Charlotte – Film: „All the Money in the World“

Ich war am 28.12.17 in Charlotte und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„All the Money in the World“ (dt. Filmtitel: „Alles Geld der Welt“, dt. Kinostart: 15.02.18) 133 min drama, biopic, adaptation
dir. Ridley Scott cast: Michelle Williams, Christopher Plummer, Mark Wahlberg, Romain Duris, Charlie Plummer, Timothy Hutton, Andrew Buchan

 

Nach der Scheidung von John Paul Getty Jr. (Andrew Buchan) verzichtet Gail (Michelle Williams) auf viel Geld, einzig das alleinige Sorgerecht für ihre vier Kinder wollte sie behalten. Sie zieht ihre Kinder in Rom auf. Am 10. Juli 1973 wird ihr 16-jährige Sohn Paul (Charlie Plummer) entführt. Eine Lösegeldsumme von 17 Millionen Dollar wird für die Freilassung des Jungen gefordert. Gail hat selbst kein Geld, die Entführer gehen aber davon aus, dass ihr ehemaliger Schwiegervater, J. Paul Getty (Christopher Plummer) das Geld für seinen Enkel zahlen wird. Der reichste Mann der Welt weigert sich jedoch, auch nur einen Cent zu zahlen…

 

B+ (Wertung von A bis F) „All the Money in the World“ wurde von einer wahren Geschichte inspiriert. Der Film basiert auf John Pearsons Buch „Painfully Rich: The Outrageous Fortunes and Misfortunes of the Heirs of J. Paul Getty“. Es ist der neue Film des englischen Filmemachers Ridley Scott („Alien“, „Blade Runner“, „Thelma & Louise“, „Gladiator“, The Martian).

„All the Money in the World“ ist ein gut inszeniertes, spannendes Drama mit Thriller-Elementen. Der Film beruht auf historischen Tatsachen, auch wenn die Story aus dramaturgischen Gründen etwas abgewandelt wurde. Die Geschichte deutet eine äußerst faszinierende und tragische Familiengeschichte an. Der Ablauf und der Hintergrund der Getty-Entführung war mir nicht bekannt, sehr wohl wusste ich aber – wie wahrscheinlich jeder andere auch – von der Sache mit dem Ohr. J. Paul Getty war seinerzeit der reichste Mann der Welt. Mir wird nie begreiflich sein, wie man – insbesondere, wenn man so viel Geld hat – so geizig sein kann. Generell ist es für mich eine der unangenehmsten Eigenschaften, die ein Mensch haben kann. Was für ein Widerling J. Paul Getty war. Ganz sicher wäre es nicht in seinem Sinne, dass der Eintritt zu der Getty Villa (mit dem traumschönen Garten) und auch das äußerst beeindruckende Getty Center in Los Angeles kostenlos zu besichtigen sind.

John Paul Getty III hat recht bald nach seiner Entführung die Deutsche Gisela Getty, geboren Schmidt (Mitglied der Berliner Kommune 1) geheiratet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn: Balthazar Getty, ein amerikanischer DJ und Schauspieler, vorwiegend bekannt aus den TV-Serien „Charmed“, „Brothers & Sisters“ und „Twin Peaks: The Return“). Ridley Scott hat übrigens mit dem Sohn des Entführten, Balthazar Getty, bereits in „White Squall“ zusammengearbeitet.

„All the Money in the World“ sollte ursprünglich (mit Kevin Spacey in der Rolle des J. Paul Getty) auf dem AFI Fest als Abschlussfilm am 16.11.17 in der Weltpremiere gezeigt werden. Als – Anfang November 2017 – die Missbrauchsvorwürfe gegen Kevin Spacey immer stärker wurden, beschloss Ridley Scott kurzerhand den Schauspieler aus seinem fertigen Film zu entfernen und die rund 20 Spacey-Szenen mit dem englischen Schauspieler Christopher Plummer nachzudrehen. Nun war zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht klar, ob der überhaupt zur Verfügung stand, außerdem brauchte er nicht nur die, mittlerweile 88-jährige Schauspiellegende, sondern auch die anderen Schauspieler (Mark Wahlberg, Michelle Williams, u.a.) und den Rest der Crew. Also wurden viele Telefonate, u.a. mit den Schauspielagenten geführt, alles natürlich im Geheimen, man wollte das Ganze ja nicht an die große Glocke hängen. Christopher Plummer wollte eigentlich in den Florida-Urlaub fliegen als er davon erfuhr, dass Ridley Scott ihn in der Rolle sehen wollte. Der englische Filmemacher flog extra von London nach New York, um sich mit Christopher Plummer zu treffen. Christopher Plummer ist ein großer Bewunderer von Ridley Scott und wollte schon lange mal mit ihm drehen und gab an, er hätte sich sogar auf den Dreh eingelassen, wenn er das Skript gehasst hätte. Plummer sagte schließlich zu und lernte – offensichtlich – in Windeseile seine Texte (und da ich den Film jetzt gesehen habe, kann ich nur sagen, es ist viel Text). Die anderen Schauspieler (Mark Wahlberg und Michelle Williams, u.a.) erfuhren nur, dass ein paar Reshoots in Rom und London erforderlich waren, nicht, dass sie jetzt mit einem anderen Schauspieler als Jean Paul Getty drehen werden. Der Nachdreh fand vom 20.11.17 – 29.11.17 statt. Gleichzeitig wurde das Filmmaterial im Schneideraum bearbeitet. Die noch nicht ganz fertige Version wurde den HFPA-Mitgliedern dann exklusiv am 4.12.17 gezeigt. „All the Money in the World“ wurde dann ein paar Tage später für drei Golden Globes (Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Michelle Williams, Bester Nebendarsteller Christopher Plummer) nominiert. An dem ursprünglichen amerikanischen Kinostart am 22.12.17 konnte festgehalten werden. Ein richtig guter Regisseur ist einer, der eine klare Vision hat, wie sein Film auszusehen hat, aber auch einer, der Entscheidungen fällt, wenn es nötig ist. Ridley Scott ist ein verdammt guter Regisseur. Er hat dieses Jahr nicht nur Alien: Covenant gedreht, sondern auch diese Meisterleistung rund um „All the Money in the World“ abgeliefert – und das mit 80 Jahren. Mein höchster Respekt.

