Berlin – Film: „Patriots Day“

Ich war am 20.12.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Patriots Day“ (dt. Filmtitel: „Boston“, dt. Kinostart: 23.02.17) 133 min drama, action
dir. Peter Berg cast: Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J. K. Simmons, Michelle Monaghan

 
Am 15.04.13 (Patriots´Day). Der Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg) soll für die Sicherheit bei dem beliebten Bostoner Marathon sorgen. Als plötzlich zwei Sprengsätze explodieren, bricht Panik aus. Kurz darauf trifft bereits das FBI ein und Special Agent DesLauriers (Kevin Bacon) stuft die Detonationen als Terroranschlag ein. Damit beginnt eine der größten Personalfahndungen in den U.S.A…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Patriots Day“ beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte des Bombenattentats vom Marathon in Boston und der anschließenden Fahndung nach den Terroristen. „Patriots Day“ ist der neue Film des amerikanischen Regisseurs Peter Berg („Very Bad Things“, „Friday Night Lights“, „Hancock“). Nach Lone Survivor und Deepwater Horizon ist dieser Film bereits die dritte Zusammenarbeit von Filmemacher Peter Berg und Schauspieler Mark Wahlberg.

Peter Bergs neuer Film ist dafür, dass er eine bekannte Geschichte erzählt, bemerkenswert spannend. Es ist ein Actionthriller, insbesondere die Sequenz in der Kleinstadt Watertown ist sehr gelungen. Der Sound des Films ist überragend. „Patriots Day“ ist eine Hommage an die amerikanischen Gesetzeshüter und an die Stadt Boston.

Schauspielerisch sind besonders John Goodman (dem man die Augenbrauen schwarz gefärbt hat, was man am Ende des Films versteht, ich aber trotzdem als irritierend und unnötig empfand) und Kevin Bacon hervorzuheben. Mark Wahlberg hat sich eher als Comedy- und Actionschauspieler etabliert, in dramatischen Szenen habe ich manchmal ein Problem mit ihm. In einer Szene sitzt er hier weinend auf der Couch und ich habe nur darauf gewartet, dass die Kamera gleich zu seinem Kumpel, dem durchtriebenen Teddybär Ted, schwenkt.

Es gibt immer mal wieder Filme, und „Patriots Day“ würde ich dazu zählen, bei denen es mich regelrecht ärgert, dass sie nicht noch besser sind.

Ganz wenige Regisseure können bestimmen, wie ihr Film in der Kinofassung am Ende aussieht. Das letzte Sagen haben die Produzenten in Hollywood. Um sich abzusichern, wie ein Film bei dem Publikum ankommt, führen die Hollywoodstudios sehr häufig Testscreenings durch. Zu dem Zeitpunkt existiert bereits eine Rohfassung von dem Film, die dann normalen Passanten von der Straße vorgeführt wird. Nach dem Film werden diese Testzuschauer dann intensiv befragt. Wenn dann häufiger die eine oder andere Szene, ein Handlungsstrang oder vielleicht das Ende des Films bemängelt wurde, wird der Film entsprechend umgeschnitten. Ich selbst wurde schon einige Male auf der Fußgängerzone in Santa Monica angesprochen, ob ich an so einem Testscreening von irgendeinem Film teilnehmen möchte. Leider war ich an dem Tag des Screenings bereits wieder auf dem Weg nach Hause. Bei „Patriots Day“ wäre ich liebend gerne in so einem Testscreening gewesen. Mir gefällt der Film wirklich richtig gut, aber ich hätte da ein paar Änderungswünsche:

Gegen Ende des Films sitzt Mark Wahlberg mit seinem Kollegen auf der Motorhaube eines Polizeiautos und philosophiert – ersatzlos streichen! Da der Film am Ende sowieso schon etwas dick aufträgt, hätte man auch die Sequenz, in der ein paar der Überlebende zu Wort kommen, streichen müssen. Außerdem dauert der Charakteraufbau des chinesischen Studenten zu lange. Ich habe mich mehrmals gefragt, was er jetzt eigentlich für eine Rolle in dem Film spielt.

 
Ich habe den Film einen Tag nach dem Terroranschlag in Berlin gesehen, bin an zahlreichen digitalen Trauertafeln in der Stadt gefahren und da war „Patriots Day“ – auf traurige Art – der richtige Film. Am Abend habe ich dann die Berichterstattung über den Berliner Anschlag im Fernsehen verfolgt und erfahren, dass die Fahndungarbeit nach dem Bostoner Anschlag den Berliner Ermittlungsbeamten als Vorbild dient. Erklärt wurde, dass eine Datenbank (eine sogenannte „Boston-Cloud“) eingerichtet wird, bei der die Bevölkerung und Touristen aufgerufen werden, den deutschen Ermittlungsbehörden jegliches Bild- und Videomaterial, das an dem Abend des 19.12.16 in der Gegend aufgenommen wurde, zur Verfügung zu stellen. Letztlich hatte die Auswertung aller Bilder und Videos bei dem Bostoner Terroranschlag zur Ermittlung der Attentäter geführt.

 
Ich denke, der amerikanische Verleih (CBS Film – okay, alles klar) hat mit „Patriots Day“ einen großen PR-Fehler begangen. Diesen Film hätte man mit Leichtigkeit als sicheren Kandidaten für den Besten Film bei den Oscars aufbauen können. Offensichtlich haben sie dem Film aber nicht vertraut, ihn zu lange unter Embargo gesetzt und mittlerweile ist es für eine solide Oscar-Kampagne vielleicht zu spät. Mich ärgert das, weil „Patriots Day“ Potenzial hat und es dieses Jahr einen gewissen Mangel an Filmen gibt, bei denen sich Amerika feiert. AMPAS wird immer noch von alten weißen Männern dominiert, die sogenannten Steak Eaters, die

 

–  mit der ganzen Musik und dem Getanze in „La La Land“ nicht viel anfangen können,
– „Arrival“ nicht verstanden haben (oder nicht verstehen wollen)
– „Manchester by the Sea“ zu traurig,
– „Fences“ zu schwarz und zu dialoglastig,
– „Moonlight“ zu schwarz und zu gay,
– „Hidden Figures“ zu schwarz und zu emanzipiert
– „Loving“ zu langweilig
– „Jackie“ zu verstörend und
– „Silence“ zu religiös finden,
– „Lion“ hauptsächlich in Indien spielt und sie da bereits mit „Slumdog Millionaire“ waren,
– Mel Gibson nicht vergeben können,
– „Hell or High Water“ gut, aber so gut nun wieder auch nicht finden,
– „Sully“ mochten, den Film aber im September im Kino gesehen haben und sich folglich mittlerweile kaum noch    daran erinnern können,
– zu sehr von „Miss Sloane“ eingeschüchtert wurden
– „20th Century Women“ nicht gesehen haben, weil es dort offensichtlich um „Frauen“ geht und
– „Captain Fantastic“ nicht gesehen haben, weil sie glaubten, das wäre ein Superhelden-Film

wären glücklich, wenn sie einen Film wie „Patriots Day“ sehen und nominieren könnten. Es ist aber nun mal bekanntlich schon große Kunst, die Academy Mitglieder zu bewegen, in die Screenings zu gehen oder unter den Hunderten von Filmen, die ihnen zugeschickt werden, ausgerechnet einen bestimmten Film auszuwählen, den sie dann schauen. Bei „Patriots Day“ könnte allerdings der Originalfilmtitel helfen. Na mal gucken, am 24.1.17 werden die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben.

„Patriots Day“ ist für folgenden Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Mark Wahlberg), Bester Nebendarsteller (John Goodman), Beste Nebendarstellerin (Michelle Monaghan), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

 
„Patriots Day“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2016 gezeigt. Der Film ist am 21.12.16 in sieben ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Ab dem 13.01.17 ist er dann landesweit in den U.S.A. zu sehen. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. In Deutschland startet der Film am 23.02.16 unter dem Filmtitel „Boston“.

 
Trailer zu sehen:

 

 
deutscher Trailer zu sehen:

 

amerikanischer Aufsteller von "Patriots Day"
amerikanischer Aufsteller von „Patriots Day“

NYC – Film: „Black Mass“

Ich war am 24.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Black Mass“ (dt. Filmstart: 15.10.15) 122 min crime, adaptation, biopic
dir. Scott Cooper cast: Johnny Depp, Joel Edgerton, Benedict Cumberbatch, Kevin Bacon, Peter Sarsgaard, Dakota Johnson, Corey Stoll, Jesse Piemons

Im Jahr 1975 ist Jimmy „Whitey“ Bulger (Johnny Depp) einer der gefährlichsten Gangsterbosse in Amerika. Er ist der Anführer der irischen Mafia Winter Hill Gang. John Connolly (Joel Edgerton) arbeitet als Spezialagent beim FBI und kennt Jimmy von klein auf. Jetzt versucht er ihn davon zu überzeugen, als Informant für das FBI zu arbeiten. Das FBI will durch seine Aussagen andere Mafia-Familien zu Fall bringen.

C+ (Wertung von A bis F) „Black Mass“ basiert auf dem Buch „Black Mass: The True Story of an Unholy Alliance Between the FBI and the Irish Mob“ von Dick Lehr und Gerard O´Neill. Jack Nicholsons Figur Frank Costello in Martin Scorseses Film „The Departed“ basierte wage auf Whitey Bulger.

„Black Mass“ ist erst der dritte Film von Regisseur Scott Cooper. Sein Regiedebüt Crazy Heart war okay, hat aber immerhin Jeff Bridges seinen wohlverdienten Oscar eingebracht. Sein zweiter Film Out of the Furnace war in meinen Augen auch nicht so doll, hatte aber erneut einige herausragende Performance hervorgebracht. Und in diese Reihe fügt sich „Black Mass“ mit Leichtigkeit ein. Whitey Bulger war eine durchaus interessante Gangsterpersönlichkeit, die in meinen einen wesentlich besseren Film verdient hätte. Dafür wird man mit einigen grandiosen Performances belohnt. Bemerkenswert finde ich, dass ich wesentlich öfter lachen musste, als ich dies vermutet hatte.

Ein Hauptgrund für mich diesen Film zu sehen, war zweifelsfrei Johnny Depp. Ist das die Rolle für die er mit einem Oscar ausgezeichnet wird? In jeden Fall wird er dafür hochgehandelt. Es ist zweifelsfrei eine untypische Johnny Depp-Performance. Äußerlich ist er kaum wiederzuerkennen. Er hat eine ganz andere Statur, eine Halbglatze und unfassbar viel Make-up verwandeln sein Gesicht in ein völlig anderes. Reicht das um ihn mit der höchsten aller Schauspielerehren auszeichnen? Ich finde nicht. Gerade in den Nahaufnahmen nimmt ihn sein maskenhaftes Gesicht jegliche Ausdrucksstärke. Definitiv wäre hier weniger Make-up besser gewesen, auf die farbigen Kontaktlinsen hätte man beispielsweise gänzlich verzichten sollen, Seine starren, leblosen Augen lenken zu sehr ab. Auf der anderen Seite wird er seinem Schauspielkollegen Benedict Cumberbatch (der hier den Bruder von Johnny Depps Charakter spielt) wahrscheinlich nie wieder so ähnlich sehen wie in diesem Film. Man kann Johnny Depp für diese Rolle für den Oscar nominieren, dann hätte man aber auch Leonardo DiCaprio in J. Edgar nominieren müssen. Johnny Depp ist in jedem Fall nicht dran den Academy Awrd zu gewinnen. Er wurde bislang 3 x nominiert (für „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“, „Finding Neverland“ und Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street), da kann er sich hinter dem bereits 4x als Schauspieler (+ 1x als Produzent) für den Oscar nominierten und wesentlich vielseitigeren Leonardo DiCaprio einordnen.

Johnny Depp wird in „Black Mass“ auch nie zu seiner Filmfigur, ganz im Gegensatz zu anderen Schauspielern im Film. Am Besten hat mir eindeutig Peter Sarsgaard gefallen. Leider ist seine Rolle nicht sonderlich groß, aber in der kurzen Zeit ließ er mich die Luft anhalten. Bravourös meistert auch Joel Edgerton seinen komplexen Charakter. Positiv aufgefallen sind mir auch Rory Cochrane (der die rechte Hand von Jimmy spielt), Dakota Johnson (die Jimmys Ex spielt) und, mal wieder, Corey Stoll.

„Black Mass“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2015 gezeigt.

„Black Mass“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Johnny Depp), Bester Nebendarsteller (Kevin Bacon, Benedict Cumberbatch), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Our Brand is Crisis“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Gordon Greens neuer Film mit Sandra Bullock und Billy Bob Thornton
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Creed“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Wie viele Boxer-Filme muss ich eigentlich noch gucken? Rocky-Spin-off mit Sylvester Stallone.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Martian“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film mit Matt Damon, Jessica Chastain, Jeff Daniels
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gestern in einem Sneak Screening auf dem New York Film Festival gesehen

Trailer v. Film: „The Walk“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film, habe im Trailer schon Gänsehaut bekommen. Joseph Gordon-Levitt Akzent lenkt mich zu sehr ab. Unbedingt muss ich den Film in 3D gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: gerade auf dem New York Film Festival gesehen

Trailer v. Film: „Legend“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Wenn ich weiß, dass Tom Hardy in einem Film mitspielt, kaufe ich mir gedanklich bereits die Eintrittskarte. Hier gibts für das Geld sogar zwei Tom Hardys.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Secret in Their Eyes“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des gleichnamigen argentinischen Films. Dieser Thriller ist mit Nicole Kidman, Chiwetel Ejiofor und Julia Roberts besetzt. Ein mit einer schwarzhaarige Perücke verändertes Äußeres macht aus Julia Roberts nicht auf einmal eine gute Schauspielerin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bin immer noch am überlegen

VOD – Film: „Cop Car“

Folgenden Film habe ich mir als Leihvideo über iTunes (U.S.) angeschaut:

„Cop Car“ 88 min thriller
dir. Jon Watts cast: Kevin Bacon, James Freedson-Jackson, Hays Wellford, Camryn Manheim, Shea Whigham voices: Kryra Sedgwick

Die 10-jährigen Jungen Travis (James Freedson-Jackson) und Harrison (Hays Wellford) leben auf dem Land und langweilen sich. In einer verlassenen Gegend entdecken sie ein abgestelltes Polizeiauto. Der Besitzer des Autos ist weit und breit nicht zu sehen und so kommen die Burschen irgendwann auf die Idee, sich in das Polizeiauto zu setzen und einfach loszufahren. Travis und Harrison haben die Zeit ihres Lebens. Nur, das Polizeiauto gehört natürlich jemanden und Sheriff Kretzer (Kevin Bacon) ist nicht gerade einer der guten Cops .

B- (Wertung von A bis F) „Cop Car“ ist erst der zweite Kinofilm des amerikanischen Regisseurs John Watts. Der 34-jährige Filmemacher hat sich jedoch bereits überraschenderweise gegen seine Konkurrenten durchgesetzt und wird bei der Neuauflage des nächsten „Spider-Man“-Films Regie führen.

