NYC – Film: „Ad Astra“

Ich war am 30.09.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Ad Astra“ (deutscher Filmtitel: „Ad Astra: Zu den Sternen“, dt. Kinostart war der 19.09.19)   122 min  drama, sci-fi

dir. James Gray  cast: Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Ruth Negga, Liv Tyler, Donald Sutherland

 

Irgendwann in der Zukunft. Major Roy McBride (Brad Pitt) ist Raumfahrt-Ingenieur und Astronaut. Sein Vater, Clifford McBride (Tommy Lee Jones) war bereits Astronaut und brach vor Jahrzehnten zu einer Mission im All auf. Er leitete die erste Expedition zum Neptun und sollte nach außerirdischen Leben forschen. Irgendwann brach dann der Kontakt zu Clifford McBride und seiner Crew ab. Seither sind sie verschollen. Nun wird die Erde von unerklärlichen elektromagnetischen Stürmen aus dem All heimgesucht und die amerikanische Weltraumbehörde vermutet einen Zusammenhang zwischen diesen Stürmen und McBrides Forschungsstation.  Major Roy McBride wird jetzt in geheimer Mission ins All geschickt, um die Raumstation zu finden und zu schauen, ob sein Vater tatsächlich noch am Leben ist…

 

D- (Wertung von A bis F) „Ad Astra“ ist der neue Film des amerikanischen Autorenfilmers James Gray („The Yards“, „We Own the Night“, „Two Lovers“, The Immigrant, „The Lost City of Z“).

Es müsste an jeder Häuserwand stehen, wie langweilig dieser Film ist.

Zugebenermassen bin ich generell kein großer Fan von Weltraumfilmen. Dramen mag ich dagegen sehr, leider hat mich aber auch die Vater-Sohn-Geschichte nicht berühren können. 

Brad Pitt sieht man in diesem Sci-Fi-Seelendrama nicht nur in der zentralen Rolle, durch sein Voice-Over lässt er uns auch an den Gedanken und Gefühlen seiner Figur jederzeit teilhaben. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn wir hier einen interessanten, oder wenigstens sympathischen Charakter begleiten würden oder eine spannende Geschichte vorgesetzt bekämen. Bekommen wir aber nicht und da konnte auch Brad Pitt (der sich als Schauspieler langsam mausert) nichts herausreißen. 

Die Bilder (die sicherlich nicht schlecht waren, aber an Gravity nicht annähernd heranreichen) zusammen in der Kombination mit der Musik und Brad Pitts eintönigem Gelaber (was nicht ganz so nervig, wie McConaugheys Dauergequatsche in Interstellar war) wirkten einlullernd auf mich. Die gute alte Hypnose-Spirale hätte keinen besseren Effekt erzielt.  Was habe ich nicht alles für Anstrengungen unternommen, um nicht einzuschlafen…

„Ad Astra“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Bester Nebendarsteller (Tommy Lee Jones), Beste Nebendarstellerin (Ruth Negga), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: „Ad Astra“ wurde für einen Oscar (Bester Ton) nominiert. 

„Ad Astra“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 20.09.19 in 3,460 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film unter dem Filmtitel „Ad Astra – Zu den Sternen“ seit dem 19.09.19 im Kino. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Countdown„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Horrorfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen:  1 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Honey Boy„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Eine Art Shia LaBeouf-Biopic. So seltsam es sich anhört, nach dem Trailer möchte ich  „Honey Boy“ unbedingt sehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Waves„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Trey Edward Shults neuer Film, Oscar-Film, soweit ich gehört habe. Dem Trailer nach ist er dem Oscar-Gewinner-Film „Moonlight“ nicht unähnlich.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Ford v Ferrari„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: James Mangolds neuer Film, u.a. der das Le Mans-Autorennen im Jahr 1966 mit Christian Bale, Matt Damon, Tracy Letts

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer (Oscar-)Film, Erste-Weltkriegsgeschichte, eigentlich interessiert mich der Film nicht sonderlich, aber der Trailer ist schon gut.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Western Stars“

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Dokumentation über die Produktion des gleichnamigen Albums von Bruce Springsteen.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „The King´s Man„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Prequel zu den Kingsman-Filmen. Regie Matthew Vaughn mit Ralph Fiennes 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Midway“

Bewertung des Trailers: D-

Kommentar: Boah, so schlecht wie der (Kriegs-)Film durch den Trailer wirkt, kann er nur von Michael Bay oder Roland Emmerich sein und richtig: Roland Emmerich

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 

San Francisco – Film: „Once Upon a Time…in Hollywood – 70mm“

Ich war am 02.08.19 in San Francisco und am 10.08.19 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Once Upon a Time…in Hollywood – 70mm“ (dt. Kinostart: 15.08.19)  161 min drama, comedy, thriller  

dir. Quentin Tarantino  cast: Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Emile Hirsch, Margaret Qualley, Timothy Olyphant, Dakota Fanning, Bruce Dern, Al Pacino, Austin Butler, Kurt Russell, Zoe Bell, Michael Madsen, Rebecca Gayheart, Luke Perry, Damien Lewis, Lena Dunham, Scoot McNairy, Maya Hawke, Rafal Zawierucha voice: Kurt Russell 

 

Im Februar des Jahres 1969. Der alternde TV-Darsteller Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) hadert mit seinem Schicksal. Durch die erfolgreiche TV-Westernserie „Bounty Law“ wurde er berühmt, irgendwann wurde die Serie aber abgesetzt und nun wird er nur noch in kleineren Schurkenrollen für Fernseh-Serien besetzt. Sein Stunt-Double und bester Freund Cliff Booth (Brad Pitt) bekommt aufgrund seines Rufes schon länger keine anderen Stunt-Jobs. Wenn er keine Arbeiten für seinen Freund übernimmt oder ihn hin und her kutschiert, lebt er in den Tag hinein. Und dann ist da noch die aufstrebende Schauspielerin Sharon Tate (Margot Robbie), die erst kürzlich mit ihrem Gatten, dem Star-Regisseur Roman Polanski (Rafal Zawierucha) in Daltons direkte Nachbarschaft gezogen ist… 

 

B (Wertung von A bis F) „Once Upon a Time in Hollywood“ ist der neunte Film des Autors und Filmemachers Quentin Tarantino („Reservoir Dogs“, „Jackie Brown“, Grindhouse Planet Terror/Death Proof, Inglourious Basterds, Django Unchained, The Hateful Eight) 

Wie bewertet man einen Film, bei dem man die ersten zwei Stunden zwar nicht langweilig, aber mit Ausnahme von ein paar Highlights auch nicht wirklich überragend, (zusammenfassend vielleicht irgendwas zwischen B+ und C+) und die letzten 40 Minuten – nach dem Zeitsprung – nahezu perfekt (A bis A-) fand?

Der Filmtitel ist zum einen der Hinweis darauf, dass dieser Film ein Märchen ist (Once Upon a Time…/Es war einmal…) und zum anderen als eine Hommage an einen von Tarantinos Lieblingsregisseuren Sergio Leone (von dem zwei seiner Filme in der amerikanischen Übersetzung „Once Upon a Time in the West“ und „Once Upon a Time in America“ heißen) zu verstehen. 

„Once Upon a Time…in Hollywood“ ist natürlich eine Liebeserklärung an die amerikanische Filmindustrie der vergangenen Tage, die vielen vergessenen TV-Darsteller und die Charaktere, die sie porträtierten, die Schauspieler, die mal beinahe ihren großen Durchbruch in Hollywood hatten, die zahlreichen  Stuntmen, deren Namen die Zuschauer nicht kennen, die vielen TV-Serien und Filme von früher und schließlich ist der Film auch eine Verbeugung an eine (unschuldige) Ära, die langsam zu Ende geht. 

