Meine TOP TEN FILME 2010

Ich habe im Jahr 2010 insgesamt 73 Filme im Kino gesehen (die wenigen Filme, die ich auf Pay-TV gesehen habe, habe ich mitgezählt, da sie entweder eine Premiere vor dem offiziellen US-Kinostart hatten oder wenigstens zeitgleich gestartet sind). Es zählen ausschließlich die Filme, die im Filmjahr 2010 in einem amerikanischen Kino gestartet sind. Filme, die ich aus dem Jahr 2009 „nachgeholt“ habe, zählen nicht. Von den 73 Filmen habe ich 1 Film in Singapur, 1 Japan, 4 in Deutschland und alle anderen in den U.S.A. gesehen.

Für 2010 habe ich es nicht geschafft, zehn Filme zu platzieren. Dazu muss ich sagen, dass ich drei oder vier sehr wichtige Filme noch nicht gesehen habe. Ziemlich genau in der Reihenfolge sind dies meine Lieblingsfilme aus dem Jahr 2010:

Animal Kingdom
127 Hours
Toy Story 3
Never Let Me Go
Mother
The King´s Speech
Please Give
The Social Network
The Good Heart

Mir haben natürlich noch wesentlich mehr Filme gefallen. Folgende, auch wichtige, Filme haben es aber nicht in meine TOP TEN 2010 geschafft: „Harry Brown“, „Winter´s Bone“, „The Kids Are All Right“, „Get Low“, „The Fighter“, „Rabbit Hole“ und „True Grit“. Diese Filme (bis auf „The Kids Are All Right“, den ich bereits 2x gesehen habe) würde ich sie mir jedoch sehr gerne noch einmal anschauen.

Enttäuschend, schlimm oder ganz schlimm in Erinnerung geblieben sind mir folgende Filme:

enttäuschend: „The Wolfman“, „Shutter Island“, „Alice in Wonderland – 3D“, „Iron Man 2“, „Somewhere“

schlimm: „The Greatest“, „Grown Ups“, „Piranha – 3D“, „The Town“

ganz schlimm: „The Blind Side“ (zählt zu 2009), „Frozen“, „A Nightmare on Elm Street“, „Jonah Hex“ „Leap Year“ und „Sex and the City 2“

Quentin Tarantino hat Anfang Januar seine Top 20 für Filme aus dem Jahre 2010 veröffentlicht. Bemerkenswert finde ich dabei, dass Quentin Tarantino scheinbar „Inception“ auch nicht für so ein Meisterwerk hält und somit den Film nicht einmal in seiner TOP 20 einen Platz findet. Ungewöhnlich so manche Platzierung (auf Platz 1 „Toy Story 3“ und „Tangled“ auf Platz 5), völlig unverständlich manch andere („The Town“, „Knight and Day“). Auch wenn ich die folgenden Filme nicht gesehen habe, finde ich auch diese Nominierung irgendwie merkwürdig: „Greenberg“, „Get Him to the Greek“, „Robin Hood“ und „Jackass 3D“. Ich stimme mit ihm überein bei „Toy Story 3“, „The Social Network“, „Animal Kingdom“ und „The King´s Speech“ und verstehe, warum er „True Grit“,“The Fighter“ und „Cyrus“ nennt.

Tarantino´s Top 20 of 2010

1.) Toy Story 3
2.) The Social Network
3.) Animal Kingdom
4.) I Am Love
5.) Tangled
6.) True Grit
7.) The Town
8.) Greenberg
9.) Cyrus
10.) Enter The Void
11.) Kick-Ass
12.) Knight and Day
13.) Get Him To The Greek
14.) The Fighter
15.) The King´s Speech
16.) The Kids Are All Right
17.) How to Train Your Dragon
18.) Robin Hood
19.) Amer
20.) Jackass 3D

DVD – Film: "Mother"

Folgenden Film habe ich mir auf DVD angeschaut:

Mother“ („Madeo“, dt. Kinostart war der 05.08.10) 128 min thriller, drama
dir. Bong Joon-ho cast: Kim Hye-ja, Won Bin, Jin Ku, Yoon Jae-moon

In der südkoreaonischen Kleinstadt lebt die Witwe (Kim Hye-ja) mit ihrem geistig zurückgebliebenen 27jährigen Sohn Do-joon (Won Bin) zusammen. Sie hält sich finanziell mit einem kleinen Laden und teils nicht legalen Jobs über Wasser. Als eine Schülerin tot aufgefunden wurde, sieht die Polizei in Do-joon den Schuldigen. Nicht freiwillig gibt Do-joon ein Geständnis und so landet er im Gefängnis. Die Mutter versucht nun, die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen und etwas über das tote Mädchen herauszufinden. Sie begibt sich auf die nicht ungefährliche Suche nach dem wahren Mörder…

A (Wertung von A bis F) Ich gucke recht selten asiatische Filme, eigentlich nur auf persönliche Empfehlung. „Mother“ habe ich geschaut, weil Kim Hye-ja kürzlich ganz überraschend den Preis als beste Hauptdarstellerin von der L.A. Film Critics Association abgeräumt hat.

Grundsätzlich gucke ich ungern Filme mit Untertiteln, was ich jedoch noch weniger mag, sind synchronisierte Filme. Daher werden bei mir Filme eigentlich immer im Original geguckt, egal woher sie kommen.

Der südkoreanischer Film „Mother“ ist, für mich völlig unerwartet, ein sensationell guter Film. Tatsächlich hat mich der Film von Anfang bis Ende in Beschlag genommen. Mit einem leicht erhöhten Puls habe ich diese spannende, unvorhersehbare Geschichte verfolgt. „Mother“ ist ein fesselnder Thriller und krasses Drama zu beinahe gleichen Teilen.

Der Film ist im Jahr 2010 in die amerikanischen Kinos gekommen. Ich bin derzeit dabei, meine TOP TEN Liste für Filme aus dem Jahr 2010 zu erstellen. Bislang habe ich nur 8 fest nominierte, ein paar Wackelkandidaten und zwei, drei wichtige Filme noch nicht gesehen, „Mother“ hat gute Chancen, in meiner TOP TEN 2010 dabei zu sein. Für mich wäre das sehr ungewöhnlich, da ich den Film auf DVD gesehen habe und gerne den Filmen, die ich im Kino gesehen habe, den Vorzug gebe.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "The Fighter"

Ich war am 15.12.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The Fighter“ (dt. Kinostart: 07.04.11) 114 min drama, biopic
dir. David O. Russell cast: Mark Wahlberg, Christian Bale, Melissa Leo, Amy Adams

Lowell, Massachusetts im Jahr 1993. Dicky Eklund (Christian Bale) war als professioneller Boxer in den 80er Jahren erfolgreich. Nach wie vor ist er der ganze Stolz seiner Familie und seiner Heimatstadt. Heutzutage ist er der Trainingspartners und Berater seines jüngeren Halbbruders „Irish“ Micky Ward (Mark Wahlberg). Dicky ist cracksüchtig und kriminell. Der Sender HBO plant eine Dokumentation über ihn. Jetzt ist Micky der Boxer in der Familie, seine Mutter Alice (Melissa Leo) leitet sein Management. Jedoch werden immer wieder falsche Karriereentscheidungen getroffen. Als Micky die Kellnerin Charlene (Amy Adams) kennenlernt, beginnt er sich von seiner Familie zu distanzieren und dann gerät auch seine Karriere langsam in Schwung…

A- (Wertung von A bis F) „The Fighter“ ist ein Biopic über den Boxer „Irish“ Micky Ward.

