NYC – Film: "The Fighter"


Ich war am 15.12.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The Fighter“ (dt. Kinostart: 07.04.11) 114 min drama, biopic
dir. David O. Russell cast: Mark Wahlberg, Christian Bale, Melissa Leo, Amy Adams

Lowell, Massachusetts im Jahr 1993. Dicky Eklund (Christian Bale) war als professioneller Boxer in den 80er Jahren erfolgreich. Nach wie vor ist er der ganze Stolz seiner Familie und seiner Heimatstadt. Heutzutage ist er der Trainingspartners und Berater seines jüngeren Halbbruders „Irish“ Micky Ward (Mark Wahlberg). Dicky ist cracksüchtig und kriminell. Der Sender HBO plant eine Dokumentation über ihn. Jetzt ist Micky der Boxer in der Familie, seine Mutter Alice (Melissa Leo) leitet sein Management. Jedoch werden immer wieder falsche Karriereentscheidungen getroffen. Als Micky die Kellnerin Charlene (Amy Adams) kennenlernt, beginnt er sich von seiner Familie zu distanzieren und dann gerät auch seine Karriere langsam in Schwung…

A- (Wertung von A bis F) „The Fighter“ ist ein Biopic über den Boxer „Irish“ Micky Ward.

Ich bin kein so wahnsinnig großer Fan von Sportfilmen und meine Begeisterung für den Boxsport hält sich auch in Grenzen. Rückblickend betrachtend sehe ich den Film in erster Linie als (Familien-) Drama. Die Boxkämpfe empfand ich aber dennoch als sehenswert. Sie sind brutal, realistisch und fesselnd inszeniert.

Auch wenn Mark Wahlberg die Hauptrolle in „The Fighter“ spielt, so ist es Christian Bales Film. So wie ich Mark Wahlbergs Micky Ward als Außenseiter in seiner Familie sehe, so sehe ich ihn in diesem exzellenten Ensemble ebenso als Außenseiter. Christian Bale („American Psycho“, „The Machinist“, „Rescue Dawn“), Melissa Leo („21 Grams“, „Frozen River“, Conviction) und Amy Adams („Enchanted“, Sunshine Cleaning, Doubt, Miss Pettigrew Lives for a Day) sind einfach eine Nummer zu groß für Mark Wahlberg. Dennoch hat er eine Leinwandpräsenz und macht seine Sache auch recht gut. Er spielt hier den Sympathieträger. Meine Sympathie gilt aber den besseren Schauspielern und da freue ich mich, dass Christian Bale endlich wieder eine Rolle bekommen hat, die ihn auch herausfordert. In „The Fighter“ kann er endlich wieder zeigen, wie gut er eigentlich ist. Bale hat alle Eitelkeiten abgelegt und Dicky Eklund studiert. Von der Sprache, dem Akzent, der Mimik und auch von der Körpersprache ist er Dicky Eklund. Weiter unten habe ich ein Link zu einem YouTube-Video der beiden (dann schon älteren) Brüder gestellt. Wenn man sehen möchte wie eine eindeutige Oscar-Performance für die beste männliche und weibliche Nebenrolle auszusehen hat, sollte man sich Christian Bale und Melissa Leo in „The Fighter“ im Original anschauen. Amy Adams würde ich hier auch einreihen, weil sie – obwohl sie immer gut ist – noch nie besser war. Nur wenn ich mich entscheiden müsste, würde der Oscar an Melissa Leo gehen. Begeistert und absolut fasziniert war ich aber auch über die perfekte Besetzung der sieben Schwestern von Micky und Dicky. Wo bitte hat man die denn gefunden? Ich glaube mir blieb, bei beinahe jedem Auftritt der Schwestern, sogar der Mund offen stehen, auch den Hair Stylisten, Make Up Artisten und Stylisten gilt ein großes Lob.

Nun bleibt abzuwarten, ob der Ausraster von Christian Bale am Set von „Terminator Salvation“ ihm bei der Oscar-Nominierung bzw. der Vergabe des Oscars noch schaden. Der Regisseur David O.Russell („Three Kings“, „I Heart Huckabees“) gilt in der Branche als zwar sehr talentiert, aber äusserst unbeliebt und ebenso zu Ausrastern neigend. Auch hier wird sich zeigen, ob die Academy das einfach „wegsteckt“. Update: The Fighter wurde mit zwei Oscars (Bester Nebendarsteller, Christian Bale und Beste Nebendarstellerin, Melissa Leo) ausgezeichnet.

„The Fighter“ bewirbt sich um einen Platz in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2010.

Trailer zu sehen:

Die echten Micky und Dicky auf YouTube zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Unknown“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: ein in Berlin gedrehter Thriller mit Liam Neeson, Diane Kruger, der MAD MEN-Schönheit January Jones, Frank Langella, Bruno Ganz
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Lincoln Lawyer“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Auch wenn ich Matthew McConaughey nur ganz begrenzt optisch ertragen kann (immerhin mag ich seine Stimme und Sprache) macht dieser Thriller mit der tollen Marisa Tomei und William H. Macy, Ryan Phillippe und Josh Lucas erst einmal einen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Tree of Life“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Man, auf Terrence Malicks neuen Film warte ich nun schon seit mehr als einem Jahr. Auch aus dieser Oscar-Saison wurde er geschoben. Die Bildsprache fasziniert mich jetzt schon, naja und dann ist natürlich auch Sean Penn dabei…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% !!!!

Trailer v. Film: „Battle: Los Angeles“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Katastrophenfilm mit Aaron Eckhart und Michelle Rodriguez
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Sanctum“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: 3D-Action-Thriller, Produktion von James Cameron
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „True Grit“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Neuer Coen-Bros Film, Remake des John Wayne-Western von 1969 mit Jeff Bridges, Josh Brolin und Matt Damon. Klarer Oscar-Kandidat, die bislang völlig unbekannte Hailee Steinfeld macht auch so einen unglaublichen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „No Strings Attached“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: RomCom mit Ashton Kutcher und Natalie Portman
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

2 Gedanken zu “NYC – Film: "The Fighter"

  1. Sportlerfilme insbesondere Boxerfilme sind ja auch nicht unbedingt meins. Kann nicht nachvollziehen dass man sich die Birne weichhaut ;D
    Insgesamt sieht der Streifen dennoch ganz interessant aus. Amy Adams sehe ich mittlerweile sehr gerne, Wahlberg, räusper, weniger :))

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  2. Nö, kann ich auch nicht nachvollziehen. Amy Adams nehme ich gerne für selbstverständlich und denke immer, die kann mich nicht mehr überraschen. Hat sie aber hier schon mit einer neuen Facette. Ja Wahlberg… es schmerzt nicht ihn zu sehen, jedenfalls lange nicht so sehr wie Ben Affleck… :))

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