Dabei hat der gesamte Film keine wirkliche Handlung. In den ersten beiden Stunden passiert relativ wenig, man hängt einfach entspannt mit Leonardo DiCaprios Rick Dalton, Brad Pitts Cliff Booth und auch etwas mit Margot Robbies Sharon Tate rum. Dabei liegt der Fokus auf den ehemaligen Fernsehstar Rick Dalton. Der ist ein, in die Jahre gekommene Schauspieler, plagt sich schon länger mit Selbstzweifeln und wird nur noch in Gast- und Nebenrollen in TV-Serien besetzt. Gerade dreht er eine TV-Western-Serie. In besseren Zeiten hatte er sich ein Haus in den Hills gekauft, kürzlich ist der „Rosemary´s Baby“-Regisseur Roman Polanski und seine Frau, die aufstrebende Schauspielerin Sharon Tate, in seine direkte Nachbarschaft gezogen. Sein bester Freund Cliff Booth war jahrelang sein Stunt-Double, kann aber aufgrund seines Rufes (und einer ungeklärten Sache aus seiner Vergangenheit – Hat er oder hat er nicht? Natalie Woods Schicksal und das eventuelle Zutun von Schauspieler Robert Wagner kommt einen in Erinnerung) als Stuntman in der Filmbranche nicht mehr richtig Fuß fassen. Im Gegensatz zu seinem Kumpel Rick Dalton nimmt Cliff Booth sein Schicksal allerdings gelassen. Wenn er seinen Freund nicht durch die Gegend kutschiert oder andere Aufgaben für ihn erledigt, lässt er sich einfach treiben. Wenn man Sympathie für diese beiden Hauptfiguren aufbringen und/oder die mit viel Liebe zum Detail inszenierten ersten zwei Stunden wertschätzen kann, wird einem auch nicht langweilig. Auch kann man beispielsweise mal darauf achten, wie oft Fußfetischist Quentin Tarantino hier (dreckige) Füße in Szene setzt. 

Zugegebenermassen bin ich aber dennoch etwas ratlos aus dem Film gekommen, vielleicht hatte ich mir einfach etwas anderes vorgestellt. Tarantinos letzten Film, The Hateful Eight , hatte ich relativ schnell ins Herz geschlossen, vielleicht muss ich diesen noch länger sacken lassen, definitiv nochmal im Kino schauen (ein Update erfolgt dann). Die ersten zwei Stunden beinhalten einige großartige Szenen (in den meisten ist Leo involviert). Tarantino hat seinen Film mit erkennbar viel Leidenschaft, aber auch Leichtigkeit inszeniert und versetzt einen in dieses spezielle Los Angeles. Vielleicht haben mir einfach seine geniale Dialoge gefehlt. Alles nach dem Zeitsprung wirkte auf mich schon fast wie ein eigener Film, den ich in dieser Form vielleicht sogar lieber gesehen hätte. Aber was soll´s, Quentin Tarantino hat diesen Film wohl vordergründig für sich selbst und als Verbeugung für das fast schon vergessene (TV-)Hollywood dieser Zeit gemacht.

Leonardo DiCaprio und Brad Pitt zusammen in einem Film zu sehen, ist ein großes Plus. Man fragt sich unweigerlich, warum Tarantino erst kommen muss, der diese beiden Superstars gemeinsam in einem Film besetzt. Ich war nie ein großer Freund von Brad Pitt, im fortgeschrittenen Alter gefällt er mir optisch, aber auch schauspielerisch wesentlich besser. Mit der richtigen Rolle – wie hier – kann er sogar richtig überzeugen. Ich habe ihn selten so cool gesehen. Leonardo DiCaprio, der hier einen stotternden, unsicheren zweitklassigen TV-Darsteller gibt, hat auch mindestens zwei Oscar-Szenen (einmal bei Dreharbeiten mit Timothy Olyphant und dann als er in seinen Trailer zurückkehrt). 

„Once Upon a Time in Hollywood“ ist bis in die kleinsten Rollen prominent besetzt. Außerdem spielen hier auffällig viele Töchter von bekannten Schauspielern bzw. Regisseuren mit: Maya Hawke (Tochter von Uma Thurman und Ethan Hawke), Harley Quinn Smith (Tochter von Filmemacher Kevin Smith), Rumer Willis (Tochter von Demi Moore und Bruce Willis) und Margaret Qualley (Tochter von Andie McDowell, die aber mittlerweile schon selbst durch die TV-Serien „The Leftovers“ und Fosse/Verdon eine gewisse Bekanntheit hat) 

Der Soundtrack ist – wie üblich – superb und selbstverständlich bereits gekauft (ich liebe besonders die Versionen von „California Dreamin´“ und von „You Keep Me Hangin´On“).

Bekanntermassen ist noch vor Beginn der Dreharbeiten zu „The Hateful Eight“ das Drehbuch zu selbigen Film im Internet aufgetaucht. Quentin Tarantino hatte das damals extrem wütend gemacht. Von „Once Upon a Time in Hollywood“ gab es nun nur ein fertiges Skript, das – so wurde berichtet – nur der Produzent des Films, David Heyman, und die beiden Stars Leonardo DiCaprio und Brad Pitt im Ganzen zu lesen bekamen…und das auch nur bei dem Starregisseur zu Hause.  

Update nach meinem zweiten Kinobesuch

B+ (Wertung von A bis F) Ziemlich genau eine Woche nachdem ich den Film das erste Mal geschaut habe, habe ich ihn mir an einem Samstagabend in Dolby Vision in einem normalen Kinocenter in Los Angeles ein weiteres Mal angeschaut. Zuvor habe mir noch den großartig recherchierten Podcast „You Must Remember This“ (Folge 44 – 52) angehört. Darin geht es um Charles Manson´s Hollywood und – u.a. was für diesen Film besonders interessant ist –  was Doris Days Sohn Terry Melcher und die Spahn Movie Ranch für eine Rolle spielt. Außerdem versetzen einen diese Podcast-Folgen in die perfekte Stimmung für einen Film, der Ende der 1960er Jahre in L.A. spielt. 

Bei der Zweitsichtung lag mein Augenmerk noch mehr auf Kostüme, Ausstattung, Regie und Schnitt. Alle Szenen, in denen Leonardo DiCaprio in einem Film, einer TV-Serie, einer Sendung oder einer Werbung zu sehen ist, die während der Dreharbeiten und der Drehpausen spielen, finde ich perfekt. Es hat mir dieses Mal auch nicht zu lange gedauert bis es auf die Spahn-Ranch geht. Genau diese Sequenz hat mir dieses Mal sogar noch einen Tick besser gefallen, allein von der Inszenierung (auch mit dem musikalischen Ausklang). Ich wünschte Tarantino hätte die meisten Szenen mit Margot Robbies Sharon Tate rausgeschnitten, für die Erzählung sind sie unnötig und ich fand sie bei meiner Zweitsichtung sogar nervig. Letztlich fand ich den Film bei der zweiten Sichtung etwas besser, habe dem Zeitsprung entgegengefiebert und bleibe dabei, lieber hätte ich einen Film im Stil des dritten Aktes gesehen. In diesem gab es von den Angelenos sogar ein Mal Szenenapplaus und auch wurde in meiner ausverkauften Vorstellung zum Schluss applaudiert. 

„Once Upon a Time in Hollywood“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. für Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Leonardo DiCaprio), Bester Nebendarsteller (Brad Pitt), Bestes Originaldrehbuch Update: „Once Upon a Time in Hollywood“ wurde für 10 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Leonardo DiCaprio), Bester Nebendarsteller (Brad Pitt), Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild, Bester Ton und Bester Tonschnitt) Update: „Once Upon a Time in Hollywood“ hat zwei Oscars (Bester Nebendarsteller, Brad Pitt und Bestes Szenenbild) gewonnen. 

„Once Upon a Time in Hollywood“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 26.07.19 in 3,659 amerikanischen Kinos gestartet. Quentin Tarantino ist einer der wenigen Regisseure, der noch auf analogem Film dreht. Im Gegensatz zu Tarantinos letztem Werk „The Hateful Eight“ wurde dieser Film auf 35mm gedreht, Kameramann Robert Richardson hat erklärt, dass bei diesem Film die 70mm-Fassung das Budget gesprengt hätte. Es gibt nur wenige (fünf) Kinos in den U.S.A. die „Once Upon a Time in Hollywood“ im Großformat auf die Leinwand bringen. Das Alamo Drafthouse New Mission in San Francisco hat die erforderliche Projektionstechnik für das Cinemascope-Breitbild. Ich habe mich für dieses besondere Kinoerlebnis entschieden und dafür auch einen etwas längeren Anfahrtsweg in Kauf genommen. In meiner gut besuchten 11.00-Uhr-Vorstellung gab es zum Filmende Applaus. Es gibt noch eine Szene während des Abspanns.  

