VOD – Film: „The Rental“

Ich habe mir folgenden Film als Leihvideo über iTunes/ Apple TV (U.S.) angeschaut:

 

„The Rental“  89 min  thriller, horror 

dir. Dave Franco  cast: Dan Stevens, Alison Brie, Sheala Vand, Jeremy Allen White, Toby Huss

 

Charlie (Dan Stevens), seine Frau Michelle (Alison Brie), sein Bruder Josh (Jeremy Allen White) und  Charlies Arbeitskollegin und Josh Freundin Mina (Sheila Vand) haben sich für das Wochenende ein recht kostspieliges Haus an der Küste gemietet. Aber irgendwas scheint doch mit dem Verwalter Taylor (Toby Huss) nicht zu stimmen…

 

D (Wertung von Abis F) „The Rental“ ist das Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers Dave Franco (Fright Night, 21 Jump Street, Now You See Me, The Disaster Artist). 

Der Slasher-Kram in den letzten, vielleicht 15 Minuten ist okay, wenn ich ein Auge zudrücke. Den Abspann mochte ich sogar tatsächlich. Ansonsten weiß ich wirklich nicht, was sich der „kleine Franco“ bei diesem Drehbuch gedacht hat. Die Schreibe hatte jedenfalls zur Folge, dass ich bereits nach 20 Minuten schlechte Laune bekommen habe. Einfach unglaubwürdig, dass sich zwei Pärchen zusammen ein schönes, nicht gerade billiges Haus für das Wochenende mieten und eine davon, Michelle, geht am ersten der beiden Abende früh zu Bett (die Woche war anstrengend,  am nächsten Tag steht ja eine Wanderung an, usw,) gibt aber den anderen zuvor noch die Drogen, die sie eigentlich gemeinsam nehmen wollten. Die Unglaubwürdigkeit spiegelt sich dann auch oft in den Dialogen wieder (machmal sind diese auch noch komplett überflüssig wie der kleine, ins Nichts führende Rassismus-Schlenker). Insgesamt ist der Film höchst unerfreulich, dazu kommt ,dass die Geschichte in weiten Teilen vorhersehbar ist. Über Dave Francos handwerkliches Geschick als Regisseur kann ich nicht meckern, positiv hervorheben möchte ich es aber auch nicht unbedingt. 

„The Rental“ ist am 24.07.20 gleichzeitig in amerikanischen Autokinos, vielleicht sogar dem einen oder anderen traditionellen Kino und auf VOD gestartet. 

Trailer zu sehen:

 

NYC – Film: „Ad Astra“

Ich war am 30.09.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Ad Astra“ (deutscher Filmtitel: „Ad Astra: Zu den Sternen“, dt. Kinostart war der 19.09.19)   122 min  drama, sci-fi

dir. James Gray  cast: Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Ruth Negga, Liv Tyler, Donald Sutherland

 

Irgendwann in der Zukunft. Major Roy McBride (Brad Pitt) ist Raumfahrt-Ingenieur und Astronaut. Sein Vater, Clifford McBride (Tommy Lee Jones) war bereits Astronaut und brach vor Jahrzehnten zu einer Mission im All auf. Er leitete die erste Expedition zum Neptun und sollte nach außerirdischen Leben forschen. Irgendwann brach dann der Kontakt zu Clifford McBride und seiner Crew ab. Seither sind sie verschollen. Nun wird die Erde von unerklärlichen elektromagnetischen Stürmen aus dem All heimgesucht und die amerikanische Weltraumbehörde vermutet einen Zusammenhang zwischen diesen Stürmen und McBrides Forschungsstation.  Major Roy McBride wird jetzt in geheimer Mission ins All geschickt, um die Raumstation zu finden und zu schauen, ob sein Vater tatsächlich noch am Leben ist…

 

D- (Wertung von A bis F) „Ad Astra“ ist der neue Film des amerikanischen Autorenfilmers James Gray („The Yards“, „We Own the Night“, „Two Lovers“, The Immigrant, „The Lost City of Z“).

Es müsste an jeder Häuserwand stehen, wie langweilig dieser Film ist.

Zugebenermassen bin ich generell kein großer Fan von Weltraumfilmen. Dramen mag ich dagegen sehr, leider hat mich aber auch die Vater-Sohn-Geschichte nicht berühren können. 