Wenn ich ehrlich bin, galt mein Hauptaufmerksamkeit im Film zunächst jeder einzelnen Szene mit Christopher Plummer, gerade am Anfang ist er in quasi jeder Szene zu sehen. Wenn man genau hinguckt, sieht ein paar Fehlerchen im Schnitt, aber im Ganzen ist die Regiearbeit – wie von Ridley Scott zu erwarten – perfekt. Christopher Plummer hat sich für diese bravouröse Blitz-Leistung definitiv eine Oscar-Nominierung verdient, ich finde auch Michelle Williams. Im Moment glaube ich, dass es Christopher Plummer auch reinschafft, für Michelle Williams wird es schwierig, wahrscheinlich ist es zu spät für sie eine Kampagne zu starten, außerdem ist die Konkurrenz zu stark. Mir haben aber auch Andrew Buchan (bekannt aus der britischen TV-Serie Broadchurch) als J. Paul Gettys Sohn bzw. Gails (Ex-)Ehemann und Romain Duris, der hier Cinquanta spielt, gefallen.

In der diesjährigen Oscar-Saison war „All the Money in the World“ (noch nach The Post und Phantom Thread) der letzte mögliche Oscar-Kandidat, der gezeigt wurde.

„All the Money in the World“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Michelle Williams), (Bester Nebendarsteller (Christopher Plummer), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien. Update: All the Money in the World hat 1 Oscar-Nominierung erhalten (Best Supporting Actor – Christopher Plummer)

„All the Money in the World“ ist am 22.12.17 landesweit in 2074 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film unter dem Filmtitel „Alles Geld der Welt“ ab dem 15.02.18 in den Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Sicario 2 Soldado„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu Sicario mit (wieder) Benicio del Toro und Josh Brolin
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Post„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der neue Spielberg-Film mit Meryl Streep und Tom Hanks. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Film Stars Don´t Die in Liverpool„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: RomDrama mit Annette Bening, Jamie Bell und Vanessa Redgrave
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Annihilation„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Alex Garlands neuer Sci-Fi-Film mit Natalie Portman, Jennifer Jason Leigh, Tessa Thompson und Oscar Isaac
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „12 Strong„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kriegsfilm mit Michael Shannon und anderen
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fifty Shades Freed„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: das dieser Mist so viel Geld macht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Black Panther„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Comic-Verfilmung von Ryan Coogler
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn die Kritiken gut sind

Berlin – Film: „Patriots Day“

Ich war am 20.12.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Patriots Day“ (dt. Filmtitel: „Boston“, dt. Kinostart: 23.02.17) 133 min drama, action
dir. Peter Berg cast: Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J. K. Simmons, Michelle Monaghan

 
Am 15.04.13 (Patriots´Day). Der Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg) soll für die Sicherheit bei dem beliebten Bostoner Marathon sorgen. Als plötzlich zwei Sprengsätze explodieren, bricht Panik aus. Kurz darauf trifft bereits das FBI ein und Special Agent DesLauriers (Kevin Bacon) stuft die Detonationen als Terroranschlag ein. Damit beginnt eine der größten Personalfahndungen in den U.S.A…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Patriots Day“ beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte des Bombenattentats vom Marathon in Boston und der anschließenden Fahndung nach den Terroristen. „Patriots Day“ ist der neue Film des amerikanischen Regisseurs Peter Berg („Very Bad Things“, „Friday Night Lights“, „Hancock“). Nach Lone Survivor und Deepwater Horizon ist dieser Film bereits die dritte Zusammenarbeit von Filmemacher Peter Berg und Schauspieler Mark Wahlberg.

Peter Bergs neuer Film ist dafür, dass er eine bekannte Geschichte erzählt, bemerkenswert spannend. Es ist ein Actionthriller, insbesondere die Sequenz in der Kleinstadt Watertown ist sehr gelungen. Der Sound des Films ist überragend. „Patriots Day“ ist eine Hommage an die amerikanischen Gesetzeshüter und an die Stadt Boston.

Schauspielerisch sind besonders John Goodman (dem man die Augenbrauen schwarz gefärbt hat, was man am Ende des Films versteht, ich aber trotzdem als irritierend und unnötig empfand) und Kevin Bacon hervorzuheben. Mark Wahlberg hat sich eher als Comedy- und Actionschauspieler etabliert, in dramatischen Szenen habe ich manchmal ein Problem mit ihm. In einer Szene sitzt er hier weinend auf der Couch und ich habe nur darauf gewartet, dass die Kamera gleich zu seinem Kumpel, dem durchtriebenen Teddybär Ted, schwenkt.

Es gibt immer mal wieder Filme, und „Patriots Day“ würde ich dazu zählen, bei denen es mich regelrecht ärgert, dass sie nicht noch besser sind.

Ganz wenige Regisseure können bestimmen, wie ihr Film in der Kinofassung am Ende aussieht. Das letzte Sagen haben die Produzenten in Hollywood. Um sich abzusichern, wie ein Film bei dem Publikum ankommt, führen die Hollywoodstudios sehr häufig Testscreenings durch. Zu dem Zeitpunkt existiert bereits eine Rohfassung von dem Film, die dann normalen Passanten von der Straße vorgeführt wird. Nach dem Film werden diese Testzuschauer dann intensiv befragt. Wenn dann häufiger die eine oder andere Szene, ein Handlungsstrang oder vielleicht das Ende des Films bemängelt wurde, wird der Film entsprechend umgeschnitten. Ich selbst wurde schon einige Male auf der Fußgängerzone in Santa Monica angesprochen, ob ich an so einem Testscreening von irgendeinem Film teilnehmen möchte. Leider war ich an dem Tag des Screenings bereits wieder auf dem Weg nach Hause. Bei „Patriots Day“ wäre ich liebend gerne in so einem Testscreening gewesen. Mir gefällt der Film wirklich richtig gut, aber ich hätte da ein paar Änderungswünsche:

Gegen Ende des Films sitzt Mark Wahlberg mit seinem Kollegen auf der Motorhaube eines Polizeiautos und philosophiert – ersatzlos streichen! Da der Film am Ende sowieso schon etwas dick aufträgt, hätte man auch die Sequenz, in der ein paar der Überlebende zu Wort kommen, streichen müssen. Außerdem dauert der Charakteraufbau des chinesischen Studenten zu lange. Ich habe mich mehrmals gefragt, was er jetzt eigentlich für eine Rolle in dem Film spielt.

 
Ich habe den Film einen Tag nach dem Terroranschlag in Berlin gesehen, bin an zahlreichen digitalen Trauertafeln in der Stadt gefahren und da war „Patriots Day“ – auf traurige Art – der richtige Film. Am Abend habe ich dann die Berichterstattung über den Berliner Anschlag im Fernsehen verfolgt und erfahren, dass die Fahndungarbeit nach dem Bostoner Anschlag den Berliner Ermittlungsbeamten als Vorbild dient. Erklärt wurde, dass eine Datenbank (eine sogenannte „Boston-Cloud“) eingerichtet wird, bei der die Bevölkerung und Touristen aufgerufen werden, den deutschen Ermittlungsbehörden jegliches Bild- und Videomaterial, das an dem Abend des 19.12.16 in der Gegend aufgenommen wurde, zur Verfügung zu stellen. Letztlich hatte die Auswertung aller Bilder und Videos bei dem Bostoner Terroranschlag zur Ermittlung der Attentäter geführt.

 
Ich denke, der amerikanische Verleih (CBS Film – okay, alles klar) hat mit „Patriots Day“ einen großen PR-Fehler begangen. Diesen Film hätte man mit Leichtigkeit als sicheren Kandidaten für den Besten Film bei den Oscars aufbauen können. Offensichtlich haben sie dem Film aber nicht vertraut, ihn zu lange unter Embargo gesetzt und mittlerweile ist es für eine solide Oscar-Kampagne vielleicht zu spät. Mich ärgert das, weil „Patriots Day“ Potenzial hat und es dieses Jahr einen gewissen Mangel an Filmen gibt, bei denen sich Amerika feiert. AMPAS wird immer noch von alten weißen Männern dominiert, die sogenannten Steak Eaters, die

 

–  mit der ganzen Musik und dem Getanze in „La La Land“ nicht viel anfangen können,
– „Arrival“ nicht verstanden haben (oder nicht verstehen wollen)
– „Manchester by the Sea“ zu traurig,
– „Fences“ zu schwarz und zu dialoglastig,
– „Moonlight“ zu schwarz und zu gay,
– „Hidden Figures“ zu schwarz und zu emanzipiert
– „Loving“ zu langweilig
– „Jackie“ zu verstörend und
– „Silence“ zu religiös finden,
– „Lion“ hauptsächlich in Indien spielt und sie da bereits mit „Slumdog Millionaire“ waren,
– Mel Gibson nicht vergeben können,
– „Hell or High Water“ gut, aber so gut nun wieder auch nicht finden,
– „Sully“ mochten, den Film aber im September im Kino gesehen haben und sich folglich mittlerweile kaum noch    daran erinnern können,
– zu sehr von „Miss Sloane“ eingeschüchtert wurden
– „20th Century Women“ nicht gesehen haben, weil es dort offensichtlich um „Frauen“ geht und
– „Captain Fantastic“ nicht gesehen haben, weil sie glaubten, das wäre ein Superhelden-Film

wären glücklich, wenn sie einen Film wie „Patriots Day“ sehen und nominieren könnten. Es ist aber nun mal bekanntlich schon große Kunst, die Academy Mitglieder zu bewegen, in die Screenings zu gehen oder unter den Hunderten von Filmen, die ihnen zugeschickt werden, ausgerechnet einen bestimmten Film auszuwählen, den sie dann schauen. Bei „Patriots Day“ könnte allerdings der Originalfilmtitel helfen. Na mal gucken, am 24.1.17 werden die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben.

„Patriots Day“ ist für folgenden Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Mark Wahlberg), Bester Nebendarsteller (John Goodman), Beste Nebendarstellerin (Michelle Monaghan), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

 
„Patriots Day“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2016 gezeigt. Der Film ist am 21.12.16 in sieben ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Ab dem 13.01.17 ist er dann landesweit in den U.S.A. zu sehen. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. In Deutschland startet der Film am 23.02.16 unter dem Filmtitel „Boston“.

 
Trailer zu sehen:

 

 
deutscher Trailer zu sehen:

 

amerikanischer Aufsteller von "Patriots Day"
amerikanischer Aufsteller von „Patriots Day“

NYC – Film: „Deepwater Horizon – 4D“

Ich war am 30.09.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Deepwater Horzion – 4D“ (dt. Kinostart: 24.11.16) 107 min drama, action, adaptation, biopic
dir. Peter Berg cast: Mark Wahlberg, Kurt Russell, John Malkovich, Kate Hudson, Dylan O´Brien, Gina Rodriguez

 

 

20.April 2010. Während eine Explosion auf der Ölplattform Deepwater Horizon eine der größten Umweltkatastrophen auslöst, versuchen die 126 Crew-Mitglieder ihr Leben zu retten.

 
C+ (Wertung von A bis F) Die Explosion auf der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko hat im Jahr 2010 dazu geführt, dass hunderte Millionen Liter Erdöl ins Meer strömten. Bei der Katastrophe kamen elf Arbeiter ums Leben. Der Film „Deepwater Horizon“ basiert auf wahren Begebenheiten. Die Story wurde von David Barstow und David Rohdes Buch „Deepwater Horizon´s Final Hours“ adaptiert. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Peter Berg („Very Bad Things“, „Hancock“, Lone Survivor).

Der Film braucht eine Weile bis er in Schwung kommt. Auch wenn die Schauspieler ihre Sache alle gut machen (insbesondere John Malkovich als fieser BP-Manager), beginnt für mich der Film erst unmittelbar vor der ersten Explosion. Es steht natürlich fest, dass das Mineralölunternehmen die Schuld an dem Desaster trägt. BP wollte aus Kostengründen ohne weitere Tests direkt mit dem Bohren beginnen. Das ganze Hin und Her hätte man etwas kürzer halten können.

Der Regisseur Peter Berg hat die Bohrinsel nachbauen lassen, was sicher einen großen Teil der immensen Produktionskosten geschluckt hat.

Es ist die erste Zusammenarbeit von Kurt Russell mit seiner Stieftochter Kate Hudson.

 
4D-Kino. Im Frühjahr 2016 wurde der erste 4D-Kinosaal in New York eröffnet. Die Vorreiter dieser Technik sollen die Koreaner sein. Ich fliege nun freiwillig nicht nach Korea, aber wurde im letzten Jahr mal aus dem Stand By nach Seoul geschickt. Ich wollte unbedingt das 4D-Erlebnis, von dem mir schon so viele Kollegen erzählten, austesten. Der Concierge hat mir dann aber mitgeteilt, dass zu der Zeit kein englischsprachiger Film dort gezeigt wird. Ich war fürchterlich enttäuscht. Wann auch immer es mich wieder nach Seoul verschlägt, ich bleibe dran – so lange bin ich auf die amerikanische 4D-Version angewiesen:

Bevor die 8 !!!!! Trailer gezeigt wurden, gab es zunächst eine kleine Einführung. Dabei wurde demonstriert, wie sich die 4D-Effekte anfühlen. Man wurde ordentlich durchgeschüttelt, der Sessel bewegte sich hoch und runter, seitlich, mal doller, mal weniger, der Sessel vibrierte, es wurde einem irgendwas ins Gesicht gespritzt (ich hoffe Wasser), es windete, blitzte und irgendwelche Gerüche gab es zu schnüffeln – ich konnte aber nicht identifizieren, was es war. Das Ganze ging vielleicht eine Minute und eigentlich war ich dann schon durch mit dem 4D-Kram. Wie nervig ist das denn? Dann kamen aber die 8 !!!!! Trailer und dabei gab es kein doofes Gerumpel, Geschunkel, Gespritze und Geblase – also hatte ich am frühen Morgen natürlich schon wieder vergessen, dass ich „Deepwater Horizon“ bewusst in der 4D-Version gewählt habe.

Pro 4D
– als nicht unangenehm empfand ich, dass man einen leichten Wind spürt (während einer    Motorradfahrt, oder am Wasser etc.), das fühlt sich irgendwie echt an.
– bei bestimmten Kamerafahrten (z.B. unter Wasser) mochte ich, wie sich der Kinosessel leicht bewegt
– wenn man generell dazu neigt, im Kino einzuschlafen, mit der 4D-Technik hat man keine Chance auf ein Nickerchen.

Contra 4D
– bei den Dialogszenen sollte das Kinosessel-Gewackel komplett gestrichen werden. Ich konnte mich kaum konzentrieren. Seit ich ungefähr 12 Jahre alt haben mich die Fahrgeschäfte auf dem Rummel nicht mehr interessiert. 4D-Kino ist natürlich etwas wie Karussell fahren.
– die Blitze (bei allen Explosionen und davon gibt es viele bei „Deepwater Horizon“) sind wirklich albern,  dabei kam nur die hässliche Tapete des Kinosaals zum Vorschein.
– eine 4D-Vorstellung in New York kostet USD 24.

 
Ich sehe Filme sehr gerne im Kino, dort ist man nicht so abgelenkt wie Zuhause. 4D-Kino kann aus diesem Grund allein schon nichts für mich sein. Nun bin ich natürlich auch nicht das Zielpublikum für 4D. Ich gucke mir grundsätzlich keine Superhelden-Filme und auch eher selten einen Actionfilm an. 4D-Kino ist ideal für Teenager, nur frage ich mich, wie sich normale Teenager 24 Dollar für eine Kinokarte leisten können. Für den Preis würde ich mir an deren Stelle lieber zwei Filme anschauen. Aus diesem Grund bin sicher, dass sich das 4D-Kino nicht durchsetzen wird. In meiner Vorstellung waren ungefähr zehn Mitzuschauer und alle eher älteren Semesters. Wie die sich fasziniert die Sitze angeschaut haben, machte es den Anschein als ob auch sie das erste Mal einen Film in 4D gesehen haben.

 
„Deepwater Horizon“ war/ist für einige (technische) Oscar-Nominierungen im Gespräch. Update: „Deepwater Horizon“ wurde für insgesamt 2 Oscars nominiert, in den Kategorien: Beste visuelle Effekte, Bester Tonschnitt

„Deepwater Horizon“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt.

Trailer zu sehen:

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Keeping Up with the Joneses„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Jon Hamm, Isla Fisher und Zach Galifianakis (der so viel abgenommen hat, dass man ihn kaum erkennt)
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: also eher nicht

Trailer v. Film: „Doctor Strange„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ich bin ja von Marvel-Superhelden-Kram gelangweilt, aber der sieht in meiner Welt irgendwie cool aus. Außerdem spielen Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Michael Stuhlbarg, Mads Mikkelsen, etc. mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Great Wall„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Historische Actionfilme sind selten meine Welt. Der hier ist eindeutig für den chinesischen Markt produziert, auch wenn Matt Damon mitspielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jack Reacher: Never Go Back„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Ein weiterer Actioner mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Hacksaw Ridge„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Mel Gibsons neuer Film – ein Kriegsfilm mit Andrew Garfield. Eigentlich lehne ich Mel Gibson rigoros ab, wenn sich der Film aber als Oscar-Kandidat hält, muss ich ihn wohl sehen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: abwarten

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kong: Skull Island„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ernsthaft? Ein Monsterfilm, so nen King Kong-Gedöns. Mit Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, Brie Larson, John Goodman und John C. Reilly – haben die Fünf nichts besseres zutun?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Filmplakat von "Deepwater Horizon" auf New Yorker Häuserwand.
Filmplakat von „Deepwater Horizon“ auf New Yorker Häuserwand.

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NYC – Film: "Mojave"

Ich war am 24.04.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Mojave“ 93 min drama, thriller
dir. William Monahan cast: Garrett Hedlund, Oscar Isaac, Louise Bourgoin, Mark Wahlberg

Thomas (Garrett Hedlund) setzt sich einiges Tages in seinem Geländewagen und fährt von Hollywood direkt in die Mojave Wüste. Als er dann nachts inmitten der Wüste auf einen mysteriösen Fremden (Oscar Isaac) trifft, kommt eins zum anderen und fortan wird sich einiges in Thomas Leben ändern.

B (Wertung von A bis F) „Mojave“ ist nach „London Boulevard“ erst der zweite Spielfilm, bei dem der, mit einem Oscar ausgezeichnete Drehbuchautor William Monahan („The Departed“) Regie führt.

„Mojave“ wird zwar mit einer gewissen Langsamkeit erzählt, ist aber dennoch ein packender Thriller. William Monahan inszeniert hier ein kurzweiliges Katz-und-Maus-Spiel. Das Einzige was mich störte waren teilweise die Dialoge, die für mich nicht immer natürlich klangen. Vielleicht lag es auch an Oscar Isaac, von dem ich kürzlich in Ex Machina noch so begeistert war. Ich weiss nicht, was er in diesem Film mit seiner Stimme und Sprache anstellt, mich hat er damit jedenfalls das eine oder andere Mal rausgebracht. In meinen Augen findet Oscar Isaac auch erst etwas später im Film zu seiner richtigen Form.

Garrett Hedlund ist als Schauspieler vielleicht nicht durchgehend verlässlich, aber – und ich glaube es ist mir in diesem Film das erste Mal aufgefallen – er ist eine Augenweide. Er könnte ein „reiferes“ A & F-Model sein, er hat so etwas Lässiges. Um so zerzauster er um die Haare aussieht, um so unwiderstehlicher ist er. Er spielt in „Mojave“ natürlich auch einen Typen, dem es in die Wiege gelegt wurde, noch vor dem Duschen morgens gut auszusehen und nie zu den falschen Klamotten zu greifen. Oder anders: Egal was er anzieht, er sieht immer cool aus. Garrett Hedlund und Oscar Isaac stehen nach Inside Llewyn Davis bereits das zweite Mal gemeinsam vor der Kamera.

Mark Wahlberg spielt hier wieder genau den Charakter, den er am Glaubhaftesten spielen kann. Er bzw. seine Figur sorgt für den nötigen Humor im Film. Alleine der Anblick von Mark Wahlberg in UGG-Boots bringt mich jederzeit wieder zum Schmunzeln.

Bislang konnte ich noch keinen Trailer finden.

„Mojave“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2015 gezeigt. Ich habe mir den Film auf diesem Filmfestival angeschaut. „Mojave“ hat mit A24 bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden. Der Film soll noch im Jahr 2015 ins amerikanische Kino kommen.

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2015 feierte das TFF bereits seinen 14. Jahrestag.

NYC – Film: "Lone Survivor"

Ich war am 13.01.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Lone Survivor“ (dt. Kinostart: 20.03.14) 121 min drama, adaptation
dir. Peter Berg cast: Mark Wahlberg, Emile Hirsch, Ben Foster, Eric Bana, Taylor Kitsch

Im Jahr 2005 sollen die Elitesoldaten Marcus Luttrell (Mark Wahlberg), Michael P. Murphy (Taylor Kitsch), Danny Dietz (Emile Hirsch), Matthew Axelson (Ben Foster) einen Taliban-Anführer in den afghanischen Bergen stellen. Sie geraten in eine ausweglose Situation…

B- (Wertung von A bis F) „Lone Survivor“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Marcus Luttrell und Patrick Robinson. Die Geschichte beruht auf einer fehlgeschlagenen Militäroperation des amerikanischen Navy SEAL-Teams im Jahr 2005. Bei der Operation Red Wings sollte ein Taliban-Anführer gefangen genommen oder getötet werden.

Auch wenn der Film auf einem Buch mit dem Titel „Lone Survivor“ basiert, finde ich es für einen Film nicht besonders schlau, wenn das Ende des Films praktisch schon im Filmtitel verraten wird. Vermutlich haben die meisten Zuschauer das Buch gar nicht gelesen. Definitiv empfand ich es nicht so geschickt, dass man praktisch von Beginn des Films weiß, wer der einzig Überlebende ist. (Das setzt natürlich voraus, dass man zuvor keinen Blick auf das Filmplakat geworfen hat.) Marcus Luttrell hat sich bereits mit seinem Buch einige künstlerische Freiheiten genommen, man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass in diesem Dokudrama die Geschehnisse auch anders darstellt wurden als sie in der Realität waren.

Ich bin mit relativ geringen Erwartungen ins Kino gegangen und fand dann „Lone Survivor“ schon recht packend inszeniert. Natürlich ist der neue Film von Peter Berg („The Kingdom“, „Hancock“, „Battleship“) ein patriotischer und die Amerikaner sind die Guten. Man kann auch aus dem Film ziehen, dass amerikanische Soldaten (selbst die Elite-Soldaten) reine Tötungsmaschinen sind. Wenn die dann in eine Situation geraten, bei denen sie ihren Kopf einschalten müssen, sind sie schier überfordert. Der Amerikaner feiert sich mit „Lone Survivor“ selbst – obwohl es mal wieder gar nichts zu feiern gibt. Viel sollte man über den Film oder die Operation dieser amerikanischen Elite-Einheit nicht nachdenken, sondern den Film als eine Art Action-Film sehen. Die Schießereien nehmen einen großen Part im Film ein und die Kampf- und Actionszenen wirken echt. Im letzten Akt bekommt man sogar noch die Idee, dass alle Anderen nicht immer automatisch die Bösen sind.

Mark Wahlberg sollte versuchen, nicht neben richtig guten Schauspielern (in dem Fall Ben Foster) zu agieren. Dadurch erkennt man als Zuschauer nur um so klarer, was für ein schlechter Schauspieler er eigentlich ist.

Ben Foster ist so wandelbar, mittlerweile nehme ich ihm alle Rollen ab. Erstmalig habe ich ich in Pandorum wahrgenommen, da hat mich seine Stimme und Sprache sehr irritiert. Und auch heute ist es noch so, dass ich denke, es spricht Sean Penn. Auch optisch wirkt er wie die jüngere Ausgabe von Sean Penn (so kann es auch kein Zufall sein, dass sich Sean Penns Ex-Frau Robin Wright Ben Foster geschnappt hat – mittlerweile sollen sie sogar verlobt sein)

Etwas gerührt war ich von den Bildern der echten Navy SEALs, die zum Schluss gezeigt werden – gut, man hätte dazu nicht unbedingt Peter Gabriel „Heroes“ singen lassen müssen.

„Lone Survivor“ wurde offiziell erstmalig auf dem AFI Film Festival 2013 gezeigt.

„Lone Survivor“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Der Film wurde für tatsächlich für die Kategorien Bester Ton und Bester Tonschnitt nominiert. Gewonnen hat der Film Best Action Film und Best Actor in an Action Movie (Mark Wahlberg) bei den Critics ´Choice Awards und Best Stunt Ensemble in a Motion Picture bei den SAG Awards.

Zwei, der amerikanischen Trailer, die ich im Kino gesehen habe:

Die Website:

http://www.lonesurvivorfilm.com/site

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Non-Stop“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionfilm mit Liam Neeson und Julianne Moore. Filme, die in einem Flugzeug spielen muss ich gucken – früher oder später. Hoffentlich hat dieser Trailer nicht alle Wendungen verraten.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Monuments Men“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: George Clooneys neuer Film, Zweite Weltkriegsfilm mit George Clooney, Matt Damon, Cate Blanchett, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin. Gut, mittlerweile weiß man offiziell warum der Film aus der Oscar-Saison geschoben wurde. Er ist alles andere als gut. Ich bin vorgewarnt und gucke ihn trotzdem am nächsten Wochenende.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Transcendence“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany, Kate Mara, etc. Der Film ist das Regiedebüt von Christopher Nolans Kameramann Wally Pfister.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „3 Days to Kill“
Bewertung des Theaters: C+
Kommentar: Actionfilm mit Kevin Costner (der scheinbar in jedem Aktionär im Moment spielt), Amber Heard, Hailee Steinfeld und Connie Nielsen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „Pompeii“
Bewertung des Theaters: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Film von Paul W.S. Anderson, der im Februar 14 ins amerikanische Kino kommt…der kann gar nicht gut sein. Wenn er nicht grottenschlechte Kritiken bekommt, gucke ich ihn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Neighbors“
Bewertung des Theaters: B+
Kommentar: Komödie mit Seth Rogen, Dave Franco, Rose Byrne und leider Zac Efron.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken, wenn ich Zac Efron irgendwie ausblenden kann…

San Francisco – Film: "Ted"

Ich war am 05.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Ted“ (dt. Kinostart: 02.08.12) 106 min comedy
dir. Seth MacFarlane cast: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Seth MacFarlane, Giovanni Ribisi, Seth MacFarlane

John (Mark Wahlberg) hatte als Kind keine Freunde. Als er acht Jahre alt ist, bekommt er zu Weihnachten einen Teddy geschenkt. Dann wünscht er sich, dass sein Teddy zum Leben erweckt wird. Der Wunsch geht, wie durch ein Wunder, in Erfüllung und John hat mit Ted (Seth MacFarlane) einen besten Freund fürs Leben. Ted ist schnell eine Berühmtheit aber irgendwann sind beide erwachsen bzw. eigentlich nur älter und die Fluchereien, das Partyleben und das Drogen konsumieren geht Johns Freundin Lori (Mila Kunis) ganz schön gegen den Strich. Ted soll ich endlich eine eigene Wohnung suchen…

B- (Wertung von A bis F) „Ted“ ist ein durchaus funktionierender Film über eine absolut schräge Freundschaft. Auch wenn nicht jeder Gag zündet und jeder Spruch lustig ist (zumindest für mich, in meiner sehr gut besuchten Vorstellung wurde eigentlich permanent gelacht), so habe ich mich trotzdem gut unterhalten gefühlt. Es ist dieser herrlich kranke Humor und dieses entspannt politisch Unkorrekte. Manchmal muss man auch unter seinem Niveau lachen können.

Die Computer Effekte sind großartig. Ted wirkt mit seiner Mimik und seinen Bewegungen unglaublich menschlich, irgendwann habe ich dann auch vergessen, wie absurd diese Story eigentlich ist. Seth MacFarlane hat Ted eine Stimme gegeben.

Es gibt ein paar richtig gute Cameos (die ich nicht spoilern werde) und der Film hat mit Giovanni Ribisi auch einen ziemlich gruseligen Bösewicht.

Ich habe mich bereits mehrfach darüber ausgelassen, dass ich es nicht verstehen kann, warum man sich Filme in der Synchronfassung anguckt, insbesondere wenn man die Möglichkeit hat, sie in der Original-Fassung zu schauen. Bei „Ted“ möchte ich explizit darauf hinweisen, dass der Film nur in der OV funktionieren kann.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „For a Good Time, Call…“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Komödie mit Justin Long, Seth Rogen
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Anchorman:The Legend Continues“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu der Komödie „Anchorman: The Legend of Ron Burgundy“ Mit Will Ferrell, Christina Applegate und Steve Carell. Ich mochte den ersten Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Odd Life of Timothy Green“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Drama/Fantasie-Film mit Jennifer Garner und Joel Edgerton. Wer denkt sich denn so einen Mist aus?
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Premium Rush“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionthriller mit Joseph Gordon-Levitt und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

NYC – Film: "The Fighter"

Ich war am 15.12.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The Fighter“ (dt. Kinostart: 07.04.11) 114 min drama, biopic
dir. David O. Russell cast: Mark Wahlberg, Christian Bale, Melissa Leo, Amy Adams

Lowell, Massachusetts im Jahr 1993. Dicky Eklund (Christian Bale) war als professioneller Boxer in den 80er Jahren erfolgreich. Nach wie vor ist er der ganze Stolz seiner Familie und seiner Heimatstadt. Heutzutage ist er der Trainingspartners und Berater seines jüngeren Halbbruders „Irish“ Micky Ward (Mark Wahlberg). Dicky ist cracksüchtig und kriminell. Der Sender HBO plant eine Dokumentation über ihn. Jetzt ist Micky der Boxer in der Familie, seine Mutter Alice (Melissa Leo) leitet sein Management. Jedoch werden immer wieder falsche Karriereentscheidungen getroffen. Als Micky die Kellnerin Charlene (Amy Adams) kennenlernt, beginnt er sich von seiner Familie zu distanzieren und dann gerät auch seine Karriere langsam in Schwung…

A- (Wertung von A bis F) „The Fighter“ ist ein Biopic über den Boxer „Irish“ Micky Ward.

Ich bin kein so wahnsinnig großer Fan von Sportfilmen und meine Begeisterung für den Boxsport hält sich auch in Grenzen. Rückblickend betrachtend sehe ich den Film in erster Linie als (Familien-) Drama. Die Boxkämpfe empfand ich aber dennoch als sehenswert. Sie sind brutal, realistisch und fesselnd inszeniert.

Auch wenn Mark Wahlberg die Hauptrolle in „The Fighter“ spielt, so ist es Christian Bales Film. So wie ich Mark Wahlbergs Micky Ward als Außenseiter in seiner Familie sehe, so sehe ich ihn in diesem exzellenten Ensemble ebenso als Außenseiter. Christian Bale („American Psycho“, „The Machinist“, „Rescue Dawn“), Melissa Leo („21 Grams“, „Frozen River“, Conviction) und Amy Adams („Enchanted“, Sunshine Cleaning, Doubt, Miss Pettigrew Lives for a Day) sind einfach eine Nummer zu groß für Mark Wahlberg. Dennoch hat er eine Leinwandpräsenz und macht seine Sache auch recht gut. Er spielt hier den Sympathieträger. Meine Sympathie gilt aber den besseren Schauspielern und da freue ich mich, dass Christian Bale endlich wieder eine Rolle bekommen hat, die ihn auch herausfordert. In „The Fighter“ kann er endlich wieder zeigen, wie gut er eigentlich ist. Bale hat alle Eitelkeiten abgelegt und Dicky Eklund studiert. Von der Sprache, dem Akzent, der Mimik und auch von der Körpersprache ist er Dicky Eklund. Weiter unten habe ich ein Link zu einem YouTube-Video der beiden (dann schon älteren) Brüder gestellt. Wenn man sehen möchte wie eine eindeutige Oscar-Performance für die beste männliche und weibliche Nebenrolle auszusehen hat, sollte man sich Christian Bale und Melissa Leo in „The Fighter“ im Original anschauen. Amy Adams würde ich hier auch einreihen, weil sie – obwohl sie immer gut ist – noch nie besser war. Nur wenn ich mich entscheiden müsste, würde der Oscar an Melissa Leo gehen. Begeistert und absolut fasziniert war ich aber auch über die perfekte Besetzung der sieben Schwestern von Micky und Dicky. Wo bitte hat man die denn gefunden? Ich glaube mir blieb, bei beinahe jedem Auftritt der Schwestern, sogar der Mund offen stehen, auch den Hair Stylisten, Make Up Artisten und Stylisten gilt ein großes Lob.

Nun bleibt abzuwarten, ob der Ausraster von Christian Bale am Set von „Terminator Salvation“ ihm bei der Oscar-Nominierung bzw. der Vergabe des Oscars noch schaden. Der Regisseur David O.Russell („Three Kings“, „I Heart Huckabees“) gilt in der Branche als zwar sehr talentiert, aber äusserst unbeliebt und ebenso zu Ausrastern neigend. Auch hier wird sich zeigen, ob die Academy das einfach „wegsteckt“. Update: The Fighter wurde mit zwei Oscars (Bester Nebendarsteller, Christian Bale und Beste Nebendarstellerin, Melissa Leo) ausgezeichnet.

„The Fighter“ bewirbt sich um einen Platz in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2010.

Trailer zu sehen:

Die echten Micky und Dicky auf YouTube zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Unknown“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: ein in Berlin gedrehter Thriller mit Liam Neeson, Diane Kruger, der MAD MEN-Schönheit January Jones, Frank Langella, Bruno Ganz
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Lincoln Lawyer“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Auch wenn ich Matthew McConaughey nur ganz begrenzt optisch ertragen kann (immerhin mag ich seine Stimme und Sprache) macht dieser Thriller mit der tollen Marisa Tomei und William H. Macy, Ryan Phillippe und Josh Lucas erst einmal einen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Tree of Life“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Man, auf Terrence Malicks neuen Film warte ich nun schon seit mehr als einem Jahr. Auch aus dieser Oscar-Saison wurde er geschoben. Die Bildsprache fasziniert mich jetzt schon, naja und dann ist natürlich auch Sean Penn dabei…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% !!!!

Trailer v. Film: „Battle: Los Angeles“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Katastrophenfilm mit Aaron Eckhart und Michelle Rodriguez
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Sanctum“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: 3D-Action-Thriller, Produktion von James Cameron
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „True Grit“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Neuer Coen-Bros Film, Remake des John Wayne-Western von 1969 mit Jeff Bridges, Josh Brolin und Matt Damon. Klarer Oscar-Kandidat, die bislang völlig unbekannte Hailee Steinfeld macht auch so einen unglaublichen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „No Strings Attached“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: RomCom mit Ashton Kutcher und Natalie Portman
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

San Francisco – Film: "The Other Guys"

Ich war am 06.08.10 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„The Other Guys“ (dt. Titel: „Die etwas anderen Cops“, dt. Kinostart: 14.10.10) 107 min comedy, action
dir. Adam McKay cast: Will Ferrell, Mark Wahlberg, Eva Mendes, Michael Keaton, Steve Coogan, Samuel L. Jackson, Dwayne Johnson, Bobby Cannavale

Terry Hoitz (Mark Wahlberg) ist ein Polizist, der zu Schreibtischarbeit verdonnert wurde. Sein Kollege Allen Gamble (Will Ferrell) hingegen liebt die Arbeit im Büro. Eines Tages wittert Terry seine Chance auch einmal als Held der New Yorker Polizei gefeiert zu werden. Er benötigt dafür jedoch einen Partner, Allen…

C (Wertung von A bis F) … und diese Actionkomödie fängt so unglaublich vielversprechend an… Da gibt es viele gute Macho-Sprüche, diverse Autos werden zu Schrott gefahren, einige Verfolgungsjagden und Explosionen und nicht zu vergesen: Mark Wahlbergs unbezahlbare Gesichtsausdrücke, wenn er wieder einmal fassungslos Will Ferrells Charakter gegenübersteht. Leider wiederholen sich die Gags dann irgendwann und der Film verliert sich in Albernheit und absoluter Mittelmässigkeit. Für diese Art von Filmen muss man die entsprechende Laune mit ins Kino nehmen. Ich bin mit den besten Voraussetzungen reingegangen und das hat leider auch nicht geholfen.

Ich habe „The Other Guys“ in der USD 3 kostspieligeren ETX-Fassung gesehen (nicht weil ich das unbedingt wollte, sondern weil es mir von der Zeit her besser passte), diese lohnte sich z. B. bei der einen Meetingraum-Schießerei.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Social Network“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Gut, dann mache ich es jetzt mal offiziell, der Trailer von Finchers neuem Film ist mittlerweile mein absoluter Lieblingstrailer. Entsprechend erwarte ich – mal wieder – den Film des Jahres.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (plus Teaser)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 % !!!