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Beautiful Day in the Neighborhood„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Marielle Hellers neuer Film über Fred Rogers mit Tom Hanks als selbiger.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Queen & Slim„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Drama/Thriller mit Daniel Kaluuya 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 90%


Trailer v. Film: „Knives Out„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Rian Johnsons neuer Film: Willkommen zurück in der Indie-Welt. Mit Daniel Craig, Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Toni Collette, Lakeith Stanfield, Christopher Plummer und Michael Shannon

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Jojo Rabbit„

Bewertung des Teasers: A-

Kommentar: Taika Waititis neuer Film, Nazi-Satire mit Thomasin McKenzie, Sam Rockwell, Scarlett Johansson

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: versteht sich von selbst 


Trailer v. Film: „Joker„

Bewertung des Trailers: A

Kommentar: Klasse Trailer, Mega-Joaquin, trotzdem habe ich etwas Bauchweh, vielleicht wegen dem Regisseur (Todd Phillips), aber er läuft auf den Herbst-Festivals, also kann er doch gar nicht schlecht sein, oder? 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Ein Blick in das Foyer des Alamo Drafthouse Kinos in Frisco
…mit einer eigenen Video – und
und Musikabteilung (zusätzlich gibt es cooles Merchandise)

 

Trailer, die am 10.08.19 gespielt wurden:

Trailer v. Film: „Hustlers„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Ich dachte erst, dass wäre die Neuverfilmung von „Showgirls“. Film mit J.Lo und anderen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „Gemini Man„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: Sci-Fi-Actionthriller mit Will Smith. Neuer Film von Ang Lee, der leider schon länger keinen richtig guten Film präsentiert hat.

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon 


Trailer v. Film: „Knives Out„

Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer) 

Kommentar: Rian Johnsons neuer Film: Willkommen zurück in der Indie-Welt. Mit Daniel Craig, Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Toni Collette, Lakeith Stanfield, Christopher Plummer und Michael Shannon

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „A Beautiful Day in the Neighborhood„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Marielle Hellers neuer Film über Fred Rogers mit Tom Hanks als selbiger.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Queen & Slim„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Drama/Thriller mit Daniel Kaluuya 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 90%


Trailer v. Film: „Joker„

Bewertung des Trailers: A

Kommentar: Klasse Trailer, Mega-Joaquin, trotzdem habe ich etwas Bauchweh, vielleicht wegen dem Regisseur (Todd Phillips), aber er läuft auf den Herbst-Festivals, also kann er doch gar nicht schlecht sein, oder? 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Ad Astra„

Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer) 

Kommentar: James Grays neuer Film. Sci-Fi mit Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Donald Sutherland 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Charlie´s Angels„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: War das nötig? Dritter Film, dieses Mal führt Elizabeth Banks Regie mit Kristen Stewart

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiß nicht


Trailer v. Film: „Good Boys„

Bewertung des Trailers: B (neuer Redband Trailer)

Kommentar: Komödie mit Jacob Tremblay 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Netflix – Film: „War Machine“

Ich habe mir den folgenden Film über Netflix (U.S.) angeschaut:

 

„War Machine“ (seit dem 26.5.17 weltweit auf Netflix zu sehen) 122 min satire, drama, adaptation
dir. David Michod cast: Brad Pitt, Anthony Hayes, John Magaro, Emory Cohen, Anthony Michael Hall, Topher Grace, Scott McNairy, Tilda Swinton, Ben Kingsley, Keith Stanfield, Alan Ruck, Meg Tilly

 

 

Im Jahr 2009 übernimmt General Glen McMahon (Brad Pitt) das Kommando über die ISAF-Truppen in Afghanistan. Vor ihm sind bereits einige Generäle gescheitert, dort den Krieg zu gewinnen, aber der ehrgeizige McMahon hat sich hohe Ziele gesteckt…

 

B (Wertung von A bis F) „War Machine“ basiert auf Michael Hastings Sachbuch „The Operators: The Wild and Terrifying Inside Story of America’s War in Afghanistan“. Erzählt wird eine fiktive Geschichte der Ereignisse aus dem Jahr 2009. Zentrale Figur in der Geschichte ist General Stanley A. McChrystal (im dem Film, der von Brad Pitt dargestellte General Glen McMahon). McChrystals rechte Hand war seinerzeit General Michael Flynn, der im Jahr 2017 unter US-Präsident Donald Trump als Nationaler Sicherheitsberater vereidigt wurde und kurz darauf aufgrund seiner umstrittenen Kontakte zu Moskau wieder zurücktreten musste. (General Mike Flynn wird im Film General Greg Pulver genannt und von Anthony Michael Hall gespielt). Diese Kriegssatire ist der neue Film des australischen Filmemachers David Michod (Animal Kingdom, The Rover).

Etwas vorweg: Der Film wäre besser ohne Brad Pitt. Ich konnte mich von Anfang bis Ende des Films nicht daran gewöhnen, dass Brad Pitt seine Filmfigur so überzeichnet. Er spricht wahnsinnig angestrengt, läuft mit hochgezogener Sportshorts herum, als wäre er geistig zurückgeblieben, hat eine seltsame Mimik und Körperlichkeit, usw. Mir kam es so vor, als wäre er in einem ganz anderen Film als der Rest des Ensembles. Zum Filmende gibt es ein Cameo (das ich nicht spoilern werde), ich wünschte „War Machine“ hätte diesen Schauspieler in der Hauptrolle besetzt.

In vielen satirischen Momenten ist „War Machine“ wirklich gut, ich habe einige Male lauthals lachen müssen. Leider vergisst der Film irgendwann, dass er eine Kriegssatire sein möchte und ist auf einmal ein Kriegsdrama, das fand ich äußerst irritierend. Es wäre schön gewesen, wenn ein Genre konsequent durchgehalten worden wäre.

Der Film hält so viele exzellente Performances parat: Ben Kingsley als Präsident Karzai, Alan Ruck („Ferris Bueller´s Day Off“, „Spin City“) als US-Botschafter in Afghanistan. Meg Tilly (die ich nicht als Meg Tilly erkannt habe – neben ihr fand ich aber sogar Brad Pitt besser) als Frau von Brad Pitts Charakter. Anthony Michael Hall („The Breakfast Club“) als eine Mike-Flynn-Version und Tilda Swinton als hartnäckige deutsche Politikerin. In dieses hervorragende Ensemble fügt sich – wie selbstverständlich – der Jungschauspieler Keith Stanfield (Short Term 12, Get Out ) ein. Ich bin sehr zuversichtlich, hier einen der besten Schauspieler der Zukunft zu sehen.

 

Der Kriegsberichterstatter und Investigativ-Journalist Michael Hastings hat das Sachbuch geschrieben, auf dem „War Machine“ basiert. Zuvor hat er einen Artikel im Rolling Stone-Magazin veröffentlicht. In seinem Portrait „The Runaway General“ beschrieb er u.a., wie General McChrystal und seine Truppe über die amtierende US-Regierung lästerten. Dieser Artikel zwang den Vier-Sterne-General McChrystal zum Rücktritt. Michael Hastings schrieb später weitere Artikel und arbeitete gerade an einer Enthüllungsstory über die CIA, als der erst 33-jährige Autor unter mysteriösen Umständen ums Leben kam.

 

Ich hätte „War Machine“ gerne im Kino gesehen, es ist aber ein Netflix-Original-Film. Seit dem 26.5.17 ist er exklusiv auf Netflix abrufbar.

Trailer zu sehen:

 

 

 

Chicago – Film: „Allied“

Ich war am 23.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Allied“ (dt. Filmtitel: „Allied – Vertraute Fremde“, dt. Kinostart: 22.12.16)  124 min  drama
dir. Robert Zemeckis cast: Brad Pitt, Marion Cotillard, Jared Harris, Lizzy Caplan, August Diehl, Matthew Goode

 

 

1942 in Casablanca. Max Vatan (Brad Pitt) ist ein kanadischer Geheimdienstoffizier. Er hat einen Under-Cover-Auftrag in Marokko, dazu soll er sich mit Marianne Beauséjour (Marion Cotillard), eine Kämpferin des französischen Widerstands, als Ehepaar ausgeben. Die Beiden erfüllen ihren Auftrag, aber verlieben sich auch ineinander. Schließlich gehen sie nach London, heiraten und bekommen eine Tochter. Er arbeitet für die britische Regierung, als er eines Tages erfährt, dass seine Frau als Doppelagentin für die Nazis spionieren soll…

 
C (Wertung von A bis F) „Allied“ ist der 18. Spielfilm des amerikanischen Filmemachers Robert Zemecki („Back to the Future“, „Forrest Gump“, Flight, The Walk.

Während des Films fällt einem wohl zwangsläufig irgendwann der Film „Mr. & Mrs. Smith“ ein. „Allied“ ist auch ein Agententhriller mit Brad Pitt, nur, dass dieser im Zweiten Weltkrieg spielt und der Film nur eine (große) Actionszene aufweisen kann. Die beiden Protagonisten sind als Liebespaar alles andere als glaubwürdig. Marion Cotillard macht ihre Sache gut, nur hätte sie einen anderen Schauspieler an ihrer Seite haben müssen. Die Chemie zwischen ihr und Brad Pitt stimmt einfach nicht.

Robert Zemeckis Inszenierung wirkt – wieder einmal – billig, viele Szenen, insbesondere die Außenaufnahmen sehen aus, als wären sie in einem Filmstudio entstanden. Das muss nicht sein und schon gar nicht, wenn man 85 Millionen Produktionsbudget zur Verfügung hat. Zusätzlich haben mich einige Szenen rausgebracht. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob die Engländer während des Zweiten Weltkrieges bereits eifrig recycelt haben, vom gesunden Menschenverstand würde ich aber denken, dass sie zu dem Zeitpunkt andere Sorgen hatten. Aber gut, wird wohl so sein, sonst hätte Zemecki hier nicht die auffälligen Recycling-Tonnen vor dem Haus von Brad Pitts und Marion Cotillards Charakteren in London platziert. Mich haben diese Tonnen jedenfalls jedes Mal aus dem Film gebracht. Genauso wie eine Szene noch relativ zu Anfang, als die beiden Protagonisten in einem Auto in der marokkanischen Wüste stehen und eine riesiger Sandsturm aufzieht. Versucht man in solcher Situation nicht sein Auto schnell aus der Gefahrenzone zu bringen? Zemecki fand aber, dass die Situation ideal ist, dass sich die beiden Protagonisten näher kommen. Wahrscheinlich mussten sie danach stundenlang in die nächste Stadt laufen – das zeigt der Film dann aber nicht. Mir ist außerdem aufgefallen, dass Marion Cotillards Charakter Gel-Fingernägel hat – im Zweiten Weltkrieg… auch wenn das nur eine Kleinigkeit ist, mich ärgert so eine Nachlässigkeit.

„Allied“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Beste Hauptdarstellerin (Marion Cotillard), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„Allied“ ist am 23.11.16 in 3160 amerikanischen Kinos gestartet. Weite Teile des Films sind in französischer Sprache mit englischen Untertiteln. Der Film kommt am 22.12.16 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen? Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film ganz gut ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Cure for Wellness„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Wow – Gore Verbinskis neuer Film, Thriller mit Dane DeHaan
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Silence„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der Trailer des neuen Martin Scorsese Films wurde exklusiv das erste Mal vor „Allied“ gezeigt. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: muss ich wohl gucken

amerikanischer Aufsteller von "Allied"
amerikanischer Aufsteller von „Allied“

 

San Francisco – Film: „The Big Short“

Ich war am 02.01.16 in San Francisco und am 11.01.16 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„The Big Short“ (dt. Kinostart: 14.01.16) 130 min drama, comedy, adaptation, biopic
dir. Adam McKay cast: Christian Bale, Steve Carell, Ryan Gosling, Brad Pitt, Melissa Leo, Marisa Tomei, Rafe Spall, Jeremy Strong, John Magaro, Finn Wittrock, Tracy Letts, Margot Robbie, Selena Gomez

 

New York im Jahr 2005. Der Hedgefonds-Manager und Analyst Dr. Michael Burry (Christian Bale) findet heraus, dass die riskante Kreditvergabe für Immobilien früher oder später zu einem Finanzkollaps führen wird. Er realisiert, mit welchen Investitionen aus der drohenden Immobilien- und Finanzkrise profitiert werden kann.

Der Wertpapierhändler der Deutschen Bank, Jared Vennett (Ryan Gosling), hat von Burrys Investitionsplänen erfahren und möchte auch ein Stück von dem Kuchen abhaben. Er versucht den Trader Mark Baum (Steve Carell) und sein Team zu überzeugen, gegen das Finanzsystem zu wetten.

Die jungen ambitionierten Spekulanten Charlie Geller (John Magaro) und Jamie Shipley (Finn Wittrock) erfahren auch von der Immobilienblase und ziehen Jamies Nachbarn, den ehemaligen Top-Wertpapierhändler Rickert (Brad Pitt) ins Vertrauen.

B (Wertung von A bis F) „The Big Short“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Michael Lewis. Der Film beruht vage auf wahren Begebenheiten. Die Handlung erklärt wie es zu dem Platzen der Immobilienblase und dem weltweiten Bankencrash im Jahr 2008 kam und erzählt wie einige wenige, die das vorausgesehen haben, davon finanziell profitiert haben.

Es ist der neue Film von Adam McKay, der sich zuvor ausschließlich mit Komödien (Anchorman: The Legend of Ron Burgundy, Step Brothers, The Other Guys) einen Namen gemacht hat. „The Big Short“ ist sein erstes Drama, auch wenn es kein reines Drama ist.

Der Regisseur Adam McKay nutzt alle bekannten Regietricks, um seine komplizierte Story und die, mir so verhasste Finanzwelt unterhaltsam zu inszenieren. Er setzt mit seinem Film alles dran, cool und smart zu sein. Vielleicht kann man diesen drögen Stoff einem Mainstream-Publikum nicht anders vermitteln. Mir wirkte es aber mitunter zu aufgesetzt. Es ist originell aber auch irritierend wenn eine Traumfrau wie Margot Robbie (The Wolf of Wall Street) champagnerschlürfend in einem Schaumbad liegt und einem erklärt was Ramschhypotheken sind.
Ich mochte die Macho-Sprüche und die schnellen Schnitte, aber dann, als der Film etwas mehr in sich ruht, war er mir zu langgezogen. Der eine oder andere Charakter trägt sonderbare Frisuren oder Perücken, mich hat das rausgebracht, genauso wie Melissa Leos verwirrend seltsame Brille. Mir war auch nicht klar, was der Film eigentlich sein wollte, etwas Dokumentation, etwas Drama und etwas Komödie/Satire. Wenn man keine Ahnung von den Geschehnissen, die zu der Finanzkrise geführt haben, hat, ist „The Big Short“ sicher auch lehrreich.

„The Big Short“ ist ein Film über Außenseiter. Einen Helden sucht man in dem Film natürlich vergebens – wie auch – wenn es um gierige und skrupellose Banker und Spekulanten, Banken und Ratingagenturen geht. Für mich war Christian Bales Charakter, Dr. Michael Burry, noch am ehesten so etwas wie ein Sympathieträger. Dr. Burry ist Neurologe und wechselte aus Langeweile in die Finanzbranche. Er analysierte den Immoblienmarkt, entdeckte Fehler im System und war einer der Ersten, der die Immobilienblase, die später zu dem Bankencrash führte, erkannte. Christian Bale spielt den, an dem Asperger-Syndrom leidenden, exzentrischen, nuschelnden und leicht stotternden Dr. Burry auf eindrucksvolle Weise. Auch war Ryan Gosling wieder mal ein Hingucker. Ich war angewidert und fasziniert zugleich von diesem solariumgebräunten, schmierigen Jared Vennett, stelle ich mir doch genau so einen Banker aus dieser Zeit vor. Mir hat auch der kaugummikauende Vinny (Jeremy Strong) aus Steve Carells Team gefallen. Ansonsten ist „The Big Short“ ein Ensemble-Film und jeder erfüllt seine Aufgabe.

Wie man vielleicht herauslesen kann, bin ich etwas hin- und hergerissen von dem Film. Im Moment werden „The Big Short“ sogar sehr gute Chancen auf den Oscar-Gewinn als bester Film eingeräumt, daher werde ich ihn mir die Tage nochmal anschauen. Ich werde davon berichten.

B+ (Wertung von A bis F) Bei der zweiten Sichtung ist tatsächlich der Funke übergesprungen. Ich liebe weite Teile des Films. Der Film ist aber nicht perfekt und ich fand ihn auch immer noch zu lang. Beinahe wäre er in meiner Top Ten gelandet.

„The Big Short“ wurde erstmalig zum AFI Fest 2015 gezeigt. Bevor der Film gezeigt wurde, hatte ihn kein Oscar-Experte so richtig als ernstzunehmenden Oscar-Anwärter auf dem Schirm. Mittlerweile wurde der Film von den so wichtigen Filmpreisen innerhalb der Filmindustrie (SAG, PGA, WGA) nominiert. Es ist davon auszugehen, dass „The Big Short“ auch eine Oscar-Nominierung als bester Film erhält. Ich sehe „The Big Short“ neben Spotlight sogar mittlerweile als Favorit auf den Oscar-Gewinn als bester Film. „The Big Short“ hat vier Golden Globe-Nominierungen (Bester Film, Comedy, Bester Hauptdarsteller, Comedy Christian Bale und Steve Carell und Bestes Drehbuch) und sogar fünf BAFTA-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Nebendarsteller, Christian Bale und Bester Schnitt) erhalten.

„The Big Short“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester männlicher Haupt- (oder Neben-) darsteller (Steve Carell), Bester männlicher Nebendarsteller (Christian Bale, Beste weibliche Nebendarstellerin (Melissa Leo, Marisa Tomei), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

 „The Big Short“ hat 5 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, Bester Nebendarsteller Christian Bale, Bestes adaptiertes Drehbuch und Bester Schnitt) erhalten.

Update: „The Big Short“ hat einen Oscar (Bestes adaptiertes Drehbuch) gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Finest Hours„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Katastrophen-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Revenant„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Alejandro González Iñárritus neuer Film mit Leonardo DiCaprio und Tom Hardy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Boss„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Komödie mit Melissa McCarthy
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Risen„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Historienfilm mit dem nicht so guten Fiennes
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Everybody Wants Some„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Richard Linklaters neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zoolander No. 2„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Das erste Mal, dass ich einen Trailer im Kino sehe. Ich liebe den ersten „Zoolander“ also muss ich mir den auch anschauen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Nice Guys„
Bewertung des Trailers: A- (Redband Trailer)
Kommentar: Shane Blacks neuer Film mit einem ziemlich angedickten Russell Crowe und Ryan Gosling
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Filmplakat von "The Big Short" in der New Yorker U-Bahn
Filmplakat von „The Big Short“ in der New Yorker U-Bahn

 

San Francisco – Film: „By the Sea“

Ich war am 19.11.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„By the Sea“ (dt. Kinostart: 10.12.15) 132 min drama
dir. Angelina Jolie Pitt cast: Angelina Jolie Pitt, Brad Pitt, Niels Arestrup, Mélanie Laurent, Melvil Poupaud

Frankreich, Mitte der 1970er Jahre. Die wohlhabenden New Yorker Vanessa (Angelina Jolie) und Roland (Brad Pitt) sind seit 14 Jahren verheiratet und halten sich einige Zeit in Südfrankreich auf. Während Roland, ein Schriftsteller, versucht, etwas aufs Papier zu bringen, verbringt sie überwiegend Zeit in ihrer Hotelsuite.

B- (Wertung von A bis F) „By the Sea“ ist der dritte Spielfilm, bei dem Angelina Jolie Regie führt und nach „Mr. & Mrs. Smith“, der zweite Film, bei dem sie mit Brad Pitt gemeinsam vor der Kamera steht. Es ist der erste Film, bei dem die Schauspielerin und Regisseurin unter dem Namen Angelina Jolie Pitt gelistet wird.

Dieser Film, ein Ehedrama, ist relativ ereignislos, es wird viel geraucht, viel getrunken, viel französisch geredet, er hängt in der Strandbar ab, sie lümmelt meist in ihrer Hotelsuite rum (wobei eine Angelina Jolie natürlich nicht lümmelt, sie drapiert sich auf irgendwelchen Sitzmöbeln) es wird gestritten, irgendwann wird einem anderen Paar beim Sex zugeschaut – naja und dann ist der Film quasi schon zu Ende. Wobei „schon“ natürlich auch relativ ist.

Es ist schwer, jemanden diesen Film zu empfehlen. Wenn man Gefallen daran findet, attraktiven Hollywood-Mega-Stars beim Nichtstun zuzuschauen, ist das meine Filmempfehlung. Wenn jemand sich davon überzeugen will, dass Angelina Jolie nicht nur schauspielern, sondern auch Regie führen kann, würde ich nicht zwingend diesen Film empfehlen.

Überraschenderweise hat er mir schauspielerisch besser gefallen als sie. Sie – und das entspricht natürlich auch ihrer Rollenbeschreibung – ist sehr passiv, schaut frustriert, gelangweilt, traurig, ängstlich und sieht dabei natürlich immer traumschön aus. Für mich kam es etwas unerwartet, dass Angelina Jolie sich mehr als nur ein Mal oben ohne zeigt.

In dem Film wird viel Französisch gesprochen, entsprechend ist der Film auch in der Originalfassung mit Untertiteln.
Noch Bevor „By the Sea“ erstmalig auf dem AFI Fest 2015 gezeigt wurde , war er für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch (u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Beste Hauptdarstellerin (Angelina Jolie Pitt), Bestes Originaldrehbuch (Angelina Jolie Pitt) und einige technische Kategorien).

„By the Sea“ ist am 13.11.15 in zehn amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 29.11.15 läuft er in 142 Kinos in den U.S.A.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

 

 

Trailer v. Film: „45 Years“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ehedrama mit Charlotte Rampling
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Anomalisa“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Charlie Kaufmans neuer Film – Stop-Motion-Film, den ich schon vom Trailer her liebe
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Carol“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Todd Haynes neuer Film mit Cate Blanchett und Rooney Mara. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „The Danish Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander und Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

 

 

Chicago – Film: "Fury"

Ich war am 28.11.14 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Fury“ (dt. Filmtitel: „Herz aus Stahl“, dt. Kinostart: 01.01.15) 134 min action, drama
dir. David Ayer cast: Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Michael Pena, Jon Bernthal

April 1945, kurz vor Kriegsende. Der junge Norman Ellison (Logan Lerman) kommt eigentlich als Schreibkraft zur amerikanischen Armee nach Deutschland. Da der ursprüngliche Fahrer von Sgt. Collies (Brad Pitt) Panzereinheit gerade im Krieg gefallen ist, teilt er kurzerhand den unerfahrenen Norman seinem Panzer „Fury“ zu. Der Neuling kämpft mit den kriegserfahrenen Boyd Swan (Shia LaBeouf), Trini Garcia (Michael Pena) und Grady Travis (Jon Ferntal) an vorderster Front und lernt schnell, was Krieg eigentlich bedeutet.

B- (Wertung von A bis F) David Ayers Zweite Weltkriegsactiondrama „Fury“ erzählt keine dieser amerikanischen Kriegshelden-Geschichten (auch wenn einer der Beteiligten zum Schluss von einem Soldaten als Held bezeichnet wird), eigentlich zeigt der Film nur die Grausamkeit des Krieges. „Fury“ ist kein Film, der die Amerikaner von ihrer guten Seite zeigt.

Bei mir hat es eine gewisse Zeit gedauert, bis ich in die Welt dieser Charaktere eintauchen konnte. Mit dem Zeitpunkt, in dem die Panzereinheit die deutsche Stadt einnimmt, hat mir der Film aber besser gefallen als erwartet. Das Ende des Film beinhaltet einige Ungereimtheiten (wie weit waren die Nazis eigentlich weg?). Brad Pitts Charakter trifft eine Entscheidung, die von unfassbarer Selbstüberschätzung oder schlichtweg Dämlichkeit zeugt. Ich fand die Sequenz, so wie sie gezeigt wurde, unnötig und absurd. „Fury“ erzählt natürlich eine fiktionale Geschichte, aber es hätte der Glaubwürdigkeit gutgetan, wenn David Ayer sie etwas anders geschrieben und inszeniert hätte.

Der Film ist ziemlich deprimierend und zeigt krasse Kriegsbilder, die man so teilweise noch nie gesehen hat (oder ich habe sie komplett verdrängt)

Logan Lerman (The Perks of Being a Wallflower) hat mir hier ganz gut gefallen. Man sieht den Krieg praktisch mit seinen Augen. Als junger Mann wird er unfreiwillig in den Krieg eingezogen und gleich mit der gesamten Härte des Krieges konfrontiert. Neben seinen gleichbleibend abgestumpften Kollegen ist besonders die charakterliche Veränderung des Jungen glaubhaft und spürbar. Wenn man nach einem Sympathieträger in diesem Film sucht, dann findet man diesen am ehesten in Norman.

Brad Pitt ist Brad Pitt und spricht hier viel und ganz passabel Deutsch. In einigen Szenen hat er mich optisch an Til Schweiger erinnert. (Gut, er hatte auch einen Helm auf und war ganz verschmutzt im Gesicht)

Überraschenderweise gibt Shia LaBeouf eine eindrucksvolle Performance..naja..in ein paar Szenen.

„Fury“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Bester Nebendarsteller (Logan Lerman), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits in D. gesehen

Trailer v. Film: „Into the Woods“
Bewertung des Theaters: B
Kommentar: Rob Marshalls Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals mit Meryl Streep, Emily Blunt, Anna Kendrick, Chris Pine, Johnny Depp. Oscar-Film. Oscar-Nominierungen-Sammlerin Meryl Streep soll hier so gut sein, dass sie tatsächlich sogar ihren vierten Oscar gewinnen könnte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. So, „Unbroken“ ist nicht mehr länger ein ernstzunehmender Oscar-Gewinner-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Exodus: Gods and Kings“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film mit Christian Bale, Joel Edgerton, Aaron Paul, Ben Kingsley und Sigourney Weaver. Sieht ja alles gut aus, mich interessiert der Film aber nicht die Bohne.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 70% RT

Trailer v. Film: „Foxcatcher“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic-Drama von Bennett Miller mit Steve Carrell, Mark Ruffalo und Channing Tatum. Oscar-Film. Film läuft bereits in einigen Kinos in den U.S.A.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits in einem der wenigen Kinos in den U.S.A. gesehen

Trailer v. Film: „The Interview“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionkomödie mit Seth Rogen und James Franco. Ich könnte mich tatsächlich bei dem Trailer totlachen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Wedding Ringer“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Kevin Hart und Josh Gad. Besserer Trailer, trotzdem schlimm. Sollte man mal mit Chris Rocks Komödie vergleichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals, ich schwöre

D.C. – Film: "The Counselor"

Ich war am 29.10.13 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Counselor“ (dt. Kinostart: 28.11.13) 117 min crime, drama
dir. Ridley Scott cast: Michael Fassbender, Javier Bardem, Cameron Diaz, Penélope Cruz, Brad Pitt, Bruno Ganz, Rosie Perez, John Leguizamo, Toby Kebbell, Dean Norris

Ein Anwalt (Michael Fassbender) hat sich auf einen Drogendeal eingelassen. Alle Warnungen kommen zu spät, er muss mit Konsequenzen rechnen…

C- (Wertung von A bis F) Normalerweise mag ich gerade diese Art von Filmen. Wie kann man einen Film mit dieser Besetzung, einem angesehenen Regisseur und einem Autor, der hier zwar mehr oder weniger sein Drehbuchdebüt gibt, aber in der Vergangenheit schon brillante Vorlagen zu den Filmen No Country for Old Men und The Road lieferte, so gegen die Wand fahren?

In den U.S.A. hat „The Counselor“ vernichtende Kritiken bekommen, es gibt aber auch einige Cineasten, die das Werk lieben. Ich glaube, man kann sich aber darauf einigen, dass es ein seltsamer Film ist.

Warum funktioniert dieser Film nicht? Hauptsächlich ist es, meines Erachtens, das Drehbuch. Wenn man, wie Cormac McCarthy, großartige Bücher schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch gelungene Drehbücher für Kinofilme verfassen kann. Die eine oder andere Erklärung oder Charakterbildung hätte dem Film vielleicht geholfen.

„The Counselor“ ist kein Film mit richtiger Story, wie man sich das so idealerweise vorstellt. Es ist eher eine Aneinanderreihung von wichtigtuerischen Macho-Gequatsche, teils großartigen Schauspielern in richtig guten und nicht so guten Szenen, allerhand Skurrilem, fantastischen Szenenbildern, ein paar brutalen Szenen, (gerade die beiden prägnanten Tötungsszenen hätten einen besseren Film verdient), Javier Bardem mit spaßiger Frise und einem scheußlich aussehenden Schmetterlingshemd und Cameron Diaz.

Über Cameron Diaz kann und wird man geteilter Meinung sein. Ihre Performance überschattet hier definitiv die der anderen Schauspieler. Einige sehen das als Oscar-Performance und andere, und dazu zähle ich mich, finden sie eher lustig, aber nicht gänzlich überzeugend. In meiner Vorstellung brach später bei ihren Auftritten auch Gelächter aus. Seit „There´s Something About Mary“ wurde sie immer wieder mit ihrer legendären „Haargel“-Szene in Verbindung gebracht. Die Zeiten sind definitiv vorbei, wenn man „The Counselor“ gesehen hat, fällt einem fortan zu Cameron Diaz definitiv eine ganz andere Szene ein.

Ridley Scotts „The Counselor“ ist in den U.S.A. gefloppt. Noch kurz bevor der Film erstmalig gezeigt wurde, war er für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Cameron Diaz). Ich sehe es noch nicht als komplett ausgeschlossen, dass Cameron Diaz eine Oscar-Nominierung erhält.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Catching Fire“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Zweiter Teil der Trilogie. Gut, wenn ich Zeit habe, gucke ich ihn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana. Auch wenn die Musik schrecklich ist, der Film ist für mich erst mal zurück im Oscar-Rennen
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…

Trailer v. Film: „Grudge Match“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film, in dem Sylvester Stallone und Robert De Niro alternde Boxer spielen und gegeneinander kämpfen. Warum macht De Niro so was? Hier spielen aber auch Kim Basinger und Alan Arkin mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiß nicht…

Trailer v. Film: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action von und mit Kenneth Branagh, auch mit Chris Pine und Kevin Costner und Keira Knightley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80% bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David O. Russells neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Einer der wenigen sogenannten Oscar-Filme dieses Jahr, die noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt wurden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Book Thief“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung mit Geoffrey Rush und Emily Watson. Oscar-Kandidat? Mal gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Secret Life of Walter Mitty“
Bewertung des Trailers: B+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Ben Stillers Fantasy-Film mit ihm in der Hauptrolle und Kristin Wiig und Sean Penn. Bei diesem Trailer kam bei mir der dringende Wunsch auf, dass Ben Stiller nicht die Hauptrolle spielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

D.C. – Film: "12 Years a Slave"

Ich war am 23.10.13 und am 29.10.13 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„12 Years a Slave“ (dt. Kinostart: 16.01.14) 133 min drama, biopic, adaptation
dir. Steve McQueen cast: Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Benedict Cumberbatch, Paul Dano, Paul Giamatti, Lupita Nyong`o, Sarah Paulson, Brad Pitt, Quvenzhané Wallis, Dwight Henry

Saratoga, New York im Jahr 1841. Der Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) ist ein gebildeter, gesellschaftlich anerkannter und freier Mann. Er hat eine Frau und zwei Kinder. Ein talentierter Musiker ist er, er spielt Violine. Er lernt zwei Männer kennen, die ihm einen Job anbieten. Für wenige Auftritte in Washington kann er gutes Geld verdienen. Solomon Northup schliesst sich den beiden Männern an, seine Frau und die Kinder sind sowieso für drei Wochen nicht in der Stadt. Noch bevor sie zurück sind, wird er wieder Zuhause sein. Nach einem Auftritt verbringt er einen netten Abend mit den Männern. Am nächsten Morgen wacht er eingesperrt in einem Kellerloch auf, er ist angekettet. Eine andere Identität soll er annehmen, denn er wird als Sklave in die Südstaaten verkauft…

A (Wertung von A bis F) „12 Years a Slave“ beruht auf einer wahren Geschichte. Der Film basiert auf Solomon Northups Autobiografie „Twelve Years a Slave“.

„12 Years a Slave“ ist kein Hollywoodfilm, kein Film über die Sklaverei, wie ihn sich Hollywood-Produzenten vorstellen. Der Film ist von einem Künstler, dem schwarzen britischen Künstler Steve McQueen.

Es hat nicht lange gedauert, jedenfalls keine dreißig Minuten, da wusste ich, dass „12 Years a Slave“ festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2013 landen wird. Vielleicht ist es sogar einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. „12 Years a Slave“ ist mit Sicherheit kein Film, den man so toll findet, dass man anschließend mit Konfetti um sich werfen möchte. Die Sklaverei ist sicherlich eines der schlimmsten Verbrechen, die die Amerikaner je begangen haben. Dieser Teil der amerikanischen Geschichte verdiente lange einen großartigen Film, „12 Years a Slave“ ist dieser Film. Er ist nicht nur wegen seiner Thematik bedeutend, künstlerisch ist es auch ein sehr facettenreicher Film.

Was für ein schreckliches Schicksal und was für eine unfassbare Geschichte. Ein freier Mann, der im Bundesstaat New York ein Leben in der Mittelschicht geführt hat, wird entführt, verkauft und landet schließlich als Sklave bei einem brutalen Plantagenbesitzer. Von einem Tag auf den nächsten ist sein komplettes vorheriges Leben vorbei. Als gebildeter Mensch, dummen, reichen und sadistischen Menschen ausgeliefert zu sein, ist wohl außerhalb jeglicher Vorstellungskraft. Solomon Northup muss die Identität eines entflohenen Sklaven annehmen, sich dumm stellen, lernen sich anzupassen, damit sein Leben nicht noch unerträglicher wird. Er muss sich mit seinem neuen Leben arrangieren, aber kann man das? Wird man nicht immer irgendetwas versuchen, um sich aus dieser grauenvollen Situation zu befreien? Solomon Northup entwickelt eine Überlebensstrategie, eigentlich ist es auch keine Strategie, er versucht einfach zu überleben. Dabei sieht und fühlt man, seine Hoffnung schwinden, jemals wieder aus dieser Gefangenschaft befreit zu werden. Spät im Film gibt eine sehr eindrucksvolle Szene, bei er man sieht, dass er alle Hoffnung verloren hat. Entgegen seiner Gewohnheiten beteiligt sich Solomon Northup langsam an einem Ritual der Sklaven, ab dem Moment hat er sich wohl damit abgefunden, selbst einer von ihnen zu sein.

Der Sound in dem Film, neben allen anderen Dingen, ist auch hervorragend. Die Filmmusik ist von Hans Zimmer, der sich aber sehr zurückhält. In den prägnantesten Szenen kommt der Film ohne (oder fast ohne) Musik aus. Es sind die Hintergrundgeräusche oder beispielsweise das Singen oder das Weinen eines der Charaktere, das von einer Szene in die nächste überlappt.

„12 Years a Slave“ ist ein beängstigend realistischer, atmosphärischer, sehr künstlerischer, in vielen Momenten aber auch kaum zu ertragender Film, an den man sich lange zurückerinnern wird. Steve McQueen ist kein Steven Spielberg, der Ereignisse oder Geschichten überdramatisiert und der die Gefühle der Zuschauer versucht, zu beeinflussen oder zu manipulieren. Beispielsweise gibt es hier ein Frau, eine Sklavin, die andauernd laut weint (sie hat auch allen Grund dazu), ich als Zuschauer wollte einfach, dass sie sich endlich beherrscht und ruhig ist. Steven Spielberg hätte diese Figur sehr wahrscheinlich ganz anders gezeigt, hochdramatische Musik unterlegt, etc.

„12 Years a Slave“ hat mich sehr berührt, aber ich habe mich gefragt, warum bei mir eigentlich so gut wie keine Tränen geflossen sind. Ich habe mir den Film innerhalb von einer Woche 2x angeschaut. Auch beim zweiten Mal war ich zu sehr in der Geschichte gefangen, irgendwie in Schockstarre, ein hilfloser Beobachter der Ereignisse, der unfähig ist, zu reagieren.

Auch bei diesem Film muss ich wieder dringend empfehlen, ihn in der Originalfassung zu gucken. Die Sprache spielt hier eine wichtige Rolle, die Sklaven, insbesondere Solomon Northup sprechen hier kultiviertes Englisch, nicht wie man es sonst aus einem Hollywood-Film oder einer Serie über die Sklaverei kennt.

Michael Fassbender hat angegeben, dass er kein weiteres Mal für eine Oscar-Kampagne zur Verfügung stehen wird. Das braucht er auch nicht, seine Performance ist so nuanciert, was er hier zeigt ist eine eindeutige Oscar-Performance. Michael Fassbender ist Edwin Epps. Das einzige was zu einer Nicht-Nominierung von Michael Fassbender führen kann, ist, dass sein Charakter grundböse ist. Die Academy ist solchen Charakteren nicht wohlgesonnen. Die bösen Filmfiguren, die in der Vergangenheit für einen Oscar nominiert und ausgezeichnet wurden (und da denke ich an Anthony Hopkins als Dr. Hannibal Lecter, Javier Bardem als Anton Chigurh oder Christoph Waltz als Hans Landa) hatten allesamt entweder etwas charismatisches, originelles oder charmant-witziges. Das bietet Michael Fassbender als Edwin Epps nicht. Heute ist der 1. November 2013 und ich kann mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, welcher Schauspieler Michael Fassbender diesen Oscar „klauen“ kann.

Der britische Regisseur Steve McQueen hat mit Hunger, Shame und „12 Years a Slave“ erst drei Spielfilme inszeniert. Alle drei Filme sind in meinen Augen großartig. In allen drei Filmen spielt Michael Fassbender entweder die Hauptrolle oder wie in „12 Years a Slave“ eine sehr wichtige Rolle. Steve McQueens Filme könnten nicht unterschiedlicher sein, und die Charaktere, die Michael Fassbender in diesen Filmen gespielt hat, könnten nicht verschiedener sein. Wenn man es bis heute noch nicht begriffen hat, dann spätestens mit „12 Years a Slave“, Michael Fassbender ist einer der besten Schauspieler unserer Zeit.

Es gab aber noch andere herausragende Performances in „12 Years a Slave“. Ich würde, aber da scheiden sich die Geister, auch Paul Dano für den Oscar nominieren. Er ist der fiese Rassist und zugleich ein armseliges Würstchen. Natürlich gibt auch Chiwetel Ejiofor eine Oscar-Performance. Seine Angst, seine Verzweiflung und seine Hoffnungslosigkeit transportiert sich auf den Zuschauer. Die Szenen zwischen Chiwetel Ejiofor und Michael Fassbender sind mit die besten im Film. Von Lupita Nyong ´o war ich zunächst nicht so beeindruckt, ich fand sie zu ausdruckslos. Aber hier hat eine zweite Sichtung des Films geholfen, definitiv hätte sie eine Oscar-Nominierung verdient, wesentlich eher als beispielsweise Oprah Winfrey.

Der einzige Schauspieler mit dem ich wirklich Probleme hatte, war Brad Pitt. Brad Pitt kann nichts dafür, dass er ein berühmter Hollywoodstar ist. Seine Präsenz hat mich aber unmittelbar aus dem Film katapultiert. Wenn man Michael Fassbender und Brad Pitt zusammen spielen sieht, dann sieht man ganz deutlich, wer der Schauspieler und wer der Filmstar ist. Brad Pitts Rolle im Film ist wichtig, für den Film wäre es besser gewesen, wenn ein anderer Schauspieler diesen Charakter gespielt hätte. Brad Pitt könnte aber dennoch seinen ersten Oscar gewinnen, nicht als Schauspieler (logisch), aber als Produzent von „12 Years a Slave“.

Ich war geneigt, einen Punktabzug zu geben. Brad Pitt, wie gesagt, der mich aus dem Film warf und bei der zweiten Sichtung empfand ich die Filmmusik zum Schluss auch etwas zu aufdringlich. Aber das ist mäkeln auf einem so hohen Niveau und eine Verschlechterung meiner Bewertung würde dem gesamten Film nicht gerecht werden, daher bleibe ich bei meiner Bewertung.

Die Oscar-Academy hat sich in den letzten paar Jahren viel Mühe gegeben, ihr Image zu verbessern. Viele neue Einladungen an junge Künstler wurden verschickt, die Academy sollte nicht mehr hauptsächlich aus weißen, alten Männern bestehen. Präsidentin der Academy ist seit einigen Monaten die Afro-Amerikanerin Cheryl Boone Isaacs. Die Academy könnte im Jahr 2014 den ersten schwarzen Regisseur mit einem Oscar auszeichnen. Ein fantastischer Film über die Sklaverei könnten den Oscar als Bester Film gewinnen.

„12 Years a Slave“ könnte nächstes Jahr Oscar-Geschichte schreiben und ich hoffe, er tut es.

„12 Years a Slave“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Chiwetel Ejiofor), Bester Nebendarsteller (Michael Fassbender), Beste Nebendarstellerin (Lupita Nyong ´o) Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Beste Kostüme, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt

„12 Years a Slave“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt. Fortan galt er als Kritikerliebling und damit als Favorit auf den Oscar-Gewinn als Bester Film. Zu diesem Zeitpunkt hat aber noch niemand den Film „Gravity“ gesehen hat und entsprechend waren die sensationellen Einspielergebnisse von Gravity auch noch nicht bekannt. Das „12 Years a Slave“ nicht nur hervorragend bei den Kritikern ankommt, sondern auch bei dem Publikum, hat das Toronto International Film Festival 2013 gezeigt. Dort hat „12 Years a Slave“ den Publikumspreis gewonnen hat.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Mandela: Long Walk to Freedom“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Biopic über Nelson Mandela mit Idris Elba in der Hauptrolle.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x (3x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Nebraska“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Oscar-Film. Um so öfter ich den Trailer sehe, um so besser gefällt er mir.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x (4x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Best Man Holiday“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie, bei der ich wohl eher nicht die Zielgruppe bin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (2x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Her“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Spike Jonzes neuer Film mit Joaquin Phoenix. Das ist ganz MEIN Film, vielleicht auch ein Oscar-Film. Dem Trailer nach auch eine Oscar-Performance von Joaquin Phoenix.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x (3x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%!!!

Trailer v. Film: „Pompeii“
Bewertung des Teasers: B
Kommentar: Film von Paul W.S. Anderson, der im Februar 14 ins amerikanische Kino kommt…der kann gar nicht gut sein. Da ich mir die Ausgrabungen von Pompeji dieses Jahr das erste Mal live angeschaut habe, habe ich mir überlegt, dem Film vielleicht doch eine Chance zu geben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x (2x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „Belle“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: britischer Kostümfilm mit Tom Wilkinson, Miranda Richardson, Matthew Goode, etc. Ich weiß trotzdem nicht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 49%

Trailer v. Film: „Black Nativity“
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar, da ich mir die Ohren zuhalten musste
Kommentar: Film mit Forest Whitaker, Angela Bassett, aber leider auch mit Jennifer Hudson und vor allen Dingen ihre quietschige Stimme
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals

San Francisco – Film: "World War Z – 3D"

Ich war am 25.06.13 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„World War Z -3D“ (dt. Kinostart: 27.06.13) 116 min horror, adaptation
dir. Marc Forster cast: Brad Pitt, Mireille Enos, David Morse, Matthew Fox, Moritz Bleibtreu

Gerry Lane (Brad Pitt) war früher Ermittler bei den Vereinten Nationen. Als er mit seiner Ehefrau Karin (Mireille Enos) und seinen beiden Töchtern in Philadelphia im Stau steckt, bricht plötzlich Panik und ein Chaos aus. Die Menschen auf der Straße werden offensichtlich von Zombies angegriffen. Mithilfe eines ehemaligen Kollegen versucht Gerry, seine Familie in Sicherheit zu bringen. Es ist scheinbar ein Zombie-Pandemie ausgebrochen, die die Menschheit innerhalb kürzester Zeit ausrotten kann…

C+ (Wertung von A bis F) „World War Z“ basiert auf dem Bestsellers von Max Brooks. Der erfolgreiche Sci-Fi-Autor Max Brooks ist der Sohn von Mel Brooks und Anne Bancroft. Ich habe dieses Buch nicht gelesen.

Ich kann nicht behaupten, dass mich der Film „World War Z“ gelangweilt hat, aber noch bevor ich den Kinosaal verlassen habe, hatte ich den Film schon vergessen. Was blieb mir also in Erinnerung? Brad Pitt rettet die Welt vor Zombies. Leider habe ich irgendwie nicht verstanden, warum, bzw. genauer gesagt: warum gerade er? Vielleicht weil er Brad Pitt ist, denn als den habe ich ihn den ganzen Film über gesehen. Vordergründig habe ich hier immer den Filmstar gesehen und weniger den Schauspieler, der eine andere Figur verkörpert. Ich finde es beeindruckend, dass er so eine starke Präsenz hat, aber es lenkt mich auch zu sehr ab. Er sieht in diesem Film aber nun mal auch genau so aus, wie auf den Hochglanzfotos, die zeigen, wie er mit seiner Großfamilie rund um die Welt reist. Außerdem habe ich diese Frau (Mireille Enos aus der TV-Serie The Killing) überhaupt nicht glaubhaft an seiner Seite gesehen. Diese ganz Familiengeschichte fand ich sowieso überflüssig.

Bei „World War Z“ hätte ich mir auch eine richtige Einführung gewünscht. Der Film hat kaum richtig angefangen und schon war man als Zuschauer schon mit der ersten Action-Sequenz beschäftigt.

Aber mir blieben auch Einzelheiten positiv in Erinnerung. Ich fand die Ausstattung und verschiedene Szenenbilder – vor allen Dingen in Südkorea – gelungen. Viele Außenaufnahmen, insbesondere nachts oder bei Sonnenuntergang sind sehr elegant inszeniert. Auch wenn mich der Israel-Part insgesamt verstört hat, die über die Mauer übereinander kletternden Zombies fand ich eindrucksvoll. Bei näherer Betrachtung sahen die einzelnen Zombies allerdings schon ziemlich blöd aus. Das ist jedoch nicht so sehr aufgefallen, da die Zombies hauptsächlich durch die Gegend flitzten. Die schnellen Kameraschnitte haben ein Übriges getan, leider oftmals auf Kosten eines harmonischen Übergangs. Einen Lieblingszombie hatte ich dann aber schon, der schwarzen Zombie in der Glaszelle im WHO-Gebäude. Ich hätte sehr gerne noch mehr von diesem Zombie gesehen.

Überhaupt fand ich den Part im Gebäude der Weltgesundheitsorganisation am besten. Sicherlich gab es auch in diesem Akt einige Schwächen, es war jedoch wenigstens richtig spannend inszeniert. Völlig überrascht war ich, Moritz Bleibtreu zu sehen. Er hat tatsächlich eine etwas größere Sprechrolle.

„World War Z“ war insgesamt sehr durchwachsen. Ich hätte mir gewünscht, dass er mehr wie Steven Soderberghs Pandemie-Thriller Contagion gewesen wäre.

Ich habe den Film in der 3D-Fassung gesehen, kann mich aber leider nicht erinnern, ob dies einen unbedingten Mehrwert hat.

Es wird sehr wahrscheinlich eine Fortsetzung zu „World War Z“ geben.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Anchorman:The Legend Continues“
Bewertung des Trailers: B+ (1. Trailer)
Kommentar: Fortsetzung zu der Komödie „Anchorman: The Legend of Ron Burgundy“ Mit Will Ferrell, Christina Applegate und Steve Carell. Ich mochte den ersten Film. Ich wusste, dass ich bereits einen Teaser/Trailer gesehen habe. Der letzte Teaser wurde mir allerdings im Juli 12 gezeigt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Wolf of Wall Street“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Martin Scorseses neuer Film mit Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Matthew McConaughey, etc. Beeindruckend, wie McConaughey (zumindest im Trailer) Leo an die Wand spielt. Ich bleibe dabei, dass McConaughey im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Oscar-Nominierung, wenn nicht sogar den Oscar erhält.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Elysium“
Bewertung des Trailer: A-
Kommentar: Neil Blomkamps neuer Sci-Fi-Film mit Matt Damon, Jodie Foster und wieder Sharlto Copley
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Insidious: Chapter 2“
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: 2. Teil des Horrorfilms mit Patrick Wilson und Rose Byrne. Ich erinnere mich, dass ich den ersten nicht soo doll fand. Dieser Trailer sieht aber ganz schön gruselig aus.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 60%

Trailer von Film: „Paranoia“
Bewertung des Trailer: B-
Kommentar: Thriller mit Harrison Ford und Gary Oldman
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 90%

Trailer von Film: „Thor: The Dark World“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailer: C+
Kommentar: Mal wieder ne Fortsetzung von ner Comic-Verfilmung
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film: „Despicable Me 2“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailer: B+ (neuer Teaser)
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms. Ich hoffe, dass der Film so toll ist, wie es die Teaser/Trailer versprechen.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%