Brad Pitt sieht man in diesem Sci-Fi-Seelendrama nicht nur in der zentralen Rolle, durch sein Voice-Over lässt er uns auch an den Gedanken und Gefühlen seiner Figur jederzeit teilhaben. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn wir hier einen interessanten, oder wenigstens sympathischen Charakter begleiten würden oder eine spannende Geschichte vorgesetzt bekämen. Bekommen wir aber nicht und da konnte auch Brad Pitt (der sich als Schauspieler langsam mausert) nichts herausreißen. 

Die Bilder (die sicherlich nicht schlecht waren, aber an Gravity nicht annähernd heranreichen) zusammen in der Kombination mit der Musik und Brad Pitts eintönigem Gelaber (was nicht ganz so nervig, wie McConaugheys Dauergequatsche in Interstellar war) wirkten einlullernd auf mich. Die gute alte Hypnose-Spirale hätte keinen besseren Effekt erzielt.  Was habe ich nicht alles für Anstrengungen unternommen, um nicht einzuschlafen…

„Ad Astra“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Bester Nebendarsteller (Tommy Lee Jones), Beste Nebendarstellerin (Ruth Negga), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: „Ad Astra“ wurde für einen Oscar (Bester Ton) nominiert. 

„Ad Astra“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 20.09.19 in 3,460 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film unter dem Filmtitel „Ad Astra – Zu den Sternen“ seit dem 19.09.19 im Kino. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Countdown„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Horrorfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen:  1 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Honey Boy„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Eine Art Shia LaBeouf-Biopic. So seltsam es sich anhört, nach dem Trailer möchte ich  „Honey Boy“ unbedingt sehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Waves„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Trey Edward Shults neuer Film, Oscar-Film, soweit ich gehört habe. Dem Trailer nach ist er dem Oscar-Gewinner-Film „Moonlight“ nicht unähnlich.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Ford v Ferrari„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: James Mangolds neuer Film, u.a. der das Le Mans-Autorennen im Jahr 1966 mit Christian Bale, Matt Damon, Tracy Letts

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer (Oscar-)Film, Erste-Weltkriegsgeschichte, eigentlich interessiert mich der Film nicht sonderlich, aber der Trailer ist schon gut.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Western Stars“

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Dokumentation über die Produktion des gleichnamigen Albums von Bruce Springsteen.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „The King´s Man„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Prequel zu den Kingsman-Filmen. Regie Matthew Vaughn mit Ralph Fiennes 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Midway“

Bewertung des Trailers: D-

Kommentar: Boah, so schlecht wie der (Kriegs-)Film durch den Trailer wirkt, kann er nur von Michael Bay oder Roland Emmerich sein und richtig: Roland Emmerich

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 

NYC – Film: „Something Else“

Ich war am 26.04.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Something Else“  83 min  drama, horror

dir. Jeremy Gardner, Christian Stella   cast: Jeremy Gardner, Brea Grant, Henry Zebrowski, Justin Benson, Ashley Song, Nicola Masciotra 

 

Abby (Brea Grant), die langjährige Freundin von Hank (Jeremy Gardner) ist plötzlich verschwunden. Er leidet schrecklich darunter und dann steht da scheinbar auch noch jede Nacht ein Monster vor seinem Haus… 

 

D+ (Wertung von A bis F) „Something Else“ ist der neue Film des amerikanischen Schauspielers („Tex Montana Will Survive!“; Psychopaths), Autors und Regisseurs („The Battery“) Jeremy Gardner. Die Regiearbeit teilt er sich hier erneut mit seinem besten Freund, dem Filmemacher Christian Stella. Jeremy Gardner spielt in diesem Film auch die Hauptrolle. 

Dieser Film nahm wirklich kein Ende, wie das Filme so an sich haben, die man grauenhaft findet. Die beiden Filmemacher treffen hier unzählige, nicht nachvollziehbare Regieentscheidungen. Angefangen von viel zu vielen Rückblenden. Auch mit einer abgespeckten Version dessen hätte man nachvollziehen können, dass Hank unter der Trennung von seiner Freundin leidet. Dann die Musik: Die hätte man kaum eindeutiger und aufdringlicher einsetzen können. Auch sind so gut wie alle Szenen einfach zu lang. Es gibt alleine eine 14-minütige Dialogszene. Nicht falsch verstehen, ich bin ein großer Freund von brillanten Dialogszenen, dies war aber leider keine davon. Dass sich Jeremy Gardner hier selbst als Hauptdarsteller besetzt hat, deutet auf Selbstüberschätzung hin. Mein „+“ für dieses Beziehungsdrama im Horrormantel gibt es für die einzig gute Szene am Ende des Films. Wobei die natürlich auch nicht überwältigend gut war, aber überraschend, ich war auf einmal wieder putzmunter und – vor allen Dingen – froh, dass dieser Film vorbei war. 