„Cop Car“ erzählt keine richtige Geschichte. Man hat hier auf der einen Seite die beiden Jungen, die ein Polizeiauto stehlen und auf der anderen Seite den kriminellen Polizisten, der seinen Wagen zurückhaben will. Über die Charaktere weiß man am Ende des Films genauso wenig wie am Anfang. Die Jungen fand ich gut besetzt, sie spielen natürlich und ihre Charaktere reagieren wie vielleicht Jungen in dem Alter und in der Situation reagieren würden. Vieles hat mir an dem Film gefallen, mir war er jedoch etwas zu langsam erzählt und das Ende fand ich auch unrealistisch.

„Cop Car“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Am 7.8.15 kam er mit genau drei Kopien in die amerikanischen Kinos. Der Film lief drei Wochen in den Kinos und wurde zum Schluss in 60 Kinos landesweit eingesetzt. „Cop Car“ wurde seit dem 14.08.15 auf den Video on Demand-Portalen als Leihvideo zur Verfügung gestellt.

Trailer zu sehen:

DVD – Film: "X-Men: First Class"

Folgenden Film habe ich mir also iTunes Leihvideo angeschaut:

„X-Men: First Class“ (dt. Titel: „X-Men: Erste Entscheidung, dt. Kinostart war der 09.06.11) 131 min fantasy, action, prequel
dir. Matthew Vaughn cast: James McAvoy, Michael Fassbender, Kevin Bacon, January Jones, Rose Byrne, Jennifer Lawrence, Oliver Platt, Zoe Kravitz, James Remar

1962. Früh hat sich gezeigt, dass Erik Lensherr (Michael Fassbender) magnetische Fähigkeiten hat. Während des zweiten Weltkieges hat der Nazi-Wissenschaftler Klaus Schmidt (Kevin Bacon) versucht, sich Eriks Kräfte zunutze zu machen. Als ihm das misslingt, erschießt er Eriks Mutter. Seit Jahren ist Erik hinter dem skrupellosen Schmidt, der sich jetzt Sebastian Shaw nennt, her. Als er endlich die Möglichkeit bekommt, sich zu rächen, geht sein Plan schief und Professor Charles Xavier (James McAvoy) rettet ihm das Leben. Professor Charles Xavier, der sich später Professor X nennt, kann Gedanken lesen und seine eigenen Gedanken in andere hineinprojezieren. Er arbeitet mittlerweile für die CIA. Erik und Charles freunden sich an, rekrutieren immer mehr Mutanten und formen eine Elite-Armee. Sie müssen Sebastian Shaw stoppen, der dabei ist, einen dritten Weltkrieg anzuzetteln…

B- (Wertung von A bis F) Bei „X-Men: First Class“ wird die Vorgeschichte erzählt.

Gerne hätte ich den Film im Kino gesehen. So habe ich mir den Film aber zwei Mal gegönnt, einmal in der geschnittenen Version aus unserem aktuellen Bordprogramm und, da ich ihn auch schon vorher gekauft hatte, später erneut als iTunes Leihvideo.

Bei „X-Men: First Class“ wird einem relativ nachvollziehbar erzählt, wie alles begann. Hier sieht man wie die X-Men zueinander gefunden haben und wie die jetzigen Erzfeinde Magneto und Professor X damals befreundet waren. Nicht so richtig klar fand ich die Schlusssequenz. Die ganzen Entscheidungen fand ich etwas spontan und aus der Luft gegriffen. Da fehlt mir etwas der Hintergrund, warum sie so und so handeln. Ansonsten wurde aber viel Zeit in die Entwicklung der einzenen Charaktere gesteckt wurde. Das war auch erforderlich und so ist es wirklich gelungen, die Figuren zu etablieren. Den Charakter von Raven/Mystique (Jennifer Lawrence) fand ich, insbesondere wenn sie die Farbe wechselte, alles andere als überzeugend. Blaue Farbe schmeichelt Jennifer Lawrences Gesicht nicht gerade. Diese Maske und auch die von Beast fand ich schlichtweg schlimm. Rose Byrne hat für mich als Einzige überhaupt nicht in den Film gepasst. Ansonsten dauerten noch manche Szenen viel zu lang und der ganze Film rufte bei mir zum Ende Ermüdungerscheinungen hervor.

