San Francisco – Film: „Just Mercy“

Ich war am 18.01.20 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Just Mercy“ (dt. Kinostart: 27.02.20)   136 min.  drama, biopic, adaptation 

dir. Destin Daniel Cretton  cast: Michael B. Jordan, Jamie Foxx, Rob Morgan, Tim Blake Nelson, Rafe Spall, Brie Larson 

 

Bryan Stevenson (Michael B. Jordan) hat sein Harvard-Studium abgeschlossen. Als junger Anwalt geht er nach Alabama, um für eine Organisation zu arbeiten, die unschuldig im Gefängnis sitzende Menschen verteidigt. Bald wird er mit dem Fall des Todeskandidaten Walter McMillian (Jamie Foxx) konfrontiert…

 

C (Wertung von A bis F) „Just Mercy“ basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist eine Adaption von Bryan Stevensons Memoiren „Just Mercy: A Story of Justice and Redemption“. Der Film erzählt von dem Anwalt Bryan Stevenson, der in einem Aufsehen erregenden Gerichtsprozess versuchte, den zum Tode verurteilten Walter McMillian  freizubekommen. Es ist der neue Film des afroamerikanischen Autorenfilmers Destin Daniel Cretton (Short Term 12, The Glass Castle). 

Viele Worte möchte ich gar nicht über den Film verlieren.„Just Mercy“ ist ein recht traditionelles Todeskandidaten-Drama, dass ich in dieser, bzw. In einer leicht abgewandelter Form schon einige Male gesehen habe. Eine solche Geschichte muss berühren, hat sie mich aber nicht. Nichts macht diesen Film besonders, entsprechend ist es auch kein Wunder, dass er bei den letzten Oscars keine Rolle gespielt hat.

Ursprünglich war „just Mercy“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Michael B. Jordan), Bester Nebendarsteller (Jamie Foxx) 

„Just Mercy“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 25.12.19 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 10.01.20 läuft der Film landesweit in 2,457 Kinos in den Vereinigten Staaten. In Deutschland wird der Film ab dem 27.02.20 im Kino zu sehen sein. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Sonic the Hedgehog„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Live-action Film mit Jim Carrey, sieht ganz lustig aus

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Respect„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: Biopic über Aretha Franklin, leider mit Jennifer-Kreischstimme-Hudson in der Hauptrolle.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Woman in the Window„

Bewertung des Trailers: F

Kommentar:  Ich verstehe nicht, wie man solch einen Trailer zulassen kann. Unglaublich. Ansonsten sieht Joe Wrights neuer Film aber interessant aus. Thriller mit Amy Adams, Gary Oldman, Julianne Moore, Tracy Letts, Anthony Mackie, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Photograph„

Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)

Kommentar:  Drama mit Kelvin Harrison Jr. und Lakeith Stanfield

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 


Trailer v. Film: „I Still Believe„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar:  religiöser Liebesschnulz 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „In the Heights„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals von Lin-Manuel Miranda

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Lovebirds„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Action-RomCom mit Kumail Nanjiani 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Tenet„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Christopher Nolans neuer Film mit John David Washington. Naja. Mein Sitznachbar gab während des Trailers von sich: „What the hell“. Und als das Startdatum eingeblendet wurde: „I don´t think so“. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon 

Oscar-Gewinner 2020

PARASIIIIIIIIIIIIIIIIITE

In Los Angeles hat es am Tag der 92. Oscar-Verleihung (09.02.20) mal wieder geregnet. L.A. bei schlechtem Wetter ist für mich einer der weltweit hässlichsten Städte. Ich war dieses Jahr aber – wie gewünscht – wieder in Deutschland. Habe mir die Red Carpet Show über YouTube (und zeitgleich auf Pro7, da aber – wie üblich – nur superkurze Momente mit Ton, Steven Gätjen und Annemarie Carpendale sind wirklich nur in sehr, sehr, sehr geringen Dosen sprechend zu ertragen) angeschaut. Auch noch habe ich mir Multitasking-mäßig auf einem anderen Laptop die einzelnen Roben der Damen im Internet etwas genauer angeschaut. 

Bei der Live-Show habe ich dann mitgeschrieben, Gewinner, Gedanken usw. hier: 

Die diesjährige Oscar-Show hat die Musikerin und Schauspielerin Janelle Monáe  mit einer Gesangs- und Tanzeinlage eröffnet. Gefolgt von den beiden ehemaligen Oscar-Gastgebern Steve Martin und Chris Rock, die sich dann kurz über die Stars, Filme und die Academy lustig gemacht haben. Gerade als ich gedacht habe, dass es doch schön wäre, wenn die beiden durch den gesamten Abend führen würden, kündigten sie aber die erste Präsentatorin an: Regina King, Vorjahres-Siegerin für den Oscar für die Beste Nebenrolle. 

Der erste Oscar geht, absolut erwartbar, an Brad Pitt für seine Performance in „Once Upon a Time in Hollywood“ (er hält eine okaye Rede, dankt zum Schluss sogar seinen Kindern, aber kein Vergleich zu seinen bisherigen, witzigen Dankesreden, insbesondere bei den SAG Awards). 

Nach der Werbung haben wir die Präsentatorin Beanie Feldstein, die die Präsentatorin Mindy Kaling ankündigt. Seltsam, reicht nicht ein Präsentator? Jedenfalls ist Mindy Kaling da, um den den Oscar für den Besten Animationsfilm und den besten animierten Kurzfilm zu überreichen. Der 2. Oscar geht an „Toy Story 4“. (Ich dachte er geht an Annie-Awards und BAFTA-Sieger „Klaus“), der 3. Oscar geht an „Hair Love“ (richtig geraten)

Josh Gad, den ich eigentlich nicht sonderlich mag, kündigt Idina Menzel an, die einen der für den Oscar nominierten Songs „Into the Unknown“ (von „Frozen 2“) vorträgt. Schreckliches, weißes 1980er Jahre-Puffärmel-Kleid, begleitet wird sie von anderen Sängerinnen, die in ihrer Muttersprache „Into the Unknown“ singen. Nette Idee, ich brauche aber dieses ganze Gesinge nicht.

Diane Keaton und Keanu Reeves (die in der wunderbaren RomCom „Something´s Gotta Give“ zusammenspielten) überreichen den Oscar für das Beste Originaldrehbuch, jetzt wird’s spannend. Der 4. Oscar geht an…Daumen drücken… „Parasite“ bekommt von allen vorgestellten Filmen den größten Applaus: und tatsächlich Bong Joon Ho gewinnt. Erster Oscar für „Parasite“ (richtig geraten). 

Timothée Chalamet und Natalie Portman sind die Präsentatoren für den 5. Oscar, Bestes Adaptiertes Drehbuch: Geht an „Jojo Rabbit“ (richtig geraten). Ich mag Taika Waititi so gerne. 

Shia LaBeouf mit seinem Co-Star Zack Gottsagen (aus „Peanut Butter Falcon“) präsentieren den 6. Oscar: Bester Live Action Short Film, der geht an „The Neighbors Window“ (richtig geraten).

Jetzt kommen Kristen Wiig und, die für mich unerträgliche, Maya Rudolph in einem grausig-rötlichem Glitzerzelt und einer nicht gerade schmeichelnden Frise. Sie vergeben der 7. Oscar für das Beste Szenenbild: „Once Upon a Time in Hollywood“ gewinnt (richtig geraten). Auch sind sie Präsentatoren für den 8. Oscar: Bestes Kostümdesign: „Little Women“ (richtig geraten). 

Jetzt kommt wieder Gesinge, dieses Mal von Chrissy Metz. Das Kleid steht ihr um Längen besser, als das rote Mega-Laken, dass sie auf dem roten Teppich trug. Sie singt den Song von Dianne Warren, die an diesem Abend zum 11. Mal für den Oscar nominiert ist. 

Jetzt kommt die Kategorie Beste Dokumentation. Mark Ruffalo überreicht den 9. Oscar: „American Factory“ (richtig geraten). Schade, dass die Obamas nicht da sind. Julia Reichert hält eine gute Rede, jeder sollte sich „American Factory“ auf Netflix angucken. Mark Ruffalo ist auch der Präsentator für den 10. Oscar, die besten Kurzfilmdokumentationen: Es gewinnt „Learning to Skateboard in a Warzone (if You are a Girl)“. (Und auch das habe ich richtig geraten). Ich mag das, dass die Animationsfilme (Spielfilm/Kurzfilm) und Dokumentationen (Doku/Kurzfilmdoku) zusammengefasst werden.

Der Vorjahres-Sieger Mahershala Ali überreicht den 11. Oscar. Die Gewinnerin in der Kategorie Beste Nebendarstellerin ist: Laura Dern („Marriage Story“). Etwas habe ich schon gezittert. Sie war auch ganz schön aufgeregt, hat ihrer Mama Diane Ladd (von der sie begleitet wurde) und ihrem Papa Bruce Dern gedankt. Es wird sicher nicht mehr lange dauern, dann wird Laura Dern Präsidentin von A.M.P.A.S. Im letzten Jahr war sie ja bereits kurz davor. (Achso, richtig geraten). 

Im Moment ist Werbung und ich habe gerade ein gutes Gefühl für „Parasite“ als Gewinnerfilm. 

Der „Hamilton“-Star Anthony Ramos, der in dem Musical „In the Heights“ demnächst die Hauptrolle spielt, kündigt Multitalent Lin-Manuel Miranda an. Der wiederum stellt die Kategorie Bester Song vor. Gefällt mir, die Montage der ganzen Filmsongs, ohh ich liebe „Lose Yourself“, was zum Schluss eingeblendet wird und dann.…Ist der aus der Form geratene Typ mit Vollbart und Basecap, der auf einmal auf der Bühne singt, Eminem? Er klingt jedenfalls so. Idina Menzels skeptischer Blick könnte meiner gewesen sein. Seltsame Performance, aber – nach wie vor – einer meiner Lieblingssongs. Wow, es gibt Standing Ovations: es ist Eminem. 

Salma Hayek und Oscar Isaac sind die Präsentatoren für die Sound-Kategorien. Der 12. Oscar, in der Kategorie Tonschnitt, geht an: „Ford v Ferrari“ (Mist, ich hatte mich in letzter Minute umentschieden und habe „1917“ genommen), gleich hinterher, der 13. Oscar, geht sicherlich jetzt auch an „Ford v Ferrari“. Nein, Bester Ton geht an „1917“ (richtig geraten) 

Jetzt singt Randy Newman seinen „Toy Story 4“-Song.

Wer ist dieser Typ, der da rappt? Er hat sich selbst vorgestellt, kannte ich nicht, rappte aber recht amüsant. Er stellt Will Ferrell und Julia Louis Dreyfus vor. Die sind die Präsentatoren für Roger Deakins, bzw. Beste Kamera. Der 14. Oscar geht – und das war hundertprozentig – an Roger Deakins. Riesenapplaus. Wohlverdient. (richtig geraten). Sie sind ebenso die Präsentatoren für die Kategorie Bester Schnitt. Lass es „Parasite“ sein… Daumen drücken… Der 15. Oscar geht an „Ford v Ferrari“, den Film mit den meisten Cuts, naja (ich hatte „Parasite“ geraten, damit hat mein Kumpel unsere Wette gewonnen) 

Der neue Academy-Präsident David Rubin kündigt den charmanten Tom Hanks an. Er teilt mit, dass das Academy-Museum nun endlich am 14.12.2020 eröffnet. Eigentlich wollte ich das Museum schon lange besichtigt haben. Die Eröffnung wurde immer wieder verschoben… das kommt mir als Berliner gar nicht bekannt vor. 

Apropos Berlin, als nächstes die Berlinerin Zazie Beetz. Die Schauspielerin spielte neben Joaquin Phoenix in „Joker“. Sie kündigt ganz souverän den nächsten Musik-Act an, schon cool die Zazie Beetz. Cynthia Erivo singt, auch so ein Multitalent. Könnte heute zur jüngsten EGOT-Gewinnerin gekürt werden. Sie hat bereits einen Emmy, einen Tony und einen Grammy – nur der Oscar fehlt noch. Der Song ist ganz gut, singen kann die eh. Ich sehe sie gerade in der TV-Serie „The Outsider“. Für ihre Performance gibt es Standing Ovations. 

Rebel Wilson und James Corden als „schlechte Cats“ verkleidet (na wenigstens können sie über sich selbst lachen). Keiner weiß besser, gute Visuelle Effekte zu schätzen. Haha. Der 16. Oscar – Beste Visuelle Effekte – geht an „1917“. (Ich hatte getippt, dass dieser Oscar an Marvel geht)

Ray Romano und Sandra Oh sind für die Kategorie Best Makeup und Hairstyling zuständig. Der 17. Oscar geht an „Bombshell“ (war auch ziemlich klar, habe ich richtig geraten). Kazu Hiro widmet den Oscar besonders Charlize Theron, sie ist auch Mit-Produzentin von dem Film.

Sie zeigen gerade einen deutschen Trailer von „A Beautiful Day in the Neighborhood“. Die Stimme passt Null zu Tom Hanks und erst recht nicht zu Mr. Rogers. Synchros zerstören wirklich alles. 

Penelope Cruz stellt Best International Feature vor. Seltsames Kleid, dass sie trägt, naja, eigentlich stört mich nur diese blöde weiße Blume im Dekolleté. Der 18. Oscar geht natürlich an Südkorea („Parasite“, logischerweise richtig geraten) 

Jetzt kommt wieder ein Musik-Act, dieses Mal: Elton John. Jetzt fehlt wohl nur noch Billie Eilish. Mir ist das mal wieder viel zu viel Gesinge. 

Taika Waititi verkündet die ganzen Ehrenoscars dieses Jahr und stellt zugleich Brie Larson, Gal Gadot und Sigourney Weaver vor. Drei tolle Frauen. Sie weisen darauf hin, dass dieses Jahr zum ersten Mal in der 92-jährigen Oscar-Geschichte eine Dirigentin durch den Abend führt. Alle Scores werden angespielt. Der 19. Oscar geht an die isländische Komponistin Hildur Guðnadóttir für „Joker“ (richtig geraten, sie hat auch alles gewonnen, dieses Jahr). Sehr süße Preisträgerin. Der 20. Oscar in der Kategorie Bester Song geht an Sir Elton John und Bernie Taupin für „Rocketman“ (auch das war mit dem Golden Globe-Gewinn klar, als die beiden gesagt haben, sie haben noch nie etwas zusammen gewonnen – richtig geraten) 

Sollte die Oscar-Verleihung nicht eigentlich unter 3 Stunden bleiben? Es sind jetzt bereits schon 2 Stunden und 49 Minuten vergangen. 

Spike Lee ist der Presenter für die Kategorie Beste Regie und damit natürlich für Sam Mendes…. Nein, der Oscar geht an Bong Joon Ho. Der 21. Oscar des Abends geht an „Parasite“. Yeah. Dies ist der dritte Oscar für „Parasite“. Oh, jetzt wird es spannend in der Königskategorie. Bong Joon Ho ist ein absoluter Sympathieträger. Standing Ovation bekommt er, logisch. In seiner Rede zitiert er Scorsese und erzählt, wie sehr ihn als junger Filmemacher Martin Scorsese inspiriert hat. Jetzt bekommt „Marty“ Standing Ovations, schöner Moment. Und er erwähnt Quentin Tarantino, dafür, dass er – als er in den USA noch unbekannt war – seine Filme auf die Liste seiner Lieblingsfilme gesetzt hat. 

Steven Spielberg kündigt das In Memoriam an, Billie Eilish singt dazu den Beatles-Klassiker „Yesterday“ singt. Traurig. 

Olivia Colman kommt natürlich, um den Oscar für den Bester Hauptdarsteller zu überreichen. Der 22. Oscar – und jetzt heißt es nochmal Daumen drücken – geht an:  Joaquin Phoenix („Joker“) ❤️ Er gibt zu, dass es schwer ist, mit ihm zu arbeiten aber hält – wie bereits bei seinen anderen Dankesreden in der Oscar-Saison wieder mal eine sehr politische Rede. Er ist sehr authentisch, bestimmt ein sehr komplizierter Mensch, aber er nutzt die Bühne, um sich für andere einzusetzen. Das finde ich toll.

Rami Malek als Nächster, na gut,  der 23. Oscar geht an Renée Zellweger („Judy“). Langweilig. 

Der 24. und damit letzte Oscar des Abends wird von der zweimaligen Oscar-Gewinnerin Jane Fonda überreicht. Sie bekommt Standing Ovations. Na mal abwarten, was der gewinnende Film bekommt. PARASIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIITE. YES. Ich liebe es, wenn man Zeuge eines ganz besonderen Moments wird. Der erste nicht-englischsprachige Film hat den Oscar gewonnen. Danke A.M.P.A.S. Das ist auch ein Zeichen für die neue, diversere, internationalere Academy. Mich entschädigt es gleichzeitig für alles, was sie mir mit den Oscar-Nominierungen und Oscar-Gewinnen im letzten Jahr angetan haben. 

„Parasite“ hat damit 4 Oscars (Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch und Bester Internationaler Film) gewonnen.

„1917“ hat 2 Oscars gewonnen, genauso wie „Once Upon a Time in Hollywood“ (2), „Joker“ (2), „Ford v Ferrari“ (2), „Jojo Rabbit“, „Little Women“ und „Marriage Story“ haben jeweils einen Oscar gewonnen, der einzige für den Oscar nominierte Film, der komplett leer ausgegangen ist, ist „The Irishman“. Wie Martin Scorseses Film „Gangs of New York“, der war seinerzeit auch für zehn Oscars nominiert und hat keinen einzigen gewonnen. 

Netflix hatte bei den Oscar-Nominierungen mit 24, die meisten Nominierungen eines Studios eingefahren, gewonnen hat Netflix aber nur einen Oscar für „American Factory“ und einen für „Marriage Story“.

Alle Oscar-Gewinner 2020

Best Picture: Parasite (Kwai Sin Ae and Bong Joon Ho, Producers) 

Best Director: Bong Joon Ho (Parasite)

Best Actor: Joaquin Phoenix (Joker)

Best Actress: Renée Zellweger (Judy)

Best Supporting Actor: Brad Pitt (Once Upon at Time in Hollywood) 

Best Supporting Actress: Laura Dern (Marriage Story)

Best Writing (Original Screenplay): Parasite (Screenplay by Bong Joon Ho und Han Jin Won; Story by Bong Joon Ho)

Best Writing (Adapted Screenplay): Jojo Rabbit (Written by Taika Waititi) 

Best Animated Feature: Toy Story 4 

Best Production Design: Barbara Ling (Once Upon a Time in Hollywood) 

Best Cinematography: Roger Deakins (1917) 

Best Costume Design: Jacqueline Durran (Little Women)

Best Film Editing: Michael McCusker and Andrew Buckland (Ford v Ferrari) 

Best Makeup and Hairstyling: Kazu Hiro, Anne Morgan and Vivian Baker (Bombshell) 

Best Sound Mixing: Mark Taylor and Stuart Wilson (1917) 

Best Sound Editing: Donald Sylvester (Ford v Ferrari) 

Best Visual Effects: Guillaume Rocheron, Greg Butler, Dominic Tuohy (1917)

Best Music (Original Score): Hildur Guonadóttir (Joker)

Best Music (Original Song): “I´m Gonna Love Me Again“ (Rocketman) – Music by Elton John, Lyric by Bernie Taupin 

Best International Feature Film: Südkorea (Parasite)

Best Documentary Feature: „American Factory“ (Steven Bognar, Julia Reichert, Jeff Reichert)  

Best Short Film (Live Action): „The Neighbors´Window“ (Marshall Curry) 

Best Short Film (Animated): „Hair Love“ (Matthew A. Cherry and Karen Rupert Toliver)

Best Documentary (Short Subject): „Learning to Skateboard in a Warzone (If You’re a Girl) Carol Dysinger and Elena Andreicheva 

 

Der Überraschungssieger Bong Joon Ho mit einer sehr sympathische, tollen Rede:

Richtig geraten habe ich 19 Kategorien, mein Kumpel aber 21 und damit hat er die Wette gewonnen. Glückwunsch. 

 

Die Mode – The Best:

Laura Dern (Georgio Armani) 

Caitriona Balfe (Valentino) 

Julia Louis-Dreyfus (Vera Wang) 

Taika Waititi (Dior) 

Charlize Theron (Dior Haute Couture) 

Die Mode – The Worst

Maya Rudolph (Valentino) 

Sandra Oh (Elie Saab)

Rooney Mara (Custom Alexander McQueen) 

Saoirse Ronan (Custom Gucci) 

Penelope Cruz (Chanel)

Florence Pugh (Louis Vuitton) 

Timothée Chalamet (Prada) 

Chrissy Metz (besonders dieses Rote-Teppich-Gewand, aber gut, was soll sie machen)

Oscar-Gewinner 2020, meine Wette

Zeit, meine kleine, persönliche Oscar-Wette zu veröffentlichen. 

Die Oscar-Saison 2019/2020 ist so unfassbar kurz, dass einige Academy-Mitglieder zugegeben haben, nicht alle nominierten Filme gesehen zu haben. Das könnte dem einen oder anderen Film helfen. Im nächsten Jahr haben sie wieder drei Wochen länger Zeit, die Verleihung findet dann – wie üblich – Ende Februar statt. 

Die Oscar-Verleihung beginnt Sonntag, den 09.02.20 um 17.00 Uhr (lokale Zeit in Los Angeles) und geplant ist es, dass sie nicht länger als 3 Stunden andauert. 

Auch für mich war die Oscar-Saison zu kurz, dieses Jahr habe ich es beispielsweise nicht geschafft, mir die Kurzfilme anzuschauen.

Vor ein paar Tagen mit meiner finalen Analyse zu dem Oscar-Gewinnerfilm 2020 war ich noch zwischen „Parasite“ und „Jojo Rabbit“ hin- und hergerissen. Irgendwo bin ich es immer noch, wobei ich seit meiner November-Prognose eigentlich zu „Parasite“ tendiere. „1917“ hat (ähnlich wie „La La Land“) die meisten Preise innerhalb der Filmindustrie gewonnen und wird von den meisten Oscar-Experten auch als Gewinner-Film gesehen. Der Preis des Besten Films des Jahres bei den Academy Awards wird aber anders als die anderen 23 Kategorien bestimmt wird und daher gibt es seit ein paar Jahren immer wieder Überraschungen am Ende der Oscar-Verleihung. 

So oder so wird Oscar-Geschichte geschrieben. Wenn „1917“ den Best Picture-Oscar gewinnt, dann ist das erst der 12. Film in der Oscar-Geschichte, der ohne eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Schnitt gewinnt. (davor „Birdman“, „Ordinary People“, „Annie Hall“, „The Godfather Part II“, „A Man for All Seasons“, „Tom Jones“, „Marty“, „Hamlet“, „The Life of Emile Zola“ und „It Happened One Night“ – und der Film mit dem Sonderstatus: „Grand Hotel“) Mit Ausnahme von „Grand Hotel“ hatten diese zehn Filme aber immer eine Oscar-Nominierung in mind. einer Schauspiel-Kategorie erhalten (meist sogar einen Schauspiel-Oscar gewonnen). Der Oscar-Gewinnerfilm von 1932 „Grand Hotel“ hat in allen Statistiken einen Sonderstatus. Der Film hatte einzig eine Oscar-Nominierung für den Besten Film und die Kategorie auch noch für sich entscheiden können. Jedenfalls wäre „1917“ der erste Film seit dem Jahr 1932, der den Oscar als Bester Film gewinnt, ohne in den Kategorien Schauspiel und Schnitt nominiert worden zu sein. 

Wenn „Parasite“ gewinnt, wäre es der erste nicht-englischsprachige Film, der den Oscar als bester Film gewinnt. Wenn „Once Upon a Time in Hollywood“ oder „Jojo Rabbit“ gewinnt, dann ohne größere Preise innerhalb der Filmindustrie zuvor gewonnen zu haben.

