San Francisco – Film: „Frozen II“

Ich war am 28.11.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Frozen II“ (dt. Filmtitel: „Die Eiskönigin 2“, dt. Kinostart: 20.11.19)  104 min  animation, sequel 

dir. Chris Buck, Jennifer Lee  voices: Idina Menzel, Kristen Bell, Jonathan Groff, Josh Gad, Sterling K. Brown, Evan Rachel Wood, Alfred Molina, Martha Plimpton, Jason Ritter, Jeremy Sisto, Rachel Matthews, Ciarán Hinds 

 

Königin Elsa von Arendelle (Idina Menzel) hört immer wieder eine mysteriöse Stimme, die außer ihr niemand wahrnimmt. Eines Tages folgt sie, zusammen mit ihrer Schwester Anna (Kristen Bell), Kristoff (Jonathan Groff), Rentier Sven und natürlich Olaf (Josh Gad) dem Ruf. Es führt das Gespann in die verwunschenen Wälder und in die Vergangenheit… 

 

B (Wertung von A bis F) „Frozen II“ ist die Fortsetzung des erfolgreichen Films Frozen aus dem Jahr 2013. Regie führen, wie bereits bei dem Originalfilm, die beiden amerikanischen Filmemacher Chris Buck und Jennifer Lee.

Die Fortsetzung ist etwas düsterer als der Originalfilm, wobei ich die Story (und dankenswerterweise auch die Songs) nach Verlassen des Kinos schon wieder vergessen habe. Für die Dauer des Kinobesuchs mochte ich aber das Abenteuer, auch wenn einige Längen zwischendurch spürbar waren. Nicht übrigens für die vielen kleinen Mädchen in ihren glitzernden Prinzessinnen-Kostümen, von denen ich in einer, bis auf den letzten Platz ausverkauften Vorstellung, umgeben war. Die Kinder waren augenscheinlich von allem, was auf der Leinwand geschah, begeistert. Meine Begeisterung galt Olafs Zusammenfassung der gesamten Geschichte, Sven und allen anderen Rentieren und vor allen Dingen der hervorragenden Animation.

„Frozen II“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Animationsfilm, Bester Originalsong („Into the Unknown“)

„Frozen II“ wurde am 22.11.19 in 4,440 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film unter dem Titel „Die Eiskönigin 2“ bereits seit dem 20.11.19 im Kino.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer: 

Trailer v. Film: „Cats„

Bewertung des Trailers: D-

Kommentar:  Unglaublich, der Trailer ist wirklich so schlecht, wie alle sagen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Spies in Disguise„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Animationsfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „Little Women„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Neu-Verfilmung des gleichnamigen Romans und neuer Film von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh, Laura Dern, Meryl Streep, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Playmobil: The Movie„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Sonic the Hedgehog„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Live-action Film mit Jim Carrey, sieht ganz lustig aus

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Scoob!„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Animationsfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Star Wars: The Rise of Skywalker„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: neunter Part der Saga – gähn

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Soul„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: neuer Pixar-Film – Wow

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Onward„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Tja, irgendwie kann ich damit gar nichts anfangen, aber es ist ein neuer Pixar und die wissen eigentlich was sie tun. Update: Ich mag die Figuren nicht

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

Denver – Film: „Vice“

Ich war am 28.12.18 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Vice“  (dt. Filmtitel: „Vice – Der zweite Mann“, dt. Kinostart: 21.02.19)  132 min  biopic

dir. Adam McKay  cast: Christian Bale, Amy Adams, Steve Carell, Sam Rockwell, Tyler Perry, Alison Pill, Lily Rabe, Shea Whigman, Eddie Marsan, Bill Pullman, Bill Camp, Alfred Molina, Jesse Plemons  voice: Jesse Plemons 

 

„Vice“ ist ein Porträt eines der mächtigsten und zugleich am meisten gehassten Politikern der Vereinigten Staaten: Dick Cheney.

 

 

D+ (Wertung von A bis F) „Vice“ ist der neue Film des amerikanischen Autors und Filmemachers Adam McKay („Anchorman: The Legend of Ron Burgundy“, Step Brothers , The Big Short). Sein Biopic über den ehemaligen US-Vize-Präsidenten Dick Cheney eröffnet er mit folgenden Worten: “The following is a true story. Or as true as it can be, given that Dick Cheney is known as one of the most secretive leaders in recent history. We tried our fucking best.”

Es kommt natürlich immer auch auf die Erwartungshaltung an. Nach dem äußerst gelungenen „The Big Short“ war McKays Nachfolgefilm einer der 2018er-Filme, auf die ich mich am meisten gefreut habe. Jetzt ist es meine größte filmische Enttäuschung des vergangenen Jahres. 

Adam McKay wollte unbedingt einen Film über Dick Cheney machen, warum, bzw. was er mit seinem Werk bezweckt und welche Zielgruppe der Film ansprechen soll, bleibt sein Geheimnis. Zunächst einmal hätte der Film während der Obama-Administration herauskommen müssen, jetzt mit Donald Trump im Weißen Haus, will man sich gerade nicht wirklich nochmal mit Dick Cheney beschäftigen. Dick Cheney ist sicher an vielem schuld (er hat den damaligen U.S. Präsidenten George W. Bush als Marionette mißbraucht, das amerikanische Volk und die Welt hinsichtlich Massenvernichtungswaffen im Irak belogen, aus wirtschaftlichen Interessen einen Angriffskrieg gegen den Irak geführt, ohne den wir heute sicher nicht so eine Instabilität in der arabischen Region hätten, etc. ), den Klimawandel und die Wahl von Donald Trump würde ich ihm nicht in die Schuhe schieben. Was hat aber Dick Cheney angetrieben, was hat ihn ausgemacht, was war seine Motivation? Diese Fragen versucht Adam McKay nicht zu ergründen. Das wäre aber die Aufgabe einer filmischen Biografie, auch wenn sie mehr satirischer Natur ist. 

Diejenigen, die Cheneys Vizepräsidentschaft unter Bush Jr. nicht selbst miterlebt haben, nehmen durch diesen Film vielleicht ein paar oberflächliche Fakten mit. Aufschlussreicher gegliedert können sie die aber Cheneys Wikipedia-Seite entnehmen. Als Unterstützung in Spielfilmform kann ich Oliver Stones Biopic W. empfehlen. Wieso der verheerende Terroranschlag vom 11. September 2001 von den amerikanischen Geheimdienstlern nicht verhindert wurde, erklärt die brillante TV-Serie The Looming Tower. Warum die CIA-Agentin Valerie Plame von der Bush-Adminstration enttarnt wurde (was auch kurz in „Vice“ zur Sprache kommt) kann man durch Doug Limans Film Fair Game erfahren. 

„Vice“ ist ein Paradebeispiel dafür, dass man nicht jedem Regisseur bei der Fertigstellung seines Films freie Hand lassen sollte. Warum haben hier die Produzenten, die Geldgeber, diesen überladenen Film so abgenommen und nicht darauf gedrängt, dass er zurück in den Schneideraum geht, um das Chaos etwas zu strukturieren? 

McKays Inszenierung ist nämlich eine unstrukturierte, gar wirre, teils schnell geschnittene Zusammenstellung von kreativen und nicht so kreativen Ideen, Montagen von historischen Fakten und biografischen Punkten in Cheneys Lebenslauf, vielen Zeitsprüngen, Metaphern, schockierenden Fotos, Rückblenden, Originalaufnahmen, einem Dialog in Shakespeare-Form, einem Abspann inmitten des Films (hat Adam McKay Gaspar Noés Climax gesehen?). einer ähnlich wirksamen Szene, wie Margot Robbies-Badewannen-Monolog in „The Big Short“, einer vierten Wand-Szene, einem Rätsel, was es wohl mit dem Erzähler (Jesse Plemons, der auch 10x im Film auftaucht) auf sich hat, vielen plakativen Worten, einer Szene während des Abspanns, usw, usw. Dabei merkt man der Inszenierung an, dass sie smart, cool und witzig sein sollte. Clevere Filme müssen aber nicht nochmal erklären, was man gerade sowieso auf der Leinwand gesehen hat und auch versehen sie nicht jede bekannte Persönlichkeit mit einer Untertitelung. 

Es ist nicht so, dass ich „Vice“ von vorne bis hinten hasse. Immer wieder gibt es Szenen die ich mag (Im Krankenhaus mit Dick und Lynne Cheney und ihrer Tochter, Stabchef Scoott Libbys „Verteilung“ der Posten, die Szene während des Nachspanns). Die Alfred Molina-Szene ist für mich die beste des gesamten Films, aber ansonsten bleibt mir der Film nur als nachlässiges, verbissen witzig sein wollendes, chaotisches Biopic in Erinnerung. Dick Cheney ist eine faszinierende Figur der Zeitgeschichte, er hat einen besseren Film verdient. 

Schauspielerisch ist der Film sehr gut. Am meisten positiv überrascht war ich von Steve Carell als Donald Rumsfeld, entsprechend ausgeleucht sah er dem Original manchmal erschreckend ähnlich. LisaGay Hamilton und Tyler Perry als Condoleezza Rice und Colin Powell haben ihre Sache auch sehr gut gemacht. Amy Adams ist mir besonders in der Szene im Krankenhaus in Erinnerung. Sam Rockwell hat nun nicht wirklich Ähnlichkeit mit George W. Bush (warum hat Adam McKay nicht Josh Brolin, der George W. Bush in „W.“ so überzeugend spielte, besetzt?). Christian Bale ist natürlich überragend in der Rolle (wann ist er es mal nicht?), er sieht dem ehemaligen Vizepräsidenten nicht nur sehr ähnlich, er trifft sogar seine Stimmlage und Sprache. Dennoch habe ich mir mitten im Film notiert, dass er für diese Performance keinen zweiten Oscar gewinnt. 

„Vice“ und Clint Eastwoods „The Mule“ waren die letzten beiden möglichen Oscar-Anwärter, die im Filmjahr 2018 der amerikanischen Presse gezeigt wurden. „Vice“ stand lange unter Embargo, was ein sehr kluger Schachzug der PR-Experten von Annapurna Pictures war. Schließlich hat der Film und die Schauspieler in der Zwischenzeit Golden Globe-Nominierungen erhalten und auch wurden die Schauspieler für die SAG-Awards nominiert, darüber kann man fast vergessen, dass die amerikanischen Kritiken eher durchwachsen sind.  

„Vice“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Christian Bale), Bester Nebendarsteller (Sam Rockwell, Steve Carell), Bestes Originaldrehbuch Update: „Vice“ hat 8 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller Christian Bale, Bester Nebendarsteller Sam Rockwell, Beste Nebendarstellerin Amy Adams, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt und Bestes Make-up und Beste Frisuren) erhalten. Update: „Vice“ hat einen Oscar (Bestes Make-up und beste Frisuren) gewonnen. 

„Vice“ ist am 25.12.18 in 2,442 amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er landesweit sogar in 2,534 Lichtspielhäusern. In Deutschland startet der Film unter dem deutschen Filmtitel: „Vice – Der zweite Mann“ am 21.02.19 in den Kinos. 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Captain Marvel„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Wann hört das endlich auf mit diesen Marvel-Filmen?

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „What Men Want„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Komödie, eine scheinbar völlig unlustige noch dazu. Mit Taraji P. Henson und Tracy Morgan 

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ganz sicher nicht 


Trailer v. Film: „The Upside„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Remake dieses französischen Films („Ziemlich beste Freunde“), hier mit Bryan Cranston, Kevin Hart und Nicole Kidman

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Cold Pursuit„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Actionthriller mit Liam Neeson und Laura Dern

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei Liam Neeson bin ich eigentlich immer dabei


Trailer v. Film: „Us„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: nahezu perfekter Trailer von Jordon Peeles neuem Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „They Shall Not Grow Old„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Peter Jacksons neuer Film, Doku über den Ersten Weltkrieg

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Fighting with my Family„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Biopic/Sportsdrama mit Dwayne Johnson, Vince Vaughn und Nick Frost

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Where´d You Go, Bernadette„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Romanverfilmung und Richard Linklaters neuer Film mit Cate Blanchett in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: „The Front Runner“

Ich war am 23.11.18 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Front Runner“ (dt. Filmtitel: „Der Spitzenkandidat“, dt. Kinostart: 07.03.19)  113 min  drama, biopic, adaptation 

dir. Jason Reitman  cast: Hugh Jackman, Vera Farmiga, J. K. Simmons, Alfred Molina, Mamoudou Athie

 

Im Jahr 1988. Der Senator Gary Hart (Hugh Jackman) gilt als aussichtsreichste Kandidat der Demokraten für die nächste U.S.-Präsidentschaftswahl. Die Nominierung ist eigentlich nur noch eine Formsache. Gary Hart sieht sich selbst bereits im Weißen Haus, dann kommt jedoch seine außereheliche Affäre ans Licht…

 

B+ (Wertung von A bis F) „The Front Runner“ basiert auf einer wahren Geschichte. Der Film ist ein Biopic über Senator Gary Hart, der im Jahr 1988 kurz davor war als U.S.-Präsidentschaftskandidat der Demokraten nominiert zu werden. Wie eine außereheliche Affäre diesem Politiker innerhalb von nur drei Wochen zum Verhängnis werden konnte, davon erzählt dieser Film. Der Film basiert auf Matt Bais Buch „All the Truth is Out: The Week Politics Went Tabloid“. Es ist der neue Film von Jason Reitman („Thank You for Smoking“, Juno, Up in the Air, Young Adult) und nach Tully bereits sein zweiter Film im Jahr 2018. 

Jason Reitman hat diese Geschichte ruhig, aber recht fesselnd inszeniert. Teilweise hat er mich an Michael Manns exzellenten Film „The Insider“ erinnert. Er schafft es einen in die Zeit v. 1988 zu versetzen. Man versteht, wie die U.S.A. in dieser Zeit getickt hat. Gary Harts Fall war einer der ersten Sexskandale eines Politikers. Bis zu diesem Fall waren die außerehelichen Affären von U.S.-Politikern (auch U.S. Präsidenten) ein offenes Geheimnis, es gehörte jedoch zum journalistischen Ehrenkodex, darüber nicht zu berichten. 

Der Filmemacher präsentiert die Geschichte wertneutral, jeder muss für sich herausfinden, wie er den Fall beurteilt.  

Angesichts der heutigen Situation ist es etwas frustrierend eine Zeit zu sehen, in der ein U.S.-Politiker noch eine gewisse Vorbildfunktion hatte und ihm moralische Verfehlungen das Amt kosten konnten. Wenn man dem Film etwas vorwerfen kann, dann, dass er zur falschen Zeit (im November 2018, nach zwei Jahren Amtszeit von Donald Trump) herausgekommen ist. Derjenige, der Hugh Jackmans Perücke ausgesucht hat sollte auch zur Verantwortung gezogen werden – die hat mich nämlich ständig rausgebracht. 

Schauspielerisch fand ich Mamoudou Athie, der den afroamerikanischen Journalisten der Washington Post gespielt hat, herausragend. Hugh Jackman gibt aber auch eine solide Performance. 

„The Front Runner“ ist/war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Hugh Jackman), Bester Nebendarsteller (J.K. Simmons), Beste Nebendarstellerin (Vera Farmiga), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien 

„The Front Runner“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 6.11.18 in vier Kinos gestartet. Mittlerweile ist er landesweit in 807 Kinos zu sehen. In Deutschland startet der Film am 07.03.19. 

Trailer zu sehen: 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rocketman„

Bewertung des Teasers: B+

Kommentar: Biopic über Elton John mit Taron Egerton in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Schindller´s List„

Bewertung des Teasers: B+

Kommentar: Steven Spielbergs Oscar-Gewinner-Film wird jetzt 25 Jahre später im amerikanischen, aber auch im deutschen Kino wiederaufgeführt. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: natürlich schon gesehen 


Trailer v. Film: „The Favourite„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: möglicher Oscar-Kandidat. Yorgos Lanthimos neuer Film mit Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone

Wie oft schon im Kino gesehen: 9 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF56 gesehen


Trailer v. Film: „The Mule„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Clint Eastwoods neuer Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „On the Basis of Sex„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Biopic über RBG mit Felicity Jones in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Vice„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Adam McKays neuer Film und möglicher Oscar-Kandidat. Film über den ehemaligen US-Vize-Präsidenten Dick Cheney. Christian Bale könnte hierfür seinen zweiten Oscar gewinnen. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gucke ich mir gleich an


Trailer v. Film: „A Dog´s Way Home„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: bei Hundefilmen muss ich immer heulen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: naja, wahrscheinlich schon, aber eher auf Netflix oder so


Trailer v. Film: „Miss Bala„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Actionthriller mit Gina Rodriguez und Anthony Mackie

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

San Francisco – Film: „Ralph Breaks the Internet“

Ich war am 21.11.18 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Ralph Breaks the Internet“ (dt. Filmtitel: „Chaos im Netz“, dt. Kinostart: 24.01.19)    112 min   animation, sequel 

dir. Rich Moore, Phil Johnston  voices: John C. Reilly, Sarah Silverman, Jack McBrayer, Jane Lynch, Gal Gadot, Taraji P. Henson, Alfred Molina, Ed O´Neill

 

Nachdem das Lenkrad an dem Automatenspiel „Sugar Rush“ kaputt gegangen ist, hat die  Figur Vanellope (Sarah Silverman) keine Daseinsberechtigung mehr. Damit „Sugar Rush“ in der Spielhalle nicht endgültig abgestellt wird, muss dringend das Ersatzteil her und das soll nun ausgerechnet in diesem „Internet“ zu finden sein. Vanellope begibt sich mit ihrem besten Freund Wreck-It-Ralph (John C. Reilly) auf eine abenteuerliche Reise ins Internet…

 

B (Wertung von A bis F) „Ralph Breaks the Internet“ ist der neueste Disney-Film und eine Fortsetzung zu Wreck-It Ralph. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Rich Moore (Zootopia), er hat bereits bei dem Originalfilm Regie geführt. Hier arbeitet er im Team mit Phil Johnston, der mit diesem Film sein Regiedebüt gibt. Die Ereignisse dieses Films finden sechs Jahren nach denen aus dem Originalfilm statt. 

Die Fortsetzung zu „Wreck-It Ralph“ ist ein Film über Freundschaft und zeigt dabei auf charmante Weise, wie schwer es ist, sich im Internet zurecht zu finden, wenn man keine Ahnung hat. Der Film erklärt wie Suchmaschinen, eBay, Algorithmen, etc. funktionieren, wie Trends entstehen und zeigt aber auch die negative Seiten und welche Gefahren das Internet bergen kann.

Erstklassig ist für mich der Film wenn Vanellope im weltweiten Netz irgendwann in der (für den Film hauseigenen) Disney-Welt landet und dort auf einige bekannte Figuren stösst und schließlich mit der ganzen Prinzessinnen-Sippe zusammentrifft. In dieser Welt hätte ich mich gerne noch viel  länger aufgehalten und gesehen wie man mit der Selbstkritik weiter umgeht. Das bietet so viel Möglichkeiten. 

Der Film ist visuell manchmal etwas überfordernd und zu definitiv zu lang, die Animationen sind  – wie von Disney zu erwarten – klasse. 

Zu der 3D-Fassung kann ich mich nicht äußern, ich habe ihn in der XD-Fassung gesehen. 

„Ralph Breaks the Internet“ ist für eine Oscar-Nominierung für die Kategorie Bester Animationsfilm  und Bester Originalsong („A Place Called Slaughter Race“) im Gespräch. Update: Der Film wurde für einen Oscar in der Kategorie Bester Animationsfilm nominiert.

„Ralph Breaks the Internet“ ist am 21.11.18 in 4,017 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland startet der Film unter dem Filmtitel „Chaos im Netz“ am 24.01.19 in den Kinos. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „How to Train Your Dragon: The Hidden World„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Animationsfilm und Fortsetzung, ich mag aber keine Drachen und habe den ersten Teil und den zweiten Teil bis heute nicht gesehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: also, eher nicht


Trailer v. Film: „Spider-Man: Into the Spider-Verse„

Bewertung des Trailers: D+

Kommentar: Marvel-Animationsfilm. Hier habe ich meine Meinung inzwischen geändert, ich werde mir den Film wohl anschauen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Secret Life of Pets 2„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Animationsfilm und Fortsetzung

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Spies in Disguise„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Animationsfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „UglyDolls„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Animationsfilm und Musical

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Toy Story 4„

Bewertung des Teasers: B

Kommentar: PIXAR-Animationsfilm und Fortsetzung

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Lego Movie 2“

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Fortsetzung zu The Lego Movie

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Toy Story 4„

Bewertung des 2. Teasers: A-

Kommentar: zwei Teaser vor einem Film ist ungewöhnlich, der zweite mit Ducky und Bunny ist klasse

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Dumbo„

Bewertung des Teasers: B- 

Kommentar: Tim Burtons live-action-Verfilmung von „Dumbo“, na darauf hat die Welt ja gewartet…

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

TV – Serie: „Feud: Bette and Joan“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender FX-Miniserie angeschaut:

 

 

„Feud: Bette and Joan“ 8 x approx. 50 min drama, biopic
dir. Ryan Murphy, Gwyneth Horder-Payton, Liza Johnson, Helen Hunt, Tim Minear cast: Jessica Lange, Susan Sarandon, Judy Davis, Jackie Hoffman, Alfred Molina, Stanley Tucci recurring cast: Catherine Zeta-Jones, Kathy Bates, Alison Wright guest starring: Sarah Paulson, John Waters

 

 

Im Jahr 1961. Joan Crawford (Jessica Lange) ist nach dem überraschenden Tod ihres Mannes in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Seit Jahren hat die alternde Hollywood-Diva schon keine guten Rollenangebote mehr bekommen. Nun sucht sie selbst nach einem Projekt und wird mit dem Roman „What Ever Happened to Baby Jane?“ fündig. Sie überredet den Filmemacher Robert Aldrich (Alfred Molina), diesen Roman mit ihr und Bette Davis (Susan Sarandon) in den Hauptrollen zu verfilmen. Auch Bette Davis´ Karriere ist nicht mehr das, was sie mal war – mittlerweile spielt sie am Broadway, aber die Kritiken sind durchwachsen. Der Regisseur Robert Aldrich versucht eine Finanzierung für „What Ever Happened to Baby Jane?“ zu bekommen, nur würden alle Hollywood-Produzenten lieber jüngere Stars besetzen. Schließlich gelingt es ihm, den Studioboss Jack L. Warner (Stanley Tucci) zu überzeugen, dieses Filmprojekt ins Kino zu bringen. Damit beginnen jedoch erst die wahren Probleme, denn die beiden Hollywood-Legenden sind sich spinnefeind…

A- (Wertung von A bis F) „Feud: Bette and Joan“ ist die neueste Anthologie-Serie von Serienschöpfer Ryan Murphy (“Nip/Tuck“, „Glee“, „American Horror Story“). Im letzten Jahr hat Ryan Murphy sich mit The People v. O. J. Simpson: American Crime Story dem Prozess des (letzten) Jahrhunderts gewidmet, mit der ersten Staffel seiner neuen non-fictional Anthologie-Serie erzählt er von dem Kleinkrieg, den sich die Hollywoodlegenden Bette Davis und Joan Crawford über Jahrzehnte geliefert haben.

Ich kann mich nicht erinnern, wann mir eine Serie je größeres Vergnügen bereitet hat. Hollywood-Geschichte (n), die Oscars, starke, schwierige Frauencharaktere, die ihren Willen durchsetzen, ein epochaler Zicken Diven-Krieg, großartige Schauspieler, exzellentes Schauspiel, ein ständig fluchenden Stanley Tucci in der konsequenten Arschloch-Rolle, ein Alfred Molina, der noch nie besser war…logischerweise habe ich die einzelnen Episoden dieser Serie mehrmals gesehen. Aber auch wenn einem gar nichts von diesen Themen interessiert, kann man sich an dem überragenden Vintage-Set- und Kostümdesign (alleine Hedda Hoppers Hüte) sattsehen.

Die erste Staffel von „Feud“ führt einen in das „alte Hollywood“, zu Beginn der 1960er Jahre stirbt das Studio-System langsam aus. Viele Amerikaner haben mittlerweile einen Fernseher, gehen aber trotzdem immer noch mehrere Male die Woche ins Kino. Im Vergleich zu heute gibt es ganz wenige „große“ Stars. Die großen Stars dieser Zeit waren u.a. Audrey Hepburn, Doris Day und Elizabeth Taylor. Schauspielerinnen, die bereits über 40 Jahre alt waren – auch wenn sie einst noch so erfolgreich waren – bekamen kaum noch Rollenangebote. Joan Crawford war im Jahr 1961 (vermutlich) 57 Jahre alt und steckte durch den plötzlichen Tod ihres Ehemanns in finanziellen Schwierigkeiten. Sie entschied sich, eigeninitiativ ein neues Filmprojekt zu suchen. Sie fand den Roman „What Ever Happened to Baby Jane?“ und überzeugte den Regisseur Robert Aldrich, das Projekt mit ihr und Bette Davis zu realisieren.

 

Die ersten drei Episoden von „Feud: Bette and Joan“ erzählen von diesem Filmprojekt, vor allen Dingen von den nervenaufreibenden Dreharbeiten zu dem Film. Bei der vierten Episode sind die Dreharbeiten abgeschlossen, das Filmprojekt „What Ever Happened to Baby Jane?“ galt immer als „B-Movie“ und sollte nun landesweit in den amerikanischen Kinos starten. Der Film wurde zu einem Überraschungshit und wurde noch dazu für fünf Oscars nominiert. Die fünfte Folge erzählt von den legendären Oscars des Jahres 1963. Die sechste Episode handelt von den Nachwirkungen der Oscars und der Suche nach einem neuen Filmprojekt für sämtliche Beteiligte von „What Ever Happened to Baby Jane?“. „Hush…Hush, Sweet Charlotte“ sollte es sein. Die siebente Episode erzählt von den anstrengenden Dreharbeiten von „Hush…Hush, Sweet Charlotte“ und wie es zu der Umbesetzung kam. Schließlich vergehen für die letzte Episode einige Jahre…

„Feud: Bette and Joan“ zeigt wie generell Frauen (und andere Minderheiten), aber insbesondere ältere Schauspielerinnen in Hollywood behandelt wurden (und wohl immer noch werden).

Ryan Murphy ist ein offen schwul lebender Autor, Filme- und Serienmacher und man sieht dieser Anthologie-Serie an, dass dies wohl eine Art Traumprojekt für ihn ist. Wie die meisten Homosexuellen liebt er starke Frauen/Persönlichkeiten und tolle Schauspielerinnen. In „Feud: Bette and Joan“ sind nicht weniger als 15 Rollen mit Schauspielerinnen jenseits der Vierzig besetzt worden. Ryan Murphy hat auch das bemerkenswertes Projekt „Half Foundation“ ins Leben gerufen, bei der in in seinen Serien mind. 50% Frauen im Regiesessel sitzen. Sehr löblich. Als junger Journalist, Ende 1980er Jahren und zwei Monate vor ihrem Tod, hat Ryan Murphy die Gelegenheit bekommen, die Hollywood-Legende Bette Davis zu interviewen. Die beiden führten ein Vier-Stunden-Gespräch, Die Idee zu dieser Serie ist vielleicht bereits in der Zeit entstanden.

Mir war relativ schnell klar, dass ich dem „Team Bette“ angehöre. Mein Herz gehört von jeher den Charakterschauspielern, den Künstlern. Außerdem glaube ich, dass Bette Davis unglaublich selbstbewusst und scharfzüngig, ja cool war – ich mag ihre Attitüde. Joan Crawford war sicher wesentlich hübscher als Bette Davis, aber auch sehr eitel hinsichtlich ihres Aussehens. Bette Davis war auch eitel, aber einzig hinsichtlich ihrer Arbeit. Sie wollte immer in anspruchsvollen Projekten ihre bestmögliche Performance geben. Bette Davis war die Meryl Streep ihrer Zeit. Gerade wenn man sich die Filme mit Bette Davis anschaut, sieht man, dass Susan Sarandon eine starke Ähnlichkeit (Gesichtszüge, Augen) mit Bette Davis hat. Susan Sarandon versucht nicht, Bette Davis´ Stimme zu imitieren, sie sorgt aber mit ihrer kraftvollen Stimme und Sprache für Glaubwürdigkeit. Susan Sarandon ist brillant als Bette Davis. Überragend fand ich aber auch Alfred Molina und – na klar – Stanley Tucci als Jack Warner, dem Kopf von Warner Bros.

Mit Jessica Lange hatte ich anfangs meine Probleme. Sie war mal eine bildhübsche Frau, sieht aber jetzt dank (wahrscheinlich zu vieler Schönheitsoperationen) maskenhaft aus. So wirkt Jessica Lange hier als ob Jessica Lange Joan Crawford porträtiert. Später ab Folge 3 habe ich mich entweder an sie gewöhnt oder sie ist in ihre Rolle reingewachsen. In ihrem Spiel ist sie in meinen Augen tatsächlich besser geworden. Später ab Episode fünf und sechs konnte ich dann auch vergessen, hier eigentlich Jessica Lange zu sehen. Letztlich darf man nicht vergessen, dass auch Joan Crawford in der, bzw. für die Öffentlichkeit die Rolle der „Joan Crawford“ gespielt hat. Jessica Lange ist später in der Serie absolut glaubhaft, an die bravouröse Performance von Susan Sarandon kommt sie – meines Erachtens – jedoch nicht heran.

So gegensätzlich die Hollywood-Diven Bette Davis und Joan Crawford waren, so ähnlich war jedoch ihr privater Hintergrund. Auch charakterlich waren sie sich sehr ähnlich. Beide hatten eine unschöne bzw. (in Joan Crawfords Fall) eine schreckliche Kindheit, haben sich ihre Karriere hart erarbeitet, suchten stets nach Anerkennung, waren sehr ehrgeizig, kämpferisch und professionell, aber auch eifersüchtig und neidisch. Sie hatten Allüren und waren letztlich beide einsam. Sowohl Bette Davis als auch Joan Crawford hatten adoptierte Kinder (Bette Davis hatte mit B.D. auch ein leibliche Tochter) mit denen sie eine schwierige Beziehungen verband. Beide waren vier Mal verheiratet und – mehr oder weniger – alleinerziehend. Die Schauspielerinnen waren extrem erfolgreich, aber ab einem gewissen Alter war ihre Karriere quasi am Ende. Beide Hollywoodlegenden hatten ein Alkoholproblem und auch Affären mit denselben Männer.

Gestern wurde nun die letzte Episode von „Feud: Bette and Joan“ erstmalig ausgestrahlt. Im Vorfeld habe ich mich schon lange auf diese neue Serie gefreut und so konnte ich es selbstverständlich nicht abwarten, bis die Serie erstmalig komplett ausgestrahlt wurde. Ich sah mich gezwungen, von Beginn der Erstausstrahlung an – ganz old school – eine Folge pro Woche zu sehen, um dann wieder eine elend lange Woche darauf zu warten, bis eine neue Folge zum Download zur Verfügung stand und diese dann zu schauen. Was Filme bzw. Serien angeht, hat „Feud: Bette and Joan“ quasi die letzten zwei Monate meines Lebens bestimmt. Ich habe viel recherchiert, den Wahrheitsgehalt der Serie abgeklopft (die Serie hält sich – mit Ausnahme der letzten Episode – sehr an die Fakten) und mir den Luxus genommen, die für diese TV-Serie beiden relevanten Filme What Ever Happened to Baby Jane? und Hush…Hush, Sweet Charlotte erneut anzuschauen. Das würde ich auch jedem empfehlen, der sich „Feud: Bette and Joan“ ansieht. Außerdem habe ich mir einige wichtige Filme mit Bette Davis, Joan Crawford und Olivia de Havilland angeschaut: „Sudden Fear“ aus dem Jahr 1952, für diese Performance wurde Joan Crawford für den Oscar nominiert (B+), „Mildred Pierce“ aus dem Jahr 1945, für diese Performance hat Joan Crawford einen Oscar gewonnen (B-) , „Dangerous“ aus dem Jahr 1935, für diese Performance hat Bette Davis ihren ersten Oscar gewonnen, (C+) und „Jezebel“ aus dem Jahr 1938, für diese Performance hat Bette Davis ihren zweiten Oscar gewonnen (B+), „The Snake Pit“ aus dem Jahr 1948, für diese Performance wurde Olivia de Havilland für den Oscar nominiert (A-), „Strait-Jacket“ mit Joan Crawford aus dem Jahr 1964 (B-), „The Letter“ aus dem Jahr 1940, für diese Performance wurde Bette Davis für den Oscar nominiert (A-). Bei der Gelegenheit habe ich mir auch „All About Eve“ aus dem Jahr 1950, der Film hat 14 Oscar-Nominierungen erhalten, inkl. einer Nominierung für Bette Davis (A) und „Suspicion“ aus dem Jahr 1941 (A-), dafür hat Olivia de Havillands Schwester Joan Fontaine den Oscar gewonnen – es war die einzige schauspielerische Leistung eines Alfred Hitchcock-Films, die je mit einem Oscar honoriert wurde, mal wieder angeschaut. Das war ein etwas zeitaufwändiges Projekt, aber es hat so viel Spass gemacht und ich habe sehr viel Neues über Hollywood gelernt.

Meine Lieblingsepisode: Wie sollte es anders sein: Episode 5 („And the Winner is…(The Oscars of 1963). In dieser Episode dreht sich alles um die 35th Academy Awards. Wenn man nicht weiß, was man unter „schmutzige Oscar-Kampagne“ versteht, hier gibt es ein Paradebeispiel.

Dramaturgisch mag dieser Mehrteiler vielleicht nicht immer gut gelöst sein, aber er ist unglaublich unterhaltsam und witzig. Auch konnte ich mich nicht für jede schauspielerische Leistung (mit Kathy Bates als Joan Blondell habe ich mich nie anfreunden können, Catherine Zeta-Jones fand ich anfangs als Olivia de Havilland auch nicht überzeugend, später schon) begeistern, wer aber an Hollywood-Geschichte interessiert ist, sich an umwerfender Ausstattung und Kostümen und hervorragenden Performances erfreuen kann, wird diese TV-Serie auch lieben. In meinen Augen wird diese Serie von Episode zu Episode besser.

Der grobe Inhalt der einzelnen Episoden:

  1. Episode (Pilot) Das Projekt „What Ever Happened to Baby Jane?“ und der Beginn der Dreharbeiten
  2. Episode (The Other Women) Die Probleme bei den Dreharbeiten
  3. Episode (Mommie Dearest) Privater Hintergrund der Diven, Dreharbeiten werden abgeschlossen
  4. Episode (More, or Less) „What Ever Happened to Baby Jane?“ ist fertiggestellt und startet landesweit in den amerikanischen Kinos, Oscar-Nominierungen
  5. Episode (And the Winner is…(The Oscars of 1963)) Die 35th Academy Awards
  6. Episode (Hagsploitation) Was kommt nach „What Ever Happened to Baby Jane?“? Beginn der Dreharbeiten von Hush…Hush, Sweet Charlotte
  7. Episode (Abandoned) Die Probleme bei den Dreharbeiten von „Hush…Hush, Sweet Charlotte“
  8. Episode (You Mean All This Time We Could Have Been Friends?) fiktiver Part, das Ende der Karrieren der Hollywood-Legenden

Um die schauspielerische Leistung richtig zu erfassen, sollte man diese Serie unbedingt im Original sehen!

Die wichtigsten Charakter der Serie im wahren Leben:

Joan Crawford (als Lucille Fay LeSueur, vermutlich im Jahr 1904 geboren) war eine amerikanische Schauspielerin. Sie war ein Filmstar und stets auf ihr Äußeres und ihre Außenwirkung bedacht. Sie setzte immer ihren gesamten Sexappeal ein. Jahrelang war sie bei dem Filmstudio MGM unter Vertrag, galt aber Ende der 1930er Jahre plötzlich als Kassengift. Anfang der 1940er Jahre wechselte sie zu Warner Bros., dem Filmstudio, dem Bette Davis angehörte. Nachdem Bette Davis die Hauptrolle in „Mildred Pierce“ ablehnte, bekam Joan Crawford den Zuschlag, der Film war ein Erfolg und Joan Crawford erhielt dafür ihren ersten (und einzigen) Oscar. Anfang der 1950er Jahre verliess sie Warner Bros. und heiratete ihren vierten Ehemann, den Pepsi-Cola-Manager Alfred Steele. Nach seinem plötzlichen Tod kam sie in finanzielle Schwierigkeiten, auch wenn sie noch Jahre später DIE Pepsi-Cola-Repräsentantin war. Rollenangebote blieben schon lange aus. Im Jahr 1961 – also zu Beginn des Mehrteilers „Feud: Bette and Joan“ – war Joan Crawford (vermutlich) 57 Jahre alt und stösst – auf der Suche nach einer neuen Rolle für sich – auf den Roman „What Ever Happened to Baby Jane?“ Sie überredete den Regisseur Robert Aldrich, diesen Film mit ihrer Rivalin Bette Davis zu realisieren. Viel sollte den Schauspielerinnen und dem Regisseur nicht bezahlt werden, sie waren jedoch am Gewinn beteiligt. Der Film war – für alle Beteiligten ziemlich überraschend – ein Kassenschlager und wurde noch dazu für fünf Oscars nominiert. Einige Jahr später wollte der Regisseur Robert Aldrich mit den beiden Hollywood-Diven einen weiteren Film drehen. „Hush…Hush, Sweet Charlotte“. Während der Dreharbeiten hat Joan Crawford aber erneut ein ungeheuerliches Verhalten an den Tag gelegt, so dass sich der Regisseur gezwungen sah, Joan Crawfords Rolle mit der Schauspielerin Olivia de Havilland zu besetzen. Joan Crawford hatte vier Kinder adoptiert. Ihre Tochter Christina hat mit „Mommie Dearest“ eine Autobiografie über ihre schwierige Kindheit geschrieben, diese wurde mit Faye Dunaway in der Rolle der Joan Crawford im Jahr 1981 verfilmt. Im Jahr 1946 hat Joan Crawford, wie bereits erwähnt, für ihre Performance in „Mildred Pierce“ den Oscar gewonnen, für „Possessed“ und „Sudden Fear“ wurde sie erneut nominiert. In „Feud: Bette and Joan“ wird Joan Crawford von der amerikanischen Schauspielerin Jessica Lange gespielt. Sie gab ihr Spielfilmdebüt in dem Film „King Kong“ im Jahr 1976. Seither hat sie in unzähligen Filmen u.a. in „Cape Fear“, „Rob Roy“ und „Big Fish“ gespielt und spielte in vier Staffeln von Ryan Murphys Serie „American Horror Story“ mit. Jessica Lange hat sechs Oscar-Nominierungen erhalten. Für ihre Performances in „Tootsie“ und „Blue Sky“ hat sie den Oscar gewonnen. Jessica Lange hat außerdem drei Emmys gewonnen, einen für den HBO-Film Grey Gardens, einen für ihre Performance in der ersten Staffel von „American Horror Story“ und einen für ihre Performance in der Staffel „American Horror Story: Coven“.

Ruth Elizabeth „Bette“ Davis wurde im Jahr 1908 geboren, sie war eine amerikanische Schauspielerin, präziser gesagt, war sie eine Charakterschauspielerin. Ihre Arbeit und ihre schauspielerische Leistung standen bei ihr stets im Vordergrund, sie war sehr selbstbewusst, direkt und scheute sich vor keiner Konfrontation mit Studiobossen und Regisseuren. Sie galt als eine der besten Schauspielerinnen ihrer Zeit und hat als erste Schauspielerin 11 Oscar-Nominierungen (für „Of Human Bondage“ aus dem Jahr 1934 bekam sie eine inoffizielle Oscar-Nod, sie wurde nachträglich nominiert) erhalten. Anfangs war sie bei Universal unter Vertrag bis sie im Jahr 1932 zu Warner Bros. wechselte. Ende der 1950er Jahre befand sich Bette Davis´Karriere in der Sackgasse. Im Jahr 1961 – also zu Beginn des Mehrteilers „Feud: Bette and Joan“ – war Bette Davis 53 Jahre alt, sie spielte zwar Theater am Broadway, hat aber von den New Yorker Theaterkritikern nicht so wohlwollende Kritiken erhalten. Dann bekam sie das Angebot, neben ihrer Rivalin Joan Crawford, in dem Horrorfilm „What Ever Happened to Baby Jane?“ mitzuspielen. Sie akzeptierte und hat sich auf eine geringe Gage, dafür aber eine Erfolgsbeteiligung, eingelassen. Die Dreharbeiten waren für alle Beteiligten sehr anstrengend. So musste beispielsweise eine junge Schauspielerin, die in dem Film eine Nebenrolle als Tochter der Nachbarin spielen sollte, ausgetauscht werden, weil sie den beiden Hollywood-Diven zu hübsch war. Bette Davis setzte sich dafür ein, dass ihre leibliche Tochter, B.D., diesen Part spielte. „What Ever Happened to Baby Jane?“ war ein Überraschungserfolg und wurde noch dazu für fünf Oscars nominiert. Wie Joan Crawford war auch Bette Davis vier Mal verheiratet, neben ihrer leiblichen Tochter B.D. hatte sie noch zwei Adoptivkinder. Im Jahr 1935 und im Jahr 1938 hat Bette Davis für ihre Performance in den Filmen „Dangerous“ und „Jezebel“ den Oscar gewonnen. Sie wurde dann noch weitere acht Male für die Filme „Dark Victory“, „The Letter“, „The Little Foxes“, „Now, Voyager“, „Mr. Skeffington“, „All About Eve“, „The Star“ und „What Ever Happened to Baby Jane?“ für den Oscar nominiert. In „Feud: Bette and Joan“ wird Bette Davis von der amerikanischen Schauspielerin Susan Sarandon gespielt. Im Jahr 1975 wurde sie mit ihrer Rolle als Janet Weiss in „The Rocky Horror Picture Show“ über Nacht berühmt. Unvergessen war sie natürlich in den Filmen „The Witches of Eastwick“ und „Thelma & Louise“. Seither war sie in unzähligen Filmen zu sehen. Susan Sarandon wurde fünf Mal für den Oscar nominiert. Im Jahr 1994 wurde sie für ihre Rolle in „The Client“ für den Oscar nominiert, in diesem Jahr wurde jedoch ihre „Feud: Bette and Joan“-Kollegin Jessica Lange für „Blue Sky“ mit dem Oscar ausgezeichnet. Ein Jahr später hat sie dann für ihre Performance in „Dead Man Walking“ den Oscar gewonnen. Derzeit hat Susan Sarandon keinen leichten Stand in Hollywood, wird ihr doch immer noch ihre offene Ablehnung der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton vorgeworfen. Ihr entschlossenes Verhalten könnte Hillary Clinton viele Stimme gekostet haben und dazu geführt haben, dass das liberale Amerika nun mit Donald Trump als US-Präsident leben muss. Inwieweit das einer möglichen Emmy-Nominierung entgegensteht, wird sich zeigen. Viggo Mortensen hatte ebenfalls zu einem Clinton-Boykott aufgerufen und ihm hatte es nicht geschadet. Er hat dieses Jahr trotzdem eine Oscar-Nominierung für „Captain Fantastic“ erhalten.

Robert „Bob“ Aldrich war ein amerikanischer Filmemacher. Nach „What Ever Happened to Baby Jane?“ kam Bette Davis auf ihn zu und wollte eine Art Fortsetzung mit „Hush…Hush, Sweet Charlotte“ drehen. Joan Crawford und Bette Davis sollten erneut die Hauptrollen spielen. Warum Olivia de Havilland letztlich in der Hauptrolle zu sehen ist, sieht man im Episode 7. In „Feud: Bette and Joan“ wird Robert Aldrich von dem britischen Schauspieler Alfred Molina gespielt. Bekannt wurde er durch den Steven Spielberg-Indiana-Jones-Film „Raiders of the Lost Ark“. Seither spielte er in TV-Serien (z.B. „Law & Order: LA“) und in einigen Blockbuster („Spider-Man 2“, „The Da Vinci Code“), aber auch aus dem Independent-Kino ist er nicht mehr wegzudenken („Chocolat“, An Education, Love is Strange, Little Men). Für seine Rolle in The Normal Heart wurde er für den Emmy nominiert.

Jack L. Warner war der Chef des legendären Filmstudios Warner Bros. Er hat „What Ever Happened to Baby Jane?“ ins Kino gebracht. In „Feud: Bette and Joan“ wird Jack Warner von dem amerikanischen Schauspieler und Filmemacher Stanley Tucci gespielt. Er hat sein Spielfilmdebüt in John Hustons Film „Prizzi´s Honor“ gegeben. Seit vielen Jahren begeistert er durch seine Vielseitigkeit in „America´s Sweetheart“, „The Devil Wears Prada“, der „The Hunger Games“-Filme und  Some Velvet Morning. Stanley Tucci hat zwei Emmys für seine Performances in dem TV-Film „Winchell“ und seinem Gastauftritt in der Serie „Monk“ gewonnen. Für seine Rolle in The Lovely Bones wurde er für den Oscar nominiert. Stanley Tucci ist so exzellent in „Feud“, wäre die Serie ein Kinofilm, würde er hierfür wahrscheinlich nicht nur für den Oscar nominiert werden, er wäre, mein Favorit auf den Gewinn.

Hedda Hopper hat ihre Karriere in New York als Broadway-Schauspielerin gestartet. Die Amerikanerin hat in einigen Hollywood-Produktionen (z.B. neben Joan Crawford in George Cukors „The Women“) mitgespielt), war jedoch nie erfolgreich als Schauspielerin. Im Jahr 1937 hat sie die Gelegenheit wahrgenommen, für die L.A. Times als Klatsch-Kolumnistin zu schreiben. Innerhalb kürzester Zeit wurde sie zur einflussreichsten Gesellschafts-Kolumnistin, nicht zuletzt weil sie während der Mc-Carthy-Ära auch einige Künstler wegen sogenannter unamerikanischer Umtriebe bezichtigt hat. Hedda Hopper hatte ein Faible für ausgefallene Hüte. In letzter Zeit wurde Hedda Hopper von Helen Mirren (in Trumbo) und eine Version von Hedda Hopper von Tilda Swinton in Hail, Caesar! portraitiert. In „Feud: Bette and Joan“ wird Hedda Hopper von der australischen Schauspielerin Judy Davis gespielt. Sie hat in einigen amerikanischen Filmen (z.B. „Barton Fink“, „Naked Lunch“, „Deconstructing Harry“, „Marie Antoinette“) mitgespielt. Judy Davis hat drei Emmys gewonnen (für die TV-Projekte „Serving in Silence: The Margarethe Cammermeyer Story“, „Life with Judy Garland: Me and My Shadows“ und „The Starter Wife“). Sie hat zwei Oscar-Nominierungen für ihre Rollen in „A Passage to India“ und „Husbands and Wives“ erhalten.

Anna Marie „Mamacita“ Brinke war die deutsche Haushälterin von Joan Crawford. Gespielt wird Mamacita von der amerikanischen Theater-, Fernseh- und Filmschauspielerin Jackie Hoffman. Jackie Hoffman hat in zahlreichen Spielfilmen (u.a. „Mo´Money“, „Garden State“) mitgewirkt und spielte in Ryan Murphys TV-Serie „The New Normal“ mit.

Olivia de Havilland ist mittlerweile 100 Jahre alt und lebt zurückgezogen in Paris. Sie war eine amerikanische Schauspielerin, die mit Bette Davis befreundet ist. Die beiden verband eine schwierige Beziehung mit einer „Joan“ (bei Olivia de Havilland handelt es sich jedoch nicht um Joan Crawford, sondern um ihre Schwester, die Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin Joan Fountain). Olivia de Havilland hat ihr Filmdebüt in „A Midsummer Night´s Dream“ gegeben, wurde aber bekannt durch ihre Rollen in „The Adventures of Robin Hood“ und „Gone with the Wind“. Insgesamt acht Mal stand sie neben Errol Flynn vor der Kamera, sie galten als DAS Leinwand-Traumpaar in Hollywood. Über den Verlauf ihrer Karriere war sie fünf Mal für den Oscar nominiert, gewonnen hat sie zwei Oscars für ihre Performance in „To Each is Own“ im Jahr 1946 und „The Heiress“ im Jahr 1949. In „Feud: Bette and Joan“ wird Olivia de Havilland von der walisischen Schauspielerin Catherine Zeta-Jones gespielt. Ihren internationalen Durchbruch hatte die Schauspielerin mit „The Mask of Zorro“ und „Entrapment“. Sie war ein Mal für den Oscar nominiert und hat ihn für ihre Rolle in „Chicago“ auch gewonnen. Außerdem hat sie einen Tony Award für ihre Performance in dem Musical „A Little Night Music“ erhalten.

Victor Buono war ein amerikanischer Schauspieler, der neben Bette Davis und Joan Crawford in „What Ever Happened to Baby Jane?“ spielte. Für diese Performance wurde er für den Oscar nominiert. Später hat er noch in Robert Aldrichs „Hush…Hush, Sweet Charlotte“ gespielt. Victor Buono hat auch in der 1960er Jahre TV-Serie „Batman“ mitgespielt. Der Schauspieler hat – für seine Zeit ungewöhnlich – relativ offen schwul gelebt. Leider ist er viel zu früh, im Alter von 43 Jahren, gestorben. Gespielt wird Victor Buono von dem englischen Schauspieler Dominic Burgess. Er hat in einigen TV-Serien (u.a. in „The Leftovers“, „Roots“) mitgewirkt.

Pauline ist in der TV-Serie die Regieassistentin von Robert Aldrich. Pauline ist der einzige fiktive Charakter von allen Hauptfiguren dieser Serie. Ihr Charakter repräsentiert die Minderheit, der Frauen hinter der Kamera bis heute in Hollywood angehören. Gespielt wird Pauline von der englischen Schauspielerin Alison Wright. Sie spielt in den TV-Serien „The Americans“ und „Sneaky Pete“ mit.

„Feud: Bette and Joan“ ist im Jahr 2017 für einige Fernseh-Oscar-Nominierungen (Primetime Emmy Awards) im Gespräch, u.a. Best Limited Series, Beste Hauptdarstellerin (Limited Series) Jessica Lange und Susan Sarandon, Beste Nebendarstellerin (Limited Series) Judy Davis, Catherine Zeta-Jones, Alison Wright und Jackie Hoffman, Bester Nebendarsteller (Limited Series) Stanley Tucci und Alfred Molina und einige technische Kategorien Update:„Feud: Bette and Joan“ wurde am 13.7.17 für 18 Emmy-Awards nominiert. Nominiert wurde die Mini-Serie in den Kategorien: Outstanding Limited Series, Outstanding Lead Actress in a Limited Series or Movie (Jessica Lange und Susan Sarandon), Outstanding Supporting Actress in a Limited Series or Movie (Judy Davis und Jackie Hoffman), Outstanding Supporting Actor in a Limited Series or Movie (Alfred Molina und Stanley Tucci), Outstanding Directing for a Limited Series, Movie or Dramatic Special (für „The Winner is…), Outstanding Writing for a Limited Series, Movie or Dramatic Special (für „The Winner is…“ und die Pilotfolge), Outstanding Production Design for a Narrative Period Program, Outstanding Casting for a Limited Series, Movie or Special, Outstanding Period/Fantasy Costumes for a Series, Limited Series or Movie (für „The Winner is…“), Outstanding Hairstyling for a Limited Series or Movie, Outstanding Makeup for a Limited Series or Movie (Non-Prosthetic), Outstanding Main Title Design, Outstanding Music Composition for a Limited Series, Movie or Special (Original Dramatic Score), Outstanding Original Main Title Theme Music, Outstanding Short Form Nonfiction or Reality Series). Die Verleihung der 69. Emmy Awards findet am 17.09.17 in Los Angeles statt. Update: Feud: Bette and Joan hat am 17.09.17 von 18 Emmy-Nominierungen zwei Emmy-Awards gewonnen (outstanding hairstyling for a limited series or movie und outstanding makeup for a limited series or movie, non-prosthetic)

„Feud: Bette and Joan“ wurde erstmalig vom 5.3.17 – 23.4.17 auf dem amerikanischen Kabelsender FX ausgestrahlt. Eine zweite Staffel ist bereits bestätigt, sie wird den Titel „Feud: Charles and Diana“ tragen und erzählt von der problematischen Beziehung des britischen Thronfolgers und seiner Gattin, Prinzessin Diana.

