahre nach dem Marsch auf Washington, bei dem Martin Luther King seine legendäre „I Have a Dream“-Rede hielt, war sicher auch kein Zufall. Und dann gibt es noch Überstar Oprah Winfrey, die eine Rolle in dem Film hat und passend zum Kinostart mit einer Rassismus-Story in den Schlagzeilen landet. Wenn das Ganze nicht clever ausgetüftelt ist, dann weiß ich nicht. An der Kinokasse ist der Plan bereits aufgegangen, ganz locker hat “ Lee Daniels´The Butler“ schon nach zwei Wochen seine Produktionskosten eingespielt. Eine Oscar-Nominierung für den Film kann man (derzeit) als sehr wahrscheinlich ansehen.

Jetzt fehlt nur noch die Oscar-Kampagne für Oprah, der erfolgreichsten (afroamerikanischen) Frau überhaupt. Na bravo.

Wenn „Lee Daniels´The Butler“ tatsächlich im Januar 2014 für einige Oscars nominiert wird, war das eine raffinierte Oscar-Strategie und ich muss einmal mehr den Hut vor Harvey Weinstein ziehen. Wie gesagt, mit Ryan Cooglers „Fruitvale Station“, „Lee Daniels´The Butler“ und Steve McQueens „12 Years a Slave“ gibt es drei potenzielle Oscar-Kandidaten von schwarzen Filmemachern. Man kann davon ausgehen, dass sich nicht alle drei Filme bei den Oscar-Nominierungen am Ende durchsetzen. Wenn man den ersten Stimmen aus Colorado glauben kann, ist Steve McQueens „12 Years a Slave“ ein kleines Meisterwerk. Auch wenn ich diesen Film noch nicht gesehen habe, so hoffe ich jetzt schon, dass „12 Years a Slave“ der Oscar-Film ist, den es zu schlagen gilt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Bei meiner sehr gut besuchten Vorstellung von „Lee Daniels´The Butler“ gab es 1x Szenenapplaus (bei Cecile Gaines wiederkehrende Anfrage nach einer Lohnerhöhung), meine Mitzuschauer sind emotional mitgegangen, es wurde herzhaft gelacht, aber auch hemmungslos geweint. Zum Schluss gab es großen Applaus.

Aufgrund eines Rechtsstreits mit der Warner Bros., musste die Weinstein Co. den ursprüngliche Filmtitel „The Butler“ in „Lee Daniels´The Butler“ umbenennen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „August: Osage County“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks. Mit Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor, Chris Cooper, Benedict Cumberbatch, usw. Ein Film, der auf dem Papier an allen Ecken nach Oscar schreit. Wenn man Meryl Streep im Trailer sieht, sieht man ihre 18. Oscar-Nominierung schon vor Augen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mandela: Long Walk to Freedom“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Biopic über Nelson Mandela mit Idris Elba in der Hauptrolle. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „12 Years a Slave“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Steve McQueens neuer Film. Biopic mit Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Benedict Cumberbatch, Brad Pitt, etc. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Anchorman:The Legend Continues“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu der Komödie „Anchorman: The Legend of Ron Burgundy“ Mit Will Ferrell, Christina Applegate und Steve Carell. Ich mochte den ersten Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain Philips“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über den amerikanischen Kapitän Philips, dessen Frachter von somalischen Piraten gekapert wurde. In der Hauptrolle: Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Prisoners“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Viola Davis, Melissa Leo. Ich hoffe nur, dass der Trailer nicht zu viel verrät. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Best Man Holiday“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: Komödie, bei der ich wohl eher nicht die Zielgruppe bin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Saving Mr. Banks“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über die Autorin von Mary Poppins mit Emma Thompson und Tom Hanks. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

New York City – Film: "Hot Tub Time Machine"

Ich war am 20.04.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Hot Tub Time Machine“ (dt. Titel: „Zurück in die 80s“, dt. Kinostart: 07.10.10 ) 110 min comedy
dir. Steve Pink cast: John Cusack, Rob Corddry, Craig Robinson, Clark Duke, Lizzy Caplan, Crispin Glover, Chevy Chase

Nach einem vermeintlichen Selbsttötungsversuch ihres Freundes Lou (Rob Corddry) planen die Freunde Adam (John Cusack) und Nick (Craig Robinson) eine gemeinsame Reise zu einem Ort ihrer Vergangenheit. Kaum angekommen in dem Ski-Resort, kommen den Freunden schnell Erinnerungen an ein bestimmtes Wochenende in den 1980er Jahren. Nach einer durchzechten Nacht landen sie gemeinsam in einem Whirlpool und kurz darauf tatsächlich im Jahr 1986…

B+ (Wertung von A bis F) Klar, der Filmtitel „Hot Tub Time Machine“ deutet zweifelsfrei darauf hin und ich kann es auch nur bestätigen, der Film ist albern, auch wird man natürlich nicht vom Fäkalhumor verschont. Das weiß man eigentlich auch schon vorher, dennoch oder vielleicht gerade deswegen habe ich viel lachen müssen und das ist sicherlich das Wichtigste an einer Komödie. Um den Film richtig geniessen zu können, würde ich dringend empfehlen, ihn im Original zu sehen. Für mich ist der Film irgendwie die Rob Corddry-Show. Auch wenn ich mich bislang noch nicht als Rob Corddry-Fan geoutet habe, denke ich es ist jetzt an der Zeit. Bei Rob Corddry, der vor einigen Jahren schon in Jon Stewarts „The Daily Show“ unter Beweis stellen konnte, was für ein natürliches Komik-Talent er ist, muss ich eigentlich schon lachen, wenn ich ihn nur sehe. Hier hat er, wie zuvor schon in „What Happens in Vegas“, die besten Sprüche. Bei ihm fühlt es sich so an als ob er seine Texte selber schreibt, bzw. sich selbst spielt. John Cusack, der eigentlich in den 1980er Jahren „Zuhause“ war, ist hier nicht fehbesetzt, wirkt aber in der ein oder anderen Szene fehl am Platze. Da John Cusack mir noch recht präsent aus der Zeit ist, fand ich es auch etwas unglücklich, ihn hier in den Rückblenden von einem anderen jungen Schauspieler spielen zu lassen. Ich denke die technischen Möglichkeiten hätten da durchaus anderes hergegeben. Wie dem auch sei, das hat mir auch nicht den Film vermiesen können.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „MacGruber“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action-Komödie mit Val Kilmer, Ryan Phillippe, Kristen Wiig
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „The Losers“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Actionfilm mit Jeffrey Dean Morgan
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80%

Trailer von Film:“Iron Man 2″
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Habe den Trailer lange nicht mehr im Kino gesehen (habe recherchiert, letzte Mal vor „Sherlock Holmes“
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: ca. 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Los Angeles – 1408

War am 03.07.07 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„1408“ (dt. Titel „Zimmer 1408“, dt. Kinostart 13.09.07)
94 min thriller/drama
dir. Mikael Hafström cast: John Cusack, Samuel L. Jackson

Die Story des Films ist von der gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King adaptiert. Der Autor Mike Enslin (John Cusack), der selber nicht an übernatürliche Kräfte glaubt, schreibt über selbige Phänomene in seinen Reisebüchern und Romanen. Daher ist er immer auf der Suche nach neuen unheimlichen Orten, die er meist in Hotelzimmern wiederfindet. Als er den Tipp bekommt, im New Yorker Dolphin Hotel, Zimmer 1408 einzuchecken, wird sein Interesse erst richtig geweckt als der Hotelmanager (Samuel L. Jackson) ihn eindringlich davon abrät und darauf hinweist, dass bereits 56 Menschen dort verstorben sind. Verbirgt sich in der Suite 1408 tätsächlich das Böse, dass jeden in den Wahnsinn treibt oder ist Mike, der den Tod seiner Tochter noch nicht verarbeitet hat, dabei den Verstand zu verlieren…

C+ (Wertung A bis F) Thriller, der teils vorhersehbar ist, dann aber dennoch Überraschungen parat hält. John Cusack sollte seinen Stylisten verklagen, der ihn in Jürgen von der Lippe-Outfits gesteckt hat, die für seine Filmfigur nicht erforderlich waren. Hat mich von seinem guten Schauspiel abgelenkt.

Trailer zu sehen: