Berlin – Film: „Long Shot“

Ich war am 08.05.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Long Shot“ (dt. Filmtitel: „Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, dt. Kinostart: 20.06.19)  125 min   comedy 

dir. Jonathan Levine   cast: Charlize Theron, Seth Rogen, June Diane Raphael, Andy Serkis, O´Shea Jackson Jr., Bob Odenkirk, Alexander Skarsgard, Lisa Kudrow

 

Fred Flarsky (Seth Rogen) arbeitet als investigativer Journalist. Nachdem seine Zeitung jedoch von einem zwielichtigen Medienmogul (Andy Serkis) aufgekauft wurde, hat er gekündigt. Sein bester Freund (O´Shea Jackson Jr.) hilft ihm dabei, über den Tag zu kommen und geht mit ihm am Abend zu einer Benefizveranstaltung. Dort trifft er auf die amerikanische Außenministerin Charlotte Field (Charlize Theron). Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Beiden begegnen, Charlotte war sogar mal Freds Babysitterin…

 

B- (Wertung von A bis F) „Long Shot“ ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors und  Filmemachers (The Wackness, 50/50, „Warm Bodies“, The Night Before) Jonathan Levine. 

Es ist bereits nicht leicht, sich Charlize Theron und Seth Rogen zusammen in einem Film vorzustellen. Bei „Long Shot“ kommt noch erschwerend dazu, dass die beiden ein Paar abgeben sollen. Charlize Theron ist dabei jedoch nicht auf „häßlich“ geschminkt, sondern sieht aus wie ein beneidenswert schöner Hollywoodstar und spielt hier – recht überzeugend – die US-Außenministerin mit Ambitionen auf das US-Präsidentenamt. Seth Rogen spielt einen Loser namens Fred Flarsky und sieht dabei aus wie Seth Rogen, bei dem die Klamotten, die er trägt, eindeutig darauf hindeuten, dass er gleich zum Zelten in der menschenfreien Natur aufbricht. Auf so eine Paarung können nur bekiffte Teenager oder Typen wie Seth Rogen kommen. 

Vielleicht hätte der Film als RomCom funktioniert, wenn er umgekehrt besetzt wäre. Seth Rogen als amerikanische Außenminister mit… (okay, allein das bekomme ich schon nicht in meinem Kopf zusammen) Nee, ich kann es drehen und wenden, wie ich will, aus den Beiden wird kein Paar.

Abgesehen von dem, nicht mal im Ansatz funktionierenden RomCom-Aspekt, dem  haarsträubend absurden Ende des Films und der Tatsache, dass man die eine oder andere Szene, bzw. gleich die letzten 20 Minuten, hätte streichen müssen, fand ich den Film sehenswert. Das klingt widersprüchlich, aber „Long Shot“ ist als Komödie und Politsatire über weite Strecken wirklich witzig, smart, hat einen guten Dialogwitz und ist voller Situationskomik. Bei zwei Szenen (eine im Flugzeug und eine nachts auf dem Flur) habe ich lauthals lachen müssen. 

Besonders kann Charlize Theron mit ihrem komödiantischen Timing und Talent punkten. June Diane Raphael, die die bissige Assistentin von Therons Charlotte Field spielt, sorgt für die lustigsten Momenten im Film. 

Etwas irritiert hat mich Andy Serkis, der hier einen umstrittenen Medienmogul à la Rupert Murdoch spielt und in seiner Maske aussieht, als hätten sie Caesar (aus Rise , Dawn und War for the Planet of the Apes) in ein menschliches Kostüm gesteckt. 

„Long Shot“ wurde erstmalig auf dem SXSW Filmfestival 2019 gezeigt. Auf diesem Filmfestival gewann der Film den Publikumspreis. Der Film ist am 03.05.19 in 3,230 amerikanischen Kinos gestartet. Für Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „Long Shot – Unwahrscheinlich aber nicht unmöglich“ am 20.06.19 starten. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. 

Trailer zu sehen:

Netflix-Film: „Mute“

Ich habe mir folgenden Film über Netflix angeschaut:

 

„Mute“ (in D. seit dem 23.02.18 auf Netflix zu sehen) 126 min drama, sci-fi
dir. Duncan Jones cast: Alexander Skarsgard, Paul Rudd, Justin Theroux, Ulf Hermann, Seyneb Saleh, Robert Sheehan, Sam Rockwell

 

Berlin, im Jahre 2052. Leo (Alexander Skarsgard) ist seit einem Badeunfall in seiner Kindheit stumm. Jetzt dreißig Jahre später arbeitet er und seine Freundin Naadirah (Seyneb Saleh) in einem Nachtclub. Eines Abends will Naadirah ihrem Freund etwas über sich erzählen, sie kommt allerdings nicht mehr dazu, am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Leo begibt sich auf die Suche nach seiner großen Liebe…

 

D+ (Wertung von A bis F) „Mute“ ist der vierte Film des englischen Filmemachers Duncan Jones (Moon, Source Code, „Warcraft“).

Gut, ich hasse den Film nicht, aber ich bin enttäuscht von ihm. „Mute“ ist auch weit, sehr weit davon entfernt, ein nur annähernd gut gemachter Sci-Fi-Film zu sein. Ehrlich gesagt, sehe ich den Film auch eher als Drama mit einer simplen Story, verpackt in einem Zukunfts-Blade-Runner-Gewand. Ziemlich lange habe ich mich gefragt, was mir der Film eigentlich für eine Geschichte erzählen will. Letztendlich wäre diese schnell abgehakt. Um das Ganze auf Spielfilmlänge zu strecken, ist der Film überladen mit unzähligen Charakteren, die mit der eigentlichen Story nichts oder nur sehr wenig zutun haben und/oder sich sowieso bald wieder in Luft auflösen. Stattdessen hätte man hier mehr Zeit investieren sollen, einem die Welt, in der „Mute“ spielt, etwas näherzubringen. Auch etwas Hintergrundwissen zu den wichtigeren Charakteren wäre wünschenswert gewesen. Das Motiv von, beispielsweise von Justin Theroux´ Charakter Duck ist nicht nachvollziehbar. Auch ist die eigentliche Liebesgeschichte nicht wirklich überzeugend. Warum liebt Leo sie so sehr, was macht Naadirah besonders? Und – warum muss beispielsweise unser Protagonist Leo der Amischen Glaubensgemeinschaft angehören, wenn die Geschichte mit dieser Tatsache nichts weiter groß anzufangen weiß? „Mute“ soll irgendwo in der Welt von Sam Rockwells Charakter Sam Bell in „Moon“ angesiedelt sein. Das wird hier auch mit seinem ultra-mini-Kurzauftritt angedeutet. Mir reicht das alles nicht, daher ist „Mute“ eine einzige Enttäuschung.

Duncan Jones hat diesen Film seinem verstorbenen Vater (David Bowie) und seiner mittlerweile auch verstorbenen Nanny, Marion Skene, gewidmet.

„Mute“ ist seit dem 23.02.18 auf Netflix weltweit abrufbar.

Trailer zu sehen:

TV-Serie: „Big Little Lies“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Miniserie angeschaut:

 

„Big Little Lies“ (in Deutschland seit dem 19.05.17 auf DVD zu erhalten, im Free-TV ab dem 30.05.18 auf VOX um 20.15 Uhr zu sehen) 7 x approx. 55 min drama, mystery, adaptation
dir. Jean-Marc Vallée cast: Reese Witherspoon, Nicole Kidman, Shailene Woodley, Alexander Skarsgard, Laura Dern, Adam Scott, Zoé Kravitz, James Tupper, Jeffrey Nordling

 

Monterey, Kalifornien. Bei einer abendlichen Schulveranstaltung wurde jemand ermordet, weder der Mörder noch der Täter sind bekannt. Rückblick. Die Sommerferien sind zu Ende. Die alleinerziehende Jane Shapman (Shailene Woodley) ist gerade mit ihrem sechsjährigen Sohn nach Monterey gezogen. Noch vor dem ersten Schultag lernt sie Madeline Mackenzie (Reese Witherspoon) kennen. Madeline macht sie auch mit ihrer besten Freundin Celeste Wright (Nicole Kidman) bekannt. Janes Sohn, Madelines Tochter und die Zwillinge von Celeste gehen alle in dieselbe erste Klasse der örtlichen Grundschule. Noch am ersten Tag behauptet die Tochter von Renate (Laura Dern) von Janes Sohn gewürgt worden sein. Würde sich Madeline nicht gleich auf Janes Seite schlagen, wäre sie und ihr Sohn bestimmt schnell aus der Gemeinschaft ausgegrenzt worden. Aber auch Madeline hat ihre Probleme, sie hat es immer noch nicht überwunden, dass Nathan (James Tupper) sie vor fünfzehn Jahren für die wesentlich jüngere Bonnie (Zoe Kravitz) verlassen hat. Celeste führt mit ihrem, um einiges jüngeren Ehemann Perry (Alexander Skarsgard) eine sehr leidenschaftliche Beziehung, aber er wird ihr gegenüber zunehmend gewalttätig. Warum ist Jane eigentlich nach Monterey gezogen?

B (Wertung von A bis F) „Big Little Lies“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Liane Moriaty. Es ist die neue Serie des Serienschöpfers und TV-Produzenten David E. Kelly („L.A. Law“, „Chicago Hope“, „Ally McBeal“, „Boston Legal“). Bei allen sieben Episoden hat der kanadische Filmemacher Jean-Marc Vallée (The Young Victoria, Dallas Buyers Club, Wild, Demolition) Regie geführt. Dies ist sein erstes TV-Projekt.

Ein Mordfall umrahmt die Geschichten von mehreren Familien in einem kleinen kalifornischen Küstenörtchen. Wenn der Mord nicht am Anfang und Ende des Mehrteilers gestanden und mich zwischendurch mit Andeutungen, wer der Täter und wer der Mörder sein könnte, immer wieder raus gerissen hätte, hätte mir „Big Little Lies“ noch besser gefallen. So wird zusätzlich eine Spannung aufgebaut, die dieser Mehrteiler nicht nötig hat. Erst im letzten Teil wird aufgelöst, wer Opfer/Täter sind und das kam für mich bei einem der beiden etwas aus dem Nichts. Eigentlich geht es aber hauptsächlich um die Geschichten dreier Mütter (Madeline, Celeste und Jane), von denen jede ein Geheimnis hat. Begleitet wird ihr Alltag von jeder Menge (in meine Augen nervigen) Kindern und ansonsten Intrigen, Mobbing, häuslicher Gewalt, Ehetherapie und Ehebruch.

In der ersten Folge erfährt man davon, dass ein sechsjähriger Junge ein gleichaltriges Mädchen gewürgt haben soll. Ausgerechnet der Sohn der gerade zugezogenen Jane (gespielt von Shailene Woodley) soll die Tochter der frustrierten Renata (gespielt von Laura Dern) angegriffen haben. Jane ist sowieso schon als Außenseiterin in der Stadt der Reichen und Schönen leicht zu erkennen, dieser Vorfall hätte sie leicht ins gesellschaftliche Aus schießen können, wenn sich nicht die kämpferische Madeline (gespielt von Reese Witherspoon) eingemischt und auf ihre Seite gestellt hätte.

Die Wrights (gespielt von Nicole Kidman, Alexander Skarsgard mit ihren sechsjährigen Zwillingssöhnen) sind die für mich spannendste Familie. Nach außen hin eine Bilderbuch-Familie, ein geradezu unverschämt attraktives Paar mit Kindern, die sogar ich toll finde. Die beiden Eheleute führen eine sehr leidenschaftliche Beziehung, bald wird aber klar, dass es in diesem Traumhaus zu Gewalttätigkeiten kommt.

Mit Ausnahme von Alexander Skarsgard und Laura Dern spielt in dieser Miniserie nun kein Schauspieler mit, den ich sonderlich mag. Shailene Woodley finde ich furchtbar und Reese Witherspoon kann ich eigentlich auch nicht leiden. Nicole Kidman halte ich zwar für talentiert, was sie mir jedoch jedes Mal von Neuem beweisen muss, weil mich entweder ihr zugebotoxtes, mimikloses Gesicht erschreckt oder ablenkt oder ich mich daran erinnere, dass sie mal mit diesem Sekten-Psycho eine – wie auch immer gelagerte – Beziehung führte. Mit Botox hat sie sich scheinbar in letzter Zeit etwas zurückgehalten. In den Therapiesitzungen zeigt Nicole Kidman wie fantastisch sie als Schauspielerin sein kann. Sie gibt für mich die beste Performance des Ensembles, gefolgt von Alexander Skarsgard (der erneut unwiderstehlich aussieht) und tatsächlich Reese Witherspoon. Letztgenannte ist hier wirklich klasse, wahrscheinlich war sie noch nie besser. Lobenswert erwähnen möchte ich auch Adam Scott (der sogar singen kann).

Meine Lieblingsepisode: habe ich nicht, meine Lieblingsszenen sind alle Szenen mit der Ehetherapeutin und Nicole Kidmans (und Alexander Skarsgards) Charakter.

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Madeline ist scharfzüngig und streitsüchtig. Sie ist mit Ed (gespielt von Adam Scott) verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame sechsjährige Tochter, Chloe. Madeline hat mit ihrem Ex-Mann Nathan (gespielt von James Tupper) auch noch die Teenager-Tochter Abigail. So richtig hat sie es noch nicht überwunden, dass Nathan sie damals für die jüngere Bonnie (gespielt von Zoe Kravitz) verlassen hat. Ihre beste Freundin ist Celeste (gespielt von Nicole Kidman). Gespielt wird Madeline von der amerikanischen Schauspielerin Reese Witherspoon. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in „Legally Blonde“. Ein paar Jahre später hat sie mit ihrer ersten Oscar-Nominierung für „Walk the Line“ gleich den Academy Award gewonnen. Sie hat eine weitere Oscar-Nominierung für Wild erhalten.

Celeste ist Anwältin hat ihren Job aber aufgegeben und ist nur noch Ehefrau von Perry (gespielt von Alexander Skarsgard) und Mutter der sechsjährigen Zwillinge Josh und Max. Ihre beste Freundin ist Madeline (gespielt von Reese Witherspoon). Gespielt wird Celeste von der australischen Schauspielerin Nicole Kidman. Mir ist sie das erste Mal in „Dead Calm“ aufgefallen. Sie hat in zahlreichen Filmen („Moulin Rouge!“, „The Others“, „Dogville“, „The Stepford Wives“, Stoker) mitgespielt. Für ihre Performance in „The Hours“ hat sie einen Oscar gewonnen, sie hat drei weitere Oscar-Nominierungen für „Moulin Rouge!“, Rabbit Hole und Lion erhalten. Außerdem wurde sie für ihre Performance in „Hemmingway & Gellhorn“ für den Emmy nominiert.

Jane ist alleinerziehende Mutter des sechsjährigen Ziggy und erst kürzlich nach Monterey gezogen. Im Gegensatz zu ihren neuen Freundinnen Madeline und Celeste (gespielt von Reese Witherspoon und Nicole Kidman) ist sie nicht wohlhabend. Gespielt wird Jane von der amerikanischen Schauspielerin Shailene Woodley. International bekannt wurde sie wohl wahrscheinlich durch die „Divergent“-Serie. Ihr Spielfilmdebüt gab sie in The Descendants, sie hat aber auch in The Spectacular Now und Snowden mitgespielt.

Renata ist eine erfolgreiche, aber irgendwie frustrierte Geschäftsfrau, sie ist mit Gordon (gespielt von Jeffrey Nordling) verheiratet und Mutter der sechsjährigen Tochter Amabella. Gespielt wird Renata von der amerikanischen Schauspielerin Laura Dern. Sie hat in den David Lynch-Filmen „Blue Velvet“, „Wild at Heart“ und „Inland Empire“ mitgespielt und ist aus dem Indie-Kino (99 Homes, Certain Women, Wilson) nicht mehr wegzudenken. Laura Dern hat zwei Oscar-Nominierungen für „Rambling Rose“ und Wild und fünf Emmy-Nominierungen für „Afterburn“, „Fallen Angels“, „Ellen“, „Recount“ und „Enlightened“. Laura Dern ist die Tochter der Schauspieler Diane Ladd und Bruce Dern.

Perry ist der Ehemann von Celeste (gespielt von Nicole Kidman). Die beiden haben sechsjährige Zwillingssöhne. Gespielt wird Perry von dem schwedischen Schauspieler Alexander Skarsgard. Durch seine Rolle als Eric Northman in True Blood wurde er international bekannt. Er hat in einigen guten Indies (u.a. Disconnect, The East, What Maisie Knew, The Diary of a Teenage Girl) gespielt und ist der Sohn von Schauspieler Stellan Skarsgard.

Bei den Fernseh-Oscars (den Primetime Emmy Awards) in der Kategorie Beste Miniserie konkurriert „Big Little Lies“ dieses Jahr (2017) bisher vor allen Dingen mit den Serien The Night Of und Feud: Bette and Joan und der 3. Staffel „Fargo“. „Big Little Lies“ ist für einige Emmys im Gespräch, u.a. Beste Limited Series, Beste Hauptdarstellerin (Limited Series) Nicole Kidman, Reese Witherspoon, Beste Nebendarstellerin (Limited Series) Shailene Woodley, Bester Nebendarsteller (Limited Series) Alexander Skarsgard, Adam Scott und einige technische Kategorien. Update: „Big Little Lies“ wurde am 13.07.17 für 16 Emmy-Awards nominiert. Nominiert wurde die Mini-Serie in den Kategorien Outstanding Limited Series, Oststanding Lead Actress in a Limited Series or Movie (Nicole Kidman und Reese Witherspoon), Oststanding Supporting Actress in a Limited Series or Movie (Laura Dern und Shailene Woodley), Outstanding Supporting Actor in a Limited Series or Movie (Alexander Skarsgard), Outstanding Directing for a Limited Series, Movie or Dramatic Special, Outstanding Writing for a Limited Series, Movie or Dramatic Special, Outstanding Casting for a Limited Series, Movie or Special, Outstanding Cinematography for a Limited Series or Movie, Outstanding Single-Camera Picture Editing for a Limited Series or Movie, Outstanding Contemporary Costumes for a Series, Limited Series or Movie, Outstanding Hairstyling for a Limited Series or Movie, Outstanding Makeup for a Limited Series or Movie (Non-Prosthetic), Outstanding Sound Mixing for a Limited Series or Movie, Outstanding Music Supervision. Die Verleihung der Emmy-Awards findet am 17.09.17 in Los Angeles statt. Update: „Big Little Lies“ hat am 17.09.17 von 13 Emmy-Nominierungen, acht Emmy-Awards gewonnen, darunter outstanding limited series, outstanding directing for a limited series, movie or dramatic special, outstanding lead actress in a limited series or movie (Nicole Kidman), outstanding supporting actor in a limited series or movie (Alexander Skarsgard), outstanding supporting actress in a limited series or movie (Laura Dern), outstanding casting for a limited series, movie or special

Update: „Big Little Lies“ war ursprünglich als Mehrteiler konzipiert, auch bei den Emmys 2017 entsprechend eingereicht. Kurz nachdem dieser Mehrteiler sämtliche Emmys abgeräumt hat, wurde bekannt, dass es wohl eine zweite Staffel geben wird. Mittlerweile hat HBO bekannt gegeben, dass die zweite Staffel 7 Episoden beinhaltet, seit dem Frühjahr 2018 gedreht wird, aber voraussichtlich erst im Jahr 2019 auf HBO ausgestrahlt wird. 

„Big Little Lies“ wurde erstmalig v. 19.02.-02.04.17 auf HBO ausgestrahlt. Der Mehrteiler war in Deutschland ab dem 19.05.17 auf DVD erhältlich. Im Free-TV ist dieser Mehrteiler auf VOX ab dem 30.05.18 um 20.15 Uhr (3 Episoden hintereinander), 06.06.18 um 20.15 Uhr (2 Episoden hintereinander), 13.06.18 um 20.15 Uhr (2 Episoden hintereinander) zu sehen. 

Trailer zu sehen:

Vorspann (mit einem wunderbaren Ohrwurm) zu sehen:

 

Berlin (ale) – Film: "The Diary of a Teenage Girl"

Ich war am 9.2.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Diary of a Teenage Girl“ 102 min drama, adaptation
dir. Marielle Heller cast: Bel Powley, Kristen Wiig, Alexander Skarsgard, Christopher Meloni

San Francisco im Jahr 1976. Die 15-jährige Minnie (Bel Powley) vertraut ihre intimsten Erlebnisse und Gedanken ihrem Tonbandgerät an. Die Aufzeichnungen dienen ihr als Tagebuch. Gerade hat sie zum ersten Mal Sex gehabt und zwar mit Monroe (Alexander Skarsgard), dem Freund ihrer Mutter (Kristen Wiig).

B+ (Wertung von A bis F) „The Diary of a Teenage Girl“ basiert auf Phoebe Gloeckners gleichnamigen autobiografischen Comicroman. Der Film ist das Regiedebüt der amerikanischen Schauspielerin Marielle Heller (A Walk Among the Tombstones).

Die Filmfigur Minnie, ein 15-jähriger Teenager, hat künstlerische Ambitionen, sie zeichnet, was sich dann auch in einigen Illustrationen durch den Film zieht. Sonst ist sie etwas nervig und von Unsicherheiten geprägt. Sie macht ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol, Drogen und Sex, weiss aber gar nicht was sie eigentlich will. „The Diary of a Teenage Girl“ ist – wie man dem Filmtitel entnehmen kann – ein Film über das Erwachsenwerden. Der Film zeigt realistisch, mit was für Fantasien, Träumereien, Spielereien und Wünschen sich ein Teeanger auseinandersetzt.

Minnies sexuelle Affäre mit dem 20 Jahre älteren Freund ihrer Mutter ergibt sich – so falsch sich diese Beziehung auch liest – ganz normal und irgendwie natürlich. Die Anziehungskraft konnte ich von beiden Seiten nachvollziehen und die Beziehung ist auch komplexer als man zunächst vermutet. Klar, hätte er (der einfach unwiderstehliche Alexander Skarsgard) vorher schon eine klare Grenze ziehen müssen, aber ich kann auch (anhand dieser erzählten Geschichte) verstehen, warum er es halt nicht konnte. Der Film lädt zu Diskussionen über dieses Thema ein. Wenn ein Film so etwas bei seinem Publikum bewirkt, ist er in meinen Augen schon hervorragend.

Die Schauspielerin Bel Powley ist dieser eigentlich unattraktive, etwas trampelige Teenager Minnie. Sie passt perfekt in die Zeit der 1970er Jahre. Bel Powley hat ein typisch britisches Gesicht (kein Wunder, sie ist auch Britin), sie hat eine starke Präsenz und vermutlich auch einen hohen Wiedererkennungswert. Ich bin sicher, dass man sie in den nächsten Jahren noch oft zu sehen bekommt.

„The Diary of a Teenage Girl“ hat einen sehr guten Soundtrack.

„The Diary of a Teenage Girl“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt und hat dort den Cinematography Award: U.S. Dramatic gewonnen. Mit Sony Picture Classics hat der Film bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden. Einen Starttermin in den U.S.A. gibt es aber bislang noch nicht. (Update: Der Film startet am 7.8.15 in einigen amerikanischen Kinos). Ich habe den Film auf der Berlinale 2015 gesehen. „The Diary of a Teenage Girl“ lief dort in der Sektion „Generation 14plus“. Noch während des Filmfestivals wurde der Film mit dem Großen Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus ausgezeichnet. Nach Love & Mercy, Mr. Holmes „Mr. Holmes“Knight of Cups war „The Diary of the Teenage Girl“ mein vierter Film auf der Berlinale 2015. Zugleich war es die erste Vorstellung, die bis zum letzten Platz ausverkauft war. Es war auch der erste Film, der in der OV (also ohne störende deutsche Untertitel) gezeigt wurde.

Update: „The Diary of a Teenage Girl“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Bel Powley), Bester Nebendarsteller (Alexander Skarsgard), Beste Nebendarstellerin (Kristin Wiig), Bestes adaptiertes Drehbuch

Trailer zu sehen:

L. A. – Film: "The Giver"

Ich war am 16.08.14 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Giver“ (dt. Filmtitel: „The Giver – Hüter der Erinnerung“, dt. KInostart: 02.10.14) 97 min fantasy, sci-fi, adaptation
dir. Phillip Noyce cast: Jeff Bridges, Meryl Streep, Brenton Thwaites, Alexander Skarsgard, Katie Holmes, Taylor Swift

Oberflächlich betrachtet lebt der 15-jährige Jonas (Brenton Thwaites) in einer idealen Welt. Die Bewohner bekommen von den Wissenschaftlern jeden Morgen eine Injektion verabreicht, der alle Erinnerungen ausgelöscht hat und die sie keine Angst, kein Schmerz, kein Leiden und keinen Hass empfinden lässt. Durch den Einfluss der Medikamente können sie aber auch keine Farben sehen und erfahren nicht was Freude und Liebe ist. In dieser emotionslosen Gesellschaft sind alle Menschen gleich. Es gibt kein Neid und es entstehen auch keine Konflikte. Die Bewohner stehen unter ständiger Beobachtung des Ältestenrates, der ihr Leben von Geburt bist zum Tod plant und kontrolliert. Mit dem 16. Geburtstag werden den Kindern neue Aufgaben in der Gemeinschaft zugewiesen. Die Vorsitzende des Ältestenrates (Meryl Streep) teilt ihnen ihre zukünftige Bestimmung mit. Jonas wurde auserkoren und zum neuen „Hüter der Erinnerung“ ernannt. Er soll die Erinnerungen der Menschheit verwalten. Von dem derzeitigen Hüter der Erinnerung (Jeff Bridges) wird er ausgebildet. Jonas erfährt alles über die Geschichte und Vergangenheit der Menschen und lernt zum ersten Mal was Gefühle sind, sieht plötzlich Farben, lernt etwas Musik und Literatur. Plötzlich sieht Jonas nicht mehr viel Positives an der alten, kontrollierten Welt…

F (Wertung von A bis F) „The Giver“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Lois Lowry. Der Teenager-Roman erschien in den U.S.A. bereits im Jahr 1993. Ich habe das Buch nicht gelesen.

Der Roman erschien also bereits vor zwanzig Jahren. Jeff Bridges hat die Rechte an dem Buch bereits zwei Jahre nach Erscheinen des Romans erworben, ursprünglich sollte sein Vater Lloyd die Rolle des Hüter der Erinnerung spielen. Ich habe mich gefragt, wie der Film vor fünfzehn Jahren eingeschlagen hätte, als von den ganzen dystopischen Jugendbuchverfilmungen (The Hunger Games, „Divergent“, etc.) noch nicht die Rede war.

Mal angenommen jemand hätte ein solides Drehbuch geschrieben, man hätte dem Regisseur Phillip Noyce („Patriot Games“, „Clear and Present Danger“, „The Quiet American“, Salt) mind. 50 Millionen Dollar mehr Geld, einen versierteren Kameramann und anderes Personal, das in technischen Dingen sein Handwerk versteht, zur Verfügung gestellt und man hätte für den Film Jungdarsteller mit einem herausragenden Talent und außergewöhnlicher Präsenz (eine geklonte Jennifer Lawrence sozusagen) rekrutieren können, vielleicht wäre sogar am Ende ein okayer Film entstanden. Aber nur vielleicht, als ich das Kino verlassen habe, kam ich eigentlich zu dem Entschluss, dass die Romanvorlage einfach nicht gut sein kann. Wenn man diesen Teenager-Sci-Fi-Film sieht, dann dürfte einem kaum mehr ein böses Wort über die „The Hunger Games“-Verfilmungen über die Lippen kommen, denn was man in „The Giver“ zu sehen bekommt, ist wirklich Mist und Teenager-Verblödung.

Für mich war der Film eine einzige Qual. Ich habe mir den Film in den U.S.A. am Eröffnungswochenende angeschaut, der Film stand bei 30% Rotten Tomatoes (ich wusste also auf was ich mich einlasse). Es passiert schon mal, dass mir der Film trotz negativer Kritiken gefällt. Nicht hier, der Film ist wirklich schlimm und wenn man denkt es kommt jetzt garantiert nicht noch schlimmer, dann kommt die Sache mit der Flucht und dem Baby (und damit zu meiner „F“-Bewertung)

Für mich gab es drei Gründe, „The Giver“ sehen zu wollen: Meryl Streep, Jeff Bridges und Alexander Skarsgard (der selbst in den überflüssigen schwarz/weiß-Sequenzen umwerfend ausschaut). Bevor ich ins Kino gegangen bin, wurde Harvey Weinstein im Frühstücksfernsehen zu dem, von ihm produzierten Film interviewt. Entgegen seiner sonstigen Art hat er wenig über den Film an sich gesprochen, eigentlich hat er es darauf begrenzt, warum er „The Giver“ produziert hat. Seine Töchter lieben nämlich das Buch und haben nun von ihrem einflussreichen Produzenten-Papa verlangt, dass er das Buch verfilmt. Harvey Weinstein hat dann umgehend Meryl Streep angerufen und zu ihr gesagt, sie möge bitte nur ihre Töchter fragen, ob sie in der Verfilmung des beliebten Bestsellers mitwirken soll. Mrs Streep hat ihn dann kurze Zeit später zurückgerufen und zugesagt.

Meryl Streep spielt hier die Vorsitzende des Ältestenrates. Auf dem Papier liegt es natürlich nahe, sie für diese Rolle zu besetzen. Aber selbst Meryl Streep kann diesen Film nicht retten, mit ihrer grauen Langhaar-Perrücke sieht sie seltsam aus und auch schauspielerisch fand ich sie nicht zufriedenstellend. Es wird bereits gemunkelt, dass nicht mal die Auslandspresse sie für diese Rolle für einen Golden Globe nominieren will. Gut, wer sich jetzt Sorgen um Meryl Streeps Popularität in Hollywood und/oder ihre Karriere macht, der sei beruhigt. Außerdem hat die Auslandspresse dieses Jahr noch die Möglichkeit, sie für ihre Rollen in der Verfilmung des Broadway-Musical „Into the Woods“ oder in Tommy Lee Jones „The Homesman“ zu nominieren.

Die Hauptfigur, der 16-jährige Jonas, wird von dem unscheinbaren, zu den Dreharbeiten bereits 24-jährigen Australier Brenton Thwaites dargestellt. Hollywood hat die Hauptfigur im Film allerdings bereits an die Zielgruppe angepasst. Im Roman „The Giver“ ist diese Figur nämlich erst 11 bzw, 12 Jahre alt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar:Jetzt der dritte Teil, der in zwei Parts ins Kino kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hobbit – The Battle of the Five Armies“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Der dritte und letzte Teil von Peter Jacksons „The Hobbit“. Das CGI im Trailer sieht wirklich billig und schlecht aus, praktisch wie im Film „The Giver“. Für mich war es komisch, Lester Nygaard aus „Fargo“ im Trailer zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „When the Game Stands Tall“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sportfilm mit Laura Dern und Jim Caviezel
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Maze Runner“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Fantasy/Sci-Fi-Teenagarromanverfilmung, kann gar nicht schlechter als „The Giver“ sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 80% RT

Trailer v. Film: „St. Vincent“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tragikomödie mit Bill Murray, Melissa McCarthy, Chris O´Down und Naomi Watts (die ich im Trailer nicht erkannt habe) Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Paddington“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ja, goldig der Bär. Toller Trailer. Selten einen Trailer gesehen, bei dem das Publikum so mitgeht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ach warum nicht.

NYC – Film: "The East"

Ich war am 17.06.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

 

„The East“ (dt. Kinostart: 18.07.13) 116 min thriller
dir. Zal Batmanglij cast: Brit Marling, Alexander Skarsgard, Ellen Page, Julia Ormond, Patricia Clarkson, Jason Ritter, Shiloh Fernandez, Toby Kebbell

 

Sarah Moss (Brit Marling) war früher als FBI-Agentin tätig. Jetzt arbeitet sie für die private Sicherheitsfirma Hiller Brood. Von ihrer Chefin Sharon (Patricia Clarkson) bekommt sie einen neuen Auftrag, sie soll sich mit einer falschen Identität in die terroristische Organisation THE EAST einschleusen. THE EAST rächt sich an korrupten, profitgierigen und umweltverschmutzenden Unternehmen. Sie führen ihnen auf drastische Weise ihr Fehlverhalten vor. Für Sarah, die sich für den Auftrag Jane nennt, ist es aber alles andere als einfach, überhaupt nur in die Nähe der Organisation zu kommen und gefährlich ist es auch…

 

A- (Wertung von A bis F) Sowohl der Regisseur als auch die Hauptdarstellerin Brit Marling hatten auch die Idee zum Film und sind Autoren des Drehbuchs. Ihnen ist es gelungen, eine wunderbar glaubwürdige und starke Protagonistin zu entwickeln. Durch Sarah/ bzw. Jane bekommt man nicht nur einen Einblick in diese anarchistischen Untergrund-Bewegung, man hat durch ihre Figur sogar das Gefühl, dabei zu sein. Für mich ist Brit Marlings Figur so klar definiert, dass ich zu jeder Zeit wusste, wie sie tickt. Ihre Reaktionen, ihr Denken, das Hin- und Hergerissen sein zwischen Auftrag und Faszination bzw. sogar mitunter Sympathie für die Organisation waren für mich greifbar. Ich habe mich sogar selbst in so einer Situation gesehen. Vielleicht hat mir der Film daher so gut gefallen.

Selbstverständlich hätte ich mich auch, trotz seines absurden Names (Benji) und mit verlaustem Vollbart und verlotterten Zottelhaaren, in Alexander Skarsgards Charakter verknallt. Und einen sehr ähnlichen Gesichtsausdruck wie Jane ihn zeigt, als sie Benji das erste Mal rasiert, mit einem gepflegten Haarschnitt und in einem Anzug erspäht, hätte auch ich präsentiert.

Nach Brit Marlings Auftritt in Arbitrage habe ich mir noch gedacht, dass ihr großartige Performance in Another Earth wohl eine Ausnahme war und sie eher eine, zumindest schauspielerische, Eintagsfliege. „The Sound of My Voice“ habe ich immer noch nicht geschafft, bis zum Schluss zu schauen, aber durch ihre Performance in „The East“ hat sie mich endgültig von sich überzeugt.

Die amerikanische Charakterschauspielerin Patricia Clarkson („The Station Agent“, „Pieces of April“, „Good Night, and Good Luck“, Lars and the Real Girl) gibt jedem Film eine besondere Note.

Ellen Page gibt mal wieder eine Variante der immergleichen Ellen Page. So war ich, wie so oft in letzter Zeit, zunächst von ihr gelangweilt, später im Film zeigt sie dennoch mal eine etwas andere Facette von sich.

„The East“ könnte in meiner Liste der Top Ten Filme aus dem Jahr 2013 landen. Update: The East ist einer meiner Lieblingsfilme des Jahres 2013.

„The East“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival im Jahr 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Prisoners“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Viola Davis, Melissa Leo. Ich hoffe nur, dass der Trailer nicht zu viel verrät.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Closed Circuit“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Eric Bana, Rebecca Hall, Jim Broadbent und Riz Ahmed
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Fruitvale Station“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Film wurde auf dem diesjährigen Sundance-Filmfestival mit zwei großen Preisen ausgezeichnet und gilt mittlerweile als sehr wahrscheinlicher Oscar-Kandidat
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain Phillips“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den amerikanischen Kapitän Philips, dessen Frachter von somalischen Piraten gekapert wurde. In der Hauptrolle Tom Hanks. Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Rush“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Ron Howards neuer Film. Biopic über die Rennfahrer Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt. Daniel Brühl spricht seltsam, eigentlich eher wie ein Amerikaner sich vorstellt, dass ein Ösi spricht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nee, immer noch nicht mein Film

Trailer v. Film: „The Way, Way Back“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Sam Rockwell, Toni Collette, Allison Janney. Leider spielt die Hässliche auch mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "What Maisie Knew"

Ich war am 25.05.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„What Maisie Knew“ (dt. Titel: „Das Glück der großen Dinge“, dt. Kinostart: 11.07.13) 99 min drama, adaptation
dir. Scott McGehee cast: Julianne Moore, Alexander Skarsgard, Onata Aprile, Steve Coogan, Joanna Vanderham

Susanna (Julianne Moore) ist Rockmusikerin und mit dem britischen Kunsthändler Beale (Steve Coogan) verheiratet. Sie leben in New York und haben gemeinsam ein Kind, die sechsjährige Maisie (Onata Aprile). Maisie ist beinahe immer auf sich allein gestellt, ihre Eltern sind nur mit sich selbst beschäftigt. Hauptsächlich streiten sich Susanna und Beale, schließlich trennen sie sich. Maisie ist dann die Leidtragende des Sorgerechtsstreits. Keiner hat richtig Zeit und Lust, sich um das Kind zu kümmern, aber dem anderen Elternteil ist sie auch nicht zu gönnen. Wie sieht so ein Leben aus Sicht eines kleinen Kindes aus und wie geht es weiter…?

A- (Wertung von A bis F) „What Maisie Knew“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Henry James.

„What Maisie Knew“ ist ein Drama über das traurige Schicksal eines Scheidungskindes. Es ist das Portrait eines kleinen Kindes, das von beiden Elternteilen instrumentalisiert wird. Die Erwachsenenwelt aus Sicht eines kleinen Mädchens. Man sieht, wie sie die Beziehungsstreitigkeiten der selbstsüchtigen Eltern miterleben muss, immer hin- und hergeschoben wird und ihren Platz im Leben sucht. Schließlich ist es rührend anzusehen, dass die Sechsjährige mit ihrer Schildkröte verantwortungsvoller umgeht, als ihre Eltern mit ihr.

Alle Schauspieler sind hier auf ihre Art hervorragend und – was noch wichtiger ist – glaubwürdig. Klar, Julianne Moore wertet jeden Film auf und hat schon in der Vergangenheit in so unterschiedlichen Rollen überzeugt. Hier ist sie die egozentrische und eifersüchtige Musikerin und Rabenmutter Susanna. Man muss sie einfach irgendwann hassen. Ebenso wie den Vater, ebenfalls bravourös gespielt von Steve Coogan. Die Sympathieträger sind die neuen Partner der verantwortungslosen Eltern. Alexander Skarsgard ist wieder zum Verlieben. Joanna Vanderham war mir bislang noch gar nicht bekannt. Aber auch sie braucht sich mit ihrer Performance nicht zu verstecken. Schließlich muss Onata Aprile noch lobend erwähnt werden. Es ist das Schauspieldebüt einer vielleicht mal ganz Großen.

Nominierungswürdig wären für mich alle fünf Schauspieler. Ein amerikanischer Kinostart im Mai ist selbstverständlich ungünstig, um der Academy noch im Januar in Erinnerung zu sein.

„What Maisie Knew“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „The Hunt“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thomas Vinterbergs Drama mit Mads Mikkelsen. Mads wurde auf dem Cannes Film Festival im letzten Jahr mit dem Best Actor Award ausgezeichnet. Film lief in Deutschland bereits schon im Kino.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Fruitvale Station“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film wurde auf dem diesjährigen Sundance-Filmfestival mit zwei großen Preisen ausgezeichnet und gilt mittlerweile als sehr wahrscheinlicher Oscar-Kandidat
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Stroller Plan“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: französische Komödie mit supernerviger Musik im Trailer
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Twenty Feet From Stardom“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Musik-Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Unfinished Song“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: britische Senioren-Komödie mit Terrence Stamp und Vanessa Redgrave
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 90%

Trailer v. Film: „The Attack“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: arabisch-israelischer Thriller nach einem Roman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%