Trailer v. Film: „The Green Hornet“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: ich kann keine Comic-Verfilmung mehr sehen, glaube ich. Der Trailer gefällt mir aber immer besser. Diese Comic-Verfilmung ist mit Seth Rogen, Cameron Diaz. Die erste Hollywood-Produktion von Christoph Waltz.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jackass 3D“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Film für intellektuell benachteiligte…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Devil“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Nach dem grauenhaften und beleidigend schlechten „The Happening“ (und zuvor: „Signs“, „Lady in the Water“) habe ich mir eigentlich fest vorgenommen, nie wieder einen Film von M.Night Shyamalan zu sehen. Hier produziert er aber dankenswerterweise nur und führt keine Regie! Der Trailer sieht echt gut aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Going the Distance“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Drew Barrymore und Justin Long
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „The Expendables“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Action mit Sylvester Stallone, Jason Stratham, Bruce Willis, Eric Roberts, Mickey Rourke, Arnold Schwarzenegger….
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (zuvor Teaser)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 10 %

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Oliver Stones Fortsetzung des oscarprämierten Films. „Wall Street“ mit Michael Douglas, Shia LaBeouf, Frank Langella, Carey Mulligan, Susan Sarandon und Josh Brolin. Ich sehe den Trailer so oft, irgendwie wird er immer besser…
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Buenos Aires – Film: "The Lovely Bones"

Ich war am 22.02.10 in Buenos Aires und habe mir im Kino angeschaut:

„The Lovely Bones“ (dt. Titel: „In meinem Himmel“, dt. Kinostart war der 18.02.10) 139 min drama, fantasy, adaptation
dir. Peter Jackson cast: Saoirse Ronan, Rachel Weisz, Mark Wahlberg, Susan Sarandon, Stanley Tucci, Rose McIver

Die 14-jährige Susie Salmon (Saoirse Ronan) trifft auf ihrem Nachhauseweg auf den Nachbarn George Harvey (Stanley Tucci). Seit diesem Zeitpunkt ist sie verschwunden. Als Susies blutgetränkte Mütze gefunden wird, ist für ihre Familie klar, dass sie getötet wurde. Susies Vater Jack (Mark Wahlberg) verdächtig den Nachbarn George Harvey, hat aber keine Beweise. Susie ist derweil in einer Zwischenwelt zwischen Himmel und Erde und sieht ihre trauernde Familie und ihren Mörder…

C- (Wertung von A bis F) Der Film „The Lovely Bones“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alice Sebold.

Im Jahr 2002 habe ich das wunderbare Buch gelesen, konnte mich jedoch nicht mehr an Einzelheiten erinnern, wohl aber, dass es sehr spannend war und mir sehr nahe ging. Von der Verfilmung hat sich der Produzent DreamWorks Picture und der Verleih Paramount Pictures sehr viel versprochen, es war sogar von einem potentiellen Oscar-Kandidaten die Rede. Dann wurde „The Lovely Bones“ der amerikanischen Journaille vorgeführt, die sehr verhalten darauf reagierten, der landesweite Kinostart wurde verschoben. Ich kann verstehen, dass bei dieser Vorlage die Enttäuschung über den Film groß war. Der Film ist unglaublich in die Länge gezogen, konnte mich im Vergleich zu dem Buch zu keiner Zeit berühren und war, abgesehen von einer ca. 5-minütigen Szene, komplett unspannend. Peter Jackson („Heavenly Creatures“, „The Lord of the Rings“) hat in meinen Augen auch zu viel Wert auf die Zwischenwelt gelegt, die dann auch noch hochgradig kitschig daherkommt. In der Vergangenheit habe ich so eine Zwischenwelt visuell z.B. in dem Film „What Dreams May Come“ und emotional in dem Film „The Invisible“ wesentlich besser umgesetzt gesehen.

Schauspielerisch hat mich hier in erster Linie Stanley Tucci („The Terminal“, „The Devil Wears Prada“, Julie & Julia) überzeugen können. Er gibt hier einmal mehr eine hervorragende Performance. Durch die Maske, seine veränderte Stimme und Sprache und sein Schauspiel ist er beinahe nicht zu erkennen. Auch wenn er in dieser Rolle vielleicht nicht unersetzbar ist, so erfolgt die Oscar-Nominierung dieses Jahr durchaus zu Recht. Auch Rachel Weisz („About a Boy“, „Runaway Jury“, The Brothers Bloom) hat mir sehr gut gefallen. Saoirse Ronan konnte für mich im Gegensatz zu ihrer Performance in „Atonement“, für die sie vor ein paar Jahren eine Oscar-Nominierung erhalten hat, keine Akzente setzen. Die junge neuseeländische Schauspielerin Rose McIver, die hier die Schwester von Susie Salmon spielte, fand ich hingegen sehr bemerkenswert. Mark Wahlberg ist eine komplette Fehlbesetzung, so sehr, dass er mich bei jeder seiner Szenen förmlich aus dem Film gebracht hat. Der von mir sehr geschätzte Ryan Gosling („Murder By Numbers“, „The Notebook“, „Half Nelson“) sollte ursprünglich die Rolle des Vaters spielen. Auch wenn er vom Alter her nicht wirklich optimal gewesen wäre, so glaube ich, dass er diese Rolle hätte besser ausfüllen können.

Alles in allem war dies für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass aus sehr guten Büchern nicht zwangsläufig gute Filme werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

In Buenos Aires wurde der Film „Desde mi Cielo“ weder mit Werbung (sehr löblich!), noch mit Trailern (schade!) aufgeführt.

Detroit – We Own the Night

Ich war am 01.11.07 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„We Own the Night“ (dt. Titel „Helden der Nacht“, dt. Kinostart 14.02.08) 117 min drama, thriller
dir. James Gray cast: Joaquin Phoenix, Eva Mendes, Mark Wahlberg, Robert Duvall

1988 in New York. Bobby Green (Joaquin Phoenix) hat seinem Vater (Robert Duvall) und seinem Bruder Joseph (Mark Wahlberg) schon bereits vor einigen Jahren den Rücken gekehrt. Beide arbeiten bei der Polizei. Nach dem Tod seiner Mutter, führt Bobby unter ihren Mädchennamen erfolgreich den im russischen Besitz befindlichen Nachtclub EL CARIBE. Er geniesst dieses scheinbar sorgenfreie Leben mit seiner Freundin Amanda (Eva Mendes), bis ihn eines Tages sein Vater und Bruder bitten, dabei zu helfen, den ihm bekannten russischen Drogenboss zu überführen. Bobby ist erst überzeugt, sich auf die Seite der Polizei zu schlagen, als sein Bruder von der russischen Mafia niedergeschossen wird.

A- (Wertung von A bis F)Fesselnder Thriller mit einigen hochspannenden Szenen. Film zeigt realistisches Bild von New York Ende der achtziger Jahre. Herauszuheben ist insbesondere das exzellent bewegende und würdevolle Schauspiel von Robert Duvall als Vater (Oscar?). Natürlich zeigt aber auch Joaquin Phoenix warum er einer der besten Schauspieler unserer Zeit ist. Grossartiger Soundtrack

Trailer zu sehen