Buenos Aires – Film: "The Lovely Bones"


Ich war am 22.02.10 in Buenos Aires und habe mir im Kino angeschaut:

„The Lovely Bones“ (dt. Titel: „In meinem Himmel“, dt. Kinostart war der 18.02.10) 139 min drama, fantasy, adaptation
dir. Peter Jackson cast: Saoirse Ronan, Rachel Weisz, Mark Wahlberg, Susan Sarandon, Stanley Tucci, Rose McIver

Die 14-jährige Susie Salmon (Saoirse Ronan) trifft auf ihrem Nachhauseweg auf den Nachbarn George Harvey (Stanley Tucci). Seit diesem Zeitpunkt ist sie verschwunden. Als Susies blutgetränkte Mütze gefunden wird, ist für ihre Familie klar, dass sie getötet wurde. Susies Vater Jack (Mark Wahlberg) verdächtig den Nachbarn George Harvey, hat aber keine Beweise. Susie ist derweil in einer Zwischenwelt zwischen Himmel und Erde und sieht ihre trauernde Familie und ihren Mörder…

C- (Wertung von A bis F) Der Film „The Lovely Bones“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alice Sebold.

Im Jahr 2002 habe ich das wunderbare Buch gelesen, konnte mich jedoch nicht mehr an Einzelheiten erinnern, wohl aber, dass es sehr spannend war und mir sehr nahe ging. Von der Verfilmung hat sich der Produzent DreamWorks Picture und der Verleih Paramount Pictures sehr viel versprochen, es war sogar von einem potentiellen Oscar-Kandidaten die Rede. Dann wurde „The Lovely Bones“ der amerikanischen Journaille vorgeführt, die sehr verhalten darauf reagierten, der landesweite Kinostart wurde verschoben. Ich kann verstehen, dass bei dieser Vorlage die Enttäuschung über den Film groß war. Der Film ist unglaublich in die Länge gezogen, konnte mich im Vergleich zu dem Buch zu keiner Zeit berühren und war, abgesehen von einer ca. 5-minütigen Szene, komplett unspannend. Peter Jackson („Heavenly Creatures“, „The Lord of the Rings“) hat in meinen Augen auch zu viel Wert auf die Zwischenwelt gelegt, die dann auch noch hochgradig kitschig daherkommt. In der Vergangenheit habe ich so eine Zwischenwelt visuell z.B. in dem Film „What Dreams May Come“ und emotional in dem Film „The Invisible“ wesentlich besser umgesetzt gesehen.

Schauspielerisch hat mich hier in erster Linie Stanley Tucci („The Terminal“, „The Devil Wears Prada“, Julie & Julia) überzeugen können. Er gibt hier einmal mehr eine hervorragende Performance. Durch die Maske, seine veränderte Stimme und Sprache und sein Schauspiel ist er beinahe nicht zu erkennen. Auch wenn er in dieser Rolle vielleicht nicht unersetzbar ist, so erfolgt die Oscar-Nominierung dieses Jahr durchaus zu Recht. Auch Rachel Weisz („About a Boy“, „Runaway Jury“, The Brothers Bloom) hat mir sehr gut gefallen. Saoirse Ronan konnte für mich im Gegensatz zu ihrer Performance in „Atonement“, für die sie vor ein paar Jahren eine Oscar-Nominierung erhalten hat, keine Akzente setzen. Die junge neuseeländische Schauspielerin Rose McIver, die hier die Schwester von Susie Salmon spielte, fand ich hingegen sehr bemerkenswert. Mark Wahlberg ist eine komplette Fehlbesetzung, so sehr, dass er mich bei jeder seiner Szenen förmlich aus dem Film gebracht hat. Der von mir sehr geschätzte Ryan Gosling („Murder By Numbers“, „The Notebook“, „Half Nelson“) sollte ursprünglich die Rolle des Vaters spielen. Auch wenn er vom Alter her nicht wirklich optimal gewesen wäre, so glaube ich, dass er diese Rolle hätte besser ausfüllen können.

Alles in allem war dies für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass aus sehr guten Büchern nicht zwangsläufig gute Filme werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

In Buenos Aires wurde der Film „Desde mi Cielo“ weder mit Werbung (sehr löblich!), noch mit Trailern (schade!) aufgeführt.

6 Gedanken zu “Buenos Aires – Film: "The Lovely Bones"

  1. *lach* So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein. Ich kenne das Buch nicht, aber der Film war m.E. okay, nicht bemerkenswert, aber okay. Rachel Weisz fand ich total blass, während mir die Mädchen beide richtig gut gefallen haben. Fandest du die Musik wenigstens auch so blöd?

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  2. Ich finde Peter Jackson hat „Heavenly Creatures“ und die „The Lord of the Rings“-Trilogy (obwohl ich den 3. bis heute nicht gesehen habe) ganz gut hinbekommen, „The Frighteners“ kenne ich nicht. Tucci empfinde ich auch als einzigen Grund, den Film sehen zu müssen.

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