„Something Else“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2019 gezeigt. Dort lief der Film in der Sektion Midnight. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen. Es war das erste Screening. Die beiden, durchaus sympathischen Filmemacher, die komplette Besetzung und ein Großteil des Stabs (sprich: mit mir max. zehn zahlende Zuschauer) waren anwesend und haben sich nach dem Film den Fragen des „Publikums“ gestellt. Bislang hat dieser Film weder einen amerikanischen noch einen deutschen Verleiher gefunden. 

Ausschnitt zu sehen:

 

Tribeca Film Festival 2019 im Village East Cinema
Tribeca Film Festival 2019, Film "Something Else" anschließendes Q & A mit den beiden Filmemachern Jeremy Gardner, Christian Stella (mittig) und einem Teil der Besetzung und der Crew.
Tribeca Film Festival 2019, Film „Something Else“ anschließendes Q & A mit den beiden Filmemachern Jeremy Gardner, Christian Stella (mittig) und einem Teil der Besetzung und der Crew.

 

Tribeca Film Festival 2019, Film "Something Else" anschließendes Q & A mit den beiden Filmemachern Jeremy Gardner und Christian Stella
Tribeca Film Festival 2019, Film „Something Else“ anschließendes Q & A mit den beiden Filmemachern Jeremy Gardner (Mitte) und Christian Stella (rechts daneben)

San Francisco – Film: „Greta“

Ich war am 12.03.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Greta“ (dt. Kinostart: 16.05.19)   98 min    thriller

dir. Neil Jordan  cast: Isabelle Huppert, Chloe Grace Moretz, Maika Monroe, Chris Rea, Colm Feore, Zawe Ashton

 

Frances (Chloe Grace Moretz) ist kürzlich zu ihrer Freundin Erica (Maika Monroe) nach Manhattan gezogen. Sie versucht immer noch, den Tod ihrer Mutter vor einem Jahr zu verarbeiten. Eines Tages findet sie eine Handtasche in der U-Bahn, nimmt sie an sich, um sie der rechtmäßigen Eigentümerin zurückzugeben. Die ältere  Dame, Greta (Isabelle Huppert), ist sehr dankbar. Die beiden unterschiedlichen Frauen finden schnell einen Draht zueinander und verbringen fortan etwas Zeit miteinander. Dann findet Frances etwas über Greta heraus und versucht sich daraufhin, von ihr zu distanzieren…

 

D- (Wertung von A bis F) „Greta“ ist der neue Film des irischen Roman- und Drehbuchautors, Filmemachers und Oscar-Preisträgers Neil Jordan („Interview with the Vampire“, „Michael Collins“, „The Brave One“, Byzantium). 

Neil Jordan wird bei mir immer ein Stein im Brett haben, allein schon dafür, dass er mir im Jahr 1992 dieses besondere Kinoerlebnis mit seinem Film „The Crying Game“ bescherte. Bis heute ist dieses Werk für mich einer der Filme mit den besten Wendungen überhaupt (die sehr wahrscheinlich nicht funktioniert, wenn man vorher darüber gelesen hat und auch nicht in der Wucht, wenn man sich den Film ein zweites Mal anschaut). Seither kann man seine Filmografie objektiv als „durchwachsen“ bezeichnen. Ich dachte immer, mit „In Dreams“ hätte er den Tiefpunkt seiner Karriere erreicht bis ich jetzt den vergleichbar schlechten „Greta“ sah. 

Was hat sich dieser Filmemacher nur bei diesem Film gedacht? „Greta“ ist einer dieser Stalker-Thriller, die man so oder so ähnlich schon zig Mal – und meistens wesentlich besser – gesehen hat. Der Film zieht sich wie Kaugummi (auch in Anlehnung an eine Aussage im Film), ist irgendwann anstrengend, auch ohne den Trailer gesehen zu haben, bis in Einzelheiten vorhersehbar und – mit Ausnahme von einer Szene – völlig spannungsfrei. Und da habe ich nicht mal angefangen, mich über die zahlreichen Ungereimtheiten auszulassen. Als Einleitung der Geschichte findet Frances eine Handtasche in der New Yorker U-Bahn. Auch wenn sie neu in der Stadt ist, in dem gesamten MTA-Bereich gibt es Hinweisschilder, die einen ständig auf eine mögliche Terrorgefahr aufmerksam machen sollen. Wenn man irgendetwas ungewöhnliches findet oder bemerkt soll man sich umgehend an die Behörden wenden. Wie Frances´Freundin so treffend sagt, wenn Du in der New Yorker U-Bahn eine Tasche findest, nimmst Du sie nicht an Dich, Du rufst sofort das Bomben-Einsatzkommando. 