Es wird spannend, insbesondere, wenn während des Abends die Oscars für die besten Drehbücher überreicht werden. Wenn „Parasite“ hier gewinnt (oder noch früher am Abend bei der Kategorie Bestes Szenenbild/Production Design), wird wahrscheinlich „Parasite“ auch den Besten Film gewinnen. Wenn das Beste Originaldrehbuch an Tarantino geht, ist es noch offen, „Once Upon a Time in Hollywood“ könnte dann sogar den Oscar für den Besten Film gewinnen. Sollte „1917“ das Beste Originaldrehbuch gewinnen, wovon eigentlich nicht auszugehen ist, gewinnt „1917“ Beste Regie und Bester Film. Sollte hier „Knives Out“ gewinnen, wäre das verdient, aber völlig überraschend und bringt einen hinsichtlich des Ausgangs des wichtigsten Preises des Abends gar nicht weiter. Wenn „Jojo Rabbit“ das beste adaptierte Drehbuch gewinnt, besteht die Möglichkeit, dass er auch Bester Film gewinnt.

Der Oscar für den Besten Internationalen Film (wie er seit diesem Jahr richtig heißt) geht immer an das Land. Wenn „Parasite“ gewinnt, ist das der Oscar für Südkorea. Bong Joon Ho wird ihn sehr wahrscheinlich entgegennehmen, aber es ist nicht „sein“ Oscar. Wird Bong Joon Ho, der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent von „Parasite“ ist, einen „eigenen“ Oscar am Abend gewinnen? Meinem Gefühl und meiner persönlichen Wette nach ja. 

„Parasite“ gewinnt, nach meiner Rechnung, 4 Oscars (inkl. Bester Film und Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt und natürlich Bester Internationaler Film). „1917“ gewinnt auch vier Oscars (inkl. Beste Regie und natürlich Roger Deakins), hier habe ich mich tatsächlich in letzter Minute, um meine Logik aufrecht erhalten zu können, in den Sound-Kategorien umentschieden, eigentlich hatte ich „Ford v Ferrari“ in beiden Sound-Kategorien, aber zwei Oscars waren mir für „1917“ zu wenig. „Once Upon a Time in Hollywood“ und „Joker“ gewinnen 2 Oscars. „Jojo Rabbit“, „Little Women“, „Marriage Story“ gewinnen jeweils 1 Oscar. Die Oscarnominierten Filme „The Irishman“ und „Ford v Ferrari“ gehen, nach meiner Rechnung, leer aus. Damit fühle ich mich ganz schlecht und hoffe insbesondere bei „The Irishman“ dass Thelma Schoonmaker gewinnt.  

Seit ungefähr zehn Jahren wette ich mit meinem Kumpel, dieses Jahr haben wir nur zwei unterschiedliche Kategorien. Das gab es, vermutlich, noch nie.

 

Oscar-Gewinner 2020 – meine Wette:

Best Picture: Parasite (Kwai Sin Ae and Bong Joon Ho, Producers) 

Best Director: Sam Mendes (1917)

Best Actor: Joaquin Phoenix (Joker)

Best Actress: Renée Zellweger (Judy)

Best Supporting Actor: Brad Pitt (Once Upon at Time in Hollywood) 

Best Supporting Actress: Laura Dern (Marriage Story)

Best Writing (Original Screenplay): Parasite (Screenplay by Bong Joon Ho und Han Jin Won; Story by Bong Joon Ho)

Best Writing (Adapted Screenplay): Jojo Rabbit (Written by Taika Waititi) 

Best Animated Feature: Klaus mein Kumpel: Toy Story 4

Best Production Design: Barbara Ling (Once Upon a Time in Hollywood) 

Best Cinematography: Roger Deakins (1917) 

Best Costume Design: Jacqueline Durran (Little Women)

Best Film Editing: Yang Jinmo (Parasite) mein Kumpel: Ford v Ferrari

Best Makeup and Hairstyling: Kazu Hiro, Anne Morgan and Vivian Baker (Bombshell) 

Best Sound Mixing: Mark Taylor and Stuart Wilson (1917) 

Best Sound Editing: Oliver Tarney and Rachael Tate (1917) 

Best Visual Effects: Dan DeLeeuw, Russell Earl, Matt Aitken and Dan Sudick (Avengers: Endgame)

Best Music (Original Score): Hildur Guonadóttir (Joker)

Best Music (Original Song): “I´m Gonna Love Me Again“ (Rocketman) – Music by Elton John, Lyric by Bernie Taupin 

Best International Feature Film: Südkorea (Parasite)

Best Documentary Feature: „American Factory“ (Steven Bognar, Julia Reichert, Jeff Reichert)  

Best Short Film (Live Action): „The Neighbors´Window (Marshall Curry) 

Best Short Film (Animated): „Hair Love“ (Matthew A. Cherry and Karen Rupert Toliver)

Best Documentary (Short Subject): „Learning to Skateboard in a Warzone (If You’re a Girl) Carol Dysinger and Elena Andreicheva 

 

Sehr amüsant auch dieses Jahr die Honest Trailers der neun nominierten Filme:

 

 

Die Nominierungen für die Goldene Himbeere, den Anti-Oscar, werden normalerweise immer vor den Oscar-Nominierungen bekannt gegeben. Aber denen war die Oscar-Saison auch zu kurz, daher haben sie erst heute ihre Nominierungen für die Goldene Himbeere 2020 bekannt gegeben. 

Folgende Filme und Schauspieler dürfen sich Chancen auf den Razzie ausrechnen:

Worst Picture:

Cats

The Fanatic 

The Haunting of Sharon Tate

A Medea Family Funeral 

Rambo: Last Blood

Worst Director:

Fred Durst (The Fanatic)

James Franco (Zeroville) 

Adrian Grunberg (Rambo: Last Blood) 

Tom Hooper (Cats) 

Neil Marshall (Hellboy) 

Worst Actress:

Hilary Duff (The Haunting of Sharon Tate) 

Anne Hathaway (The Hustle, Serenity)

Francesca Hayward (Cats) 

Tyler Perry (A Medea Family Funeral)

Rebel Wilson (The Hustle)

Worst Actor:

James Franco (Zeroville) 

David Harbour (Hellboy) 

Matthew McConaughey (Serenity)

Sylvester Stallone (Rambo: Last Blood) 

John Travolta (The Fanatic, Trading Point)

Worst Supporting Actress:

Jessica Chastain (Dark Phoenix) 

Cassi Davis (A Madea Family Funeral)

Judi Dench (Cats) 

Fenessa Pineda (Rambo: Last Blood) 

Rebel Wilson (Cats) 

Worst Supporting Actor:

James Corden (Cats)

Tyler Perry (A Madea Family Funeral as „Joe“)

Tyler Perry (A Madea Family Funeral as „Uncle Heathrow“)

Seth Rogen (Zeroville) 

Bruce Willis (Glass) 

„Serenity“, den einzigen Film, den ich gesehen habe, hätte eigentlich als Worst Picture nominiert werden müssen. Da war aber scheinbar die Konkurrenz zu groß. Meine Stimme haben die Performances von Matthew McConaughey und Anne Hathaway. Ansonsten ein Stück weit vorhersehbar, besonders mit „Cats“ und ein paar der üblichen Verdächtigen: Tyler Perry, John Travolta, Sylvester Stallone.

Oscar-Gewinnerfilm 2020, meine finale Analyse

Die Academy-Mitglieder haben ihre Stimmen abgegeben, jetzt wird nur noch ausgezählt, vielleicht stehen die Gewinner sogar schon fest. Nächsten Sonntag (09.02.20) ist die Oscar-Verleihung. Unglaublich, wie schnell diese extrem kurze Oscar-Saison vorbeigeht. 

Dieses Jahr wurden erstmalig in der 92-jährigen Oscar-Geschichte vier Filme mit 10 oder mehr Oscar-Nominierungen bedacht. Den Gewinnerfilm vorherzusagen ist durch das Wahlsystem, das den besten Film bestimmt, seit ein paar Jahren sehr schwer geworden. Dieses Jahr war „Joker“ mit 11 Oscar-Nominierungen der große Abräumer bei den Nominierungen, dicht gefolgt von „Once Upon a Time in Hollywood“, „The Irishman“ und „1917“ mit jeweils 10 Oscar-Nominierungen. Es kann, wie bei „The Shape of Water,“ der am meisten nominierte Film gewinnen, dafür sollte der Film aber im Vorfeld wichtige Preise innerhalb der Filmindustrie gewonnen haben oder wenigstens dafür nominiert worden sein. „Joker“ hat – mit Ausnahme von Joaquin Phoenix – nichts, was für den Oscar als bester Film wichtig wäre, gewonnen, „The Irishman“, was ich persönlich sehr schade finde, war auch für viele Preise innerhalb der Filmindustrie nominiert, hat aber auch nichts Wesentliches gewonnen. Das betrifft auch „Little Women“, „Ford v Ferrari“ und „Marriage Story“, jeder dieser Filme könnte einen oder auch ein paar mehr Oscars gewinnen, spielt aber sehr wahrscheinlich bei dem großen Preis (Bester Film) keine Rolle.  

Offiziell ist es wohl ein „1917“/„Parasite“-Oscar-Rennen dieses Jahr, mit einer Außenseiterchance für „Once Upon a Time in Hollywood“. Ich schwanke jedoch im Moment zwischen „Parasite“ und Jojo Rabbit“ als Gewinner-Film. Mal gucken, ob ich das verständlich erklären kann. 

Der Oscar-Gewinn in 23 Kategorien wird durch eine Mehrheitsentscheidung bestimmt. Die einzige Kategorie die anders entschieden wird, ist: Bester Film.

Das sogenannte Preferential Ballot System wurde im Jahr 2009 mit, zu der Zeit 10 Filmen, die für den Oscar nominiert werden konnten, wieder eingeführt. Schauen wir uns mal die Oscar-Gewinner-Filme seit Einführung des Ranking-Systems an: 

Im Jahr 2019 hat „Green Book“ gewonnen (5 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars)

Im Jahr 2018 hat „The Shape of Water“ gewonnen (13 Oscar-Nominierungen = 4 Oscars) 

Im Jahr 2017 hat „Moonlight“ gewonnen (8 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars) 

Im Jahr 2016 hat „Spotlight“ gewonnen (6 Oscar-Nominierungen = 2 Oscars) 

Im Jahr 2015 hat „Birdman“ gewonnen (8 Oscar-Nominierungen = 4 Oscars) 

Im Jahr 2014 hat „12 Years a Slave“ gewonnen (9 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars) 

Im Jahr 2013 hat „Argo“ gewonnen (7 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars) 

Im Jahr 2012 hat „The Artist“ gewonnen (10 Oscar-Nominierungen = 5 Oscars) 

Im Jahr 2011 hat „The King´s Speech“ gewonnen (12 Oscar-Nominierungen = 4 Oscars) 

Im Jahr 2010 hat „The Hurt Locker“ gewonnen (9 Oscar-Nominierungen = 6 Oscars) 

Für die diesjährigen Oscars finde ich zwei Oscar-Jahrgänge besonders interessant. Zum einen das „La La Land“/„Moonlight“-Jahr und zum anderen das „The Revenant“/„Mad Max: Fury Road“/„Spotlight“-Jahr. „La La Land“ war bei den 89th Academy Awards im Jahr 2017 der am meisten nominierte Film. 14 Oscar-Nominierungen (6 Oscars), „Moonlight“ hatte 8 Oscar-Nominierungen und hat 3 Oscars, inkl. Best Picture gewonnen. Im Vorfeld hatte „La La Land“ den Golden Globe, den PGA, den DGA, ACE und den BAFTA gewonnen. Der Film war nicht für den höchsten Preis der Schauspielgewerkschaft (SAG Ensemble Award) nominiert. „Moonlight“ war für alle wichtigen Preise nominiert (PGA, DGA, ACE, BAFTA und SAG). Gewonnen hat „Moonlight“ neben vielen Filmkritikerpreisen, den Golden Globe, den Preis der Gewerkschaft der Autoren (WGA) und dann den Oscar als bester Film. Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel, Drehbuch und Schnitt sind für den Oscar-Gewinn Bester Film am meisten relevant, „La La Land“ und „Moonlight“ hatten Oscar-Nominierungen in allen drei Kategorien. „The Revenant“ hatte in seinem Jahr 12 Oscar-Nominierungen und hat drei Oscars (Beste Regie, Bester Hauptdarsteller und Beste Kamera) gewonnen, „Mad Max:Fury Road“ wurde für 10 Oscars nominiert und hat in dem Jahr die meisten, 6, gewonnen. „Spotlight“ hatte „nur“ 6 Oscar-Nominierungen, den großen Preis der Schauspielgewerkschaft (SAG Ensemble Award) und den Preis der Gewerkschaft der Autoren (WGA) gewonnen (wie dieses Jahr „Parasite“) und wurde dann mit dem Oscar für den Besten Film mit nur einem weiteren Oscar (Bestes Originaldrehbuch) ausgezeichnet. „Spotlight“ hatte Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel, Drehbuch und Schnitt. „The Revenant“ hatte Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel und Schnitt – aber nicht Drehbuch. „Mad Max: Fury Road“ hatte eine Oscar-Nominierungen in der Kategorie Schnitt, aber nicht in den Kategorien Schauspiel und Drehbuch. 

Nun zu diesem Jahr, für mich gibt es nur vier Filme, die den Oscar als Bester Film gewinnen können: 

„1917“ hat 10 Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film, Beste Regie und einer für das beste Originaldrehbuch – dafür hat der Film aber weder eine Schauspiel-Nominierung, noch eine in der Kategorie Bester Schnitt). Der Film hat den Golden Globe, den Gewerkschaftspreis der Produzenten (PGA), der Regisseure (DGA) und den BAFTA gewonnen. Genau wie „La La Land“ seinerzeit, Nominiert wurde er außerdem von der Gewerkschaft der Autoren. Der Film hat aber keine Nominierung der Gewerkschaft der Cutter (ACE) und vielleicht noch wichtiger, den großen Preis der Schauspieler (SAG Ensemble). Nun könnte man argumentieren, dass dieser „One-Shot-Film“ auch in einer (bzw. zwei Einstellung (en) erzählt wurde. Das war der Oscar-Gewinner-Film „Birdman“ auch, der hatte keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Schnitt und war erst der 10. Film in der Oscar-Geschichte, der ohne diese wichtige Nominierung den Oscar als Bester Film gewann. „Birdman“ wurde aber wenigstens von der Gewerkschaft der Cutter für den ACE nominiert. Auch könnte man argumentieren, dass „1917“, der letzte Film war, der in dieser Filmpreis-Saison gezeigt wurde. Vielleicht war es da bereits für eine SAG-Nominierung zu spät. Das ist die große Frage.„1917“ hat – ähnlich wie „La La Land“ alle großen Preise gewonnen, die es vor den Oscars  zu gewinnen gibt und doch zögere ich, dass dies der Oscar-Gewinnerfilm von 2020 ist. „1917“ könnte neben Bester Film auch Beste Regie, Beste Kamera und andere technische Oscars gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: „1917“ ist der Favorit auf dem Papier,  der Film hat fast alles gewonnen, was es gibt.“1917“ ist „großes Kino“ Jeder mag oder wenigstens respektiert den Film. Es war sehr wahrscheinlich der letzte Film, den die Academy-Mitglieder gesehen haben, wie seinerzeit „Million Dollar Baby“ – der Film ist noch sehr präsent. Der Film hat mit dem PGA bereits ein Preferential Voting System  für sich entscheiden können. 

CONTRA Oscar-Gewinner BP: Dasselbe Argument, „1917“ ist der Favorit auf den großen Oscar-Gewinn, das war „La La Land“ seinerzeit auch. Der Film wird vielleicht mehr als Regieleistung angesehen wie „Roma“, „The Revenant“, „Gravity“ usw. Keine Oscar-Nominierung in den Kategorien Schauspiel und Schnitt. 

 

 

„Parasite“ hat 6 Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film, Beste Regie und eine in der Kategorie Drehbuch und Schnitt, dafür aber keine Schauspiel-Nominierung). Der Film hat den Gewerkschaftspreis der Cutter (ACE, Drama), der Autoren (WGA, Original Screenplay), der Production Designer (ADG) und – vor allen Dingen – den großen Preis der amerikanischen Schauspielgewerkschaft (SAG Ensemble) gewonnen. Außerdem hat der Film den BAFTA (Original Screenplay) gewonnen. Der Film war außerdem für den großen Preis der Produzentengewerkschaft (PGA) den Preis der Regiegewerkschaft (DGA) und den BAFTA (Best Film) nominiert. Ich hatte mir die Verleihung der SAG Awards live im TV angeschaut. Alle nominierten Filme werden (wie bei den Oscars) während der Verleihung vorgestellt.  Als „Parasite“ vorgestellt wurde, hat der Saal getobt. Schauspieler bilden die größte Gruppe innerhalb der Academy. Manchmal muss man auf solche „Kleinigkeiten“ achten. Nun gewinnt der südkoreanische Film „Parasite“ sehr wahrscheinlich mit Bester Internationaler Film bereits eine der Top Kategorien bei den Oscars. Noch nie hat ein nicht-englischsprachiger Film den Oscar gewonnen, schafft es dieses Jahr „Parasite“? Er hat eigentlich alle Voraussetzungen. „Parasite“ könnte neben Bester Film, Bester Internationaler Film, aber auch Bester Schnitt und Bestes Originaldrehbuch gewinnen. Er ist auch noch für das Beste Szenenbild und Beste Regie nominiert, auch das könnte „Parasite“ gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: Der Film wird als bester Film des Jahres gefeiert, nicht nur Filmkritiker und Schauspieler lieben den Film. Der Film trifft den Zeitgeist. „Parasite“ hat eine Oscar-Nominierung in den Kategorien Drehbuch und Schnitt 

CONTRA Oscar-Gewinner BP: nicht-englischsprachiger Film, der Film hat eine eigene Top-Kategorie, die er sicher gewinnt. Es hat noch nie ein nicht-englischsprachiger Film den Oscar als bester Film gewonnen. Es gibt keine englischsprachige Synchronisation, der Film wird im Original mit Untertiteln gesehen. Nicht jeder mag untertitelte Filme. Vielleicht wird aber auch generell nicht jeder den Film verstanden haben. Der Film hat keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Schauspiel

 

 

„Jojo Rabbit“ hat 6 Oscar-Nominierung (inkl. Bester Film und eine in der Kategorie Schauspiel, Drehbuch und Schnitt). Der Film hat den Gewerkschaftspreis der Cutter (ACE, Comedy), der Autoren (WGA, Adapted Screenplay), der Kostümbildner und den BAFTA (Adapted Screenplay), sowie den Publikiumspreis auf dem Toronto International Film Festival (wie spätere Oscar-Gewinner-Filme „Green Book“, „12 Years a Slave“ und „The King´s Speech“) gewonnen. Der Film war für den großen Preis der Schauspielgewerkschaft nominiert (SAG  Ensemble), den Preis der Produzentengewerkschaft (PGA) und den Preis der Regiegewerkschaft (DGA) nominiert. Dafür war er nicht für den BAFTA (Bester Film) nominiert. „Jojo Rabbit“ ist der einzige dieser, von mir gelisteten vier Filme, der in den wichtigsten Kategorien (Schauspiel, Drehbuch und Schnitt) für den Oscar nominiert wurde. Der Film gewinnt Preise innerhalb der Filmindustrie und doch wird er nicht wirklich als Gewinnerfilm bei den Oscars gesehen. Er könnte als Überraschungssieger hervorgehen. „Jojo Rabbit“ könnte neben Bester Film auch das Beste adaptierte Drehbuch, Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild und SPOILER Beste Nebendarstellerin (Scarlett Johansson) gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: Publikumsliebling auf dem TFF. Film endet mit einem Happy End. Im letzten Jahr war der Gewinnerfilm „Green Book“ – der einzige Film, der 8 für den Oscar nominierten Filme, der ein Happy End hatte. Es ist ein rührender, warmherziger Film. Der Film hat eine Oscar-Nominierung in den Kategorien Schauspiel, Schnitt und Drehbuch und damit als einziger dieser vier Filme. 

CONTRA Oscar-Gewinner BP: Nicht jeder mag den Film, ich habe gehört, dass sich einige angegriffen fühlen – aber das hatten wir letztes Jahr auch mit „Green Book“. „Jojo Rabbit“  hätte vielleicht mehr im Vorfeld gewinnen müssen

 

 

„Once Upon a Time in Hollywood“ hat 10 Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film, Beste Regie, zwei Schauspielkategorien und Bestes Originaldrehbuch). Der Film hat keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Schnitt. Der Film hat den Golden Globe und den Gewerkschaftspreis der Production Designer (ADG) in seiner Kategorie gewonnen. „Hollywood“ hat wichtige Nominierungen der Gewerkschaftsverbände der Schauspieler (SAG Ensemble), der Produzenten (PGA), der Regisseure (DGA), der Cutter (ACE) und eine BAFTA-Nominierung (Best Film) erhalten. Wie bereits bei allen anderen Tarantino-Filmen, konnte Tarantino nicht für den WGA nominiert werden, er ist kein Gewerkschaftsmitglied der Autoren. Daher ist es auch schwer vorherzusagen, ob er oder Bong Joon-ho für „Parasite“ den Oscar für das Originaldrehbuch gewinnt. Zusammenfassend hat der Film mit Ausnahme von Brad Pitt – nichts Wichtiges für den Oscar-Gewinn Bester Film gewonnen. Brad Pitt wird den Oscar gewinnen, das ist sicher (schon allein durch seine eloquenten und witzigen Dankesreden, die er bei den letzten Verleihungen gehalten hat). Also, „Once Upon a Time in Hollywood“ gewinnt Bester Nebendarsteller und könnte neben Bester Film, auch möglicherweise Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: Der Film feiert Hollywood. Jeder wird den Film gesehen haben, der eine oder andere wird sich in der Geschichte wiederfinden, viele Academy-Mitglieder haben sogar in der Zeit in Hollywood gelebt. Der Film gilt als Außenseiter auf den Oscar-Gewinn. Der Film hat Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel und Drehbuch

CONTRA Oscar-Gewinner BP: Der Film hätte viel mehr gewinnen müssen als er hat. Warum hat die Gewerkschaft der Schauspieler diesen Film nicht mit ihrem großen Preis ausgezeichnet? Es ist ein Film über Schauspieler, jeder kann sich in den alternden Schauspieler (den Leo porträtiert) reinversetzen. Sie haben sich aber für den südkoreanischen Film „Parasite“ entschieden. Warum haben die Produzenten (die ebenfalls mit dem Preferential Voting System ihren Gewinnerfilm bestimmen) ihn nicht zu ihrem besten Film erklärt? Hier hat „1917“ gewonnen. Warum wurde Quentin Tarantino von der Regiegewerkschaft nicht mit einem DGA ausgezeichnet? Keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Schnitt. 

 

Wenn ein Film in der ersten Runde der Auszählung bereits über 50% aller Stimmen der Academy- Mitglieder hat, haben wir den Gewinnerfilm. Hat das „1917“ oder „Parasite“ oder vielleicht, der mit 10 Oscar-Nominierungen bedachte „Once Upon a Time in Hollywood“ geschafft? Ich bin mir da etwas unschlüssig. Vermutlich ging es in weitere Runden der Auszählung. 

Wenn man bloss in die Köpfe der Academy-Mitglieder gucken könnte. Was hat derjenige, der beispielsweise „Ford v Ferrari“ oder „Joker“ als seinen Lieblingsfilm auf Platz 1 setzt, auf Platz 2, 3 oder 4 stehen? 

Durch das Preferential Voting Systems in weiteren Wahlrunden könnten „1917“, „Parasite“, „Once Upon a Time in Hollywood“, aber auch Jojo Rabbit“ als Sieger hervorgehen. 

Man sagt, dass in Zeiten des Preferential Voting Systems der Film gewinnt auf den man sich am ehesten einigen kann. Das wären für mich „Parasite“, „Jojo Rabbit“ und mit, ich sagte es bereits,  einer Außenseiterchance „Once Upon a Time in Hollywood“ 

Zu den Schauspielern: 

Alle vier Favoriten-Schauspieler (Joaquin Phoenix, Renée Zellweger, Brad Pitt und Laura Dern) haben den Golden Globe, den Critics´ Choice Award, den Preis der Schauspielgewerkschaft (SAG Award) und den BAFTA gewonnen. Man geht davon aus, dass alle Vier auch den Oscar gewinnen. Es könnte aber auch eine Überraschung geben. Nun ist „Jojo Rabbit“ sehr beliebt, könnte gar am Ende des Abends als Gewinnerfilm hervorgehen. Ein Film gewinnt immer mindestens einen weiteren Oscar, das könnte das adaptierte Drehbuch oder /und ein Schauspiel-Oscar sein. Scarlett Johansson hat eine Doppel-Nominierung (eine als beste Hauptdarstellerin in „Marriage Story“ und als Beste Nebendarstellerin in „Jojo Rabbit“). 

Nachdem der Wahlprozess bei den Oscars abgeschlossen ist, werden jedes Jahr Academy-Mitglieder befragt, was sie in den einzelnen Kategorien gewählt haben. Das lese ich recht gerne, aber gleichzeitig verwirrt es mich auch komplett und dann neige ich dazu – anhand der wenigen Meinungen – meine zu dem Ausgang bei den Oscars zu ändern. 

Ich werde mir noch ein paar Tage Gedanken machen, meine persönliche Wette für alle 24 Kategorien – wie jedes Jahr – veröffentlichen. Wie ich anfangs sagte, ich glaube, dass „Parasite“ oder „Jojo Rabbit“ den großen Preis gewinnt. Egal wie die Oscars ausgehen, in jedem Fall besteht dieses Jahr nicht die Gefahr, dass ein schlechter Film den Oscar gewinnt. 

Selbst viele Academy-Mitglieder verstehen das Preferential Ballot System nicht wirklich. Hier noch mal eine Erklärung (mit einem besseren Ausgang als den tatsächlichen im letzten Jahr): 

 

San Francisco – Film: „Little Women“

Ich war am 30.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Little Women“ (dt. Kinostart: 30.01.20)   135 min   drama, remake, adaptation 

dir. Greta Gerwig  cast: Saoirse Ronan, Florence Pugh, Emma Watson, Eliza Scanlen, Timothée Chalamet, Laura Dern, Chris Cooper, Meryl Streep, Tracy Letts, Bob Odenkirk  

 

Im Jahr 1861 in Concord, Massachusetts . Der Vater der vier March-Schwestern Meg (Emma Watson), Jo (Saoirse Ronan), Beth (Eliza Scanlen) und Amy (Florence Pugh) kämpft im Bürgerkrieg, die Mädchen und ihre Mutter Marmee (Laura Dern) sind in dieser schwierigen Zeit auf sich allein gestellt. Die eigenwillige Jo möchte Schriftstellerin werden und auch ihre jüngste Schwester Amy hat künstlerische Ambitionen. Amy ist aber auch eifersüchtig auf Jo und ihre Beziehung zu dem Nachbarjungen Laurie (Timothée Chalamet), der bei seinem wohlhabenden Großvater (Chris Cooper) aufwächst… 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Little Women“ basiert auf Louisa May Alcotts autobiografisch geprägtem, gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1868. Es ist die x-te Verfilmung dieses Romans. Nach Lady Bird Ist dies der zweite Spielfilm, bei dem die amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin (Frances Ha, Mistress America, Maggie´s Plan) allein Regie führt. Sie hat auch das Drehbuch geschrieben. 

Für ihren zweiten Film hat sich Greta Geriwig nun ein Remake, die Neuverfilmung eines Jugendroman-Klassikers ausgesucht. Es ist ihre, etwas modernere Version von „Little Women“. Ein Kostümfilm mit Starbesetzung, wobei die Inszenierung außergewöhnlich schön anzusehen ist, leider war mir die Erzählstruktur zu verwirrend. Es gibt zwei große Handlungsstränge im Film. Der Film beginnt mit der zweiten, blickt dann in die, sieben Jahre zurückliegende Vergangenheit. Vielleicht hätte es mir geholfen, wenn man andere, jüngere Schauspielerinnen für die frühere Zeitebene genommen hätte. Die Geschichte springt hier ständig von der einen Handlungsebene zu der anderen und das fand ich etwas anstrengend. Im Buch sind Meg, Jo, Beth und Amy 16, 15, 13 und 12 Jahre alt. Auch wenn die Protagonisten in Greta Gerwigs Version vielleicht etwas älter sein sollen (das genaue Alter erfährt man nicht), das Teenager-Alter habe ich Emma Watson, Saoirse Ronan, Eliza Scanlen und Florence Pugh nicht abgenommen und einen großen optischen Unterschied bei dem einen oder anderen, dann älteren Charakter habe ich auch nicht gesehen. 

Der Film ist handwerklich toll, schauspielerisch gut (Saoirse Ronan, Florence Pugh, Timothée Chalamet, Laura Dern), manchmal besonders gut (Chris Cooper und in einer Nebenrolle eine herrlich böse Meryl Streep), aber ich empfand Gerwig Werk auch endlos lang, was ich auf das teils diffuse Drehbuch zurückführe. 

„Little Women“ wurde für 6 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Beste Nebendarstellerin (Florence Pugh), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Kostümdesign und Beste Filmmusik Update: „Little Women“ hat einen Oscar (Bestes Kostümdesign) gewonnen.

„Little Women“ ist am 25.12.19 in 3,308 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland soll der Film am 30.01.20 ins Kino kommen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Mulan„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Live-Action-Verfilmung von Disneys Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Respect„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: Biopic über Aretha Franklin, leider mit Jennifer-Kreischstimme-Hudson in der Hauptrolle.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The SpongeBob Movie: Sponge on the Run„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Live-Action-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 


Trailer v. Film: „In the Heights„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals von Lin-Manuel Miranda

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Peter Rabbit 2: The Runaway„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: LiveAction-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Ghostbusters: Afterlife„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Jason Reitmans neuer Film und direkte Fortsetzung der „Ghostbusters“-Filme aus den 1980er Jahren, die Papa Reitman inszenierte

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

San Francisco – Film: „1917“

Ich war am 30.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„1917“ (dt. Kinostart: 16.01.20)  119 min   drama

dir. Sam Mendes  cast: George MacKay, Dean-Charles Chapman, Colin Firth, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Richard Madden, Andrew Scott 

 

Der Zweite Weltkrieg am 06.04.1917. Die zwei britischen Soldaten Schofield (George McKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) sind in Nordfrankreich stationiert. Von ihrem Vorgesetzten (Colin Firth) erhalten sie den Auftrag, eine wichtige Nachricht an ein anderes Bataillon zu überbringen. Mit der Nachricht soll verhindert werden, dass die andere Einheit in eine deutsche Falle tappt, das könnte mehr als 1,600 britischen Soldaten, darunter Blakes Bruder, das Leben kosten…

 

B+ (Wertung von A bis F) „1917“ ist der neue Film des englischen Filmemachers Sam Mendes („American Beauty“, Revolutionary Road, Away We Go, Skyfall ). Sam Mendes hat diesen Film, der eine fiktive Geschichte erzählt, seinem Großvater Alfred Mendes, einem Veteran des Ersten Weltkrieges, gewidmet. 

Es ist jetzt schon mehr zwei Wochen her, dass ich „1917“ gesehen habe, der Film ist mir aber noch sehr präsent. Es gibt einen klar erkennbaren Schnitt, ansonsten wird die Handlung in einer einzigen Einstellung erzählt. Durch die beeindruckende Kameraführung, das authentische Szenenbild und den Sound lebt man als Zuschauer die gefährliche, eintägigen Mission der beiden, auf sich allein gestellten Soldaten mit. Auch wenn man quasi nichts über die beiden Protagonisten (oder auch dem Ersten Weltkrieg im Ganzen) erfährt, bekommt man einen guten Eindruck von dem erschütternden Kriegswirrwarr. Handwerklich ist der Film natürlich fantastisch, sogar die Filmmusik ist perfekt abgestimmt. „1917“ ist Kino – großes Kino – ein Film, für den es sich lohnt, ins selbige zu gehen. Wer solche Filmen inszenieren kann, gehört auch für den Oscar nominiert. 

Etwas abgelenkt war ich von den Kurzauftritten einiger bekannter Gesichter (Colin Firth, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Richard Madden), in meinen Augen völlig unnötig, sie für diese Mini-Rolle zu besetzen, aber so lässt sich ein Film natürlich besser vermarkten.  

„1917“ war der letzte Film im Jahr 2019, der der Presse und Filmindustrie gezeigt wurde. Das hat dem Film aber nicht geschadet, er wurde für 10 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Bestes Make-up und beste Frisuren) Update: „1917“ hat 3 Oscars (Beste Kamera, Bester Ton, Beste visuelle Effekte) gewonnen.

„1917“ ist am 25.12.19 in elf amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 10.1.20 ist der Film dann landesweit in den Vereinigten Staaten zu sehen. In Deutschland startet der Film morgen, am 16.01.20.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Antebellum„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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Trailer v. Film: „No Time to Die“

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Cary Fukunagas James Bond-Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Turning„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar:  Thriller/Horrorfilm. Trailer verrät scheinbar wieder gesamten Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Invisible Man„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar: Thriller/Horrorfilm mit Elisabeth Moss. Trailer verrät scheinbar auch hier den gesamten Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Bad Boys for Life„

Bewertung des Trailers: B (Redband-Trailer) 

Kommentar: 3. und vielleicht letzter Teil von „Bad Boys“ mit Will Smith und Martin Lawrence 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: C 

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

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Trailer v. Film: „The Last Full Measure„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Kriegsdrama mit Sebastian Stan, Christopher Plummer, William Hurt, Ed Harris 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Oscar-Nominierungen 2020 und meine Meinung

Heute, am 13.01.20, um 5.18 Uhr (zweiter Teil um 5.30 Uhr) lokale Zeit in Los Angeles hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (A.M.P.A.S.) die Nominierungen für die 92nd Academy Awards bekanntgegeben. Verkündet wurden die Nominierungen von den Schauspielern/Autoren/Produzenten John Cho und Issa Rae. Obwohl ich nicht viele Überraschungen erwartet habe, fand ich die Live-Oscar-Nominierungen – wie immer – recht aufregend.

Zunächst aber kurz zu den gestrigen Critics´Choice Awards.

Gestern, am 12.01.20, wurden die Critics´ Choice Awards verliehen. Zu den Gewinnern zählte Joaquin Phoenix („Joker“), Renée Zellweger („Judy“), Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood“) und Laura Dern („Marriage Story“), die Auszeichnung für die beste Regie teilten sich Sam Mendes (für „1917“) und Bong Joon-ho (für „Parasite“) und die Kategorie Bester Film gewann „Once Upon a Time in Hollywood“. „The Irishman“ gewann den Preis für das beste Ensemble. Etwas, ja fast ängstlich, habe ich mir die Dankesrede von Joaquin Phoenix angehört. Die Critics´ Choice Awards waren, nach den Golden Globes, die zweite im TV live übertragene Show und seine Rede bei den Globes war schließlich nicht das, was A.M.P.A.S. in ihrer eigenen Show unbedingt sehen und hören will. Bei den Critics´ Choice Awards hat er sich aber zusammengerissen, kurz gehalten, nicht geflucht, Mama gedankt, usw., so kann es weiter gehen und dann klappt’s auch mit dem Oscar. Auf der TV-Seite hat die Critics Choice Association (CCA) vieles richtig gemacht, vor allen Dingen, dass sie meine Lieblingsserie „Succession“ und Hauptdarsteller Jeremy Strong ausgezeichnet haben. 

Die Critics Choice Association sind zwar Filmkritiker und keine Filmschaffenden, aber irgendwie lässt sich jetzt langsam eine Tendenz erkennen und die richtet sich (ein Jahr nach „Roma“) erneut gegen Netflix. Netflix hat dieses Jahr mit Martin Scorseses „The Irishman“ einen Oscar-Kaliber-Film an der Hand, wenn das Streaming-Portal mit diesem (Meister-)Werk keinen Oscar als Bester Film gewinnen kann, kann Netflix es jemals? Eine ähnliche Frage stellt sich bei dem nicht-englischsprachigen Film „Parasite“. Wenn „Parasite“, der sowohl bei Kritikern als auch bei Filmschaffenden beliebte Film nicht den Oscar als Bester Film gewinnen kann, kann es irgendein nicht-englischsprachiger Film jemals? 

So, zu den eigentlichen Oscar-Nominierungen. 

„Joker“ hat etwas überraschend, aber durchaus erfreulich, die meisten Oscar-Nominierungen (11) erhalten. „The Irishman“, „Once Upon a Time in Hollywood“ und „1917“ haben jeweils 10 Oscar-Nominierungen bekommen. „Jojo Rabbit“, „Little Women“, „Marriage Story“ und „Parasite“ gehen mit jeweils 6 Oscar-Nominierungen ins Rennen. 

„Joker“ ist mit den meisten Nominierungen damit aber keinesfalls der Favorit auf den größten Preis (Oscar für den Besten Film). Dafür ist der Film zu kontrovers. Jetzt beginnen aber damit auch die Hass-Kampagnen. 

Netflix hat drei ihrer vier Prestige-Filme („The Irishman“, „Marriage Story“, „The Two Popes“, „Dolomite is My Name“) bei den Oscars unterbringen können. Letzterer wurde nicht nominiert, dafür hat es Netflix aber geschafft, dass 2 Animationsfilme („Klaus“ und „I Lost My Body“) und den ersten, von dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und seiner Frau produzierten Film, die Doku „American Factory“ für den Oscar nominiert wurden.  Ich fand „American Factory“ extrem schockierend aber, gerade in unserer Zeit, unbedingt sehenswert. Insgesamt hat Netflix mit 24 Oscar-Nominierung die meisten eines Studios (Netflix zählt seit dem Jahr 2019 zu einem der Major Hollywood Studios) in diesem Jahr. Im letzten Jahr hatten sie mit „Roma“ erstmalig eine Oscar-Nominierung als Besten Film erhalten, dieses Jahr haben sie mit „The Irishman“ und „Marriage Story“ gleich zwei Filme, die neben vielen anderen Nominierungen auch eine Oscar-Nominierung als Bester Film ergattern konnten. Disney kam dieses Jahr auf 23 Oscar-Nominierungen (u.a. für die Filme „Jojo Rabbit“ und „Ford v Ferrari“).

Besonders gefreut hat mich die Oscar-Nominierung für die Beste Kamera für einen meiner Lieblingsfilme „The Lighthouse“. Zwei Nicht-Nominierungen haben mich ebenfalls gefreut: J.Lo („Hustlers“ und Awkwafina („The Farewell“). Nicht, dass ich es beiden Damen nicht gegönnt hätte, aber andere waren einfach besser. 

Etwas traurig bin ich über die Nicht-Nominierung von Taron Egerton („Rocketman“). Nach seinem Golden Globe-Gewinn hatten die Academy-Mitglieder (genauer die Schauspieler) noch genau zwei Tage Zeit zu wählen, wahrscheinlich hatten da aber bereits die meisten ihren Stimmzettel abgegeben. Da können wir uns bei der Academy, die diese Oscar-Saison so kurz gestaltet, bedanken.

Von den Filmen, die in irgendeiner Kategorie für eine Oscar-Nominierung für das Oscar-Filmjahr 2019 im Gespräch waren oder tatsächlich eine Nominierung erhalten haben, habe ich folgende Filme gesehen (in der Reihenfolge, in der ich sie tatsächlich gesehen habe):

Her Smell, Grâce à Dieu, Skin, The Souvenir, Apollo 11, Us, Diane, Missing Link, Georgetown, The Mustang, John Wick: Chapter 3 , Booksmart, Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile, Late Night, The Dead Don´t Die, „Gloria Bell“, Spider-Man: Far From Home, Parasite, Midsommar, Toy Story 4, Once Upon a Time…in Hollywood, The Farewell, Pain & Glory, HustlersThe Irishman, Judy, Ad Astra, „Abominable“, Ford v Ferrari, „Where´d You Go, Bernadette?“, Joker, The Lighthouse, Jojo Rabbit, Motherless Brooklyn, Luce, Marriage Story, Honey Boy, The Report, Frozen II, Knives Out, A Beautiful Day in the Neighborhood, Dark Waters, Queen & Slim, Waves„, „Dolomite is My Name“, „Atlantics“, „American Factory“, „I Lost My Body“, The Nightingale, The Two Popes, Bombshell, Richard Jewell, „Honeyland“, Uncut Gems, „American Woman“, 1917, Little Women Update: Just Mercy

 

Hier sind die wichtigsten sechs Kategorien und meine Meinung:

Best Motion Picture of the Year:

  1. Parasite
  2. Once Upon a Time in Hollywood
  3. 1917
  4. The Irishman
  5. Jojo Rabbit 
  6. Marriage Story
  7. Joker
  8. Little Women
  9. Ford v Ferrari 

Meine Meinung: In meiner gestrigen Prognose bin ich von 9 nominierten Film ausgegangen. Es wurden 9 Filme nominiert und ich habe auch alle gesehen. Ich hatte auf „Knives Out“ anstelle von „Little Women“ getippt. „Little Women“ hatte aber auch die Unterstützung der Gewerkschaft der Produzenten und der Autoren, ist also keine riesige Überraschung. Ansonsten hatte ich alle richtig getippt.

Mein Wunsch: The Irishman oder Joker  

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Once Upon a Time in Hollywood oder Parasite 

Der Unsicherheitsfaktor: 1917, Joker wäre natürlich mega 

 

Achievement in Directing:

  • Bong Joon-Ho (Parasite)
  • Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood) 
  • Sam Mendes (1917)
  • Martin Scorsese (The Irishman) 
  • Todd Philipps (Joker) 

Meine Meinung: Die ersten vier galten als sicher. Ich hatte auf den DGA-nominierten Taika Waititi (für „Jojo Rabbit“) anstelle von dem jetzt nominierten Todd Phillips getippt. Wundert mich auch etwas, aber gut, damit kann ich sehr gut leben. Hier gab es – nicht wie im letzten Jahr (mit Pawel Pawlikowski für „Cold War“) – eine komplette Überraschung. Ich kenne alle Regie-Arbeiten.  

Mein Wunsch: Martin Scorsese 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Bong Joon-ho oder Sam Mendes 

Der Unsicherheitsfaktor: Quentin Tarantino, weil er zwar mit dieser Nominierung schon drei Mal für den Regie-Oscar nominiert war, aber ihn noch nie gewann. Er hat dafür aber zwei Drehbuch-Oscars gewonnen. 

 

Performance by an actress in a leading role:

  • Renée Zellweger „Judy“
  • Saoirse Ronan „Little Women“
  • Charlize Theron „Bombshell“
  • Scarlett Johansson „Marriage Story“
  • Cynthia Erivo „Harriet“

Meine Meinung: Hier habe ich Renée Zellweger, Charlize Theron, Cynthia Erivo und Scarlett Johansson richtig getippt. Ich hatte auf Lupita Nyong´o („Us“) gehofft, sie haben aber Saoirse Ronan nominiert. Das ist jetzt auch keine Super-Überraschung. Das ist ihre vierte Oscar-Nominierung. Scarlett Johansson hat mit einem Schlag gleich zwei Oscar-Nominierungen erhalten. (Hier beste Hauptrolle für „Marriage Story und beste Nebenrolle für„Jojo Rabbit“). Ich bin nur froh, dass Awkwafina („The Farewell“) nicht nominiert wurde. Mit Ausnahme von Cynthia Erivos (bisher hatte ich keine Lust auf dieses Sklavendrama) kenne ich alle Performances. 

Mein Wunsch: Charlize Theron 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Renée Zellweger 

Der Unsicherheitsfaktor: gucken wir mal auf das letzte Jahr, Glenn Close galt relativ sicher (wobei ich das letzte Jahr an dieser Stelle  Olivia Colman setzte). Also vielleicht Scarlett Johansson? Mal gucken, wie die Saison weiter verläuft. Renée scheint alles zu gewinnen, was es gibt.  

 

Performance by an actor in a leading role:

  • Joaquin Phoenix „Joker“
  • Leonardo DiCaprio „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Adam Driver „Marriage Story“
  • Antonio Banderas „Pain & Glory“ 
  • Jonathan Pryce „The Two Popes“

Meine Meinung: Ich hatte es gestern bereits geschrieben, wie üblich gibt es in dieser Kategorie zu viele Bewerber und nur 5 Nominierungen. Ich hatte auf Taron Egerton („Rocketman“) und Christian Bale („Ford v Ferrari“) gehofft und getippt, anstelle dieser beiden haben es nun Antonio Banderas (Pain & Glory“) und Jonathan Pryce („The Two Popes“) geschafft.  Ich finde es, ehrlich gesagt, wirklich eine Schande, dass Taron Egerton nicht nominiert wurde. Vor allen Dingen im Vergleich zum letzten Jahr und der Nominierung und dem Oscar für Rami Malek („Bohemian Rhapsody“). Hier kenne ich auch alle Performances

Mein Wunsch: Joaquin Phoenix  

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Es entscheidet sich zwischen Adam Driver und Joaquin Phoenix. Beide machen keine Oscar-Kampagne und hassen das ganze Preisverleihungsgedöns. Man wird sehen, Jonathan Pryce führt eine Oscar-Kampagne, die ihm wahrscheinlich schon zu seiner ersten Oscar-Nominierung verholfen hat. 

Der Unsicherheitsfaktor: Ich hoffe inständig keiner und Joaquin Phoenix erhält mit seiner 4. Oscar-Nominierung auch den wohlverdienten Oscar.

 

Performance by an actress in a supporting role:

  • Laura Dern „Marriage Story“
  • Margot Robbie „Bombshell“ 
  • Kathy Bates „Richard Jewell“
  • Scarlett Johansson „Jojo Rabbit“
  • Florence Pugh „Little Women“ 

Meine Meinung: Dankenswerterweise kann ich sehr schnell schreiben, aber ich habe während der ganzen Nominierungen gar nicht so schnell realisiert, dass J. Lo (für „Hustlers“) nicht nominiert wurde. Danke dafür A.M.P.A.S. keine Awkwafina und keine J.Lo. (Yeah). Kathy Bates hat es viel mehr verdient, für diese Performance für den Oscar nominiert zu werden. Ich hatte hier aber trotzdem auf J.Lo getippt, ansonsten habe ich alle richtig geraten. Wie bereits erwähnt Scarlett Johansson fährt auf einen Schlag gleich ihre erste und zweite Oscar-Nominierung ein. Hier kenne auch alle Performances. 

Mein Wunsch: Laura Dern 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Laura Dern 

Der Unsicherheitsfaktor: keiner (okay, zurück zum letzten Jahr mit Glenn Close und so, vielleicht die doppel-nominierte Scarlett Johansson?)

 

Performance by an actor in a supporting role:

  • Brad Pitt „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Joe Pesci „The Irishman“
  • Tom Hanks „A Beautiful Day in the Neighborhood“
  • Al Pacino „The Irishman“ 
  • Anthony Hopkins „The Two Popes“

Meine Meinung: Ich hatte in meiner Prognose gestern gedacht, dass Song Kang-ho („Parasite“) und Sam Rockwell („Jojo Rabbit“) nominiert werden. Sie haben sich aber für Al Pacino („The Irishman“) und auch für Anthony Hopkins („The Two Popes“) entschieden. Beide Nominierungen sind auch sehr verdient. Ja, Tom Hanks hat es nach über 19 Jahren endlich wieder geschafft, für den den Oscar nominiert zu werden. Gratulation und auch diese Nominierung ist gerechtfertigt. Ich kenne alle Filme, fand alle Performances gut, manche sogar einen Tick besser (Al Pacino, Anthony Hopkins). Schade, dass Sam Rockwell für „Richard Jewell“ nicht reinrutschte, aber gut, mit den Nominierungen kann man leben. 

Mein Wunsch: Al Pacino 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Brad Pitt (für Lebenswerk und solide Performance, erster Schauspiel-Oscar und so) 

Der Unsicherheitsfaktor: keiner (Stopp, Glenn Close, letztes Jahr, gibt immer einen Zweitplatzierten, der womöglich den eigentlich sicheren Oscar wegschnappt. Brad Pitt führt keine Kampagne, vielleicht doch einer der Irishman-Boys?) 

Hier die komplette Liste aller Nominierten:  

https://oscar.go.com/nominees

 

 

An dieser Stelle bin ich üblicherweise auf die Nominierungen für die Goldene Himbeere eingegangen. Die Oscars (Nominierungen und Verleihung) finden aber bekanntlich dieses Jahr früher statt, was die ganze Branche kirre macht. Die Razzie Organization lässt sich von den diesjährigen Terminen jedoch nicht beeindrucken und gibt ihre Nominierungen erst einen Tag vor den Oscars, am 08.02.20, bekannt. Auf dem Stimmzettel finden sich aber erwartbare Filme wie „Cats“, „Hellboy“ und „Serenity“ (den ich sogar gesehen habe und schlichtweg unerträglich fand) wieder. 

Oscar-Nominierungen 2020, meine letzte Prognose & ein paar Fakten

Morgen, Montag, den 13.01.20, werden die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben. Wie jedes Jahr werde ich zu den Oscar-Nominierungen Stellung nehmen, hier ein paar Fakten und meine aktuelle Prognose zu den Filmen, den Regisseuren und den Schauspielern, die voraussichtlich nominiert werden.

Zunächst ein paar Fakten zu der Oscar-Saison 2019/2020:

Vor ein paar Tagen, am 8.1.20, wurde bekannt gegeben, dass es bei der Oscar-Verleihung am 9.2.20, und damit das zweite Jahr in Folge, keinen Gastgeber geben wird. Die Show im letzten Jahr konnte gute Einschaltquoten verzeichnen, was besonders mit den weltweit sehr erfolgreichen Filmen („Black Panther“, „A Star is Born“ und „Bohemian Raphsody“) in der Königskategorie Bester Film zutun hatte. Auch dieses Jahr sind mit Filmen, wie „Once Upon a Time in Hollywood“, „Parasite“, „Joker“, „Jojo Rabbit“ und den Netflix-Produktionen „The Irishman“ und „Marriage Story“ einige Filme am Start, die weltweit erfolgreich waren bzw. sind.

Für die 92. Academy Awards im Jahr 2020 konnten sich insgesamt 344 Filme qualifizieren. Jedes  Mitglied wählt in seinem Berufszweig (die Regisseure wählen die – für das Filmjahr 2019 – ihrer Meinung nach – besten Regisseure, Schauspieler wählen die besten Schauspieler, die Kameramänner/frauen listen die beste Kameraarbeit, etc.). Alle wählen zusätzlich zu ihrer eigenen Kategorie den besten Film. Es gibt jedoch beispielsweise auch eine Casting Director Branch, da die aber bislang noch keine eigene Kategorie hat, dürfen die nur die, für sie besten Filme wählen.

In der Zwischenzeit konnten wir folgende Gewinner und Nominierungen verzeichnen:

Golden Globe-Gewinner:

Bestes Drama: 1917

Beste Komödie/Musical: Once Upon a Time in Hollywood

Die Mitglieder der Gewerkschaft der Schauspieler hat mit ihren SAG/AFTRA-Nominierungen folgendes nominiert (Nach der Fusion mit AFTRA im Jahr 2012 wählen nicht nur Schauspieler, sondern auch Redakteure, Ansager und Journalisten, usw. für die Nominierungen): 

Outstanding Performance by a Cast in a Motion Picture:

  • Parasite 
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • The Irishman
  • Jojo Rabbit 
  • Bombshell 

Die BAFTA-Mitglieder, die teilweise auch Academy-Mitglieder sind, haben folgende Filme als Beste Filme des Jahres nominiert:

  • Parasite
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917
  • The Irishman 
  • Joker

Auch wenn die Oscar-Nominierungen dieses Jahr so gut wie gar nicht von den PGA-Nominierungen beeinflusst werden konnten, die Mitglieder der amerikanischen Produzenten-Gewerkschaft sind zum größten Teil auch Academy-Mitglieder:

PGA-Nominierungen, Bester Film:

  • Parasite
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917
  • The Irishman
  • Marriage Story
  • Joker
  • Jojo Rabbit 
  • Knives Out
  • Ford v Ferrari 
  • Little Women 

Die Mitglieder der amerikanischen Gewerkschaft der Regisseure sind zum größten Teil auch Academy-Mitglieder, sie haben folgende fünf Regisseure dieses Jahr nominiert: 

  • Bong Joon-Ho (Parasite)
  • Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood) 
  • Sam Mendes (1917)
  • Martin Scorsese (The Irishman) 
  • Taika Waititi (Jojo Rabbit) 

 

Für mich gab es bereits vor diesen ganzen Nominierungen (siehe meine November-Prognose) eine klare Top 4, mit diesen immer wiederkehrenden Nominierungen sehe ich mich bestätigt: Die Top 4-Filme für die Oscars 2020 sind: 

  • Parasite, 
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917 und 
  • The Irishman

 

Bei den Oscar-Nominierungen werden 5 bis zu 10 Filme in der Kategorie Bester Film nominiert. Seitdem es diese vage Anzahl gibt, gab es entweder 8 oder 9 Filme, die nominiert wurden – nicht weniger, aber auch nicht mehr. 

Academy Award for Best Picture:

Die Top 4 der ganz sicheren Oscar-Kandidaten für eine Nominierung in der Kategorie Bester Film sind: 

  • Parasite
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917
  • The Irishman

relativ sicher erhält folgender Film eine Oscar-Nominierung als Bester Film: 

  • Jojo Rabbit (der Film hat, wie einige spätere Oscar-Gewinner-Filme, den Publikumspreis auf dem Toronto International Film Festival gewonnen und hat Nominierungen von SAG, PGA, DGA und WGA)

Damit haben wir fünf Filme, die tatsächlich auch den Oscar gewinnen können. Auf Platz 6 und 7 sehe ich folgende Filme, die sehr wahrscheinlich für den Oscar in der Kategorie Bester Film nominiert werden:

  • Marriage Story 
  • Joker

Jetzt haben wir 7 Filme, vermutlich werden aber 8 oder 9 nominiert:

Bei 8 nominierten Filmen hoffe ich auf (und er hat auch die Unterstützung von den Gewerkschaften der Produzenten, der Autoren und der Cutter):

  • Knives Out

Bei 9 BP-Nominierungen meinetwegen (er hat auch die Unterstützung der Gewerkschaft der Produzenten und Cutter):

  • Ford v Ferrari 

Aber es könnten auch anstelle von Ford v Ferrari (oder Knives Out) folgende Filme nominiert werden:

  • Little Women sein (schließlich hat der Film hat auch die Unterstützung der Gewerkschaften der Produzenten und der Autoren) 

oder 

  • The Farewell (der hat auch die Unterstützung der Gewerkschaft der Cutter)

oder

  • Bombshell (weil er mit der SAG Ensemble-Nominierung auch die Unterstützung einiger Schauspieler hat)

 

Voraussichtlich werden 8, aber wahrscheinlich sogar 9 Filme dieses Jahr für den Oscar nominiert. Die meisten Nominierungen wird vermutlich „Once Upon a Time in Hollywood“ oder „The Irishman“ erhalten.

 

Best Directing:

  • Bong Joon-Ho (Parasite)
  • Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood) 
  • Sam Mendes (1917)
  • Martin Scorsese (The Irishman) 
  • Taika Waititi (Jojo Rabbit) 

In dieser Kategorie bin ich mir eigentlich nur bei den ersten vier sicher, die Directors Guild hat Taika Waititi nominiert. Es könnte aber auch Noah Baumbach oder Greta Gerwig oder Todd Philips oder Pedro Almodóvar nominiert werden. Ich würde mich aber noch mehr über die Safdie Bros. Für „Uncut Gems“ oder halt einer meiner anderen Top Ten-Filmen „Honey Boy“ und Queen & Slim und den Regisseurinnen der beiden Filmen Alma Ha´rel und Melina Matsoukas oder Robert Eggers für „The Lighthouse“ freuen.  

Best Actress in a leading role:

  • Renée Zellweger „Judy“
  • Lupita Nyong´o „Us“
  • Charlize Theron „Bombshell“
  • Scarlett Johansson „Marriage Story“
  • Cynthia Erivo „Harriet“

Sehr wahrscheinlich wird aber Awkwafina („The Farewell“) nominiert, gerade auch mit ihrem Golden-Globe-Gewinn in den letzten Tagen der Abstimmung zu den Oscar-Nominierungen. Es könnte aber auch Saoirse Ronan („Little Women“), Ana De Armas („Knives Out“) werden.

Best Actor in a leading role: 

  • Joaquin Phoenix „Joker“
  • Leonardo DiCaprio „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Adam Driver „Marriage Story“
  • Taron Egerton „Rocketman“
  • Christian Bale „Ford v Ferrari“

Wie üblich gibt es in dieser Kategorie zu viele Bewerber und nur 5 Nominierungen. Es könnte auch Antonio Banderas (Pain & Glory“) nominiert werden, er hat die drei wichtigsten Kritikerpreise (New York, L.A. und National Society of Film Critics Awards) gewonnen. Ich habe mich aber für Taron Egerton und Christian Bale entschieden. Wenn „1917“ Stärke zeigt, könnte George MacKay reinrutschen. Sie könnten aber auch Jonathan Pryce für „The Two Popes“ oder auch Roman Griffith Davis („Jojo Rabbit“) nominieren oder Robert DeNiro („The Irishman“), Adam Sandler („Uncut Gems“), Eddie Murphy („Dolemite is My Name“), was weiß ich.

Best Actress in a supporting role:

  • Laura Dern „Marriage Story“
  • Margot Robbie „Bombshell“ 
  • Jennifer Lopez „Hustlers“
  • Scarlett Johansson „Jojo Rabbit“
  • Florence Pugh „Little Women“ 

Margot Robbie könnte aber auch genauso gut für „Once Upon a Time in Hollywood“ nominiert werden. Ihre Performance ging mir zwar auf die Nerven und ist längst nicht so gut wie ihre in „Bombshell“, aber wenn die Schauspieler „Hollywood“ lieben, nominieren sie sie hierfür. Hier könnte aber auch Nicole Kidman für „Bombshell“ oder Thomasin McKenzie für „Jojo Rabbit“, vielleicht sogar Zhao Shuzhen für „The Farewell“ oder Kathy Bates (für „Richard Jewell“) auftauchen.

Best Actor in a supporting role:

  • Brad Pitt „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Joe Pesci „The Irishman“
  • Tom Hanks „A Beautiful Day in the Neighborhood“
  • Song Kang-Ho „Parasite“
  • Sam Rockwell „Jojo Rabbit“

Ich wünschte, dass Sam Rockwell für „Richard Jewell“ reinrutscht, der Film ist aber – was Oscars angeht – wahrscheinlich tot. Ich halte aber an Sam Rockwell fest, erst im letzten Jahr wurde er für „Vice“ nominiert, seine Performances in dem Filmjahr 2019 sind nominierungswürdiger. Vielleicht fällt auch Hanks – wie in den letzten 19 Jahren (seit seiner Oscar-Nominierung für „Cast Away“) – raus. Al Pacino ist der wahrscheinlichste Kandidat für eine Nominierung (für „The Irishman“). Sie könnten aber auch Anthony Hopkins für „The Two Popes“ nominieren.

Morgen wissen wir mehr. 

San Franciso – Film: „Uncut Gems“

Ich war am 29.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Uncut Gems“ (dt. Filmtitel: „Der schwarze Diamant“, in D. wird der Film wahrscheinlich ab dem 31.01.20 auf Netflix zu sehen sein)  135 min   crime, drama 

dir. Josh Safdie, Benny Safdie  cast: Adam Sandler, Lakeith Stanfield, Idina Menzel, Judd Hirsch, Eric Bogosian, Julia Fox, Kevin Garnett, Keith Williams Richards, Mike Francesca

 

Howard Ratner (Adam Sandler) ist ein Schmuckhändler in New York. Er ist ein verheirateter Familienvater, hat eine Geliebte (Julia Fox) und ist spielsüchtig. Howard hat nicht unerhebliche Spielschulden, jetzt hat er aber einen besonderen Stein aus Äthiopien bekommen…

 

A- (Wertung von A bis F) „Uncut Gems“ ist der neue Film der New Yorker Filmemacher und Brüder Josh und Benny Safdie („Daddy Longlegs“, „Heaven Knows What“, „Good Time“)

Nach einer, für den Film zunächst ungewöhnlichen Anfangssequenz, die in eine ausgefuchsten Titelsequenz übergeht landet man schließlich da, wo wir uns als Zuschauer die nächsten zwei Stunden aufhalten: in Howard Ratners völlig chaotischem Leben. Dort angekommen dachte ich für einen Moment, das halte ich nicht über zwei Stunden aus. Die unruhige Kameraführung, schnellen Schnitte, Musik, vielen Charaktere und das laute Rumgequatsche – mir war da einfach zu viel los. Man gewöhnt sich aber daran und es wird auch ruhiger. 

Der Film spielt in einer speziellen Welt, der des New Yorker Diamanten Viertels (gut, ein richtiges Viertel ist es nicht, in einem kleinen Teil der 47th Street sind, vorwiegend jüdische Geschäftsleute mit ihren Juweliergeschäften angesiedelt und bieten ihre Diamanten und ihren Schmuck an.) Die Safdie-Bros. etablieren in ihrem Film eine Reihe an Nebencharakteren, Howard Ratner ist aber unsere Orientierung in der erzählten Welt. Der New Yorker Juwelenhändler führt ein Leben auf der Überholspur. Er macht ständig Geschäfte, trifft eine dumme Entscheidung nach der anderen, dass man ihn als Zuschauer am liebsten schütteln möchte. Irgendwann hatte er sich aber mit den falschen Leuten angelegt und hat Schulden bei einem, nicht gerade zu Späßen aufgelegten Kredithai (und zugleich…kein Spoiler an der Stelle). Das bringt ihn aber nicht davon ab, weiter Geld bei Sportwetten zu setzen. Längst hat er die Kontrolle über sein Wettverhalten verloren. Er macht immer weiter, braucht den Adrenalin-Kick. Die Ehefrau ist von Howard und seinem, völlig aus dem Ruder gelaufenen Händlerleben längst nicht mehr begeistert, aber er hat ja auch seine temperamentvolle Geliebte…Howards Leben ist, ich sagte es anfangs, chaotisch. 

 Die Autoren- und Regiebrüder erzählen ihre Geschichte konsequent, haben sich dabei von niemanden reinreden lassen. „Uncut Gems“ ist aber auch eine Charakterstudie, wobei man schnell merkt, wie sehr sie ihre Hauptfigur mögen. Sie haben sie greifbar und doch nuanciert ausgearbeitet und Adam Sandler erweckt Howard zum Leben. Er hatte für seine Rolle viel recherchiert und Interviews geführt, egal wie er es geschafft hat, er überzeugt. Nicht das erste Mal  („Punch-Drunk Love“, Reign Over Me, The Meyerowitz Stories (New and Selected)) zeigt Adam Sandler dass er mehr als nur Clown sein kann. Aber auch Lakeith Stanfield, Idina Menzel, Julia Fox (in ihrer ersten Rolle), der ehemalige Basketballer und NBA-Star Kevin Garnett (der sich selbst spielt) und besonders Eric Bogosian haben sich zu recht einen Platz in diesem Film erspielt.

Besonders hat mir gefallen wie die Safdies hier immer wieder kleine Informationen streuen, die aber alle am Ende irgendwo einen handlungsrelevanten Sinn ergeben. 

„Uncut Gems“ ist ein fesselndes, witziges, intensives, aber vor allen Dingen abgefahrenes Filmereignis und einer meiner Top Ten-Filme aus dem Jahr 2019. 

„Uncut Gems“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Adam Sandler), Bestes Originaldrehbuch 

„Uncut Gems“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2019 gezeigt. Der A24-Film ist am 13.12.19 in fünf amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 25.12.19 ist der Film landesweit in 2,341 Kinos in den Vereinigten Staaten zu sehen. In Deutschland wird der Film voraussichtlich nicht ins Kino kommen, der A24-Film wird bei Netflix unter dem Titel „Der schwarze Diamant“ am 31.01.20 zu sehen sein. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer: 

Trailer v. Film: „Bad Boys for Life„

Bewertung des Trailers: B (neuer, dieses Mal Redband-Trailer) 

Kommentar: 3. und vielleicht letzter Teil von „Bad Boys“ mit Will Smith und Martin Lawrence 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

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Trailer v. Film: „Birds of Prey„

Bewertung des Trailers: B (neuer, okayer Trailer)

Kommentar: Superhelden-Film mit Margot Robbie, Mary Elizabeth Winstead, Ewan McGregor 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 90% RottenTomatoes – vielleicht 


Trailer v. Film: „The Gentlemen„

Bewertung des Trailers: B+  (neuer Trailer) 

Kommentar: Nachdem Guy Ritchie seit RocknRolla entweder Filme machte, die mich nicht interessierten oder die ich blöd fand, hier scheinbar wieder etwas, was an seine alten, brillanten Filme erinnert. Mit Matthew McConaughey, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Photograph„

Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)

Kommentar:  Drama mit Kelvin Harrison Jr. und Lakeith Stanfield

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 


Trailer v. Film: „The Woman in the Window„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar:  Der Trailer verrät mir wieder zu viel, ansonsten sieht Joe Wrights neuer Film aber interessant aus. Thriller mit Amy Adams, Gary Oldman, Julianne Moore, Tracy Letts, Anthony Mackie, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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Trailer v. Film: „Saint Maud„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar:  A24-Horrorfilm mit Jennifer Ehle

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

D. C. – Film: „Richard Jewell“

Ich war am 22.12.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Richard Jewell“  (dt. Filmtitel: „Der Fall Richard Jewell“, dt. Kinostart: 19.03.19) 131 min drama, biopic, adaptation

dir. Clint Eastwood  cast: Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde, Nina Arianda, Wayne Duvall 

 

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta findet der Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, Richard Jewell (Paul Walter Hauser), einen herrenlosen Rucksack. Er alarmierte die Polizei und half bei der Evakuierung des Centennial Parks und rettet dabei vermutlich vielen Menschen das Leben. Der Sprengsatz explodierte, zwei Menschen starben und über 100 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Richard Jewell wird als Held gefeiert. Kurze Zeit später bringt die Presse allerdings eine Story, bei der Richard Jewell verdächtigt wird, die Bombe selbst platziert zu haben…. 

 

B (Wertung von A bis F) „Richard Jewell“ basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist eine Adaption von, sowohl Marie Brenners, im Vanity Fair Magazin veröffentlichten Artikel „American Nightmare: The Ballad of Richard Jewell“ als auch von Kent Alexander und Kevin Salwen Sachbuch „The Suspect“. Es ist der neue Film des (ehemaligen) Schauspielers und Regisseurs Clint Eastwood („Unforgiven“, „Mystic River“, „Million Dollar Baby“, Changeling, Gran Torino, American Sniper, Sully).

Clint Eastwood ist 89 Jahre alt und führt seit dem Jahr 1971 auch Regie. Seit nunmehr fast 50 Jahren dreht er jedes Jahr Filme. Als Regisseur ist er bekannt dafür, dass er seine Filme effizient und schnell abdreht (er lässt Szenen selten wiederholen, nimmt oftmals schon den ersten Take) und er bleibt grundsätzlich in seinem (meist Low-) Budget-Rahmen. Viele Filme des ehemalige Bürgermeister von Carmel und Republikaners sind auch politisch. Bei der Masse, die er liefert, sind zweifelsfrei nicht alle seine Werke gut, sie sind aber fast immer erfolgreich an der amerikanischen Kinokasse oder spielen wenigstens die Produktionskosten wieder ein. Nicht so, bei seinem neuesten Film. „Richard Jewell“ ist an der amerikanischen Kinokasse gefloppt.  

Clint Eastwoods neuer Film ist ein biografisches Drama. Man kennt solche Typen wie Richard Jewell, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Ein einfacher Mann, nicht sonderlich gebildet, der immer nach Aufmerksamkeit strebte und als Gesetzeshüter arbeiten wollte. Irgendwann bekommt er einen Job, bei der er eine Uniform und einen Dienstausweis tragen konnte, damit hat man ihm eine Verantwortung übertragen und er konnte eine gewisse Autorität ausstrahlen. Diese Typen gehen dann meist übereifrig ihrer Arbeit nach und tragen mitunter auch in ihrer Freizeit voller Stolz ihre Uniform, sie sind quasi immer im Dienst. So ein „Sympathieträger“ ist unsere Titelfigur. Der Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, Richard Jewell fand einen verdächtigen Rucksack bei den Olympischen Spielen, alarmierte die Polizei und half bei der Evakuierung des Centennial Parks. In dem Rucksack befand sich tatsächlich eine Bombe, die auch explodierte. Durch die schnelle Evakuierung des Geländes konnte aber noch viel Schlimmeres verhindert werden. Richard Jewell wurde in den Medien als Held gefeiert, ein paar Tage später wendet sich jedoch das Blatt. Eine Journalistin hat erfahren, dass Richard Jewell in das Täterprofil des FBI passt und als Verdächtiger gilt. Ohne die Fakten selbst zu recherchieren, bringt sie eine  Titelgeschichte, die aus dem Helden Richard Jewell einen Hauptverdächtigen in dem Terroranschlag macht. 

Paul Walter Hauser ist jemand, von dem ich – als ich ihn damals erstmalig in I, Tonya  sah –  mir nie vorstellen konnte, dass er jemals eine Hauptrolle in einem Film spielen wird. Spielt er aber nun hier und das macht er wirklich überzeugend. Durch seine Performance versteht man, wie dieser Typ tickt und fühlt ein Stück weit mit ihm. Hinsichtlich Oscar-Performances sehe ich aber noch mehr Sam Rockwell und Kathy Bates vorne. Sam Rockwell spielt hier den Anwalt von Richard Jewell und ich habe ihn selten selten besser in einem Film gesehen. Ursprünglich sollten Jonah Hill und Leonardo DiCaprio die Rollen von Paul Walter Hauser und Sam Rockwell spielen. Nachdem ich den Film gesehen habe, kann ich mir das gar nicht vorstellen. Kathy Bates spielt die Mutter unseres Protagonisten und liefert bei der Pressekonferenz eine klare, sogenannte „Oscar-Szene“ ab. 

„Richard Jewell“ ist ein okayer Film, der durch die Performances von Paul Walter Hauser, Kathy Bates und besonders Sam Rockwell aufgewertet wird. Letztlich kann man sich aber fragen, ob es nötig war, jetzt in der Trump-Ära, einen Film herauszubringen, der das FBI und die Presse richtig schlecht aussehen lässt. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum „Richard Jewell“ ein solcher Misserfolg an der amerikanischen Kinokasse ist. 

„Richard Jewell“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a.: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Paul Walter Hauser), Bester Nebendarsteller (Sam Rockwell), Beste Nebendarstellerin (Kathy Bates, Olivia Wilde), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien Update:„Richard Jewell“ wurde für einen Oscar (Beste Nebendarstellerin (Kathy Bates) nominiert. 

„Richard Jewell“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2019 gezeigt. Der Film ist am 13.12.19 in 2,502 amerikanischen Kinos gestartet. Der Film soll am 19.03.19 unter dem Filmtitel „Der Fall Richard Jewell“ in den deutschen Kinos starten.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer) 

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 


Trailer v. Film: „Mulan„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Live-Action-Verfilmung von Disneys Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Little Women„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Neu-Verfilmung des gleichnamigen Romans und neuer Film von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh, Laura Dern, Meryl Streep, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer Oscar-Film, Erste-Weltkriegsgeschichte

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „The Way Back„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Sportsdrama in der Ben Affleck einen Alkoholiker spielt, der seine Familie verliert…dürfte Affleck ganz überzeugend spielen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Last Full Measure„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Kriegsdrama mit Sebastian Stan, Christopher Plummer, William Hurt, Ed Harris 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%