Kevin Bacon gibt sich wirklich Mühe, gut deutsch zu sprechen. Dennoch ist er weit entfernt davon, als Deutscher wahrgenommen zu werden. Den Bösewicht nehme ich ihm aber selbstverständlich ab, das kann Kevin Bacon. James McAvoy („The Last King of Scotland“, Wanted) sehe ich sowieso sehr gerne. Er ist sehr wandelbar, ihm nehme ich beinahe alle Rollen ab.

Bei dem deutsch-irischen Schauspieler Fassbender gestaltet es sich so, dass ich kurz davor bin, seinem Fanclub beizutreten. Er strahlt eine unglaubliche Intensität aus und wirkt so unberechenbar. Körperlich ist er dabei eher schmal. Er hat aber das, was bei Filmschauspielern sehr selten ist. Er hat das Potential, einen leading man zu spielen. Ich könnte mich täuschen, aber ich glaube, dass die Leute bald seinetwegen ins Kino gehen. Seine Stimme und Sprache rundet seine faszinierende Persönlichkeit nur ab.

Trailer zu sehen:

San Francisco – Film: "Crazy, Stupid, Love"

Ich war am 03.08.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Crazy, Stupid, Love (dt. Kinostart: 18.08.11) 107 min comedy, drama
dir. Glenn Ficarra, John Requa cast: Steve Carell, Julianne Moore, Ryan Gosling, Emma Stone, Marisa Tomei, Kevin Bacon, Jonah Bobo

Cal (Steve Carell) und Emily (Julianne Moore) sind seit 25 Jahren verheiratet. Bei einem gemeinsamen Abendessen eröffnet Emily ihrem Ehemann, dass sie die Scheidung will. Cal zieht schon kurz darauf aus und lernt in einer Bar den Aufreißer Jacob (Ryan Gosling) kennen. Der übernimmt ein Umstyling mit Cal und gibt ihm „wertvolle“ Tipps. Für Cal beginnt ein neues Leben, aber auch für Jacob wird sich bald was ändern…

C+ (Wertung von A bis F) Ich musste dem Film eine „C“-Bewertung geben, ich dachte er wäre so viel besser, aber er ist viel zu lang und lahmt über weite Strecken. Wenn ich sogar Marisa Tomei grauenhaft finde, dann kann irgendetwas mit dem Film nicht stimmen. Eigentlich funktioniert, bis auf die Szenen mit Ryan Gosling, hier in dieser Tragikomödie wenig. Mit Ryan Goslings Charakter meinte es der Drehbuchautor allerdings scheinbar sehr gut (alleine der Steve Jobs/New Balance Sneakers-Spruch ist ein Knaller und so treffend). Zugegebenermassen sind es auch ein paar Szenen mit Jonah Bobo, der hier den 13-jährigen Sohn spielt, die mir gefallen haben. Den Namen sollte man sich merken (gut, ist nicht so schwer). Was ich etwas schade fand, ist, dass Steve Carell praktisch erst zum Schluss seiner Figur Cal Sympathie und, vor allen Dingen, Authentizität einhauchen kann. Zurück zu: Ryan Gosling. Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass er talentiert ist, eine unglaubliche Leinwandpräsenz besitzt und dazu noch einen unwiderstehlichen Charme hat. Insbesondere Letzteres ist mir irgendwie bei „Crazy, Stupid, Love“ richtig ins Auge gefallen. Ich bin gespannt, ob seine Karriere dieses Jahr noch mal einen großen Auftrieb bekommt. Demnächst erscheint der, von einigen schon hochgelobte, Actionfilm Drive und dann natürlich The Ides of March von und mit George Clooney. Alleine das Poster für den Film ist brillant.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Our Idiot Brother“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Paul Rudd, Zooey Deschanel, Elizabeth Banks, Emily Mortimer
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Contagion“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Steven Soderberghs neuer Action/Thriller mit Gwyneth Paltrow, Matt Damon, Jude Law, Kate Winslet, Marion Cotillard. Ich liebe solche Seuchen-Katastrophenfilme und dann noch mit der Besetzung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „30 Minutes or Less“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action/Comedy mit Jesse Eisenberg und Danny McBride
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „New Year´s Eve“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: RomCom mit Hilary Swank, Ashton Kutcher, Josh Duhamel, Katherine Heigl, Sarah Jessica Parker, und noch vielen anderen. Sogar Til Schweiger habe ich im Trailer gesehen. RomComs mit solcher Besetzung können nicht gut sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „One Day“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Romanverfilmung mit Jim Sturgess und Anne Hathaway. Jim Sturgess sehe ich sehr gerne
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Twilight Saga: Breaking Dawn“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Philadelphia – "Frost/Nixon"