Ich hätte gerne etwas Positives hervorgehoben, leider fällt mir jedoch nichts ein.  Nicht mal die Performances sind erwähnenswert. Isabelle Huppert als Greta zu besetzen finde ich nicht sonderlich gelungen. Dieses zarte Persönchen hat nichts Angsteinflössendes, kann viel zu schnell überwältigt werden und Schweres kann sie ganz sicher auch nicht tragen. Isabelle Hupperts Darbietung ist okay mit einer Tendenz zur Übertreibung – eigentlich hätte ich eine andere Schauspielerin lieber als Greta gesehen. Auch Maika Monroe wäre für die Hauptrolle die interessantere Wahl gewesen. 

Ach und bitte keine Fortsetzung zu dem Film. 

In meiner Reihe im Kino saß ein Mann, der unentwegt aus sein Handy starrte. Mit unentwegt meine ich, dass er tatsächlich nicht einmal auf die Leinwand schaute. Irgendwann mitten im Film ist er dann aufgestanden und gegangen. Er kam aber dann nach ca. 10 Minuten zurück, setzte sich wieder auf seinen Platz und starrte wieder pausenlos auf sein Handy. Am Ende des Films guckte er kurz auf die Leinwand, lachte laut auf und verließ das Kino. Ich weiß nicht, ob er den Film bereits kannte oder warum er überhaupt ins Kino ging, vielleicht war es aber auch nur seine etwas abenteuerliche Strategie, sich nicht über einen Film ärgern zu müssen. 

„Greta“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 1.3.19 in 2,411 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist ein Kinostart für den 16.05.19 geplant. 

Der Trailer lässt keine Fragen offen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Intruder„

Bewertung des Trailers: F (auch dieser Trailer verrät scheinbar den gesamten Film) 

Kommentar: Thriller mit Dennis Quaid 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Pet Sematary„

Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)

Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King. Dieser Film kann nur besser sein als der Film aus dem Jahr 1989. In der Neuverfilmung spielen Jason Clarke und John Lithgow mit.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Us„

Bewertung des Trailers: A- 

Kommentar: Ich liebe diesen Trailer. Neuer (Horror-) Film von Jordan Peele

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Hellboy„

Bewertung des Trailers: D+

Kommentar: Wer bitte braucht denn einen Hellboy-Film, der nicht von Guillermo del Toro inszeniert wurde und in dem nicht mal Ron Perlman die Hauptrolle spielt? Der Film sieht jedenfalls völlig uncool aus. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Tolkien„

Bewertung des Teasers: B- 

Kommentar: Biopic über J. R. R. Tolkien mit Nicolas Hoult und Lily Collins 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: im Moment sehe ich keinen Grund, den Film gucken zu wollen. 


Trailer v. Film: „The Curse of La Llorona„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Mustang„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Pferdefilme sind zwar nicht meins, aber wenn Matthias Schoenaerts mitspielt… 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Captive State„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit John Goodman

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 


Trailer v. Film: „Avengers: Endgame„

Bewertung des Trailers: B+ (sehr unaufgeregter guter Trailer) 

Kommentar: Marvel-Zeugs 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 

Netflix-Film: „The Cloverfield Paradox“

Ich habe mir folgenden Netflix-Film angeschaut:

 

„The Cloverfield Paradox“ (Seit dem 5.2.18 weltweit über Netflix zu sehen) 102 min sci-fi, sequel
dir. Julius Onah cast: Gugu Mbatha-Raw, Chris O´Dowd, David Oyelowo, Elizabeth Debicki, Daniel Brühl, John Ortiz, Zhang Ziyi, Aksel Hennie voices: Simon Pegg, Greg Grunberg, Ken Olin

 

Die Welt leidet unter einer Energiekrise, permanente Stromausfälle bestimmen bereits jetzt schon den Alltag. Commander Kiel (David Oyelowo) ist mit seinen sechs Crew-Mitgliedern Ava (Gugu Mbatha-Raw), Schmidt (Daniel Brühl), Mundy (Chris O´Dowd), Monk (John Ortiz), Tam (Ziyi Zhang) und Volkov (Aksel Hennie) auf einer Weltraum-Mission. Auf ihrer Raumstation Cloverfield versuchen die Forscher eine neue Technologie zu testen. Mit dem Shepard Teilchenbeschleuniger soll die Energiekrise auf der Welt gelöst werden. Mittlerweile sind sie seit zwei Jahren auf der Raumstation, bei dem 47. Experiment geht etwas schief, auch scheint die Erde plötzlich verschwunden und dann taucht auch noch eine mysteriöse Frau (Elizabeth Debicki) auf…

 



D (Wertung von A bis F) „The Cloverfield Paradox“ ist nach Cloverfield und 10 Cloverfield Lane der dritte Film der vagen Reihe. Es ist erst der zweite Spielfilm des nigerianisch-amerikanischen Filmemachers Julius Onah („The Girl is in Trouble“).

Da ist Netflix nun mal tatsächlich eine Überraschung gelungen. Der erste Teaser des Films lief als TV-Spot zum Super Bowl am 4.2.18. Direkt nach dem Endspiel war selbiger Film, ohne andere Werbung, präziser ohne Vorwarnung – über Netflix abrufbar. Das ist insbesondere dann smart kalkuliert, wenn man eine Gurke am Start hat. Der Presse wurde der Film hier (natürlich) nicht gezeigt, sonst hätte man auch eine Sperrfrist für Kritiken bis zur Veröffentlichung setzen müssen.

Der erste Film der Cloverfield-Reihe war in meinen Augen entsetzlicher, mit einer Handkamera gefilmter Müll. Der zweite Film war ein, bis auf das Ende, nahezu perfekter Thriller, der eigentlich nicht viel mit dem ersten Film zu tun hatte, dem aber in post-production aus marketingtechnischen Gründen, die Cloverfield-Mütze übergestülpt wurde. Der Film war ein Wahnsinnserfolg. Das daraus eine Fortsetzung folgt, war klar.

Das erste, was mir in diesem neuen Film negativ auffiel, war die Sprache. Bei einer internationalen Crew sprechen alle selbstverständlich Englisch miteinander. Hier gibt es mit Tam (gespielt von der aus „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ bekannten Schauspielerin Zhang Ziyi) eine chinesische Wissenschaftlerin, die offensichtlich nicht Englisch spricht. Entsprechend mussten alle anderen Crew-Mitglieder Mandarin lernen, um sich mit ihr zu verständigen. Ganz logisch.

Überhaupt ist die Handlung voller Logiklöcher und Ungereimtheiten. Die Dialoge sind nicht mehr als pathetisches Gesülze unterlegt mit hochdramatischer Musik. Zu irgendeinem Zeitpunkt im Film zeigt dann jeder der (sonst gar nicht so schlechten) Schauspieler, was er oder sie unter „Overacting“ versteht. Ich kann eigentlich kaum ein gutes Haar an dem Film lassen, das Einzige, das einen gewissen Unterhaltungswert hat, ist Chris O´Dowds Charakter Mundy.

Mit mehr als 40 Millionen Dollar Produktionskosten ist „The Cloverfield Paradox“ der teuerste der „Reihe“. Leider sieht man das Geld auch nicht auf dem Bildschirm.

Mit seinen geheimen Botschaften sind die „Cloverfield“-Filme (mit Ausnahme des durchaus gelungenen „10 Cloverfield Lane“ ) wohl ausschließlich etwas für die wahren Fans von J.J. Abrams-Produktionen.

Ursprünglich sollte der Film unter dem Titel „God Particle“ ins Kino gebracht werden. Paramount hat aber dann die Rechte an Netflix verkauft. Seit dem 5.2.18 ist der Film weltweit unter dem Titel „The Cloverfield Paradox“ exklusiv auf Netflix abrufbar. Angeblich soll bereits dieses Jahr ein vierter „Cloverfield“-Film herauskommen.

Teaser zu sehen:

 

Berlin – Film: „The Commuter“

Ich war am 30.11.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Commuter“ (dt. Kinostart: 11.01.18) 105 min action, thriller
dir. Jaume Collet-Serra cast: Liam Neeson, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Jonathan Banks, Elizabeth McGovern, Sam Neill

 

Michael MacCauley (Liam Neeson) arbeitet als Versicherungsmakler und pendelt seit zehn Jahren aus dem Vorort nach Manhattan. Von einem Tag auf den anderen verliert Michael seinen Job und gerät in finanzielle Nöte. Als ihn auf dem Nachhauseweg eine mysteriöse Fremde (Vera Farmiga) im Zug anspricht und ihm ein lukratives Angebot macht, springt er an. Dafür muss er einen bestimmten Passagier im Zug finden, der soll etwas sehr Wertvolles transportieren. Michael wird bald klar, dass nicht nur das Leben der Zug-Passagiere in Gefahr ist, sondern auch das seiner eigenen Familie…

 

C- (Wertung von A bis F) „The Commuter“ ist der neue Film des spanischen Regisseurs Jaume Collet-Serra (Orphan, The Shallows). Nach Unknown, Non-Stop und Run All Night ist „The Commuter“ bereits die vierte Zusammenarbeit des Filmemacher mit seinem Hauptdarsteller Liam Neeson.

„The Commuter“ ist ein Actionthriller, der sich in seinem wirren und überladenen Plot verzettelt. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Die Story ist an den Haaren herbeigezogen, die Performances sind teilweise miserabel, so auch die Computereffekte am Ende. Vielleicht wäre der Film noch zu retten gewesen, wenn er nicht gänzlich von Humor befreit wäre. Ich hatte mich eigentlich wirklich auf den Film gefreut, leider hatte ich am Ende richtig schlechte Laune. Schade.

Ich dachte mal gehört zu haben, dass der 65-jährige irische Schauspieler nach zahlreichen Actionfilmen eigentlich nicht mehr solche Filme drehen wollte. Es stellte sich aber heraus, dass das wohl mehr mein Wunschdenken war, er das so nie gesagt hat. Die jüngere Generation kann sich wahrscheinlich gar nicht mehr daran erinnern, dass Liam Neeson mal ein richtig guter Charakterschauspieler („Schindler´s List“, „Michael Collins“, „Kinsey“) war. Ich gebe zu, dass ich dem „alten“ Liam Neeson nachtrauere und darauf hoffe, dass er endlich mal wieder solide Performances in wirklich sehenswerten Filmen liefert. Dennoch sehe ich ihn immer noch sehr gerne, ich liebe einfach seine Stimme.

„The Commuter“ startet am 12.01.18 landesweit in den amerikanischen Kinos. In Deutschland startet der Film morgen (11.01.18). Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Trailer zu sehen:

 

D. C. – Film: „The Belko Experiment“

Ich war am 25.03.17 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„The Belko Experiment“ (dt. Kinostart: 15.06.17)  88 min action, thriller
dir. Greg McLean cast: John Gallagher Jr., Tony Goldwyn, Adria Arjona, Melonie Diaz, John C. McGinley

 

 

Mike (John Gallagher Jr.) und seine Freundin Leandra (Adria Arjona) arbeiten seit etwas mehr als einem Jahr für Belko Industries, einer Non-Profit-Organisation, etwas außerhalb von Bogota in Kolumbien. Dany (Melonie Diaz) hat ihren ersten Tag bei Belko Industries und wird gleich mit den hohen Sicherheitsvorkehrungen des Firmengeländes vertraut. Es ist ein ganz normales Arbeitstag bis plötzlich alle achtzig Angestellte in dem Gebäude eingesperrt werden und über eine Lautsprecheransage erfahren, dass sie zwei unter ihnen töten sollen, weil ansonsten mehr Angestellte wahllos umgebracht werden. Die meisten halten das für einen Witz, bis die ersten Menschen sterben…

 

 

F (Wertung von A bis F) „The Belko Experiment“ ist der neue Film des australischen Filmemachers Greg McLean („Wolf Creek“, „Rogue“).

„The Belko Experiment“ ist belastend schlecht. Am Anfang war ich noch frohen Mutes, der Film beginnt spannend, die Situationen werden jedoch schnell absurd, die schauspielerischen Leistungen immer auffälliger und auf einmal ist das Gezeigte unfreiwillig komisch. Der Film zeigt übelste Gewaltdarstellung. Dieser Film ist für mich auch ein Beispiel dafür, wie wichtig Filmmusik ist. Die ist hier nämlich so unpassend gewählt, dass der Film dadurch noch grottiger wurde. Ein besserer Regisseur, ein paar gute Schauspieler in den wichtigen Rollen (insbesondere einen glaubwürdigen Schauspieler für Tony Goldwyns Charakter) und – ganz wichtig – einen erfahrenen Cutter, der im Schneideraum aus dem Haufen Mist, der gedreht wurde was ordentliches zusammenschnippelt. Damit wäre der Film auch nicht mehr als blutgetränkter Action-Müll, aber vielleicht erträglicher, anzuschauen.

„The Belko Experiment“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt. In den U.S.A. wurde der Film am 17.03.17 landesweit in den Kinos gestartet. Für Deutschland ist der Kinostart am 15.06.17 vorgesehen.

Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Born in China„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Disney´s Nature Tier-Doku, chinesisch-amerikanische Produktion
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Fate of the Furious„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Fast & Furious 8 – Wie viele Filme kann man denn von diesem Dreck drehen? Und wer alles Geld braucht: Helen Mirren, Charlize Theron…
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ghost in the Shell„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Scarlett Johansson und Takeshi Kitano, aber auch Juliette Binoche
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Alien: Covenant„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ridley Scotts Fortsetzung zu Prometheus und „Alien“-Prequel mit Fassy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Berlin (ale) – Film: „El bar“

Ich war am 16.02.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„El bar“ (englischer Filmtitel: „The Bar“) 102 min thriller, comedy
dir. Álex de la Iglesia cast: Blanca Suárez, Mario Casas, Carmen Machi, Secun de la Rosa, Jaime Ordónez

 
An einem ganz normalen Vormittag möchte die hübsche Elena (Blanca Suárez) ihr Handy aufladen und landet in einem Lokal auf einem belebten Platz in Madrid. Als ein Gast aus der Bar plötzlich vor der Tür niedergeschossen wird, eilt ihm ein weiterer Bargast zu Hilfe und wird auch der getötet. Unter den verbliebenen acht Leuten in dem Lokal bricht Panik aus. Sie versuchen nachzuvollziehen, was passiert ist und warum die Straßen plötzlich wie leergefegt sind…

 
F (Wertung von A bis F) „El bar“ ist der neue Film des spanischen Filmemachers Álex de la Iglesia („The Day of the Beast“, „The Oxford Murders“).

Zu viele Worte möchte ich über diesen Film nicht verlieren. Mit „unerträglich“ hätte ich den Film mit einem Wort beschrieben. Um eine bereits viel zu oft erzählte Geschichte mit hysterischen und/oder dämlichen Charakteren zu erzählen, hat der Regisseur scheinbar irgendwelche Laiendarsteller engagiert. Auch empfand er es offenbar als sinnlos, professionelle Maskenbildner und Kostümbildner anzustellen. „El bar“ sieht von Anfang bis Ende aus wie eine Billigproduktion und ich meine ausdrücklich nicht Low-Budget-Produktion. Ein visionärer Regisseur braucht nicht viel Geld, um seine Ideen in einen exzellenten Film umzusetzen. Vor einer Woche wurde einer dieser wunderbaren Low-Budget-Produktionen (Moonlight) mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet. Vielleicht soll „El bar“ ja einer dieser Trashfilme sein, dann kann ich definitiv mit so einem Schund nichts anfangen.

„El Bar“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2017 gezeigt. Auf dem 67. Berlin International Film Festival lief der Film außer Konkurrenz im Wettbewerb. Der Film wurde in der spanischen Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 

Berlin (ale) – Film: „Golden Exits“

Ich war am 13.02.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Golden Exits“ 94 min drama
dir. Alex Ross Perry cast: Emily Browning, Adam Horovitz, Jason Schwartzman, Chloe Sevigny, Mary-Louise Parker, Analeigh Tipton, Lily Rabe

 
Nick (Adam Horovitz) wurde von seiner Schwägerin Gwen (Mary-Louise Parker) beauftragt, den Nachlass ihres Vaters zu katalogisieren. Für diese Arbeit hat Nick eine Assistentin, Naomi (Emily Browning), angestellt. Naomi ist 25 Jahre alt und kommt aus Australien, für ein paar Monate wird sie in New York bleiben. Nicks Frau Alyssa (Chloe Sevigny) macht sich Gedanken darüber, ob ihr Mann sie mit seiner Assistentin betrügt. Und dann ist da noch Buddy (Jason Schwartzman), er ist der einzige Bekannte, den Naomi in New York hat – aber auch er ist verheiratet.

 

 

D+ (Wertung von A bis F) „Golden Exits“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Alex Ross Perry („Listen Up Philip“, Queen of Earth).

 
Um es vorweg zu nehmen, Alex Ross Perrys „Queen of Earth“ habe ich vor zwei Jahren auf der Berlinale gesehen und fand ihn ganz gut, „Listen Up Philip“ fand ich hingegen so unerträglich, dass ich ihn nicht bis zu Ende schauen konnte. „Golden Exits“ fällt jetzt leider wieder eher in die zweite Kategorie der Filme des 32-jährigen Autors und Regisseurs, auch wenn ich diese männliche Hauptfigur (gespielt von Ex-Beastie Boy Adam Horowitz) etwas sympathischer fand.

Kurz gefasst ist „Golden Exits“ ein Film über frustrierte New Yorker, Es handelt sich um Bessergestellte, bei denen die Frauenfiguren dazu verdammt sind, unsicher und unglücklich zu sein und nichts Besseres zutun haben, als die die gesamte Zeit darüber zu grübeln und sich zu unterhalten, ob der Mann fremd geht. Mann denkt währenddessen darüber nach, wie er die Australierin ins Bett bekommt bzw. sich nicht von ihr den Kopf verdrehen lässt. Das ist alles unbeschreiblich langweilig. (Neurotische) Männer können sich in diesem Film vielleicht wieder finden, genauso wie in Alex Ross Perrys Werk „Listen Up Philip“ – für Frauen ist das etwas dürftig und wirkt gestrig. Die Begeisterung auf der Berlinale hielt sich auch in Grenzen. Als der Film zu Ende war (und obwohl die Zuschauer wussten, dass der Filmemacher im Saal war) hat es auffällig lange gedauert, bis etwas Applaus einsetzte.

 
„Golden Exits“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Ich habe den Film auf der Berlinale 2017 gesehen. Auf dem 67. Berlin International Film Festival lief der Film in der Sektion Forum. Gezeigt wurde die OV. Der Autor und Regisseur Alex Ross Perry stand nach dem Film zu einem Q & A zur Verfügung.

Teaser (die Eröffnungsszene) zu sehen:

 

NYC – Film: „Fear, Inc.“

Ich war am 23.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Fear, Inc.“ 92 min horror, comedy
dir. Vincent Masciale cast: Lucas Neff, Caitlin Stasey, Chris Marquette, Stephanie Drake, Mark Moses, Abigail Breslin

 

 

Joe (Lucas Neff) ist ziemlich einfach gestrickt. Lindsey (Caitlin Stasey) ist von ihrem nichtsnutzigen Freund auch reichlich genervt. Das Einzige, was Joe wirklich interessiert, sind Horrorfilme. Jetzt kommt Ben (Chris Marquette) und seine Frau Ashleigh (Stephanie Drake) zum Halloween-Wochenende zu Besuch. Joe erzählt ihnen von der Visitenkarte, die ihm kürzlich zugesteckt wurde. Man sollte sich bei der Firma Fear, Inc. melden, wenn man mal so richtig Angst eingejagt bekommen möchte. Sein Freund Ben rät ihm dringend davon ab, bei der Firma anzurufen, hat er doch gehört, wie gefährlich diese Firma ist. Joe kann es natürlich nicht lassen und meldet sich bei Fear, Inc. und dann beginnt schon der Spuk…

 

 

F (Wertung von A bis F) „Fear, Inc.“ soll eine Horrorkomödie sein – mich hat dieser Film weder gegruselt noch fand ich ihn auch nur ansatzweise witzig. Es ist das Regiedebüt von Vincent Masciale. Ich habe lange nicht so einen schnarchigen Dreck gesehen. Vielleicht ärgerte mich am meisten, weil der Film auf dilettantische und dreiste Weise versucht, David Finchers „The Game“ zu kopieren. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas Unvorhersehbares passiert. Der Film hätte beispielsweise plötzlich und unerwartet enden können, aber nein…

Dieser Film kann buchstäblich nichts gekostet haben. Hier dürfte nur Geld in die Location gesteckt worden sein. Die Darsteller wirken, als wären sie auf der Straße angesprochen worden, ob sie vielleicht gerade Zeit hätten, ein paar Regieanweisungen von jemanden, der zweifellos keine Ahnung hat, zu folgen. Für mich als großer Freund der Schauspielkunst lösten die grottenschlechten Performances körperliche Schmerzen aus. Dann sind die Charaktere noch so dämlich (gut, das ist in Horrorfilmen jetzt nicht unüblich), aber dazu noch – insbesondere was den Protagonisten Joe angeht, wahnsinnig unsympathisch. Ich habe das kaum ausgehalten.

Für ihre Rolle als Einstiegsopfer hat vielleicht Abigail Breslin noch eine kleine Gage kassiert – schließlich kennt man ihren Namen. Erkannt habe ich sie übrigens nicht, mir ist auch schleierhaft, warum sie hier besetzt wurde – solche Kurzrollen werden üblicherweise von sehr attraktiven Frauen übernommen.

„Fear, Inc.“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival gezeigt. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen.

 
Leider konnte ich bislang noch keinen Trailer finden.

 
Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Eines der Plakate des TFF 2016
Eines der Plakate des TFF 2016