Netflix-Film: „The Cloverfield Paradox“

Ich habe mir folgenden Netflix-Film angeschaut:

 

„The Cloverfield Paradox“ (Seit dem 5.2.18 weltweit über Netflix zu sehen) 102 min sci-fi, sequel
dir. Julius Onah cast: Gugu Mbatha-Raw, Chris O´Dowd, David Oyelowo, Elizabeth Debicki, Daniel Brühl, John Ortiz, Zhang Ziyi, Aksel Hennie voices: Simon Pegg, Greg Grunberg, Ken Olin

 

Die Welt leidet unter einer Energiekrise, permanente Stromausfälle bestimmen bereits jetzt schon den Alltag. Commander Kiel (David Oyelowo) ist mit seinen sechs Crew-Mitgliedern Ava (Gugu Mbatha-Raw), Schmidt (Daniel Brühl), Mundy (Chris O´Dowd), Monk (John Ortiz), Tam (Ziyi Zhang) und Volkov (Aksel Hennie) auf einer Weltraum-Mission. Auf ihrer Raumstation Cloverfield versuchen die Forscher eine neue Technologie zu testen. Mit dem Shepard Teilchenbeschleuniger soll die Energiekrise auf der Welt gelöst werden. Mittlerweile sind sie seit zwei Jahren auf der Raumstation, bei dem 47. Experiment geht etwas schief, auch scheint die Erde plötzlich verschwunden und dann taucht auch noch eine mysteriöse Frau (Elizabeth Debicki) auf…

 



D (Wertung von A bis F) „The Cloverfield Paradox“ ist nach Cloverfield und 10 Cloverfield Lane der dritte Film der vagen Reihe. Es ist erst der zweite Spielfilm des nigerianisch-amerikanischen Filmemachers Julius Onah („The Girl is in Trouble“).

Da ist Netflix nun mal tatsächlich eine Überraschung gelungen. Der erste Teaser des Films lief als TV-Spot zum Super Bowl am 4.2.18. Direkt nach dem Endspiel war selbiger Film, ohne andere Werbung, präziser ohne Vorwarnung – über Netflix abrufbar. Das ist insbesondere dann smart kalkuliert, wenn man eine Gurke am Start hat. Der Presse wurde der Film hier (natürlich) nicht gezeigt, sonst hätte man auch eine Sperrfrist für Kritiken bis zur Veröffentlichung setzen müssen.

Der erste Film der Cloverfield-Reihe war in meinen Augen entsetzlicher, mit einer Handkamera gefilmter Müll. Der zweite Film war ein, bis auf das Ende, nahezu perfekter Thriller, der eigentlich nicht viel mit dem ersten Film zu tun hatte, dem aber in post-production aus marketingtechnischen Gründen, die Cloverfield-Mütze übergestülpt wurde. Der Film war ein Wahnsinnserfolg. Das daraus eine Fortsetzung folgt, war klar.

Das erste, was mir in diesem neuen Film negativ auffiel, war die Sprache. Bei einer internationalen Crew sprechen alle selbstverständlich Englisch miteinander. Hier gibt es mit Tam (gespielt von der aus „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ bekannten Schauspielerin Zhang Ziyi) eine chinesische Wissenschaftlerin, die offensichtlich nicht Englisch spricht. Entsprechend mussten alle anderen Crew-Mitglieder Mandarin lernen, um sich mit ihr zu verständigen. Ganz logisch.

Überhaupt ist die Handlung voller Logiklöcher und Ungereimtheiten. Die Dialoge sind nicht mehr als pathetisches Gesülze unterlegt mit hochdramatischer Musik. Zu irgendeinem Zeitpunkt im Film zeigt dann jeder der (sonst gar nicht so schlechten) Schauspieler, was er oder sie unter „Overacting“ versteht. Ich kann eigentlich kaum ein gutes Haar an dem Film lassen, das Einzige, das einen gewissen Unterhaltungswert hat, ist Chris O´Dowds Charakter Mundy.

Mit mehr als 40 Millionen Dollar Produktionskosten ist „The Cloverfield Paradox“ der teuerste der „Reihe“. Leider sieht man das Geld auch nicht auf dem Bildschirm.

Mit seinen geheimen Botschaften sind die „Cloverfield“-Filme (mit Ausnahme des durchaus gelungenen „10 Cloverfield Lane“ ) wohl ausschließlich etwas für die wahren Fans von J.J. Abrams-Produktionen.

Ursprünglich sollte der Film unter dem Titel „God Particle“ ins Kino gebracht werden. Paramount hat aber dann die Rechte an Netflix verkauft. Seit dem 5.2.18 ist der Film weltweit unter dem Titel „The Cloverfield Paradox“ exklusiv auf Netflix abrufbar. Angeblich soll bereits dieses Jahr ein vierter „Cloverfield“-Film herauskommen.

Teaser zu sehen:

 

Boston – Film: „Molly´s Game“

Ich war am 08.01.18 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Molly´s Game“ (dt. Kinostart: 08.03.18) 141 min drama, crime, biopic, adaptation
dir. Aaron Sorkin cast: Jessica Chastain, Idris Elba, Kevin Costner, Michael Cera, Chris O´Dowd, Bill Camp, Jeremy Strong

 

Molly Bloom (Jessica Chastain) musste aufgrund einer Rückenverletzung ihre Skifahrer-Karriere aufgeben. Bevor sie ein Jurastudium anfängt, will sie sich erst mal eine Auszeit nehmen. Sie zieht nach Los Angeles und arbeitet als persönliche Assistentin von Dean (Jeremy Strong), der einen elitären, illegalen Pokerclub in Hollywood führt. Irgendwann macht sich Molly selbstständig und organisiert fortan hochexklusive Pokerspiele. Sie baut sich ein Imperium auf, bis eines Tages das FBI vor der Tür steht…

 

B+ Wertung von A bis F) „Molly´s Game“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der Film ist eine Adaption von Molly Blooms Memoiren „Molly’s Game: From Hollywood’s Elite to Wall Street’s Billionaire Boys Club, My High-Stakes Adventure in the World of Underground Poker“. Es ist das Regiedebüt von Drehbuchautor Aaron Sorkin („The West Wing“, TV-Serie:The Newsroom, The Social Network, Moneyball, Steve Jobs). Für „Molly´s Game“ hat er selbstverständlich auch das Drehbuch geschrieben.

Aaron Sorkin gilt als einer der besten Drehbuchautoren, in seinem Regiedebüt erzählt er von Molly Blooms faszinierendem Leben. Aaron Sorkin hat auch durchaus Potenzial, einen Film zu inszenieren, im Moment ist jedoch noch Luft nach oben. Es gibt einige Szenen, die man ersatzlos hätte streichen können oder vielleicht auch müssen. Der Film hat mich teilweise an einen meiner Lieblingsfilme vom letzten Jahr, Miss Sloane, erinnert. Im Ganzen ist dieser Film aber zu lang und längst nicht so perfekt.

Jessica Chastain ist idealbesetzt in der Titelrolle. Aaron Sorkin ist bekannt für seine schnellen und supersmarten Texte bzw. Dialoge, dafür braucht er aber auch Schauspieler, die diese überzeugend vortragen können. Das ist mit der Besetzung dieses Films gelungen. Die Schauspieler in dem Film haben mir alle gut gefallen, neben Jessica Chastain besonders Bill Camp, sexy Idris Elba und und in einigen Szenen auch Kevin Costner.

Der Spieler X spielt bei den High-Class-Pokerspielen und in Molly Blooms Leben eine wichtige Rolle. Er wird, ohne namentlich genannt zu werden, als berühmter Hollywoodstar beschrieben. In Molly Blooms Memoiren hat sie darüber geschrieben, dass Ben Affleck, Leonardo DiCaprio und Tobey Maguire regelmäßig an den exklusiven Pokerspielen teilnahmen. Bei dem Player X, der in dem Film von Michael Cera verkörpert wird, wird gemeinhin davon ausgegangen, dass es sich hierbei um Tobey Maguire handelt.

Molly´s Game ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a.: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jessica Chastain), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien Update: Molly´s Game hat 1 Oscar-Nominierung erhalten (Best Adapted Screenplay)

„Molly´s Game“ ist am 25.12.17 in 271 amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 5.1.18 läuft der Film landesweit in 1608 Kinos in den U.S.A. „Molly´s Game“ startet am 8.3.18 in den deutschen Kinos.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Commuter„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action-Thriller mit Liam Neeson und Vera Farmiga
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Annihilation„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Alex Garlands neuer Sci-Fi-Film mit Natalie Portman, Jennifer Jason Leigh, Tessa Thompson und Oscar Isaac
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fifty Shades Freed„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: was die für ein Geld für Werbung ausgeben
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Red Sparrow„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow – zumindest vom Trailer her. Spionagethriller mit Jennifer Lawrence, Joel Edgerton, Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Den of Thieves„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actioner mit Gerard Butler und 50 Cent, sieht aus wie ein typischer „Januar-Film“
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Sicario 2 Soldado„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu Sicario mit (wieder) Benicio del Toro und Josh Brolin
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The 15:17 to Paris„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Clint Eastwoods neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Gringo„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionkomödie von Joel Edgertons Bruder Nash mit Charlize Theron, David Oyelowo und Joel Edgerton
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

D. C. – Film: "St. Vincent"

Ich war am 25.10.14 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„St. Vincent“ (dt. Kinostart: 08.01.15) 103 min comedy, drama
dir. Theodore Melfi cast: Bill Murray, Scott Adsit, Melissa McCarthy, Chris O´Dowd, Naomi Watts, Terrence Howard

Vin (Bill Murray) lebt in einem heruntergekommenen Haus, ist pleite, trinkt zu viel Alkohol und ist ständig schlecht gelaunt. Mit der schwangeren, russischen Stripperin/Prostituierten Daka (Naomi Watts) hängt er jedoch gerne ab. Im Nachbarhaus zieht dann die alleinerziehende Mutter Maggie (Melissa McCarthy) mit ihrem 12-jährigen Sohn Oliver (Jaeden Lieberher) ein. Aus der Not heraus muss Maggie ihren Sohn bei dem Stinkstiefel lassen…

D (Wertung von A bis F) St. Vincent ist eine Tragikomödie.

Wer schreibt eigentlich so einen klischeehaften, vorhersehbaren Mist? Der Regisseur Theodore Melfi gibt hier sein Regiedebüt und hat auch das Drehbuch geschrieben. Vielleicht sollte man eher fragen, wer produziert so einen Mist. Übrigens auch Theodore Melfi. Aber warum spielen namhafte Schauspieler überhaupt in einem Film eines Newcomers? Vielleicht weil sich Bill Murray beispielsweise mit dieser Rollenbeschreibung seinen lang ersehnten Oscar erhofft – anders kann ich mir das nicht erklären.

Unter normalen Umständen sehe ich Bill Murray und Naomi Watts wirklich sehr gerne. Hier konnte ich sie beinahe kaum ertragen. Ab einem gewissen Zeitpunkt im Film (den ich nicht spoilern möchte) sieht man, wie sich Bill Murray um eine Oscar-Performance bemüht, das machte das Ganze für mich nur noch unerträglicher. Bill Murrays Charakter ist ein Typ, den man ins Herz schließen soll, in meinen Augen ist seine Figur aber eine zutiefst unsympathische mit der ich partout keine Zeit verbringen will.

„St. Vincent“ hat eine Laufzeit von geringfügig mehr als 100 Minuten, für mich hat sich der Film wie eine Strafe angefühlt. Vergleichbar mit früher, wenn ich Hausarrest bekommen habe und alle anderen Kinder durften weiter draußen spielen. Klar hätte ich einfach aufstehen und gehen können, aber wenn ich mich für einen Film (im Kino) entscheide, dann halte ich tapfer bis zum Ende durch. Der Film hat zwischendurch auch ein paar tolerierbare Momente, ein paar gute Sprüche, ich mag Chris O´Dowd einfach gerne und auch Melissa McCarthy, die hier eine sehr zurückgenommene Performance gibt, hat mir hier auch ausnahmsweise gefallen. Alles in allem, ist der Film aber weder witzig noch traurig, er hat mich schlichtweg gar nicht berührt.

Bill Murrays Figur im Film und seine Performance zielt mir zu aufdringlich (und dabei, wie gesagt, noch nicht mal gut) auf Filmpreise ab. Bill Murray ist wahnsinnig beliebt in Hollywood, wenn er tatsächlich für diese Rolle für einen Oscar nominiert wird und beispielsweise nicht ein Robert Duvall (für The Judge), dann ist das ein Skandal.

„St. Vincent“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Bill Murray), Beste Nebendarstellerin (Naomi Watts, Melissa McCarthy), Bestes Originaldrehbuch

„St. Vincent“ wurde erstmalig aus dem Toronto International Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Theory of Everything“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Stephen Hawking Biopic mit Eddie Redmayne in der Hauptrolle. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Inherent Vice“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: PTAs neuer Film mit Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Benicio del Toro, etc. Oscar-Film. Josh Brolin ist echt der Knaller.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Dumb and Dumber To“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: 20 Jahre nach dem ersten Film nun die Fortsetzung mit Jeff Daniels und Jim Carrey.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Homesman“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der neueste Film von und mit Tommy Lee Jones. Besetzt auch mit Hilary Swank und Meryl Streep
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Wild“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Drama mit Reese Witherspoon. Film sieht so aus wie Sean Penns „Into the Wild“ nur leider mit Reese in der Hauptrolle. Oscar-Film, mal gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Calvary"

Ich war am 04.08.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Calvary“ (dt. Titel: „Am Sonntag bist du tot“, Kinostart: 23.10.14) 105 min drama
dir. John Michael McDonagh cast: Brendan Gleeson, Chris O´Dowd, Kelly Reilly, Dylan Moran, Aidan Gillen, M. Emmet Walsh, Domhnall Gleeson

Pater James Lavelle (Brendan Gleeson) hat eine kleine Gemeinde in einem irischen Küstenstädtchen. Als er einem Mann die Beichte abnimmt, erzählt der ihm, dass er im Alter von sieben bis zwölf von einem Pfarrer sexuell missbraucht wurde. Der Pfarrer, so erzählt er ihm, ist mittlerweile verstorben. Jetzt will er sich an der katholischen Kirche rächen. Der Mann teilt ihm unverblümt mit, dass er vor hat, einen unschuldigen Pfarrer zu töten. Das würde, seiner Meinung nach, die katholische Kirche härter treffen. Der Mann teilt ihm mit, dass er ihn auserkoren hat. Er gibt Pater James genau eine Woche Zeit, seine Sachen zu regeln. Am nächsten Sonntag will er ihn töten.

B+ (Wertung von A bis F) „Calvary“ ist ein solides, auf jeden Fall sehenswertes Drama, das von einem starken Ende gekrönt wird.

Auch wenn ich mich erst mal an die irische Sprache gewöhnen musste, so war ich recht schnell von der Geschichte und der Performance von Brendan Gleeson gefesselt. Aus Sicht von Brendan Gleesons Pater James geht es nicht so sehr um die Suche nach dem möglichen Täter, relativ zu Beginn verkündet er, dass er weiß, um wen es sich handelt. Während Pater James sich nun um die einzelnen Probleme seiner Gemeindemitglieder kümmert, rätselt der Zuschauer, wer ihm denn nun nach dem Leben trachtet. Viele schräge und auch gewaltbereite Figuren leben dort und praktisch jeder hat irgendetwas zu verbergen. Nicht unterschlagen möchte ich, dass der Film eine ordentliche Portion (schwarzen) Humors enthält.

Brendan Gleeson („Gangs of New York“, „Cold Mountain“, In Bruges, „The Guard“) gibt – wie üblich – eine glaubwürdige Performance. Er spielt hier einen Pfarrer eines kleinen irischen Küstenstädtchens und genau so stelle ich mir den vor. In einer Szene spielt er sogar mit seinem mittlerweile ebenfalls erfolgreichen Sohn Domhnall (Never Let Me Go, True Grit, „Anna Karenina“, „About Time“) zusammen. Richtig überrascht war ich hier von Chris O´Dowd. Ich kannte ihn bislang nur aus Komödien, hier brilliert er überraschenderweise in einer ernsthaften Rolle.

Von Kelly Reilly war ich etwas gelangweilt, was aber auch an ihrer Rolle gelegen haben kann. Interessanter fand ich da die beiden anderen Frauen.

„Calvary“ wurde am 01.08.14 in jeweils zwei Kinos in New York und L.A. gestartet. Der Film konnte in den U.S.A. in der ersten Woche, nach dem Blockbuster „Guardians of the Galaxy“ (der in 4080 Kinos gestartet ist), den zweitgrössten Zuschauerschnitt pro Kopie erzielen.

„Calvary“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Kelly Reilly)

„Calvary“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Love is Strange“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ira Sachs neuer Film mit John Lithgow und Alfred Molina
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

Trailer v. Film: „Kill the Messenger“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jeremy Renner, Ray Liotta, Mary Elizabeth Winstead, Oliver Platt. Vielleicht eine Oscar-Nominierung für Jeremy Renner
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Die Disappearance of Eleanor Rigby“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ich liebe diesen Film (mit Jessica Chastain, James McAvoy, Viola Davis, William Hurt, Isabelle Huppert und Bill Hader) eigentlich jetzt schon. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Skeleton Twins“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Komödie mit Kristen Wiig, Luke Wilson und Bill Hader. Auch diesen Film liebe ich schon vom Trailer her.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Birdman (or the Unexpected Virtue of Ignorance)“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: .. and the Oscar goes to: „Birdman“. Wie genial ist denn dieser Trailer? Meine Güte, auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, diesen Film liebe ich jetzt schon. Oscar-Film von Alejandro González Inárritu. Michael Keaton gilt als sicherer Oscar-Kandidat…unglaublich auf dem Papier, nicht mehr so wenn man den Trailer sieht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

London – Film: "The Double"

Ich war am 8.4.14 in London und habe mir im Kino angeschaut:

„The Double“ 93 min drama, adaptation
dir. Richard Ayoade cast: Jesse Eisenberg, Mia Wasikowska, Wallace Shawn, Noah Taylor, Chris O´Dowd, Sally Hawkins

Der unscheinbare Simon James (Jesse Eisenberg) führt ein recht trostloses Leben. Seit sieben Jahren geht er einer langweiligen Bürotätigkeit nach, hat ein spärlich eingerichtetes Apartment und praktisch gar kein Sozialleben. Schon länger schwärmt er für seine Kollegin Hannah (Mia Wasikowska), ist aber zu schüchtern, sie anzusprechen. Dann wird ein neuer Kollege (Jesse Eisenberg) eingestellt. James Simon heißt er, sieht exakt so aus wie er, nur ist der wesentlich selbstbewusster und charismatischer und alle mögen ihn…

A- (Wertung von A bis F) „The Double“ basiert auf Dostojewskis gleichnamiger Erzählung aus dem Jahr 1846.

Ich mag einfach Filme, die anders sind. Filme, die sich von gewöhnlicher Kinokost unterscheiden. „The Double“ ist definitiv anders. Es ist ein schräger Film mit superschrägen Charakteren. Er hat mich in eine ganz eigene Welt geführt und dort für knapp zwei Stunden verweilen lassen. Ich war natürlich froh, diese Welt wieder verlassen zu dürfen, aber auch glücklich, einen so besonderen Film gesehen zu haben.

Simon lebt in einer Welt, die von Dunkelheit, Einsamkeit und Beobachtungen geprägt ist. In dieser Welt bringen sich die Bürger reihenweise um. Simon ist ein Büroangestellter, der viel arbeiten muss und wenig dafür bezahlt bekommt. Jahrelang geht er schon dieser Tätigkeit in diesem dunklen Bürokomplex nach, immer mit denselben Kollegen. Kaum einer seiner Kollegen scheint ihn wirklich wahrzunehmen. Am Empfang muss er sich jeden Tag von neuem ausweisen. Alles wirkt düster und frustrierend und man spürt den Einfluss von Franz Kafka, George Orwell und sicherlich auch irgendwo von Terry Gilliams Film „Brazil“ (der nach so vielen Jahren förmlich nach einer zweiten Sichtung schreit).

Der britische Komiker und Schauspieler Richard Ayoade („The IT Crowd“) hat mit dem gelungenen Film Submarine sein Regiedebüt gegeben. „The Double“ ist erst sein zweiter Kinofilm und in meine Augen hat er hier eine großartige, sehr künstlerische Regiearbeit abgeliefert.

Jesse Eisenberg war in The Social Network sensationell und ist es auch hier in einer Doppelrolle. Mia Wasikowska hat in der Vergangenheit bereits so oft gezeigt, wie wandelbar sie ist. Es ist faszinierend, ein solch junges Talent über so viele Filme zu begleiten.

„The Double“ war für mich die vierte „Doppelgänger“-Produktion (nach den Kinofilmen Enemy, Muppets Most Wanted und der TV-Serie Orphan Black), die ich innerhalb von nur knapp 4 Wochen gesehen habe.

„The Double“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival im Jahr 2013 gezeigt. Der Film wird am 9.5.14 in einigen amerikanischen Kinos gezeigt. Ich habe den Film in Großbritannien gesehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Transcendence“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany, Kate Mara, etc. Der Film ist das Regiedebüt von Christopher Nolans Kameramann Wally Pfister. Ich bin mittlerweile total gelangweilt von Johnny Depp.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A Million Ways to Die in the West“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Seth MacFarlanes neue Komödie mit ihm in der Hauptrolle und Charlize Theron, Liam Neeson, Giovanni Ribisi, Sarah Silverman, Neil Patrick Harris, Amanda Seyfried
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Neighbors“
Bewertung des Theaters: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Komödie mit Seth Rogen, Dave Franco, Rose Byrne und leider Zac Efron. In Großbritannien hat der Film komischerweise den Titel „Bad Neighbors“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken, wenn ich Zac Efron irgendwie ausblenden kann

Trailer v. Film: „The Amazing Spider-Man 2“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Schon der zweite Teil der Reihe? Diese Neuverfilmung sieht gar nicht gut aus. Andrew Garfield ist m. E. auch der Falsche. Hier spielen auch Sally Field, Paul Giamatti, Campbell Scott und, vor allen Dingen, Dane DeHaan mit. Na toll, ich habe mir vorgenommen, jeden Film mit Dane DeHaan zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: interessiert mich nicht die Bohne, aber Dane DeHaan!

Trailer v. Film: „Locke“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Tom Hardy
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Kino in London

Bestimmt fünfzehn Jahre war ich nicht mehr in Großbritannien, demnach seit so langer Zeit auch dort nicht mehr im Kino. Seit mindestens ebenfalls fünfzehn Jahren habe ich die Möglichkeit, regelmässig in den U.S.A. ins Kino zu gehen. Dort bekommt man vor dem offiziellen Beginn des Kinofilms eine Pre-Show zu sehen, da werden neue TV-Serien vorgestellt, gezeigt wird das eine oder andere Making-Of von einem Film, der demnächst ins Kino kommt, man bekommt Interviews mit Schauspielern oder Regisseuren zu sehen und dann gibt´s hin und wieder Rätselspielchen (auf Filme oder Schauspieler bezogen, meist gesponsert von Coca Cola o.ä.) Auch Werbeclips werden zwischendurch gezeigt. Das vertreibt schnell die Zeit, wenn man zu früh ins Kino gekommen ist. Wenn dann aber beispielsweise der Film um 17.00 beginnen soll, geht um 17.00 das Licht aus und die Trailer (leider sind es für einen Geschmack in den letzten Jahren immer mehr geworden, 6 oder 7 Trailer sind mittlerweile schon fast Standard) werden gezeigt, dann kommt meist noch ein Clip des jeweiligen Kinos, der darauf hinweist, dass man sich in der Lobby etwas zu essen oder zu trinken kaufen kann, spätestens jetzt sein Handy auf lautlos gestellt haben sollte und während der Vorstellung nicht reden oder anderweitig seine Mitzuschauer stören soll und dann geht´s los.

In London verhält es sich praktisch so wie in Deutschland. Der Film sollte offiziell um 16.20 beginnen und trotz bezahlter Kinokarte (GBP 10.50, also knapp EUR 13.00) bekam ich ab 16.20 Uhr unglaubliche 15 Minuten Werbung (für Bier, Banken, E-Cigaretten, Buchungsportalen für Hotels, Luxusautos, Designermöbel, Kosmetik) vorgesetzt. Im Anschluss daran kamen die Kinotrailer. Das mit der Werbung scheint also nicht allein ein deutsches Problem zu sein. Wenn ich für eine Leistung (egal welcher Art) nichts bezahle, nehme ich selbstverständig in Kauf, dass ich dafür mit Werbung zugemüllt werde. Wenn ich aber viel Geld für eine Kinokarte bezahle, finde ich es unverschämt, dass mir meine Zeit geraubt wird und ich mit so viel Werbung konfrontiert werde. Außerdem musste ich auch in London bereits an der Kinokasse meinen Sitzplatz wählen, was ich als nicht gerade komfortabel empfinde. In London habe ich wieder mal festgestellt, wie entspannend ein Kinobesuch einfach in den U.S.A. ist.

Das Everyman Cinema in der Baker Street ist aber ein schönes Programmkino (mit bequemen Sitzen, einer schönen Bar und kostenlosen Wi-Fi-Zugang), das ich jederzeit weiterempfehlen kann.

NYC – Film: "The Sapphires"

Ich war am 01.05.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The Sapphires“ (dt. Kinostart: 20.06.13) 99 min drama, comedy, musical, adaptation
dir. Wayne Blair cast: Chris O´Dowd, Deborah Mailman, Jessica Mauboy, Shari Sebbens, Miranda Tapsell

1968 in Australien. Die Geschwister Gail (Deborah Mailman), Cynthia (Miranda Tapsell) und Julie (Jessica Mauboy) treten bei einem Talentwettbewerb an. Der Musiker und Talentsucher Dave Lovelace (Chris O´Dowd) ist sofort von ihren überragenden Stimmen angetan. auf. Die Mädchen haben in der Zeitung eine Anzeige entdeckt, eine Band wird gesucht, die vor den amerikanischen Truppen in Vietnam spielen soll. Die Mädchen überzeugen Dave, ihre Band zu managen. Er macht ihnen zunächst klar, dass sie keine Chancen haben, wenn sie weiter Country-Musik spielen. Sie müssen auf Soul-Musik setzen. Als Kay (Shari Sebbens) noch zur Band stösst, sind „The Sapphires“ geboren. Einfach werden es die jungen Frauen nicht haben, denn sie sind Aborigines…

B+ (Wertung von A bis F) „The Sapphires“ basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück. Inspiriert wurde die Geschichte von wahren Erlebnissen der Familie Briggs.

„The Sapphires“ ist eine kurzweilige Tragikomödie mit viel Musik, bei der man garantiert mit guter Laune aus dem Kino kommt.

Chris O´Dowd (Bridesmaids) ist die Seele des Films. Mit Leichtigkeit spielt er sich in die Herzen der Zuschauer. Chris O´Dowd gibt eine facettenreiche Performance, die mich überrascht hat und begeistert zurückließ.

Der australische Film „The Sapphires“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival im Jahr 2012 gezeigt. Der Film war zu Beginn des Jahres 2013 der am meisten nominierte Film des australischen Filmpreises (AACTA Awards). Für dreizehn Awards wurde der Film nominiert und ausgezeichnet wurde er mit elf Awards (darunter Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler Chris O´Dowd, Beste Schauspielerin Deborah Mailman, Beste Nebendarstellerin Jessica Mauboy).

Es ist sicherlich noch zu früh, um über Oscar-Nominierungen für 2014 zu reden. Mich würde es aber dennoch freuen, wenn der Film auch bei den amerikanischen Preisverleihungen wieder auftaucht. Insbesondere eine Nominierung für Chris O`Dowd wäre sicher gerechtfertigt. Definitiv ist das nicht ausgeschlossen, Harvey Weinstein hält die amerikanischen Filmrechte an „The Sapphires“

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Greetings from Tim Buckley“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Penn Badgley
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Monsters University“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Pixars Fortsetzung zu „Monsters, Inc.“ Nachdem ich mir die letzten zwei Pixars erspart habe, muss ich endlich wieder einen sehen.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Dead Man´s Burden“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Indie-Western
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Painting“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: französischer Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Storm Surfers 3D“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Surfer-Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Montréal – Film: "Bridesmaids"

Ich war am 19.05.11 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Bridesmaids“ (dt. Titel: „Brautalarm“, dt. Kinostart: 21.07.11) 125 min comedy
dir. Paul Feig cast: Kristen Wiig, Rose Byrne, Chris O´Dowd, Maya Rudolph, Melissa McCarthy, Jon Hamm, Jill Clayburgh

Annie (Kristen Wiig) ist kürzlich mit ihrer Bäckerei pleite gegangen, hat jetzt einen unbefriedigenden Job, immer die falschen Männer und wohnt in einer WG mit zwei durchgeknallten Geschwistern. Seit ihrer Kindheit ist sie mit Lilian (Maya Rudolph) befreundet, die ihr jetzt mitteilt, dass sie sich verlobt hat. Annie freut sich darauf, Trauzeugin zu sein. Seit einigen Monaten ist Lilian jedoch mit Helen (Rose Byrne) befreundet. Helen ist bildhübsch und wohlhabend, schlichtweg perfekt und beansprucht den Titel als Lilians beste Freundin für sich. Helen will die bevorstehenden Feierlichkeiten für Lilian organisieren. Der Konkurrenzkampf beginnt…

B- (Wertung von A bis F) Ja, ja ich weiss, ich wollte diesen Film auf gar keinen Fall schauen… Frauenfilme sind generell so gar nicht meine Sache (blankes Unverständnis führt mich immer wieder zurück zu „Bridget Jones´s Diary“…).

Nun gibt es bei mir aber Reizworte (Golden Globes, Oscars), die mich beinahe immer ins Kino ziehen. „Bridesmaids“ hat überwiegend hervorragende Kritiken bekommen. Ich kann mich aber gut erinnern, dass The Hangover die damals auch erhalten hat. Den fand ich überbewertet. Schlechter ist „Bridesmaids“ aber auf gar keinen Fall. Der Film ist zwar viel zu lang (eine Komödie sollte nie wesentlich länger als 90 Minuten andauern) und einige Szenen sind etwas zu ausgereizt, aber er ist bis zum Schluß unterhaltsam. Auch hier gibt es ein paar Brüller und eine saueklige – und für mich überflüssige – Szene (Brautmoden-Laden), bei der sich zeigt, dass der Film aus dem Hause Judd Apatow („The 40 Year Old Virgin“, Knocked Up, Funny People) stammt. Kristen Wiig (SATURDAY NIGHT LIVE, „Knocked Up“, Adventureland) halte ich schon länger für ein Talent. Bislang hat sie nur einfach nicht die geeignete Hauptrolle angeboten bekommen. „Bridesmaids“ ist ihr Film. Kristen Wiig ist Annie und daher sehe ich hier auch eine ganz klare Golden Globe Nominierung. Rose Byrne (Damages) füllt ihre Rolle perfekt aus. Melissa McCarthy als Megan ist grotesk, einige Szenen kann sie aber ganz eindeutig für sich entscheiden. Der irische Schauspieler Chris O´Dowd ist mir zum ersten Mal aufgefallen, er hat mir richtig gut gefallen. Einziger optischer Störfaktor ist natürlich Maya Rudolph (Away We Go), auch wenn ich zugeben muss, dass ich Kristen Wiig und Maya Rudolphs Charakteren die Freundschaft abgenommen habe.

Der, wie ich finde, schlechte Trailer ist zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Larry Crowne“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Tragikomödie mit Tom Hanks und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiss nicht, Roberts und Hanks haben null Chemie und sie sollen mir hier auch noch als Liebespaar verkauft werden…

Trailer v. Film: „The Help“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Romanverfilmung mit Viola Davis, Emma Stone, Bryce Dallas Howard
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „What´s Your Number?“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Anna Faris und Chris Evans
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Cowboys & Aliens“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Jon Favreaus neuer Film mit Danlel Craig (der sieht aber auch wieder sexy aus), Harrison Ford, Olivia Wilde, Sam Rockwell, Paul Dano
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Change-Up“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Ryan Reynold, Jason Bateman und Olivia Wilde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

San Francisco – Film: "Dinner for Schmucks"

Ich war am 05.08.10 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Dinner for Schmucks“ (dt. Filmtitel: Dinner für Spinner“, dt. Kinostart: 23.09.10) 110 min comedy, remake
dir. Jay Roach cast: Steve Carell, Paul Rudd, Jermaine Clement, Jeff Dunham, Bruce Greenham, Ron Livingston, Zach Galifianakis, Lucy Punch

Nach der Entlassung eines Kollegen macht sich Tim (Paul Rudd) große Hoffnung auf eine Beförderung. Dies könnte auch seine Freundin (Stephanie Szotak) beeindrucken. Leider ist sein Chef (Bruce Greenwood) so gar nicht von ihm überzeugt. Er lädt ihn jedoch zu einem regelmäßig stattfindenden Dinner ein, bei dem jeder Gast einen Sonderling mitbringen soll. Bei dem sogenannten „Dinner for Schmucks“ könnte Tim mit einem aussergewöhnlich tollen Kauz bei seinem Chef punkten. Den hat er aber gerade nicht zur Hand bis er auf den Eigenbrötler Barry (Steve Carell) trifft…

C- (Wertung von A bis F) „Dinner for Schmucks“ ist ein Remake des französischen Films „Le Diner de Cons“ („The Dinner Game“). Der Film war bis dahin der einzige Film, der an der französischen Kinokasse dem Film „Titanic“ die Stirn bieten konnte.

Etwas irreführend finde ich den Titel des Films, hat doch dieses Essen nur eine nachrangige Bedeutung und nimmt nur einen minimalen Teil gegen Ende des Films ein. „Dinner for Schmucks“ ist eine alberne Komödie, bei der man öfter als einem recht sein kann, sich fremdschämen und ein paar Mal gegen seinen Willen lauthals lachen muss. Wenn es richtig gut läuft, hat man den Film unmittelbar nach dem Kinobesuch vergessen, was gar nicht so einfach ist, muss man gerade zum Schluß hin sehr leidensfähig sein. Eigentlich hätte Jay Roachs („Austin Powers“, „Meet the Parents“, „Meet the Fockers“) neuer Film ein klares „D“ verdient, da ich mich aber nicht nachhaltig geärgert habe, ich die liebenswerten „Mäuse-Inszenierungen“ und Steve Carells kauzigen BARRY mochte, bin ich generös.

Erwähnen möchte ich nur noch, dass mich der neuseeländische Schauspieler und Musiker Jermaine Clement geschafft hat, in seinen Bann zu ziehen. Die HBO-Serie „Flight of a Conchords“ habe ich nie bewusst gesehen und auch „Gentlemen Broncos“ habe ich bisher nicht nachholen können. Was für ein Typ, ich denke von ihm wird man bald noch viel mehr hören und sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „It´s Kind of a Funny Story“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Indie-Komödie mit Zach Galifianakis. Ich mag zwar Zach Galifianakis („The Hangover“) nicht, besonders nicht in „Dinner for Schmucks“, aber dieser Trailer gefällt mir.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Going the Distance“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Drew Barrymore und Justin Long
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „The Switch“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: RomCom mit Jennifer Aniston, Jason Bateman, Patrick Wilson, Jeff Goldblum, Juliette Lewis…wenn bloß die Aniston nicht wäre…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Morning Glory“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Comedy mit Harrison Ford (der auf mich einen guten Eindruck hier macht), Rachel McAdams, Diane Keaton, Jeff Goldblum, Patrick Wilson
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Litte Fockers“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Ich liebe „Meet the Parents“ und „Meet the Fockers“, der Trailer des 3. Teils sieht so aus, als ob hier nur alte Jokes aufgewärmt werden, ödet mich etwas an, aber diesmal ist Harvey Keitel (lange nicht mehr gesehen) zusätzlich besetzt. Um so öfter ich den Trailer sehe, um so weniger will ich „Little Fockers“ sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Buried“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Thriller mit Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%