Ich war am 29.12.08 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„Frost/Nixon“ (dt. Kinostart: 05.02.09) 122 min drama, adaptation
dir. Ron Howard cast: Frank Langella, Michael Sheen, Kevin Bacon, Sam Rockwell, Toby Jones, Oliver Platt, Rebecca Hall

Richard M. Nixon ist bis zum heutigen Tag der einzige Präsident der Vereinigten Staaten, der von seinem Amt zurücktreten musste. Er stürzte im Jahr 1974 über eine Abhörskandal (die sogenannte Watergate-Affäre). Bei seiner Abschiedsrede zeigte er keinerlei Unrechtsbewusstsein. Das amerikanische Volk wartete auf ein Schuldeingeständnis bzw. eine Entschuldigung. Einige seriöse Polit-Journalisten versuchten nach seiner Amtsniederlegung, ein Interview mit Richard Nixon zu führen. Ausgerechnet der britische Entertainer und Talk Show Moderator David Frost bekam drei Jahre nach Nixons Rücktritt die Möglichkeit, in einer Reihe von Interviews brisante Themen anzuschneiden…
Der Film „Frost/Nixon“ zeigt, in einer etwas abgeänderten Form, die legendären Ereignisse. In den Hauptrollen Frank Langella als Richard Nixon und Michael Sheen als David Frost.

A (Wertung von A bis F) Der Film „Frost/Nixon“ wurde von dem gleichnamigen Theaterstück adaptiert. Die beiden Hauptdarsteller der Filmversion haben zuvor auf Londoner und New Yorker Bühnen das Stück gespielt. Das Theaterstück hat einen Pulitzer Prize gewonnen und Frank Langella wurde mit dem Theater-„Oscar“, dem Tony, ausgezeichnet. Bei dem Film hat sich der Regisseur Ron Howard („Apollo 13“, „A Beautiful Mind“) durchgesetzt, den Film nicht – wie von der Produktionsfirma gewünscht – mit „bekannteren Namen“ zu besetzen. Insbesondere bei Frank Langella ist dies auch ein absoluter Gewinn. Frank Langella liefert schauspielerisch ein Meisterstück ab. Er wirkt so staatsmännisch und authentisch als Richard Nixon, wie es der tatsächliche Präsident wahrscheinlich noch nicht einmal war… Es sind noch 1 1/2 Monate bis zur Oscarnominierung und ich habe eigentlich Mickey Rourke in The Wrestler als meinen Top Favoriten gesetzt, heute sehe ich Frank Langella auf gleicher Höhe. Mit dem britischen Schauspieler Michael Sheen als David Frost brauchte ich hingegen sehr viel Geduld. Für mich wirkt er zu glatt und künstlich, dass mich das manchmal sogar etwas abgelenkt hat. Ich mochte ihn aber auch schon nicht als Tony Blair in „The Queen“. Rebecca Hall fand ich hier fehlbesetzt. Der Film „Frost/Nixon“ ist für fünf Golden Globes nominiert und könnte in meiner TOP TEN für 2008 landen.