Ich bin kein so wahnsinnig großer Fan von Sportfilmen und meine Begeisterung für den Boxsport hält sich auch in Grenzen. Rückblickend betrachtend sehe ich den Film in erster Linie als (Familien-) Drama. Die Boxkämpfe empfand ich aber dennoch als sehenswert. Sie sind brutal, realistisch und fesselnd inszeniert.

Auch wenn Mark Wahlberg die Hauptrolle in „The Fighter“ spielt, so ist es Christian Bales Film. So wie ich Mark Wahlbergs Micky Ward als Außenseiter in seiner Familie sehe, so sehe ich ihn in diesem exzellenten Ensemble ebenso als Außenseiter. Christian Bale („American Psycho“, „The Machinist“, „Rescue Dawn“), Melissa Leo („21 Grams“, „Frozen River“, Conviction) und Amy Adams („Enchanted“, Sunshine Cleaning, Doubt, Miss Pettigrew Lives for a Day) sind einfach eine Nummer zu groß für Mark Wahlberg. Dennoch hat er eine Leinwandpräsenz und macht seine Sache auch recht gut. Er spielt hier den Sympathieträger. Meine Sympathie gilt aber den besseren Schauspielern und da freue ich mich, dass Christian Bale endlich wieder eine Rolle bekommen hat, die ihn auch herausfordert. In „The Fighter“ kann er endlich wieder zeigen, wie gut er eigentlich ist. Bale hat alle Eitelkeiten abgelegt und Dicky Eklund studiert. Von der Sprache, dem Akzent, der Mimik und auch von der Körpersprache ist er Dicky Eklund. Weiter unten habe ich ein Link zu einem YouTube-Video der beiden (dann schon älteren) Brüder gestellt. Wenn man sehen möchte wie eine eindeutige Oscar-Performance für die beste männliche und weibliche Nebenrolle auszusehen hat, sollte man sich Christian Bale und Melissa Leo in „The Fighter“ im Original anschauen. Amy Adams würde ich hier auch einreihen, weil sie – obwohl sie immer gut ist – noch nie besser war. Nur wenn ich mich entscheiden müsste, würde der Oscar an Melissa Leo gehen. Begeistert und absolut fasziniert war ich aber auch über die perfekte Besetzung der sieben Schwestern von Micky und Dicky. Wo bitte hat man die denn gefunden? Ich glaube mir blieb, bei beinahe jedem Auftritt der Schwestern, sogar der Mund offen stehen, auch den Hair Stylisten, Make Up Artisten und Stylisten gilt ein großes Lob.

Nun bleibt abzuwarten, ob der Ausraster von Christian Bale am Set von „Terminator Salvation“ ihm bei der Oscar-Nominierung bzw. der Vergabe des Oscars noch schaden. Der Regisseur David O.Russell („Three Kings“, „I Heart Huckabees“) gilt in der Branche als zwar sehr talentiert, aber äusserst unbeliebt und ebenso zu Ausrastern neigend. Auch hier wird sich zeigen, ob die Academy das einfach „wegsteckt“. Update: The Fighter wurde mit zwei Oscars (Bester Nebendarsteller, Christian Bale und Beste Nebendarstellerin, Melissa Leo) ausgezeichnet.

„The Fighter“ bewirbt sich um einen Platz in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2010.

Trailer zu sehen:

Die echten Micky und Dicky auf YouTube zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Unknown“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: ein in Berlin gedrehter Thriller mit Liam Neeson, Diane Kruger, der MAD MEN-Schönheit January Jones, Frank Langella, Bruno Ganz
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Lincoln Lawyer“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Auch wenn ich Matthew McConaughey nur ganz begrenzt optisch ertragen kann (immerhin mag ich seine Stimme und Sprache) macht dieser Thriller mit der tollen Marisa Tomei und William H. Macy, Ryan Phillippe und Josh Lucas erst einmal einen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Tree of Life“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Man, auf Terrence Malicks neuen Film warte ich nun schon seit mehr als einem Jahr. Auch aus dieser Oscar-Saison wurde er geschoben. Die Bildsprache fasziniert mich jetzt schon, naja und dann ist natürlich auch Sean Penn dabei…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% !!!!

Trailer v. Film: „Battle: Los Angeles“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Katastrophenfilm mit Aaron Eckhart und Michelle Rodriguez
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Sanctum“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: 3D-Action-Thriller, Produktion von James Cameron
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „True Grit“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Neuer Coen-Bros Film, Remake des John Wayne-Western von 1969 mit Jeff Bridges, Josh Brolin und Matt Damon. Klarer Oscar-Kandidat, die bislang völlig unbekannte Hailee Steinfeld macht auch so einen unglaublichen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „No Strings Attached“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: RomCom mit Ashton Kutcher und Natalie Portman
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

NYC – Film: "The King´s Speech"

Ich war am 14.12.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The King´s Speech“ (dt. Kinostart: 17.02.11) 111 min drama, biopic
dir. Tom Hooper cast: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Timothy Spall, Michael Gambon

Im Jahr 1925 muss der britische Prinz Albert (Colin Firth) eine öffentliche Rede halten. Er ist Stotterer und bekommt kaum ein Wort raus. Seine Frau Elizabeth (Helena Bonham Carter) treibt schließlich den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) auf. Nach einigen Startschwierigkeiten arbeitet Lionel mit unkonventionellen Mitteln, um Prinz Albert von seinen Sprachproblemen zu befreien. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. Als König George V (Michael Gambon) stirbt, ist der Erstgeborene und Bruder von Prinz Albert, Prinz Edward (Guy Pearce), König, wird jedoch nach wenigen Monaten Regierungszeit zurücktreten. Prinz Edward ist es wichtiger, die zweimal geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson (Eve Best) zu ehelichen. Jetzt wird aus dem Prinzen Albert ein britischer König, König Georg der Sechste, und sein Königreich wird gespannt am Radio sitzen und auf seine erste Rede als König warten….

A- (Wertung von A bis F) „The King´s Speech“ ist ein hochinteressantes Biopic mit einem ganz speziellen Stil. Die zahlreichen Nahaufnahmen und die karge Ausstattung in sehr vielen Szenen gab mir das intime Gefühl hier beinahe eher im Theater zu sitzen, als im Kino. Es ist eine rührende Geschichte über eine so ungewöhnliche Freundschaft und gibt zugleich geschichtlichen Hintergrund über Königs. Die Beinahe-Schlußszene ist schlichtweg perfekt, insbesondere mit dem untermalten Score.

Colin Firth („Pride and Prejudice“, „Bridget Jones`s Diary“, „Girl with a Pearl Earring“, „Love Actually“, A Single Man„) gibt hier eine klare Oscar-Performance. Er spielt den späteren König Georg VI. (übrigens Vater der derzeit regierenden Königin Elisabeth II.) voller Zorn, Trauer und Schmerz und dabei so liebenswürdig. Einige Szenen sind dabei unglaublich beklemmend und man leidet mit Colin Firths Charakter. Letztes Jahr habe ich Geoffrey Rush („Shine“, „Elizabeth“, „Quills“, „The Banger Sisters“, „The Life and Death of Peter Sellers“ ) in Exit the King am Broadway gesehen und war hin und weg. Er ist so ein Ausnahmetalent, sowohl auf der Bühne als auch im Film. Als Schauspieler hat er alle Preise gewonnen, die es zu gewinnen gibt. Für seinen Lionel wird er auch ganz sicher wieder eine Nominierung für einen Oscar erhalten, wenn nicht sogar einen weiteren Oscar. Erwähnt bleiben muss, dass sowohl Helena Bonham Carter als auch Guy Pearce wieder einmal eine überragende Performance geben.

Obwohl es eigentlich nicht erwähnt werden muss, möchte ich dennoch unbedingt darauf hinweisen, dass man „The King´s Speech“ im Original sehen muss. Der Film transportiert eine wunderbare, nicht synchronierbare Sprache und die Brillanz von Colin Firth ist nur zu erfassen, wenn man ihn im Original sprechen hört.

„The King´s Speech“ wird voraussichtlich für einen Oscar als bester Film nominiert. Ich bin sicher, dass Colin Firth für diese Rolle einen Oscar erhalten wird. Der Film bewirbt sich um einen Platz in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2010. Update: The King´s Speech hat einige Oscars gewonnen: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Colin Firth) und Bestes Originaldrehbuch.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Blue Valentine“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: intensives Beziehungsdrama mit Ryan Gosling und Michelle Williams. Möglicher Oscar-Kandidat
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Company Men“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Tragikomödie mit Ben Affleck (ich verstehe nicht, warum der besetzt wird), jedenfalls auch mit Tommy Lee Jones, Chris Cooper und Maria Bello
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Rite“
Bewertung des Trailers: B+(neuer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm mit Anthony Hopkins
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 % (für Anthony Hopkins

Trailer v. Film: „The Tourist“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Huch, der Film läuft schon in amerikanischen Kinos und es werden noch Trailer geschaltet, läuft wohl nicht so… ? :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% (und wenn ich nur in meinem Beitrag ein alles aussagendes Zitat von Florian Henckel von Donnersmarck wiedergeben darf…)

Trailer v. Film: „True Grit“
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Coen-Bros Film, Remake des John Wayne-Western von 1969 mit Jeff Bridges, Josh Brolin und Matt Damon. Klarer Oscar-Kandidat, die bislang völlig unbekannte Hailee Steinfeld macht auch so einen unglaublichen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "127 Hours"

Ich war am 18.11.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„127 Hours“ (dt. Kinostart: 17.02.11) 93 min drama, adaptation
dir. Danny Boyle cast: James Franco, Amber Tamblyn, Kate Mara, Clemence Poesy, Lizzy Caplan, Treat Williams

April 2003. Ohne jemanden von seinem Vorhaben erzählt zu haben, fährt der Naturbursche Aron Ralston (James Franco) zum Mountainbiken und Klettern für das Wochenende in den Canyonlands Nationalpark in Utah. In einem noch abgelegeneren Teil des Parks stürzt er in eine Felsspalte, wobei sein Arm zwischen zwei Felsbrocken eingeklemmt wird. Er hat nicht viele Möglichkeiten, sich aus dieser lebensgefährlichen Lage zu befreien…

A (Wertung von A bis F) „127 Hours“ basiert auf einer wahren Geschichte und Aron Ralstons Autobiografie „Between a Rock and a Hard Place“.

„127 Hours“ ist nicht nur einer der besten Filme des Jahres 2010, für mich ist es einer der besten Filme überhaupt. Wer hätte das gedacht? Als ich vor einigen Monaten davon hörte, dass Aron Ralstons Geschichte als Kinofilm entsteht, habe ich mich gefragt, wer sich so etwas für 1 1/2 Stunden anschauen soll. Nun habe ich, glaube ich, schon zu Slumdog Millionaire  erwähnt, dass man Danny Boyle („Trainspotting“) nie unterschätzen darf. Vor zwei Jahren präsentierte er dem verwöhnten Kinopublikum einen Film, der ausschließlich in Indien spielt, mit ausschließlich indischen Schauspielern und noch dazu zum überwiegenden Teil in Hindi (und damit untertitelt). Mit „Slumdog Millionaire“ begeisterte er sogar die Zuschauer, die Bollywood-Filme (höflich ausgedrückt) für verzichtbar halten, und überzeugte auch die Academy, Sein Film gewann rekordverdächtige acht Oscars.

Mit „127 Hours“ beweist er einmal mehr, was für ein brillanter Filmemacher er ist. Aus praktisch nichts, wenn man mal an die simplen Fakten denkt, erzählt er einen Film, der einen schnell packt (mich schon im Opening) und bis zum Schluß nicht mehr loslässt. „127 Hours“ ist beeindruckend fotografiert ist, lässt viel Raum für die Schönheiten der Natur und zeigt natürlich weit mehr als die bekannten Fakten (und ja, ich musste mir bei der unvermeidbaren oberhammerkrassen Szene die Hände vor die Augen halten). Wie üblich, hat Danny Boyle einen perfekten Soundtrack als Untermalung auch für seinen neuen Film gewählt. Danny Boyle bereichert durch seinen eigenen und mittlerweile unverkennbaren Stil die Filmwelt.

Im Jahr 2000 hat Tom Hanks in Robert Zemeckis „Cast Away“ einen Film komplett alleine getragen. Ich fand den Film gut, würde ihn mir aber kein zweites Mal anschauen. Hier trägt James Franco („City by the Sea“, Pineapple Express, Milk) den Film alleine und zwar so beeindruckend authentisch, sympathisch, voller Charme und Humor, dass dies ganz sicher eine Oscar-Nominierung nach sich ziehen wird. Vermutlich wird er Colin Firths Weg zum ersten Oscar noch etwas spannender gestalten. Im Gegensatz zu „Cast Away“ werde ich mir „127 Hours“ so bald wie möglich noch einmal im Kino anschauen.

Ich kann mir Oscar-Nominierungen für bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, bestes adaptiertes Drehbuch, beste Kamera, bester Schnitt sehr gut vorstellen.

Selbstverständlich ist „127 Hours“ festgesetzt in meiner TOP TEN für Filme des Jahres 2010.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Biutiful“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar:Alejandro González Inárritus neues Drama mit Javier Bardem. Film und Javier Bardem könnten eine Oscar-Nominierung erhalten.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Rabbit Hole“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Nicole Kidmans neuer Film macht einen überraschend guten Eindruck. Es hat sich offenbar gelohnt, für einige Monate auf Botox zu verzichten, so wird Frau Kidman jetzt auch für eine Oscar-Nominierung gehandelt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Berlin – Film: "The Social Network"

Ich war am 13.10.10 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„The Social Network“ (dt. Kinostart war der 07.10.10) 120 min drama, biopic, adaptation
dir. David Fincher cast: Jesse Eisenberg, Justin Timberlake, Andrew Garfield, Joseph Mazzello, Armie Hammer, Rashida Jones, Rooney Mara, Brenda Song, Max Minghella

Im Jahr 2003. Der 19-jährige Havard-Student Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) wurde gerade von seiner Freundin Erica (Rooney Mara) verlassen. Aus Wut hackt sich das Computergenie in die Datenbank der Universität ein und erstellt ein Portal für männliche Studenten, bei denen sie die Attraktivität ihrer Mitstudentinnen bewerten können. Die Seite führt schnell zum Zusammenbruch des Havard-Netzwerkes. Er wird gerügt, aber seine Seite bleibt ein großer Erfolg. Die Winklevoss-Zwillinge (Amie Hammer) werden auf ihn aufmerksam und bitten ihn, ihre neue Website HARVARD CONNECTION zu programmieren. Mark hat nun eine Idee zu einem sozialen Netzwerk für Havard und andere Elite-Universitäten und bittet seinen besten Freund Eduardo (Andrew Garfield) um finanzielle Unterstützung. Kurz darauf geht er eine Partnerschaft mit Napster-Gründer Sean Parker (Justin Timberlake) ein, der noch viel mehr Potential in FACEBOOK sieht und das Portal für alle Menschen weltweit zugänglich machen will. Mark Zuckerberg wird schließlich von den Winklevoss-Zwillingen und aus einem ganz anderen Grund auch von seinem Freund Eduardo verklagt….

B+ (Wertung von A bis F) Aaron Sorkins Drehbuch zu „The Social Network“ basiert auf Ben Mezrichs Buch „The Accidental Billionaires“.

Schon die Anfangsszene dominiert durch brillante Dialoge und ist eindrucksvoll gespielt und umgesetzt. Diese Szene gibt im Prinzip vor, was man von dem Film zu erwarten hat. Eine meiner Lieblingsszene folgt jedoch direkt dieser Eröffnungsszene. Mit einem äusserst gelungenen Score (der sich durch den ganzen Film zieht) kommt diese Szene komplett ohne Sprache aus und kann das ganze Gefühlsleben von Mark Zuckerberg und das Sortieren seiner Gedanken in diesem Moment so grandios transportieren. „The Social Network“ ist ganz sicher nicht David Finchers bester Film, aber er hat ein hervorragendes und fesselndes Biopic abgeliefert. David Fincher hebt sich, wie mit jedem seiner Filme auch hier, durch seine düster-schöne Bilderwelt ab. Auffällig gut gelöst hat er beispielsweise die Winklevoss-Zwillinge, die von einem einzigen Schauspieler (Amie Hammer) verkörpert werden.

Schauspielerisch ist „The Social Network“ perfekt besetzt. Allen voran ist da natürlich Jesse Eisenberg („The Squid and the Whale“, Adventureland, Zombieland) zu nennen. Jesse Eisenberg überzeugt auf ganzer Linie, auch wenn ich geneigt bin, ihn (grundsätzlich) als selbstverständlich zu sehen. Für diese Rolle ist eine Oscar-Nominierung klar denkbar. Mit Andrew Garfield habe ich zuletzt schon in Never Let Me Go gewisse Startschwierigkeiten gehabt, auch hier hat er mich nicht durchgängig überzeugt, aber er ist in manchen Szenen so unbeschreiblich gut, dass ich ihm dennoch großes Potential zuschreibe. Als Peter Parker im nächsten „Spider-Man“ kann ich ihn mir dennoch nicht vorstellen. Justin Timberlake kann mit einer – mich sprachlos machenden – Leichtigkeit hier einige Szenen eindeutig für sich beanspruchen.

Es gab ein paar wenige Szenen, die mich aus dem Film geworfen haben und auch sonst bin ich jetzt zwei Tage später nicht hundertprozentig von „The Social Network“ überzeugt, daher kann ich ihm natürlich nicht die volle Punktzahl geben. Dennoch, von allen großen Blockbuster-Hoffnungen in diesem Jahr (Shutter Island, Alice in Wonderland, Inception, The Town, Wall Street – Money Never Sleeps) ist „The Social Network“ der Film, der mir am besten gefallen hat und der am ehesten unter den Academy Awards besten zehn Filmen für 2011 gehört. Definitiv sehe ich eine Oscar-Nominierung für Aaron Sorkin und sein wunderbares Drehbuch, vielleicht auch eine für David Fincher als bester Regisseur.

Aaron Sorkin zeichnet und Jesse Eisenberg portätiert Mark Zuckerberg als blitzgescheiten, äusserst redegewandten und schlagfertigen, sehr schnell sprechenden Besserwisser und Snob, der klar und zugleich abwesend ist, voller Neid, extrem ehrgeizig was den Erfolg seiner Idee angeht, aber halt nicht gänzlich unsympathisch. Nach dem was ich in der letzten Zeit alles über Mark Zuckerberg gelesen habe, ist das eine äusserst schmeichelnde Darstellung. Ich kann nun sowieso nicht nachvollziehen wie man auf die Idee kommen kann, sein Privatleben bei FACEBOOK auszubreiten, nun empfinde ich es aber sogar als grob fahrlässig, private Informationen, Daten und Fotos einem Soziopathen zu überlassen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Twelve“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: ganz besonders ging mir die grauenhafte Synchro gegen den Strich, warum auch muss ich mir einen synchronisierten Trailer in einen OV-Kino anschauen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Paranormal Activity 2″
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Solche Filme funktionieren logischerweise nie mit Teil 2 (mit Horror denke ich an Blair Witch 2)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“Tron Legacy“
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80 %

Trailer v. Film: „The Switch“ bzw. „Umständlich verliebt“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: (ganz neuer Trailer und leider wieder synchronisiert, RomCom mit Jennifer Aniston, Jason Bateman, Patrick Wilson, Jeff Goldblum, Juliette Lewis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: So und hier war ich am meisten überrascht. Es wurde einer der Original-U.S.-Trailer genommen, auch in der Original-Sprache gelassen und mit unglaublich schrecklicher Musik unterlegt, sonst The Rolling Stones „Sympathy for the Devil“, der zu dem Trailer wunderbar passt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Life As We Know It“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Der Trailer, der auch in Singapur gezeigt wurde, Trailer wurde in der Original-Sprache gelassen
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Easy A“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Trailer in der Original-Sprache, Film mit Emma Stone, Patricia Clarkson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Das ganze Vorhang auf-Werbung-Trailer-Werbung-Vorhang zu-warten, warten-Vorhang auf-Film fängt endlich an-Spektakel beanspruchte diesmal unglaubliche 32 Minuten.

NYC – Film: "Never Let Me Go"

Ich war am 26.09.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Never Let Me Go“ (dt. Titel: „Alles, was wir geben mussten“, dt. Kinostart: 14.04.11) 104 min drama, adaptation
dir. Mark Romanek cast: Keira Knightley, Carey Mulligan, Andrew Garfield, Sally Hawkins, Charlotte Rampling, Domhnall Gleeson

Kathy (Carey Mulligan), Tommy (Andrew Garfield) und Ruth (Keira Knightley) wachsen in Hailsham, einem englischen Internat, auf. Die Zukunft von allen Hailsham-Kindern ist vorbestimmt und es scheint keine Möglichkeit zu geben, ihrem grausamen Schicksal zu entrinnen…

A (Wertung von A bis F) „Never Let Me Go“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kazuo Ishiguro. Warum bitte habe ich dieses Buch nicht gelesen?

Manchmal ist es doch sinnvoll, bevor man einen Film schaut, etwas mehr über ihn zu wissen. Über „Never Let Me Go“ wusste ich nur, dass es sich um einen möglichen Oscar-Film mit der o.g. Besetzung handelt. So habe ich mich, als die Bestimmung der Kinder langsam bekannt wurde (ich werde nichts spoilern), gefragt, inwieweit hier tatsächlich eine wahre Geschichte erzählt wird und warum ich noch nie davon gehört habe. Schnell war es mir aber dann auch völlig egal, weil mich die Story und das Schicksal von Kathy, Tommy und Ruth tief berührt hat. Der Film ist schwere Kost. Der Film ist ein fesselndes, einfühlsames und vielschichtiges Drama, das etwas anders inszeniert, auch ein Horrorfilm hätte sein können. Als Drama gefällt mir das natürlich besser und so könnte es auch mit einer Oscar-Nominierung für Film, Regie und Schauspieler klappen. Carey Mulligan hat bereits in An Education bewiesen, wie herausragend sie sein kann. Bei Andrew Garfield war ich zunächst nicht überzeugt, habe mir sogar mitten im Film fest vorgenommen, ihn nicht als neuen Spider-Man zu begutachten. Im letzten Drittel des Films aber spätestens waren alle drei Schauspieler (ja, sogar Keira Knightley – dass ich das jemals über sie sage, hätte ich NIE gedacht) überragend. „Never Let Me Go“ bewirbt sich bei mir um einen festen Platz in meiner TOP TEN Liste für Filme aus dem Jahr 2010.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „It´s Kind of a Funny Story“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Indie-Komödie mit Zach Galifianakis.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Monsters“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: britischer Alien-Film, der verdammt gut sein könnte…Irgendwie erinnert mich das an „District 9“
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „127 Hours“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Wenn jemand dieses Drama spannend erzählen kann, dann Danny Boyle mit seinem Hauptdarsteller James Franco
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%