Trailer zu sehen:

Der fantastisch animierte Hitchcock-mäßige Vorspann zu sehen:

Bette Davis/Susan Sarandon singen „What Ever Happened to Baby Jane“:

 

 

Berlin (ale) – Film: „Little Men“

Ich war am 20.2.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Little Men“ (dt. Filmtitel: „Junge Männer, dt. Kinostart: 02.03.17) 85 min drama
dir. Ira Sachs cast: Greg Kinnear, Talia Balsam, Jennifer Ehle, Alfred Molina, Michael Barbieri, Theo Taplitz

 

 

Nach dem Tod seines Großvaters muss der 13-Jährige Jake (Theo Taplitz) mit seinen Eltern (Jennifer Ehle und Greg Kinnear) von Manhattan nach Brooklyn umziehen. Dort bezieht die Familie das Haus des verstorbenen Großvaters. Jake freundet sich schnell mit dem gleichaltrigen Tony (Michael Barbieri) an, seine Mutter führt eine kleine Boutique unten im Haus. Als es zu Streitigkeiten der Eltern kommt, geht das an den Jungen auch nicht spurlos vorbei.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Little Men“ ist der neueste Film des amerikanischen Filmemachers Ira Sachs („Keep the Lights On“, Love is Strange)

„Little Men“ ist ein feines Drama, das eine irgendwie ausweglose Situation und eine Freundschaft zwischen zwei Jungen beschreibt.

Das Beste an dem Film sind zweifelsfrei diese beiden Jungen. Am Anfang hat es mir der feingliedrigen und kreative Jake (gespielt von Theo Taplitz) angetan, bis der kleine südamerikanische Rabauke Tony eine schauspielerische Performance hinlegt, die ich so nur von ganz wenigen älteren und erfahrenen Schauspieltalenten erwartet hätte. Die Szene mit Tony und seinem Schauspiellehrer ist überragend und hat sogar in meiner Berlinale-Vorstellung ein paar Zuschauer zu einem spontanen Szenenapplaus hinreissen lassen. Dies ist das Spielfilmdebüt von Michael Barbieri und es würde mich nicht überraschen, wenn ich hier das erste Mal ein Schauspielgenie bewundern konnte. Aber auch bei Theo Taplitz bin ich mir sicher, dass man ihn bald schon in einem anderen Film sehen wird.

Nach A Quiet Passion war „Little Men“ auf der diesjährigen Berlinale bereits mein zweiter Film mit Jennifer Ehle (The King´s Speech, The Ides of March, Contagion, Zero Dark Thirty). Ich brauchte eine Weile um mich an sie zu gewöhnen, mittlerweile sehe ich sie sehr gern, vielleicht weil sie mich an die junge Meryl Streep erinnert.

„Little Men“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2016 gezeigt. Auf dem Berlin International Film Festival 2016 lief der Film in der Sektion Panorama (GenerationK plus). Ich habe den Film auf der 66. Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OmU. Der Regisseur war eigentlich für ein anschließendes Q & A angekündigt, ist aber nicht aufgetaucht. Der Film hat mit Magnolia Pictures bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden.

Bisher konnte ich noch keinen Trailer finden.

 

Mein Berlinale-Ticket
Mein Berlinale-Ticket

Chicago – Film: „Secret in Their Eyes“

Ich war am 26.11.15 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Secret in Their Eyes“ (dt. Filmtitel: „Vor ihren Augen“, dt. Kinostart: 19.05.16) 111 min thriller, adaptation, remake

dir. Billy Ray cast: Chiwetel Ejiofor, Nicole Kidman, Julia Roberts, Dean Norris, Alfred Molina

Los Angeles, Monate nach den Ereignissen des 11. September 2001. Ray (Chiwetel Ejiofor) und Jess (Julia Roberts) arbeiten als Ermittler für das FBI. Sie beobachten eine Moschee und werden zu einem Tatort, direkt neben ihrem Beobachtungsziel gerufen. Eine junge Frau wurde tot aufgefunden, es handelt sich um Jess´Tochter. Der Fall wird nie geklärt. Jetzt, 13 Jahre später, teilt Ray seiner ehemaligen Kollegin mit, dass er weiss, wer ihre Tochter ermordet hat.

 

D (Wertung von A bis F) „Secret in Their Eyes“ basiert auf Juan José Campanellas Roman „La pregunta de sus ojos“. Es ist das amerikanische Remake des argentinischen Thrillers „El secreto de sus ojos“. Dieser Film gewann im Jahr 2010 den Oscars als bester fremdsprachiger Film.

Julia Roberts hat ihrem Ehemann wieder mal einen Job hinter der Kamera verpasst. Ich weiss nicht, ob „Secret in Their Eyes“ mit einem guten Kameramann und einem routinierteren Regisseur noch etwas hätte rausholen könnte. Der Film ist jedenfalls völlig misslungen, der Hauptgrund ist sicherlich das Drehbuch. Der Film springt häufig von einer Handlungsebene im Jahr 2002 zu der anderen, 13 Jahre später. Der Versuch, einen in die Zeit nach 9/11 zu versetzen, schlägt völlig fehl, auch sehe ich keinen Grund, dies überhaupt nur am Rande zu thematisieren.

Schauspielerisch ist das amerikanische Remake auch keine Offenbarung. Die Szenen mit Alfred Molina haben mir zwar alle gefallen und auch hat Nicole Kidman eine sehr gute Szene, nur spielt Alfred Molina eine Nebenrolle und das zusammen mit der einen Kidman-Szene ergibt noch lange keinen soliden Film. Nicole Kidman trägt eine seltsame Perücke und die lässt sie vielleicht noch ausdrucksloser und puppenhafter erscheinen. Die Liebesgeschichte zwischen Chiwetel Ejiofors und Nicole Kidmans Charakteren ist nicht nur überflüssig, sondern regelrecht ärgerlich.

Julia Roberts sieht hier besonders nachtgespenstig aus. Aus ihr wird nie eine gute Schauspielerin, auch wenn sie verbitterte Charaktere mittlerweile ganz überzeugend darstellen kann. Ich vermute, dass sie Mut zur Hässlichkeit mit tatsächlicher Schauspielkunst verwechselt.

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Danish Girl“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander und Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „The Big Short“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Eine Satire über die Finanz- und Immobilienkrise. Kaum einer versteht den Film gänzlich, aber gut soll er sein. Mit Christian Bale, Steve Carell, Ryan Gosling, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Legend“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Krimi und Art Biopic mit Tom Hardy – sogar in der Doppelrolle
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Concussion“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama und Biopic mit Will Smith – der im Trailer einen sehr guten Eindruck hinterlässt – möglicher Oscar-Kandidat
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Midnight Special“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Michael Shannon hatte ich bereits auf meiner Wunschliste für das Jahr 2014 und 2015. Jetzt soll er 2016 kommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Boy“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Gruselpuppen-Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%