Trailer zu sehen:

DVD – "Rails & Ties"

Ich habe mir auf DVD angeschaut:

„Rails & Ties“ 101 min drama
dir. Alison Eastwood cast: Kevin Bacon, Marcia Gay Harden, Miles Heizer, Marin Hinkle, Bonnie Root

Tom (Kevin Bacon) und Megan (Marcia Gay Harden) sind seit 15 Jahren verheiratet und kinderlos. Seit Megans Krebsdiagnose und den langjährigen Therapien haben sich die beiden immer mehr entzweit. Tom arbeitet als Zugführer und eines Tages passiert in seiner Schicht ein tragisches Zugunglück, bei der die Mutter des 11 jährigen Davey (Miles Heizer) ums Leben kommt. Davey gibt Tom die Schuld und stattet dem Ehepaar einen Besuch ab, der für alle Drei zu einer Wende in ihrem Leben führt…

A (Wertung von A bis F) Zwar vorhersehbares aber sehr ergreifendes Drama über die unterschiedliche Bewältigung von Trauer und Verlust. Bei aller Intensität ist der Film nicht aufdringlich. In den U.S.A. gab es für dieses Drama eher verhaltene Kritiken. Es ist das Regiedebut der Schauspielerin Alison Eastwood (u.a. in einem meiner Lieblingsfilme „Midnight in the Garden of Good and Evil“) und Tochter von Clint. Nach dem Film zu urteilen, lässt sich vermuten, dass sie dass Regietalent von ihrem Vater geerbt hat. Marcia Gay Harden (Oscar für Pollock) beweist hier erneut, dass sie eine grossartige Schauspielerin ist. Kevin Bacon („Sleepers“, „Mystic River“), der für meinen Geschmack zu selten auf der Kinoleinwand zu sehen ist, ist hier sehr glaubwürdig. Ich bin nicht müde zu erwähnen, dass er für „The Woodsman“ mindestens eine Oscarnominierung hätte bekommen müssen.

Trailer zu sehen:

San Francisco – Death Sentence

Ich war am 03.09.07 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Death Sentence“ (dt. Kinostart 13.09.07) 119 min drama/ adaptation
dir.
James Wan cast: Kevin Bacon, Kelly Preston, Aisha Tyler, John Goodman

Der glückliche Familienvater Nick Hume (Kevin Bacon) muss mit ansehen, wie sein Sohn, Opfer eines brutalen Tankstellenüberfalls wird und später vor seinen Augen stirbt. Der Mord stellt sich als Mutprobe einer kriminellen Strassenbande heraus. Mit Nick`s Hilfe wird der Täter schnell gefasst, erwartet allerdings mangels Beweisen keine adequate Haftstrafe. Als der Mörder seines Sohnes schliesslich vom Gericht freigesprochen wird, übt Nick Selbstjustiz und ermordet ihn. Damit führt er sich und seine Familie in einen aussichtlosen Krieg mit den verbleibenden Bandenmitglieder…

C- (Wertung von A bis F) Die bemerkenswerte Regiearbeit von James Wan (der bereits bei „SAW“ schon begeisterte) und die hervorragenden Kameraführung lassen den Film wesentlich besser aussehen lassen, als er es durch das Drehbuch und das Schauspiel verdient hätte. Teilweise wirkt die Perfomance von Kevin Bacon sogar unfreiwillig komisch. Jedoch war es erfrischend, John Goodman (und noch dazu in der Rolle) auf der grossen Leinwand wiederzusehen…

Trailer zu sehen: