Netflix-Film: „The Cloverfield Paradox“


Ich habe mir folgenden Netflix-Film angeschaut:

 

„The Cloverfield Paradox“ (Seit dem 5.2.18 weltweit über Netflix zu sehen) 102 min sci-fi, sequel
dir. Julius Onah cast: Gugu Mbatha-Raw, Chris O´Dowd, David Oyelowo, Elizabeth Debicki, Daniel Brühl, John Ortiz, Zhang Ziyi, Aksel Hennie voices: Simon Pegg, Greg Grunberg, Ken Olin

 

Die Welt leidet unter einer Energiekrise, permanente Stromausfälle bestimmen bereits jetzt schon den Alltag. Commander Kiel (David Oyelowo) ist mit seinen sechs Crew-Mitgliedern Ava (Gugu Mbatha-Raw), Schmidt (Daniel Brühl), Mundy (Chris O´Dowd), Monk (John Ortiz), Tam (Ziyi Zhang) und Volkov (Aksel Hennie) auf einer Weltraum-Mission. Auf ihrer Raumstation Cloverfield versuchen die Forscher eine neue Technologie zu testen. Mit dem Shepard Teilchenbeschleuniger soll die Energiekrise auf der Welt gelöst werden. Mittlerweile sind sie seit zwei Jahren auf der Raumstation, bei dem 47. Experiment geht etwas schief, auch scheint die Erde plötzlich verschwunden und dann taucht auch noch eine mysteriöse Frau (Elizabeth Debicki) auf…

 



D (Wertung von A bis F) „The Cloverfield Paradox“ ist nach Cloverfield und 10 Cloverfield Lane der dritte Film der vagen Reihe. Es ist erst der zweite Spielfilm des nigerianisch-amerikanischen Filmemachers Julius Onah („The Girl is in Trouble“).

Da ist Netflix nun mal tatsächlich eine Überraschung gelungen. Der erste Teaser des Films lief als TV-Spot zum Super Bowl am 4.2.18. Direkt nach dem Endspiel war selbiger Film, ohne andere Werbung, präziser ohne Vorwarnung – über Netflix abrufbar. Das ist insbesondere dann smart kalkuliert, wenn man eine Gurke am Start hat. Der Presse wurde der Film hier (natürlich) nicht gezeigt, sonst hätte man auch eine Sperrfrist für Kritiken bis zur Veröffentlichung setzen müssen.

Der erste Film der Cloverfield-Reihe war in meinen Augen entsetzlicher, mit einer Handkamera gefilmter Müll. Der zweite Film war ein, bis auf das Ende, nahezu perfekter Thriller, der eigentlich nicht viel mit dem ersten Film zu tun hatte, dem aber in post-production aus marketingtechnischen Gründen, die Cloverfield-Mütze übergestülpt wurde. Der Film war ein Wahnsinnserfolg. Das daraus eine Fortsetzung folgt, war klar.

Das erste, was mir in diesem neuen Film negativ auffiel, war die Sprache. Bei einer internationalen Crew sprechen alle selbstverständlich Englisch miteinander. Hier gibt es mit Tam (gespielt von der aus „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ bekannten Schauspielerin Zhang Ziyi) eine chinesische Wissenschaftlerin, die offensichtlich nicht Englisch spricht. Entsprechend mussten alle anderen Crew-Mitglieder Mandarin lernen, um sich mit ihr zu verständigen. Ganz logisch.

Überhaupt ist die Handlung voller Logiklöcher und Ungereimtheiten. Die Dialoge sind nicht mehr als pathetisches Gesülze unterlegt mit hochdramatischer Musik. Zu irgendeinem Zeitpunkt im Film zeigt dann jeder der (sonst gar nicht so schlechten) Schauspieler, was er oder sie unter „Overacting“ versteht. Ich kann eigentlich kaum ein gutes Haar an dem Film lassen, das Einzige, das einen gewissen Unterhaltungswert hat, ist Chris O´Dowds Charakter Mundy.

Mit mehr als 40 Millionen Dollar Produktionskosten ist „The Cloverfield Paradox“ der teuerste der „Reihe“. Leider sieht man das Geld auch nicht auf dem Bildschirm.

Mit seinen geheimen Botschaften sind die „Cloverfield“-Filme (mit Ausnahme des durchaus gelungenen „10 Cloverfield Lane“ ) wohl ausschließlich etwas für die wahren Fans von J.J. Abrams-Produktionen.

Ursprünglich sollte der Film unter dem Titel „God Particle“ ins Kino gebracht werden. Paramount hat aber dann die Rechte an Netflix verkauft. Seit dem 5.2.18 ist der Film weltweit unter dem Titel „The Cloverfield Paradox“ exklusiv auf Netflix abrufbar. Angeblich soll bereits dieses Jahr ein vierter „Cloverfield“-Film herauskommen.

Teaser zu sehen:

 

4 Gedanken zu “Netflix-Film: „The Cloverfield Paradox“

  1. :)) ja das dachte ich mir schon, dass Du ihn nicht magst. Der zweite gehörte schon mit in die Reihe, aber da stimme ich Dir zu, er war schon eher was für Dramenfans 🙂
    Das einzige „Logikloch“ war für mich die Unveränderheit der Crew. Nach über 2 Jahren im Raum verändert man sich einfach und wenn es nur die Haare sind. Das mit dem Mandarin war doof, chinesische Akademiker sprechen englisch. Die Idee ist aus den Ocean Filmen.

    Gefällt 1 Person

    • Erstmal, habe ich meine Sternchen wieder? Ich schwöre, ich habe nirgendwo Sternchen installiert…

      Na „10 Cloverfield Lane“ war zwar Drama, aber noch mehr Thriller, beinahe Hitchcock-mäßig. Der war schon gut, wäre da nicht das selten blöde Ende und damit die Verbindung zu „Cloverfield“. :))

      Ich finde in dem neuen sind einige Logiklöcher, z.B. was sollte das mit Mundys Arm und was ist Elizabeth Debickis eigentlicher Plan?

      Natürlich sprechen gebildete Chinesen Englisch – so was bringt mich wahnsinnig auf die Palme, die hätten sie gar nicht mit auf die Raumstation genommen, würde sie kein Englisch sprechen. Aus den „Ocean“-Filmen? Ich kann mich an die Filme nur noch vage erinnern, sprach da auch einer nur Mandarin? Sind die „Ocean“-Filme auch mit J. J. Abrams verbunden?

      Gefällt 1 Person

      • Es gab ein Update und nun sind sie wieder da :))

        Das Ende war doch genial! Ich liebe sowas.

        Instabile Dimensiongrenze/ Gag oder Hommage an das Eiskalte Händchen, wer weiß :)) Debicki wollte die Erde ihrer Dimension retten.

        Aber Hallo das war der Running Gag aller Teile, der chinesische Schlangenmensch hat nur chinesisch gesprochen und alle haben ihn verstanden.
        Ich denke nicht, dass Abrams eine Verbindung dazu hat.

        Gefällt 1 Person

      • Na, dann ist ja alles gut, begann schon an mir zu zweifeln. 🙂

        Ja, nee, fand das Ende nicht so doll, hier übrigens auch nicht, aber besser.

        Parallel-Dimensionen sozusagen…macht den Film für mich auch nicht besser. :))

        Die Ocean-Filme sind so lange her, ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, nicht mal an den chinesischen Schlangenmenschen – ich glaube, ich fand die Filme gar nicht besonders gut. Schade, dass wir da noch keinen Blog hatten, sonst könnte man mal nachlesen, wie man die Filme so fand. :))

        Für die richtigen J.J.Abrams-Fans gibt es wirklich einige Verbindungen in seinen Serien und Filmen, beeindruckt schon irgendwie, aber ich bin kein Fan.

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.